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Berggorilla

Berggorilla

Der Berggorilla (Gorilla gorilla beringei) ist eine Unterart des Gorilla. Allerdings ist die Systematik des Gorillas umstritten, manchmal werden Berggorillas mit den Östlichen Flachlandgorillas zur Art Östlicher Gorilla (G. beringei) zusammengefasst. Berggorillas wurden im Jahr 1902 von Robert von Beringe auf den Virunga-Vulkanen (Ruanda/Kongo/Uganda) entdeckt. Eine weitere Population lebt im Bwindi-Walds in Uganda. Die Berggorillas der Virunga-Vulkane werden seit 1967 intensiv beobachtet (von Dian Fossey und ihren Nachfolgern), daher weiß man über sie wesentlich mehr als über andere Gorillas. Viele der Tiere haben Namen erhalten und ihre Lebensgeschichte ist bekannt. Während der kriegerischen Auseinandersetzungen, die um die Vulkane seit 1989 geführt werden, mussten die Beobachtungen zeitweise eingestellt werden. Zuletzt wurde die Zahl der Berggorillas auf 400 bis 700 Tiere geschätzt, aber eine genaue Bestandsaufnahme muss noch gemacht werden. In ihrem Lebensraum und ihrer Lebensweise sind Berggorillas einzigartig. Keine anderen Gorillas steigen so hoch in die Berge hinauf und leben in so kühlem Klima. Sie haben daher sehr lange, seidige Haare, vor allem an den Armen. Außerdem sind sie am stärksten von allen Gorillas an das Bodenleben angepasst. Ihre Füße sind den unseren deshalb sehr ähnlich. Näheres siehe Gorilla.

Weblinks


- [http://www.berggorilla.com/frame.html Deutsche Site der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe mit vielen Informationen über Gorillas]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/255138.html www.wissenschaft.de: Durch Touristen eingeschleppte Atemwegserkrankungen töten Berggorillas] Kategorie:Primaten

Wikipedia:Taxoboxen

ACHTUNG: Die Taxobox-Vorlage hat sich geändert! Bitte hilf mit, alte Taxoboxen durch diese neue zu ersetzen. Bitte keine Taxoboxen nach der alten Vorlage mehr anlegen! ---- Eine Taxobox ist in einem Artikel über ein Taxon (= eine systematisch erfasste und benannte Tier- oder Pflanzengruppe bzw. Tier- oder Pflanzenart) eine Tabelle mit Informationen zur systematischen Einordnung und Unterteilung. Taxoboxen sollten nur für rezente, nicht aber für ausgestorbene Arten angelegt werden. (Arten, die erst in historischer Zeit ausgestorben sind, bilden eine Ausnahme von dieser Regel). Wenn Du mehr über die Gestaltung eines Tier- oder Pflanzenartikels wissen möchtest, solltest Du auch Wikipedia:WikiProjekt Lebewesen und Wikipedia:Leitlinien Biologie lesen. Eine Möglichkeit, Taxoboxen zu erzeugen, ist der [http://vs.aka-online.de/taxoboxomat/ Taxoboxomat].

Übergeordnete Taxa

Es sollen stets die fünf übergeordneten Taxa genannt werden. Bei einer Art könnten dies also die Gattung, die Tribus, die Unterfamilie, die Familie und die Überfamilie sein. Wenn eines dieser Taxa fehlt, rückt statt dessen ein anderes nach. Wenn also zum Beispiel die Tribus fehlt, wird zusätzlich noch die Unterordnung genannt.

Untergeordnete Taxa

Untergeordnete Taxa können, müssen aber nicht in der Taxobox stehen. Wenn sie genannt werden, müssen alle untergeordneten Taxa erwähnt sein und nicht bloß eine Auswahl. Sind es mehr als zehn untergeordnete Taxa, werden sie nicht in der Taxobox, sondern nur im Fließtext genannt. Allgemein ersetzt die Aufführung in der Taxobox nicht die Erwähnung im Fließtext.

Schreibweise der Taxa

Wissenschaftliche Taxonnamen werden nur für Gattung und Art kursiv dargestellt. Der Name einer Gattung wird immer großgeschrieben, der Artname besteht immer aus zwei Bestandteilen: Dem Gattungsnamen, der auch durch (großgeschriebene) Initiale abgekürzt werden kann und dem Artepithet, das immer kleingeschrieben wird.

Wissenschaftlicher Name

Jede Taxobox hat einen Abschnitt "Wissenschaftlicher Name". Hier wird neben dem gültigen Namen der Autor (Erstbeschreiber) und das Jahr der Erstbeschreibung angegeben. Bei Pflanzen, Pilzen und Algen entfällt das Jahr der Erstbeschreibung. Nähere Informationen hierzu findet man in den Leitlinien Biologie.

Keine Kommentare in der Taxobox

Alle Unklarheiten die Einordnung und Unterteilung betreffend sollen im Text stehen. Die Taxobox soll von Kommentaren freibleiben. Sie soll auch keine Synonyme, Basionyme und andere alternative Schreibweisen des wissenschaftlichen Namens enthalten.

Bild

Steht ein Bild zur Verfügung, wird es in die Taxobox integriert. In einer Taxobox steht nur ein Bild. Weitere Bilder können außerhalb der Taxobox in den Artikel eingebracht werden. Unter dem Bild wird die Art mit eventuellen Besonderheiten (Weibchen, Winterfell, weiße Morphe etc.) genannt.

Weitere Informationen in der Taxobox

In der Taxobox unterbleiben alle Angaben, die nicht die Systematik betreffen. Angaben zu Größe, Gewicht, Verbreitung, Lebensweise, Bedrohungs- und Schutzstatus, Blütezeit etc. gehören in den Text und nicht in die Taxobox.

