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Bergakademie Freiberg
Die Technische Universität Bergakademie Freiberg (Abk.: TUBAF) ist eine kleine sächsische Universität im nördlichen Bereich der Stadt Freiberg.
Historie
Die Bergakademie Freiberg wurde 1765, in der Zeit der Aufklärung, durch Prinz Xaver nach den Plänen von Friedrich Wilhelm von Oppel, Carl Wilhelm Benno von Heynitz und Friedrich Anton von Heynitz als Ausbildungsstätte für Bergleute gegründet und ist damit nach Potosi (Bolivien, 1557–1786), Banská Štiavnica (1762–1919) und Prag (1762–1772) die viertälteste montanwissenschaftliche, dass heißt auf den Bergbau bezogene Bildungseinrichtung der Welt. Begründet lag dies darin, das Sachsen nach der Niederlage im Siebenjährigen Krieg den Bergbau forcieren musste, um Reparationen zu begleichen.
Meist werden mit der TU Bergakademie daher die Geowissenschaften verbunden, in denen sie Weltruf besitzt und eine der größten Gesteins- und Mineraliensammlung vorweisen kann. Entwicklungsarbeit wurde aber auch auf anderen Gebieten geleistet. So wurden zwei chemische Elemente von Freiberger Wissenschaftlern entdeckt: das Indium (1863 von Ferdinand Reich und Theodor Richter) und das Germanium (1886 von Clemens Winkler).
Die Bergakademie Freiberg wurde 1899 mit einer Technischen Hochschule gleichgestellt, erhielt 1905 Promotionsrecht für den Grad eines Dr.-Ing. und 1939 für den eines Dr. rer. nat. Sie hat seit 1940 eine Fakultät für Bergbau und Hüttenwesen und seit 1955 eine ingenieurökonomische und mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät. Im Jahre 1955 wurde die Arbeiter- und Bauernfakultät 'Wilhelm Pieck' eingerichtet. Im Bereich Verfahrenstechnik (Braunkohlenvergasung) wurden die Professoren Erich Rammler und Georg Bilkenroth für ihre Arbeiten zum Braunkohlen-Hochtemperatur-Koks 1951 mit dem Nationalpreis 1. Klasse der DDR geehrt.
Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurde die bauliche wie rechtliche Infrastruktur der Bergakademie zu großen Teilen neu gestaltet. In neuester Zeit entwickelt die TU Bergakademie Freiberg auch Kompetenzen im Bereich der Halbleiterforschung, was dazu führte, dass sich Unternehmen der Halbleiterindustrie (Wacker Siltronic, Deutsche Solar – eine Tochter der SolarWorld AG) in Freiberg ansiedelten. Neben Geo- und Werkstoffwissenschaften entwickelt die TUBAF immer größeres Ansehen im Bereich der Umweltwissenschaften. Freiberg ethabliert sich als "Universität der geschlossenen Stoffkreisläufe" in der weltweiten Forschungslandschaft als moderne, ökologische Hochschule.
Berühmte Lehrer und Studenten
SolarWorld AG
- Georg Philipp Friedrich von Hardenberg (Novalis) Studium 1797–1801
- Alexander von Humboldt Studium 1790–1792
- Wilhelm August Lampadius Professur 1794–1842
- Fürchtegott Leberecht von Nordenflycht Studium 1778–1780
- Ferdinand Reich Studium 1816–1819 Professur 1824–1866
- Theodor Richter Studium 1843–1847 Professur 1856–1896
- Abraham Gottlob Werner Studium 1769–1771 Professur 1775–1817
- Clemens Alexander Winkler Studium 1857–1859 Professur 1873–1902
Organisation
Es gibt insgesamt sechs Fakultäten:
- Fakultät für Mathematik und Informatik (Fakultät 1)
- Fakultät für Chemie und Physik (Fakultät 2)
- Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau (Fakultät 3)
- Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik (Fakultät 4)
- Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie (Fakultät 5)
- Fakultät für Wirtschaftswissenschaften (Fakultät 6)
Im Herbst 1996 wurde zusätzlich ein „Interdisziplinäres Ökologisches Zentrum (IÖZ)“ eingerichtet.
Im Wintersemester 2004/2005 waren insgesamt 4600 Studierende an der TUBAF eingeschrieben, davon 40 % weibliche Studierende und 14 % ausländische Studierende. Es werden insgesamt 30 verschiedene Studiengänge angeboten, wobei diese im Zuge des Bologna-Prozesses derzeit mehrheitlich von Diplomstudiengängen in Bachelor- und Masterstudiengänge umgewandelt werden. Gekennzeichnet ist die TUBAF weiterhin durch eine hohe Praxisorientierung und zahlreichen Kooperationen mit der Privatwirtschaft, was unter anderem einen, bezogen auf die Studentenzahlen, hohen Drittmittelumfang von rund 18,6 Millionen Euro im Jahr 2003 nach sich zog.
Die TU Bergakademie Freiberg ist Mitinitiator des 1993 gegründeten universitären Internationalen Hochschulinstituts Zittau (IHI). Am IHI werden Studiengänge in Zusammenarbeit mit folgenden deutschen, tschechischen und polnischen Hochschulen angeboten:
- Wirtschaftsuniversität "Oskar-Lange" Breslau (Akademia Ekonomiczna im. Oskara Langego we Wroclawiu), Polen
- Technische Universität Gleiwitz (Politechnika Slaska Gliwice), Polen
- Technische Universität Reichenberg (Techniká Univerzita v Libereci), Tschechien
- Hochschule Zittau/Görlitz Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen (FH)
- sowie der Technischen Universität Bergakademie Freiberg
Die TU Bergakademie Freiberg pflegt derzeit 42 weltweite Kontakte zu Universitäten und Hochschulen. Hier eine Auswahl von bekannten Montanuniversitäten und Bergakademien:
# RWTH Aachen
# Technische Universität Clausthal
# [http://www.mines.edu/index_js.shtml Colorado School of Mines] (USA)
# [http://www.agh.edu.pl/ Berg- und Hüttenakademie Krakau "Stanislaw Staszic"] (Polen)
# Montanuniversität Leoben (Österreich)
# [http://www.msmu.ru/ Staatliche Bergbauuniversität Moskau] (Russland)
# [http://www.gorny-ins.ru/ Russland / Staatliches Bergbauinstitut (TU) St. Petersburg] (Russland)
# [http://www.hpcnet.org/sdsmt South Dakota School of Mines and Technology, Rapid City, South Dakota] (USA)
# Technische Universität Bergakademie VŠB Ostrava (Tschechien)
# [http://www.mgu.bg/english/index.shtml St.Ivan-Rilski-Universität für Bergbau und Geologie, Sofia] (Bulgarien)
# [http://www.cug.edu.cn/index1.htm China University of Geosciences Wuhan]
Literatur
- Wagenbreth, Otfried (1994): Die Technische Universität Bergakademie Freiberg und ihre Geschichte. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Stuttgart
- Hoffmann, W. (1959): Bergakademie Freiberg – Freiberg und sein Bergbau. Die sächsische Bergakademie Freiberg. Frankfurt am Main.
- Wächtler, Eberhard und Friedrich Radzei (1965): Tradition und Zukunft. Bergakademie Freiberg 1765–1965. Freiberg.
- Bergakademie Freiberg – Festschrift zu ihrer Zweihundertjahrfeier 13. Nov. 1965., 2 Bde., Leipzig.
- Habashi, F. (1997, 1998, 1999): The first schools of mines and their role in developing the mineral and metal industries – Part 1 – 4. Bull. Can. Inst. Min. & Met., 90 (1015): 103–114; 91 (1016): 96–102; 91 (1017): 96–106; 92 (1032): 76–78; Montreal.
Weblinks
- [http://www.tu-freiberg.de Internetpräsenz der TU Bergakademie Freiberg]
- [http://www.iuz.tu-freiberg.de/ Webseite des Internationalen Universitätszentrums 'Alexander von Humboldt' an der TUBAF]
Freiberg
Kategorie:Bergbau
Kategorie:Freiberg
Sachsen
Der Freistaat Sachsen (sorbisch: Sakska), historisch: Obersachsen bzw. Kursachsen, ist ein ostdeutsches Land der Bundesrepublik Deutschland im mittelhochdeutschen Dialektraum. Es grenzt an mehrere Bundesländer an: im Norden an Brandenburg, im Nordwesten an Sachsen-Anhalt, im Westen an den Freistaat Thüringen und im Südwesten an den Freistaat Bayern. Außerdem hat es gemeinsame Grenzen mit Tschechien (im Süden) und Polen (im Osten).
Geografie
Derzeit existieren im Freistaat drei Großstädte – im Sommer 2003 waren es noch vier. Die mit Abstand größten sind Leipzig, mit einer Einwohnerzahl von etwa 499.000 und einer Fläche von 297,60 km² und Dresden, mit einer Einwohnerzahl von etwa 489.500 und einer Fläche von 328,30 km². Als dritte Großstadt folgt die Stadt Chemnitz mit einer Einwohnerzahl von etwa 247.500 und einer Fläche von 220,85 km². Durch den starken Bevölkerungsrückgang durch Abwanderung in die westlichen (alten)
Bundesländer verlor die viertgrößte Stadt Zwickau Ende 2003 den Großstadtstatus.
Die geografische Gliederung als das östlichste deutsche Bundesland kann mit einer Vielzahl von Ansätzen erfolgen. Nach topografischen Gesichtspunkten eignet sich vor allem ein Einteilung in Flachland, Hügelland und Mittelgebirge.
