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Benedikt XV. (Papst)

Benedikt XV. (Papst)

Benedikt XV. (eigentlich Marquese Giacomo della Chiesa
- 21. November 1854 in Genua (Italien); † 22. Januar 1922 in Rom) war Papst von 1914 bis 1922. Auf Grund seines engagierten Auftretens gegen den Ersten Weltkrieg wurde er als Friedenspapst bekannt.

Leben

Ersten Weltkrieg Chiesa wurde in Genua, Italien, als Sohn einer Adelsfamilie geboren. Im Jahre 1875 erlangte er den Doktortitel der Rechtswissenschaften. Danach studierte er für das Priesteramt und besuchte die Schule der vatikanischen Diplomatie. Am 21. Dezember 1878 empfing er das Sakrament der Priesterweihe. Den größten Teil seiner kirchlichen Laufbahn verbrachte er im Vatikan. Kardinal Mariano Rampolla war sein Freund und Mentor, dem er zunächst in Madrid und später ab 1887, als dieser zum Kardinalstaatssekretär an der Kurie berufen wurde, als Sekretär diente. Während dieser Zeit half Chiesa bei der Vermittlung zur Lösung eines Konfliktes zwischen Deutschland und Spanien um die Karolinen Inselgruppe sowie bei der Organisation von Hilfsaktionen während einer Choleraepidemie. Als Rampolla mit der Wahl von Pius X. aus dem Amt schied und Kardinal Merry del Val ihm nachfolgte, behielt Chiesa zunächst seinen Posten. Aufgrund seiner engen Beziehung zu Rampolla, dem Architekten der vergleichsweise offenen Außenpolitik Leos XIII. und Rivalen von Pius beim Konklave von 1903, fiel Chiesa jedoch bald bei der neuen, konservativ geprägten Kirchenführung in Ungnade. Er musste den diplomatischen Dienst und den Vatikan verlassen und wurde am 16. Dezember 1907 Erzbischof von Bologna. Die Bischofsweihe spendete ihm Papst Pius X. am 22. Dezember desselben Jahres. Am 25. Mai 1914 wurde Chiesa als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Quattro Coronati in das Kardinalskollegium aufgenommen. Mit den neuen Würden ausgestattet, hielt er beim Ausbruch des 1. Weltkrieges, als das Papstamt durch den Tod Pius X. vakant war, eine Rede, in welcher er die Position und Aufgaben der Kirche angesichts der Weltlage beschrieb, die Notwendigkeit von Neutralität und den Willen zum Frieden betonte und die Milderung des verursachten Leidens beschwor. Wenige Wochen später, am 3. September 1914, wurde della Chiesa zum Papst gewählt und nahm den Namen Benedikt XV. an.

Pontifikat

1. Weltkrieg Das Pontifikat Benedikts war geprägt durch den Krieg und dessen Auswirkungen. Benedikt XV., der persönlich eher auf Seiten Frankreichs stand, aber in seinen Positionen strikte Neutralität wahrte, organisierte humanitäre Hilfe und unternahm mehrere erfolglose Versuche zu Friedensverhandlungen. Im Jahre 1915 wendet er sich in seiner Exhortatio mit drastischen Worten an die kriegführenden Nationen. Besonders bekannt wurde der Verhandlungsvorschlag Benedikts XV. zur Beendigung des Krieges aus dem Jahre 1917, doch sah sich jede der Kriegsparteien als durch ihn benachteiligt an und der Plan wurde ausgeschlagen. Der Vatikan wurde auch von den Verhandlungen zum Waffenstillstand ausgeschlossen. Seine darauf folgende Enzyklika Pacem Dei munus war ein Plädoyer für die Versöhnung der Völker, und Benedikt wandte sich gegen die harten Maßnahmen der Sieger im Vertrag von Versailles. Während der Nachkriegszeit organisierte er die Kirchenverwaltung neu, um den Anforderungen der neuen internationalen Verhältnisse besser gerecht zu werden. Innerkirchlich beendete Benedikt XV. die Exzesse des Antimodernismus, der die Ära Pius X. geprägt hatte. In den Missionsgebieten der Dritten Welt förderte er die Ausbildung einheimischen Priesternachwuchses, der möglichst bald die europäischen Missionare ersetzen sollte. Er promulgierte das neue Kanonische Recht von 1917 und unternahm Versuche, die Beziehungen zur antiklerikal eingestellten Regierung Frankreichs zu verbessern, indem er die französische Nationalheldin Jeanne d'Arc heilig sprach. Die diplomatische Anerkennung des Heiligen Stuhls durch Frankreich sowie Großbritannien war jedoch sein einziger politischer Erfolg. Benedikt XV. starb 1922 im Alter von 67 Jahren nach einer Lungenentzündung. Auch wenn er nicht zu den bekannteren Päpsten des 20. Jahrhunderts zählt, ist sein Einsatz für den Frieden in den Jahren 1914 bis 1918 bemerkenswert, der im starken Gegensatz zur Haltung der meisten anderen Monarchen und Staatsführer seiner Zeit stand. Der nächste Träger dieses Papstnamens, Benedikt XVI., stellte sich 2005 bewusst in die Tradition des Friedenspapstes Benedikt XV.

Werke


- Apostolisches Rundschreiben Ad Beatissimi Apostolorum, 1. November 1914. Friede den Menschen auf Erden, allein in der Liebe Jesu Christi; neuerliche feierliche Verdammung des Modernismus.

Exhortatio gegen den Krieg

In einer Exhortatio vom 28. Juli 1915 bezeichnete Benedikt XV. den Krieg als "grauenhafte Schlächterei" ("horrenda carneficina"), was in der deutschen Übersetzung zu einem "entsetzlichen Kampf" abgemildert wurde, in anderen Übersetzungen (wie in Karl Kraus' "Letzten Tagen der Menschheit" I. Akt, 27. Szene) aber immerhin als "fürchterliches Morden" erscheint. :Im heiligen Namen Gottes, unseres himmlischen Vaters und Herrn, um des gesegneten Blutes Jesu willen, welches der Preis der menschlichen Erlösung gewesen, beschwören wir Euch, die ihr von der göttlichen Vorsehung zur Regierung der kriegsführenden Nationen bestellt seid, diesem fürchterlichen Morden, das nunmehr seit einem Jahr Europa entehrt, endlich ein Ziel zu setzen. Es ist Bruderblut, das zu Lande und zur See vergossen wird. Die schönsten Gegenden Europas, dieses Gartens der Welt, sind mit Leichen und Ruinen besät. Ihr tragt vor Gott und den Menschen die entsetzliche Verantwortung für Frieden und Krieg. Höret auf Unsere Bitte, auf die väterliche Stimme des Vikars des ewigen und höchsten Richters, dem Ihr werdet Rechenschaft ablegen müssen. Die Fülle der Reichtümer, mit denen Gott der Schöpfer die Euch unterstellten Länder ausgestattet hat, erlauben Euch gewiß die Fortsetzung des Kampfes. Aber um was für einen Preis? Darauf mögen die Tausende junger Menschenleben antworten, die alltäglich auf den Schlachtfeldern erlöschen. Die Veröffentlichung der Exhortia in einer neuen Übersetzung im Jahre 1931 veranlasste Kurt Tucholsky zu der Polemik [http://www.tucholsky-gesellschaft.de/KT/Texte/kriegsschauplatz.htm "Der bewachte Kriegsschauplatz"], in welcher der umstrittene Satz Soldaten sind Mörder geprägt wurde.