Schablone für Copy and Paste

Bitte ersetze alle in Großbuchstaben geschriebenen Wörter durch die Entsprechungen. Noch einfacher ist es, wenn Du die Tabelle aus einem Artikel rauskopierst, in der sie bereits halbwegs ähnlich vorhanden ist.



Taxon-Kategorien im MediaWiki-Namensraum

Dies ist eine Auflistung aller im MediaWiki-Namensraum angelegten Elemente zu den Taxoboxen sowie ihrer Entsprechungen. Diese Kürzel sollen in den Taxoboxen statt des Platzhalters "EINHEIT" eingesetzt werden. Für die Kategorien „Klassifikation“, „Domäne“ sowie „Stammgruppe“ gibt es noch kein besonderes Element, hierfür wird bisher einfach Klassifikation, Domäne bzw. Stammgruppe in die Taxobox eingesetzt.

Beispielhaftes Aussehen einer Taxobox

Beispiel für eine Pflanzenart


Beispiel für eine Tierfamilie


Beispiel für einen Speisepilz


Siehe auch: Portal:Lebewesen/Artikel ohne Taxobox, Portal:Lebewesen/Artikel mit alter Taxobox Taxoboxen Taxoboxen Kategorie:WikiProjekt Lebewesen

1902

Ereignisse

Politik und Wirtschaft


- 1. Januar: Joseph Zemp wird neuer Schweizer Bundespräsident
- 7. Januar: Kaiserinwitwe Cixi kehrt nach ihrer Flucht in die Verbotene Stadt von Peking zurück und übernimmt wieder die Regierungsgewalt über China
- 9. Januar: Sturz des Präsidenten von Paraguay, Emilio Aceval; Nachfolger wird Hector Carvallo
- 14. Januar: General Tung Fuhsian, einer der Führer des Boxeraufstandes wird hingerichtet. Die Ermordung ist eines der Zugeständnisse der Kaiserinwitwe Cixi an die ausländischen Mächte, die ihr die Regierungsgewalt zurückgaben
- 16. Januar: Deutschland erhält von der Türkei die Konzession für den Bau der Bagdadbahn von Konya nach Bagdad
- 24. Januar: In Frankreich werden die Eisenbahnen verstaatlicht
- 29. Januar: Die sozialdemokratische Tageszeitung Vorwärts veröffentlicht ein Geheimpapier der Kaiserlichen Marine, in dem der damalige Vizeadmiral Alfred von Tirpitz detaillierte Rüstungspläne über eine Flottenerweiterung aufführt. Die Veröffentlichung weitet sich zu einem Skandal aus, da sich selbst die regierungstreuen Zentrumsorgane von Tirpitz hintergangen fühlen
- 7. Februar: Tirpitz bestätigt die Authentizität des veröffentlichten Geheimpapiers, sieht darin aber keine verfänglichen Äußerungen, da er schon 1900 offen über diese Pläne gesprochen habe
- 7. März: Die türkische Regierung verbietet an armenischen Schulen den muttersprachlichen Untericht
- 16. März: Kuba wird unabhängig
- 18. April: Der 22-jährige russische Revolutionär Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili, der sich später Stalin nennt, wird verhaftet. Er soll Arbeiterunruhen in Batum mit angeführt haben
- 23. April: In Washington, D.C. unterzeichnen US-Außenminister John Milton Hay und der kolumbianische Botschafter Thomas Herran einen Vertrag, der die Rechte zum Weiterbau des Panama-Kanals den USA überträgt. Der Bau wurde 1881 von Frankreich begonnen. Nachdem Tausende von Arbeitern an Malaria und Gelbfieber starben, boten sie den Verkauf der Baurechte in Höhe von 40 Mio. US-Dollar an
- 17. Mai: Der 16-jährige Alfons XIII. besteigt an seinem Geburtstag den spanischen Thron
- 20. Mai: Kuba erlangt die Unabhängigkeit von Spanien. Erster Präsident wird Tomás Estrada Palma
- 31. Mai: Mit dem Friedensvertrag von Vereeniging endet der Burenkrieg in Südafrika
- 12. Juli: Der britische Premierminister Salisbury tritt aus Altersgründen mit 72 Jahren zurück, sein Nacholger wird Arthur James Balfour
- 17. Juli: Ein panarmenischer Kongeß in Brüssel ruft die europäischen Mächte zum Schutz der armenischen Christen vor den türkischen Muslimen auf
- 9. August: In London wird König Eduard VII. feierlich gekrönt
- 1. November: Italien und Frankreich einigen sich in einem Geheimvertrag über die Abgrenzung ihrer Interessenssphären in Nordafrika (Libyen, Tunesien)
- 22. November: Rüstungsmagnat Friedrich Alfred Krupp stirbt sieben Tage nachdem er öffentlich im Vorwärts als homosexuell geoutet wurde
- 29. November: das Haager Schiedsgericht entscheidet im Streitfall um Ansprüche auf das Beringmeer zugunsten der USA und gegen Großbritannien
- 14. Dezember: Der Deutsche Reichstag verabschiedet die Kompromißfassung eines neuen Zolltarifgesetzes. Die Diskussionen über das Gesetz dauerten über ein Jahr
- Die AV Cheruskia, eine katholische Studentenverbindung, wird in Tübingen gegründet

Wissenschaft und Technik


- 1. Januar: Die Schweizerische Bundesbahnen AG nimmt ihren Betrieb auf
- 18. Februar In Berlin fährt die erste U-Bahn, und zwar vom Stralauer Tor zum Potsdamer Platz: Anbruch einer neue Ära des Personennahverkehrs
- 16. Juni: Albert Einstein erhält eine Anstellung als Experte III. Klasse am Patentamt in Bern
- ca. 25. August: Die ersten Fahrten der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok finden statt
- 10. Dezember: Der Assuan-Staudamm wird offiziell eingeweiht
- ohne Datum: Patentierung des Tachometers durch Otto Schulze beim Deutschen Patentamt
- ohne Datum: Ernest Rutherford und Frederick Soddy entwickeln die Theorie vom Atomzerfall unter Aussendung von Alpha- und Betastrahlen
- ohne Datum: Léon-Philippe Teisserenc de Bort entdeckt die Stratosphäre und die Tropopause
- entdeckung der Boyschen Fläche

