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Bell X-1

Bell X-1

Die Bell X-1 ist ein amerikanisches Experimental- und Raketenflugzeug, welches von Theodore von Kármán konstruiert wurde. Der einsitzige Mitteldecker war speziell dafür entwickelt worden die Schallmauer zu durchbrechen. Die Maschine wurde in der Luft von einem Mutterflugzeug (einer Boeing B-29 oder B-50) abgeworfen und setzte dann mit einem eigenen Triebwerk den Flug fort. Die Maschine besaß ungepfeilte Tragflächen und ein Kreuz-Leitwerk. Das Fahrwerk war einziehbar. Die Form des Flugzeugrumpfes glich der einer vergrößerten Gewehrkugel. Die Triebwerkstechnik war eine Weiterentwicklung der deutschen Raketentechnik des Zweiten Weltkrieges. Der Treibstoff, Alkohol und Sauerstoff, wurde dabei durch unter Hochdruck stehenden Stickstoff in die Brennkammern gefördert. Zweiten Weltkrieges Der Erstflug, noch ohne Antrieb, erfolgte am 19. Januar 1946. Bereits im Dezember konnten die ersten Flüge mit Triebwerk durchgeführt werden. Am 14. Oktober 1947 gelang dann Captain Charles E. Yeager der erste bemannte Überschallflug. Die Maschine erreichte eine Geschwindigkeit von Mach 1,015 in etwa 12.800 m Flughöhe. Von dem Ausgangstyp der X-1 wurden 3 Maschinen hergestellt. Während die erste Maschine von der amerikanischen Luftwaffe benutzt wurde ging die 2. Maschine an die NACA, dem Vorgänger der NASA. Die dritte Maschine wurde am Boden zerstört, nachdem sie nur einen Gleitflug durchführen konnte. Die Bell X-1A glich der X-1, hatte eine neue Cockpithaube und einen längeren Rumpf zur Aufnahme einer größeren Kraftstoffmenge. Neu war auch das Treibstoffsystem, das jetzt mit Turbopumpen arbeitete. Auch diese Maschine wurde von der amerikanischen Luftwaffe für Forschungszwecke benutzt. Am 12. Dezember 1953 konnte damit die Geschwindigkeit von Mach 2,435 erzielt werden. Die größte erzielte Höhe lag bei 27.400 m. Die Maschine ging im September 1954 an die NACA, die sie für weitere Tests benutzen wollte. Jedoch stürzte die Maschine bereits beim 2. Testflug am 8. August 1955 ab und wurde zerstört. Die Bell X-1B entsprach im wesentlichen der Bell X-1A, hatte jedoch einen geänderten Tragflügel. Auch diese Maschine wurde zunächst von der amerikanischen Luftwaffe für Hochgeschwindigkeitstestflüge genutzt und dann im Januar 1955 der NACA übergeben. Diese nutzte die Maschine bis Anfang 1958 für ihr Forschungsprogramm. Es gab ein Projekt für eine Bell X-1C, die jedoch nicht ausgeführt wurde. Die Bell X-1D musste im August 1951 von ihrem Mutterflugzeug, einer Boeing B-50, notabgeworfen werden und explodierte noch in der Luft. Die letzte Ausführung, die Bell X-1E, war die zweite originale Bell X-1, die an die NACA geliefert wurde. An dieser Maschine wurden neue Flügel montiert, das Kraftstoffsystem auf den späteren Stand mit den Turbopumpen gebracht und die Windschutzscheibe geändert. Der Erstflug erfolgte am 12. Dezember 1955. Die Flugversuche gingen bis Ende des Jahres 1958 weiter, dann wurde auch diese X-1 ausgemustert.

Technische Daten

1955
- Länge: 9,45 m
- Höhe: 3,30 m
- Spannweite: 8,53 m
- Leergewicht: 2.219 kg
- Startgewicht: 6.078 kg
- Dienstgipfelhöhe: 19.000 m
- Höchstgeschwindigkeit: 2.736 km/h
- Triebwerk: ein Raketenmotor von Reaction Motors mit 26,69 kN Schub Der für den Oscar nominierte US-Film "Der Stoff, aus dem die Helden sind" erzählt unter anderem auch die Geschichte des amerikanischen Testflug-Programms. ----
Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen, Liste von Versuchsflugzeugen Kategorie:Experimentalflugzeug Kategorie:Bell ja:ベルX-1

Experimentalflugzeug

Experimentalflugzeuge, auch Forschungs- oder Versuchflugzeuge genannt, sind Flugzeuge mit dem neue Techniken oder Forschungserkenntnisse im Bereich Luftfahrt getestet werden.

Geschichte

Die Geschichte der X-Flugzeuge begann zu dem Zeitpunkt, als Menschen versuchten mit eigenen Fluggeräten den Luftraum zu erobern. Darunter fallen die Gleiter von Otto Lilienthal, die Konstruktionen von Gustav Weißkopf, die Flugzeuge der Brüder Wright und die vielen anderen von Konstrukteuren und Tüftlern erdachten und gebauten Geräte. Brüder Wright Allesamt verbindet sie das Experiment, der Versuch, das Fliegen zu erkunden, zu beherrschen und zu optimieren. Die Ergebnisse und Erfahrungen, die aus diesen Flugversuchen gewonnen wurden und weiterhin gewonnen werden, bilden die Grundlage, auf der alle Gebrauchsflugzeuge, seinen es Transport- oder Kampfflugzeuge, entworfen und gebaut werden. Offiziell wird das X als Kennzeichen für EXperimentalflugzeuge in den vierziger Jahren in den USA eingeführt (andere Länder benutzen andere Kennzeichnungen). Eines der bekanntesten Experimentalflugzeuge war die Bell X-1, mit der zum ersten mal die Schallmauer durchbrochen wurde. Bis heute umfasst die Familie der X-Flugzeuge in den Vereinigten Staaten 45 exklusive Mitglieder.

Auslegung

Von den Experimentalflugzeugen gibt es bei einen Versuchsprogram meist eine geringe Stückzahl. Sie können einen Raketenantrieb, ein Strahltriebwerk oder einen Mischantrieb haben oder auch ganz ohne Antrieb sein. Sie können von einen Testpiloten geflogen werden oder auch unbemannt sein. Der Rest der Auslegung richtet sich ganz nach den Erkenntnissen, die gewonnen werden sollen.

Liste von Flugzeugen

Experimentalflugzeuge:
- Heinkel He 178
- Gloster E.28/39
- Bell X-1
- Bell XV-3
- Lockheed X-7
- North American X-15
- Bell XV-15
- Grumman X-29
- Rockwell-MBB X-31
- Boeing X-43A
- Dornier Do 31
- Rockwell OV-101 Enterprise
- McDonnell XF-85 Prototypen:
- Boeing XB-15
- Douglas XB-19
- Bell XP-77
- Convair XC-99
- Convair YB-60
- Henschel Hs 132
- North American XB-70
- Lockheed X-35 ---- Siehe auch: Liste der Versuchsflugzeuge !

Theodore von Kármán

Theodore von Kármán (
- 11. Mai 1881 in Budapest; † 7. Mai 1963 in Aachen) gilt als Pionier der modernen Aerodynamik und der Luftfahrtforschung.

Leben

Von Kármán studierte Ingenieurwissenschaft an der Technischen Universität Budapest und promovierte später bei Ludwig Prandtl in Göttingen. 1911 und 1912 veröffentlichte von Kármán seine wohl bekannteste Arbeit über die später nach ihm benannten Kármánschen Wirbelstraßen. Nach seiner Habilitation folgte er einem Ruf an die "Königlich Rheinisch-Westphälische Polytechnische Schule" zu Aachen (heute: RWTH), an der er fortan das Institut für flugtechnische Aerodynamik (heute Aerodynamisches Institut) leitete. Ende der zwanziger Jahre fing er an, seine Forschungstätigkeiten in die USA zu verlagern. Nach der Machtübernahme der Nazis wurde er aus dem Staatsdienst entlassen und weilte fortan dauerhaft in den USA. Dort baute er in Pasadena, Kalifornien das Jet Propulsion Laboratory auf. Er konstruierte unter anderem das Flugzeug Bell X-1, daß als erstes die Schallgeschwindigkeit übertraf. Er gründete die AGARD, eine Luftfahrtforschungseinrichtung der NATO. Er verstarb 1963 während einer Kur in Bad Aachen.

Ehrungen

Die heutige RWTH in Aachen besitzt einen Auditorienkomplex mit Namen "Kármán Auditorium" und ein Studentenwohnheim des Aachener Studentenwerks trägt seinen Namen.

Literatur


- Michael H. Gorn: The universal man : Théodore von Kármán's life in aeronautics. - Washington, D.C. : Smithsonian Inst. Pr., 1992. - ISBN 1-56098-165-2
- Kärin Nickelsen (Mitarb.): Theodore von Kármán : Flugzeuge für die Welt und eine Stiftung für Bern. - Basel : Birkhäuser, 2004. - ISBN 3-7643-7135-8
- Theodore von Kármán ; Lee Edson: Die Wirbelstraße. Mein Leben für die Luftfahrt. Hamburg: Hoffmann und Campe 1968. [Englische Originalausagbe 1967 beim Verlag Little, Brown and Companay, Boston/Toronto]

Weblinks


-
- [http://www.archiv.rwth-aachen.de/rea/Seite/biographien_vert_karmann.htm Biographie Theodore von Kármán] Karman, Theodore von Karman, Theodore von Karman, Theodore von ja:セオドア・フォン・カルマン

Boeing B-29

Die B-29 Superfortress, ein viermotoriges Ganzmetallflugzeug, war der größte und leistungsfähigste Bomber des Zweiten Weltkriegs. Das maximale Abfluggewicht der B-29 "Superfortress" konnte mehr als das Doppelte des Gewichts ihres Vorgängermodells, der "Flying Fortress", betragen. Sie wurde entwickelt, um große Bombenlasten über weite Entfernungen und in großer Höhe ins Feindesland zu tragen. Die B-29 wurde im Zweiten Weltkrieg für die Bombardierung Japans eingesetzt. Bei diesen Einsätzen wurde auch die Existenz der Jetstreams entdeckt. Am Ende waren durch die B-29-Bomberflotten der Amerikaner bei Brandbombenangriffen hunderttausende japanische Zivilisten ums Leben gekommen und etliche Städte dem Erdboden gleichgemacht worden. Die Sowjetunion behielt vier Maschinen, die auf ihrem Gebiet notlandeten. Daraus wurde die Tupolew Tu-4 entwickelt. Die B-29 war eines der ersten Großflugzeuge mit Druckkabine. Die Besatzung konnte bis 30 Minuten vor dem Einsatz ohne Sauerstoffmasken auskommen, danach mussten sie wegen möglicher Dekompression bei einem Treffer wieder angelegt werden und der Druck wurde wieder an den Außendruck angeglichen. Über die gesamte Produktionsdauer hinweg litt das Muster an Kühlproblemen, die zu schwer zu löschenden Motorbränden führten. Aus Gewichtsgründen verwendete man nämlich Magnesium statt Aluminium für die Kurbelgehäuse des Motors. Dies führte unter anderem zu einem schweren Unfall mit dem ersten Prototypen YB-29, der bei einem Testflug nach einem Motorbrand abstürzte. Alle Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Aus einer Maschine dieses Typs, der Enola Gay, wurde am 6. August 1945 die erste Atombombe Little Boy über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen. Drei Tage später warf die B-29 mit dem Namen Bockscar die Atombombe Fat Man über Nagasaki ab. 1950 übergaben die Amerikaner den Briten 88 B-29, bei denen sie Boeing Washington hieß. Im Koreakrieg wurde die B-29 letztmals im Kampfeinsatz verwendet. Die Bombardierung Nordkoreas kostete wiederum ungezählte Zivilisten das Leben.

