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| Befreiungsausschuss Südtirol |
Befreiungsausschuss SüdtirolDer Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) ist eine um 1957 von Sepp Kerschbaumer und 7 Mitstreitern gegründete Organisation.
Ziele
Wiederanschluss Südtirols an Österreich (s. Geschichte Südtirols).
Mitglieder
Gründungsmitglieder
- Sepp Kerschbaumer
- Sepp Innerhofer
Weitere Mitglieder
- Georg Klotz
- Norbert Burger
- Franz Höfler
- Anton Gostner
Aktionen
Nach einigen Flugblattaktionen, die von Sepp Kerschbaumer organisiert wurden, wurde ab 1958 Sprengstoff beschafft, teils aus Nordtirol, teils aus Italien. 1959/1960 kam es zu Streitigkeiten zwischen Nord- und Südtiroler Akteuren um die Vorherrschaft im BAS, wobei sich letzten Endes der Südtiroler Teil behaupten konnte. Es kam zu ersten Sprengstoffanschlägen am 31. Januar 1961 in Waidbruck). Dabei wurde ein Reiterstandbild Mussolinis, der sogenannte Aluminium-Duce gesprengt. Danach erfolgte ein Bombenanschag auf das Geburtshaus von Ettore Tolomei, einer Symbolfigur der Italianisierung. Einen Höhepunkt bildete die Feuernacht auf den 12. Juni 1961. In Bozen wurden hierbei 42 Strommasten gesprengt.
Durch die Struktur des BAS ( Mitglieder "rekrutieren" weitere Mitglieder, so dass diese Neuen nur den Ansprechpartner kannten) hatte die Polizei Probleme bei der Fahndung nach den Attentätern.
In der so genannten Kleinen Feuernacht in der Nacht auf den 13. Juli1961 wurden acht weitere Strommasten gesprengt, um den Zugverkehr lahmzulegen.
Auflösung
In der Folge wurden die Gründungsmitglieder und zahlreiche weitere Mitglieder wie auch gänzlich Unbeteiligte verhaftet und teilweise auch gefoltert. An den Folgen der Folterungen starben Franz Höfler aus Lana und Anton Gostner aus St. Andrä bei Brixen. Im Juli 1964 wurden die Bombenleger zu Haftstrafen verurteilt, die Staatsanwaltschaft beantragte Verurteilung wegen Hochverrat, dem das Gericht jedoch nicht zustimmte. Sepp Kerschbaumer als Führer des BAS wurde zu 15 Jahren und 11 Monaten Gefängnis verurteilt, Norbert Burger, der 1981 in Österreich als Präsidentschaftskandidat für die rechtsextreme NPD antrat, zu Lebenslang und noch einmal 28 Jahren.
Siehe auch
Geschichte Südtirols
Weblinks
- [http://www.zeit.de/2005/34/Schenna Die schlauen Bauern von Schenna] (Die Zeit 34/2005)
Kategorie:Südtirol
Kategorie:Tirol
BASDie Abkürzung BAS steht für
- BAS-Signal, ein Fernsehsignal.
- B.A.S.®, Deutsche Wortmarke der B.A.S. Verkehrstechnik AG.
- Bremsassistent, ein Fahrerassistenzsystem.
- Befreiungsausschuss Südtirol um Sepp Kerschbaumer.
- British Antarctic Survey, britisches Forschungsinstitut.
Kategorie:Abkürzung
Sepp KerschbaumerSepp Kerschbaumer ( - 9. November 1913 in Frangart, † 7. Dezember 1964 in Verona) war Südtirolaktivist und Leiter des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS).
Leben
Befreiungsausschusses Südtirol
Befreiungsausschusses Südtirol
Befreiungsausschusses Südtirol
Befreiungsausschusses Südtirol
Sepp Kerschbaumer ist als Sohn des Kaufmanns Josef (vom Ritten) und der Luise geb. Zelger (aus Aldein) in Frangart bei Bozen geboren und hat mit vier Jahren den Vater (Dolomitenfront) und mit neun Jahren die Mutter verloren.
Nach seiner Ausbildung im Rainerum Bozen und Kloster Neustift absolvierte er 1927 die kaufmännische Vorbereitungsschule in Brixen.
1933 wurde er zum Militärdienst eingezogen.
Im Herbst 1934 wurde Kerschbaumer zu zu zwei Jahren Verbannung bei Potenza wegen Teilnahme an einer verbotenen politischen Veranstaltung verurteilt. Nach Begnadigung durch Mussolini im Herbst 1935 kehrte er nach Südtirol zurück.
Danach wurde Kerschbaumer das elterliche Gemischtwarengeschäft von seinem Vormund übergeben.
Am 29. April 1936 heiratete er Maria Spitaler aus Frangart. Das Paar hatte sechs Kinder:
- Seppl ( - 27. April 1937, † 1969 )
- Marialuisa ( - 5. März 1939)
- Mali ( - 26. März 1940)
- Helga ( - 25. Juni 1942)
- Franz ( - 1. Dezember 1949)
- Christl ( - 6. Januar 1957)
In der Option (1939) entschied sich Kerschbaumer für Deutschland und warb auch für diese Entscheidung, da er wie viele seiner Landsleute wieder deutsch/österreichisch sein wollte. Doch im Laufe der Zeit erkannte er, dass aus Deutschland keine Hilfe zu erwarten war. Er wurde zum entschiedenen Hitlergegner, der während der deutschen Besatzungszeit 1944 zum Militärdienst in Bozen eingezogen wurde.
Als nach dem Krieg die Südtiroler Volkspartei gegründet wurde, trat er ihr bald bei und widmete sich der Lokalpolitik. Er wurde Ortsobmann der Partei und Gemeinderat/Fraktionsvorsteher von Frangart.
Als Anfang der 1950er Jahre jedoch Kritik an der zu konzilianten Haltung der SVP aufkam, erwachte auch in Keschbaumer der Wunsch, mehr für die Heimat zu tun.
1957 wurden die alten Strategen der SVP durch konsequentere Personen ersetzt.
Als der neue Obmann Silvius Magnago bei einer Großkundgebung in Schloss Sigmundskron (am 17. November 1957) das Motto: Los von Trient prägte, war Kerschbaumer dabei und verteilte ein nicht unterzeichnetes Flugblatt, in dem er ein freies Südtirol forderte.
Wenig späeter begann er Verbündete um sich zu sammeln und nannte die neue Gemeinschaft Befreiungsausschuss Südtirol. Der BAS beschränkte sich zuächst auf das Verteilen von Flugblättern und symbolische Aktionen, wie das (verbotene) Aufhängen der Südtiroler Fahne.
Ab 1960 organisierte der BAS die ersten Bombenanschläge, die großteils gegen den Willen Kerschbaumers durchgeführt wurden...
Nach der Feuernacht wurde Kerschbaumer verhaftet und dabei nicht besonders sanft behandelt, Die Ordnungskräfte trugen durch ihre Folterungen nicht wenig zur Eskalation der Ereignisse bei.
Am 16.Juli 1964 wurde Sepp Kerschbaumer als Führer des BAS zu 15 Jahren und 11 Monaten Gefängnis verurteilt. Am 7. Dezember des gleichen Jahres erlitt er in Haft einen Herzinfarkt und starb.
Die Beisetzung wurde zu einer Demonstration: Mehr als 20.000 Menschen kamen zur Beerdigung, also ca. 5 % der südtiroler Bevölkerung.
Rolle Kerschbaumers in der jüngeren Geschichte Südtirols
Kerschbaumer hat mit der Gründung des BAS und dessen Aktionen der Öffentlichkeit gezeigt, dass viele Südtiroler mit der Situation unzufrieden waren. Er hat dabei immer lieber Flugblätter als Bomben abgeworfen und war immer darum gesorgt, dass keine Menschen zu Schaden kamen.
Zur blutigen Eskalation ist es erst gekommen, als der harte Kern des BAS inhaftiert oder im Exil war und rechtsextreme Kreise aus dem Ausland Südtirol als ideologisches Schlachtfeld entdeckt hatten.
Ob die Attentate den Verhandlungen um neue Autonomie (Südtirol-Paket) geschadet haben oder nicht, ist auch unter Historikern umstritten. Kerschbaumer hat aber Kontakte mit der österreichischen Regierung gepflegt.
Der Prozess gegen Kerschbaumer und seine Mitstreiter in Mailand, hat aber der italienischen Öffentlichkeit gezeigt, dass hier keine Monster oder rücksichtslosen Terroristen am Werk waren, sondern Männer, die sich ernsthaft Sorgen um die Zukunft ihrer Heimat machten.
Dass Kerschbaumer trotzdem die für solche Vergehen vorgesehene Höchststrafe erhalten hat, war durchaus auch in seinem Sinne, da er bis zu letzt zu dem stand, was er getan hatte und sich bewusst war, dass er zur Verfolgung seiner Ziele auch die Grenzen der Legalität überschritten hatte.
