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Belle Epoque

Belle Epoque

Belle Epoque (frz. für "schöne Epoche", "schöne Zeit") ist die Bezeichnung für eine Zeitspanne von etwa 30 Jahren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, hauptsächlich in Europa. Die genaue Datierung ist nicht verbindlich geregelt. Meist wird der Abschnitt von 1885 bis 1914, also bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs genannt.

Einige Rahmenbedingungen

Auf den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 folgte eine ungewohnt lange Zeit des Friedens. Sie war die Grundlage für einen deutlichen Entwicklungsschub in den europäischen Kernländern England, Frankreich, Deutschland und Österreich-Ungarn. Als wesentliche Triebkraft wirkte die zweite Welle der Industriellen Revolution, mit Schwerpunkten in der chemischen Industrie, der Elektrotechnik, der Stahlindustrie und im Verkehrswesen. An den Standorten der Fabriken wuchsen neue oder größere städtische Ballungsräume. Damit entstanden besondere Gesundheitsprobleme, aber auch neue Ansätze zu deren Lösung. Medizin und Hygiene machten Fortschritte, die Säuglingssterblichkeit ging zurück, die Lebenserwartung stieg. Die Natur der Arbeit änderte sich. Die Industrie rationalisierte ihre Herstellungsprozesse durch Arbeitsteilung, die Arbeit wurde eintöniger, aber nicht weniger anstrengend. Die Arbeiterschaft organisierte sich in Gewerkschaften und politischen Parteien: dem Parti Socialiste (PS) in Frankreich, der Labour Party in England, der SPD in Deutschland. Diese Organisationen gewannen bis 1914, trotz mancher Rückschläge, zunehmend Einfluss in ihren Heimatländern. Nachteile im Arbeitsleben wurden zumindest teilweise ausgeglichen durch einen allgemeinen Ertragszuwachs, an dem auch die Arbeiter selbst einen - relativ geringen - Anteil hatten: die Einkommen stiegen zeitweilig deutlich schneller als die Verbraucherpreise.

Schöne Zeit - für wen?

Die Menschen dieser Periode fühlten sich zweifellos in größerem Umfang als zuvor materiell gesichert und waren optimistisch hinsichtlich der politischen, technischen und kulturellen Aussichten. Es ist jedoch nicht angebracht, die Belle Epoque nur als eine Zeit des uneingeschränkten Lebensgenusses, der allgemeinen gesellschaftlichen Sorglosigkeit zu sehen. Die große Zahl der Bauern und Landarbeiter hatte kaum Anteil an der Schönen Zeit, das gleiche gilt für die Masse der Industriearbeiter und kleinen Angestellten, die nach vielstündigen Arbeitstagen in die lichtlosen Hinterhofquartiere der schnell wachsenden Städte zurückkehrten. Die Belle Epoque ereignete sich im wesentlichen auf den Boulevards der Metropolen, in den Cafés und Cabarets, den Ateliers und Galerien, den Konzertsälen und Salons - getragen von einem mittleren und gehobenen Bürgertum, das von den technischen und wirtschaftlichen Fortschritten am meisten profitiert hatte. In diesen Milieus allerdings war in wenigen Jahrzehnten eine erstaunliche, hoch dynamische kulturelle Entwicklung zu beobachten. Eine ungehinderte, lineare Bewegung war das nicht. Sie vollzog sich gegen Widerstände, in Brüchen, mit Überschneidungen. Dennoch kann man sagen: in diesem besonderen historischen Rahmen konnten sich Kunst und Kultur - auch eine Kultur der unbeschwerten, öffentlichen Unterhaltung - besonders intensiv und vielfältig weiterentwickeln. Das vor allem hat der Epoche ihren glänzenden Namen gegeben.

Kunst und Kultur

Die Entwicklungslinie verlief
- in der Bildenden Kunst vom Impressionismus über den Jugendstil zum Kubismus (beispielhafte Vertreter der drei Stilrichtungen: Paul Cezanne, Franz von Stuck, Pablo Picasso);
- in der Musik von der Spätromantik über den Impressionismus zur Zwölftonmusik (Gustav Mahler, Claude Debussy, Arnold Schönberg);
- in der Literatur von romantischen über lyrischen zu naturalistischen, sozialkritischen Werken (Marcel Proust, Rainer Maria Rilke, Gerhart Hauptmann);
- in der Architektur vom Historismus über den Jugendstil zu einer Haltung der Sachlickeit, wie sie z. B. Peter Behrens mit seiner Industriearchitektur vertrat. Behrens war 1907 Mitbegründer des Deutschen Werkbundes, dessen Anliegen eine durch Zweck, Material und Konstruktion bedingte Formgebung war; von hier führte eine direkte Verbindung zum Bauhaus mit seinem Gestaltungsprinzip "form follows function". Früher als anderswo, schon in den 1860er Jahren, hatte in England eine Reformbewegung für das Kunsthandwerk begonnen, die später auf dem Kontinent aufgenommen wurde. Ihr Ziel war, Möbel und Wohnräume vom überladenen Dekor historischer Zitate zu befreien und einen neuen Stil zu finden. Auf Repräsentation sollte weniger Wert gelegt werden, als auf die sachlichen Erfordernisse des Wohnens. Der deutsche Kunstpädagoge Alfred Lichtwark formulierte 1896: "Alle Kunstpflege muss im Hause beginnen" und "Habe nichts in deinem Haus, das du nicht zweckmäßig findest oder für schön hältst". 1895 fand in Paris die weltweit erste Filmvorführung vor zahlendem Publikum statt, veranstaltet von einem der Pioniere der neu entstehenden Filmindustrie, Louis Lumière, der damit eigentlich nur seinen Cinematographen bekannt machen und den Verkauf des Gerätes ankurbeln wollte. - Die Weiterentwicklung der Farblithographie, vor allem durch Jules Cheret in Paris, ermöglichte den preiswerten Druck attraktiver Plakate. Als "Kunst der Straße", der man ästhetisch und sogar moralisch veredelnde Massenwirkung zutraute, riefen sie enthusiastisches Interesse hervor, in Frankreich vorübergehend auch eine weit verbreitete Sammelleidenschaft. - Natürlich geriet auch die Mode, besonders die Damenmode in Bewegung, von victorianischem oder wilhelminischem Prunk hin zur Befreiung aus den Zwängen der Korsetts und zur bequemen, anfangs freilich noch allzu schlichten Reformkleidung. Die Zeit eines weithin sorglosen Lebensgefühls endete spätestens mit Kriegsbeginn 1914. Man kann den Schlusspunkt aber auch schon 1912 setzen - mit dem Untergang der "Titanic" ging symbolisch auch der naive Glaube an die Allmacht der Technik unter, und die erkennbaren Vorzeichen des neuen, großen Krieges trugen dazu bei, dass aus dem Vertrauen in die Zukunft Unsicherheit und Angst wurden.