Zwickau
Zum Flachland gehören vor allem die Leipziger Tieflandsbucht südlich von Leipzig sowie die Niederlausitz bzw. Oberlausitz im Nordosten. Beide sind durch jüngere Ablagerungen aus dem eiszeitlichen Paläozän und den Flussniederungen gekennzeichnet, sowie insbesondere durch deren tertiäre Braunkohlevorkommen im Untergrund. Das Hügelland weiter südlich mit seinen weitflächigen Lößablagerungen (Lößhügelland) und der damit verbundenen hohen Bodenqualität geht auf die Endmoränenbildung zurück. Die sächsischen Mittelgebirge gliedern sich von West nach Ost durch eher unscharfe Grenzen. Im Südwesten Sachsens erstreckt sich das eigentlich bis nach Bayern reichende Vogtland mit dem Erzgebirgsbecken als Nordgrenze und dem Elstergebirge im Südosten. Nach Osten folgt die Pultscholle des Erzgebirges, welches meist in West- und Osterzgebirge (geteilt durch das Flöhatal), seltener auch zusätzlich in das Mittelerzgebirge untergliedert wird. Die Höhenlagen nehmen dabei von West nach Ost langsam ab, weshalb auch die mit 1215 Metern höchste Erhebung Sachsens, der Fichtelberg, zum West- bzw. Mittelerzgebirge gehört. Nach Süden erstreckt sich das Erzgebirge über die Landesgrenze hinaus bis an den Egertalgraben. Den nördlichen Bereich des Erzgebirges entlang der Kammlagen nimmt der Naturpark Erzgebirge/Vogtland ein. Das Sächsische Elbland trennt das Erzgebirge schließlich nach Nordosten von Lausitzer Bergland und Zittauer Gebirge ab. Neben diesen Landschaftseinheiten gibt es zahlreiche weitere Unterscheidungen und Nuancen, welche in der Liste der Landschaften in Sachsen verzeichnet sind.
Eine weitere Gliederung Sachsens kann nach hydrologischen Gesichtspunkten erfolgen. Der wichtigste, größte und einzig schiffbare Fluss ist die Elbe. Sie durchzieht den Freistaat von Südosten nach Nordwesten. Wichtige Quellflüsse sind die Mulde, die Weißeritz, die Zschopau, die Weiße Elster und die Spree, deren allgemeine Fließrichtung Norden ist und die ebenfalls zum Fluss-System der Elbe gehören. Im Osten wird der Freistaat von der Lausitzer Neiße begrenzt, die in die Oder mündet.
Geschichte des Freistaates Sachsen
Siehe auch: Hauptartikel Geschichte Sachsens
Der erste ”Freistaat” Sachsen entstand 1918 nach der Abdankung des (ober-)sächsischen Königs und Auflösung des Königreichs Sachsen. 1945 entstand das ”Land” Sachsen als Teil der sowjetisch besetzten Zone in Deutschland aus dem Gebiet des vormaligen Freistaates und aus Teilen der preußischen Provinz Schlesien westlich der Neiße. Im Jahr 1952 wurde u.a. das Land Sachsen in einem neuen Staat DDR aufgelöst und in 14 kleinere Bezirke aufgeteilt: u.a. Sachsen in Leipzig, Chemnitz, später umbenannt in Karl-Marx-Stadt und Dresden. Nach dem Untergang des kommunistischen DDR-Regimes und Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurde im Herbst 1990 auch der Freistaat Sachsen wiedererrichtet.
Wappen und Flagge
Das Wappen geht auf das ehemalige Königreich Sachsen zurück - insbesondere auf das Geschlecht der Askanier, deren anhaltinische Linie ebenfalls ein goldenen Schild mit schwarzen Querbalken führte. Obwohl der Schild bereits im 12. Jahrhundert auftauchte, wurde der grüne Rautenkranz erst um 1260 aufgelegt. Er steht für den Verzicht des askanischen Hauses Sachsen-Wittenberg auf sein Stammland in Niedersachsen-Lauenburg und verdankt seine Form dem gotischen Baustil. Als die männliche Linie der Askanier um 1422 ausstarb, übernahmen die 'Markgrafen zu Meißen' die Kurwürde und das Wappen.
Wie auch in anderen Ländern gibt es für Sachsen ein Wappenzeichen. Da dies oft als zu modern empfunden wurde hat das Land im Jahr 2005 ein weiteres Wappenzeichen eingeführt. Die Wappenzeichen dürfen im Gegensatz zu dem Wappen von jedermann genehmigungsfrei verwendet werden.
Die Landesflagge ist weiß-grün; die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das Landeswappen.
Religionen in Sachsen
In Sachsen sind alle großen Kirchen vertreten, wobei das Land mehrheitlich evangelisch-lutherisch geprägt ist. Ein vergleichsweise geringer Teil der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben. Darüber hinaus finden sich in Sachsen zahlreiche Freikirchen und andere christliche Gemeinschaften, sowie eine jüdische und muslimische Minderheit.
Der vorwiegende Teil der Bevölkerung Sachsens ist säkularisiert.
Politik
Die CDU ist in Sachsen seit der Wende die mit Abstand stärkste Volkspartei. Seit dem 18. April 2002 ist Georg Milbradt Ministerpräsident von Sachsen, seit dem 10. November 2004 steht er einer CDU/SPD-Koalition vor. Sein Stellvertreter ist der SPD-Landesvorsitzende Thomas Jurk. Im Folgenden sein Kabinett:
- Sächsische Staatskanzlei, Chef der Staatskanzlei: Hermann Winkler (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, Staatsminister: Horst Metz (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium des Innern, Staatsminister: Albrecht Buttolo (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium der Justiz, Staatsminister: Geert Mackenroth (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Staatsminister: Steffen Flath (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Staatsministerin: Helma Orosz( CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Staatsminister: Stanislaw Tillich (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Staatsministerin: Barbara Ludwig (SPD)
- Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, Staatsminister: Thomas Jurk (SPD)
Der Sächsische Landtag besteht in der 4. Wahlperiode (2004 - 2009) aus 124 Abgeordneten (normal 120). Diese teilen sich wie folgt auf: CDU 55 Sitze, PDS 31 Sitze, SPD 13 Sitze, NPD 12 Sitze, FDP 7 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 6 Sitze. Landtagspräsident ist Erich Iltgen, es gibt drei Vizepräsidenten: Regina Schulz, Andrea Dombois, Gunther Hatzsch. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion ist Fritz Hähle, der PDS-Fraktion Peter Porsch, der SPD-Fraktion Cornelius Weiss, der NPD-Fraktion Holger Apfel, der FDP-Fraktion Holger Zastrow, der Grünen-Fraktion Antje Hermenau.
Im Januar 2005 kam es im Landtag von Sachsen zum Skandal, als das Parlament aus Anlaß des Einzuges der
NPD-Abgeordneten eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus abhalten wollte und die Abgeordneten der NPD daraufhin aus Protest gegen diese Form einer Anklage ihrer Partei demonstrativ den Sitzungssaal verließen.
Der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen befindet sich in Leipzig.
Siehe auch:
- Bisherige Ministerpräsidenten
- Liste der Persönlichkeiten (Sachsen)
- Liste der ehemaligen Ministerien Sachsens
- Liste der Sächsischen Minister a.D.
Verwaltungsgliederung
Regierungsbezirke
Sachsen ist in die drei Regierungsbezirke Dresden, Chemnitz und Leipzig untergliedert. Die Regierungsbezirke enthalten insgesamt 22 Landkreise und sieben kreisfreie Städte (Stand: 1. November 2005).
Landkreise
Die 22 sächsischen Landkreise im Einzelnen:
Kreisfreie Städte
Die sieben kreisfreien Städte Sachsens im Einzelnen:
- Chemnitz (C)
- Dresden (DD)
- Görlitz (GR)
- Hoyerswerda (HY)
- Leipzig (L)
- Plauen (PL)
- Zwickau (Z)
Kreisreform
Bis zum Jahr 2011 soll im Rahmen der Verwaltungsreform der Landesbehörden auch eine erneute Kreisreform erfolgen, welche vorsieht, aus den 22 Landkreisen 12 zu machen und die sieben kreisfreien Städte auf drei zu reduzieren. Bei dieser Reform könnte es zu nachfolgender Kreiszusammenlegung kommen:
(LK = Landkreis, KS = kreisfreie Stadt)
Landkreise:
# LK Delitzsch + LK Leipziger Land
# LK Torgau-Oschatz + LK Muldentalkreis + LK Döbeln
# LK Riesa-Großenhain + LK Meißen
# LK Kamenz + KS Hoyerswerda
# LK Niederschlesischer Oberlausitzkreis + KS Görlitz
# LK Bautzen + LK Löbau-Zittau
# LK Weißeritzkreis + LK Sächsische Schweiz
# LK Freiberg + LK Mittlerer Erzgebirgskreis
# LK Mittweida + LK Chemnitzer Land
# LK Stollberg + LK Annaberg + LK Aue-Schwarzenberg
# LK Zwickauer Land + KS Zwickau
# LK Vogtlandkreis + KS Plauen
kreisfreie Städte:
# Leipzig
# Chemnitz
# Dresden
Städte und Gemeinden
Sachsen besteht aus insgesamt 515 politisch selbständigen Städten und Gemeinden (Stand: 1. Januar 2005). Diese verteilen sich wie folgt: sieben kreisfreie Städte, 35 Große Kreisstädte und 473 sonstige kreisangehörige Gemeinden (136 Städte und 337 Gemeinden). Die kreisangehörigen Gemeinden haben sich teilweise zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu Verwaltungsgemeinschaften zusammen geschlossen:
251 Gemeinden sind in 101 Verwaltungsgemeinschaften und 34 Gemeinden in 10 Verwaltungsverbänden eingebunden.
Größte Städte
¹ Eingemeindung von Döbernitz am 1. März 2004
² Eingemeindung von Rebesgrün am 1. Januar 2003
³ Eingemeindung von Wyhratal am 1. Januar 2004
Siehe auch: Liste der Orte in Sachsen
Wirtschaft
Die sächsische Wirtschaft hat nach dem Wiedervereinigung der Territorium der ehemaligen DDR mit dem Bundesrepublik Deutschland einen starken Strukturwandel erlebt. Die in der Industrie stark rückständigen Betriebe wurden meist geschlossen. Braunkohlewerke wurden stillgelegt und befinden sich zur Zeit in der Rekultivierung. Heute steht Sachsen vor Thüringen auf einem Spitzenplatz der mitteldeutschen Wirtschaft, wenngleich das Problem der hohen Arbeitslosigkeit noch immer nicht gelöst ist. Sachsen hat mit Wachstumsraten zwischen acht und zehn Prozent die höchsten in Deutschland.
