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| Berg Am Laim |
Berg am LaimBerg am Laim ist einer der östlichsten Stadtteile von München. Noch vor knapp 100 Jahren dominierten Schornsteine von Lehmbrennereien das Stadtbild. Heute ist er ein moderner, ausgereifter Stadtteil, welcher durch den Ausbau der U-Bahnlinie U2 zur neuen Messe München auch sehr gut durch U-Bahn, aber auch durch S-Bahn, Straßenbahn und Bus zu erreichen ist.
Bauwerke
- Kirche St. Michael - Berg am Laim
Das Wahrzeichen von Berg am Laim ist die St. Michael-Kirche.
Sie wurde von 1737 bis 1751 im Auftrag des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln, Clemens August I. von Bayern(1700 - 1761), erbaut. Er war auch Regent der Bistümer Münster, Paderborn, Hildesheim und Osnabrück sowie Hochmeister des Deutschen Ritterordens und Hofmarksherr von Berg am Laim. Der Baumeister war Johann Michael Fischer, der 1692 in Burglengenfeld geboren wurde und 1766 in München starb. Sein Grabstein befindet sich an der Südseite des Liebfrauendoms. Dessen Inschrift besagt u. a., daß er "32 Gotteshäuser, 23 Klöster nebst sehr vielen anderen Palästen" gebaut hat.
Bild:Sankt_Michael-bal-1.jpg Bild:Sankt_Michael-bal-2.jpg
- Filialkirche St. Stephan-Baumkirchen - Berg am Laim
St. Stephan ist eine der ältesten urkundlich erwähnten Kirchen im Raum München.
Ihre Erbauung könnte auf die Zeit um 800 zurückgehen, denn in einer Urkunde von 813 wird von einer Kirchenstiftung an das Bistum von Freising berichtet.
Im Jahr 1806 verlor St. Stephan auf Grund eines königlichen Erlasses seinen Status als Pfarrkirche an St. Michael Berg am Laim und wurde selbst zur Filialkirche.
Bild:Sankt_Stephan_in_Baumkirchen.jpg
- Schüleinbrunnen
Siehe auch: Liste der Stadtbezirke Münchens
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Web-Links
- [http://www.berg-am-laim-kalender.de Die Internetseite des Berg am Laimer Kalenders]
Kategorie:Stadtbezirk von München
München
München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Nach Berlin und Hamburg ist München die drittgrößte Großstadt Deutschlands und gilt als eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren der Bundesrepublik.
Geografie
Deutschland)]]
München ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands. München bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern.
Höchster Punkt der Stadt ist der Warnberg mit 579 m über NN, der tiefste Punkt liegt mit 482 m über NN im nördlichen Schwarzhölzl im Stadtteil Feldmoching.
Die Isar durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von 13,7 km von Südwest nach Nordost. Bekannte Flussinseln sind die Museumsinsel mit dem Deutschen Museum und die in unmittelbarer Nähe gelegene Praterinsel. Im weiteren Umland liegen zahlreiche große Seen, wie z. B. der Ammersee, Wörthsee oder der Starnberger See. Weitere Fließgewässer sind die Würm, die, aus dem Starnberger See kommend, den Westen Münchens durchfließt, der Hachinger Bach, der im Südosten bei Perlach in das Stadtgebiet eintritt und nördlich von Neuperlach versickert, sowie etliche von der Isar abzweigende Stadtbäche wie der Eisbach, der Auer Mühlbach, der unmittelbar nach seiner Ableitung aus dem Isarkanal als erstes den Münchner Tierpark Hellabrunn durchfließt, sowie der Brunnbach. Die Stadtbäche wurden größtenteils entlang der Isar angelegt, einige durchfließen auch die Innenstadt, wobei die Bäche im Zentrum heute größtenteils unterirdisch durch Röhren geführt werden oder seit dem Bau von S- und U-Bahnlinien teilweise trockengelegt wurden. Seen im Münchener Stadtgebiet sind der Kleinhesseloher See im Englischen Garten, der See im Olympiagelände sowie der Lerchenauer, Fasanerie- und Feldmochinger See, allesamt im Norden von München.
Ausdehnung
Die Gesamtfläche der Stadt München beträgt 31.043 ha; München ist damit nach Berlin, Hamburg, Köln, Dresden und Bremen die flächenmäßig sechstgrößte Großstadt Deutschlands. Von den gut 310 km² entfallen 44 % auf Gebäude und zugehörige Freiflächen, 16,9 % auf Landwirtschaftsflächen, 16,5 % auf Verkehrsflächen, 14,7 % auf Erholungsflächen, 4,4 % auf Waldflächen, 1,2 % auf Wasserflächen und weitere 2,2 % auf Flächen anderer Nutzung. Die Grenze der Stadt umfasst 117,4 km. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 20,9 km und von Ost nach West 26,8 km. (Stand 31. Dezember 2000)
Bezirke und Nachbargemeinden
2000
Mit der Neugliederung des Stadtgebiets im Jahr 1992 wurde die Zahl der Stadtbezirke in München von 41 auf 25 verringert. Sie heißen (in alphabetischer Reihenfolge): Allach-Untermenzing (23), Altstadt-Lehel (1), Aubing-Lochhausen-Langwied (22), Au-Haidhausen (5), Berg am Laim (14), Bogenhausen (13), Feldmoching-Hasenbergl (24), Hadern (20), Laim (25), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (2), Maxvorstadt (3), Milbertshofen-Am Hart (11), Moosach (10), Neuhausen-Nymphenburg (9), Obergiesing (17), Pasing-Obermenzing (21), Ramersdorf-Perlach (16), Schwabing-Freimann (12), Schwabing-West (4), Schwanthalerhöhe (8), Sendling (6), Sendling-Westpark (7), Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln (19), Trudering-Riem (15) und Untergiesing-Harlaching (18).
Im Bereich des Bezirks 22 entsteht derzeit der neue Stadtteil Freiham.
Folgende Gemeinden und gemeindefreien Gebiete grenzen an die Stadt München (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt):
Oberschleißheim, Garching, Ismaning, Unterföhring, Aschheim, Feldkirchen, Haar, Putzbrunn, Neubiberg, Unterhaching, Perlacher Forst, Oberhaching, Grünwald, Pullach, Forstenrieder Park, Neuried, Planegg und Gräfelfing (alle Landkreis München), Germering, Puchheim und Gröbenzell (alle Landkreis Fürstenfeldbruck) sowie Karlsfeld (Landkreis Dachau)
Landkreis Dachau
Klima
Die Stadt München liegt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen kontinentalen Klima. Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleuropäische und die Donau als regionale Wetterscheide. Aufgrund dieser Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Der Föhn bringt das ganze Jahr hindurch aus südlicher Richtung unregelmäßig warme, trockene Luftströmungen nach München. Damit verbunden ist eine sehr gute Fernsicht - und insbesondere auch der berühmte bayerisch-blaue Himmel - so dass auch die Bayerischen Alpen sehr deutlich zu sehen sind. Die bisher höchste offiziell vom Deutschen Wetterdienst gemessene Temperatur in der offiziellen DWD-Wetterstation in München-Nymphenburg war 37,2 Grad Celsius im Juli 1983. München wurde auch schon durch seine Lage im gewitterintensivsten Bundesland Bayern von heftigen Unwettern betroffen. Am bemerkenswertesten ist hier das Hagelunwetter vom 12. Juli 1984, bei dem Schäden in Höhe von umgerechnet 1,5 Mrd. Euro entstanden. München ist durch die Nähe zu den Alpen auch die schneereichste Großstadt Deutschlands.
Eine Auswertung der Wetterstatistiken hat ergeben, dass der südliche Teil der Stadt am sonnigsten ist. Der nördliche hat mehr Nebel. Der westliche ist trockener als der östliche. Dies ist grundsätzlich auch eine Folge der Höhenunterschiede innerhalb der Stadt, die ein entsprechendes Kleinklima generieren, sowie eine Trennung der Stadt in Ost-/Westrichtung durch die Isar.
Bevölkerung
München hat ca. 1,28 Millionen Einwohner, die Arbeitslosenzahl liegt bei etwa 82.000 (Stand Mitte 2005). Der Ausländeranteil liegt derzeit bei etwa 23 % (293.386 in absoluten Zahlen, Stand 31. Dezember 2004). Die größten Gruppen darunter stellten Türken (43.110), Kroaten (25.104), Serben (24.086) und Griechen (22.781) dar.
Geschichte
Isar
Hauptartikel: Geschichte Münchens
München wurde 1158 zum ersten Mal als Villa Munichen urkundlich erwähnt, nachdem der Herzog von Bayern und Sachsen Heinrich der Löwe nahe dieser schon bestehenden Mönchssiedlung am Platz der heutigen Ludwigsbrücke bei den Isarinseln eine Brücke über die Isar errichtet hatte. Durch einen Gewaltstreich hatte Heinrich dabei die bestehende Brücke des Bischofs von Freising bei Unterföhring zerstört, um selbst vom reichen Salzhandel zu profitieren. Mit der Brücke, und damit dem Salzhandel, erhielt München durch einen Schiedsspruch das Markt-, Münz- und Zollrecht von Kaiser Friedrich Barbarossa zugesprochen.
Bereits knapp zwanzig Jahre später, im Jahre 1175, wurde München der Stadtstatus gewährt und die erste Befestigungsanlage errichtet.
Als Heinrich 1180 vom Kaiser geächtet wurde, fiel Bayern an die Wittelsbacher und München an den Bischof von Freising. 1240 kam auch München in wittelsbachischen Besitz und wurde bereits 1255 nach der ersten Landesteilung herzogliche Residenz.
Seit 1314 war Herzog Ludwig IV. deutscher König, seit 1328 auch Kaiser und München wurde als seine Residenz durch einen zweiten Mauerring erheblich erweitert. Seit dieser Zeit sind die Farben Münchens die Farben des alten Reiches: Schwarz und Gold.
Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts kam es wiederholt zu Aufständen der Bürgerschaft gegen die Herzöge, die daraufhin ihren Regierungssitz vom Alten Hof in die neue Residenz am Stadtrand verlegten. 1442 wurden die jüdischen Bürger aus der Stadt vertrieben.
Nachdem München in der Spätgotik eine neue kulturelle Blütezeit erlebt hatte, wurde die Stadt 1506 mit der Wiedervereinigung des Landes Hauptstadt von ganz Bayern.
Danach ging der Einfluss der Bürgerschaft mehr und mehr zurück, die Wittelsbacher bestimmten fortan die Entwicklung der Stadt. München wurde ein Zentrum der Renaissance aber auch der Gegenreformation. Unter Herzog Maximilian I. von Bayern
wurde München 1623 kurfürstliche Residenzstadt, musste aber 1632 die Besatzung schwedischer Truppen erdulden. München musste ein hohes Lösegeld bezahlen und Geiseln stellen um seiner Zerstörung zu entgehen.
Nachdem der Dreißigjährige Krieg 1648 beendet war öffnete sich die Stadt dem italienischen Barock.
1704 kam München im Spanischen Erbfolgekrieg für mehrere Jahre unter habsburgische Besatzung, da sich Kurfürst Maximilian II. mit Frankreich verbündet hatte. Ein Aufstand der Bürger und Bauern wurde in der Sendlinger Mordweihnacht blutig beendet.
Nach der Kaiserkrönung von Kurfürst Karl VII. Albrecht besetzten habsburgische Truppen 1742 erneut die Stadt.
Obwohl München bereits 1328 kaiserliche Residenzstadt war, begann der Aufstieg zur Großstadt erst 450 Jahre später. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs München rapide, was 1806 noch beschleunigt wurde, als München die Hauptstadt des napoleonischen Königreichs Bayern wurde. Hatte München 1700 gerade einmal 24.000 Einwohner, so verdoppelte sich die Bewohnerzahl bald alle 30 Jahre, so dass 1871 170.000 Menschen in München lebten und 1933 840.000.