Technische Daten

Siehe auch


- Liste von Flugzeugtypen
- Luftkrieg
- Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki: Atombombenabwurf auf Hiroshima, Atombombenabwurf auf Nagasaki
- Bockscar, Enola Gay, The Great Artiste

Weblink


- [http://www.archive.org/details/Birthoft1945 Amerikanischer Propagandafilm über den Bau der B-29] Kategorie:Militärischer Flugzeugtyp Kategorie:Flugzeuge des Zweiten Weltkrieges ja:B-29 (爆撃機)

Tragfläche

Die Tragfläche ist das Bauteil eines Flugzeugs, das den Auftrieb erzeugt.

Funktionsprinzip

Der Auftrieb entsteht durch Luft, die um die Tragfläche herum strömt. Die Luft wird insgesamt nach unten abgelenkt, und nach dem dritten Newton'schen Gesetz (Kraft=Gegenkraft) entsteht dabei eine Auftriebskraft. Diese hält das Flugzeug - entgegen der Schwerkraft - in der Luft. Wenn man die Luftströmung um eine Tragfläche im Detail betrachtet, stellt man fest, dass die Luft oberhalb der Tragfläche schneller als unterhalb fließt. Im Bereich über der Tragfläche bildet sich durch die schnellere Strömung nach Bernoulli ein Unterdruck, der die Tragfläche nach oben "saugt". Auf der Unterseite steigt aufgrund der langsameren Strömung der Druck gleichzeitig an und "hebt" das Flugzeug. Der Auftrieb wird im Reiseflug etwa zu 2/3 durch die Tragflächenoberseite erzeugt und nur zu 1/3 durch die Unterseite. Die spezielle Form (das "Profil") der meisten Tragflächen, deren Oberseite meist konvex gewölbt ist, verstärkt den Geschwindigkeitsunterschied zwischen Ober- und Unterseite, das Ausmaß der Luftablenkung und somit letztlich den Auftrieb. Die Form des Tragflügels ist auch entscheidend für eine laminare bzw. turbulente Strömung, die über die Qualität des Auftriebs entscheidet. Grundsätzlich erzeugt jedoch jede flache Form einen Auftrieb, sofern sie mit einem Anstellwinkel schräg zur Luftströmung gehalten wird. Beispiele hierfür sind ein Papierflieger oder die aus dem fahrenden Auto gehaltene Hand. Da die Auftriebserzeugung immer gleich funktioniert, sind Flugzeuge mit allen Flügelprofilen in der Lage, auch auf dem Rücken zu fliegen. Detailliertere Modelle sprechen von einer Zirkulation, die aufgrund des Anstellwinkels (Neigung der Tragfläche zum Luftstrom) um die Tragfläche herum entsteht. Diese zirkuliert auf der Oberseite der Tragfläche mit dem Luftstrom und auf der Unterseite gegen den Luftstrom und addiert sich zur ungestörten Luftströmung. Tatsächlich strömt die Luft auf der Unterseite der Tragfläche nicht entgegengesetzt. Es handelt sich hierbei um ein mathematisches Modell, das erklären soll, dass der Luftstrom auf der Oberseite der Tragfläche aufgrund der Zirkulation beschleunigt und auf der Unterseite leicht verlangsamt wird. Entscheidend beeinflusst wird der Auftrieb durch Veränderungen des Anstellwinkels (z.B. durch Betätigung des Höhenruders) - allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wird versucht, den Anstellwinkel noch weiter zu erhöhen, löst sich die Luftströmung von der Oberseite der Tragfläche ab (Strömungsabriss). Die Luftablenkung nach unten und somit der Auftrieb brechen dabei zusammen, und es entstehen statt dessen nur noch Luftwirbel. Da Tragflächen nur bei Umströmung Auftrieb liefern, spricht man von dynamischem Auftrieb.

Form

Strömungsabriss In der Frühzeit der Fliegerei waren die Tragflächen entweder einfache Rechtecke, Ellipsen oder in ihrer Form dem Vogelflügel nachempfunden. Heutige Tragflächen haben eine Vielzahl verschiedener Formen. In der Regel sind sie lang gestreckt und haben eine tropfenähnliche Form im Profil. Zum Ende hin verjüngen sie sich. Bei moderneren Verkehrsflugzeugen gehen sie in so genannte Winglets über. Durch den geringeren Luftdruck auf der Oberseite der Tragflächen, strömt die Luft an deren Spitzen von unten nach oben. So entstehen Luftwirbel die sich unter anderem in den gefürchteten Wirbelschleppen fortsetzen. Die Winglets vermindern Luftverwirbelungen an den Enden der Tragflächen, reduzieren so den Energieverlust, den die Wirbelschleppen mit sich bringen und machen so das Flugzeug sparsamer im Verbrauch. Überschallflugzeuge, z.B. die Concorde, haben oft dreieckige Tragflächen oder Deltaflügel. Diese sind den beim überschallschnellen Flug auftretenden Effekten besser angepasst, als der sonst üblicherweise eingesetzte Trapezflügel. Beim Flug mit Überschallgeschwindigkeit treten Verdichtungsstoße auf. Dies sind Bereiche, in denen der Druck des umgebenden Fluids, also der Luft, sprunghaft ansteigt. Einige dieser Stöße breiten sich in einer Form um das Flugzeug aus, der die Pfeilung des Flügels angepasst ist. (Je höher die Fluggeschwindigkeit sein soll, um so stärker muss der Flügel gepfeilt sein.) Beim Flug mit Überschallgeschwindigkeit tritt ein (schräger) Stoß an der der Vorderkante auf. Beim Flug mit Transschallgeschwindigkeit tritt ein (senkrechter) Stoß auf der Flügeloberseite auf, hinter dem die Geschwindigkeit der Luftströmung plötzlich in den Unterschall fällt, was eine Umkehrung einiger strömungmechanischer Effekte zur Folge hat. Kombiniert man also durch eine falsche Flügelkonfiguration diese unterschiedlichen Effekte auf einen Flügel können sich diese gegenseitig eliminieren. Schlussendlich erhält man eine homogene Antrömungsgeschwindigkeit auf die Vorderkande des Flügels, wenn diese der Anströmung selbst angepasst ist. Verdichtungsstoß Durch die Pfeilung verringert sich diese Geschwindigkeit mit dem Kosinus des Pfeilwinkels und führt zum Verlust von Auftrieb. Nachteilig ist außerdem, dass neben dieser Normalgeschwindigkeit auch eine Tangentialkomponente auftritt, die sich entsprechend vergrößert. Diese bewirkt ein Abschwimmen der Grenzschicht im äußeren Flügelbereich. Dadurch wird die Grenzschicht aufgedickt, und es kann zu einem Ablösen der Strömung an den Flügelspitzen kommen. Dies verringert die Querruderwirksamkeit. Daneben sind noch eine Reihe weiterer Formen, z.B. ringförmige Tragflächen (Ringflügel) möglich, die aber bislang nur bei Modell- und Experimentalflugzeugen verwirklicht wurden. Insbesondere bei Flugzeugen mit Strahlantrieb ("Düsenflugzeuge") sind die Tragflächen zum ermöglichen des Überschallfluges oft pfeilförmig nach hinten abgewinkelt. Eine Reihe von Militärflugzeugen, die in der 60er und 70er Jahren konstruiert wurden können durch eine variable Geometrie die Pfeilung ihrer Tragflächen im Flug verstellen (Schwenkflügel), um sie optimal an die jeweilige Geschwindigkeit anzupassen. Ein Forscherteam (Miklosovic/Murray/Howle/Fish) hat am vor kurzem nach dem Vorbild der Vorderflossen des Buckelwals eine Flügelform im Windkanal erprobt die an der Vorderkante gewellt ist. Dadurch konnte gegenüber einem sonst gleichen Flügel mit gerader Vorderkante der Auftrieb um bis zu 8% gesteigert und gleichzeitig der Luftwiderstand um bis zu 32% gesenkt werden. Der Anstellwinkel bei dem es zum Strömungsabriss (Stall) kam lag 40% höher. Der Grund für diese guten Leistungsdaten liegt in der Energieeinleitung in die Strömung durch die gewellte Vorderkante (ähnlich Vortexgeneratoren).

Anordnung

Je nach Höhe der Anbringung der Tragflächen teilt man Flugzeuge in Tiefdecker (die Tragflächen sitzen unter dem Rumpf), Mitteldecker (mittlere Höhe), Schulterdecker (bündig mit der Rumpfoberkante) und Hochdecker (Tragflächen über dem Rumpf) ein. Flugzeuge bei denen das Höhenleitwerk vor dem Flügel angeordnet ist, heissen Enten- oder Canardflugzeuge. Die meisten modernen Flugzeuge besitzen auf jeder Seite des Rumpfs eine Tragflächenhälfte. In den ersten Jahrzehnten der Fliegerei waren Doppeldecker mit jeweils zwei Tragflächen übereinander häufig, vereinzelt wurden sogar Dreidecker gebaut. Heute werden Doppeldecker nur noch für den Kunstflug gebaut. Es gibt auch Flugzeuge mit nur einer Tragfläche, ohne Leitwerk. Solche nennt man Nurflügel oder auch Schwanzlose. Flugzeuge mit zwei oder mehreren hintereinander angeordneten Tragflächen blieben eine Rarität.

Antrieb

Anders als bei den Flügeln der Tiere, die Vortrieb und Auftrieb erzeugen, liefern Tragflächen nur Auftrieb. Der Vortrieb muss von separaten Triebwerken erzeugt werden. Zu Beginn der Fliegerei wurde mit Tragflächen experimentiert, die den Flügelschlag der Vögel nachahmen und dadurch Vortrieb erzeugen sollten. Diese Konstruktionen (Schwingenflugzeuge oder auch Ornithopter) erwiesen sich jedoch für die manntragende Fliegerei als ungeeignet und wurden bisher nur im Modellflug erfolgreich verwirklicht. Die einzige praktikable Lösung einer Kombination von Vor- und Auftrieb in der Tragfläche besteht darin, die Tragflächen um eine vertikale Achse rotieren zu lassen. In diesem Fall spricht man dann aber von einem Rotorblatt (siehe Hubschrauber).