Weblinks


- [http://www.labellepoque.de/ Belle Epoque allgemein] (Texte vorwiegend englisch; hervorragende, sehr umfangreiche Seite; ausführliche Synopsis 1870-1914, dreisprachig; viele Bildbeispiele für Architektur und Plakate; längere Darstellung der frühen Jahre des Films).
- [http://www.mauritia.de/de/belle/ Kleidermode der Belle Epoque] Kategorie:19. Jahrhundert Kategorie:20. Jahrhundert Kategorie:Französische Phrase

Europa

Europa ist das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse und wird von Europäern üblicherweise als eigenständiger Kontinent betrachtet, obwohl es eigentlich ein Subkontinent ist. Insgesamt hat Europa eine Fläche von 8,327 Millionen Quadratkilometern, was Europa nach Australien zum zweitkleinsten Kontinent macht. Dennoch besitzt Europa mit rund 730 Millionen Einwohnern die drittgrößte Bevölkerung aller Kontinente. Die Ausdehnung erstreckt sich von der Nordsee und dem Atlantischen Ozean im Westen bis zum Ural im Osten. Ural

Geographie

Europa hat eine Fläche von 8,327.000 km² und eine Küstenlänge von 37.200 km. Der nördlichste Punkt des Kontinents liegt bei ca. 71,2° n. Br. in Knivskjelodden, Norwegen, der südlichste Punkt in Tarifa im Süden Spaniens. Damit beträgt die Nord-Süd Ausdehnung ca. 3.800 Kilometer. Von Ost nach West erstreckt sich die Landmasse Europas vom Uralgebirge in Russland bis zur Atlantikküste Portugals, was ca. 6.000 Kilometer West-Ost Ausdehnung bedeutet. Insgesamt ist Europa stark zergliedert. Es beinhaltet einige größere Halbinseln, wie die Iberische Halbinsel, die Apenninhalbinsel, die Skandinavische Halbinsel und die Balkanhalbinsel, sowie viele weitere, kleinere Halbinseln wie Bretagne und Jütland. Außerdem gibt es noch eine Vielzahl von Inseln, die größten sind die Britischen Inseln, Island, Sardinien und Sizilien. Sizilien Im Norden grenzt Europa an einzelne Randmeere des Nordpolarmeeres wie die Barentssee und das Europäische Nordmeer. Obwohl sich die Nebenmeere Nord- und Ostsee streng genommen innerhalb des Kontinents befinden, wird die Nordsee auch als seewärtige Grenze angesehen. Im Südosten grenzt Europa an das Kaspische Meer, im Süden an das Schwarze Meer und an das Mittelmeer, und im Westen an den Atlantischen Ozean. Der höchste Punkt des Kontinents liegt je nach Definition der "Grenzen" Europas entweder im nördlichen Kaukasus in Russland (Elbrus (5.642 Meter)) oder aber in den Alpen zwischen Frankreich und Italien (Montblanc (4.808 Meter)). Der niedrigste Punkt Europas liegt mit 28 Metern unter dem Meeresspiegel an der Nordküste des Kaspischen Meeres. Siehe auch: Mittelpunkt Europas

Innereurasische Grenze

Das Ural-Gebirge, der Ural-Fluss, das Kaspische Meer, die Manytschniederung nördlich des Kaukasus, das Schwarze Meer sowie Bosporus, Marmarameer und Dardanellen bilden unter anderem die Grenze zwischen Europa und Asien. Siehe auch: Innereurasische Grenze

Untergliederung


- Nordeuropa
  - Nordwesteuropa
  - Nordosteuropa
- Mitteleuropa
  - Ostmitteleuropa
- Osteuropa
- Südeuropa
  - Südosteuropa
- Westeuropa

Flüsse

Westeuropa Die längsten Flüsse Europas (über 1.000 km) sind: #Wolga (3.531 km) #Donau (2.850 km) #Ural (2.428 km) (an der "innereurasischen" Grenze) #Dnjepr (2.200 km) #Don (1.870 km) #Petschora (1.809 km) #Kama (1.805 km) #Oka (1.500 km) #Belaja (1.430 km) #Dnjestr (1.352 km) #Rhein (1.320 km) #Wjatka (1.314 km) #Elbe (1.165 km) #Desna (1.130 km) #Weichsel (1.047 km) #Düna (1.020 km) #Loire (1.020 km) #Choper (1.010 km) #Tajo (1.007 km) Siehe auch: Liste europäischer Flüsse, Die längsten Flüsse der Erde

Berge

Die höchsten Berge in Europa sind: #Elbrus (5.642 m), Russland, Kaukasus (umstritten, weil innereurasische Grenze unterschiedlich festgelegt ist) #Dykh Tau (5.203 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Rustaveli (5.201 m), Georgien, Kaukasus (umstritten) #Koshtan Tau (5.150 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Pushkin (5.100 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Shkhara (5.068 m), Russland/Georgien, Kaukasus (umstritten) #Kazbek (5.047 m), Russland/Georgien, Kaukasus (umstritten) #Mizhirgi (5.025 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Katyn (4.974 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Shota Rustaveli (4.960 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Borovikovs topp (4.888 m), Russland, Kaukasus (umstritten) #Mont Blanc (4.808 m; mit Eiskappe), Grenze Frankreich-Italien, Alpen #Dufourspitze (4.634 m; Monte-Rosa-Massiv), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Dom (4.545 m), Schweiz, Alpen #Weisshorn (4.505 m), Schweiz, Alpen #Lyskamm (4.480 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Matterhorn (4.478 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Dent Blanche (4.357 m), Schweiz, Alpen #Finsteraarhorn (4.274 m), Schweiz, Alpen #Zinalrothorn (4.221 m), Schweiz, Alpen #Alphubel (4.206 m), Schweiz, Alpen #Rimpfischhorn (4.199 m), Schweiz, Alpen #Aletschhorn (4.192 m), Schweiz, Alpen #Dent d'Hérens (4.171 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Breithorn (4.164 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Jungfrau (4.158 m), Schweiz, Alpen #Mönch (4.107 m), Schweiz, Alpen #Ecrins (4.101 m), Frankreich, Alpen #Schreckhorn (4.078 m), Schweiz, Alpen #Gran Paradiso (4.061 m), Italien, Alpen #Großes Fiescherhorn (4.049 m), Schweiz, Alpen #Piz Bernina (4.049 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Weissmies (4.023 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen #Ortler (3.905), Italien, Alpen Die bekanntesten Vulkane in Europa sind:
- Ätna (italien. Etna) (veränderlich um 3.370-3.400 m), Sizilien, Italien
- Hvannadalshnjúkur (2.119 m, unter dem Vatnajökull), höchster Berg auf Island
- Grímsvötn (1.725 m; unter dem Vatnajökull), Island
- Herðubreið (1.682 m, unter dem Vatnajökull), Island
- Vesuv(io) (ca. 1.200 m), Italien
- Stromboli (ca. 926 m), vulkanische Insel, Italien
- Santorini (Σαντορίνη) (575 m), vulkanische Insel, Griechenland

Klima

Der Kontinent liegt hauptsächlich in den gemäßigten Breiten. Das Klima ist in Europa im Vergleich mit Gebieten gleicher geographischer Breite in anderen Erdteilen wegen des Einflusses des relativ warmen Golfstroms milder. Die durchschnittliche Jahrestemperatur von Neapel beträgt beispielsweise 16 °C, während das auf nahezu gleicher Breite liegende New York 12 °C erreicht. Schwankungen der Temperatur innerhalb eines Jahres sind in den größten Teilen des Erdteils relativ gering. Kühlen Winter stehen milde Sommer gegenüber. Nur in Gebieten, die weit vom Meer, also auch von dessen klimatisch ausgleichenden Einfluss entfernt liegen, sind die Temperaturunterschiede in verschiedenen Jahreszeiten stärker. In größten Teilen Osteuropas ist das Klima durch das Fehlen des Meeres in unmittelbarer Nähe vorwiegend kontinental geprägt. Kalte Winter und heiße Sommer sind in diesen Regionen vorherrschend. Durch die Erdrotation und der damit verbundenen ablenkenden Kraft kommen Winde hauptsächlich aus westlicher Richtung. Da in den Küstengebieten Westeuropas deswegen Winde vornehmlich vom Atlantischen Ozean wehen, kommt es fast ganzjährig zu Regen. In Ost-und Mitteleuropa ist die Niederschlagsmenge dagegen vergleichsweise gering, da wiederum der Einfluss des Meeres auf diese Regionen zu gering ausfällt. Hochgebirge können die Niederschlagsmenge ebenfalls stark beeinflussen. So ist der mittlere Jahresniederschlag nördlich der Alpen deutlich geringer als südlich. Die Alpen wirken in diesem Fall als Barriere, durch den es nur wenige Regenfronten schaffen durchzudringen. In Gebieten nahe des Mittelmeers herrscht überwiegend mediterranes Klima, das heißt trockene und heiße Sommer, während es im Winter mild und feucht ist. Im Sommer gibt es vorwiegend Winde aus nördlicher Richtung, im Winter bringen westliche Winde aus Richtung des Atlantischen Ozeans dagegen häufigen Niederschlag mit. Im Norden Europas herrscht arktisches Klima, im Südosten an der Wolga dagegen Kontinentalklima mit heißen Sommern und geringem Niederschlag.