Ballungsräume und Infrastruktur
Vor allem die Ballungsräume Leipzig-Halle und Chemnitz-Zwickau sind Antrieb der sächsischen Wirtschaft. Das Ballungsgebiet Dresden ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt der wirtschaftlich stärkste Raum Sachsens. Dresden spielt dabei durch die Ansiedlung von AMD und Infineon sowie vieler Zulieferbetriebe eine wichtige Rolle in der Mikrotechnologie. Diese drei Räume bilden die Ecken der Metropolregion Sachsendreieck.
Die wichtigsten Autobahnstrecken in Sachsen entstanden schon in den 1930-er Jahren, welche in den letzten Jahren auf den modernsten Stand gebracht wurden. Wichtige Straßenbauprojekte sind die Verbindungen der A 72 zwischen Chemnitz und Leipzig, die A 17 zwischen Dresden und Prag und die A 38 als Südumfahrung Leipzigs.
Sprache
Im Freistaat Sachsen werden hauptsächlich meißenische und lausitzische Dialekte gesprochen, die zu der ostmitteldeutschen Dialektgruppe gehören. In der Lausitz wird ein obersorbischer Dialekt der sorbischen Sprache, die zur westslawischen Sprachgruppe gezählt wird, von rund 60.000 Sorben gesprochen. Diese Sprache ist aber in ihrer Existenz gefährdet. Des Weiteren existieren vogtländische und erzgebirgische Dialekte als Mischformen mit dem Ostfränkischen und Nordbairischen.
Tourismus
Insbesondere das Erzgebirge, die Sächsische Schweiz, das Zittauer Gebirge und das Sächsische Vogtland sind vom Tourismus geprägt.
Siehe auch: Hauptartikel Tourismus in Sachsen.
Siehe auch
- Portal:Sachsen
- Verfassung des Freistaates Sachsen
Weblinks
- http://www.sachsen.de/
- http://www.sachsen-macht-schule.de/ Sächsisches Staatsministerium für Kultur
- [http://www.stadtplandienst.de/sachsen.asp Sachsen im Deutschen Stadtplandienst]
- [http://www.statistik.sachsen.de/wahlen/allg/Seite_1.htm Wahlergebnisse (Statistisches Landesamt)]
ja:ザクセン州
ko:작센 주
simple:Saxony
UniversitätUniversitäten (vom lateinischen Wort universitas, Gesamtheit) sind Hochschulen, die die Wissenschaften in Forschung, Lehre, Studium und Ausbildung vollständig vertreten, in systematischer Ordnung lehren sowie Bildungsinhalte und Berufsqualifikationen mit den jeweils höchsten Ansprüchen ihres Geltungsbereichs vermitteln sollen.
Charakteristika und Aufgaben
Prägend für den Begriff der Universität sind seit dem europäischen Mittelalter
- die Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden (universitas magistrorum et scholarium),
- das Recht zur Selbstverwaltung mit der Möglichkeit der eigenständigen Erstellung und Ausführung von Studienplänen und Forschungsvorhaben (Akademische Freiheit) sowie
- das Privileg der Verleihung öffentlich anerkannter akademischer Grade (zum Beispiel Doktorgrad).
Die ersten Universitäten entstanden im Mittelalter. Mit dem Aufkommen der Universitäten wurde das Wissensmonopol der Klöster, und damit des Klerus, durchbrochen.
Seit der Einrichtung der Berliner Universität (seit 1949: Humboldt-Universität) im Jahre 1810 setzte sich auch international das Humboldtsche Modell der Einheit von Forschung und Lehre durch, das besagt, dass die Lehrkräfte zusätzlich zu ihrer Lehrtätigkeit auch Forschung betreiben sollen, damit das hohe Niveau der Lehre erhalten bleibt und den Studierenden wissenschaftliche Qualifikationen besser vermittelt werden können.
Im Gegensatz zu anderen Hochschulen zeichnen sich die Universitäten durch einen breiten Fächerkanon aus. Typisch sind die klassischen, schon im Mittelalter eingeführten Fakultäten für Philosophie (Geisteswissenschaften, heute auch die philologischen und historischen Fächer), Medizin, Theologie und Rechtswissenschaften. Dazu kommen die Naturwissenschaften - die bis in die Renaissance als ein Teilgebiet der Philosophie gelehrt wurden, ebenso wie die Mathematik - sowie die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und weitere Arbeitsgebiete.
Andere Hochschulen, die nicht die Bezeichnung "Universität" führen, beschränken sich dagegen auf Themengebiete wie Technik und Kunst oder gar nur auf einzelne Fächer wie Medizin und Tiermedizin.
- Technische Universitäten bieten zwar eine breite Auswahl an Fächern an, haben aber einen Schwerpunkt in den Ingenieurwissenschaften. Die früheren Hochschulen für Agrarwissenschaft und Forstwissenschaft wurden in der Regel mit klassischen Universitäten zusammengelegt, so dass diese Ingenieurstudiengänge heute an Universitäten angeboten werden.
- Fachhochschulen haben im Gegensatz zu Universitäten kein Promotionsrecht.
- Das Konzept der Gesamthochschule, das an mehreren Studienorten in Nordrhein-Westfalen und in Kassel (Bundesland Hessen) umgesetzt worden war, sah eine Integration der Fachhochschul- und Hochschul- beziehungsweise Universitäts-Studiengänge vor, ist aber zurzeit ein Auslaufmodell. Letzte Immatrikulationen waren zum Wintersemester 2005/2006 möglich.
- Es gibt zwei Universitäten der Bundeswehr (UniBw), eine in München und eine in Hamburg. Der Großteil aller Offizieranwärter der Bundeswehr studiert an einer dieser Universitäten, die nahezu die gesamte Bandbreite der bei der Bundeswehr benötigten Studienrichtungen abdecken können. Das sind vor allem technische, aber auch wirtschafts- und organisationswissenschaftliche Fächer sowie Pädagogik. An diesen Universitäten können auch Fachhochschulabschlüsse erworben werden. Die Offizieranwärter, die Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder Pharmazie studieren, besuchen reguläre zivile Universitäten.
- Für Deutschland neu ist das Konzept der Stiftungsuniversität, das zurzeit (Stand 2005) an drei Universitäten in Niedersachsen (Göttingen, Lüneburg, Hildesheim) zumindest teilweise umgesetzt ist. Grundgedanke ist dabei, der Universität ein Stiftungskapital zur Verfügung zu stellen, aus dessen Erträgen sich die Universität finanziert. Das soll die Universitäten von staatlichen Zwängen befreien und flexibler in ihren Entscheidungen machen. Traditionell existiert dieses Modell in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die bekannten Universitäten verfügen dort über ein sehr großes Stiftungskapital, das aus v.a. Wirtschaftserträgen und Erbschaften sowie privaten Schenkungen resultiert.
- Zunehmend werden aber auch in Deutschland Privatuniversitäten gegründet. Kleinere Stiftungs- und Privatuniversitäten, wie sie traditionell im anglo-amerikanischen Raum existieren, haben häufig mit dem Problem zu kämpfen, nicht finanziell in zu starke Abhängigkeit von einem bestimmten Sponsor zu geraten. Zudem sind eine weitere Finanzierungsquelle Studiengebühren in erheblicher Höhe, was zu einer finanziellen Auslese unter den Studieninteressierten führen kann.
- Die German University Cairo (GUC) in Kairo/Ägypten ist das zurzeit weltweit größte von Deutschland unterstützte Projekt im Bildungsbereich.
Historisch werden auch mittelalterliche Bildungseinrichtungen in außereuropäischen Ländern (in Afrika und Asien, dabei vor allem im islamischen Raum) als Universitäten bezeichnet, die nicht alle Merkmale einer euopäischen Universität erfüllen (siehe auch: Madrasa). Dabei ist vor allem die Verleihung akademischer Grade als speziell europäische Erfindung zu betrachten.
Bildungseinrichtungen der Antike, so zum Beispiel im antiken Ägypten, Griechenland oder im Römischen Reich werden in der Regel nicht als Universitäten bezeichnet.
Struktur
Madrasa
In Deutschland sind die meisten Universitäten heute als öffentlich-rechtliche Körperschaften organisiert und unterstehen der Aufsicht der Bundesländer. Zuständig ist entsprechende Ministerium beziehungsweise der Senator für Wissenschaft und Kunst. Für allgemeinbildende Schulen ist in der Regel ein anderes Ministerium zuständig.
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist der freiwillige Zusammenschluss beinahe aller deutschen Universitäten und Hochschulen und vertritt die Hochschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
Die Hochschulrektorenkonferenz wurde am 21. April 1949 als Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) gegründet und vertrat anfangs nur die Universitäten und sog. "wissenschaftlichen" Hochschulen (d.h. diejenigen mit Promotionsrecht) der früheren Bundesrepublik und West-Berlins. Seit 1974 wurden auch andere Hochschulen und Fachhochschulen aufgenommen. Nach der Wiedervereinigung kamen auch die Hochschulen aus der ehemaligen DDR dazu. Deshalb erfolgte auch im Jahre 1990 die Umbenennung. Die HRK hat gegenwärtig 262 Mitgliedshochschulen, an denen circa 98 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert sind. Auf der Ebene der Bundesländer arbeiten die jeweiligen Landesrektorenkonferenzen.
In der Schweiz sind die Kantone Träger der Universitäten und Hochschulen. Einzige Ausnahme ist die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, die von der Schweizer Bundesregierung getragen wird.
