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Bemannte RaumfahrtBemannte Raumfahrt ist der Sammelbegriff für alle Weltraummissionen, bei der Menschen in Raumschiffen in den Weltraum vorstoßen und nach Ende der Mission unversehrt zur Erde zurückkehren. Zur bemannten Raumfahrt zählen auch die Langzeitaufenthalte der Astronauten auf der russischen Mir-Raumstation und der Internationalen Raumstation (ISS). Sind Astronauten gezwungen, außerhalb der schützenden Hülle ihres Raumschiffs oder Raumstation zu arbeiten (Weltraumspaziergang), so müssen sie aufwendige Raumanzüge tragen.
Raumanzüge
Länder
Derzeit gibt es drei Länder, deren Raumfahrtbehörden bemannte Raumfahrtmissionen durchführen können: Russland (Roskosmos), die USA (NASA) und seit kurzem die Volksrepublik China (CNSA). Darüber hinaus sind erste Aktivitäten privater Unternehmen zu beobachten.
Ein chronologischer Überblick der ist in der Liste der bemannten Raumfahrtmissionen verzeichnet.
Stellenwert in der Berichterstattung
Bemannte Raumfahrtmissionen haben einen relativ hohen Stellenwert in den Medien und es wird daher im Vergleich zu unbemannten Missionen oft darüber berichtet. Trotzdem haben bemannte Missionen heutzutage keine höhere wissenschaftliche Bedeutung als unbemannte, ferngesteuerte Missionen. Fehlschläge und Unfälle, bei der Astronauten gefährdet oder gar getötet wurden, bleiben der Öffentlichkeit lange im Gedächtnis und sorgen für einen langanhaltenden Imageverlust der Beteiligten.
Notwendigkeit bemannter Missionen
Aufgrund des enormen technischen Aufwands wird diskutiert, ob und wann bemannte Missionen sinnvoll sind. Notwendige Lebenserhaltungssysteme und Rettungssysteme, die das Risiko für die Astronauten minimieren sollen, verursachen erhebliche Kosten. Viele Tätigkeiten, die ein Astronaut vollbringen könnte, wären mit einer teilweise ferngesteuerten Sonde ebenso möglich. Zukünftige Fortschritte in der Robotik und der autonomen Steuerung würden beispielsweise eine weiter ausgedehnte, wissenschaftliche Erforschung des Mars erlauben, ohne dass ein Mensch die Erde verlassen müsste. Andererseits können Menschen im Gegensatz zu Maschinen intelligent und intuitiv handeln. Je nach Missionsart und Missionsziel ist das wiederum ein Vorteil.
Siehe auch: Liste der Weltraumspaziergänge
Geschichte
Kalter Krieg - Wettlauf ins All
Im Zeitalter des kalten Krieges begann ein zwischen den verfeindeten Großmächten USA und der Sowjetunion ein Wettlauf ins All, zuerst mit unbemannten Flügen, später mit bemannten Starts. Am 12. April 1961 umkreiste Juri Gagarin mit einer Wostok-Raumkapsel als erster Mensch die Erde.
Die USA konnten wenige Wochen später, am 5. Mai 1961, im Rahmen des Mercury-Programms einen 16-minütigen suborbitalen Flug von Alan Shepard vorweisen.
1968 flogen dann mit Apollo 7 die ersten Menschen im Rahmen des Apollo-Programms ins Weltall, was schließlich in der ersten bemannten Mondlandung 1969 mit Apollo 11 gipfelte. Danach konzentrierte man sich auf den erdnahen Weltraum. Die Raumstationen Saljut, Mir und Skylab boten den Menschen ím All ein bescheidenes Zuhause.
Siehe auch: Geschichte der Raumfahrt, Liste der bemannten Raumfahrtmissionen, Liste bemannter Missionen zur Raumstation Mir
Derzeitiger Stand
Internationale Raumstation (ISS)
Außer in der Volksrepublik China ist die Basis für alle gegenwärtigen Aktivitäten der staatlichen Raumfahrtagenturen die Internationale Raumstation (ISS).
Bis zum Unglück der US-Raumfähre Columbia wurde die ISS von den US-Raumfähren und den russischen Sojus-Raumschiffen angeflogen. Nach dem Unglück im Februar 2003 startete zweieinhalb Jahre kein Spaceshuttle mehr, erst im Juli 2005 wurden ein neuer Flug (STS-114) gestartet. Ob die US-Raumfähren in naher Zukunft wieder regelmäßig zur ISS fliegen können, ist noch ungewiss.
Siehe auch: Liste bemannter Missionen zur Internationalen Raumstation
Das veraltete Shuttle-Konzept für kommende Aufgaben
Bereits in der 1970er Jahren erfolgte die Entwicklung der US-Raumfähren, die aber in der Zwischenzeit vom technischen Konzept her als veraltet gelten. Zwar kommen sie nach dem Unglück der Columbia nochmal zum Einsatz, ein Nachfolgesystem ist aber bereits im Planungs- und Entwicklungsstadium. Im Zuge der strategischen und organisatorischen Neuausrichtung der NASA Anfang 2004 werden für die geplanten Mond- und Marsflüge andere Raumfahrzeuge benötigt, außerdem ist die weitere Zukunft der ISS ungewiss.
Siehe auch: Liste der Space-Shuttle-Missionen
Sonderweg China
Eine Sonderweg beschreitet momentan die Volksrepublik China, indem sie eine eigene Infrastruktur im Weltall aufbaut. Der 2003 durchgeführte, bemannte Raumflug wurde zwar größtenteils durch Verwendung eines modifizierten Nachbaus der russischen Sojus-Kapsel ermöglicht, die eigenen Entwicklungen und Programme stehen aber in der Zwischenzeit im Vordergrund.
Weitere Informationen zur chinesischen Raumfahrt: Chinesische Raumfahrt, Shenzhou, Langer Marsch (Rakete), Taikonaut, Chinesische Weltraumbehörde
Privat finanzierte bemannte Raumfahrt
Suborbitale Flüge einzelner Länder oder privater Firmen zählen streng genommen nicht zur bemannten Raumfahrt, da keine Umlaufbahn erreicht wird und es somit keine Weltraummissionen im eigentlichen Sinn sind. Privat finanzierte und entwickelte Raumfahrt jeglicher Art steht erst am Anfang ihrer Entwicklung, wenn auch erste Erfolge, etwa der Flug von SpaceShipOne am 21. Juni 2004, vorzuweisen sind.
Weltraumtourismus
Seit dem Jahr 2001 konnten drei Weltraumtouristen mit zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen. Dabei handelte es sich aber um Ausnahmen, da die Transportkapazitäten zur ISS derzeit begrenzt sind.
Zukünftige Entwicklungen
Da Russland mit seinen Sojus-Raumkapseln nur begrenzte Transportkapazitäten anbieten kann, denkt man in Europa über einen eigenen Raumtransporter nach, der der ESA mehr Unabhängigkeit verleihen würde. Die Entwicklung des anspruchsvollen Hermes-Konzepts wurde aus finanziellen und technischen Schwierigkeiten abgebrochen. Ein neuer Versuch ist der Hopper, eine Raumfähre, die ohne Zuhilfenahme zusätzlicher Raketen eine erdnahe Umlaufbahn erreichen soll. Der maßstabsgetreu verkleinerte Prototyp (Phoenix) wurde in Nordschweden im Mai 2004 erfolgreich getestet. Jedoch wird erst in Zukunft entschieden, ob der Hopper tatsächlich gebaut wird.
Siehe auch: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, EADS
Für den Ausbau der ISS oder den Anflug von Zielen, die über die erdnahe Umlaufbahn hinausgehen, sind jedoch zwingend neue Raumschiffe und Konzepte erforderlich.
Ein von US-Präsident George W. Bush im Januar 2004 verkündetes, strategisches Programm soll Menschen auf den Mond und später bis auf den Mars befördern. Allerdings wären für eine bemannte Marsmission völlig neue Raumschiffe erforderlich, die zunächst zu entwickeln sind. Ein erster Schritt dazu ist der Bau des Crew Exploration Vehicles.
Siehe auch: Bemannter Mondflug nach Apollo
Die ESA entwickelt ebenfalls ein Programm für einen bemannten Flug zum Mars, das Aurora-Programm. Es hat zum Ziel, den Erdmond und den Mars weiter zu erforschen und Vorbereitungen für einen bemannten Marsflug (geplant für das Jahr 2033) zu treffen.
Siehe auch
- Russische Raumfahrt
- Liste der Sojus-Missionen
- Sojus (Raumkapsel)
- Sojus (Rakete)
- Europäische Raumfahrt
- Katastrophen der Raumfahrt
- Liste der Raumfahrer
- Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen
Weblinks
-
- [http://www.urbin.de/index.htm urbin.de]
- [http://www.esa.int/esaHS/index.html ESA: Human Spaceflight (engl.)]
- [http://www.nasa.gov/vision/space/features/index.html NASA: Humans in Space (engl.)]
- [http://spaceflight.nasa.gov NASA: Human Space Flight (engl.)]