Bevölkerung

Europa hat mit ca. 730 Millionen Einwohnern nach Asien und Afrika die drittgrößte Bevölkerungszahl aller Kontinente und gehört zu den dichter besiedelten Teilen der Erde. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt 66/km². Vor allem in West-, Mittel- und Südeuropa ist die Bevölkerungsdichte relativ hoch, während sie weiter nach Norden und Osten stark abnimmt.

Sprachen

Mehr als 90 Prozent der Einwohner Europas sprechen indogermanische Sprachen. Am weitesten verbreitet sind slawische, germanische und romanische Sprachen. Auch Griechisch, Albanisch, die baltischen und keltischen Sprachen, sowie das Romani zählen zu den indogermanischen Sprachen. Die uralischen Sprachen stellen die zweitgrößte Sprachfamilie Europas dar. Sie unterteilen sich weiter in die samojedischen Sprachen, die von einigen wenigen Tausend im Menschen im äußersten Nordosten Europas gesprochen werden, und in die finno-ugrischen Sprachen. Hierzu zählen vor allem Finnisch, Ungarisch, Estnisch als Amtssprachen, ferner die in Lappland gesprochenen samischen Sprachen und einige Minderheitensprachen, vor allem in Russland. Im europäischen Teil der Türkei ist mit Türkisch eine altaische Sprache Amts- und Titularsprache. Andere Turksprachen sind als Minderheitensprachen in Ost- und Südosteuropa verbreitet, so etwa das Gagausische und das Tatarische. Mit Kalmückisch wird am Ostrand des Kontinents auch eine Sprache des mongolischen Zweigs der Altaisprachen in Europa gesprochen. Mit Maltesisch ist auf der Insel Malta zudem eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachen Amtssprache. Die in Spanien und Frankreich gesprochene baskische Sprache wird keiner größeren Sprachfamilie zugerechnet, ihr Ursprung konnte durch die moderne Sprachwissenschaft nicht rekonstruiert werden und ist nach wie vor unbekannt. Darüber hinaus werden heute in Europa zahlreiche weitere Sprachen aus anderen Sprachfamilien gesprochen, die durch Einwanderer in jüngerer Zeit hierher gelangt sind. Am gebräuchlichsten in Europa ist das lateinische Alphabet, gefolgt von dem kyrillischen Alphabet (in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Serbien, Mazedonien und Teilen Montenegros) und dem griechischen Alphabet. Siehe auch: Liste von Sprachen in Europa, Minderheitensprachen in der Europäischen Union, Amtssprachen der Europäischen Union

Religionen

Ca. 75% der Europäer sind Christen (vor allem katholisch, protestantisch, orthodox). 7 % sind Muslime (vor allem in Südosteuropa sowie Einwanderer aus islamischen Ländern in England, Frankreich, Deutschland, Italien), außerdem gibt es Juden sowie eine größere Zahl von in jüngerer Zeit aus anderen Teilen der Welt nach Europa gekommener oder neu entstandenener Religionen. Ca. 18 % der Europäer sind konfessionslos, besonders in den Städten und den ehemals kommunistischen Ländern im Osten, zum Teil aber auch in Deutschland. Das Christentum erreichte Europa erstmals im 1. Jahrhundert nach Chr. Der Islam breitete sich im 8. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel, wurde aber im Zuge der "Reconquista" vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wieder verdrängt. Europäer verbreiteten das Christentum durch Einwanderung und Mission in Amerika, Australien und in geringerem Maße auch auf anderen Kontinenten (Teile Südostasiens, Afrikas und Ozeaniens). Heute ist Europa weitgehend säkularisiert.

Städte und Metropolen

Ozeanien Lissabon war eine der ersten kosmopolitischen Metropolen der Welt, da sie in Zeiten des Imperialismus Zentrum eines großen Kolonialreiches war. Noch 1950 befanden sich vier Städte der heutigen Europäischen Union unter den zwanzig größten der Welt, seitdem wachsen die europäischen Städte kaum noch, verlieren teilweise an Einwohnerzahlen. Diese vier größten EU-Städte waren London auf dem zweiten Platz hinter New York, Paris auf dem vierten Platz hinter Tokio, Mailand und Neapel belegten noch Platz 13 bzw. 19. Doch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts holten die Städte der restlichen Welt, besonders die der Entwicklungsländer, z. B. Mexiko-Stadt, Manila oder São Paulo, bei den Einwohnerzahlen auf und führen jetzt die Tabelle der Welt an. Problematisch beim Vergleich der Metropolen ist die in Deutschland übliche Abgrenzung anhand der Gemeindegrenzen, da andere Staaten dies in ihren Statistiken nicht tun (z.B. USA, Frankreich, Australien, Großbritannien). Daher fehlen in der unteren Auflistung der Metropolen polyzentrische Stadtregionen wie Rhein-Ruhr und Rhein-Main in Deutschland oder das oberschlesische Industriegebiet in Polen. Die europäischen Hauptstädte finden sich in der Liste der Hauptstädte der Welt. Entfernungen verschiedener europäischer Städte (Alle Messungen sind in Luftlinie angegeben):
- Amsterdam (NL) – Warschau (PL), ca. 1.100 km
- Helsinki (FIN) – Rom (I), ca. 2.200 km
- Belgrad (SCG) – Dublin (IRL), ca. 2.150 km
- Edinburgh (GB) – Hamburg (D), ca. 900 km
- Istanbul (TR) – Lissabon (P), ca. 3.200 km
- Sagres (P) – Ust Kara (RUS), ca. 5.580 km
- Wien (A) – Bratislava (SK), ca. 60 km