Weblinks


- Kategorie:Mann Kategorie:Papst Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1854 Kategorie:Gestorben 1922 ja:ベネディクトゥス15世 (ローマ教皇) ko:교황 베네딕토 15세

21. November

Der 21. November ist der 325. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 326. in Schaltjahren) - somit bleiben 40 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1259 v. Chr. (nach Beckeraths Berechnung) - Der Ägyptisch-Hethitische Friedensvertrag wird geschlossen.
- 1272 - Nach dem Tod von Heinrich III. fünf Tage zuvor wird sein Sohn Edward in Abwesenheit neuer Köng von England.
- 1803 - Deutschland: Nach einem mehrwöchigen Prozess wird der Schinderhannes mit 19 Kumpanen in Mainz hingerichtet.
- 1806 - Frankreich: Kaiser Napoléon Bonaparte verhängt eine Kontinentalsperre gegen Großbritannien
- 1918 - Am Ende des Ersten Weltkrieges verlassen die deutschen Truppen das Elsass
- 1945 - Radio RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) wird in Berlin gegründet.
- 1945 - Guatemala wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1946 - Peru und die Philippinen werden Mitglieder der UNESCO.
- 1948 - Gründung Radio Bremen
- 1958 - Im Hüttenwerk Oberhausen wird erstmals in Deutschland die Lohnzahlung überwiesen.
- 1967 - Rahmenabkommen zwischen Deutschland und Paraguay über deutsche Entwicklungshilfe
- 1991 - Gemeinsame Erklärung des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl und des russischen Präsidenten Michail Gorbatschow
- 1995 - In Dayton, Ohio, finden die Präsidenten von Bosnien, Kroatien und Rest-Jugoslawien zu einer Einigung über die künftige Gestaltung Bosniens.
- 2000 - Peru. Der Kongress enthebt Staatspräsident Alberto Fujimori seines Amtes.
- 2002 - Mir Zafarullah Khan Jamali wird Regierungschef in Pakistan.
- 2002 - Auf ihrem Gipfeltreffen in Prag werden von der NATO sieben Staaten Mittel- und Osteuropas zum Beitritt eingeladen.
- 2005 - Der israelische Premierminister Ariel Scharon verlässt die von ihm mitgegründete Likud-Partei.

Wirtschaft


- 1956 - Per Jacobsson, Schweden, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond).
- 1993 - Die Fusion der Fluggesellschaften KLM, SAS, AUA und Swissair scheitert sowohl am Machthunger der Airline-Manager wie auch am Widerstand der öffentlichen Meinung.

Wissenschaft, Technik


- 1783 - Paris: Start des ersten bemannten Heißluftballons der Gebrüder Montgolfier mit dem Passagier Jean-François Pilâtre de Rozier.
- 1898 - Pierre und Marie Curie entdecken gemeinsam mit Gustave Bémont das Radium.
- 1964 - In New York wird die Verrazano-Narrows-Brücke über den Hudson, die bis dato längste Hängebrücke der Welt, für den Verkehr freigegeben.
- 1999 - Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldet, dass das erste unbemannte Raumschiff der VR China planmäßig wieder gelandet sei.

Kultur


- 1827 - Die Oper "Viva la Mamma" von Gaetano Donizetti wird im Teatro Nuovo in Neapel uraufgeführt.
- 1831 - Die Oper "Robert le diable" von Giacomo Meyerbeer wird an der Pariser Opéra uraufgeführt.
- 1847 - Das Märchenspiel "Der Dudelsackpfeifer von Strakonice oder Das Fest der Waldfrauen" von Josef Kajetán Tyl wird in Prag uraufgeführt.
- 1862 - Uraufführung der Oper "Blanche de Nevers" von Michael William Balfe im Covent Garden in London.
- 1874 - Mit der "Götterdämmerung" beendet Richard Wagner in Bayreuth den letzten Teil des "Ring des Nibelungen".
- 1901 - Das Singgedicht "Feuersnot" von Richard Strauss wird in Dresden uraufgeführt.
- 1902 - Uraufführung der Operette "Wiener Frauen" von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1963 - Mit einer Aufführung von "Frau ohne Schatten" von Richard Strauss wird das Münchner Nationaltheater wieder eröffnet.

Religion


- 235 - Der Heilige Anterus wird als Nachfolger von Pontianus als Papst inthronisiert.
- 2002 - Das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Bremen wird von Bürgermeister Dr. Henning Scherf und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Giovanni Lajolo, unterzeichnet.

Katastrophen


- 1990 - Thailand. Auf dem Inlandsflug der Bangkok Airways von Bangkok nach Ko Samui verlieren die Piloten einer DHC-8 Dash 8 nach missglücktem Landeanflug die Orientierung. In schlechtem Wetter sinkt die Maschine unbemerkt und stürzt in eine Kokosnuss-Plantage. Keiner der 38 Menschen an Bord überlebt.
- 1997 - Ein Erdbeben der Stärke 6,1 in Indien und Bangladesch fordert 23 Tote.

Sport


- 1991 - Nach 133 Tagen auf See erreicht Gérard d'Aboville nach seiner Pazifiküberquerung mit seinem Einmann-Ruderboot die amerikanische Westküste.

Geboren


- 1694 - Voltaire (François-Marie Arouet), französischer Schriftsteller und Philosoph
- 1768 - Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, protestantischer deutscher Theologe und Philosoph
- 1789 - Cesare Graf Balbo, piemontesischer Politiker
- 1791 - Heinrich Ritter, deutscher Philosoph
- 1805 - Wilhelm Friedrich Christian Gustav Krafft, deutscher Politiker († 1854)
- 1811 - Zeng Guofan, Chinesischer Staatsmann († 1872)
- 1818 - Lewis Henry Morgan, US-amerikanischer Ethnologe
- 1824 - Hieronymus Theodor Richter, deutscher Chemiker († 1898)
- 1827 - Martin Traugott Blumner, deutscher Komponist und Musiktheoretiker
- 1840 - Viktoria, deutsche Kaiserin
- 1849 - Paul Rée, deutscher Philosoph
- 1851 - Désiré Mercier, belgischer Kardinal
- 1854 - Benedikt XV., Papst
- 1866 - Oskar Messter, deutscher Filmpionier
- 1868 - Peter Friedrich Georg von Holstein-Gottorp, Schwager des russischen Zaren Nikolaus II. († 1924)
- 1870 - Alexander Berkman, litauischer Politiker und Schriftsteller, Anarchist
- 1870 - Sigfrid Edström, schwedischer Unternehmer und Sportfunktionär
- 1878 - Gustav Radbruch, deutscher Rechtsgelehrter und Politiker
- 1880 - Franz Hessel, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 1882 - Paul Niehans, schweizer Arzt
- 1886 - Harold G. Nicolson, britischer Diplomat
- 1890 - Jeanne Mammen, deutsche Malerin
- 1891 - Karl Hubbuch, Akademieprofessor, Zeichner und Maler
- 1891 - Just Göbel, niederländischer Fußballspieler
- 1895 - Josef Mattauch, deutscher Physiker
- 1897 - Veza Canetti, Schriftstellerin
- 1898 - René Magritte, belgischer Maler
- 1904 - Coleman Bean Hawkins, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1909 - Hermann Paul Müller, deutscher Rennfahrer
- 1912 - Eleanor Powell, US-amerikanische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin
- 1918 - Dieter Mauritz, deutscher Tischtennisspieler
- 1922 - Maria Casarès, französische Schauspielerin
- 1917 - John Francis Reuel Tolkien, ältester Sohn des Schriftstellers J.R.R. Tolkien
- 1924 - Christopher Tolkien, Sohn des Schriftstellers J.R.R. Tolkien
- 1926 - William Wakefield Baum, emeritierter Erzbischof von Washington und ein Kardinal
- 1929 - Marilyn French, US-amerikanische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin
- 1932 - Heinrich Lummer, deutscher Politiker
- 1933 - Jean Shepard, US-amerikanische Sängerin
- 1942 - Brigitte Blobel, deutsche Kinderbuchautorin und Journalistin
- 1942 - Heidemarie Wieczorek-Zeul, deutsche Politikerin
- 1943 - Jacques Laffite, Formel-1-Rennfahrer
- 1945 - Goldie Hawn, US-amerikanische Schauspielerin
- 1946 - Heinz Bosl, deutscher Tänzer
- 1947 - Klaus Esser, deutscher Manager
- 1948 - Lonnie Jordan, US-amerikanischer Rock-Musiker und Sänger
- 1949 - Randy Zehringer, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - Alberto Juantorena, kubanischer Leichtathlet
- 1961 - Martin Andermatt, schweizerischer Fußballtrainer
- 1965 - Björk Guðmundsdóttir, isländische Musikerin
- 1968 - Inka Bause, deutsche Schlagersängerin
- 1981 - Tim Pauwels, belgischer Radsportler

