Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Benrath (Düsseldorf)

Benrath (Düsseldorf)

Benrath Historie

Benrath liegt am Rhein und an der Itter (Bachlauf aus dem Bergischen Land; entspringt bei Gräfrath), es ist einer der südlichen Stadtteile Düsseldorfs. Der Name ist abgeleitet von Benrode, erstmalig erwähnt 1222 "Ritter von Benrode". Der Ort Benrode gehörte im 14. Jahrhundert dem Grafen von Berg, das Dorf entstand dann, parallel zur Entwicklung der Benrod´schen Burg (aus der sich später das Jagdschloß entwickelte), aus mehreren Bauernhöfen; so dem Buchholzer Hof, dem Novener Hof, dem Buscher Hof, dem Pritschau Hof, dem Kappeler Hof, dem Niederheider Hof und dem Oberheider Hof. Lediglich der Niederheider Hof ist erhalten (heute zu Holthausen gehörig), an die anderen Höfe erinnern nur noch Straßennamen. Etwa gleichzeitig entstand die Pfarrkirche St. Cäcilia und einige Ackerbürgerhäuser in ihrer direkten Umgebung. Mit der Industrialisierung siedelten sich vornehmlich im Ortsteil Paulsmühle, das ist das Quartier östlich der Köln-Mindener-Eisenbahn, Industriebetriebe an wie: Flender, Balcke, Capito, Klein und Tellering, später noch die Demag Baumaschinen. Dies brachte, ebenso auch durch die Entstehung des Industrieterrains Reisholz, einen erheblichen Bevölkerungszuwachs für Benrath. Durch das Anlegen eines befestigten Marktplatzes in der Nähe der Pfarrkirche entstand ein zusammenhängender Ortstkern mit Geschäftsstraße (Mittelstraße; seit der Eingemeindung in Hauptstraße umbenannt; heute Fußgängerzone). Weiterhin entstanden Arbeiter-Siedlungen (vor allem in der Paulsmühle), aber auch Unternehmervillen (im Bereich westlich des Schloßes zum Rhein hin) sowie Beamten- und Angestelltenwohnungen (im Zenrtrum, rund um den Marktplatz). Bis zur Eingemeindung nach Düsseldorf im Jahre 1929 gehörten folgende Gemeindeteile zur Bürgermeisterei Benrath: Benrath, Garath, Hassels, Hellerhof, Holthausen, Itter, Niederheid, Oberheid, Paulsmühle, Reisholz, Rittersberg und Urdenbach. Der Gemeindeteil Garath mit Hellerhof hatte innerhalb der Bürgermeisterei Benrath bis 1929 einen Sonderstatus. Die Benrather Bürger waren über die Eingemeindung nach Düsseldorf wenig begeistert. So erstritten sie Sonderrechte von der Stadt Düsseldorf, die bis heute gelten: z. B. eine eigene Bezirksvertretung, ein eigenes Arbeitsamt und ein eigenes Standesamt. Es blieb damit auch ein gesundes Stück Benrather Selbstbewußtsein bis zum heutigen Tag erhalten. Benrath gehört zum Stadtbezirk 9 der Stadt Düsseldorf und erstreckt sich auf eine Fläche von 5,90 km² mit 15.905 Einwohnern. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 2696 Einwohnern/km².[http://www.duesseldorf.de/bv/09/infos/daten.shtml Daten]

Benrather Linie - Sprachengrenze

In den Sprachwissenschaften hat sich der Begriff der Benrather Linie eingebürgert. Entlang dieser östlich in Richtung Berlin laufenden Linie hat die 2. Lautverschiebung die niederdeutschen von den hochdeutschen Sprachgruppen getrennt.

Sehenswürdigkeiten

hochdeutsch Im Zentrum von Benrath befindet sich das ehemalige Jagd- und Lustschloss des pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor, später preußisches Königsschloß, das Benrather Schloss mit seiner ausgedehnten Parkanlage. Ferner sind das ehemalige Rathaus der Gemeinde Benrath aus dem Jahre 1906 (im Stil der sog. Weser-Renaissance durch Walther Furthmann errichtet), die evangelische Dankeskirche (1914 - 1915, neobarock, durch Wilhelm Pützer und Lyonel Wehner errichtet) sowie die katholische St. Cäcilia-Kirche (1901 durch den Architekten W. Sültenfuß errichtet, neogotisch) sehenswert. Die St. Cäcilia-Kirche ist der dritte Sakralbau an dieser Stelle. Sie ist Nachfolgebau einer klassizistischen Kirche, die wiederum der Nachfolgebau einer romanischen Kirche war. Im Pflaster der Hauptstraße ist vor der St. Cäcilia-Kirche die Stelle markiert, an der bis 1929 der romanische Kirchturm gestanden hat. Weiterhin sind die alte Posthalterei (um 1800 errichtet, heute Jugendkulturzentrum) und zahlreiche Gründerzeitbauten im Bereich der Benrather Schloßallee, der Sophienstraße, der Benrodestraße, der Meliesallee und der Görresstraße beachtlich.

40px Wanderwege

In Benrath beginnen beziehungsweise enden folgende markierte Wanderwege des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV.):
- X19: Benrath, Bahnhof - Dillenburg in Hessen
- D: Benrath, Schöne Aussicht - Kaiserswerth

Verkehrswege

18px Benrath besitzt einen Regionalbahnhof an der Eisenbahnstrecke Düsseldorf - Köln (histor. Köln-Mindener-Eisenbahn). Der Bahnhof ist ein frühmoderner Klinkerbau aus den 1930er Jahren und der zweite Bahnhof an dieser Stelle. Es verkehren dort Regionalexpress- und S-Bahnzüge der Deutschen Bahn. 18px Eine Straßenbahn, Linie 701, verbindet Benrath mit der Düsseldorfer Innenstadt. Bis 1962 verkehrte eine schmalspurige Straßenbahn von Benrath (Beginn in der Paulistraße) über Hilden nach Solingen-Ohligs bzw. nach Haan und Wuppertal-Vohwinkel. Im Straßenbahnmuseum Wuppertal-Kohlfurt ist der Triebwagen-Nr. 107 dieser Schmalspurlinie fahrbereit erhalten. [http://www.bergisches-staedtedreieck.de/bergische_museumsbahn/ Straßenbahnmuseum Wt.-Kohlfurt] 18px An der Autobahn A59 gibt es eine Anschlußstelle "Düsseldorf-Benrath". Im Frühling und Sommer verkehren Personenschiffe auf dem Rhein von Benrath nach Zons.

Weblinks


- [http://www.duesseldorf.de/bv/09/infos/historie.shtml Historie]
- [http://www.duesseldorf-benrath.de/ Lokalportal Benrath]
- [http://www.duesselgo.de/572/1044/index.html Links aus Benrath bei duesselgo.de]
- [http://www.heimatarchiv-benrath.de/ Heimatarchiv Groß-Benrath]
- [http://www.schloss-benrath.de/ Stiftung Schloß Benrath]
- [http://www.sankt-caecilia-benrath.de/ St. Cäcilia-Kirche] Benrath

Rhein

Der Rhein (bündnerromanisch: Rein, französisch: Rhin und niederländisch: Rijn) ist eine der am stärksten befahrenen und bedeutendsten Wasserstraßen Europas. Er hat eine Gesamtlänge von ungefähr 1.320 km von der Quelle bis zur Mündung, davon 833 km schiffbar. Sein Einzugsgebiet beträgt 252.000 km².

Name

Der Name Rhein (beziehungsweise Rhen oder roain) ist keltischen Ursprungs und bedeutet in etwa fließen bzw. großes fließendes Wasser (vgl. altgriechisch rhein: „fließen“, spanisch río: „Fluss“). Die Römer nannten den Fluss Rhenus.

Schifffahrt

Römer]] Seit jener Zeit ist der Rhein bereits eine bedeutende Wasser- und Handelsstraße in Europa und heute für Schwergütertransporte, zum Beispiel Containerschiffe, der bevorzugte Transportweg. Mit der Rheinschiffahrtsakte vom 31. März 1831 (Mainzer Akte) wurde die Schifffahrt vereinfacht und mit der Mannheimer Akte vom 17. Oktober 1868 unter anderem von Gebühren und Abgaben freigestellt, die sich lediglich auf die Tatsache der Beschiffung gründen. Es wurde festgelegt, dass alle Signatarstaaten – und dazu zählten alle Rheinanrainer – dieselben Gesetze und dieselben Zulassungskriterien für Transportmittel anwenden, und dass die Befahrbarkeit des Rheins von Basel flussabwärts sichergestellt werden muss. Wer beispielsweise ein neues Elektrizitätswerk plant, muss eine kostenlose Umfahrungsmöglichkeit bereitstellen. Der Rhein ist heute auf Grund der baulichen Maßnahmen von Rheinfelden bis Rotterdam durchgängig schiffbar.

Rheinstrom-Kilometrierung

Die Rheinstrom-Kilometrierung, nach der sich die Schifffahrt sowie alle Behörden richten, beginnt mit einem Nullpunkt auf der Mitte der Rheinbrücke in Konstanz, an der der Rhein den Bodensee verlässt (Bei seiner Passage durch die Stadt Konstanz wird der kurze Rheinabschnitt zwischen dem Bodensee und Untersee der Seerhein genannt). Bis zu seiner Mündung in die Nordsee bei Hoek van Holland (NL) beträgt die Länge des Rheins 1.320,8 km.
An beiden Ufern sind auf großen Tafeln die Rheinstrom-Kilometer angeschlagen. Auch in den nachfolgenden Abschnittsüberschriften sind die Rheinstrom-Kilometer angegeben.

Flusslauf

Hoek van Holland Hoek van Holland Hoek van Holland Seine beiden Hauptquellflüsse, der Vorderrhein und der Hinterrhein entspringen im Westen des Kantons Graubünden in den zentralen Schweizer Alpen, der Vorderrhein beim Oberalppass (Surselva), der Hinterrhein am Rheinwaldhorn. Insgesamt tragen 13 Quellflüsse den Namen Rhein in ihrem Namen. Nach der Vereinigung bei Reichenau fließt er nordwärts als Alpenrhein und mündet westlich von Hard in den Bodensee. Die Rheinstrecke bei Konstanz, die die Bodenseeteile Obersee und Untersee verbindet, wird als Seerhein bezeichnet. Vom Ausgang des Untersees bei Stein am Rhein bis Basel trägt er die Bezeichnung Hochrhein, weiter bis Bingen Oberrhein. Danach geht er in den Mittelrhein und ab Bonn in den Niederrhein über. Kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze beginnt das große Rheindelta. Hier gabelt sich der Rhein in zwei Hauptflussarme, die sich vor Rotterdam wieder vereinigen, um nach Durchfließen des Hafens von Rotterdam bei Hoek van Holland in die Nordsee zu münden. Bis zum Tertiär floss der Rhein ab Basel im Bett der Saône und Rhône ins Mittelmeer, da ihm durch den Isteiner Klotz der Weg in Richtung Norden versperrt war.

