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| Belaja |
BelajaDie Belaja (russisch Белая für Die Weiße) ist ein linker Nebenfluss der Kama.
Sie entspringt in Baschkortostan im südlichen Ural und durchfließt die Stadt Ufa, wo sie den Nebenfluss Ufa aufnimmt. Die Länge beträgt 1430 Kilometer.
Kategorie:Fluss in Russland
ja:ベラヤ川 (ヴォルガ川水系)
Russische Sprache
Die russische Sprache (früher auch Großrussisch genannt) ist die slawische Sprache mit den meisten Sprechern. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als Kleinrussisch bezeichnet), dem Weißrussischen und dem Russinischen die Gruppe der ostslawischen Sprachen. Die russische Standardsprache beruht auf den mittelrussischen Mundarten der Gegend um Moskau.
Russisch wird von etwa 180 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 130 Millionen in Russland leben. Es ist Amtssprache in Russland, Weißrussland (zusammen mit Weißrussisch), Kasachstan (zusammen mit Kasachisch) und der zur Ukraine gehörenden Autonomen Republik Krim (zusammen mit Ukrainisch). In diesen und weiteren Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ist es sowohl Muttersprache eines Teiles der Bevölkerung als auch Sprache eines großen Teiles des öffentlichen Lebens. Die russische Sprache ist ebenso eine verbreitete Sprache für Wissenschaft, Kunst und Technik. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 300 Millionen Sprecher.
Alphabet
Russisch wird mit dem russischen Alphabet geschrieben (rus.: русский алфавит od. русская азбука), das dem kyrillischen Alphabet (rus.: кириллический алфавит od. кириллица) entstammt.
Seit der letzten Rechtschreibreform im Jahre 1918 besteht das russische Alphabet aus 33 Buchstaben. Davon dienen 10 Buchstaben zur Wiedergabe der Vokale, und zwar: а, е, ё, и, о, у, ы, э, ю und я. Die übrigen 22 Buchstaben werden zur Wiedergabe von Konsonanten verwendet, wobei die Buchstaben ъ und ь nicht zur Nachbildung bestimmter, eingenständiger Laute, sondern als Indikatoren für die Härte oder Weichheit vorangehender Konsonanten dienen [mehr dazu siehe unter: Russische Phonetik].
Siehe auch: Russische Rechtschreibreform von 1918
Aussprache
Die Aussprache der russischen Sprache bezeichnet die Phonetik und die Phonologie der russischen Standardsprache. Im weiteren Sinne kann darunter auch die Aussprache in verschiedenen Varietäten (Dialekten und Mundarten) der russischen Sprache verstanden werden.
Tonalität
Russisch ist eine nicht-tonale Sprache, d.h. die Tonhöhe der Vokale hat keinen Einfluss auf die Bedeutung eines Wortes. Auch wie im Deutschen wird im Russischen innerhalb oder am Ende eines Satzes unterschiedliche Stimmhöhe benutzt, um z.B. einen Aussagesatz von einem Frage- oder Ausrufesatz kenntlich zu machen. Die Stimmhebung oder -senkung dient hier aber dazu, um die Bedeutung eines Satzes zu ändern oder dessen bestimmte Teile klanglich hervorzuheben. In tonalen Sprachen hingegen ändert der Ton die Bedeutung einzelner Wörter.
Wortbetonung
Die Betonung eines Wortes (der Wortakzent) hat im Russischen eine wichtige und häufig eine sinnunterscheidende Bedeutung. Falsch betonte Wörter können zu Verständnisschwierigkeiten führen, insbesondere dann, wenn sie aus dem sprachlichen Kontext isoliert oder einzeln ausgesprochen werden. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird die russische Wortbetonung u.a. als frei und beweglich bezeichnet. So werden z.B. durch die Verlagerung der Betonung innerhalb einiger russischen Wörter ihre unterschiedlichen Flexionsformen gebildet.