Gestorben


- 496 - Gelasius I. in Rom; Papst seit 492; katholischer Heiliger
- 615 - Columban von Luxeuil, irischer Wandermönch und Missionar
- 1011 - Reizei, 63. Kaiser von Japan
- 1555 - Georgius Agricola in Chemnitz; deutscher Universalgelehrter und "Vater der Mineralogie" (
- 24. März 1494)
- 1695 - Henry Purcell in London; englischer Komponist (
- 1659)
- 1728 - Fjodor Apraksin in Moskau; russischer Admiral (
- 1661)
- 1796 - Angelo Soliman, afrikanischer Kammerdiener
- 1803 - Johann Bückler alias "Schinderhannes", in Mainz; deutscher Räuberhauptmann (
- 25. Mai 1783)
- 1811 - Heinrich von Kleist in Berlin; deutscher Dichter und Schriftsteller (
- 18. Oktober 1777)
- 1830 - Karoly Kisfaludy in Pest; ungarischer Dramatiker (
- 5. Februar 1788)
- 1844 - Philipp Emanuel von Fellenberg in Hofwil;: schweizerischer Pädagoge und Landwirt (
- 15. Juni 1771)
- 1844 - Iwan Andrejewitsch Krylow, in St. Petersburg; russischer Fabeldichter (
- 13. Februar 1769)
- 1859 - Yoshida Shōin, japanischer Intellektueller und Revolutionär
- 1861 - Jean Baptiste Henri Lacordaire, französischer Dominikaner (
- 12. Mai 1802)
- 1863 - Josef Mayseder, in Wien; österreichischer Geiger und Komponist (
- 26. Oktober 1789)
- 1870 - Karel Jaromir Erben, in Prag; tschechischer Dichter uind Historiker (
- 7. November 1811)
- 1871 - Johann Florian Heller, in Wien; österreichischer Chemiker und Arzt (
- 4. Mai 1813)
- 1872 - Torgeir Augundsson, norwegischer Komponist
- 1874 - Mariano Fortuny y Carbó, in Rom; spanischer Maler (
- 11. Juni 1838)
- 1875 - Friedrich Albert Lange, in Marburg; protestantischer deutscher Theologe und Neukantianer (
- 28. September 1828)
- 1876 - Vinzenz Jakob von Zuccalmaglio in Grevenbroich, deutscher Schriftsteller - genannt „Montanus“ (
- 26. Mai 1806)
- 1886 - Charles Adams, in Boston, Massachusetts; US-amerikanischer Diplomat und Politiker (
- 18. August 1807)
- 1907 - Paula Modersohn-Becker, deutsche Malerin
- 1909 - Peter Severin Krøyer, in Skagen, Jütland; norwegischer Impressionist (
- 23. Juli 1851)
- 1910 - Johannes Montel Edler von Treuenfels, österreichischer Diplomat
- 1916 - Franz Joseph I. in Schönbrunn; Kaiser von Österreich und König von Ungarn (
- 18. August 1830)
- 1922 - Carl Bezold, in Heidelberg; deutscher Philologe (
- 18. Mai 1859)
- 1926 - John Moses Browning, amerik. Waffenbauer
- 1928 - Hermann Sudermann in Berlin; deutscher Dramatiker (
- 30. September 1857)
- 1942 - Leopold Graf Berchtold, in Ödenburg (Sopron); österreichisch-ungarischer Diplomat und Politiker (
- 18. April 1863)
- 1942 - James Berry Munnick Hertzog, in Pretoria; südafrikanischer General und Politiker (
- 3. April 1866)
- 1944 - Adolf Jäger, deutscher Fußballspieler
- 1945 - Robert Benchley, in New York City; US-amerikanischer Schauspieler, Journalist und Drehbuchautor (
- 15. September 1889)
- 1947 - Philipp August Becker, in Leipzig; deutscher Romanist (
- 1. Juni 1862)
- 1954 - Werner Elert in Erlangen; deutscher evangelischer Theologe (
- 19. August 1885)
- 1954 - Karol Rathaus, polnischer Komponist
- 1963 - Pierre Blanchar in Paris; französischer Bühnen- und Filmschauspieler (
- 30. Juni 1896)
- 1967 - Charles Blavette, in Suresnes; französischer Schauspieler (
- 24. Juni 1906)
- 1970 - Chandrasekhara Venkata Raman, indischer Physiker, Nobelpreis für Physik 1930 (
- 7. November 1888)
- 1972 - Raymond Souplex, in Paris; französischer Schauspieler (
- 1. Juni 1901)
- 1973 - Allan Sherman, US-amerikanischer Komiker und Musikproduzent
- 1974 - Frank Martin, in Naarden, Niederlande; schweizerischer Komponist (
- 15. September 1890)
- 1975 - Gunnar Gunnarsson in Reykjavík; isländischer Schriftsteller (
- 18. Mai 1889)
- 1987 - Willy Massoth, deutscher Politiker
- 1981 - Ilya Bolotowsky, in New York City; russisch-amerikanischer Minimalist (
- 1. Juli 1907)
- 1984 - Paul Dahlke in Salzburg; deutscher Schauspieler (
- 12. April 1904)
- 1984 - Gerhard Hüsch in Viehhausen; deutscher Opernsänger (Bariton) (
- 2. Februar 1901)
- 1989 - Will Glahé in Rheinbreitbach; deutscher Akkordeonist, Komponist und Dirigent (
- 12. Februar 1902)
- 1992 - Silvio Meier in Berlin; ein von Nazis erstochener Antifaschist
- 1994 - Karlheinz Rudolph, deutscher Fernsehjournalist, Moderator des heute-journals
- 1995 - Günter Matthes, deutscher Journalist
- 2000 - Emil Zatopek, tschech. Langstreckenläufer
- 2002 - Günter Müggenburg, deutscher Fernsehjournalist
- 2004 - Wilhelm Gustav Illbruck, deutscher Unternehmer und Hochseesegler
- 2004 - Terry Melcher, US-amerikanischer Musikproduzent
- 2004 - Uwe Scholz, Leipziger Ballettdirektor und Chef-Choreograf
- 2005 - Alfred Anderson, britischer Kriegsveteran und Zeuge des Weihnachtsfriedens 1914.

