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Benno OhnesorgBenno Ohnesorg ( - 15. Oktober 1940 in Hannover; † 2. Juni 1967 in Berlin) war ein verheirateter Student der Romanistik und Germanistik. Er war Pazifist und Mitglied einer evangelischen Studentengemeinde und wollte Gymnasiallehrer werden.
Ohnesorg ist durch die Umstände seines Todes bundesweit bekannt geworden. Er nahm am 2. Juni 1967 in Berlin zum ersten Mal in seinem Leben an einer Demonstration teil, in deren Verlauf er von einem Polizisten erschossen wurde (Ort: Krumme Straße 66/67 Hinterhof, Berlin).
Seine Frau, Christa Ohnesorg (1999 verstorben), war schwanger und gebar das gemeinsame Kind am Jahresende. Sie wurde eine gute Freundin von Gretchen Dutschke-Klotz, auf deren Mann Rudi Dutschke am 11. April 1968, im Zusammenhang mit den Studentenunruhen in Westberlin, ein Mordanschlag verübt wurde, an dessen Spätfolgen er am 24. Dezember 1979 starb.
Der Demonstrationsverlauf am 2. Juni 1967
Die Demonstration wurde vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund organisiert und richtete sich gegen den Schah von Persien, der an diesem Abend als Staatsbesucher die Berliner Deutsche Oper besuchte. Nach unabhängigen Recherchen (Der Spiegel spezial, Juni 1988; Die Zeit, Magazin Nr. 25, 1992) haben zahlreiche Augenzeugen den Ereignisverlauf wie folgt beschrieben:
Als der Schah sich in die Oper begab, wurde er von mehreren 1.000 Demonstranten mit Sprechchören, Farbbeuteln, Mehltüten und Tomaten empfangen. Sie riefen z.B. „Schah, Schah, Scharlatan“, „Mo, Mo, Mossadegh" (der vom Schah gestürzte ehemalige Regierungschef), „SA-SS-Schah", um gegen die täglichen Menschenrechtsverletzungen in Persien zu protestieren. Nachdem das Schah-Ehepaar die Oper betreten hatte, wollten die Demonstranten den Platz verlassen. Doch die Polizei hatte sogenannte Jubelperser - vom Staat bestellte und bezahlte Schahanhänger - zwischen Oper und Protestierern postiert, und hinter dem Opernvorplatz befand sich ein hoher Bauzaun. So waren die Demonstranten auf engem Raum eingezwängt. Nun begannen die Schah-Anhänger, mit Dachlatten, Holzknüppeln, Schlagringen und Eisenstangen auf sie einzuschlagen. Da Flucht nicht möglich war, brach Panik aus. Viele Teilnehmer wurden verletzt, einige schwer. Die Polizei sah dabei zu und griff nicht ein, ließ nach einer Weile aber die Schläger durch eine nahegelegene U-Bahnstation abziehen, ohne jemanden festzunehmen. Danach blockierte die Polizei diesen Ausgang für die Demonstranten und begann nun ihrerseits, auf diese einzuschlagen.
Keiner der Anwesenden konnte bestätigen, dass es vorher eine Aufforderung zum Verlassen des Platzes gegeben habe, wie die Polizei später behauptete. Dies war auch nicht möglich, weil die Polizei die Menge eingekesselt hatte und nun vom Zentrum her auseinandertrieb, um die Fliehenden außen mit Wasserwerfern und Prügeln in Empfang zu nehmen. Polizeipräsident Erich Duensing, der diesen Einsatz vorbereitet hatte, beschrieb dies später als „Leberwurst-Methode: in der Mitte drücken, damit die Wurst an den Enden platzt". Erst 22 Minuten nach Beginn der Übergriffe durch die Polizei wurde ein Räumungsbefehl laut. Die Demonstranten, die aus dem Kessel entkamen, wurden von Polizeigruppen bis in Nebenstraßen und Häusereingänge hinein verfolgt, wo weitere gewalttätige Übergriffe durch die Polizisten stattfanden.
Der Ablauf der Ereignisse in der Krummen Straße
Ohnesorg beobachtete mit weiteren Demonstranten, wie mehrere Polizisten einen Mann in einen Häuserinnenhof in der Krummen Straße – 300 Meter von der Oper entfernt – zerrten. Er folgte seinem Impuls, dem Mann zu helfen. Dabei wurde er gestellt und seinerseits in den Hof getrieben, wo Polizisten auf ihn einschlugen und auf die zu Boden Gegangenen eintraten.
Ein Demonstrant warf einen Taschenschirm auf einen Beamten, um ihn vom Prügeln auf einen am Boden Liegenden abzulenken. Als der Beamte den Schirm nahm und damit drohte, löste sich Ohnesorg etwas aus der Gruppe und trat einen Schritt auf den Polizisten zu. In diesem Moment kam von hinten her ein Schuss, der ihn in den Kopf traf. Ein Augenzeuge sah das Mündungsfeuer in Kopfhöhe des Getroffenen. Andere hörten einen weiteren Polizisten brüllen:
:Bist Du denn wahnsinnig, hier zu schießen?
:Die ist mir losgegangen,
soll der Schütze geantwortet haben. Es war der Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras.
Verschiedene Zeitungen sammelten Zeugenaussagen zum Verlauf des Geschehens vor und nach dem tödlichen Schuss auf Ohnesorg. Die Zeitschrift konkret, die sich als "einzige linke Publikumszeitschrift Deutschlands" sieht, gab unter der Überschrift "Bitte, bitte, nicht schießen!" einen Sonderbericht heraus (Juli 1967, Nr. 7), der Eindrücke von mehr als 12 Zeugen schilderte. Diese Aussagen hatte der damalige Berliner Rechtsanwalt Horst Mahler gesammelt, der die Witwe Ohnesorgs vertrat. Sie bestätigten übereinstimmend einen anderen Ablauf als die Polizeiberichte:
:Ein einzelner Beamter aus den Greiftrupps stürzte sich plötzlich in der Krumme Straße auf einen in einem Hauseingang stehenden jungen Mann. Er riss ihn um und schleifte ihn auf einen halboffenen Garagenhof. Im gleichen Moment hatte ein anderer Greiftrupp einen zweiten Mann aus der Menge herausgegriffen und in den Hof gebracht. Aller Wahrscheinlichkeit nach war es Benno Ohnesorg. Zwei Zivilbeamte und ein uniformierter Polizist warfen die Studenten zu Boden und wollten sie verprügeln. Andere hinzukommende Demonstranten wollten die Polizisten daran hindern.
:Doch noch ehe es zu ernsthaften Aktionen kam, stürmten weitere Zivilbeamte und eine Kette von uniformierten Schutzpolizisten in den Garagenhof. Sie riegelten den Ausgang ab und begannen loszuschlagen. Die Studenten wollten flüchten, doch nur wenige entkamen über eine kleine Mauer am Hofrand.
:Es gibt Aussagen, aus denen hervorgeht, dass Ohnesorg sich mit letzter Kraft losreißen konnte, doch in der Nähe stehende Demonstranten hörten noch den entsetzten Ausruf: 'Bitte, bitte, nicht schießen!'
Dr. med. Alfred Alexander Mentschel, der mit seiner Arzttasche in der Nähe war und dem Verletzten erste Hilfe leisten wollte, berichtete:
Ich ging bis zu einer Garage in der Krummen Straße, wo ein mir unbekannter Mann von ca. 25 Jahren in der Toreinfahrt lag, der aus dem Kopf blutete. Die dort oben erwähnten Polizeibeamten verweigerten mir aber jeglich erste Hilfe, trotzdem ich mich als Mediziner auswies.
Auch ein Journalist hatte die Szene beobachtet und forderte die Polizisten auf, einen Krankenwagen zu holen. Er bekam zur Antwort: Nee, wieso? Das hat Zeit. Die Krankenschwester, die sich im Krankenwagen um Ohnesorgs Leben bemühte, war selbst von Polizeiknüppeln blutig geschlagen worden. Nach ihrer Aussage starb Ohnesorg in ihrem Beisein auf dem Transport ins Moabiter Krankenhaus. Nach der Krankenhausakte dagegen starb er gegen 23:00 Uhr im Krankenhaus. Seine Kopfverletzung wurde genäht. Beides deuteten Beobachter als Versuch, die Todesursache zu vertuschen.
Der Umgang von Medien und verantwortlichen Behörden mit der Erschießung
Sofort nach Bekanntwerden des Todesschusses begannen offizielle Vertuschungsmanöver. Noch während des Knüppeleinsatzes setzte die Polizei das Gerücht in Umlauf, Demonstranten hätten Beamte mit Messern attackiert. Ein angeblicher Steinewerfer, Fritz Teufel, wurde verhaftet. Den Steinwurf konnte wiederum kein Augenzeuge bestätigen.
