:: wikimiki.org ::
| Belutschistan |
BelutschistanBelutschistan ist der Name einer Region in Vorderindien im Grenzgebiet der Staaten Iran, Pakistan und Afghanistan. Die Fläche beträgt etwa 300.000 km².
Der pakistanische Teil findet sich in der Provinz Belutschistan wieder.
Weblinks
- http://www.jochen-hippler.de/Fotos/Pakistan/Wuste_in_Belutschistan/wuste_in_belutschistan.html (Wüstenebene am Gebirgsrand)
- http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/0/0,1367,MAG-0-2088064,00.html
Kategorie:Geographie (Iran)
Kategorie:Geographie (Pakistan)
Kategorie:Geographie (Afghanistan)
Vorderindien
Südasien ist ein Teil des asiatischen Kontinents und wird im Nordwesten, Norden und Nordosten durch Gebirge vom übrigen Asien abgetrennt. Geologisch wird ein großer Teil von Südasien, da er eine eigene tektonische Platte darstellt, auch als Indischer Subkontinent oder 'Vorderindien' bezeichnet. Das größte Land in Südasien ist Indien. Südasien ist eine der ärmsten Regionen der Welt; in ihr leben mehr als 20% der Weltbevölkerung. Allein in Indien leben über eine Milliarde Menschen.
Staaten in Südasien (in alphabetischer Reihenfolge):
- Bangladesch
- Bhutan
- Indien
- Malediven
- Nepal
- Pakistan
- Sri Lanka
Afghanistan wird manchmal zu Südasien, in der Regel jedoch zu Zentralasien gerechnet.
Siehe auch
- Nordasien, Zentralasien, Vorderasien, Ostasien, Südostasien
Weblinks
- http://www.suedasien.net/
- http://www.suedasien.com/
Kategorie:Asien
Kategorie:Region
ja:南アジア
ko:남아시아
ms:Asia Selatan
th:เอเชียใต้
zh-min-nan:Lâm-a
Pakistan
Pakistan (Urdu: پاکستان ) ist ein Staat in Südasien. Pakistan grenzt an Iran, Afghanistan, China, sowie an die indischen Bundesstaaten Jammu und Kashmir, Punjab, Rajasthan und Gujarat (im Uhrzeigersinn). Pakistan liegt am Arabischen Meer, welches Teil des Indischen Ozeans ist.
Die Ursprünge des Namens „Pakistan“ sind umstritten. Auf Urdu bedeutet er „Land der Reinen“ (pak: rein; stan: Land). Es ist allerdings auch vorstellbar, dass „Pakistan“ ein aus den Namen der damaligen Provinzen – Punjab, Afghanien, Kaschmir, Indus-Sind und Belutschistan – zusammengesetztes Akronym ist.
Geographie
Klima
Akronym]Akronym]Akronym]
Bevölkerung
Sprachen
Urdu und Englisch sind die Amtssprachen Pakistans. Englisch wird vor allem von der Regierung, als Geschäfts- und Bildungssprache an den Universitäten verwendet, während Urdu die Verkehrssprache des Großteils der Bevölkerung ist, obwohl es als Muttersprache nur von acht bis zehn Prozent der Einwohner gesprochen wird. Die Zahl der Urdu-Muttersprachler steigt jedoch durch die gesellschaftliche Funktion der Sprache ständig, vor allem dadurch, dass Standard-Urdu in der überwiegenden Mehrzahl der Schulen (auf primärem und sekundärem Niveau) als Unterrichtssprache verwendet wird. Drei weitere wichtige Sprachen Pakistans sind ebenfalls indo-arische Sprachen, die mit dem Urdu verwandt sind: Punjabi (58 %), Sindhi (12 %), Siraiki (9,8 % – wird manchmal als Panjabi-Dialekt betrachtet). Nur Sindhi wird in größerem Umfang als Schriftsprache verwendet. In Karachi leben aus dem Raum Mumbai stammende Bevölkerungsgruppen, die immer noch Gujarati sprechen. Die Sprachen Paschtu, (8 %) und Belutschi (3 %) gehören zu den iranischen Sprachen, das in Belutschistan gesprochene Brahui ist eine dravidische Sprache.