Feiertage und Gedenktage


- Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem (katholisch)
- Welttag des Fernsehens (UNO)
- Alma, Amalia, Johannes, Manuel, Maria, Rufus

Siehe auch


- 20. November - 22. November
- 21. Oktober - 21. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1121 ja:11月21日 ko:11월 21일 simple:November 21 th:21 พฤศจิกายน

1854

Ereignisse

Katastrophen


- 1. Mai: Der britische Passagierdampfer City of Glasgow läuft zu einer Überfahrt nach New York aus dem Hafen von Liverpool aus und verschwindet spurlos mit 480 Menschen an Bord
- 27. September: Der amerikanische Schaufelrad-Passagierdampfer Arctic sinkt bei Neufundland nach einer Kollision. Dabei sterben etwa 350 Menschen, darunter alle Frauen und Kinder an Bord

Politik


- 1. Januar: Friedrich Frey-Herosé wird Bundespräsident der Schweiz
- 13. Juli: Im Deutschen Bund werden die Allgemeine Deutsche Arbeiterverbrüderung und alle anderen politischen Arbeitervereinigungen verboten; in Preußen bestand dieses Verbot bereits vorher seit 1850
- 1. Oktober: Eingemeindung von Au, Giesing und Haidhausen in die Stadt München
- 1. Oktober: Au, Giesing und Haidhausen werden in die Stadt München eingemeindet
- 30. November: Mohammed Said erteilt Graf Ferdinand de Lesseps die Konzession zum Bau des Sueskanals

Wirtschaft


- 5. Dezember: In Berlin wird die erste Litfaßsäule aufgestellt

Wissenschaft und Technik


- Heinrich Göbel erfindet 25 Jahre vor Edison die erste gebrauchsfähige Glühlampe
- J. E. Taylor entdeckt die sumerische Stadt Eridu wieder (siehe 1918 und 1948)

Kultur


- 16. Februar: Uraufführung der Oper L'Étoile du Nord (Nordstern) von Giacomo Meyerbeer an der Opéra-Comique in Paris
- 22. März: Uraufführung der Oper Die Nibelungen von Heinrich Dorn in Weimar
- 20. April: Uraufführung der Oper Die Bilderstürmer von Johann Friedrich Kittl
- 24. Juni: Uraufführung der Oper Alfonso und Estrella von Franz Schubert in Weimar
- 18. Oktober: Uraufführung der komischen Oper La Nonne sanglante (Die blutige Nonne) von Charles Gounod in Paris
- 21. Dezember: Uraufführung der komischen Oper Der Advokat von Ferdinand Hiller in Köln

Geboren


- 1. Januar: James George Frazer, englischer Ethnologe († 1941)
- 9. Januar: Jennie Churchill, amerikanisch-englische Philanthropin und Autorin († 1921)
- 10. Januar: Heinrich Köselitz, deutscher Schriftsteller und Komponist († 1918)
- 24. Januar: Paul Natorp, Philosoph und Pädagoge († 1924)
- 31. Januar: Stefan Stambolow, bulgarischer Politiker und Premierminister von Bulgarien († 1895)
- 17. Februar: Friedrich Alfred Krupp, Industrieller († 1902)
- 19. Februar: Emil Sigerus, deutscher Volkskundler († 1947)
- 19. Februar: Georges J. Gouy, französischer Wissenschaftler
- 10. März: Joseph Maria Stowasser, österreichischer Altphilologe († 1910)
- 12. März: Gottfried Straßer, Pfarrer und Dichter († 1912)
- 13. März: Heinrich Tramm, deutscher Politiker und Verwaltungsbeamter († 1932)
- 14. März: Paul Ehrlich, deutscher Chemiker, Mediziner und Serologe († 1915)
- 15. März: Emil Adolf von Behring, deutscher Bakteriologe und Serologe († 1917)
- 23. März: Ernst Otto Taschenberg, deutscher Naturwissenschaftler und Professor († 1922)
- 23. März: Victoriano Huerta, mexikanischer General und Präsident († 1916)
- 3. April: Berthold Hatschek, österreichischer Zoologe († 1941)
- 19. April: Emma Pieczynska-Reichenbach, Schweizer Abolitionistin und Frauenrechtlerin († 1927)
- 29. April: Henri Poincaré, französischer Mathematiker und theoretischer Physiker († 1912)
- 6. Mai: Jean Bungartz, deutscher Tiermaler und Autor verschiedener Bücher († 1934)
- 11. Mai: Ottmar Mergenthaler, Erfinder der Linotype-Setzmaschine (+ 1899)
- 28. Mai: Germán Riesco Errázuriz, chilenischer Politiker († 1916)
- 7. Juni: Max Kretzer, deutscher Schriftsteller († 1941)
- 11. Juni: Alfred Müller, Ethnologe, Autor, Realschuldirektor († 1935)
- 13. Juni: Charles Parsons, britischer Maschinenbauer († 1931)
- 14. Juni: Georg Domizlaff, Präsident der Oberpostdirektion in Leipzig († 1937)
- 14. Juni: Nell Kimball, US-amerikanische Prostituierte und Autorin
- 17. Juni: Ossip Schubin, tschechisch-deutsche Schriftstellerin († 1934)
- 19. Juni: Alfredo Catalani, italienischer Opern-Komponist († 1893)
- 30. Juni: Thomas Scott Baldwin, US-amerikanischer Ballonfahrer und Flugpionier († 1923)
- 3. Juli: Leoš Janáček, tschechischer Komponist († 1928)
- 12. Juli: George Eastman, US-amerikanischer Unternehmer (Kodak) († 1932)
- 26. Juli: Ernst Bassermann, deutscher Politiker, MdR († 1917)
- 29. Juli: Georg Michael Kerschensteiner, Pädagoge, Reichstagsabgeordneter († 1932)
- 2. August: Eugène Ruffy, Schweizer Politiker († 1919)
- 11. August: Paul Hoecker, deutscher Maler
- 18. August: Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem, deutsche Schriftstellerin († 1941)
- 22. August: Milan I., König von Serbien († 1901)
- 1. September: Engelbert Humperdinck, deutscher Komponist († 1921)
- 11. September: Peter Hille, deutscher Schriftsteller († 1904)
- 22. September: Henny Koch, deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin († 1925)
- 3. Oktober: Hermann von Struve, Astronom († 1920)
- 7. Oktober: Christian De Wet, Südafrikanischer Politiker und General der Buren († 1922)
- 16. Oktober: Oscar Wilde, englischsprachiger Schriftsteller († 1900)
- 18. Oktober: Karl Kautsky, führender Theoretiker der Sozialdemokratie († 1938)
- 18. Oktober: Salomon Andrée, schwedischer Ingenieur und Polarforscher († 1897)
- 20. Oktober: Arthur Rimbaud, französischer Dichter († 1891)
- 31. Oktober: Adolf Erman, deutscher Ägyptologe († 1937)
- 31. Oktober: Hermann Hendrich, Harzmaler († 1931)
- 31. Oktober: Otto Sverdrup, norwegischer Seefahrer und Polarforscher († 1930)
- 2. November: Isidor Gunsberg, ungarischer Schachspieler († 1930)
- 5. November: Paul Sabatier, französischer Chemiker († 1941)
- 6. November: John Philip Sousa, Bandleader und Komponist († 1932)
- 8. November: Johannes Rydberg, schwedischer Physiker († 1919)
- 13. November: George Whitefield Chadwick, US-amerikanischer Komponist († 1931)
- 21. November: Benedikt XV., Papst († 1922)
- 21. November: Giacomo della Chiesa, Papst von 1914 bis 1922 († 1922)
- 9. Dezember: Pekka Juhani Hannikainen, finnischer Komponist († 1924)
- 19. Dezember: Louis Brillouin, französischer Physiker († 1948)