Für eine ausführliche Darstellung siehe: Wortbetonung in der russischen Sprache
Phonetik
Die phonetische Struktur der modernen russischen Standardsprache zählt 42 bedeutungsunterscheidende Einzellaute (Phoneme), die sich wiederum in 6 Vokal- und 36 Konsonantenlaute aufteilen lassen. Das umfangreiche Phoneminventar des Russischen erklärt sich durch eine für slawische Sprachen typische Besonderheit der Aussprache, und zwar werden die meisten russischen Konsonanten sowohl hart als auch weich (palatalisiert) ausgesprochen. Hierbei handelt es sich aber nicht um so genannte Phone, sondern um einzelne Phoneme, denn jede dieser Aussprachevarianten ist bedeutungsunterscheidend. Einige russische Dialekte haben einen spezifischen Phonembestand, in dem einige Konsonanten vorwiegend hart bzw. palatalisiert oder etwas anders (z.B. guttural) ausgesprochen werden.
Die Aussprache russischer Vokale und Konsonanten variiert in Abhängigkeit davon, welche Position sie in einem Wort einnehmen. Dabei unterscheidet man bei Vokalen zwischen einer betonten und einer unbetonten Position. So wird beispielsweise das "o" als [o] in betonter und als [a] oder [ə] in unbetonter Position ausgesprochen. Die Aussprache vieler russischen Konsonanten wird wiederum durch andere, ihm nachfolgende Konsonanten bestimmt. So werden u.a. alle stimmhaften Konsonanten nicht nur am Wortende stimmlos ausgesprochen, sondern auch dann, wenn sie einem anderen stimmlosen Konsonanten vorangehen.
Im Unterschied zum Deutschen ist die Länge der Vokale im Russischen weder bedeutungsunterscheidend (wie z.B. in Stiel – still) noch für die richtige Aussprache eines Wortes ausschlaggebend. Die betonten Vokale werden in der Regel halblang ausgesprochen. Die unbetonten Vokale sind dagegen kurz und unterscheiden sich häufig von den entsprechenden betonten Vokalen auch qualitativ. Im Russischen gibt es keine Diphthonge. Sowohl Doppelvokale als auch zwei unterschiedliche, aufeinander folgende Vokale werden stets als einzelne Laute ausgesprochen (wie z.B. in Kooperation, aktuell, Museum, geimpft).
Für eine ausführliche Darstellung der russischen Phonetik siehe: Russische Phonetik
Grammatik
Wie die meisten slawischen Sprachen ist auch das Russische stark flektierend. In einer flektierenden Sprache ändert sich die Gestalt eines Wortes innerhalb diverser grammatischen Kategorien, und zwar einerseits durch Hinzufügung von Affixen (schwache od. äußere Flexion) oder durch Veränderung des Wortstammes (starke od. innere Flexion). Für das Russische sind die beiden Flexionsarten charakteristisch. Im Falle der starken Flexion verändert sich der Stamm vieler russischen Wörter bei deren Beugung (Deklination, Konjugation, Komparation), und zwar durch Ablaut (z.B.: мыть - мою, жевать - жуёт), Konsonantenverschiebung (z.B.: возить - вожу) oder Hinzufügung bzw. Wegfall der Stammvokale (z.B.: брать - беру, один - одна). Dabei können die Attribute der schwachen und der starken Flexion jeweils einzeln oder in Kombination miteinander auftreten (z.B.: жечь - жёг - жгу).