Kategorie:bemannte Raumfahrtmission
RaumfahrtAls Raumfahrt bezeichnet man Reisen oder Transporte in oder durch den Weltraum. Der Übergang zwischen Erde und Weltraum ist fließend und wurde durch die FAI auf eine Grenzhöhe von 100 Kilometern festgelegt. Ein Raumfahrzeug muss zusätzlich auch noch die erste kosmische Geschwindigkeit von rund 7,9 km/s erreichen, um zu einem Erdsatelliten zu werden. Die klassische Trennung zwischen Luft- und Raumfahrt wird zunehmend durch die technische Entwicklung der Raumfahrzeuge aufgeweicht.
Man unterscheidet zwischen
- bemannter Raumfahrt, bei der Menschen die Reise in den Weltraum antreten - zu ihr sind derzeit die USA, Russland und die Volksrepublik China in der Lage.
- unbemannter Raumfahrt, die das Befördern und den Betrieb von Satelliten und Sonden im Weltraum umfasst. Zu unbemannten Starts von eigenen Trägerraketen sind derzeit etwa zehn Länder und die ESA befähigt (siehe unten).
ESA
Geschichte
Ein chronologische Liste der bisherigen Raumfahrtmissionen ist hier erreichbar:
- Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen
- Liste der bemannten Raumfahrtmissionen
- Siehe auch Geschichte der Raumfahrt.
Allgemeines
Obwohl schon lange die Vorstellung von Reisen zum Mond oder anderen Planeten und Sternen bestand, wurde erst im 20. Jahrhundert mit der Entwicklung der Raketentechnik eine brauchbare und die bisher einzige Methode gefunden, die ausreichend lange so hohe Beschleunigung ermöglicht, dass ein dauerhaftes Verlassen des Planeten möglich wird.
Theoretische Grundlagen und Raketen-Pioniere
Die Theorie der Raumfahrt wurde unter anderem vom Russen Konstantin Ziolkowski (1857-1935) untersucht, der 1898 die mathematischen Grundprinzipien des Raketenantriebs formulierte (siehe Raketengrundgleichung). Auch der Siebenbürger Deutsche Hermann Oberth (1894-1989) stellte 1923 die Grundgleichung der Raketentechnik auf und zeigte wie Ziolkowski mit dem Konzept der Stufenrakete, wie man große Nutzlasten energetisch günstig in die gewünschte Flugbahn bringen kann.
Von den ersten Ingenieuren und experimentellen Wissenschaftlern sei der Amerikaner R. H. Goddard (1882-1945) erwähnt, der ab etwa 1910 kleine Raketenmotoren entwickelte. 1926 gelang ihm der Start der ersten Flüssigkeitsrakete. Noch früher tätig war hierin der Südtiroler Astronom und Raketenpionier Max Valier (1895-1930). Er wagte als erster Europäer Experimente mit flüssigen Treibstoffen und baute u.a. ein Raketenauto (heute Deutsches Museum). Bei einem Labortest in Berlin explodierte ein Aggregat und ein Metallsplitter tötete den nur 35-Jährigen.
Diese Grundlagenforschung enthusiastischer Einzelpersonen bis Anfang der 30er Jahre war Grundstock für die Entwicklung zur Hochtechnologie, die nur in Symbiose mit militärischen Interessen und staatlicher Finanzierung möglich war. Einen großen Anteil an solchen Weiterentwicklungen hatte Wernher von Braun (1912-1977) - von Peenemünde 1934 und der A4 (dem Vorbild vieler russischer und US-Raketen) bis zur Saturn V der Mondlandungen 1969-1972.
Militär und Industrie entdecken die Raumfahrt
Dieser Prozess setzte zunächst im Deutschen Reich ein, das in der neuen Technologie eine Möglichkeit erkannte, die Bestimmungen des Versailler Vertrags zu umgehen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges entstand so der Forschungs- und Produktionskomplex Peenemünde unter Wernher von Braun, der schließlich die A4/V2-Rakete hervorbrachte. Diese erste Großrakete der Welt wurde als verheerende Fernwaffe vor allem gegen London und Antwerpen eingesetzt. Augrund der relativen Treffungenauigkeit und dem ausserordentlich schlechten Verhältnis aus Kosten und Zerstörungswirkung war dieser Raketenyp militärökonomisch eine Fehlentscheidung. Die Militärstrategen und Politiker der Sowjetunion und der USA erkannten das Potential der Raketentechnik, das vor allem darin lag, dass Raketen praktisch nicht abgefangen werden konnten und versuchten, aus dem besetzten Deutschland nicht nur Geräte und Blaupausen, sondern auch Know-How zu erbeuten. Damit begann bereits in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges ein Wettlauf zwischen den beiden Staaten, der Jahrzehnte andauern sollte. Nach dem Krieg wurden sowohl vollständige Raketen, wie Produktionsanlagen und zahlreiche Wissenschaftler und Techniker in die USA und die Sowjetunion verbracht und bildeten dort die Grundlage der Raketenentwicklung für die nächsten Jahrzehnte.
Der Wettlauf ins Weltall im Kalten Krieg
Know-How
Im nun einsetzenden Kalten Krieg kam der Raumfahrt vor allem eine massenpsychologische und propagandistische Bedeutung zu. Neben dem offensichtlichen militärischen Wert wurde sie von den Zeitgenossen als Messlatte für die Leistungsfähigkeit und Fortschrittlichkeit der beiden konkurrierenden Systeme wahrgenommen.
Als Folge des so genannten Sputnikschocks im Oktober 1957 wurde der amerikanischen Öffentlichkeit schlagartig bewusst, dass die Sowjetunion den technologischen Rückstand fast vollständig aufgeholt hatte. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Raumfahrt auch in den USA nach Kräften gefördert, und es kam zu einem regelrechten Wettlauf. Die sowjetische Raumfahrt erbrachte dabei zahlreiche bedeutende Erstleistungen. Sie brachten einen Monat nach dem Start von Sputnik 1 das erste Lebewesen, die Hündin Laika in den Weltraum. Am 12. April 1961 umkreiste Juri Alexejewitsch Gagarin als erster Mensch im Weltall die Erde und die Sonden Lunik 2 und Luna 9 führten 1959 und 1966 erstmals auf dem Mond eine harte bzw. weiche Landung durch. Dagegen konzentrierten sich die Anstrengungen der USA unter Präsident Kennedy auf die bemannte Mondlandung, die am 20. Juli 1969 mit einer halben Milliarde TV-Zuschauern das vielleicht größte Medienereignis zur Zeit des Kalten Krieges war.
Obwohl die zivile Raumfahrtbehörde NASA im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stand und steht, wurde die Entwicklung der Raumfahrt abseits der öffentlichkeitswirksamen Prestigeprojekte ausschließlich von militärischen Erwägungen bestimmt. Etwa drei Viertel aller Satellitenstarts bis heute dienten militärischen Zwecken. Die USA verfügten seit 1959 über Aufklärungssatelliten, seit 1960 über Wetter-, Navigations- und Frühwarnsatelliten.
Das beiderseits stetig anwachsende Atomwaffenarsenal mündete schließlich im nuklearen Patt. Dieser höchst bedrohliche Aspekt der Raumfahrt, der sich ab den 70er Jahren auch in einer immer stärker werdenden Friedensbewegung niederschlug, hatte eine Reihe von Abrüstungsverträgen (START-Verträge) und Abkommen zur Begrenzung strategischer Waffensysteme (ABM-Vertrag) zur Folge.
Die Sowjetunion führte ihre bereits in den 60er Jahren begonnenen Forschungen an Kopplungsmanövern, Langzeitflügen und Weltraumausstiegen von Kosmonauten über die erste Raumstation "Saljut 1" weiter bis zu gemeinsamen Kopplungsmanövern mit den USA 1975 und schließlich zur permanent bemannten Raumstation Mir.
Ab den 70er Jahren spielte die Kommerzialisierung der Raumfahrt bzw. aus der Raumfahrtforschung hervorgegangener Technologien eine immer größere Rolle. Beispiele sind Nachrichten- und TV-Satelliten, CD-Spieler und zahllose mikroelektronische und informatische Anwendungen bis hin zu GPS und Digitalfotografie.
Kooperation und Globalisierung der Raumfahrt
Digitalfotografie
Schon während der MIR-Ära konnte man eine verstärkte Kooperationsbereitschaft zwischen den USA und Russland beobachten. So dockte der Space Shuttle mehrmals an der alternden Raumstation an und trug damit wesentlich zum Erhalt bei.
Die gemeinsamen Bemühungen mündeten schließlich in der Planung und dem Bau der Internationalen Weltraumstation (ISS). Nach dem Absturz der Raumfähre Columbia und einer Strategieänderung bei der NASA ist die Zukunft der ISS nach 2010 aber nicht mehr gesichert, da man in den USA ab diesem Zeitpunkt mit dem Space Shuttle die ISS nicht mehr bedienen will.
Und so beschleunigt Russland nun den Bau des neuen Allround-Raumschiffes Kliper. Es soll vorbehaltlich der Finanzierung etwa im Jahr 2012 fertig sein. Russlands neuer Kosmosagentur-Chef Anatoli Perminow hat deshalb die europäische Weltraumorganisation ESA aufgefordert, sich an dem nach eigenen Angaben 350-Millionen-Dollar-Projekt zu beteiligen.
