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Beleuchtung-Scheinwerfern bei der Feuerwehr]]
Das Wort Beleuchtung bezeichnet meist eine optische Belichtung und Erhellung von einem Raum oder Objekt.
Man unterscheidet die
- natürliche Innenbeleuchtung mit Fenstern und Bullaugen.
- künstliche Innen- und Aussenbeleuchtung mittels Leuchten, heutzutage elektrische Beleuchtung, früher Gasbeleuchtung, Kerzen oder Öllampen. Die Beleuchtung des vorderen Teils einer Bühne bezeichnet man auch als Rampenlicht. (Umgangssprachlich werden Leuchten auch Lampen genannt, wobei Lampen im Eigentlichen die Leuchtmittel sind.
Leuchten zählen zum Mobiliar.
Transportable Beleuchtung bietet die Fackel, das Windlicht (Kerze, Öllampe), die Taschenlampe, die Beleuchtungsaggregate (z.B. bei der Feuerwehr, auf Touristenbooten) und letztlich auch die Beleuchtung von Fahrzeugen.
Im Außenbereich spielt die Straßenbeleuchtung (Laterne), sowie die Stadion-, Industrie- und Werbebeleuchtung eine Rolle.
Mit der modernen Beleuchtung geht die so genannte Lichtverschmutzung einher.
Die Fahrzeugbeleuchtung besteht aus Frontscheinwerfer und Rücklicht.
Rücklicht
Arbeitsplatzbeleuchtung
Die Beleuchtung von Arbeitsplätzen ist ein Thema des Arbeitsschutz
Die einschlägigen Bestimmungen finden sich z.B. in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), der Arbeitsstättenrichtlinie, DIN 5035 und in der Bildschirmarbeitsplatzverordung
Bei der Beurteilung der Arbeitsplatzbeleuchtung spielen folgende Faktoren eine Rolle:
- Reflexionsgrad von Decke, Wand, Boden und Arbeitsfläche
- Beleuchtungsstärke in Lux (lx)
- Leuchtdichte und Leuchtdichteverteilung (z.B. heller Bildschirm und dunkler Raum)
- Farbwiedergabe (z.B. in Druckereien)
- Lichtfarbe (An Arbeitsplätzen sollten die Farben: neutralweiß (nw), tageslichtweiß (tw), warmweiß (ww) eingesetzt werden)
- Blendung und Reflexion
- Sehaufgabe (z.B. Blickwechsel zwischen Bildschirm und Vorlage, Lesen, Feinmechanische Arbeiten)
- Lampe und Beleuchtungsart (direkt, indirekt)
Probleme mit der Arbeitsplatzbeleuchtung:
- Störung der Akkommodation durch Glanz und Reflexion
- Asthenoptische Beschwerden bei falscher Leuchtsichtenverteilung
- Überanstrengung der Augen, Nackenbeschwerden, Kopfschmerz usw.
Schutzmaßnamen:
- Richtige Beleuchtungsstärke (beim Bildschirmarbeitsplatz 500 lx)
- Blendfreie Beleuchtung (Zugelassene Lampen, Lichtschutzvorrichtungen, wie (Lamellen-)Vorhänge, Jalousien usw.)
- Richtige Beleuchtung (an die Sehaufgabe angepasst...)
Außenbeleuchtungen
Bei elektrischen Beleuchtungsanlagen im Freien besteht für Menschen auf Grund der feuchten Umgebungsbedingungen ein höheres Risiko als in der trockenen Umgebung, z. B. von Innenräumen, durch elektrische Anlagen und Einrichtungen gefährdet zu werden. Deswegen gelten besondere Anforderungen für die elektrischen Anlagen in diesen Bereichen. Sie sind Gegenstand der Normen/Sicherheitsbestimmungen DIN VDE 0100-714 (VDE 0100-714) und DIN VDE 0100-737 (VDE 0100-737). Eine ausführliche Erläuterung zur Ausführung der elektrischen Beleuchtungsanlagen nach DIN VDE 0100-714 (VDE 0100-714)und/oder DIN VDE 0100-737 (VDE 0100-737) mit Bildern und Lösungen von Praxisproblemen ist in Band 67B der VDE-Schriftenreihe enthalten. Sowohl die genannten Normen als auch der erläuternde Band 67B der VDE-Schriftenreihe können vom VDE-Verlag bezogen werden. Eine detaillierte und praxisorientierte Übersicht aller für die Bühnenbeleuchtung relevanten Vorschriften ist im Handbuch Lichtdesign zu finden.
Formen von Außenbeleuchtungen sind:
- Bogenlaternen
- Wandleuchten
- Bodenstrahler
- Lampen mit Erdspieß
- Bodenlichtbänder
Siehe auch
- Fachgruppe Beleuchtung des THW (Technisches Hilfswerk)
- Fördergemeinschaft Gutes Licht (FGL)
- Glühlampe
- Lavalampe, Kronleuchter
- Licht, Rampenlicht
- Lichtdesign
- Lichtquelle
- Lichttechnik
- Neonlicht
Literatur
- Marie-Luise Lehmann: Lichtdesign. ISBN 3-49601252-8
Weblinks
- [http://www.schorsch.com/de/kbase/glossary/ Glossar der Lichtplanung]
- [http://www.licht.de www.licht.de – alles über gute Beleuchtung]
Kategorie:Lichttechnik
ja:照明
Scheinwerfer
Ein Scheinwerfer ist eine Kombination aus einer Lichtquelle mit einem Reflektor, mit dem man einen begrenzten Bereich einer Szenerie oder ein einzelnes Objekt beleuchten kann. Er wirft den Schein der Lichtquelle in eine Richtung. Der Reflektor besteht meist aus einem geeignet geformten Hohlspiegel, Scheinwerfer mit Parabolspiegeln erzeugen, wenn sie eine kleine Lichtquelle haben, nahezu parallele Lichtbündel.
Ferner beeinflusst die spezielle Struktur des Scheinwerferglases (Streuglas) mit konkaven und konvexen Linsen Streuung und Bündelung.
Scheinwerfer als Waffe
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurden große, leistungsstarke Scheinwerfer in der Kriegsführung verwendet. So z.B. als Ergänzung zu Flakstellungen, als Markierungen für Artillerie und als Suchscheinwerfer von beispielsweise Schiffen. Diese bestanden meist aus einem etwa zwei Meter durchmessenden Parabolspiegel, der innen hochglänzend versilbert war und in seinem Fokus zwei armdicke, gepresste Wolfram-Kohlestäbe trug. Der Parabol war an seiner Öffnung mit hitzebeständigem Quarzglas in Form eines runden Deckels verschlossen und konnte zur Erneuerung der Kohlestäbe und Wartung aufgeklappt werden. Die Anordnung funktionierte nach dem Prinzip der Bogenlampe mit enormem Stomverbrauch und ebensolcher Lichtausbeute. Der Lichtstrahl reichte mehrere Kilometer hoch. Die Bediener der Scheinwerfer versuchten bei einer anfliegdenden Bomberstaffel den "Scout", der Bomber, der als erstes fliegt, zu blenden. Die Aufgabe des Scouts war es, der Staffel bei einem Bombenangriff den vom Volksmund so genannten " Christbaum", das war eine Leuchtrakete in Form eines beleuchteten Weihnachtsbaums abzusetzen. Dies war das Signal, die Bomben auszuklinken. War der Scout also vor Lichtfülle geblendet, konnten keine Bomben abgeworfen werden.
Situation heute
Moderne Scheinwerfer besitzen zur gezielten Streuung und Bündelung des Lichts speziell geformte Reflektoren, die keiner mathematischen Regelfläche mehr entsprechen. Sie entstehen durch die Variation der Flächennormalen der Reflektorflächen entsprechend den Anforderungen der Lichtverteilung. Dabei wird der Reflektor oft in verschiedene Bereiche segmentiert. Dann kann jedes Segment einen spezifischen Teil der Beleuchtungaufgabe erfüllen.
- Beispiele: Auto, Moving Head, PAR-Scheinwerfer
Siehe auch: Abblendlicht
Kategorie:Fahrzeugbeleuchtung
Kategorie:Lichttechnik
Fenster
]
Ein Fenster ist eine Öffnung in Wand oder Mauer eines Gebäudes oder auch Raumes, um Licht und Luft hereinzulassen und hinaussehen zu können. Etymologisch gesehen kommt der Begriff aus dem Lateinischen: fenestra. Das entsprechende gotische Wort ist dagegen windauga, althochdeutsch heißt es augadoro (Augentor), was man noch im heutigen englischen Begriff window erkennen kann.
Früher waren es lediglich ovale oder quadratische Löcher in den Wänden. Haut (Pergament) oder Leinenstoff wurde über die geöffneten Fensterläden gespannt, um sie zu schließen. Vor allem in Sakralbauten wurde mitunter eine dünne, durchscheinende Scheibe aus Alabaster eingesetzt.
Heutzutage sind Fenster mit transparenter Glasfüllung üblich, daneben gibt es auch noch durchscheinende Füllungen aus Ornamentglas oder Milchglas und vieles mehr (s. Glas). Um die Glasscheiben zu fassen, benutzt man einen Rahmen oder eine Konstruktion aus Pfosten und Riegeln. Bei der Pfosten-Riegelkonstruktion spricht man dann eigentlich nicht von Fenstern sondern von Glasfassaden. Wenn das Fenster zum Lüften geeignet ist, so besitzt es einen Fensterflügel und einen Fensterrahmen. Ist das Fenster nicht zum Lüften geeignet so spricht man von Festverglasung.
Geschichte des Fensters
Pfosten
Sowohl bei der Blockhausbauweise als auch der Fachwerkhausbauweise ist eine rechteckige Fensteröffnung sehr leicht herstellbar. Somit wurden diese (aufgrund der möglichen Brandgefahr) bei meist zu profanen Zwecken eingesetzten Häusern schon früh verwendet.
Bei gemauerten Wänden entsteht das Problem, einen geeigneten oberen Abschluss der Maueröffnung herzustellen. Es müssen die statischen Druckkräfte in der Wand um das Fenster herumgeleitet werden. Die für den horizontalen oberen Abschluss (Fenstersturz) verwendeten Materialien müssen zudem den entstehenden Zugspannungen standhalten können. Da in früherer Zeit noch keine dafür geeigneten Materialien wie Stahl oder Stahlbeton zur Verfügung standen, wurden leichtverrottende Holzbalken oder Fensterstürze aus Naturstein eingesetzt. Fenster aus Werkstein mit freien Weiten über einen Meter sind daher selten. Bereits hier muss im darüberliegenden Mauerwerk ein so genannter Entlastungsbogen gemauert werden, der den Fenstersturz entlastet.
In früherer Zeit wurden daher breitere Fenster aus mehreren aneinander gereihten Bogenfenstern gebaut, die durch Säulen oder Pfeiler getrennt sind und die Last tragen.
Derartige Fenster sind z. B. die gekuppelten Bogenfenster der Romanik. Besonders schöne Beispiele sind an der Ruine des Palas der Kaiserpfalz in Bad Wimpfen zu sehen.
Oft wurde der abschließende Bogen aus einem ganzen Stein hergestellt.
Bogenfenster
Für größere Wandöffnungen waren bei traditioneller Mauertechnik echte Bögen notwendig, um die Last der darüber liegenden Wand zu tragen. Aus der konstruktiven Form der Wandöffnung ergab sich dann auch die Gestaltung der Fensterrahmen und Glasflächen als Bogenfenster.
