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Benzoe

Benzoe

Benzoe sind wohlriechende vanilleartig duftende Harze, die als Resinoide verräuchert werden können und auch zur Parfümherstellung verwendet werden. Es existieren die Arten Benzoe Siam (styrax benzoin, in Thailand gewonnen) und Benzoe Sumatra (styrax tokinensis, in Indonesien gewonnen). Benzoe enthält Duftstoffe -- vor allem Benzoesäure --, die den menschlichen Pheromonen ähnlich sind und eine beruhigende, wärmende wie auch tröstende Wirkung haben. Benzoesäure ist auch ein bekannter Konservierungsstoff, der in der Lebensmittelindustrie zur Anwendung kommt. In der russisch-orthodoxen Kirche ist Benzoe der Hauptbestandteil des Kirchen-Weihrauchs. Im Musikinstrumentenbau (Geigenbau) wird Benzoe bei der Herstellung des Lackes verwendet.

Siehe auch


- Benzoesäure - Räucherwerk
- Salböl, Balsam

Weblinks


- [http://www.omikron-online.de/naturhaus/angebote/info/benzoe.htm Arbeitsblätter zur Duftpflanzenkunde: Benzoe]
- [http://www.die-dunkle-dimension.de/p-mag2a.htm Wirkung von Düften] Kategorie:Pflanzenprodukt Kategorie:Duftstoff

Siam

Siam (Thai: ประเทศสยาม, Prathet Sayahm) wurde das Land, das etwa dem heutigen Thailand entspricht, von Nicht-Siamesen genannt. Thailändische Historiker verweisen gerne auf ein Relief im Angkor Wat (südliche Galerie) aus dem 12. Jahrhundert, auf dem zum ersten Mal von „Siam“ die Rede ist. Hier wird in einer langen Truppen-Parade vor Suryavarman II. ein gewisser Jayasinghavarman dargestellt, der Truppen aus Lavo (heute Lopburi) und eine Gruppe von „Syam Kuk“-Söldnern anführt. Diese „braunhäutigen Menschen“ – dies ist wohl die ursprüngliche Bedeutung – sollen aus der Gegend des Flusses Kok stammen, welcher in der heutigen Provinz Chiang Rai fließt. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wird in chinesischen Quellen „Siem“ erwähnt, ein Tai-Volksstamm aus dem Chao-Phraya-Tal. Professor Cœdès (Ecole française d'Extrême-Orient) fand in Nord-Thailand ein Dokument aus dem Jahre 1516 in der Pali-Sprache, welches Ereignisse im Jahre 1339 beschreibt, die in „Sukhotayapura“ in „Syamadesa“, also in der Stadt Sukhothai im Lande Syam stattfanden. Im Pali-Englisch-Lexikon von Rhys Davids (The Pali Text Society, London) wird Sayam, welches die Wurzel Sama hat, übersetzt mit „schwarz, gelb, grün oder golden“. Es ist auch bekannt, daß die Gegend um das Chao-Phraya-Tal in Pali als „Suvarnabhumi“ (Goldenes Land) bezeichnet wurde. Die ersten Europäer, die über Siam berichteten, waren die Portugiesen, die unter Vizekönig Alfonso de Albuquerque nach der Eroberung von Malakka im Jahr 1511 dort von einem 'Königreich Sayam' und einem König in Ayutthaya erfahren hatten. Simon de La Loubère, der als französischer Gesandter 1687 in Ayutthaya weilte, schrieb 1693 in seinem Buch „Beschreibung des Königreichs Siam“, daß der Name Siam den Siamesen selbst unbekannt sei: „Sie haben sich selbst den Namen Tai gegeben, das ist Die Freien. ... Und diejenigen, die der Sprache von Pegu mächtig sind, bestätigen, daß Siam in jener Sprache frei bedeute.“ In Verträgen, die während der Ayutthaya-Periode bis hin zur frühen Rattanakosin-Periode mit anderen Ländern geschlossen wurden, wurde in europäischen Sprachen das Wort Siam, in der thailändischen Sprache jedoch Krung Sri Ayuddhaya benutzt. Am 24. Juni 1939 wurde der Landesname auf Veranlassung des Diktators Feldmarschall Phibun Songkhram von „Siam“ in „Thailand“ geändert. Als Grund wurde angegeben, daß „Siam“ ja ein Name sei, der nur von Ausländern benutzt worden sei. Auf Anraten von Japan brauche das Königreich eine neue Identität, unter welcher alle Thais vereinigt werden sollten. Dieses hat bis heute für kontroversen Diskussions-Stoff gesorgt. Aktueller Nachtrag: Anfang Mai 2005 wurde von M.L. Panadda Diskul, der Präsidentin der Prince Damrong Rajanuphap Library vorgeschlagen, den Namen „Siam“ parallel zu „Thailand“ als zweiten Namen zu benutzen, zu Ehren des 60-jährigen Thronjubiläums von König Bhumibol Adulyadej im nächsten Jahr. Die Niederlande seien schließlich auch als Holland bekannt, die Schweiz auch als Helvetia und die USA auch als Amerika.

Quellen


- [http://thailand.8ung.at/siam/siam.html Beschreibung des Königreichs Siam], auszugsweise Übersetzung des Buches von Loubère.
- Thailand, a Short History von David K. Wyatt, Silkworm Books, Chiang Mai 2001, ISBN 974-7047-44-6
- Miscellaneous Articles written for the Journal of Siam Society by His Late Royal Highness Prince Damrong, The Siam Society, Bangkok 1962 (ohne ISBN)

Weblinks


- [http://www.2bangkok.com/siam.shtml Illustrierter Artikel der LIFE vom 31.Juli 1939 über die Namensänderung (in Englisch)] Kategorie:Thailand

Thailand

Das Königreich Thailand (ราชอาณาจักรไทย, Ratcha Anachak Thai; Kurzform: Prathet Thai oder Muang Thai) ist ein Staat in Südostasien. Es grenzt an Myanmar (früher: Birma oder Burma), Laos, Kambodscha, Malaysia, das Andamanische Meer (Teil des Indischen Ozeans) und den Golf von Thailand (Teil des Pazifiks).

Geographie

Das Territorium von Thailand nimmt einen beträchtlichen Teil der Landfläche Südostasiens ein und erstreckt sich südöstlich der letzten Ausläufer des Himalaya bis auf die Malaiische Halbinsel und umschließt dabei den Golf von Thailand, ein Randmeer des Südchinesischen Meeres. Die Landfläche Thailands erinnert in ihrer Gestalt an den Kopf eines Elefanten. Die maximale Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung liegt bei 1.770 km, in Ost-West-Richtung etwas mehr als 800 km. Die Nordregion ist bergig, dort findet sich auch der höchste Punkt des Landes: Doi Inthanon (2.565 m). Der Nordosten (Isaan - auch Isan oder Issaan genannt) besteht aus der Khorat-Hochebene, einer im Sommer staubtrockenen, in der Regenzeit jedoch überschwemmten Landschaft, die keine intensive Landwirtschaft zulässt. Bewässerungsprojekte und Staudämme sollen hier Abhilfe schaffen. Die dortige Bevölkerung ist ärmer als der Durchschnitt des Landes. Der Dialekt des Isaan ist mit dem Laotischen verwandt. Im Norden und Osten des Isaan bildet der Mae Nam Khong oder Mekong die Grenze zu Laos. Die Zentralregion wird beherrscht vom Mae Nam Chao Phraya, der dem fruchtbaren Land Wasser zuführt und südlich von Bangkok in den Golf von Thailand mündet. Die Ostregion ist landwirtschaftlich geprägt und liegt am Golf von Thailand. Die schönen Strände und vorgelagerten Inseln führten zu einem verstärkten Tourismus. Die Zentralebene und die Ostküste (Eastern Seaboard) sind das wirtschaftliche Herz des Landes. Deshalb ist Thailand auch einer der südostasiatischen Tigerstaaten. Die Südregion liegt auf der langgestreckten malaiischen Halbinsel, die den Pazifischen Ozean vom Indischen Ozean trennt. Der Isthmus von Kra bildet die schmalste Stelle zwischen den beiden Meeren und ist nur 64 km breit. Daher wird er in Thailand auch als "dünner Hals" bezeichnet. Berglandschaften (im nördlichen Teil das Tenasserim-Gebirge an der Grenze zu Myanmar, im äußersten Süden das Grenzgebirge Sankara Khiri zu Malaysia), Regenwald und Traumstrände wechseln sich ab. Die Bevölkerung ist hier zunehmend moslemisch und spricht mehr Malaiisch. Das Klima ist tropisch-monsunal, die Temperaturen liegen ganzjährig über 18° C. Jahreszeiten werden nicht wie bei uns über Temperaturunterschiede bestimmt, sondern über die monatlichen Niederschlagsmengen. Es gibt drei Jahreszeiten. Ganz grob gilt Folgendes: (1) vom November bis Februar führen die vorherrschenden Nord- bis Nordostwinde trockene und kühle Luft heran, (2) in der Vormonsun-Zeit März bis Mai herrschen die höchsten Temperaturen (oft deutlich über 35° C), (3) von Juni bis September dauert die Regenzeit mit dem Monsun aus Südwest. Über 60.000 km² der Landfläche und mehr als 6.000 km² Meeresfläche und Inseln sind als Nationalpark, Wildschutzgebiet oder Meerespark ausgewiesen, siehe dazu Nationalparks in Thailand. Größere Städte sind neben der Hauptstadt Bangkok: Chiang Mai, Nonthaburi, Samut Prakan, Nakhon Ratchasima (früher Khorat), Khon Kaen und Chonburi.