Im Norden des Landes gibt es eine Vielzahl von Sprachen, die nur von sehr wenigen Menschen gesprochen werden. Balti ist ein in arabischer Schrift geschriebener tibetischer Dialekt, Buruschaski eine isolierte Sprache.
Religionen
Ca. 96 % der Einwohner von Pakistan sind Muslime. Sie gehören verschiedenen Strömungen an, über deren Stärke aber nur Mutmaßungen angestellt werden können, da sie nicht erfasst werden.
In der Mehrheit sind die Muslime Sunniten. Der sunnitische Islam präsentiert sich in Pakistan jedoch nicht als Einheit. Vielmehr teilt er sich in mehrere Denkschulen auf. Die Richtung mit den meisten Anhängern dürften die Barelwis sein. Sie vertreten einen durch den Sufismus (islamische Mystik) geprägten Islam und sind strenge Anhänger der hanafitischen Rechtsschule. Sie dominieren vor allem in den ländlichen Teilen der Provinzen Sindh und Punjab, haben aber auch viele Anhänger in den Großstädten Lahore, Multan und Rawalpindi. Die Deobandis sind ebenfalls Hanafiten, sie lehnen jedoch im Gegensatz zu den Barelwis Gräber- und Heiligenverehrung ab. Die Deobandis sind in Karatschi und unter den Paschtunen der North-West Frontier Province und Belutschistans stark vertreten. Die kleinste der drei sunnitischen Denkschulen sind die puritanischen, an Saudi-Arabien angelehnten Ahl-i Hadîth, welche die Rechtsschulen sowie den Sufismus ablehnen. Ihre Zentren sind Lahore, Sialkot, Gujranwala und Faisalabad.
Unklar ist, wie hoch der Anteil der 12er-Schiiten (Imamiten) an der Bevölkerung Pakistans ist. Die meisten Schätzungen gehen von 15 % aus. Sie sind in Karatschi, Lahore, Sialkot und Jhang sowie in den Northern Areas stark vertreten. Während der schiitischen Trauerzeremonien im Muharram kommt es in Pakistan häufig zu blutigen Auseinandersetzungen. Daneben sind in Pakistan zwei ismailitische Gruppierungen vertreten. Die Bohras leben vor allem in Karatschi, die Nizaris sind daneben vor allem in den Northern Areas (Gilgit und Hunza) sowie Chitral (N.W.F.P.) vertreten. Eine schiitische Sondergruppe im äußersten Norden sind die Nurbakhshis.
Die Ahmadis, die vor allem in ihrem Zentrum Rabwah sowie um Sialkot herum leben, sind in Pakistan seit 1974 offiziell nicht mehr als Muslime anerkannt; sie sind zunehmender Verfolgung ausgesetzt. Es gibt außerdem Bestrebungen, die in Belutschistan verbreitete Gruppierung der Zikris zu Nichtmuslimen zu erklären.
Im Zuge der Teilung von 1947 verließen fast alle Hindus und Sikhs den Punjab. In Sindh blieb jedoch etwa ein Drittel der Hindus zurück. Hoch ist ihr Bevölkerungsanteil speziell in der Wüste Thar. Ihr Anteil an der pakistanischen Bevölkerung liegt zwischen 1,5 und 2 %. Etwa gleich hoch ist der Anteil der Christen. Sie leben vor allem um Lahore herum, in Rawalpindi und Islamabad sowie in Karatschi. Meist handelt es sich um Nachfahren von Unberührbaren, die während der britischen Kolonialzeit zum Christentum konvertierten. Andere stammen jedoch von Goanern ab, die zu jener Zeit oft als Bedienstete der Kolonialherren tätig waren. Die römisch-katholische Kirche und die aus mehreren britischen protestantischen Denominationen entstandene Church of Pakistan sind etwa gleich stark, hinzu kommen einige von US-amerikanischen Missionen gegründete Kirchen. In Karatschi leben außerdem mehrere Tausend Parsen genannte Anhänger des Zoroastrismus und im äußersten Nordwesten des Landes einige Tausend Kalash, die den indogermanischen Pantheon verehren.