Weitere Raumfahrtnationen
Als Raumfahrtnation bezeichnet man ein Land, das in der Lage ist mit eigenen Trägerraketen eigene Satelliten in den Weltraum zu befördern. Zusätzlich werden hier Länder aufgeführt, die an Projekten eigener Trägerraketen arbeiten, jedoch bisher nicht erfolgreich waren (z.B. Brasilien).
Brasilien
Auch Brasilien versucht im Weltraum Fuß zu fassen. Bisher jedoch mit wenig Glück. 1997 stürzte die erste brasilianische Trägerrakete VLS-1 kurz nach dem Start in den Atlantik. 1999 musste eine Rakete kurz nach dem Abschuss zerstört werden und am 23. August 2003 forderte eine Explosion der Rakete VLS-1 auf dem Stützpunkt Alcântara im Bundesstaat Maranhao 21 Menschenleben. Bei einem Jahresetat von 30 Millionen US-Dollar ist selbst das Ziel, im Jahr 2006 wieder einen Satelliten aus eigener Kraft zu starten, nur schwer erreichbar, alleine die Reorganisation nach dem Unfall kostet 100 Millionen US-Dollar.
China
Seit längerem fördert die Volksrepublik China die Raumfahrt in verstärktem Maße. Am 15. Oktober 2003 hat es den ersten Taikonauten (Bezeichnung aus der englischen Presse für einen chin. Raumfahrer) mit einem Shenzhou-Raumschiff in die Erdumlaufbahn geschickt. Neben Russland und den USA ist China somit als drittes Land in der Lage, bemannte Raumflüge durchzuführen. Der Schwerpunkt des Landes liegt momentan auf der weiteren Entwicklung des Shenzhou-Programms. Geplant sind auch eine eigene Raumstation und eine unbemannte Mondlandemission bis zum Jahr 2020, der erste Start einer unbemannten Mondsonde mit dem Namen Chang'e 1 soll noch im Jahr 2006 stattfinden.
Zum zweiten bemannten chinesischen Raumflug sind am 12. Oktober 2005 zwei Taikonauten vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi gestartet und erfolgreich zurückgekehrt.
Europa
Europa hat mit der Ariane-Rakete eine marktbeherrschende Stellung beim Transport von kommerziellen Satelliten in den Weltraum eingenommen, nachdem zuvor in den 1960er und 1970er Jahren die Entwicklung einer eigenen Trägerrakete Europa erfolglos blieb. Nachdem die ESA in den 1980er Jahren sehr eng mit den USA zusammenarbeitete, beispielsweise mit dem Spacelab-Projekt, ergaben sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auch andere Kooperationsmöglichkeiten. Erste Schritte wurden durch den Besuch von europäischen Astronauten auf der Raumstation Mir vollzogen.
Indien
Auch Indien verstärkt seine Raumfahrtaktivitäten und kann bereits auf mehrere im eigenen Land gebaute Satelliten und Trägerraketen verweisen. Den ersten erfolgreichen Satellitenstart führte Indien am 18. Juli 1980 aus. Nun ist für 2007 der Start einer eigenen Mondsonde angekündigt. Die internationale Kooperation, vor allem mit den USA, spielt dabei in der Strategie eine große Rolle, so werden bei der unbemannten Mondmission auch zwei amerikanische Instrumente eingesetzt werden. Weitere Triebfeder der Entwicklung ist der jetzige Staatspräsident Abdul Kalam. Er war früher für die Entwicklung des Raketen- und Raumfahrtprogramms des Landes zuständig und gilt neben Vikram Sarabhai als Vater der indischen Raumfahrt.
Israel
Israel führte 1988 den ersten erfolgreichen Start seiner Trägerrakete Shavit durch. Weitere Starts mit militärischen Ofeq-Satelliten als Nutzlast folgten.
Japan
In Japan werden ebenfalls eigene Trägerraketen, Satelliten und Raumsonden entwickelt. Daneben beteiligt sich Japan mit dem Kibo-Modul auch an der Internationalen Raumstation. Die sehr visionär ausgerichtete Weltraumpolitik konnte aber bisher nicht vollständig in die Praxis umgesetzt werden. Immer wieder führten Rückschläge und Finanzprobleme zu Verzögerungen, obwohl die Bevölkerung im Gegensatz zu den Europäern den Projekten aufgeschlossener gegenüber steht.
Südkorea
Seit 2002 plante Südkorea auf der Basis der eigenständig entwickelten Höhenforschungsrakete KSR eine eigene Trägerrakete mit der Bezeichnung „KSLV-I“ zu bauen, um kleine bis zu 100 Kilogramm wiegende Satelliten in den Weltraum transportieren zu können. Doch schon bald entschied die südkoreanische Regierung, dass Südkorea bis 2015 zu den zehn führenden Raumfahrtnationen gehören soll. Um die ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen, war das ursprüngliche KSLV-Programm zu limitiert. Daraufhin wurde Ende 2004 das russische Unternehmen „Khrunichev“ mit der Entwicklung der ersten Stufe des KSLV-I beautragt, die nun auf der weitaus größeren Angara basieren soll. Der erste Start der KSLV-I soll Ende 2007 von der auf der Insel Oenaro entstehenden Startanlage erfolgen. Südkorea will die Entwicklung weiterführen, um dann die stärkeren Nachfolgemodelle „KSLV-2“ und „KSLV-3“ zu bauen. Außerdem wird ein neues Weltraumzentrum gebaut, im Jahr 2007 ist der Flug eines südkoreanischen Astronauten zur ISS geplant.
Nichtstaatliche Raumfahrt
Am 21. Juni 2004 erreichte mit SpaceShipOne zum ersten mal ein ausschließlich von nichtstaatlichen Organisationen finanzierter bemannter Flugkörper die als Grenze zum Weltraum definierte Höhe von 100 Kilometern, ohne jedoch eine Erdumlaufbahn zu erreichen. Im Juli 2005 gründete der Entwickler Burt Rutan eine eigene private Raumfahrtorganisation.
Zukünftige Entwicklung
Technische Aspekte
Grundlagenforschung und die allgemeine technische Innovation produzieren immer neue Materialien oder Verfahren, auf der auch neue Konzepte beruhen.
Kombinierte Luft- und Raumfahrzeuge oder der Weltraumlift sollen künftig die Startkosten weiter senken und der Raumfahrt zum wirtschaftlichen Erfolg verhelfen. Andere Techniken wie Ionentriebwerke, Lichtbogentriebwerk oder Sonnensegel sollen es ermöglichen, schnell den interplanetaren Raum zu erreichen und eines Tages vielleicht sogar in andere Sonnensysteme vorzustoßen.
Ökonomische Aspekte
Privatisierung
Große Erwartungen setzen Unternehmen der Raumfahrtindustrie in Entwicklungen wie den Weltraumtourismus und andere Privatisierungsversuche. Größere Umsätze aus dem Weltraumtourismus sind auf Grund der Entwicklungen in den letzten fünf Jahren wahrscheinlicher geworden. Dazu beigetragen haben vor allem die Flüge von Weltraumtouristen zur Internationalen Raumstation und des Ansari X-Prize, der von einem US-amerikanischen Unternehmen gewonnen wurde. Ab dem Jahr 2008 sollen von der Firma Space Adventures Oribitalflüge für 200.000 US-Dollar angeboten werden.
Hohe Kosten der bemannten Raumfahrt
Um Astronauten sicher in den Weltraum und wieder zurück zu transportieren, sind teure Sicherheits- und Lebenserhaltungssysteme notwendig. Aus diesem Grund streiten Raumfahrtexperten, ob der Schwerpunkt der weiteren Entwicklung - zumindest bei wissenschaftlichen Missionen - nicht eher auf unbemannte Systeme verlegt werden sollte.
Auf der anderen Seite müssen bei unbemannten wissenschaftlichen Missionen die Experimente mit weit höherem Aufwand gegen eventuelle Fehler abgesichert oder auf unerwartete Ergebnisse vorbereitet werden als bei bemannten Missionen, da hier der Astronaut eingreifen kann.
Weitere Fernziele
Neben der Definition einer allgemeinen philosophischen Begründung definieren Wissenschaftler, Politiker und Philosophen Fernziele für zukünftige Raumfahrtaktivitäten. Solche Fernziele sind: Energiegewinnung im Weltraum, Rohstoffgewinnung außerhalb der Erde und die Kolonisierung anderer Planeten.
Die Suche nach Leben außerhalb der Erde (siehe Exobiologie) rückte in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Argumentationen.