Vorder-, Hinter- und Alpenrhein

Von der Quelle bis zum Bodensee Isteiner Klotz] Isteiner Klotz Isteiner Klotz Der Vorderrhein entsteht aus mehreren Quellflüssen nahe dem Oberalppass im Gotthard-Massiv. Der Lag da Toma ist die Quelle des Vorderrheins und gilt unter den verschiedenen Quellflüssen als offizielle Rheinquelle. Erste Stadt am Vorderrhein ist Ilanz. Der Hinterrhein entspringt dem Paradiesgletscher am Rheinwaldhorn in der Nähe des San Bernardino-Passes. Bei Reichenau vereinigen sie sich zum Alpenrhein. Dieser beschreibt bei Chur einen markanten Knick nach Norden und bildet dort streckenweise, d. h. auf ca. 25 Kilometern, die Grenze zu Liechtenstein. Seit der Kanalisierung und Begradigung seines Wasserlaufs mündet er als „Neuer Rhein“ bei Hard in Österreich in den Bodensee. Der ursprüngliche „Alte Rhein“ mündet auch heute noch an der schweiz-österreichischen Grenze bei Altenrhein. Dieser alte Rhein ist aus Richtung Bodensee etwa zwei Kilometer schiffbar bis etwa in Höhe des Schweizer Ortes Rheineck. Das Stück Land zwischen den beiden Rheinmündungen, das die 3 österreichischen Ortschaften Gaißau, Höchst und Fußach umfasst, wird als Rheindelta bezeichnet und ist ein Naturschutz- und Vogelschutzgebiet. Die Rheinregulierung mit dem oberen Rheindurchstich bei Diepoldsau und dem unteren Rheindurchstich bei Fußach wurde durchgeführt, um die fortwährenden Überschwemmungen in Kombination mit starken Sedimentierungen im westlichen Rheindelta zu verringern. Inzwischen steht fest, dass der Rhein trotzdem sehr große Mengen an Ablagerungen in den Bodensee hineinträgt und in Folge dessen ein permanenter Kiesabbau mit Schwimmbaggern nötig ist. Rheindelta] Im Bodensee selbst vermischt sich das kalte, meist graue Gebirgswasser des Neuen Rheins nur wenig mit dem eher warmen, grünlichen Wasser des Sees. Der Strom fließt also ein gewisses Stück oberflächlich im freien Wasser, bevor er abrupt in die Tiefen des Sees abtaucht, um dann vor der Insel Lindau entlang des nördlichen Seeufers bis etwa Hagnau am Bodensee und weiter nach Konstanz abzubiegen.

Hochrhein

Vom Bodensee bis Basel, km 0–150 Nach dem Verlassen des Bodensee-Obersees an der Engstelle der Rheinbrücke in Konstanz fließt er zunächst mit 30 cm Höhenunterschied als Seerhein in den Untersee, bis er bei Stein am Rhein wieder zu einem Fluss wird und einige Kilometer weiter westlich von Schaffhausen in Neuhausen den Rheinfall hinabstürzt. Hier stößt er auf sein altes, voreiszeitliches Flussbett. Ab dem Verlassen des Bodensees wird er – etwa seit dem frühen 20. Jahrhundert – Hochrhein genannt. Der Überlinger See wird vom Rhein nicht durchflossen. Von Schaffhausen fließt er als Hochrhein weiter zuerst noch Richtung Süden, mit einer malerischen Schlinge am Städtchen und Kloster Rheinau vorbei, bis er am Tösseck (Einmündung der Töss) in Richtung Westen dreht und bald darauf zum Grenzfluss zwischen der Schweiz und Deutschland wird. Bei Koblenz, nahe Waldshut mündet von Süden her die Aare als erster größerer Nebenfluss in den Rhein. Erwähnenswert ist dabei, dass die Aare mit einem durchschnittlichen Abfluss von 557 m³/s der wasserreichere Fluss von beiden ist (Rhein: 439 m³/s).

Oberrhein

Von Basel bis Bingen, km 150–530 Nebenfluss]] Im sogenannten Rheinknie in Basel ändert der Rhein seine Richtung von Ost-West nach Norden. Als Oberrhein wird er Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich. Seit dem Tertiär fließt der Rhein von hier aus den Oberrheingraben entlang. Zwischen Basel und Iffezheim ist der Rhein kanalisiert und mit 10 Schleusen aufgestaut. Speziell zwischen Basel und Breisach führt das alte Flussbett des Rheins kaum Wasser. Die Wassermassen werden parallel dazu im Rheinseitenkanal (Grand Canal d'Alsace) geführt und dort zur Energiegewinnung in Wasserkraftwerken und für den Schiffsverkehr verwendet. Die Kanalisation hat jedoch auch ökologische Folgenund Nachteile, da der Grundwasserspiegel, in Abhängigkeit zum Fluss, sinkt. Weiterhin kommt es zu einer Verlandung des Flussbettes, was wiederum Folgen für die Flora und Fauna der Flussaue hat. Für die nächsten 200 bis 300 Kilometer erstreckt sich das Rheinbett in der oberrheinischen Tiefebene, einem rund 40 Kilometer breiten Tal zwischen Schwarzwald und Vogesen beziehungsweise Pfälzerwald und Kraichgau/Odenwald. Dieser Teil wurde ab 1817 durch Johann Gottfried Tulla im Zuge der Rheinbegradigung von einem immer wieder in der Rheinniederung mäandrierenden Schlingenfluss in ein gerades, von Dämmen flankiertes Flussbett gezwungen. Bei Straßburg münden der Rhein-Marne-Kanal und der Rhein-Rhône-Kanal in den Rhein. Von Lauterburg bis Mannheim bildet der Rhein die Grenze zwischen Baden-Württemberg (rechtsrheinisch) und Rheinland-Pfalz (linksrheinisch). Bei Mannheim mündet der von Südosten kommende Neckar als zweiter großer Nebenfluss und Hessen folgt Baden-Württemberg auf der rechten Rheinseite. Gegenüber von Mainz mündet der Main in den Rhein, der von dort für einen kurzen Abschnitt, ebenfalls Rheinknie genannt, seine Richtung nach Westen ändert und anschließend bei Bingen an der Nahemündung nach Nordwesten dreht. Nahe]]

Mittelrhein

Von Bingen bis Bonn, km 530–660 Von dort durchfließt der Mittelrhein in einem steilen, engen Tal den südlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Linksrheinisch erstreckt sich der Hunsrück, rechtsrheinisch der Taunus.
Taunus]] Dieser Abschnitt ist der touristisch bekannteste Teil des Rheins, der von Bingen/Rüdesheim bis Koblenz Weltkulturerbe ist.
Die bekanntesten touristischen Veranstaltungen in den Monaten Mai, Juli, August und September sind die Feuerwerke Rhein in Flammen. Bei Kaub liegt malerisch mitten im Rhein die Burg Pfalzgrafenstein. Einige Kilometer weiter flussabwärts umfließt der Rhein den sagenumwobenen Loreley-Felsen, bis er sich bei Boppard durch den Bopparder Hamm, eine imposante Rheinschleife windet. Von Osten nimmt er nun die Lahn und am Deutschen Eck in Koblenz von Südwesten die Mosel auf. Linksrheinisch erstreckt sich die Eifel, aus der bei Sinzig die Ahr und rechtsrheinisch der Westerwald, aus dem unterhalb von Neuwied die Wied in den Rhein mündet. Zu den bekanntesten Burgen des Mittelrheins gehören Burg Lahneck, die Marksburg und die feindlichen Brüder Liebenstein und Sterrenberg. Sterrenberg

Niederrhein

Von Bonn bis Hoek van Holland, km 660–1.033 Sterrenberg An der südlichen Stadtgrenze von Bonn und der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen weitet sich das enge Mittelrheintal zur Kölner oder Niederrheinischen Bucht, die bereits zur norddeutschen Tiefebene zählt. Nördlich von Bonn mündet die Sieg in den Rhein, der von hier ab wie die ihn umgebende Region Niederrhein genannt wird. Niederrhein Wichtigste Hafenstädte in diesem Stromabschnitt sind Köln, Düsseldorf, Neuss und Duisburg mit Duisport, Europas größtem Binnenhafen und international bedeutendem Logistikstandort an der Mündung der Ruhr und des Rhein-Herne-Kanals. 30 km flussabwärts mündet in Wesel die zweite Ost-West-Schifffahrtsverbindung, der parallel zur Lippe verlaufende Wesel-Datteln-Kanal in den Rhein und nach 40 km spannt sich in Emmerich die längste Hängebrücke Deutschlands über den an dieser Stelle mehr als 700 Meter breiten Strom.

Rheindelta

Nach weiteren 15 Kilometern, drei Kilometer hinter der deutsch-niederländischen Grenze bei Millingen aan de Rijn, beginnt das große Delta des Rheins. Hier teilt sich der Rhein in zwei Hauptarme, die sich vor Rotterdam wieder vereinigen. Rotterdam Der nördliche Rheinarm ist der Pannerdens Kanaal (dt. Pannerdenscher Kanal), von dem kurz vor Arnhem die IJssel abzweigt. Sie fließt über Deventer und Zwolle nach Norden und mündet bei Kampen ins IJsselmeer. Von der Abzweigung der IJssel an heißt der nördliche Rheinarm Nederrijn und im weiteren Verlauf Lek.
Bis etwa 900 n. Chr., als der Lek zum Hauptstrom wurde, bildeten der Kromme Rijn und der Oude Rijn den eigentlichen Flusslauf. Der südliche Rheinarm ist der Bijlands Kanaal, der in die Waal übergeht, die im Unterlauf die Namen Boven Merwede, Beneden Merwede und Noord trägt, bis er sich wenige Kilometer vor Rotterdam in Krimpen aan de Lek mit dem nördlichen Arm vereinigt. Gemeinsam durchfließen sie als Nieuwe Maas und danach als Scheur den Hafen Rotterdam und münden über den Nieuwe Waterweg bei Hoek van Holland in die Nordsee. Dort strömen 2.330 m³ Wasser pro Sekunde ins Meer.