Kultur


- 1. Januar: Eröffnung einer Sonderausstellung mit Werken des griechisch-spanischen Malers El Greco im Prado von Madrid. Die Gemälde waren in Vergessenheit geraten und erregten erhebliches Aufsehen
- 17. Januar: Uraufführung der Oper Les Guelfes von Benjamin Godard am Théâtre des Arts in Rouen
- 30. April: Uraufführung des lyrischen Dramas Pelléas et Mélisande von Claude Debussy an der Opéra-Comique in Paris
- 6. Oktober: Uraufführung der Oper Das war ich! von Leo Blech an der Dresdner Hofoper
- 18. Oktober: Hugo von Hofmannsthals Brief des Lord Chandos erscheint
- 19. Oktober: Uraufführung der Komödie Die Lokalbahn von Ludwig Thoma
- 6. November: Uraufführung des Dramas Adriana Lecouvreur von Francesco Cilea am Teatro Lirico in Mailand
- 21. November: Uraufführung der Operette Wiener Frauen von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 28. November: Uraufführung der Oper Saul und David vonCarl August Nielsen in Kopenhagen
- 29. November: Uraufführung der Sage Der arme Heinrich von Gerhard Hauptmann im Wiener Burgtheater
- 16. Dezember: Uraufführung der Oper Götz von Berlichingen von Karl Goldmark an der Nationaloper in Budapest
- 20. Dezember: Uraufführung der Operette Der Rastelbinder von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien
- 25. Dezember: Uraufführung der Oper Der unsterbliche Kaschtschej (Orig.: Kaschtschej Bessmertny) von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow an der Solodownikow-Privatoper in Moskau

Katastrophen


- 19. April: Bei einem Erdbeben der Stärke 7,5 in Guatemala, Mittelamerika sterben ca. 2.000 Menschen
- 8. Mai: Ein Vulkanausbruch des Mont Pelée auf der Antilleninsel Martinique fordert etwa 30.000 Tote
- 24. Juni: Das deutsche Torpedoboot S 42 sinkt in der Elbemündung nach der Kollision mit dem britischen Dampfer Firsby. Von den 16 Mann Besatzung des Torpedobootes kommen 5 Mann ums Leben
- 21. Juli: Untergang des Vergnügungsdampfers „Primus“ nach Kollision mit einem Schlepper auf der Elbe bei Hamburg. 101 von 206 Passagieren kommen ums Leben
- 16. Dezember: Einem Erdbeben der Stärke 6,4 in Turkestan (Landschaft) fallen ca. 4.500 Menschen zum Opfer

Sport


- Im (Autorennsport) Italiencup (Florenz, Italien) gewinnt Guido Adami
- 1. Januar: Georg Hackenschmidt gelingt in Paris die Weltmeister-Revanche gegen Constant le Boucher im Ringen
- 16. Februar: Das erste Skirennen in der Schweiz findet in der Nähe von Bern statt. Der Deutsche Heinrich von Dieskau gewinnt
- 18. März: Gründung des Fußballvereins Real Madrid
- 10. August: Beim Internationalen Schwimm-Meeting in Wien setzt der Engländer John Arthur Jarvis zum ersten Mal den Stil „Crawl“ ein – und gewinnt
- 17. September: In der Stadt Meiderich wird der Meidericher Spielverein gegründet. Er wird 1967 in MSV Duisburg umbenannt Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik

Geboren


- 1. Januar: Hans von Dohnanyi, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer († 1945)
- 1. Januar: Walerian Alexandrowitsch Sorin, Sowjetischer Diplomat
- 6. Januar: Max Güde, deutscher Jurist und Politiker († 1984)
- 8. Januar: Georgi Maximilianowitsch Malenkow, sowjetischer Politiker († 1988)
- 8. Januar: Gret Palucca, deutsche Tänzerin und Tanzpädagogin († 1993)
- 9. Januar: Rudolf Bing, britischer Theatermanager († 1997)
- 11. Januar: Maurice Duruflé, französischer Komponist († 1986)
- 13. Januar: Edmund Geilenberg, Vertreter der deutschen Rüstungsindustrie im Dritten Reich († 1964)
- 13. Januar: Karl Menger, österreichischer Mathematiker († 1985)
- 15. Januar: Nâzım Hikmet, türkischer Dichter und Dramatiker († 1963)
- 15. Januar: Saud ibn Abd al-Aziz, König von Saudi-Arabien († 1969)
- 16. Januar: Eric Liddell, schottischer Leichtathlet, Olympiasieger († 1945)
- 16. Januar: Wilhelm Hauschild, deutscher Fotograf († 1983)
- 18. Januar: Umbo, deutscher Fotograf und Fotojournalist († 1980)
- 20. Januar: Gisela Praetorius, deutsche Politikerin († 1981)
- 20. Januar: Fridolin Stier, Publizist († 1981)
- 22. Januar: Walter Kolb, deutscher Politiker († 1956)
- 26. Januar: Curt Herzstark, Erfinder und Büromaschinenmechaniker († 1988)
- 30. Januar: Nikolaus Pevsner, deutschstämmiger Kunsthistoriker († 1983)
- 31. Januar: Alva Myrdal, schwedische Soziologin, Politikerin und Friedensnobelpreisträgerin († 1986)
- 31. Januar: Tallulah Bankhead, US-amerikanische Schauspielerin († 1968)
- 31. Januar: Willy Spühler, Schweizer Politiker († 1990)
- 1. Februar: Erich Lüth, Publizist († 1989)
- 1. Februar: Langston Hughes, US-amerikanischer Schriftsteller († 1967)
- 4. Februar: Charles Lindbergh, war US-amerikanischer Pilot († 1974)
- 4. Februar: Hartley Shawcross, britischer Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen († 2003)
- 4. Februar: Manuel Alvarez-Bravo, mexikanischer Fotograf († 2002)
- 5. Februar: Hilde Benjamin, Justizministerin der DDR († 1989)
- 5. Februar: Paul Nevermann, deutscher Politiker († 1979)
- 6. Februar: Robert Dannemann, deutscher Politiker († 1965)
- 6. Februar: Rudolf Eickhoff, deutscher Politiker († 1983)
- 7. Februar: Wilhelm Kling, Mitarbeiter im Politbüro des ZK des SED in der DDR († 1973)
- 8. Februar: Helene Glatzer, antifaschistische Widerstandskämpferin († 1935)
- 9. Februar: Gertrud Scholtz-Klink, Reichsfrauenführerin im Dritten Reich († 1999)
- 10. Februar: Walter Houser Brattain, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger. († 1987)
- 11. Februar: Arne Jacobsen, dänischer Designer und Architekt († 1971)
- 11. Februar: Wilhelm Koch-Hooge, deutscher Schauspieler († 2004)
- 14. Februar: Alexander Abusch, DDR-Kulturpolitiker († 1982)
- 14. Februar: Hans Griem, deutscher Politiker († 1955)
- 20. Februar: Ansel Adams, US-amerikanischer Fotograf († 1984)
- 20. Februar: Bertus Freese, niederländischer Fußballnationalspieler († 1959)
- 20. Februar: Wilhelm Guddorf, († 1943)
- 22. Februar: Fritz Straßmann, deutscher Chemiker († 1980)
- 24. Februar: Herbert Warnke, Mitglied des ZK der SED in der DDR († 1975)
- 24. Februar: Richard Alewyn, Germanist und Literaturkritiker († 1979)
- 26. Februar: Vercors, Schriftsteller, Karikaturist († 1991)
- 27. Februar: John Steinbeck, US-amerikanischer Autor († 1968)
- 27. Februar: Lúcio Costa, brasilianischer Architekt († 1998)
- 7. März: Heinz Rühmann, deutscher Schauspieler († 1994)
- 17. März: Bobby Jones, US-amerikanischer Golfspieler († 1971)
- 28. März: Paul Godwin, deutsch-niederländischer Violinist und Orchesterleiter († 1982)
- 29. März: Marcel Aymé, französischer Erzähler und Dramatiker († 1967)
- 29. März: William Walton, englischer Komponist und Dirigent († 1983)
- 2. April: Jan Tschichold, deutscher Typograph († 1974)
- 3. April: Otto Winzer, Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR († 1975)
- 3. April: Reinhard Gehlen, General der Wehrmacht und Präsident des BND († 1979)
- 7. April: Paul Greifzu, deutscher Automobil- und Motorrad-Rennfahrer († 1952)
- 7. April: Walter Drechsel, deutscher Politiker und MdB († 1977)
- 8. April: Hermann Ahrens, deutscher Politiker und MdB († 1975)
- 19. April: Weniamin Alexandrowitsch Kawerin, russischer Schriftsteller, Jugenbuchautor († 1989)
- 23. April: Halldór Laxness, isländischer Schriftsteller († 1998)
- 24. April: Alfred Loritz, deutscher Politiker der WAV († 1979)
- 25. April: Kurt Gottschaldt, Vertreter der Gestaltpsychologie († 1991)
- 25. April: Leopold Gutterer, deutscher NS-Politiker
- 25. April: Werner Heyde, Professor für Psychiatrie und Neurologie († 1964)
- 28. April: Ferdinand Eckhardt, deutscher Kunsthistoriker († 1995)
- 2. Mai: Georg Kurlbaum, deutscher Politiker († 1988)
- 2. Mai: Werner Finck, deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Kabarettist († 1978)
- 3. Mai: Alfred Kastler, französischer Physiker († 1984)
- 6. Mai: Max Ophüls, Filmregisseur († 1957)
- 8. Mai: Ethelbert Stauffer, protestantischer Theologe († 1979)
- 10. Mai: David O. Selznick, US-amerikanischer Filmproduzent († 1965)
- 11. Mai: Friedrich Schmiedl, österreichischer Raketenpionier
- 12. Mai: Heinrich Kirchner, deutscher Bildhauer († 1984)
- 16. Mai: Jan Kiepura, polnischer Tenor († 1966)
- 17. Mai: Kuang Abhayawongse, Premierminister von Thailand († 1968)
- 20. Mai: Helmuth Domizlaff, deutscher Antiquar († 1983)
- 20. Mai: Hans Sahl, deutscher Schriftsteller und Kritiker († 1993)
- 21. Mai: Marcel Breuer, ungarischer Architekt und Designer († 1981)
- 23. Mai: Günther Franz, deutscher Agrarhistoriker († 1992)
- 1. Juni: Leopold Lindtberg, österreichischer Regisseur († 1984)
- 1. Juni: Siegfried Balke, deutscher Chemiker, Manager, Politiker und Bundesminister († 1984)
- 2. Juni: Giuseppe Lepori, Schweizer Politiker († 1968)
- 2. Juni: Joachim von Elbe, Jurist und Diplomat († 2000)
- 6. Juni: Herta Gotthelf, deutsche Politikerin († 1963)
- 8. Juni: Gotthard Neumann, deutscher Prähistoriker († 1972)
- 11. Juni: Ernst Wilhelm Nay, deutscher Maler († 1968)
- 16. Juni: Barbara McClintock, US-amerikanische Genetikerin und Nobelpreisträgerin († 1992)
- 16. Juni: Boris Barnet, sowjetrussischer Filmregisseur und Schauspieler († 1965)
- 16. Juni: George Gaylord Simpson, US-amerikanischer Biologe, Zoologe, Paläontologe († 1984)
- 17. Juni: Woldemar Winkler, Maler, Bildhauer († 2004)
- 21. Juni: Wilhelm Maler, deutscher Komponist († 1976)
- 27. Juni: Georg Malmstén, finnischer Sänger, Musiker, Komponist und Schauspieler († 1981)
- 28. Juni: Bertram Eugene Warren, US-amerikanischer Kristallograph († 1991
- 28. Juni: Richard Rodgers, US-amerikanischer Musical-Komponist († 1979)
- 29. Juni: Carl-Heinz Schroth, österreichischer Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher († 1989)
- 1. Juli: Maria Probst, deutsche Politikerin († 1967)