Weiterführende Begriffe
- Allgemeine Begriffe: Bemannte Raumfahrt – Raumfähre – Raumfahrer – Raumflugzeug – Raumstation – Raumschiff – Satellit – Raumsonde – Rakete – Weltraumschrott
- Wichtige Raumfahrtprogramme/projekte: Apollo-Projekt – Ariane – Bemannter Marsflug – Cassini-Huygens – Galileo-Raumsonde – Gemini-Projekt – Hubble-Weltraumteleskop – Internationale Raumstation – Luna Mission – Mariner – Mars Exploration Rover: Spirit, Opportunity – Mars Express – Mars Global Surveyor – Mercury-Programm – Mars Pathfinder – Pioneer – Raumstation Mir – Sojus – Space Shuttle – SpaceShipOne – Sputnik – Surveyor – Venera-Mission – Viking – Voyager 1 – Voyager 2
- Wichtige Ereignisse: Katastrophen der Raumfahrt – Wettlauf ins All – Sputnik-Schock – Technik & Bahn der ersten Sputniks – Mondlandung
- Listen: Liste der Raketentypen – Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen – Liste der bemannten Raumfahrtmissionen – Weltraumbahnhöfe
- Portal Astronomie & Raumfahrt
Raumfahrt-Agenturen
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
- Europäische Raumfahrtagentur (ESA)
- Europäischer Weltraumrat
- Französische Raumfahrtbehörde (CNES)
- Israelische Raumfahrtbehörde (ISA)
- Italienische Raumfahrtbehörde (ASI)
- Russische Luft- und Raumfahrtagentur (Roskosmos)
- Ukrainische Raumfahrtbehörde (NSAU)
- US-Raumfahrtagentur (NASA)
- Brasilianische Weltraumbehörde (INPE)
- Chinesische Raumfahrtagentur (CNSA)
- Indische Weltraumbehörde (ISRO)
- Japanische Weltraumagentur (JAXA)
Weblinks
- [http://www.wissenschaft.ag/Raumfahrt.php4 Täglicher Raumfahrt-Newsletter mit Presseschau] der Bremer AG Wissenschaft
- [http://www.deutsches-museum.de/ausstell/dauer/raum/raumf.htm Deutsches Museum], Raumfahrt- und Raketentechnik
- [http://www.raumfahrtgeschichte.de Raumfahrtgeschichte]
- [http://www.raumfahrer.net Raumfahrt-Nachrichten und -Artikel]
- [http://www.heise.de/tp/deutsch/special/raum/default.html Telepolis Weltraum]
- [http://www.hyaden.de Astronomie und Raumfahrt für Kinder]
- [http://www.cenap.alien.de/ CENAP]
- [http://www.astronautix.com/ Encyclopedia Astronautica] (engl.)
- [http://www.russianspaceweb.com/ Russische Raumfahrt] (engl.)
- [http://www.vfr.de/ Verein zur Förderung der Raumfahrt e.V.]
- [http://www.internationaleraumfahrt.de/ Internationaleraumfahrt.de]
- [http://www.raumfahrt24.de Tägliche News aus den Bereichen Raumfahrt und Astronomie]
Kategorie:Raumfahrt
RaumschiffAls Raumschiffe werden im allgemeinen alle Fahrzeuge beschrieben, die zur Fortbewegung im All geschaffen werden. Der Antrieb im luftleeren Raum erfolgt ausschließlich durch Raketentriebwerke.
Im engeren Sinne sind Raumschiffe Fahrzeuge, die für den Personen- oder Warentransport im Weltraum gebaut worden sind und keine oder nur für den Notfall geeignete Landevorrichtungen haben.
Sie werden unterschieden von den landefähigen Raumfähren und Raumflugzeugen, den unbemannten Raumsonden und Satelliten und den nur sehr eingeschränkt manövrierfähigen Raumstationen.
Raumschiffe, die speziell für den Transport von Frachten zu einer Raumstation konzipiert sind, werden auch als Raumfrachter oder Raumtransporter bezeichnet.
Siehe auch: Raumfahrt, Mars-Rover
Weblinks
- [http://www.merzo.net/ Jeff Russell's Starship Dimensions] - Größenvergleich von realen und Science-Fiction-Raumschiffen
Kategorie:Raumfahrttechnik
ja:宇宙船
Astronaut
Der Begriff Raumfahrer oder Weltraumfahrer bezeichnet den Teilnehmer an einer bemannten Expedition in den Weltraum. Der erste Raumfahrer war im Jahr 1961 der Russe Juri Gagarin. Je nach ihrer Herkunft bezeichnet man Raumfahrer als Astronauten (USA, Westeuropa), Kosmonauten (Russland, ehemalige DDR und Ostblock) und Taikonauten (Volksrepublik China) - Taikonaut ist allerdings nur eine Bezeichnung in der englischen Presse, die chinesische Bezeichnung ist yǔháng yuán (宇航員, wörtlich "Universum-Navigator"). Siehe Liste der Raumfahrer für eine Liste aller Raumfahrer aller Nationen der Erde.
Astronaut
Der Begriff Astronaut (v. griech.: astron = Stern + nauta = Seefahrer) wurde geprägt durch das Buch Les Astronautes (Die Astronauten) (1927) des französischen Science-Fiction-Autors J.-H. Rosny Aîne. Dies geschah in Anlehnung an den Begriff Aeronaut (Luftschiffer). Dieser Begriff hat sich durch die US-amerikanische Raumfahrt fest etabliert, so auch für den (west-)deutschen Begriff Raumfahrer.
Durch die Teilung Deutschlands und der in dieser Zeit durch die Fortschritte in der Raumfahrt gebräuchlich gewordene Begriff entstand im deutschen Sprachraum eine Besonderheit. Während im westlichen Teil der Begriff „Astronaut“ benutzt wurde, wurde im östlichen Teil der Begriff „Kosmonaut“ verwendet. Die Bundesrepublik Deutschland als Teil des Westbündnisses war wirtschaftlich und wissenschaftlich zu den USA orientiert, die DDR hingegen in den beiden Bereichen zur Sowjetunion.
Kosmonaut
Der Begriff Kosmonaut (v. griech.: kosmos = Weltraum + nauta = Seefahrer) bezeichnet einen russischen Raumfahrer. Diese Prägung entstand während des Wettlaufs zum Weltall der 1950er Jahre, als der Begriff Astronaut der sowjetischen Raumfahrt bereits amerikanisch besetzt und möglicherweise auch zu hoch gegriffen und unpassend erschien („Astronauten“ fahren zu den Sternen oder wenigstens zu anderen Himmelskörpern). So entschied man sich für diese eigene Neuprägung. Diese Bezeichnung ist heute noch im gesamten ehemaligen Ostblock verbreitet.
Taikonaut
Taikonaut (v. chines.: tai (太) = universal + kong (空) = Himmel; zusammen: Weltraum + griech.: nautes (ναύτης) = Seefahrer) ist ein für die internationalen Medien erschaffenes Kunstwort für chinesische Raumfahrer. Chinesische Funktionäre und Medien bevorzugen das Wort Yuhangyuan (chines.: Weltraumfahrer, gesprochen: Jü-hang-jüän, geschrieben: 宇航員). Ob China bei dieser offiziellen Bezeichnung bleibt oder das für Ausländer leichter ausprechbare Taikonaut übernimmt, ist noch offen. In offiziellen Veröffentlichungen der chinesischen Regierung für die internationale Presse wird meist das Wort „Astronaut“ verwendet. Die chinesische Regierung startete am 15. Oktober 2003 mit dem Raumschiff Shenzhou 5 (siehe auch: Shenzhou–Reihe) und dem Taikonauten Yang Liwei den ersten bemannten chinesischen Weltraumflug (siehe auch: Chinesische Raumfahrt).
Spacionaut / Euronaut
Der Begriff Spacionaut bzw. Spationaut ist abgeleitet vom französischen Wort espace für (Welt-)Raum, dem englischen space entsprechend. Es ist also die französische Übersetzung für Raumfahrer – egal, ob dieser französische Raumfahrer nun zusammen mit russischen Kosmonauten oder amerikanischen Astronauten reist. Innerhalb der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist zudem der Begriff Euronaut für alle ESA-Raumfahrer angeregt, aber noch nicht durchgesetzt worden, da die ESA bisher keine eigenen Missionen startet. Österreichiche Raumfahrer werden auch gerne als "Austronauten" bezeichnet.
Wann welche Bezeichnung für welchen Raumfahrer?
Die Bezeichnung hängt i. d. R. von der Nation ab, deren Raumfahrzeug für den Start in den Weltraum gewählt wird. Kosmonauten werden meist mit der Sojus in den Weltraum befördert, während Astronauten in jüngerer Zeit das Space Shuttle verwenden. Taikonauten (bzw. Yuhangyuan) sind bisher nur zwei mal mit Shenzhou gestartet. Es gibt auch „Astrokosmonauten“, die an russischen und amerikanischen Missionen beteiligt waren.
Diese Wahl der Bezeichnungen hat einen rein nationalen, jedoch keinen sachbezogenen Hintergrund, ist ihr Nutzen fragwürdig. Sinnvoller wäre die Bezeichnung allein nach der Art des Raumfluges, z. B. Kosmonaut für mindestens erdnahe Umlaufbahnen, Astronaut für Flüge zu anderen Himmelskörpern (z. B. den Mond) und etwa „Exonaut“ für suborbitale Weltraumflüge wie SpaceShipOne.
Ausbildung
Körperliche Anforderungen
Belastungen
Ausbildungsstätten
In Russland werden die Kosmonauten im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum ausgebildet.