Literatur
Fontana Josef, Hans Mayr: Sepp Kerschbaumer; Eine Biographie, Bozen 2001 (ISBN: 88-7283-142-3)
Weblinks
-
- [http://www.schuetzen.com/html/news/treplies.asp?message=272 Sepp Kerschbaumer Gedenkfeier 2004]
Kerschbaumer, Sepp
Kerschbaumer, Sepp
Kerschbaumer, Sepp
Südtirol
Südtirol, amtlich: Autonome Provinz Bozen-Südtirol, italienisch: Alto Adige (die amtliche Bezeichnung wurde in den 1920ern nach französischer Vorlage geschaffen: Provinz am Oberlauf der Etsch, also 'Hochetsch') oder Sudtirolo, ladinisch: Südtirol,
bildet zusammen mit der Provinz Trient die autonome Region Trentino-Südtirol im Norden Italiens. Im Laufe der Zeit wurden die gesetzgeberischen Befugnisse dieser Region größtenteils an die beiden Provinzen übertragen.
Der Name Südtirol entstand im 19. Jahrhundert als Bezeichnung für den südlichen Teil Tirols (ab Bozen). Zugleich wurde für den italienischen Landesteil (Bezirke Trient und Rovereto) auch der Begriff Welschtirol verwendet. Die Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol, zugleich italienisch-österreichische Staatsgrenze, verläuft seit dem 1. Weltkrieg am Alpenhauptkamm. Der bekannteste Übergang ist der Brennerpass, über den, mit Brenner-Autobahn und -Eisenbahn, eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen führt. Etwa 2015 soll dort der Brennerbasistunnel fertiggestellt sein.
Die Landeshauptstadt Südtirols ist Bozen.
Land und Leute
Südtirol liegt an der "Südseite der Alpen" und vereint die Vorzüge eines Berglandes (besonders im Winter) mit den Annehmlichkeiten eines fast mediterranen Klimas (in den Tallagen).
Zahlreiche Museen, Schlösser und Wochenmärkte werden von Einheimischen und Gästen gleichermaßen geschätzt.
Bemerkenswert ist ferner, dass die Zahl der "Italiener" (italienische Sprachgruppe) in Südtirol stetig sinkt, während die Zahl der "Deutschen" (deutsche Sprachgruppe) steigt.
Medien
Unter den Printmedien sind besonders die landesweit erscheinenden Tageszeitungen und Magazine zu nennen:
Die älteste und verbreitetste Tageszeitung ist die deutschsprachige Tageszeitung Dolomiten, gefolgt (Gründungsjahr und Auflage) von der italienischsprachigen Tageszeitung Alto Adige - Corriere delle Alpi. Weiters gibt es noch den Lokalteil des Corriere della Sera (Corriere dell'Alto Adige), der aus der Tageszeitung Il Mattino dell'Alto Adige hervorgegangen ist und die kleinere Neue Südtiroler Tageszeitung
Unter den Wochenblättern sind die FF-Südtiroler Illustrierte, das Katholische Sonntagsblatt und die Südtiroler Wirtschaftzeitung zu nennen.
Unter den Rundfunkanstalten ist besonders der öffentlich-rechtliche Rai - Sender Bozen, der sein Radio und Fernsehprogramm in allen drei Landessprachen ausstrahlt.
Zusätzlich gibt es eine lokale Fernsehanstalt (VB33) und zahlreiche Lokalradios (unter diesem [http://www.medienindex.de/Radio_Suedtirol.htm Weblink] findet sich eine Liste der Südtiroler Radiostationen).
Geschichte
Das Gebiet an Etsch, Eisack und Rienz ist seit der mittleren Steinzeit (Mesolithikum) besiedelt. Die Menschen hielten sich damals im Sommer überwiegend im Hochgebirge oberhalb der Baumgrenze auf. Dies belegen zahlreiche archäologische Fundstellen mit Funden aus dem 7. Jahrtausend bis zum 4. Jahrtausend vor Christus. In der darauf folgenden Jungsteinzeit begann der Mensch die fruchtbaren Mittelgebirgsterrassen entlang der Haupttäler zu besiedeln. Wichtige Funde aus dieser Zeit stammen vom Plunacker in Villanders, dem Hügel von Schloss Juval im Vinschgau oder vom Hauslabjoch (Ötzi). In der Bronzezeit begann eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, hauptsächlich wegen des Kupferbergbaus. In der späten Bronzezeit (1300-1000) und der älteren Eisenzeit war das heutige Südtirol von Menschen besiedelt, die Träger der inneralpinen Laugen-Melaun-Kultur waren. Die Räter sind in der jüngeren Eisenzeit Träger der Fritzens-Sanzeno-Kultur und damit die erste namentlich bekannte Urbevölkerung des mittleren Alpenraumes.
Von 59 v. Chr. bis zur Völkerwanderungszeit Teil des römischen Imperiums. Aus dieser Zeit stammen zwar keine Städte aber zahlreiche Meilensteine und römische Straßenstationen etwa Sebatum / St. Lorenzen im Pustertal, oder Sublavione im Eisacktal.
Zwischen dem 6. und 9. Jh. wurde das Gebiet von den Bajuwaren besiedelt, die dort auf die Langobarden und die romanisierten Ureinwohner stießen. Wichtige Fundstellen aus dieser Zeit sind der Hügel von Kloster Säben bei Klausen, Castelfeder bei Auer und die Kirche St. Prokulus bei Naturns.
Als Teil des Frankenreiches und später des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation erlangte es strategische Bedeutung, weil seine Straßen nach Italien führten. Große Teile des Landes wurden 1004 und 1027 den Bischöfen von Trient und Brixen geschenkt.
Nachdem aber deren Verwalter ( Vögte), die Grafen von Tirol (vgl.: Meinhard II.), das Land unter ihre Herrschaft gebracht hatten, erhielt das Territorium zusammen mit den Talschaften nördlich des Brenners den Namen Tirol. Südtirol ist eine der Gegenden mit den meisten Burgen in Europa, darunter die besonders berühmten Anlagen Schloss Tirol, Schloss Runkelstein, Churburg Burg Hocheppan und Schloss Taufers.
1363 ging die Grafschaft durch Margarethe Maultasch an die Habsburger über, die das Land fast durchgängig bis 1918 regierten. 1919, nach dem 1. Weltkrieg, wurde Südtirol von Italien annektiert. Die seitdem zugewanderten Italiener stellen heute etwa ein Viertel der Bewohner des Landes. Südtirol hat heute den Status einer autonomen Provinz innerhalb Italiens.
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Weiter im Hauptartikel: Geschichte Südtirols.
Sprache
Offizielle Amtssprachen in Südtirol sind Deutsch, Italienisch und Ladinisch.
In Südtirol werden bairische Dialekte gesprochen. Der Wortschatz der Südtiroler Mundarten wird erfasst und beschrieben im Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich.
Berühmte Südtiroler
Siehe Portal:Südtirol/Persönlichkeiten.
Städte
Deutsche / Italienische Namen
- Bozen / (Bolzano)
- Meran / (Merano)
- Brixen / (Bressanone)
- Klausen / (Chiusa)
- Bruneck / (Brunico)
- Leifers / (Laives)
- Sterzing / (Vipiteno)
- Glurns / (Glorenza)
- Siehe auch: Liste der Gemeinden in Südtirol
Liste der Gemeinden in Südtirol]
Wirtschaft
Per Stichtag 22. Oktober 2001 existierten in Südtirol 51.207 Arbeitsstätten mit insgesamt 207.380 Mitarbeitern. Dies ist ein Zuwachs im Vergleich zu 1991 von 27.300 bzw. 15,2%.
Bekannte Berge und Täler
Eine Auswahl der berühmtesten Berge zu treffen, ist in einem bergigen Land wie Südtirol nicht einfach.
Der Ortler ist mit 3905m der höchste Berg Südtirols. Der Rosengarten bildet mit seinem Nachbarn, dem Schlern, ein eindrucksvolles Bild.
In einem Atemzug sollte man auch die Drei Zinnen erwähnen, die sich im Osten Südtirols befinden.
Mehr Berge gibt es im Südtirol Portal
Die Haupttäler sind: Etschtal, Eisacktal und Pustertal.