Für Ohnesorgs Tod gaben die Behörden zuerst "Schädelbasisbruch" als Todesursache an. Der Versuch eines Arztes im Moabiter Krankenhaus, das Einschussloch zusammenzunähen, sollte offenbar diese Lüge stützen. Dann hieß es, der "Querschläger" eines Warnschusses habe Ohnesorg getroffen. Als Augenzeugen auch dies widerlegten, behauptete Kurras, er habe am Boden gelegen und in Notwehr gehandelt, weil er mit Messern angegriffen worden sei. Auch dies hatte sonst niemand von den Augenzeugen gesehen. Messer oder andere Waffen wurden bei keinem der Festgenommenen gefunden.
Alle verletzten Polizeibeamten konnten das Krankenhaus am selben Abend wieder verlassen. Für die schwerverletzten Studenten dagegen wurde eine tagelange Nachrichtensperre verhängt, so dass ihre Angehörigen ihren Aufenthaltsort und Verletzungsgrad nicht erfuhren.
Am 3. Juni berichtete die Berliner Bildzeitung nur, es habe einen Toten gegeben. Abgebildet wurde daneben ein blutender Polizist. Von einem Messerangriff war nichts zu lesen, ebensowenig von einem Todesschuss. Der Kommentar lautete:
:Hier hören der Spaß und der Kompromiss und die demokratische Toleranz auf. Wir haben etwas gegen SA-Methoden.
Am nächsten Tag hieß es:
:Die Polizei trägt keine Schuld an den Zusammenstößen, die eindeutig von unseren Krawallradikalen provoziert wurden. Die Polizei tat ihre schwere Pflicht. Benno Ohnesorg ist nicht der Märtyrer der FU-Chinesen, sondern ihr Opfer...Helft der Polizei, die Störer zu finden und auszuschalten.
Auch die Berliner Polizeigewerkschaft erklärte am Folgetag, sie verlange schärfere Maßnahmen gegen das zügellose Treiben dieses „Mobs" und ein Abgehen vom Kurs der „weichen Welle" bei der „Behandlung dieser Kriminellen."
Der Berliner Senat verbot alle weiteren Demonstrationen. Die Polizei riegelte auch den Campus der Freien Universität ab. Bürgermeister Heinrich Albertz sagte: "Die Geduld der Stadt ist am Ende." Auch er gab den Demonstranten selbst die Schuld an der Erschießung Ohnesorgs und fand kein Wort für die Angehörigen des Toten. - Erst unter dem Eindruck der unabhängigen Untersuchungsergebnisse traten er und der Polizeipräsident im September zurück. Nun gaben beide zu, dass sie den Polizeieinsatz in dieser Form geplant und befohlen hatten.
Der Todesschütze blieb zunächst im Amt. Er wurde in einem ersten Prozess am 21. November 1967 von der Anklage des Totschlags freigesprochen. Gleichzeitig wurde der angebliche Steinewerfer Fritz Teufel bis zu seinem Prozessbeginn am 27. November inhaftiert. Die Anklage hatte versucht, ihn in die Psychiatrie einzuweisen. Nun sollte er zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt werden. Doch sein Anwalt - das damalige SDS-Mitglied Horst Mahler - konnte nachweisen, dass die Festnahme Teufels 5 Minuten vor dem angeblichen Steinwurf stattfand. Am 22. Dezember 1967 wurde Teufel freigesprochen.
In einem zweiten Prozess 1970 wurde Kurras zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, aber bereits nach vier Monaten Haft wieder freigelassen. 1975 trat er erneut in den Polizeidienst und wurde 1987 pensioniert.
Die weiteren Folgen
Für viele damalige Studenten war die Erschießung von Benno Ohnesorg ein unmissverständliches Zeichen der Gewaltbereitschaft staatlicher Behörden, um unliebsamen Protest für Menschenrechte zu unterdrücken. Er wurde deshalb zum Signal für die Radikalisierung der Studentenbewegung (APO).
Die Überführung des Sarges von Ohnesorg nach Westdeutschland am 8. Juni und seine Beerdigung am Folgetag wurden von bundesweiten Demonstrationen begleitet. Der Berliner Theologe Helmut Gollwitzer, ein enger Freund Rudi Dutschkes, sagte an der DDR-Grenze:
:"Ein Tod verpflichtet zur Versöhnung. Der Todesmonat von Benno Ohnesorg ist auch der Todesmonat für viele junge Vietnamesen, Amerikaner, Israelis und Araber gewesen. Benno Ohnesorgs Leidenschaft galt dem Frieden... Als er sich dort von seiner Frau an der Straßenecke in der Schillerstraße trennte und hinüber zur Krummen Straße ging, ...war es vielleicht sein Impuls, einem Misshandelten zu helfen, der ihn sein Leben kostete... Nehmt diesen ersten unkontrollierten Konvoi seit Kriegsende als Zeichen der Verheißung für ein künftiges friedliches Deutschland..., in dem man wieder, ungehindert durch Autobahngebühren, Stacheldrähte und Mauern, frei hin und herfahren kann."
Die Erschießung markierte eine deutliche Zäsur in der politischen Auseinandersetzung in Westdeutschland der 1960er Jahre. In den folgenden anderthalb Jahren schwoll die internationale studentische Protestwelle enorm an. In der Bundesrepublik kam es nun häufiger zu zum Teil gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeiaufgeboten. Zugleich nahmen die Aufklärungs- und Reformversuche an den Hochschulen zu. Erstmals gerieten die Polizeiausbildung und die von ihr angewandten Methoden in die öffentliche Kritik.
Andererseits begünstigte die Debatte über die Lehren aus der Erschießung auch den Zerfall des SDS in viele dogmatisch verfeindete sogenannte K-Gruppen. Sie wurde auch der Auftakt des deutschen Terrorismus der 1970er Jahre. So bezog sich die "Bewegung 2. Juni" um Bommi Baumann, aber auch die RAF um Andreas Baader und Ulrike Meinhof ausdrücklich auf das Todesdatum Ohnesorgs und leitete daraus ihre prinzipielle Staatsfeindschaft ab.
Die Studentenbewegung, die eine ganze Generation nachhaltig prägte und politisierte, erzeugte also ambivalente Tendenzen: Einer gewissen Liberalisierung des innenpolitischen Meinungsklimas und Reformbereitschaft im Bildungssektor, die den Wahlsieg der sozialliberalen Koalition 1969 begünstigten, standen ab 1973 die Berufsverbote, Eskalation des RAF-Terrors mit Anschlägen auf Einrichtungen und Morden an Vertretern des politischen Systems, Sondergesetze, Abbau von Bürgerrechten und Aufrüstung der Polizei gegenüber.
An den Tod des Studenten Benno Ohnesorg erinnert vor der Deutschen Oper in der Bismarckstraße seit 1971 eine Gedenktafel, sowie das Relief "Der Tod des Demonstranten" des Bildhauers Alfred Hrdlicka. In seiner Heimatstadt Hannover ist seit 1992 eine Brücke über die Ihme nach ihm benannt.
Siehe auch
- Studentenbewegung
- Rudi Dutschke
- Bewegung 2. Juni
- Philipp Müller
- Rote Armee Fraktion
Literatur
- Timm, Uwe (2005): Der Freund und der Fremde. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 176 S. ISBN 3-462-03609-2
- Dutschke-Klotz, Gretchen (1996): Rudi Dutschke. Eine Biographie. Köln: Kiepenheuer & Witsch, S. 125 - 134; 163 - 165 und Anmerkungen S. 487 - 488.
- Haffner, Sebastian: Die Nacht der langen Knüppel, stern, 25. Juni 1967 „... dieses Springer-Berlin von 1967 [ist] in der Sache, wenn auch nicht in der Form, wieder ein faschistisches Berlin geworden.“ Erinnerungen eines beteiligten Kollegen von Haffner zu diesem damals aufsehenerregenden Kommentar: [http://www.gerdgruendler.de/Erinnerung%20an%20S.%20Haffner.html]
- Die Zeit, Magazin Nr. 25, 1992
- Der Spiegel spezial, Juni 1988
- konkret-Ausgaben
Weblinks
- [http://www.glasnost.de/hist/apo/1967.html „Zeittafel 1967“], Chronik der Studentenproteste von www.glasnost.de
Bilder
- [http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/KontinuitaetUndWandel_photoTodBennoOhnesorg/ Foto vom Tod Benno Ohnesorgs], Deutsches Historisches Museum
- [http://www.haschrebellen.de/texte-sie-schossen-zuerst-pics.php www.haschrebellen.de] Fotos von der Demonstration
- [http://www.charlottenburg-wilmersdorf.de/wissenswertes/lexikon/ohnesorg.html Gedenkrelief für Benno Ohnesorg] an der Deutschen Oper in Berlin von Alfred Hrdlicka
Artikel
- [http://www.glasnost.de/hist/apo/apo1.html www.glasnost.de] Der Demonstrationsverlauf
- [http://www.haschrebellen.de/texte-sie-schossen-zuerst.php www.haschrebellen.de] Die Ermordung Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967
- [http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=thmanu&manu_id=157&tag=2&monat=6&weekd=&weekdnum=&year=2005&lang=de&dayisset=1 „Benno Ohnesorg erschossen“], Deutsche Welle und Audio-Stream mit O-Tönen während und nach der Demonstration (5 Min.)