Kultur und Bildung

In allen Staaten Europas gibt es eine Schulpflicht oder mindestens eine Bildungspflicht, die oft vom 6. oder 7. bis zum 15. oder 16. Lebensjahr dauert. Die Grundschulzeit beträgt vier bis fünf Jahre in den meisten, sieben oder acht Jahre in den wenigsten Ländern. Danach folgt meist eine weiterführende Schule, die auch verschiedene Schultypen und -arten umfassen kann. Die Analphabetenrate ist in fast allen Ländern durch verschiedene Förderungen des Bildungssystems sehr niedrig. In vielen Ländern gibt es außerdem sehr renommierte Hochschulen und Universitäten, teilweise auch mit bestimmten fachlichen Schwerpunkten. Bildhauerei, Malerei, Literatur, Architektur und Musik haben in Europa eine lange Tradition. Viele Städte, wie beispielsweise Paris, Rom, Berlin und Moskau werden heute als kulturelle Zentren betrachtet. Außerdem besitzen viele Städte wichtige Theater, Museen, Orchester und weitere bedeutende Einrichtungen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Europas Für den Menschen war Europa erst die dritte Wahl. Vor etwa 800.000 Jahren soll die Besiedlung durch den Homo antecessor begonnen haben, etwa eine halbe Million Jahre, nachdem Ostasien von Afrika aus besiedelt worden war. Während die Entwicklung des Homo sapiens in Afrika ablief, war Europa die Domäne von Homo heidelbergensis und Homo neanderthalensis. Trotz - oder vielleicht auch wegen - der widrigen Bedingungen durch die Eiszeit sollen diese Menschen vor etwa 100.000 Jahren angefangen haben, die Kultur der Altsteinzeit zu verfeinern. Mit der Jungsteinzeit und der Bronzezeit begann in Europa eine lange Geschichte großer kultureller und wirtschaftlicher Errungenschaften, zunächst im Mittelmeerraum, dann auch im Norden und Osten. Besonders die griechische Kultur, das Römische Reich und das Christentum hinterließen ihre Spuren bis heute. In der späteren Antike vereinigte das Römische Reich erstmals das gesamte südliche Europa zusammen mit den anderen Küstenländern des Mittelmeeres in einem Großreich. Im Römischen Reich konnte sich die neue Religion des Christentums schnell ausbreiten. Trotz aller Verfolgungen wurde das Christentum unter Kaiser Konstantin I. Staatsreligion und wirkt bis heute fort. Das Mittelalter war geprägt von der Konkurrenz zwischen dem neuen römischen Kaiser im Westen und dem alten römischen Kaiser in Byzanz, auf deren beiden Einflussspären die Spaltung in ein westliches und östliches Europa zurückgeht. Missionare verbreiteten das Christentum über Nord- und Osteuropa, so dass ganz Europa christlich wurde. Im westlichen Europa gab es Auseinandersetzungen zwischen von Kaiser und Papst um die Vorherrschaft. Die Reformation im 16. Jahrhundert spaltete die Kirche in einen katholischen und evangelischen Teil. Religionskriege waren die Folge. 1618 bis 1648 verwüstete der Dreißigjährige Krieg weite Teile Mitteleuropas. Seit dem 15. Jahrhundert bauten europäische Nationen (besonders Spanien, Portugal, Russland, die Niederlande, Frankreich und das Vereinigte Königreich) koloniale Imperien mit großen Besitztümern in Afrika, Amerika und Asien. Europa ist der Kontinent, der die anderen Erdteile am meisten beeinflusst hat (zum Beispiel durch christliche Missionierung, Kolonien, Sklavenhandel, Warenaustausch und Kultur). Im 18. Jahrhundert setzte die Bewegung der Aufklärung neue Akzente und forderte Toleranz, die Achtung der Menschenwürde, Gleichheit und Freiheit. 1789 kam durch die Französische Revolution zum ersten Mal das Bürgertum an die Macht. Im frühen 19. Jahrhundert musste sich halb Europa nach dem Willen des französischen Kaisers Napoleon richten, bis er 1812 in Russland ein Fiasko erlebte. Die Industrialisierung begann in Teilen Europas im 18. Jahrhundert und veränderte rasant den Alltag breiter Bevölkerungsschichten. Als Folge der Verarmung der Arbeiter entstand im 19. Jahrhundert die Kommunistische Bewegung. Daneben war das 19. Jahrhundert stark bestimmt vom Gedanken der Demokratie, vom Reaktionismus und vom Imperialismus. Sowohl der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) als auch der Zweite Weltkrieg (1939 bis 1945) brachen in Europa aus und richteten riesige Zerstörungen an. Nach dem Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg war Europa in zwei große politisch-ökonomische Blöcke geteilt: pseudo-sozialistische Nationen in Osteuropa und kapitalistische Nationen in Westeuropa. Man sprach auch vom Eisernen Vorhang, der die Staaten Europas voneinander trennte. Erst Perestroika und Glasnost führten in der Sowjetunion Mitte der 1980er Jahre zu einem politischen Kurswechsel. 1989 brach der Ostblock auf, die Berliner Mauer fiel, und die Sowjetunion und der Warschauer Pakt lösten sich auf. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen wie die EU, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt (siehe auch Blaue Banane). Siehe auch: Wiege Europas, Alteuropa

Politik

Europäische politische Organisationen

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde als erste gemeinsame europäische Institution der Europarat gegründet, der nach Ende des Ost-West-Konfliktes 47 Staaten umfasst. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die 1975 als Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbei in Europa (KSZE) damals blockübergreifend gegründet wurde, und der neben europäischen Ländern auch die USA und Kanada angehören. Wer im politischen Sinne von "Europa" spricht, meint aber meist die Europäische Union (EU) oder ihre Vorläufer: 1951 schlossen sich Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Italien und Frankreich zur Montanunion bzw. EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) zusammen. Der Versuch, eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) sowie eine Europäische Politische Gemeinschaft (EPG) zu gründen, scheiterte 1954 an der französischen Nationalversammlung. Daraufhin wurden 1957 mit den Römischen Verträgen die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) sowie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. Der Sammelbegriff Europäische Gemeinschaften (für EGKS, Euratom und EWG) wurde im alltäglichen Sprachgebrauch mehr und mehr durch den Singular Europäische Gemeinschaft verdrängt. Mit dem Maastrichter Vertrag wurde schließlich die die alten Gemeinschaften und Kooperationsformen überwölbende Europäische Union gegründet. Ein Großteil der Mitgliedsländer der ebenfalls in den 50er Jahren gegründeten EFTA (European Free Trade Association) ist mittlerweile in die EG/EU übergetreten - die verbliebene EFTA ist ihr über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) eng verbunden. Nach der Erweiterung der EU um Polen, Tschechien, Ungarn, die Slowakei, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, Malta und Zypern im Jahre 2004 zählt diese 25 Mitglieder. Siehe auch: Europäisches Parlament, NATO, Europawahl, Politische Architektur Europas

Staaten in Europa

Politische Architektur Europas
- Albanien
- Andorra
- Belgien
- Bosnien und Herzegowina
- Bulgarien
- Dänemark (einschließlich der autonomen Färöer; das ebenfalls autonome Grönland ist geografisch Teil Nordamerikas)
- Deutschland
- Estland
- Finnland (mit den staatliche Besonderheiten aufweisenden Ålandinseln)
- Frankreich (mit Ausnahme der überseeischen Territorien in Nord- und Südamerika, Afrika, Ozeanien)
- Griechenland (einschließlich der souveränen Mönchsrepublik Athos)
- Großbritannien und Nordirland (einschließlich der direkt der Krone unterstehenden Insel Man und der Kanalinseln sowie des Überseegebietes Gibraltar)
- Irland
- Island (liegt geografisch auf dem mittelatlantischen Rücken)
- Italien
- Kroatien
- Lettland
- Liechtenstein
- Litauen
- Luxemburg
- Malta
- Mazedonien
- Moldawien
- Monaco
- Niederlande
- Norwegen
- Österreich
- Polen
- Portugal (mit Ausnahme des näher an Nordafrika liegenden Madeira und der auf dem mittelatlantischen Rücken liegenden Azoren)
- Rumänien
- Russland (ein Viertel der Landmasse in Europa, dies ist das historische Kernland Russlands mit 75 % seiner Bevölkerung)
- San Marino
- Schweden
- Schweiz
- Serbien und Montenegro (Staatenbund aus Serbien und Montenegro)
- Slowakei
- Slowenien
- Spanien (mit Ausnahme der spanischen Plazas de soberanía und der Kanarischen Inseln in Nordafrika)
- Tschechien
- Ukraine
- Ungarn
- Vatikanstadt
- Weißrussland Siehe auch: Liste europäischer Nachbarstaaten

Folgende Staaten liegen mit weniger als 5% ihrer Landfläche in Europa


- Kasachstan (nur ein sehr kleiner Teil der Landfläche liegt in Europa, der Rest in Asien; bei Sportveranstaltungen wird Kasachstan gelegentlich Europa zugerechnet)
- Türkei (nur 3% der Fläche liegt geographisch in Europa, der Rest in Asien; bei Kulturveranstaltungen wird die Türkei Europa zugeordnet (in allen internationalen Sportveranstaltungen, Eurovision Song Contest u.a.); sie ist Mitglied des Europarats und hat eine Zollunion mit der EU, ist Beitrittskandidat der EU und in allen anderen europäischen Gremien vertreten)

Weitere Staaten, die gelegentlich zu Europa gerechnet werden

Aus historischen, kulturellen oder politischen Gründen werden gelegentlich auch folgende Staaten zu Europa gerechnet:
- Armenien (geschichtlich eng mit Europa verbunden, christliche Bevölkerung mit indogermanischer Sprache, Territorium liegt geographisch in Asien, Mitglied des Europarates)
- Aserbaidschan (liegt geographisch in Asien; bei Sportveranstaltungen wird es Europa zugerechnet; Mitglied des Europarates)
- Georgien (geschichtlich eng mit Europa verbunden, christliche Bevölkerung, Territorium liegt geographisch in Asien; Mitglied des Europarates)
- Israel (liegt geographisch in Asien; bei Kulturveranstaltungen wird Israel oft Europa zugeordnet (Fußball-Europameisterschaft, Eurovision Song Contest).)
- Zypern (Insel im östlichen Mittelmeer, die geographisch zu Asien gezählt wird; geschichtlich eng mit Europa verbunden, seit Mai 2004 Mitglied der EU)

Abhängige Gebiete in Europa


- Åland (autonome Inselgruppe und Provinz vor Finnland)
- Berg Athos (autonome Mönchsrepublik unter Oberhoheit Griechenlands)
- Färöer (autonome Region innerhalb Dänemarks)
- Gibraltar (Überseeterritorium des Vereinigten Königreiches)
- Isle of Man (untersteht direkt der britischen Krone)
- Oblast Kaliningrad (Teil Russlands, Exklave zwischen Polen und Litauen)
- Kanalinseln (unterstehen direkt der britischen Krone)

Von europäischen Staaten abhängige Gebiete auf anderen Kontinenten


- Alborán, vulkanische spanische Mittelmeerinsel, unbewohnt, unter Naturschutz, zwischen Andalusien und Nordafrika
- Anguilla, eine britische Insel in der Karibik (Mittelamerika)
- Die Niederländischen Antillen (De Nederlandse Antillen: Bonaire, Curaçao, Saba, Sint Eustatius (Statia), Sint Maarten) gehört zu den Niederlanden, jedoch nicht zur EU, in der Karibik (Mittelamerika)
- Aruba, intern autonomer Landesteil der Niederlande in der Karibik (Mittelamerika)
- Die Azoren, portugiesische Inselgruppe zwischen Europa und Nordamerika im Atlantik
- Bermuda, britisches Überseegebiet, Inselgruppe östlich North Carolinas im Atlantik
- Britisches Antarktis-Territorium (British Antarctic Territory) ein völkerrechtlich nicht anerkannter Teil des Südpols wird von Großbritannien beansprucht: die Antarktische Halbinsel, die Südlichen Orkneyinseln, die Südlichen Shetlandinseln, einen Festlandsektor bis zum Pol (Antarktis)
- Britische Jungferninseln (the British Virgin Islands) in der Karibik (Mittelamerika)
- Das Britische Territorium im Indischen Ozean (British Indian Ocean Territory) britisches Überseegebiet, die Kronkolonie Tschagos-Archipel (Flottenstützpunkt), sechs weitgehend unbewohnte Atolle im Indischen Ozean
- Ceuta, autonom verwaltete Exklave Spaniens, Nordmarokko, 21 km vor Gibraltar (Nordafrika)
- La Islas Chafarinas, unbewohnter spanischer Archipel, 4 km vor der Küste Ostmarokkos (Nordafrika)
- Clipperton-Insel oder Passionsinsel (Île Clipperton, Île de la Passion) unbewohntes französisches Atoll südwestlich von Mexiko (Pazifik)
- Îles éparses (Les Îles éparses de l'océan Indien) unselbständige und weitgehend unbewohnte zu Frankreich gehörige Inseln und Atolle um Madagaskar und im Indischen Ozean
- Falklandinseln, britisches Überseegebiet, östlich Feuerland im südlichen Atlantik (Südamerika)
- Guadeloupe, Überseedépartement Frankreichs, Inselgruppe in der Karibik (Mittelamerika)
- Französisch-Guayana (Guyane française) Überseedépartement Frankreichs in Südamerika
- Grönland (Grønland) autonomes Gebiet Dänemarks (jedoch nicht Teil der EU) in Nordamerika
- Die Kaimaninseln (Cayman Islands) britisches Überseegebiet in der Karibik (Mittelamerika)
- Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und liegen westlich von Nord-Afrika
- Madeira, autonome Provinz Portugals, Archipel aus mehreren bewohnten und unbewohnten kleinen und der Hauptinsel Madeira ca. 600 km westlich vor Marokkos im Atlantik
- Martinique, Überseedépartement Frankreichs in der Karibik (Mittelamerika)
- Mayotte, französisches Überseeterritorium am Rande der Komoren zwischen Madagaskar und Ostafrika
- Melilla, autonom verwaltete Exklave Spaniens in Ostmarokko (Nordafrika)
- Montserrat, britisches Überseegebiet in der Karibik (Mittelamerika)
- Neukaledonien (Nouvelle-Calédonie) französische Überseegemeinschaft mit besonderem Status, Inselgruppe nahe Vanuatu vor der Nordküste Australiens
- Isla Perejil, winzige zwischen Spanien und Marokko umstrittene Felseninsel 200 m vor der Mittelmeerküste Marokkos (Nordafrika)
- Pitcairninseln (Pitcairn Islands Group) britische Kronkolonie, weit verteilt und isoliert gelegene Gruppe von vier Inseln, davon eine bewohnt, im südöstlichen Pazifik
- Französisch-Polynesien (Polynésie Française) französisches Überseedépartement (Südlicher Pazifik)
- Réunion (La Île de la Réunion) gehört zu Frankreich, liegt im Indischen Ozean östlich vor Madagaskar
- St. Helena (the Crown Colony of Saint Helena and Dependencies) britische Kronkolonie, relativ zentral zwischen Afrika (Angola) und Südamerika im Südatlantik gelegen
- Saint-Martin (Sint Maarten) karibische Insel mit einem französischen Teil (Saint-Martin) und einen niederländischen Teil (Sint Maarten) (Mittelamerika)
- St. Pierre und Miquelon, mehrere kleine unselbständige französische Inseln östlich vom kanadischen Neufundland (Nordamerika)
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, britisches Überseegebiet, meist unbewohnte Inselgruppe im Südatlantik
- Französische Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises) ein völkerrechtlich nicht anerkannter Teil des Südpols und einige Inseln und Inselgruppen im Indischen Ozean südöstlich von Afrika
- Turks- und Caicosinseln, britisches Überseegebiet, Gruppe aus acht Inseln am westlichen Rande der Karibik zum Atlantik
- Peñón de Vélez de la Gomera, spanische Halbinsel an der marokkanischen Mittelmeerküste (Nordafrika)
- Wallis und Futuna (Territoire des Iles Wallis et Futuna) französisches Überseeterritorium nordöstlich von Fidschi (Südlicher Pazifik)

Wirtschaft

Im 19. Jahrhundert war Europa durch die in England beginnende und auf den ganzen Kontinent übergreifende Industrielle Revolution konkurrenzlos die führende Wirtschaftskraft. Später brachten verschiedene internationale Einrichtungen und Organisationen, wie die EFTA (Europäische Freihandelszone) und die Europäische Union einen Wachstumsschub, der in vielen Teilen Europas bis in die 70er und teilweise in die 80er anhielt. Die Versorgung der Bevölkerung Europas konnte durch die Verringerung von Handelsbeschränkungen ebenfalls weiter ausgebaut werden. Seit dem 1. Januar 1999, gilt in 12 Staaten der EU der Maastricht-Vertrag, mit dem alle 12 Länder eine Währungsunion bilden und somit ihre jeweiligen Landeswährungen abschafften und den Euro, zunächst noch als bargeldloses Zahlmittel einführten. Heute ist Europa ein wohlhabender Kontinent mit großen Industriemetropolen, gewinnbringender Landwirtschaft und einem boomenden

1914

Ereignisse


- 2. Januar: Die Einwohner Schwedens dürfen nur noch zwölf Liter Spirituosen pro Vierteljahr kaufen

Politik


- 1. Januar: Arthur Hoffmann wird Bundespräsident der Schweiz
- 28. Juni: Gavrilo Princip tötet bei einem Attentat das Thronfolgerpaar Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie: Auslöser des Ersten Weltkriegs
- 28. Juli: Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg, Beginn des Ersten Weltkriegs
- 1. August: Kriegserklärung des Deutschen Reiches an Russland und gleichzeitige Mobilmachung der Reichsarmee, Frankreich mobilisiert ebenfalls seine Armee
- 4. August: Kriegeserklärung Großbritanniens an das Deutsche Reich; damit befinden sich alle europäischen Großmächte, außer Italien, im Kriegszustand; Bewilligung der Kriegskredite durch den Reichstag
- 3. September: Das Pontifikat von Papst Benedikt XV. beginnt
- 10. Oktober: Thronwechsel in Rumänien: Carol I., der rumänische Fürst und König aus dem Hause Hohenzollern stirbt; Nachfolger wird Ferdinand I
- 5. November: Die Briten annektieren die bis dahin zum Osmanischen Reich zählende Insel Zypern

Militärisch


- 28. August: Im Seegefecht bei Helgoland versenken die Briten ohne eigene Schiffsverluste drei deutsche Kleine Kreuzer und ein Torpedoboot
- 31. August: Sieg der reichsdeutschen Truppen bei Tannenberg
- 11. September: Australien führt auf Neupommern im Bismarck-Archipel eine Invasion durch und bezwingt das deutsche Truppenkontingent
- 22. September: Otto Weddigen versenkt mit der U9 in der Nordsee 3 englische Panzerkreuzer
- 1. November: Das deutsche Ostasiengeschwader siegt im Seegefecht bei Coronel über ein britisches Geschwader
- 7. November: Japanische Truppen erobern den in der chinesischen Provinz Shandong gelegenen deutschen Stützpunkt Tsingtao
- 9. November: Der deutsche Kreuzer Emden (Schiff) wird nach einem mehrmonatigem Kreuzerkrieg vom australischen Kreuzer Sydney im Indischen Ozean versenkt
- 4. Dezember: Der mexikanische Rebellenführer Pancho Villa zieht mit seinen Truppen in der Hauptstadt Mexiko-Stadt ein
- 8. Dezember: Das deutsche Ostasiengeschwader wird im Seegefecht bei den Falklandinseln vernichtet
- Albert Einstein unterzeichnet zusammen mit Georg F. Nikolai, Wilhelm Forster und Otto Buck das antimilitaristische Manifest „Apell an die Europäer“ als Antwort auf das nationalistische Manifest (genannt „der 93“), das von fast allen seiner Berliner Kollegen unterzeichnet wird

Wirtschaft


- 1. Januar: Der Ullstein-Verlag übernimmt die Vossische Zeitung
- 14. Juli: Der Rhein-Herne-Kanal wird nach 8 Jahren Bauzeit für die Schifffahrt freigegeben
- 15. August: Eröffnung des Panamakanals

Katastrophen


- 29. Mai: Der Untergang des britischen Passagierdampfers Empress of Ireland fordert 1032 Menschenleben
- 26. November: Das Linienschiff „Bulwark“ (Großbritannien) sinkt nach einer Explosion bei der Munitionsübernahme in Sheerness. Von der 750 Mann starken Besatzung kommen 738 Mann ums Leben

Wissenschaft und Technik


- 1. September: Die Wandertaube stirbt aus
- Walter Schottky entwickelt die Gesetze zum Anlauf-, Raumladungs- und Sättigungsgebiet in der Vakuumröhre
- James Franck und Gustav Ludwig Hertz führen ihren Versuch zur Bestimmung der Anregungsenergie in Atomen durch
- Ernest Rutherford identifiziert die „Rückstoßatome“ beim Beschuss von Wasserstoff-Atomen mit Elektronen als Protonen

Kultur


- 1. Januar: Neujahrspremiere in Europas Theatern. Nach Ablauf der 30jährigen Urheberschutzzeit hat Bayreuth nicht mehr das Monopol auf den Parsifal von Richard Wagner
- 30. Januar: Uraufführung der Operette Endlich allein von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 14. Februar: Uraufführung der Operette Jung-England von Leo Fall in Berlin
- 1. April: Uraufführung der Oper Notre Dame von Franz Schmidt an der Hofoper in Wien
- 10. Mai: Uraufführung der Oper Die Marketenderin von Engelbert Humperdinck in Köln
- 15. Mai: Uraufführung der Oper Mârouf, savetier du Caire von Henri Rabaud an der Opéra-Comique in Paris
- 11. Juni: Uraufführung der Oper Don Juans letztes Abenteuer von Paul Graener in Leipzig
- 18. Oktober: Gründung der Schönstatt-Bewegung
- 9. November: Uraufführung der Operette Rund um die Liebe von Oscar Straus am Johann Strauß Theater in Wien

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 14. Juni: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hisst zum ersten Mal die offizielle Olympiafahne mit den fünf Ringen beim 16. Olympischen Kongress