- 1. Juli: William Wyler, Filmregisseur († 1981)
- 3. Juli: Hermann Nuding, deutscher Politiker († 1966)
- 6. Juli: Hans Krüger, deutscher Politiker († 1971)
- 7. Juli: Vittorio De Sica, italienischer Filmregisseur und Schauspieler († 1974)
- 7. Juli: Ted Radcliffe, US-amerikanischer Profibaseballspieler († 2005)
- 9. Juli: Gerhart Pohl, deutscher Schriftsteller und Lektor († 1966)
- 9. Juli: Jutta Balk, Malerin, Mitbegründerin des städt. Puppentheaters in Magdeburg († 1987)
- 10. Juli: Günther Weisenborn, deutscher Schriftsteller († 1969
- 10. Juli: Kurt Alder, deutscher Chemiker († 1958)
- 12. Juli: Günther Anders, bedeutender Philosoph und Essayist († 1992)
- 16. Juli: Alexander Romanowitsch Luria, russischer Psychologe († 1977)
- 24. Juli: Hans Chemin-Petit, deutscher Komponist († 1981)
- 25. Juli: Hans Helfritz, deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Schriftsteller († 1995)
- 25. Juli: Hans Jürgen Hundt, deutscher Archäologe für Frühgeschichte († 1990)
- 26. Juli: Albert Forster, Gauleiter der NSDAP und Reichsstatthalter in Danzig († 1952)
- 28. Juli: Karl Popper, österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker († 1994)
- 29. Juli: Ernst Glaeser, deutscher Schriftsteller († 1963)
- 1. August: Otto Schmidt, deutscher Politiker und MdB († 1984)
- 3. August: Martin Noth, deutscher protestantischer (Theologe († 1968)
- 6. August: Helmut Kraatz, Mediziner († 1983)
- 7. August: Boris Gawrilowitsch Schpitalny, sowjetischer Waffenkonstrukteur († 1972)
- 8. August: Paul A. M. Dirac, britischer Physiker, Mitbegründer der Quantenphysik († 1984)
- 9. August: Solomon, englischer Pianist († 1988)
- 10. August: Arne Wilhelm Kaurin Tiselius, schwedischer Chemiker († 1971)
- 10. August: Norma Shearer, US-amerikanische Schauspielerin († 1983)
- 11. August: Alfredo Binda, italienischer Radrennfahrer († 1986)
- 12. August: Franz Etzel, deutscher Politiker († 1970)
- 12. August: Kirellos VI., Patriarch von Alexandria († 1971)
- 12. August: Mohammed Hatta, indonesischer Politiker und Regierungschef († 1980)
- 13. August: Ernst Forsthoff, deutscher Staatsrechtler († 1974)
- 13. August: Felix Wankel, deutscher Erfinder (Wankelmotor) († 1988)
- 13. August: Sergej Artenjewitsch Balassanjan, turkmenischer Komponist († 1982)
- 22. August: Erwin Kramer, Minister für Verkehrswesen der DDR († 1979)
- 22. August: Leni Riefenstahl, Tänzerin, Schauspielerin, Dokumentarfilmerin, Regisseurin († 2003)
- 24. August: Fernand Braudel, französischer Historiker († 1985)
- 25. August: Stefan Wolpe, deutscher Komponist († 1972)
- 30. August: Alois Carigiet, Schweizer Zeichner († 1985)
- 30. August: Joseph Maria Bochenski, polnischer Philosoph und Logiker († 1995)
- 5. September: Fritz-Dietlof von der Schulenburg, Verwaltungsbeamter und Widerstandskämpfer († 1944)
- 5. September: Hans G. Bentz, deutscher Schriftsteller († 1968)
- 8. September: Ruth Elder, US-amerikanische Flugpionierin und Schauspielerin († 1977)
- 9. September: Herta Ilk, deutsche Politikerin († 1972)
- 12. September: Juscelino Kubitschek, Präsident von Brasilien († 1976)
- 14. September: Adolf Rieth, deutscher Prähistoriker († 1982)
- 14. September: Nikolai Iljitsch Kamow, sowjetischer Ingenieur († 1973)
- 16. September: Jean Bourgknecht, Schweizer Politiker († 1964)
- 16. September: Mildred Harnack, US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin († 1943)
- 17. September: Hugo Hartung, deutscher Schriftsteller († 1972)
- 21. September: Ilmari Salminen, finnischer Leichtathlet († 1986)
- 22. September: José Humberto Quintero Parra, Erzbischof von Caracas und Kardinal († 1984)
- 25. September: Ernst von Salomon, deutscher Schriftsteller († 1972)
- 25. September: Karl König, Begründer der internationalen Camphill-Bewegung († 1966)
- 27. September: Hans-Joachim Rehse, Richter am Volksgerichtshof († 1969)
- 28. September: Ed Sullivan, US-amerikanischer Entertainer und Moderator († 1974)
- 28. September: Wladimir Michailowitsch Mjassischtschew, sowjetischer Flugzeug-Konstrukteur († 1978)
- 2. Oktober: Leopold Figl, österreichischer Politiker († 1965)
- 2. Oktober: Paul Scholz, stellv. Vorsitzender des Ministerrates und Minister der DDR († 1995)
- 3. Oktober: Artur da Costa e Silva, Präsident Brasiliens während der Militärdiktatur († 1969)
- 5. Oktober: Larry Fine, US-amerikanischer Komiker und Schauspieler († 1975)
- 5. Oktober: Sergei Juljewitsch Konjus, russischer Komponist
- 5. Oktober: Anton Sabel, deutscher Politiker und MdB († 1983)
- 18. Oktober: Friedrich Wilhelm Bogler, Maler († 1945)
- 18. Oktober: Pascual Jordan, deutscher Physiker († 1980)
- 21. Oktober: Kurt Scharf, evangelischer Bischof († 1990)
- 26. Oktober: Beryl Markham, britische Flugpionierin († 1986)
- 31. Oktober: Carlos Drummond de Andrade, brasilianischen Lyriker († 1987)
- 1. November: Eugen Jochum, deutscher Dirigent († 1987)
- 4. November: Otto Bayer, deutscher Chemiker († 1982)
- 15. November: Gustav Adolf Steengracht von Moyland, deutscher Diplomat und Politiker († 1969)
- 17. November: Eugene Paul Wigner, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger († 1995)
- 20. November: Wolfgang Kunkel, deutscher Jurist und Rechtshistoriker († 1981)
- 21. November: Isaac Bashevis Singer, Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger († 1991)
- 22. November: Emanuel Feuermann, österreichischer Cellist († 1942)
- 22. November: Philippe François Marie Leclerc, französischer Divisionsgeneral († 1947)
- 28. November: Léon M'ba, Erster Staatspräsident von Gabun († 1967)
- 29. November: Carlo Levi, Italienischer Schrifftsteller, Maler und Politiker († 1975)
- 5. Dezember: Strom Thurmond, US-amerikanischer Politiker († 2003)
- 10. Dezember: Heinrich Deist, deutscher Politiker und MdB († 1964)
- 10. Dezember: Michail Wladimirowitsch Alpatow, russischer Kunsthistoriker
- 12. Dezember: Howard Koch, US-amerikanischer Drehbuchautor († 1995)
- 13. Dezember: Paul Kurzbach, deutscher Komponist († 1997)
- 13. Dezember: Talcott Parsons, US-amerikanischer Soziologe († 1979)
- 14. Dezember: Herbert Feigl, österreichisch-amerikanischer Philosoph († 1988)
- 17. Dezember: Albert Drach, österreichischer Jurist und Schriftsteller († 1995)
- 21. Dezember: Ewald Sprave, deutscher Politiker († 1984)
- 21. Dezember: Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, deutscher Offizier und Widerstandskämpfer († 1944)
- 22. Dezember: August Neuburger, deutscher Politiker († 1999)
- 23. Dezember: Choudhary Charan Singh, Ministerpräsident Indiens († 1987)
- 25. Dezember: Georg Dertinger, Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR († 1968)
- 25. Dezember: Tassilo Tröscher, Hessischer Minister für Landwirtschaft und Forsten († 2003)
- 27. Dezember: Francesco Agello, italienischer Pilot († 1942)
- August: Douglas Lowe, britischer Leichtathlet († 1981)