Nebenflüsse des Rheins

Nordsee

Brücken über den Rhein

Nordsee Der Rhein wird in seinem Verlauf von etwa 100 Brücken überquert. Zu folgenden Brücken existieren eigene Artikel:

Ökologie

Nach den Angaben des Umweltbundesamts nimmt die Schadstoffbelastung des Rheins seit 1960 kontinuierlich ab. Dies ist einerseits auf die systematische Abwasserreinigung durch den Bau von Kläranlagen zurückzuführen und andererseits auf die Tatsache, dass die Industrie immer weniger mit Chemikalien und Schwermetallen belastete Abwässer in den Rhein einleitet. Heute leben wieder etwa 40 Fischarten im Rhein. Trotz der deutlichen Reduzierung der Gewässerbelastung durch Haushalts- und Industrieabwässer transportiert der Rhein jährlich noch immer beträchtliche Mengen an Schwermetallen und Chemikalien wie Pestizide in Richtung Nordsee. So brannte am 1. November 1986 eine Lagerhalle der Firma Sandoz an der Schweizerhalle bei Basel am Rhein. Die mit dem Löschwasser in den Rhein gelangten Chemikalien vernichteten praktisch das gesamte tierische und pflanzliche Leben im Rhein. Es benötigte eines jahrelangen Prozesses, bis der Rhein sich wieder erholt hatte. Viele andere den Rhein belastende Giftstoffe, zum Beispiel Pestizide und Rückstände von Medikamenten, sind in der Tabelle noch nicht berücksichtigt. Medikamenten

Rhein-Hochwasser


- Mai 1999 (Hochrhein/Oberrhein)
- Januar 1995 (Mittelrhein/Niederrhein)
- Mai 1994 (Hochrhein/Oberrhein)
- Dezember 1993 (Mittelrhein/Niederrhein)
- Dezember 1991 (Oberrhein)
- Februar 1990 (Oberrhein)
- März 1988 (Rhein gesamt)
- Juni 1987
- Mai 1983
- April 1983
- Februar 1980 (Oberrhein)
- Mai 1978 (Oberrhein)
- Dezember 1882

Siehe auch


- Die Rheinfähren
- Rheinbegradigung
- Pegel Köln
- Rheinland
- Flüsse in Deutschland
- Europäische Flüsse
- Die längsten Flüsse der Erde
- Liste der Nebenflüsse des Rheins

Literatur


- Herausgeber Gertrude Cepl-Kaufmann, Antje Johanning: Mythos Rhein. Kulturgeschichte eines Stromes. ISBN 3-896-78465-X
- Herausgeber Hans Chr. Hoffmann, Dietmar Keller, Karin Thomas: Der Rhein – Unser Weltkulturerbe. ISBN 3-832-17323-4
- Manfred Fenzl: Der Rhein. Schaffhausen - Nordsee und zum IJsselmeer. Delius Klasing ISBN 3-89225-466-4

Weblinks


- [http://www.iksr.org Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR)]
- [http://www.chr-khr.org Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes (KHR)]
- http://www.wissen.swr.de/sf/begleit/bg0011/gm01.htm
- [http://www.wissen.swr.de/sf/begleit/bg0011/gm02.htm SWR Wissen: Geomorphologie – Der Rhein]
- [http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,A5700176B4284972E0340003BA087C6D,,,,,,,,,,,,,,,.html Wissen über den Rhein bei Planet-Wissen.de]
- [http://umverka.de/hefte/heft103/rheinbruecke.html Im Artikel: Tabelle der Rheinbrücken 2003]
- [http://www.rhein-wandern.de Wanderwege am Rhein] Kategorie:Fluss in Deutschland Kategorie:Fluss in den Niederlanden Kategorie:Fluss in Österreich Kategorie:Fluss in Vorarlberg Kategorie:Fluss in der Schweiz Kategorie:Fluss in Frankreich Kategorie:Fluss in Baden-Württemberg Kategorie:Fluss in Hessen Kategorie:Fluss in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Fluss in Rheinland-Pfalz Kategorie:Rheinland Kategorie:Fluss in Liechtenstein Kategorie:Sankt Gallen (Kanton) als:Rhein ja:ライン川 ko:라인 강 simple:Rhine River

Düsseldorf

Düsseldorf ist Landeshauptstadt und eine der fünf größten Städte des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie liegt am Niederrhein und ist Sitz der Bezirksregierung Düsseldorf. Außerdem ist die kreisfreie Stadt ein Oberzentrum des Landes. Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt um das Jahr 1882 die 100.000-Grenze und machte Düsseldorf damit zur Großstadt. __TOC__
Großstadt

Geografie

Räumliche Lage

Großstadt Düsseldorf liegt in der mittleren Niederrheinebene überwiegend am rechten Ufer des Rheins auf einer von zahlreichen Rheinarmen durchzogenen Niederterrassenfläche an der Mündung des Flüsschens Düssel, welches der Stadt den Namen gab. Lediglich die Stadtteile Oberkassel, Niederkassel, Heerdt und Lörick liegen am linken Rheinufer. Die Stadt liegt unweit südlich des Ruhrgebiets und im Herzen der Metropolregion Rhein-Ruhr. Der Verdichtungsraum Rhein-Ruhr ist eine Wirtschaftsregion und ein städtischer Ballungsraum im Westen Deutschlands. Er zählt zu den größten Verdichtungsräumen in Europa und ist der größte in Deutschland. In den unten genannten 20 kreisfreien Städten und 10 Kreisen mit zusammen fast 10.000 km² leben rund 11 Millionen Einwohner (Stand 2005). Der höchst gelegene Punkt im Stadtgebiet (der Sandberg im Stadtteil Hubbelrath) misst 165 m, der niedrigste Punkt (die Mündung des Schwarzbachs in den Rhein bei Wittlaer) 28 m ü. NN.

Stadtgebiet

NN Das Stadtgebiet Düsseldorfs besteht heute aus 10 Stadtbezirken, die sich in 49 Stadtteile unterteilen. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung, die 19 Mitglieder hat. Diese werden bei jeder Kommunalwahl neu gewählt. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die 10 Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen:

Nachbarstädte

Die Stadt Düsseldorf grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt Duisburg sowie die Stadt Ratingen und im Osten an die Städte Mettmann, Erkrath und Hilden, im Süden an die Städte Langenfeld (Rheinland) und Monheim am Rhein (alle Kreis Mettmann) sowie im Westen an die Städte Dormagen, Neuss und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss).

Geschichte

Rhein-Kreis Neuss Rhein-Kreis Neuss Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp stammt aus dem Jahr 1135. Unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurde die nördlich von Düsseldorf gelegene Ortschaft Kaiserswerth zum gut befestigten Außenposten umgewandelt. Dort wurde von Soldaten das Treiben auf dem Rhein scharf beobachtet. Kaiserswerth wurde 1929 Stadtteil von Düsseldorf. Am 14. August 1288 erhielt Düsseldorf von Graf Adolf V. von Berg die Stadtrechte und wurde zur Stadt erhoben. Vorangegangen war eine blutiger Machtkampf zwischen dem Erzbischof von Köln und den Grafen von Berg, der in der Schlacht von Worringen gipfelte, in der die Streitkräfte des Erzbischofs geschlagen wurden. 1385 wurde Düsseldorf die Residenz der Herzöge von Berg. Nach dem Aussterben des jülich-bergischen Regentenstammes 1609 besetzte der spanische General Ambrosio Spinola als kaiserlicher Kommissar 1614 die Stadt. Nach der Beilegung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits kam Düsseldorf mit dem Herzogtum Jülich-Berg an das Haus Pfalz-Neuburg. Der Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (von den Düsseldorfern "Jan Wellem" genannt) erwählte Düsseldorf zu seiner Hauptresidenz. In dieser Zeit nahm die Stadt eine beachtliche städtebauliche Entwicklung, ebenfalls unter dem Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz, der Schlösser, Sammlungen, Institute gründete und die Karlstadt anlegen ließ. Seit 1732 befestigt, war die Stadt im Siebenjährigen Krieg 1757 von den Franzosen besetzt und im Juni 1758 vom Herzog Ferdinand von Braunschweig durch Kapitulation eingenommen, jedoch bald wieder verlassen. Im Jahr 1795 wurde sie nach einem heftigen Bombardement durch Kapitulation den Franzosen übergeben und blieb in deren Besitz, bis sie im Frieden von Lunéville 1801 an Bayern zurückgegeben wurde, worauf die Schleifung der Festungswerke erfolgte. 1806 war Düsseldorf Hauptstadt des Großherzogtums Berg und kam mit diesem 1815 an Preußen. Hier wurde die Stadt 1816 Sitz eines Kreises, die Stadt selbst kreisfrei, jedoch bereits 1820 wieder mit dem Landkreis Düsseldorf vereinigt. Der Aufschwung der Stadt Düsseldorf zu heutiger Größe begann im 19. Jahrhundert. 1872 wurde Düsseldorf erneut kreisfrei. Gegen 1880 bestand Düsseldorf aus sechs Stadtteilen: der Altstadt (dem ursprünglichen Düsseldorf), auf der Nordseite der Düssel, mit engen und unregelmäßigen Straßen, der Karlstadt, an der Südseite der Altstadt (1767 angelegt), der in einiger Entfernung liegenden Neustadt, die 1690-1716 erbaut wurde, der Friedrichsstadt am Südostende, der Königstadt und Pempelfort an der Ostseite. Am frühen Nachmittag des 8. März 1921 überfliegen französische Erkundungsflugzeuge Düsseldorf und die Nachbarstadt Duisburg. Gegen Mittag rücken französische und belgische Truppen in die beiden Städte ein und besetzen diese. Zwei Jahre später beginnen sie von ihren Brückenköpfen Duisburg und Düsseldorf mit der Besetzung des Ruhrgebiets. Mit Annahme des Dawes-Plans am 1. September 1925 durch die deutsche Regierung wird die Besatzung des Ruhrgebiets und Düsseldorfs beendet. 1929 ging der Landkreis Düsseldorf im neuen Landkreis Düsseldorf-Mettmann auf, der bei der Kreisreform 1975 in Kreis Mettmann umbenannt wurde. Tabelle: Einwohnerzahlen Düsseldorfs von 1874

[Teile der Geschichte Düsseldorfs basieren auf dem Artikel aus Meyers Konversationslexikon von 1888-90.] Siehe auch: Chronik der Stadt Düsseldorf