- [http://zeus.zeit.de/text/2005/38/st-timm „Das Glück des anderen“], Zeit, 22.09.2005, Rezension von Uwe Timms Erzählung »Der Freund und der Fremde«
- [http://www.jungewelt.de/2005/10-19/026.php „Requiem für eine linke Ikone“], Junge Welt, 19.10.2005, Rezension von Uwe Timms Erzählung »Der Freund und der Fremde«
Ohnesorg, Benno
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15. OktoberDer 15. Oktober ist der 288. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 289. in Schaltjahren) - somit bleiben 77 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1582 - Mit Einführung des Gregorianischen Kalenders am 4. Oktober (Donnerstag), werden die nächsten 10 Tage ausgelassen. Der 15.10. (Freitag) ist somit der erste Tag der neuen Zeitrechnung, auch wenn die meistens Staaten diesen Kalender erst später übernehmen werden.
- 1880 - Die Bauarbeiten am Kölner Dom werden für vollendet erklärt.
- 1894 - Beginn der Dreyfus-Affäre: Der französische Offizier Alfred Dreyfus wird wegen Spionage verhaftet.
- 1904 - Friedrich August III. wird König von Sachsen.
- 1944 - In einem Aufruf an das ungarische Volk erklärt Reichsverweser Miklós Horthy, dass Ungarn aus dem Kreis der Verbündeten Deutschlands ausscheidet und mit den Alliierten einen Waffenstillstand schließt.
- 1982 - Erster Tag der neuen Kalenderperiode: Im Gregorianischen Kalender wiederholen sich alle 400 Jahre der Ablauf der Schalttage - und damit die Tages- und Monatszählung - sowie auch die zugehörigen Wochentage.
- 1987 - Burkina Faso. Blaise Compaoré wird Staats- und Regierungschef
- 1990 - Der Friedensnobelpreis wird Michail Gorbatschow zugesprochen.
- 1999 - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschließt die Einrichtung eines Verbindungsbüros in Angola
- 2003 - Aserbaidschan. Ilham Äliyev wird als Präsident gewählt
- 2005 - Prinzessin Mary von Dänemark bringt um 1.57 Uhr einen Jungen zur Welt.
Wissenschaft, Technik
Dänemark
- 1924 - Nach geglückter Atlantiküberquerung landet das Luftschiff LZ126, Teil deutscher Reparationsleistungen, auf dem US-Marineflugplatz Lakehurst.
- 1997 - Die amerikanisch-europäische Partner-Raumsonde Cassini-Huygens startet zum Saturn.
- 2003 - Die Volksrepublik China startet als drittes Land erfolgreich ihren ersten bemannten Weltraumflug.
Wirtschaft
Kultur
- 1730 - Uraufführung der Oper "Dialogo tra la vera disciplina e il Genio" von Antonio Caldara am Teatro della Favorita in Wien.
- 1828 - Uraufführung der Oper "Die Räuberbraut" von Ferdinand Ries in Frankfurt am Main.
- 1916 - Uraufführung der Oper "Das Höllisch Gold" von Julius Bittner in Darmstadt.
- 1961 - Uraufführung der Oper "Leonce und Lena" von Kurt Schwaen an der Deutschen Oper Berlin.
- 1963 - Die Berliner Philharmonie wird im Rahmen eines Festakts an den Intendanten Wolfgang Stresemann übergeben.
- 1981 - Gründung der einflussreichen Metalband Metallica in Los Angeles, Kalifornien.
Religion
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 70 v. Chr. - Vergil, römischer Dichter
- 1290 - Anna Přemyslovna, Königin von Böhmen
- 1542 - Jalaluddin Muhammad Akbar, Sohn Humayuns, Großmogul von Indien in den Jahren 1556-1605
- 1564 - Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzog von Braunschweig, Dramatiker
- 1571 - Jakob Matham, niederländischer Kupferstecher
- 1607 - Madeleine de Scudéry, französische Salondame
- 1608 - Evangelista Torricelli, italienischer Physiker und Mathematiker
- 1618 - Marc Antonio Cesti, italienischer Komponist und Kapellmeister
- 1665 - Franz Joachim Beich, deutscher Maler
- 1758 - Johann Heinrich Dannecker, deutscher Bildhauer
- 1761 - Benedikt Arnstein, Schriftsteller
- 1763 - Johann Georg Tralles, Mathematiker und Physiker
- 1784 - Thomas-Robert Bugeaud, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1785 - José Miguel Carrera, chilenischer Politiker
- 1795 - Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen
- 1802 - Louis Eugène Cavaignac, Premierminister der zweiten französischen Republik
- 1804 - Wilhelm von Kaulbach, Maler des 19. Jahrhunderts
- 1808 - Daniel Gottlob Moritz Schreber, deutscher Arzt und Pädogoge
- 1814 - Michail Jurjewitsch Lermontow, russischer Schriftsteller
- 1818 - Alexander Dreyschock, böhmischer Klaviervirtuose und Komponist
- 1821 - Moritz Hartmann, Journalist, Schriftsteller und Politiker
- 1825 - Marie Friederike Franziska Hedwig von Preußen, Königin von Bayern und Mutter Ludwigs II.
- 1829 - Asaph Hall, US-amerikanischer Astronom und Entdecker der Marsmonde
- 1832 - Isabella Bishop, britische Reiseschriftstellerin
- 1840 - August Mau, deutscher Archäologe
- 1844 - Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph
- 1861 - Eduard Schmid, Oberbürgermeister von München
- 1861 - Josef Ruederer, deutscher Schriftsteller
- 1864 - Friedrich Gustav Piffl, österreichischer Erzbischof und Kardinal
- 1869 - Alfred Andersen-Wingar, norwegischer Komponist
- 1872 - Wilhelm Miklas, Politiker
- 1877 - Wilhelm Stockums, Weihbischof in Köln
- 1881 - José Arce, argentinischer Politiker
- 1881 - Pelham Grenville Wodehouse, englischer Schriftsteller
- 1883 - Kurt Arnold Findeisen, deutscher Schriftsteller
- 1884 - Wilhelm Schapp, deutscher Philosoph
- 1885 - James Francis Hurley, australischer Fotograf und Kameramann
- 1885 - Jóhannes Sveinsson Kjarval, isländische Maler
- 1885 - Ulrich Leman, deutscher Maler
- 1886 - Rudolf Graf von Marogna-Redwitz, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1887 - Chester Ray Longwell, US-amerikanischer Geologe
- 1887 - Emil Hegetschweiler, schweizerischer Schauspieler
- 1893 - Carol II., rumänischer König
- 1895 - Alfred Neumann, deutscher Schriftsteller
- 1896 - Célestin Freinet, französischer Reformpädagoge und Begründer der Freinet-Pädagogik
- 1898 - Boughera El-Ouafi, algerischer Leichtathlet
- 1898 - Günther Ramin, deutscher Organist
- 1900 - Mervyn LeRoy, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 1901 - Hermann Josef Abs, deutscher Bankier
- 1901 - Bernard von Brentano, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Svend Johannsen, dänischer Minderheitenpolitiker in Schleswig-Holstein
- 1904 - Wolfgang Weyrauch, deutscher Schriftsteller
- 1905 - Charles Percy Snow, englischer Wissenschaftler und Schriftsteller
- 1905 - Raymond Klibansky, Philosoph
- 1907 - Wolfgang Weyrauch, deutscher Schriftsteller
- 1908 - John Kenneth Galbraith, US-amerikanischer Ökonom
- 1910 - Sybille Schloss, deutsche Schauspielerin
- 1912 - Genrich Saulowitsch Altschuller, russischer Ingenieur und Wissenschaftler
- 1912 - Konrad Emil Bloch, deutscher Biochemiker
- 1913 - David Carroll, US-amerikanischer Bandleader
- 1913 - Wolfgang Lüth, U-Boot-Kommandant im Zweiten Weltkrieg
- 1914 - Mohammed Sahir Schah, König (Schah) von Afghanistan 1933-1973
- 1915 - Nellie Luther, US-amerikanische Musikerin und Sängerin
- 1915 - Jitzhak Schamir, israelischer Politiker
- 1915 - Carl Szokoll, Major a.D. der deutschen Wehrmacht und Widerstandskämpfer
- 1916 - Karl Ebert, Weihbischof des Apostolischen Administrators in Erfurt und Meiningen
- 1917 - Arthur M. Schlesinger, US-amerikanischer Historiker
- 1920 - Henri Verneuil (Achod Malakian), französischer Filmregisseur
- 1920 - Heribert Meisel, österreichischer Sportjournalist
- 1920 - Mario Puzo, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1921 - Angelica Rozeanu, rumänische Tischtennisspielerin
- 1921 - Hoimar von Ditfurth, deutscher Arzt und Publizist
- 1923 - Italo Calvino, italienischer Schriftsteller
- 1924 - Lee Iacocca, US-amerikanischer Manager
- 1925 - Mickey Baker, US-amerikanischer Sänger
- 1926 - Ed McBain, US-amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor
- 1926 - Karl Richter, Chorleiter, Dirigent, Organist und Cembalist
- 1926 - Michel Foucault, französischer Philosoph
- 1928 - Eduard Schütz, Baptistischer Theologe
- 1929 - Enno Patalas, deutscher Filmhistoriker und -kritiker
- 1930 - Christian Wiyghan Tumi, Erzbischof von Douala und Kardinal
- 1935 - Barry McGuire, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1938 - Chris Andrews, britischer Sänger und Songschreiber
- 1938 - Marv Johnson, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Telesphore Placidus Toppo, Erzbischof von Ranchi und Kardinal
- 1940 - Benno Ohnesorg, Student, der auf einer Demonstration in Berlin erschossen wurde
- 1940 - Edwin Skinner, trinidader Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1940 - Peter Doherty, australischer Veterinär, Virologe, Medizinnobelpreis 1996
- 1944 - David Trimble, nordirischer Politiker, Friedensnobelpreisträger
- 1944 - Peter Porsch, deutscher Politiker
- 1944 - Sali Berisha, albanischer Politiker und Staatspräsident
- 1946 - Richard Carpenter, US-amerikanischer Musiker und Komponist
- 1946 - Tessa de Loo, niederländische Schriftstellerin
- 1947 - Jan Niklas, deutscher Schauspieler
- 1948 - Chris de Burgh, irischer Pop-Sänger
- 1949 - Jochen Beyse, deutscher Schriftsteller
- 1949 - Michael Köhlmeier, österreichischer Schriftsteller
- 1949 - Norbert Schindler, deutscher Politiker (CDU)
- 1950 - Horst Stachelhaus, deutscher Musiker
- 1951 - Frank DiMino, US-amerikanischer Sänger
- 1951 - Heinz Schmitt, Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1951 - Roscoe Tanner, US-amerikanischer Tennisspieler
- 1951 - Tito Jackson, US-amerikanischer Musiker (Jacksons)
- 1957 - Mira Nair, Filmregisseurin
- 1958 - Michaele Hustedt, deutscher Politiker
- 1959 - Sarah Ferguson, geschiedene Ehefrau des britischen Prinzen Andrew, dem Herzog von York
- 1960 - Lolita Morena, italienische Moderatorin
- 1964 - Agnès Jaoui, französische Schauspielerin, Autorin und Regisseurin
- 1968 - Didier Deschamps, französischer Fußballspieler und -trainer
- 1969 - Vitor Baía, portugiesischer Fußballspieler
- 1970 - Pernilla Wiberg, schwedische Skirennläuferin
- 1971 - Andy Cole, englischer Fußballspieler
- 1971 - Niko Kovac, kroatischer Fußballspieler
- 1971 - Sanda Kim, belgische Sängerin
- 1977 - David Trezeguet, französischer Fußballspieler
- 1980 - Tom Boonen, belgischer Radrennfahrer
- 1983 - Andreas Ivanschitz, österreichischer Fußballspieler
Gestorben
Andreas Ivanschitz
- 961 - Abd ar-Rahman III., achter Emir und erster Kalif von Cordoba
- 1564 - Andreas Vesalius, belgischer Mediziner
- 1591 - Gregor XIV. (Papst), Papst seit 1590
- 1605 - Akbar, Großmogul von Indien
- 1750 - Sylvius Leopold Weiss, deutscher Lautenist und Komponist
- 1804 - Antoine Baumé, französischer Chemiker und Pharmazeut
- 1817 - Johann Ludwig Burckhardt, schweizerischer Forscher
- 1820 - Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg, österreichischer General
- 1852 - Friedrich Ludwig Jahn, deutscher Turnvater
- 1858 - Carl Gustav Mosander, Chemiker
- 1904 - Georg I. (Sachsen), folgte im Alter von 70 Jahren seinem Bruder Albert I. (Sachsen) auf den Thron
- 1915 - Paul Scheerbart, Schriftsteller fantastischer Literatur und Zeichner
- 1917 - Mata Hari, eigentlich Marguerite Campbell oder Margaret(h)a Geertruida Zelle, niederländische (Nackt-)Tänzerin, Kurtisane und Spionin während des ersten Weltkrieges
- 1933 - Inazo Nitobe, japanischer Gelehrter
- 1934 - Samuel Fischer (Verleger), deutscher Verleger
- 1936 - Benno von Achenbach, Begründer der deutschen Kutschfahrkunst
- 1939 - Robert Haab, schweizerischer Politiker
- 1945 - Karl Alwin, deutscher Dirigent
- 1946 - Hermann Göring, führender Politiker des Dritten Reichs
- 1953 - Helene Mayer, deutsche Fechterin
- 1957 - Henry van de Velde, belgischer Architekt, Maler und Kunstschriftsteller
- 1959 - Leopold Fejér, ungarischer Mathematiker
- 1960 - Henny Porten, deutsche Schauspielerin und Stummfilmmstar
- 1963 - Edmond Fleg, französischer Schriftsteller schweizerischer Herkunft
- 1964 - Cole Porter, US-amerikanischer Komponist
- 1967 - Marcel Aymé, französischer Erzähler und Dramatiker
- 1972 - Joachim Maass, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 1980 - Bobby Lester, US-amerikanischer Sänger
- 1981 - Jud Strunk, US-amerikanischer Sänger
- 1985 - Meret Oppenheim, Schweizer Künstlerin und Dichterin
- 1987 - Thomas Sankara, charismatischer, linksgerichteter Führer in Burkina Faso
- 1988 - Ulrich Leman, deutscher Maler
- 1989 - Danilo Kiš, serbischer Schriftsteller
- 1997 - Henryk Bista, polnischer Schauspieler
- 2000 - Konrad Bloch, deutscher Biochemiker und Nobelpreisträger
- 2003 - Lázló Papp, ungarischer Boxer
- 2003 - Robert Müller, schweizerischer Bildhauer
- 2004 - Burk Mertens, deutscher Radiomoderator
- 2004 - Helmut Simon, deutscher Hobby-Alpinist und Entdecker der kupferzeitlichen Gletschermumie "Ötzi"
Feier- und Gedenktage
- Theresa von Ávila
Siehe auch
- 14. Oktober - 16. Oktober
- 15. September - 15. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1015
ja:10月15日
ko:10월 15일
simple:October 15
th:15 ตุลาคม
Hannover
Hannover [] ist die Hauptstadt des 1946 neu gebildeten Landes Niedersachsen. Mit rund 515.800 Einwohnern ist Hannover zugleich die größte Stadt des Landes sowie eines seiner Oberzentren. Hannover ist außerdem Sitz der Region Hannover - einer Gebietskörperschaft besonderen Rechts. Des Weiteren ist Hannover der Standort mehrerer Hochschulen sowie ein wichtiges Industrie-, Handels- und Dienstleistungszentrum. Mit der CeBIT und der Hannover-Messe finden jährlich weltweit beachtete Messen statt. Im November jeden ungeraden Jahres findet mit der Agritechnica die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landtechnik statt. Im Jahr 2000 war Hannover Gastgeber der Weltausstellung (Expo 2000). Mit dem Schützenfest Hannover findet jährlich das größte Schützenfest der Welt statt.
Die Stadt Hannover ist Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.
Die englische Schreibweise Hannovers ist Hanover, die französische Hanovre. Das deutschsprachige Eigenschaftswort zu Hannover heißt hannoversch oder hannöversch, nicht jedoch (wie häufig zu hören) hannoveraner. Als Hannoveraner werden die Einwohner Hannovers, aber auch eine Pferderasse, die Hannoveraner bezeichnet.
Weltweit gibt es ca. 117 Orte, Buchten, Inseln, Dörfer und Städte mit diesem Namen, wenn auch in unterschiedlicher Schreibweise.
Geografie
Hannoveraner
Hannover liegt im Tal der Leine, an dessen schmalster Stelle am Übergang zwischen niedersächsischem Berg- und Hügelland und norddeutschem Flachland. Im Stadtgebiet mündet die Ihme in die Leine. Im Westen der Stadt grenzen die Ausläufer des Weserberglandes, im Norden die Ausläufer der Lüneburger Heide an das Stadtgebiet.
Die nächstgelegenen Großstädte sind Bremen, etwa 120 km nordwestlich, Hamburg, etwa 132 km nördlich, Dortmund, etwa 181 km südwestlich, Berlin, etwa 250 km östlich und Kassel, etwa 160 km südlich von Hannover. Großstädte in unmittelbarer Nachbarschaft sind Hildesheim, etwa 25 km südlich und Braunschweig, etwa 50 km östlich.
Die höchste natürliche Erhebung des Stadtgebiets ist der am äußersten Südostrand der Stadt gelegene Kronsberg mit 118,2 m. Einzige bedeutende Erhebung im echten Stadtgebiet ist der Lindener Berg, auf dem die Sternwarte der Stadt und diverse Freizeiteinrichtungen untergebracht sind. Hannovers Entfernung bis zur Nordsee beträgt 160 km, zur Ostsee 200 km und zum Harz 70 km.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden der Region Hannover grenzen an die Stadt Hannover:
Langenhagen, Isernhagen, Burgdorf, Lehrte, Sehnde, Laatzen, Hemmingen, Ronnenberg, Gehrden, Seelze, Garbsen.