- Alan Shepard, (1961) erster Amerikaner im Weltraum (ohne die Erde zu umkreisen), 5. Mensch auf dem Mond
- Neil Armstrong, erster Mensch auf dem Mond (1969)
- John Glenn, erster Amerikaner, der die Erde umkreiste, ältester Mensch im Weltraum (77 Jahre)
- Ulf Merbold, erster westdeutscher Astronaut im Weltraum (zweiter Deutscher im All nach Sigmund Jähn, zugleich erster Deutscher, der sowohl mit Amerikanern als auch Russen im Weltraum war)
- James A. Lovell, Kommandant von Apollo 13
- John W. Young, erster Kommandant des Space Shuttle Columbia (1981)
- Claude Nicollier, erster Schweizer Astronaut im Weltraum (1992)
- Sally Kristen Ride, erste US-amerikanische Frau im Weltraum (1983)
- Kathryn Sullivan, erste Amerikanerin, die einen Weltraumspaziergang machte
- Mae Carol Jemison, erste afroamerikanische Astronautin 1987
- Kathy Thornton, längster Spaziergang im Weltall (1992)
- Eileen Collins, erste US-amerikanische Raumfähren-Pilotin
- Shannon Lucid, längster Weltraumflug einer Frau (1996)
- Michael Melvill, erster Astronaut, der mit einem privaten Raumschiff den Weltraum erreichte (2004)
- Juri Alexejewitsch Gagarin, erster Mensch im Weltraum (1961)
- German Stepanowitsch Titow, zweiter Mensch im Weltraum (1961) und bis heute jüngster Raumfahrer
- Walentina Wladimirowna Tereschkowa, erste Frau im Weltraum (1963)
- Alexei Archipowitsch Leonow, erster Weltraumspaziergang (1965)
- Wladimir Komarow, erster Mensch, der bei einer Weltraummission starb (1967)
- Sigmund Jähn, erster Deutscher im Weltraum (1978)
- Swetlana Sawizkaja, zweite Frau im Weltraum (1982), erster Weltraumspaziergang einer Frau (1984)
- Franz Viehböck, erster Österreicher („Austronaut“) im Weltraum (1991)
- Waleri Poljakow, längster Aufenthalt im All bzw. auf einer Raumstation (1994/95)
- Sergei Krikaljow, Start als letzter Sowjetbürger, Rückkehr als erster Bürger Russlands (1991), trägt den aktuellen Rekord der längsten Gesamtaufenthaltsdauer im Weltraum
- Vladimír Remek, erster Raumfahrer einer dritten Nation, als Tscheche Partner der Sowjets (1978)
- Jean-Loup Chrétien, erster Westeuropäer im All, als Franzose („Spationaut“) Gast der Sowjets (1982)
- Thomas Reiter, deutscher Raumfahrer an Bord der russischen Raumstation MIR (1995/96)
Berühmte Taikonauten
- Yang Liwei, chinesischer Staatsbürger und erster Taikonaut im Weltraum (2003)
Siehe auch
- Raumfahrt, Liste der Raumfahrer, Liste der Weltraumspaziergänge
- NASA, Mercury Projekt, Gemini Projekt, Apollo-Projekt, Skylab, Space Shuttle
- Russische Raumfahrtbehörde, Wostok, Woschod, Sojus, Mir, Saljut, Buran
- Internationale Raumstation
- Bilanzierte Nahrung
- Fliegerkosmonaut der UdSSR
Weblinks
- [http://www.raumfahrer.net/ Raumfahrer.net (deutsch)]
- [http://www.spacefacts.de/german/d_russia.htm Astronauten- und Kosmonauten-Kandidaten aus der UdSSR / Russland]
- [http://www.spacefacts.de/german/bio_cosm.htm Kosmonauten aus der UdSSR / Russland]
- [http://www.spacefacts.de/german/bio_taikonauts.htm Taikonauten]
- [http://www.astronautix.com/ Astronautix (englisch)]
- [http://www1.edspace.nasa.gov/text/what/whatis.html NASA’s Educator Astronaut], [http://edspace.nasa.gov/apply/educator_astronaut_blank.pdf Application package (PDF)]
Raumfahrer
ja:宇宙飛行士
simple:Astronaut
th:นักบินอวกาศ
Internationale Raumstation
]
Die Internationale Raumstation (engl. International Space Station, ISS) ist eine in internationaler Kooperation entstehende große Raumstation. Früher war sie auch unter der Bezeichnung Alpha bekannt, doch nach dem Beitritt Russlands zum Projekt wurde dieser Name verworfen, da er aus der Sicht der Russen eine Pionierleistung suggerierte und die früheren russischen Raumstationen nicht berücksichtigte.
Die ISS befindet sich seit 1998 im Bau, hat nach Abschluss des Aufbaus eine Größe von etwa 110 x 90 x 80 Metern und kreist in ca. 400 km Höhe mit einer Bahnneigung von 52°. Auf der Internetseite Heavens-Above kann man die Position der ISS für einen beliebigen Zeitpunkt (und ihre Position am Himmel für beliebige Beobachtungsorte) berechnen lassen.
Im Gegensatz zu zeitlich begrenzten Raumflügen, auf denen die Zeit gemäß Mission Elapsed Time MET gemessen wird, gilt auf der Raumstation die Zeit nach UTC / GMT.
Am Bau der Raumstation sind neben der amerikanischen NASA, Russland, Japan, Brasilien und Kanada auch die ESA beteiligt. Allerdings nehmen nicht alle Mitglieder der ESA an dem ISS-Programm teil – Großbritannien, Irland, Portugal, Österreich und Finnland beteiligten sich von Anfang an nicht, und Griechenland trat der ESA erst später bei. Durch die weltweite Kooperation und die umfangreichen Investitionen kann die ISS als das größte zivile internationale Projekt der Geschichte bezeichnet werden. Dies hat besonders nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Beitritt Russlands zum Projekt einen bedeutenden Symbolwert.
Wechselnde Besatzung der ISS
Kalten Krieges
Zwischen November 2000 und April 2003 war die Station, obwohl noch nicht völlig fertiggestellt, permanent mit einer dreiköpfigen Besatzung bewohnt. Nach einer Verweildauer von jeweils fünf bis sieben Monaten wurde die Besatzung durch eine neue abgelöst.
Nach dem Unglück des Space Shuttles Columbia am 1. Februar 2003 wurde die Besatzung der ISS ab der ISS-Expedition 7 aus Versorgungsgründen auf zwei Personen reduziert. Da die Space-Shuttle-Flüge erst seit dem 26. Juli 2005 wieder aufgenommen werden konnten, wurde der weitere Ausbau der ISS vorläufig gestoppt, lediglich die Versorgung der Station durch russische und (ab 2006) auch europäische Versorgungsschiffe wird sichergestellt. Nach dem NASA-Planungsstand vom Juli 2004 wird die Fertigstellung der Station mindestens bis 2010 dauern.
Am 25. Juni 2004 musste die Besatzung einen "Weltraumausflug" nach 14 Minuten abbrechen, weil es zu technischen Problemen bei der Sauerstoffversorgung am Raumanzug eines der Astronauten kam.
Am 28. April 2005 gab die ESA bekannt, dass der Deutsche Thomas Reiter der erste Europäer werden soll, der eine Langzeitmission auf der ISS absolviert. Bisher hatten sich ESA-Astronauten stets nur für wenige Tage auf der ISS aufgehalten. Reiter soll im zweiten Quartal 2006 mit der Shuttle-Mission STS-121 zur Raumstation fliegen und sechs bis sieben Monate später mit STS-116 zurückkehren.
Endausbau
STS-116
Die ISS soll in ihrem Endausbau mit 107 Metern Spannweite der Solarzellenpaneele, 80 Metern Länge und 500 Tonnen Masse die größte Raumstation sein, die bisher gebaut wurde. Derzeit (Juli 2005) beträgt die Masse der ISS rund 183 Tonnen. Bereits jetzt ist die Station das größte und das leuchtstärkste künstliche Objekt im Erdorbit.
Neben der eigentlichen Raumstation sollen zu dem Komplex noch ein Personentransportsystem (CTV), ein kleines europäisches Raumschiff (Inspector) und mehrere Rettungsfahrzeuge (CRV) gehören. Die Station wird je nach Bedarf durch Space Shuttles, die russischen Sojus und Progress und in Zukunft auch den japanischen HTV versorgt. Auch Europa startet mit der Ariane 5 und dem ATV ein großes unbemanntes Frachtschiff, das vermutlich ab 2007 einmal jährlich fliegen soll.
Was das Projekt insgesamt kosten wird, ist umstritten. Nachdem die NASA beim Anfangsbetrag von 40 Milliarden US-Dollar diverse Korrekturen nach oben vornehmen musste, gibt sie heute keine neuen Kostenschätzungen mehr heraus. Sigmar Wittig, Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), schätzte die Gesamtkosten auf etwa 100 Milliarden Dollar.