Wortarten und deren grammatische Kategorien:
Auch wie im Deutschen werden im Russischen Substantive, Adjektive und Pronomen nach Kasus, Genus und Numerus gebeugt und Adverbien nur gesteigert. Russische Verben werden hingegen nicht nur nach Tempus und Numerus, sondern in der Vergangenheitsform auch nach Genus gebeugt. Anders als im Deutschen werden im Russischen auch Eigennamen (Personen-, Städte-, Ländernamen u.ä.) und Zahlwörter gebeugt. Außerdem kennt das Russische weder bestimmte noch unbestimmte Artikel. Für die Anzeige von Kasus, Genus und Numerus treten stattdessen zahlreiche Suffixe auf. Bei einer kleinen Gruppe russischer Wörter können grammatische Kategorien durch Verlagerung der Wortbetonung von einer auf die andere Silbe gebildet werden (mehr dazu siehe unter: Wortbetonung in der russischen Sprache). Weitere Wortarten im Russischen sind Präpositionen, Konjunktionen, Fragewörter, Interjektionen, Frage- und Modalpartikeln sowie die Verbpartikel «бы». In einem Satz bleiben sie immer ungebeugt.
Substantive:
Das Russische kennt drei grammatische Geschlechter und sechs grammatische Fälle (Kasus). Bei der Deklination wird innerhalb der grammatischen Geschlechter weiterhin nach belebten (d.h. Lebewesen) und unbelebten (d.h. Sachen) Substantiven unterschieden.
Verben:
Eine Besonderheit der meisten russischen Verben besteht darin, dass sie zwei unterschiedliche Formen haben, um eine Handlung im Zeitgeschehen als vollendet oder unvollendet zu spezifizieren. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird diese verbale Kategorie als Aspekt bezeichnet (mehr dazu siehe unter: Der Aspekt in der russischen Sprache).
Tempus:
Im Unterschied zum Deutschen gibt es in der russischen Standardsprache nur eine Vergangenheitsform, die häufig als Präteritum bezeichnet wird. Diese Bezeichnung beschreibt aber lediglich die Art und Weise, wie die Vergangenheitsform russischer Verben gebildet wird. Diese erfolgt ausschließlich durch Änderung der Gestalt eines Verbs, wie etwa durch Anhängen spezifischer Suffixe, und nicht durch zusätzliche Nutzung von Hilfsverben, wie etwa von Verben „haben“ oder „sein“ im Deutschen.
Syntax (Satzbildung):
Da das Russische stark flektierend ist, sind die gebeugten Formen vieler russischen Wörter oft einzigartig und entsprechen jeweils nur einer bestimmten grammatischen Kategorie. Deshalb ist die Verknüpfung einzelner Satzglieder im Russischen nicht so streng wie im Deutschen geregelt. So muss das Subjekt nicht notwendigerweise unmittelbar vor oder nach dem Prädikat gesetzt werden, ein Aussagesazt kann mit dem Prädikat anfangen oder enden. Innerhalb kurzer Sätze oder einzelner, geschlossener Satzteile kann die Wortfolge oft stark dennoch nicht willkürlich variieren, ohne dabei die Satzsemantik zu verändern. Insbesondere in der Poesie wird dieses besondere Merkmal der russischen Syntax häufig verwendet, indem Sätze zuweilen durch eine unübliche Umstellung der Wörter gebildet werden und somit die Reimfindung erleichtern.
Einige Unterschiede zwischen den Satzbildungsregeln im Deutschen und im Russischen können durch folgende Beispiele veranschaulicht werden:
- Im deutschen Satz „Maria fragt Jan.“ wird die Satzsemantik durch die Reihenfolge [Subjekt] → [Prädikat] → [Akkusativobjekt] bestimmt. Die Substantive, in diesem Fall die Eigennamen „Maria“ und „Jan“, weisen keine grammatischen Merkmale auf, die sie als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen lassen. Deshalb, sobald man die beiden Substantive miteinander vertauscht, ändert sich die Bedeutung des Satzes im Deutschen: „Jan fragt Maria.“. Im Russischen lassen sich die beiden Substantive durch ihre Flexionsformen eindeutig als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen. Die Bedeutung des Satzes „Мария спрашивает Яна.“ („Maria fragt Jan.“) wird im Russischen also nicht durch die Reihenfolge der Satzglieder, sondern durch deren Flexionsformen bestimmt. Deshalb ändert sich die Satzsemantik durch die Umstellung der Satzglieder nicht. Im russischen Satz wird es immer Maria sein, die Jan fragt und nicht umgekehrt: „Мария спрашивает Яна.“ oder „Мария Яна спрашивает.“ oder „Яна Мария спрашивает.“ oder „Яна спрашивает Мария.“. Will man im Russischen sagen, dass Jan Maria fragt, muss man die Flexionsformen der beiden Substantive ändern: „Ян спрашивает Марию.“.