Bevölkerung

75 % der Bevölkerung sind Thai, 14 % Chinesen. Die restlichen Einwohner sind Angehörige der Bergvölker, Khmer, Laoten, Malaien, Moken, Inder, Lolos und Weiße, die von den Thais "Farang" genannt werden. Bevölkerungswachstum: 0,95 % (Schätzung 2003) Bevölkerung 2025: 73,26 Millionen (Prognose 2003) Die Lebenserwartung liegt durchschnittlich bei 71,2 Jahren, Frauen 73,5 Jahre und Männer 69,1 Jahre. Die Kindersterblichkeit beträgt 22 Todesfälle pro 1.000 Lebendgeburten.

Religion

Kindersterblichkeits]] Der Buddhismus ist in Form des Theravâda Thailands quasi Staatsreligion (deren offizielle Einführung derzeit angestrebt wird). Mehr als 94 % der Bevölkerung bekennen sich dazu. Andere Religionen genießen staatlichen Schutz: 4 % Moslems (überwiegend Malaien im Süden), 0,6 % Christen und ca. 65.000 Hindus (meist Inder). Nur 0,4 % bezeichnen sich als religionslos. Es gibt etwa 18.000 Wats (buddhistische Tempelanlagen), die vor allem in ländlichen Gebieten nicht nur Zentrum des religiösen, sondern auch des sozialen Lebens sind. Die Zahl der Mönche beträgt rund 160.000. Traditionell treten fast jeder männliche Thai, aber nur wenige Frauen, einmal im Leben für mehrere Wochen in ein Kloster ein, um sich in der Meditation zu üben und den Regeln der Mönchs- bzw. Nonnengemeinschaft (siehe auch Sangha) zu unterziehen. Etwa ein Drittel der männlichen Jungendlichen zwischen 12 und 18 / 20 leben für 1-6 Jahre als Novizen im Tempel und gehen von dort aus in besondere Mönchsschulen mit Schwerpunkt "Religionsunterricht", aber auch mit anderen Fächern. Nach Beendigung der Schule legen die meisten von ihnen die Robe ab und kehren als Laien in die Gesellschaft zurück, um zu studieren, eine Lehre zu machen oder einen Job zu suchen. Sofern ein Novize mit 20 Jahren noch im Tempel ist, muss er sich entscheiden auszutreten oder Mönch zu werden. Stirbt jemand in der Familie, ist es üblich, dass ein Familienmitglied, meist ein Sohn, Enkel oder Neffe, ordiniert wird, um die Totenfeiern als Mitglied der Sangha zu begleiten; meistens dauert dieser Tempelaufenthalt nur 3, 5 oder 7 Tage. Ist jemand in einer persönlichen Krise, vom Geschäftsleben gestresst, hat seine Pflichten als Familienvater erfüllt oder ist Witwer geworden, kann er bis zu 3 Mal Mönch auf Zeit sein, wobei er das Kloster und die Dauer seiner Ordinierung frei wählen kann. Dieser Rückzug hat häufig die Dauer einer Regenzeit (3 Monate) oder eines 1 Jahres, Ältere nehmen damit auch Abschied vom Berufsleben und bleiben Mönche für den Rest ihres Lebens. Mönche, Novizen und Nonnen werden als Vorbilder gesehen und genießen in der Gesellschaft hohen Respekt.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Thailands Thailand, das bis 1939 (und für kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1949) Siam hieß, ist der einzige Staat Südostasiens, der dem Kolonialismus trotzen konnte, im Gegensatz zu seinen Nachbarn Malaysia, Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam. Aus diesem Grund wurde der Name "Thailand" angenommen, was übersetzt in die deutsche Sprache "Land der Freien" bedeutet. Siehe auch: Liste der Könige von Thailand

Politik

Staatsoberhaupt ist der König. Regierungschef ist der Premierminister. Die Legislative besteht aus einem Zweikammernsystem mit einem Repräsentantenhaus (500 Mitglieder) und einem Senat (200 Mitglieder). Wahlberechtigt sind alle Bürger Thailands ab dem 18. Lebensjahr. Für das politische Leben gilt die Verfassung vom 11. Oktober 1997. Siehe Artikel: Geschichte Thailands (seit 1946) und Premierminister von Thailand sowie Liste der Außenminister von Thailand. Thailand ist seit einem unblutigen Umsturz 1932 eine konstitutionelle Monarchie. Frauen mussten sich das Wahlrecht nicht erkämpfen, es wurde zugleich für alle Bürger eingeführt. Leider hat in der Vergangenheit oft das Militär die Macht übernommen. In den neunziger Jahren hat das Land große Schritte in Richtung Demokratie und Bürgerrechte gemacht. Das Parlament (Ratha Sapha รัฐสภา) besteht aus zwei Kammern: das Repräsentantenhaus (Sapha Phu Thaen Ratsadon สภาผู้แทนราษฎร) hat gegenwärtig (2004) 500 gewählte Mitglieder. Davon werden 400 in Wahlkreisen gewählt, während 100 weitere Abgeordnete proportional zu der Stimmenzahl bestimmt werden, die die Parteien für ihre Parteilisten erhalten haben. Die Wähler haben also zwei Stimmen, die auf zwei verschiedenen Wahlzetteln abgegeben werden. Eine Parteiliste muss mindestens 5 % der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, um Personen von ihrer Liste ins Parlament schicken zu können. Der Senat (Wuthi Sapha วุฒิสภา) besteht aus 200 gewählten Mitgliedern (seit den ersten Senatswahlen im Jahr 2000, basierend auf der Verfassung von 1997; vorher wurden die Senatoren von der Regierung ernannt). Allgemeine Wahlen finden alle vier Jahre statt. Es besteht Wahlpflicht für alle Bürger ab 18 Jahren. Seit 1921 besteht Schulpflicht. Die wichtigsten Parteien (Stand nach der Parlamentswahl am 6. Februar 2005, in Klammern alte Sitzverteilung) sind #Pak Thai Rak Thai (TRT, Thai lieben Thai), 376 Sitze (248 Sitze) #Pak Prachatipat (PP, Demokratische Partei), 97 Sitze (128 Sitze) #Pak Chart Thai (PCT, Nationalpartei), 25 Sitze (41 Sitze) #Pak Khwamwang Mai (PKWM, New Aspiration Party), - (36 Sitze) Das Staatsoberhaupt ist der König Rama IX. Dieser hat aber keinen direkten Einfluss auf die Tagespolitik, sondern nimmt nur repräsentative Aufgaben wahr. Er ist der dienstälteste Monarch der Welt, die allgemein anerkannte moralische Instanz des Landes, das Gewissen der Nation und Identifikationsfigur des Staates. Sein hohes Ansehen in der Bevölkerung, die ihn als Vater der Nation betrachtet, ist überall sichtbar. Sein Bild (meist zusammen mit dem der Königin Sirikit) hängt in jedem Haus, in fast jeder Hütte des letzten Dorfes, bei Buddhisten und Moslems, ja selbst im benachbarten Laos finden sich Porträts von König Bhumipol. Regierungschef ist der Premierminister, der vom König ernannt wird, sobald er durch das Repräsentantenhaus gewählt wurde. Das Oberste Gericht (Sandika ศาลฎีกา) wird vom König ernannt. Thailand ist Mitglied in zahlreichen internationalen Organisationen, unter anderem in UNO und in ASEAN.