Stadtgliederung
Hannovers Stadtgebiet ist in 13 Stadtbezirke und 51 Stadtteile unterteilt. Die Stadtbezirke sind: Mitte, Vahrenwald-List, Bothfeld-Vahrenheide, Buchholz-Kleefeld, Misburg-Anderten, Kirchrode-Bemerode-Wülferode, Südstadt-Bult, Döhren-Wülfel, Ricklingen, Linden-Limmer, Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Herrenhausen-Stöcken und Nord. Siehe auch: Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers
Klimadaten
Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers
Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Hannover 8,7 °C und es fallen 661 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 22 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25° C übersteigt) gerechnet werden.
[http://www.wetteronline.de/Niedersachsen/Hannover.htm Link zu weiteren Wetterdaten für Hannover]
Geschichte
Hannover entstand aus einem am Leineufer gelegenen mittelalterlichen Dorf. Die Abstammung des Stadtnamens ist bis heute umstritten. Der erste hannoversche Chronist Johann Ulrich Grupen und der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz sahen den Namen Hannover als Ableitung von dem "hohen Ufer" an der Leine. Heute hält die Mehrheit der Historiker diese Interpretation für falsch. Sie geht davon aus, dass der Name aus dem Altsächsischen stammt und für "Schilfufer" steht. Begründet wird diese Interpretation damit, dass Hannover an einer Furt, also einer besonders flachen Stelle der Leine entstand. Ein hohes Ufer hätte diesen Verkehrsknotenpunkt kaum ermöglicht, zudem beweisen aktuelle Ausgrabungen, dass die Uferhöhe damals mindestens 3 Meter tiefer war als heute und damit kaum von einem hohen Ufer gesprochen werden kann.
Hinweise auf eine Marktsiedlung an dieser Stelle gibt es bereits um das Jahr 950. Der Vicus Hanovere (vicus: Marktflecken) wird erstmals um 1150 im Hildesheimer "Miracula Sancti Bernwardi" erwähnt. 1241 erhält Hannover das Stadtprivileg und im 14. Jahrhundert erlebte Hannover wirtschaftlich eine erste Blütezeit. Während des Dreißigjährigen Krieges macht Herzog Georg von Calenberg 1636 die gut befestigte Stadt zu seiner Residenz. Als Residenzstadt erlebte Hannover in den folgenden 80 Jahren eine erneute Blütezeit. Die Bauten dieser Epoche der Geschichte Hannovers setzten nachhaltige Akzente im Stadtbild. Hierzu zählen unter anderem das Stadtschloss, die Sommerresidenz Herrenhausen und die Oper. Mit der Besteigung des englischen Throns als Georg I. durch den Kurfürsten Georg Ludwig im Jahr 1714 wurde das vom Adel geprägte gesellschaftliche Leben der Stadt allmählich von einer zunehmend bürgerlichen Gesellschaft abgelöst. In jenen Zeiten war Hannover eine englische Kolonie, die von der englischen Königin regiert wurde. Noch heute kann man die vergoldete Kutsche der Queen im Historischem Museum bewundern.
Verwaltungsmäßig war Hannover eine autonome Stadt innerhalb des Landes Hannover. 1823 wurde sie Sitz der "Landdrostei Hannover", einem Verwaltungsbezirk, aus dem später der Regierungsbezirk Hannover hervorging. 1824 wurde sie Sitz des Amtes Hannover, das durch Vereinigung des Gerichtsschulzenamtes Hannover und des Amtes Coldingen gegründet wurde. 1859 wurde das Amt Langenhagen eingegliedert.
1859
Mit der von Preußen erzwungenen Kapitulation des Königreichs Hannover 1866 – zwei Tage nach der Schlacht von Langensalza, aus der Hannover zunächst als Sieger hervorgegangen war – wurde die Stadt zur Hauptstadt einer gleichnamigen preußischen Provinz.
Um 1873 überstieg die Einwohnerzahl die Grenze von 100'000. 1883 wurde Hannover eine kreisfreie Stadt und Sitz des aus dem Amt Hannover entstanden Landkreises Hannover sowie des aus der Landdrostei Hannover entstandenen Regierungsbezirks Hannover. In den 1920er Jahren wurde der Landkreis Hannover um den Landkreis Linden vergrößert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt Hannovers stark zerstört, so blieb die Aegidienkirche als Ruine und Mahnmal stehen. Unter der Leitung des Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht erfolgte nach dem Krieg der Wiederaufbau der Stadt. Hillebrecht setzte ein heute wie damals umstrittenes Modell von breiten Individualverkehrstangenten um die Innenstadt durch. Der Autoverkehr kann seitdem fließen, aber der Bau dieser Straßen führte zu einer zweiten Zerstörungswelle und noch heute wirken sie wie Wunden im Stadtkörper. Ganze Stadtteile sind seitdem von der Innenstadt abgeschnitten (Calenberger Neustadt, List). In der Nachkriegszeit wurde Hannover als "Vorreiter" der modernen Kunst und Architektur berühmt (populäres Beispiel sind die 'Nanas' von Niki de Saint Phalle).
Im Zuge der Kreisreform in Niedersachsen wurde der Landkreis Hannover zum 1. März 1974 um das Gebiet der Landkreise Burgdorf, Neustadt am Rübenberge und Springe vergrößert. Zum 1. November 2001 wurde der Landkreis Hannover schließlich mit der kreisfreien Stadt Hannover zur Region Hannover vereinigt. Formal ist Hannover somit keine kreisfreie Stadt mehr, ist aber nach dem Gesetz über die Region Hannover den kreisfreien Städten gleichgestellt, sofern in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist.
Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Hannover zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.
Bild:Hannover_1689.jpg|Hannover um 1689 (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Bild:Hannover_1939.jpg|Hannover 1939 (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Bild:Hannover_1945.jpg|Hannover 1945 (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Bild:Hannover 2004.jpg|Hannover heute (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Eingemeindungen
Folgende Städte, Ortschaften und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen wurden in die Stadt Hannover eingemeindet:
- 1747: Aegidien Neustadt
- 1824: Calenberger Neustadt
- 1847: Ernst-August-Stadt (Bezirk Vorort)
- 1859: Vorstadt Hannover mit den Ortschaften Königsworth, Schloßwende, Nordfeld, Vorort, Fernrode, Büteworth, Kirchwende, Bult, Heidorn, Tiefenriede, Emmerberg, Kleefeld
- 1869: Vorstadt Ohe-Glocksee
- 1882: Königsworther Platz, Welfenschloß und Welfengarten
- 1891: Gemeinden Herrenhausen, Hainholz, Vahrenwald und List
- 1907: Gemeinden Stöcken, Gutsbezirk Mecklenheide, Bothfeld, Klein-Buchholz, Groß-Buchholz, Kirchrode, Döhren und Wülfel
- 1909 n. Linden: Gemeinden Badenstedt, Bornum, Davenstedt, Limmer und Ricklingen
- 1913 n. Linden: Wassergewinnungsgebiet Ricklingen
- 1920: Stadtkreis Linden mit Alt- und Neulinden, Limmer, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Ricklingen
- 1928: Schloss- und Gartenbezirk Herrenhausen, Gutsbezirk Leinhausen und Marienwerder
- 1937: Teile von Bemerode und Laatzen
- 1970: Teile von Empelde
- 1974: Stadt Misburg sowie die Gemeinden Anderten, Bemerode, Wülferode, Wettbergen, Ahlem, Vinnhorst, Isernhagen-Süd, Teile von Godshorn, Langenhagen, Laatzen und Rethen
Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahlen von 1190 bis zur Gegenwart sowie aktuelle Informationen zur Einwohnerstatistik der Stadt Hannover sind in dem Artikel Einwohnerentwicklung von Hannover zusammengestellt.
Religion
Die Stadt Hannover gehörte anfangs zum Gebiet des Bistums Minden beziehungsweise zum Archidiakonat Pattensen.
In der Altstadt Hannovers wurde 1533/34 und in der Neustadt 1544 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt. Danach war Hannover über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Katholiken und Reformierte Gemeindeglieder konnten bis 1800 in der Altstadt Hannovers kein Bürgerrecht erwerben. Dennoch gab es ab 1665 wieder eine katholische Gemeinde. 1697 entstand auch eine französisch-reformierte und 1702 eine deutsch-reformierte Gemeinde, die sich 1819 vereinigten.
1692 entstand das Kurfürstentum Hannover und mit ihm die heutige Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers, deren Kirchenverwaltung in Hannover eingerichtet wurde. Ab 1815 wurde Hannover zum Königreich erhoben und das Kirchengebiet gliederte sich fortan in fünf relativ selbständige Konsistorialbezirke, darunter Hannover. 1866 wurde Hannover Sitz des Landeskonsistoriums der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Konsistorialbezirke waren seinerzeit in Superintendenturen eingeteilt. In der Stadt Hannover gab es zunächst vier Superintendenturen, die jedoch später zum Stadtkirchenverband Hannover vereinigt wurden. Heute gehören alle evangelischen Kirchengemeinden Hannovers, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt, zum Stadtkirchenverband Hannover innerhalb des gleichnamigen Sprengels der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hannover Sitz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD).