Gestorben


- 2. Januar: Gustav Adolf Harald Stenzel, deutscher Geschichtsforscher (
- 1792)
- 8. Januar: William Carr Beresford, britischer General und portugiesischer Marschall (
- 1768)
- 11. Februar: Anton zu Stolberg-Wernigerode, preußischer Staatsminister (
- 1785)
- 11. Februar: Antonia Pozzi, italienische Dichterin (
- 1785)
- 27. Februar: Wilhelm Friedrich Christian Gustav Krafft, deutscher Politiker (
- 1805)
- 2. Mai: Sulpiz Boisserée, deutscher Architekt (
- 1783)
- 12. Mai: Melchior Berri, Schweizer Architekt aus Basel (
- 1801)
- 20. Mai: Karl Ludwig von Haller, schweizer Staatsrechtler (
- 1758)
- 21. Mai: Bernhard von Lindenau, Astronom; sächsischer Minister; Kunstsammler (
- 1779)
- 31. Mai: Vatroslav Lisinski, kroatischer Komponist (
- 1819)
- 7. Juni: Charles Baudin, französischer Admiral (
- 1792)
- 17. Juni: Henriette Sontag, Opernsängerin (
- 1806)
- 4. Juli: Karl Friedrich Eichhorn, deutscher Jurist und Professor für Jura (
- 1781)
- 5. Juli: Emile Souvestre, französischer Roman- und Bühnendichter (
- 1806)
- 6. Juli: August Borsig, deutscher Unternehmer und Gründer der Borsig-Werke (
- 1804)
- 6. Juli: Georg Simon Ohm, deutscher Physiker (
- 1789)
- 13. Juli: Abbas I. (Ägypten), Khedive (Vizekönig) von Ägypten (
- 1813)
- 2. August: Carl Gottlieb Samuel Heun, deutscher Schriftsteller (
- 1771)
- 2. August: Heinrich Clauren, deutscher Schriftsteller (
- 1771)
- 14. August: Carl Carl, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor (
- 1787)
- 20. August: Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, deutscher Philosoph (
- 1775)
- 3. September: Christoph von Schmid, deutscher Dichter und Jugendbuchautor (
- 1768)
- 29. September: Armand-Jacques-Achille Leroy de Saint-Arnaud, General, Marschall von Frankreich (
- 1796)
- 4. Oktober: András Bartay, ungarischer Komponist (
- 1799)
- 10. Oktober: Sir Gordon Drummond, britischer General und Kolonialadministrator (
- 1772)
- 22. Oktober: Jeremias Gotthelf, Schweizer Schriftsteller und Pfarrer (
- 1797)
- 26. OktoberTherese von Sachsen-Hildburghausen (
- 1792)
- 29. Oktober: Paul Wilhelm Eduard Sprenger, österreichischer Architekt (
- 1798)
- 30. Oktober: Ferdinand Sauter, Dichter (
- 1804)
- 5. November: George Cathcart, britischer General (
- 1794)
- 3. Dezember: Johann Peter Eckermann, deutscher Dichter (
- 1792)
- 4. Dezember: José Joaquín Guarín, kolumbianischer Komponist 1825)
- 15. Dezember: Kamehameha III., König von Hawaii (von 1825 bis 1854) (
- 1813)
- 31. Dezember: Nicolas-Jean de Dieu Soult, französischer General, Marschall von Frankreich (
- 1769) ko:1854년 simple:1854

Genua

Genua (ital. Genova, im ligurischen Dialekt Zeina, wie Genf von genu = das Knie abgeleitet) ist mit rund 590.000 Einwohnern im Stadtgebiet (2004) und ca. 800.000 Einwohnern als Agglomeration (2004) die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und der Region Ligurien im nordwestlichen Italien an der Küste des Mittelmeeres.

Lage

In der Bucht von Genua steigt das Gebirge des Apennin steil an. Genua bekam in der italienischen Sprache oft den Zusatz: "la superba" oder "la dominante".

Hafen

Der Hafen von Genua ist einer der größten am Mittelmeer: im Containerumschlag der drittgrößte nach Algeciras und Gioia Tauro. Seine Bedeutung erhält er vor allem durch sein Hinterland, das Industriegebiet von Mailand und Turin. Bis 1996 war der Ölhafen Ausgangspunkt der Central European Line, die bis nach Ingolstadt (Bayern) führt.

Altstadt

Genua besitzt eine der größten Altstädte in Europa, vielleicht sogar die größte. Einen kontrastreichen Gegensatz zur Altstadt bilden Patrizierhäuser und prunkvolle Paläste an der Via Garibaldi, allen voran der Palazzo Ducale aus dem 13. Jahrhundert. Wehrhafte Befestigungsanlagen zeugen von der wechselvollen Geschichte der früheren Seerepublik. Wahrzeichen der Stadt ist die Lanterna. Der 117 m hohe Leuchtturm steht im Westen des Hafens und ist seit Jahrhunderten Orientierungspunkt für Seefahrer.

Verschiedenes

Der Platzmangel in Genua hat zur Folge, dass für den Bau des Flugplatzes und des neuen Containerhafens eine besondere Lösung getroffen werden musste: Abtragung eines Hügels und Aufschüttung des Meeres. Die Stadt ist Sitz eines Erzbischofs und hat eine Universität. Genua war – zusammen mit LilleKulturhauptstadt Europas 2004.