Folgende Module wurden bereits installiert oder sind geplant:
Technische Daten zur ISS
- Maße im Endausbau:
- Spannweite: 108,6 m
- Länge: 79,9 m
- Tiefe: 88 m
- Rauminhalt: 1.140 m3
- Masse: 450 t
- Umlaufbahn:
- Flughöhe: ca. 360 km über NN
- Umlaufbahn: 51,6 Grad Neigung/Äquator
- Erdumlauf: 90 Minuten
- Relativgeschwindigkeit: 29.000 km/h
- Energieversorgung im Endausbau:
- Elektrische Leistung: 110 Kilowatt
- Solarzellenfläche: 4.500 m2
Aufbauchronik und Besatzungen
Energieversorgung
Energieversorgung
Energieversorgung
Projekte
- Primäre Atomreferenzuhr im Weltraum
- Schnelle Vervielfältigung von komplementärer DNS durch Polymerase-Kettenreaktion
- Abgestimmte Atomuhrgruppe im Weltraum
Siehe auch
- Liste bemannter Missionen zur Internationalen Raumstation
- Liste unbemannter Missionen zur Internationalen Raumstation
- Raumtransporter für die Versorgung der ISS
- Liste der ISS-Außenarbeiten
Weblinks
- [http://www.nasa.gov/station ISS-Seite der NASA] (engl.)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/iss/home.shtml Raumfahrer.net: Große ISS-Rubrik] (dt.)
- [http://www.heavens-above.com Heavens-above.com] (engl.) Hier kann man nachschauen, wann und wie lange die ISS am Himmel zu sehen ist.
- [http://www.learn-line.nrw.de/angebote/iss/ ISS-Link für Unterricht und Schule auf dem NRW-Bildungsserver] (dt.)
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/deutsch/special/raum/17481/1.html Quo VadISS?] - Die Odyssee der Internationalen Raumstation: Das bislang aufwändigste Technikprojekt der Menschheitsgeschichte droht zu scheitern
- [http://science.nasa.gov/temp/StationLoc.html Aktuelle Position der ISS]
- Photos der NASA zur ISS [http://spaceflight1.nasa.gov/gallery/images/station/index.html] (bemerkenswert: sehr hohe Auflösung)
Kategorie:Raumstation
ja:国際宇宙ステーション
Weltraumspaziergang bei EVA während STS-41-B ]]
STS-41-B
EVA oder Extra Vehicular Activity (engl., sinngemäß: "Außenbordaktivität", Fachbegriff aus der Raumfahrt) bezeichnet als Sammelbegriff jedwede Arbeit, die ein Astronaut außerhalb eines Raumfahrzeuges verrichtet, insbesondere Außenarbeiten an Raumstationen oder die Ausstiege der Apollo-Astronauten auf der Mondoberfläche.
EVAs gelten als missionskritisch, weil sich der Astronaut hierfür aus der (relativ) sicheren Umgebung seines Fahrzeuges in das freie Vakuum begeben muss, lediglich durch einen Raumanzug geschützt.
Frühe EVAs erfolgten gesichert durch Leinen und/oder Versorgungsleitungen, heute sind auch freie Flüge mit Hilfe von Raketentornistern (Manned Maneuvering Unit - MMU) üblich. Auch die Aktivitäten der Astronauten auf dem Mond während des Apollo-Programms, z.B. die Ausfahrten mit dem Lunar Roving Vehicle (Mondauto) gelten als EVA.
Aus Sicht der Himmelsmechanik bewegt sich der Raumfahrer während dieser Zeit auf seiner eigenen Satellitenbahn, die durch seine Bewegungen - mit Werkzeug oder einer Rückstoß-Pistole - leicht variiert.
Der Ausstieg erfolgt entweder
- zum Aussetzen oder Einholen von Messinstrumenten - beispielsweise für die Messung von Mikrometeoriten
- zu Reparaturarbeiten, beispielsweise am 17. Dezember 1999 für das Hubble Weltraumteleskop (HST)
- zu wissenschaftlichen Zwecken
- zur Erprobung neuer Techniken.
Der erste Weltraumausflug erfolgte am 18. März 1965 durch den Russen Alexei Archipowitsch Leonow aus seiner Woschod 2. Der erste US-Amerikaner war am 3. Juni 1965 der Astronaut Edward H. White, der aus der Gemini 4 Kapsel ausstieg. Er dauerte wenige Minuten; sein Raumanzug hing aus Sicherheitsgründen an einer über 20 Meter langen Versorgungsleine.
In Verbindung mit EVAs wird im deutschen Sprachgebrauch auch der Begriff Weltraumspaziergang verwendet. Dieser gibt allerdings die enormen physischen Belastungen, denen ein Raumfahrer währenddessen ausgesetzt ist, nur unzureichend wieder. Immerhin ist er ständig einer enormen Lärmbelastung durch seine Anzug-eigene Klimaanlage ausgesetzt. Außerdem ist er durch den dicken Raumanzug motorisch stark eingeschränkt, obwohl Raumfahrer während EVAs meist Ingenieursaufgaben übernehmen müssen.
Eine komplette Liste aller Weltraum- sowie Mondspaziergänge ist unter Liste der Weltraumspaziergänge zu finden.
Kategorie:Bemannte Raumfahrtmission
Raumanzug bei EVA während STS-41-B ]]
STS-41-B
STS-41-B
STS-41-B
Der Raumanzug ist ein gasdichter Schutzanzug für Raumfahrer, der im Vakuum des Weltraums die Vitalfunktionen (insbesondere die Atmung) seines Trägers sichert, indem er sich unter Überdruck setzt. Ein an den Anzug angeschlossenes oder in den Anzug eingebautes Sauerstoffgerät entfernt das vom Träger ausgeatmete Kohlendioxid und ersetzt es durch frischen Sauerstoff.
Einsatzgebiete
Bei den Raumanzügen können folgende Einsatzgebiete unterschieden werden:
- Während des Starts und der Landung des Raumfahrzeugs trägt die Besatzung Raumanzüge, damit sie bei Versagen der Druckkabine des Fahrzeugs nicht an Sauerstoffmangel stirbt. In Flughöhen jenseits von etwa 18.000 Metern reicht die in Flugzeugen als Notgerät benutzte Sauerstoffmaske wegen des zu niedrigen Außendrucks nämlich nicht mehr aus. Folglich tragen auch Piloten sehr hoch fliegender Militärflugzeuge (z.B. der SR-71) Raumanzüge. Beispiele sind der russische Sokol-Anzug für Insassen von Sojus-Raumkapseln und der bekannte orangefarbene Raumanzug für Space Shuttle Besatzungen.
- Bei Arbeiten im Weltraum außerhalb des Raumfahrzeugs bzw. der Raumstation (den so genannten Weltraumspaziergängen) werden meist Raumanzüge mit mobiler Sauerstoffversorgung auf dem Rücken des Trägers getragen. Solche Anzüge werden als extravehicular mobility units (EMUs) bezeichnet. Neben dem amerikanischen EMU (das vom Space Shuttle und von der ISS aus benutzt werden kann) gehört auch der russische Orlan-Anzug in diese Gruppe. Eine gebräuchliche russische Bezeichnung für eine EMU ist Skaphander.
Fluganzug
Nicht zu verwechseln ist der Raumanzug mit dem Fluganzug, einem strapazierfähigen, aus feuerfestem Gewebe gefertigten Overall. Dieser wird von Raumfahrern beim Training, zu offiziellen Anlässen und häufig bei der Arbeit an Bord des Raumfahrzeugs getragen. Aber auch von Kunstfliegern, den Besatzungen von Militärmaschinen oder bei Testflügen, wie einem Parabelflug.
Struktur eines Raumanzugs
Jeder Raumanzug besteht aus zahlreichen Schichten von verschiedenen Textilien und Neopren: In die innerste Schicht sind Schläuche eingebaut, durch die kaltes Wasser gepumpt wird, damit der Raumfahrer in seinem Anzug nicht überhitzt. Darüber befindet sich eine Schicht Neopren, die gasdicht, aber flexibel ausgeführt ist. Sie hält den Überdruck im Anzug. Damit sich die Neoprenschicht nicht übermäßig aufbläst (und dadurch den Raumfahrer unbeweglich macht), ist sie von einer weiteren kräftigen Textilschicht umgeben. Die äußeren Textilschichten sind aus Brand hemmenden Aramidfasern gefertigt und werden bei Raumanzügen für Außenbordarbeiten an der Außenseite mit Aluminium oder anderen Stoffen beschichtet, um Sonnenstrahlung zu reflektieren. Diese Außenschichten schützen den Träger auch vor Mikrometeoriten.
Der Kopf des Raumfahrers steckt in einem nahezu kugelförmigen Helm, der gasdicht an den Raumanzug angeschlossen und mit einem klappbaren Visier gegen die aggressive UV-Strahlung der Sonne (der Raumfahrer befindet sich ja jenseits der Ozonschicht) versehen ist. Meist im Rumpfbereich befinden sich die Anschlüsse für Sauerstoff, Abluft, Kühlwasser und Kommunikationssysteme (bei Außenbordarbeiten ein Funkgerät).
Geschichte
Die ersten Raumanzüge wurden in den 1930er Jahren für Piloten sehr hoch fliegender Militärflugzeuge gefertigt. Die Besatzungen der ersten Raumfahrzeuge, Wostok und Mercury, trugen Raumanzüge für den Fall des Entweichens der Atemluft aus der Raumkapsel. Die Mercury-Raumanzüge waren bereits mit einer aufgedampften Außenschicht aus Aluminium zur Reflexion solarer Wärmestrahlung versehen. Für die ersten Weltraumspaziergänge Mitte der 1960er Jahre wurden diese Anzüge weiter entwickelt. Völlig neu konstruiert werden mussten die Raumanzüge für das Apollo-Projekt, in denen sich Raumfahrer auf der Mondoberfläche bewegen sollten. Die heutigen amerikanischen EMUs sind prinzipiell Weiterentwicklungen der Apollo-Raumanzüge, allerdings mit einer Aussteifung aus Glasfaser-verstärktem Kunststoff im Rumpfbereich.