Südtirols Seen
Die Seen Südtirols (Auswahl):
Reschensee, Kalterer See, Haidersee, Karersee, Pragser Wildsee, Vernagtsee, Montiggler Seen, Mühlwalder See
Siehe auch
- Südtirol-Portal
- Südtirol-Projekt in Wikipedia
- [http://meta.wikimedia.org/wiki/Requests_for_new_languages#Bavarian_.28Austro-Bavarian_and_S.C3.BCdtirolerisch.29_.2830_support_.5Bthereof_4_anon._votes.5D.3B_11_oppose_.5Bthereof_4_anon._votes.5D.29 Antrag zur Eröffnung einer "bairischen" Wikipedia (Bayern, Österreich, Südtirol)]
Kategorie:Region
Weblinks
- [http://www.provinz.bz.it/ Südtiroler Bürgernetz]
- [http://directory.google.com/Top/World/Deutsch/Regional/Europa/Italien/Trentino-S%C3%BCdtirol/Reise_und_Tourismus/?il=1 Südtirol Tourismus Verzeichnis]
- [http://oschpele.ritten.org/ Südtiroler Dialekt]
- [http://www.geschichte-tirol.com/ www.geschichte-tirol.com]
- [http://zis.uibk.ac.at/stirol_doku/ Dokumentation zur Geschichte Südtirols]
- [http://www.dolnet.it Internet-Verzeichnis Südtirols]
Bozen-Südtirol
!
als:Südtirol
ja:ボルツァーノ自治県
Geschichte SüdtirolsDie Geschichte Südtirols beginnt mit den Verträgen von Saint-Germain im Jahr 1919, in denen diese Region von den Siegermächten des ersten Weltkrieges dem italienischen Staat zugesprochen und damit zur nördlichsten Region Italiens wurde. Zuvor war die Region mit dem Tiroler Land (im heutigen Österreich) verbunden gewesen und war Teil der Habsburger Kaisermonarchie Österreich-Ungarn. Im Mittelalter gehörte das von Baiern, Langobarden und Rätoromanen besiedelte Land zum Teil zu Bayern und zum Teil zu Italien; von den Grafen von Tirol geeint ging es 1363 über an das Haus Habsburg und war Teil der Gesamtregion Tirol (im Deutschen Reich bzw. HRR). Deren Geschichte findet sich unter Geschichte Tirols.
1918–1939
Anschluss an Italien
Nach dem für das Habsburger Vielvölkerreich (Kaiserreich Österreich-Ungarn) verlorenen Ersten Weltkrieg wurde 1920 das zu 97 % deutschsprachige Südtirol von Italien annektiert. Dies kam durch den Umstand zustande, dass die Truppen des Habsburger Kaisers den vereinbarten Waffenstillstand von Villa Giusti 24 Stunden zu früh, nämlich am 3. November, angetreten hatten und die italienischen Truppen dadurch die österreichisch-ungarischen Stellungen überwinden und innerhalb weniger Tage von der Front im Trentino bis nach Innsbruck vorstoßen konnten.
Obwohl die neue Republik Deutschösterreich ganz Deutschtirol für sich beanspruchte, wurde im Friedensvertrag von Saint-Germain die Angliederung des südlich des Brenner liegenden Teils Tirols, gegen den Willen der Südtiroler, an Italien besiegelt: England und Frankreich hatten bereits im Londoner Vertrag von 1915 Italien die Brennergrenze und andere Gebiete zugesichert, um dessen Kriegseintritt an der Seite der westlichen Alliierten zu erkaufen. In Österreich, vorwiegend in Innsbruck, wurden daraufhin als Solidaritätsbekundungen Straßen und Plätze nach Südtiroler Orten umbenannt (vgl.: Südtirolerplatz). Auch in Deutschland, z. B. in München.
1921 kamen die Schlägertrupps der faschistischen Partei Italiens (Schwarzhemden) auch nach Südtirol, wo sie vornehmlich Überbleibsel und Symbole der ihr „verhassten Doppelmonarchie” (etwa Donauadler) zerstörten. Vorläufiger Höhepunkt dieser Szenarien war ein Übergriff auf einen Trachtenumzug in Bozen am 24. April 1921, bei dem der Marlinger Lehrer Franz Innerhofer ermordet wurde. Am 2. Oktober 1922 zogen 700 italienische Faschisten nach Bozen und besetzten das Rathaus unter den Augen der Polizeikräfte, die aber nicht einschritten.
Mit der Machtergreifung des Duce Benito Mussolini begann für die Südtiroler der Beginn der Italianisierung und eine Phase der Unterdrückung. Die folgenden Zeiten trugen vor allem die Handschrift von Ettore Tolomei, einem Nationalisten aus dem Trentino, der sich die „Italienisierung“ Südtirols zur Lebensaufgabe gemacht hatte. Ab 1923 wurden sämtliche Orts- und Flurnamen italienisiert und die Verwendung des Names Tirol verboten. Bereits 1916 hatte Tolemei eine Liste herausgegeben, in der die Ortsnamen ins italienische übersetzt waren, teilweise schlichte Übersetzungen der gebräuchlichen deutschen Namen. Auch die deutschen Familiennamen der Bevölkerung waren darin bereits übersetzt (Details zum Werk Tolomeis).
Zwischen 1923 und 1925 wurde Italienisch zur einzig zugelassenen Amts- und Gerichtssprache, deutschsprachige Zeitungen wurden verboten. Ab 1927 durften die Dolomiten und einige andere Zeitschriften aus dem (damals) kirchlichen Verlagshaus Athesia wieder erscheinen.
Ab 1924 stand Südtirol außerdem unter Militärprotektorat; Gebäude durften nur nach Zustimmung des Militärs errichtet werden.
Im Zuge der faschistischen Schulreform von 1923 wurde in den folgenden Schuljahren an allen Schulen die deutsche Sprache verboten. Kirchliche Schulen mussten sich ebenfalls fügen oder schließen. Einzig die Knabenseminare Vinzentinum in Brixen und Johanneum in Dorf Tirol konnten aufgrund der Lateranverträge von 1929 weiterarbeiten.
Nachdem die Proteste keine Wiedereinführung der deutschen Sprache brachten, wurden neue Formen gesucht. Im Schuljahr 1925/26 nahmen die deutschen Geheimschulen (Katakombenschulen) ihre Tätigkeit auf.
In diese Zeit fällt auch der Bau des bis heute umstrittenen faschistischen Siegesdenkmals von 1928 und die Zerstörung von Denkmälern aus der Habsburger Kaiserzeit.
1928
1928 begann die zweite Phase der Italianisierung. Da die bisherigen Bemühungen nicht von großem Erfolg gekrönt waren, wurde in Bozen eine große Industriezone angelegt. Firmen erhielten großzügige Subventionen und Steuerbegünstigungen, wenn sie Niederlassungen in Bozen errichteten. So wurde innerhalb weniger Jahre die Einwohnerzahl Bozens durch italienische Zuwanderer vervielfacht: die Bevölkerung wuchs von 30.000 Einwohnern zur Jahrhundertwende auf zwischenzeitlich bis zu 120.000.
1939–1945
Als 1938 der Diktator des Dritten Reiches Adolf Hitler seine österreichische Heimat an das Deutsche Reich anschloss, schöpften viele Südtiroler neue Hoffnungen auf Loslösung vom italienischen Staat und Wiedervereinigung mit dem übrigen Tirol. Am Brennerpass wehte die Hakenkreuzfahne, und viele Südtiroler hofften, Hitler würde das Land heim ins Reich holen. Die Enttäuschung folgte, als Details über das Hitler-Mussolini-Abkommen (1939) bekannt wurden. Danach sollten die Einwohner Südtirols optieren zwischen Verlassen der Heimat und Reichsbürgerschaft oder italienische Staatbürgerschaft. Die zweite Möglichkeit war zudem verbunden mit der (fast sicher geglaubten) Möglichkeit, südlich des Flusses Po deportiert zu werden. Später stellte sich jedoch heraus, dass dies eine Lüge des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels war. Rund 86 % der Südtiroler Bevölkerung entschieden sich daraufhin für die Umsiedlung ins Reich. (Damit hatten weder die italienischen Faschisten noch Hitler gerechnet.) Tatsächlich ausgewandert sind bis zum Sturz des Diktators Mussolini nur einige tausend Südtiroler.
Nach dem Sturz Mussolinis, dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht und Errichtung der Operationszone Alpenvorland im Jahr 1943, wurde sowohl die Auswanderung der Optanten als auch die Zuwanderung von Italienern beendet. Der Einzug der deutschen Truppen wurde daher in Südtirol zunächst mit Begeisterung aufgenommen.
Die NSDAP war zwar in Südtirol nie zugelassen worden (sehr wohl aber der NSDAP nahestehende Verbände, wie der VKS, der Völkische Kampfring Südtirols), aber auch hier fand das Nazi-Regime (über das eigene Heimatanliegen hinaus) seine Unterstützer: Wie sich später herausstellte, waren auch einige Südtiroler in Kriegsverbrechen verwickelt. Es kam auch häufig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Dableibern und Optanten.
Zwischen 1943 und 1945, während die Nationalsozialisten das Land beherrschten, waren mehr Todesopfer zu beklagen als während der Zeit des faschistischen Regimes von 1922 bis 1942. In diese Zeit fällt auch die Errichtung eines Durchgangslagers in Bozen, unter Mischa Seifert.
Widerstand gegen den Nationalsozialismus kam selten vor (mit Ausnahme einiger Widerstandsgruppen, wie dem Südtiroler Andreas-Hofer-Bund). Kurz nach Kriegsende, für Italien endete der Krieg am 25. April, hisste die italienische Widerstandsbewegung CLN (Comitato di Liberazione Nazionale, d. h. Komitee zur nationalen Befreiung) am 3. Mai 1945 am Brenner wieder die italienische Fahne.