Die Lernenden an einer Universität bezeichnet man als Studenten oder heute zunehmend als "Studierende". Die verschiedenen Arten von Lehrenden werden unter dem Oberbegriff Dozenten zusammengefasst. Lehre und Forschung werden an einer Universität von den Professoren des entsprechenden Faches eigenverantwortlich geleitet.
An der Spitze einer Universität steht ein Rektor (traditionelle Anrede: Magnifizenz) oder Präsident, der in der Regel selbst ein Universitätsprofessor ist. Der Leiter der Verwaltung wird in der Regel Kanzler genannt. Ein Kanzler einer Universität ist in der Regel ein Verwaltungsfachmann und kein Wissenschaftler. Als wichtigstes Entscheidungsgremium fungiert der Senat, in dem Professoren, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter sowie teilweise auch Studenten ihren Sitz haben.
Universitäten gliedern sich in einzelne Fakultäten, Fachbereiche oder Departemente, die von einem Dekan (traditionelle Anrede: Spektabilität) geleitet werden (siehe auch: Medizinische Fakultät, Theologische Fakultät). Die Position des Dekans wechselt turnusmäßig zwischen den Professoren der Fakultät (siehe auch: Fakultätsentwicklung). Fakultäten haben ein eigenes Siegelrecht und das Recht, akademische Prüfungen abzunehmen sowie daraufhin die entsprechenden akademischen Grade zu verleihen. Die akademischen Grade, insbesondere der Doktortitel sind deshalb auch immer fakultätsspezifisch. Diese Eigenständigkeit der Fakultäten geht bis auf das Mittelalter zurück, als die Universitäten erst langsam aus eigenständigen Einheiten zusammengewachsen sind.
Die Fakultäten gliedern sich wiederum in die einzelnen "Institute" oder "Seminare", an denen die jeweiligen Fächer unterrichtet werden. Diese Einrichtungen werden von einem der dort lehrenden Professoren (zum Beispiel mit dem Titel "Institutsdirektor") geleitet.
Siegel
Zu jeder Universität gehören auch zentrale, fakultätsübergreifende Einrichtungen.
- Ein Beispiel ist das Studentenwerk, das sich um die sozialen Belange der Studenten kümmert. So sorgen Studentenwerke für einen regelmäßigen preiswerten Mittagstisch, die so genannte Mensa (lat. für "Tisch"), und betreiben Studentenwohnheime.
- Das Studentensekretariat ist in einer Universität für die Verwaltung der Studenten zuständig. Hier immatrikulieren und exmatrikulieren sich die Studenten. Aufgrund der hier geführten Unterlagen ist das Sekretariat auch in der Lage, Studienbescheinigungen für die unterschiedlichsten Zwecke auszustellen.
- Wichtig für die wissenschaftliche Arbeit sind die Universitätsbibliotheken, die für die Sammlung und Bereithaltung der erforderlichen wissenschaftlichen Literatur zuständig sind. Dabei werden nicht nur Bücher (Monografien) beschafft, sondern auch wissenschaftliche Zeitschriften und Buchreihen abonniert.
- Das Sportzentrum einer Universität ist in der Regel nicht nur für die Forschung und Lehre im Bereich der Sportwissenschaften zuständig, sondern bietet auch für Studenten aller Fakultäten Trainingsmöglichkeiten in den verschiedensten Disziplinen im Rahmen des Universitätssports an. An einigen Universitäten gibt es Universitäts-Sportclubs (USC).
- Alle Universitäten mit Medizinischer Fakultät haben ein Universitätsklinikum, was einen größeren Posten im Etat der jeweiligen Universität darstellt. Die Chefärzte der einzelnen Fachkliniken sind in der Regel Universitätsprofessoren.
- Das Universitäts-Rechenzentrum ist eine zentrale Einrichtung, die informationstechnische (IT) Infrastruktur (Zentralrechner, Server etc.) bereithält und IT-Dienstleistungen erbringt. Aufgrund der zunehmenden Nutzung von Online-Medien in Lehre und Forschung gewinnen diese Einrichtungen weiter an Bedeutung.
- Weitere institutsübergreifende Einrichtungen können zum Beispiel größere Laboratorien, Observatorien oder Botanische Gärten sein, die von naturwissenchaftlichen Fakultäten unterhalten werden. Manche Institute unterhalten Museen oder Sammlungen für Archäologie, Völkerkunde, Paläontologie oder Biologie.
Ablauf der akademischen Ausbildung
Der Weg zum Examen
Biologie]
Das Studium beginnt für den Studenten mit der Immatrikulation und endet mit der Exmatrikulation. Das Studienjahr ist in zwei Semester unterteilt, an manchen Spezialuniversitäten in drei Trimester.
Nach der Hälfte des Studiums wird in der Regel eine Zwischenprüfung abgelegt, die oft fakultätsspezifische Bezeichnungen trägt. So legen Mediziner nach der Hälfte ihres regulären Studiums ihr Physikum ab, bevor sie mit dem Klinikum beginnen.
Nach dem Hauptstudium, der zweiten Hälfte der regulären Studienzeit, legt der Student sein Examen ab, das auch wieder fakultätsspezifisch nach dem zu erlangenden akademischen Grad bezeichnet wird ("Magisterprüfung", "Diplomprüfung" etc.).
Für die Zulassung zum Examen werden Leistungsnachweise, die so genannten "Scheine", verlangt. Zum Examen müssen in der Regel schriftliche und mündliche Prüfungen abgelegt sowie oft eine schriftliche Arbeit eingereicht werden, die nachweisen soll, dass der Student in der Lage ist, den Forschungsstand der von ihm studierten Wissenschaft wiederzugeben.
Bei Prüfungen, die auf den Staatsdienst vorbereiten (Rechtswissenschaften, Lehramt etc.) oder einer besonderen staatlichen Aufsicht unterliegen (Medizin, Pharmazie, Lebensmittelchemie etc.), wird ein Staatsexamen abgelegt.
Theologen werden für die kirchliche Laufbahn durch eine kirchliche Prüfung qualifiziert.
Nach dem erfolgreichen Examen bekommt der Student einen fakultätsspezifischen akademischen Grad (Diplom, Magister etc.) verliehen, der berufsqualifizierend ist.
Im Rahmen des im Jahre 1999 begonnen Bologna-Prozesses wird sich diese Struktur des akademischen Studiums bis zum Jahre 2010 grundsätzlich ändern. Bereits heute werden die Studiengänge in Deutschland sukzessive auf die Erreichung der neuen Master- und Bachelor-Abschlüsse umgestellt, die europaweit harmonisiert werden und vergleichbar sein sollen. EU-übergreifend haben sich 45 Länder diesem Prozess angeschlossen.
Nach dem Examen kann ein Promotionsstudium begonnen werden, nach dessen Abschluss der Doktorand den Doktorgrad erwirbt, was in einigen Fakultäten für die Berufsqualikation erwartet wird. Dies sind vor allem die Geistes- und Naturwissenschaften sowie die Medizin. Die Promotion wird durch die Vorlage einer Dissertation, einer eigenständigen Forschungsarbeit, erlangt sowie durch das Bestehen eines Rigorosums, einer wissenschaftlichen Disputation, in deren Verlauf der Doktorand seine Arbeit wissenschaftlich argumentativ verteidigen muss.
Der Weg zum Professorentitel
Nach der Promotion kann sich der Doktor - in der Regel in der Position eines "wissenschaftlichen Mitarbeiters" oder "Assistenten" - auf die Habilitation vorbereiten, nach deren Abschluss er die Venia legendi erhält. Dies ist die Erlaubnis, an einer Universität Vorlesungen zu halten. Diese Vorlesungen kann er, wenn er noch keine Professorenstelle eingenommen hat, als Privatdozent halten. Angestrebt wird aber die Einnahme einer Position als Professor, die nach einem bestimmten Berufungsverfahren erfolgt. Eine Professorenstelle ist in Deutschland traditionell eine Beamtenposition und mit einer Einstellung in den Staatsdienst auf Lebenszeit verbunden. Das bisherige Verfahren befindet sich im Zusammenhang mit der Reform der Ausbildungsysteme im Umbruch.
Neuerdings gibt es auch die Einrichtung des Juniorprofessors, eine Position, die auch ohne Habilitation erreicht werden kann. Dies dient der Harmonisierung der akademischen Laufbahnen in Europa, da die meisten Länder außerhalb des deutschsprachigen Raums keine Habilitation kennen. Des Weiteren wird als zwingende Voraussetzung für eine Professorenstelle eine Habilitation nicht mehr verlangt. In manchen Fachbereichen (Kunst, Design, Architektur) kann auch derjenige Lehrstuhlinhaber werden, der anstatt einer promotion so genannte promotionsgleiche Leistungen nachweist; hierzu zählt eine umfangreiche Publikationsliste.
Geschichte
Altertum
Juniorprofessor, 1510/11, Stanzen des Vatikans, Rom.]]
Die abendländischen Universitäten sind Erzeugnisse des späteren Mittelalters, doch haben ältere Vorbilder auf ihre Entstehung mehr oder weniger eingewirkt.
Als solche sind zunächst die großen Lehranstalten des späteren Altertums zu nennen: Das von Ptolemäos Philadelphos um 280 v. Chr. gegründete Museion zu Alexandria, die Philosophenschule zu Athen, anstaltlich verfasst namentlich durch Kaiser Hadrian und Herodes Atticus (130 n.Chr.), und die nach diesen Mustern gebildeten Athenäen zu Rom (135), Lugdunum (Lyon), Nemausus (Nîmes), Konstantinopel (424).
Ferner kommen in Betracht die arabischen Medressen, unter denen im früheren Mittelalter die zu Córdoba, Toledo, Syrakus, Bagdad und Damaskus hohen Ruf genossen.
Klosterschulen
Direkter schlossen die ersten Universitäten sich an die alten Kloster- und Domschulen an, unter denen schon im 8. und 9. Jahrhundert einzelne, wie beispielsweise Tours, St. Gallen, Fulda, Lüttich, Paris als scholae publicae von auswärts zahlreiche Schüler an sich gezogen hatten.
Bis Ende des 11. Jahrhunderts lehren die Magister ausschließlich im Auftrag eines Domkapitels oder Kollegiatstifts, oftmals mit kirchlichen Pfründen versehen. Im 12. Jahrhundert treten jedoch immer mehr wandernde Magister und Scholaren auf und viele Kathedralschulen und abgelegene Klosterschulen können mit der regionalen Schwerpunktbildung nicht mehr mithalten. Hinzu treten die seit dem 11. Jahrhundert laut werdenden kirchlichen Bedenken gegen die Lehrtätigkeit von Mönchen. Die Ausbildung des Diözesanklerus hält sie zwar am Leben, das Niveau bleibt aber auf Elementarausbildung beschränkt. 1155 erlässt Kaiser Friedrich I. die Authentica „Habita“, die die wandernden und sich in Korporationen zusammenschließenden Schüler und Lehrer schützt und ihnen Gerichtswahl unter Bischof oder Magister sichert. Zumal für Finanzverwaltung und Rechtswesen benötigen Adel wie auch die päpstliche Kurie ausgebildete Scholaren, so dass seit 1200 Klärungen ihrer Rechtsstellung zugunsten von bischöflichem Jurisdiktionsprimat vor allem über die Lehrbefugnis autonomer Forschung und Lehre. Eine zunehmend um ihrer selbst willen und nicht mehr für die kirchliche Ausbildung betriebene Wissenschaft ermöglicht freilich erst die im 13. Jh. aus der Verbindung der Magister mit den Kathedralschulen entstandene, als Organisationsform aber neue Universität. Diese Entwicklung bleibt freilich zunächst regional beschränkt, erfasst etwa das deutsche Reich sehr verspätet und so bleibt die Universität teils bis zum 15. Jahrhundert im kirchlichen Rahmen.
Mittelalterliche Universitäten
kirchlichen
Die ersten Universitäten, die nach heutigem Sprachgebrauch jedoch nur einzelne Fakultäten waren, finden wir im 11. Jahrhundert in Italien; es waren die Rechtsschulen zu Ravenna, Bologna und Padua und die medizinische Schule von Salerno.
Festere korporative Verfassung als Hochschule, obwohl immer noch klerikaler Art, errang zuerst die Universität zu Paris, die seit dem 12. Jahrhundert die Führung auf dem Gebiet der Theologie und Philosophie übernahm und als die eigentliche Heimat der Scholastik bezeichnet werden muss.
Die Universität zu Paris wurde Ausgangspunkt und Muster für fast alle abendländischen Universitäten, besonders die englischen, unter denen Oxford durch eine Auswanderung aus Paris unter der Königin Blancha von Kastilien (1226-36), der Ehefrau Ludwig IX. mindestens erst zu höherer Bedeutung gelangte, und die deutschen.
Eine mit besonderen staatlichen und kirchlichen Privilegien ausgestattete Fakultät bildeten freilich schon früher die Juristen in Bologna.
Als die Bedeutung dieser Körperschaften für das geistige Leben der Völker wuchs, nahmen die Päpste die Schutzherrschaft über die neuen Anstalten in Anspruch und dehnten den besonderen Gerichtsstand, den die Kirche für ihre Angehörigen besaß, auch auf die weltlichen Universitätsangehörigen aus.
Nationen und Fakultäten
Bild:Universität_Leipzig_-_Sächsische_Nation.jpg|Universität Leipzig: Abzeichen der (nieder-) sächsischen Landsmannschaft
Bild:Universität_Leipzig_-_Meißnische_Nation.jpg|Abzeichen der meißnischen Landsmannschaft
Bild:Universität_Leipzig_-_Polnische_Nation.jpg|Abzeichen der polnischen Landsmannschaft
Bild:Universität_Leipzig_-_Bayrische_Nation.jpg|Abzeichen der bayerischen Landsmannschaft
Die innere Organisation der Universitäten orientierte sich ab 1249 an den verschiedenen Nationalitäten, wobei sich die kleineren an eine der größeren anschlossen. So entstand in Paris die Einteilung in vier so genannte Nationes: Gallikaner oder Gallier (zu denen auch Italiener, Spanier, Griechen und Morgenländer zählten), Picarden, Normannen und Engländer (die auch die Deutschen und weitere Nord- und Mitteleuropäer beinhalteten). Diese Einteilung galt sowohl für die Universitätsschüler als auch -lehrer.
Normannen in Prag]]
Jede Nation hatte ihre besondern Statuten, besondere Beamten und einen Vorsteher (Prokurator). Die Prokuratoren wählten den Rektor der Universität. Papst Honorius III. verordnete 1219, dass nur diejenigen Gelehrten zu Lehrern wählbar wären, die vom Bischof oder vom Scholastikus des zuständigen Stifts die Lizenz dazu erhalten hätten.
Allmählich entstanden jedoch zunftartige Verbände unter den Lehrern (magistri, Meistern) der Theologie, der Jurisprudenz und der Medizin, die als geschlossene Kollegien zuerst 1231 von Gregor IX. in Paris anerkannt und ordines oder facultates, Fakultäten, genannt wurden. Diese Einteilung löste allmählich die der Nationen ab. Etwas später nahm auch das Kollegium der Artisten, das heißt der Lehrer der "sieben freien Künste", die Verfassung einer vierten Fakultät an, die jedoch bis in die spätere Neuzeit zunächst nur die Aufgabe hatte, für das Studium einer der höheren Fachwissenschaften vorzubereiten. Dementsprechend waren ihre Lehrer häufig auch Scholaren in einer der oberen Fakultäten.
Vorrecht der Fakultäten war bald die Verleihung akademischer Grade. In Paris waren dies drei Hauptgrade, die der Bakkalarien (Bakkalaureen), Lizentiaten und Magister (Meister). Die Bakkalarien wurden von den einzelnen Magistern ernannt; der Grad eines Lizentiaten wurde nach einer Prüfung durch die Fakultätsmeister von Seiten der Kanzler oder Bischöfe erteilt, die aber zuletzt nur noch ihre Bestätigung gaben.
Nur die Magister hatten das uneingeschränkte Recht, als Lehrer ihrer Fakultät aufzutreten. Sie hießen auch oft Doktoren. In Deutschland galt die Bezeichnung Doktor meist für die drei alten oder oberen Fakultäten, während die Fakultäten der freien Künste Magister ernannten. Die Ernennung zum Doktor wurde als Promotion bezeichnet. Diese fanden meistens unter festlichen Zeremonien statt, als Zeichen der Doktorwürde wurde der Doktorhut überreicht.
Kollegien
Ein drittes für die mittelalterliche Verfassung der Universität wichtiges Institut waren die Kollegien oder Kollegiaturen; ursprünglich kirchliche Anstalten, in denen Studierende freien Unterhalt, Lehre und Beaufsichtigung fanden. Eins der ersten Universitätskollegien war die berühmte Pariser Sorbonne. Vorwiegend in Deutschland traten zusätzlich als private, dem Kolleg ähnliche Einrichtungen die Bursen auf; in England und Frankreich verbreiteten sich hingegen die Kollegien stärker, in denen später auch der Unterricht statt fand.
Zusätzlich zu Kollegs- oder Bursenangehörigen gab es im Mittelalter die so genannten fahrenden Schüler unterschiedlichster Alters- und Bildungsstufen.
Alte Universitäten im deutschen Sprachraum und in Mitteleuropa
Das deutsche Universitätswesen hat seine Ursprünge im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (HRR) mit der Gründung der Universität Prag 1348 durch Karl IV. Die dort vertretenen vier Länder waren: Böhmen, Polen, Bayern und Sachsen. Es entstanden vor der Reformation zahlreiche weitere Universitäten, so zum Beispiel 1365 in Wien, 1386 in Heidelberg, 1392 in Erfurt, 1402 in Würzburg, 1409 in Leipzig, 1419 in Rostock, 1456 in Greifswald und 1477 in Tübingen.
Tübingen
Durch die rasante Entwicklung der Landesfürstentümer seit dem 15. Jahrhundert und die humanistische Bewegung wurde die Bindung zwischen Kirche und Universität gelockert. Im 16. und 17. Jahrhundert entstanden weitere, zum Teil dezidiert evangelische (lutherische oder calvinistische), Universitäten (z.B. Marburg 1527, Albertina (Königsberg) 1544, Gießen 1607, Kiel 1665). Viele dieser Hochschulen dienten den jeweiligen Landesherren dazu, selbst die Fachleute auszubilden, die für die Verwaltung der Territorien dringend benötigt wurden.
Es entstand zudem eine Mittelform zwischen den so genannten lateinischen Schulen (Gymnasien) und Universitäten, die als akademische Gymnasien oder gymnasia illustria bezeichnet wurden. Diese wurden von freien Städten und kleineren Landesfürsten eingerichtet, um ein Abwandern der gebildeten Jugend zu den Universitäten zu vermeiden. Sie unterschieden sich von den Universitäten meist in der Größe und darin, dass sie keine Titel verleihen konnten. Mehrere dieser akademischen Gymnasien entwickelten sich später zu wirklichen Hochschulen.
freien Städten
Während im protestantischen Norden die Universitäten im allmählichen Übergang Staatsanstalten mit einer gewissen korporativen Selbständigkeit wurden, blieben die "neuen" jesuitischen Universitäten des 16. und 17. Jahrhunderts (Würzburg 1582, Olmütz 1573, Graz 1582, Paderborn 1614), nach deren Muster auch mehrere der schon bestehenden katholischen Universitäten umgestaltet wurden, dem älteren Typus im Wesentlichen treu.
An den protestantischen Universitäten entstanden in dieser Zeit die Studentenverbindungen, gleichzeitig fand eine Beteiligung der Studenten an der Universitätsverwaltung nicht mehr statt. Die Wahl junger, studierender Fürsten zum Rektor wurde reine Formsache, da die eigentliche Verwaltung von Prorektoren, die aus der Gruppe der Professoren gewählt wurden, geführt wurde.