Geboren


- 1. Januar: Edith Picht-Axenfeld, deutsche Cembalistin († 2001)
- 4. Januar: Jane Wyman, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. Januar: Heinz Berggruen, deutscher Kunsthändler
- 8. Januar: Ernst Oldenburg, Künstler († 1992)
- 9. Januar: Adolf Urban, deutscher Fußballspieler († 1943)
- 15. Januar: René Le Bègue, französischer Rennfahrer († 1946)
- 18. Januar: Arno Schmidt, deutscher Schriftsteller († 1979)
- 19. Januar: Bob Gerard, britischer Rennfahrer († 1990)
- 28. Januar: Gudrun Loewe, deutsche Prähistorikerin († 1994)
- 1. Februar: Maria Singer, österreichische Volksschauspielerin († 2003)
- 2. Februar: Nicolas-Roland Payen, französischer Luftfahrtpionier und Erfinder des Deltaflügels († 2004)
- 4. Februar: Alfred Andersch, deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur († 1980)
- 5. Februar: Alan Lloyd Hodgkin, britischen Biophysiker und Nobelpreisträger († 1998)
- 5. Februar: Silvius Magnago, Südtiroler Jurist und Politiker
- 5. Februar: William S. Burroughs, US-amerikanischer Schriftsteller († 1997)
- 7. Februar: Max Seither, deutscher Politiker und MdB († 2003)
- 7. Februar: Ramón Mercader, spanischer Kommunist und Attentäter auf Leo Trotzki († 1978)
- 9. Februar: Margrit Rainer, schweizer Schauspielerin († 1982)
- 10. Februar: Larry Adler, US-amerikanischer Mundharmonikaspieler († 2001)
- 12. Februar: Nello Celio, Schweizer Politiker († 1995)
- 15. Februar: Hale Boggs, US-amerikanischer Politiker und Mitglied der Warren-Kommission († 1972)
- 16. Februar: Konrad Buchwald, deutscher Botaniker und Politiker († 2003)
- 24. Februar: Otto von Rohr, deutscher Opernsänger († 1982)
- 28. Februar: Elie Bayol, französischer Rennfahrer († 1995)
- 1. März: Ralph Ellison, US-amerikanischer Autor († 1994)
- 2. März: Kurt Kretschmann, deutscher Naturschützer
- 2. März: Martin Ritt, US-amerikanischer Filmregisseur († 1990)
- 3. März: Asger Jorn, dänischer Künstler († 1973)
- 5. März: Philip Farkas, Hornist und Mitbegründer der International Horn Society († 1992)
- 7. März: Ferdinand Käs, Berufssoldat und Beamter († 1988)
- 9. März: Abraham S. Luchins, US-amerikanischer Gestaltpsychologe
- 10. März: Ernst Brugger, Schweizer Politiker († 1998)
- 13. März: Friedrich-Wilhelm Goldenbogen, deutscher Politiker († 1982)
- 15. März: Gil Elvgren, US-amerikanischer Pin-Up und Werbe-Zeichner († 1980)
- 18. März: Hans Bayer, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 18. März: Thaddäus Troll, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 28. März: Bohumil Hrabal, tschechischer Schriftsteller († 1997)
- 28. März: Guido Carli, italienischer Ökonom († 1993)
- 30. März: Sonny Boy Williamson I., Bluesmusiker und Mundharmonikaspieler († 1948)
- 31. März: Emil Kemmer, deutscher Politiker († 1964)
- 31. März: Octavio Paz, mexikanischer Schriftsteller und Diplomat († 1998)
- 1. April: Willi Meinck, deutscher Schriftsteller
- 2. April: Alec Guinness, englischer Schauspieler († 2000)
- 4. April: Marguerite Duras, französische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin († 1996)
- 8. April: Euthymia, deutsche Clemensschwester († 1955)
- 10. April: Herbert Fischer, Botschafter der DDR in Indien
- 11. April: Manja Behrens, deutsche Schauspielerin († 2003)
- 13. April: Orhan Veli, Dichter und Erneuerer der türkischen Poesie († 1950)
- 14. April: Pehr Edman, schwedischer Biochemiker († 1977)
- 14. April: Wilhelm Hahnemann, österreichischer und deutscher Fußballspieler († 1991)
- 16. April: Mark Lasarewitsch Gallai, sowjetischer Testpilot und Ingenieur († 1998)
- 22. April: Hans Baumann, deutscher Lyriker, Liedschreiber, Kinder- und Jugendbuchautor († 1988)
- 22. April: Karl Otto Götz, deutscher Maler
- 22. April: Michael Wittmann, Kompaniechef der schweren SS-Panzerabteilung 501 († 1944)
- 24. April: Jan Karski, polnischer Offizier und Kurier der Polnischen Heimatarmee († 2000)
- 29. April: Walter Janka, deutscher Verleger, SED-Mitglied der DDR († 1994)
- 1. Mai: Rudolf Gellesch, deutscher Fußballspieler († 1990)
- 3. Mai: Paul Benthien, deutscher Tischtennisspieler († 1982)
- 5. Mai: Tyrone Power, amerikanischer Film- und Theaterschauspieler († 1958)
- 7. Mai: Andreas Kupfer, deutscher Fußballspieler († 2001)
- 9. Mai: Hank Snow, kanadischer Country-Sänger († 1999)
- 9. Mai: Josef Müller-Brockmann, Grafikdesigner, Typograph, Autor und Lehrer († 1996)
- 9. Mai: Peter Wehle, österreichischer Komponist, Autor und Kabarettist († 1986)
- 10. Mai: Erwin Lange, deutscher Politiker († 1991)
- 10. Mai: Karl-Heinz Lauterjung, deutscher Physiker († 2000)
- 12. Mai: Bertus Aafjes, niederländischer Schriftsteller († 1993)
- 13. Mai: Gregor von Rezzori, österreichischer Schriftsteller und Filmschauspieler († 1998)
- 13. Mai: Joe Louis, Boxer († 1981)
- 18. Mai: Emmanuel de Graffenried, schweizer Rennfahrer
- 19. Mai: Max Ferdinand Perutz, britischer Schriftsteller Nobelpreisträger (†2002)
- 20. Mai: Hans-Gerd Fröhlich, deutscher Vertriebenenpolitiker († 1995)
- 20. Mai: Hermann Götz, deutscher Politiker († 1987)
- 21. Mai: Gerhard Funke, deutscher Philosoph
- 22. Mai: Sun Ra, Jazzkomponist und Jazzmusiker († 1993)
- 22. Mai: Vance Packard, US-amerikanischer Publizist († 1996)
- 24. Mai: George Tabori, ungarischer Theaterautor und Regisseur
- 24. Mai: Lilli Palmer, deutsche Schauspielerin († 1986)
- 7. Juni: Alberto Camenzind, Schweizer Architekt und Professor an der ETH Zürich († 2004)
- 10. Juni: Oktay Rifat, Schriftsteller († 1988)
- 15. Juni: Juri Wladimirowitsch Andropow, sowjetischer Politiker († 1984)
- 17. Juni: Gertrud Heinzelmann, Schweizer Juristin und katholische Theologin († 1999)
- 17. Juni: John Hersey, US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist († 1993)
- 17. Juni: Lucie Beyer, deutsche Politikerin und MdB
- 19. Juni: Lester Flatt, US-amerikanischer Country-Musiker († 1979)
- 20. Juni: Albrecht Brandi, deutscher Fregattenkapitän († 1966)
- 21. Juni: William Spencer Vickrey, Nobelpreisträger und Ökonom († 1996)
- 29. Juni: Rafael Kubelik, tschechischer Dirigent († 1996)
- 1. Juli: Christl Cranz, deutsche Skirennläuferin († 2004)
- 2. Juli: Erich Topp, U-Boot-Kommandant im Zweiten Weltkrieg und der Bundesmarine
- 8. Juli: Kurt Barthel, deutscher Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker, Dramaturg († 1967)
- 9. Juli: Willi Stoph, DDR-Politiker und hoher Funktionär der SED († 1999)
- 10. Juli: Emil Carlebach, hessischer Landtagsabgeordneter und Journalist († 2001)