Obwohl Italien zuerst auf Seiten Hitlers gekämpft hatte und den Krieg durch Kapitulation verlor, blieb Südtirol beim italienischen Staat.
1945–1972
Wiederaufbau und Kampf um Autonomie
Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand für die Südtiroler kurzzeitig die Hoffnung auf Wiedervereinigung mit Tirol, zumal das wiedererstandene Land Österreich versuchte, sich als Opferstaat gegenüber den alliierten Siegermächten darzustellen (österreichischer Opfermythos), was von den Alliierten so aber nicht gesehen wurde (denn zu sehr waren Österreicher, wie Hiller, Kaltenbrunner u. a., für Kriegsverbrechen verantwortlich). Als daher die Südtirol-Verhandlungen 1945 in Paris begannen, hatte das unter einem Besatzungsstatut stehende Österreich gegenüber Italien die deutlich schlechtere Position und konnte die Siegermächte nicht von dem demokratischen Anspruch der Bevölkerung auf Wiedervereinigung überzeugen; so blieb Südtirol bei Italien.
Da Italien 1946 schon die Halbinsel Istrien an Jugoslawien abtreten musste, wurde im Pariser Vertrag, auch als Gruber-De Gasperi-Abkommen bekannt, den Südtirolern lediglich autonome Rechte im Rahmen der Region Trentino-Südtirol zugestanden; Österreich wurde als Schutzmacht anerkannt.
(Zur Beurteilung des Gruber-De Gasperi-Abkommens sei auf den Artikel zum Abkommen verwiesen.)
In Italien verzögerte man die Umsetzung einiger Punkte des Pariser Vertrages. In Südtirol war man über diese Situation alles andere als glücklich, und so formierte sich langsam der Widerstand gegenüber diesem ersten Autonomiestatut. Besonders umstritten war die italienische Wohnbaupolitik, die 1957 ihren Höhepunkt erreichte, als 5000 Wohnungen in Südtirol, natürlich vornehmlich für italienische Zuwanderer, errichtet werden sollten. Auf den Aufruf der neuen Südtiroler Volkspartei-Führung unter Silvius Magnago versammelten sich daraufhin 35.000 Südtiroler zur bisher größten Kundgebung in der Geschichte Südtirols auf Schloss Sigmundskron und skandierten „Los von Trient“. Die Kundgebung hatte ein großes, auch internationales Interesse an der Südtirolproblematik zur Folge.
Seit dem Staatsvertrag 1955 war Südtirol außerdem zentrales Thema der Außenpolitik Österreichs, so dass das Südtirol-Problem nach diversen erfolglosen Sondierungsgesprächen zwischen Rom und Wien erstmals auf der Tagesordnung der UN-Vollversammlung kam. Mit der UN-Resolution 1497/XV vom 31. Oktober 1960 wurde festgestellt, dass der Pariser Vertrag bindend sei und dessen Punkte einzuhalten seien. Italien erklärte sich zwar zur besseren Durchführung des bestehenden Autononomiestatutes bereit, in der Praxis änderte sich aber kaum etwas.
Zwischen 1956 und 1969 kam es daher aus Frustration über die Südtirol-Politik Italiens zu einer Serie von Bombenattentaten. Die Anschläge der ersten Serie (bis 1961), richteten sich nicht gegen Menschen, sondern sinnbildlich gegen Hochspannungsmasten, die den Strom in die italienischen Industriegebiete lieferten (vgl. dazu Sepp Kerschbaumer und Feuernacht). Die zweite Serie ab 1961 bis 1969 war hingegen sehr viel gewalttätiger und blutiger; dabei kamen auch einige Menschen ums Leben. Unter anderem wurde die Grabstätte von Tolomei zerstört. 1963 erreichten die diplomatischen Beziehungen zwischen Italien und Österreich einen neuen Tiefpunkt, als 10 italienische Carabinieri wegen einer Generalamnestie freigesprochen wurden, nachdem sie nachweislich Attentäter gefoltert hatten.
Große Beachtung fanden schließlich auch die Prozesse gegen insgesamt 94 Angeklagte der Anschläge im Dezember 1963. Die vergleichsweise milden Urteile (Anklagen wegen Hochverrats wurde fallengelassen) wurden in Südtirol und Österreich anerkennend als Entgegenkommen der Italiener betrachtet.
Neue Anschlagsserien führten jedoch zu einer erneuten Eskalation, die mit einem Veto Italiens zum EWG-Beitritt Österreichs ihren Höhepunkt erreichte. Der Streit zwischen den beiden Staaten kam schließlich im November 1961 erneut vor die UNO, die die Resolution von 1960 bestätigte; zeitgleich nahm auch die Neunzehnerkommission ihre Arbeit auf, die eine Lösung für die Südtirolproblematik finden sollte.
Die Kommission präsentierte 1964 die Ergebnisse, die als Paket bezeichnet wurden und eine Reihe von Gesetzes- und Verfassungsänderungen enthielten, die später das zweite Autonomiestatut bilden sollten.
Im Jahr 1972 wurde das Paket schließlich endgültig ratifiziert.
Eine ausführliche Erklärung zur Entstehung des zweiten Autonomiestatutes findet sich unter Südtirol-Paket.
Den zwischenzeitlich aufgedeckten Kontakten des italienischen Militärgeheimdienstes SIFAR zur neofaschistischen Terrororganisation Gladio und zu deren Attentaten in Österreich wurde weder offiziell ernsthaft widersprochen noch eine Untersuchung gewidmet. So wurden aus wahltaktischen Gründen wohl auch Attentate auf italienische Ziele verübt, um sie den Südtirolern in die Schuhe zu schieben. Einer der Drahtzieher war Gianfranco Fini, der die Neofaschisten des MSI an der Regierung Berlusconi beteiligte.
nach 1972
Heute gilt Südtirol zwar als Modellregion für eine Autonomie von ethnischen Minderheiten; aus verschiedenen Gründen, wie dem ethnischen Proporz, dem Gebrauch des deutschen Dialekts und wegen der Herkunft der Italiener aus den verschiedensten italienischen Regionen, ist das Unbehagen der Italiener in den letzten Jahren nicht zurückgegangen. Viele Italiener – obwohl sie in Südtirol leben – beherrschen die deutsche Sprache nur mangelhaft. Trotzdem kristallisiert sich derzeit ein friedliches Nebeneinander der Bevölkerungsgruppen heraus – ein echtes Miteinander dagegen ist es nicht. Die Trennung zwischen Italienern und Deutschen wird wohl vor allem durch das getrennte Schulsystem, aber auch durch die Konzentration der Italiener auf die größeren Ortschaften gefördert.
Literatur
- Gottfried Solderer (Hrsg.) „Das 20. Jahrhundert in Südtirol“, Bozen 1999–2003 (in 5 Bänden)
- Josef Fontana, Peter W. Haider, Walter Leitner, Georg Mühlberger, Rudolf Palme, Othmar Parteli, Josef Riedmann: „Geschichte des Landes Tirol“. Bozen/Innsbruck/Wien 1988–1990
- Rolf Steininger: „Südtirol – Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ (ISBN 3-7065-1348-X)
Weblinks
- [http://zis.uibk.ac.at/stirol_doku/ Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck]
- [http://www.geschichte-tirol.com/ Website zur Geschichte Tirols]
Kategorie:Südtirol
Kategorie:Tirol
Kategorie:Österreichische Geschichte
Kategorie:Italienische Geschichte
Suedtirol
Sepp KerschbaumerSepp Kerschbaumer ( - 9. November 1913 in Frangart, † 7. Dezember 1964 in Verona) war Südtirolaktivist und Leiter des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS).
Leben
Befreiungsausschusses Südtirol
Befreiungsausschusses Südtirol
Befreiungsausschusses Südtirol
Befreiungsausschusses Südtirol
Sepp Kerschbaumer ist als Sohn des Kaufmanns Josef (vom Ritten) und der Luise geb. Zelger (aus Aldein) in Frangart bei Bozen geboren und hat mit vier Jahren den Vater (Dolomitenfront) und mit neun Jahren die Mutter verloren.
Nach seiner Ausbildung im Rainerum Bozen und Kloster Neustift absolvierte er 1927 die kaufmännische Vorbereitungsschule in Brixen.
1933 wurde er zum Militärdienst eingezogen.
Im Herbst 1934 wurde Kerschbaumer zu zu zwei Jahren Verbannung bei Potenza wegen Teilnahme an einer verbotenen politischen Veranstaltung verurteilt. Nach Begnadigung durch Mussolini im Herbst 1935 kehrte er nach Südtirol zurück.
Danach wurde Kerschbaumer das elterliche Gemischtwarengeschäft von seinem Vormund übergeben.