Übergriffe gegen Christen und Hindus sind nicht selten. Insgesamt ist das Land von einer Atmosphäre der religiösen Intoleranz geprägt.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Pakistans
Entstehungsgeschichte
Der Staat Pakistan ist 1947 aus Teilen von Britisch-Indien entstanden. Hintergrund der Gründung Pakistans, war der Wunsch muslimischer Bevölkerungsteile, in einem eigenen Staat, der nicht Teil des hinduistisch dominierten Indiens ist, zu leben. Als Staatsgründer wird der Moslemführer Ali Jinnah angesehen. Als Führer der 1906 gegründeten All India Muslim League mobilisierte er die Mehrheit der Muslime für einen eigenen Staat, nachdem in den 1930er Jahren mehrere Versuche, einen Kompromiss mit dem Indian National Congress zu finden, gescheitert waren. Während die westliche gebildete Mittelschicht, die Großgrundbesitzer, aber auch die Landbevölkerung die Forderung nach der Gründung Pakistans unterstützten, blieb ein Teil der konservativen Religionsgelehrten auf Distanz. Außerdem trat ein großer Teil der Paschtunen für ein ungeteiltes Indien oder für die Eingliederung der Paschtunengebiete (NWFP und FATA) an Afghanistan ein. Im Zuge der Teilung verließen über 4 Millionen Muslime das heutige Indien, während ca. 7 Millionen Hindus und Sikhs das Staatsgebiet von Pakistan verließen. Es wird vermutet, dass bei Gewaltakten und durch die Strapazen während der Flucht bis zu 750.000 Menschen ihr Leben verloren.
Bei der Teilung war umstritten, welchem der beiden Staaten der Fürstenstaat Kaschmir zugeschlagen werden sollte. Vom mehrheitlich hinduistischen Gebiet Jammu und dem mehrheitlich buddhistischen Ladakh abgesehen war die Bevölkerung des Staates überwiegend muslimischen Glaubens. Die herrschende Dynastie war jedoch hinduistisch, weshalb sich der Fürst zunächst nicht entscheiden wollte und später Indien anschloss. Pakistan erlangte jedoch die Herrschaft über den westlichen und nördlichen Teil dieser Region. Beide Staaten beanspruchen ganz Kaschmir als ihr Territorium, eine von der UNO vorgeschlagene Volksabstimmung wurde nie durchgeführt. Der Kaschmirkonflikt prägt seither die Beziehung beider Staaten.
Als Folge des Bangladesch-Kriegs von 1971 trennte sich Ost-Pakistan, das heutige Bangladesch, von Pakistan.
Weiterer Verlauf und aktuelle Politik
Pervez Musharraf ist seit 1999 Präsident Pakistans.
Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 steht das Land im verstärktem Maße im Spannungsfeld und im Fokus religiös-motivierter Auseinandersetzungen, insbesondere da Musharraf eine enge politische und militärische Allianz mit den USA eingegangen ist. Die nach Meinung vieler prowestlich orientierte Politik des Präsidenten ist in dem muslimisch orientierten Land umstritten.
Neben den konventionellen Waffen verfügt Pakistan auch über Atomwaffen, die seit 1976 unter Leitung von Abdul Kadir Khan entwickelt und 1998 zum ersten Mal getestet wurden, sowie dafür geeignete Kurz- und Mittelstreckenraketen.
Unabhängig davon beteiligt man sich weiter am Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Am 7. März 2004 teilte die Regierung mit, dass sie bei ihrer Fahndung nach Mitgliedern der Extremisten-Organisation Al-Qaida im Westen des Landes Unterstützung von den Stammesfürsten in Form von 2.000 bewaffneten Kämpfern bekommen würde.
Im März 2002 begann die Volksrepublik China mit dem Bau eines gewaltigen Öl- und Containerhafens in Gwadar.
2005 erhält Pakistan gleichzeitig mit Indien und dem Iran den Status als Beobachter bei der Shanghai Cooperation Organization (SCO).
Siehe auch: Liste der Premierminister von Pakistan
Politik
Der Präsident wird seit der letzten Verfassungsänderung von 2002 alle 5 Jahre durch ein Wahlmännerkollegium gewählt, eine Wiederwahl ist sofort und in unbegrenzer Reihenfolge möglich.