- Im deutschen Satz „Ich liebe dich.“ muss das Prädikat immer an der zweiten Stelle stehen. Im Russischen Satz kann es entweder an der zweiten oder an der letzten Stelle sein: „Я люблю тебя.“ bzw. „Я тебя люблю.“. Wird das Prädikat an die erste Stelle im Satz gesetzt, so leitet es im Russischen nicht eine Frage ein, sondern hebt lediglich die Handlung hervor und weist in diesem Fall auf die Gefühlsstärke des Sprechenden: „Люблю я тебя.“ („Ich liebe dich so sehr.“).
Für eine ausführliche Darstellung der russischen Grammatik siehe: Russische Grammatik
Dialekte
Man unterscheidet im europäischen Teil Russlands drei sprachlich unterschiedliche Gebiete: Nord-, Mittel- und Südrussland. Die Gebiete unterteilen sich ferner in einzelne Dialekte.
Nordrussisch
Nord-östlich einer Linie vom Ladogasee über Nowgorod und Jaroslawl bis Joschkar-Ola. Diese Mundart kennzeichnet sich durch ein klar ausgesprochens unbetontes "o" (оканье - Okanje), ein gutturales "g" und ein hartes "t".
- Mundartengruppe von Ladoga und Tichwin
- Mundartengruppe von Kostroma
- Mundartengruppe von Wologda
- Mundartengruppe von Onega
- Mundarten von Beloozersk
Mittelrussisch
Die Nördliche Grenze verläuft von Sankt-Petersburg über Nowgorod und Iwanowo bis Nischni Nowgorod und Tscheboksary, die südliche von Welikije Luki über Moskau bis Pensa. Dieses Gebiet zeigt sowohl nördliche als auch südliche Sprachzüge. Im Westen ist das unbetonte "o" ein "o", im Osten ein "a" (аканье - Akanje).
- Westmittelrussisch von Pskow
- Westmittelrussisch von Nowgorod
- Ostmittelrussisch von Moskau und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Jegorewsk und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Temnikow und Umgebung
- Ostmittelrussisch vom Wolga-Wladimir Gebiet
Südrussisch
Im Bereich südlich von Welikije Luki über Rjasan bis Tambow. Hier spricht man das unbetonte "o" als "a", ein frikatives "g" und ein weiches "t".
- Mundart von Rjasan
- Mundartengruppe vom Dnjepr
- Mundart von Oskol
Mischsprachen
Es gab und gibt einige natürlich entstandene Mischsprachen mit dem Russischen. Bekannteste Vertreter sind die Mischungen mit den nah verwandten Ukrainisch (Surschyk) und Weißrussisch (Trasjanka).
Innerhalb der Sowjetunion vermischte es sich einst auch mit den isolierten Sprachen sibirischer und asiatischer Völker Russlands. An dessen Arktis-Grenzen zu Norwegen wurde vor 100 Jahren noch eifrig Russenorsk gesprochen. Im Fernen Osten wiederum brachte der Kontakt mit Chinesen Kjachta-Russisch hervor. Nationalismus hat auch diese Mischsprachen heute vernichtet. Allein das durch den sowjetischen Einfluss auf Kuba entstandene Rusinol lebt. In Deutschland entsteht zur Zeit unter den russischen Einwanderern eine deutsch-russische Mischsprache.
Lehnwörter
Das Russische hat sich eine ganze Reihe von Wörtern aus dem Deutschen entlehnt (siehe: Liste deutscher Wörter im Russischen). Darüber hinaus sind auch einige russische Wörter in die deutsche Sprache eingegangen (siehe: DDR-Sprache).