Weitere Funktionen

Tragflächen moderner Flugzeuge erfüllen noch eine Reihe weiterer Funktionen:
- Sie enthalten große Treibstofftanks
- Sie tragen eine Vielzahl von Klappen zur Steuerung, z.B. Querruder, Spoiler, Trimmruder
- Sie verfügen über Auftriebshilfen
- Durch eine elastische Bauweise sind die Tragflächen gleichzeitig die "Federung" des Flugzeugs und fangen vertikale Kräfte durch Luftwirbel ab
- Sie bilden bei vielen Großflugzeugen die Aufhängung für die Triebwerke (meistens in Gondeln darunter)

Siehe auch


- Holm (Flügel)
- Flügelwurzel

Weblinks


- [http://www.erklaert.de/warum/fliegen.htm Auftrieb erklärt (www.erklaert.de)]
- [http://www.quarks.de/fliegen2/02.htm Leider erklärt auch Quarks & Co (WDR) das Prinzip des Auftriebs noch nicht mit der Gegenkraft der nach unten beschleunigten Luft] Kategorie:Aerodynamik ja:翼

Zweiter Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg war der größte und blutigste Konflikt in der Menschheitsgeschichte. Er begann in Asien mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs am 7. Juli 1937 und in Europa am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen, der ohne vorherige Kriegserklärung des Deutschen Reiches erfolgte (wird heute in Teilen der Öffentlichkeit auch als militärischer Überfall bezeichnet). Beendet wurde der Zweite Weltkrieg in Europa am 8. Mai 1945 und in Asien mit der Unterzeichnung der Kapitulation Japans am 2. September 1945. Die so genannten Achsenmächte Deutsches Reich, Italien und Japan führten Eroberungsfeldzüge gegen viele Staaten; ihre militärischen Hauptgegner waren anfangs Frankreich, Großbritannien und die Republik China sowie nach dem Bruch des Hitler-Stalin-Pakts die Sowjetunion und nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor auch die USA. Die Haupt-Kriegsschauplätze befanden sich in Asien, dem Pazifik, in Europa und in Nordafrika. Kampfhandlungen gab es z. B. auch in Nordamerika bzw. der Arktis (z. B. Alaska und Grönland), dem Nahen Osten (z. B. Irak und Iran), in Ostafrika (z. B. Äthiopien und Somalia), sogar Militäraktionen in der Antarktis (Operation Tabarin), Südamerika (Besetzung Surinams) und Tibet (Tolstoy-Dolan-Mission). Hatte der Erste Weltkrieg fast 10 Millionen Todesopfer gefordert, forderte der Zweite Weltkrieg ca. 55 Millionen Menschenleben. Der Zweite Weltkrieg war durch eine starke Ideologisierung geprägt, die zu zahlreichen Kriegsverbrechen und zu gewaltsamen, oft systematischen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung führte. Kriegsverbrechen Kriegsverbrechen Kriegsverbrechen

Vorgeschichte und Kriegsziele

Hauptartikel: Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges

Vorgeschichte

Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges In den 1920er und 1930er Jahren erlangte in weiten Teilen Europas der Faschismus als politische Richtung zunehmend Bedeutung. Benito Mussolini riss mit dem Marsch auf Rom 1922 die Macht in Italien an sich. 1936 griff Italien, das immer engere Beziehungen zu Deutschland pflegte, Äthiopien an, im April 1939 wurde Albanien erobert. In Deutschland spielte der Nationalsozialismus eine immer größer werdende Rolle, die 1933 mit der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler einen Höhepunkt fand. Die außenpolitischen Ziele der daraufhin errichteten Diktatur waren die Revision des Versailler Vertrages, die Errichtung eines so genannten „Großdeutschen Reiches“ und die Eroberung von so genanntem „Lebensraum im Osten“. Mit dem Beitritt des Saargebiets zum Deutschen Reich 1935, dem Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland 1936, dem Anschluss von Österreich und der Abtrennung des Sudetenlandes von der Tschechoslowakei im Münchener Abkommen 1938 wurden die ersten beiden Ziele weitgehend erfüllt. Die englische und französische Appeasement-Politik, die auf eine friedliche Verständigung mit Deutschland abzielte, kam Hitler dabei sehr gelegen. Selbst nach dem Einmarsch in die „Resttschechei“ im März 1939 gab es lediglich Proteste auf englischer und französischer Seite. Kurz darauf trat Litauen das Memelland an Deutschland ab, die Slowakei wurde ein eigener Staat und durch einen Schutzvertrag eng an Deutschland gebunden. Es war offensichtlich, dass Polen das nächste Opfer sein würde, deshalb unterzeichneten die Regierungen Polens, Englands und Frankreichs Beistandsverträge. Im August 1939 schlossen Deutschland und die Sowjetunion überraschend einen Nichtangriffspakt, der als Hitler-Stalin-Pakt in die Geschichte eingehen sollte. In einem geheimen Zusatzprotokoll des Paktes wurde die Aufteilung Europas in geographisch genau bezeichnete, aber ansonsten nicht näher definierte "Interessensphären" beschlossen. Dies lief letztlich auf die Aufteilung von Polen zwischen Deutschland und der UDSSR, sowie der einseitigen Eroberung bzw. Besetzung weiterer Gebiete (u. a. die baltischen Staaten und Finnland) hinaus. Die japanische Expansionspolitik begann in den 1930er Jahren, als der Einfluss der militärischen Führung auf die kaiserliche Regierung immer stärker wurde. Das Hauptinteresse der japanischen Expansion galt der Republik China, deren Region Mandschurei bereits 1931 annektiert und zum Protektorat Mandschukuo erklärt wurde. Aufgrund internationaler Proteste trat Japan 1933 aus dem Völkerbund aus, 1936 schloss es sich dem Antikominternpakt an. 1937 begann der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg. Den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa nutzte Japan zur Besetzung von Indochina. In der Folge verhängten die USA und Großbritannien ein Embargo und froren die finanziellen Mittel Japans ein. 1940 unterzeichnete Japan den Dreimächtepakt mit Deutschland und Italien. Aufgrund des durch Großbritannien und die USA verhängten Embargos und der daraus resultierend fehlenden Rohstofflieferungen der Europäischen Verbündeten sahen die japanischen Militärs im Krieg mit den USA und Großbritannien die einzige Möglichkeit, den Untergang des japanischen Reiches zu verhindern.

Kriegsziele

Der Zweite Weltkrieg war in Europa ein von Deutschlands Diktator Hitler ausgelöster, ideologisch motivierter Eroberungs- und Vernichtungskrieg zur Gewinnung von „Lebensraum“ im Osten. Komponenten seines außenpolitischen Denkschemas waren:
- ein Bündnis mit Japan und Italien
- der Kampf gegen das zerstörerische Wirken einer angeblichen „jüdischen Weltverschwörung“
- ein anti-bolschewistischer Vernichtungskampf zur Gewinnung von Lebensraum im Osten und die Ansiedlung von Deutschen in den besetzen Ostgebieten Endziel war die Erringung einer deutschen Weltmachtstellung. „Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht sein“, schrieb Hitler in „Mein Kampf“. Die eroberte Sowjetunion sollte in verschiedene Gebiete unter der Leitung von Reichskommissaren aufgeteilt werden. Dabei sollten Weißrussen, Ukrainer und baltische Völker als lebenswerte Völker eingestuft werden. Die Russen dagegen sollten „durchaus niedergehalten werden“ (Rosenberg). Das eroberte Osteuropa sollte von Deutschen als Bauern und Soldaten („Wehrbauern“) besiedelt werden. Nach dem Willen der nationalsozialistischen Führung sollten die Völker Osteuropas, nach Vernichtung ihrer bürgerlichen Elite, für immer ungebildete, gehorsame und fleißige Land- und Hilfsarbeiter sein. Ein weiteres Kriegsziel war die Ausrottung des Judentums. Schon im Januar 1939 hatte Hitler in einer Reichstagsrede verkündet, dass der nächste Weltkrieg das Ende des Judentums bedeuten würde. Vor 1933 wurden diese Ideen kaum ernst genommen. Die Revision des Versailler Vertrags war für Hitler lediglich ein Etappenziel, auch wenn er der deutschen und internationalen Öffentlichkeit jahrelang vorgaukeln konnte, es gehe ihm um das Selbstbestimmungsrecht der Deutschen und er wolle „Frieden und Wohlfahrt der Völker“ erreichen. In Wahrheit ging es immer um die Lebensraumgewinnung im Osten. In der Denkschrift zum Vierjahresplan von August 1936 plant Hitler die Einsatzfähigkeit der deutschen Armee und die Kriegsfähigkeit der Wirtschaft in zwei unterschiedlichen Szenarien. Das erste lief bis 1941/42 bei ungünstiger politischer und militärischer Entwicklung, das zweite bis 1944/45 bei entsprechend günstigeren Aussichten. Am 5. November 1937 präzisierte er seine Kriegsziele vor der deutschen Generalität (Hoßbach-Protokoll).