1933
Unter der Regierung von Ludwig I., König von Bayern (1825–1848) wurde München zu einer weithin bekannten Kunststadt. Die Klassizisten Leo Klenze und Friedrich von Gärtner gestalteten die Ludwigstraße, den Königsplatz und die Residenz.
Max II. (1848 - 1864) förderte insbesondere die Geisteswissenschaften, trat aber ebenfalls als Bauherr hervor, im neuen an die englische Gotik erinnernden "Maximilianstil", entstanden unter anderem die Bauten an der Maximilianstraße, heute eine der exklusivsten Einkaufstraßen des Kontinents.
Unter seinem Bruder Prinzregent Luitpold (1886–1912) erlebte München einen gewaltigen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Es entstanden unter anderem die Prinzregentenstraße und das Prinzregententheater. Schwabing erlebte um die Jahrhundertwende
eine Blüte als Künstlerviertel, in dem zahlreiche bedeutende Literaten und Maler der Zeit verkehrten. 1896 wurde die Münchner Kulturzeitschrift Jugend erstmals herausgegeben, die namensgebend für den Jugendstil wurde. In seiner Erzählung Gladius Dei hat Thomas Mann für diese Epoche das geflügelte Wort "München leuchtet" geprägt.
Nach dem Ersten Weltkrieg scheiterte1919 kurz nach dem Ende der Monarchie auch in München die kommunistische Revolution (siehe: Münchner Räterepublik) und in den folgenden Jahren wurde München zunehmend die „Hauptstadt der Bewegung“ Hitlers. 1923 scheiterte der Hitlerputsch vor der Feldherrnhalle, 1933 wurde auch München gleichgeschaltet. 1938 wurde das Münchner Abkommen abgeschlossen. Bezahlt hatte die Stadt so wie die meisten deutschen Großstädte mit umfangreichen Zerstörungen durch Flächenbombardements der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.
Zweiten Weltkrieg
Nach dem weitgehend am historischen Stadtbild orientierten Wiederaufbau entwickelte sich München nach dem Zweiten Weltkrieg zum High-Tech-Standort, außerdem siedelten sich zahlreiche Unternehmen der Dienstleistungsbranche an, so zum Beispiel Medien, Versicherungen und Banken. Auch der Tourismus erlebte in der an bedeutenden Museen (z. B. Alte, Neue und Pinakothek der Moderne, Deutsches Museum) und Sehenswürdigkeiten reichen Stadt einen Aufschwung. Im Jahre 1972 war München Gastgeber der XX. Olympischen Sommerspiele, die durch ein Attentat palästinensischer Terroristen überschattet wurden. Für die Spiele wurde die Stadt mit einer zusätzlichen U-Bahn-Linie ausgestattet.
Im Jahre 1992 wurde der vor den Toren Münchens gelegene neue Flughafen eröffnet, der alte Flughafen München-Riem wurde geschlossen und zur Messestadt Riem umgebaut.
Am Messegelände wurde das Gelände der Bundesgartenschau 2005 (BUGA 2005) angelegt.
Politik
Als Landeshauptstadt ist München der Sitz des Landtages und der bayerischen Staatsregierung. Ferner ist die Stadt München Sitz der Regierung von Oberbayern, des Bezirks Oberbayern und des Landkreises München. Traditionell dominieren in München die Mitte-Links-Parteien, was in Bayern eher selten ist. So war das einzige von der SPD gewonnene Direktmandat in Bayern bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 der Wahlkreis München-Nord. Seit 1993 wird München von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) regiert. Derzeit wird der Münchner Stadtrat von einer Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Rosa Liste geführt.
Wappen
SPD
Das Wappen der Stadt München zeigt in Silber einen Mönch mit goldgeränderter schwarzer Kutte und roten Schuhen, in der Linken ein rotes Eidbuch haltend, die Rechte zum Schwur erhoben. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb. Bei dem heutigen Stadtwappen handelt es sich um das so genannte „kleine Wappen“, das 1957 vom Stadtrat festgelegt wurde. Das so genannte „große Wappen“ zeigt in Silber ein offenes rotes Stadttor zwischen zwei roten Zinnentürmen mit von Schwarz und Gold mehrfach zickzackartig gebänderten Dächern; oben ein wachsender, golden gekrönter und bewehrter goldener Löwe; im Tor der Mönch des kleinen Wappens. Im amtlichen Verkehr wird das große Wappen nicht mehr verwendet.
Aus dem Mönch im Wappen entwickelte sich im Laufe der Zeit das Münchner Kindl.
Städtepartnerschaften
- 25px seit 1954: Edinburgh (Schottland)
- 25px seit 17. März 1960: Verona (Italien)
- 25px seit 30. Mai 1964: Bordeaux (Frankreich)
- 25px seit 28. August 1972: Sapporo (Japan)
- 25px seit 18. September 1989: Cincinnati (USA)
- 25px seit 6. Oktober 1989: Kiew (Ukraine)
- 25px seit 1996: Harare (Simbabwe), zwischen 1999 und April 2002 wegen der Menschenrechtsverletzungen der simbabwischen Regierungspartei auf offizieller Ebene eingefroren
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kultur
Menschenrechtsverletzung
München ist international bekannt für seine Sammlungen der alten und klassischen Kunst. So gehören zum Beispiel die Alte- und die Neue Pinakothek, sowie die Pinakothek der Moderne und das Lenbachhaus zu den weltweit renommiertesten Kunstmuseen. Das Deutsche Museum mit zum Teil einmaligen technischen Exponaten gehört mit über 1 Million Besucher pro Jahr zu den meistbesuchten Museen Europas. Aber auch weitere Kultureinrichtungen gehören zu den bekanntesten in Deutschland, so das Völkerkundemuseum, die Archäologische Staatssammlung, das Münchner Stadtmuseum im ehemaligen Zeughaus am St.-Jakobsplatz. Weiter gibt es im Innenstadtbereich die Bayerische Staatsoper, das Bayerische Staatsschauspiel, das im ehemaligen Residenztheater seine Hauptbühne hat und die Münchner Kammerspiele, die zu den führenden Ensembles im deutschen Sprachraum gehören. Überregional bekannte kulturelle Veranstaltungen sind unter anderem die Opernfestspiele und das Filmfest. Das berühmte Münchener Oktoberfest auf der Theresienwiese ist das größte Volksfest dieser Art und wird von Touristen aus aller Welt besucht.
Theresienwiese
Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in München
Bedeutende Bauwerke
Der Marienplatz gilt als der Mittelpunkt Münchens und liegt, umgeben von dem Neuen- und dem Alten Rathaus, mitten im Zentrum der Altstadt.
Wenige Schritte davon liegt die Peterskirche, die älteste Kirche der Altstadt, deren erster Bau noch aus der Romanik stammte.
Südlich davon liegt die Asamkirche, die im Inneren in prunkvollem Rokoko gestaltet wurde.
Das Wahrzeichen der Stadt ist die nahe gelegene gotische Frauenkirche mit ihren zwei markanten Türmen. Viele Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu erreichen, so zum Beispiel die die Michaelskirche größte Renaissancekirche nördlich der Alpen, die Residenz, das Hofbräuhaus und der Viktualienmarkt.
Südlich der Residenz, vor der Oper, beginnt die im 19. Jahrhundert als Paradestraße gestaltete Maximilianstraße. Sie führt von der Altstadt nach Osten über die Isar in Richtung des Maximilianeums, dem Sitz des bayerischen Landtages. Heute ist sie eine luxuriöse Einkaufsmeile.
bayerischen Landtagesbayerischen LandtagesIm Norden des Stadtzentrums, direkt vor der Residenz, liegt der Odeonsplatz mit der Feldherrenhalle und der barocken Theatinerkirche. Nach Norden führt von hier die zweite große Prachtstraße Münchens, die Ludwig-/Leopoldstraße, an der Ludwig-Maximilians-Universität und am Siegestor vorbei durch Schwabing aus der Stadt heraus.
Unweit des Deutschen Museums und des Kulturzentrums Gasteig, befindet sich in der Au mit dem nach vierjähriger Bauzeit 1901 eröffneten und im Jugendstil ausgestatteten Müllerschen Volksbad das älteste öffentliche Hallenbad Münchens.
Ein weiterer bedeutender Platz ist der nordwestlich der Altstadt gelegene Königsplatz mit Glyptothek, Propyläen und die Staatlichen Antikensammlungen.
Etwas abseits vom Stadtzentrum im Westen liegt das Schloss Nymphenburg, das mit seiner einzigartigen Komposition aus Parkanlage und Bauwerk besticht und als Sommerresidenz der Wittelsbacher diente. An die Parkanlage schließt sich unmittelbar der botanische Garten mit seinen Treibhäusern an. Hinter den Mauern der Schlossanlage liegt auch das spätgotische Schloss Blutenburg.
Im Norden der Stadt liegt das für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtete Olympiagelände. Das architektonisch sehenswerte Ensemble aus Olympiastadion, Schwimmhalle und Olympiahalle ist besonders wegen der gewagten Zeltdachkonstruktion, die sich in die Hügellandschaft des umgebenden Parks hervorragend einpasst, weltberühmt. Hier steht auch der bereits 1968 eröffnete, 291 m hohe Olympiaturm.
Als weitere bedeutende Sportstätte wurde im Mai 2005 die am Nordende der Stadt gelegene Allianz Arena eröffnet, in der die Heimspiele der Fußballer des FC Bayern München und des TSV 1860 München stattfinden.
In München finden sich ca. 1200 Brunnen, davon ca. 700 städtische. Der älteste ist der Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Ein weiterer markanter Brunnen ist der Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz von Adolf von Hildebrand.
Parks
Weltberühmt ist der Englische Garten, der München vom Zentrum bis an die nördliche Stadtgrenze durchzieht, und mit 3,7 km² Fläche sogar den Central Park in New York übertrifft. Bedeutend ist auch der Olympiapark, der neben mehreren Seen auch einen hervorragenden Blick über die Stadt vom Olympiahügel bietet. Daneben existieren zahlreiche weitere Parks und Grünflächen, wie zum Beispiel der Westpark oder der Schlosspark Nymphenburg, die München im Sommer zu einer äußerst grünen Stadt machen und im Winter sogar auf eigens gespurten Loipen das Langlaufen ermöglichen. Gleich drei barocke Schlösser befinden sich an der nördlichen Stadtgrenze im Park von Schloss Schleißheim.
Die Isarauen sind eine lang gezogene, schmale Parklandschaft entlang des Gebirgsflusses, der anlässlich der Bundesgartenschau 2005 teilweise renaturiert wurde. Man kann die Stadt, von Nord nach Süd immer an der Isar, durchgehend im Grünen durchlaufen oder -radeln. Die eigentlichen Isarauen zwischen Deutschem Museum und der Isarinsel Flaucher sind beliebter Ort zum Grillen und Baden (auch FKK).
Für die Bundesgartenschau 2005 wurde eine weitere, ausgedehnte Parkanlage im Osten Münchens errichtet.
Orchester und Chöre
- Bayerisches Staatsorchester
- Münchner Philharmoniker
- Philharmonischer Chor München
- Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- Münchner Symphoniker
- Münchner Rundfunkorchester
- Chor des Bayerischen Rundfunks
- Capella Antiqua
- Münchener Bach-Chor
- Münchener Kammerorchester
- Bayerische Kammerphilharmonie
- Sinfonietta München (Universitätsorchester)
- Abaco-Orchester (Orchester der Universität)
- Jugend Symphonie Orchester München
- Akademisches Symphonieorchester München
Regelmäßige Veranstaltungen
- Februar/März: Verschiedene Veranstaltungen während der "Starkbierzeit" (z. B. am Nockherberg)
- April: Frühlingsfest auf der Theresienwiese
- April/Mai: Auer Dult (Maidult)
- Mai-August: Münchner Bladenight Europas größte Nachtskate-Veranstaltung
- Mai/Juni: StuStaCulum Deutschlands größtes von Studenten organisiertes Musik und Theaterfestival
- Juni: Streetlife-Festival
- Juni/Juli: Tollwood-Festival
- Juli: Christopher Street Day
- Juli: Feierwerk-Festival
- Juli: Auer Dult (Jakobidult)
- Juli: Bell'Arte Musikalischer Sommer im Brunnenhof der Münchner Residenz
- August: Sommerfest im Olympiapark
- September: Streetlife-Festival
- Mitte September bis erster Sonntag im Oktober: Oktoberfest auf der Theresienwiese (Wiesn)
- September/Oktober: Auer Dult (Kirchweihdult)
- November/Dezember: SPIELART - Das Theaterfestival in München.