Eingemeindungen

Chronik der Stadt Düsseldorf Chronik der Stadt Düsseldorf Folgende Städte und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen oder Teile von Gemeinden wurden nach Düsseldorf eingegliedert (die Zahlen hinter den Orten geben den Flächenzuwachs in km² wider):
- am 1.4.1908: Wersten, Teil der Landgemeinde Himmelgeist 3,57
- am 1.4.1909: Stockum, Teil der Landgemeinde Lohausen 3,72, Rath 14,23, Stadt Gerresheim 5,35, Eller 10,68, Himmelgeist 7,04, Heerdt (einschließlich Wohnplätze Oberkassel, Niederkassel und Oberlörick) 13,52, Teil der Landgemeinde Ludenberg 4,37
- am 1.8.1929: Stadt Kaiserswerth 3,27, Lohausen 10,57, Benrath (einschließlich Wohnplätze Itter, Holthausen, Hassels, Reisholz, Urdenbach) und Garath zusammen 26,63, Teil von Wittlaer 0,41, Teil von Kalkum 0,91, Teil von Eckamp 0,90, Teil von Schwarzbach 0,70, Teil von Ludenberg 4,44, Teil von Erkrath 0,02, Teil von Büderich 0,01
- am 1.1.1975: Wittlaer (einschließlich Kalkum) 23,22, Stadt Angermund 8,34, Hubbelrath (mit den Siedlungsbereichen Dorf, Stratenhof, Rotthäuser Weg und Knittkuhl) 12,11, Stadt Monheim (ohne Ortsteil Hitdorf) ¹ 25,81, Teile der Gemeinde Hasselbeck-Schwarzbach 1,71, Ortsteil Unterbach der Gemeinde Erkrath 10,56 und Gebiet Elb der Gemeinde Hilden
- am 1.1.1980: Teile der Stadt Ratingen 0,48 ¹ der Monheimer Stadtteil Hitdorf wurde nach Leverkusen eingegliedert. Aufgrund des Gesetzes über Gebietsänderungen im Neugliederungsraum Düsseldorf wurde Monheim mit Wirkung vom 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert und zur eigenständigen Stadt erklärt. Lediglich ein kleiner unbewohnter Teil der Urdenbacher Kämpe verblieb bei Düsseldorf. Der ehemalige Stadtteil Hitdorf verblieb weiterhin bei Leverkusen.

Einwohnerentwicklung

1976 1976 Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind entweder Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). ¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Düsseldorf gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war dem Archidiakonat des Domdechanten unterstellt. Obwohl die Reformation mehrheitlich Fuß fassen konnte, verblieben auch weiterhin Katholiken in der Stadt. Sie gehörten dann bis 1627 zum Dekanat Neuss, bevor Düsseldorf selbst Sitz eines Dekanats wurde. Heute gehören alle katholischen Pfarrgemeinden der Stadt zum Stadtdekanat Düsseldorf, das aus den Dekanaten Nord, Mitte/Heerdt, Ost, Süd und Benrath besteht. Die Reformation konnte sich ab 1527 teilweise durchsetzen. Dies wurde vor allem durch den Reformkatholizismus von Herzog Wilhelm V. begünstigt. Neben dem Psalmengesang wurde auch das Abendmahl in beiderlei Gestalt in der Stiftskirche St. Lambertus eingeführt. Dies war die Gründung der lutherischen Gemeinde. 1571 gab es wieder einen Umschwung am Hofe, demzufolge die Protestanten unterdrückt wurden. Die lutherische Gemeinde und die 1573 gegründete reformierte Gemeinde trafen sich danach heimlich, bis die Unterdrückung ab 1590 beendet wurde. Ab 1609 konnten die Protestanten zunächst ihre Gottesdienste öffentlich abhalten, die Reformierten in ihrem Predigthaus an der Andreasstraße, die Lutheraner an der Bergerstraße. 1614 setzte unter dem katholischen Herrscher Wolfgang Wilhelm wieder die Unterdrückung ein. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts konnten die Protestanten nur heimlich ihre Gottesdienste abhalten. Dann erhielten sie das Recht der freien Religionsausübung. Die erste überlieferte evangelische Predigt in Düsseldorf im Predigthaus an der Bolkerstraße ist aus dem Jahr 1651 erhalten. 1683 konnte sich die reformierte Gemeinde ihre eigene Kirche erbauen, die 1916 den Namen Neanderkirche erhielt. Der Turm wurde 1687 fertig gestellt. Im gleichen Jahr entstand die lutherische Kirche an der Bergerstraße. Gehörte die protestantische Gemeinde Düsseldorfs zunächst zur kölnischen Klasse, später zur Bergischen Synode (1589), so wurde Düsseldorf 1611 Sitz einer eigenen Klasse (Kirchenverwaltungsbezirk). Nach dem Übergang an Preußen vereinigten sich 1825 die beiden protestantischen Kirchengemeinden zur "Evangelischen Gemeinde Düsseldorf", die zur Superintendentur Düsseldorf gehörte. Bereits 1815 war Düsseldorf Sitz des preußischen Oberkonsistoriums der Provinz Jülich-Kleve-Berg geworden, doch zog dieses bereits 1816 nach Köln um. 1827 gab es in Düsseldorf eine Synode. Die protestantische Gemeinde Düsseldorf wuchs ständig und weitere Kirchen wurden gebaut, so etwa die Johanneskirche am Martin-Luther-Platz (1881), die Christuskirche (1899), die Friedenskirche (1899) und die alte Matthäikirche (1899) sowie die Kreuzkirche (1910). 1905 entstand aus Teilen der Gemeinden Urdenbach und Gerresheim die Kirchengemeinde Eller-Wersten. Durch die Eingemeindungen gab es weitere Kirchengemeinden im Stadtgebiet. Am 1. Oktober 1934 wurde der Sitz des Konsistoriums der rheinischen Provinzialkirche Preußens beziehungsweise der Evangelischen Kirche im Rheinland von Koblenz nach Düsseldorf verlegt. 1936 wurde für alle Düsseldorfer evangelischen Gemeinden ein Gesamtverband gegründet. 1948 wurde die Kirchengemeinde Düsseldorf aufgeteilt. Auch in den Außenbezirken gab es Veränderungen in den Kirchengemeinden. 1964 wurde der Kirchenkreis Düsseldorf in die Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann, Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd aufgeteilt, wobei der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann vor allem Kirchengemeinden außerhalb der Stadt Düsseldorf umfasst. Die 3 Kirchenkreise im Stadtgebiet bilden heuten den Kirchenkreisverband Düsseldorf innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland Die evangelischen und katholischen Gemeinden in Düsseldorf sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK). Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören noch folgende Düsseldorfer Gemeinden und Kirchen an: Anglikanische Kirche, Apostolische Gemeinschaft, Christliches Zentrum Düsseldorf (Pfingstbewegung), Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), Evangelisch-Methodistische Kirche (Methodisten), Freie Evangelische Gemeinde, Die Heilsarmee, Herrnhuter Brüdergemeine, Jesus-Haus-Gemeinde, Gemeinde der Altkatholiken, Kommission der Orthodoxen Kirche in Düsseldorf – Verband der Gemeinden (Griechisch-Orthodoxe, Russisch-Orthodoxe, Rumänisch-Orthodoxe und Serbisch-Orthodoxe Gemeinde), Koptisch-Orthodoxe Kirche und Ukrainisch-Orthodoxe Gemeinde. Ferner sind in Düsseldorf auch die Neuapostolische Kirche, die Christengemeinschaft und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) vertreten. Der jüdischen Gemeinde Düsseldorf gehören 7319 Mitglieder an.

Politik

An der Spitze der Stadt Düsseldorf standen im 13. Jahrhundert die Schöffen, die bis 1806 die oberste und mächtigste Klasse in der Stadtverwaltung darstellten. Seit 1303 ist ein Bürgermeister genannt, der anfangs ein Schöffe war. Daneben gab es ab 1358 auch einen Rat, der sich teilweise in einen Alten und einen Jungen Rat aufteilte. Die Mitglieder wurden entweder auf Lebenszeit gewählt (Alter Rat), oder aber auch jährlich bestimmt (Junger Rat). Als herzoglicher Vertreter war ferner ein Schultheiß in der Verwaltung der Stadt beteiligt, der den Titel "Amtmann" führte. Etwa seit dem 15. Jahrhundert gab es neben den genannten Gremien auch einen Gemeindeausschuss von 12 Personen ("Zwölfer"), der an der Wahl des Bürgermeisters teilnahm und zu wichtigen Beschlussfassungen herangezogen war, eigentlich aber keine wirkliche Bürgerbeteiligung darstellte. Erst in französische Zeit gab es einen Munizipalrat, ab 1815 einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern. Seit 1856 waren es die "Stadtverordneten", später Ratsherren, deren Gesamtzahl sich mehrmals veränderte. Die Leitung der Stadt übernahm in französischer Zeit der Maire, der 3 Beigeordnete hatte. Seit preußischer Zeit trug das Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister. 1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt von den Bürgern gewählt.

Oberbürgermeister/innen seit 1815

Oberstadtdirektoren 1946 - 1999


- 19461946: Walter Kolb
- 19461964: Dr. Dr. h.c. Walther Hensel (Düsseldorf)
- 19641976: Gilbert Just
- 19761987: Dipl.-Kfm. Gerd Högener
- 19871994: Karl Ranz
- 19941999: Dr. Peter Hölz

Stadtrat - Aktuelle Sitzverteilung


- [http://www.duesseldorf.de/cgi-bin/w1rh/gremium.pl?gremium=Rat&partei=-+alle+Parteien+-&name= Mitglieder des Rates]

Wappen

Peter Hölz Peter Hölz Das ursprüngliche Wappen der Stadt Düsseldorf - nur mit dem Anker - ist zugleich mit der Stadterhebung entstanden. Der Anker weist auf die Beziehung der Stadt und ihrer Bürger zur Rheinschifffahrt hin. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts trat neben dieses einfache Wappen ein zweites, das dem seit Mitte des 16. Jahrhunderts auf Anordnung des Landesherrn verwendeten Siegel des Düsseldorfer Schöffenkollegiums nachgebildet war. Es zeigt den Bergischen Löwen, das Wappentier der bergischen Herzöge, der den Anker in seinen Pranken hält. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte dieses aufwändig gestaltete Bild das ältere, einfache Stadtwappen endgültig verdrängt. Nach zahlreichen Abwandlungen im 19. und 20. Jahrhundert befreite der Heraldiker Prof. Otto Hupp das Wappen 1938 von späteren Zutaten und gab ihm die heute gebräuchliche Form: Im silbernen Schilde der aufgerichtete, doppelgeschwänzte, blaugekrönte und -bewehrte rote Löwe der Herzöge von Berg, der einen gesenkten blauen Anker in seinen Pranken hält. Die zugehörige Stadtflagge ist rot-weiß belegt mit dem Wappen. Bei der obigen Darstellung handelt es sich jedoch um das "inoffizielle Wappen", das heißt es ist vereinfacht beziehungsweise in anderer Farbgebung wiedergegeben, da die Stadt Düsseldorf eine Veröffentlichung des "offiziellen Wappens" nicht erlaubte.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Düsseldorf unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- 25px Reading, Vereinigtes Königreich, seit 1988, doch schon seit 1947 Verbindungen beider Städte
- 25px Chemnitz, Sachsen, seit 1988
- 25px Haifa, Israel, seit 1988, seit 1978 bereits freundschaftliche Verbindungen
- 25px Warschau, Polen, seit 1989
- 25px Moskau, Russland, seit 1992
- 25px Chongqing, Volksrepublik China, seit 2004 Freundschaftliche Beziehungen bestehen seit den 1970er Jahren auch mit der 25px norwegischen Stadt Lillehammer und seit 2003 mit der Hauptstadt der Balearen 25px Palma de Mallorca (Spanien).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Spanien] Spanien Spanien Spanien] Spanien-Bauten und Teil des Medienhafens]] Spanien Spanien