Geschichte

Da Genua einen natürlichen Hafen ersten Ranges hat, muss es als Seehafen benutzt worden sein, sobald man begann, in der Tyrrhenischen See Schifffahrt zu betreiben. Aus alten Quellen ist nichts über einen Aufenthalt oder eine Besetzung durch Griechen bekannt, aber die Entdeckung eines griechischen Friedhofs aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. deutet darauf hin. Beim Bau der Via Venti Settembre wurde eine Reihe von Gräbern, insgesamt 85, gefunden, von denen der Großteil auf das Ende des 5. und das 4. Jahrhundert v. Chr. datiert. Die Leichen waren in allen Fällen verbrannt und in kleinen Schachtgräbern beerdigt worden, wobei das Grab selbst durch eine Platte aus Kalkstein bedeckt wurde. Die Urnen entsprechen dem letzten rotfigurigen Stils und wurden hauptsächlich aus Griechenland oder Magna Graecia importiert, während die Bronzeobjekte aus Etrurien und die Broschen aus Gallien kamen. Dies veranschaulicht die frühe Bedeutung Genuas als Handelshafen und das Eindringen griechischer Sitten, denn die übliche Praxis der Ligurer war die Inhumation. Man nimmt an, dass sich der Name Genua aus der Form seiner Küstenlinie ableitet ist, die an ein Knie (genu) erinnert. Vom Auftauchen der Römer wird erstmals 216 v. Chr. berichtet, von der Zerstörung durch die Karthager und dem unmittelbaren Wiederaufbau durch die Römer 209 v. Chr. Die Römer machten Genua und Placentia zu ihrem Hauptquartier gegen die Ligurer. Von Rom aus kam man dorthin über die Via Aurelia entlang der Nordwestküste, und ihrer Verlängerung, die später den Namen Via Aemilia (Scauri) bekam; letztere wurde erst 109 v. Chr. gebaut, und es muss schon lange vorher eine Küstenstraße gegeben haben, mindestens ab 148 v. Chr., als die Via Postumia von Genua durch Libarna (heute Serravalle, wo Überreste eines Amphitheaters und Inschriften gefunden worden sind), Dertona, Iria, Placentia, Cremona und von da ostwärts gebaut wurde. Es gibt eine Inschrift von 117 v. Chr. (im Palazzo Municipale in Genau erhalten) mit der Entscheidung der patroni Q. und M. Minucius aus Genua, in Übereinstimmung mit einem Erlaß des römischen Senats in einer Kontroverse zwischen dem Volk Genuas und den Langenses (auch Viturii genannt), den Einwohnern einer benachbarten Hügelstadt, die in das Genueser Territorium aufgenommen wurde. Aber keine der anderen in Genua gefundenen Inschriften, die praktisch allesamt Grabesinschriften sind, kann definitiv der antiken Stadt zugeordnet werden; man kann gleichermaßen annehmen, dass sie von anderen Orten über See dorthin gebracht wurden. Nur aus Inschriften an anderen Orten wissen wir, dass Genua Stadtrechte hatte, aber es ist unbekannt, ab welchem Zeitpunkt. Klassische Autoren berichten wenig von der Stadt. Die Geschichte Genuas während langobardischen und karolingischen Perioden, ist lediglich die Wiederholung der allgemeinen Geschichte der italienischen Kommunen, denen es gelang, von wettstreitenden Fürsten und Baronen die ersten Urkunden ihrer Freiheit zu erlangen. Der patriotische Geist und die Tüchtigkeit der Genuesen auf See, die sie in ihren Verteidigungskriegen gegen die Sarazenen entwickelten, führte zur Gründung einer bürgerlichen Verfassung und zum raschen Wachstum einer wirksamen Marine. Aus der Notwendigkeit eines Bündnisses gegen den gemeinsamen sarazenischen Feind schloss sich Genua Anfang des 11. Jahrhunderts mit Pisa zusammen, um die Moslems von der Insel Sardinien zu vertreiben. Bereits 1162 errichten Genueser in Salé, südwestlich von Ceuta einen Stützpunkt auf der afrikanischen Küste, zu dem 1253 das ebenfalls westlich der Meerenge von Gibraltar gelegene Safi kommt. 1277 eröffnen sie die ersten Seeverbindungen von Spanien mit Flandern und England. Ab 1251 genießen sie in Sevilla steuerliche Privilegien. Genueser Kaufleute haben schon vor dem Ende der Reconquista in Spanien den Handel mit Olivenöl, Wein, Thunfisch, Leder, Seife und Quecksilber in Cádiz, Granada, Lissabon, Málaga und Sanlucar zu ihrer Domäne gemacht. Die Eroberungen Gran Canarias, Las Palmas und Teneriffas wird finanziert durch genuesisches Handels- und Kreditkapital unter aktiver Teilnahme spanischer und portugiesischer Unternehmer, wie z.B. der Tuchfabrikanten. Auch in Valencia, Toledo und Cuenca hatten Genueser großen Anteil am kastilischen Handel. Zu den "alberghi ligures", den Genueser Familien, die in Andalusien dauerhaft ansässig wurden, zählen die Boccanegra, Cataño, Centurión, Espinola, Grimaldo, Pinelo, Rey, Riberol, Sopranis, Zaccaría u.a. Anders als die Venezianer verfügen die Genueser nicht über eine große Kriegsmarine. Genuesisch-pisanischer Technologietransfer verhilft allmählich den iberischen Monarchien Portugal, Castilia-León und Aragón-Catalunya nach und nach zu eigenen, leistungsfähigen Flotten, die von den eroberten Häfen entlang der Straße von Gibraltar die maurische Seesperre mit der Zeit durchbrechen. Das so erworbene sardische Gebiet lieferte bald Gelegenheit für Eifersüchteleien zwischen den Verbündeten Genua und Pisa. Zwischen den beiden Republiken begannen lange Seekriege, die schließlich katastrophal für Pisa ausgingen. Mit nicht weniger Gewandtheit als Venedig nahm Genua all die Gelegenheiten des umfangreichen Speditionsverkehrs zwischen Westeuropa und dem Nahen Osten wahr, die sich durch die Kreuzzüge ergaben. Die den Sarazenen in der gleichen Periode entrissenen Seehäfen entlang der spanischen Küste und die vor Smyrna gelegene ägäische Insel Chios wurden Genueser Kolonien, während in der Levante, an den Küsten des Schwarzen Meeres und entlang den Ufern des Euphrat starke Genueser Festungen errichtet wurden. Es ist nicht verwunderlich, dass diese Eroberungen in den Köpfen der Venezianer und der Pisaner erneuten Neid gegen Genua erweckten und neue Kriege provozierten. Aber der Kampf zwischen Genua und Pisa wurde in der Seeschlacht bei Meloria 1284 zu einem für Pisa verheerenden Abschluss gebracht. 1284 Der Erfolg Genuas in Handel und Seefahrt während des Mittelalters ist umso bemerkenswerter, als es im Gegensatz zu den rivalisierenden Venezianern ständig von inneren Uneinigkeiten geplagt wurde. Das einfache Volk und der Adel kämpften gegeneinander, rivalisierende Parteien unter den Adligen strebten danach, die Übermacht im Staat zu erlangten, Adlige und Volk gleichermaßen wandten sich zur Schlichtung und Herrschaft an ausländischen capitani del popolo, als einziges Mittel, einen vorübergehenden Waffenstillstand zu erreichen. Aus diesen Kämpfen zwischen rivalisierenden Adligen, in denen die Namen Spinola und Doria herausragen, wurde Genua bald in den Strudel der guelfischen und ghibellinischen Parteien hineingezogen; aber seine Anerkennung ausländischer Autoritäten – nacheinander deutscher, neapolitanischer und mailänder – machte ihnen 1339 den Weg zu einem unabhängigeren Staat frei. Die Regierung nahm nun eine bleibendere Form an, mit der Ernennung des ersten Dogen (eines Amts auf Lebenszeit) Simone Boccanera. Abwechselnde Siege und Niederlagen der Venezianer und Genuesen – unter den Niederlagen die schlimmste die Niederlage gegen Venedig bei Chioggia 1380 – endeten in der Feststellung der signifikanten Unterlegenheit der Genueser Herrscher, die mal unter die Macht Frankreichs, mal der Visconti aus Mailand fielen. Der Banco di San Giorgio mit seinen großen Besitzungen hauptsächlich auf Korsika bildete während dieser Phase das stabilste Element im Staat, bis 1528 der Nationalgeist seine alte Kraft wiedergewann, als Andrea Doria die französische Vorherrschaft abschütteln und die alte Form der Regierung wieder herstellen konnte. In diesem Zeitraum – dem Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhundert –, in dem das Genie und der Wagemut eines Genueser Seefahrers, Christoph Kolumbus, Spanien die Neue Welt gab, die vielleicht der Besitz seines Heimatstaates hätte werden können, wenn Genua in der Lage gewesen wäre, ihn die Schiffe und Seeleute zur Verfügung zu stellen, die er so dringlich erbat. Die Regierung, wie sie von Andrea Doria wiedereingesetzt worden war, mit bestimmten Änderungen, die ihr einen konservativeren Charakter verliehen, blieb bis zum Ausbruch der Französischen Revolution und der Bildung der Ligurischen Republik unverändert. Während dieses langen Zeitraums von fast drei Jahrhunderten, in dem der dramatischste Vorfall die Verschwörung der Fieschi war, entdeckten die Genueser den Ausgleich für den verlorenen Osthandel in den enormen Gewinnen, die sie als Bankiers der spanischen Krone und Ausrüster der spanischen Armeen und Flotten sowohl in der Alten als auch in der Neuen Welt machten. Anders als viele andere italienische Städte war Genua vergleichsweise immun gegen fremde Vorherrschaft. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Stadt von den Franzosen beschossen und 1746, nach der Niederlage von Piacenza, an die Österreicher übergeben, die jedoch schnell verjagt wurden. Eine 1729 begonnene Revolte in Korsika wurde mit Hilfe der Franzosen unterdrückt, die 1768 selbst die Insel in Besitz nahmen (siehe Korsika). Die kurzlebige Ligurische Republik, gegründet 1797 und völlig von Frankreich abhängig, wurde schon 1805 vom französischen Kaiserreich einverleibt. 1804 erhob sich Genua gegen die Franzosen, auf die Zusicherung von Lord William Bentinck hin, dass die Alliierten der Republik wieder ihre Unabhängigkeit zurückgeben würden. Durch eine Geheimklausel im Vertrag von Paris war jedoch festgelegt worden, dass Genua mit dem Herrschaftsgebiet des Königs von Sardinien vereinigt werden sollte; diese Vorkehrung wurde vom Wiener Kongress bestätigt. Zweifellos hat die durch diese Klausel hervorgerufene Unzufriedenheit dazu beigetragen, dass in Genua der republikanische Geist am Leben blieb und durch den Einfluss des jungen Genuesen Giuseppe Mazzini nicht nur für die sardische Monarchie, sondern für alle Regierungen der Halbinsel eine ständige Bedrohung blieb. Selbst der materielle Nutzen aus der Vereinigung mit Sardinien und die konstitutionelle Freiheit, die König Karl Albert all seinen Untertanen gewährte, konnten nicht die republikanischen Unruhen von 1848 verhindern. Nach einem kurzen und scharfen Kampf wurde die vorübergehend von den Republikanern besetzte Stadt von General Alfonso La Marmora wieder zurückgewonnen.