- Datsche - дача
- Perestroika - перестройка
- Pogrom - погром
- Sputnik - спутник
- Steppe - степь
- Subbotnik - субботник
- Troika - тройка
- Wodka - водка
- Zobel - соболь
Weitere verwandte Aktikel
- Russische Rechtschreibreform von 1918
- Wortbetonung in der russischen Sprache
- Russische Phonetik
- Russische Grammatik
- Russische Literatur
- Deutschrussisch
- Russischer Mat
Weblinks
- http://www.russian-online.net – Russisch lernen und verstehen – kostenloser Online-Sprachkurs und Sprachführer, für Einsteiger
- http://learning-russian.gramota.ru – Online-Sprachkurs, für Fortgeschrittene
- [http://www.rambler.ru/dict/scripts/go.cgi?btnG=%CD%E0%E9%F2%E8%21&query=&where=deru&start=0&count=15 http://www.rambler.ru/dict/] – Deutsch-Russisches Wörterbuch
- [http://www.dict.russian-german.net http://www.dict.russian-german.net] – freies Deutsch-Russisches Wörterbuch mit Lern-Modus
- [http://www.sz.euv-frankfurt-o.de/Homepages/Lektorate/Russisch/LRLinksOnlineWB.html Liste von Online-Wörterbüchern und Nachschlagewerken]
- [http://www.russlandjournal.de RusslandJournal.de] - Alphabet, Grammatik, viele praktische Sprachübungen und Tests der russischen Sprachlernsoftware und -bücher
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Russische Sprache
ja:ロシア語
ko:러시아어
ms:Bahasa Russia
simple:Russian language
th:ภาษารัสเซีย
Kama (Fluss)Die Kama ist ein 1.805 km langer linker und größter Nebenfluss der Wolga in Russland.
Flusslauf
Sie entspringt in den bis zu 336 m hohen Kamahöhen, die westlich von Perm liegen, ihre Quelle liegt bei der kleinen Stadt Kuliga.
Zunächst fließt die Kama etwa 200 Kilometer nach Norden, wo das kleine Städtchen Lojno liegt. Ab da strömt der Fluss für weitere 200 Kilometer in Richtung Ost, bevor er sich bei Tscherdyn nach Süden wendet. Hier mündet die Vishera in die Kama. Am linken Ufer liegen die beiden Industriestädte Solikamsk und Beresniki. Hinter Beresniki beginnt der 1.720 km² große und bis zu 20 Meter tiefe Kamastausee (Kamskoje), der bei Perm angestaut wird. Perm ist mit 1 Million Einwohnern die größte Stadt an der Kama und die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast. Bei der Stadt Tschaikowski wird die Kama erneut angestaut, nämlich zum Wotkinsker Stausee. Direkt unter dem Staudamm schließt sich der Nischnekamsker Stausee an, in den die aus Baschkirien kommende Belaja mündet. Der See wird bei der Industriestadt Nabereshnyje Tschelny angestaut, wo die "Kamas"-LKWs hergestellt werden. Flussabwärts mündet bei Nischnekamsk von rechts die Wjatka ein.
Bei Tschistopol in Tatarstan mündet die Kama in den Samaraer Stausee der Wolga. Sie ist ihr längster Nebenfluss.
Stauseen an der Kama
An der Kama befinden sich die Stauseen der Wolga-Kama-Kaskade, von denen - flussabwärts gesehen - dies die größten an der Kama sind:
- Kamastausee (Kamskoje; Obere Kama) (1.915 km²)
- Wotkinsker Stausee, (1.120 km²)
- Nischnekamsker Stausee (Unterkama-Stausee), [2.580 km² (auch auf 3.490 km² beziffert), 45 Mrd. m³]
- Mündung in: Samaraer Stausee (früher Kuibyschewer Stausee) (6.450 km², 58 Mrd. m³)
Orte an der Kama
An der Kama oder etwas abseits von ihr befinden sich - flussabwärts gesehen - diese größeren Orte und Städte:
- Solikamsk
- Beresniki
- Perm
- Wotkinsk
- Tschaikowski
- Nabereshnyje Tschelny
- Nischnekamsk
- Tschistopol
Kategorie:Fluss in Russland
ja:カマ川
Ural (Gebirge)Der Ural (russisch Урал, Уральский хребет) ist ein 2500 km langes Gebirge, das in nord-südlicher Richtung durch den mittleren Westen Russlands zieht und als Ostgrenze Europas gilt.