Kriegsverlauf

Der deutsche Angriff auf Polen 1939

Hauptartikel: Polenfeldzug 1939 Polenfeldzug 1939 Polenfeldzug 1939 Der Zweite Weltkrieg wurde in Europa vom Deutschen Reich am 1. September 1939 um 04:45 Uhr durch den Angriff der Deutschen Wehrmacht auf Polen begonnen (entgegen der bekannten Hitler-Ansprache am Morgen). Um den Angriff auf Polen zu rechtfertigen, fingierte die deutsche Seite mehrere Vorfälle. Der bekannteste ist der Überfall von als polnische Widerstandskämpfer verkleideten SS-Angehörigen auf den Sender Gleiwitz am 31. August. Dabei verkündeten diese in polnischer Sprache die Kriegserklärung Polens gegen das Deutsche Reich. Den militärischen Angriff begann das deutsche Schulschiff Schleswig-Holstein (auf die Westerplatte in Danzig). Die polnische Armee war der vordringenden Wehrmacht zwar zahlenmäßig ebenbürtig, doch technisch und in der Art der Kriegsführung unterlegen. Die polnische Regierung rechnete auf die Unterstützung durch Frankreich und Großbritannien, welche am 3. September aufgrund der „Garantieerklärung vom 30. März 1939“ ein Ultimatum an das Deutsche Reich stellten. Es forderte den sofortigen Rückzug aller deutschen Truppen aus Polen. Die englisch-französische Garantieerklärung hätte diese Staaten verpflichtet, spätestens 15 Tage nach einem deutschen Angriff selber eine Offensive im Westen Deutschlands zu starten. Hitler hoffte, dass die beiden Westmächte ihn ebenso wie beim Einmarsch in die Resttschechei gewähren lassen würden und hatte den Westwall nur schwach besetzt. Ein Angriff blieb aus, obwohl beide Länder noch am selben Tag dem Deutschen Reich den Krieg erklärten. Am 17. September zerschlug sich die polnische Hoffnung, den Osten ihres Landes verteidigen zu können. Entsprechend dem geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes marschierte die Rote Armee in Ostpolen ein. Hierauf erfolgte nicht einmal mehr die Kriegserklärung Englands und Frankreichs. Noch am selben Tag flüchtete die polnische Regierung nach Rumänien. Die militärische Niederlage Polens war nun nicht mehr aufzuhalten. Am 28. September kapitulierte die polnische Hauptstadt Warschau, nachdem sie am 18. September von deutschen Truppen eingeschlossen worden und am 27./28. ein intensives Bombardement vorausgegangen war. Einen Tag später folgte die Aufgabe der Festung Modlin. Am 8. Oktober teilten sich das Deutsche Reich und die Sowjetunion im Abkommen von Brest-Litowsk das polnische Gebiet durch eine Demarkationslinie – die Vierte Teilung Polens. Nicht nur die nach dem Versailler Vertrag abgetretenen Gebiete wurden wieder in das Reich eingegliedert, sondern darüber hinaus weite Bereiche Zentralpolens einschließlich der Stadt Łódź. Der Rest Polens wurde deutsches Generalgouvernement. Die anschließende Besatzungszeit war von extremen Repressalien der Deutschen gegen die Zivilbevölkerung geprägt. Deportationen zur Zwangsarbeit waren nur die sichtbarste Ausprägung, insbesondere die polnischen Juden wurden Ziel des deutschen Rassenwahns. Ähnlich gingen die sowjetischen Besatzer gegen "Klassenfeinde" in Ostpolen vor. Der schnelle Sieg über Polen prägte den Begriff Blitzkrieg und prägte die taktische Kriegsführung Deutschlands bis Ende 1941.

Stellungskrieg an der Westfront 1939

Am 3. September erklärten Frankreich und Großbritannien Deutschland den Krieg. Aufgrund dessen begann am 5. September eine begrenzte und eher symbolische Offensive der Franzosen gegen das Saargebiet. Die Deutschen leisteten keinen Widerstand und zogen sich zum stark verteidigten Westwall zurück. Danach blieb es ruhig an der Westfront. Diese Phase wird als Sitzkrieg bezeichnet. Bis auf vereinzelte Artilleriescharmützel erfolgten keine weiteren Angriffe. Auf deutscher Seite rollte eine Propagandamaschine an. Mit Plakaten und Parolen über Lautsprecher rief man den Franzosen „Warum führt ihr Krieg?“ oder „Wir werden nicht zuerst schießen.“ zu. Am 27. September erfolgte eine Weisung Hitlers an das Oberkommando des Heeres zur Ausarbeitung eines Angriffsplanes, den so genannten „Fall Gelb“. Bis zum 29. Oktober stand der Plan. Er sah vor, dass zwei Heeresgruppen durch die Niederlande und Belgien vorstoßen sollten, um somit sämtliche alliierten Kräfte nördlich der Somme zu zerschlagen. Letzten Endes fand jedoch 1939 kein Angriff statt. Wegen schlechter Witterungsbedingungen und viel größeren Verlusten in Polen (22 % Verluste bei den Kampfflugzeugen, 25 % bei den Panzern) als erwartet, verschob Hitler den Angriff insgesamt 29 mal.

Der Finnisch-Sowjetische Winterkrieg 1939/40

Am 30. November 1939 überrannten sowjetische Truppen unter Marschall Kiril Meretskow im so genannten Winterkrieg die 950 km lange Grenze zu Finnland. Die Rote Armee griff mit 1.500 Panzern und 3.000 Flugzeugen an und erwartete einen schnellen Sieg, aber die Russen unterschätzten die Finnen. Die Rote Armee verlor 200.000 Mann, die Finnen jedoch nur 25.000 Mann. Schweden unterstützte Finnland, ohne allerdings die Neutralität aufzugeben. Ein Eingreifen Großbritanniens und Frankreichs gegen die Sowjetunion wurde zwar geplant, kam aber nicht darüber hinaus. Ein Friedensvertrag der am 12. März 1940 unterzeichnet wurde, legte fest, dass Finnland Teile Kareliens und die Fischerhalbinsel Kalastajansaarento am Nordmeer an die Sowjetunion abtreten musste. Als direkte Reaktion auf den sowjetischen Angriff nahm Finnland 1941 im Fortsetzungskrieg am deutschen Russlandfeldzug teil, um sich die verlorenen Gebiete zurückzuerobern.

Die Besetzung Dänemarks und Norwegens 1940

Hauptartikel: Operation Weserübung Operation Weserübung Zum Ende des Jahres 1939, nach dem Verlust der französischen Eisenerzeinfuhr, stellten die Lieferungen aus dem neutralen Schweden 40 % des Eisenerzbedarfs für Deutschland dar. Ein weiterer wichtiger Rohstoff war das finnische Nickel. Durch die Erzbahn von Schweden nach Narvik war Norwegen für Deutschland von außerordentlichem wirtschaftlichen und militärischen Wert. Die Briten wollten diese wichtigen Rohstofflieferungen abschneiden, weswegen am 5. Februar 1940 beim Obersten franco-britischen Kriegsrat die Planung der Landung von vier Divisionen in Narvik vereinbart war. Die vorgesehene Besetzung des norwegischen Hafens durch die Briten veranlasste das Oberkommando der Wehrmacht, einen zusätzlichen Stab für Norwegen aufzustellen. Am 21. Februar erfolgte eine direkte Weisung Hitlers für die Planung bestimmter Operationen im skandinavischen Raum. Am 1. März wurde die Operation Weserübung endgültig beschlossen. Sie sah vor, Dänemark einzunehmen und es als „Sprungbrett“ für die Eroberung Norwegens zu benutzen. Im März kam es zu diversen Angriffen gegen britische Seeeinheiten. Am 5. April fand die alliierte Operation Wilfried statt, bei der die Gewässer vor Norwegen vermint und weitere Truppen ins Land gebracht werden sollten. Einen Tag später lief auf deutscher Seite die Operation Weserübung an. Dabei wurde fast die gesamte deutsche Flotte mobilisiert und in Richtung Narvik geschickt. Am 9. April begann das Unternehmen endgültig mit der Landung einer Gebirgsjägerdivision vor Narvik. In Großbritannien hielt man eine Landung der Deutschen für recht unwahrscheinlich, was dazu führte, dass von alliierter Seite nur geringe Gegenmaßnahmen getroffen wurden. Die Deutschen konnten ihren Brückenkopf ohne größeren Widerstand ausweiten, so dass am 10. April bereits Stavanger, Trondheim und Narvik besetzt wurden, nachdem zuvor bereits Dänemark kampflos besetzt worden war. Großbritannien besetzte aus strategischen Gründen im Nordatlantik die dänischen Färöer am 12. April. Am 13. April kam es zu einigen schweren Seegefechten, wobei es neun britischen Zerstörern und dem Schlachtschiff HMS Warspite gelang, im Ofot-Fjord alle deutschen Zerstörer zu versenken. Desweiteren wurden auf ihrem Rückweg leichte deutsche Kreuzer und etliche Frachter von alliierten U-Booten beziehungsweise der Royal Air Force versenkt. Royal Air Force Am 17. April landeten die Alliierten schließlich und brachten die Truppen der Wehrmacht auch mit massivem Beschuss der Royal Navy unter starken Druck. Bis zum 19. April wurden umfangreiche alliierte Verbände, unter anderem auch polnische Soldaten und Reste der Fremdenlegion, in Norwegen angelandet. Inzwischen verbesserte sich, bedingt durch die Jahreszeit, das Wetter in Norwegen, so dass die Wehrmacht ihre Fronten festigen konnte. Bei schweren Angriffen der deutschen Luftwaffe wurden am 2. Mai ein britischer und ein französischer Zerstörer vor der Hafenstadt Namsos versenkt. Noch im selben Monat beschloss Churchill wegen der deutschen Erfolge in Frankreich den Abzug der Alliierten aus Norwegen. Bevor die 24.500 Soldaten evakuiert werden konnten, gelang es ihnen jedoch noch, in Narvik einzudringen und einen wichtigen Hafen zu zerstören. Am 10. Juni kapitulierten schließlich die verbliebenen norwegischen Soldaten, worauf die Operation Weserübung abgeschlossen war. Norwegen wurde Reichskommissariat, sollte jedoch nach dem Willen Hitlers als selbständiger Staat bestehen bleiben und Teil des deutschen Herrschaftsgebietes sein. Im weiteren Verlauf wurde Norwegen stark befestigt, weil Hitler in der ständigen Furcht vor einer Invasion lebte. Im Februar 1942 installierte man eine Marionetten-Regierung unter Vidkun Quisling.