Demonstrationen gegen den G8-Gipfel 2001

Im Juni 2001 fanden anlässlich des G8-Gipfels Demonstrationen statt, in deren Verlauf der 23-jährige Globalisierungsgegner Carlo Giuliani zu Tode kam. Ob es sich dabei um eine absichtliche oder billigend in Kauf genommene Tötung oder um einen Unfall handelte, ist umstritten. Die italienische Polizei griff gegen die Globalisierungsgegner insgesamt äußerst hart durch, ließ eine große Zahl festnehmen und brachte viele Demonstranten ins Bolzaneto Gefängnis, wo diese auch gefoltert wurden. Siehe auch Bolzaneto-Prozess.

Söhne und Töchter der Stadt


- Leon Battista Alberti, Architekt
- Anastasio Alberto Ballestrero, Erzbischof von Turin und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Benedikt XV., Papst von 1914 bis 1922
- Nino Bixio, italienischer Freiheitskämpfer
- Virginia Centurione Bracelli, Wohltäterin, Ordensgründerin und Mystikerin
- Margherita Carosio, italienische Opernsängerin
- Björn Casapietra, Tenor, TV-Moderator und Schauspieler. Mutter ist die italienische Sopranistin Celestina Casapietra.
- Luigi Luca Cavalli-Sforza, italienischer Biologe, Genetiker
- Luigi Centurioni, italienischer Ordensgeneral
- Enrico Chiesa, italienischer Fussballer
- Fabrizio De André, italienischer Liedermacher
- Giancarlo De Carlo, italienischer Architekt
- Vittorio Gassman, italienischer Schauspieler
- Riccardo Giacconi, amerikanischer Astrophysiker
- Carlo Giuliani, beim G8-Gipfel getöteter Globalisierungsgegner
- Johann Lucas von Hildebrandt, Baumeister im Zeitalter des Barock
- Innozenz VIII. (Papst), Papst von 1484 bis 1492
- Bartolomeo Kolumbus, Seefahrer
- Christoph Kolumbus, Seefahrer
- Fabio Luisi, italienischer Dirigent
- Giuseppe Mazzini, italienischer Jurist, Demokrat und Freiheitskämpfer im Rahmen des Risorgimento
- Eugenio Montale, italienischer Schriftsteller
- Rainer Offergeld, deutscher Politiker
- Gian Paolo Oliva, 11. General der Societas Jesu
- Niccolò Paganini, italienischer Violinist und Komponist
- Renzo Piano, Architekt
- Mario Revollo Bravo, Erzbischof von Bogotá und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Michelangelo Rossi, bedeutender Barockkomponist, Violinist und Organist
- Sabrina Salerno, italienische Discosängerin
- Camillo Sivori, italienischer Komponist und Violinist
- Ambrosio Spinola, spanischer Heerführer im Dreißigjährigen Krieg
- Bernardo Strozzi, italienischer Maler

Weblinks


- [http://www.genova-2004.it Genua 2004 (ital./engl.)]
- [http://home.manana.it/links.htm Link-collection zu den wichtigsten Anziehungspunkten in Genua (engl.)]
- [http://www.apt.genova.it/tedesco/index_dh.htm apt.genova.it] Offizielle Seite des Fremdenverkehrsamtes (dt.)
- [http://www.kunstundreisen.de/reisen/ligure/genua/body_genua_01.html Stadt des Kolumbus: Informationen, Eindrücke, Fotos über Stadtgeschichte, Kunst, Kultur in Genua]
- [http://www.urlaub-ligurien.de Genua für Besucher, die schönsten Sehenswürdigkeiten in 2 Tagen entdeckt (in deutsch)] Kategorie:Genua Kategorie:Hauptstadt in Italien Kategorie:Ort mit Seehafen ja:ジェノヴァ ko:제노바

1922

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Robert Haab wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In Österreich wird die Stadt Wien ein selbständiges Bundesland
- 2. Januar: Die Halbinsel Krim erklärt die Unabhängigkeit
- 2. Januar: Gründung der Kommunistischen Partei Chiles
- 18. März: In Indien wird Mahatma Gandhi wegen zivilen Ungehorsams zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er wird aber nur zwei Jahre absitzen
- 16. April: Vertrag von Rapallo zwischen Deutschland und Russland. Beide Länder verzichten auf den Ersatz der Kriegskosten und -schäden
- Juni: Hitler wird wegen seiner aufrührerischen Reden zu einer vierwöchingen Gefängnisstrafe verurteilt
- 3. Juni: Churchill-Memorandum: Die Erklärung von 1917 sei so zu verstehen, dass in Palästina Juden und Moslems in einem Staat gleichberechtigt miteinander leben sollen
- 24. Juni: Reichsaußenminister Walther Rathenau wird von Nationalsozialisten ermordet
- 24. Juli: Mandatsvereinbarung zwischen den Alliierten Mächten zur Errichtung einer „nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes in Palästina
- 7. September: Grundsteinlegung für die zukünftige brasilianische Hauptstadt Brasília in der Nähe der Stadt Planaltina
- 28. Oktober: Mussolinis Marsch auf Rom, der ihn am 31. Oktober auch an die Macht bringt
- 30. Dezember: Gründung der Sowjetunion
- Gründung der [Internationalen ArbeiterInnen-Assoziation] in Berlin
- Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei nach der Kleinasiatischen Katastrophe
- Konstituierung des Reichsverbands der Deutschen Landgemeinden

Wissenschaft und Technik

Luftfahrt


- März: Erstflug der De Havilland DH 34
- Oktober: Erstflug der Dornier Do C Komet
- November: Erstflug der Dornier Do J Wal

Wissenschaft


- Otto Stern und Walther Gerlach führen ihren Versuch zum Nachweis der Richtungsquantisierung in Magnetfeldern durch (Stern-Gerlach-Versuch)
- Frederick Sumner Brackett entdeckt die nach ihm benannte Serie im Spektrum des Wasserstoffs
- 4. November: Howard Carter entdeckt das Grab des Pharaos Tutanchamun
- Gründung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft

Kultur


- 2. Februar: Der Roman Ulysses von James Joyce erscheint als Buch in Paris
- 18. März: Uraufführung der romantischen Oper Der Turm des Wojwoden von Ernst von Dohnányi in Budapest
- 26. März: Uraufführung der Oper Sancta Susanna von Paul Hindemith in Frankfurt am Main
- 15. April: Uraufführung der Operette Verliebte Leute von Eduard Künneke am Theater am Nollendorfplatz in Berlin
- 10. Mai: Uraufführung der Oper Venus von Othmar Schoeck in Zürich
- 12. Mai: Uraufführung der Operette Frasquita von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- Eröffnung des Akron Art Museum

Katastrophen


- 21. Februar: Hampton, USA. Das amerikanische Luftschiff Roma verbrennt an einer Hochspannungsleitung, 34 Tote
- 7. April: Paris, Frankreich. Ein Flugzeug verunglückt bei schlechter Sicht. 6 Tote
- 8. August: Strandung des Kreuzers „Raleigh“ (Großbritannien) an der Küste von Labrador. 10 Tote
- 26. August: Untergang des Leichten Kreuzers „Niikata“ (Japan) im Sturm vor der Westküste von Kamtschatka. Die gesamte Besatzung (ca. 400 Mann) findet den Tod
- 1. September: Erdbeben in der Sagamibucht, Zerstörung von Tokyo u. Yokohama, Japan, 150.000 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. August: In Brooksland (USA) findet ein Autorennen statt, das Gegenstand der ersten Sport-Rundfunkreportage wird