Das Bogenfenster entwickelte sich beginnend vom Rundbogen der Romanik über den Spitzbogen der Gotik zu zahlreichen weiteren Arten wie Ellipsenbogen, Korbbogen und Segmentbogen.
Im Barock, Rokoko und dem Jugendstil wurde mit den verschiedensten Fensterformen gespielt.
Maßwerkfenster
Jugendstil
Die Gotik gestaltete die Fenster bei Kirchenbauten mit zusätzlichem filigranem Mauerwerk, dem Maßwerk, das in die Fensteröffnung eingebaut war und auch Aufgaben eines steinernen und schmiedeeisernem Fensterrahmens übernahm.
Maßwerkfenster waren in der ursprünglichen Ausführung als bunte Bleiglasfenster konzipiert und wesentlicher Bestandteil der gotischen Raumkonzeption in Sakralbauten.
In der Renaissance wurde das Fenster bei entsprechender Größe durch einen vertikalen Stab aus Stein gestützt, teilweise durch einen weiteren horizontalen Stab, was dann das so genannte Steinkreuzfenster ergab.
Antike Verglasung des Fensters
Renaissance
Bestand die transparente Füllung der Öffnung früher noch aus anderen Materialien wie gegerbte und geölte Haut (Pergament) oder Leinenstoff, so dominiert seit Jahrhunderten der Werkstoff Glas als so genanntes Fensterglas.
Fensterglas dient auch als Trägermaterial für Glasmalerei oder wird bunt eingefärbt zu Ornament-Glas und Glas-Mosaiken zusammen gefügt. Seit der Gotik werden mit dieser Technik Kirchenfenster, später auch Fenster an Profanbauten gestaltet und zu aufwändigen Bild-Fenstern zusammengesetzt.
Die Herstellung großer Glastafeln ist erst seit der Industrialisierung möglich. Deshalb war Jahrhunderte lang die Aufgabe zu lösen, die kleinen Glasflächen so anzuordnen, dass sie eine große Gesamtfläche ergaben.
Gotik
Sprossenfenster
Die einzelnen Glasstücke (Scheiben) sind beim Sprossenfenster kleiner als die Fläche des Fensterflügels. Zwischen den einzelnen Scheiben befinden sich zur Verbindung schmale Stäbe aus Holz oder Metall (insbesondere Stahl), den so genannten Sprossen.
Besonders im Jugendstil wurde die Sprosseneinteilung der Fenster als Gestaltungselement benutzt und es entstanden zum Teil sehr aufwändige Einteilungen der Glasflächen.
Bleiglasfenster
Das Bleiglasfenster hat eine Glasfläche, die aus vielen einzelnen Glasstücken zusammengesetzt ist und zwar mit H-förmigen Bleiprofilen, die miteinander verlötet sind. Das Bleiprofil kann leicht gebogen werden, so dass nahezu beliebige Glasflächen möglich sind.
Typisch sind kleine Rechtecke und Sechsecke in Barockkirchen.
Auch die einzelnen Stücke der Glas-Mosaiken werden mit dieser Technik verbunden.
Butzenscheiben sind kleine rund gedrehte Glasscheiben die mit Bleistegen und kleinen Füllstücken zusammengesetzt werden. Derartige Fensterverglasungen sind eine spezielle Form der Bleiverglasung.
Butzenscheibe
Einscheibenfenster
Das Fenster ist mit einer einzigen Glasscheibe von heute typisch 4 mm Stärke gefüllt. Ist jedoch nur noch bei unbeheizten Gebäuden im Neubau zulässig (siehe Wärmedurchgangskoeffizient).
Ältere Fenstergläser haben teilweise Stärken bis zu 1 mm hinunter.
Der Fensterrahmen besteht entweder aus Holz oder bei Industriebauten auch häufig aus Stahlprofilen.
Doppelfenster
Die Fensteröffnung ist mit zwei separaten Einscheibenfenstern hintereinander geschlossen, je eines auf der Innenseite nach innen öffnend und der Außenseite der Wand, nach außen öffnend.
Doppelfenster wurden eingebaut, wenn ein einfaches Fenster die Anforderungen an Wärmedämmung, Winddichtheit und Schallschutz nicht erfüllte. Oft wurden die äußeren Fenster nur im Winter montiert. Deshalb heißt diese Ausführung auch Vorsatzfenster.
Derartige Anordnungen werden heute wieder gebaut, wenn aus Gründen der Denkmalpflege ein historisches Einfachfenster erhalten bleiben soll, dies aber nicht mehr den Anforderungen genügt. In diesem Fall wird auf der Innenseite eine zusätzliche Fensterebene angebracht. Das restaurierte alte Fenster bleibt dagegen von außen sichtbar und die Fassade behält ihr Aussehen.
Kastendoppelfenster
Die beiden separaten, starren Rahmen (Blendrahmen) des Doppelfensters sind hier konstruktiv zusammengefasst, so dass die beiden Glasflächen und der Rahmen einen geschlossenen Kasten ergeben.
Bei den Kastendoppelfenstern (oft auch lediglich als Kastenfenster bezeichnet) lassen sich die Fensterflügel entweder so öffnen wie beim Doppelfenster (bayrisches KDF) oder beide Fensterebenen nach innen (berliner KDF). Letzteres ist bei moderneren Ausführungen üblich.
Verbundfenster
Das Verbundfenster ist ebenfalls eine Spielart des Doppelfensters, wobei allerdings hier die beiden Flügelrahmen aufeinander gelegt und mit Beschlägen fixiert sind. Damit muss zum Öffnen des Fensters nur noch der verbundene Flügel geöffnet werden. Verbundfenster kamen in den 1950er Jahren in Gebrauch und sind üblich aus Holz gebaut.
Isolierglasfenster
Das Isolierglasfenster ist konstruktiv ein Einscheibenfenster, wobei allerdings die einfache Glasscheibe durch eine komplexere Konstruktion ersetzt ist. Dieses Isolierglas ist eine Anordnung aus zwei Glasscheiben, die mit einem luftdichten Rahmen verbunden sind. Im Scheibenzwischenraum befindet sich getrocknete Luft oder ein Edelgas. Zusammen mit der Anwendung von Wärmestrahlung reflektierenden Schichten ist es gelungen, den Wärmedurchgangskoeffizient von 3,0 auf ca. 1,0 zu reduzieren und somit die Energieverluste zu dritteln. Bei noch höheren Ansprüchen an Schall- oder Wärmeschutz werden inzwischen auch drei Glasscheiben zusammengefügt (Dreischeibenverglasung).
Der Rahmen muss aufgrund des höheren Gewichtes und der nur geringen zulässigen Verbiegung des Isolierglases (aufgrund der sonst auftretenden Scherbelastung im Randverbund) deutlich kräftiger gebaut sein als ein Rahmen für ein gewöhnliches Einscheibenfenster. Zudem muss der Rahmen natürlich einen ebenso guten Wärmedurchlasswiderstand wie das eingesetzte Glas haben.
Ältere Isolierglasscheiben neigen zum "Erblinden", das heißt, es bildet sich im Zwischenraum Kondensat, wenn im Laufe der Jahre die ursprünglich luft- und wasserundurchlässige Dichtung zwischen den Scheiben defekt wird. Damit ist die Lebensdauer der neuen Isolierglasfenster geringer als die traditioneller Konstruktionen.
Die Darstellung vom Einscheibenfenster zum Isolierglasfenster stellt grob die technische Entwicklung des Fensters aus dem Barock bis heute dar.
Das Fenster heute
Barock
Heutzutage kann ein Fenster in vielen gewünschten Formen und Größen erstellt werden, dieses ist von besonderer Bedeutung da das Fenster ein besonderes Aushängeschild des Bauherren darstellt. Dabei sind Fertigungsvorgaben, statische Bedingungen, die Funktion und die Baunormen zu berücksichtigen. Grundlage für ein neues Fenster sind meist Baukastensysteme das heißt die Fensterprofile und das Zubehör sind schon erprobt und aufeinander abgestimmt, sie werden nur noch auf die korrekte Länge gebracht und zusammen gesetzt.
Bei modernen Gebäuden wie dem Sonycenter in Berlin spricht man häufig von Elementfassaden da hier direkt Fenster an Fenster montiert werden und diese nur noch an die Gebäudedecken ihre Lasten abtragen. Diese Bauweise ermöglicht die Montage von ca. 20 dieser großflächigen Elemente pro Stunde.
Sonycenter
Sonycenter
Öffnungsarten des Fensterflügels
Man unterscheidet Fenster nach den Bewegungsmöglichkeiten beim Öffnen:
- Drehkippfenster werden üblicherweise eingesetzt, manchmal auch nur als Dreh oder nur als Kippfenster
- Schwingfenster mit einer mittigen, horizontalen Drehachse
- Klappfenster wenn die horizontale Drehachse oben liegt, diese Fenster gehen meistens nach außen auf
- Schiebefenster in den Arten horizontal oder vertikal schiebend
- Faltfenster
- Lamellenfenster dabei werden kleinere Fensterstreifen wie bei einer Jalousie zueinander verdreht
Aufteilung des Fensters
Je nach Größe des Fensters beziehungsweise der Maueröffnung besteht das Fenster aus mehreren einzelnen Elementen
- einteiliges Fenster: es gibt genau ein bewegliches Element
- Flügelfenster: es gibt mindestens zwei flexible Elemente, die nebeneinander angeordnet sind und eine vertikale Drehachse haben.
- Oberlichte: oberer Teil eines horizontal geteilten Fensters, die meist eine horizontale Drehachse haben oder starr sind.
Funktionen des Fensters
- Wärmeschutz als Schutz vor Auskühlung des Gebäudes, die Anforderung steigt durch erhöhte Energiepreise und gesetzliche Forderungen (Energieeinsparverordnung)
- Sonnenschutz als Schutz vor sommerlicher Überhitzung, dies ist besonders bei einem großen Fensterflächenanteil in Südausrichtung von Bedeutung
- Beleuchtung des Innenraumes mit natürlicher Beleuchtung
- Energiegewinn da durch Glas nicht nur Wärme verloren geht, sondern auch bei günstiger Sonnenausrichtung Energie eingefangen wird.
- ggf. Sichtschutz z. B. durch Verspiegelungen oder durch Milchglas
- aber auch die Sichtfreigabe ist gesetzlich geregelt (Arbeitsstättenrichtlinie)
- ggf. Objekt- und Personenschutz durch Verbundsicherheitsglas)(Durchschusssichere Verglasung, Absturzsicherung...)
- ggf. Schallschutz, um das Schallschutzmaß zu erhöhen wird die Dicke einer Scheibe erhöht und / oder der Scheibenzwischenraum mit einem Gas, welches schwerer als Luft ist, gefüllt beispielsweise SF6.
- Schutz vor eindringender Luft (Wind), man geht davon aus das knapp die Hälfte der Energieverluste eines Gebäudes auf Undichtigkeiten zurückzuführen sind
- Schutz vor eindringendem Wasser
- Belüftung und Entfeuchtung
Bei allen Qualitätsmaßnahmen am Fenster sind allerdings auch die Anschlüsse Blendrahmen zum Mauerwerk ein wesentliches Detail, die bei ungenügender Ausführung die Wirkung hochwertiger Fensterkonstruktionen entwerten. Die Abdichtung erfolgt mittels Kunststofffolien, Versiegelung oder bei einfachen und kleinen Konstruktionen über Montageschaum.