Theater


- Deutsche Oper am Rhein (Oper, Operette, Ballett)
- Düsseldorfer Marionetten-Theater
- Düsseldorfer Schauspielhaus; das Theater geht zurück auf theatralische Veranstaltungen im Jahr 1585;
- FFT - Forum Freies Theater (Juta und Kammerspiele)
- Kom(m)ödchen
- Komödie Düsseldorf (Boulevardtheater)
- Musiktheater Capitol (Musical)
- NEMO - Pantomime
- Savoy-Theater
- Palais Wittgenstein
- Theateratelier Takelgarn
- theater Flin
- Puppentheater an der Helmholtzstraße
- Theater an der Kö
- Theater an der Luegallee
- Roncalli's Apollo Variete

Museen und Ausstellungsinstitute


- Aquazoo-Löbbecke-Museum
- Filmmuseum
- Forum NRW
- Goethe-Museum
- Heinrich-Heine-Institut
- Hetjens-Museum (Deutsches Keramik-Museum)
- Kunsthalle Düsseldorf
- Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K20 (Grabbeplatz) und K21 (Ständehaus)
- Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen
- museum kunst palast
- Schifffahrt-Museum im Schlossturm
- Senfmuseum
- Stadtmuseum
- Stiftung Schloss und Park Benrath - Museum für Europäische Gartenkunst
- Theatermuseum

Musik

Das bedeutendste Konzerthaus der Landeshauptstadt ist die Tonhalle Düsseldorf mit mehr als 200 Veranstaltungen im Jahr. Die Tonhalle ist auch der Sitz der Düsseldorfer Symphoniker, die als Konzertorchester der Landeshauptstadt und als Opernorchester der Deutschen Oper am Rhein fungieren. 1818 gründete sich der Städt. Musikverein zu Düsseldorf und veranstaltete das erste von vielen Niederrheinischen Musikfesten, die im 19. Jahrhundert, auch durch die Mitwirkung von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann, beides Musikdirektoren in Düsseldorf, internationale Bedeutung hatten. Der Städt. Musikverein kann auf eine ungebrochene Geschichte von 1818 bis heute verweisen und gilt als der musikalische Botschafter der Stadt in allen großen Konzertsälen Deutschlands und Europas. Die musikhistorisch außerordentliche Geschichte des Musikvereins ist auf dessen Homepage [http://www.musikverein-duesseldorf.de] auf 300 Seiten eindrucksvoll dokumentiert. 1995 gründete sich der [http://www.jazz-schmiede.de/jazz_jid.html Jazz in Düsseldorf e.V.], welcher im Auftrage des Kulturamtes Jazz-Konzerte [http://www.jazz-schmiede.de] und andere Veranstaltungen anbietet. Ein weiterer bedeutender Klangkörper der Stadt auf dem klassischen Sektor ist der Figuralchor Düsseldorf e.V. Auf dem Sektor der Unterhaltungsmusik war Düsseldorf in den 1970er Jahren ein Zentrum der elektronischen Popmusik. International bekannt waren und sind vor allem Kraftwerk, aber auch Neu! und La Düsseldorf. Anfang der Achtziger des 20. Jahrhunderts war Düsseldorf neben Berlin und Hamburg Hochburg der deutschen Punk- und NDW-Musik. Die wichtigsten Bands waren Male, Deutsch-Amerikanische Freundschaft, Mittagspause, Fehlfarben, Die Toten Hosen, Der Plan, KFC, Tommi Stumpff, Die Krupps und Nachzehrer. Aber auch eine Reihe, teils international bekannte, 80er Jahre Metal Bands stammen aus Düsseldorf, so z. B. Warlock (mit Doro Pesch, die ab 1989 solo unter Doro weiter machte), Stormwind, Warrant, Assassin, als auch aktuelle Bands wie beispielsweise Voodoma.

Bauwerke

Die umsatzstärkste Geschäftsstraße und eine der bedeutendsten Einkaufsstraßen Deutschlands ist die Schadowstraße. Wegen ihrer städtebaulichen Anlage und ihrer exklusiven Läden bekannter ist allerdings die Königsallee, kurz "die Kö". In ihrer Mitte verläuft der Stadtgraben, an dessen Nordende sich das Wahrzeichen der Kö, die Tritonengruppe befindet. In der Altstadt findet man nur noch vereinzelt sehr alte Häuser, die unter Denkmalschutz stehen. Historische Ortskerne können dagegegen die Stadtteile Kaiserswerth und Gerresheim vorweisen. Der dörfliche Charakter der Ortskerne von Angermund, Kalkum, Oberlörik, Heerdt, Hamm, Himmelgeist und Urdenbach ist weitgehend erhalten geblieben. Nachfolgend werden die bedeutendsten Bauwerke der Stadt (chronologisch nach Baujahren) genannt.

Burgen und Schlösser


- Ruine der Kaiserpfalz, Kaiserswerth, erbaut 1174 bis 1184, 1702 von französischen Truppen im spanischen Erbfolgekrieg zerstört
- Schlossturm, Wahrzeichen der Stadt, gehörte zum Schloss, erbaut 13., 16. und 19.Jh., 1872 bis auf dem Turm durch Brand zerstört
- Schloss Eller, erbaut 14.Jh., 1826 und 1902
- Burg Angermund, erbaut 14.Jh.
- Schloss Benrath, erbaut 17. und 18.Jh.
- Schloss Kalkum, erbaut 18.Jh., 1810 bis 1812
- Schloss Mickeln, Himmelgeist, erbaut 1843

Historische Kirchen


- Altstadt und Karlstadt:
  - St. Lambertus (kath.), Stiftsplatz 1, Basilika im gotischen Baustil, erbaut 1288 - 1394, Kirchweihe 13. Juli 1394
  - Kreuzherrenkirche, Ursulinengasse 6, erbaut 1445 bis 1455
  - St. Andreas (kath.), Andreasstraße 10, barocke Kirche, erbaut 1622 bis 1629,
  - Ev. Lutherkirche, Altstadt, Berger Straße 18b, erbaut 1683 bis 1687, erste Kirche der lutherischen Gemeinde
  - Neanderkirche, Altstadt, Bolkerstraße 36, erbaut 1683 bis 1687, erste Kirche der reformierten Gemeinde
  - St. Maximilian (kath.) "Maxkirche", Schulstraße 11-15 und Citadellstraße 2, erbaut 1735 bis 1743
- Übriges Stadtgebiet:
  - Alt St. Martin (kath.), Bilk, erbaut Ende 12. Jahrhundert, Älteste Kirche im Stadtgebiet
  - St. Suitbertus (kath.), Kaiserswerth, erbaut 11. bis 13. Jahrhundert
  - St. Nikolaus (kath.), Himmelgeist, erbaut 11. bis 13. Jahrhundert
  - Stiftskirche St. Magaretha (kath.) und Stiftsgebäude, Gerresheim, erbaut 1220 bis 1240
  - Ev. Johanneskirche, Stadtmitte, erbaut 1875 bis 1881, geografischer Mittelpunkt der Stadt

Sonstige historische Gebäude (vor 1950)


- Rathaus aus dem Jahre 1573, Altstadt
- Marktplatz (1695) mit Jan-Wellem-Denkmal (1825), Altstadt
- Ratinger Tor, Altstadt, erbaut 1811 bis 1815
- Ständehaus, Unterbilk, erbaut 1876 bis 1880, 1949 bis 1988 Landtagsgebäude, heute Kunstsammlung NRW K21
- Kaufhaus Kaufhof (ehem. L. Tietz), 1906 bis 1908
- (ehem.) Verwaltungsgebäude der Mannesmannröhren-Werke AG, Vodafone-Ufer, 1912
- Wilhelm-Marx-Haus, Stadtmitte, erbaut 1922 bis 1924, gilt als erstes "richtiges" Hochhaus Deutschlands
- Ensemble um den Ehrenhof (NRW-Forum, ehem. Kunstpalast, Tonhalle), Pempelfort, erbaut 1925 bis 1926 für die Ausstellung Gesolei
- Hauptbahnhof, 1920er/30er-Jahre

Moderne und postmoderne Gebäude


- Mannesmann-Hochhaus, Karlsstadt, erbaut 1956 bis 1958
- Thyssen-Haus oder Dreischeibenhaus, Stadtmitte, erbaut 1957 bis 1960
- Düsseldorfer Schauspielhaus, Stadtmitte, erbaut 1965 bis 1970
- Kuppelgewächshaus im Botanischen Garten Düsseldorf
- Medienhafen und Rheinpark Bilk in Unterbilk
  - Rheinturm, fertig gestellt 1982, höchstes (240,5 m) Wahrzeichen der Stadt
  - Landtag von Nordrhein-Westfalen, erbaut 1980 bis 1988
  - Stadttor, erbaut 1992 bis 1998
  - Neuer Zollhof, die "Gehry-Bauten", erbaut 1996 bis 1999, Gebäude
- Victoria-Turm, erbaut 1994 bis 1997
- ARAG-Turm, Mörsenbroich, erbaut 1998 bis 2000
- LTU Arena, Stockum, erbaut 2002 bis 2004 auf dem Gelände des Rheinstadions (erbaut 1968 bis 1975)

Düsseldorfer Brückenfamilie


- Hammer Eisenbahnbrücke, 1870 erbaut, 1912 ersetzt, 1945 zerstört, teilweise wieder aufgebaut, 1987 durch Neubau ersetzt, Bahnverbindung Düsseldorf-Neuss (nicht für Fußgänger und Radfahrer)
- Oberkasseler Brücke, 1898 fertig gestellt, 1925 erweitert, 1945 zerstört, ab 1948 Behelfsbrücke, 1973 ersetzt, Verbindung von der Altstadt nach Oberkassel
- Südbrücke, erbaut 1929, zerstört 1945, Neubau 1950 bis 1951, Verbindung von Düsseldorf-Hamm nach Neuss.
- Theodor-Heuss-Brücke, wurde früher auch Nordbrücke genannt, erbaut 1953 - 1957, Verbindung von Golzheim nach Niederkassel
- Rheinkniebrücke, erbaut 1965 - 1969, Verbindung von der Friedrichsstadt nach Oberkassel
- Fleher Brücke, erbaut 1976 - 1979, Verbindung von Bilk nach Neuss-Uedesheim im Verlauf der Autobahn A 46
- Flughafenbrücke, erbaut 1998 - 2002, Verbindung von Stockum (Messe, LTU Arena) nach Meerbusch im Verlauf der Autobahn A 44