Verwaltung

Provinzen

Die heutige Verwaltungsgliederung in Provinzen, Kreise (oder die kleineren King Amphoe, Kommunen und Dörfer erfolgte unter König Rama V. Chulalongkorn 1897. Allerdings wurden zahlreiche Provinzen neu geschaffen oder verändert. Die 76 Provinzen sind zu 5 Regionen zusammengefasst: Norden, Nordosten (Isaan), Zentralregion, Osten und Süden. Die Zuordnung der Provinzen zu den Regionen ist nicht einheitlich, so kann eine Provinz manchmal der einen, manchmal einer banchbarten Region zugeordnet sein. Die Provinzen sind in Amphoe und King Amphoe, diese wiederum in Tambon und dann in Mubaan unterteilt. Der Name einer Provinz entspricht dem Namen ihrer Hauptstadt. Die Amphoe von Bangkok heißen offiziell Khet, werden aber manchmal fälschlicherweise auch Amphoe genannt. Im Zuge der Errichtung des neuen Großflughafens Bangkok ist auch die Schaffung einer neuen Provinz im Gespräch: sie soll aus den Khet Lat Krabang und Prawet sowie aus den zu Samut Prakan gehörenden Amphoe Bang Phli und Bang Sao Thong bestehen. Als Name ist Nakhon Suvarnabhumi vorgesehen. Die Provinz soll bis 2007 gebildet werden und wird wohl eine Sonderverwaltungszone sein. Sonderverwaltungszone

Provinzhauptstädte

Provinzen in der Nord-Region

Nord-Region Chiang Rai, Mae Hong Son, Chiang Mai, Phayao, Nan, Lampang, Lamphun, Phrae, Tak, Sukhothai, Uttaradit, Phitsanulok, Kamphaeng Phet, Phichit, Phetchabun, Uthai Thani, Nakhon Sawan

Provinzen in der Nordost-Region

Der Nordosten wird auch Issaan genannt. Loei, Nongbua Lamphu, Udon Thani, Nong Khai, Sakhon Nakhon, Nakhon Phanom, Khon Kaen, Kalasin, Mukdahan, Chaiyaphum, Maha Sarakham, Roi Et, Yasothon, Amnat Charoen, Nakhon Ratchasima, Buriram, Surin, Si Saket, Ubon Ratchathani

Provinzen in der Zentral-Region

Zentral-Region] Kanchanaburi, Suphanburi, Chainat, Sing Buri, Lopburi, Ang Thong, Saraburi, Phra Nakhon Si Ayutthaya, Pathum Thani, Nakhon Nayok, Prachinburi, Sa Kaeo, Chachoengsao, Ratchaburi, Nakhon Pathom, Nonthaburi, Bangkok, Samut Songkhram, Samut Sakhon, Samut Prakan, Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan

Provinzen in der Ost-Region

Chonburi, Rayong, Chanthaburi, Trat

Provinzen in der Süd-Region

Süd-Region)]] Chumphon, Ranong, Surat Thani, Phangnga, Phuket, Krabi, Nakhon Si Thammarat, Trang, Phatthalung, Satun, Songkhla, Pattani, Yala, Narathiwat Siehe auch:
- Listen der Provinzen von Thailand sortiert nach:
  - Namen,
  - Fläche,
  - Bevölkerung,
  - Bevölkerungsdichte

Wirtschaft

Bevölkerungsdichte Jahrhundertelang war die Wirtschaft Thailands agrarisch strukturiert und basierte im wesentlichen auf dem Reisanbau. Obwohl der Reisexport einem staatlichen Monopol unterliegt, ist Thailand auch heute noch einer der größten Reisexporteure der Erde. Schon früh entwickelte sich aufgrund der günstigen geographischen Lage ein Handel mit Indien und dem Kaiserreich China sowie auch Japan. Es entstanden erste Verarbeitungswerkstätten für Keramiken im Norden des Landes bereits im 14. Jahrhundert. Erst 2004 wurden die Zollbarrieren mit der Volksrepublik China gelockert, um den bilateralen Handel zu stärken. Volksrepublik China Thailands Wirtschaft ist marktwirtschaftlich-liberal orientiert und durch eine starke Rolle des Außenhandels gekennzeichnet. Eine Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Stimulierung der heimischen Wirtschaft durch gesteigerte Ausgaben zugunsten der benachteiligten Regionen Thailands prägen die Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Thaksin. Die sog. zweigleisige ("dual track") Wirtschaft soll den Strukturwandel von der Landwirtschaft hin zu dienstleistungs- und technologieorientierten Bereichen der Wirtschaft aktiv unterstützen. Zwischen 1985 und 1995 hatte Thailand die höchste Wachstumsrate der Weltwirtschaft, fast 9 % pro Jahr. Dies erhöhte den spekulativen Druck auf die lokale Währung, den Baht. 1997 trieben Spekulanten die Währung in eine Krise, der nach und nach mehrere asiatische Staaten (sog. 'Tigerstaaten') zum Opfer fielen und zu einer dramatischen aber kurzfristigen Schrumpfung des Wachstums führte. Hier zeigten sich strukturelle Schwächen der thailändischen Wirtschaft. Seit 1999 hat sich die Wirtschaft wieder erholt und legt stetig zwischen 4,2 % und 6,3 % (2003) zu. Für 2004 und 2005 werden 8 % bzw. 10 % Wachstum erwartet. Die Inflationsrate des thailändischen Baht lag 2003 bei 1,8 %. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2001 in Summe bei 95,6 Milliarden Euro, pro Kopf der Bevölkerung bei 1.558 Euro. Thailands Bruttoinlandsprodukt (BIP) entsteht wie folgt:
- 53 % Dienstleistungen
- 37 % Industrie
- 10 % Landwirtschaft und Fischfang
- 6 % Tourismus (wichtiger Devisenbringer) Trotz des geringen Anteils am BIP ist der Agrarsektor in Thailand als Arbeitgeber und sozialpolitisch sehr wichtig. Die Anzahl der Arbeitskräfte lag 2001 bei 37,2 Millionen, die in den folgenden Sektoren beschäftigt waren:
- 49,7 % Landwirtschaft und Fischfang
- 18 % Industrie
- 33 % Dienstleistung Die offizielle Arbeitslosenrate liegt bei 2,4 %. Die Staatsausgaben Thailands beliefen sich 2000 auf 18,375 Milliarden Euro, die Einnahmen lagen bei 16,3 Milliarden Euro. Weiterhin ist Thailand Mitglied im ASEAN, der regionalen Freihandelszone AFTA und APEC.