Das Parlament (Majlis-e Shura) besteht aus der Nationalversammlung und dem Senat. Die 342 Abgeordneten der Nationalversammlung werden alle 5 Jahre nach dem Verhältnisswahlrecht gewählt, jedoch sind hierbei 60 Sitze für Frauen und 10 Sitze für Nichtmuslimische Minderheiten reserviert. Von den 100 Mitgliedern des Senats werden 88 alle 5 Jahre von den Provinzparlamenten, 8 von den Stammesterretorien und 4 vom Hauptstadtbezirk entsand.
Bildung
Pakistan ist eines von weltweit nur zwölf Ländern, die weniger als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts ins Bildungswesen investieren.
Es gibt über 40 Universitäten und 1.600 Colleges.
47% der Männer und 71% der Frauen in Pakistan sind Analphabeten.
Bibliothekswesen
Über 6.000 Bibliotheken sind in akademischen, privatwirtschaftlichen und religiösen Einrichtungen anzutreffen. Das öffentliche Bibliothekswesen ist stark unterentwickelt. Die knapp 300 öffentlichen Bibliotheken befinden sich in größeren Städten. In den 1980er Jahren wurden auf dem Land über 4.000 "box libraries" eingerichtet über deren aktuellen Zustand wenig bekannt ist. Seit 1998 fordert die nationale Bildungspolitik die Einrichtung von Bibliotheken auf dem Land - bisher jedoch ohne Konsequenzen.
Laut Aussage der PCTL (Pakistan Telecommunication Company Limited) sollen für 95 % der Bevölkerung Internetzugang möglich sein. Eine relativ große Anzahl von Internet-Cafés könnte diese Zahl bestätigen. Eine sehr geringe Anzahl von mit internationaler Hilfe aufgebauter Cyber Community Centers stellt qualitative Internetinformationszugänge auf dem Land zur Verfügung und bietet PC- und Internetkurse an.
An sechs Universitäten kann ein postgraduales Diplom in Library and Information Science erworben werden.
Politische Gliederung
Hauptartikel: Politische Gliederung Pakistans
Siehe auch: Liste der Städte in Pakistan
Literatur
- Susanne Thiel: KulturSchock Pakistan (1997).
- Ashok Kapur: Pakistan in Crisis (2002).
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=129 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtiges Amtes
- [http://www.sai.uni-heidelberg.de/abt/intwep/zingel/hdw3pak.htm Information über Pakistan - Eine sehr ausführliche Seite über Pakistan]
- [http://www.suedasien.net/laender/pakistan/geschichte.htm suedasien.net Eine ausführliche Seite über Pakistan]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/16804/1.html Projektionsfläche Pakistan Die muslimische Nation war bereits lange vor ihrer Staatsgründung eine Projektionsfläche der Weltwirtschaft]
- [http://www.storyofpakistan.com/ Story of Pakistan The Most Comprehensive Reference on the Political History of Pakistan]
- [http://www.urckarachi.org/Population%20Table-5.htm Die Ergebnisse der Volkszählungen aller Städte Pakistans von 1901 bis 1998]
- [http://dir.yahoo.com/regional/countries/pakistan/news_and_media/newspapers/ Pakistanische Zeitungen in Englisch und Urdu]
- [http://www.dpgk.de/ Deutsch-Pakistanische Gesellschaft Karlsruhe e.V.]
Kategorie:Staat
!
ja:パキスタン
ko:파키스탄
ms:Pakistan
simple:Pakistan
th:ประเทศปากีสถาน
zh-min-nan:Pakistan
Belutschistan (Pakistan)
Die pakistanische Provinz Belutschistan bildet den östlichen Teil der Region Belutschistan. Der westliche Teil gehört zum Iran. Die Hauptstadt der Provinz ist Quetta.
Belutschistan ist mit einer Fläche von 347.190 km² die größte Provinz Pakistans. Allerdings ist sie mit ca. 7,5 Mio. Einwohnern (2004) gleichzeitig die am geringsten besiedelte Region des Landes.
Geografie
Belutschistan grenzt an die Stammesgebiete unter Bundesverwaltung, an die Provinzen Punjab und Sindh, sowie an das Arabische Meer, den Iran und Afghanistan (im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten).