- November/Januar: Winter-Tollwood
- Dezember: Christkindlmärkte
Kulinarische Spezialitäten
- Auszogne (Schmalznudel)
- Weißwürste
- Leberkäse
- Brezn
- verschiedene Biersorten
- Obazda
Wirtschaft
Laut einer Vergleichsstudie (von den Zeitschriften WirtschaftsWoche, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Kölner IW Consult GmbH) hat München unter den 50 größten deutschen Städten die höchste Wirtschaftskraft und Lebensqualität.
Verkehr
Der 1992 eröffnete Flughafen München Franz-Josef-Strauß im Erdinger Moos (internationaler Flughafen-Code: MUC (IATA-Code) EDDM (ICAO-Code)), 29 km außerhalb Münchens, ist mit 26,8 Mio. Passagieren 2004 der zweitgrößte Flughafen Deutschlands und der achtgrößte Europas. Seit der Entscheidung der Lufthansa, München als zweites Drehkreuz neben Frankfurt zu etablieren, wird der Flughafen international immer besser angebunden. Wegen des gestiegenen Passagieraufkommens wurde ein neues Terminal gebaut und 2003 eröffnet. Umstritten ist die Entscheidung, bis 2011 eine dritte Start- und Landebahn zu errichten. Eine Anbindung des Flughafens an München durch den Transrapid wird vom Freistaat Bayern geplant, ist aber ebenfalls umstritten und wird auch vom Münchner Stadtrat mehrheitlich abgelehnt. Eine solche Verbindung soll die Fahrtzeit zum Flughafen auf neun Minuten verkürzen und eine Anbindung des Flughafens an das Fernbahnnetz der Deutschen Bahn sein.
Deutschen Bahn
Auch auf der Schiene ist München gut an das internationale Streckennetz angeschlossen. Vom Münchner Hauptbahnhof führen Bahnlinien in alle Himmelsrichtungen: ICE-Linien 11 Berlin-Frankfurt-München-Innsbruck und 25 Hamburg-Nürnberg-München-Garmisch-Partenkirchen; ferner beginnen hier die Linien 28 Augsburg-Nürnberg-Berlin, 41 Ingolstadt-Nürnberg-Frankfurt am Main und 42 Stuttgart-Frankfurt-Köln-Dortmund. Daneben gibt es mit Bahnhof München-Pasing und München Ost zwei weitere wichtige Bahnhöfe. Dem Eisenbahngüterverkehr dient der Rangierbahnhof München-Nord.
Das Straßennetz von und nach München ist dicht. Folgende Bundesautobahnen führen von oder nach München: A 8 Stuttgart-Salzburg, A 9 Nürnberg-München mit Abzweigung A 93 nach Regensburg und A 92 Landshut-Deggendorf, A 94 (im Bau) Passau, A 95 Garmisch-Partenkirchen und A 96 Memmingen-Lindau (Bodensee). München ist fast vollständig von einem Autobahnring, der A 99, umgeben. Folgende Bundesstraßen führen durch München: B 2, B 2R (Mittlerer Ring), B 11, B 12, B 13 und B 304.
B 304
Im Öffentlichen Personen-Nahverkehr bedient die S-Bahn München 10 S-Bahn-Linien und die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft, Tochter der Stadtwerke München) 8 U-Bahn-Linien, 12 Straßenbahnlinien sowie zahlreiche Buslinien. Weitere Buslinien werden von Privatunternehmen betrieben. Sie alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Münchner Verkehrsverbunds (MVV).
Das U-Bahnnetz Münchens ist mit 85,6 km das drittlängste Deutschlands (unterirdisch mit 77,4 km sogar das zweitlängste) und befördert täglich 900.000 Menschen.
Ansässige Unternehmen
Wichtige Wirtschaftszweige in München sind Tourismus, Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektrotechnik und Softwareindustrie. München ist auch wichtiger Finanzstandort und das Versicherungszentrum Deutschlands. Weiter ist die Stadt ein wichtiger Standort für Biotechnologie, die sich allerdings im schon zur Nachbargemeinde Planegg gehörenden Ortsteil Martinsried konzentriert. Auch als Medienstandort ist die Stadt von deutschlandweiter Bedeutung. In München haben weltweit nach New York die meisten Verlage ihren Sitz. Fernseh- und Filmindustrie sind ebenfalls in der Stadt und im unmittelbaren Umland stark vertreten (Fernsehindustrie in Unterföhring und Filmindustrie in Geiselgasteig (zu Grünwald)). München ist mit der Messe München ein bedeutender Messestandort.
In München haben zahlreiche Großunternehmen ihren Firmensitz. Besonders nach dem 2. Weltkrieg haben viele Firmen ihre Zentrale aus Berlin oder Ostdeutschland nach München verlegt.
Medien
München ist Sitz des Bayerischen Rundfunks. Ferner gibt es in München zahlreiche private Fernseh- und Hörfunkanbieter.
München ist mit etwa 250 ansässigen Verlagen ein wichtiger Standort der Printmedien (beispielsweise Burda Verlag mit Focus, Deutscher Taschenbuch Verlag, Langenscheidt Verlag, Süddeutscher Verlag). Neben den zahlreichen Buch- und Zeitschriftenverlagen sind die Tageszeitungen Süddeutsche Zeitung (SZ), Münchner Merkur, Abendzeitung (AZ), Tageszeitung (TZ) das kostenlose Stadtmagazin In-München sowie die Online-Magazine munichx.de und munich-online.de zu nennen.
Die Deutsche Journalistenschule bildet in München Journalisten für alle Medien aus.
In den Landkreis-Gemeinden Grünwald (Ortsteil Geiselgasteig) und Unterföhring sind weitere zahlreiche Unternehmen der Film- und Fernsehbranche angesiedelt (beispielsweise Bavaria Filmstudios, PREMIERE, ProSiebenSat.1, RTL2).
Öffentliche Einrichtungen und Vereine
RTL2
RTL2]
In München haben folgende Bundesbehörden, -einrichtungen und -institutionen sowie Körperschaften und überregional bekannte Vereine ihren Sitz (alphabetische Auflistung):
- ADAC e. V.
- Börse München
- Bayerischer Oberster Rechnungshof
- Bayerischer Rundfunk
- Bundesfinanzhof
- Bundespatentgericht
- Deutsches Patent- und Markenamt
- Erzbistum München und Freising
- Europäisches Patentamt
- Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
- FC Bayern München e.V.
- Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.
- Goethe-Institut Inter Nationes e. V.
- Hauptzollamt München
- Institut für Ostrecht München e. V.
- Institut für Städtebau und Wohnungswesen
- Max-Planck-Gesellschaft
- Oberfinanzdirektion des Bundes
- Prüfungsamt des Bundes München – eines von 9 Prüfungsämter des Bundes
- Russisch-orthodoxe Diözese des orthodoxen Bischofs von Berlin und Deutschland (K. d. ö. R.)
- Sanitätsamt der Bundeswehr
- Verein für Sozialarbeit e. V. – Verbund sozialer Einrichtungen
- Verwaltungsamt für innere Restitutionen München – ehemals Zentralamt für Vermögensverwaltung
- Zollfahndungsamt München
Die Verwaltung der Landeshauptstadt München selbst ist in 11 Fachreferate (Baureferat, Referat für Gesundheit und Umwelt, Referat für Arbeit und Wirtschaft, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Kommunalreferat, Kreisverwaltungsreferat, Kulturreferat, Personal- und Organisationsreferat, Schul- und Kultusreferat, Sozialreferat, Stadtkämmerei) sowie das Direktorium untergliedert.
Bildung und Forschung
Universitäten und Hochschulen
- Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU); gegründet 1472 in Ingolstadt, 1802 nach Landshut und von dort 1826 nach München verlegt
- Technische Universität München (TUM); gegründet 1868 als Polytechnische Schule München, 1872 um eine landwirtschaftliche Abteilung erweitert, 1930 wurde die Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei Weihenstephan eingegliedert. Seit 1970 trägt sie ihren heutigen Namen.
- Universität der Bundeswehr München; die Universität trägt zwar in ihrem Namen die Stadt München, doch befindet sich ihr Sitz im benachbarten Neubiberg; die Hochschule wurde 1973 gegründet als Ausbildungsstätte für Offiziere und Offiziersanwärter der Bundeswehr. Daher können im Regelfall nur Angehörige der Bundeswehr an dieser Universität studieren.
- Hochschule für Musik und Theater München; gegründet 1830 als Singschule, wurde sie 1867 auf Anregung Richard Wagners in die Königlich-bayerische Musikschule überführt, welche 1892 zur Staatlichen Akademie der Tonkunst erhoben wurde. 1924 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik München, 1946 wurde sie wiedereröffnet. Seit 1998 trägt sie ihren heutigen Namen.
- Hochschule für Fernsehen und Film München; gegründet 1966 als staatliche Einrichtung zur Ausbildung von Redakteuren, Regisseuren und Drehbuchautoren
- Akademie der Bildenden Künste München; gegründet 1808 als Königliche Akademie der Bildenden Künste, 1946 mit der Kunstgewerbeschule und der Akademie der Angewandten Kunst vereinigt, trägt sie seit 1953 ihren heutigen Namen
- Hochschule für Philosophie München; gegründet 1925 in Pullach, erhielt sie im selben Jahr die Anerkennung als Hochschule für Priesterausbildung. 1932 wurde sie zur Philosophischen Fakultät kanonischen Rechts erhoben, 1971 zog sie nach München um. Träger der Hochschule ist der Jesuitenorden.
- Hochschule für Politik München; gegründet 1950
- Fachhochschule München (FHM); gegründet 1971 durch Zusammenschluss von sieben Ingenieurschulen und Höheren Fachschulen
- Katholische Stiftungsfachhochschule München; gegründet 1971 aus vier höheren Fachschulen für Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Sie ist eine Fachhochschule in Trägerschaft der katholischen Kirche, welche in Benediktbeuern eine weitere Abteilung hat.
- Munich Business School – private, staatlich anerkannte Fachhochschule
- Ukrainische Freie Universität München (UFU) ist eine private Exil-Universität, deren Sitz nach Aufenthalten in Wien und Prag sich jetzt in München befindet.
Akademien
- Bayerische Akademie für Werbung und Marketing (BAW) gegründet 1949 als Ausbildungsinstitut für Berufe in Marketing, Kommunikation, PR und Medien.
- Bayerische Verwaltungsschule (BVS) mit dem BVS-Bildungszentrum München, Anbieter für Aus- und Fortbildung im staatlichen und kommunalen Bereich in Deutschland.
- Fachakademie für Augenoptik (Munich College of Optometry), Höhere Staatliche Fachschule für Augenoptik. Angebotene Ausbildung: staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister
Institute
- Max-Planck-Institut
- Ausländisches und internationales Sozialrecht
- Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht
- Kognitions- und Neurowissenschaften (weiterer Sitz in Leipzig)
- Physik (Werner-Heisenberg-Institut)
- Psychiatrie
- Psychologische Forschung
- Fraunhofer-Institut
- Patentstelle für die Deutsche Forschung (PST)
- Systeme der Kommunikationstechnik (ESK)
- Institut für Rundfunktechnik (IRT)
- Goethe Institut
- Spanisches Kulturinstitut Instituto Cervantes
- Sprachen & Dolmetscher Institut München
Weitere Informationsquellen
Wikipedia
- Portal:München
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- Lion Feuchtwanger: Erfolg (Roman über die Situation in München in den Anfangsjahren der Weimarer Republik)
- Bayerisches Städtebuch; Band V 2. Teilband Ober-, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1974
- Hubert Ettl / Bernhard Setzwein (Hrsg.): München. Reise-Lesebuch. Text-Bildband, Hardcover, 179 S., mit Texten von Herbert Achternbusch, Carl Amery, Bruno Jonas, Hermann Lenz, Gerhard Polt u.a. und Fotos von Volker Derlath, Heinz Gebhardt, Regina Schmeken u.a., edition lichtung, Viechtach 1999 (ISBN 3-929517-28-0)
Weblinks
- [http://www.geoinfo-muenchen.de/ Amtlicher Stadtplan der Stadt München]
- [http://www.muenchen.info/ Informationsportal der Münchner Stadtverwaltung]
- [http://www.mvg-mobil.de/netzplaene.htm U- und S-Bahn-Netzpläne von München]
- [http://www.leo.org/muenchen/ leo.org] Link Everything Online (München)
- [http://www.monacomedia.de/muenchenwiki/index.php/Hauptseite München Wiki] Stadtwiki: Weblinks, Veranstaltungen, Trivia, Stadtleben, Gastronomie etc...
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Kategorie:Bayerische Geschichte
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Deutsche Landeshauptstadt
Kategorie:Fußball-Weltmeisterschaft 2006
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U-Bahn MünchenDie 1971 eröffnete Münchner U-Bahn befährt ein Streckennetz von 94 km mit einer der größten Dichten von Stationen pro Einwohner und zählt dank ihrer flächendeckenden Ausstattung mit Rolltreppen und Aufzügen sowie den gut abgestimmten Umsteigebeziehungen zu den benutzerfreundlichsten U-Bahnen Europas. Sie wird von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auf Bestellung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) betrieben.
Liniennetz
Die MVG betreibt die folgenden acht U-Bahnlinien:
Münchner Verkehrs- und Tarifverbund
Die Linien U7 und U8 verkehren nur in der Hauptverkehrszeit. Es ist geplant, die U8 zum Harthof zurück zu ziehen.
Das Netz hat eine Gesamtlänge von 94 km mit insgesamt 94 U-Bahnhöfen. Die Züge erreichen im Netz Geschwindigkeiten von 80 km/h und damit die Höchstgeschwindigkeit deutscher U-Bahnen. Im Gegensatz zu anderen Netzen gibt es allerdings außer in der Nacht von Silvester auf Neujahr und dem Faschingswochenende keinen durchgängigen Nachtbetrieb (Betriebsruhe: 1-4 Uhr, Nächte Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag 2-4h).
Bis auf U5 und U6 verkehren alle Linien komplett unterirdisch, die U5 ist nur am südlichen Linienende in Neuperlach Süd oberirdisch, die U6 im nördlichen Abschnitt ab Studentenstadt. Auf allen Linien verkehren die Züge in der Regel im 10-Minuten-Takt, zur Hauptverkehrszeit im 5-Minuten-Takt (inklusive Verstärkerlinien). Zu Betriebsbeginn und ab Mitternacht verkehren die Züge nur im 20-Minuten-Takt, im Spätverkehr am Wochenende im 30-Minuten-Takt.
Es existieren drei Stammstrecken durch die Innenstadt, die von jeweils zwei Linien befahren werden (ohne Verstärkerlinien). Diese Linienfamilien zeichnen sich dadurch aus, dass die meisten Bahnhöfe dieser Linien mit einem gleichfarbigen Linienband ausgestattet sind. Lediglich die Bahnhöfe der U3-Nord sowie einige der neueren Bahnhöfe fallen aus diesem Schema. Auf den gemeinsamen Abschnitten sind die Fahrpläne so abgestimmt, dass sich durch die sich überlagernden Takte ein gleichmäßiger Takt ergibt. Die älteste Stammstrecke wird von der U3 und U6 befahren (Abschnitt Münchner Freiheit bis Implerstraße), die Kennfarbe hierfür ist blau. Die U1 und U2 (sowie die Verstärkerlinien U7 und U8 befahren zwischen Hauptbahnhof und Kolumbusplatz die mit rotem Linienband ausgestattete zweite Stammstrecke. Die zuletzt gebaute Stammstrecke der U4 und U5 wird zwischen Westendstraße und Max-Weber-Platz von beiden Linien befahren und ist mit einem gelben Linienband versehen. Wie bereits erwähnt sind die meisten anderen Bahnhöfe der jeweiligen Linienfamilien ebenfalls mit dieser Kennfarbe versehen.
Die meisten Bahnhöfe sind zweigleisig mit einem Mittelbahnsteig ausgestattet, Seitenbahnsteige existieren lediglich an den Bahnhöfen Olympia-Einkaufszentrum (U1), Richard-Strauss-Straße (U4), Neuperlach Süd (U5), Garching-Hochbrück und Nordfriedhof (beide U6). Die Kreuzungsbahnhöfe Scheidplatz und Innsbrucker Ring sind viergleisig ausgeführt, die beiden Verzweigungsbahnhöfe Hauptbahnhof (unten) und Münchner Freiheit sowie die Bahnhöfe Olympiazentrum, Kieferngarten und Fröttmaning ebenfalls. Dreigleisig sind die Bahnhöfe Implerstraße, Max-Weber-Platz sowie Kolumbusplatz ausgeführt.
U1
Fasching
Fasching
Fasching
1980 wurde mit Eröffnung der Stammstrecke der damaligen U8/1 auch der Betrieb auf der U1 aufgenommen. Anfangs nur als Verstärkerlinie auf einem Teil des Linienwegs der U8 wurde mit der Eröffnung des Astes zum Rotkreuzplatz eine eigenständige Linie aus der U1. Die U1 hat eine Betriebslänge von ca. 12,2 km.
Heute beginnt die U1 am Olympia-Einkaufszentrum im Stadtteil Moosach, wo im Jahr 2007 auch die U3 in den bereits weitgehend fertiggestellten Bahnhofsteil unter der U1 ankommen wird. Hier existiert auch die in München einmalige Einrichtung eines unterirdische "Bike-and-Ride"-Parkhauses, also eines Fahrrad-Parkhauses direkt im U-Bahnhof.
Auf dem Weg zum Westfriedhof folgt sie der Hanauer Straße, an der Kreuzung zum Georg-Brauchle-Ring befindet sich der 2003 eröffnete gleichnamige Bahnhof, der vom Künstler Franz Ackermann gestaltet wurde. Der Bahnhof Westfriedhof ist wegen seiner Beleuchtung ein beliebtes Fotomotiv auch für Werbeagenturen. Weiter führt die U1 über Gern zum Rotkreuzplatz, wo sie zwischen 1983 und 1998 ihren Endpunkt hatte. Unter der Nymphenburger Straße führt sie nun über Maillinger Straße zum Stiglmaierplatz, um schließlich am viergleisigen Hauptbahnhof mit der U2 in die gemeinsame Innenstadtstammstrecke zu münden.
Auf dem dicht befahrenen Innenstadtabschnitt verkehren U1 und U2 um 5 Minuten versetzt und stellen so gemeinsam auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten einen 5-Minuten-Takt her. Am Hauptbahnhof kreuzt zudem die Stammstrecke der S-Bahn sowie die U4 und U5. Gleich am nächsten Bahnhof Sendlinger Tor unterquert die U1 die Gleise der U3 und U6 in einem Bahnhof mit zwei weit auseinander liegenden Einzelröhren, die durch einen Querbahnsteig verbunden sind.
Der folgende Bahnhof Fraunhoferstraße ist wegen seiner Isarnähe im Schildvortrieb in 2 Einzelröhren aufgefahren, die jedoch im Bahnhofsbereich verbunden sind. Aus diesem Grund ist der Bahnhof durch dicke Säulen geprägt. Der folgende Bahnhof Kolumbusplatz ist als dreigleisiger Verzweigungsbahnhof ausgeführt, hier trennen sich nun die Linienwege von U1 und U2 wieder.
Die 1997 eröffnete Strecke der U1 biegt hier Richtung Süden ab, durchquert den bunt gestalteten Bahnhof Candidplatz und erreicht schließlich den Wettersteinplatz. Die folgende Station St.-Quirin-Platz ist architektonisch einzigartig und für die Münchner U-Bahn ebenso ungewöhnlich, da sie zur Seite mit einem großen "Auge" geöffnet ist und sich über ihr eine muschelförmige Dachkonstruktion aus Glas wölbt. Unter der Naupliastraße befindet sich schließlich der Endbahnhof der Linie U1, Mangfallplatz, an den sich eine große unterirdische Park-and-Ride-Anlage anschließt.
Pläne über eine Verlängerung der U1 im Süden weiter bis zum Krankenhaus Harlaching oder gar der Großhesseloher Brücke wurden aus Kostengründen und zweifelhaftem verkehrlichen Nutzen zurückgestellt, eine Verlängerung im Norden Richtung Fasanerie ist mittelfristig ebenfalls nicht zu erwarten
U2
Die Linie U2 dürfte die Linie mit dem wechselhaftesten Linienenden sein, auch änderte sie ihren Namen, da sie anfangs als Linie U8 bezeichnet wurde. Sie ist die einzige Linie (U2 und U8-Geschichte zusammengenommen), die auf allen 3 Linienfamilien (U1/2, U3/6, U4/5) fährt bzw gefahren ist. Die U2 hat heute eine Betriebslänge von ca. 24,4 km.
U8
U8
Heute beginnt die U2 im Norden in Feldmoching, wo Anschluss zur S1 nach Freising/Flughafen besteht. Der dortige U-Bahnhof ist mit Motiven aus der "Dorfidylle" und dem städtischen Leben Feldmochings versehen. Unter dem lange Jahre als sozialen Brennpunkt verschrieenen Hasenbergl hindurch führt der Weg der U2 durch den farbenfroh gestalteten Bahnhof Dülferstraße, der die östlichen Teile des Hasenbergl sowie das Neubaugebiet auf der Panzerwiese verkehrstechnisch erschließt und der von 1993 bis 1996 Endstation der U2 war. Der Streckentunnel unter der Panzerwiese wurde weitgehend im offenen Einschnitt gebaut, da zur Bauzeit dort noch keine Bebauung bestand.
Durch die Bahnhöfe Harthof und Am Hart führt die U2 zum Bahnhof Frankfurter Ring. Zwischen Am Hart und Frankfurter Ring in südlicher Fahrtrichtung wurde von einem Künstler kurz vor Eröffnung der Strecke mit weißer und blauer Farbe ein Wellenmuster auf die Tunnelwand aufgebracht, das in München die einzige Kunst im Streckentunnel darstellt.
Nach dem Bahnhof Milbertshofen trifft die U2 am viergleisigen Bahnhof Scheidplatz auf die U3, wo am selben Bahnsteig ein direkter Umstieg möglich ist, der Anschluss wird in der Regel abgewartet. Bis zur Eröffnung der Strecke bis Dülferstraße 1993 verkehrte die U2 ab Scheidplatz wie die U3 zum Olympiazentrum. Durch die Maxvorstadt geht es schließlich weiter in Richtung Innenstadt durch die Bahnhöfe Hohenzollernplatz, Josephsplatz, Theresienstraße und Königsplatz. Am Königsplatz befinden sich auf dem U-Bahnsteig Repliken von Kunstwerken der angrenzenden Glyptothek und der Staatlichen Antikensammlung.
Am Hauptbahnhof trifft die U2 nun auf die gemeinsame Stammstrecke mit der U1 durch die Innenstadt bis Kolumbusplatz (Text siehe dort).
Am Kolumbusplatz zweigt die U2 wieder von der Stammstrecke ab und führt über Silberhorn- und Untersbergstraße nach Giesing (Bahnhof), wo eine Umsteigemöglichkeit zur S5 und S6 an der Oberfläche besteht. Über Karl-Preis-Platz verläuft die U2 weiter zum Innsbrucker Ring, wo – ebenso wie am Scheidplatz – ein direkter Anschluss am selben Bahnsteig zur U5 besteht. Bis zur Eröffnung des Streckenastes zur Messestadt 1999 verkehrte die U2 hier ebenso wie die U5 nach Neuperlach.