Die 1819 durch Vereinigung der 1697 beziehungsweise 1702 entstandenen französisch- beziehungsweise deutsch-reformierten Gemeinde entstandene reformierte Gemeinde Hannovers unterstand spätestens ab 1882 dem Konsistorium in Aurich, das seinerzeit oberste Kirchenbehörde aller reformierten Gemeinden innerhalb der Provinz Hannover wurde. Aus dieser Verwaltungsbehörde entstand später die heutige Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland, zu der alle (landeskirchlichen) reformierten Gemeinden Hannovers gehören. Sie sind Teil des Synodalverbands X.
Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland
Die ab 1665 entstandene katholische Gemeinde gehörte zum Bistum Hildesheim, das 1824 neu festgelegt wurde und zunächst zur Kirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), ab 1930 zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Später entstanden weitere katholische Pfarrgemeinden, die heute alle zur Region Hannover des Bistums Hildesheim gehören. Die (kirchliche) Region Hannover ist in 6 Dekanate untergliedert und umfasst in etwa das Gebiet der politischen Region Hannover. Katholische Hauptkirche Hannovers und Sitz des Regionaldechants ist die Basilika St. Clemens. Neben römisch-katholischen Gemeinden gibt es in Hannover auch eine russisch Orthodoxe Kirche und eine serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde.
Auch verschiedene Freikirchen sind in Hannover vertreten. So ist Hannover Sitz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), die mehrere Gemeinden in Hannover hat. An weiteren Freikirchen sind vertreten: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), Evangelisch-methodistische Kirche, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Jesus Freaks, die Christus-Gemeinde Wettbergen und die Ichthys Freie Jesus-Gemeinde e.V..
Darüber hinaus sind auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Neuapostolische Kirche, Die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas und die Christliche Wissenschaft vertreten.
Heute (2003) gehört etwa die Hälfte der Hannoveraner einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Im Mai 2005 war Hannover wie schon 1949, 1967 und 1983 Gastgeberstadt des 30. Evangelischen Kirchentags.
Im Stadtteil Mühlenberg existiert seit den 1970er Jahren ein ökumenisches Kirchenzentrum, das die Stadtteilgemeinden beider Konfessionen unter einem Dach vereint.
Sonstiges
Hannover hat aus dem musikalischen Bereich berühmte Vertreter wie die Scorpions, Fury In The Slaughterhouse oder Heinz Rudolf Kunze hervorgebracht. Sie haben ihre Karriere in Hannover begonnen und leben z.T. hier oder in der näheren Umgebung. Mit Mousse T. ist auch die House- und Discjockey-Szene vertreten.
Politik
In Hannover ist schon seit 1241 ein Rat nachweisbar. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts standen zwei Bürgermeister an der Spitze der Stadt. Daneben gab es einen aus 12 Mitglieder bestehenden so genannten "sitzenden Rat" mit dem "regierenden Bürgermeister". Die Mitglieder des Rats wechselten jährlich am 6. Januar. Die ausgeschiedenen Ratsherren (der "alte Rat") gehörten dann zu den Geschworenen. Später änderte sich die Zusammensetzung des Rates. Ab 1699 gehörten ihm zwei Bürgermeister, ein Syndikus, ein Sekretär, zwei Kämmerer und sechs Senatoren an. Ab 1825 gab es in Hannover ein Magistratskollegium, das de facto bis 1935 Bestand hatte. Während dieser Zeit trug das Stadtoberhaupt Hannovers den Titel "Stadtdirektor". Erst 1925 gab es einen Oberbürgermeister.
Die Calenberger Neustadt hatte eine eigene Verwaltung mit einem Vogt, später einem Gerichtsschulzen an der Spitze. Da sie erst 1710 zur Stadt erhoben wurde erhielt sie auch erst 1714 ein Ratskollegium, das bis zur Eingemeindung 1824 amtierte. Die ehemalige Stadt Linden hatte seit 1885 eine städtische Verfassung.
1885
Während der Zeit des Dritten Reiches wurde das Stadtoberhaupt Hannovers von der NSDAP eingesetzt. Auch in Hannover gab es Kriegsendphasenverbrechen. Am 6. April 1945 trieben SS-Leute drei Kolonnen ausländische Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, auf den Seelhorster Friedhof und brachten 154 Menschen um. [http://www.kueste.vvn-bda.de/blutwiese.html]
1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Hannover die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird. Dieser trägt den Titel "Bürgermeister".
Der bereits seit 1972 amtierende Oberbürgermeister Hannovers, Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, wurde 1996 erstmals direkt gewählt und zuletzt 2001 für eine weitere Amtsperiode von 5 Jahren wiedergewählt. Er ist inzwischen der dienstälteste Oberbürgermeister einer Stadt in Deutschland.
Zuständig für die Überwachung der vom Rat beschlossenen Gesetze und Verordnungen sind von 1303 bis 1699 die so genannten Bruchmeister. Sie haben niedere Gerichtsbarkeit. Ab 1710 übernehmen sie die Überwachung der städtischen Verteidigungsübungen und des städtischen Schießens, aus dessen Freischießen das heute größte Schützenfest der Welt hervorgeht. Sie tragen die Standarten der vier ursprünglichen Stadtteile Hannover und sind heute Repräsentanten der Stadt.
Stadtdirektoren, Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister Hannovers seit 1818
- 1818 - 1820: Dr. Christian Philipp Iffland, dirig. Bürgermeister der Altstadt
- 1818 - 1824: Johann Friedrich Kaufmann, Bürgermeister der Neustadt und ab 1820 Gerichtsschulze der Alt- und Neustadt
- 1818 - 1820: Ludwig Christian Zwicker, Bürgermeister
- 1822 - 1824: Georg Ernst Friedrich Hoppenstedt, Stadtdirektor
- 1824 - 1843: Rudolf Wilhelm Rumann, Stadtdirektor
- 1843 - 1853: Carl Friedrich Wilhelm Evers, Stadtdirektor
- 1854 - 1882: Johann Carl Hermann Rasch, Stadtdirektor
- 1883 - 1891: Ferdinand John Georg Haltenhoff, Stadtdirektor
- 1891 - 1918: Heinrich Tramm, Stadtdirektor
- 1918 - 1924: Robert Leinert, Oberbürgermeister
- 1925: Gustav Fink, Bürgermeister
- 1925 - 1937: Dr. Arthur Menge, Oberbürgermeister
- 1937: Heinrich Müller, Bürgermeister
- 1938 - 1942: Dr. Henricus Haltenhoff, Oberbürgermeister
- 1942 - 1944: Ludwig Hoffmeister, Staatskommissar
- 1943 - 1945: Egon Bönner, Bürgermeister und Staatskommissar
- 1945 - 1946: Gustav Bratke, kommissarischer Oberbürgermeister
- 1946: Franz Henkel, Oberbürgermeister
- 1946 - 1956: Wilhelm Weber, Oberbürgermeister
- 1956 - 1972: August Holweg, Oberbürgermeister
- 1972 - heute: Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister
Oberstadtdirektoren Hannovers 1946-1996
- 1946 - 1949: Gustav Bratke
- 1949 - 1963: Karl Wiechert
- 1963 - 1974: Martin Neuffer
- 1974 - 1979: Rudolf Koldewey
- 1979 - 1990: Dr. Hinrich Lehmann-Grube
- 1990 - 1996: Jobst Fiedler
Wappen
Das Wappen der Stadt Hannover zeigt eine silberne Mauer mit zwei Zinnentürmen auf rotem Grund; in dem offenen Tor unter schwarzem Fallgatter ein goldenes Schildchen mit einem grünen Kleeblatt; Zwischen den Türmen steht ein goldener Löwe.
Das Wappen ist bereits ab 1266 als Siegel nachweisbar, mit Kleeblatt (vorher Münzzeichen) allerdings erst ab 1534, wobei der Löwe das Symbol der Welfen beziehungsweise der Herrschaft Braunschweig ist, zu dessen Herrschaftsgebiet die Stadt gehörte. Seit 1929 hat das Stadtwappen seine heutige Form. Die alten Stadtfarben rot, gelb und grün wurden 1897 durch rot-weiß ersetzt.
Städtepartnerschaften
Hannover unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Bristol, Vereinigtes Königreich, seit 1947
- Perpignan, Frankreich, seit 1960
- Rouen, Frankreich, seit 1966
- Blantyre, Malawi, seit 1968
- Poznan, Polen, seit 1979
- Hiroshima, Japan, seit 1983
- Leipzig, Sachsen, seit 1987
Zwischen 1971 und 1976 bestand auch eine Städtepartnerschaft mit Utrecht, Niederlande.