Die Provinz lässt sich in drei natürliche Großräume gliedern: Im Westen hat es Anteil an der
abflusslosen inneriranischen Beckenlandschaft, der Zentralbereich wird durch den Gebirgsfächer gekennzeichnet, der sich von der Virgation (Auseinandertreten von Gebirgsfalten) des Ararat bis zu den Pamiren erstreckt, im Osten und Südosten schließen sich die Tieflandsbuchten des Industieflandes mit ausgedehnten Schwemmlandebenen an.
Die Wüstenbecken sind durch weite salzerfüllte Endseen und ausgedehnte Flugsand- und
Dünenfelder geprägt. Vorherrschend sind mineralisierte und tonige Böden mit geringem Grundwasservorkommen Klimatisch ist dieser Raum praktisch frostfrei, die Durchschnittstemperaturen haben ihr Minimum im Januar (11°C) und ihr Maximum im Juli (35,9°C).
Das Hochland verfügt über ein deutlich kühleres Klima. Im zentralen Teil des Gebietes kann es zwischen November und Februar zu Schneefällen und zahlreichen Frosttagen kommen. Der überwiegende Teil des Hochlandes ist allerdings arm an Niederschlägen. Lediglich im nordöstlichen Teil kann es durch den Monsun zu höheren Sommerniederschlägen kommen. Dort sind die Temperaturschwankungen relativ gemäßigt. Der südliche Teil zeichnet sich dagegen durch deutlich höhere Temperaturen aus. Im Westen des zentralen Hochlandes gibt es einige Oasen.
Die Tieflandsbucht von Kachhi Sibi verfügt über weite aus lehmartigen und sandigen
Böden aufgebauten Terrassen. Die Sommer sind von hohen Temperaturen mit hoher Luffeuchtigkeit geprägt. Die Winter sind dagegen warmgemäßigt. Die Tieflandsbucht von Las Bela ist in morphologischer und hydrologischer Hinsicht der von Kachhi Sibi ähnlich, die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit sind aber niedriger. Der Küstenstreifen von Mekran am Arabischen Meer verfügt dagegenüber eine hohe Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit sehr geringen Niederschlägen. Die Böden sind sandig und mineralisiert.
Bevölkerung
Die Grenzen Belutschistans wurden im 19. Jahrhundert durch die britische Kolonialmacht ohne Berücksichtigung der Verbreitung der ethnischen Gruppen gezogen. So wohnen heute eine Vielzahl von ethnischen Gruppen in diesem Gebiet, wobei die Belutschen, die Brahui und die Paschtunen die größten ethnischen Bevölkerungsgruppen stellen. Zusammen machen sie etwa 80% der Bevölkerung aus. Die Tabelle zeigt den prozentueller Anteil der Sprachen, die normalerweise in den Haushalten gesprochen werden.
Quelle: Population Census Organization/ P.S.Y. 1992/ 1993
Allerdings gehen die jeweiligen Siedlungsgebiete der Paschtunen und der Belutschen weit über das Gebiet der Provinz Belutschistan hinaus. So wohnen Belutschen auch in der iranischen Provinz Belutschistan und in Teilen des Sinds und des Punjabs. Das überwiegend von Paschtunen besiedelte Gebiet erstreckt sich vom Süden Afghanistans und die Nordwestprovinz bis in den Norden Belutschistans. In Belutschistan stellen sie nördlich der Linie Quetta-Barchan die größe Mehrheit der Bevölkerung. Durch die große Zahl an Paschtunen, die als Flüchtlinge nach 1979 aus Afghanistan gekommen sind, hat ihr politisches Gewicht zugenommen.
Die willkürliche Grenzziehung durch ethnische Gruppen ist bis heute von vielen nicht akzeptiert worden und hat immer wieder zu der Forderung nach einem „Großbelutschistan“ oder nach einem „Großpaschtunistan“ geführt. Zwischen dem 15. August 1947 und dem 28. März 1948 bestand unter Khan von Kalat ein unabhängiges Belutschistan, dass aber unter dem Druck der pakistanischen Führer Pakistan eingegliedert wurde. Einen ausführlichen Überblick über die
Großbelutschistanfrage liefert das Buch „The Problem of Greater Baluchistan“ von
Inayatullah Baloch (1987).
Beim Khan von Kalat handelt es sich jedoch gar nicht um einen Belutschen, sondern um ein Stammesmitglied der Brahui, die schon vor der britischen Herrschaft in einem Subreich unter den paschtunischen Ghilzai das gesamte südliche Belutschistan beherrschten. Deren Siedlungsgebiet liegt praktisch gänzlich innerhalb dieser Provinz und erstreckt sich südlich der Linie Nushki-Quetta-Sibi bis zur Küste des Arabischen Meeres.
Wirtschaft
In der inneriranischen Beckenlandschaft besteht nur in wenigen Räumen Möglichkeit zum Bewässerungsfeldbau, Regenfeldbau ist durch die geringen und stark variierenden Niederschlagsereignisse nicht möglich. Die bescheidenen Weidebedingungen stellen in weiten Teilen die einzige Wirtschaftsgrundlage dar, doch sind die Tierhalter zu einer mobilen Lebens- und Wirtschaftsweise gezwungen.
Im zentralen Gebirgsland ist durch die Nutzung von Karezen (unterirdischen Bewässerungskanälen) ein intensiver Acker- und Obstbau möglich, daneben findet auch die Wanderviehwirtschaft günstige Bedingungen. Im Winter wird diese an Region aber von vielen Bewohnern angesichts der kalten Temperaturen verlassen, da es an Heizmaterial mangelt. Der Nordosten des zentralen Gebirgslandes eignet sich aufgrund der relativ gemäßigten Temperaturen und der größeren Grundwasserreserven am besten für eine stationäre Lebensweise.
In den Oasen im westlichen Teil werden Datteln, Zitrusfrüchte und Bananen angebaut. Der südwestliche Teil des Gebirgslands ist dagegen nur von geringer wirtschaftlicher Bedeutung. Hier werden lediglich die Weideflächen für eine mobile Viehhaltung genutzt.
Die Böden der Tieflandsbucht von Kachhi Sibi könnten eigentlich gut durch den Ackerbau benutzt werden, allerdings mangels es aufgrund der geringen Niederschläge an Wasser. Es ist
nur im Herbst möglich, eine Aussaat auszubringen, wenn aus den die Bucht umgebenden
Gebirgen Flutwasser ins Tal kommen. Die wie in allen Teilen Belutschistan
spärliche Weide gestattet eine ganzjährige Nutzung, wird aber bevorzugt nur im
Winterhalbjahr genutzt, da im Sommer hohe Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit
Mensch und Tier zu schaffen machen. Im Winter ziehen die warmgemäßigten Temperaturen
aber die Herden aus dem Gebirgsfächer an. Es kann auch zu Sommerniederschlägen kommen, die das Weideangebot begünstigen.
Die Bucht von Las Belas stellt einen ganzjährig nutzbaren Raum dar, der während des Winters auch die Aufgabe eines Ergänzungsraumes für die Gebirgsbevölkerung erfüllt. Der Küstenstreifen von Mekran verfügt dagegen nur über eine sehr geringe Vegetationsdecke und bietet keinerlei Möglichkeiten für eine agraische Nutzung. Auch aufgrund der ungünstigen klimatischen Bedingungen ist eine wirtschaftliche Nutzung dieses Teils sehr schwierig.
Geschichte
Das Gebiet der pakistanischen Provinz Belutschistan erfüllte in einer frühgeschichtlichen
Periode eine Brückenfunktion zwischen der mesopotamischen Kultur und der Induskultur (Kulli-Kultur). Zu dieser Zeit wurden hier Reis und Hirse angebaut. Überbevölkerung und die daraus resultierenden Desertifikationsmechanismen führten jedoch bald zu einem Rückgang der Ernteerträge und damit zum Ende dieser Kultur. Danach folgte eine Zwischenzeit, über die wenig bekannt ist. Erst durch die arabische Ostwanderung im 7. Jahrhundert tauchen Berichte über Orte im heutigen Belutschistan auf, Anfang des 8. Jahrhundert wurde der gesamte Südteil von den Arabern erobert.