Die Befestigung erfolgt zumeist über Spreizdübel oder mit Metalllaschen, so genannten Eindrehanker.
Ganz gleich welches Material: sämtliche am Markt angebotenen Fensterkonstruktionen bieten gute bis sehr gute wärmedämmende Eigenschaften. Früher war ein Fenster eine wärmetechnische Schwachstelle in den Außenwänden. Heute erreicht man mit modernen Fenstern die gleichen Energiebilanz-Werte wie auch bei den Außenwänden. Dabei wirken sich bei Fenstern auch die solaren Zugewinne während der Heizperiode und die Einsparungen von elektrischem Licht durch natürliche Beleuchtung positiv in der Bilanz aus.
Betrachtungen zu Beleuchtung und Wärmeisolation
Belüftung
Durch die Betonung der Wärmedämmungs-Eigenschaften des Fensters ist dessen Funktionalität zur Beleuchtung des Raumes bei Altbaurenovierungen eingeschränkt worden. Dies resultiert aus zwei Ursachen:
Rahmenanteil:
Je aufwendiger und damit schwerer die Fensterkonstruktion ist, desto massiver und damit dicker müssen die Rahmen gebaut sein. Damit geht immer mehr Glasfläche im Verhältnis zum Rohbaumaß des Fensters verloren. Besonders deutlich ist dies zu sehen an sehr kleinen modernen Fenstern an historischen Gebäuden, beispielsweise schmale Seitenfenster von Erkern: Die Glasfläche beträgt hier oft nur noch 1/3 der Maueröffnung.
Erhöhte Reflexion:
An der Grenzfläche zwischen Luft und Glas wird etwa 4% des einfallenden Lichtes bei senkrechtem Einfall reflektiert. Bei schrägem Einfall jedoch deutlich mehr. Eine Glasscheibe reflektiert wegen zwei Grenzflächen etwa 8% des einfallenden Lichtes. Eine doppelte Verglasung verliert bereits 15%, die Dreifachverglasung sogar 22% des einfallenden Lichtes. Eine Beschichtung der Glasflächen kann die Reflexion noch auf ca. 29% verstärken.
Dieser Effekt kann bei Neubauten jedoch einfach durch große Glasscheibenabmaße und einen größeren Glasflächenanteil ausgeglichen werden. Die quantitative Beziehung zwischen der Art des Fenster beziehungsweise der Verglasung und dessen Fähigkeit zur Wärmeisolation wird durch den Wärmedurchgangskoeffizienten beschrieben.
Betrachtungen zu Winddichtigkeit und Belüftung
Fenster waren bis zur Entwicklung des Isolierglasfensters nicht besonders luftdicht, da die Dichtigkeit nur durch exakte Passung der Holzteile hergestellt wurde. Damit garantierte das Fenster einen Luftwechsel, der früher auch durch raumluftabhängige Feuerung mit Einzelöfen notwendig war. Inzwischen sind Gummilippendichtungen der Standard, die eine sehr hohe Luftdichtigkeit garantieren. Ohne Öffnen des Fensters ist eine ausreichende Lüftung nicht mehr gewährleistet.
Die Entfeuchtung des Raumes geschieht normaler Weise über die Lüftung. Ist diese nicht ausreichend, dann kann es zur Kondensation an kalten Bauteilen kommen. Bei einfach verglasten Fenstern ist die Glasscheibe die kälteste Oberfläche und die Luftfeuchtigkeit schlägt sich an der Scheibe sichtbar nieder. Wasser auf Glas führt zu keinerlei Schäden. Wird ein derartiges Fenster durch ein modernes wärmegedämmtes Fenster ersetzt, dann ist die Gefahr groß, dass der kälteste Punkt des Raumes sich verlagert, beispielsweise an eine Wärmebrücke, die dadurch nass wird und zu Schimmel neigt.
Überprüft werden all diese Merkmale beim Institut für Fenstertechnik (IFT) in Rosenheim. Das RAL-Gütezeichen, vergibt die RAL-Gütegemeinschaft nach der Prüfung durch das IFT.
Materialien
Mögliche Rahmen- und Flügelmaterialien sind:
- Holz
- Aluminium
- Kunststoff
- Stahl
Holz ist der älteste Werkstoff für Fenster und hat auch heute noch einen hohen Marktanteil. Die gute Wärmedämmung und leichte Bearbeitbarkeit sind die wichtigsten Vorteile. Der große Nachteil ist die schlechte Witterungsbeständigkeit. Moderne Beschichtungssysteme reduzieren jedoch den früher üblichen Wartungsaufwand erheblich. Holz-Aluminiumfenster ermöglicht eine witterungsbeständige Außenhülle und einen angenehmen warmen Holzcharakter innen. Dabei sind die tragenden Teile des Fensters aus Holz und es wird eine Aluminiumschale außen vorgeblendet.
Aluminumfenster werden aufgrund ihrer Strapazierfähigkeit und der guten statischen Eigenschaften vorallem in öffentlichen Gebäuden und Büros eingesetzt. Für Glasfassaden sind ebenfalls Aluminiumprofile üblich. Zur Wärmedämmung werden bei Isolierverglasung Innen- und Außenschale durch Kunststoffstege getrennt.
Moderne Fenster aus Kunststoff enthalten im Innern des Rahmens und des Flügels meist Verstärkungen aus Aluminium, Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder werden veredelt mit einer besonders strapazierfähigen Oberfläche oder auch eine Holzimitation.
Stahlprofile werden gelegentlich noch für einfache Fenster ohne Ansprüche an Wärme- und Geräuschdämmung verwendet.
Verwandte Themen
- Fensterdekoration innen (Gardinen, Rollos, ...)
- Fensterladen außen
- Ein ovales, dekoratives Fenster ist das Ochsenauge.
- Warnvögel verhindern bei großen Fensterflächen, dass Vögel dagegen fliegen.
Weblinks
- [http://www.ift-rosenheim.de Institut für Fenstertechnik Rosenheim]
- [http://www.treffpunkt-fenster.de/fenster_04_02.html Fensterlexikon] - Umfangreiche Informationen über alle Materialarten und Konstruktionsdetails
- [http://www.fensterplatz.de/fenster/fenster.nsf/Alias/StartNews?OpenDocument&AutoFramed Aktuelle Branchen-Meldungen]
- [http://www.infoline-fenster.de Infoline-Fenster] - Online-Lexikon mit Basiswissen, Beispielen, Terminen, Adressen, ...
Kategorie:Fassade
Kategorie:Glas
ja:窓
simple:Window
BullaugeEin Bullauge, seemännisch Bulleye, (von englisch bull's eye) ist ein meist rundes Fenster, vor allem in der Schifffahrt, wo Bullaugen als wasserdichte Seitenfenster von Schiffen und Unterseebooten dienen. Die runde oder abgerundete Form erleichtert die Abdichtung und erhöht die Druckfestigkeit. Bei Frontlader-Waschmaschinen dient ein Bullauge als Ladeluke.
In der Architektur bezeichnet Bullauge, oder häufiger Ochsenauge, runde oder ovale Fenster, wie sie vor allem im Barock üblich waren.
Kategorie:Schiffbau
Elektrische BeleuchtungEine elektrische Beleuchtung ist unter anderem
- die Glühlampe
- die Leuchtstoffröhre
- die Leuchtdiode (LED, welche zwar meist zur Signalgebung in elektrischen Geräten verwendet wird, aber heute auch für die Innenraumbeleuchtung geeignet ist)
Kategorie:Lichttechnik
Kerze
Kerzen dienten früher, neben Fackeln, Öl- und Talglampen,
als Lampen für die Lichterzeugung. Kerzen werden heute noch in der Kirche, zu Hause oder bei Festen verwendet, um eine entspanntere Atmosphäre zu schaffen.
Funktion
Ein saugfähiger, nicht schmelzbarer Docht, meist ein Faden aus Baumwolle,
ist von niedrigschmelzendem Wachs umgeben.
Als Wachs diente früher Bienenwachs, heute meist Stearin (seit 1811 aus tierischen oder pflanzlichen Fetten gewonnen) oder Paraffin (Teelichter) mit einem Schmelzpunkt um 60 °C, das seit etwa 1830 aus der Erdölverarbeitung stammt.
Nach Anzünden des Dochts schmilzt das Wachs. Durch die Kapillarwirkung des Dochts wird Wachs in die Flamme transportiert, wo es verdampft und verbrennt. Die Konvektion, d.h. das Aufsteigen der warmen Verbrennungsgase, versorgt die Flamme mit unverbrauchter Luft (Sauerstoff) und gibt der Kerzenflamme die charakteristische langgestreckte Form.
In der Schwerelosigkeit brennt eine Kerze mit einer kugelförmigen Flamme ([http://exploration.nasa.gov/articles/21aug_flameballs_lite.html]). Die Verbrennungsrate ist gering, da der Sauerstoff nur über Diffusion zur Flammzone vordringen kann. Es bildet sich kein Ruß, dafür läßt sich das bläuliche Licht der angeregten Verbrennungsgase beobachten (s.a. unten).
Wird der Docht zu lang, beginnt die Kerze zu rußen. Moderne Kerzen enthalten deshalb einen asymmetrisch geflochtenen Docht. Beim Brennen neigt er sich zur Seite und der obere Bereich verglüht (siehe glühende Dochtspitze im Bild). In früheren Zeiten musste zur Vermeidung des Rußens der Docht regelmäßig gekürzt ("geschneuzt") werden.
In einer Stunde verbrennt eine Kerze ca. 3 bis 8 g Wachs und erzeugt eine Heizleistung von ca. 50 W. Die Lichtausbeute beträgt ca. 0,1 lm/W.
Flamme
lm
Die Verbrennungszonen einer Kerzenflamme zeigt die Abbildung rechts. Die heißesten Bereiche liegen außerhalb der gelbleuchtenden Flamme und tragen nicht zur Lichterzeugung bei. Die Erklärung dafür liefert das Kirchhoffsche Strahlungsgesetz, das einen Zusammenhang zwischen Strahlungsemission und Absorption eines Körpers herstellt.
Sauerstoff und andere beteiligte Gase sind nahezu durchsichtig, weshalb sie auch bei Temperaturen von 1400 °C kein Licht aussenden.
Schwarze Rußteilchen in der Flamme leuchten intensiv (schwarzer Körper).
In Zone 1 wird der Wachs verdampft und lediglich teilweise verbrannt, da Sauerstoff von außen nicht genügend schnell hinein diffundiert. Die Temperatur liegt hier bei ca. 800 °C und steigt in Zone 2 auf 1000 °C. Die bläuliche Farbe entsteht durch Strahlungsübergänge angeregter Moleküle der Verbrennungsgase. In Zone 3 wird das vor allem aus Kohlenstoff- und Wasserstoffketten bestehende Wachs in seine Bestandteile zerlegt. Kohlenstoff lagert sich zu Rußteilchen zusammen und bei 1000 °C glühende Rußteilchen erzeugen das helle Leuchten. Wasserstoff reagiert mit dem Sauerstoff aus der Luft zu Wasserdampf. Die Zone 4, die Flammenoberfläche, ist die aktivste Zone der Kerze. Die brennbaren Bestandteile aus dem Wachs finden genügend Sauerstoff für die vollständige Verbrennung und erzeugen hier Temperaturen von bis zu 1400 °C.