Am 29. April 1936 heiratete er Maria Spitaler aus Frangart. Das Paar hatte sechs Kinder:
- Seppl ( - 27. April 1937, † 1969 )
- Marialuisa ( - 5. März 1939)
- Mali ( - 26. März 1940)
- Helga ( - 25. Juni 1942)
- Franz ( - 1. Dezember 1949)
- Christl ( - 6. Januar 1957)
In der Option (1939) entschied sich Kerschbaumer für Deutschland und warb auch für diese Entscheidung, da er wie viele seiner Landsleute wieder deutsch/österreichisch sein wollte. Doch im Laufe der Zeit erkannte er, dass aus Deutschland keine Hilfe zu erwarten war. Er wurde zum entschiedenen Hitlergegner, der während der deutschen Besatzungszeit 1944 zum Militärdienst in Bozen eingezogen wurde.
Als nach dem Krieg die Südtiroler Volkspartei gegründet wurde, trat er ihr bald bei und widmete sich der Lokalpolitik. Er wurde Ortsobmann der Partei und Gemeinderat/Fraktionsvorsteher von Frangart.
Als Anfang der 1950er Jahre jedoch Kritik an der zu konzilianten Haltung der SVP aufkam, erwachte auch in Keschbaumer der Wunsch, mehr für die Heimat zu tun.
1957 wurden die alten Strategen der SVP durch konsequentere Personen ersetzt.
Als der neue Obmann Silvius Magnago bei einer Großkundgebung in Schloss Sigmundskron (am 17. November 1957) das Motto: Los von Trient prägte, war Kerschbaumer dabei und verteilte ein nicht unterzeichnetes Flugblatt, in dem er ein freies Südtirol forderte.
Wenig späeter begann er Verbündete um sich zu sammeln und nannte die neue Gemeinschaft Befreiungsausschuss Südtirol. Der BAS beschränkte sich zuächst auf das Verteilen von Flugblättern und symbolische Aktionen, wie das (verbotene) Aufhängen der Südtiroler Fahne.
Ab 1960 organisierte der BAS die ersten Bombenanschläge, die großteils gegen den Willen Kerschbaumers durchgeführt wurden...
Nach der Feuernacht wurde Kerschbaumer verhaftet und dabei nicht besonders sanft behandelt, Die Ordnungskräfte trugen durch ihre Folterungen nicht wenig zur Eskalation der Ereignisse bei.
Am 16.Juli 1964 wurde Sepp Kerschbaumer als Führer des BAS zu 15 Jahren und 11 Monaten Gefängnis verurteilt. Am 7. Dezember des gleichen Jahres erlitt er in Haft einen Herzinfarkt und starb.
Die Beisetzung wurde zu einer Demonstration: Mehr als 20.000 Menschen kamen zur Beerdigung, also ca. 5 % der südtiroler Bevölkerung.
Rolle Kerschbaumers in der jüngeren Geschichte Südtirols
Kerschbaumer hat mit der Gründung des BAS und dessen Aktionen der Öffentlichkeit gezeigt, dass viele Südtiroler mit der Situation unzufrieden waren. Er hat dabei immer lieber Flugblätter als Bomben abgeworfen und war immer darum gesorgt, dass keine Menschen zu Schaden kamen.
Zur blutigen Eskalation ist es erst gekommen, als der harte Kern des BAS inhaftiert oder im Exil war und rechtsextreme Kreise aus dem Ausland Südtirol als ideologisches Schlachtfeld entdeckt hatten.
Ob die Attentate den Verhandlungen um neue Autonomie (Südtirol-Paket) geschadet haben oder nicht, ist auch unter Historikern umstritten. Kerschbaumer hat aber Kontakte mit der österreichischen Regierung gepflegt.
Der Prozess gegen Kerschbaumer und seine Mitstreiter in Mailand, hat aber der italienischen Öffentlichkeit gezeigt, dass hier keine Monster oder rücksichtslosen Terroristen am Werk waren, sondern Männer, die sich ernsthaft Sorgen um die Zukunft ihrer Heimat machten.
Dass Kerschbaumer trotzdem die für solche Vergehen vorgesehene Höchststrafe erhalten hat, war durchaus auch in seinem Sinne, da er bis zu letzt zu dem stand, was er getan hatte und sich bewusst war, dass er zur Verfolgung seiner Ziele auch die Grenzen der Legalität überschritten hatte.
Literatur
Fontana Josef, Hans Mayr: Sepp Kerschbaumer; Eine Biographie, Bozen 2001 (ISBN: 88-7283-142-3)
Weblinks
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- [http://www.schuetzen.com/html/news/treplies.asp?message=272 Sepp Kerschbaumer Gedenkfeier 2004]
Kerschbaumer, Sepp
Kerschbaumer, Sepp
Kerschbaumer, Sepp
Sepp InnerhoferSepp Innerhofer ist das einzig heute noch lebende Gründungsmitglied des Befreiungsausschuss Südtirol (BAS). Er ist Obstbauer in St. Georgen und hält in Schenna (bei Meran) regelmäßig Vorträge über die geschichtlichen und politischen Hintergründe rund um die Italienisierung Südtirols und geht dabei auf die Geschehnisse im Zusammenhang mit der Feuernacht ein.
Weblinks
- [http://www.zeit.de/2005/34/Schenna Die schlauen Bauern von Schenna] (Die Zeit 34/2005)
Innerhofer, Sepp
Innerhofer, Sepp
Georg KlotzGeorg Klotz ( - 11. September 1919 im Bergdorf Walten (Südtirol), † 24. Januar 1976 in Österreich) war ein Südtirol-Attentäter.
Als Kind und Jugendlicher erlebt Georg Klotz die Gewaltherrschaft der Faschisten (s. Geschichte Südtirols). Als das demokratische Italien nach dem Zweiten Weltkrieg die Unterdrückung der Südtiroler fortsetzt und alle friedlichen Mittel versagen, schließt er sich Sepp Kerschbaumers BAS an. Es kommt aber bald zum Konflikt mit Kerschbaumer, da er dessen Einstellung (nur Anschläge gegen Sachen und nicht gegen Personen) nicht teilt.
Klotz war an der Feuernacht beteiligt und entzog sich seiner Verhaftung durch Flucht nach Österreich. Er wurde beim Mailänder Prozess in Abwesenheit verurteilt.
Klotz wollte darauf einen Guerillakrieg gegen den italienischen Staat organisieren. Zu diesem Zweck wollte er seine Gefolgsleute durch die rechtsextreme französische OAS ausbilden lassen.
1964 wurde ein Attentat, wohl durch den italienischen Geheimdienst, auf ihn und Luis Amplatz verübt. Amplatz wurde getötet, Klotz wurde verletzt und floh nach Österreich.
Bis zu seinem Tod arbeitet er dort als Holzfäller und Köhler im Ruetztal.
An seinem letzten Wohnort haben Selbstbestimmungsbewegung und seine Freunde ein Klotz-Kreuz mit Gedenkbuch zum Eintrag für jedermann errichtet.
Eines der sechs Kinder von Georg Klotz, die Oberschullehrerin Dr. Eva Klotz, geboren 1951, ist seit 1983 Abgeordnete der Union für Südtirol im Südtiroler Landtag.
Klotz, Georg
Klotz, Georg
Klotz, Georg
Klotz, Georg
Klotz, Georg
Norbert Burger (1929)Norbert Burger ( - 13. April 1929 in Kirchberg am Wechsel, Niederösterreich; † 27. September 1992 ebenda) war selbstständiger Unternehmensberater und aktiver rechtsextremer österreichischer Politiker, der allem von den 1950er bis in die späten 1980er-Jahre tätig war.
Er war der erste Bundessprecher der österreichischen NDP, Mitglied des „inneren Kreises“ des NIZ und des Freiheitlichen Akademikerverbandes. Er wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs als Freiwilliger an der Front eingesetzt und war nach eigenen Angaben an Hinrichtungen beteiligt. Er studierte in Wien und Innsbruck. Er war 1951 Mitgründer der schlagenden Burschenschaft Olympia, welche 1959 wegen NS-Wiederbetätigung aufgelöst wurde. 1953 wurde er Bundesvorsitzender des RFS (Ring Freiheitlicher Studenten) 1956 schrieb er seine Dissertation über Die italienische Unterwanderung Deutsch-Südtirols in Innsbruck. Er war Mitgründer des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS) 1959. 1961 wurde er in Klagenfurt verhaftet. Er flüchtete nach Deutschland und leitet von Augsburg und München aus Attentate in Italien.
1963 wurde er in München verhaftet und als „unerwünschter Ausländer“ ausgewiesen. 1963 trat er aus der FPÖ aus und 1967 war er ein Gründungsmitglied der NDP. 1968 wurde er in Wien verurteilt (8 Monate). In Italien wurde Burger in Abwesenheit einmal lebenslänglich und einmal zu 28 Jahren Haftstrafe verurteilt. Ab 1975 war er Gemeinderat in Kirchberg am Wechsel.