Kultur

APEC Die thailändische Kultur hat eine jahrhundertelange Tradition, die sich jedoch durchaus neuen Anforderungen und Gegebenheiten anpassen kann. Sie ist geprägt vom Buddhismus, der das gesellschaftliche Leben durchdringt und ein Nationalgefühl erzeugt. Um die Alltagskultur zu verstehen, ist es wichtig den synkretistischen Charakter thailändischer Religiösität zu beachten, insbesondere die große Bedeutung des Animismus. Die Achtung vor dem Älteren, aber auch Respekt vor dem Höhergestellten sind Kennzeichen des gesellschaftlichen Umgangs. Sie äußern sich unter anderem im Wai, dem traditionellen Gruß der Thai untereinander. Dazu werden beide Handinnenflächen aneinandergelegt und in unterschiedlicher Höhe vor das Gesicht oder die Brust gehalten. Dies erfolgt je nach dem sozialen Status der Beteiligten. Der niedriger Gestellte beginnt den Wai, wobei die Fingerspitzen ungefähr an der Nasenspitze liegen. Zugleich wird der Kopf geneigt, so dass beim beginnenden Wai oft kein Blickkontakt besteht. Der höher Gestellte wird den Wai erwidern, indem er die Fingerspitzen auf Brust- oder Kinnhöhe hält. Dies ist begleitet von einem freundlichen bis huldvollen Lächeln. Der "höher Gestellte" kann z. B. aus sozial besserer Familie kommen, eine Amtsperson sein, oder unter sozial Gleichgestellten der Ältere. Mönche begrüßen mit dem Wai nur höher gestellte Mönche oder Buddhastatuen und erwidern den Wai von Laien nicht. Der Wai wird auch als Geste des Dankes verwendet. Heute ist es üblich, dass die Crew ihre Fluggäste mit dem Wai begrüßt und Kassierer sowie Verkäufer in Geschäften ihre Kundschaft nach Beendigung des Einkaufs so verabschieden, wobei in diesem Falle der Wai allenfalls mit einem Lächeln oder einem verbalen Gruß erwidert wird. Diese neuere Sitte wird von einigen einheimischen und ausländischen Beobachtern als Kommerzialisierung thailändischer Kultur kritisiert. In der Nordost-Region lebt das kulturelle Erbe der laotischstämmigen Bevölkerung u. a. in der typischen Mor-Lam-Musik und in ihrer Webkunst fort. Der Norden gehörte zur Lanna-Kultur und unterscheidet sich vom Rest des Landes auch heute noch durch eigene Sitten und unterschiedliche Sprache.

Bildung

Thailand rangiert seit 5 Jahren auf einem hinteren Platz des asiatischen Bildungsrankings. Formales, wie kostspielige Schuluniformen für verschiedene Wochentage in der Grundschule, lenkt von strukturellen und inhaltlichen Mängeln ab. Die thailändische Regierung plant deshalb, das Schulsystem komplett zu reformieren.[http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=13&land_id=169] Thailand (ebenso wie Siam als Vorgänger) war nie Kolonie, hatte also nie direkten Kontakt mit zeitgenössisch modernen Bildungssystemen des Westens. Dies macht sich heute negativ bemerkbar, insbesondere was die Sprachausbildung anbetrifft. Während in Staaten wie Malaysia und Singapur die englische Sprache fast eine Selbstverständlichkeit ist, ist dies in Thailand keineswegs der Fall. Dazu kommt, daß das thailändische Schriftsystem nur von wenigen Ausländern beherrscht wird, was zu einer gewissen Isolierung führt. Bildungsmaterialien in Thai müssen im wesentlichen von Einheimischen geschaffen oder lokalisiert werden.

Schulsystem

In Thailand herrscht allgemeine Schulpflicht für 9 Jahre. Die von der Unesco ermittelte Analphabetenrate liegt bei nur ca. 3 % und damit auf dem Niveau der Europäischen Union. Der Besuch der 6-jährigen Grundschule ist kostenfrei und verbindlich. Die Unterrichtsmethoden entsprechen nicht dem modernen westlichen Standard. Eigenverantwortliches Lernen wird nur wenig gefördert. Demgegenüber steht - gerade auf dem Land - ein stark ausgeprägtes Autoritätsdenken.

Weiterführende Schulen

Nach Abschluss der Grundschule haben die Schüler die Möglichkeit, eine weiterführende Schule oder eine Berufsausbildung zu beginnen. Dabei fallen Kosten für Lehrmittel und oft lange Anfahrtswege in die nächste größere Stadt, insbesondere bei Kindern vom Land, an. Bei der hohen Zahl privater Institute und Fachhochschulen sind zudem Kursgebühren zu entrichten. Besonders Begabte aus armen Familien, die an staatlichen Universitäten studieren, können sich um ein Stipendium oder ein langfristiges, zinsloses Darlehen bewerben.

Feiertage

Viele thailändische und buddhistische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und fallen somit von Jahr zu Jahr auf ein jeweils anderes Datum. Die Banken sind an diesen Tagen immer geschlossen. Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so ist der erste Wochentag danach arbeitsfrei.
- 1. Januar - Neujahr (ein offizieller Feiertag)
- Neumondtag im Januar/Februar - Chinesisches Neujahrsfest (offizielle Feiertage)
- Vollmondtag im Februar/März - Makha Puja (Gedenken an Buddha-Predigt)
- 6. April - Chakri-Tag (Gedenktag an den Inthronisationstag König Rama I., offizieller Feiertag)
- 13. April bis 15. April - Thai-Neujahrsfest (Songkhran, Wasserfest, offizielle Feiertage)
- 1. Mai - Tag der Arbeit (offizieller Feiertag)
- 5. Mai - Krönungstag König Rama IX. (offizieller Feiertag)
- Vollmondtag im Mai/Juni - Visakha Puja (Gedenken an die Geburt Buddhas, buddhistischer Feiertag)
- Vollmondtag im Juli - Asalha Puja (Gedenken an die erste Predigt Buddhas) und am Folgetag Khao Pansa (Beginn der Regenzeitklausur der Mönche, beides buddhistische Feiertage)
- 12. August - Geburtstag von Königin Sirikit Muttertag (offizieller Feiertag)
- Neumondtag im Oktober Kathin Zeremonie (buddhistischer Feiertag)
- 23. Oktober - Chulalongkorn-Tag (Todestag König Rama V., offizieller Feiertag)
- Vollmondtag im Oktober Ok Phansa Tag (Das Ende der Fastenzeit, buddhistischer Feiertag)
- Vollmondtag im November - Loi Krathong (Lichterfest, kein gesetzlicher Feiertag)
- 5. Dezember - Geburtstag von König Rama IX. Bhumibol Adulyadej (1927), seit 1946 König von Thailand (Nationalfeiertag und als Vatertag offizieller Feiertag im gesamten Land)
- 10. Dezember - Verfassungstag (offizieller Feiertag)
- 31. Dezember - Silvester (offizieller Feiertag) (Siehe auch: Feiertage in Thailand)

Weitere Themen


- Geschichte Thailands
- Thailändische Familiennamen
- Thailändische Postleitzahlen
- Thailändische Fußballnationalmannschaft

Weblinks


- [http://dmoz.org/Regional/Asia/Thailand/ Thailand im Open Directory Project]
- [http://www.eppo.go.th/index_thaigov.html Verzeichnis aller Websites der thailändische Verwaltung] (en.)
- [http://www.thailandtourismus.de Thailändisches Fremdenverkehrsamt]
- [http://www.nittaya.de Großes deutsch/thaisprachiges Thailand Forum]
- [http://www.weltkarte.com/asien/landkarten_thailand.htm Online Landkarten und Stadtpläne von Thailand]
- [http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,THA,00.html SPIEGEL - Daten über Thailand]
Kategorie:Monarchie Kategorie:Staat Kategorie:Thailand Kategorie:Südostasien ja:タイ王国 ko:타이 ms:Thailand th:ประเทศไทย zh-min-nan:Thài-kok

Benzoesäure

Eigenschaften

Benzoesäure (C6H5COOH) ist eine aromatische Carbonsäure. Sie besteht aus einem Benzolring (Phenylrest), an dem eine Carboxylgruppe gebunden ist. Benzoesäure bildet farblose, glänzende Blättchen oder nadelförmige Kristalle, die in kaltem Wasser nur wenig, in warmem Wasser dagegen besser löslich sind. Über 370 °C zersetzt sich Benzoesäure in Benzol und Kohlenstoffdioxid (CO2). Benzoesäure hat einen intensiven Geruch und ist gut brennbar.