Bläst man eine Kerze aus, steigen Paraffin- bzw. Wachsdämpfe auf. Sie lassen sich entzünden und können die Kerze wieder zum Brennen bringen. Diese sogenannte Rauchdurchzündung ist bei einer Kerze harmlos, nicht aber, wenn es sich um größere Brände in einem Raum handelt.
Herstellung
Kerzen werden hergestellt durch Ziehen, Pressen, Gießen oder Wickeln.
Rauchdurchzündung
- Beim Ziehverfahren wird ein Dochtstrang so oft durch flüssiges Wachs gezogen, bis die gewünschte Dicke (bis zu 8 cm) erreicht ist.
- Sehr preisgünstige Kerzen und Teelichte werden hergestellt mit Kerzenpressen, die pulverisiertes Paraffin in die gewünschte Form drücken .
- Für hochwertigere Kerzen mit besonderen Formen und Verzierungen wird eine Form mit flüssigem Wachs gefüllt. Eine weitere Möglichkeit ist eine angewärmte rechteckige Wachsplatte mit einseitigem Reliefprofil auf einen glatten Kerzenkern zu kleben.
- Insbesondere Bienenwachskerzen werden oft gewickelt. Dabei werden dünne, leicht erwärmte Wachsplatten, meist mit Wabenbodenprofil, um den Docht gewickelt.
In Deutschland wurden 2003 etwa 132.000 t Kerzen hergestellt.
Kulturelle Bedeutung
Dem Anzünden einer Kerze kommt in den religiösen Vorstellungen vieler Kulturen eine wichtige Bedeutung zu. Eine brennende Kerze symbolisiert - auch, aber nicht nur im Christentum - die Seele, die im dunklen Reich des Todes leuchtet. Durch das Anzünden der Osterkerze wird im Christentum die Auferstehung, d.h. Jesus' Triumph über den Tod, symbolisiert. In nordischen und germanischen Kulturen kam dem Anzünden der Julkerze einige Tage vor der Wintersonnenwende dieselbe Bedeutung zu: Sie sollte die Sonne ermutigen, die Dunkelheit zu besiegen und zurückzukehren (siehe dazu auch Julfest). Dieser ehemals nordische Brauch lebt heute im Anzünden der mit einer christlichen Bedeutung versehenen Advents- und Weihnachtskerzen weiter.
Bezeichnung
Im Mittelalter wurden Kerzen einfach mit dem Wort "Licht" bezeichnet. Den Begriff Kerze gab es dafür noch nicht. Daher hat auch das Teelicht seinen Namen und den zunächst merkwürdig anmutenden Plural "Teelichte" statt "Teelichter".
Kategorie:Lichtquelle
ja:ろうそく
Öllampe
Öllampe ist ein sehr dehnbarer Begriff.
Die ersten Öllampen waren mit Tierfetten gefüllte, flache Steinschalen, welche am Rand eine kleine Rinne für den Docht hatten. Die Dochte bestanden anfangs nur aus Pflanzenfasern, später auch aus Stoffresten.
Viele Jahrhunderte entwickelten sich diese Lampen kaum weiter, auch wenn mit den Brennstoffen und Gehäusen aus Ton ein wenig "experiementiert" wurde. Zur Verwendung kamen alle erdenkliche Tierische und Pflanzliche Öle und Fette. Allen gemeinsam war, daß sie fürchterlich stanken und rußten. Die verwendeten Brennstoffe sind allesamt derart dickflüssig, daß sie nur wenige Milimeter bis Zentimeter im Docht nach oben steigen können. Wird der Brennstoff weniger, wird zwangsläufig die Flamme kleiner.
Öllampen sind übrigens weitaus älter als Kerzen ! Hinweise auf Kerzen gibt es erst für das 1 Jahrhundert n. Chr. Aber auch Jahrhunderte später waren Kerzen noch immer etwas teures für "besondere" Zwecke)
Erst spät kamen findige Menschen auf die Idee, die doch sehr primitiven Öllampen zu verbessern.
Man probierte mit geschlossenen Lampengehäusen, seperaten Tanks mit verschieden Ventilen, verschiedenen Dochten. Niemand kann heute mehr verstehen, warum es bis ca. 1700 kaum nenenswerte Verbesserungen an den Lampen gab.
Argandbrenner
Der größte Schritt auf dem Weg eine wirklich helle und brauchbare Öllampe zu erhalten gelang François Pierre Ami (oder auch Aimé) Argand(1755-1803), einem in Frankreich lebenden Schweizer, indem er etwa 1783 eine Lampe vorstellte, welche aus einem Metallzylinder mit doppelter Wand konstruiert war. In der hohlen Wand war ein runder Baumwolldocht befestigt mit einer Brennstoffzuführung durch einen seperaten Tank. Der innere Zylinder war unten offen, so dass die Luft hindurch innen an den Docht gelangen konnte.
Zusätzlich setzte er einen Blechzylinder über die Flamme um durch Kaminwirkung einen höheren Zug zu erhalten. Der Blechzylinder wurde 1784 durch einen Glaszylinder ersetzt. Der Argandsche Brenner wurde Vorbild für fast alle nachfolgenden Petroleumlampen.
Das Problem, daß die Flamme bei nachlassen des Ölvorrates kleiner wurde, blieb dennoch sehr lange. Es wurden im 18 Jahrundert viele trickreiche Lösungen konstruiert, vielfach mit Federn und Ventilen (Moderateur) und mit Uhrwerksbetrieben Pumpen (Carcell).
Öllampen nach alten Vorbildern werden heutzutage als einfache Beleuchtung bei z.B. Gartenpartys eingesetzt.
Eine der bekanntesten Öllampen kommt als "Wunderlampe" in der Geschichte Aladins in den Erzählungen von Tausendundeine Nacht vor. Gleich zehn sind es im Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen.
Spezielle Öllampen
- Petroleumlampe
- Duplex-Lampe eine spezielle Petroleumlampe mit doppelten Docht.
Weblinks
- [http://www.wt-pempel.de Öl und Petroleumlampen des 19 Jahrhunderts]
- [http://www.udicom.de/scherning/Lampen/Petroleum_Lampen.htm www.scherning.de]
- [http://members.aol.com/lumiara/de/kerode.htm LUMIÈRE DE L'ŒIL, Paris]
- [http://www.petroleumlampen.de/#seitenanfang www.petroleumlampen.de]
Kategorie:Lichtquelle
Kategorie:Öl
BühneBühne ist
- Ein Konstrukt auf dem darstellende Künstler ihre Darbietung vollführen, siehe Bühne (Theater)
- eine Bezeichnung für das Theater selbst
- Ein wichtiger Bestandteil des psychotherapeutischen Handlungsraums im Psychodrama, siehe: Bühne (Psychodrama)
- Ein künstliche Erhöhung zur Erleichterung des Verladens von Lasten, siehe Hubbühne
- Die Bühne ist die größte österreichische Theaterzeitschrift.
- ein Ortsname
- Gemeinde in Sachsen-Anhalt, siehe Bühne an der Ilse
- Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, siehe Borgentreich-Bühne
"Bühne" als Metapher
Einige Redensarten benutzen die "Bühne" als Metapher:
- glatt über die Bühne gehen für "problemlos"
- bühnenreif für "fertig zum Vorstellen"
Lampe
Eine Lampe (im 13. Jahrhundert aus dem französischen lampe entlehnt, zurückgehend auf griechisch lampás, lampádos für 'Fackel', 'Leuchte') ist eine künstliche Lichtquelle bzw. ein Beleuchtungskörper.
Umgangssprachlich wird Lampe als Synonym für Leuchte verwendet (Deckenlampe, Schreibtischlampe usw.), fachsprachlich bezeichnet Lampe aber nur das in dem Gerät Leuchte oder Leuchter befindliche Leuchtmittel, zum Beispiel eine Glühlampe.
Bis zu den Erfindungen der Petroleumlampe Ende des 18. Jahrhunderts, der Gaslampe Mitte des 19. Jahrhunderts und schließlich der elektrischen Glühlampe, waren Lampen mehr oder weniger einfach geformte Gefäße aus Ton, Stein oder Metall, oft flache Schalen, die über einen Docht Pflanzenöl oder tierisches Fett verbrannten bzw. auch Fackeln. Solche Lampen sind schon aus prähistorischer Zeit bekannt.
Weitere Lampen sind zum Beispiel Leuchtstoffröhren, Bogenlampen und Leuchtdioden.
Verwandte Themen: Beleuchtung
Kategorie:Lichttechnik
ja:ランプ (照明器具)
LeuchtmittelLeuchtmittel sind die in einer Leuchte eingesetzten lichtemittierenden Objekte. In der Alltagssprache werden Leuchtmittel auch oft als Glühbirnen (fachsprachlich Glühlampe) bezeichnet.
Leuchtmittel können verschiedene Formen haben:
- röhren- oder stabförmig zum Beispiel Leuchtstoffröhren
- birnen-, tropfen- oder kugelförmig: Glühlampe
Siehe auch: Eiernippel
Kategorie:Lichttechnik
Fackel
Eine Fackel ist ein Stock, der am unteren Ende mit der Hand gehalten oder in einer (Wand-) Halterung befestigt und am oberen Ende angezündet wird und allmählich abbrennt. Fackeln dienen als Lichtquelle. Wie andere historische Lichtquellen ist die Fackel deshalb ein altes Symbol.
Kulturgeschichte
In den Heiligtümern des Mithraskultes stellte die nach oben gerichtete Fackel den Sonnenaufgang dar, die nach unten gerichtete Fackel den Sonnenuntergang. Auch in vielen anderen vorchristlichen und vorislamischen Religionssystemen war die Fackel ein göttliches Attribut, so beispielsweise der syrischen Göttinnen Astarte und Anath oder der Persischen Anahita.
Auf den Hebriden wurden Fackeln benutzt, um das Böse abzuwenden, solange ein Kind nicht getauft war: Eine Fackel wurde dreimal Täglich um die Wiege getragen, um böse Geister zu vertreiben.
Ab dem 17. Jahrhundert stand die Fackel - oft zusammen mit dem Buch - als Zeichen für die geistige Aufklärung: Die Freiheitsstatue in New York trägt eine Fackel und ein Buch zum Zeichen, dass die USA allen Bürgern freien Zugang zur Bildung und zum Erreichen von Wissen ermöglichen würden.
Die Fackel ist in diesem Sinne der "sprechende" Name einer von dem österreichischen Essayisten Karl Kraus editierten kulturpolitischen Zeitschrift der Zeit vor dem Nationalsozialismus.
In den zwölf Jahren des "Dritten Reichs" wurde mit organisierten paramilitärischen Fackelumzügen die herkömmliche symbolische Bedeutung allerdings völlig umgedreht und ein Propaganda-Spektakel daraus gemacht. Seither ist in Deutschland mit Rücksicht auf diese Erinnerung bei Fackelmärschen Vorsicht angesagt.
Die Olympische Fackel steht als Zeichen für Friedens und der Verbundenheit zwischen den Völkern.