Gestorben


- 4. Januar: Auguste Jauch, deutsche Philanthropin (
- 1822)
- 8. Januar: Ludwig Beckmann, deutscher Maler (
- 1822)
- 14. Januar: Cato Maximilian Guldberg, norwegischer Mathematiker und Chemiker (
- 1836)
- 22. Januar: otto Scholderer, deutscher Maler (
- 1834)
- 26. Januar: Almon B. Strowger, US-amerikanischer Erfinder (
- 1839)
- 8. Februar: Sergei Iwanowitsch Mosin, russischer Waffenkonstrukteur (
- 1849)
- 18. Februar: Anton Thraen, Astronom (
- 1843)
- 18. Februar: Sigismund Wilhelm Kölle, Missionar und Sprachforscher (
- 1820)
- 21. Februar: Emil Holub, böhmischer Afrikaforscher (
- 1847)
- 21. Februar: Mathias Kneißl, bayerischer Räuber (
- 1875)
- 6. März: Moritz Kaposi, Bedeutender Mediziner (
- 1837)
- 10. März: Hermann Allmers, norddeutscher Heimatdichter (
- 1821)
- 11. März: Friedrich Engelhorn, Gründer der BASF (
- 1821)
- 23. März: Kalman Tisza, ehemaliger ungarischer Ministerpräsident (
- 1830)
- 26. März: Cecil Rhodes, britischer Politiker und Regierungschef (
- 1853)
- 28. März: Conrad Wilhelm Hase, Gründer der Hannoverschen Architekturschule (
- 1818)
- 11. April: Wade Hampton III., konföderierter General des amerikanischen Bürgerkriegs und Gouverneur von South Carolina (
- 1818)
- 12. April: Alfred Cornu, französischer Physiker (
- 1841)
- 15. April: Dimitrij Sergejewitsch Sipjagin, russ. Politiker; Innenminister(
- 1853)
- 22. April: Vulkane im Grenzgebiet zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. Die Vulkane liegen zwischen dem Eduardsee und dem Kiwusee und gehören zum Großen Afrikanischen Grabenbruch, auch Great Rift Valley genannt. Die zwei Vulkane, die in der Demokratischen Republik Kongo liegen, sind der Nyiragongo (3.462 m) und der Nyiamuragira (3.063 m). Beide Vulkane brachen 2002 zum letzten Mal aus. Zu der zentralen Gruppe zählen der Karisimbi, der mit 4.507 m Höhe größte Vulkan der Gebirgskette, der Mikeno (4.437 m) und der Visoke (3.711 m). Die östliche Gruppe umfasst den Sabinyo (3.634 m),den ältesten der Virunga-Vulkane, den Gahinga (3.474 m) und den Munavura (4.227 m). Die Virunga-Vulkane sind mit tropischem Bergregenwald bedeckt und die Heimat der seltenen Berggorillas sowie der einzigartigen Lilium zairii. Insbesondere zum Schutz der Berggorillas, die sonst nur noch im Bwindi Nationalpark in Uganda vorkommen, gründete Prinz Albert 1925 den ersten afrikanischen Nationalpark, den Albert Nationalpark, auch Virunga-Nationalpark genannt. Zwischen dem Karisimbi und dem Visoke liegt das Karisoke Research Center, eine Forschungsstation für Berggorillas. Der Name Karisoke ist eine Kombination der Namen der Vulkane, zwischen denen das Forschungszentrum liegt. Es wurde 1967 von Dian Fossey gegründet. Kategorie:Berg in Afrika Kategorie:Vulkan Kategorie:Ruanda Kategorie:Geographie (Uganda) Kategorie:Geographie (Demokratische Republik Kongo) Kategorie:Weltnaturerbe (Afrika)