Alte Universitäten in Osteuropa
- Universität Vilnius gilt als die älteste Universität im Baltikum. Gegründet von Jesuiten 1579.
- Immanuel-Kant-Universität Kaliningrad, Preußen, 1544 von Herzog Albrecht gegründet.
Verfassung des Lehrkörpers
In der Zeit von 1500 bis 1650 begann auch die Entwicklung des akademischen Lehrkörpers zu der im Wesentlichen noch heute geltenden Verfassung. Danach bilden die ordentlichen Professoren (professores publici ordinarii) als vollberechtigte Mitglieder der vier Fakultäten den akademischen (großen) Senat. Die ordentlichen Professoren einer Fakultät wählen aus ihrer Mitte den Dekan, sämtliche ordentliche Professoren den Rektor. Zudem gibt es nicht dem Senat angehörige Professoren und Privatdozenten, die zwar eine Lehrerlaubnis, aber keine Lehrverpflichtung haben.
Moderne Universitäten
Erste Vorlesungen in deutscher Sprache hielt Christian Thomasius an der durch seine Bemühungen gegründeten Universität in Halle. Dort erschien auch unter seiner Leitung die erste kritische akademische Zeitschrift. Die erste Universität, die mit einer Akademie der Wissenschaften verbunden wurde, war die Universität Göttingen.
Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlagerte sich der Schwerpunkt an den Universitäten vom Sammeln, Ordnen und Vermitteln von Wissen verstärkt hin zur Forschung, also zum Erzeugen von Wissen. Dies geschah inspiriert durch das Humboldtsche Bildungsideal der Einheit von Forschung und Lehre, das in der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, der heutigen Humboldt-Universität begründet wurde und weltweite Nachahmung fand. In den 1880er Jahren begann eine Neuordnung der Fakultäten an den Universitäten, so entstanden natur-, staats-, geistes- oder wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten. Zudem wurden die akademischen Seminare beliebt, bei denen die Studierenden unter Anleitung praktische Übungen durchführen. Gleichzeitig entwickelten sich die Laboratorien, Observatorien und Kliniken, so dass in den Naturwissenschaften und in der Medizin eine praxisnahe Ausbildung vorgenommen werden konnte.
Allerdings traten in dieser Zeit auch erstmals "überfüllte" Studiengänge auf.
Einen besonderen Typus der Universität stellt die Stiftungsuniversität dar (Frankfurt am Main, 1912/14).
Der anhaltende wirtschaftliche Nachkriegsaufschwung und spätere Bildungsreformen gewährten in der Bundesrepublik ab 1960 allmählich Kindern aus allen gesellschaftlichen Schichten einfachen Zugang zu höherer Bildung. Ab 1970 wurden neue Universitäten und Gesamthochschulen gegründet, u.a. in Bremen, Bochum, Augsburg, Regensburg, Düsseldorf, Oldenburg, Trier in Deutschland sowie Salzburg und Linz in Österreich.
Die seit 1965 aufkommende Studentenbewegung war ein Teil des internationalen reformerischen Aufbruchs, der besonders 1968 von Berkeley (USA) über Paris, Berlin bis Prag reichte. Die deutsche "68-er"-Generation rebellierte gegen das Totschweigen der Verbrechen des "Dritten Reiches" durch die Elterngeneration und deckte die unaufgearbeiteten Verstrickungen erheblicher Teile der deutschen Wissenschaft in der Hitlerzeit auf. Der die Diskussion bestimmende Teil der damals Studierenden sah die gründliche Aufarbeitung und Abkehr von Traditionen, die das Dritte Reich vorbereitet hatten, als Voraussetzung für jeden weiteren wissenschaftlichen und sozialen Fortschritt an.
Der gesellschaftliche Umbruch reichte über die Universitäten hinaus: In der Bundesrepublik Deutschland begann die neu gebildete Sozialliberale Koalition eine Aussöhnungspolitik mit dem Osten und schuf damit wesentliche Voraussetzungen für die heutige deutsche Einheit. Die sexuelle Revolution, Dritte-Welt-Solidarität, Ökologiebewegung, Hausbesetzerbewegung, aber auch der RAF-Terrorismus waren nur einige Aspekte, die die tiefgreifende Veränderung des gesellschaftlichen Klima zeigten.
Die Studentenbewegung hat die universitäre Landschaft nachhaltig beeinflusst: Eine erweiterte Mitbestimmung - Drittel- und Viertelparität - in den Universitätgremien der akademischen Selbstverwaltung eröffnete den Studenten eine Fülle an neuen politischen Wirkungsmöglichkeiten. Es existiert heute an den Universitäten eine pluralistische Vielfalt von Vereinigungen. Darunter sind studentische Selbstverwaltungsorgane wie AStA-Referate für hochschul- und gesellschaftspolitische Fragen (z.B. Schwulenreferate, Ausländerreferate), politische Fachbereichsinitiativen, Freizeiteinrichtungen, z.B. Studentencafés, Entrepreneur-Vereine und Ausgründungsinitiativen zur Karriere-Förderung. Studentische Dachverbände wie die fzs verstehen sich bewusst als Gegengewicht zu herkömmlichen Studentenverbindungen, lehnen diese ab und bekämpfen sie offen.
Neben den staatlichen und den privaten kommerziellen Universitäten gab es auch immer wieder Versuche, nichthierarchisch organisierte "offene" Universitäten zu schaffen. Einen solchen Versuch stellt gegenwärtig die [http://www.offeneuni.tk Offene Universität Berlins] dar.
Die German University Cairo (GUC) in Kairo/Ägypten ist das zurzeit weltweit größte von Deutschland unterstützte Projekt im Bildungsbereich. Mit Unterstützung der Universitäten Ulm und Stuttgart wurde die GUC im Jahre 2001 gegründet und hatte bereits zwei Jahre später 3.300 Studierende mit einem Frauenanteil von 40 Prozent.
Eine derzeit große Veränderung in der europäischen Hochschullandschaft ist das Bestreben zur Harmonisierung und Internationalisierung des europäischen Hochschulraums (Bologna-Prozess), der weit über die EU-Grenzen hinausgreift und an dem sich 45 Länder beteiligen. Wichtigste Veränderung für die Studenten ist dabei der einheitliche Wechsel der Studienabschlüsse zum angelsächsischen Bachelor und Master bis 2010. Damit soll ein einfacherer Universitätswechsel sowie eine leichtere Anerkennung und ein besserer Vergleich der Studienabschlüsse beim Berufseinstieg oder -wechsel über alle Ländergrenzen hinweg erreicht werden.
Moderne Universitätsbauten im Bild:
Bild:Tübingen_Uni.jpg|Eberhard-Karls-Universität Tübingen: Blick auf naturwissenschaftliche und medizinische Fakultäten "Auf der Morgenstelle"
Bild:Marburger_Mensa_Lahnberge.jpg|Universität Marburg: Mensa auf den Lahnbergen
Image:Goe.Uni.Nordbereich.Faculty.Buildings.May.2005.image01.JPG|Universität Göttingen: Nordbereich
Bild:Berlin_Charlottenburg_TU-Berlin_Hauptgebaeude.jpg|Technische Universität Berlin: Hauptgebäude
Image:CAUKielLuftaufnahmeUniBib.jpg|Unibibliothek und Fakultätenblöcke der Universität Kiel
Bild:Uni_Hohenheim.jpg|Biologiezentrum der Universität Hohenheim
Die ältesten europäischen Universitäten
siehe auch: Graphische Darstellung der europäischen Universitäten
Liste von Universitäten
- Liste deutscher Hochschulen
- Liste der afrikanischen Universitäten
- Universitäten in Australien
- Liste niederländischer Universitäten
- Österreichische Universitäten und Fachhochschulen
- Schweizer Universitäten und Fachhochschulen
- Liechtensteiner Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Italienische Universitäten und Hochschulen
- Japanische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Britische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Universitäten in Kalifornien
- Spanische Universitäten
- Universitäten in Tschechien
- Universitäten in der Ukraine
- Universitäten in Frankreich
- Universitäten in Türkei
Literatur
- Karl Griewank: "Deutsche Studenten und Universitäten in der Revolution von 1848", Böhlau 1949, ISBN B0000BIRT2
- Die Idee der deutschen Universität: die fünf Grundschriften aus der Zeit ihrer Neubegründung durch klassischen Idealismus und romantischen Idealismus (darin u.a. Wilhelm von Humboldt: Über die innere und äußere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten in Berlin. 1810). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1956, ISBN B0000BJR17
- Ernst Anrich: "Die Idee der deutschen Universität und die Reform der deutschen Universitäten", Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1960, ISBN B0000BFU6B
- Walther Hubatsch: "Deutsche Universitäten und Hochschulen im Osten", Westdeutscher Verlag 1964, ISBN B0000BOSE0
- Joachim Ehlers, Die hohen Schulen. In: Peter Weimar (Hrsg.): Die Renaissance der Wissenschaften im 12. Jahrhundert, Zürich 1981, 57-86.