Herstellung

Benzoesäure kann aus dem Harz einer Baumart (Siam-Benzoe und Sumatra-Benzoe), die in Indonesien beheimatet ist, gewonnen werden. Technisch erfolgt die Herstellung durch eine Oxidation von Toluol mit Braunstein und Schwefelsäure in Gegenwart von Mangannaphthenat. Desweiteren kann Benzoesäure mit Brombenzol hergestellt werden. Das Brombenzol reagiert mir Magnesium zu Magnesiumbromidbenzol. Anschliessen reagiert es mit Kohlenstoffdioxid zu C6H5COOMgBr und schlussendlich erreicht man mit der Zugabe einer Salzsäurelösung die Benzoesäure.

Verwendung

Benzoesäure wird bei der Herstellung von Benzoesäureestern gebraucht. Diese finden in der Parfümindustrie Anwendung. Außerdem wird Benzoesäure für Weichmacher, bei der Darstellung von Benzoylverbindungen, wie beispielsweise Benzoylchlorid und Dibenzoylperoxid, verwendet. Benzoesäure wird sowohl als freie Säure als auch in Form ihrer Salze (Benzoate: Natriumbenzoat (E211), Kaliumbenzoat (E212), Calciumbenzoat (E213)) verwendet. Ihre konservierende, antimikrobielle Wirkung basiert auf dem Säureanteil. Anders als die Sorbinsäure ist die Benzoesäure nur zur Konservierung saurer oder gesäuerter Produkte geeignet. Sie schützt vor allem vor Schimmelbefall und unerwünschter Nachgärung; in Kombination mit Schwefeldioxid E220 auch vor enzymatischem und bakteriellem Verderb. Sie wirkt auch gegen Hefen und aflatoxinbildende Schimmelpilze, jedoch weniger gegen Milchsäurebakterien und bestimmte Krankheitserreger (z.B. Clostridien). Benzoesäure ist auch ein Hauptbestandteil von Benzoe, einem hauptsächlich in Indonesien gewonnenen Harz, das in vielen Weihrauchmischungen enthalten ist; besonders in den Ostkirchen wird es verwendet. Neben Harzen findet sich Benzoesäure auch in Beeren, zum Beispiel Pflaumen, Heidel- und Preiselbeeren. Durch Destillation mit Phosphor(V)-chlorid oder mit Thionylchlorid erhält man das Benzoylchlorid, eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit, die immer dann benötigt wird, wenn die Benzoylgruppe in Alkohole, Phenole oder Amine eingeführt werden soll (aktivierte Säure).

Gefahren/Gesundheit

Bei empfindlichen Personen mit Asthma, Heuschnupfen oder Hautallergien können allergische Reaktionen ausgelöst werden. Es wird vom häufigen Verzehr von Lebensmitteln, die Benzoesäure als Konservierungsstoff enthalten, abgeraten. Vor allem Allergiker, die auf Acetylsalicylsäure empfindlich reagieren, sollten die genannten Konservierungsstoffe meiden. In Verbindung mit E 300 kommt es zur Benzolbildung, was die Leber belastet. Außerdem verstärken Kombinationen mit E 220-E 227, Azofarbstoffen und Salicylsäure die negativen Wirkungen. Benzoesäurehaltige Essensreste sollten nicht an Haustiere verfüttert werden. Bereits geringe Mengen können für Katzen tödlich sein. Höchstmengen je nach Anwendungsgebiet 300-2000 mg/kg, in Ausnahmefällen bis 6000 mg/kg. Dabei wird die Gesamtmenge verschiedener Konservierungsstoffe (E 200-E 219) vorgeschrieben. Mehrere Fütterungsstudien haben Hinweise für verschiedene gesundheitlich problematische Wirkungen geliefert. Benzoesäure und ihre Salze werden vom menschlichen Organismus über die Darmwand aufgenommen. Katzen reagieren besonders empfindlich auf Benzoesäure und Benzoate. Diese sind daher in Tierfutter verboten. Heute wird der Einsatz von Benzoesäure eingeschränkt zugunsten anderer, toxikologisch weniger bedenklicher Konservierungsmittel. Kategorie:Chemische Verbindung Kategorie:Carbonsäure ja:安息香酸

Konservierungsstoff

Konservierungsmittel sind Lebensmittelzusatzstoffe, die den mikrobiologischen Verderb von Nahrungsmitteln durch Bakterien und Schimmelpilze hemmen oder verhindern. Sie sind wichtig für die Erhaltung und Frische von Nahrungsmitteln und verhindern gefährliche Krankheiten wie Botulismus und Listeriose. Der Einsatz von Konservierungsstoffen ist durch bessere Verpackung und Logistik von Lebensmitteln, aber auch durch gesetzliche Regeln, zurückgegangen. Konservierungsstoffe müssen durch Gattungsbezeichnung, Namen und die E-Nummer deklariert werden.
- Benzoesäure (E 210)
  - Natriumbenzoat (E 211)
  - Kaliumbenzoat (E 212)
  - Calciumbenzoat (E 213)
- Biphenyl (E 230)
  - Orthophenylphenol (E 231)
  - Natriumorthophenylphenol (E 232)
- Borax (E 285)
- Borsäure (E 284)
- Dimethyldicarbonat (E 242)
- Essigsäure (E 260)
  - Kaliumacetat (E 261)
  - Natriumacetat (E 262)
  - Calciumacetat (E 263)
- Gallat
  - Octylgallat (E 311)
  - Dodecylgallat, (Laurylgallat) (E 312)
- Hexamethylentetramin (E 239)
- Kohlendioxid (E 290)
- Lysozym (E 1105)
- Milchsäure (E 270)
  - Natriumlactat (E 325)
  - Kaliumlactat (E 326)
  - Calciumlactat (E 327)
- Natamycin (E 235)
- Nisin (E 234)
- Nitrate und Nitrite
  - Kaliumnitrit (Pökelsalz) (E 249)
  - Natriumnitrit (E 250)
  - Natriumnitrat (E 251)
  - Kaliumnitrat (E 252)
- PHB-Ester (E 214)
  - PHB-Ethylester Natriumsalz (E 215)
  - PHB-Propylester (E 216)
  - PHB-Propylester Natriumsalz (E 217)
  - PHB-Methylester (E 218)
  - PHB-Methylester Natriumsalz (E 219)
- Salze der Orthophosphorsäure
  - Diphosphat (E 450)
  - Triphosphat (E 451)
  - Polyphosphat (E 452)
- Phosphorsäure (E 338)
  - Natriumphosphat (E 339)
  - Kaliumphosphat (E 340)
  - Calciumphosphat (E 341)
- Polyethylenwachsoxidate (E 914)
- Propionsäure (E 280)
  - Natriumpropionat (E 281)
  - Calciumpropionat (E 282)
  - Kaliumpropionat (E 283)
- Schwefeldioxid (E 220)
  - Natriumsulfit (E 221)
  - Natriumbisulfit (E 222)
  - Natriumdisulfit (E 223)
  - Kaliumsulfit (E 224)
  - Calciumsulfit (E 226)
  - Calciumhydrogensulfit (E 227)
  - Kaliumbisulfit (E 228)
- Sorbinsäure (E 200)
  - Natriumsorbat (E 201)
  - Kaliumsorbat (E 202)
  - Calciumsorbat (E 203)
- Thiabendazol (E 233) Kategorie:Lebensmittelchemie ja:防腐剤 zh-min-nan:Hông-hú-che

Weihrauch

Der Begriff Weihrauch bezeichnet:

Weihrauchpflanze (Olibanum)

Das echte Weihrauchharz wird von der Weihrauchpflanze (Olibanum) gewonnen. Er gehört zu den Burseraceae-, den Balsambaumgewächsen und umfasst folgende Arten:
- Boswellia sacra - arabischer Weihrauch (Synonym Boswellia thurifera sensu Carter)
- Boswellia carteri - somalischer Weihrauch (Synonym Boswellia bhaudajiana)
- Boswellia fereana - Elemi-Weihrauch
- Boswellia papyrifera - äthiopischer Weihrauch (Synonym Amyris papyrifera)
- Boswellia serrata - indische Weihrauch (Synonym Boswellia glabra) Der Baum wächst in Trockengebieten um das Horn von Afrika (Somalia, Äthiopien, Eritrea, Sudan), in Arabien (Dhofar im Süden Omans, Hadramaut im Jemen) und in Indien. Der Lebensraum dieser Pflanze reicht in karger Landschaft zwischen Felsen und Klippen bis in eine Höhe von 1200 m. Der Harz spendende Baum wird 1,50 bis 8,00 m groß, hat eine papierartig abblätternde Rinde und bildet bis zu 25 cm lange Blütentrauben aus.