- 15. Juli: Prince Bira, thailändischer Rennfahrer († 1985)
- 18. Juli: Gino Bartali, italienischer Radrennfahrer († 2000)
- 19. Juli: Ewald Bucher, deutscher Politiker († 1991)
- 20. Juli: Ersilio Tonini, emeritierter Erzbischof von Ravenna-Cervia und Kardinal
- 22. Juli: Charles Regnier, deutscher Schauspieler († 2001)
- 27. Juli: Gusti Huber, österreichische Burg- und Filmschauspielerin († 1993)
- 27. Juli: Karlfranz Schmidt-Wittmack, deutscher Politiker, MdB († 1987)
- 28. Juli: Ernst Albrecht, deutscher Politiker († 1991)
- 30. Juli: Michael Morris, 3. Baron Killanin, anglo-irischer Journalist und Sportfunktionär († 1999)
- 31. Juli: Bernt von Kügelgen, Journalist († 2002)
- 31. Juli: Louis de Funès, französischer Schauspieler und Komiker († 1983)
- 31. Juli: Mario Bava, Italienischer Filmregisseur, Kameramann und Drehbuchautor († 1980)
- 6. August: Benedict Nicolson, englischer Kunsthistoriker und Redakteur († 1978)
- 9. August: Ferenc Fricsay, ungarischer Dirigent († 1963)
- 9. August: Tove Jansson, finnische Fantasy-Schriftstellerin († 2001)
- 15. August: Paul Rand, US-amerikanischer Designer von Firmenlogos († 1996)
- 16. August: Pawel Stepanowitsch Kutachow, sowjetischer Pilot († 1984)
- 19. August: Raymond Marcellin, französischer Politiker († 2004)
- 26. August: Alexei Hajew, US-amerikanischer Komponist
- 26. August: Julio Cortázar, argentinischer Schriftsteller und Intellektueller († 1984)
- 27. August: Heidi Kabel, deutsche Volksschauspielerin
- 7. September: James van Allen, US-amerikanischer Physiker
- 10. September: Robert Wise, US-amerikanischer Regisseur († 2005)
- 12. September: Desmond Llewelyn, britischer Schauspieler († 1999)
- 15. September: Adolfo Bioy Casares, argentinischer Schriftsteller († 1999)
- 15. September: Jens Otto Krag, dänischer Politiker († 1978)
- 15. September: Will Quadflieg, deutscher Schauspieler († 2003)
- 21. September: John Kluge, deutsch-amerikanischer Geschäftsmann
- 22. September: Siegfried Lowitz, deutscher Schauspieler († 1999)
- 3. Oktober: Jan Nowak-Jezioranski, Polnischer Journalist, Schriftsteller und Patriot († 2005)
- 6. Oktober: Thor Heyerdahl, norwegischer Anthropologe und Abenteurer († 2002)
- 10. Oktober: Agostino Straulino, italienischer Sportler (Segeln) († 2004)
- 11. Oktober: Reuben Fine, US-amerikanischer Schachspieler und Psychoanalytiker († 1993)
- 14. Oktober: Raymond Davis Jr., US-amerikanischer Physiker
- 15. Oktober: Mohammed Sahir Schah, König (Schah) von Afghanistan 1933–1973
- 17. Oktober: Jerry Siegel, US-amerikanischer Autor und Mit-Erfinder des Comics Superman († 1996)
- 21. Oktober: Martin Gardner, US-amerikanischer Schriftsteller und Mathematiker
- 21. Oktober: Samuel Alderson, US-amerikanischer Erfinder († 2005)
- 27. Oktober: Dylan Thomas, britischer Schriftsteller († 1953)
- 27. Oktober: Hermann Geiger, Schweizer Rettungsflieger und Pionier des Gletscherflugs († 1966)
- 28. Oktober: Richard L. M. Synge, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 1994)
- 2. November: Felicitas Kukuck, deutsche Komponistin († 2001)
- 3. November: Gyula Trebitsch, ungarischer Filmproduzent mit großen Erfolgen im deutschen Film
- 4. November: Martin Balsam, US-amerikanischer Schauspieler († 1996)
- 5. November: Herbert Czaja, deutscher Politiker († 1997)
- 7. November: R. A. Lafferty, US-amerikanische SF- und Fantasy-Schriftsteller († 2002)
- 8. November: George Dantzig, US-amerikanischer Mathematiker († 2005)
- 10. November: Edmund Conen, deutscher Fußballer († 1990)
- 11. November: Emmanuel Kiwanuka Nsubuga, Erzbischof von Kampala und ein Kardinal († 1991)
- 11. November: Howard Melvin Fast, Schriftsteller († 2003)
- 12. November: Peter Whitehead, englischer Formel 1- und Sportwagen-Rennfahrer († 1958)
- 13. November: Paul Lücke, deutscher Bauminister und Innenminister († 1976)
- 15. November: Giuseppe Caprio, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 15. November: Jorge Bolet, US-amerikanisch-kubanischer Pianist († 1990)
- 15. November: Wladimir Alexejewitsch Lotarew, sowjetischer Konstrukteur von Strahltriebwerken († 1994)
- 16. November: Bernhard Balkenhol, deutscher Politiker und MdB
- 17. November: Christa Johannsen, deutsche Schriftstellerin († 1981)
- 21. November: Michael Grant, Englischer Altphilologe († 2004)
- 24. November: Agostino Casaroli, italienischer Theologe und Kardinal († 1998)
- 24. November: Hildegard Bussmann, deutsche Tischtennisspielerin († 1988)
- 25. November: Eddie Boyd, US-amerikanischer Bluesmusiker († 1994)
- 25. November: Joe DiMaggio, US-amerikanischer Baseball-Spieler († 1999)
- 26. November: Cuno Fischer, deutscher Maler, Bühnenbildner und Designer († 1973)
- 29. November: Kurt Böhner, deutscher Historiker
- 2. Dezember: Ray Walston, US-amerikanischer Schauspieler († 2001)
- 3. Dezember: Irving Fine, US-amerikanischer Komponist († 1962)
- 4. Dezember: Rudolf Hausner, österreichischer Maler und Graphiker († 1995)
- 5. Dezember: Hans Hellmut Kirst, deutscher Schriftsteller († 1989)
- 12. Dezember: Patrick O'Brian, britischer Autor († 2000)
- 13. Dezember: Alan Bullock, britischer Historiker († 2004)
- 14. Dezember: Karl Carstens, deutscher Politiker, MdB und Bundespräsident († 1992)
- 15. Dezember: Gheorghe Dumitrescu, rumänischer Komponist († 1996)
- 23. Dezember: Dezider Kardoš, tschechischer Komponist († 1991)
- 24. Dezember: Herbert Reinecker, deutscher Journalist und Autor
- 26. Dezember: Annemarie Wendl, deutsche Schauspielerin
- 26. Dezember: Richard Widmark, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Dezember: Giuseppe Berto, italienischer Schriftsteller († 1978)
- 29. Dezember: Alfred Vohrer, deutscher Regisseur († 1986)

Gestorben


- 13. Januar: Alfred Lichtwark, deutscher Kunsthistoriker (
- 1852)
- 1. März: Tor Aulin, schwedischer Komponist (
- 1866)
- 4. März: Benjamin Dwight Allen, US-amerikanischer Komponist (
- 1831)
- 5. März: Georgi Sedow, russischer Marineoffizier und Polarforscher (
- 1877)
- 7. März: Henryk Dobrzycki, polnischer Arzt, Philantrop und Komponist (
- 1841)
- 12. März: George Westinghouse, amerikanischer Erfinder (
- 1846)
- 16. März: Charles Albert Gobat, Schweizer Politiker und Friedensnobelpreisträger (
- 1843)
- 17. März: Gaston Calmette, französischer Journalist, Direktor der Tageszeitung Le Figaro (
- 1858)
- 25. März: Frédéric Mistral, französischer Dichter und Linguist (
- 1830)
- 30. März: John Henry Poynting, englischer Physiker (
- 1852)
- 31. März: Christian Morgenstern, deutscher Dichter und Schriftst