Geboren


- 1. Januar: Alain Mimoun, algerischer Leichtathlet
- 1. Januar: Alois Vogel, österreichischer Schriftsteller († 2005)
- 1. Januar: Helmut Simon, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 5. Januar: Celestino Piatti, Schweizer Grafiker und Buchgestalter
- 9. Januar: Ahmed Sékou Touré, guineischer Diktator († 1984)
- 9. Januar: Har Gobind Khorana, indisch-US-amerikanischer Molekularbiologe
- 10. Januar: Hannelore Schroth, deutsche Schauspielerin († 1987)
- 13. Januar: Thomas Valentin, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 14. Januar: Helga Göring, deutsche Schauspielerin
- 14. Januar: Harald Zusanek, österreichischer Schriftsteller († 1989)
- 15. Januar: Franz Fühmann, deutscher Schriftsteller († 1984)
- 15. Januar: Paul Casimir Marcinkus, Erzbischof emeritus und ehem. Präsident der Vatikanbank
- 17. Januar: Betty White, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. Januar: Jerzy Kawalerowicz, polnischer Filmregisseur
- 20. Januar: James Hanson, britischer Unternehmer († 2004)
- 21. Januar: Paul Scofield, britischer Schauspieler
- 22. Januar: Eugen Böhringer, deutscher Rennfahrer und Rallye-Fahrer
- 24. Januar: Eeltje Visserman, niederländischer Schachproblemkomponist († 1978)
- 25. Januar: Luigi Luca Cavalli-Sforza, italienischer Biologe, Genetiker
- 27. Januar: Franz Kain, österreichischer Journalist, Schriftsteller und Politiker († 1997)
- 28. Januar: Robert W. Holley, US-amerikanischer Biochemiker († 1993)
- 31. Januar: Marcel Jullian, französischer Autor, Publizist, Regisseur und Fernsehproduzent († 2004)
- 1. Februar: Renata Tebaldi, italienische Sopransängerin († 2004)
- 5. Februar: Rudolf Lorenzen, deutscher Schriftsteller
- 6. Februar: Patrick Macnee, englischer Schauspieler und Sprecher in Hörspielen
- 8. Februar: Juri Awerbach, russischer Schachspieler
- 9. Februar: Arnold Keyserling, deutscher Philosoph und Religionswissenschaftler († 2005)
- 9. Februar: Kathryn Grayson, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 10. Februar: Hans Kindermann, deutscher Jurist
- 10. Februar: Árpád Göncz, ungarischer Schriftsteller, Übersetzer und Politiker
- 11. Februar: Svenn Thorkild Stray, norwegischer konservativer Politiker
- 12. Februar: Gustl Bayrhammer, deutscher Schauspieler († 1993)
- 12. Februar: Samuel Youd, englischer Science Fiction-Autor
- 15. Februar: Herman Kahn, US-amerikanischer Kybernetiker († 1983)
- 16. Februar: Heinz-Wolfgang Schnaufer, deutscher Major und Pilot der Wehrmacht († 1950)
- 16. Februar: Rudolf Teschner, deutscher Schachspieler
- 17. Februar: Franz Fedier, deutsch-Schweizer Maler († 2005)
- 18. Februar: Hazy Osterwald, schweizerischer Schlagersänger
- 19. Februar: Władysław Bartoszewski, Historiker und Publizist sowie ehemaliger Außenminister Polens
- 20. Februar: Bruno Moravetz, deutscher Sportreporter
- 22. Februar: André Asriel, österreichisch-deutscher Komponist
- 24. Februar: Richard Hamilton (Künstler), britischer Maler und Grafiker
- 27. Februar: Tilemann Grimm, deutscher Sinologe († 2002)
- 29. Februar: Franz Alexius, deutscher Fußballspieler
- 1. März: Albert Leicht, deutscher Politiker († 1994)
- 1. März: William Maxwell Gaines, Gründer des MAD-Magazins und Herausgeber mehrerer Comic-Serien († 1992)
- 1. März: Jitzhak Rabin, israelischer General und Politiker, Friedensnobelpreisträger († 1995)
- 2. März: Elfriede Mohneke, Aufseherin im KZ Ravensbrück
- 2. März: Antonín Závodný, tschechischer Komponist
- 3. März: Kazimierz Serocki, polnischer Komponist († 1981)
- 3. März: Alexandru Vona, rumänischer Schriftsteller, Architekt († 2004)
- 3. März: Nándor Hidegkuti, ungarischer Fußballspieler († 2002)
- 4. März: Iring Fetscher, deutscher Politologe
- 4. März: Xenia Stad-de Jong, niederländische Leichtathletin
- 4. März: Richard E. Cunha, US-amerikanischer Filmregisseur, Kameramann und Drehbuchautor († 2005)
- 5. März: Pier Paolo Pasolini, italienischer Filmregisseur und Dichter († 1975)
- 7. März: Rolf Ulrici, deutscher Schriftsteller († 1997)
- 7. März: Ernst Bokon, österreichischer Fußballer († 1991)
- 7. März: Olga Alexandrowna Ladyschenskaja, russische Mathematikerin und Physikerin († 2004)
- 7. März: Andy Phillip, US-amerikanischer Basketballspieler († 2001)
- 7. März: Arthur P. Jacobs, US-amerikanischer Filmproduzent († 1973)
- 8. März: Heinar Kipphardt, deutscher Dramatiker († 1982)
- 9. März: Diether Posser, deutscher Politiker
- 11. März: Cornelius Castoriadis, griechischer Psychoanalytiker, Jurist und Widerstandkämpfer († 1997)
- 12. März: Helga Goetze, deutsche Künstlerin, Schriftstellerin und politische Aktivistin
- 12. März: Jack Kerouac, US-amerikanischer Schriftsteller († 1969)
- 13. März: Karl Dietrich Bracher, deutscher Professor für politische Wissenschaft und Zeitgeschichte
- 14. März: Milton Greene, US-amerikanischer Fotograf († 1985)
- 15. März: Horst Wendlandt, deutscher Filmproduzent († 2002)
- 15. März: Karl-Otto Apel, deutscher Philosoph
- 17. März: Lydia Roppolt, österreichische Malerin († 1995)
- 17. März: Patrick Suppes, US-amerikanischer Wissenschaftstheoretiker
- 18. März: Egon Bahr, deutscher Politiker, ehemaliger Bundesminister
- 20. März: Carl Reiner, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 21. März: Russ Meyer, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Produzent († 2004)
- 28. März: Theo Paul Albrecht, deutscher Unternehmer
- 30. März: Virgilio Noé, italienischer Kardinal
- 1. April: Alan J. Perlis, US-amerikanischer Informatiker († 1990)
- 2. April: Dino Monduzzi, italienischer Kardinal
- 4. April: Elmer Bernstein, US-amerikanischer Filmmusik-Komponist († 2004)
- 7. April: Annemarie Schimmel, deutsche Islamwissenschaftlerin († 2003)
- 7. April: Klaus Havenstein, deutscher Schauspieler, Kabarettist und Moderator († 1998)
- 8. April: Alfred Lorenzer, deutscher Psychoanalytiker und Soziologe († 2002)
- 9. April: Carl Amery, deutscher Schriftsteller und Umweltaktivist († 2005)
- 10. April: John Brim, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 13. April: Julius Nyerere, tansanischer Politiker († 1999)
- 14. April: Stella Zázvorková, tschechische Schauspielerin († 2005)
- 15. April: Bruno Merk, bayerischer Politiker und bayerischer Innenminister
- 15. April: Hans-Joachim Baeuchle, deutscher Politiker und MdB
- 15. April: Siegfried Wischnewski, deutscher Schauspieler († 1989)
- 16. April: Leo Tindemans, belgischer Premierminister
- 16. April: Boby Lapointe, französischer Sänger († 1972)
- 19. April: Erich Hartmann, deutscher Luftwaffenoffizier und Fliegerass († 1993)
- 19. April: Kuno Klötzer, ehemaliger deutscher Fußballtrainer
- 21. April: