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Berberaffe
Der Berberaffe, auch Magot genannt, (Macaca sylvanus) ist eine Makakengattung aus der Familie der Meerkatzenverwandten. Er ist vor allem dafür bekannt, dass er die einzige freilebende Primatenart Europas (mit Ausnahme des Menschen) ist.
Verbreitung
Berberaffen leben als einzige Makakengattung nicht in Asien, sondern in den Atlasregionen Marokkos, Algeriens und Tunesiens sowie auf Gibraltar. Die Frage, ob die dortigen Tiere eingeführt wurde oder den Überrest einer einst in Spanien verbreiteten Population darstellt, ist bis heute nicht zweifelsfrei beantwortet. Fossilienfunde auf der Iberischen Halbinsel lassen eher an die zweite Möglichkeit denken.
Beschreibung
Berberaffen sind schwanzlose Primaten. Ihr Gesicht ist dunkelrosa gefärbt und besitzt große Backentaschen und lange Eckzähne. Dieser etwa 75 cm lange und 50 cm hohe Makak, mit einem Gewicht von rund 15 kg, hat rötlich-olivefarbenes Fell, hohe und schlanke Glieder und einen dichten Backenbart, der das runzelige Gesicht umrandet. Die Männchen sind erheblich größer als die Weibchen.
Lebensweise
Spanien
Spanien
Berberaffen leben in höhergelegenen Eichen- und Zedernwäldern und kommen auch mit zerklüftetem Terrain zurecht. Sie können gut klettern, verbringen aber einen Gutteil des Tages auf dem Boden. Wie alle Makaken sind sie tagaktiv.
Sie leben in Gruppen von 7 bis 40 Tieren zusammen, die ein festes Gebiet bewohnen. Die Gruppen sind matrilinear und werden von Weibchen angeführt, die Männchen der Gruppe ermitteln eine eigene Hierarchie, bei der es um die Paarungsreihenfolge geht. Auch die Männchen beteiligen sich an der Aufzucht der Jungen, lassen sie auf sich reiten und spielen mit ihnen. Junge Männchen müssen mit Erreichen der Geschlechtsreife ihre angestammte Gruppe verlassen und bilden manchmal mit anderen kurzfristige reine Männertrupps.
Sie sind in erster Linie Pflanzenfresser, die Früchte, Blätter, Kräuter, Knospen und Wurzeln, aber auch gelegentlich Insekten zu sich nehmen.
Fortpflanzung
matrilinear
Vorrangig paaren sich die Weibchen mit den höhergestellten Männchen, obwohl vielfach alle männlichen Tiere zum Zug kommen. Die Paarungszeit liegt zwischen November und März. Die Tragzeit beträgt rund 7 Monate, danach kommt meist ein einzelnes Jungtier zur Welt. Nach rund 6 bis 12 Monaten werden die Jungtiere entwöhnt und sind mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif. Ihre Lebenserwartung beträgt rund 20 Jahre.
Berberaffen und Menschen
In Gibraltar sind Berberaffen ein Maskottchen und eine Tourismusattraktion, darüber hinaus gibt es eine Legende, wonach die Briten diese Kolonie solange besitzen, solange es diese Tiere dort gibt. Dementsprechend werden sie gehegt und die dortige Population ist gelegentlich mit nordafrikanischen Tieren aufgestockt worden.
In Nordafrika hingegen sind sie bedroht, da sie unter der Abholzung der Wälder leiden. In früheren Zeiten sind sie auch gejagt worden. In Libyen und Ägypten sind sie um 1800 ausgerottet worden, und rund 70 % aller Berberaffen leben heute in Marokko. Die IUCN listet sie als gefährdet.
Kategorie:Primaten
Wikipedia:TaxoboxenACHTUNG: Die Taxobox-Vorlage hat sich geändert! Bitte hilf mit, alte Taxoboxen durch diese neue zu ersetzen. Bitte keine Taxoboxen nach der alten Vorlage mehr anlegen!
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Eine Taxobox ist in einem Artikel über ein Taxon (= eine systematisch erfasste und benannte Tier- oder Pflanzengruppe bzw. Tier- oder Pflanzenart) eine Tabelle mit Informationen zur systematischen Einordnung und Unterteilung. Taxoboxen sollten nur für rezente, nicht aber für ausgestorbene Arten angelegt werden. (Arten, die erst in historischer Zeit ausgestorben sind, bilden eine Ausnahme von dieser Regel).
Wenn Du mehr über die Gestaltung eines Tier- oder Pflanzenartikels wissen möchtest, solltest Du auch Wikipedia:WikiProjekt Lebewesen und Wikipedia:Leitlinien Biologie lesen.
Eine Möglichkeit, Taxoboxen zu erzeugen, ist der [http://vs.aka-online.de/taxoboxomat/ Taxoboxomat].
Übergeordnete Taxa
Es sollen stets die fünf übergeordneten Taxa genannt werden. Bei einer Art könnten dies also die Gattung, die Tribus, die Unterfamilie, die Familie und die Überfamilie sein. Wenn eines dieser Taxa fehlt, rückt statt dessen ein anderes nach. Wenn also zum Beispiel die Tribus fehlt, wird zusätzlich noch die Unterordnung genannt.
Untergeordnete Taxa
Untergeordnete Taxa können, müssen aber nicht in der Taxobox stehen. Wenn sie genannt werden, müssen alle untergeordneten Taxa erwähnt sein und nicht bloß eine Auswahl. Sind es mehr als zehn untergeordnete Taxa, werden sie nicht in der Taxobox, sondern nur im Fließtext genannt. Allgemein ersetzt die Aufführung in der Taxobox nicht die Erwähnung im Fließtext.
Schreibweise der Taxa
Wissenschaftliche Taxonnamen werden nur für Gattung und Art kursiv dargestellt. Der Name einer Gattung wird immer großgeschrieben, der Artname besteht immer aus zwei Bestandteilen: Dem Gattungsnamen, der auch durch (großgeschriebene) Initiale abgekürzt werden kann und dem Artepithet, das immer kleingeschrieben wird.
Wissenschaftlicher Name
Jede Taxobox hat einen Abschnitt "Wissenschaftlicher Name". Hier wird neben dem gültigen Namen der Autor (Erstbeschreiber) und das Jahr der Erstbeschreibung angegeben. Bei Pflanzen, Pilzen und Algen entfällt das Jahr der Erstbeschreibung.
Nähere Informationen hierzu findet man in den Leitlinien Biologie.
Keine Kommentare in der Taxobox
Alle Unklarheiten die Einordnung und Unterteilung betreffend sollen im Text stehen. Die Taxobox soll von Kommentaren freibleiben. Sie soll auch keine Synonyme, Basionyme und andere alternative Schreibweisen des wissenschaftlichen Namens enthalten.
Bild
Steht ein Bild zur Verfügung, wird es in die Taxobox integriert. In einer Taxobox steht nur ein Bild. Weitere Bilder können außerhalb der Taxobox in den Artikel eingebracht werden.
Unter dem Bild wird die Art mit eventuellen Besonderheiten (Weibchen, Winterfell, weiße Morphe etc.) genannt.
Weitere Informationen in der Taxobox
In der Taxobox unterbleiben alle Angaben, die nicht die Systematik betreffen. Angaben zu Größe, Gewicht, Verbreitung, Lebensweise, Bedrohungs- und Schutzstatus, Blütezeit etc. gehören in den Text und nicht in die Taxobox.
Schablone für Copy and Paste
Bitte ersetze alle in Großbuchstaben geschriebenen Wörter durch die Entsprechungen. Noch einfacher ist es, wenn Du die Tabelle aus einem Artikel rauskopierst, in der sie bereits halbwegs ähnlich vorhanden ist.
Taxon-Kategorien im MediaWiki-Namensraum
Dies ist eine Auflistung aller im MediaWiki-Namensraum angelegten Elemente zu den Taxoboxen sowie ihrer Entsprechungen. Diese Kürzel sollen in den Taxoboxen statt des Platzhalters "EINHEIT" eingesetzt werden.
Für die Kategorien „Klassifikation“, „Domäne“ sowie „Stammgruppe“ gibt es noch kein besonderes Element, hierfür wird bisher einfach Klassifikation, Domäne bzw. Stammgruppe in die Taxobox eingesetzt.
Beispielhaftes Aussehen einer Taxobox
Beispiel für eine Pflanzenart
Beispiel für eine Tierfamilie
Beispiel für einen Speisepilz
Siehe auch: Portal:Lebewesen/Artikel ohne Taxobox, Portal:Lebewesen/Artikel mit alter Taxobox
Taxoboxen
Taxoboxen
Kategorie:WikiProjekt Lebewesen
Makaken
Die Makaken (Macaca) sind eine Primatengattung aus der Unterfamilie der Meerkatzenartigen der Primatenfamilie der Meerkatzenverwandten. Als einzige Gattung dieser Unterfamilie sind sie vorrangig in Asien beheimatet. Die Gattung umfasst je nach Zählweise 17 bis 21 Arten.
Verbreitung
Makaken sind in erster Linie in Asien beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Afghanistan über Südasien, Südostasien (bis Sulawesi und Timor) und China bis nach Japan. Lediglich der Berberaffe lebt im nördlichen Afrika sowie auf Gibraltar. Mehrere Arten wurden in verschiedenen Regionen der Erde angesiedelt.
Beschreibung
Makaken sind mittelgroße Primaten mit stämmigem Körper und kräftigen Gliedmaßen.Ihr dichtes Fell ist meist graubraun gefärbt, kann jedoch auch fast schwarz sein. Die Gesichter sind haarlos und haben eine nach vorne ragende Schnauze. Einige Arten haben auffällige „Kappen“ auf dem Kopf oder bartähnliche Gesichtsbehaarung. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Länge des Schwanzes: der Berberaffe ist schwanzlos, manche Arten (zum Beispiel der Japanmakak oder der Bärenmakak) haben nur einen Stummelschwanz, bei anderen Arten (zum Beispiel dem Javaneraffen oder Rhesusaffen) ist der Schwanz ebenso lang wie der Körper. Makaken erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 80 cm und ein Gewicht von 6 bis 15 kg, wobei Männchen oft um die Hälfte größer als Weibchen sind.
Lebensweise
Makaken sind tagaktive Tiere. Sie können gut klettern, verbringen aber zumindest einen Teil ihres Lebens auf dem Boden. Zwar bevorzugen Makaken baumbestandene Gebiete, bewohnen aber eine Vielzahl von Habitaten, ihre Bandbreite reicht von Regenwaldbewohnern bis zu Tieren, die in Gebirgen leben. Der Japanmakak lebt in den schneereichen Gebirgen Japans und hat außer dem Menschen das nördlichste Verbreitungsgebiet aller Primaten. Einige Arten, zum Beispiel der Rhesusaffe, finden sich sogar in großer Zahl in Städten.
Makaken leben in Gruppen, deren Größe von 10 bis über 100 Tiere reichen kann. Gruppen bestehen meist aus drei- bis viermal sovielen Weibchen wie Männchen, daneben gibt es auch reine Männergruppen. Innerhalb der Gruppe bestehen Hierarchien sowohl innerhalb der Männchen als auch innerhalb der Weibchen. Junge Männchen müssen nach dem Eintreten der Geschlechtsreife ihre Gruppe verlassen, während junge Weibchen bleiben. Das Territorialverhalten ist nicht sehr ausgeprägt, manchmal suchen mehrere Gruppen nebeneinander nach Nahrung. Eine Vielzahl von Lauten und die gegenseitige Fellpflege dienen der Kommunikation und Interaktion.
Ernährung
Wie die meisten Meerkatzenartigen sind Makaken Allesfresser, sie bevorzugen jedoch pflanzliches Material (Früchte, Blätter, Samen, Blüten, auch Rinde und Baumnadeln) und nehmen tierische Kost wie Insekten, Vogeleier und kleine Wirbeltiere nur gelegentlich zu sich. Der Javaneraffe ergänzt seinen Speiseplan vorzugsweise mit Krabben.
Fortpflanzung
Das Anschwellen und Röten des Genitalbereichs der Weibchen deutet den Männchen deren Fruchtbarkeit an. Bei den meisten Arten ist die Fruchtbarkeit saisonabhängig und hängt in erster Linie vom Nahrungsangebot ab. Weibchen und Männchen paaren sich mit mehreren Tieren, eine gewisse Rolle bei der Partnerwahl dürfte der gleiche soziale Rang spielen. Nach durchschnittlich 160- bis 170-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen ein Jungtier zur Welt. Dieses wird rund ein Jahr lang gesäugt und erreicht die Geschlechtsreife mit 3 bis 4 Jahren (Weibchen) beziehungsweise 6 bis 7 Jahren (Männchen). Die Lebenserwartung liegt bei rund 15 bis 20 Jahren, in Menschenobhut können sie über 30 Jahre alt werden.
Makaken und Menschen
Gibraltar]
Einige Makakenarten sind eng mit den Menschen verbunden. Rhesusaffen sind in Indien heilige Tiere und bevölkern oft Tempel und Städte. Auch als Labortiere finden einige Arten Verwendung, der Rhesusaffe hat eine entscheidende Rolle bei der Entdeckung des Rhesusfaktors gespielt. Für viele Arten stellt die Zerstörung ihres Lebensraumes die Hauptbedrohung dar, gefährdet sind insbesondere die Arten, die auf Sulawesi endemisch sind wie der Schopfaffe und der Mohrenmakak.
Die Arten
- Der schwanzlose Berberaffe (Macaca sylvanus) bewohnt Nordafrika und Gibraltar.
- Durch die Entdeckung des Rhesusfaktors ist der Rhesusaffe (M. mulatta) Südasiens weltweit bekannt geworden.
- Das nördlichste Verbreitungsgebiet hat der Japan- oder Rotgesichtsmakak (M. fuscata). Dies stellt zugleich das nördlichste Verbreitungsgebiet aller Primaten mit Ausnahme des Menschen dar.
- Der Javaneraffe oder Langschwanzmakak (M. fascicularis) kommt in ganz Südostasien vor.
- Im südwestlichen Indien lebt der Bartaffe oder Wanderu (M. silenus).
- Seinem kurzen, gekrümmten Schwanz verdankt der Schweinsaffe (M. nemestrina) seinen Namen.
- Nur auf der indonesischen Insel Sulawesi kommt der Schopfaffe oder Schopfmakak (M. nigra) vor.
- Hutaffen haben ihren Namen von der auffälligen Kopfbehaarung; es gibt zwei Arten, den Indischen Hutaffen (M. radiata) und den Ceylon-Hutaffen (M. sinica).
- Der Bären- oder Stumpfschwanzmakak (M. arctoides) ist durch seinen kurzen, fast stummelartigen Schwanz gekennzeichnet. Die Art lebt in Südostasien, von Assam und Südchina bis Malaysia und gilt als gefährdet.
- Taiwan ist die Heimat des Formosa- oder Rundgesichtsmakaken (M. cyclopis). Sein Fell ist olivbraun gefärbt. Die starke Besiedlung der Insel hat ihn in entlegene Gebiete abgedrängt.
- Der Assam-Makak oder Bergrhesus (M. assamensis) ähnelt dem Rhesusaffen. Er bewohnt gebirgige Region bis in Höhen über 2200 m von Nepal bis ins westliche Thailand. Trotz seines weiten Verbreitungsgebietes gilt die Art als bedroht.
- Der Tibet- oder Tibetanischer Bärenmakak (M. thibetana) ist ein Bewohner der Bergwälder der chinesischen Provinzen Tibet und Sichuan.
- Zu den bedrohtesten Arten zählt der Mohrenmakak (M. maura), der nur im Südwesten der Insel Sulawesi lebt. Er ist durch ein dunkles, fast schwarzes Fell gekennzeichnet.
- Der Grauarmmakak (M. ochreata) zählt zu den unbekanntesten Arten. Auch er lebt auf der indonesischen Insel Sulawesi.
- Ebenfalls nur auf Sulawesi kommt der Tonkean- oder Tonkinmakak (M. tonkeana) vor. Sein Fell ist grauschwarz gefärbt.
- Gelegentlich als eigene Arten werden der auf den Mentawai-Inseln lebende Mentawai-Makak (M. pagensis), der Nördliche Schweinsaffe (M. leonina), der Heck-Makak (M. hecki) und der Gorontalo-Makak (M. nigriscens) angeführt.
- 2004 wurde eine neue Makakenart, der Arunachalmakak (M. munzala) entdeckt.
Weblinks
Kategorie:Primaten
ja:マカク属
Meerkatzenverwandte
Die Meerkatzenverwandten oder Hundsaffen (Cercopithecidae) sind eine Primatenfamilie. Sie bilden die einzige rezente Familie der Überfamilie Cercopithecoidea (Geschwänzte Altweltaffen) innerhalb der Altweltaffen. Mit rund 80 Arten bilden sie die artenreichste Primatenfamilie. Die Familie teilt sich in zwei Unterfamilien, Meerkatzenartige (Cercopithecinae) und Schlank- und Stummelaffen (Colobinae). Erstere sind Allesfresser, haben Backentaschen und einen einfach gebauten Magen, während zweitere vorwiegend Blätterfresser sind, einen komplexen Magen, aber keine Backentaschen haben. Zu den ersteren gehören unter anderem Meerkatzen, Paviane, Makaken und der Mandrill, zur zweiten Unterfamilie unter anderem Stummelaffen, Languren und der Nasenaffe.
Verbreitung
Meerkatzenverwandte leben in fast ganz Afrika (aber nicht auf Madagaskar) und großen Teilen Asiens (Arabische Halbinsel, Südasien, Südostasien, China und Japan). Eine Art, der Berberaffe, kommt sogar in Europa, auf Gibraltar, vor.
Beschreibung
Meerkatzenverwandte sind eher große, schwer gebaute Tiere. Die Nasenlöcher sind eng beisammen und weisen nach unten (was sie als "Schmalnasenaffen" von den Neuweltaffen, die auch Breitnasenaffen genannt werden, unterscheidet), die Schnauze wirkt bei manchen Arten hundeartig. Die meisten Arten haben einen Schwanz, dieser kann jedoch nie als Greifschwanz eingesetzt werden. Oft gibt es große Größenunterschiede zwischen den Geschlechtern.
Lebensweise
Meerkatzenverwandte sind fast ausschließlich tagaktiv. Die meisten Arten leben in Gruppen und zeigen auch ein komplexes Gruppenverhalten. Neben baumbewohnenden Arten gib es auch solche (zum Beispiel Paviane), die fast ausschließlich auf dem Boden leben.
Nahrung
Meerkatzenverwandte sind vorwiegend Pflanzenfresser, die Arten der Unterfamilie der Meerkatzenartigen sind in unterschiedlichem Ausmaß Allesfresser und nehmen auch Insekten und kleine Wirbeltiere zu sich. Die Nahrung der Schlank- und Stummelaffen besteht vorwiegend aus Blättern.
Fortpflanzung
Nach rund sechs- bis siebenmonatiger Tragzeit bringt das Weibchen meist ein einzelnes Jungtier zur Welt. Im zweiten Lebenshalbjahr wird dieses entwöhnt und ist mit rund drei bis fünf Jahren geschlechtsreif. In Menschenobhut können diese Tiere 50 Jahre alt werden.
Meerkatzenverwandte und Menschen
Zu dieser Familie zählen eine Reihe sehr bekannter Arten, die auch in Tiergärten zu sehen sind. Manche Arten, am bekanntesten ist der Rhesusaffe, werden oft als Labortiere eingesetzt. Für einige Arten stellt die Jagd auf ihr Fleisch und Fell, für viele Arten der Verlust des Lebensraums eine Bedrohung dar. 22 Arten werden von der IUCN als bedroht (endangered) gelistet.
Systematik
Die stammesgeschichtlichen Beziehungen innerhalb der Familie kommen in dem folgenden Diagramm zum Ausdruck:
Cercopithecidae (Meerkatzenverwandte)
|
|-Cercopithecinae (Meerkatzenartige)
| |
| |-Cercopithecini (Meerkatzen i.w.S., 5 Gattungen)
| |
| |-Papionini (Pavianartige)
| |
| |-Macaca (Makaken, 1 Gattung)
| |-Papionina (Paviane und nahe verwandte Arten, 5 Gattungen)
|
|-Colobinae (Schlank- und Stummelaffen)
|
|-Colobini (Stummelaffen, 2 Gattungen)
|
|-Presbytini (Schlankaffen, 7 Gattungen)
|
|-Languren
|-"Odd nosed monkeys" (Nasenaffe, Stumpfnasenaffen und andere)
Kategorie:Primaten
ja:オナガザル科
Primaten
Die Primaten (Primates) oder Herrentiere sind eine zu der Überordnung der Euarchontoglires gehörige Ordnung innerhalb der Unterklasse der höheren Säugetiere. Ihre Erforschung ist Gegenstand der Primatologie. Der Ausdruck Affen, der bisweilen für diese Ordnung verwendet wird, ist insofern missverständlich, als die Affen oder Eigentlichen Affen eine traditionelle Unterordnung darstellten, die im Gegensatz zu den Halbaffen stand. Heute werden Primaten in die beiden Unterordnungen der Feuchtnasenaffen (Strepsirrhini) und Trockennasenaffen (Haplorhini) eingeteilt, wobei letztere auch die Menschenaffen (Hominidae) inklusive des Menschen (Homo sapiens) mit einschließen.
Verbreitung
Mensch
Mit Ausnahme des Menschen, der eine weltweite Verbreitung erreicht hat, ist das Verbreitungsgebiet der Primaten größtenteils auf die Tropen und Subtropen Amerikas, Afrikas und Asiens beschränkt. Auf dem amerikanischen Kontinent reicht ihr heutiges Verbreitungsgebiet vom südlichen Mexiko bis ins nördliche Argentinien, schließt jedoch die Karibischen Inseln aus, auf denen sie außer vom Menschen eingeschleppte Tiere und der mysteriösen ausgestorbenen Gattung Xenothrix fehlen. In Afrika sind sie weit verbreitet, die größte Artendichte erreichen sie in den Regionen südlich der Sahara. Auf der Insel Madagaskar hat sich eine eigene Primatenfauna (ausschließlich Feuchtnasenaffen) entwickelt. In Asien umfasst ihr Verbreitungsgebiet die Arabische Halbinsel (der dort lebende Mantelpavian wurde jedoch möglicherweise vom Menschen eingeschleppt), den indischen Subkontinent, Volksrepublik China, Japan und Südostasien. Die östliche Grenze ihres Vorkommens bilden die Inseln Sulawesi und Timor. In Europa kommt frei lebend eine einzige Art vor, der Berberaffe in Gibraltar, doch ist auch diese Population wahrscheinlich vom Menschen eingeführt.
Nicht-menschliche Primaten fehlen in Nordamerika, dem größten Teil Europas, den nördlichen und zentralen Teilen Asiens, dem australisch-ozeanischen Raum sowie auf abgelegenen Inseln und den Polarregionen.
Anders als andere Säugetiergruppen sind Primaten nicht im großen Ausmaß vom Menschen in anderen Regionen sesshaft gemacht worden, außer den bereits erwähnten Mantelpavianen auf der Arabischen Halbinsel und den Berberaffen in Gibraltar betrifft das nur kleine Gruppen, beispielsweise einer Population der Grünen Meerkatze, die von afrikanischen Sklaven auf die Karibikinsel Saint Kitts mitgebracht wurde, oder einer Gruppe Rhesusaffen in Florida.
Merkmale
Obwohl die Primaten eine relativ klar definierte Säugetierordnung sind, gibt es relativ wenig Merkmale, die bei allen Tieren dieser Ordnung und sonst bei keinem anderen Säugetier zu finden sind.
Körpergröße
Die Körpergröße schwankt zwischen dem nur 12 bis 14 Zentimeter langen und 40 g schweren Mausmakis und dem bis zu 275 kg schweren Gorilla. Generell sind Feuchtnasenaffen (Durchschnittsgewicht 500 g) kleiner als Trockennasenaffen (Durchschnittsgewicht 5 kg), eine Tatsache, die auch auf den unterschiedlichen Aktivitätszeiten gründet (siehe unten). Einige Arten haben einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus, Männchen sind manchmal doppelt so schwer wie Weibchen und unterscheiden sich auch in der Fellfarbe (zum Beispiel der Mantelpavian).
Behaarung
Der Körper der meisten Primaten ist mit Fell bedeckt, dessen Färbung von weiß über grau bis zu braun und schwarz variieren kann. Die Handflächen und Fußsohlen sind meistens unbehaart, bei manchen Arten auch das Gesicht oder der ganze Kopf (zum Beispiel Uakaris). Am wenigsten behaart ist der Mensch.
Gesicht und Sinne
Mensch
Typisch für Primaten sind die relativ großen, nach vorne gerichteten Augen. Damit einhergehend ist ein gutentwickelter Gesichtssinn und ein im Verhältnis großes Gehirn. Die größten Augen aller Primaten haben die Koboldmakis. Bei den größtenteils nachtaktiven Feuchtnasenaffen ist zusätzlich eine lichtreflektierende Schicht hinter der Netzhaut, das Tapetum lucidum vorhanden.
Namensgebender Unterschied der beiden Unterordnungen ist der Nasenspiegel (Rhinarium), der bei den Feuchtnasenaffen feucht und drüsenreich ist und sich in einem gut entwickelten Geruchssinn widerspiegelt. Die Trockennasenaffen hingegen besitzen einfache, trockene Nüstern und ihr Geruchssinn ist weitgehend unterentwickelt.
Zähne
Die ältesten gefundenen fossilen Primaten besaßen eine Zahnformel von 2-1-4-3, das bedeutet pro Kieferhälfte zwei Schneidezähne, einen Eckzahn, vier Prämolaren und drei Molaren, insgesamt also 40 Zähne. Die maximale Zahnformel der rezenten Primaten lautet jedoch 2-1-3-3, die beispielsweise bei den Lemuren und Kapuzinerartigen auftritt. Manche Gattungen haben ernährungsbedingt weitere Zähne eingebüßt, so besitzen die Wieselmakis keine Schneidezähne im Oberkiefer. Die wenigsten Zähne aller lebenden Arten hat mit 18 das Fingertier, das keine Eckzähne und nur mehr einen Schneidezahn pro Kieferhälfte besitzt. Die Altweltaffen, einschließlich des Menschen haben die Zahnformel 2-1-2-3, also 32 Zähne.
Die Form insbesondere der Backenzähne gibt Aufschluss über die Ernährung. Vorwiegend fruchtfressende Arten haben abgerundete, insektenfressende Arten haben auffallend spitze Molaren. Bei Blätterfressern haben die Backenzähne scharfe Kanten, die zur Zerkleinerung der harten Blätter dienen.
Gliedmaßen
Mensch
Da die meisten Primatenarten Baumbewohner sind, sind ihre Gliedmaßen an die Lebensweise angepasst. Die Hinterbeine sind fast immer länger und stärker als die Vorderbeine (Ausnahmen sind die Gibbons und die nicht-menschlichen Menschenaffen) und tragen den größeren Anteil der Bewegung. Besonders ausgeprägt ist das bei den springenden Primaten und beim Menschen. Die Finger und Zehen sind an das Greifen angepasst. Merkmal aller Arten (mit Ausnahme des Menschen) ist die opponierbare (den anderen Zehen gegenüberstellbare) Großzehe. Auch der Daumen ist in den meisten Fällen opponierbar, bei Arten, die sich hangelnd durch die Äste bewegen, ist dieser jedoch zurückgebildet (beispielsweise bei den Klammeraffen und Stummelaffen). Die jeweils fünf Strahlen der Gliedmaßen (Finger und Zehen) tragen in den meisten Fällen Nägel statt Krallen. Feuchtnasenaffen haben an der zweiten Zehe eine Putz- oder Toilettenkralle, die der Fellpflege dient. Die Unterseite der Hände und Füße ist unbehaart und mit sensiblen Tastfeldern versehen.
Schwanz
Für viele baumbewohnende Säugetiere ist ein langer Schwanz ein wichtiges Gleichgewichts- und Balanceorgan, so auch bei den meisten Primaten. Jedoch kann der Schwanz rückgebildet sein oder ganz fehlen. Mit Ausnahme der Menschenartigen, die generell schwanzlos sind, ist die Schwanzlänge kein Verwandtschaftsmerkmal, da Stummelschwänze bei zahlreichen Arten unabhängig von der Entwicklung vorkommen. Sogar innerhalb einer Gattung, der Makaken, gibt es schwanzlose Arten (zum Beispiel der Berberaffe) und Arten, deren Schwanz länger als der Körper ist, zum Beispiel der Javaneraffe. Einen Greifschwanz haben nur einige Gattungen der Neuweltaffen ausgebildet, die Klammerschwanzaffen und die Brüllaffen. Dieser ist an der Unterseite unbehaart und mit sensiblen Nervenzellen ausgestattet.
Lebensweise
Lebensraum
Man vermutet, dass sich die Primaten aus baumbewohnenden Tieren entwickelt haben und noch heute sind viele Arten reine Baumbewohner, die kaum jemals auf den Boden kommen. Andere Arten sind zum Teil terrestrisch (auf dem Boden lebend), dazu zählen beispielsweise Paviane und Husarenaffen. Nur wenige Arten sind reine Bodenbewohner, darunter der Dschelada und natürlich der Mensch. Primaten finden sich in den verschiedensten Waldformen, darunter Regenwälder, Mangrovenwälder, aber auch Gebirgswälder bis über 3000 m Höhe. Obwohl man diesen Tieren generell nachsagt, wasserscheu zu sein, finden sich Arten, die gut und gerne schwimmen, darunter der Nasenaffe oder die Sumpfmeerkatze, die sogar kleine Schwimmhäute zwischen den Fingern entwickelt hat. Für einige hemerophile Arten (Kulturfolger) sind auch Städte und Dörfer Heimat geworden, zum Beispiel dem Rhesusaffen und den Hanuman-Langur.
Aktivitätszeiten
Vereinfacht gesagt sind Feuchtnasenaffen meist nachtaktiv (Ausnahmen: Indri, Sifakas und Varis), während Trockennasenaffen meist tagaktiv sind (Ausnahmen: Koboldmakis und Nachtaffen). Die unterschiedlichen Aktivitätszeiten haben sich auch im Körperbau niedergeschlagen, so sind in beiden Untergruppen nachtaktive Tiere durchschnittlich kleiner als tagaktive. Eine weitere Anpassung an die Nachtaktivität stellt der bessere Geruchssinn der Feuchtnasenaffen dar. Vergleichbar mit anderen Säugetieren ist die Tatsache, dass Arten, die sich vorwiegend von Blättern ernähren, längere Ruhezeiten einlegen, um den niedrigen Nährwert ihrer Nahrung zu kompensieren.
Fortbewegung
Nachtaffen
Primaten verwenden unterschiedliche Arten der Fortbewegung, die sich in verschiedenen Anpassungen im Körperbau widerspiegeln und auch vom Lebensraum abhängig sind. Es lassen sich folgende Formen unterscheiden:
- Vierbeiniges Gehen in den Bäumen: Bei dieser Form der Fortbewegung werden vorwiegend waagrechte Äste ausgenutzt.
- Senkrechtes Klettern und Springen: dazu werden vorwiegend die senkrechten Stämme ausgenutzt. Springfähige Primaten haben besonders starke hintere Gliedmaßen.
- Langsames Klettern: Diese Form haben insbesondere die Loris perfektioniert, die behäbig durch die Äste klettern, deren fester Klammergriff um die Äste aber kaum mit Gewalt gelöst werden kann.
- Vierbeiniges Gehen am Boden: Hände und Füße dienen der Fortbewegung am Boden, wobei sich die Details unterscheiden können: während Paviane alle drei Fingerglieder am Boden aufsetzen, stützen sich Gorillas und Schimpansen auf die zweiten Fingerglieder (so genannter Knöchelgang).
- Schwinghangeln: Bei dieser Methode schwingen sich die Tiere mit Hilfe ihrer kräftigen Arme durch das Geäst. Schwinghangeln lässt sich beispielsweise bei Spinnenaffen und Orang-Utans beobachten. Perfektioniert haben diese Methode die Gibbons (Brachiation).
- Bipedie: Den zweibeinigen, aufrechten Gang auf dem Boden praktizieren zeitweise mehrere Primatenarten, in Reinform kommt diese Methode nur bei den Menschen vor.
Sozialverhalten
Primaten haben in den meisten Fällen ein komplexes Sozialverhalten entwickelt. Reine Einzelgänger sind selten, auch bei Arten die vorwiegend einzeln leben (zum Beispiel der Orang-Utan), überlappen sich die Reviere von Männchen und Weibchen, und bei der Fortpflanzung werden Tiere aus solchen überlappenden Territorien bevorzugt. Andere Arten leben in langjährigen monogamen Beziehungen (zum Beispiel Indriartige oder Gibbons). Vielfach leben Primaten jedoch in Gruppen. Diese können entweder Harems- oder Einzelmännchengruppen sein, wo ein Männchen zahlreiche Weibchen um sich schart, oder gemischte Gruppen, in denen mehrere geschlechtsreife Männchen und Weibchen zusammenleben. In Gruppen etabliert sich oft eine Rangordnung, die durch Kämpfe, Alter, Verwandtschaft und andere Faktoren bestimmt ist.
Auch die Kommunikation und Interaktion spielt eine bedeutende Rolle. Etliche Arten haben eine Vielzahl von Lauten, die zur Markierung des Territoriums, zur Suche nach Gruppenmitgliedern, zur Drohung oder zur Warnung von Fressfeinden dienen kann. Besonders bekannt sind die Urwaldkonzerte der Brüllaffen und die Duettgesänge der Gibbonpärchen. Auch Körperhaltungen und Grimassen können eine Kommunikationsform darstellen, eine weitere wichtige Form der Interaktion ist die gegenseitige Fellpflege. Bei den Feuchtnasenaffen spielt der Geruchssinn eine bedeutendere Rolle, oft wird das Revier mit Duftdrüsen oder Urin markiert.
Ernährung
Gibbon
Vermutlich waren die Vorfahren der Primaten Insektenfresser, die Mehrzahl der Arten ist heute jedoch vorrangig Pflanzenfresser. Früchte stellen für viele Arten den Hauptbestandteil der Nahrung dar, ergänzt werden sie durch Blätter, Blüten, Knollen, Pilze, Samen, Nüsse, Baumsäfte und andere Pflanzenteile. Viele Arten sind jedoch Allesfresser, die neben pflanzlicher auch tierische Nahrung zu sich nehmen, insbesondere Insekten, Spinnen, Vogeleier und kleine Wirbeltiere. Zu den Gattungen, die gelegentlich Jagd auf größere Säugetiere (Hasen, kleine Primaten, junge Paarhufer) machen, gehören Paviane und Schimpansen.
Es gibt auch Arten, die vorwiegend Blätter verzehren. Um diese schwerverdauliche Nahrung zu verwerten, haben manche Tiere besondere Strategien entwickelt: so haben die Stummelaffen einen mehrkammerigen Magen, in welchem Mikroorganismen die Zellulose abbauen. Dieses Konzept ähnelt dem der Wiederkäuer oder mancher Känguruarten. Andere, wie die Brüllaffen oder der Gorilla, haben einen vergrößerten Dickdarm, der demselben Zweck dient.
Reine Fleischfresser sind selten unter den Primaten, dazu gehören beispielsweise die insektenfressenden Koboldmakis und Bärenmakis.
Fortpflanzung
Generell zeichnen sich Primaten durch eine lange Trächtigkeitsdauer, eine lange Entwicklungszeit der Jungen und eine eher hohe Lebenserwartung aus. Die Strategie dieser Tiere liegt darin, viel Zeit in die Aufzucht der Jungtiere zu investieren, dafür ist die Fortpflanzungsrate gering. Die kürzeste Tragzeit haben Katzenmakis mit rund 60 Tagen, bei den meisten Arten liegt sie zwischen vier und sieben Monaten. Die längste Trächtigkeitsdauer haben der Mensch und der Gorilla mit rund neun Monaten.
Bei den meisten Arten überwiegen Einzelgeburten, und auch bei den Arten, die üblicherweise Mehrfachgeburten aufweisen (darunter Katzenmakis, Galagos und Krallenaffen) liegt die Wurfgröße selten über zwei oder drei Neugeborenen.
Systematik und Stammesgeschichte
Systematik
Die Primaten gehören innerhalb der Plazentatiere zu den Euarchontoglires, einer aufgrund molekulargenetischer Untersuchungen festgelegten Überordnung. Ihre nächsten Verwandten sind die Riesengleiter (Dermoptera). Die Spitzhörnchen (Scandentia), die früher manchmal den Primaten zugerechnet wurden, zeigen zwar im Schädelbau und im Verhalten Ähnlichkeiten, diese sind aber entweder generelle Merkmale der Säuger oder konvergente Entwicklungen, sodass sie heute in eine eigene Ordnung, Scandentia, gestellt werden. Das nachfolgende Diagramm gibt die vermuteten Entwicklungsverhältnisse innerhalb dieser Unterordnung wieder:
Euarchontoglires
|--Glires
| |--Nagetiere (Rodentia)
| |--Hasenartige (Lagomorpha)
|--Euarchonta
|--Spitzhörnchen (Scandentia)
|--N.N.
|--Riesengleiter (Dermoptera)
|--Primaten (Primates)
Riesengleiter
Man teilt die Primaten heute in zwei Unterordnungen, die Trockennasenaffen (Haplorrhini) und die Feuchtnasenaffen (Strepsirrhini). Früher wurde zwischen Halbaffen (Prosimiae) und "Echten" Affen (Simiae) unterschieden, bis auf die Familie der Koboldmakis entsprechen die Feuchtnasen- den Halbaffen und die Trockennasen- den echten Affen. Die Feuchtnasenaffen teilen sich in die Lemuriformes (Lemurenartige), die ausschließlich auf Madagaskar leben und die Loriformes, zu denen Loris und Galagos gehören. Bei den Trockennasenaffen stehen die Koboldmakis den anderen Arten gegenüber, die manchmal als Eigentliche Affen (Anthropoidea) bezeichnet werden und sich wiederum in die Neuweltaffen und die Altweltaffen teilen.
Die folgende Systematik zeigt nur die rezenten Familien:
Primaten (Primates)
|-- Feuchtnasenaffen (Strepsirrhini)
| |--Lemuriformes (Lemurenartige)
| | |--Fingertiere (Daubentoniidae)
| | |
| | |--Lemuroidea
| | |--Katzenmakis (Cheirogaleidae)
| | |--Wieselmakis (Lepilemuridae)
| | |--N.N.
| | |--Indriartige (Indriidae)
| | |--Lemuren (Lemuridae)
| |
| |--Lorisiformes (Loriartige)
| |--Loris (Lorisidae)
| |--Galagos (Galagonidae)
|
|--Trockennasenaffen (Haplorhini)
|
|--Tarsiiformes (Koboldmakis)
|
|--Anthropoidea ("Eigentliche Affen")
|--Neuweltaffen oder Breitnasenaffen (Platyrrhini)
| |--Sakiaffen (Pitheciidae)
| |--N.N.
| |--Klammerschwanzaffen (Atelidae)
| |--N.N.
| |--Krallenaffen (Callitrichidae)
| |--N.N.
| |--Nachtaffen (Aotidae)
| |--Kapuzinerartige (Cebidae)
|
|--Altweltaffen oder Schmalnasenaffen (Catarrhini)
|--Geschwänzte Altweltaffen (Cercopithecoidea)
| |--Meerkatzenverwandte (Cercopithecidae)
|
|--Menschenartige (Hominoidea)
|--Gibbons (Hylobatidae)
|--Menschenaffen (inkl. Mensch) (Hominidae)
Stammesgeschichte
Die ältesten zweifelsfrei den Primaten zuzuordnenden Fossilienfunde stammen aus dem frühen Eozän (vor rund 55 Millionen Jahren). Die Stellung der aus dem Paläozän bekannten Gattung Plesiadapis ist umstritten, sie wird aber heute meist nicht zu den Primaten gerechnet. Da die Funde aus dem Eozän bereits die Aufspaltung in die beiden Unterordnungen erkennen lassen, vermutet man, dass die ältesten Primaten in der Kreidezeit gelebt haben, vor rund 80 bis 90 Millionen Jahren.
Die Funde aus dem Eozän werden den Adapiformes, einer Teilordnung der Feuchtnasenaffen, und den Omomyidae, einer den Koboldmakis ähnlichen Familie zugeordnet und sind aus Afrika, Asien, Europa und Nordamerika bekannt. Während die Primaten in Nordamerika im Oligozän ausstarben, entwickelten sie sich auf den anderen Kontinenten weiter. Die heutigen Primaten Amerikas, die Neuweltaffen, sind seit rund 25 Millionen Jahren belegt, älteste bekannte Gattung ist Branisella. Aus dem Miozän sind Vorfahren der meisten heutigen Familie bekannt, eine Ausnahme bilden die Primaten Madagaskars, was aber wohl auf eine schlechte Fossilienfundrate zurückzuführen ist. In Europa starben die nichtmenschlichen Primaten - aus der Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae) - im Pleistozän aus. Auf beispiellose Weise hat sich die Gattung Homo innerhalb der letzten 100.000 Jahre weltweit ausgebreitet, sodass heute in jedem Winkel der Erde Primaten zu finden sind.
Primaten und Menschen
Die folgenden Kapitel befassen sich mit dem Verhältnis zwischen Menschen und anderen Primaten, wobei der Mensch selbst weitestgehend unbeachtet bleibt.
Forschungsgeschichte
Homo
Zu den frühesten im Mittelmeerraum bekannten Primaten zählten der Berberaffe Nordafrikas und der Mantelpavian Ägyptens. Der karthagische Seefahrer Hanno († 440 v. Chr.) brachte von seiner Afrikareise die Felle von drei "wilden Frauen" mit, vermutlich Schimpansen. Aristoteles schreibt über Tiere, die sowohl Eigenschaften des Menschen als auch Eigenschaften der "Vierfüßer" teilen und unterteilt sie in (Menschen-)Affen, "Affen mit Schwanz" (vermutlich Meerkatzen oder Makaken) und Paviane. Den Pavianen attestierte er eine hundeähnliche Schnauze und Zähne und prägte so den Begriff der Hundsaffen, Im 2. Jahrhundert nach Christus sezierte Galenos von Pergamon Berberaffen und schlussfolgerte daraus die menschliche Anatomie, bis ins 16. Jahrhundert hinein waren seine Forschungen für die Medizin bestimmend. Die Vorstellungen der Primaten im Mittelalter waren überlagert mit Fabelwesen wie behaarten, geschwänzten Menschen und Halbwesen ähnlich dem Satyr. Pan, der Gattungsname der Schimpansen, abgeleitet vom bocksfüßigen Hirtengott Pan, geht auf solche Vorstellungen zurück. 1641 kam erstmals ein lebendiger Schimpanse nach Holland und wurde vom niederländischen Arzt Nicolaes Tulpius (1593-1674), der durch seine Verewigung in Rembrandts Gemälde "Die Anatomielektion des Dr. Tulp" berühmt wurde, untersucht und unter dem Titel "Indischer Satyr" veröffentlicht. Als Begründer der Primatologie gilt der englische Arzt und Zoologe Edward Tyson (1650-1708), der 1699 eine Reihe von Gemeinsamkeiten zwischen dem von ihm untersuchten "Orang-Outan oder Homo sylvestris" - in Wahrheit einem Schimpansen aus Angola - und dem Menschen feststellte. Carl von Linné schuf die grundsätzlich heute noch gültige Systematik der Tiere, er teilte in der zehnten Auflage seiner "Systema Naturae" (1758) die Primaten in vier Gattungen: Homo (Mensch), Simia (Menschenaffen und andere Affen), Lemur (Lemuren und andere "niedere" Affen) und Vespertilio (Fledermäuse) - in früheren Auflagen hatte er auch noch die Faultiere zu den Primaten gerechnet.
Faultiere
Ganz mochte man sich mit der Einordnung der Menschen unter die Primaten nicht abfinden, so teilte Johann Friedrich Blumenbach diese Gruppe in die "Bimana" (Zweihänder, also Menschen) und "Quadrumana" (Vierhänder, also nicht-menschliche Primaten). Diese Einteilung spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, dass Menschenaffen in jener Zeit oft mit einem Stock dargestellt wurden, da das zweifüßige Gehen ohne Hilfe dem Menschen vorbehalten war. Im 19. Jahrhundert wurde die Evolutionstheorie entwickelt und Thomas Henry Huxley band mit seinem Werk "Evidence as to Man's Place in Nature" (1863) den Menschen konsequent in die Evolutionsvorgänge ein, was noch jahrzehntelange Diskussionen anheizen sollte, ob der Mensch denn wirklich vom Affen abstamme. Der britische Zoologe St. George Mivart (1827-1900), ein konservativer Katholik und Autodidakt versuchte einerseits, Darwins und Huxleys Thesen zu widerlegen, unter anderem mit der Behauptung, die Erde existiere für die beschriebenen Evolutionsprozesse noch nicht lang genug, andererseits aber modifizierte er die Einteilung Linnés, indem er die Fledermäuse von den Primaten abtrennte und die bis vor kurzem gültige Einteilung in Halbaffen und (Eigentliche) Affen durchführte. Mivart etablierte auch eine Merkmalsliste der Primaten, in der er unter anderem ausgebildete Schlüsselbeine, einen Greiffuß mit gegenüberstellbarer Großzehe und einen freihängenden Penis mit dahinterliegendem Skrotum anführte.
Ab dem 20. Jahrhundert spaltete sich die Forschungsgeschichte in zahlreiche Bereiche auf, die hier nur stichwortartig wiedergegeben werden können:
- Paläontologie: Mit Hilfe von Fossilien wurde versucht, die genauen Abstammungsverhältnisse innerhalb der Primaten zu ermitteln. Besonders intensiv wurde versucht, die Beziehungen zwischen den Echten Menschen und ihren tierischen Verwandten zu erhellen und den lang gesuchten "Missing Link" zu finden.
- Systematik: Mit Hilfe von DNA-Vergleichen und anderer Vergleichsmethoden wurden die stammesgeschichtlichen Beziehungen der verschiedenen Primatengruppen genauer analysiert. Kladistische Systematiken wurden entwickelt, die dem früheren "Fortschrittsvorurteil" der klassischen Systematik gegenüberstehen. Zwei grundlegende Korrekturen in der Systematik sind dadurch entstanden: Die traditionelle Einteilung in Halbaffen und Affen wurde zugunsten der Gruppierung in Feuchtnasenaffen und Trockennasenaffen aufgegeben. Die zweite Änderung betrifft den Menschen, der früher - vielleicht als letztes Überbleibsel einer traditionell zugestandenen Sonderrolle - in einer eigenen Familie (Hominidae) den Menschenaffen (Pongidae) gegenüber gestellt wurde, heute allerdings zweifelsfrei als Mitglied der Menschenaffen (Hominidae) eingeordnet wird.
- Verhaltensforschung: Anstatt rein äußerlicher Beschreibungen rückte das Verhalten der Tiere in den Mittelpunkt. Verhaltensweisen, Werkzeuggebrauch und Sozialformen wurden exakter analysiert, viele Forscher verbrachten mehrere Jahre in der Nähe der Tiere, um genaue Freilandstudien durchführen zu können. Zu den bekanntesten Forscherinnen zählen Dian Fossey und Jane Goodall. In diesen Bereich gehört auch die Intelligenz- und Lernforschung. Anhand ihrer Fähigkeiten, Aufgabenstellungen zu lösen (zum Beispiele eine Frucht in einer durch Schnallen verschlossenen Schachtel) oder mittels Symbolkärtchen oder Gebärdensprache in eine Kommunikation mit Menschen zu treten, soll die Intelligenz und das Lernverhalten der Tiere ermittelt werden.
- Erhaltungsbiologie: Angesichts der zum Teil drastisch zurückgehenden natürlichen Lebensräume vieler Arten werden Fragen des Naturschutzes und der Errichtung geeigneter Schutzgebiete immer brennender.
Generell lässt sich in den letzten Jahrzehnten ein Rückgang der Forschung in anatomischen und physiologischen Fragestellung und ein Aufschwung in Freilandforschung und Erhaltensbiologie erkennen.
Kulturelle Bedeutung
physiologischen]
Die Menschenähnlichkeit im Körperbau und mehrere Angewohnheiten haben oft zu mythischen Vorstellungen beigetragen. Zu diesen Angewohnheiten zählen das morgendliche Aalen in der Sonne, das als religiöse Sonnenverehrung gedeutet wurde, die Schreie und Gesänge und die vermutete eheliche Treue mancher Arten.
In verschiedenen Religionen wurden manche Arten zu Heiligen Tieren erklärt. Der altägyptische Gott Thot wurde manchmal in Gestalt eines Pavians dargestellt. Im ägyptischen Totenbuch wird von den Pavianen berichtet, sie sitzen am Bug der Todesbarke und der Tote kann sich an sie wenden und um Gerechtigkeit im Totenreich bitten. Paviane genossen deshalb Schutz und wurden sogar mumifiziert. In Indien gelten der Rhesusaffe und der Hanuman-Langur als heilig. Im Ramayana, dem indischen Nationalepos, helfen Hanuman-Languren, die nach dem Affengott Hanuman benannt sind, dem Prinz Rama bei der Befreiung seiner Gattin aus den Fängen des Fürsten der Dämonen. Diese beiden Arten bevölkern indische Städte und Tempel in großer Zahl und dürfen unbehelligt Marktstände und Gärten plündern. In verschiedenen Regionen der Erde genossen gewisse Primaten aufgrund mythischer Vorstellungen Schutz vor der Bejagung, so zum Beispiel der Indri auf Madagaskar. In China wurden die Duettgesänge der Gibbons mit der angeblichen Melancholie dieser Tiere in Verbindung gebracht, was sich in Gedichten und Gemälden niedergeschlagen hat.
Primaten als Haustiere
Die ältesten Belege über Primaten als Haustiere stammen aus dem Alten Ägypten, wo Bilder zeigen, wie Paviane an der Leine geführt wurden und mit Kindern spielten. Aus dem alten China sind Gibbons als Haustiere bekannt. Über Jahrtausende hinweg wurden Primaten als Haustiere gehalten, auch heute ist dies noch mancherorts üblich. Gehalten werden vor allem Menschenaffen und kleinere Arten wie Totenkopfaffen - bekannt war der Schimpanse Michael Jacksons. Problematisch ist dabei, dass diese Tiere selten gezüchtet werden, sondern meistens als Jungtiere gefangen, was oft mit der Tötung der Mutter einhergeht. Aus dem Aspekt des Tierschutzes werden Primaten als Haustiere generell abgelehnt, da eine artgerechte Haltung kaum möglich ist und es auch zur Übertragung von Krankheiten - in beide Richtungen - kommen kann.
Primaten als Nutztiere
artgerechte Haltung
Unter den Primaten finden sich keine klassischen Nutztiere. Im Bereich der medizinischen Forschung und der Erprobung von Kosmetika werden Primaten vielfach für Tierversuche verwendet. Am bekanntesten ist wohl die Entdeckung des Rhesusfaktors, der 1940 am Rhesusaffen entdeckt wurde. Früher hat die Suche nach Versuchstieren die Populationen zum Teil drastisch dezimiert, heute stammen die Tiere für diese Zwecke meist aus eigener Züchtung. Der Sinn und Nutzen der Tierversuche ist heftig umstritten und die Diskussion darüber wird äußerst kontrovers geführt.
Ein weiterer Verwendungszweck von Primaten war die Raumfahrt. Der erste war 1958 "Gordo", ein Totenkopfaffe, der an Bord einer Redstone-Rakete ins All befördert wurde. Es folgten weitere Totenkopfaffen, Rhesusaffen und Schimpansen in den Raumfahrtsprogrammen der USA, Frankreichs und der Sowjetunion.
Bedrohung
Das größte Artensterben in jüngerer Vergangenheit hat auf Madagaskar stattgefunden. Die Insel, die erst vor rund 1500 Jahren von Menschen besiedelt wurde, ist Heimat zahlreicher endemischer Tierarten, darunter fünf Primatenfamilien. Mindestens acht Gattungen und fünfzehn Arten sind seither dort ausgestorben, höchstwahrscheinlich aufgrund der Bejagung, möglicherweise gekoppelt mit klimatischen Veränderungen. Zu den dort ausgerotteten Primaten zählen vorrangig größere, bodenlebende Arten, darunter die Riesenlemuren Megaladapis und der gorillagroße Archaeoindris sowie die Palaeopropithecidae („Faultierlemuren“) und Archaeolemuridae („Pavianlemuren“).
Global betrachtet ist die Situation vieler Primatenarten besorgniserregend. Als vorrangig waldbewohnende Tiere sind sie den Gefahren, die mit den großflächigen Abholzungen der Wälder einhergehen, drastisch ausgeliefert. Die Verbreitungsgebiete vieler Arten machen nur mehr einen Bruchteil ihres historischen Vorkommens aus. Die Jagd tut ein Übriges: Gründe für die Bejagung sind unter anderem ihr Fleisch, das verzehrt wird, und ihr Fell. Hinzu kommt die Tatsache, dass sie Plantagen und Felder verwüsten, sowie die - weitgehend illegale - Suche nach Haustieren. Dabei werden meist die Mütter erlegt, um halbwüchsige Tiere einfangen zu können. Obwohl die International Union for Conservation of Nature keine Primatenart als in den letzten 200 Jahren ausgestorben listet, gilt eine Reihe als stark gefährdet. Zu den bedrohtesten Primaten zählen beispielsweise der Spinnenaffe und die Löwenäffchen Südamerikas, der auf Java endemische Silbergibbon, mehrere Stumpfnasenarten und die sumatranische Unterart des Orang-Utan.
Weblinks
- [http://www.primatis.de/primaten/fakten.asp Datenbank mit Detailinformationen zu über 200 Primatenarten]
- [http://pin.primate.wisc.edu/ Primate Info Net (englisch)]
- [http://members.tripod.com/cacajao/index.html The Primata - Fakten und Links zu zahlreichen Arten (englisch)]
- [http://www.egbeck.de/skripten/13/bs13-37.htm Entwicklung der Primaten]
Literatur
- Bonis, Louis de: Vom Affen zum Menschen, Spektrum der Wissenschaft 2004, ISBN 3936278709
- Geissmann, Thomas: Vergleichende Primatologie, Spriger-Verlag 2002, ISBN 3540436456
- Groves, Colin: Primate Taxonomy, Smithsonian Inst Press 2001, ISBN 156098872X
- Paul, Andreas: Von Affen und Menschen, Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1998, ISBN 3534138694
- Swindler, Daris: Introduction to the Primates, University of Washington Press 1998, ISBN 0295977043
Kategorie:Primaten
ja:サル目
ko:영장류
Asien
Asien ist der zentrale-südliche und östliche Teil Eurasiens.
Begriff
Das Wort Asien (Asia) stammt aus dem Assyrischen und bedeutet Sonnenaufgang. Es entspricht also dem lateinischen Wort Orient oder dem deutschen Morgenland. Der vor dem Zweiten Weltkrieg gebräuchliche Begriff Fernost wird heute selten verwendet, da er eine eurozentristische Weltsicht widerspiegelt.
Das chinesische Zeichen 亞 (Kurzzeichen 亚, Pinyin yà) ist eine klangliche Adaption und bedeutet ursprünglich das Zweite, subordiniert.
Innereurasische Grenze
Aus historischen Gründen werden Europa und Asien in Europa (teilweise nicht jedoch in Asien!) als verschiedene Kontinente betrachtet. Das Ural-Gebirge, der Ural-Fluss, das Kaspische Meer, der Kaukasus, das Schwarze Meer sowie Bosporus, Marmarameer und Dardanellen bilden u.a. die Grenze von Europa und Asien (siehe Eurasien).
Lage und Küstengliederung
Eurasien
Asien liegt mit seiner kontinentalen Landmasse bis auf die Tschuktschen-Halbinsel in Ostsibirien ganz in der östlichen Hemisphäre, nördlich des Äquators. Nur die südöstlichsten Inseln (Teile Indonesiens) befinden sich auf der Südhalbkugel der Erde.
Der nördlichste Punkt der Landmasse ist das Kap Tscheljuskin auf der Taimyr-Halbinsel (Sibirien) 77° 40' n. Br., der südlichste Punkt der Landmasse ist die Spitze der Malaiischen Halbinsel (Kap Buru) 1° 16' n. Br. Westlichster Punkt ist das Kap Baba in Kleinasien 26° 4' westl. L., der östlichste Punkt ist auf Kap Deschnjow (an der Nordostspitze von Sibirien) 169° 44' westl. L.
Die Küstenlänge Asiens beträgt etwa 82.300 km, davon entfallen auf den Arktischen Ozean 15.900 km, auf den Pazifischen Ozean 27.300 km, auf den Indischen Ozean 33.600 km und auf das Mittelmeer einschließlich Schwarzes Meer 5.500 km.
Die Küsten verlaufen im Norden, Osten und Süden. Im Westen bildet das Mittelmeer nur teilweise die Landbegrenzung. Mit Afrika verbindet sich Asien nördlich des Roten Meeres über die Halbinsel Sinai (Landenge von Sues, 145 km breit) und mit Europa bildet die Strecke zwischen dem Karischen Golf und dem Kaspischen Meer eine 2.700 km lange Grenze.
Ganz im Osten bildet die Beringstraße mit einer Breite von etwas mehr als 80 km eine Grenze zu Amerika. Im Südosten bildet die Inselwelt des Indonesischen Archipels eine Verbindung zu Australien.
Der riesigen Landmasse sind zahlreiche größere Halbinseln vorgelagert. Im Westen Kleinasien (Anatolien) (früher wurde auch die Insel Zypern hinzugerechnet), im Süden die Arabische Halbinsel zwischen dem Roten Meer und dem Persischen Golf, Indien zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Bengalen (mit der vorgelagerten Insel Sri Lanka) und im Südosten Hinterindien zwischen dem Golf von Bengalen und dem Chinesischen Meer. An der Ostküste Asiens zeigen sich mehrere südwärts gerichtete Halbinseln mit vorgelagerten Inselreihen. Dies sind Korea und Kamtschatka mit den Kurilen, Sachalin und den Inseln Japans: Hokkaidō, Honshū, Shikoku und Kyūshū. Im Norden ist die sibirischen Küste mehr durch die Mündungen mächtiger Ströme geprägt.
Einwohner und Größe
Asien ist mit etwas mehr als 44 Mio. km² der flächenmäßig größte Erdteil, der von mehr als der Hälfte der Erdbevölkerung (etwa 3,5 Milliarden Menschen) bewohnt wird. In der [http://www.datenbank-asien.de Datenbank Asien] sind Informationen zu vielen Ländern Asiens zu finden.
Geschichte
Asien ist die Wiege zahlreicher Kulturen, beispielsweise in China, in Indien sowie Babylonien und Assyrien in Vorderasien. Alle großen Weltreligionen (auch das Christentum, das Judentum und der Islam) sind in Asien entstanden.
Asien und Europa verbindet eine Lange Tradition an Kriegen (beispielsweise Alexander der Große, die Perserkriege, die Kreuzzüge, die Einfälle der Hunnen und der Türken) und an Entdeckungsreisen (beispielsweise Sven Hedin).
Asien ist seit jeher von Großreichen geprägt und nicht so zersplittert wie Europa. Die chinesische Kultur hat in der Welt, vor allem jedoch in Ostasien, ihre Spuren hinterlassen (Papier, Buchdruck, Kompass, Seide, Porzellan uvm.). Aus Indien hat sich der Buddhismus verbreitet. Nordasien (insbesondere Sibirien) blieb lange Zeit nahezu unbesiedelt, erst als sich das Russische Reich weiter ausdehnte, wurden dort größere Städte gegründet. Zentralasien war traditionell die Heimat von Steppenvölkern (Reitervölker), (beispielsweise den Mongolen), die in früheren Zeiten eine Bedrohung für Europa darstellten. Der Nahe Osten ist seit dem 7. Jahrhundert vom Islam geprägt und hat einen stark prägenden Einfluss auf Nordafrika gehabt.
Politische Einteilung nach Regionen
Nordafrika
- Afghanistan
- Kasachstan
- Kirgisistan
- Mongolei
- Tadschikistan
- Turkmenistan
- Usbekistan
siehe auch: Turkstaaten
- Russland (Sibirien)
- Volksrepublik China
- Hongkong (Sonderverwaltungszone)
- Macao (Sonderverwaltungszone)
- Japan
- Korea
- Nordkorea
- Südkorea
- Taiwan (Republik China)
- Brunei
- Indonesien
- Kambodscha
- Laos
- Malaysia
- Myanmar (früher Burma)
- Philippinen
- Singapur
- Thailand (früher Siam)
- Timor-Leste
- Vietnam
:Siehe auch: Tigerstaaten
- Bangladesch
- Bhutan
- Indien
- Malediven
- Nepal
- Pakistan
- Sri Lanka (früher Ceylon)
- Armenien
- Aserbaidschan
- Bahrain
- Georgien
- Irak
- Iran
- Israel
- Jemen
- Jordanien
- Katar
- Kuwait
- Libanon
- Oman
- Palästinensische Autonomiegebiete
- Saudi-Arabien
- Syrien
- Türkei
- Vereinigte Arabische Emirate
- Zypern
Regionale Organisationen
- ASEAN
- ASEM
- ADB - Asia Development Bank
- AHRC - [http://www.ahrchk.net Asiatische Menschenrechtskommission]
Siehe auch
- Portal Asien
- Kleinasien
- Naher Osten
- Liste asiatischer TV-Programme in Europa
Weblinks
- [http://www.inasien.de Magazin „in Asien!“]
- [http://www.Kultur-in-Asien.de Kultur in Asien: Kunst, Religion, Kult, Feste, Kalender, Architektur, Geschichte (von Dr. Bernhard Peter)] (ein breit angelegtes Informationsforum über verschiedene asiatische Länder, das Essays, Photogalerien und Reiseberichte vereint)
- [http://www.zmag.org/asiawatch/asiawatch.cfm ZNet's Resource on Asia (engl.)]
- [http://www.weltkarten-landkarten.de/landkarten/asien/d_default.asp Umfangreiche Landkartensammlung von Asien]
- [http://www.askasia.org/ a resource of the Asia Society (engl.)]
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Kategorie:Kontinent
ja:アジア
ko:아시아
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th:ทวีปเอเชีย
zh-min-nan:A-chiu
Marokko---Sidenote START---
Das Königreich Marokko (المملكة المغربية ) ist ein Staat in Nordwest-Afrika.
Es grenzt an Algerien, Mauretanien, die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, den Atlantik und das Mittelmeer.
Marokkos Südgrenze bleibt jedoch wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines UNO-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten.
Landesname
Während sich das Land in der eigenen offiziellen Staatsbezeichnung "al-Mamlakah al-Maghribiyah" anspruchsvoll und eher allgemein als "Maghrebinisches Königreich" bezeichnet (bis in die 1960er übrigens "Scherifisches Maghrebinisches Königreich") hat sich international die europäische Ableitung des Namens der ehemaligen Hauptstadt Marrakesch für das gesamte Königreich Marokko durchgesetzt.
Geographie
Die wichtigsten Städte sind (Stand Volkszählung 2. September 2004):
# Casablanca: 2.933.684 Einwohner
# Rabat: 1.622.860 Einwohner
# Fès: 946.815 Einwohner
# Marrakesch: 823.154 Einwohner
# Agadir: 678.596 Einwohner
Siehe auch: Liste der Städte in Marokko
Bevölkerung
Rund 60% (Januar 2005) der Bevölkerung leben in Städten. Nordmarokko mit der alten Metropole Fes sind eher arabisch, Südmarokko und dessen Metropole Marrakesch eher berberisch geprägt.
Sprache
Die landesweite Amtssprache ist Arabisch. Von Marokkanern berberischer Abstammung werden auch diverse Berbersprachen (Tachelhit, Tamazight, Ghomara, Tarifit, Senhaja de Srair, und ehemals auch Judeo-Berberisch) gesprochen. Französisch wird im gesamten Land als Geschäfts- und Bildungssprache benutzt, verliert aber langsam an Bedeutung bei der Bevölkerung. Im Norden Marokkos wird zusätzlich Spanisch gebraucht (aber auch andere westliche Sprachen). Im Süden ist Französisch sehr angebracht um sich zu verständigen. Englisch ist kaum verbreitet.
Religion
98% der Bevölkerung sind Muslime, 1,4% Christen und 0,6% Juden. Der Islam in Marokko ist durchaus liberaler als in anderen arabischen Staaten, was vermutlich mit der engen Bindung an Europa zusammenhängt. Nicht mehr alle Frauen tragen ein Kopftuch oder Schleier. Besonders in den Städten kleiden sich immer mehr Frauen nach europäischen Vorbild betont modisch. Auch alleine Ausgehen ist für Frauen zumindest in den Städten kein Problem mehr.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Marokkos
Marokko wurde seit Beginn der historischen Überlieferung von Berberstämmen bewohnt, die im 3. Jahrhundert v. Chr. das Königreich Mauretanien bildeten. Nach der römischen Herrschaft mussten sich die Berber am Ende des 7. Jahrhunderts den Muslimen unterwerfen. Schnell wurde der Islam von den Berbern übernommen, doch kam es wegen Diskriminierungen durch die arabischen Muslime bald zu Aufständen. Diese führten schon im 8. Jahrhundert zur Bildung eigenständiger Reiche. Die bedeutendsten Dynastien im Mittelalter waren die Almoraviden, die Almohaden und Meriniden. Den Almoraviden gelang im 12. Jahrhundert sogar die erstmalige Vereinigung des Maghreb unter dem Einschluss von Andalusien. Die folgenden Dynastien blieben in ihrer Herrschaft weitgehend auf Marokko beschränkt. Seit dem 15. Jahrhundert war die Berberbevölkerung auch weitgehend arabisiert. Mit den Alawiden kam im 17. Jahrhundert die bis heute in Marokko regierende Dynastie an die Macht. Sie konnte die Unabhängigkeit des Landes gegenüber den europäischen Kolonialmächten lange behaupten und musste erst 1912 das französische Protektorat anerkennen. Doch schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg war Frankreich gezwungen, Marokko in die Unabhängigkeit zu entlassen (1956). Im selben Jahr gab auch Spanien sein 1912 besetztes an der marokkanischen Mittelmeerküste gelegenes Protektorat Spanisch-Marokko zurück.
1976 annektierte Marokko nach dem Grünen Marsch von 1975, an dem über 350.000 unbewaffnete marokkanische Zivilisten teilnahmen, die benachbarte Westsahara, die bisher als Kolonie von Spanien verwaltet wurde und vorher unter weitgehendem marokkanischem und (gebietsweise) mauretinischem Einfluss stand. Der damalige König Marokkos, Hassan II., bat den internationalen Gerichtshof in Den Haag um ein Urteil, das die historische Zugehörigkeit der Westsahara zu Marokko belegen sollte. Der internationale Gerichtshof in Den Haag sprach Marokko jedoch sämtliche Besitzansprüche auf die besetzten Gebiete ab, worauf Marokko das Urteil schlicht ignorierte. Die UNO forderte Marokko auf, in einer Volksabstimmung die verbliebene und die vertriebene Bevölkerung der Westsahara über Freiheit oder Zugehörigkeit zu Marokko entscheiden zu lassen. Hassan II. stimmte diesem Vorgehen zu, die Abstimmung hat jedoch bis heute nicht stattgefunden. Indes betreibt Marokko eine umfassende Besiedlungspolitik in der Sahara, wohl um den marokkanischen Bevölkerungsanteil bis zur Abstimmung groß genug werden zu lassen. Ein Teil der saharouischen Bevölkerung lebt in Flüchtlingslagern in der algerischen Sahara. Wegen der Aufnahme der Arabischen Demokratischen Republik Sahara in die Afrikanische Union (AU) hat Marokko als einziger afrikanischer Staat es vorgezogen, nicht Mitglied der AU zu sein.
Siehe auch: Westsaharakonflikt, Liste der Könige Marokkos, Liste der französischen Generalresidenten für Marokko, Liste der Premierminister von Marokko.
Politik
Marokko ist eine konstitutionelle Monarchie, deren derzeitiges Staatsoberhaupt, seit dem 23. Juli 1999, König Mohammed VI. ist. König Mohammed VI. gehört der Dynastie der Alawiden an, die seit über drei Jahrhunderten über Marokko herrscht. Er ist nicht nur weltliches, sondern als Führer der Gläubigen auch geistiges Oberhaupt der marokkanischen Bevölkerung. Der König ernennt nicht nur den Premierminister, der in der Regel von der stärksten politischen Partei des Parlamentes vorgeschlagen wird, sondern auch das gesamte Kabinett und verfügt daneben über zahlreiche Befugnisse, die seine Position als mächtigste Instanz des Staates untermauern. Im Vergleich zu europäischen Monarchien hat der marokkanische König weitergehendere Kompetenzen, wobei jedoch in der Praxis der Premierminister die politischen Tagesgeschäfte führt.
Derzeitiger Premierminister ist seit dem 7. November 2002 der parteilose Driss Jettou.
Marokko verfügt seit einer konstitutionellen Reform von 1996 über ein parlamentarisches Zweikammernsystem aus Nationalversammlung und Senat. Darüber hinaus gewährt die Verfassung des Landes eine unabhängige Judikative. Die Richter des Obersten Gerichtshofes werden vom König ernannt.
Siehe auch: Politisches System Marokkos
Außenpolitik
Marokko war das erste Land, welches die jungen Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1777 offiziell anerkannte. Der "Moroccan-American Treaty of Friendship" von 1783, welcher von US-amerikanischer Seite von John Adams und Thomas Jefferson unterzeichnet wurde, ist somit auch Amerikas längster ungebrochener Freundschaftsvertrag mit einem anderen Staat. Die US-Marokkanischen Beziehungen sind so gut, dass die Vereinigten Staaten Marokko den Status eines Hauptverbündeten Alliierten außerhalb der NATO (Major Non-Nato Ally) im Juni 2004 zuerkannten (Quelle: [http://www.state.gov/r/pa/ei/bgn/5431.htm background note on Morocco, Oct. 2004] des US-Außenministeriums).
Marokkos Politik ist dediziert pro-westlich und pro-europäisch, wobei es starke politische, kulturelle und auch soziale [http://europa.eu.int/comm/external_relations/morocco/intro/ Bindungen zu Europa] unterhält.
Mit Spanien existieren noch ungelöste Territorialstreitigkeiten über die Exklaven Ceuta und Melilla, sowie über die küstennahen Inseln Isla Perejil, Chafarinas, Alhucemas und Vélez de la Gomera. Die Souveränität Spaniens über die genannten Gebiete werden von Marokko nicht anerkannt. Der Streit eskalierte 2002, als marokkanische Truppen die Isla del Perejil besetzten. Ein spanisches Armeekommando überwältigte die marokkanischen Soldaten unblutig und repatriierte sie.
Regionen und Provinzen
Im Rahmen eines Dezentralisierungsprogramms wurden 1997 die Provinzen zu Regionen zusammengefasst.
- (Oued Eddahab-Lagouira)
- (Laayoune-Boujdour-Sakia El Hamra)
- Guelmim-Es Smara
- Tiznit
- Tata
- Tan-Tan
- Souss-Massa-Draa
- Agadir
- Ouarzazate
- Zagora
- Mhamid
- Gharb-Chrarda-Beni Hassan
- Kenitra
- Chaouia-Ourdigha
- Ben Slimane
- Settat
- Oued Zem
- Marrakech-Tensift-El Haouz
- Marrakech
- Essaouira
- el Kelaa des Sraghna
- Oriental
- Nador
- Oujda
- Bou Arfa
- Casablanca
- Rabat-Salé-Zemmour-Zaar
- Rabat-Salé
- Khemisset
- Doukkala-Abda
- El Jadida
- Safi
- Tadla-Azilal
- Beni Mellal
- Kasba Tadla
- Azilal
- Meknès-Tafilalt
- Meknès
- Khenifra
- Ksar es Souq
- Fès-Boulmane
- Fès
- Boulmane
- Taza-Al Hoceima-Taounate
- Taza
- Al Hoceima
- Taounate
- Tanger-Tétouan
- Tanger
- Tétouan
- Chechaouene
Oued Eddahab-Lagouira, der größte Teil von Laayoune-Boujdour-Sakia El Hamra und Teile von Guelmim-Es Smara bilden die Westsahara, deren Zugehörigkeit zu Marokko international nicht anerkannt ist.
Wirtschaft
Marokko ist reich an Phosphat, weshalb ca. 75 % des weltweit geförderten Phosphats aus Marokko stammt. Daneben gibt es Rohstoffvorkommen von Phosphor, Erdöl, Erdgas, Kohle, Salz, Eisenerz, Blei, Kupfer, Zink, Silber, Gold, Mangan, Nickel, Kobalt. Seinen Bedarf an Energie kann Marokko nur zu rund 13 % aus eigenen Mitteln decken.
Die Landwirtschaft Marokkos macht 16 % am BIP aus (Stand: 2003), kann jedoch als wichtigster Wirtschaftssektor betrachtet werden, da hier ca. 43 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind. Angebaut werden Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Oliven, Zitrusfrüchte, Baumwolle, Wein, Mandeln, Datteln und Tabak. Die Viehzucht in den Steppen der Meseta, im Osten des Landes und in den Gebirgen wird teilweise nomadisch betrieben (Schafe, Ziegen, Rinder, Esel, Kamele, Pferde). Rund 10 % des Waldbestandes sind Korkeichen (Marokko ist der drittgrößte Korkproduzent der Erde). Küsten- und Hochseefischerei an der Atlantikküste sind bedeutend für den Export.
Im Industriesektor, dem Bergbau und der Bauwirtschaft werden insgesamt 33 % des Bruttoinlandproduktes erwirtschaftet (Stand: 2003). Die Industrie verarbeitet vor allem die Agrar- und Fischfangerträge. Wichtig ist auch die Textilindustrie, wobei aber auch die traditionelle Verarbeitung von Leder, Textilien und Metall nach wie vor eine Rolle spielt. Des Weiteren sind die Produktion von elektrotechnischen Gütern, die Metallverarbeitung, die Produktion von Autoteilen und die chemische Industrie maßgebend für den marokkanischen Industriesektor.
Im Dienstleistungsbereich werden 53 % (Stand: 2003) des BIP Marokkos erwirtschaftet, wobei es sich hierbei hauptsächlich um Dienstleistungen den Tourismus betreffend handelt. Etwa 80 % der Touristen die Marokko besuchen sind Europäer.
Außenwirtschaft:
Exportiert werden jährlich Güter in einem Gesamtwert von ca. 7,1 Mrd. Euro (Stand: 2003).
Hauptexportgüter des Königreiches sind Nahrungsmittel und Tabak, welche ca. 33,6 % des Exportvolumens ausmachen, Konsumgüter (22,1 %), Phosphate und Düngemittel (21,7 %) sowie Fisch und Fischereiprodukte (14,5 %). Hauptabnehmer marokkanischer Güter sind Frankreich (27 %), Spanien (13 %), Großbritannien (8 %) sowie Deutschland und Italien (jeweils 6 %). Importiert werden nach Marokko jährlich Güter im Gesamtwert von ca. 9,6 Mrd. Euro. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um industrielle Vorprodukte und Halbfertigwaren (23,8 %), Maschinen und Transportmittel (20,2 %) sowie Nahrungsmittel (13,5 %). Hauptlieferanten dieser Importgüter sind Frankreich (24,3 %), Spanien (9,8 %) und Großbritannien (6,0 %).
Eine der weitaus wichtigsten Einnahmequellen Marokkos sind jedoch vor allem die Geldüberweisungen der im Ausland lebenden und arbeitenden Marokkaner. Allein in Europa leben ca. 1 Million marokkanische Arbeitsemigranten, die durch ihre Überweisungen für eine Devisenzufuhr von etwa 2,2 Milliarden Euro sorgen, eine Summe welche die Einnahmen aus dem Tourismus oder dem Export von Phosphaten übersteigt und somit unerlässlich für Marokko ist.
Marokko verfügt über eine marktwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsordnung, welche den Schutz des Eigentums, Gewerbe- und Niederlassungsfreiheit und Wettbewerb vorsieht. Zu Zeiten Hassans II. stellte Marokko einen Antrag zur Aufnahme in die EG, welcher jedoch abgelehnt wurde. Marokkos Ziel der EU beizutreten ist mit der Unterzeichnung eines [http://europa.eu.int/comm/external_relations/morocco/intro/ Assoziationsabkommens mit der EU] im Jahr 1996 (in Kraft getreten im Jahr 2000) ein Stück näher gerückt. Seit den 1990ern gilt die marokkanische Wirtschaft als liberalste und offenste Volkswirtschaft des Maghreb.
Seit den späten 1980er Jahren bemüht sich das Königreich seine Staatsbetriebe zu privatisieren, wobei bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt weniger als ein Viertel dieser staatlichen Unternehmen diesen Prozess durchlaufen haben. Erst vor Kurzem erlaubte Marokko ausländischen Kreditinstituten den Erwerb von Minderheitenbeteiligungen an marokkanischen Banken. Eine weitere Öffnung des Marktes für ausländische Investoren wurde bereits angekündigt.
Mit den Vereinigten Staaten von Amerika wurde eine Freihandelszone vereinbart. Das [http://www.moroccousafta.com/ftafulltext.htm US-marokkanische Freihandelsabkommen] wurde am 22. Juli 2004 vom US-Senat bei einer Stimmenmehrheit von 85 zu 13 ratifiziert und wird, sobald es in Kraft tritt, den Handel für 95 % der Industrie- und Konsumgüter ohne Zölle ermöglichen und den Handel mit Agrargütern für beide Länder erheblich erleichtern. Für das Jahr 2010 ist auch die Verwirklichung einer Freihandelszone mit der EU geplant.
Verkehr
Marokko hat Flughäfen in Casablanca, Tanger, Rabat, Tétouan, Al Hoceima, Fès, Oujda, Marrakesch, Ouarzazate, Essaouira und Nador. Der für den Tourismus wichtigste Flughafen ist Agadir.
Ebenfalls vorhanden sind Autobahnen.
Kultur
- Nationalfeiertag ist der 30. Juli (Thronbesteigung des Königs).
- Liste der zum Weltkulturerbe gehördenden Stätten in Marokko
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=106 Seite des Auswärtigen Amtes Deutschland]
- [http://europa.eu.int/comm/external_relations/morocco/intro/ Beziehungen zwischen Marokko und der EU] (auf Englisch)
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/mo.html Morocco], aus dem CIA World Factbook (auf Englisch).
- [http://imurig.c.la Berberische Musik aus Marokko zum online anhören mit Texten und Biographien]
- [http://wikitravel.org/de/Marokko Reiseinfos zu Marokko] auf Wikitravel
Kategorie:Staat
Kategorie:Mittelmeer
Kategorie:Monarchie
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Algerien
Algerien (arabisch: الجزائر al-Ğazā’ir ) ist ein Staat im Nordwesten Afrikas. Das zum Maghreb zählende Land grenzt an das Mittelmeer, Marokko, Mauretanien, Mali, Niger, Libyen und Tunesien.
Algerien war bis zum Unabhängigkeitskrieg französisches Gebiet und ist neben dem Sudan und der Demokratischen Republik Kongo einer der größten Staaten Afrikas mit einem großen Anteil an der Sahara. Nach Jahren des Bürgerkrieges zwischen islamischen Fundamentalisten und der Regierung ist Algerien nun relativ befriedet und darum bemüht, gesellschaftliche und wirtschaftliche Reformen zu verwirklichen.
Geographie
Algerien ist nach der Republik Sudan das zweitgrößte Land Afrikas und erstreckt sich von der 1.100 km langen Mittelmeer-Küste bis in die Sahara.
Nordalgerien umfasst das hinter dem Küstensaum ansteigende Gebirgsland des Tellatlas (2.308 m), dem inneren Hochland der Schotts, dem Hauptteil des Saharaatlas (2.328 m). Südalgerien (80 % der Staatsfläche) wird eingenommen von Sanddünen (Großer Erg), den Plateaus der Hammada, schluchtenreichen Stufenlandschaften (Tassili n'Ajjer) und dem Gebirgsmassiv Ahaggar (2.918 m) in der zentralen Sahara.
Der Norden hat Mittelmeerklima, das Atlasgebiet kontinentales Hochlandklima, der Süden Wüstenklima. Es gibt nur wenige ganzjährig fließende Flüsse. An der Nordseite des Tellatlas wachsen mediterrane Sträucher (Macchie), Aleppokiefern, Korkeichen und Steineiche.
Bevölkerung
Vorwiegend Algerier und verschieden Berberstämme, die zum Teil arabisiert sind, bevölkern Algerien. Die Zahl der Europäer sank nach Erlangung der Unabhängigkeit bis auf etwa 20000. Die Bevölkerungsdichte im nördlichen Algerien beträgt 50 Einwohner je km², dagegen liegt sie in den Saharagebieten unter einem Einwohner. Der Anteil der städtischen Bevölkerung (etwa 60%) nimmt ständig zu. Das jährliche Bevölkerungswachstum betrug während der letzten Jahre durchschnittlich 2,3 %.
Sprache
Allgemeine Umgangssprache ist das Algerisch-Arabische.
Daneben spielt das Französische noch eine wichtige Rolle. Schriftsprache ist entweder Französisch oder Hocharabisch, wobei es eine Initiative der Regierung zum Gebrauch des Hocharabischen gibt. Etwa 83% der Bevölkerung spricht Arabisch als Muttersprache.
Daneben spricht ein großer Teil, 16%, der Bevölkerung Berbersprachen, vor allem im Süden des Landes, der fast nur von Tuareg bewohnt ist. Die am meisten gesprochene Berbersprache ist Kabylisch.
Die Berberische Sprache wird nicht nur im Süden gesprochen, sondern auch im Nord-Osten von Algier (Kabylei).
Religion
Die Staatsreligion ist der Islam,der von fast 100% der Bevölkerung praktiziert wird. Es gibt katholische und protestantische Minderheiten.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Algeriens
Seit Beginn der historischen Überlieferung wurde das Gebiet Algeriens von Berber-Stämmen besiedelt. Alsbald kam die Region unter römische Herrschaft. Nach dem Untergang des Römischen Reichs im 5. Jahrhundert gewannen die Berber wieder ihre Unabhängigkeit, wurden aber im 7. Jahrhundert von den muslimischen Arabern unterworfen.
Als im 16. Jahrhundert Spanien die algerischen Küstenstädte eroberte, griffen Korsaren unter der Hoheit des osmanischen Sultans in Istanbul an und konnten mit dessen Hilfe die Spanier in langwierigen Kämpfen vertreiben.
In Algerien setzten die Osmanen Paschas als Regenten ein. Allerdings verloren diese bald die wirksame Kontrolle über Algerien, so dass die Korsaren und die osmanischen Janitscharen den Dey in Algier einsetzten.
1830 besetzten französische Truppen Algier, Oran und Bone und begannen mit der Eroberung des Landes. Nun begann die Umwandlung Algeriens in eine französische Provinz. Bis 1906 war auch die algerische Sahara von den Franzosen unterworfen worden.
Zum Aufschwung der Unabhängigkeitsbewegung kam es, als 1945 nach Unruhen in Setif und Guelma zehntausende Algerier von der französischen Armee massakriert wurden. Im November 1954 begann der Unabhängigkeitskrieg (Algerienkrieg) gegen Frankreich. 1962 erreichte Algerien mit dem in Evian geschlossenen Vertrag die Unabhängigkeit nach einem achtjährigen blutigen Krieg, der auf beiden Seiten hohe Verluste forderte.
Bald brachen Machtkämpfe über den politischen Kurs aus, der aber bald damit endete, dass alle Behörden und die verstaatlichte Wirtschaft von der Einheitspartei FLN kontrolliert wurden. 1988 kam es zu schweren sozialen Unruhen. Ursache waren unter anderem die hohe Arbeitslosigkeit und die Wohnungsnot. Eine Demokratisierung wurde eingeleitet und 1989 eine neue demokratische Verfassung, die die Trennung von Partei und Staat, parlamentarische Verantwortung, Pluralismus, politische Freiheiten und Garantien der Menschenrechte vorsah, geschaffen. 1991 kam es bei den ersten freien Wahlen zu einem Putsch des Militärs, aufgrund des drohenden Wahlsieges der islamischen Partei FIS (Front islamique du salut) im zweiten Wahldurchgang. Dies führte zum Ausbruch eines blutigen Bürgerkriegs zwischen radikalen Islamisten und der Armee, dem seither über 120.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Zu den Hintergründen siehe auch Hinweise zu Algerien unter Strategie der Spannung.
Nach dem Abflauen des Bürgerkriegs initiierte die Regierung 1999 eine Volksabstimmung über eine Versöhnungspolitik. In dieser Politik wird die ehemalige Einheitspartei FLN bei den Parlamentswahlen 2002 bestätigt.
Im Jahr 2003 mussten die Minister Mourad Medelci und Abdelhamid Temmar und dem massivem Druck des Gewerkschaftsdachverbands UGTA zurücktreten. UGTA hatte im Februar jenes Jahres - zum zweiten Mal seit Beginn des Jahrzehnts – einen dreitägigen Generalstreik durchgeführt, der sich gegen das Privatisierungsprogramm der Regierung richtete. An dem Streik nahmen über 90 Prozent der Arbeiter teil.
Am 8. April 2004 fand eine erneute Präsidentenwahl statt. Nach einem Wahlkampf, in dem der gesamte Staatsapparat inklusive der staatlichen Massenmedien für eine maßgeschneiderte Darstellung des Präsidenten mobilisiert wurde, ließ Abd al-Asis Bouteflika der 1999 mit Rückendeckung des Militärs gewählt worden war, das absurde Wahlergebnis von 83 Prozent der Stimmen verkünden. Bouteflika ist damit der erste Präsident Algeriens, der ein zweites Mandat erhält. Präsidentschaftskandidat Benflis sprach von Betrug. Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusamenarbeit in Europa sprachen aber von einer fairen Wahl.
Am 1. Mai 2005 kommt es zu einer Regierungsumbildung. Mehrere Minister wurden durch ihre jeweiligen Vorgänger ersetzt, die nun vor allem in Schlüsselpositionen der Wirtschaftspolitik sitzen. Die Modernisierer Mourad Medelci und Abdelhamid Temmar übernahmen das Finanzressort bzw. das Ministerium für Investitionsförderung. Sie setzen sich für die Privatisierung öffentlicher Betriebe und die Öffnung des Erdöl- und Erdgassektor für private Investitionen ein.
Am 30. September 2005 stimmen die algerischen Wähler für Versöhnung. Bei einem Referendum zur nationalen Versöhnung über die "Charte pour la paix et la réconciliaion nationale" stimmten 97 Prozent der Wähler für den Plan der Regierung von Präsident Bouteflika. Dieser bedeutet eine Amnestie für viele islamische Extremisten. Die Mehrheit der Algerier will einen Schlussstrich unter die Bürgerkiegsära ziehen. Die Opposition, die zu einem Boykott des Volksentscheides aufgerufen hatte, kritisierte die Ergebnisse als Wahlfälschung.
Politik
Die Staatspräsidenten von Algerien (seit 1963)
Algerien hat ein Zwei-Kammern-System, es besteht aus der Nationalen Volksversammlung und einem Oberhaus (Nationalrat).
Provinzen
Der Staat besteht aus 48 Provinzen, genannt Wilaya: Adrar, Ain Defla, Ain Temouchent, Alger, Annaba, Batna, Bechar, Bejaia, Biskra, Blida, Bordj Bou Arreridj, Bouira, Boumerdes, Chlef, Constantine, Djelfa, El Bayadh, El Oued, El Tarf, Ghardaia, Guelma, Illizi, Jijel, Khenchela, Laghouat, Mascara, Medea, Mila, Mostaganem, M'Sila, Naama, Oran, Ouargla, Oum el Bouaghi, Relizane, Saida, Setif, Sidi Bel Abbes, Skikda, Souk Ahras, Tamanghasset, Tebessa, Tiaret, Tindouf, Tipaza, Tissemsilt, Tizi Ouzou, Tlemcen.
Wirtschaft
Landwirtschaft ist der wichtigste Erwerbszweig, wird jedoch allmählich vom produzierenden Gewerbe überholt. Intensive agrarische Nutzung ist nur in den Küsten- und Talebenen der Tellregion möglich. Angebaut werden vor allem Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Hülsenfrüchte; in Treibhäusern Frühgemüse für den Export. Im Nahrungsmittelsektor werden weniger als 40 % des Bedarfs durch Eigenproduktion gedeckt.
Algerien ist Mitglied der OPEC. Basis für die Entwicklung waren Erdöl (drittgrößtes Vorkommen Afrikas) und Erdgas in der Sahara. Weitere Rohstoffe sind meist noch nicht erschlossen. Erdöl- und Erdgasverarbeitung machen mehr als 90 % der Exporterlöse aus. Die Öleinnahmen sind teils in Prestigeobjekte investiert worden und teils der Oberschicht zugeflossen. Mit dem Rückgang der Öleinnahmen kam es zu einer Krise, da die Exporterlöse für die Rückzahlung von Auslandsschulden eingesetzt werden mussten.
Liberalisierung schließt die Gefahr politischer Rückschläge ein. Das Verkehrsnetz ist auf Nordalgerien konzentriert. Die Straßen gehen südlich des Atlas meist in Wüstenpisten über. Der Tourismus ist, verglichen mit dem der Nachbarländer, noch wenig entwickelt.
Erdgas
Wirtschaftliche Daten (geschätzte Werte für 2003):
- BIP: 160 Milliarden Euro
- Durchschnittliches Jahreseinkommen je Einwohner: 5000 Euro
- Arbeitslosigkeit: 26,2 %
- Inflationsrate: 3,5 %
- Staatseinnahmen: 21 Milliarden Euro
- Staatsausgaben: 20 Milliarden Euro
- Auslandsverschuldung: 19 Milliarden Euro
- Empfangene Entwicklungshilfe: 150 Millionen Euro
Kultur
Die algerische Literatur ist das arabische Kulturerbe. Allerdings gibt es auch ein Kulturerbe der berberischen Minderheit. Viele berberische Autoren schreiben in Sprache und Schrift der Berber. Dem steht der Arabisierungsgedanke konservativer Kräfte entgegen, weswegen es in den 90er Jahren immer wieder zu Auseinandersetzungen kam, bei denen bekannte berberische Schriftsteller ums Leben kamen. Im Zuge der 2004 angestrebten Parlamentswahlen machte die Regierung Bouteflika den Berbern Zugeständnisse (masierisch an Schulen), die Spannungen dauern jedoch an.(Alexander Wesner, Berlin)
Sport
Bislang konnten vier algerische Sportler bei Olympischen Spielen eine Goldmedaille erreichen:
# Hassiba Boulmerka - (1992 - Leichtathletik, 1500 m, Frauen)
# Noureddine Morceli - (1996 - Leichtathletik, 1500 m, Männer)
# Hocine Soltani - (1996 - Boxen, Mittelgewicht 71-75 kg, Männer)
# Nouria Merah-Benida - (2000 - Leichtathletik, 1500 m, Frauen)
Literatur
- Bernhard Schmid: Algerien - Frontstaat im globalen Krieg? Neoliberalismus, soziale Bewegungen und islamistische Ideologie in einem nordafrikanischen Land. Münster, 2005. ISBN 3-89771-019-6
- Thomas Hasel: Machtkonflikt in Algerien (Nah | | |