Alltagsleben
Die Jonglierfackel ist ähnlich aufgebaut wie eine Jonglierkeule, nur dass das obere Ende des Holzstabes einen Metallmantel hat und eine Wicklung aus einem Kevlargewebe für das Petroleum oder Lampenöl.
Ähnlich spektakulär sind innovative Selbst-Inszenierungsideen wie die neuere Tradition eines fackelbestrahlten halben Kilometers Durchlaufens der flachen herbstlichen Lahn, die sich der DLRG-Verein in Marburg ausdachte und seitdem jährlich umsetzte. Die Vereinsmitglieder stecken dabei in kälteabweisenden Schutzanzügen und das Flusswasser geht etwa bis zur Brusthöhe. Die drei Brücken auf diesem kollektiven Parcours sind meist dicht mit Zuschauern besetzt.
Jugendliche Rollenspieler treffen in ihren Phantasiewelten gelegentlich drastisch auf die Folgen fehlender Fackeln.
Familie "Normalverbraucher" hingegen nutzt Fackeln im Alltag vor allem auf ihren Grill- und Gartenparties.
Siehe auch
- Spektakel,
Kategorie:Lichtquelle
Kategorie:Jonglieren
simple:Sconce
Taschenlampe
Eine Taschenlampe ist eine kleine, mobile Lichtquelle mit eigener Energieversorgung. Der Name ist entstanden, weil die meisten Taschenlampen klein genug sind um in einer Tasche verstaut werden zu können. Zuerst erfunden wurde sie vermutlich von Alessandro Volta im Jahr 1800.
Aufbau
Taschenlampen werden meist aus Kunststoff, seltener auch aus Metallen wie Aluminium hergestellt. Eine herkömmliche Taschenlampe besteht aus einem länglichen, oft runden, Griffstück, in das mittels eines Schraub- oder Schiebeverschlusses am Ende Batterien oder Akkus eingesetzt werden.
Am vorderen Ende des Griffs befindet sich eine transparente Kunststoffscheibe, hinter der als eigentliche Lichtquelle eine Glühbirne sitzt, die wiederum zur optimalen Lichtnutzung von einem Parabolspiegel umfasst ist. In neueren Modellen werden oft statt einer Glühbirne auch eine oder mehrere Leuchtdioden verwendet. Der Spiegel entfällt bei Lampen mit Leuchtdioden meist, da hier der Spiegel bereits in die Diode integriert ist. Ansonsten besteht er fast immer aus beschichtetem Plastik. Normalerweise ist der Bereich um die Glühbirne breiter als das Griffstück.
Bei Kunststofflampen sind zwischen Stromquelle, Schalter und Lichtquelle Kabel nötig, bei Metalllampen wird fast immer das Gehäuse selbst als Leiter verwendet. Die Stromquelle berührt dabei mit einem Pol direkt die Lichtquelle und mit dem anderen das Gehäuse, welches über einen Schalter mit dem zweiten Anschluss der Lichtquelle verbunden ist.
Taschenlampen aus Metall sind in der Regel hochwertiger und belastbarer als Kunststofflampen, allerdings auch dementsprechend teuerer in der Anschaffung. Kunststofflampen sind weit verbreitet und werden teilweise sogar als Werbegeschenk verteilt, können aber bei guter Verarbeitung ebenso verwendet werden wie Metalllampen. Ihre Vorteile liegen in erster Linie im geringeren Gewicht und Preis.
Funktionsweise
Pol
Die Batterien im Griff dienen der Lichtquelle als Stromquelle. Die verbreitetsten Varianten, um die Lampe an- und auszuschalten sind ein Drehbarer Lampenkopf (beispielsweise bei Taschenlampen des Typs MAG-LITE) oder ein im Griff eingelassener Schalter, der in seiner Ausführung wiederum differieren kann.
Die Lichtquelle ist am Griffteil der Lampe befestigt, während der umgebende Spiegel am Drehbaren Kopf der Lampe angebracht ist. So ist durch Drehen des Kopfs eine Fokussierung des Lichtstrahls möglich. Genauso kann der Strahl allerdings absichtlich unscharf gestellt werden, um auf Kosten der Intensität eine größere Fläche zu beleuchten.
Einsatzmöglichkeiten
Die Einsatzmöglichkeiten für Taschenlampen sind äußerst vielfältig. Sie reichen vom Lichtspender während eines Sicherungswechsels bei Stromausfall über Nachtwanderungen und tagelange Campingtouren bis hin zu Tauchgängen in größerer Tiefe. Für die einzelnen Bereiche existieren dabei spezielle Lampentypen, beispielsweise solche mit größeren Batterien für längere Betriebsdauer oder wasserdichte Lampen zum Tauchen. Bei allen Arten von Rettungskräften gehören Taschenlampen zur Grundausstattung.
Generell können mit Taschenlampen allerdings nur relativ kleine Flächen beleuchtet werden, um größere Bereiche auszuleuchten werden Scheinwerfer benötigt.
Spezielle Taschenlampen
Neben den herkömmlichen Taschenlampen existieren noch Lampen, die außer einer normalen Glühbirne seitlich im Griff noch über eine kleine Leuchtstoffröhre verfügen, mit deren Hilfe einerseits helleres Licht erzeugt und andererseits eine etwas größere Fläche mit gleichbleibender Intensität beleuchtet werden kann. Der Stromverbrauch solcher Lampen ist bis vor kurzem allerdings noch recht hoch gewesen, sodass die Batterien beim Einsatz der Leuchtstoffröhre schnell erschöpft waren.
Ein weiteres oft anzutreffendes Extra ist ein orangefarbenes Blinklicht, das vor Allem zur Warnung, beispielsweise bei Autounfällen, gedacht ist. Auch Kompässe werden teilweise eingebaut, deren korrekte Funktion ist allerdings in Anbetracht der Stromleitungen in der Lampe und der resultierenden Magnetfelder fraglich.
Bei derartigen "Abenteuerlampen" werden, um den größeren Strombedarf zu decken oder schlicht die Betriebsdauer zu erhöhen, oft sehr große und relativ viele Batterien oder Akkus eingesetzt. Das erhöht einerseits das Gewicht der Lampe und macht sie größer, und führt andererseits zu Veränderungen in der Konstruktion. Da der Griff durch viele und große Batterien zu dick wird, um die Lampe in einer Hand zu halten, wird dazu stattdessen ein zusätzlicher Plastik- oder Metallbügel an der Oberseite der Lampe befestigt.
Konstruktion
Es gibt auch Taschenlampen, die ohne Batterien funktionieren. Diese enthalten einen fest eingebauten Akku, der durch Schütteln der Lampe oder mittels Solarzellen durch (Sonnen-)Licht aufgeladen wird und die Lampe so vollkommen unabhängig von äußeren Stromquellen macht. Oftmals reicht die erzeugte Energie allerdings nur für wenige Minuten, obwohl Herstellerangaben mit zwei Stunden Leuchtdauer nach zehn Minuten Schütteln Gegenteiliges versprechen. Auch gibt es Taschenlampen, die über einen Dynamo (Generator) verfügen, der durch eine Kurbel angetrieben wird, wodurch die Akkus aufgeladen werden. Derartige Taschenlampen verfügen dann zumeist über LEDs, die weniger Strom als Glühlampen benötigen.
Kategorie:Lichttechnik
ja:懐中電灯
Straßenbeleuchtung
Die Straßenbeleuchtung ist die künstliche Beleuchtung von Straßen, Plätzen oder Freiräumen. Bei ihr müssen besonders die Sicherheit der Menschen und die Leichtigkeit des Verkehrs berücksichtigt werden.
Aufgaben
Die Beleuchtung hat zwei Aufgabenbereiche:
- Die Beleuchtung des Verkehrsraumes
- Die Beleuchtung für dekorative Zwecke
Die Beleuchtung im Verkehrsraum muss für den Verkehrsteilnehmer, besonders für den Fußgänger, die Möglichkeit schaffen, den Verlauf und die Begrenzung der Straße, der Wegen, von Plätzen und Zugängen, sowie Gefahrenstellen und Hindernisse leicht und rechtzeitig zu erkennen. Als Richtschnur für die Auslegung der Beleuchtung im öffentlichen Verkehrsraum gilt die DIN 5044 "Ortsfeste Verkehrsbeleuchtung", die seit mehr als 20 Jahren in der Straßenbeleuchtung als Regel der Technik und somit Richtschnur des technischen Handelns in der Straßenbeleuchtung war.
Eine Vorbedingung für die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Binnenmarktes ist die europaweite Harmonisierung aller technischen Vorschriften. Somit wurde die europäische Normungsorganisation CEN damit beauftragt, auch die technischen Anforderungen für die Straßenbeleuchtung auf ein gemeinsames europäisches Niveau zu bringen und zu vereinheitlichen.
Es bestand Einigkeit darüber, eine gesamteuropäische Norm zur Straßenbeleuchtung zu erarbeiten. Basis der Norm sollten einerseits die einschlägigen Publikationen der CIE (Internationale Beleuchtungskommission) und die Vielzahl nationaler Normen sein, andererseits bestand von vornherein das Ziel, auch neueste Erkenntnisse der Wissenschaft und Technik in das Normenwerk einließen zu lassen.
Auf dieser Basis entstand die neue EN 13201 mit den Teilen 1 bis 4. Im April 2004 erschienen die Teile 2, 3 und 4 als Euronorm mit der Bezeichnung DIN EN 13 201-2 bis 13 201-4. Weiterhin musste jedes Land eine neue nationale Norm erarbeiten, eine sogenannte Anwendungsnorm oder Restnorm, in der festgelegt wird, an welchen Stellen des Straßennetzes und unter welchen Randbedingungen die in EN 13 201-2 definierten Gütekriterien anzuwenden sind. Damit werden sich die nationalen Anwendungsnormen weiterhin voneinander unterscheiden und wir werden in den einzelnen Ländern für die gleicher Anforderung verschiedenen Beleuchtungsniveaus antreffen. Nach Einführung der DIN EN 13201 wird es keine Umrüstpflicht für Altanlagen geben. Die DIN EN 13201 ist jedoch bei der Planung von Neuanlagen und bei Sanierungen anzuwenden. Eine Restnorm der DIN 5044 wird alle Teile behandeln, die nicht in der neuen EN 13201 aufgenommen wurden.
Der Teil 1 wird bis Ende 2005 veröffentlicht und wird die neue Norm der Straßenbeleuchtung komplettieren. Ab diesen Zeitpunkt ist die neue Norm anzuwenden.
Eine Beleuchtung zu dekorativen Zwecken setzt die zuvor genannte Beleuchtung voraus. Sie ergänzt diese um die künstlerischen Gestaltungen mittels Licht, wie die Ausleuchtung von Gebäuden, Skulpturen, Brunnen oder Grünanlagen.
Straßenleuchte
Begrenzung]]Eine Straßenleuchte ist eine Leuchte zur Beleuchtung von Straßen oder Plätzen. Sie wird meist an der Spitze eines Holz-, Stahl- oder Betonmastes montiert, der ggf. auch architektonisch gestaltet sein kann. In manchen Fällen werden Straßenleuchten auch an Seilen hängend über der Straße montiert oder an Hauswänden angebracht.