1978 trat er dem Förderkreis der „Aktion Neuer Rechte“, kurz ANR, bei. 1979 Konstituierung des „Komitees zur Wahl eines nationalen Deutsch-Österreichers“, das Burger als Präsidentschaftskandidaten nominiert. Bei den folgenden Wahlkundgebungen Burgers kam es immer wieder zu tätlichen Auseinandersetzungen des bewaffneten Saalschutzes mit Antifaschisten.
Bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl 1980 erhielt er 140 000 Stimmen (3,2%).
1981 wurde Burger vom Vorwurf des Kaufes von Unterstützungserklärungen zur Präsidentschaftskandidatur freigesprochen, sein Leibwächter Alfred Baar wurde verurteilt.
Burger schrieb regelmäßig Beiträge in rechtsstehenden Zeitungen wie Die Aula und Klartext.
Literatur
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (Hrsg.): Rechtsextremismus in Österreich nach 1945. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1981.
Weblinks
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Burger, Norbert (1929)
Burger, Norbert (1929)
Burger, Norbert (1929)
Burger, Norbert (1929)
Burger, Norbert (1929)
Burger, Norbert (1929)
1958
Politik
- 1. Januar: Thomas Holenstein wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: die Römischen Verträge zu Gründung der EWG treten in Kraft
- 2. Januar: In Flensburg wird die deutsche Verkehrssünderkartei eingerichtet
- 2. Januar: In Berlin beginnt das Bundeskartellamt mit seiner Arbeit
- 6. Februar: Willy Brandt, Regierender Bürgermeister von Berlin fliegt für 14 Tage in die USA, nimmt die Ehrendoktorwürde der Universität Pennsylvania entgegen und trifft danach den amerikanischen Präsidenten Eisenhower
- 23. Januar: Venezuela. Sturz des Diktators Pérez Jiménez
- 1. Februar: Ägypten und Syrien schließen sich zur Vereinigten Arabischen Republik zusammen
- 17. Februar: Der polnische Außenminister Adam Rapacki macht Vorschläge für eine Atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa (Rapacki-Plan). Verbot von Raketenbasen und Errichtung eines wirksamen Kontrollsystems
- 11. April: Ghana wird Mitglied in der UNESCO
- 14. April: Tunesien wird Mitglied in der Weltbank und im IWF
- 28. Mai: Abschaffung der Lebensmittelkarten in der DDR
- 16. Juni: Malaysia wird Mitglied in der UNESCO
- 23. August: Abkommen auf dem Gebiet der Rechts- und Amtshilfe zwischen Luxemburg und Deutschland
- 1. Oktober: Tunesien und Marokko treten der Arabischen Liga bei
- 2. Oktober: Guinea erlangt seine Unabhängigkeit von Frankreich. Sékou Touré wird Staatspräsident von Guinea
- 4. Oktober: Frankreich gibt sich eine neue Verfassung
- 16. Oktober: Albanien wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Oktober: General Muhammad Ayub Khan verhängt den Belagerungszustand über Pakistan und errichtet eine Militärdiktatur
- 18. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Norwegen
- 27. November: Die Sowjetunion richtet sich mit dem Berlin-Ultimatum an die Westmächte
- 4. Dezember: Dahomey, später Benin, wird autonome Republik
- 11. Dezember: Burkina Faso. Proklamation der Republik
- 12. Dezember: Guinea wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 18. Dezember: Ausrufung der Republik Niger
Wirtschaft
- 28. April: Die Wahnbachtalsperre wird vom Ministerpräsidenten Steinhoff in Betrieb genommen
- 14. Juni: Opel liefert den ersten Wagen der Baureihe „Kapitän“ aus
- 8. September: Gründung der Interflug
Wissenschaft und Technik
- 1. Januar: Die Schweiz nimmt die reguläre Fernsehausstrahlung auf
- 7. Januar: Dwight D. Eisenhower gründet die zum Verteidigungsministerium gehörende Research Projects Agency (ARPA)
- 1. Februar: Die USA positionieren ihren ersten Satelliten mit Namen Explorer im All
- 13. Juni: Jean Boulet, Frankreich erreichte mit seinem Hubschrauber die Höhe von 10.984 m.: Weltrekord
- 4. August: Das amerikanische Atom-U-Boot Nautilus unterquert den Nordpol
- 14. September: Zwei Raketen des deutschen Konstrukteurs Ernst Mohr stoßen bei ihren Starts im Cuxhavener Wattengebiet als erste deutsche Flugkörper der Nachkriegszeit in die Hochatmosphäre vor
- 1. Oktober: Gründung der NASA
- 19. Oktober: Unter dem Atomium in Brüssel endet die erste Weltausstellung der Nachkriegszeit
Kultur
- 15. Januar: Uraufführung der Oper Vanessa von Samuel Barber an der Metropolitan Opera in New York
- 16. April: Uraufführung der Oper Nana von Manfred Gurlitt in Dortmund
- 18. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Großbritannien. In Kraft seit dem 17. April 1959
- 14. Juni: Oberbürgermeister Thomas Wimmer eröffnet die 800-Jahrfeier der Stadt München
- 3. September: Uraufführung der musikalischen Komödie Madame Scandaleuse von Peter Kreuder in Wien
- 1. Oktober: Elvis Presley kommt als US: Soldat nach Deutschland
- 3. Oktober: Uraufführung der komischen Oper Corinna von Wolfgang Fortner in Berlin
Katastrophen
- 6. Februar: Auf dem Flughafen München Riem verunglückte unter widrigen Wetterbedingungen eine Airspeed Ambassador AS 57 der BEA Britisch European Airways auf dem Wege von Belgrad, Jugoslawien nach Manchester, Großbritannien bei einer Zwischenlandung. 23 der 38 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Unter den Insassen befanden sich auch die Mannschaft und Trainer Matt Busby von Manchester United, von denen 7 unter den Toten waren Roger Byrne (Kapitän), Mark Jones, Eddie Colman, Tommy Taylor, Liam Whelan, David Pegg und Geoff Bent
- 25. März: Miami, Florida, USA. Eine DC-7 der Braniff Airlines verunglückte, während sie umkehrte um wieder zu landen, da ein Motor Feuer gefangen hatte. 9 von den 24 an Bord befindlichen Personen starben
- 21. April: Nähe Las Vegas, Nevada, USA. Eine DC-7 kollidierte in der Luft mit einer F-100F der U.S. Air Force. Alle 49 Personen in den zwei Flugzeugen starben
- 18. Mai: Casablanca, Marokko. Absturz einer DC-6B der Sabena Airlines
- 2. Juni: Guadalajara, Mexiko. Eine Lockheed Constellation der Aeronavas prallte kurz nach dem Start gegen einen Berg. Alle 45 Personen starben
- 14. August: Eine Super Constellation der holländischen KLM stürzte westlich von Irland in den Atlantik. Alle 99 Menschen an Bord starben
- 17. Oktober: Kanash, Russland. Absturz einer Tupolev-104 der russischen Aeroflot
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 29. Juni: Der Gastgeber Schweden unterliegt im Finale der Fußball-WM mit 2:5 gegen Brasilien. Der damals 17-jährige Pelé erzielte dabei zwei Tore
- 19.Mai :Schalke 04 wird Deutscher Meister
- 4. Januar: Marcel King, britischer Sänger
- 4. Januar: Julian Sands, britischer Schauspieler
- 4. Januar: Matt Frewer, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. Januar: Florian Beck, deutscher Skirennläufer
- 7. Januar: David Lee Murphy, Country-Star
- 8. Januar: Peter Sebastian, deutscher Sänger, Texter, Produzent und Rundfunkmoderator
- 9. Januar: Mehmet Ali Ağca, türkischer Rechtsextremist
- 10. Januar: Giselher W. Hoffmann, deutschsprachiger namibischer Schriftsteller
- 11. Januar: Vicki Peterson, US-amerikanische Pop- und Rockmusikerin
- 12. Januar: Matthias Döschner, deutscher Fußballer
- 15. Januar: Boris Tadić, serbischer Politiker und Staatspräsident
- 18. Januar: Volker Pispers, deutscher Kabarettist
- 18. Januar: Andrascz Jaromir Weigoni, Dichter
- 21. Januar: Klaus Thiele, deutscher Leichtathlet
- 22. Januar: Butz Peters, deutscher Jurist und Fernsehmoderator
- 24. Januar: Frank Ullrich, ehemaliger Biathlet und Bundestrainer der deutschen Biathleten
- 25. Januar: Jürgen Hingsen, deutscher Zehnkämpfer
- 25. Januar: Alessandro Baricco, italienischer Schriftsteller
- 25. Januar: Harti Weirather, österreichischer Skirennläufer
- 26. Januar: Anita Baker, US-amerikanische Jazz-Sängerin
- 26. Januar: Ellen DeGeneres, US-amerikanische Schauspielerin, Moderatorin und Komikerin