Die nun anschließende, in den 1990er Jahren architektonisch ansprechend gestaltete Strecke wurde mit dem Leitmotiv "rot" gestaltet, was sich in jedem Bahnhof wiederfindet. Nachdem die U2 die Station Josephsburg durchquert hat, erreicht sie die Kreillerstraße, wo die vom Michaeli-Gymnasium gestaltete Wandgestaltung mit Ziegelmustern an die früheren Ziegeleien im Stadtteil Berg am Laim erinnern soll. Nun erreicht die U2 schließlich den Bahnhof Trudering, der mit zwei einzelnen Röhrenbahnsteigen mit Querschlag ausgeführt ist. An der Oberfläche ist hier ein Umstieg zur S-Bahnlinie S4 Richtung Ebersberg möglich.
Während der Bauarbeiten zur Strecke kam es 1994 zu einem Unfall, bei dem die Decke des neu aufgefahrenen Tunnels durch eindringendes Wasser einstürzte und ein Linienbus in den entstehenden Krater nachrutschte. Im Bus kamen mehrere Fahrgäste zu Tode. Dieser Unfall verzögerte die Fertigstellung dieses Streckenastes, der eigentlich zur Eröffnung der neuen Messe eröffnet werden sollte. Die Zeit bis zur U-Bahneröffnung musste darum durch massiven Bus-Shuttle-Verkehr von den S-Bahnhöfen Riem und Trudering überbrückt werden. Ein Gedenkstein am Busbahnhof Trudering erinnert an das damalige Unglück.
Nach dem Bahnhof Moosfeld folgen nun noch die beiden Bahnhöfe Messestadt-West und -Ost. Unmittelbar angrenzend zu den U-Bahnhöfen befindet sich nördlich das Messegelände und südlich ein Neubaugebiet, das Einkaufszentrum "RiemArkaden" sowie die Flächen des Riemer Parks, in dem im Jahr 2005 die Bundesgartenschau stattfand.
U3
Der Bau der Linie U3 wurde drastisch beschleunigt, als Mitte der 1960er Jahre München den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 1972 bekam. 1966 wurde der erst ein Jahr zuvor verabschiedete Liniennetzplan revidiert und die U3 als Zubringer zum Olympiagelände geplant, da die ursprüngliche Streckenführung über den Hauptbahnhof in der Kürze der Zeit nicht realisierbar war und dann außerdem ein Fehlen der Anbindung an die in Fröttmaning gelegene Technische Basis den Betrieb zu riskant erscheinen ließ. Bis zur Streckeneröffnung nach Moosach hat die U3 eine Streckenlänge von 17,0 km.
Im Norden beginnt die U3 seit 1972 am viergleisigen Bahnhof Olympiazentrum, im Jahr 2007 soll die Verlängerung über Olympiapark-Nord zum Olympia-Einkaufszentrum eröffnet werden, bis 2011 ist eine Weiterführung bis Moosach geplant. Der Bahnhof Olympiazentrum hätte eigentlich Oberwiesenfeld heißen sollen, weswegen im Linienband an der westlichen Bahnhofsseite auch einmal Oberwiesenfeld zu lesen ist.
Über den Bahnhof Petuelring wird der Scheidplatz erreicht, wo man am selben Bahnsteig gegenüber und zur Nebenverkehrszeit sogar zeitgleich zur U2 Anschluss findet. Über Bonner Platz wird schließlich der Bahnhof Münchner Freiheit erreicht, wo die Strecke in die gemeinsame U3/U6 Stammstrecke einmündet. Die drei Bahnhöfe Olympiazentrum, Petuelring und Bonner Platz sind alle in Sichtbeton mit Reliefs an den Wänden gestaltet, die Leitfarbe orange für die U3 spiegelt sich im Linienband und der sonstigen Bahnhofsarchitektur wieder.
(Bis Implerstraße siehe U6)
Vom dreigleisigen Verzweigungsbahnhof Implerstraße aus geht die Strecke über Brudermühlstraße nach Thalkirchen (Tierpark) weiter und trifft am knapp 30 Höhenmeter höher auf dem Isarhochufer gelegenen Bahnhof Obersendling schließlich auf einen Verknüpfungspunkt zum S-Bahnhof Siemenswerke. Von der Aidenbach- und Machtflinger Straße geht es über Forstenrieder Allee und Basler Straße schließlich zum Endbahnhof Fürstenried West am Stadtrand.
U4
Die U4 ist mit 9,3 km die kürzeste Münchner U-Bahnlinie mit nur 13 Bahnhöfen. Sie wurde ursprünglich als U9 geplant und verkehrt als einzige Linie in der Regel nur mit Vollzügen (Ausnahmen bilden z.B. die Freitag Nachmittage und die Zeit des Oktoberfests, dann auch Langzüge).
Im Westen (betrieblich gesehen im Norden, obwohl das "Südende" der U4 als einzige Münchner Linie nördlicher liegt als das betriebliche "Nordende") beginnt die U4 an der Westendstraße, wo ebenfalls die U5 verkehrt. Anfangs verkehrte die U4 ebenfalls bis zum Laimer Platz, wurde dann aber wegen mangelnde Auslastung um zwei Stationen zurückgenommen. U4 und U5 haben beide nur an einem Ende eine Aufgabelung der gemeinsamen Stammstrecke in zwei Strecken als einziges Linienpaar.
Am Heimeranplatz besteht Anschluss zu den S-Bahnlinien S7, S20 und S27. Der folgende Bahnhof Schwanthalerhöhe hieß bis 1998 (Umzug der Münchner Messe nach Riem) "Messegelände". Kurz nach dem Bahnhof zweigt die einzige Betriebsstrecke der Münchner U-Bahn in die dreigleisige Betriebsanlage Theresienwiese ab. Beim Bau der U4/U5 bestand außer über dieses Betriebsgleis und die dortige Abstellanlage keine Verbindung zum Restnetz der U-Bahn, vor allem nicht zur technischen Basis in Fröttmaning. Heute besteht am Innsbrucker Ring eine weitere Verbindung zum Restnetz.
Münchner Messe
Der Bahnhof Theresienwiese ist als einziger U-Bahnhof in München mit einer Aufsichtskanzel ausgestattet, um die Fahrgastmengen während des Oktoberfestes bewältigen zu können. Der südliche Ausgang des Bahnhofs endet auch direkt auf der Festwiese. Während der "Wiesn" wird hier auch grundsätzlich vom örtlichen Aufsichtspersonal und nicht vom Fahrer abgefertigt, wie es ansonsten der Fall ist. In der Hauptverkehrszeit beginnt jeder zweite Zug der U4 erst an der Theresienwiese, da im westlichen Abschnitt die Fahrgastzahlen keine derartige Bedienung rechtfertigen.
Am Hauptbahnhof besteht Anschluss zu allen S-Bahnlinien und zur Stammstrecke der U1 und U2, die dort überquert werden. Als nächstes wird der Bahnhof Karlsplatz (Stachus) erreicht, bei dem erneut Anschluss zur S-Bahn Stammstrecke besteht. Der U-Bahnhof hier ist der tiefste im Münchner U-Bahnnetz, im weiteren Verlauf zum Odeonsplatz, wo Anschluss zur U3 und U6 besteht, wird mit etwa 36 Metern auch die tiefste Stelle des gesamten Netzes erreicht.
Wie Odeonsplatz ist der folgende Bahnhof Lehel ein bergmännisch aufgefahrener Bahnhof mit zwei Einzelröhren, die durch Querschläge verbunden sind. Die Strecke unterquert nun die Isar, um im dreigleisigen Verzweigungsbahnhof Max-Weber-Platz am bayerischen Landtag die gemeinsame U4/U5 Stammstrecke wieder zu verlassen.
Über Prinzregentenplatz und Böhmerwaldplatz erreicht die U4 den Bahnhof Richard-Strauss-Straße, der bedingt durch die Lage als einziger auf dieser Strecke mit Seitenbahnsteigen ausgestattet ist. In diesem Streckenabschnitt wird auch direkt ein Straßentunnel unterquert, der wie auch die U-Bahn unter der Richard-Strauss-Straße liegt. Am Bahnhof Arabellapark endet die U4, die Abstellanlage führt jedoch noch fast bis zum ursprünglicch geplanten Bahnhof Cosimapark weiter.
Abends ab etwa 20 Uhr verkehrt die U4 nur zwischen Max-Weber-Platz bzw, Lehel und Arabellapark, am Max-Weber-Platz besteht Anschluss zur U5 am selben Bahnsteig gegenüber.
Eine Weiterführung der U4 Richtung Englschalking ist seit Jahren in Planung, aufgrund der ohnehin schon relativ geringen Auslastung der U4 jedoch mittelfristig nicht zu erwarten. Auch die ursprünglich angedachte Verlängerung im Westen in Richtung Blumenau hat kaum mehr Chancen auf Verwirklichung.
U5
Die U5 beginnt derzeit am Laimer Platz, eine Verlängerung nach Pasing ist zwar angedacht, die Realisierung zum derzeitigen Zeitpunkt aber eher fraglich. Die derzeitige Betriebslänge beträgt 15,4 km.
Am Laimer Platz startet also die U5 und führt über Friedenheimer Straße zur Westendstraße, wo sie dann bis Max-Weber-Platz denselben Verlauf wie die U4 hat (Text siehe dort).
Am Max-Weber-Platz trennt sich die Stammstrecke der U4/U5 schließlich, die U5 biegt nach Süden zum Ostbahnhof ab. Dort besteht Anschluss zur S-Bahn-Strammstrecke. Am folgenden Bahnhof Innsbrucker Ring besteht direkter Anschluss zur U2 am selben Bahnsteig gegenüber.
Über Michaelibad und Quiddestraße wird schließlich Neuperlach Zentrum erreicht, wie der Name schon sagt das Zentrum der in den 1960er und 1970er Jahren erbauten Neubaugroßsiedlung. Nach dem Bahnhof Therese-Giehse-Allee kommt die U5 schließlich an die Oberfläche, um im Bahnhof Neuperlach Süd zu enden. Diese Strecke wurde ursprünglich von der U8, später von der U2 bedient und ist erst seit 1988 von der U5 erreicht worden.
In Neuperlach Süd gibt es die Besonderheit, dass sich S-Bahn und U-Bahn einen Bahnsteig teilen, an einem Gleis verkehrt die S6, am anderen die U5. Es besteht also ein direkter Übergang zum anderen Verkehrsmittel. In Neuperlach Süd befindet sich außerdem eine größere Abstellanlage (Betriebsanlage Süd), in der zu Schwachlastzeiten und nachts viele Züge abgestellt werden, die nicht in Fröttmaning oder in Abstellanlagen im Netz verteilt abgestellt werden können.
Zu Anfang des Linienbetriebs der Münchner U-Bahn gab es eine kurzlebige Verstärkerlinie U5 zwischen Münchner Freiheit und Goetheplatz, nach nur gut einem Jahr wurde diese Linie zum 30. Juli 1973 wieder eingestellt und die Fahrten in die Linie U6 eingegliedert.
U6
Die U6 ist die älteste Münchner U-Bahnlinie. Der Lindwurmtunnel (Abschnitt zwischen Sendlinger Tor und einschließlich Bahnhof Goetheplatz) wurden bereits 1938-41 erbaut als Teil einer Nord-Süd-S-Bahnstrecke, die im wesentlichen dem heutigen Verlauf der U6 ähnelt. Der Bahnhof Goetheplatz ist aus diesem Grund einige Meter länger als die üblichen 120 Meter Bahnsteigslänge, da er für andere Züge konzipiert wurde. Die Betriebslänge bis zur Eröffnung nach Garching-Forschungsgelände beträgt 23,0 km.