Geografie
Europa
Gebirgsverlauf und geografische Koordinaten
Der Ural durchzieht 3 Klimazonen und ist trotz seiner Länge relativ schmal (durchschnittl.etwa 50 km), wenn man ihn mit anderen Mittelgebirgen vergleicht. Er verläuft von der Karasee (östlich der Eismeerinsel Nowaja Semlja) nach Südwesten, biegt nach 500 km in Richtung Süden, erreicht bei Jekaterinburg seine größte Breite und endet zwischen Orenburg und Orsk an der Nordgrenze von Kasachstan. Als südliche Fortsetzung des Uralgebirges kann das Mugodschar-Gebirge, das sich etwas südlich des Uralknies bei Orsk anschließt, betrachtet werden.
Die nördliche Hälfte des Ural verläuft etwa parallel zum großen sibirischen Strom des Ob, der sich 100 km vor seiner Mündung in den Ob-Busen des Nordpolarmeer - trotz seiner enormen Wassermassen - dem Uralgebirge bei Labytnangi auf nur 50 km nähert.
Die einzelnen Gebirgszüge und ihre geografische Lage (geografische Breite B und Länge L) sind:
- Polarural (Poljarny Ural): B = 69 bis 66°, L = 67 bis 62° östl.
- Subpolar-Ural (Pripoljarny Ural): 66 - 63°, 62 - 59° östl.
- Nördlicher Ural (Severny Ural): 64 - 59°, L ca. 59° östl.
- Mittlerer Ural (Sredni Ural): 60 - 56° Nord, 58 - 61° Ost.
- Südlicher Ural (Juzny Ural): 56 - 52° Nord, 60 - 57° Ost.
Höchste Berge
Im mittleren Norden des Urals liegt der mit 1.895 m höchste Gipfel des Gebirges, die Gora Narodnaja (B = 65°04', L = 60°09'). Nur 150 km südlich des Polarkreises, stellt sie klimatisch bereits Hochgebirge dar.
Weitere hohe Gipfel sind unter anderem
- die Gora Ocenyrd (1363m, 68° Breite) und Gora Payer (1500m, 67° Breite)
- Gora Nerojka (1646m, 65°) und Telposiz (1617m, 64°), beide nahe den Quellen der Petschora
- die Gora Denezkin (1492m) und Konzakovski Kamen (1569m) beide auf ~60° Breite, östliches Quellgebiet der Kama
- und im Südural der Gebirgszug der Gora Jamantau (1582 und 1640m, Breite 55° bzw. 54°). Südöstlich speist das nur mehr niedrige Gebirge den Oberlauf der wasserreichen Flüsse Ufa und Ural; ein Quellfluss des letzteren bildet einen großen Stausee mit dem sprechenden Namen Energetik.
Geografischer Großraum des Ural
Das Uralgebirge geht im Osten in das große Tiefland der Zapadno-Sibirskaja nismennost über, die Sibirische Senke. Hoch im Norden berührt der Ural fast die Karasee, 2500 km südlicher das Vorland zum Aralsee und die die kasachische Steppe. Auf der europäischen Seite senkt sich das Gebirge zur Osteuropäische Ebene ab. Es ist Quellgebiet vieler großer Flüsse (neben dem 2400 km langen Ural (Fluss) auch die Ufa, Belaja und Samara, siehe unten.