Straßenleuchten können über Erdkabel, Luftkabel oder über Freileitung gespeist werden. Letztere Form der Speisung verschwindet zunehmend in Deutschland, ist aber vielerorts noch anzutreffen. Eine direkte Versorgung mit Solarenergie bietet sich aus Kostengründen nur bei speziellen Anlagenkonstellationen (z.B. weiter Weg bis zur nächsten Stromversorgung) an.
Als Lampen/Leuchtkörper werden in Straßenleuchten meist Quecksilberdampflampe, Leuchtstofflampen, Natriumdampflampe-als Nieder- und Hochrdruckvarianten aufgezählt. Glühlampen werden wegen ihrer geringen Lebenserwartung und ihres hohen Energieverbrauchs nicht mehr verwendet. Dies gilt auch für die früher üblichen Kohlefaserlampen. Natriumdampf-Niederdrucklampen haben die höchste Lichtausbeute, leuchten aber in einem unangenehm gelben Licht. Am wirtschaftlichsten scheint aus heutiger Sicht die Natriumdampf-Hochdrucklampe zu sein, die zwar geringere Lichtausbeuten erzielt als die NA-Niederdrucklampe, aber durch ihre kompakte Bauweise eine Lichtlenkung ermöglicht und die auf einem Kilometer installierte Leistung auf ein minimum reduziert.
Straßenleuchten werden stets mit einphasigem Wechselstrom gespeist. Häufig sind in einer Lampe zwei Lichtkörper vorhanden, die unabhängig voneinander eingeschaltet werden können. Werden derartige Anlagen über Freileitungen versorgt, so hat die Speiseleitung 3 Leiter (1 Mittelpunktsleiter und 2 Phasen).
Historische Entwicklung
Natriumdampflampe]
Straßenbeleuchtungen gab es bereits im Mittelalter. Damals verwendete man Kienspäne sowie Lampen die Öle oder Fette als Brennmittel enthielten. Ab dem 19. Jahrhundert begann man die Straßen mit Stadtgas zu beleuchten. Hierfür wurde das Gas aus Kohle in Gaswerken gewonnen und durch ein Rohrnetz zu den Straßenlaternen (Kandelabern) geleitet. Obwohl mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts der elektrische Strom zur Beleuchtung Verwendung fand, wurde die Gasbeleuchtung in manchen europäischen Städten zum Teil bis heute beibehalten.
Weblinks
- [http://www.strassenlicht.de/ Herstellerunabhängige Informationen, Diskussionsforum, grosses Bildarchiv auf www.strassenlicht.de]
- [http://www.magwien.gv.at/licht/gesch.htm Die historische Entwicklung der Straßenbeleuchtung am Beispiel Wien]
- [http://www.wiener-gasometer.at/de/geschichte/ Die Geschichte der Gasbeleuchtung]
- [http://www.wiener-gasometer.at/de/technik/ Die Technik der Gasbeleuchtung]
- [http://www.strassenbeleuchtung.de/ Weiterführende Informationen zu allen Themen der Straßenbeleuchtung]
Siehe auch:
- Themenliste Straßenbau, Lichtmast, Laterne, Gasbeleuchtung
Kategorie:Verkehrstechnik
Kategorie:Lichttechnik
Stadion
Das Stadion (Pl. Stadien) hat zwei unterschiedliche, jedoch verwandte Bedeutungen:
- zum einen bezeichnet es ein antikes griechisches Längenmaß,
- zum anderen einen Austragungsort von sportlichen Wettkämpfen in Form eines Spielfeldes umgeben von einer nach oben meist offenen baulichen Struktur, die es einem Publikum ermöglicht, von Steh- oder Sitzplätzen aus das Geschehen zu beobachten. Oft werden Stadien auch für Konzerte und andere Großveranstaltungen benutzt. Ein Synonym ist Arena.
Geschichte
Das antike griechische Längenmaß eines Stadions umfaßte eine Strecke von jeweils 600 Fuß (bzw. 6 Plethra je 100 Fuß), was je nach regionalem Fußmaß ungefähr einer Länge zwischen 165 und 196 m entspricht.
In Griechenland war wohl schon in geometrischer Zeit der Lauf über die Strecke eines Stadions ein beliebter Wettkampf, in Olympia seit 776 v. Chr. historisch überliefert. Die Bezeichnung des Längenmaßes hat sich auf die Wettkampfanlage übertragen, also auf die Laufbahn und die längs davon angelegten Zuschauerwälle.
Stadien wurden in vielen antiken griechischen Städten und Heiligtümern gefunden, so z.B. in Olympia (mit einer Laufbahnlänge, zwischen Start- und Zielschwellen gemessen von 192,28 m), Delphi (177,35 m), Athen (184,30 m), Epidauros (181,30 m), Isthmia, Nemea, Messene, Milet und Samos.
Während in Griechenland und Kleinasien Stadien auch noch in römischer Zeit errichtet wurden, spielten sie in Italien kaum eine Rolle, da die griechischen Sportkämpfe dort keine kultische Bedeutung hatten und lange als unmoralisch galten. Dennoch errichtete Kaiser Domitian in Rom ein Stadion (die heutige Piazza Navona).
Weitaus größere Bedeutung hatten dort die Amphitheater, in denen Kampfspiele und Tierhatzen stattfanden, als bekanntestes Beispiel das Kolosseum in Rom. Aus den römischen Amphitheatern ist die Form des modernen Stadions entwickelt. Die moderne Wortbedeutung des Stadions ist viel weiter gefaßt und bezeichnet Sportkampfstätten mit Besuchertribünen, meist mit einer um ein Rasenspielfeld angelegten Laufbahn [Rundbahn].
Architektur
Im allgemeinen besteht ein Stadion aus den Teilen Erdstadion, Ingenieurbauwerk, Hülle und Dach.
Die Form des Stadions wird jeweils von seinem Zweck bestimmt. Einzelne Typen sind das zweischenklige Baseballstadion, das ovale Leichtathletikstadion, das mit seinen vier geraden Tribünen um den rechteckigen Platz angeordnete Fussballstadion, Reit- und Pferderennstadien, sowie Autorennstadien, die meist nur aus einzelnen Haupt- und Nebentribünen bestehen.
Umbenennungen von "Stadion" in "Arena"
Tribüne
Das Wort Stadion beginnt in Deutschland, seine sportliche Bedeutung zu verlieren. In der jüngeren Vergangenheit wurden Stadien häufig in "Arena" umbenannt:
- AOL Arena, ehemals Volksparkstadion, Hamburg
- AWD-Arena, ehemals Niedersachsenstadion, Hannover
- Commerzbank-Arena, ehemals Waldstadion, Frankfurt am Main
- Arena AufSchalke, Gelsenkirchen, heißt in Zukunft Veltins-Arena,
- BayArena, ehemals Ulrich-Haberland-Stadion, Leverkusen
- Schüco Arena, ehemals Bielefelder Alm, Bielefeld
Auch das neu erbaute Münchner Stadion trägt Arena im Titel: Allianz Arena.
Das 2004 fertig gestellte Düsseldorfer Stadion heißt nun LTU Arena.
Berühmte Stadien
Fußballstadien
LTU Arena
Santiago-Bernabéu-Stadion, Madrid; Aztekenstadion, Mexiko-Stadt; Maracanã-Stadion, Rio de Janeiro; Camp Nou, Barcelona; Highbury, London, Ibrox Park, Glasgow, Olympiastadion Berlin; Olympiastadion München; Westfalenstadion, Dortmund; Giuseppe-Meazza-Stadion, Mailand; Wembley-Stadion, London; Stade de Suisse (Wankdorf), Bern; Old Trafford, Manchester, Bökelbergstadion, Mönchengladbach; Waldstadion, Frankfurt am Main
Eishockeystadien
Madison Square Garden, New York; Maple Leaf Garden, Toronto; Montreal Forum, Montreal; Kölnarena, Köln; Eisstadion Allmend/BernArena, Bern; Eisstadion Davos, Davos; TUI Arena, Hannover; Arena Nürnberg, Nürnberg
Stadien für andere Sportarten
Yankees Stadium, New York; Ebbets Field, Brooklyn; Dodgers Stadium, Los Angeles; Avus, Berlin, Norisring, Nürnberg; Daytona Beach, Florida;
Siehe auch
- Liste von Stadien
- Fußballstadion
- Groundhopping
!
FahrzeugbeleuchtungAls Fahrzeugbeleuchtung bezeichnet man die Beleuchtung von Fahrzeugen, die notwendig ist, um bei Dämmerung oder Dunkelheit auf Straßen gesehen zu werden und selbst genug zu sehen.
Dabei gibt es bei allen Fahrzeugen eine Standardbeleuchtung, die für die jeweilige Fahrzeugart vorgeschrieben ist. Zusätzliche Beleuchtungseinrichtungen sind möglich.
Straße
Kraftfahrzeugbeleuchtung
Prinzipiell gilt, dass nach vorne nur weißes und gelbes Licht strahlen darf, nach hinten nur rotes und gelbes.
Personenkraftwagen
Als Standard gilt für PKW
nach vorne je zwei Leuchten mit:
- Fernlicht zum Ausleuchten der Fahrbahn, wenn kein Gegenverkehr geblendet wird.
- Abblendlicht, um eine Blendung des Gegenverkehrs und anderer Verkehrsteilnehmer zu vermeiden.
- Standlicht, (auch Begrenzungslicht genannt), das gemeinsam mit Abblendlicht oder Fernlicht leuchten muss, so dass auch bei Ausfall einer der anderen Leuchten zumindest die Umrisse des eigenen Fahrzeuges für den Gegenverkehr zu erkennen sind.
- Blinker oder richtig Fahrtrichtungsanzeiger in orange (gelbroter) Farbe.
- optional Nebelscheinwerfer, die eine speziell ausgebildete Streuscheibe haben, um bei Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall oder Regen keine Selbstblendung herbeizuführen.
- optional Weitstrahler, welche ein zusätzliches Fernlicht darstellen.
- optional Tagfahrleuchten, die beim Einschalten der Zündung automatisch eingeschaltet, beim Einschalten der Hauptbeleuchtung abgeschaltet werden. Diese haben eine vergleichbar geringe Lichtleistung und Leistungsaufnahme, dadurch steigt der Verbrauch nur geringfügig an. Die Abweichung von der sonstigen Regel, dass Frontbeleuchtung nur zusammen mit den Rückleuchten aktiviert werden darf, führte Anfangs - aufgrund des geringen Bekanntheitsgrades - zu Irritationen bei Verkehrskontrollen.
nach hinten je zwei:
- Schluss- oder Heckleuchten in roter Farbe
- zwei Bremsleuchten in roter Farbe, die wesentlich stärker leuchten als das Schlusslicht (meist sind es zwei Bremsleuchten, erst in den letzten Jahren wird eine zusätzliche in der Mitte des Hecks, beispielsweise als LED angebracht).
- Blinker wie vorne
- zwei rote Rückstrahler als Reflektoren
- Kennzeichenbeleuchtung, die in weißer Farbe die Kennzeichentafel beleuchtet.
- Eine oder zwei Nebelschlussleuchten in roter Farbe.
- Einen oder zwei Rückfahrscheinwerfer in weißer Farbe, die aber nur bei eingelegtem Rückwärtsgang Licht ausstrahlen dürfen.
In manchen Staaten ist auch das Einschalten von Licht am Tag vorgeschrieben.
Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten
Verwendungsbestimmungen in Deutschland
Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte dürfen nur bei einer witterungsbedingten Sichtbehinderung verwendet werden. In Deutschland dürfen Nebelschlußleuchten (hinten) nur dann benutzt werden, wenn durch Nebel (nicht durch Regen- oder Schneefall) die Sichtweite weniger als 50 m beträgt (§ 17 Abs. 3 Satz 5 StVO)! Entgegen einer weitverbreiteten Auffassung dürfen in Deutschland die Nebelscheinwerfer (vorne) bei Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall oder Regen eingeschaltet werden. Ob die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt, ist nur für die Nebelschlussleuchte relevant.
Verwendungsbestimmungen in Österreich
Nebelscheinwerfer dürfen (entgegen ihrem Namen) bei jeder witterungsbedingten Sichtbehinderung verwendet werden. Unabhängig davon dürfen sie auch auf engen oder kurvenreichen Strecken bei klarer Nacht verwendet werden. Nebelschlußleuchten dürfen bei jeder Art von witterungsbedingter Sichtbehinderung (also Nebel, starker Regen, Schneefall) verwendet werden. Eine Angabe in Metern gibt es dabei - anders als in Deutschland - nicht.
Spannung und Elektrik
Üblicherweise beträgt die Bordspannung für die Beleuchtung 12 Volt, während bis in die 1970er Jahre die Bordspannung 6 Volt war. Wichtig ist, dass die linke und die rechte Fahrzeugseite getrennt abgesichert sind, so dass bei einem Defekt auf jeden Fall eine Seite des Fahrzeuges beleuchtet ist. Versuche werden aber bereits mit höheren Bordspannungen bis 42 Volt durchgeführt, da dadurch die Leitungsquerschnitte durch den geringeren Strombedarf kleiner sein können.
Lastkraftwagen und Busse
Prinzipiell haben diese Fahrzeuge dieselben Beleuchtungseinrichtungen wie PKW. LKW und Busse müssen bei größerer Länge seitlich gelb-rote (orange) Begrenzungslichter bzw. Umrissleuchten an den äußersten Punkten haben.
Die Bordspannung beträgt hier meist 24 Volt.
Anhänger
PKW- und LKW-Anhänger haben vorne einen weißen Rückstrahler bzw. zwei weiße Begrenzungslichter, wenn sie breiter als das Zugfahrzeug sind. Die rückwärtige Beleuchuntg entspricht der von PKW, wobei zusätzlich zwei rote, dreieckige Rückstrahler vorhanden sein müssen. Seitliche müssen seitlich gelb-rote (orange) Begrenzungslichter bzw. Umrissleuchten vorhanden sein.
Fahrradbeleuchtung
Prinzipiell müssen auch Fahrräder jeweils ein weißes Licht nach vorne und ein rotes nach hinten haben. Ausnahmen sind in Deutschland Rennräder bis 11 kg für die Zeit eines Rennens. Mountainbikes müssen eine funktionierende Beleuchtung haben, ansonsten sind sie nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Diese Beleuchtung muss mit einem Dynamo betrieben werden.
In Österreich ist die Grenze 12 kg. Außerdem darf die Beleuchtung tagsüber abgenommen werden und mit einer Batterie oder Akku betrieben werden. Nach hinten dürfen auch rote LEDs verwendet werden.
Rückstrahler oder Reflektoren sind auch auf den Pedalen und in den Rädern vorgeschrieben, um Radfahrer leichter als solche zu erkennen.
Sonderformen
- Fahrzeuge, auf die im Verkehr besonders geachtet werden muss, haben oft ein oder mehrere gelbrote (orange) Rundumkennleuchten. Das können z.B. Fahrzeuge zum Straßenerhalt oder Müllabfuhr, aber auch Sondertransporte oder Gefahrguttransporte sein.
- Einsatzfahrzeuge haben blaue Rundumkennleuchten und manchmal blaue Blitzlichter
- militärische Fahrzeuge haben zusätzlich noch spaltförmige Tarnlichter.
Weiterhin gibt es passive lichttechnische Einrichtungen wie Reflektoren, die in Form einer Konturmarkierung die Sichtbarkeit eines ansonsten schwierig zu erkennendes Fahrzeug deutlich verbessern; beispielsweise ein quer zur Fahrspur stehender LKW. Voraussetzung ist hierfür eine Beleuchtung des markierten Fahrzeuges. Diese muß im etwa gleichen Winkel wie der Betrachter zum beleuchteten Objekt steht erfolgen, so wie es bei einem Autoscheinwerfer zu dem Fahrer der Fall ist.
Historisches
Als Abblendlicht bzw. als Fernlicht wurde bis in die 1970er Jahre auch gelbes Licht, vor allem in Frankreich verwendet. Dazu wurden gelbe Glühbirnen verwendet. Da es kaum Nebelscheinwerfer gab, war dies ein Vorteil bei Nebel
(in Österreich war es zwar nicht so üblich aber erlaubt)
Auch die Nebelscheinwerfer wurden später noch hauptsächlich in gelb verwendet. Mittlerweile sind in der EU gelb leuchtende Scheinwerfer verboten.
Siehe auch:
- Themenliste Straßenverkehr
Kategorie:Beleuchtung
Kategorie:Fahrzeugbeleuchtung
ArbeitsstättenverordnungDie deutsche Arbeitsstättenverordnung enthält die grundsätzlichen Anforderungen, die für Arbeitsstätten festgelegt sind.
Hierzu zählen z. B. die Mindestabmessungen für Arbeitsräume, die Lüftung und Temperierung der Arbeitsräume, die Mindestbeleuchtung, Anforderungen an innerbetriebliche Verkehrswege (Fußgänger- und Fahrzeugverkehr) u. v. m.
Zu einzelnen Vorschriften gibt es so genannte Arbeitsstättenrichtlinien, die genauere Definitionen und Auslegungen unbestimmter Rechtsbegriffe enthalten. Die Arbeitsstättenverordnung einschließlich der Arbeitsstättenrichtlinien ist bundesweit gültig.
Der Vollzug der Arbeitsstättenverordnung obliegt den Gewerbeaufsichtsämtern (Gewerbeaufsicht) bzw. Ämter für Arbeitsschutz (je nach Bundesland).
2003 wurde die Arbeitsstättenverordnung um Regelungen zum Nichtraucherschutz ergänzt.
Arbeitsstättenverordnung 2004
Im August 2004 wurde die Arbeitsstättenverordnung neu erlassen. In der geänderten Fassung sind viele Definitionen und Schutzmaßnahmen im Rahmen der Deregulierung weggefallen.
Weblinks
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbst_ttv_2004/ Arbeitsstättenverordnung 2004]
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbst_ttv/ Arbeitsstättenverordnung 1975] (gültig bis August 2004, jetzt außer Kraft)
Kategorie:Gesetz (Deutschland)
Kategorie:Arbeitsschutz
ArbStättVDie deutsche Arbeitsstättenverordnung enthält die grundsätzlichen Anforderungen, die für Arbeitsstätten festgelegt sind.
Hierzu zählen z. B. die Mindestabmessungen für Arbeitsräume, die Lüftung und Temperierung der Arbeitsräume, die Mindestbeleuchtung, Anforderungen an innerbetriebliche Verkehrswege (Fußgänger- und Fahrzeugverkehr) u. v. m.
Zu einzelnen Vorschriften gibt es so genannte Arbeitsstättenrichtlinien, die genauere Definitionen und Auslegungen unbestimmter Rechtsbegriffe enthalten. Die Arbeitsstättenverordnung einschließlich der Arbeitsstättenrichtlinien ist bundesweit gültig.
Der Vollzug der Arbeitsstättenverordnung obliegt den Gewerbeaufsichtsämtern (Gewerbeaufsicht) bzw. Ämter für Arbeitsschutz (je nach Bundesland).
2003 wurde die Arbeitsstättenverordnung um Regelungen zum Nichtraucherschutz ergänzt.
Arbeitsstättenverordnung 2004
Im August 2004 wurde die Arbeitsstättenverordnung neu erlassen. In der geänderten Fassung sind viele Definitionen und Schutzmaßnahmen im Rahmen der Deregulierung weggefallen.
Weblinks
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbst_ttv_2004/ Arbeitsstättenverordnung 2004]
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbst_ttv/ Arbeitsstättenverordnung 1975] (gültig bis August 2004, jetzt außer Kraft)
Kategorie:Gesetz (Deutschland)
Kategorie:Arbeitsschutz
GefährdungsbeurteilungEine Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes geschieht auf der Grundlage von [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbschg/__5.html] § 5 des deutschen Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG, 1996) infolge der Umsetzung europäischer Rahmenrichtlinien zum Arbeitsschutz (1992).
Der Arbeitgeber oder von ihm nach § 7 ArbSchG beauftragte und befähigte Personen müssen grundsätzlich vor Beginn der Arbeiten und in ausreichenden Abständen die Arbeitsbedingungen bewerten, Gefährdungen minimieren und Maßnahmen zur Verbesserung durchführen. Dabei sollte er sich fachlich von einer Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen lassen und beachten, dass den Betriebsräten ein volles Mitbestimmungsrecht in der Ausgestaltung der Gefährdungsbeurteilung zusteht (Bundesarbeitsgericht vom 8. Juni 2004, 1 ABR 13/03) [http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&Art=en&sid=7d92e01cdda37c6260469b30737517a3&nr=9952&pos=0&anz=5].
Der Katalog der zu ermittelnden Gefährdungen aus § 5 ist weit gefasst. Neben Fragen der Gestaltung von Arbeitsplätzen sowie den pyhsikalischen, chemischen und biologischen Einwirkungen auf die Arbeitnehmer/innen besteht hinsichtlich der Gefährdungsermittlung auch Ermittlungsbedarf bei Gestaltung und Auswahl von Arbeitsmitteln sowie der Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken. Darunter fällt nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts (BAG) auch die Ermittlung psychischer Belastungen.
Liste der Gefährdungen
Hilfen gibt es bei den Berufsgenossenschaften, der Gewerbeaufsicht und der IG Metall.
Weblinks
- [http://www.aser.uni-wuppertal.de/cat121.htm Kostenlos anwendbare Online-Werkzeuge für die Gefährdungsbeurteilung entwickelt das Wuppertaler ASER-Institut]
Kategorie:Arbeitsschutz
BeleuchtungsstärkeDie Beleuchtungsstärke (Formelzeichen E, SI-Einheit: Lux bzw. lux, Einheitenzeichen: lx) ist die fotometrische Entsprechung zur Bestrahlungsstärke E (Einheit: Watt/Quadratmeter bzw. W/m²) in der Radiometrie. E ist der Quotient aus dem einfallenden Lichtstrom Φ pro Element der Empfängerfläche Ae. Die Beleuchtungsstärke ist also eine reine Empfängergröße.
Kategorie:Physikalische Größe
Kategorie:Lichttechnik
Lx
Lux ist die SI-Einheit der abgeleiteten Größe Beleuchtungsstärke. Ihr Einheitenzeichen ist: lx.
;1 lx := 1 lm/m²
Umgangssprachlich ist die Beleuchtungsstärke ein Maß für die Helligkeit, mit der z.B. eine Arbeitsfläche ausgeleuchtet wird.
Aus der Einheitendefinition wird bereits ersichtlich, dass die Beleuchtungsstärke mit dem Quadrat der Entfernung zu einer punktförmigen Lichtquelle abnimmt.