- Michael Klant, Universität in der Karikatur - Böse Bilder aus der kuriosen Geschichte der Hochschulen, Hannover 1984, ISBN 3-7716-1451-1
- Klaus Heinrich, Zur Geistlosigkeit der Universität heute, Universität Oldenburg 1987, ISBN 3814210085
- Otto Krammer: "Bildungswesen und Gegenreformation. Die Hohen Schulen der Jesuiten im katholischen Teil Deutschlands vom 16. bis zum 18. Jahrhundert", ISBN 3923621302
- Johann J. Engel, Johann B. Erhard, Friedrich A. Wolf: "Gelegentliche Gedanken über Universitäten", ISBN 3379005312
- M. J. F. M. Hoenen, Jakob Hans Josef Schneider, Georg Wieland (Hrsg.): "Philosophy and Learning. Universities in the Middle Ages" Brill Leiden 1997, ISBN 9004102124
- Beate Krais, Wissenschaftskultur und Geschlechterordnung. Über die verborgenen Mechanismen männlicher Dominanz in der akademischen Welt, Frankfurt am Main/New York, Campus 2000, ISBN 3593362309
- Dieter Langewiesche, Wozu braucht die Gesellschaft Geisteswissenschaften? Wieviel Geisteswissenschaften braucht die Universität? In: Florian Keisinger u. a. (Hrsg.): Wozu Geisteswissenschaften? Kontroverse Argumente für eine überfällige Debatte, Frankfurt a. M./New York 2003 ISBN 359337336X
- Christian Bremen, Armin Heinen, Rüdiger Stotz: "Die Europäische Union als Rechts- und Verfassungsraum. Zukünftige Aufgaben und Gegenwart : Vorträge und Diskussionen eines Kolloquiums der Universitäten Aachen, Lüttich, Maastricht, 3.-5. April 2000", Itschert, Michael 2000, ISBN 3897960648
- Wolfgang E.J. Weber, Geschichte der europäischen Universität, Kohlhammer Stuttgart 2002, ISBN 3170164821
- Franco Cardini, Mariaterese Fumagalli Beonio-Brocchieri (Hrsgg.), Universitäten im Mittelalter. Die Europäischen Stätten des Wissens. München 1991, ISBN 3517012726
Siehe auch
- Akademisches Auslandsamt, Auslandsstudium
- Universitätsbibliothek
- Dies academicus
- Eliteuniversität, Ivy League
- Kinder-Uni, Bürgeruniversität
- Liste der Fachgebiete, von der aus auch Artikel zu den einzelnen Studienfächern verlinkt sind
- Studentenverbindung, Studentenstiftung
- Universitätsgeschichte
- Studentenunruhen, Studentenprotest
- Hochschulreform, Centrum für Hochschulentwicklung
- Stiftungsuniversität,
Weblinks
- [http://www.studieren.de/hochschulliste.asp?show=alle Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien in Deutschland]
- [http://de.wikiversity.org/ Wikiversität]
- [http://www.daad.de/portrait/de/1.10.1.html Wie wettbewerbsfähig ist die deutsche Universität ?]
- [http://univ.cc/?dom=ru&key=&start=1 Universities Worldwide]
- [http://www.braintrack.com/index.htm Braintrack University Index]
- [http://www.colleges.com/index.html "Complete List of worldwide Universities and Colleges" (en.)]
Kategorie:Akademische Bildung
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1765
- Joseph II. wird deutscher Kaiser
- Das englische Stempelgesetz nährt den Widerstand der amerikanischen Kolonien
- Leonhard Euler fasst die Bewegungsgesetze des starren Körpers in seinem Werk Theoria motus corporum solidorum zusammen
Kultur
- 16. März: Uraufführung der komischen Oper Le Tonnelier von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris
- 27. Juni: Uraufführung der komischen Oper Le Faux Lord von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris
- Gründung der Bergakademie Freiberg Sachsen
- 7. März: Joseph Nicéphore Nièpce, Einer der Erfinder der Fotografie († 1833)
- 27. März: Franz von Baader, deutscher Arzt, Bergbauingenieur und Philosoph († 1841)
- 3. Mai: August Ludwig Hülsen, deutscher Philosoph der Frühromantik († 1809)
- 1. Juni: Christiane von Goethe, Ehefrau von Johann Wolfgang von Goethe († 1816)
- 3. Juni: Friederike Brun, dänische Schriftstellerin († 1835)
- 5. Juni: Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger, deutscher Astronom und Mathematiker († 1831)
- 29. Juli: Jean-Baptiste Drouet d'Erlon, französischer General und Marschall von Frankreich († 1844)
- 4. August: Evan Evans, englischer Spinnmeister und Maschinenbauer († 1844)
- 21. August: Wilhelm IV. (Vereinigtes Königreich), König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien, Irland und Hannover († 1837)
- 22. August: Carl Ludwig Willdenow, deutscher Botaniker († 1812)
- 28. September: Gregor XVI., von 1831 bis zu seinem Tod Papst († 1846)
- 28. September: Johann Friedrich Schilling, Hofmaurermeister († 1859)
- 29. September: Karl Ludwig Harding, deutscher Astronom († 1834)
- 17. Oktober: Henri Clarke d'Hunebourg, französischer General und Staatsmann († 1818)
- 14. November: Robert Fulton, US-amerikanischer Ingenieur († 1815)
- 27. November: Günther Heinrich von Berg, Politiker und Schriftsteller († 1843)
- 27. Dezember: Adam Lux, deutscher Jakobiner (hingerichtet 1793)
- Peter Puget, britischer Seefahrer († 1822)
- 31. März: Anna Constantia Gräfin von Cosel, bekannteste Mätresse August des Starken ( - 1680)
- 12. April: Edward Young (Dichter), englischer Dichter ( - 1681)
- 15. April: Michail Wassiljewitsch Lomonossow, russischer Universalgelehrter und Schriftsteller ( - 1711)
- 16. Mai: Johann Adam Delsenbach, Kupferstecher ( - 1687)
- 17. Mai: Alexis-Claude Clairaut, französischer Mathematiker und Physiker ( - 1713)
- 6. Juli: Ferdinand Zellbell, schwedischer Komponist ( - 1689)
- 16. August: Tharsander, ist das Pseudonym des evangelischen Pfarrers Georg Wilhelm Wegener ( - 1692)
- 18. August: Franz I. Stephan von Lothringen, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches von 1745 bis 1765 ( - 1708)
- 31. Oktober: Wilhelm August, Herzog von Cumberland, dritter Sohn König Georgs II., britischer Heerführer ( - 1721)
- 21. Dezember: Joseph Stammel, österreichischer Bildhauer des Spätbarock ( - 1695)
ko:1765년
AufklärungAls Aufklärung werden bezeichnet:
- die sexuelle Aufklärung, auch Sexualaufklärung
- die militärische Aufklärung (vgl. Aufklärer), militärische Geheimdienste
- die ärztliche Aufklärung: Information eines Patienten über eine Erkrankung und geplante Therapiemaßnahmen
- das Zeitalter der Aufklärung, einen durch fortschreitende Erkenntnis geprägten gesellschaftlichen Emanzipationsprozess; im engeren Sinne der Aufklärungsprozess des 17. und 18. Jahrhunderts
- die Klärung eines Sachverhalts, insbesondere eines Verbrechens
- die Belehrung, Information über gesellschaftliche oder politische Fragen
- im weiteren Sinn die Fortschritte des menschlichen Geistes in der gesamten Geschichte der Menschheit, die evolutionäre Überwindung von Wahn und Gewalt, gleich Menschwerdung im umfassendsten Wortsinn
- der Himmel klärt sich auf (wird klar; frei von Wolken)
Xaver (Sachsen)Franz Xaver ( - 25. August 1730 in Dresden; † 21. Juni 1806 in Zabeltitz), Wettiner, war Sohn von Friedrich August II., Prinz von Sachsen und Polen, Administrator des Kurfürstentums Sachsen von 1763 bis 1768.
Nach dem Tode seines Bruders Kurfürst Friedrich Christian übernahm Xaver die Regentschaft für seinen minderjährigen Neffen Friedrich August III. und führte die Reformen seines Bruders fort.
Xaver leistete im Oktober 1765 gegen den Widerstand der Kurfürstenwitwe Maria Antonia den in Folge des am 11. April 1764 zwischen Preußen und Russland abgeschlossenen Paktes nur noch formellen Verzicht auf die polnische Krone gegenüber König Stanislaus August Poniatowski.
Die von Xaver nach dem Vorbild Preußens eingeleitete Heeresreform stieß bei den Landständen insbesondere wegen der hohen Kosten auf heftige Ablehnung. Darüber erbost, beendete Xaver am 13. August 1768 die Regentschaft vorzeitig.
Ab 1769 lebte Xaver in Frankreich (Comte de Lusac), das er mit Beginn der Französischen Revolution verließ. Nach weiteren Jahren in Rom kehrte er nach Sachsen zurück und lebte zurückgezogen auf Schloss Zabeltitz.
Siehe auch: Liste der sächsischen Herrscher
Kategorie:Mann
Kategorie:Deutscher
Kategorie:Kurfürst (Sachsen)
Kategorie:Wettiner
Kategorie:Geboren 1730
Kategorie:Gestorben 1806
Friedrich Anton von HeynitzFriedrich Anton Freiherr von Heynitz, auch Heinitz ( - 14. Mai 1725 in Dröschkau; † 15. Mai 1802 in Berlin) war einer der Gründer der Bergakademie Freiberg und der bedeutendste preußische Staatswirt der 18. Jahrhunderts. Er gilt als Reformer des braunschweigischen Bergbaus. Seine Hauptleistung war die Reorganisation des Berg- und Hüttenwesens in Preußen.
Von Heynitz entstammte einer bedeutenden sächsischen Adelsfamilie. Sein Vater war Georg Ernst von Heynitz war kursächsischer Hofrat und Inspektor der Landesschule Meißen. Seine Mutter Sophie Dorothea, geborene von Hardenberg, ist eine Tante des Dichters Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg.
Nach seiner Ausbildung an der Landesschule Pforta nahm er ein Studium der Naturwissenschaften und Forstwissenschaften in Dresden sowie des Berg- Hütten- und Salinenwesens in Freiberg und Kösen auf. 1747 erhielt er eine Anstellung bei der braunschweigischen Bergverwaltung und wurde 1762 zum Vizeberghauptmann ernannt. Seiner Aufsicht unterstand der Bergbau des Unterharzes, den er mit der Errichtung bergmännischer Künste belebte.
1764 folgte er dem Ruf des Prinzen Xaver nach Sachsen und übernahm als Generalbergkommissar die Leitung des Sächsischen Bergwesens. Ein wesentlicher Schritt seiner Reformpläne war 1765 die gemeinsam mit Carl Wilhelm Benno von Heynitz erfolgte Einrichtung der Bergakademie Freiberg. Wegen Diskrepanzen über die Kompetenzen der 1772 von ihm gegründeten kursächsischen Salinendirektion legte er am 4. Oktober 1774 sein Amt nieder.