41
41
Die U6 beginnt im Norden oberirdisch in Garching-Hochbrück, voraussichtlich im Oktober 2006 wird die Verlängerung über Garching bis Garching-Forschungsgelände eröffnet. Der Abschnitt zwischen Garching und der nächsten, für die Allianz Arena umgebauten Station Fröttmaning ist mit etwa 4,1 km der längste zwischen zwei Stationen im Münchner Netz. Im Zuge der Umbaumaßnahmen zwischen dem 10. Oktober 2002 und der Eröffnung am 4. Mai 2005 wurde der Bahnhof um etwa 100m nach Norden verschoben, der bestehende Bahnsteig abgerissen, ein zweiter Bahnsteig gebaut und nördlich des nun viergleisigen Bahnhofes eine neue Abstellanlage errichtet. Der jetzige Bahnhof ist komplett überdacht und verfügt jetzt auch am Nordende über einen Zugang, der sich direkt an die Esplanade der Allianz Arena anschließt.
In Fröttmaning befindet sich außerdem die Technische Basis mit der Hauptwerkstädte der Münchner U-Bahn. Ab dem viergleisigen Bahnhof Kieferngarten (wegen des Anschlusses zur Technischen Basis und der damit verbundenen Ein- und Ausrückfahrten ist der Bahnhof viergleisig ausgeführt) führt sie über die 450m lange Heidemannbrücke nach Freimann und Studentenstadt. Zwischen Freimann und Studentenstadt befindet sich auch ein Gleisanschluss an den Güternordring der Deutschen Bahn AG, über den unter anderem neue Züge angeliefert werden. Derzeit (2005) ist der Bahnhof Freimann der einzige im ganzen Netz, der noch nicht behindertengerecht erreichbar ist. Im Jahr 2006 soll jedoch mit dem Neubau eines behindertengerechten Bahnhofszugangs am Südende des Bahnsteiges begonnen werden.
Nach Studentenstadt verschwindet die U6 im Untergrund für den Rest ihres Verlaufs. Über die Haltepunkte Alte Heide, Nordfriedhof (neben Garching-Hochbrück der einzige Bahnhof mit Seitenbahnsteigen auf der U6) und Dietlindenstraße führt sie nun zur Münchner Freiheit, wo sie in die gemeinsame U3/6 Stammstrecke einmündet.
Über Giselastraße und Universität trifft die U6 am Odeonsplatz auf die kreuzenden Linien U4 und U5, die dort überquert werden. Am Marienplatz werden die S-Bahn-Linien S1-S8 gekreuzt, hier kommt es vor allem im Berufs- und im Stadionverkehr häufig zu Überlastungen, weswegen dort derzeit zusätzliche Fußgängertunnel gebaut werden.
Am Sendlinger Tor werden schließlich die Linien U1 und U2 gekreuzt, deren Verlauf überquert wird. Über den bereits 35 Jahre zuvor errichteten Lindwurmtunnel wird der ebenfalls im Rohbau vor 1941 gebaute Bahnhof Goetheplatz erreicht. In diesem Tunnelabschnitt sind die Wandausbuchtungen für die ursprünglich vorgesehenen Oberleitungsmasten ebenso wie die Kennzeichnungen an den Wänden als Luftschutzraum noch erkennbar. Der folgende Bahnhof Poccistraße (nahe dem ehemaligen Nahverkehrsbahnhof München Süd) wurde nachträglich zwischen den bereits bestehenden und in Betrieb befindlichen Tunneln eingebaut. Am Bahnhof Implerstraße trennen sich die Linienwege von U3 und U6 wieder, hier besteht außerdem in Gegenrichtung ein eingleisiger Abzweig zur Betriebsanlage Theresienwiese, über die die Strecke der U4/U5 erreicht wird.
Am Harras besteht Anschluss zu den S-Bahnlinien S7 und S27. Der Abschnitt über Partnachplatz und Westpark bis Holzapfelkreuth wurde zur Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 1983 als Blumenlinie eröffnet. Im weiteren Verlauf wird über Haderner Stern und Großhadern der Endbahnhof am Klinikum Großhadern erreicht, dessen Zugang an der Oberfläche in Form einer Glaspyramide weithin sichtbar ist.
U7
Die Verstärkerlinie verkehrt nur montags bis freitags in der Hauptverkehrszeit von Rotkreuzplatz bis Kolumbusplatz (gesamter Linienweg innerhalb der U1 enthalten, in der Regel nur Vollzüge) sowie bei Großmessen zusätzlich nach Messestadt-Ost (ab Kolumbusplatz Linienweg der U2, in der Regel Langzüge).
U8
Die U8 ist heute ebenfalls eine Verstärkerlinie, zwischen 1980 und 1988 trug jedoch die heutige U2 diese Nummer, siehe dort. Sie verkehrt montags bis freitags zur Hauptverkehrszeit von Feldmoching bis Innsbrucker Ring über den Linienweg der U2 und ab dort auf dem Weg der U5 bis Neuperlach Zentrum.
Am Freitag Nachmittag (sowie zu einzelnen Ausrückfahrten an anderen Wochentagen) verkehrt sie als einzige Linie über Strecken aller drei Linienfamilien: Olympiazentrum bis Scheidplatz über den Lininweg der U3, Scheidplatz bis Innsbrucker Ring auf dem Weg der U2 und Innsbrucker Ring bis Neuperlach Zentrum auf dem Weg der U5.
Fahrbetrieb
Die Münchner U-Bahn setzt Triebfahrzeuge aus 3 Fahrzeuggenerationen ein.
Die zwischen 1967 (drei Prototypen) und 1983 hergestellten Züge vom Typ A sind als Doppeltriebwagen (DT) ausgeführt, deren Nord- und Südteil im Normalbetrieb immer kurzgekuppelt sind. Über den Kupplungen sind die Triebwagen jeweils 37,15 m lang, 3,55 m hoch und 2,90 m breit. Jeder DT hat auf beiden Seiten 6 Türen und eine Kapazität von 98 Sitz- und 192 Stehplätzen. Insgesamt wurden 193 A-Züge geliefert, wovon 6 Einheiten mittlerweile an die VAG Nürnberg verkauft wurden, 3 Einheiten wurden bisher verschrottet.
Die in den Jahren 1981 bis 1994 beschafften Züge vom Typ B mussten den gestiegenen Fahrzeugbedarf nach den vollzogenen und erwarteten Netzerweiterungen der 1980er Jahre decken. Es wurden wie beim Typ A sechs Prototypen geordert, ehe die ersten Serienfahrzeuge geliefert wurden. Bis zur Auslieferung der Serienfahrzeuge vergingen allerdings wegen diverser Kinderkrankheiten der Prototypen noch sechs Jahre. Die Änderungen an den Serienfahrzeugen führten dazu, dass die Prototypen anfangs nicht in einem Zugverband mit den Serienfahrzeugen laufen konnten, so dass die Prototypen zwischen 1992 und 1995 umgebaut werden mussten, um die Kompatibilität herzustellen. Die Abmessungen entsprechen denen des Typ A, optisch unterscheidbar sind die Züge vor allem durch die durchgezogene Frontscheibe und bei den 1994 beschaften 22 Einheiten neu eingeführte Matrixanzeige als Zugzielanzeiger an der Stirnseite. Die Wagen des Typs B verfügen im Gegensatz zu den Gleichstrommotoren des Typs A über Drehstrommotoren. Insgesamt wurden 63 Einheiten geliefert, die alle noch im Bestand sind.
VAG Nürnberg
Nachdem die ersten Fahrzeuge Ende der 1990er Jahren mit 30 Jahren in Richtung ihrer betriebswirtschaftlich sinnvollen Nutzbarkeit angelangt sind, wurde mit der Beschaffung eines Typs C begonnen. Erstmals wurde ein Zug mit 6 durchgängig verbundenen Wagenkästen gebaut, der also nur als Langzug (äquivalent mit 3 Einheiten Typ A oder B) verkehrt. Diesmal wurde auf Prototypen verzichtet und gleich eine Lieferung von 10 6-Wagen-Zügen bestellt. Ab 11. November 2002 gingen nach diversen Verzögerungen die ersten Einheiten der neuen Wagengeneration in Betrieb, die nun auch über computergesteuerte optische und akustische Fahrgastinformationssysteme verfügen. Aktuell sind 12 Fahrzeuge im Fahrgasteinsatz, weitere Züge warten noch auf ihre Abnahme. Bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sollen alle Einheiten aus der Bestellung über insgesamt 18 Einheiten folgen.
Einsatz
Auf den meisten Linien verkehren tagsüber ausschließlich Langzüge bestehend aus 3 Doppeltriebwägen vom Typ A oder B oder einem Triebzug vom Typ C. Im Früh- und Spätverkehr verkehren die Kurse entsprechend der schwächeren Auslastung nur als Kurz- oder Vollzüge.
Während einiger Großeinsätze kam es zum vorübergehenden Wagenaustausch zwischen der U-Bahn Nürnberg und München, z.B. zu den Olympischen Spielen 1972 und dem Papstbesuch 1980. Die erste Wagengeneration in Nürnberg ist mit den Zügen vom Typ A ursprünglich baugleich, lediglich spätere Umbauten verhindern ein Kuppeln der Züge mittlerweile.
Alle Züge haben eine zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und verkehren in der Regel mit automatischem Fahren und Bremsen unter LZB, was eine hohe Zugdichte ermöglicht. Dadurch sind Zugabstände bis zu 80 m möglich.
Da die Elektrik in den Kupplungen der Fahrzeuge nur halbseitig ausgelegt ist, können alle Züge nur in eine Richtung gekuppelt werden. Dies führt zu der oben erwähnten Besonderheit des Nord- und Südende einer Strecke (U4). Das "Nordende" eines Zuges kann nur mit dem "Südende" eines anderen gekuppelt werden. Deshalb gibt es im gesamten Netz keine Gleisanlage, die das Wenden des Zuges ermöglicht (also keine Dreiecksfahrten).
Unfälle
Glücklicherweise gab es bei der Münchner U-Bahn bisher kaum schwere Unfälle, lediglich drei Doppeltriebwagen mussten bisher aus dem Planbestand gestrichen werden.
Zwei DT wurden am 5. September 1983 bei einem Brand in einer Abstellanlage komplett zerstört. Wegen des Ausfalls eines Lüfters der Bremswiderstände wurde der Zug am Hauptbahnhof aus dem Plandienst genommen und in die nördlich anschließende Kehranlage Königsplatz gebracht. Dort fingen beide Züge dann Feuer, der sofort alarmierten Feuerwehr gelang zwar schnell, den Brand unter Kontrolle zu bringen, beide Züge konnten jedoch nicht mehr gerettet werden. Ebenfalls wurde die Tunneldecke der Abstellanlage schwer beschädigt, der reguläre Verkehr konnte jedoch schnell wieder aufgenommen werden, auf der U1 bereits nach wenigen Stunden.
Ein weiterer DT wurde am 28. Dezember 1995 durch einen Verschubunfall schwer beschädigt, als beim Aufkuppeln zu schnell gefahren wurde. Der stark beschädigte DT war der Prototyp 092. Die unversehrte Hälfte wird ab dem Jahr 2006 im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in der Abteilung städtischer Schienenverkehr ausgestellt.
Sicherheit
Die U-Bahn-Fahrer werden u.a. an einem Fahrsimulator in der technischen Basis in Fröttmaning ausgebildet.
Die Türen mittlerweile fast aller Züge verfügen über eine Einklemmerkennung sowie eine optische und akustische Signalisierung des Schließvorganges. Notsprechstellen in jedem Türbereich ermöglichen eine direkte Kommunikation mit dem Fahrer. Alle Bahnhöfe verfügen über Nothaltsysteme, mit denen die Einfahrt in ein Gleis von Fahrgästen gesperrt werden kann, wenn z.B. eine Person in den Gleisbereich geraten ist.
Eine Besonderheit ist die halbkommunale Einrichtung der U-Bahn-Wache, die für den sicheren Betrieb in der U-Bahn und den U-Bahnhöfen sorgt und bei Großeinsätzen wie Fußballspielen auch die Abfertigung der Fahrzeuge an Knotenbahnhöfen wie dem Marienplatz unterstützt.