Einkaufszentren


- AirportArkaden
- Kö-Center
- Kö-Galerie
- Schadow-Arkaden
- Sevens Center
- Stilwerk

Parks

Stilwerk

Freizeit und Sport

Gastronomie

Stilwerk Stilwerk Die Düsseldorfer Altstadt wird wegen der vielen Kneipen als die "längste Theke der Welt" bezeichnet. Die Formulierung geht auf den Werbeschaffenden Carl Schweik in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zurück. Neben der Altbierkneipe Uerige sind die Brauhäuser "Im Füchschen", "Im Goldenen Kessel", "Brauerei Schlösser", und der "Goldene Ring" am Burgplatz bekannt. Das Gebiet umfasst im Wesentlichen den historischen Teil der Altstadt, im Norden begrenzt von der Ratinger Straße, im Westen von der Rheinpromenade, im Osten von der Heinrich-Heine-Allee und im Süden vom Karlsplatz. Konkurrenz bekommt sie durch den modernen Medienhafen mit den architektonisch bedeutsamen Gehry-Bauten, den interessanten Clubs und Diskotheken, in denen oft auch Prominente auftauchen, und dem im Sommer geöffneten neuen künstlich angelegten Sandstrand Monkey's Island. Beliebt in gastronomischer Hinsicht ist auch die linke Rheinseite mit den Stadtteilen Oberkassel und Niederkassel. In Bilk hat sich in den letzten Jahrzehnten zaghaft eine studentische Kneipenkultur entwickelt. In den genannten Vergnügungszentren und in den zahlreichen Kneipen der Stadtteile wird in erster Linie das obergärige Altbier ausgeschenkt. Alle Kneipen bieten aber auch Pils, oft sogar aus dem Fass, an. Kölsch wird man zwar meistens vergeblich suchen, aber es gibt trotzdem Gaststätten, die dieses Bier ausschenken. Eine beliebte Flaniermeile ist die Königsallee (). "Sehen und gesehen werden" heißt hier das Motto. Die zahlreichen Straßencafes des Boulevards laden zudem zum Verweilen ein.

Brauchtum

Königsallee Die wichtigsten Bestandteile des Düsseldorfer Brauchtums sind der Karneval mit dem Rosenmontagszug als Höhepunkt, die Schützenfeste in den Stadtteilen und im Juli das große Düsseldorfer Schützenfest mit der größten Kirmes am Rhein. Eine alte Tradition ist auch das Radschlagen. Für "Eene Penning" führten die Düsseldorfer Radschläger ihre Kunst vor. Weniger touristisch und wirtschaftlich bedeutsam aber für die Kinder Düsseldorfs um so wichtiger sind die Martinsumzüge in der Altstadt und in den Stadtteilen. Zu Ehren des Heiligen Martin von Tours ziehen sie in der ersten November-Hälfte mit selbst gebastelten Laternen singend hinter einem den Hl. Martin darstellenden Reiter her. Im Anschluss an die Umzüge "gripschen" sie Süßigkeiten in Geschäften und an Haustüren als Gegenleistung für ein Ständchen. Neben den Karnevals- und Schützenvereinen pflegt der Heimatverein der Düsseldorfer Jonges im besonderen Maße Brauchtum und Tradition.

Sport

Fußball
Bekanntestes sportliches Aushängeschild ist der Traditionsverein Fortuna Düsseldorf. Die Fortuna war einmal deutscher Fußballmeister 1933, hat zweimal den DFB-Pokal gewonnen 1979,1980. Sie hat es 1979 bis ins Finale des Europapokals der Pokalsieger geschafft (und verloren). Obwohl sich die Fortuna momentan in einem sportlichen Tief befindet, ist sie neben dem bekanntesten auch der beliebteste Düsseldorfer Verein. Heimspielstätte des Vereins ist die neue LTU Arena neben der Düsseldorfer Messe.
Eishockey
Fast genauso bekannt wie die Fortuna ist der Eishockeyverein DEG METRO STARS. Als achtfacher Deutscher Meister seit 1967 gehört die DEG wohl zu den erfolgreichsten Clubs in Deutschland. Das Eisstadion an der Brehmstraße ist weit über die Grenzen von Düsseldorf hinaus bekannt. Das gilt auch für die Fans, die bis in die 90er Jahre als die Besten der Welt gehandelt wurden. Zurzeit wird ein neues Stadion gebaut der so genannte Eis-Dome in Rath an der Theodorstraße. Dieser wird bereits zur Saison 2006/2007 fertig gestellt sein.
Tischtennis
Nicht zu vergessen ist der Tischtennisverein Borussia Düsseldorf, der zuletzt 2003 Deutscher Meister wurde und neben 20 nationalen Meistertiteln auch 17-facher Deutscher Pokalsieger war, sechs Mal den Europapokal der Landesmeister und zwei Mal den ETTU-Pokal und 2000 die Champions League im Tischtennis gewann. Hinzu kommt ein 3. Platz bei der ersten Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften. Die Borussia darf daher als erfolgreichster Düsseldorfer Sportverein angesehen werden.
Handball
Insbesondere seitdem die HSG Düsseldorf im Jahr 2004 den Aufstieg in die Handball-Bundesliga geschafft hat, ist auch diese Sportart wieder populär. ´
American Football
=Düsseldorf Panther
= Zu den erfolgreichen Traditionsvereinen Düsseldorfs darf man auch die Düsseldorf Panther zählen, die seit ihrer Gründung 1978 6 Mal die deutsche Meisterschaft der German Football League gewannen und als das älteste noch existierende deutsche American Football Team gelten.
=Rhein Fire
= Zu den neueren sportlichen Attraktionen gehört die Mannschaft von Rhein Fire. Nach einem kurzen Gastspiel in der Arena auf Schalke kehrt Rhein Fire mit der Saison 2005 wieder zurück nach Düsseldorf. In der neueröffneten LTU Arena spielt das Düsseldorfer Team wieder mit um die World Bowl der NFL Europe.
Baseball
Der bekannteste Baseball Verein der Stadt sind die Düsseldorf Senators. Als ehemaliges Bundesliga-Team und mehrfacher deutsche Juniorenmeister haben sie die besten Zeiten allerdings bereits hinter sich gelassen. In der Zwischenzeit spielt man nur noch fünftklassig (Landesliga). Der wahrscheinlich bekannteste ehemalige Spieler der Senators ist das deutsche Baseball-Urgestein Torsten Abels, der inzwischen nur noch als Trainer der Wuppertal Stingrays aktiv ist. Neben den Senators sind in Düsseldorf noch die Düsseldorf Bandits aktiv.
Tanzsport
Die Stadt Düsseldorf hat auch einen bekannten Tanzclub. Den TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß. Speziell im Formationstanzsport gehört der TD mit mehreren Deutschen-, Europa- und Weltmeistertiteln zu den Top10 der deutschen Tanzsportclubs. Die letzten Erfolge war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2002 und der Vizeweltmeistertitel 2002.

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Düsseldorf Senators Düsseldorf Senators Düsseldorf ist eine äußerst wirtschaftsstarke Stadt im Herzen den Ballungsraumes Rhein-Ruhr. In Sachen Produktivität und Wachstumsprognosen belegt die Stadt deutschlandweit Platz 1. Bedeutende Faktoren sind neben der zentralen Lage im bevölkerungsreichsten Ballungsraum Deutschlands auch der drittgrößte Flughafen Deutschlands Düsseldorf International sowie die Messe Düsseldorf mit 25 weltweit führenden Messen. Düsseldorf ist führender Standort in den Branchen Werbung, europäisches Patentwesen, Telekommunikation und Unternehmensberatung sowie Deutschlands "Stadt der Mode". Hier findet sich mit der "Collections Premieren Düsseldorf" (CPD) die größte Modemesse der Welt. Düsseldorf ist nach Frankfurt die zweitgrößte Banken- und Börsenstadt (Börse Düsseldorf). Zahlreiche internationale Firmen haben hier ihren Sitz (Metro, ThyssenKrupp, E.ON, L'Oréal, Henkel), und die größte japanische Kolonie in Kontinental-Europa macht Düsseldorf zum "Nippon am Rhein".

Verkehr

Neben dem Flughafen Düsseldorf, der zu den größten internationalen Flughäfen Deutschlands gehört, ist Düsseldorf auch an das Wasserstraßennetz durch einen Rheinhafen angebunden. Das Stadtgebiet Düsseldorfs ist von folgenden Bundesautobahnen umgeben beziehungsweise wird teilweise von diesen geschnitten: Im Norden die Bundesautobahn A 44 Mönchengladbach-Bochum, im Süden die A 46 Heinsberg-Hagen und die A 59 vom Autobahnkreuz Düsseldorf-Süd in Richtung Leverkusen, im Westen die A 57 Köln-Krefeld und im Osten die A 3 Köln-Oberhausen. Ferner führen die Bundesstraßen B 1, B 7, B 8, B 228 und B 326 durch die Stadt. Düsseldorf verfügt über die ICE-Fernbahnhöfe Hauptbahnhof und Flughafen, den Regionalbahnhof Benrath sowie 22 S-Bahn-Stationen. Im Eisenbahngüterverkehr ist Düsseldorf jedoch nach Stilllegung und Abbruch seines Rangierbahnhofes Düsseldorf-Derendorf kein Eisenbahnknoten mehr, der größte Güterbahnhof des gesamten Düsseldorfer Eisenbahnkomplexes ist heute im Bahnhof des benachbarten Neuss. Des Weiteren verfügt die Stadt über ein dichtes Netz an Stadtbahnen, Straßenbahnen- und Bus-Linien. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt wird durch die Rheinbahn, die Regiobahn und die Deutsche Bahn betrieben. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr zu benutzen. Bei Fahrten in Richtung Leverkusen und Köln gilt seit dem 1. Februar 2005 der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg als Übergangstarif.