Die Doppel-Insel Nowaja Semlja, die sich nördlich der nordrussischen Küste und der Karastraße sowie nordwestlich der Karasee anschließt, kann als die nördliche Fortsetzung des langestreckten Gebirges angesehen werden.
Im Ural entspringende Flüsse
Die wichtigsten im Ural entspringenden Flüsse sind - zuerst jene in Richtung Europa:
- Im Nordwesten des Ural die zur Petschorasee fließende Usa und 4 Petschora-Nebenflüsse
- im Westen einige Quellflüsse der Kama
- und die nach Südwesten fließende Ufa sowie
- die nach Süd, West, Nord fließende Belaja, die bei Ufa den o.a. Fluss aufnimmt
- im südwestlichen Hügelland des Ural die nach Südwesten zur Wolga fließenden Sakmara (~500 km)
- im Süden die zum Ural fließende Samara (knapp 600 km lang).
- In Richtung Asien entspringen:
- Im Nordosten einige direkte Nebenflüsse des Ob
- im östlichen Sumpfgebiet die stark mäandrierenden Severnaja Sosva, Lozva und Sosva (zum Irtysch)
- im Gebiet von Jekaterinburg 7 Quellflüsse von Tura und Iset (zum Tobol und weiter zum Ob)
- im Südosten und Süden des Uralgebirges der nach Süden fließende Ural (2400 km lang) und 2 Nebenflüsse.
Weitere große Flüsse im Umkreis des Ural sind: Emba, Pecora, Tavda, Tobol und Tura.
Innereurasische Grenze
Im allgemeinen geografischen Verständnis bildet das Ural-Gebirge – zusammen mit dem gleichnamigen Fluss – den Grenzverlauf zwischen Europa und Asien. Die "beiden Urale" teilen somit den Großkontinent Eurasien in zwei sehr ungleiche Kontinente (Fläche 10,4 bzw. 43,8 Millionen km²). Zur Trennungslinie dieser ineinander übergehenden Erdteile siehe Innereurasische Grenze.
Geologie und Gebirgsbildung seit 300 Mill.Jahren
Der Ural wurde bereits im mittleren und späten Paläozoikum aufgefaltet. Für sein Alter von 300 bis 250 Millionen Jahre ist das Gebirge noch ungewöhnlich hoch.
Die erste Gebirgsbildung setzte in den Erdzeitaltern des Devon und Karbon ein; vorher (im Kambrium, vor etwa 500 Mill. Jahren) erstreckte sich der sogenannte Ural-Ozean zwischen den damaligen Urkontinenten Sibiria (heutiges Nordasien) und Fennosarmatia (Teile des heutigen Nord- und Osteuropa). Die variszische Orogenese erreichte durch die West-Verschiebung von Gondwana einen Höhepunkt und erzeugte die Appalachen und den Ural.
Im Perm (290 bis 248 Ma vor heute) vereinigten sich durch Kollisionen der großen Kontinentalplatten alle Kontinente der Erde zu einem einzigen "Urkontinent" Pangäa. Im Uralgebiet betraf dies vor allem Laurussia und Sibiria sowie die Lithosphäre unter dem heutigen Kasachstan. Der neue Superkontinent war vom Urozean Panthalassa umgeben; Mitteleuropa lag damals fast am Äquator und sein Wüstenklima führte zur Bildung mächtiger Salzlagerstätten. Als später die Tethys von Osten her in Pangäa eindrang, kam es vor ~250 Ma zur Extrusion kontinentaler Plateaubasalte in Sibirien, die mit einem Massensterben zusammenhängen dürften.
Im Oberperm begann in Europa die Abtragung der variszischen Gebirge und eine weiträumige Meerestransgression (siehe auch Zechsteinmeer und Geologie von Polen. Durch Vorstoß des arktischen Meeres nach Mitteleuropa bestand im Gebiet des späteren Ural eine Ozeanverbindung zur Tethys. Aus ihr faltete sich im Übergang vom Paläo- zum Mesozoikum das Uralgebirge auf. Gleichzeitig entstanden in Südeuropa mächtige Kalksedimente, die heute Teile der Alpen bilden, und auch die lange Geosynklinale der späteren Anden.