Betriebsanlagen
Über das gesamte Netz verteilt finden sich (vor allem an den Linienenden) Abstellanlagen für die Züge der U-Bahn, die nur während der Hauptverkehrszeit gebraucht werden. Ferner werden hier auch Ersatzzüge hinterstellt, die im Fall eines Defektes Regelzüge ersetzen können. Außerdem unterhält die Münchner Verkehrsgesellschaft drei größere Betriebsanlagen.
Technische Basis
Vor Beginn des U-Bahn-Baus wurde nach einer geeigneten Stelle für ein Betriebswerk für die U-Bahn gesucht, die bisherigen Straßenbahnwerkstätten kamen allein schon aus Platzgründen nicht in Frage, eine unterirdische Werkstatt im Zentrum kam aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Schnell stand deswegen fest, dass im nördlichen Stadtgebiet oberirdisch am Kieferngarten eine Werkstatt entstehen sollte. Aus diesem Grund hatte auch der Bau der U6 bis Kieferngarten Priorität, obgleich andere Strecken an sich wichtiger gewesen wären.
Anfangs bestand das Betriebswerk in Fröttmaning hauptsächlich aus Abstellanlagen und Lagergebäuden sowie Wartungshallen, in denen kleinere Reparaturen und teilweise auch Überholungen erledigt wurden. Da der noch kleine Wagenpark keine Hauptwerkstätte rechtfertigte, mussten einzelne Teile zur Reparatur in die Straßenbahnhauptwerkstätte überführt werden.
Als Mitte der 1970er Jahre der U-Bahn-Bau immer weiter voran schritt, führte der erhöhte Wagenbedarf dazu, dass neben den Wartungshallen eine Hauptwerkstätte errichtet wurde, in der alle nötigen Aufgaben für die U-Bahn ausgeführt werden können. In den 1980er Jahren folgte der weitere Ausbau des Betriebhofs Nord zum jetzigen Zustand, der Technischen Basis in Fröttmaning mit mittlerweile eigenem angrenzenden U-Bahnhof.
In Neuperlach Süd existiert der sogenannte Betriebshof Süd, der jedoch fast ausschließlich aus einer großen Abstellanlage besteht. Unter der Theresienwiese befindet sich mit der Betriebsanlage Theresienwiese eine weitere große Abstellanlage.
Vor Fertigstellung des Betriebhof Nord fand auf einer Teilstrecke der U6 ja bereits ein Testbetrieb statt, dafür wurde die Abstellanlage nördlich des Bahnhofs Alte Heide vorübergehend als behelfsmäßige Werkstatt genutzt.
Betriebsanlage Süd
Am südlichen Linienende der U5 in Neuperlach Süd befindet sich eine umfangreiche oberirdische Abstellanlage, die mit dem Bau der damaligen U8 bis Neuperlach Süd benötigt wurde, um die Technische Basis im Norden der Stadt zu entlasten. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten sowie während der Nacht werden hier die Züge hinterstellt, die auf der U1/U2 sowie U4/U5 nicht in anderen Abstellanlagen hinterstellt werden können. Insgesamt können hier bis zu 41 Doppeltriebwagen abgestellt werden.
Betriebsanlage Theresienwiese
Da beim Bau der U5-West keine Verbindung zum sonstigen Gleisnetz und vor allem zur Technischen Basis in Fröttmaning bestand, wurde unter der Theresienwiese eine Verbindungsstrecke zur Implerstraße errichtet, die nördlich des Bahnhofs Implerstraße (U3/U6) sowie östlich des Bahnhofs Schwanthalerhöhe (U4/U5) jeweils eingleisig angebunden ist. Auf zwei Abstellgleisen ist Platz für 18 Doppeltriebwagen, ein drittes Gleis dient als Durchfahrtgleis für Fahrzeuge zwischen den beiden Strecken. Im regulären Fahrplanbetrieb ist die Strecke nicht mit Fahrgästen befahren, lediglich während einer Baustelle am Odeonsplatz (Einbau eines doppelten Gleiswechsels) wurde im Mai 2003 die U3 außerplanmäßig aus Richtung Fürstenried West kommend an der Schwanthalerhöhe gewendet.
Geschichte
Bereits im Jahre 1928 gab es erste Pläne, die Straßenbahnen in München durch ein U-Bahn-Netz zu ersetzen, jedoch vereitelte die Weltwirtschaftskrise alle Pläne. Im 3. Reich wurde ab 1936 eine elektrische unterirdische Bahn für die Stadt München geplant und es wurde auch schon mit dem Bau begonnen, doch der Zweite Weltkrieg setzte dem ein Ende. Erst nach dem Kriege, im Jahre 1953, begann mit der Bildung der "Studiengesellschaft für den Bau einer Münchner Hoch- und Untergrundbahn" eine neue Planungsphase. Zunächst war es jedoch vordringlich, dass das Straßenbahnnetz wieder instand gesetzt wurde, so dass kein Geld für eine U-Bahn da war. Die Planungen für eine U-Bahn in München dümpelten dahin, während der Verkehrsraum für den Oberflächenverkehr immer mehr ausgelastet war und die Straßenbahnen in der Innenstadt immer mehr im Verkehr stecken blieben. Zudem gab es einen Streit zwischen S- und Tiefbahn, vor allem um die Ost-West-Trasse zwischen dem Ostbahnhof und dem Hauptbahnhof. Pläne wurden auch gemacht für eine Unterpflasterbahn, bei der die Straßenbahnlinien weitgehend erhalten bleiben sollten, nur dass sie in der Innenstadt unterirdisch geführt werden sollten. Schließlich einigte man sich, dass die Ost-West-Trasse der S-Bahn gehören sollte und es kam 1965 auch zu einem ersten Spatenstich am Bahnhof Nordfriedhof (damals noch "Schenkendorfstraße"), den der damalige bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel und Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel durchführten. 1966 kamen die U-Bahn-Pläne dann erst richtig in Schwung, als das IOC die Olympischen Spiele für das Jahr 1972 nach München vergaben. Nun galt es, ein leistungsfähiges Verkehrsnetz aufzubauen. Im Süden wurde der Tunnel aus den 30er Jahren wiedereröffnet, der allerdings erst einmal ausgepumpt werden musste. Auch ansonsten ging es nun rasch.
Am 19. Oktober 1971 wurde der Betrieb der ersten Münchner U-Bahnlinie zwischen Kieferngarten und Goetheplatz in einer Länge von 12 km aufgenommen. Zum 8. Mai 1972 wurde die U-Bahnlinie Münchner Freiheit bis Olympiazentrum ("Olympialinie") zu den Olympischen Spielen 1972 eröffnet, nachdem 10 Tage zuvor auch die S-Bahn ihren Betrieb aufgenommen hatte. Um dem Betrieb mit den erhöhten Anforderungen während der Olympischen Spiele gerecht zu werden, wurden einige DT1-Züge der VAG aus Nürnberg ausgeliehen und eingesetzt. Mit dem 22. November 1975 wurde die Verlängerung der U3/ U6 vom Goetheplatz zum Harras dem Verkehr freigegeben. Ab 1980 wurde eine kontinuierliche Verlängerung aller U-Bahnlinien durchgeführt.
Linienchronik
Quelle: Landeshauptstadt München, Baureferat
Ausbau
1980
; U3/U6: Ertüchtigung des Bahnhofs Marienplatz.
: Zur Erhöhung der Kapazität, die unter anderem durch den Bau der Allianz Arena notwendig ist, werden zusätzliche Fußgängertunnel erstellt, die die Umsteigebeziehungen zur S-Bahn entzerren sollen. Sie führen parallel zu den bisherigen Bahnsteigen entlang und sind durch jeweils 11 Mauerdurchbrüche galerieartig mit dem bisherigen Bahnsteig verbunden. Sie münden auf der Südseite in den Querbahnsteig, wo die Aufgänge zur S-Bahn anschließen. Später soll an den nördlichen Enden der Paralleltunnel das Zugangsbauwerk für den Bahnhof der 2. S-Bahn-Stammstrecke im Marienhof anschließen. Baubeginn: 27. Mai 2003, Eröffnung: vsl. Mai 2006
; U6-Nord: Verlängerung Garching-Hochbrück - Garching - Garching-Forschungszentrum
: Mit dieser Verlängerung werden die Stadt Garching sowie die Institute der Technischen Universität am Campus Garching verkehrstechnisch deutlich besser angebunden als es die bisherige Bus-Anbindung ab Ismaning bzw. Garching-Hochbrück zulässt. Direkt nach dem Bahnhof Garching-Hochbrück beginnt die Tunnelrampe unter der Stadt Garching, wo in bergmännischer Bauweise zwei mit Querschlägen verbundene Bahnsteige gebaut werden, ähnlich wie in Trudering. Nach dem Stadtgebiet taucht die Strecke wieder aus dem Untergrund auf und führt bis kurz vor dem unterirdischen Bahnhof Forschungsgelände oberirdisch über Felder. Baubeginn: 2. April 2001, Inbetriebnahme: vsl. Oktober 2006
2001
; U3-Nord: Verlängerung Olympiazentrum - Olympiapark Nord - Olympia-Einkaufszentrum
:Durch den Weiterbau der U3 wird am OEZ der bereits zusammen mit dem Bahnhof der U1 fertiggestellte Umsteigebahnhof erreicht, was mit Ausnahme des Bahnhofs Olympiapark-Nord weitgehend im bergmännischen Vortrieb umgesetzt wurde. Baubeginn: 5. Juni 2001, Inbetriebnahme: vsl. Mitte 2007
; U3-Nord: Verlängerung Olympia-Einkaufszentrum - Leipziger Straße - Moosach Bf. (S)
: Baubeginn: 7. Oktober 2004, Inbetriebnahme: vsl. 2010
Quelle: LHM-Baureferat, HA U-Bahn-Bau - München Stadt
weitere Planungen
; U1-Süd: Verlängerung Mangfallplatz - Laurinplatz - Krankenhaus Harlaching
: Die relativ weit fortgeschrittene Planung dieser Strecke wurde aufgrund des geringen zu erwartenden Fahrgastaufkommens mittlerweile zugunsten einer Stadtbahn/Tram von der Schwanseestraße kommend aufgegeben.
; U1-Nord: Verlängerung OEZ - Fasanerie (S)
: Durch diese Verlängerung würde auch die U1-Nord an einer S-Bahn-Station enden und sich am OEZ das ursprünglich vom U-Bahn-Referat angestrebte Kreuz des Nordens ergeben. Da jedoch schon beide angrenzenden S-Bahn-Stationen an die U-Bahn angeschlossen sind bzw. werden sollen ist der Nutzen dieser im Verkehrsentwicklungsplan (VEP) als Option genannten Verbindung fraglich.
; U3-West: Verlängerung Moosach Bf. (S) - Waldhornstraße - Untermenzing (S)
: Diese Verlängerung ist mittelfristig geplant; zunächst muss jedoch die U3 erst bis Moosach gebaut werden.
; U4-Ost: Verlängerung Arabellapark - Cosimapark - Fideliopark - Englschalking (S)
: Die Strecke würde die Lücke zwischen der bisherigen Endstation Arabellapark und der S8 in Englschalking schließen. Derzeit ist die Finanzierung ungeklärt. Als Alternative ist eine Stadtbahn im Gespräch.
; U5-West: Verlängerung Laimer Platz - Willibaldstraße - Am Knie - Pasing Bf. (S)
: Die Strecke befand sich im Planfeststellungsverfahren, wird jedoch vorerst nicht weiter verfolgt. Da parallel bereits die S-Bahn sowie die Tram 19 fahren, ist der verkehrliche Nutzen umstritten. Dies gilt insbesondere, da die 2. S-Bahn-Stammstrecke realisiert wird. Einige Fahrgastverbände fordern daher eine Führung der Verlängerung mit fünf bis sechs Stationen über die Blumenau, um ein Gebiet, das weiter von der S-Bahn entfernt ist, zu erschließen. Auch aufgrund der angespannten Haushaltslage ist eine zeitnahe Realisierung unwahrscheinlich.