Zukunft
Für spätere Missionen Richtung Mond oder Mars sind die heute verwendeten Raumanzüge wegen ihrer hohen Masse und ihrer schlechten Beweglichkeit im aufgeblasenen Zustand kaum geeignet. Daher befinden sich Anzüge in Entwicklung, die ähnlich einer Rüstung aus steifen, bruchfesten Kunststoffteilen mit Gelenken dazwischen aufgebaut sind.
Literatur
- Reichl, Eugen: "Korrekt gekleidet im All-Tag". In: [http://www.starobserver.com/ Star Observer] Nov./Dez. 2003, S. 48–54.
Weblinks
- [http://www.waf-online.de/apollo/anzug.htm Der Apollo-Raumanzug]
- [http://science.howstuffworks.com/space-suit.htm How Spacesuits Work]
- [http://spacelink.nasa.gov/products/Suited.For.Spacewalking/Suited.for.Spacewalking.pdf Suited for Spacewalking]
- [http://www.space.com/imageoftheday/image_of_day_050413.html Foto: Raumfahrhelm der ISS-Mission]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/256713.html www.wissenschaft.de: Kompressionsstrumpf für den Mars] - Elastischer Raumanzug soll leichter und handlicher sein als bisherige Modelle
Kategorie:Raumfahrttechnik
ja:宇宙服
Russische RaumfahrtbehördeDie russische Raumfahrtbehörde Roskosmos (russisch: Роскосмос, frühere Namen: RAKA, Rosaviakosmos) hat ihren Sitz in Moskau im so genannten Sternenstädtchen. Zum Chef der Behörde wurde vom Premierminister im März 2004 General Anatoly Nikolajewitsch Perminov ernannt.
Ihre Raumfahrtbahnhöfe befinden sich in Plessezk bei Archangelsk/Russland, das langfristig zur Hauptbasis ausgebaut werden soll und in Baikonur in Kasachstan als bisherige Hauptbasis mit einem Pachtvertrag, da es nach dem Zerfall der UdSSR im Ausland liegt. Als mögliche Alternative für Baikonur wurde Swobodny im fernen Osten Russlands in Betracht gezogen. Eine Vielzahl von Raketenstarts erfolgte auch vom Startkomplex Kapustin Jar an der Wolga.
Lange Zeit unterhielt die Russische Raumfahrtbehörde die nach dem Absturz des amerikanischen "Skylab" einzige funktionierende Raumstation Mir, die trotz Finanzierungsschwierigkeiten sogar 10 Jahre länger als vorgesehen in Dienst stand, am Ende jedoch aufgegeben werden musste, da man sich auf die internationale Raumstation ISS konzentrieren wollte.
Russland beteiligt sich jetzt maßgeblich an der internationalen Raumstation ISS. Bemannte Raumfahrt wird mit Sojuskapseln durchgeführt.
Trotz gelegentlicher Pannen gilt die russische Raumfahrt insgesamt als sehr zuverlässig, da sich schwere Unfälle bisher nur 1960, 24. April 1967 und 30. Juni 1971 ereigneten.
Raumfahrtprogramm 2006-2015
Am 14. Juli 2005 wurde das neue Raumfahrtprogramm für die Jahre 2006 bis 2015 von der russischen Regierung genehmigt, allerdings sollte noch bis zum 1. September 2005 nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten gesucht werden. Dieses Programm sieht die Investition von 305 Milliarden Rubel in den nächsten zehn Jahren vor, davon 23 Milliarden bereits im Jahr 2006. Diese Summe ist etwa 25 % höher als noch für das Jahr 2005 vorgesehene. Die Ausgaben sollen jedes Jahr um 6 % gesteigert werden. Weitere 130 Milliarden Rubel sollen in den nächsten zehn Jahren aus außerbudgetlichen Quellen wie der Industrie selbst einfließen. Die Höhe der Finanzierung der russischen Raumfahrt liegt somit in etwa auf dem gleichen Niveau wie die der indischen Weltraumbehörde ISRO. Am 22. Oktober 2005 wurde das Raumfahrtprogramm 2006-2015 von der russischen Regierung offiziell gebilligt.
Das neue Raumfahrtprogramm sieht in den Jahren bis 2008 vor allem die Vervollständigung des Satellitenparks durch neue Kommunikations-, Wetter-, Erdbeobachtungs- und wissenschaftliche Satelliten vor. Zudem soll der Bau neuer ISS-Module, die Fobos-Grunt Marsmission, die Venera-D Venusmission sowie die Modernisierung russischer Trägerraketen (Sojus-2 und Angara) finanziert werden. Auch das Kliper-Programm bekommt Geld, das Raumschiff soll bis 2012-2013 zur Verfügung stehen.
Siehe auch: Raumfahrt, Russische Akademie der Wissenschaften
Weblinks
- [http://federalspace.ru/ Offizielle Homepage der russischen Raumfahrtbehörde] (nur rus.)
- [http://www.russianspaceweb.com/ Russische Raumfahrt bei Russianspaceweb.com] (engl.)
- http://www.novosti-kosmonavtiki.ru/content/news.shtml (Raumfahrt-Nachrichten, russisch)
- http://www.cosmoworld.ru/spaceencyclopedia/ (Enzyklopädie der sowjetisch-russischen Raumfahrt, russisch)
Kategorie:Raumfahrtorganisation
Kategorie:Behörde (Russland)
NASA
Die National Aeronautics and Space Administration (NASA, gegründet 1958) ist die zivile US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt.
Vision und Mission
Die NASA bezeichnet als ihre Vision "das Leben hier zu verbessern, das Leben nach draußen auszudehnen und Leben da draußen zu finden". Daraus ergibt sich die Mission "unseren Heimatplaneten zu verstehen und zu schützen, das Universum zu erforschen und nach Leben zu suchen und die nächste Generation von Forschern zu begeistern".
Geschichte
Wettlauf ins All
:Hauptartikel: Wettlauf ins All
Die Sowjetunion machte 1957 mit dem ersten künstlichen Satelliten im All, Sputnik 1, die USA auf ihr eigenes Weltraumprogramm aufmerksam, das noch in den Kinderschuhen steckte. Der Kongress sah im sowjetischen Erfolg eine Gefahr für die nationale Sicherheit und den technologischen Vorsprung der USA und verlangte sofortige und konsequente Maßnahmen während US-Präsident Dwight D. Eisenhower und seine Berater sich eher für eine ruhige, durchdachte Reaktion aussprachen. Nach monatelangen Beratungen war klar, dass eine neue Behörde geschaffen werden sollte, die für alle nichtmilitärischen Weltraumaktivitäten zuständig sein sollte.
Am 29. Juli 1958 unterzeichnete Präsident Eisenhower den "National Aeronautics and Space Act", der die Schaffung der NASA vorsah. Die neue Behörde nahm am 1. Oktober 1958 ihre Arbeit auf. Damals bestand sie aus vier Laboratorien und rund 8000 Mitarbeitern, die aus dem schon 46 Jahre alten National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) stammten.
Die ersten Projekte der NASA beschäftigten sich mit der bemannten Raumfahrt und standen unter dem Druck des Wettlauf ins All. Das Mercury-Programm von 1958 war der erste Schritt: Man untersuchte, ob und unter welchen Bedingungen ein Mensch im Weltall überleben könnte.
Am 5. Mai 1961 war es so weit. Alan B. Shepard Jr. war der erste Amerikaner im Weltall, als er mit Freedom 7 15 Minuten lang in einem bogenförmigen Flug den Weltraum erreichte. Der erste Amerikaner, der die Erde umkreiste war John Glenn mit einem fünfstündigen Flug der Friendship 7 am 20. Februar 1962.
Nachdem das Mercury-Project bewiesen hatte, dass bemannte Weltraummissionen möglich sind, rief die NASA das Gemini-Projekt ins Leben. Bei diesem Projekt sollten Experimente durchgeführt werden und Problemstellungen bezüglich einer Mondlandungs-Mission bearbeitet werden. Der erste bemannte Flug einer Gemini-Rakete wurde am 23. März 1965 von Virgil "Gus" Grissom und John W. Young durchgeführt. Es folgten neun weitere Missionen, bei denen die Machbarkeit längerer Weltraumaufenthalte und des Treffens und Andockens zweier Raumschiffe bewiesen wurde. Außerdem sammelten diese Flüge medizinische Daten über die Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper.
Das Apollo-Programm
Nach dem Erfolg des Mercury- und Gemini-Programms wurde das Apollo-Programm gestartet, um weitere Experimente im All durchzuführen und im Idealfalle sogar Menschen in die Nähe des Mondes zu bringen. Eine massive Änderung in seiner Konzeption erfuhr das Apollo-Programm durch die Ankündigung des neuen Präsidenten, John F. Kennedy. Am 25. Mai 1961 sagte er, die Vereinigten Staaten sollten sich vornehmen, bis 1970 "einen Menschen auf dem Mond abzusetzen und ihn wieder sicher auf die Erde zurückzubringen". Von nun an war es also Ziel des Apollo-Programms, Astronauten auf den Mond zu bringen.