Weihrauchernte

Zwischen Ende März und Anfang April beginnt die Weihrauchproduktion, die über mehrere Monate verläuft. Dabei werden den Bäumen Schnitte an Stamm und Ästen zugefügt. Der erste Erntevorgang ergibt nur ein sehr minderwertiges Harz, das man früher weggeworfen hat, heute allerdings vermarktet. Erst drei Wochen später erntet man eine annehmbare Qualität, die mit den zunehmenden Wochen immer besser und reiner wird. Die Harzausbeute pro Baum hängt von Alter, Größe und Zustand des Baumes ab und liegt zwischen 3 - 10 kg Harz. Nach mehreren jährlichen Ernten erfolgt eine mehrjährige Ruhepause für den Baum.

Räucherharz (Substanz)

Ein körniges getrocknetes Harz, das schon bei den alten Ägyptern für kultische Zwecke, bei der Mumifizierung herausragender und vermögender Personen und zumindest in begüterten Kreisen im Alltag als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel und Heilmittel in Gebrauch war. Es entwickelt beim Verglühen (Räuchern) einen aromatisch duftenden Rauch und wird in verschiedenen Religionen (z. B. der katholischen und orthodoxen Kirche) seit Mitte des ersten Jahrtausends bis heute bei Kulthandlungen verwendet, meist vermischt mit anderen Räuchermitteln wie z. B. Benzoe, Myrrhe, Galbanum, Zistrose, Styrax, Lorbeer etc. Früher wurden auch andere Räucherharze als Weihrauch bezeichnet.

Ätherisches Weihrauchöl

Das ätherische Öl gewinnt man mittels Wasserdampf-Destillation aus dem Harz. Seine Inhaltsstoffe sind 75 % Monoterpene, Sesquiterpene, Monoterpenole, Sesquiterpenole und Ketone. Es hat einen vollen balsamischen und süßen Duft, während das indische Weihrauchöl ausgesprochen frisch riecht. Es wird nicht nur in der Parfumindustrie verwendet, sondern findet sich auch in Kosmetikprodukten und Arzneimitteln wieder.

Weihrauch (Rauch)

2. Den Rauch und der Duft, die sich beim Verbrennen von Weihrauch entwickeln.

Katholische Liturgie

In der katholischen Liturgie wird Weihrauch vor allem in der Messe und in der Vesper verwendet. Der Altar und die eucharistischen Gaben, das Evangelienbuch (Evangeliar), der Priester und alle Gläubigen, auch die Osterkerze und die Weihnachtskrippe u. a. werden mit Weihrauch verehrt. Er ist dabei das Zeichen der göttlichen Gegenwart, des Opfers und der aufsteigenden Gebete der Gläubigen. Die katholische Liturgie macht damit auch deutlich, dass der Mensch eine Geist-Leib-Seele-Einheit ist. Der Gottesdienst ist ein Gottesdienst für alle Sinne, auch für das Auge und den Geruchssinn. Weil Gottes Wort in Jesus Christus Mensch geworden ist (Inkarnation - lat. Fleischwerdung), muss sich auch der Gottesdienst leiblich ausdrücken (inkarnatorisches Prinzip). Weihrauch ist ein Zeichen der Gegenwart Gottes: Nach katholischer Auffassung ist in der hl. Messe Jesus Christus als wahrer Gott und wahrer Mensch in den äußeren Zeichen von Brot und Wein gegenwärtig.

Andere Liturgien

Aus der Liturgie der evangelischen Kirchen wurde der Weihrauch verbannt, weil er mit der katholischen Lehre vom Opfercharakter der hl. Messe verbunden wurde. In neuerer Zeit wird zuweilen wieder Weihrauch in Anlehnung an Psalm 141 als Zeichen des Gebetes verwendet. In der orthodoxen Liturgie z. B. des byzantinischen Ritus und in der orientalischen Liturgie wird Weihrauch als Duft des Himmels verwendet. Nach alter orientalischer Vorstellung ist eine Gottesbegegnung mit einem Dufterlebnis verbunden. Auch die Christengemeinschaft verwendet Weihrauch.

Ursprünge

Historisch wird die Verwendung von Weihrauch im Christentum gerne auf den Kult der Israeliten zurückgeführt, in deren Tempel oft Weihrauch verbrannt wurde. Ursprünglich aus dem kanaanäischen Privaträucherkult kommend, wurde der Weihrauch im alten Israel zunächst als "Neuerung" abgelehnt. Erst später findet er Eingang im Tempel-Gottesdienst. Spätestens im nachexilischen, zweiten Tempel von Jerusalem (ab ca. 540 v. Chr.) befand sich vor dem Vorhang des Allerheiligsten der Rauchopferaltar, an dem morgens und abends ein Rauchopfer dargebracht wurde. In den verschiedenen Epochen der ägyptischen Pharaonen wurde Weihrauch bei vielen Kulthandlungen und bei der Mumifizierung verwendet. So nannten die alten Ägypter die Harzperlen des Weihrauchs den "Schweiß der Götter". Viele andere antike Religionen und der orientalische und römische Herrscherkult kannten den Weihrauch. Während der republikanischen Zeit ersetzte bei den Römern das Verbrennen von Weihrauch die alten, vorgeschriebenen Opfer. Bei Bitt- und Dankesgebeten ließ man die Weihrauchkörner in speziell dafür bestimmten Gefässen, acerra, im Feuer verbrennen. Kaisern und Statthaltern wurde beim Einzug in eine Stadt Weihrauch vorangetragen - als Zeichen der Huldigung, aber auch zur Verdrängung des Kloakengestanks. Die römischen Kaiser ließen sich als "Dominus et Deus" ("Herr und Gott") verehren und verlangten Rauchopfer vor ihrem Bild. Die frühen Christen lehnten diese göttliche Verehrung des Kaisers ab und mussten dafür Verfolgungen erdulden. Aus diesem Grunde war der Weihrauch in der christlichen Liturgie zunächst verpönt; die Kirchenväter sprachen sich explizit dagegen aus. Bei Beerdigungen wurde der Weihrauch allerdings auch von den frühen Christen verwendet . Erst mit zeitlichem Abstand zur Christenverfolgung und mit der Übernahme von Elementen des heidnisch-römischen Kaiserkultes in den christlichen Gottesdienst wurde der Weihrauch akzeptiert. Ausschlaggebend war die Förderung des Christentums durch Kaiser Konstantin und in der damit einhergehenden Änderung der Organisation der Kirchenführung. Die Geistlichen, vor allem die Bischöfe, erhielten einen völlig neuen Rechtsstatus. Sie waren nun Reichsbeamte geworden und zwar in einer sehr hohen Stellung. Dazu erhielten die Bischöfe 318 von Konstantin den Auftrag, in bestimmten Zivilprozessen höchstinstanzlich Recht zu sprechen. Mit dieser Rangerhöhung ging wohl auch das Recht auf die dazugehörigen Statussymbole einher. Deshalb ist wohl auch der Brauch zu erklären, beim Einzug des Bischofs Leuchtenträger und Weihrauchfass vorauszuschicken. Das ist die Form, in der uns der Weihrauch zum ersten Mal in einer schriftlichen Quelle in der römischen Liturgie begegnet. Das Beräuchern des Altars war hingegen in Rom Mitte des neunten Jahrhunderts noch unbekannt. Die heutige Verwendung des Weihrauchs in der katholischen Kirche ist vor allem durch die gallikanische Liturgie in die römische eingedrungen. Das muss nicht heissen, dass diese spätere Entwicklung ausschließlich das Resultat karolingischer Liturgieveränderung war. Denn die gallischen Formen der westlichen Liturgie war stark von Konstantinopel beeinflusst. Die Liturgie von St. Denis z.B. bringt viele direkte Zitate aus der griechischen Liturgie, darunter finden sich auch vier Formen der Räucherung. Auch privat war das regelmäßige Ausräuchern des Hauses mit verschiedenen aromatischen Mischungen in der Antike verbreitet. Im altägyptischen Totenkult wurde dem Weihrauch eine apotropäische (bannende) Wirkung gegen die Macht und den Geruch des Todes zugesprochen. Auch die Sumerer, Babylonier und Perser kannten den Weihrauch.