Medien

In Düsseldorf befinden sich Studios des öffentlich-rechtlichen Westdeutschen Rundfunks (WDR) und des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) (Landesstudio Düsseldorf). Aus Düsseldorf kommen außerdem die Programme von NBC Giga und QVC. Die Stadt ist auch Sitz des 1990 gegründeten Verbands der Betriebsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen e.V. (BGNRW), welcher die Interessen von 43 Betriebsgesellschaften des nordrhein-westfälischen Lokalfunks vertritt. Dieser Verband ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) mit Sitz in München. In Düsseldorf ist die private Rundfunkstation Antenne Düsseldorf mit Rahmenprogramm von Radio NRW ansässig. Als Tageszeitungen erscheinen in Düsseldorf die Westdeutsche Zeitung und die Rheinische Post sowie eine Lokalausgabe des Express und der in Essen erscheinenden Neuen Rhein/Neue Ruhr-Zeitung. Wöchentlich erscheint das Düsseldorfer Amtsblatt und die Anzeigenblätter "Düsseldorfer Anzeiger" und "Rheinbote".

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt Düsseldorf ist Sitz folgender Einrichtungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Bezirksregierung Düsseldorf
- Evangelische Kirche im Rheinland
- Finanzgericht Düsseldorf
- Handwerkskammer Düsseldorf - Kammerbezirk ist der Regierungsbezirk Düsseldorf
- Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf - Kammerbezirk bilden die Stadt Düsseldorf und der Kreis Mettmann.
- Land Nordrhein-Westfalen
- Oberfinanzdirektion
- Oberlandesgericht Düsseldorf
- Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
- Verein Deutscher Ingenieure

Bildung und Forschung


- Heinrich-Heine-Universität - Die heutige Universität wurde 1907 als Akademie für praktische Medizin gegründet und 1965 zur Univ

Düsseldorf-Garath

Düsseldorf-Garath ist ein Stadtteil im Süden von Düsseldorf mit ca. 21.000 Einwohnern. Er ist 1964 aus dem Besitz von Graf von Burgsdorff, aus einem kleinen Siedlerdorf entstanden.

Namensgebung

Benannt wurde der Düsseldorfer Stadtteil nach dem Schloss Garath. Es war geographischer, organisatorischer, politischer und nicht zuletzt auch wirtschaftlicher Mittelpunkt eines halben Dutzend von Häusern und Höfen.

Geographie

Garath liegt in der fruchtbaren Niederterrasse des Rheins. Begrenzt wurde das alte Garath im Westen durch den alten Rheinarm, im Osten grenzt es an das ostbergische Hügelland. Nach Norden, nach Benrath zu gab es keine klare geographische Abgrenzung, ebensowenig nach Süden wo sich die Landschaft in Monheim fortsetzt.

Nachbargemeinden

Folgende Stadtteile grenzen an Garath:
- Norden: Benrath
- Osten: Hilden
- Süden: Monheim a. Rhein (Baumberg); Hellerhof
- Westen: Urdenbach mit den Urdenbacher Kämpen; eine der wenigen nicht eingedeichten Flußauen des Rheins.

Geschichte

Erste Erwähnung am 2. Juli 1271. Ein Ritter Bruno von Garderode als Zeuge in einem Vertrag zwischen dem Ritter Hermann von Betzendorf und dem Kloster Dünnwald bei Köln-Mülheim. Ritter Garderode hatte Besitzungen im Raum Garath.

Eingemeindungen

Seit 1906 gab es Verhandlungen über eine Eingemeindung Garaths nach Benrath, der sich die Gutsbesitzer auf Haus Garath widersetzten. Am 23. Mai 1929 genehmigte der garather Gemeinderat die Eingemeindung nach Benrath, was aber keine praktischen Auswirkungen mehr hatte, da am 31. Juli 1929 durch ein Landesgesetz Benrath und Garath der Stadt Düsseldorf eingemeindet wurden.

Das "neue" Garath

Um dem Wohnungsnotstand nach dem zweiten Weltkrieg entgegenzuwirken wurde in Düsseldorf und anderen Städten das Prinzip der „dezentralisierten Konzentration“ entwickelt. Das Stadtzentrum sollte durch Stadterweiterungen mit neuen Schwerpunktbildungen an der Stadtperipherie entlastet werden. Dazu sollten neue Zentren mit Schulen, Kirchen, Sportanlagen und Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden.

Zeittafel


- 1956 bis 1957: Stadtplaner Prof. Friedrich Tamms entwickelt eine Bebauungskonzeption für Benrath-Süd (später Garath)
- Februar 1958: Wettbewerb für Städteplanung. Gewinner ist Prof. Max Guther, Darmstadt
- 2. Februar 1959: Planungsauftrag der Stadt Düsseldorf geht an Max Guther
- 1959: Das gemeinsame Planungsbüro – städt. Behörden/Prof. Max Guther – wird eingerichtet.
- 18. Februar 1961: Erster Spatenstich, der ein Baggeraushub ist, für Garath
- 1962: Baubeginn in Garath-Nordwest. An der Lüderitzstraße wird eine Dependance der Volksschule an der Südallee fertiggestellt.
- 16. Februar 1963: Erster evangelischer Gottesdienst in der Schule an der Lüderitzstraße; Pfarrer: Helmut Ackermann
- 23. Juni 1963: Erste Familien ziehen nach Garath-Nordwest
- Juli 1963: Baubeginn in Südwest
- Juni 1964: Erste Bewohner ziehen nach Südwest
- August 1964: Baubeginn des zentralen Heizkraftwerks
- 27. August 1964: Vereinbarung zwischen Land NRW, Bundesbahn und Stadt Düsseldorf zum Bau der S-Bahnstrecke
- 27. Juni 1965: Einweihung der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche; Pfarrer: Hans-Werner-Grabenstein; Architekten: Hentrich + Petschnigg
- 1965: Baubeginn im Zentrum Garath-West
- 13. August 1966: Andreas Engel wird in Garath geboren.
- 7. November 1966: Gründung des Garather Sportvereins 1966 e.V. (GSV); Vorsitz: Hartmut Fischer
- 4. Dezember 1966: Grundsteinlegung der Kirche St. Norbert mit einem 700 Jahre alten Quaderstein vom Xantener Dom; Architekt: Gerhard Nitschke
- 1966: Erste Familien ziehen in Garath-Nordost ein
- 28. September 1967: Die S-Bahn nimmt ihren Betrieb auf von Garath nach Ratingen-Ost
- 12. November 1968: Gründung der Pfarrgemeinde St. Theresia; Pfarrer: Albert Hopmann
- Dezember 1968: Benediktion/Segnung der Kirche St. Norbert; Pfarrer: Norbert Schütz
- 1970: Ladenzentrum Garath-Nordost fertiggestellt;Architekten: Dansard-Hellenkam-Kalenborn
- 20. September 1970: Benediktion/Segnung der Kirche St. Matthäus; Architekt: Gottfried Böhm
- 1971: Garath-Süd/Süd wird in Hellerhof umbenannt.
- 3. Oktober 1971: Konsekration/Weihe der Kirche St. Theresia durch Weihbischof Hubert Luthe; Architekt: Paul Hopmann
- 5. Mai 1974: Eröffnung des Abenteuer-Spielplatzes an der Reinhold-Schneider-Straße
- 1975: 13 Elektrobusse der Linie 779 übernehmen die Strecke zwischen Garath und Benrath
- 25. April 1975: Eröffnung der Freizeitstätte Garath; Architekt: Olaf Jacobsen
- 2. Juli 1976: Einweihung der „Kinetischen Räder“, die von Prof. Friedrich Becker sind
- 1. August 1976: Eröffnung Jugendclub Lüderitzstraße
- Ende 1977: Die Arbeiten am Lärmschutzwall und der Bahntrasse beginnen
- 29. April 1978: Die Stadt Düsseldorf erwirbt von der Deutschen Bundespost Schloss Garath für 1,3 Millionen DM
- Dezember 1978: Baubeginn der Feuer- und Rettungswache Garath
- 17. Juni 1980: Mahnmal für Heimatvertriebene im Garather Schlosspark enthüllt
- 24. August 1980: Eröffnung des Anne-Frank-Hauses
- 1. September 1980: Eröffnung Kinderclub Lüderitzstraße
- 27. Oktober 1981: Aufstellung der drei Quarzit-Blöcke als „Jahrtausendsteine“, Prähistorie in Nordost, Güstrower Straße; Initiator: Anton Tripp
- 1981: Die Frankfurter Straße erhält im Bereich Rostocker Straße eine Fußgängerbrücke, die im April in Düsseldorf-Lohausen abgebaut worden war
- Herbst 1983: Aufstellung des Gedenksteins an der Rostocker Straße „Wir wollen nie wieder Krieg“
- 28. Juli bis 12. August 1984: Bei den olympischen Spielen in Los Angeles gewinnt Sabine Everts (Mitglied im GSV) die Bronzemedaille im Siebenkampf
- 15. Juni 1989: Michael Gorbatschow, Staatschef der UdSSR trifft im Sonderzug am S-Bahnhof Garath ein, Empfang durch die Landesregierung
- 1993: Erste Unterkunft für Asylbewerber bei St. Theresia – gemeinsame Aktion der ev. Und kath. Pfarrgemeinde, Aufstellung von Wohncontainern zur vorübergehenden Unterbringung von 360 Asylbewerbern und Aussiedlern an der Duderstädter Straße (Abbau 2002)
- 1993/1994: Die Schule an der Lüderitzstraße wird abgerissen, es werden stattdessen mehrgeschossige Wohnhäuser gebaut.
- 1. Februar 1995: Die öffentliche Bücherei St. Norbert wird nach 27 Jahren geschlossen.
- 1996: Die nicht mehr genutzten Holzklassen an der Josef-Kleesattel-/Bruno-Schmitz-Straße werden abgerissen; auch hier werden mehrgeschossige Wohnhäuser gebaut
- 1996: Das Martin-Luther-King-Haus muß wegen Rückgang der Gemeindemitglieder schließen
- 2001: Der 90 m hohe Schornstein des Heizkraftwerks wird abgerissen.
- 2003: Der Bahnsteig des S-Bahnhofs-Garath wird zur Niveauangleichung um zwei Stufen angehoben.