Nach acht Jahren vorbereitender Missionen, bei denen auch das erste große Unglück in der Geschichte der NASA stattfand, bei dem die NASA alle drei Besatzungsmitglieder der Apollo 1-Mission verlor, als die Rakete auf der Startrampe zu brennen begann, erreichte das Apollo-Programm schließlich ihr Ziel: Am 20. Juli 1969 landeten mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die ersten Menschen auf dem Mond und kehrten am 24. Juli sicher auf die Erde zurück. Amstrongs erste Worte, als er aus der Mondlandefähre der Apollo 11 trat, hätten treffender nicht sein können: "That's one small step for [a] man, one giant leap for mankind." ("Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."). Nach Armstrong und Aldrin landeten bis zum Ende des Apollo-Programms im Dezember 1972 noch zehn weitere Menschen auf dem Mond.
Die NASA hatte mit der Landung auf dem Mond das Wettrennen ins All gewonnen. Eigentlich stellte das den gewünschten Erfolg dar, allerdings fehlte jetzt ein Ziel, auf das es sich lohnte hinzuarbeiten. Außerdem schwand das Interesse der Öffentlichkeit, das unbedingt nötig war, um große Budgets durch den Kongress sicherzustellen. Mit Lyndon Johnson, verlor die NASA dann auch noch ihren wichtigsten politischen Unterstützer. Für ihn wurde Wernher von Braun als Lobbyist in Washington tätig.
Jahresbudgets
Liste der NASA-Administratoren
# T. Keith Glennan (1958-1961)
# James E. Webb (1961-1968)
# Thomas O. Paine (1969-1970)
# James C. Fletcher (1971-1977)
# Robert A. Frosch (1977-1981)
# James M. Beggs (1981-1985)
# James C. Fletcher (1986-1989)
# Richard H. Truly (1989-1992)
# Daniel S. Goldin (1992-2001)
# Sean O'Keefe (2001-2005)
# Michael Griffin (2005-)
Einrichtungen
Die NASA besteht aus einer Reihe von Einrichtungen. Dazu gehören
- Jet Propulsion Laboratory (JPL): Raumsonden, Deep Space Network
- Goddard Space Flight Center
- Johnson Space Center
- Kennedy Space Center
- Marshall Space Flight Center
- Stennis Space Center
- Ames Research Center
- Dryden Flight Research Center
- Langley Research Center
- Glenn Research Center
- Michoud Assembly Facility
- NASA Institute for Advanced Concepts (NIAC): Nanotechnologie, Weltraumlift, usw.
Bemannte Raumfahrtprogramme der NASA
- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Apollo-Projekt
- Skylab
- Space Shuttle
- Internationale Raumstation
- Crew Exploration Vehicle (in Planung)
Weblinks
- Wikinews: Start der Discovery auf Juli verschoben
- [http://www.nasa.gov Website der NASA] (engl.)
- [http://spaceflight.nasa.gov NASA: Bemannte Raumfahrt] (engl.)
- [http://www.nasawatch.com NASA Watch] (engl.)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/bemannt/nasa.shtml Zusammenfassung US-Raumfahrtprogramm und NASA-Geschichte] (dt.)
- [http://www.nasa-statistik.de NASA-Statistik.de - Komplettes Missionsarchiv] (dt.)
- [http://www.niac.usra.edu/ NASA Institute for Advanced Concepts] (engl.)
- [http://science.nasa.gov Science@NASA; ausgewählte Themen und Artikel aus NASA Forschung für ein breiteres Publikum] (engl.)
- [http://www.astrolabium.net Deutsche Version der Science@NASA Webseite] (dt.)
Siehe auch
ESA, Russische Raumfahrtbehörde, Japan Aerospace Exploration Agency
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- Der Abschnitt "Geschichte" basiert teilweise auf einer Übersetzung des Artikels :en:NASA vom 16.07.2005 in der englischsprachigen Wikipedia.
Kategorie:Behörde (USA)
Kategorie:Raumfahrtorganisation
ja:アメリカ航空宇宙局
ko:미국항공우주국
simple:NASA
th:องค์การนาซา
China National Space AdministrationDie China National Space Administration (CNSA) ist die chinesische Raumfahrtagentur und für das zivile Raumfahrtprogramm verantwortlich. Sie wurde 1993 als Nachfolger des Ministeriums für Luft- und Raumfahrtindustrie gegründet; die Industrie wurde als China Aerospace Corporation zusammengefasst. 1998 wurde die China Aerospace Corporation in mehrere kleine Firmen unterteilt. Der heutige der Chef der der CNSA heißt Sun Laiyan.
Weblinks
- [http://www.cnsa.gov.cn/main_e.asp Homepage der CNSA (englisch)]
- [http://de.wikinews.org/wiki/Bau_der_chinesischen_Mondsonde_beginnt_im_September Wikinews-Artikel mit Informationen zum chinesischen Mondprogramm]
- [http://de.wikinews.org/wiki/Wikinews:Themenportal_Chinesische_Raumfahrt Themenportal Chinesische Raumfahrt auf Wikinews]
Kategorie:Raumfahrtorganisation
zh-cn:中国国家航天局
Liste der bemannten RaumfahrtmissionenDies ist eine chronologische Auflistung der bemannten Raumfahrtmissionen. Sowohl orbitale als auch suborbitale Flüge sind enthalten.
- = suborbital
- = Fehlstart
- = fatales Unglück während des Fluges bzw. der Landung
- Wostok 1
- Mercury-Redstone 3 -
- Mercury-Redstone 4 -
- Wostok 2
- Mercury-Atlas 6
- Mercury-Atlas 7
- Wostok 3
- Wostok 4
- Mercury-Atlas 8
- Mercury-Atlas 9
- Wostok 5
- Wostok 6
- Woschod 1
- Woschod 2
- Gemini
- Gemini 3
- Gemini 4
- Gemini 5
- Gemini 7
- Gemini 6
- Gemini 8
- Gemini 9
- Gemini 10
- Gemini 11
- Gemini 12
- Sojus 1 -
- X 15 -
- Apollo 7
- Sojus 3
- Apollo 8
- Sojus 4
- Sojus 5
- Apollo 9
- Apollo 10
- Apollo 11 Erste bemannte Mondlandung
- Sojus 6
- Sojus 7
- Sojus 8
- Apollo 12 - 2. bemannte Mondlandung
- Apollo 13
- Sojus 9
- Apollo 14 - 3. bemannte Mondlandung
- Sojus 10
- Sojus 11 -
- Apollo 15 - 4. bemannte Mondlandung
- Apollo 16 - 5. bemannte Mondlandung
- Apollo 17 - 6. und bisher letzte bemannte Mondlandung
- Skylab 2
- Skylab 3
- Sojus 12
- Skylab 4
- Sojus 13
- Sojus 14
- Sojus 15
- Sojus 16
- Sojus 17
- Sojus 18-1 - / -
- Sojus 18
- Sojus 19
- Apollo-Sojus-Test-Projekt (ASTP)
- Sojus 21
- Sojus 22
- Sojus 23
- Sojus 24
- Sojus 25
- Sojus 26
- Sojus 27
- Sojus 28
- Sojus 29
- Sojus 30
- Sojus 31
- Sojus 32
- Sojus 33
- Sojus 34
- Sojus 35
- Sojus 36
- Sojus T-2
- Sojus 37
- Sojus 38
- Sojus T-3
- Sojus T-4
- Sojus 39
- STS-1 (Columbia)
- Sojus 40
- STS-2 (Columbia)
- STS-3 (Columbia)
- Sojus T-5
- Sojus T-6
- STS-4 (Columbia)
- Sojus T-7
- STS-5 (Columbia)
- STS-6 (Challenger)
- Sojus T-8
- STS-7 (Challenger)
- Sojus T-9
- STS-8 (Challenger)
- STS-9 (Columbia)
- STS-41-B (Challenger)
- Sojus T-10
- Sojus T-11
- STS-41-C (Challenger)
- Sojus T-12
- STS-41-D (Discovery)
- STS-41-G (Challenger)
- STS-51-A (Discovery)
- STS-51-C (Discovery)
- STS-51-D (Discovery)
- STS-51-B (Challenger)
- Sojus T-13
- STS-51-G (Discovery)
- STS-51-F (Challenger)
- STS-51-I (Discovery)
- Sojus T-14
- STS-51-J (Atlantis)
- STS-61-A (Challenger)
- STS-61-B (Atlantis)
- STS-61-C (Columbia)
- STS-51-L (Challenger) Challenger-Unglück -
- Sojus T-15
- Start der Raumstation Mir
- Sojus TM-2
- Sojus TM-3
- Sojus TM-4
- Sojus TM-5
- Sojus TM-6
- STS-26 (Discovery)
- Sojus TM-7
- STS-27 (Atlantis)
- STS-29 (Discovery)
- STS-30 (Atlantis)
- STS-28 (Columbia)
- Sojus TM-8
- STS-34 (Atlantis)
- STS-33 (Discovery)
- STS-32 (Columbia)
- Sojus TM-9
- STS-36 (Atlantis)
- STS-31 ( | | |