Wirtschaft und Infrastruktur
Hannover ist eine bedeutende Messestadt. Jedes Frühjahr ist Hannover der Schauplatz der weltgrößten Computermesse CeBIT und der Industriemesse Hannover Messe. Im Jahr 2000 fand in Hannover die Weltausstellung Expo 2000 statt. Daneben veranstaltet die Deutsche Messe AG zahlreiche weitere bekannte Messen.
Verkehr
Deutsche Messe AG
Hannover gehört zu den zentralen Verkehrsknotenpunkten Deutschlands. Die Stadt wird von Eisenbahnen und Bundesautobahnen aus allen Himmelsrichtungen erreicht.
Im Nordosten der Stadt kreuzen sich die Bundesautobahnen A 2 Dortmund-Berlin und A 7 Hamburg-Frankfurt am Main. Darüber hinaus verlaufen die A 37, A 352, B 3, B 6, B 65, B 217, B 441, B 443 und B 522 durch das hannoversche Stadtgebiet. Der urbane Stadtkern wird durch einen Ring aus A 2, Westschnellweg, Südschnellweg und Messeschnellweg umschlossen
Der hannoversche Hauptbahnhof zählt zu den bedeutendsten Bahnknoten Deutschlands. Es existieren ICE-Verbindungen nach Hamburg, Berlin, Bremen, Dortmund, Köln, Frankfurt und München. Während großer Messen halten einige ICE auch im am südlichen Stadtrand gelegenen Bahnhof Hannover Messe/Laatzen. Zum Eisenbahnknotenpunkt Hannover gehört ferner der Rangierbahnhof im benachbarten Seelze.
Hannover verfügt über ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz mit S-Bahn, Stadtbahn und Bus.
Fünf S-Bahnlinien binden das Umland an Hannover an. Zusammen mit 12 Stadtbahnlinien der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und mit 55 Buslinien verschiedener Verkehrsunternehmen gewährleisten sie den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der Stadt und des gesamten Umlands. Sie verkehren alle nach dem gleichen, gestaffelten Tarifmodell innerhalb des Verkehrsverbunds Großraum-Verkehr Hannover (GVH).
Hannover hat ferner fünf Binnenhäfen am Mittellandkanal beziehungsweise an direkt abzweigenden Stichkanälen und auch einen internationalen Flughafen Hannover-Langenhagen.
Medien
Hannover ist Sitz des Landesfunkhauses Niedersachsen des Norddeutschen Rundfunks. Direkt nebenan liegt das Landesfunkhaus vom ZDF. Als Tageszeitung erscheint in Hannover die Hannoversche Allgemeine Zeitung, sowie die Neue Presse. Beide Zeitungen werden von der Madsack Gruppe heraus gegeben. In Hannover gibt es außerdem das nichtkommerzielle Lokalradio Radio Flora und den freien TV-Sender h-eins (ehemals Offener Kanal). Große Hannoversche Radiosender sind "NDR 1 Niedersachsen", "Hit-Radio Antenne" und "Radio FFN". RTL und Sat.1 betreiben in Hannover jeweils ein Nordstudio. Der Fernsehsender "TV Travel Shop" sendet ebenfalls aus Hannover. Im Jahr 2006 wird der Fernsehsender RTL Shop seinen Sitz und damit auch die Studios von Köln nach Hannover verlegen.
Ansässige Unternehmen
Köln
In Hannover haben verschiedene Industriebetriebe ihren Sitz. Unter anderem die Reifenfirma Continental AG, die VW Nutzfahrzeuge, der Fahrzeugsystemhersteller WABCO, der Nutzfahrzeughersteller Komatsu Hanomag, die Lebensmittelindustrie von Bahlsen, das Varta-Batteriewerk und der Schleifmittelhersteller VSM. Hannover ist zudem ein wichtiger Standort für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Unternehmen, die Ihren Sitz in Hannover haben, gehören eine Reihe von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen, zum Beispiel Norddeutsche Landesbank Girozentrale (NORD/LB), GE Money Bank (ehemals Allbank AG), AWD, LBS, FinanzIT, Hannover Rück, Hannoversche Leben. Hinzu kommt der bekannte Touristikkonzern TUI AG (ehemals Preussag AG). Weitgehend unbekannt ist die Firma MTU im Norden Hannovers in Langenhagen, eine weltweit führende Firma auf dem Gebiet der Antriebswartung für kommerzielle Flugzeugantriebe. Ein weiterer großer Arbeitgeber sind die Stadtwerke Hannover. Sie versorgen Hannover und die Umgebung mit Gas, Wasser, Wärme und elektrischer Energie. Weitere Energiedienstleistungsunternehmen sind E.ON Energie AG, EMPG, EMGMG, EMGMKG und BEB.
Weiterhin bekannte Unternehmen sind der nicht mehr existente Fahrzeughersteller Hanomag, einer der ältesten deutschen Schokoladenhersteller Sprengel (1979 von Stollwerck aufgekauft, 2001 geschlossen) und die Schreibwarenhersteller Geha und Pelikan.
Öffentliche Einrichtungen
Hannover ist Sitz folgender Einrichtung und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej)
- Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
- Bundessortenamt
- Bundesgrenzschutzamt Hannover
- Bundesvermögensamt Hannover
- Europäisches Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen
- Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
- Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers
- Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland KdöR
- Handwerkskammer Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover sowie Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg (Weser) und Schaumburg in Niedersachsen
- Hauptzollamt Hannover
- IHK Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover und Landkreise Diepholz, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Holzminden, Hildesheim, Nienburg, Northeim, Schaumburg und Osterode am Harz
- KKH - Kaufmännische Krankenkasse
- Kommunaler Schadensausgleich Hannover
- Kreiswehrersatzamt Hannover
- Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA)
- Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
- Norddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft
- Norddeutscher Rundfunk (NDR) - Landesfunkhaus Niedersachsen Hannover
- Oberfinanzdirektion Hannover
- Prüfungsamt des Bundes Hannover
- Region Hannover
- Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)
- Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD)
- Zollfahndungsamt Hannover
Bildung und Forschung
Zollfahndungsamt
Hannover besitzt folgende Universitäten, Fachhochschulen beziehungsweise Forschungseinrichtungen:
- Universität Hannover in der Nordstadt; die Universität geht zurück auf die 1831 eröffnete Höhere Gewerbeschule, aus der sich die Königlich-Technische Hochschule entwickelte, die 1899 zur Technischen Hochschule erhoben wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Hochschule für Gartenbau und Landeskultur und 1968 die Pädagogische Hochschule Hannover eingegliedert.
- Medizinische Hochschule Hannover (MHH); gegründet 1965
- Hochschule für Musik und Theater Hannover; Die Hochschule geht zurück auf die Landesmusikschule beziehungsweise die private Hannoversche Schauspielschule, welche beide 1978 zusammen den Status einer Künstlerisch-Wissenschaftlichen Hochschule erhielten.
- Tierärztliche Hochschule Hannover; die 1778 als Königliche Roß-Arzney-Schule eröffnete und 1887 zur Hochschule erhobene Einrichtung, ist die älteste Hochschule in Hannover.
- Fachhochschule Hannover; die Fachhochschule entstand aus verschiedenen Institutionen, unter anderem Werkkunstschule, Ingenieurakademie, Staatliche Baugewerkschule Nienburg. 1978 kam der Fachbereich Informations- und Kommunikationswesen hinzu
- Evangelische Fachhochschule Hannover; die Fachhochschule in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers wurde 1905 als Christlich-Soziale Frauenschule gegründet. 1971 wurde diese mit der Wichernschule (Höhere Fachschule für Sozial- und Jugendarbeit) zur Fachhochschule zusammen geschlossen
- Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW)
- German International School of Management Administration (GISMA)
- International Neuroscience Institute Hannover (INI); von Prof. Madjid Samii gegründete neurochirurgische Klinik und neurowissenschaftliches Forschungsinstitut
- Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen
- Max-Planck-Institut für experimentelle Endokrinologie
- Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM)
- Landesbildungszentrum für Blinde (LBZB)
Zudem gibt es folgende Bibliotheken:
- Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek
- Technische Informationsbibliothek / Universitätsbibliothek Hannover (TIB/UB)
- [http://www.stadtbibliothek-hannover.de]Stadtbibliothek Hannover
Freizeit und Sport
- Hannover ist eines der Zentren des Eishockeys in Deutschland. So spielen beim Messegelände in der TUI Arena die Hannover Scorpions, während die Hannover Indians im "Eisstadion am Pferdeturm" im Stadtteil Kleefeld ihr Domizil haben.
- Auch im Fußball gibt es zwei Lokalgrößen: Den Bundesligaverein Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V., kurz "Hannover 96" oder "die Roten", und den SV Arminia Hannover, kurz "SVA" oder "die Blauen".
- Der erste deutsche Rasensportverein (Deutscher Fußballverein 78) wurde 1878 in Hannover gegründet. Unter "Fußball" verstand man damals noch das heutige Rugby. Hannover ist seit jeher die dominierende deutsche Stadt im Rugby. Vier (DRC Hannover, TSV Victoria Linden, SC Germania List und SG 78/08 Hannover) von derzeit acht Mannschaften spielen in der Herren-Bundesliga, seit 1909 wurde 62mal (von 83 ausgetragenen Meisterschaften) die Deutsche Meisterschaft der Herren nach Hannover geholt.