Der Westfeldzug 1940

Hauptartikel: Westfeldzug 1940 Während Deutschland die Siegfriedlinie zur Verteidigung der Front hatte, stand in Frankreich die stark befestigte Maginot-Linie. Die Ardennen galten als natürliche Verlängerung dieser fast 130 Kilometer langen Verteidigungslinie. Die französische Generalität glaubte nicht an einen Vorstoß durch dieses Gebiet, da es besonders für Panzerkräfte als unüberwindbar galt. Der Plan für einen Feldzug im Westen wurde von Generalleutnant Erich von Manstein mit seinen beiden Mitarbeitern, Oberst Günther Blumentritt und dem damaligen Major i. G. Henning von Tresckow entwickelt. Er sah einen schnellen Vorstoß durch die Ardennen vor, um dann die Alliierten im Norden zu einer Schlacht mit verkehrter Front zu zwingen. Mit der Masse der hier zu versammelnden Panzer- und motorisierten Divisionen gedachte er durch das „Loch in den Ardennen“ zum „Sichelschnitt“ – wie ihn Churchill später bezeichnete – bis zur Kanalküste hin anzusetzen. Kanalküste Am 10. Mai 1940 begann der Angriff deutscher Verbände mit insgesamt sieben Armeen auf die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg. 136 deutsche standen gegen rund 137 alliierte Divisionen. Bereits an diesem Tag wurde die für uneinnehmbar gehaltene belgische Festung Eben-Emael durch deutsche Fallschirmjäger eingenommen. Am 14. Mai überschritt General Guderian mit seiner Panzergruppe die Maas. Die Royal Air Force versuchte mit verzweifelten Angriffen, die Pionierbrücken über dem Fluss zu zerstören, verlor dabei aber einen Großteil der Flugzeuge. Erst am 17. Mai trat die französische 4. Panzerdivision unter Charles de Gaulle zu einem Gegenangriff auf Montcornet an, der aber, nach anfänglichen Erfolgen, wegen starker Attacken deutscher Stukas abgebrochen werden musste. Am 17. Mai wurde Brüssel kampflos übergeben. Die Niederländer waren, bedingt durch ihre Neutralität im Ersten Weltkrieg, noch weniger als die Belgier auf einen Krieg eingestellt, so dass ihre Armee relativ leicht geschlagen werden konnte. Die Kapitulation der niederländischen Truppen wurde nach der Bombardierung Rotterdams am 14. Mai eingeleitet. Einen Tag später kapitulierten die niederländischen Truppen, und die Regierung sowie Königin Wilhelmina flohen nach London ins Exil. Als Reichskommissar für die Niederlande wurde Arthur Seyß-Inquart eingesetzt. Am 19. Mai erreichte die deutsche 6. Armee den Fluss Schelde und stieß bis Abbeville vor. Der Vormarsch in diese Gebiete erfolgte so schnell, dass die britischen und französischen Einheiten bei Dünkirchen eingekesselt wurden. Am 27. Mai begann die Operation Dynamo mit der Evakuierung von über 7.500 alliierten Soldaten. Die Panzerstreitkräfte der Heeresgruppe A setzten an diesem Tag den Angriff fort, nachdem Generaloberst v. Rundstedt am 24.Mai einen von Hitler bestätigten Haltebefehl erteilte. Die Gründe für diesen Anhaltebefehl sind in der historischen Forschung bis heute umstritten. Am 4. Juni wurde die Evakuierung abgeschlossen, es nahmen etwa 900 Seefahrzeuge daran Teil. Über 337.000 Soldaten, davon 110.000 Soldaten der französischen Armee, und damit fast das gesamte britische Expeditionskorps konnten trotz heftiger Angriffe durch Bomber der deutschen Luftwaffe evakuiert werden. Aus heutiger Sicht stellte der Haltebefehl, der die Evakuierung in diesem Maße ermöglichte, einen schweren taktischen Fehler dar. Die Fähigkeit, den Krieg fortzusetzen, wäre durch den Verlust der britischen Expeditionsarmee für England deutlich schwieriger geworden. 4. Juni Als sich die Briten zurückzogen, bereitete sich Frankreich auf die Verteidigung vor. Fall Gelb, so der deutsche Deckname für den Feldzug in Frankreich, begann am 5. Juni mit einer deutschen Offensive an der Aisne und der Somme. Am 9. Juni überschritten Soldaten der 6. Infanteriedivision die Seine. Mussolini beschloss am 11. Juni in den Krieg gegen die beiden Westalliierten einzutreten. Am 14. Juni besetzten Teile der 18. Armee die französische Hauptstadt Paris. Um die Stadt nicht zum Kriegsschauplatz werden zu lassen, wurde sie zuvor von den Franzosen geräumt. Gleichzeitig durchbrach die Heeresgruppe C die Maginot-Linie und die symbolträchtige Festung Verdun konnte ebenfalls eingenommen werden. Am 17. Juni erklärte Henri Philippe Pétain, Ministerpräsident der neu gebildeten französischen Regierung, die Niederlage Frankreichs. Am 21. Juni wurden die französischen Unterhändler im Wald von Compiègne von Hitler empfangen. Zur Unterzeichnung der, vergleichsweise maßvollen, Waffenstillstandsbedingungen kam es gegen Abend des 22. Juni 1940. Der deutsch-französische Waffenstillstand trat erst am 25. Juni um 01:35 Uhr in Kraft. Damit die französische Flotte nicht in deutsche Hände fallen konnte, nahmen die Briten am 3. Juli den algerischen Hafen Mers-el-Kebir unter Beschuss, in dem ein Teil der französischen Kriegsflotte stationiert war. Nur sechs Wochen und drei Tage hatte der Blitzkrieg im Westen gedauert. Er forderte das Leben von über 135.000 alliierten und etwa 46.000 deutschen Soldaten. Frankreich wurde in zwei Zonen geteilt: der Norden und Westen Frankreichs war von den Deutschen besetzt. Hier befanden sich wichtige Flugfelder und Marinebasen für den Krieg gegen Großbritannien. Die Häfen am Atlantik, insbesondere Brest wurden die wichtigste Operationsbasis der deutschen U-Boote. Der östliche und südliche Teil Frankreichs blieben unter französischer Kontrolle. Henri Philippe Pétain regierte von Vichy aus den Rest Frankreichs als Marionettenstaat des deutschen Reichs (Marschall Pétain wurde als Kollaborateur nach dem Zweiten Weltkrieg zum Tode verurteilt, dann aber noch begnadigt). Charles de Gaulle (1890–1970) war Organisator des Widerstandes: „Führer des freien Frankreichs“ vom Exil in London aus.

Die Luftschlacht um England 1940/41

Hauptartikel: Luftschlacht um England Luftschlacht um England Erklärtes Ziel Deutschlands in der Luftschlacht um England war die Vorbereitung einer Invasion Englands (Unternehmen Seelöwe), vor allem durch die Vernichtung der Kampfkraft der Royal Air Force. Hitler hoffte jedoch, England zur Einstellung der Kampfhandlungen zwingen zu können, ohne die Invasion tatsächlich durchführen zu müssen. In den zwei Jahren zwischen dem Münchner Abkommen und der Luftschlacht um England arbeiteten die Briten fieberhaft am Aufbau einer modernen Jagdwaffe. Allein in den drei Monaten vor Beginn der Luftschlacht konnten die britischen Fabriken über 1.400 Jagdflugzeuge fertig stellen. Um dem dringenden Personalbedarf nachzukommen, wurden Piloten aus dem Commonwealth, Frankreich, den USA, Polen und der Tschechoslowakei unter dem Befehl der Royal Air Force eingesetzt. Britische Flugplätze und Flugzeugfabriken wurden häufig von der Luftwaffe bombardiert. Unter anderem zählten auch Hafenanlagen zu den vorrangigen Zielen. Die deutschen Bomber erhielten Begleitschutz von Jagdflugzeugen, um die britischen Abfangjäger abzuwehren. Diese Schlacht führte auf beiden Seiten zu großen materiellen Verlusten, worauf sich die Luftwaffe ab Oktober 1940 größtenteils auf Nachtbombardements beschränkte. Entscheidend für die Niederlage der deutschen Luftwaffe war unter anderem auch die Fehlbewertung von Radartechnologie im Luftkrieg durch den Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring. Auf dessen Befehl hin wurden die deutschen Bomber vermehrt gegen britische Städte eingesetzt, um die Moral der britischen Bevölkerung zu brechen – ein Versuch, der katastrophale Schäden an Zivilbevölkerung und -gebäuden verursachte, aber ebenso wie der spätere Bombenkrieg der Alliierten gegen das Deutsche Reich in seinen Zielen erfolglos blieb, während die Royal Air Force ihre dadurch weitgehend verschont gebliebenen Radarstationen in Küstennähe zur präzisen und schnellen Ortung deutscher Luftstreitkräfte nutzen und diese so wesentlich effizienter bekämpfen konnten. Luftwaffenchef Göring betrachtete dies als eine Niederlage der deutschen Luftwaffe. Die deutschen Jägerpiloten wurden in der Folge von ihm der Feigheit bezichtigt. Göring erneuerte diesen Vorwurf im weiteren Verlauf des Krieges verschiedene Male, um Niederlagen der Luftwaffe zu erklären und von seinem eigenen Versagen als Kommandeur abzulenken. Bei den Bombardements von London und anderen englischen Städten wurden über 32.000 Zivilisten getötet.

Jugoslawien und Griechenland 1940/41

Hauptartikel: Balkankrieg (1940–1941) Mussolinis Großmachtambitionen waren bereits seit 1940 auf den Balkan gerichtet. Am 28. Oktober griffen italienische Verbände von der italienischen Kolonie Albanien aus Griechenland an. Italien hatte zuvor versucht, Bulgarien als Verbündeten zu gewinnen, was jedoch wegen der ablehnenden Haltung von König Boris III. misslang. Hitler war über den Angriff zuvor nicht unterrichtet worden. Auch hatte er Operationen in dem Gebiet gar nicht geplant, da es vermutlich seine Absicht war, mit Italien die Invasion Englands vorzubereiten. Das Ziel des Duce war es, Griechenland im Sturm zu erobern. Doch schon am 3. November gingen die Griechen erfolgreich zum Gegenangriff über. Bis zum 14. November gerieten die Italiener endgültig in die Defensive, so dass sie sogar bis über die Grenzen Albaniens zurückgedrängt wurden. Angesichts solcher Niederlagen des Achsenpartners erließ Hitler am 13. Dezember mit dem Unternehmen Marita Weisungen für einen Feldzug auf dem Balkan. Unternehmen Marita Anfang des Jahres 1941 versuchte das Deutsche Reich im Balkankonflikt zu vermitteln. So unterbreitete man Jugoslawien den Vorschlag, dem Dreimächtepakt beizutreten, was jedoch abgelehnt wurde. Griechenland verzichtete ebenfalls auf jeden Vermittlungsversuch, da seine Armee die italienischen Soldaten an jeder Front zum Rückzug zwingen konnte. Eine italienische Großoffensive am 9. März geriet zum Desaster. Am 27. März trat Jugoslawien schließlich dem Dreimächtepakt bei. Die Folge waren Demonstrationen und ein Putsch gegen die Regierung des Prinzregenten Paul, worauf der Beitritt wieder rückgängig gemacht wurde. Nun war der Balkanfeldzug nicht mehr aufzuhalten. Am 6. April überschritten Wehrmachtsverbände die Grenze nach Jugoslawien, und die Luftwaffen der Achsenmächte begannen Belgrad mit schweren Bombardements in Schutt und Asche zu legen. Der weitere Vormarsch erfolgte wie im Manöver. Bereits am 10. April war die kroatische Hauptstadt Zagreb besetzt. Belgrad fiel zwei Tage später unter dem Druck deutscher Panzerverbände. Am 17. April unterschrieben die jugoslawischen Befehlshaber schließlich die bedingungslose Kapitulation. Ebenfalls am 6. April begann der deutsche Feldzug gegen Griechenland. Anders als in Jugoslawien war der griechische Widerstand stellenweise ausgesprochen hart. Besonders in den Gebirgslagen und im Gebiet der stark verteidigten Metaxas-Linie stießen die Soldaten nur langsam und unter hohen Verlusten durch das bergige Nordgriechenland in das Landesinnere vor. Am 9. April fiel Saloniki. Gleichzeitig wurden die griechischen Heere in Ostmazedonien abgeschnitten und die Metaxas-Linie stärker bedrängt. Die griechischen Verstärkungen von der albanischen Front wurden bei ihrem Vormarsch durch die gebirgige Landschaft und von deutschen und italienischen Panzereinheiten sowie Luftangriffen behindert. Am 21. April mussten 223.000 griechische Soldaten kapitulieren. Die Briten, welche ebenfalls in Griechenland stationiert waren, bauten unterdessen eine Verteidigung an den Thermopylen auf. Diese wurde am 24. April überrannt, worauf die Alliierten eine amphibische Evakuierungsoperation einleiten mussten, in der 50.000 Soldaten nach Ägypten verschifft wurden. Am 27. April rückte die Wehrmacht schließlich in Athen ein. Am 25. April entschlossen sich die Führer der Achsenmächte zu einer Luftlandeinvasion der Insel Kreta (Unternehmen Merkur). Am Invasionstag brachten 593 Transportflugzeuge die deutschen Luftlandeeinheiten über Kreta. Diese bildeten durch ihre Fallschirme ein leichtes Ziel für die Luftabwehr, so dass viele Fallschirmjäger bereits im Flug getötet oder verwundet wurden. Die gelandeten Einheiten konnten zunächst auch keine Flugplätze für Nachschub und Verstärkungen (insbesondere Artillerie und Fahrzeuge) erobern. Außerdem gab es keine Funkverbindung zum deutschen Hauptquartier in Athen, da die Funkgeräte bei den Landungen zerstört wurden. Erst mit verstärktem Einsatz der Luftwaffe und einigen erfolgreichen Landungen auf umkämpften Flugplätzen stabilisierte sich die Situation für die Angreifer. Die Alliierten, darunter auch Neuseeländer und Australier, verteidigten Kreta eine Woche lang, bis sie sich dann mit etwa 17.000 Mann absetzten. Aufgrund der hohen Verluste beschloss Hitler, in Zukunft keine Luftlandungen mehr durchzuführen.

Der Russlandfeldzug 1941–1945

Hauptartikel: Russlandfeldzug 1941–1945 Russlandfeldzug 1941–1945 Russlandfeldzug 1941–1945 Der Balkanfeldzug hatte den Angriffszeitpunkt für einen Überfall auf die Sowjetunion um vier Wochen verschoben. Der Angriff fand nun erst am 22. Juni 1941 statt. Diese Verzögerung und ein ungewöhnlich früh einsetzender Winter führten dazu, dass der Vormarsch nicht wie geplant ablaufen konnte und das operative Ziel, das Erreichen der Linie Archangelsk-Astrachan, nicht erreicht wurde. Obwohl man auf deutscher Seite errechnete, dass die Versorgung der Wehrmacht nur bis zu einer Linie ermöglicht werden könnte, die entlang Pskow, Kiew und der Krim verlief, verlangte Hitler die Eroberung Moskaus im Rahmen eines einzigen, ununterbrochenen Feldzuges. Für den Überfall standen drei Heeresgruppen (Nord, Mitte, Süd) bereit. Die Heeresgruppe Nord (von Leeb) sollte die baltischen Staaten erobern und dann nach Leningrad vorstoßen. Auf der Heeresgruppe Mitte (von Bock) lag die Hauptlast. Sie sollte nach Moskau vorrücken und war entsprechend stark gerüstet. Die Heeresgruppe Süd (von Rundstedt) sollte die Ukraine erobern. Ebenfalls an dem Feldzug beteiligt waren Verbände aus befreundeten und eroberten Ländern der Achsenmächte. Auch vom besetzten Norwegen aus wurden Angriffe gegen die Sowjetunion unternommen. Sie zielten insbesondere auf Murmansk und die dortige Eisenbahnverbindung, die „Murman-Bahn“, sowie den Hafen. In den frühen Morgenstunden des 22. Juni 1941 begann der Vormarsch von 149 Divisionen (darunter alle motorisierten und gepanzerten deutschen Kräfte) über die sowjetische Grenze. Zwei Divisionen operierten von Finnland aus, acht Divisionen waren in Norwegen stationiert, eine Division stand in Dänemark, 38 verblieben im Westen. Zwei Divisionen kämpften in Nordafrika und sieben Divisionen standen im Balkan. Trotz vieler Hinweise war die untere und mittlere Führung der Sowjetunion nicht auf einen Angriff eingestellt. Viele der russischen Soldaten an der Grenze ergaben sich ohne Widerstand, während die motorisierten deutschen Truppen zunächst zügig vormarschieren konnten. In letzter Zeit findet die bereits von den Ideologen des Dritten Reichs nach der Invasion ausgestreute Präventivschlagthese, wonach die Rote Armee kurz vor einem Überfall auf Deutschland stand, auch unter Historikern Gehör. Die Fähigkeit der sowjetischen Streitkräfte, zum damaligen Zeitpunkt einen Angriff oder einen Krieg gegen Deutschland führen zu können, muss jedoch auch nach neueren Erkenntnissen stark bezweifelt werden. Zudem zeigen historische Aufzeichnungen, dass weder bei Hitler noch bei der Generalität Überlegungen, einem hypothetischen Angriff der Sowjetunion zuvorkommen zu wollen, eine Rolle spielten. Der Überfall auf die Sowjetunion war im Wesentlichen ein ideologisch verbrämter Eroberungs- und Vernichtungskrieg mit dem von Hitler bereits Jahre zuvor formulierten Ziel der Gewinnung von „Lebensraum im Osten“. Erst am 29. Juni fasste sich die sowjetische Führung und rief den „Großen Vaterländischen Krieg“ aus. Kurz zuvor waren bereits Minsk in der Kesselschlacht bei Minsk und Bialystok eingeschlossen und wenig später besetzt worden. Am 26. September fand die Schlacht von Kiew ihr Ende. Doch schon im Oktober begann es zu schneien und zu regnen. Daraufhin blieb die Offensive im Schlamm stecken und nur noch wenige Gebietsgewinne waren zu verzeichnen. Der Angriff auf Moskau blieb wegen der sich versteifenden sowjetischen Gegenwehr stecken. Am 5. Dezember setzte eine sowjetische Gegenoffensive mit frischen Einheiten aus Sibirien unter General Schukow ein, wodurch an eine Einnahme der Hauptstadt nicht mehr zu denken war. Nach dem sowjetischem Angriff am 25. Juni versuchte Finnland, im Fortsetzungskrieg mit deutscher Unterstützung, die im Winterkrieg an die Sowjetunion verlorenen Gebiete in Karelien zurückzuerobern. Nachdem es dieses Ziel im Sommer 1941 erreicht hatte, blieb Finnland jedoch nicht defensiv, sondern fuhr bis in den Dezember fort, umstrittene, aber nie zuvor finnisch gewesene karelische Gebiete zu besetzen. Die Rote Armee hatte sich neu organisiert. Die Kriegsproduktion wurde, unerreichbar für die deutsche Luftwaffe, hinter den Ural verlegt. Neue Soldaten kamen nun aus den fernen Ländern des sowjetischen "Reiches". Am 16. Dezember gab Hitler den Befehl zum Halten. Bis zum Ende des Jahres wurde die Wehrmacht jedoch weiter zurückgedrängt. Ural In den Frühjahrsschlachten des neuen Jahres konnte am 28. Mai Charkow in einem Vernichtungssieg erobert werden. Zwischen 15. und 21. Mai fanden die Kämpfe ihr Ende. Am 2. Juni begann die eigentliche Schlacht auf der Krim um Sewastopol, dessen Verteidiger sich erbittert wehrten, und endete am 5. Juli. Am 21. Juli überschritten deutsche Kräfte den Don, wodurch die ersten Schritte für den Vormarsch auf Stalingrad eingeleitet wurden. Zwei Tage später konnte Rostow erobert werden. Insgesamt liefen die Operationen, was den Raumgewinn im Kaukasus betraf, innerhalb weniger Wochen ab. Am 4. August wurde Stavropol eingenommen, am 9. August Krasnodar und der Kuban überschritten. Den rumänischen Verbündeten gelang es, die sowjetische Verteidigung an der Ostküste des Asowschen Meeres von Norden her aufzurollen und die Taman-Halbinsel von „rückwärts“ her zu öffnen. Auch das Elbrus-Massiv selbst wurde genommen, am 21. August wehte auf dem 5.633 m hohen Gipfel die Reichskriegsflagge. Ein am 26. August begonnener Angriff auf Tuapse wurde nach zwei Tagen angehalten, dafür wurden am 31. August und am 6. September nach schweren Kämpfen die Hafenstädte Anapa sowie Novorossijsk, wichtigster Stützpunkt der Schwarzmeerflotte, genommen. Im Hochgebirge hatten deutsche Truppen die wichtigsten Passübergänge eingenommen und vorübergehend auf breiter Front nach Süden überschritten – sie standen 20 km vor der Küste des Schwarzen Meeres bei Gudauta. Östlich des Elbrus standen die deutschen und rumänischen Truppen in den Flussabschnitten des Baksan und des Terek bis Naurskaja. Nördlich davon verlor sich die Front an der Kuma, in der Nogajer Steppe und in der Kalmykensteppe. Trotz der angespannten Kräfte- und Nachschubsituation befahl Hitler gegen den teilweisen Widerstand der Generalität parallel zur südlichen Offensive in Richtung Kaukasus ein zweites Angriffziel: Stalingrad. Am 23. August 1942 begannen etwa tausend Flugzeuge Brandbomben auf die Stadt zu werfen, gleichzeitig konnten deutsche Panzer zum ersten Mal in die Außenbezirke eindringen. In erbitterten Einzelkämpfen in den Häusern und Straßen der Stadt kamen die Deutschen nur unter hohen Opfern voran. Schließlich beherrschte die Wehrmacht zwar etwa 90 % der Stadt, die zum Trümmerhaufen geworden war, die vollständige Inbesitznahme misslang jedoch. Insbesondere ein schmaler Uferstreifen der Wolga, an dem permanent neue Truppen angelandet wurden, wurde von den sowjetischen Verteidigern am östlichen Stadtrand unter hohen Verlusten verbissen gehalten. Stalingrad Am 19. November begann die Gegenoffensive der Roten Armee, wobei die rumänischen Linien im Süden durchbrochen werden konnten. Wenige Zeit später vereinten sich die sowjetischen Truppen in Kalatsch mit Verbänden, die vom Norden her die deutschen Stellungen durchbrachen. Damit war die 6. Armee eingekesselt. Die von Göring versprochene Luftversorgung war völlig unzureichend und führte recht bald zur Unbeweglichkeit der Verbände und zur völligen Entkräftung der Soldaten. Ein Entsatzangriff der 4. Panzerarmee unter Hoth, der bis zu 60 Kilometer an die Stadt heranführte, scheiterte. General Paulus fühlte sich an den Haltebefehl Hitlers gebunden und konnte sich nicht dazu durchringen, den Befehl zum Ausbruch zu geben. Am 10. Januar 1943 griffen sieben sowjetische Armeen mit 1.000.000 Soldaten in einer groß angelegten Gegenoffensive die deutschen Truppen im Kessel von Stalingrad an. Die 6. Armee war inzwischen in zwei Kessel gespalten worden, in denen katastrophale Zustände herrschten. Am 2. Februar blieb Paulus, zwischenzeitlich zum Generalfeldmarschall befördert, angesichts der aussichtslosen Lage nur die Möglichkeit der Kapitulation, worauf knapp 100.000 Soldaten in Gefangenschaft gerieten, von denen nur etwa 6.000 nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehrten. Die Schlacht von Stalingrad markierte einen psychologischen Wendepunkt im Krieg. Ab diesem Zeitpunkt war der Glauben an den „Endsieg“ in der deutschen Bevölkerung kaum noch vorhanden. Schlacht von Stalingrad Am Morgen des 16. Februar wurde die Stadt Charkow von Truppen der Wehrmacht und Waffen-SS gegen den Befehl Hitlers aufgegeben, um einer drohenden Einkesselung zu entgehen. Am 21. Februar begann jedoch eine deutsche Gegenoffensive. Bis zum 5. März wurde das Gebiet bis zum mittleren Donezk zurückerobert. Es wurden dabei erhebliche Geländegewinne erzielt, dem Gegner hohe Verluste beigebracht und wieder eine geschlossene Front hergestellt. Ein im Frühjahr 1943 potentiell bevorstehender Zusammenbruch der Ostfront wurde so verhindert. Charkow wurde am 14. März unter Verlusten durch Truppen der Waffen-SS zurückerobert. Eine weitere Offensive im Sommer, die Operation Zitadelle, sollte den Frontbalkon bei Kursk ausräumen und große Teile der Roten Armee einkesseln und vernichten. Der Angriff war jedoch von der Roten Armee vorausgesehen worden, die sich durch tiefe Verteidigungsstellungen vorbereitet hatte, und blieb stecken. Er wurde auf dem Höhepunkt der Schlacht wegen der sowjetischen Gegenoffensive bei Orel, die ihrerseits das Ziel verfolgte, Teile der Heeresgruppe Mitte einzukesseln und der zwischenzeitlich erfolgten Landung der Alliierten auf Sizilien abgebrochen. Nach mehreren sowjetischen Gegenoffensiven in den folgenden Monaten musste die Wehrmacht an der ganzen Front den Rückzug antreten, wobei auch die Halbinsel Krim geräumt werden musste. Bis zum Ende des Jahres war Kiew wieder in der Hand der Sowjetunion. Am 14. Januar 1944 begann der sowjetische Angriff auf den deutschen Belagerungsring um Leningrad. Die Sowjetunion setzte nach: Ihre Frühjahrsoffensive brachte weitere Gebietsgewinne, und die Wehrmacht musste sich weiter zurückziehen bis zum Peipus-See. Am 12. Mai war die Krim wieder fest in sowjetischer Hand. Am 9. Juni begann die Offensive an der finnischen Front auf der karelischen Landenge. Ende Juni kam dieser Angriff auf Höhe der alten Grenze von 1940 zum Halt. Im Juni 1944 gelang der Sowjetunion die Zerschlagung der Heeresgruppe Mitte, wodurch ihre Armeen nun kurz vor Warschau und Ostpreußen standen. Am 3. Juli eroberte die Rote Armee Minsk zurück, weiter südlich drang ab dem 13. Juli in Galizien eine weitere sowjetische Offensive bis Lemberg an die Weichsel vor. Am 1. August begann der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee. Im August marschierte die Rote Armee in der Operation Jassy-Kischinew in Rumänien ein, worauf am 23. August König Michael von Rumänien die Fronten wechselte und Deutschland den Krieg erklärte. Die Erfolge der Sowjetunion zwangen die Wehrmacht zum Rückzug aus Griechenland, am 13. Oktober rückten britische Einheiten in Athen ein. Am 5. September nahm die Rote Armee Bulgarien ein; dort inszenierte die Sowjetunion am 9. September einen kommunistischen Staatsstreich. Finnland schloss am 19. September einen Waffenstillstand mit der Sowjetunion. Am 20. Oktober eroberten sowjetische Einheiten und jugoslawische Partisanen unter Tito die Hauptstadt Belgrad. Im Norden zog sich die Heeresgruppe Nord am 13. Oktober aus Riga nach Kurland zurück. In Ostpreußen kam die Offensive der Sowjetunion im Oktober nach anfänglichen Erfolgen zum Erliegen. Die ungarische Hauptstadt Budapest wurde belagert, konnte aber erst am 11. Februar 1945 von der Roten Armee eingenommen werden. Die Rote Armee stieß Anfang 1945 von Warschau (Befreiung am 17. Januar) aus nach Norden vor und schnitt damit Ostpreußen vom Rest des Reiches ab. Die deutsche Bevölkerung floh in Scharen, zum Teil über die gefrorene Ostsee. Insgesamt gelangten über 2 Millionen Flüchtlinge über das Meer nach Westen. Das KdF-Schiff Wilhelm Gustloff, das Flüchtlinge und deutsche Truppen sowie Material aus Ostpreußen transportierte, wurde von sowjetischen Torpedos versenkt. Bis zum Kriegsende kamen Menschen über die Ostsee nach Westen. Königsberg fiel am 9. April endgültig an die Sowjetunion. Am 27. Januar erreichte die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, das aber von der SS zuvor schon aufgegeben worden war. Am selben Tag erreichten erste sowjetische Einheiten Küstrin und damit die Oder. Nach der sowjetischen Winteroffensive stand die Rote Armee Ende Januar 1945 entlang der Oder und Neiße von Stettin bis Görlitz knapp 80 Kilometer vor Berlin. Die Höhen von Seelow bildeten dabei ein steil aufsteigendes, natürliches Hindernis, und um diese Höhen wurde eine der größten Schlachten des 2. Weltkrieges geschlagen. Die Schlacht um die Seelower Höhen begann am 16. April, im Laufe des 18. April errang die zahlenmäßig weit überlegene Rote Armee die Oberhand. Unterdessen wurde im Süden der sowjetische Belagerungsring um Breslau am 15. Februar geschlossen, welches allerdings erst am 6. Mai in die Hände der Roten Armee fiel. Am 25. April schloss sich der Belagerungsring um Berlin, am 28. April scheiterte der Versuch der 12. Armee unter General Walther Wenck, die Hauptstadt zu entsetzen, am 30. April tötete Adolf Hitler sich selbst im Bunker unter der Reichskanzlei. Am 2. Mai kapitulierten die letzten Verteidiger von Berlin vor der Roten Armee. Am 4. April war ganz Ungarn von der Roten Armee erobert. Wien fiel am 13. April, von Osten aus wurden auch Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark erobert. Am 8. Mai erreichte die Rote Armee Graz. Am 8. Mai 1945, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, besetzte die Rote Armee Dresden, am 10. Mai rückten sowjetische Einheiten auch in Prag ein.