- 1. Februar: Søren Lerby, dänischer Fußballspieler und -trainer
- 3. Februar: Piotr Sobociński, polnischer Kameramann († 2001)
- 3. Februar: Nicholas Gregory Mankiw, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Harvard-Universität
- 4. Februar: Werner Schwab, österreichischer Schriftsteller († 1994)
- 4. Februar: Tomasz Pacyński, polnischer Science-Fiction-Schriftsteller († 2005)
- 5. Februar: Frank Pagelsdorf, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 7. Februar: Matt Ridley, Zoologe
- 9. Februar: Jürgen Kuttner, deutscher Radiomoderator
- 10. Februar: Birgit Diezel, deutsche Politikerin
- 10. Februar: Norbert Vollertsen, Notarzt und Menschenrechtsaktivist
- 15. Februar: Christian Lindberg, schwedischer Komponist und Posaunist
- 16. Februar: Bernhard Englbrecht, deutscher Eishockeyspieler, jetzt Trainer
- 19. Februar: Helen Fielding, britische Autorin
- 21. Februar: Klaus Graf (Historiker), deutscher Historiker und Archivar
- 21. Februar: Martin Weppler, deutscher Leichtathlet
- 21. Februar: Angela Gehann-Dernbach, Dirigentin, Sängerin, Organistin
- 21. Februar: Mary Chapin Carpenter, US-amerikanische Country- und Folk-Sängerin
- 24. Februar: Plastic Bertrand, belgischer New Wave-Musiker
- 24. Februar: Sammy Kershaw, US-amerikanischer Country-Sänger
- 26. Februar: Michel Houellebecq, französischer Schriftsteller
- 27. Februar: Christoph Güsken, deutscher Krimiautor
- 27. Februar: Nancy Spungen, Freundin des Punkmusikers Sid Vicious († 1978)
- 27. Februar: Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin von Saarbrücken
- 28. Februar: Christina Lathan, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1. März: Nik Kershaw, englischer Popmusiker
- 1. März: Egbert Scheunemann, freier Autor und Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg
- 1. März: Bertrand Piccard, Schweizer Psychiater und Wissenschaftler
- 2. März: Kevin Curren, ehemaliger südafrikanischer Tennisspieler
- 3. März: Miranda Richardson, britische Schauspielerin
- 6. März: Andrea Wicklein, deutsche Politikerin
- 8. März: Gary Numan, britischer Musiker und Pionier des Elektropop
- 8. März: Erwin Skamrahl, deutscher Leichtathlet
- 10. März: Sharon Stone, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. März: Kathrin Schmidt, deutsche Schriftstellerin
- 13. März: Ján Kocian, slowakischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 14. März: Reinhard Wolters, deutscher Althistoriker
- 14. März: Albert II. (Monaco), Fürst von Monaco
- 14. März: Leonhard Stock, österreichischer Skirennläufer
- 15. März: Peter Hertel (Schach), deutscher Schach-Großmeister im Fernschach
- 15. März: Ralf Walter, deutscher SPD-Politiker
- 18. März: Andreas Wenzel, Skirennläufer aus Liechtenstein
- 20. März: Holly Hunter, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. März: Marlies Göhr, deutsche Leichtathletin
- 22. März: Janez Potočnik, slowenischer Politiker und EU-Kommissar
- 24. März: Roland Koch, deutscher Politiker, Ministerpräsident von Hessen
- 24. März: Joachim Paulick, Oberbürgermeister von Görlitz
- 26. März: Elio de Angelis, italienischer Formel-1-Fahrer
- 28. März: Heinz Hermann, Schweizer Fußballnationalspieler
- 29. März: Denise (Sängerin), deutsche Sängerin, Texterin und Gitarristin
- 31. März: Dietmar Bartsch, deutscher Politiker
- 1. April: Tita, brasilianischer Fußballspieler
- 2. April: Roland Gewalt, deutscher Politiker
- 3. April: Francesca Woodman, Fotografin († 1981)
- 3. April: Alec Baldwin, US-amerikanischer Schauspieler
- 4. April: Christian Danner, deutscher Motorsportler
- 7. April: Birgit Schrowange, deutsche Fernsehmodoratorin
- 10. April: Kathleen Glynn, Grafik-Designerin und Film-Produzentin
- 11. April: Ljudmila Andrejewna Kondratjewa, ehemalige russische Leichtathletin
- 11. April: Luisa Diogo, mosambikanische Ministerpräsidentin
- 12. April: Ginka Sagortschewa, ehemalige bulgarische Leichtathletin
- 17. April: Ralf Wosik, deutscher Tischtennisspieler
- 17. April: Kristine Sutherland, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. April: Andie MacDowell, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. April: Oleh Rybatschuk, ukrainischer Politiker
- 23. April: Hilmar Örn Hilmarsson, Musiker, Filmmusiker
- 23. April: Radu Mihaileanu, rumänischer-französischer Filmregisseur
- 25. April: Derek William Dick, schottischer Musiker und Schauspieler
- 26. April: Ingolf Lück, deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian
- 27. April: Christoph Achenbach, deutscher Manager
- 28. April: Wjatscheslaw Alexandrowitsch Fetissow, Eishockeyspieler
- 28. April: Doris de Agostini, Schweizer Skirennläuferin
- 29. April: Herbert Mertin, deutscher Politiker
- 29. April: Michelle Pfeiffer, US-amerikanische Schauspielerin
- 2. Mai: David O'Leary, ein irischer Fußballspieler und Trainer
- 4. Mai: Keith Haring, US-amerikanischer Künstler († 1990)
- 5. Mai: Elke Ferner, deutsche Politikerin und MdB
- 5. Mai: Dirk Nockemann, deutscher Politiker
- 7. Mai: Christine Lieberknecht, deutsche Politikerin
- 8. Mai: Dieter Vieweger, deutscher TheologeArchäologe
- 8. Mai: Roddy Doyle, Irischer Schriftsteller
- 10. Mai: Suzuki Yū, japanischer Spieleentwickler
- 10. Mai: Rick Santorum, US-amerikanischer Politiker
- 11. Mai: Tim Bollerslev, dänischer Ökonom
- 12. Mai: Eric Singer, US-amerikanischer Schlagzeuger
- 13. Mai: Jeffrey Gedmin, US-amerikanischer Politologe
- 14. Mai: Andrzej Grubba, polnischer Tischtennisspieler († 2005)
- 15. Mai: Regina van Dinther, Landtagspräsident von Nordrhein-Westfalen
- 18. Mai: Rubén Omar Romano, argentinischer Fußballtrainer
- 19. Mai: István Bubik, ungarischer Schauspieler († 2004)
- 20. Mai: Gerhard Huisken, deutscher Mathematiker
- 20. Mai: Michael Starke, Denker und Philosoph, Gründer der schwulen Initiative SIB
- 20. Mai: Ronald Prescott Reagan, US-amerikanischer Journalist
- 21. Mai: Warnakulasurya Wadumestrige Devasritha Valence Mendis, Bischof von Chilaw, Sri Lanka
- 21. Mai: Curtis T. McMullen, Professor für Mathematik der Harvard Universität
- 21. Mai: František Straka, tschechischer Fußball-Nationalspieler und Fußballtrainer
- 23. Mai: Shelly West, Country-Sängerin
- 23. Mai: Andreas Schlüter (Schriftsteller), deutscher Kinder- und Jugendbuchautor
- 23. Mai: Thomas Reiter, Offizier der Luftwaffe und Astronaut
- 25. Mai: Paul Weller, britischer Sänger, Musiker und Komponist
- 25. Mai: Neil Finn, neuseeländischer Pop- und Rockmusiker
- 27. Mai: Heike Schulte-Mattler, deutsche Leichtathletin
- 29. Mai: Uwe Rapolder, deutscher Fußballtrainer
- 29. Mai: Annette Bening, US-amerikanische Schauspielerin
- 30. Mai: Marie Fredriksson, Musikerin
- 30. Mai: Ted McGinley, US-amerikaníscher Schauspieler
- 1. Juni: Nambaryn Enchbajar, seit Mai 2005 Staatspräsident der Mongolei
- 2. Juni: Lex Luger, US-amerikanischer Wrestler
- 3. Juni: Margot Käßmann, Bischöfin der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
- 3. Juni: Thierry Noir, französischer Maler
- 4. Juni: Andreas Giebel, bayerischer Komiker
- 6. Juni: Kai Brodersen, deutscher Althistoriker
- 6. Juni: Marwan Barghuti, palästinensischer Politiker
- 7. Juni: Prince, US-amerikanischer Popstar
- 9. Juni: Wolfgang Peukert, deutscher Verfahrenstechniker
- 9. Juni: Karel Lang, Eishockeyspieler (Torwart)
- 10. Juni: Nikolaus Utermöhlen, deutscher Musiker und Künstler († 1996)
- 14. Juni: Olaf Scholz, deutscher Politiker
- 15. Juni: Ricardo Paletti, Rennfahrer aus San Marino († 1982)
- 15. Juni: Eric Heiden, US-amerikanischer Eisschnellläufer
- 17. Juni: Claudia Mitscha-Eibl, Lehrerin und Liedermacherin
- 18. Juni: Gert Postel, deutscher Hochstapler
- 18. Juni: Peter Altmaier, deutscher Politiker und MdB
- 19. Juni: Sergei Michailowitsch Makarow, Eishockeyspieler