Diese großtektonischen Vorgänge sind eine wesentliche Ursache für den Erzreichtum des Ural - siehe auch die Artikel Erzgang und Paläozoikum.
Erz-Bergbau und Wirtschaft im Ural
Im mittleren und südlichen Ural werden eine Reihe von Erzen abgebaut, unter anderem Eisen (beachte den Namen Magnitogorsk) und das Edelmetall Platin. Auch Halb- und Edelsteine werden gewonnen.
Wie in Mitteleuropa (siehe o.a. Genese und Zechstein) gibt es große Lagerstätten von Salz, und durch das warme Klima während der Gebirgsbildungen auch Kohle, Erdöl und Erdgas.
Der Erzreichtum hat ferner zur Entwicklung einiger großer Zentren der Schwerindustrie geführt, wofür beispielsweise die Namen Perm, Jekaterinburg und Magnitogorsk stehen. Allerdings kämpfen sie seit dem Ende der Sowjetunion teilweise mit wirtschaftlichen Problemen.
Städte und große Orte
Größere Städte am / im Ural sind:
- Im Westen (europäische Seite):
- Norden bis Mitte: Workuta, Inta, Pecora
- Südwest: Solikamsk, Berezniki, Perm, Zlatoust, Ufa, Salavat
- Auf der Ostseite (Sibirien):
- Mitte: Serov, Nizni Tagil, Jekaterinburg (bis 1991 Swerdlowsk), Kamensk-Uralsk
- Südosten: Tscheljabinsk, Miass, Magnitogorsk
- Im Süden: Orenburg und Orsk (beide am Ural).
Literatur und Weblinks
- V.V. Ez, D.J. Gaft, B.I. Kuznezov: Morfologija i uslovija obrazovanija geolomorfnoj skladčatosti na primere: Zilairskogo sinklinerija Južnogo Urala, Published Moskva: Nauka 1965
- [http://www.nano.geo.uni-muenchen.de/kempe/earth_history/earth-history.htm Erdgeschichte und Europa]
- [http://www.geo.uni-potsdam.de/forschung/Geologie/Ural/ural.html Geodynamik der Haupt-Uralstörung - Tektonik der zentralen Kollisionszone im Südural, 1998]
- [http://www.inrussland.net/multimedia.html Filmclip und Fotogallerie mit Impressionen aus dem Ural]
Kategorie:Gebirge (Russland)
Kategorie:Gebirge in Asien
ja:ウラル山脈
ko:우랄 산맥
Ufa (Fluss)Die 933 km lange Ufa ist ein Zufluss der Belaja im europäischen Teil Russlands.
Sie entspringt im mittleren Ural und fließt zunächst von ihrer Quelle in nordwestliche und danach in südwestliche Richtung. Einiges nach dem Durchfließen des Pawlowsker Stausees, dessen Talsperre bei Pawlowsk errichtet wurde, mündet sie im Gebiet der Stadt Ufa in die Belaja.
Die Transsibirische Eisenbahn (auch der Orient-Express) nutzt zeitweise das Tal der Ufa.
Kategorie:Fluss in Russland
ja:ウファ川
Cristal Dorado
Este cristal se alimenta del poder de los sueños de las personas, es decir, mientras más hermosos sean los sueños, su poder se hace intensamente fuerte.
Helios es el encargado de proteger el Cristal de las manos del Circo Death Moon, por ello se esconde en uno de los sueños mas hermosos del mundo, durante el final de la temporada, Chibi Usa lo utiliza para que las personas de la Tierra lo vuelvan a hacer resplandecer, al hacerlo el Cristal se Ilumina causando una intensa explosión que destruye casí por completo a Death Moon, despues que Sailor Moon derrotará a Neherenia, Helios se va con el Cristal a su mundo para que nadie vuelva a tratar de utlizarlo.
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