Der Partisanenkrieg

Schon bald nach dem Einmarsch deutscher Truppen begann in den verschiedenen Staaten Europas die "Neuordnung". Darunter verstanden die nationalsozialistischen Führer im Wesentlichen die Ausrottung der Juden (der Holocaust), die Verfolgung der Sinti und Roma, die Auslöschung der Intellektuellen, die Unterdrückung des politischen Widerstandes und die Ausbeutung der jeweiligen Bevölkerung (siehe: Generalplan Ost und Kommissarbefehl). Die nord- und westeuropäischen Staaten mit ihrer "germanischen" Bevölkerung sollten dem Reich "angegliedert" werden. Für die Balkanstaaten und vor allem für Osteuropa hatten die Nazis andere Pläne. Besonders die Bevölkerung Polens, Serbiens, der Ukraine, Weißrusslands und Russlands sollte "durchaus niedergehalten werden". Deshalb wurden die höheren Schulen geschlossen, Zwangsarbeiter nach Deutschland gebracht und auf die Ernährung der Einheimischen wurde keine Rücksicht genommen. Diese Maßnahmen stießen bald auf Widerstand. In den Niederlanden streikten zum Beispiel die Polizei und die Eisenbahner. In Frankreich kam es zu bewaffneten Angriffen aus dem Hinterhalt. Besonders in den Balkanstaaten und in Osteuropa war der Widerstand am stärksten. Im ehemaligen Jugoslawien konnten sogar einzelne geschlossene Gebiete von Aufständischen befreit werden (Tito), in

19. Januar

Der 19. Januar (in Österreich: 19. Jänner) ist der 19. Tag des
Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1838 - Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) wird gegründet.
- 1853 - Uraufführung der Oper "Il trovatore" (Der Troubadour) von Giuseppe Verdi.
- 1883 - Der deutsche Passagierdampfer Cimbria sinkt nach einer Kollision bei Borkum, 437 Menschen sterben.
- 1909 - Gründung der Deutschen Höheren Privatschule Windhoek in Namibia
- 1905 - das erste alpine Skirennen wird von Mathias Zdarsky bei Lilienfeld in Niederösterreich organisiert.
- 1915 - Deutschland. Deutsche Zeppeline bombardieren London, Großbritannien.
- 1919 - Deutschland. Erstmals aktives und passives Wahlrecht für Frauen bei den Wahlen zur deutschen Nationalversammlung.
- 1947 - Griechenland. Das Passagierschiff Himara läuft auf eine Mine und sinkt. 392 Tote.
- 1955 - Das Brettspiel Scrabble wird nach seinem Erfolg in den USA erstmals auch in Australien und Großbritannien verkauft.
- 1961 - Amtsübergabe von US-Präsident Dwight D. Eisenhower an John F. Kennedy.
- 1962 - Burundi. Ausbruch des ethnischen Konflikts zwischen Tutsi und Hutu.
- 1978 - Emden, Deutschland. Der letzte VW-Käfer läuft vom Band.
- 1992 - Deutschland nimmt zu Kroatien diplomatische Beziehungen auf.
- 1993 - Slowakei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1997 - Bulgarien. Petar Stojanov wird Staatspräsident
- 1997 - Masako Chiba, Japan, läuft den Halbmarathon der Damen in 66:43,00 Minuten und stellt damit einen neuen Weltrekord auf
- 2000 - Italien. Der ehemalige Regierungschef Bettino Craxi stirbt in Tunesien im Exil.
- 2003 - Kuba. Dritte Direktwahlen zur Nationalversammlung

Kultur


- 1786 - Uraufführung der tragischen Oper Gustav Wasa von Johann Gottlieb Naumann an der Königlichen Oper in Stockholm.
- 1953 - Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein im Shubert Theater in New Haven.