- Am 25. Januar 1862 wurde in Hannover der erste deutsche Fechtverein gegründet, der noch heute existiert. Neben dem Fechtklub Hannover von 1862 gibt es inzwischen noch drei weitere Fechtvereine, die den Fechtsport anbieten und auf Turnieren erfolgreich sind.
- Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts finden sich auch in Hannover Anhänger der Sportart BMX. Zumeist Jugendiche nutzen die Beton-, Asphalt- und Grünflächen der Stadt für Ihre Zwecke. In den letzten Jahren hat darüberhinaus die Eigeninitiative der Sportler deutlich zugenommen; Hannover ist mittlerweile ein deutschlandweit bekannter Ort für relevante Veranstaltungen und Wettkämpfe. Durch das Entstehen eines Ladengeschäftes in Hannovers Nordstadt entwickelt sich eine aktive Szene; eine Unterstützung durch die Stadt im Rahmen der Jugendpflege blieb bisher weitestgehend aus.
- Campo Aktiv-Arena: Im Stadtteil Anderten liegt dieser 29.000 Quadratmeter (darunter 17.000 Quadratmeter Indoorbereich) große Spaßpark. Neben dem Relax und Beautybereich "CAMPO Cosmetics" gibt es zahlreiche Sporteinrichtungen: Inliner Rundparcours, Kletterwand, Seilbahn, Skaterparcours, Streethockey, Tischtennis, Beach-Volleyball, BMX-Crossstrecke und Fußball) und zahlreiche Einrichtungen zur Unterhaltung (u.a. Billard, Carrera-Bahn, Minigolf). In dem Park gibt es auch ein großes Angebot für Kinder (Fort Campo, Keetcarbahn, Kletterlabyrinth, Piratenschiff, Riesenrutsche, See mit Paddelbooten, Trampolin, Vulkan Hüpfburg und Spielplatz). In dem Restaurant "Buena Vista" und in dem Biergarten kann man sich stärken.
Discos und Nachtleben
- Backstage
- Bad
- Base Underground Club
- Brauhaus Ernst-August
- Capitol
- Casa Blanca
- DAX Bierbörse
- Diablo Latino Music Club
- Eve Klub
- Funpark
- Heartbreak Hotel
- Intensivstation
- Kö-Tanzpalais
- Labor
- Liquid-Lounge
- Living Room
- MEC - Multi Entertainment Centre
- Men's Factory
- Nachtschicht
- Naoum's
- Na Und
- Osho
- Palo Palo
- Phoenix
- Polly Ester
- Rainbow
- Rocker
- Rockhouse
- Sansibar
- Soap Club
- Vulcano
- Xcelsior
- Zaza
Kinos
- Apollo (Hannovers ältestes Kino)
- Cinemaxx Nikolaistraße (War bei der Eröffnung das erste Multiplexkino Europas)
- Cinemaxx Raschplatz
- Hochhaus Lichtspiele (Deutschlands höchstes Kino)
- Kino am Raschplatz
- Kino im Künstlerhaus
- Kino im Sprengel
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Anderten
Anderten
Eine berühmte Sehenswürdigkeit Hannovers sind die Herrenhäuser Gärten, die zu den besterhaltenen Barockgärten Europas zählen.
Hinzu kommt das Wahrzeichen der Stadt, das Neue Rathaus. Sehenswert sind ferner das Leineschloss (Sitz des Niedersächsischen Landtages), das Leineufer mit den "Nanas" von Niki de Saint Phalle, der Ballhofplatz, die Marktkirche, der Holzmarkt mit dem Leibnizhaus, das Kreuzkirchenviertel, die Ruine der Aegidienkirche, das Anzeigerhochhaus von Fritz Höger (ältestes Hochhaus Deutschlands), der gläserne Verwaltungsbau der NORD/LB am Aegi des Architektenbüros Behnisch, Behnisch & Partner, der Gehry-Tower des Architekten Frank O. Gehry, der Maschsee, verschiedene Parks und Stadtwälder wie der Georgengarten, die Leinemasch oder die Eilenriede. Letztere beherbergt auch den sehenswerten Zoo.
Außerhalb der Innenstadt ist das im Süden der Stadt nahe dem Messegelände gelegene ehemalige Gelände der Weltausstellung Expo 2000 sehenswert. Insbesondere die noch erhaltenen Nationenpavillons, zum Beispiel von Deutschland, Niederlande, Spanien, Ungarn und Jemen, vermitteln einen architektonischen Eindruck dieser für Hannover einmaligen Großveranstaltung.
Im Stadtteil Gr. Buchholz steht mit dem Telemax der höchste TV-Turm Norddeutschlands. Der alte Fernsehturm am Bahnhof wird heute als VW-Tower bezeichnet, und dient nur noch zu Werbezwecken.
Ein weiterer bemerkenswerter Turm in Hannover ist der mit einer Aussichtsplattform in 65 Meter versehene 88,8 Meter hohe Hermesturm, der durch seine markante Doppelröhrenkonstruktion auffällt.
Im Stadtteil Anderten findet sich die 1928 eingeweihte und damals größte Binnenschleuse Europas, die Hindenburgschleuse.
Roter Faden
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind durch den Roten Faden miteinander verbunden, einer 4,2 km langen Linie, die in Form eines Rundganges zwischen Tourismusbüro und Bahnhofsvorplatz mit roter Farbe auf das Straßenpflaster gepinselt wurde.
Liste der Denkmäler
Die Liste der Denkmäler in Hannover bringt eine Auswahl von Denkmälern, Skulpturen, Kunstwerken im Bereich der Innenstadt Hannovers.
Liste der verschwundenen Bauwerke
Eine umfassende Übersicht über wichtige Bauwerke in Hannover, die mittlerweile wieder aus dem Stadtbild verschwunden sind, findet sich in dem Artikel Liste der verschwundenen Bauwerke des alten Hannover.
Hannovers Wasserwege
- MS Leineschloss (Mittelllandkanalfahrten) ab Nordhafen
- Fahrgastschiff "Wappen von Hannover" (Ihme-. Leine-, und Mittellandkanalfahrten) ab "Anleger Schwarzer Bär"
- Fahrgastschiff "Nicole B." (Mittellandkanal und Stichkanalfahrten) ab Nordhafen
- Maschseeflotte der
1967
Jahreswidmungen
- 1967 ist „Internationales Jahr des Tourismus“
Politik und Weltgeschehen
- 1. Januar: Roger Bonvin wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Neuer Intendant der freien Volksbühne in Berlin wird Hansjörg Uzerath
- 13. Januar: Gnassingbé Eyadèma wird Staatspräsident in Togo
- 14. Februar: Erste konzertierte Aktion zur Überwindung der Wirtschaftskrise unter Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller (SPD)
- 21. März: Guyana wird Mitglied in der UNESCO
- 11. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Belgien
- 21. April: Militärputsch in Griechenland
- 29. Mai: Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II. wird zum Kardinal ernannt
- 2. Juni: Berlin: Während eines Staatsbesuchs des Schah des Irans kommt es zu Demonstrationen und schweren Ausschreitungen. Der Student Benno Ohnesorg wird von einem Polizisten erschossen. Der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz tritt am 26. September mit dem gesamten Senat zurück
- 5.: 10. Juni: Sechs-Tage-Krieg zwischen Israel und seinen Nachbarn
- 5. Juni: über der Demokratischen Republik Vietnam wird das 2.000 Flugzeug der USA abgeschossen
- 16. Juni: Das Monterey Pop Festival (16.–18. Juni) in Kalifornien wird zu einem der wichtigsten Konzerte der Rock-Musikgeschichte
- 10. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Trinidad und Tobago sowie zwischen Deutschland und Thailand
- 8. August: Gründung der Vereinigung südostasiatischer Nationen (ASEAN)
- 25. August: Start des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland
- 3. September: Letzter großer Umstieg von Links- auf Rechtsverkehr (Schweden)
- 29. September: Lesotho wird Mitglied in der UNESCO
- 7. Oktober: Gröditz erhält Stadtrecht
- 9. Oktober: Che Guevara wird von einem Feldwebel der bolivianischen Armee ohne Gerichtsverhandlung erschossen
- 27. Oktober: In Salto di Quirra wird die erste Schweizer Höhenforschungsrakete vom Typ Zenit gestartet
- 9. November: Erster Start der Saturn 5 Rakete, mit der später die erste Mondlandung durchgeführt wurde
- 21. November: Rahmenabkommen zwischen Deutschland und Paraguay über deutsche Entwicklungshilfe
- 23. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Guinea. In Kraft seit dem 13. Juni 1987
- 28. November: El Hadi Omar Bongo Ondimba wird Staatspräsident von Gabun
- 30. November: Ende der britischen Kolonialherrschaft im Südjemen
- 30. November: Ausrufung der Republik Südjemen
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