; U6-Süd: Verlängerung Klinikum Großhadern - Martinsried
: Die Strecke würde das entstehende Biotechnologiezentrum in Martinsried an das U-Bahnnetz anschließen. Da die Strecke hier die Stadtgrenze überschreiten würde, sind für die Planung und Finanzierung die Gemeinde Planegg bzw. der Freistaat Bayern verantwortlich.
; "City-Spange" Verbindung Hauptbahnhof-S-Bahn/Karlsplatz Stachus - Pinakotheken - Münchner Freiheit
: Zur Verkürzung der Fahrzeit soll eine Direktverbindung vom Hauptbahnhof zur Münchner Freiheit und weiter zum Stadion in Fröttmaning geschaffen werden. Für den Anschluss an den Hauptbahnhof gibt es zwei Varianten: Entweder soll die Strecke in den geplanten zweiten S-Bahn-Tunnel in Richtung Pasing einmünden und mit Zweisystem-Fahrzeugen bedient werden oder am Stachus in die U4/5 in Richtung Laimer Platz [-Pasing]. Die Planungen hierzu wurden vorerst aber eingestellt.
; U2-U6-Verbindungsspange Harthof/Am Hart - Kieferngarten
: Auch diese Strecke ermöglicht eine Direktverbindung vom Hauptbahnhof zum Fußballstation in Fröttmaning. Allerdings würde wie bisher die Linie U2 dorthin fahren; aufgrund der größeren Anzahl an Zwischenhalten wäre die Fahrzeit länger als bei der "City-Spange". Jedoch ist diese Variante im Gegensatz zur "City-Spange" im Verkehrsentwicklungsplan als Option genannt.
Literatur
- Pischek/Junghardt, Die Münchner U-Bahn: unterirdisch durch die bayerische Landeshauptstadt. Geramond 2002 (2. Auflage). ISBN 3-7654-7194-1
- U-Bahn Referat der LH München, 25 Jahre U-Bahnbau in München. München 1990
Weblinks
- [http://www.mvg-mobil.de MVG (Betreiber der U-Bahn München)]
- [http://www.mvv-muenchen.de Verkehrsverbund Region München]
- [http://www.u-bahnen-in-deutschland.de Infos über alle U-Bahnsysteme Deutschlands]
- Usenet Diskussion unter [news:muc.verkehr muc.verkehr]
- [http://mic-ro.com/metro/munich.html Fotos einiger Münchener U-Bahnhöfe]
München
Kategorie:München
S-Bahn MünchenDie S-Bahn München GmbH (am 1.11.2005 wurde die GmbH rücküberführt zu DB Regio) ist eine Tochtergesellschaft der DB Regio Bayern. Sie betreibt das Münchner S-Bahn-Netz im Rahmen des Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV).
Münchner Verkehrs- und Tarifverbund
Münchner Verkehrs- und Tarifverbund
Die S-Bahn München entstand zu den Olympischen Sommerspielen 1972 aus mehreren bis dahin existierenden Vorortbahnen, die elektrifiziert und mittels eines Tunnels vom Hauptbahnhof zum Ostbahnhof durch die Münchner Innenstadt (die so genannte "Stammstrecke", anfangs auch "V-Bahn" für "Verbindungsbahn") verbunden wurden.
2001 wurde sie als eigenständige Gesellschaft aus dem DB-Konzern ausgegliedert.
2005 jedoch wieder eingegliedert
Die Münchner S-Bahn ist neben der U-Bahn das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel der Stadt.
Daten
- 11 S-Bahn-Linien (davon S3, S20 und S27 nur montags bis freitags in der Hauptverkehrszeit)
- 420 km Streckennetz
- 146 S-Bahnhöfe
- 234 S-Bahn-Züge
- ca. 750.000 Passagiere pro Werktag
- auf der Stammstrecke Fahrbetrieb mit LZB CIR-ELKE II
Linien
CIR-ELKE
Systematik
Das Netz besitzt sieben Äste im Westen, die von S1 (Freising) bis S7 (Wolfratshausen) durchnummeriert werden. Diese werden nach betrieblichen Erfordernissen mit den fünf Ostästen gekoppelt, wodurch sich die Nummerierung im Osten ergibt.
Als Ausnahme hierzu erhält jedoch die S-Bahn, die im Osten über Ismaning zum Flughafen fährt, die Nummer S8. Dadurch entfällt eine Nummer im Westen (derzeit die S3). Seit 12. Dezember 2004 verkehrt jedoch eine S3 (allerdings mit anderer Farbkennung) als Verstärker zwischen Maisach (S8 bzw. ehem. S3) und Zorneding (S4).
Ab Dezember 2005 entfällt die Linie S3 wieder, dafür verkehrt die S4 neu zwischen Mammendorf (ehem. Nannhofen) und Ebersberg sowie die S8 zwischen Geltendorf und Flughafen.
Hinzu kommen zwei Linien, die nicht durch den Stammstreckentunnel fahren und zweistellige Liniennummern S2x besitzen (zur Einführung dieser Linien trug der Ast nach Holzkirchen über Deisenhofen noch die Nummer S2 statt heute S5). Diese Linien überqueren die Isar auf der Großhesseloher Eisenbahnbrücke. Hinzu kommt die dieselbetriebene Linie A ("Ludwig-Thoma-Bahn").
Linienführung
Fahrzeugbegleiter
Das Projekt Fahrzeugbegleiter wurde im Jahr 2003 am Gymnasium Icking, in Zusammenarbeit mit dem RVO und dem Bundesgrenzschutz gestartet. Bei diesem Projekt sollen Schüler selbst Verantwortung übernehmen und so dafür sorgen, dass es weniger Unfälle und Beschädigungen im Schülerverkehr gibt.
Geschichte
Vorgeschlagen worden war eine unterirdische Bahnstrecke in München erstmals 1928 in einer Studie „zur Verschiebung des Verkehrsschwerpunktes". Die unterirdische Trasse könne es ermöglichen, „den Fernverkehr bis in die innere Stadt und vielleicht durch diese hindurch zu Leiten", hieß es in der Studie.
In den 1930ern war erstmals mit dem Bau eines S-Bahntunnels in der Innenstadt begonnen worden. Am 22. Mai 1938 erfolgte der erste Rammschlag für den Bau der geplanten Nord-Süd-Tunnelstrecke der S-Bahn an der Lindwurm-/Ziemssenstraße, zwischen den heutigen U-Bahnstationen Sendlinger Tor und Goetheplatz. In der Ansprache von Julius Heinrich Dorpmüller, dem Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, wurde das Vorhaben erstmals in der Öffentlichkeit als „S-Bahn" bezeichnet.
Bedingt durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden in den Folgejahren allerdings alle Arbeiten und Planungen am Münchner S-Bahnnetz auf Eis gelegt.
1965 schlossen der Bund, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München und die damalige Deutsche Bundesbahn dann einen Vertrag über den Bau der Münchner S-Bahn. Nachdruck hinter die Sache kam wenig später, am 26. April 1966, durch eine Entscheidung die in Rom getroffen wurde: Bei einer Sitzung des Internationalen Olympischen Komitees setzte sich München gegen Detroit, Madrid und Montreal als Austragungsort für die Olympischen Sommerspiele 1972 durch. Nun stand der enge Zeitplan: In sechs Jahren musste das Münchner S-Bahnnetz einsatzfähig sein. Am 15. Juni 1966 wurde der erste "Rammstoß" zum Stammstreckentunnels anlässlich des Beginns des Münchner S-Bahnbaues in der Arnulfstraße gegenüber dem Starnberger Bahnhof getätigt.
Neben der Untertunnelung der Münchner Innenstadt musste die gesamte Infrastruktur ausgebaut werden. Das Schienennetz der Vorortbahnen wurde umgerüstet und modernisiert. Zahlreiche Stationen mussten erneuert werden; die Bahnsteige wurden auf eine Länge von 210 m ausgebaut, damit auch Langzüge halten konnten; die Bahnsteighöhe wurde auf 76 cm erhöht. Allerdings hatten die eingesetzten Züge ET 420 eine Einstiegshöhe von ca. 1 m, ebenso wie die aktuellen Züge der ET 423, weshalb bis heute Rollstuhlfahrer und Personen mit Kinderwagen sowie gehbehinderte Personen beim Einstieg auf etlichen Stationen in den Vororten Probleme haben, die fast 25 cm vom Bahnsteig in den Zug zu überwinden. Bahnsteige, die in den letzten Jahren erneuert oder neu gebaut wurden, sowie die Tunnelbahnhöfe, erhielten allerdings eine größere Höhe, so dass dort ein ebenerdiger Einstieg möglich ist.
Alle Baumaßnahmen fanden unter extremem Zeitdruck statt. Am 25. Februar 1971 konnte dann Richtfest in der Tunnelröhre der Stammstrecke gefeiert werden. Im Mai des selben Jahres kam ein erster S-Bahnzug der Baureihe ET 420 auf der Strecke Pasing-Gauting zum Einsatz. Der regelmäßige Vorlaufbetrieb wurde dort am 1. September 1971 aufgenommen.
Am 28. April 1972 wurde die S-Bahn-Tunnelstrecke (Hauptbahnhof-Marienplatz-Ostbahnhof) für den Probebetrieb eröffnet, am 28. Mai 1972 war es dann so weit: Das Münchner S-Bahnnetz startete mit über 360 Kilometern an Gleisen und 101 Zügen der Baureihe ET 420. Es war das erste Mal, dass in Deutschland ein S-Bahnnetz zu einem Stichtag in einem derartig großen Umfang in Betrieb ging. Die Strecke nach Wolfratshausen - die heutige S 7 - ging damals als S 10 noch mit älteren Leichtmetall-Wendezügen, die vom Holzkirchner Bahnhof aus fuhren, in Betrieb. Sie wurde erst nach Errichtung eines 260 m langen Tunnels zur Unterquerung der Hauptgleise zwischen dem neu gebauten Haltepunkt Heimeranplatz (Eröffnung erst 26. September 1982) und dem auf 4 Gleise ausgebauten Bahnhof Donnersbergerbrücke am 31. Mai 1981 in S 7 umbenannt, da sie danach auf der Stammstrecke verkehren konnte.
Nur 3 Monate nach der Premierenfahrt 1972 eröffnete der damalige Deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann die Olympischen Sommerspiele 1972 in München. Während der Spiele wurden zusätzlich zum bestehenden S-Bahnnetz zwei Sonderlinien der S-Bahn über den Bahn-Nordring zum heute stillgelegten und verfallenden Bahnhof Olympiastadion eingesetzt. Das neue Münchner S-Bahnsystem bewährte sich während der Olympischen Spiele bestens und transportierte in 17 Tagen 3,18 Millionen Fahrgäste in 7.138 Fahrten zu und von den Sportstätten. Die Sonderlinien wurden noch mehrere Jahre zu wichtigen Fußballspielen und anderen Großereignissen im Olympiastadion eingesetzt.
Bereits 1972 verkehrte die S-Bahn auf der Stammstrecke mit Linienzugbeeinflussung (LZB) ohne Sichtsignale mit Führerstandssignalisierung. Jedoch war das damalige System sehr fehleranfällig, weswegen es nach einigen Jahren wieder ausgebaut wurde. Im Jahr 2004 wurde auf der Stammstrecke erneut LZB-Technik eingebaut, um die Kapazität der Strecke von 24 auf 30 Züge in der Stunde zu erhöhen.
Seither wurde das Streckennetz der Münchner S-Bahn in mehreren Ausbauschritten erweitert. 1992 wurde die Strecke Ismaning - Flughafen München zum neuen Flughafen Franz-Josef-Strauß in Betrieb genommen. Zwischen 2001 und 2005 wurde im Rahmen eines 266-Millionen-Euro-Ausbauprogramms die Infrastruktur nachhaltig erweitert. So wurde z. B. die Strecke Giesing-Deisenh | | |