Demokratische Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo), ehemals Zaire, davor Belgisch Kongo, liegt in Zentral-Afrika und grenzt an die Republik Kongo, die Zentralafrikanische Republik, Sudan, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia und Angola. Sie hat einen kurzen Küstenstreifen am Atlantik, der die angolanische Exklave Cabinda vom Rest der Republik Angola abtrennt. Nationalfeiertag ist der 30. Juni, Tag der Unabhängigkeit (1960).

Geographie

Das Gebiet der DR Kongo umfasst als drittgrößter Staat Afrikas 2.345.411 km² und ist somit ca. 6,6-mal so groß wie Deutschland. Rund 60 % des Landes nimmt das Kongobecken mit seinen tropischen Regenwäldern ein. Es ist in allen Richtungen von Bergzügen begrenzt. Den Norden bildet tropisches Tiefland, der Südosten des Kongobeckens wird vom Shaba- oder Katanga-Bergland eingenommen. Es erreicht Höhen bis 1.200 m und ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer, Uran und anderen. Der Osten ist durch die Seenkette des Großen Afrikanischen Grabens begrenzt. Es birgt darüber hinaus mit die bedeutendsten Naturschätze Afrikas. Im Süden herrscht Feuchtsavanne vor. Im Norden der Kongomündung stellt eine 40 km lange Küste die einzige Öffnung zum Atlantischen Ozean dar. Die höchste Erhebung befindet sich im Ruwenzori-Gebirge (Margherita Peak – 5.109 m). Der längste Fluss ist der Kongo mit 4.374 km. Wichtige Städte sind Kinshasa, Lubumbashi, Kisangani, Bukavu Eine umfangreiche Liste der Städte im Kongo ist unter Liste der Städte in der DR Kongo einzusehen.

Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich aus 12 ethnischen Hauptgruppen zusammen, die sich wiederum in 240 kleinere Gruppen aufteilen. Die größten Bevölkerungsgruppen bilden die Kongo, Mongo, Luba und Lunda. Sie gehören den Bantuvölkern an, die etwa 80 % der Bevölkerung bilden. 15 % stammen von Sudangruppen ab, die sich vor allem im Norden vorfinden. Minderheiten sind die Niloten im Nordosten sowie die Pygmäen und Hamiten im Osten. Die Demokratische Republik Kongo zählt 58,3 Mio. Einwohner (2004). Die Bevölkerungsdichte beträgt 24 Einwohner pro km². In den letzten Jahren kam es zu massiven Flüchtlingsbewegungen. Die Bevölkerung konzentrierte sich auf das Bergbaugebiet Shaba und den Unterlauf des Kongo. 30 % der Einwohner leben in städtischen Gebieten. Lebenserwartung: 49,7 Jahre (Männer) / 52,3 Jahre (Frauen). Die Hauptstadt sowie größte Stadt des Landes ist Kinshasa mit etwa 7,8 Mio. Einwohnern. Daneben gibt es noch acht weitere Städte von nennenswerter Größe. Rund 91 % der Gesamtbevölkerung gehören dem Christentum an (42 % Katholiken, 25 % Protestanten). Daneben gibt es kleine muslimische (über 3% der Bevölkerung) und jüdische Gemeinden sowie ca. 120.000 Zeugen Jehovas. Der Rest der Bevölkerung, etwa 5%, gehört traditionellen afrikanischen Religionen oder auch synkretistischen Bewegungen (christliche Elemente mit traditionellen Religionen vermischt) an.

Sprachen

Amtssprache ist Französisch. Außerdem existieren noch vier weitere Hauptsprachen sowie 200 verschiedene Sprachen, die im Kongo gesprochen werden: Chiluba, Kikongo (von 30% der Bevölkerung verstanden), Lingala (von 50% der Bevölkerung verstanden, Kiswahili (von 10% der Bevölkerung verstanden), Luvena, Tshokwe, Gbaya, Mono-Kituba u. a. (insgesamt über 200 Sprachen). Die vier ersterwähnten haben den Status von Nationalsprachen Nationalsprache bis 2003 (nach FAO, 2004). Bevölkerung in Tsd. Einwohnern.]]