- 20. Juni: Kelly Johnson, britische Musikerin
- 20. Juni: Barbara Rosenkranz, FPÖ-Nationalratsabgeordnete
- 22. Juni: Bruce Campbell, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Juni: Oscar van Dillen, niederländischer Komponist
- 25. Juni: Harald Sicheritz, Produzent, Regisseur
- 27. Juni: Uwe Helmes, deutscher Fußballspieler
- 27. Juni: Magnus Lindberg, finnischer Komponist
- 27. Juni: August Schmölzer, österreichischer Schauspieler und Schriftsteller
- 29. Juni: Ralf Rangnick, deutscher Fußballtrainer
- 29. Juni: Dieter Althaus, deutscher Politiker, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
- 29. Juni: Rosa Mota, portugiesische Leichtathletin
- 30. Juni: Esa-Pekka Salonen, finnischer Dirigent und Komponist
- 3. Juli: Lisa De Leeuw, US-amerikanische Pornodarstellerin († 1993)
- 3. Juli: Aaron Tippin, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 5. Juli: Veronica Guerin, irische Journalistin († 1996)
- 6. Juli: Arnaldo Otegi, baskischer, nationalistischer Politiker
- 8. Juli: Kevin Bacon, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Juli: Ute Thimm, deutsche Leichtathletin
- 10. Juli: Fiona Shaw, irische Filmschauspielerin
- 11. Juli: Hugo Sánchez, mexikanischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 12. Juli: Jennifer Saunders, britische Schauspielerin und Drehbuchautorin
- 15. Juli: Peter Torberg, Lektor und Übersetzer
- 15. Juli: Jörg Kachelmann, Schweizer Moderator, Journalist und Meteorologe
- 16. Juli: Michael Flatley, US-amerikanischer Tänzer mit irischen Wurzeln
- 17. Juli: Wong Kar-wai, Filmregisseur aus Hong Kong
- 17. Juli: Robert Kaller, freischaffender bildender Künstler und Kunstpädagoge
- 18. Juli: Bent Sørensen (Komponist), dänischer Komponist
- 21. Juli: Helga Trüpel, deutsche Europaabgeordnete
- 23. Juli: Frank Mill, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 25. Juli: Roger Lenhart, deutscher Politiker
- 25. Juli: Karlheinz Förster, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 25. Juli: Thurston Moore, Gitarrist und Sänger
- 26. Juli: Ramona Neubert, deutsche Leichtathletin
- 26. Juli: Romy Müller, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 27. Juli: Margarethe Schreinemakers, deutsche TV-Moderatorin
- 27. Juli: Peter Schneider (Politiker), deutscher Politiker
- 27. Juli: Andreas Graf von Arnim, deutscher Unternehmer († 2005)
- 28. Juli: Terry Fox, kanadischer Sportler und Aktivist († 1981)
- 29. Juli: Solveig Dommartin, französische Schauspielerin
- 30. Juli: Daley Thompson, ehemaliger britischer Zehnkämpfer
- 30. Juli: Kate Bush, englische Sängerin, Pianistin und Songwriterin
- 31. Juli: Andrea Astrid Voßhoff, deutsche Politikerin
- 1. August: Michael Penn, US-amerikanischer Musiker
- 3. August: Bettine Jahn, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 4. August: Silwan Schalom, Außenminister Israels
- 4. August: Andrea Dombois, Vizepräsidentin des sächsischen Landtages
- 5. August: Ulla Salzgeber, deutsche Dressurreiterin
- 7. August: Bruce Dickinson, britischer Rockmusiker und Sänger der Heavy Metal-Band Iron Maiden
- 11. August: Conrad Seidl, Redakteur und Buchautor
- 13. August: Feargal Sharkey, nordirischer Sänger
- 13. August: Randy Shughart, US-amerikanischer Soldat († 1993)
- 16. August: Madonna (Künstlerin), US-amerikanische Sängerin, Filmschauspielerin und Autorin
- 16. August: Angela Bassett, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. August: Belinda Carlisle, Leadsängerin der Independend Popgruppe Go-Go's
- 18. August: Madeleine Stowe, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. August: Brendan Nelson, australischer Politiker, Minister für Erziehung, Wissenschaft und Ausbildung
- 21. August: Steve Case, Gründer von America Online
- 22. August: Colm Feore, US-amerikanisch-kanadischer Schauspieler
- 24. August: Steve Guttenberg, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. August: Tim Burton, US-amerikanischer Autor, Produzent und Filmregisseur
- 26. August: Nichi Vendola, italienischer Journalist und Politiker
- 27. August: Sergei Konstantinowitsch Krikaljow, russischer Kosmonaut
- 29. August: Michael Jackson, US-amerikanischer Sänger
- 4. September: Thorsten Becker, deutscher Schriftsteller
- 4. September: Roger Liebi, Schweizer Bibellehrer- und ausleger der Brüdergemeinden
- 6. September: Amelie Fried, deutsche Moderatorin und Schriftstellerin
- 10. September: Wolfgang M. Heckl, Biophysiker
- 10. September: Renate Sommer, deutsche Europaabgeordnete
- 10. September: Elke Kruse, deutsche Schlagzeugerin
- 10. September: Gerd Truntschka, deutscher Eishockeyspieler
- 10. September: Gottfried Küssel, österreichischer Rechtsextremist und Holocaustleugner
- 10. September: Chris Columbus, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
- 10. September: Dan Castellaneta, US-amerikanischer Schauspieler
- 11. September: Scott Patterson, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. September: Peter Becker, deutscher Biochemiker und Molekularbiologe
- 13. September: Albrecht Koschorke, deutscher Literaturwissenschaftler
- 13. September: Peter Wirnsberger, österreichischer Skirennläufer
- 13. September: Robert Millar, schottischer Radrennfahrer
- 14. September: Fernando Olivera Vega, Peruanischer Politiker
- 16. September: Jennifer Tilly, Schauspieler
- 17. September: Andrea Eckert, österreichische Schauspielerin und Dokumentarfilmerin
- 17. September: Janez Janša, slowenischer Politiker
- 19. September: Johanna Schall, deutsche Schauspielerin
- 20. September: Norbert Meier, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 22. September: Andrea Bocelli, italienischer Sänger (Tenor)
- 22. September: Joan Jett, US-amerikanischer Rocksängerin und Gitarristin
- 24. September: Kevin Sorbo, Schauspieler
- 25. September: Martin Stadelmaier, deutscher Politiker
- 25. September: Michael Madsen, US-amerikanischer Schauspieler
- 26. September: Rudi Cerne, Profi-Eiskunstläufer und TV-Moderator
- 28. September: Angella Taylor, kanadische Leichtathletin und Olympionikin
- 29. September: Girolamo Vermiglio, italienischer Karate-Meister
- 30. September: Marty Stuart, US-amerikanischer Country-Sänger
- 5. Oktober: André Kuipers, niederländischer Astronaut
- 7. Oktober: Sunnyi Melles, deutsche Schauspielerin
- 8. Oktober: Ursula von der Leyen, deutsche Politikerin
- 10. Oktober: Tanya Tucker, US-amerikanische Country-Sängerin
- 11. Oktober: Gustav Herzog, deutscher Politiker
- 13. Oktober: Izumi Matsumoto, japanischer Manga-Zeichner
- 14. Oktober: Thomas Dolby, britischer Musiker-Keyboarder
- 14. Oktober: Peter Kloeppel, deutscher Journalist
- 14. Oktober: Klaas Huizing, Ordinarius am Lehrstuhl für Systematische Theologie
- 14. Oktober: Chris Bangle, US-amerikanischer Automobildesigner
- 15. Oktober: Michaele Hustedt, deutscher Politiker
- 16. Oktober: Mike Muuss, Autor des Freeware Netzwerkprogramms Ping († 2000)
- 16. Oktober: Tim Robbins, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. Oktober: Alan Jackson, US-amerikanischer Country-Musiker
- 18. Oktober: Jan Jastram, deutscher Bildhauer
- 20. Oktober: Mark King, Funk-Bassist und Sänger der Pop-Band Level 42
- 20. Oktober: Ivo Pogorelich, serbischer Pianist
- 20. Oktober: Scott Hall, US-amerikanischer Wrestler
- 21. Oktober: Julio Médem, spanischer Filmregisseur und Drehbuchautor
- 23. Oktober: Frank Schaffer, deutscher Leichtathlet
- 25. Oktober: Carina Gödecke, deutsche Politikerin
- 25. Oktober: Kornelia Ender, frühere Schwimmerin
- 26. Oktober: Walter Junghans, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 27. Oktober: Simon Le Bon, britischer Sänger und Mitglied der Gruppe Duran Duran
- 28. Oktober: Ernst Middendorp, deutscher Fußballtrainer
- 29. Oktober: | | |