Schulen

[http://www.ghs-garath.de GHS Garath West]

Bilder und Fotos aus Garath

[http://frank-eberlein.de/Garath/Garath_Sonnenrad_600.jpg Das Garather Sonnenrad] Fotografie des Solinger Künstlers Frank Eberlein, der in Garath einen Grossteil seiner Kindheid verbrachte. Diese Aufnahme entstand vor der GHS-Garath. [http://frank-eberlein.de/Garath/Ballspielen_600.jpg Ballspielen auf der GHS-Garath] Blick auf die Koblenzer Strasse Richtung Benrath. Titel: Richtungsweisend 06/2005 F.Eberlein [http://frank-eberlein.de/Garath/Strasse_ineinander_A3_600.jpg Richtungsweisend ]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gebäude

Heizwerk

Ein zentrales Heizwerk sollte in Garath sollte die Wärme für Heizung (Fernwärme) und Warmwasser erzeugen. Mit diesem Fernwärmekonzept sollten die Rauchgase vieler kleiner Koks- und Ölöfen vermieden werden. Anfang der sechziger Jahre erhielten die Stadtwerke Düsseldorf von der Stadtverwaltung den Auftrag, das noch zu bauende Garath mit Wärme zu versorgen. Im Jahr 1965 ging das Heizwerk, steinkohlegefeuert in Betrieb und ersetzte stufenweise die seit 1962 arbeitenden Provisorien. Durch den ca. 100 Meter hohen Schornstein, war Garath immer auch aus großer Entfernung zu erkennen. Es war das erste entschwefelte und entstickte Kraftwerk der Welt. 1998 wurde das Heizwerk auf Erdgasbetrieb umgerüstet, dadurch entfielen die unzähligen LKW-Transporte für die Kohleanlieferung und den Schlackenabtransport. Gleichzeitig wird das Heizwerk vom größtem Kraftwerk Düsseldorfs, der Lausward im Hafen, ferngesteuert, so daß die Anlage ohne Personal arbeitet. Äußerlich ist diese Umstellung an dem neuen ca. 60 Meter hohen Metallschornstein zu erkennen; der gemauerte Kamin wurde abgerissen. Seit Dezember 2002 lassen die Stadtwerke den Schornstein und das Kesselhaus, mit seiner Glasfassade, in hellem, grünem Licht erstrahlen. Weil sich eine Landesbehörde durch das versehentliche Nichteinholen einer Genehmigung übergangen fühlte, gingen aus bürokratischen Kleingeist diese Lichter wieder für einige Monate aus.

Anne-Frank-Haus

Altenzentrum St. Hildegardis

Dietrich-Bonhoeffer-Kirche

Freizeitstätte Garath

Kapelle des Nikolaus-Ehlen-Hauses

Kapelle St. Hildegardis

Matthäuskirche

Schloß Garath

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Lüderitzstraße 75/81

Das pädagogische Fachpersonal bietet Kindern und Jugendlichen (sowie zum Teil auch deren Eltern) im Alter von 8 bis 21 Jahren Möglichkeiten zur attraktiven Freizeitgestaltung. Sie können durch Angebote im handwerklichen, sportlichen und kreativen Bereich sowie durch interessante Ausflüge, Fahrten oder Fun-Aktionen eine Alternative zu kommerziellen Freizeitangeboten erleben. Hier können Kinder und Jugendliche Freunde treffen und finden und auch voneinander lernen, denn eine wichtige Aufgabe sieht die Einrichtung darin, das soziale Miteinander, die Fähigkeiten zur Selbstbestimmung und zur gesellschaftlichen Mitverantwortung zu fördern. Den Kindern und Jugendlichen bietet die Einrichtung zusätzlich schulische Hilfen und berufsvorbereitende Unterstützungen (z.B. Lerngruppen, Bewerbungstraining, Hilfestellungen bei Bewerbungen) All dies sind gezielte Hilfestellungen in der Entwicklung junger Menschen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen Ihre Arbeit als Teil der kulturellen und vor allem interkulturellen Kinder- und Jugendbildung.

Kunstwerke

Sonnenrad

Stahlplastik von Friedrich Becker. Seine kinetischen Schmuckstücke, Objekte und Plastiken sind für die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts prägend. Die 8,50 m hohe Stahlplastik mit zwei 4,50 m durchmessenden, gegenläufigen Rädern wird im Sommer 1976 vor der Freizeitstätte, Fritz-Erler-Straße aufgestellt und eingeweiht. Die Räder drehen sich gegenläufig, durch den Wind mehr oder weniger angetrieben.

Countdown

10 m hohe Stahlplastik von Hans-Albert Walter vor der Freizeitstätte

Literatur


- Düsseldorf Garath/Hellerhof 1963 - 2003 - Idee und Verwirklichung, ISBN 3-926490-09-8

Weblinks


- [http://www.duesseldorf.de/bv/10/stadtteile/garath.shtml Offizielle Webseite der Stadt Düsseldorf zum Stadtteil Garath] zur Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf Garath: [http://www.ff-garath.de Private Website der 1913 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Garath] zur Jugendfeuerwehr in Garath: [http://www.jf-garath.de Private Website der 2001 gegründeten Jugendfeuerwehr Garath] zur Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Lüderitzstraße in Garath: [http://www.luederitz-strasse.de Website der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Lüderitzstraße] Garath

Düsseldorf-Hassels

Hassels Historie:

Hassels hieß zu früheren Zeiten Hasselholt, was so viel bedeutet wie Haselnußholz, d. h., daß auf dem Gebiet Hassels früher zahlreiche Haselnußsträucher zu finden waren. Später fielen Holz und Nuß aus dem Namen heraus und es bildete sich so der Name Hassels heraus. Bis ins 17. Jhd. fanden im alten Fachwerkhaus "Aldebrück" (abgerissen) Scharfgerichtsverhandlungen statt, die von Angehörigen des Hauses Eller geleitet wurden. Die Altenbrückstraße erinnert noch heute daran. Im Bereich der Donk (alte Flurbezeichnung; eine leichte Niederung) hat die alte St. Töniskapelle (Tönis = Anton) gestanden, die aufgrund einer Schweinspest im 17. Jhd. erbaut worden sein soll. Hieran ist festzustellen, daß das alte Hassels aus zahlreichen Bauernhöfen bestand. An die St. Töniskapelle erinnert heute lediglich noch die Tönisstraße sowie die in den 1920er Jahren errichtete Kirche St. Antonius, die ihr Patronat übernommen hat. Hassels gehörte bis 1929 zur Bürgermeisterei Benrath und wurde dann mit Benrath zur Stadt Düsseldorf eingemeindet. In Hassels befand sich der größte Friedhof der Gemeinde Benrath, der auch heute noch einer der größten im Düsseldorfer Süden ist. Der Stadtteil ist geprägt von Siedlungen, angefangen von Siedlungen aus den 1920er Jahren im südlichen Bereich (Rotdornweg, südlicher Schönenkamp) über Siedlungen der 1950er Jahre (Erlenweg, Schillstr.) bis hin zur Plattenbausiedlung Hassels-Nord (Potsdamer Str.) aus den 1970er Jahren. Industrie gibt es kaum. Im nördl. Ortskern finden sich auch noch einige ältere kleinere Bauten (zum geringen Teil mit Fachwerk), meist Reste der alten Höfe. Durch Hassels floss früher der Hoxbach, der seit dem Bau der Autobahn A59 und der allgemeinen Trockenlegung dieser vormals moorigen Gegend an den östlichen Rand des Stadtteils verlegt wurde.

Sehenswürdigkeiten:

Die frühmoderne katholische St. Antonius-Kirche wurde 1927 durch Hermann Schagen als monumentaler Backsteinbau errichtet. Das Innere der Kirche wurde mehrfach nach dem 2. Weltkrieg umgestaltet, so daß die ursprüngliche Ausstattung leider verloren ging. Die ehemalige evangelische Schule ist ein Fachwerkbau von 1804, ihr gegenüber steht das Kriegerdenkmal des 1. Weltkrieges. Die evangelische Anbetungskirche wurde 1964 durch den Architekten Kleiner errichtet und besitzt eine würdevolle moderne Ausstattung. Nicht weit von der ST. Antonius-Kirche, Am Schönenkamp steht heute noch dass unter Denkmalschutz stehende alte Försterhaus mit Stallung. Es wurde 1902 erbaut und 1990 und 2000 liebevoll und aufwändig restauriert.

Verkehr:

Der Stadtteil Hassels ist mit der Innenstadt über die Fernbuslinie 785 Düsseldorf Jan-Wellem-Platz - Langenfeld Bhf. verbunden, ferner verkehrt die Buslinie 730 Benrath Bhf. - Lohausen Freiligrathplatz und im Bereich der Siedlung Hassels-Nord bis zum Gewerbegebiet Steele die Buslinie 835 Oberkassel - Hassels In der Steele. Hassels

Holthausen

Holthausen ist der Ortsname folgender Städte und Gemeinden:
- Holthausen, Ortsteil von Dortmund, kreisfreie Stadt im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Ortsteil von Düsseldorf, kreisfreie Stadt im Rhein-Ruhr-Gebiet, Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Ortsteil von Hagen, kreisfreie Stadt im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Ortsteil von Hattingen, Gemeinde im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Ortsteil von Herne, kreisfreie Stadt im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Ortsteil von Laer, Gemeinde im Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Ortsteil von Lingen, Große selbständige Stadt an der Ems, Niedersachsen
- Holthausen, Ortsteil von Meppen, Stadt an der Ems, Niedersachsen
- Holthausen, Ortsteil von Mülheim an der Ruhr, kreisfreie Stadt im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Ortsteil von Plettenberg, Gemeinde im Sauerland, Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Ortsteil von Schmallenberg, Gemeinde im Sauerland, Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Ortsteil von Voerde (Niederrhein), Nordrhein-Westfalen
- Holthausen, Honschaft bei Wuppertal-Ronsdorf, Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf-Reisholz

Geschichte:

Reisholz Geschichte beginnt im Prinzip mit der Gründung der Industrie-Terrains-Düsseldorf-Reisholz AG (IDR), jenem Unternehmen, welches die Errichtung eines Rheinhafens, eines Bahnhofes und eines großindustriellen Terrains um circa 1905 ins Leben rief. Es siedelten sich zahlreiche Betriebe an, unter ihnen Maschinenfabriken, chemische Fabriken, Papierfabriken, Petrochemische Läger, eine Benzinraffinerie, Holzgroßhandlungen, ein Walzwerk, Blech- und Stahlverarbeitende Industrien usw. Die Rechnung der IDR AG war aufgegangen. Zu den Werken und Fabriken entstanden zahlreiche Siedlungen, sogar eine neugotische Kirche wurde 1907 durch die IDR AG spendiert, sie war in der Inkmannstraße zu finden. Um 1950 entstand dann die neue Kirche in der Aschaffenburger Straße, da die alte Kirche der Ausdehnung des expandierenden Industrieterrains im Wege stand, die neue Kirche wiederum wurde durch die Firma Henkel gestiftet. Bis 1929 war Reisholz ein Teil der Gemeinde Benrath, dann erfolgte die Eingemeindung nach Düsseldorf. Benrath, so hieß es 1929, wäre die "Reiche Braut" der Stadt Düsseldorf gewesen. Dieser Reichtum ist hier in Reisholz, im Industrieterrain, durch Erhebung der Gewerbesteuer entstanden. Reisholz gehört heute zum Stadtbezirk 9 der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Beachtenswertes/Verschiedenes:

Die Attraktion Reisholz ist die große Industriefläche, die sich von der Eisenbahnstrecke Düsseldorf</