Die Araber bauten Straßen und Wasserleitungen; in der Zeit der Ghaznaviden- (10. und 11. Jahrhundert) und der anschließenden Ghoriden-Herrschaft ((12. und 13. Jahrhundert) wanderten Belutschen und Brahui-Stämme ein, welche die Araber absorbierten. Die Paschtunen besiedelten schon im 7. Jahrhundert den Norden Belutschistans, der im frühen 13. Jahrhundert in die Einflußsphäre des von Dschingis Khan begründeten mongolischen Großreiches kam.
Anfang des 14. Jahrhunderts geriet das Gebiet des heutigen Belutschistans unter die Herrschaft der Moguln. Doch in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts konnten die Belutschen unter der Führung Mir Chakars die Mogulenherrschaft abschütteln und das erste und einzige Belutschenreich gründen. Es umfaßte das pakistanische und das iranische Belutschistan, Südafghanistan, Sind und das Punjab bis südlich von Multan. Dieses Reich, das die heutige Verbreitung der Belutschen in diesen Gebieten zur Folge hat, zerfiel aber nach dem Tod von Mir Chakar.
Danach geriet dieser Landstrich nacheinander unter die Macht der Safawiden (1559-1595),
der Moguln (1595-1638) und wiederum der Safawiden (1638-1708). Zwischen 1708 und
1879 war das Land mit kleinen Zwischenperioden unter Kontrolle der paschtunischen Ghilzai.
In dieser Zeit konnten die Paschtunen ihre wirtschaftliche Stellung ausbauen, während die
Brahui im Süden gegenüber den Belutschen die Oberhand gewannen. Auch unterstützt durch
Nadir Schah von Persien errichteten sie 1666 ein Khanat und damit ein zweites Reich in diesem Gebiet, des allerdings nur ein Subreich des Ghilzaireiches war. Dieses endete 1839, mit der Ermordung des Herrschers durch die Briten.
Die Hilzai-Periode endete mit dem Vertrag von Gandarmak (1879), indem die Briten ihre
Machtstellung endgültig etablierten und Belutschistan in ihr Kolonialreich einverleibten.
Damit übernahm erstmals eine den eingeborenen Stämmen in kultureller, wirtschaftlicher und
gesellschaftlicher Hinsicht vollkommen fremde und militärisch klar überlegene Gruppe die
Macht. Bis dahin hatten sich die Fremdherrschaften kaum Spuren in Belutschistan und bei
seinen Bewohnern hinterlassen, dieses sollte sich aber mit dem Beginn der britischen
Kolonialzeit ändern.
Die Briten verfolgten mit der „Eingliederung“ Belutschistans und der Nordwestgrenzprovinz
in ihr Kolonialreich Britisch-Indien das Ziel, die wirtschaftlichen Kernräume (hier: Pundschab und Sind) gegenüber den „turbulent frontiers“ mit breiten befriedeten Randzonen abzusichern. In Westen und Nordwesten spielten auch imperiale Interessen eine Rolle, da man eine Ausdehnung Russlands nach Süden verhindern wollte. Dieses gelang im 2. Afghanischen Krieg (1878-1880), in dem man Afghanistan als abhängigen Pufferstaat etablierte.
In Belutschistan wurde nur die Region um Quetta, der Korridor der Eisenbahnlinie
Karatschi-Quetta und die Grenzregion entlang der Durand-Linie zu Afghanistan direkt
verwaltet, der gesamte strategisch uninteressante Süden und der Südosten von Sibi wurde
durch das „indirect rule“ in Abhängigkeit gehalten. Die Vorgehensweise in dieser Region
hatte Modellcharakter für alle von den Briten kontrollierten Stammesgebiete im
Commonwealth.
Belutschistan wurde allein unter strategischen Gesichtspunkten verwaltet, die Briten
interessierten sich nicht für die durch ihre Politik ausgelösten Veränderungen des komplexen
räumlichen Nutzungsmuster mit den weitreichenden sozialen und ökologischen Konsequenzen.
1947 endete mit der Unabhängigkeitserklärung Pakistans die britische Kolonialherrschaft. Pakistan legte viel Wert auf die Einhaltung der Grenzen und schränkte die großen saisonalen Wanderungsbewegungen der afghanischen Nomaden nach Pakistan ein. Gegenüber den einheimischen Stämmen wurde das „indirect rule“ beibehalten, bis 1960 das „Basic Democracy System“ eingeführt worde. Die Bewohner wurden weitgehend sich selbst überlassen, ein Abbau der in vielen Bereichen vorhandenen Disparitäten innerhalb Pakistans wurde nicht vorangetrieben.