Geboren


- 399 - Pulcheria, Byzantinische Prinzessin
- 1200 - Dogen, japanischer Zen-Meister
- 1544 - Franz II., französischer König
- 1736 - James Watt, britischer Erfinder (Dampfmaschine)
- 1737 - Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre, französischer Schriftsteller
- 1747 - Johann Elert Bode, deutscher Astronom
- 1757 - Auguste, Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld
- 1807 - Robert Edward Lee, General der US-Armee und Oberbefehlshaber im Sezessionskrieg
- 1808 - Franz Kugler, deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller
- 1809 - Edgar Allan Poe, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1813 - Henry Bessemer, britischer Ingenieur und Erfinder
- 1821 - Ferdinand Gregorovius, deutscher Schriftsteller und Historiker
- 1821 - Robert Spiske, Gründer der Hedwigschwestern
- 1822 - Joseph Gottsleben, Buchdruckereibesitzer und Zeitungsverleger in Mainz
- 1836 - Gottlieb Graf von Haeseler, preußischer Generalfeldmarschall
- 1838 - Carl Alexander von Martius, deutscher Chemiker
- 1839 - Paul Cézanne, französischer Maler
- 1843 - Arnold Bovet, Pionier des Blauen Kreuzes
- 1845 - Richard Buchta, Afrikaforscher
- 1848 - Matthew Webb, erster Mensch, der ohne technische Hilfen durch den Ärmelkanal schwamm
- 1851 - Jacobus Cornelius Kapteyn, niederländischer Astronom
- 1863 - Werner Sombart, deutscher Soziologe und Volkswirt
- 1866 - Karl Heckmann, deutscher Heimatforscher
- 1868 - Gustav Meyrink, österreichischer Schriftsteller
- 1871 - Ludwig Maria Hugo, Bischof von Mainz
- 1872 - Heinrich Laufenberg, Historiker, Journalist und Politiker
- 1873 - Dr. Owlglass, deutscher Arzt, Schriftsteller und Lyriker
- 1874 - Bruno Paul, Architekt und Kunsthandwerker
- 1879 - Guido Fubini, italienischer Mathematiker
- 1880 - Julius Perlis, österreichischer Schachspieler
- 1883 - Hermann Abendroth, deutscher Dirigent
- 1887 - Andrei Grigorjewitsch Schkuro, russischer General
- 1888 - Ernesto Ruffini, katholischer Geistlicher, Bischof und Kardinal
- 1889 - Sophie Taeuber-Arp, Schweizer Künstlerin
- 1893 - Johannes Dieckmann, deutscher Journalist und Politiker in der DDR
- 1897 - Karl Kerényi, klassischer Philologe und Religionswissenschaftler
- 1897 - Max Tau, deutsch-jüdischer Humanist, Philosoph und Dichter
- 1899 - Hans Reif, Deutscher Politiker
- 1900 - Heinrich Hohl, deutscher Politiker
- 1901 - Hermann Heimpel, deutscher Historiker
- 1903 - Boris Blacher, deutscher Musikwissenschaftler und Komponist
- 1907 - Lilian Harvey, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 1909 - Hans Hotter, deutsch-österreichischer Bassbariton
- 1912 - Leonid Witaljewitsch Kantorowitsch, russischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 1914 - Bob Gerard, britischer Rennfahrer
- 1914 - Friedrich Hacker, US-amerikanischer Psychiater und Psychoanalytiker
- 1918 - Joseph Marie Anthony Cordeiro, Erzbischof von Karachi und Kardinal
- 1920 - Javier Pérez de Cuéllar, peruanischer Politiker, Generalsekretär der UN
- 1921 - Patricia Highsmith, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1922 - Jerzy Kawalerowicz, polnischer Filmregisseur
- 1922 - Miguel Muñoz, spanischer Fußballspieler und Trainer
- 1923 - Hellmut Lange, deutscher Schauspieler
- 1923 - Jean Stapleton, US-amerikanische Schauspielerin
- 1923 - Markus Wolf, deutscher Politiker (Spionagechef der DDR)
- 1924 - Friedl Hofbauer, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 1924 - Georgia Kullmann, deutsche Schauspielerin
- 1925 - Günter Spielmeyer, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 1925 - Rudolf Wessely, österreichischer Schauspieler
- 1925 - Werner Riegel, deutscher Lyriker und Essayist
- 1926 - Fritz Weaver, US-amerikanischer Schauspieler
- 1926 - Hans-Jürgen Massaquoi, deutsch-liberiaischer Schriftsteller und Journalist in den USA
- 1928 - Hans Georg Wunderlich, deutscher Geologe
- 1931 - Ingrid Andree, deutsche Schauspielerin
- 1931 - Richard Lester, US-amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Autor
- 1931 - Tippi Hedren, US-amerikanische Schauspielerin
- 1934 - Patsy Rowlands, britische Schauspielerin
- 1935 - Johnny O'Keefe, australischer Rock'n'Roll-Musiker
- 1937 - Günter Litfin, der erste Tote an der Berliner Mauer
- 1937 - Joseph Nye, US-amerikanischer Politologe, Politiker und Autor
- 1938 - Hartwig Henze, Richter am Bundesgerichtshof
- 1939 - Phil Everly, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Bernhard Sinkel, deutscher Regisseur, Autor und Produzent
- 1940 - Paolo Borsellino, italienischer Richter und Mafia-Jäger
- 1942 - Michael Crawford, britischer Schauspieler
- 1943 - Janis Joplin, US-amerikanische Rocksängerin
- 1943 - Margriet von Oranien-Nassau, Prinzessin der Niederlande
- 1944 - Laurie London, britische Sängerin
- 1944 - Pehr Henrik Nordgren, finnischer Komponist
- 1944 - Shelley Fabares, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Thom Mayne, US-amerikanischer Architekt
- 1945 - Maria Jepsen, deutsche Theologin und Bischöfin
- 1946 - Alexander Kostinskij, ukrainisch-jüdischer Dichter, Schriftsteller, Illustrator
- 1946 - Dolly Parton, US-amerikanische Countrysängerin
- 1946 - Julian Barnes, britischer Schriftsteller
- 1946 - Reinhard Lakomy, Komponist der DDR
- 1947 - Leszek Balcerowicz, polnischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker
- 1947 - Rod Evans, britischer Sänger
- 1949 - Robert Palmer, britischer Musiker
- 1951 - Dewey Bunnell, US-amerikanischer Sänger
- 1953 - Jürgen Gelsdorf, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1954 - Cindy Sherman, US-amerikanische Fotografin
- 1954 - Evelyne Gebhardt, deutsche Politikerin und Mitglied des EU-Parlaments
- 1954 - Joachim Deckarm, deutscher Leichtathlet und Handballspieler
- 1954 - Katharina Thalbach, deutsche Schauspielerin und Regisseurin
- 1955 - Simon Rattle, britischer Dirigent
- 1955 - Uwe Reinders, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1955 - Wulf-Paul Werner, deutscher Lokalpolitiker und Bürgermeister
- 1956 - Katey Sagal, US-amerikanische Schauspielerin
- 1957 - Michael Virtue, britischer Musiker (UB40)
- 1958 - Thomas Gsella, deutscher Schriftsteller
- 1960 - Al Joyner, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1966 - Stefan Edberg, schwedischer Profi-Tennisspieler
- 1967 - Michael Schjönberg, dänischer Fußballspieler
- 1970 - Steffen Freund, deutscher Fußballspieler
- 1973 - Junxia Wang, chinesische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1973 - Karen Lancaume, französische Schauspielerin
- 1973 - Silvio Meissner, deutscher Fußballspieler
- 1978 - Bernard Williams, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1980 - Jenson Button, britischer Formel-1-Rennfahrer
- 1983 - Hikaru Utada, japanische Pop-Musikerin

Gestorben


- 1565 - Diego Laínez, Jesuit
- 1571 - Paris Bordone, italienischer Maler
- 1576 - Hans Sachs, deutscher Schuhmacher, Sänger und Dichter
- 1629 - Abbas I. (Persien), persischer Herrscher aus der Dynastie der Safawiden
- 1629 - Abbas I. der Große, Schah von Persien
- 1729 - William Congreve, englischer Dramatiker und Dichter
- 1819 - Karl IV., König von Spanien
- 1865 - Pierre Joseph Proudhon, französischer Ökonom, Soziologe und Anarchist
- 1869 - Carl Reichenbach, Industrieller, Chemiker, Naturforscher und Philosoph
- 1874 - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Lyriker
- 1879 - Johann Eduard Heuchler, deutscher Architekt und Baumeister
- 1880 - Jules Favre, französischer Politiker
- 1883 - Georg Howaldt , war ein bekannter Goldschmied, Bildhauer und Erzgießer
- 1887 - André-Charles-Victor Reille, französischer General
- 1888 - Heinrich Anton de Bary, deutscher Naturwissenschaftler, Mediziner und Botaniker
- 1895 - Moritz Carrière, deutscher Schriftsteller und Philosoph
- 1898 - Ernst Ludwig Taschenberg, deutscher Entomologe
- 1906 - Bartolomé Mitre, Staatsmann, militärischer Führer und Historiker
- 1909 - Gustav Ritter von Meyer, Justizrat und Ehrenbürger von Bayreuth
- 1924 - Emil Adam, deutscher Maler
- 1930 - Frank Plumpton Ramsey, britischer Mathematiker und Logiker
- 1938 - Rosa Mayreder, österreichische Frauenrechtlerin
- 1952 - Wilhelm Schäfer, deutscher Schriftsteller
- 1953 - Hans Albrecht Freiherr von Rechenberg, deutscher Politiker
- 1959 - Hans Venatier, deutscher Schriftsteller
- 1960 - Ralph Peer, Protagonist der Country-Musik
- 1964 - Firmin Lambot, belgischer Radrennfahrer
- 1966 - Gerry Mulligan, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1967 - Casimir Funk, polnischer Biochemiker
- 1969 - Jan Palach, Philosophie-Student in der ehemaligen Tschechoslowakei
- 1974 - Franz Nabl, österreichischer Schriftsteller
- 1981 - Francesca Woodman, Fotografin
- 1982 - Elis Regina, brasilianische Sängerin
- 1984 - Wolfgang Staudte, deutscher Regisseur
- 1985 - Eric Voegelin, Politologe und Philosoph
- 1986 - Sammy Drechsel, deutscher Kabarettist, Journalist und Sportreporter
- 1988 - Jewgeni Alexandrowitsch Mrawinski, russischer Dirigent
- 1990 - Bhagwan Shree Rajneesh, indischer Sektenführer
- 1990 - Herbert Wehner, deutscher Politiker
- 1991 - Jean Mantelet, Gründer der Firma Moulinex
- 1991 - Gernot Reinstadler, österreicherischer Skirennläufer
- 1995 - Hermann Henselmann, deutscher Architekt
- 1998 - Carl Perkins, US-amerikanischer Musiker und Pionier des Rockabilly
- 1999 - Günter Strack, deutscher Theater- und Fernsehschauspieler
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