Die Beleuchtungsstärke wird mit dem Luxmeter gemessen.
Einige typische Beleuchtungsstärken
Rechenbeispiele
Beispiel 1
Der Lichtstrom einer Kerze beträgt ca. 10 lm. Im Abstand von 1,8 m beträgt die Beleuchtungsstärke („Helligkeit“):
:10 lm/(4π · (1,8 m · 1,8 m)) = 0,25 lm/m²
Ergebnis: Weiße Gegenstände, von einer Kerze im Abstand von ca. 1,8 m beleuchtet, erscheinen ungefähr genauso hell wie im Licht des Vollmonds.
Beispiel 2
Die Helligkeit einer isotrop strahlenden Lichtquelle betrage in 3 m Abstand 20 Lux = 20 lm/m².
- Der Raumwinkel einer 1 m² großen Fläche im Abstand von 3 m beträgt: 1/(3·3) sr = 1/9 sr.
- Die Lichtstärke beträgt somit 20 lm/(1/9)sr= 20·9 lm/sr = 180 cd.
- Integriert über den Gesamtraum beträgt der Lichtstrom 180 lm/sr · 4π sr = 180 · 4π lm = 2260 lm.
Beispiel 3
Eine Leuchtdiode leuchte mit einer Lichtstärke I von 6 cd innerhalb eines Lichtkegels w
von 30° = 0,2 sr, außerhalb dieses Lichtkegels sei sie dunkel.
- Der Lichtstrom Q beträgt: Q = I · w, also: Q= 6 lm/sr · 0,2 sr = 1,2 Lumen
- Die Fläche F, die die Leuchtdiode mit w = 0,2 sr im Abstand r ausleuchtet, beträgt: F = w · r². Beispielsweise beleuchtet sie im Abstand von 20 cm eine Fläche von 0,2 × 0,04 m² = 0,008 m².
- Die Beleuchtungsstärke L beträgt Q/F, siehe Tabelle: Im Abstand von 0,6 m beträgt die Beleuchtungsstärke 17 Lux.
Abhängigkeit vom Abstand
Parameter der Lichtquelle: I= 6 cd, w=30°:
Allgemeiner Grundsatz: Eine punktförmige Lichtquelle mit der Lichtstärke X Candela erzeugt auf einer senkrecht beleuchteten Fläche im Abstand 1 Meter genau X Lux!
Siehe auch: Phot
Kategorie:SI-Einheit
Kategorie:Lichttechnik
ja:ルクス
ظهیرالدین محمد بابرظهیرالدین محمد بابر (937-899 ق / 1530-1494 م) نویسنده، شاعر و نخستین پادشاه مغول هندوستان بود.
ظهیرالدین محمد بابر، فرزند عمر شیخ و از نوادگان ابو سعید گورکان است. ظهیرالدین نسبش از جانب پدر به واسطه پنج امیر به تیمور و از سوی مادر، قتلغ نگار خانم، به پانزده واسطه به چنگیز خان میرسد. بابر در 6 محرم 888 ق / 14 فوریه 1483 م دیده به جهان گشود که در رمضان 899 ق / سپتامبر 1494 م، پس از پدرش عمر شیخ، میرزای فُرغانه شد. ابتدا بابر مانند پدر برای تصرف شهرها و نواحی حاصلخیز آسیای مرکزی با خویشاوندان به جنگ برخاست. او در ربیع الاول 903 ق / نوامبر 1497 م اقداماتی را که از سوی عموی بزرگش سلطان احمد میرزا، حاکم سمرقند و دایی بزرگش سلطان محمود حاکم تاشکند به جهت محروم ساختن او از احراز مقام پدر در فرغانه به عمل آمده بود، کاملاً بی اثر ساخت و با استفاده از منازعاتی که عمو زادگانش با هم داشتند، سمرقند را تصرف کرد. ولی چهار ماه بعد به سبب فقدان غنایم جنگی و بروز توطئه در پایگاه نیروهای او در اندیجان، ناگزیر سمرقند را رها کرد. بابر چندی بعد اندیجان را دوباره متصرف شد، اما پس از مدت زمانی کوتاه، مغولانی که تحت فرماندهی تَنْبَل، قرار داشتند دوباره شهر را باز پس گرفتند. تا این که در 905 ق / 1499 م، بابر، فرغانه را میان خود و برادرش تقسیم کرد.
فتح کابل
در اوایل سال 909 ق / 1503 م، بابر نزدیک به یک سال با گروهی کوچک از هوا دارانش در ناحیهای بسیار دور و در میان قبایل صحرانشین سُخ و هُشّیار، سرگردان و از مهمان نوازی این قبایل برخوردار بود. ولی پس از آن در محرم 910 ق / ژوئن 1504 م به کابل رفت و به کمک برادرش، آن جا را که تحت فرمانروایی ارغونها بود، فتح نمود و موفق شد تا قبایل افغانی مجاور را خراجگزار خود سازد. سرانجام در 911 ق / 1505 م به درخواست سلطان حسین میرزا بایقرا که از او برای مقابله با ازبکها یاری خواسته بود، عازم هرات شد.
درگذشت حسین بایسنقر و فتح خراسان به دست شیبانی خان
در این هنگام سلطان حسین بایقرا درگذشت و بی لیاقتی پسرانش موجب شد تا شیبانی خان، بخش بزرگی از خراسان را فتح کند و در نتیجه، بابر دست خالی از طریق هندوکُش به کابل باز گردد. تا این که بابر در 913 ق / 1507 م قندهار را از دست ارغونها بیرون آورد، اما هیمن که شیبانی خان این شهر تازه فتح شده را محاصره کرد، بابر به جای دفاع از آن، راهی هندوستان شد. در همین احوال میان شیبانی خان و شاه اسماعیل صفوی جنگی روی داد که شیبانی خان ازبک شکست خورد و سرانجام در اول رمضان 916 ق / 3 دسامبر 1510 م در مرو کشته شد.
از طرفی بابر در رجب سال 917 ق / اکتبر 1511 م برای بار سوم سمرقند را به تصرف درآورد، اما به عنوان دست نشانده شاه اسماعیل فرمان میراند که حتی تظاهر به تشیع نیز میکرد. تا این که در 918 ق / 1512 م در کُل مَلک از ازبکها شکست خورد و نتوانست سمرقند را نگاه دارد؛ سرانجام پس از آن که نجم ثانی، سردار صفوی در سوم رمضان 918 ق / 12 نوامبر 1512 م در نُحجدوان مغلوب ازبکان شد، بابر از تصرف سمرقند منصرف شد، که این واپسین تلاش او برای تسلط بر شهری بود که سخت بدان دلبستگی داشت.
تصرف قندهار
بالاخره بابر پس از دو سال زندگی پر مخاطره و سرگردانی، به کابل بازگشت، که از آن پس پایگاهی برای لشکر کشیهای پر امید او به شرق و جنوب بشمار میآمد. کوششهای مکرر او برای باز پس گرفتن قندهار از ارغونها، به مذاکراتی در جمادی الثانی 928 ق / مه 1522 م انجامید که در نتیجه آن، شهر به تصرفش درآمد. سپس با پشتکار بیشتر متوجه هندوستان شد که از سال 922 ق / 1516 م با تاخت و تازهای مکرر خود به شناسایی آن پرداخته بود.
لشکرکشی به هندوستان
فاتح قندهار از سوی دولت خانِ لودی، حاکم لاهور و عالَم خان، عموی ابراهیم لودی، سلطانِ دهلی، به هندوستان دعوت شد تا ایشان را در برابر ابراهیم کمک کند. به این ترتیب بابر در دومین حمله خود به هندوستان، دولت خان را بر انداخت و پس از آن که با استفاده از نفوذ عالَم خان، پشتیبانی افغانها را جلب کرد، در رجب 932 ق / آوریل 1526 م در پانی پِت، قوای ابراهیم لودی را در هم شکست و دهلی و آگره را متصرف شد به طوری که در جهت شرق تا جَونپور و غازی پور در امتداد گنگ پیش رفت. تا این که پیروزی در خانوا و غلبه بر رانانسنگا - ملکه چیتور - در جمادی الاولی 933 ق / فوریه 1527 م خاطرش را از جانب راجستان آسوده ساخت. از سوی دیگر، با شکست دادن افغانهای شرق در شعبان 935 ق / آوریل 1529 م در محلی که رود گوگره به گنگ میپیوندد، حوزه حکومت خود را در هندوستان، تا بنگال وسعت بخشید. سرانجام بابر در ششم جمادی الاولی 937 ق / 27 دسامبر 1530 م در اَگره درگذشت و چند سال بعد جسدش را به باغی در کابل منتقل کردند و در مقبره کنونیش به خاک سپردند.
بابر، سرداری سیاستمدار و سازنده
بابر سرداری شجاع، کوشا، آداب دان، محتاط و سیاستمداری مدبر بود. وی از سرداران بزرگ ازبک چیزهای بسیاری آموخت به طوری که انضباط دقیق، فنون دفاع در زمین هموار، سنگربندی، توپخانه و آیین محاصره را به صورتی مؤثر در لشکرکشیهای خود به هندوستان به کار بست. تجارب بسیار برای او این امکان را فراهم کرد تا در میان گروههای کوچکی از تیموریان شکست خورده که هنوز عاری از جاه طلبی شخصی نبودند و همچنین مغولانی که حتی از تیموریان نیز کمتر شایان اعتماد بودند، اتحاد برقرار کند تا این که سرانجام پس از کسب پیروزی و قدرت، فرماندهی بلا منازع شود.
منبع
[http://daneshnameh.roshd.ir/mavara/mavara-index.php?page=%D8%B8%D9%87%DB%8C%D8%B1%D8%A7%D9%84%D8%AF%DB%8C%D9%86+%D9%85%D8%AD%D9%85%D8%AF+%D8%A8%D8%A7%D8%A8%D8%B1 دانشنامه رشد].
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Interlingue
Interlingue o Occidental es un Lingue International creat de Edgar von Wahl in 1922. It es immediatmen comprensibil a mult hom occidental, pro to usabil por mult relationes anc con poc studie anterior. Anuncias e reclames e scientic articules in Occidental es comprensibil a milliones de Europanes, Americanes, e Sud-Americanes. Un del grand avantagies de Interlingue es que on posse derivar regularmen milles de parol
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Edgar de Wahl
Edgar de Wahl, li creator de Interlingue, nascet in Olwiopol, Russia (hodíe Pervomaysk, Ucraina) li 11 august, 1867 (secun li julian calendare). Il studiat in Sankt-Peterburg, e laborat li plu grand parte de su professional vive in li
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Biologie
Li término "biologie" posse haver pluri definitiones.
- Biologie es ante omnicos li studie del vivent entes, queles on conosse sur li planete Terra. Ma li distintion ínter vivent e ne-vivent organismes es quelcvez desfacil (vide víruses, viroides e priones).
- In un plu larg sense, biologie o li scienties del vive es li gruppe de disciplines, classic e modern, queles studia li structuras, li functiones e li nivelles de organisation (molecules,
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Chimie
Chimie es li scientic studie del componentes de materie (molecules, atomes, e altris). It descri li maniere in quel ti componentes asembla se e reacte ínter unaltru. Chimie es li studie del transformationes de materie, contra que fisica es li studie del status de materie.
Su principal disciplines es :
- analitic chimie
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