Heilkunde

Traditionelle orientalische Heilkunde

In der traditionellen orientalische Heilkunde wird die innere Anwendung von Weihrauchharzperlen (Boswellia serrata, Boswellia sacra) zur "Stärkung des Geistes und des Verstandes" empfohlen (der persische "Hakim" Avicenna). Diese in Europa bislang unbekannte Wirkung, eine Steigerung der Lern- und Gedächnisleistung, wurde in letzter Zeit in Tierversuchen und Testreihen mit Menschen an der Medical University of Isfahan (Iran) durch Prof. H. Alaei eindeutig bestätigt.

Klassische europäische Naturheilkunde

In der klassischen europäischen Naturheilkunde wurde der Weihrauch hauptsächlich zur Linderung von rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. So war Weihrauch noch 1850 zur inneren und äußeren und 1870 lediglich zur äußeren Anwendung in pharmakologischen Büchern zu finden. Nach 1875 geriet der Weihrauch, wie so viele andere Erfahrungsarzneimittel, durch chemisch definierte Medikamente in Vergessenheit.

Moderne Medizin

Heute wird der pharmazeutisch auf seinen Wirkstoffgehalt hin standardisierte Weihrauch als nebenwirkungsarmes Heilmittel bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie z. B. Morbus Crohn oder Polyarthritis, aber auch der kollagenen Kolitis wiederentdeckt. Erste Studien mit hoffnungsvollen Ergebnissen wurden z. B. im Mannheimer Universitätsklinikum der Universität Heidelberg (Dr. Henning Gerhardt) durchgeführt. Die Universität Tübingen hat Weihrauch als unterstützendes Heilmittel zur Verringerung der Gewebsschwellung bei Hirntumoren eingesetzt, welche sonst meist mit Glucokortikoiden behandelt wird und einen zusätzlichen Rückgang ödembedingter neurologischer und psychomotorischer Defizite beschrieben. Wirksames Prinzip sind anscheinend die in Weihrauch vorhandenen Boswellia Serrata Säuren. Allerdings sollte man beachten, dass die hierzulande verkauften Weihrauchpräparate keine auf dem üblichen Wege zugelassenen Fertigarzneimittel sind, also nicht den üblichen strengen Kontrollbestimmungen unterliegen.

Anerkannte Arzneimittel

In der Bundesrepublik Deutschland sind zwei als Arzneimittel anerkannte Präparate zu erwerben, die beide apothekenpflichtig sind. Das eine ist ein Import aus der Schweiz, das andere ein Produkt aus Koblenz, BRD. Beide Präparate basieren auf boswelliasäurehaltigen Extrakten. Weihrauch kam immer wieder in die Kritik, da es angeblich psychoaktive Stoffe enthält, die das Bewusstsein verändern können, diese Inhaltsstoffe wurden aber bisher nachweislich nicht gefunden.

Siehe auch


- Weihrauchstraße
- Räucherwerk
- Räuchern (Zeremonie)
- Weihrauchschiffchen und Weihrauchfass

Film


- [http://www.schaetze-der-welt.de/denkmal.php?id=209 „Dhofar]: Die Weihrauchbäume des Wadi Dawkah“, SWR, Weltkulturerbe, RealPlayer-Video, 15 Min.

Links


- [http://www.incens.de www.incens.de]
- [http://www.naturel.biz/die_gabe_des_koenigs_aus_dem_morgenland.htm „Vom Duftstoff und Heilmittel Weihrauch“], »naturel«, Nr. 12, 2003
- [http://www.satureja.de/Atherische_Ole/Atherische_Ole_von_A_-_Z/Weihrauch/weihrauch.html Weihrauch], lexikalischer Eintrag auf satureja.de
- [http://www.satureja.de/Rauchern/Raucherpflanzen/Weihrauch/weihrauch.html Verräuchern von Weihrauch] auf satureja.de Weihrauch Weihrauch Weihrauch ja:線香

Musikinstrumentenbau

Der Musikinstrumentenbau ist die Kunst der Herstellung und Reparatur von Musikinstrumenten. Instrumentenbauer arbeiten zumeist in einer Werkstatt, die Ausbildung ist, wie in den meisten Handwerken, als Lehre organisiert und wird oft mit einem vollständig selbst gebauten Instrument als Meisterstück abgeschlossen. Der Beruf des Instrumentenbauers gliedert sich in mehrere Spezialgebiete:
- Der Geigenbauer stellt Streichinstrumente her,
- der Zupfinstrumentenmacher macht Zupfinstrumente,
- der Holzblasinstrumentenmacher baut Holzblasinstrumente,
- der Metallblasinstrumentenmacher erzeugt Blechblasinstrumente,
- der Klavierbauer stellt Klaviere, und
- der Orgelbaumeister Orgeln her. Kategorie:Handwerk Kategorie:Handwerksberuf Kategorie:Musikinstrumentenbau Kategorie:Musikberuf

Lack

Lack ist ein flüssiger oder auch pulverförmiger Beschichtungsstoff, der dünn auf Gegenstände aufgetragen wird und durch chemische oder physikalische Vorgänge (zum Beispiel Verdampfen des Lösemittels) zu einem durchgehenden Film (Anstrichfilm) aufgebaut wird. Lack ist meist aus Bindemittel, Lösemitteln, Füllstoffen, Pigmenten und Additiven aufgebaut. Man kann Lacke unterteilen nach:
- Art des Bindemittels (Beispiel: Nitro-Lacke)
- Art des Lösemittels (Beispiel: Spiritus-Lacke)
- Trocknungsweise (Beispiel: Einbrennlacke)
- Anwendungsbereiche (Beispiel: Autolack) Da die meisten Lösemittel für Lacke organische Lösemittel sind, die teilweise giftig und/oder feuergefährlich sind, tendiert man immer mehr zu lösemittelfreien Systemen, also zu Pulverlacken oder Suspensionen von Lackpartikelteilchen in Wasser. Eine weitere Möglichkeit lösemittelfrei (emissionsfrei) zu arbeiten besteht darin, strahlenhärtende Lacksysteme einzusetzen (Strahlenhärtung). Bei dieser Technologie dient ein Monomer als "Lösemittel", das während der Härtung in den Lackfilm mit einpolymerisiert. Als Strahlenquelle dient meist eine UV-Hochleistungslampe. Man verwendet Lacke, um Gegenstände zu schützen (Schutzanstrich, Schutzlacke) oder um einen angenehmen Farbeffekt für das Auge zu erzielen. Tabletten kann man mit für den Menschen ungiftigen Lacken überziehen, um die Freisetzung zu steuern oder den Wirkstoff zu schützen (Filmtabletten). Klarlack ist transparenter Lack und enthält keine farbgebenden Pigmente. Lack in Verbindung mit Kleidung: Hier ist mit Polyurethan beschichtetes, normales oder auch elastisches Stretch-Tricotgewebe gemeint. Lackbeschichtete Kleidung entspricht im Glanz nicht ganz Latex, sieht jedoch ähnlich aus. Manche Lacke werden aus Pflanzen gewonnen (vgl. Nutzpflanzen). Unter Beilackieren versteht man das Lackieren der an die beschädigte Fläche angerenzenden Bereiche zum Zweck der Farbtonangleichung. Siehe auch: Abblättern, Farblack, Geigenlack, Lackarbeiten, Lackdicke, Leitlack, Nitrozelluloselacke, Schellack, Schutzlack, Siegellack. Kategorie:Beschichtungswerkstoff