1777 wechselte Heynitz nach Preußen, Friedrich II. ernannte ihn am 9. September zum Etats-, Kriegs- und dirigierenden Minister Minister und Oberberghauptmann. Hier erhielt Heynitz umfangreiche Freiheiten, die für die Umsetzung seiner Pläne erforderlich waren. Neben dem Bergwerks- und Hüttendepartement leitete Heynitz zeitweilig noch weitere Departements, so auch zwischen 1786 und 1796 das Salzdepartement.
Einer seiner ersten Schritte war 1778 eine Reform der seit 1770 bestehenden Bergakademie Berlin. Heynitz rief seinen Neffen Friedrich Wilhelm von Reden nach Berlin und übertrug ihm 1779 die Leitung des schlesischen Berg- und Hüttenwesens.
Friedrich Anton von Heynitz nahm zunächst ein umfassende Bestandsaufnahme vom Zustand der Bergwerke und Hütten Preußens vor und bereiste das Land. Er ordnete eine systematische Untersuchung an. Neben einer Umstrukturierung der Bergverwaltung ließ er Bergbauhilfskassen anlegen und die bestehenden Knappschaftskassen verbessern. Der Bau der ersten deutschen Dampfmaschine im Jahre 1783 wurde durch ihn gefördert. Durch die Errichtung von Chausseen, Wasserstraße und den ersten Schienenbahnen erfolgte eine Verbesserung der Verkehrswege zu den Bergwerken, Hütten und Fabriken, als Beispiele seien hier der Klodnitzkanal und der Rauendahler Schiebeweg genannt. Neben dem Bergbau galt seine besondere Förderung auch den Eisenhämmern, Stahl- und Messingswerken Preußens und der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin.
Einer seiner größten Erfolge war die im Zusammenwirken mit Reden erfolgte Modernisierung des nach dem Kriegen darnieder liegenden Bergbau und Hüttenwesens in Schlesien. Es kam zur Gründung neuer Eisenhütten, wie der Friedrichshütte, Königshütte und der Gleiwitzer Hütte. Der stillgelegte Erzbergbau in Tarnowitz wurde wieder aufgenommen und dort 1798 die erste Dampfmaschine im Bergbau eingeführt. Nachdem 1789 auf den Hütten mit Versuchen zur Befeuerung der Hochöfen mit Koks begonnen worden war, ging 1796 in Gleiwitz der erste Kokshochofen Europas in Betrieb.
Ab 1786 leitete Heynitz Reformen der Berliner Kunstakademie ein und gab ihr 1790 eine neue Verfassung, auch an der 1798 erfolgten Gründung der Berliner Bauakademie war er beteiligt.
Heynitz wurde 1791 auf Grund seiner Verdienste der Schwarze Adlerorden verleihen.
Der rastlose Minister und Oberberghauptmann blieb bis zu seinem Tode im Amt, zu seinem Nachfolger wurde Reden ernannt. Heynitz wurde 1802 in der Stadtpfarrkirche zu Belgern beigesetzt.
Ihm zu Ehren wurden Gruben, andere bergmännische Bauten sowie Straßen benannt. Eines der Hauptkohlenflöze Oberschlesiens trug den Namen Heynitzflöz. Bei Neunkirchen im Saarland besteht der 1847 angelegte Heinitzstollen, dessen Bezeichnung wie auch die des angrenzenden Ortsteils Heinitz nach Friedrich Anton von Heynitz erfolgt ist. Bereits seit 1795 trägt ein Polder im Rheiderland in Ostfriesland seinen Namen.
Literatur
- Mager, Johannes: Friedrich Anton von Heynitz (1725-1802). Streiflichter aus seinem Leben und familiären Umfeld, in: Der Anschnitt, Jg. 2003, Heft 1
- Heynitz, Benno von: Beiträge zur Geschichte der Familie von Heynitz und ihrer Güter. I. - III. Teil, 2. Aufl., Kirchrode 1971
Weblinks
- [http://home.arcor.de/berlinerklassik/minister/heinitz.htm Ausführliche Biographie]
- [http://www.heinitz.tnmsoft.com/heinitz.html Heinitz-Denkmal in Neunkirchen]
Heynitz, Friedrich Anton
Heynitz, Friedrich Anton
Heynitz, Friedrich Anton
Heynitz, Friedrich Anton
Heynitz, Friedrich Anton
Banská Štiavnica
Banská Štiavnica (deutsch Schemnitz, ungarisch Selmecbánya) ist die älteste Bergstadt der Slowakei. 1993 wurde die Stadt in das Weltkulturerbe-Verzeichnis der UNESCO aufgenommen.
Die Stadt liegt in den Karpaten, etwa 20 km von Zvolen (Altsohl) entfernt, und ist über die E77 zu erreichen. Es leben ungefähr 11.000 Menschen auf einem Gemeindegebiet von 21 km².
Schon im 13. Jahrhundert war die Stadt für ihren Gold- und Silberabbau bekannt. In der Umgebung der Stadt würde im Jahr 1627 erstmals Schießpulver im Bergbau eingesetzt.
Bergbauakademie
1735 wurde in Banská Štiavnica die erste Bergbauschule des damaligen Königreichs Ungarn gegründet. 1762 wurde diese durch Herrscherin Maria Theresia in die erste Bergakademie der Welt umgewandelt (Namen: bis 1770 Bergbauschule, 1770–1824 Bergakademie, 1824–1904 Berg- und Forstakademie, 1904–1919 Berg- und Forsthochschule). Es war die erste Hochschule der Welt, die auf technische Fächer ausgerichtet war. Durch diese blieb Banská Štiavnica Jahrzehnte lang ein Zentrum der Bergbauwissenschaft und -technik. Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich und der Einführung der ungarischen Sprache als Unterrichtssprache zogen die deutschen Professoren an die Montanuniversität Leoben, und ausländische Studenten verließen die Schule, weil sie den Vorlesungen nicht mehr folgen konnten. Nach der Gründung der Tschechoslowakei im Jahre 1918 verlegten die ungarischen Professoren die Hochschule im folgenden Jahr nach Sopron.
Stadtteile
Die Stadt teilt sich auf folgende Stadtteile auf:
#Banky (Goldberg)
#Banská Štiavnica (Schemnitz)
#Počúvadlianske Jazero (Pockhauser Teich)
#Sitnianska (Neustift)
#Štefultov (Steffelsdorf)
Partnerstädte
- Moravská Třebová, Tschechien
Moravská Třebová
Kategorie:Ort in der Slowakei
Kategorie:Stadt in der Slowakei
ja:バンスカー・シュチャヴニツァ
Prag
Prag (tschechisch: Praha) ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik und der Mittelböhmischen Region (Středočeský kraj). Gleichzeitig ist Prag (Hlavní město Praha) selbstständige Verwaltungseinheit (Hlavní město Praha).
Geographie
Mittelböhmischen Region
Ein Großteil der Stadt liegt in einem weiten Tal der Moldau. Der Rest verteilt sich auf neun das Tal umgebende Hügel: Letná, Vítkov, Opyš, Vìtrov, Skalka, Emauzy, Vyšehrad, Karlov und den höchsten von ihnen Petřín. Der Prager Abschnitt der Moldau ist 30 km lang mit einer durchschnittlichen Tiefe von 2,75 m ; die größte Tiefe beträgt 10,5 m. Sie macht in der Stadt eine große Schleife und umströmt neun Inseln. Die Moldau nimmt am linken Ufer fünf und am rechten Ufer vier Bäche auf.
Bevölkerung
In der Hauptstadt Prag wohnen 1.170.571 Menschen, das sind weit über ein Zehntel der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Mehrheit verteilt sich allerdings auf die zahlreichen Außenbezirke und auf die Neubaugebiete an den Stadträndern. Die historische Innenstadt hat lediglich etwa 40.000 Einwohner.
In Prag gibt es etwa 20.000 Arbeitslose, das entspricht 3,4% der Prager Bevölkerung. Die Arbeitslosenquote ist seit Jahren fast unverändert.
Stadtteile
Als eine der ältesten, größten und schönsten Städte in Mitteleuropa, die von den Zerstörungen im Zweiten Weltkriege weitgehend verschont geblieben ist, ist sie heute ein touristisches Ziel allerersten Ranges.
Die Baustile in Prag sind sehr vielfältig. Man findet romanische, gotische, Renaissance-, barocke, Rokoko-, klassizistische, Empire-, Jugendstil- und kubistische Gebäude, Kirchen, Türme oder andere Bauwerke und Artefakte.
Der Kaufmann Ibrahim ibn Jaqub bezeichnete Prag als "die Stadt gebaut aus Stein und Kalk" oder "Steinernes Prag". Weitere Bezeichnungen für Prag waren Praga tocius Bohemiae domina (Prag, die Dame von ganz Böhmen) und Praga mater urbium (Prag, die Mutter aller Städte). Im Mittelalter wurde Prag als Praga caput regni (Prag, das Haupt des Königreichs) bezeichnet. Von Karl IV. wurde Prag auch die "Goldene Stadt" genannt. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde sie auch die "Stadt der hundert Türme" genannt.
Innenstadt
Am bekanntesten sind sicher die Prager Burg mit dem Veitsdom, die Karlsbrücke und der Altstädter Ring mit Teynkirche, Ungelt, Rathaus und astronomischer Uhr (Orloj). Aber auch die zweite mittelalterliche Burg, der Vyšehrad mit der St. Peter-und-Pauls-Kirche, lohnt einen Besuch. Die Prager Altstadt wird besonders durch ihre alten Häuser, die oft bis in die Romanik und Gotik zurückreichen, ihre zahlreichen Kirchen und romantischen Gassen geprägt. Auf der | | |