Das nationale und auch internationale Desinteresse änderte sich schlagartig mit der Invasion der Sowjetarmee in Afghanistan 1979. Pakistan konnte auch deshalb Belutschistan nicht mehr vernachlässigen, da Belutsch-Separatisten von der Sowjetunion unterstützt wurden, um Pakistan zu destabilisieren, dessen Flüchtlingslager als Zentrums des afghanischen Widerstandes galten. Seitdem wurden einige Entwicklungsprojekte
gestartet und Aktionspläne aufgestellt (z.B.: Action Plan for Employment and Manpower
Development in Balochistan (1991)), die aber in den meisten Fällen nicht die Ärmsten der Region erreichten.
1998 wurde von Pakistan in der Region ein Nukleartest durchgeführt.
Literatur
- Baloch, M. K. B. M. (1964): The Balochis through Centuries. Quetta.
- Baloch, I. (1987): The Problem of „Greater Baluchistan“ : A Study of Baluch Nationalism.
Beiträge zur Südasienforschung 116. Stuttgart.
- Quddus, S.A. (1990): The Tribal Belutschistan. Lahore.
- Scholz, F. (1974): Belutschistan (Pakistan) : Eine sozialgeographische Studie des Wandel in
einem Nomadenland seit Beginn der Kolonialzeit. Göttinger Geographische Abhandlungen
63. Göttingen.
- Scholz, F. (1992): Transformation bergnomadischer Gruppen in mobile Gelegenheitsarbeiter :
Eine Fallstudie aus Nord-Belutschistan, Pakistan. In: Erdkunde 46, S. 14 - 25.
Kategorie:Pakistan
ko:발루치스탄 주
Kategorie:Geographie (Pakistan)
Pakistan
Geographie
ko:분류:파키스탄의 지리
Kategorie:Geographie (Afghanistan)
Afghanistan
Geographie
Afghanistan
Plantilla:Ru icon
Ksigarnia Internetowa Conspiracy katpar online casinos programy p2p
|
|
|
| :: RELATED NEWS :: |
Classical guitar music
This article lists the most significant solo pieces and collections in the classical guitar repertoire. It includes baroque guitar and vihuela music, but not lute music.
16th century
- 1536 Luis Milán (ca. 1500 - after 1561) Libro de musica de vihuela de mano intitulado El Maestro
- 1538 Luis de Nar
|
Norman Davies
Sir Norman Davies (born June 8, 1939 in Bolton, Lancashire, England) is a British historian, noted for his publications on the history of Poland,
Rosa Maria Perez (born September 6, 1964) is a Puerto Rican-American actress, choreographer, producer and director.
Perez was bo
|
|
Spinone Italiano
The Spinone Italiano is an Italian dog breed. Its original purpose was as a hunting dog, which the breed is still a master of today. The Spinone is a loyal, friendly and alert dog with a close lying, tough, wiry coat that is hard to the touch. It is an ancient breed that can be traced back to approximately
Mädchen Amick is an actress, born in Sparks, Nevada, on December 12 1970. She is of half German, 1/4 Norwegian, and 1/4 Swedish descent. Her first name, which can be spelled in
|
Hutanari
Futanari (A compound word meaning 'double form' in Japanese) can mean both the subjects of a special type of pornographic anime or manga, (commonly known in the West as hentai) or the genre itself. Futanari depicts hermaphrodites or females with male sex organs.
Other common terms used to describe futanari characte
|
Bomber (disambiguation)
The word bomber has several uses:
A bomber is a person or machine who delivers bombs:
- A bomber is a military aircraft designed to attack ground targets.
- A suicide bomber is a bomb-carrying person who knows the explosion will cause his or her own death.
- In the British Army during the
|
Metamerism
Metamerism has at least three meanings:
- Properties of repeated segments in annelids, a concern of zoology;
- The chemical property of having the same proportion of atomic components in different arrangements (obsolete, replaced with isomer);
- Metamerism (color), an exploration of the factors that can contribute to a color appearing different under differing circumstances.
|
|