Räucherwerk

Mit Räucherwerk werden Stoffe (Baumharze, Hölzer, Kräuter u.a.) bezeichnet, die geräuchert werden können um Duft- oder Wirkstoffe freizusetzen. Räucherwerk wird in verschiedenen Formen angeboten. Die bekannteste Form ist das Räucherstäbchen, es gibt aber auch Räucherkegel und Räucherkerzen; andere Substanzen werden in speziellen Behältern mit glühender Kohle erhitzt (z.B. Weihrauch). Das Räuchern dient einerseits zum Erzeugen angenehmer Düfte, andererseits aber auch zu naturmedizinischen und als Paraphernalia zu magischen Zwecken. So sollen zum Beispiel böse Geister durch das Räuchern aus Räumen vertrieben werden können. Zu Kulthandlungen wurde Räucherwerk zuerst im Orient, später häufig auch als Bestandteil im katholischen Gottesdienst verwandt. Zu Räucherwerk zählen unter andern:
- Adlerholz (Oud, Aloeswood, Jinko) Aquilaria agallocha
- Amber oder Falscher Styrax Liquidambar orientalis
- Benzoe Styrax benzoin, Styrax tonkinensis
- Bernstein
- Breuzinho Protium heptaphyllum
- Burgunderharz (Fichtenharz) Picea abies
- Copal Agathis dammara, Icica icicariba, Bureseru microphylla, Protium copal
- Costuswurzel Sassurea lappa
- Dammar Canarium strotum
- Drachenblut Daemonorops draco
- Eichenmoos
- Elemi Canarium luzonicum
- Galbanum Ferula galbaniflua
- Guajakharz Guaiacum officinale
- Guggul Commiphora mukul
- Jalapin Ipomea Tryanthina lind
- Kolophonium (terpentinfreies Kiefernharz)
- Lärche (Harz) Larix , Larix decidua (Europäische Lärche)
- Labdanum oder Zistrose Cistus ladaniferus
- Mastix Pistacia lentiscus
- Moschuskörner Abelmoschus moschatus
- Myrrhe Commiphora myrrha, Commiphora molmol
- Opopanax Commiphora holtziana, Ferula opoponax
- Palo Santo Bursera graveolens
- Perubalsam Myroxylon balsamum var. pereirae
- Sandarak (Marokkanische Tränen) Thuja articulata, Tetraclinis articulata
- Sandelholz Santalum album
- Echter Styrax Styrax officinalis
- Sumpfporstkraut Ledum palustre
- Tolubalsam Myroxylon balsamum
- Tonkabohne Dypterix odorata
- Traumkraut Calea zacatechichi
- Tulsikraut (indisches Basilikum)
Ocimum sanctum
- Vetiverwurzel
Vetiveria zizanoides
- Himalaya-Wacholder
Juniperus macropoda
- Indianische Zeder (Eastern Red Cedar)
Juniperus virginiana o. scopulorum
- Wacholder
Juniperus communis
- Wahrsagesalbei
Salvia divinorum
- Weihrauch Boswellia sacra, Boswellia serrata, Gummi olibanum
- Wüstenbeifuß (Desert Sage) Artemisia tridentata
- White Sage (weißer Salbei) Salvia apiana
- Yerba santa (Santakraut) Eriodictyon californicum
- Zedernholz Cedrus atlantica ---- Siehe auch: Räuchern, Räucherstäbchen, Räucherkerzchen (Räucherkegel)

Weblinks


- [http://www.die-dunkle-dimension.de/p-mag2d.htm Räucherwerk im einzelnen] Räucherwerk und Rauschmittel
- [http://www.phaenomen-verlag.de/artikel.php Artikel zu Räucherwerk & richtigem Räuchern] Artikel zu Räucherwerk & richtigem Räuchern Kategorie:Ritus Kategorie:Duftstoff Kategorie:Chemikaliengruppe ja:線香

Salböl

Salböl, auch „heiliges Salböl“ genannt, ist eine Duftkombination und bedeutend für die Salbung. Die Formel für ein heiliges Salböl ist im 2. Buch Mose 30, 22-33 beschrieben und wurde aus Myrrhe, Zimt, Kalmus und Cassia hergestellt. Die duftenden Pflanzenteile wurden in Olivenöl gebracht, welches den Duft aufnahm und zur Salbung von Priestern, Propheten, und Königen ebenso diente wie zur Weihung von heiligen Gegenständen für den Gottesdienst, z.B. für einen jüdischen König (1. Könige 1, 39), für jüdische Priester (Leviticus 4, 3), für Propheten (Jesaja 61, 1), für den nichtjüdischen König Cyrus, König von Persien (Jesaja 45, 1), für das Tabernakel mit dem Lampenstand, dem Altar und Aaron mit seinen Söhnen (Exodus 30,22-33), für den jüdischen Tempel (Exodus 40,9) und für ungesäuertes Brot (Numeri 6,15). Erwähnung findet das Salböl auch in dem Psalm 133,2: Eintracht der Brüder ist wie der Balsam (=Salböl) der vom Haupt Arons herabfließt in seinen ganzen Bart und wie der Tau in den Saum seines Kleides. Die im 2. Buch Mose in ihrer Zusdammensetzung genau beschriebenen heiligen Salböle waren ausschließlich dem Bereich Gottes vorbehaltten. Diese Duftmischung durfte nicht für einfache persönliche Zwecke verwendet werden. Es drohte die Todesstrafe. Daneben existierten Duftöle und Heilöle und konservierende Öle auch im profanen Bereich des Volkes Israel und bei seinen Nachbarvölkern. Kategorie:Ritus Kategorie:Bibel Kategorie:Öl

Kategorie:Pflanzenprodukt

Kategorie:Botanik Kategorie:Gartenbau

Michael Grosse-Brömer

Michael Grosse-Brömer (
- 12. Oktober 1960 in Oberhausen) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Ausbildung und Beruf

Nach dem Abitur 1980 leistete Grosse-Brömer zunächst bis 1982 seinen Wehrdienst ab und absolvierte anschließend ein Studium der Rechtswissenschaft an Universität Hamburg, welches er 1989 mit dem ersten und 1992 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Seitdem ist er als Rechtsanwalt in Buchholz tätig. 2001 wurde er außerdem zum Notar bestellt.

Familie

Michael Grosse-Brömer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Partei

Schon 1975 wurde Grosse-Brömer Mitglied der Jungen Union und 1982 auch der CDU. Seit 1992 ist er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Harburg und seit 2003 auch des CDU-Bezirksverbandes Lüneburg.

Abgeordneter

Seit 2002 ist Grosse-Brömer Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist über die Landesliste Niedersachsen in den Bundestag eingezogen.

Weblinks


- [http://www.m-grosse-broemer.de/ Website von Michael Grosse-Brömer]
- [http://www.bundestag.de/mdb15/bio/G/grossmi0.html Biographie beim Deutschen Bundestag] Grosse-Brömer, Michael Grosse-Brömer, Michael Grosse-Brömer, Michael Grosse-Brömer, Michael Grosse-Brömer, Michael Grosse-Brömer, Michael

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