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Demokratischen Republik Kongo Ursprünglich war das Land Heimat mehrerer Königreiche, herausragend unter ihnen war das im 14. Jahrhundert gegründete Königreich Kongo, eines der größten afrikanischen Staatswesen überhaupt. Mit der "Entdeckung" durch die Portugiesen begann nach einer kurzen Phase annähernd gleichberechtigten Umgangs zwischen Kongo und Portugal die bis zum Ende des 17. Jahrhunderts völlige Zerstörung des Königreiches sowie seine Ausbeutung und Plünderung durch Sklavenjäger, die nach dem Zerfall der portugiesischen Vorherrschaft durch Holländer und Engländer fortgeführt wurde. Der Engländer Henry Morton Stanley war es auch, der als erster Europäer den Kongo umfassend bereiste, sein Vorschlag, den Kongo dem englischen Kolonialreich anzugliedern, wurde von der englischen Regierung aber abgelehnt. Der belgische König Leopold II. jedoch, von dem Gedanken an ein Kolonialreich seit langem fasziniert, wollte die Gelegenheit nutzen. Da aber auch in Belgien die Stimmung eher gegen Kolonien war, vereinnahmte Leopold den Kongo 1885 als seinen "Privatbesitz". Dieser Status jenseits allen Völkerrechts war in der ganzen Kolonialgeschichte einzigartig. Da mit dem Kongo zugleich auch alle seine Bewohner als rechtloser Privatbesitz angesehen wurden, kam es bei der wirtschaftlichen Ausbeutung (insbesondere Kautschuk) zu (selbst für diese Zeit) solch grausamen Exzessen, dass sie als so genannte "Kongogräuel" 1908 international für Aufsehen und Empörung sorgten und Leopold zur Übergabe des Kongo als "normale" Kolonie an den belgischen Staat zwangen. Zwar verbesserten sich die Verhältnisse nun ein wenig, aber nach wie vor wurden der Kongo und seine Bevölkerung von der autoritären Kolonialmacht Belgien ausgebeutet. Mit den weltweit in den Kolonien zunehmenden Unabhängigkeitsbestrebungen wuchs auch im Kongo der Druck nach staatlicher Selbstbestimmung. Nach ersten Unruhen in der Hauptstadt und unter dem Druck der Weltöffentlichkeit zog sich Belgien Anfang 1959 schlagartig aus dem Kongo zurück und hinterließ ein infrastrukturelles Chaos. Der bedeutende Panafrikanist und Führer der kongolesischen Unabhängigkeitsbewegung Patrice E. Lumumba wurde der erste Ministerpräsident des jungen Landes, das er allerdings aufgrund mangelnder Fachkräfte und angesichts sezessionistischer Bestrebungen insbesondere in der Provinz Katanga nicht zusammenzuhalten vermochte. Insbesondere die kontinuierlichen Interventionen Belgiens, der USA, aber auch der Sowjetunion führten zu einem allmählichen Zerreißen der jungen Nation. Nach nur 18 Monaten Unabhängigkeit putschte der frühere Assistent Lumumbas, Joseph Mobutu, unterstützt von den USA und Belgien gegen ihn und errichtete in den folgenden Jahrzehnten eine der längsten und grausamsten Diktaturen Afrikas. Lumumba konnte zwar der Haft kurz entfliehen, wurde aber kurze Zeit später wieder ergriffen und seinem Gegner Moïse Tshombé, Sezessionistenführer in Katanga, ausgeliefert und von dessen Kräften ermordet. Es gilt als gesichert, dass der Mord an Lumumba von Belgien und den USA direkt unterstützt wurde. 1971 wurde das Land in Zaire umbenannt. 1977/78 Shaba-Invasion. Erneut erfolgt eine internationale Militärhilfsaktion zugunsten der Regierung unter Mobutu Sese Seko gegen Invasoren aus Angola. Die Diktatur Mobutus, die das Land weiter zerstörte, wurde erst 1994 erschüttert, als sich, angeheizt unter anderem durch Flüchtlingsströme aus Ruanda und Burundi, im Grenzland zu Ruanda eine Rebellen-Streitmacht bildete, angeführt von Laurent-Désiré Kabila. Lange nicht ernst genommen, gelang es ihm 1997 den alten, schwer kranken und international mittlerweile isolierten Mobutu zu stürzen. Danach benannte er Zaire in Demokratische Republik Kongo um. Die konfliktreiche Phase zwischen 1996 und 2002 wird auch als Kongokrieg, ab 1998 "afrikanischer Weltkrieg" bezeichnet. Im Januar 2001 fiel Kabila selbst einem Attentat zum Opfer und sein Sohn Joseph Kabila "erbte" seine Stellung als Staatspräsident der DR Kongo. Trotz des dubiosen Amtsantrittes scheint mit Joseph Kabila zum ersten Mal seit 1959 ein Mann den Kongo zu führen, der eine Befriedung und Stabilisierung der zerrütteten Nation zumindest versucht. Ihm im Wege steht dabei allerdings der fast vollständige Zerfall der Infrastruktur, Verwaltung und Wirtschaft des Landes und insbesondere die Ausplünderung der äußerst rohstoffreichen Ostprovinzen des Kongo – in denen die Zentralregierung fast völlig machtlos ist – durch ugandische, ruandische und burundische Kräfte. Mehrere Erhebungen und Revolten konnte Kabila bisher abwehren. Ob es ihm aber gelingen wird, die territoriale und in der Folge die administrative Souveränität wiederherzustellen, steht immer noch dahin. Im Osten des Landes flammten in jüngster Zeit die Kämpfe auf, es kam zu Massenfluchten nach Uganda. Seit 1998 (bis Anfang 2005) wurden gemäß Angaben des „International Rescue Committee“ 3,8 Millionen Menschen während gewaltsamer Auseinandersetzungen getötet. Nach Schätzungen der UNO werden jeden Tag 1000 Menschen zu Opfern von Gewalttaten. Zwischen dem 14. und 16. Februar 2005 erkrankten im Gesundheitsbezirk Dingila, in Zobia im Nordosten 93 Patienten an der Lungenpest. Ärzte ohne Grenzen bekämpft den Ausbruch der Krankheit und versucht entlang der wichtigsten Verbindungsstraßen diejenigen aufzuspüren und zu behandeln, die aus Angst vor einer Ansteckung aus Zobia geflohen sind.

Politik

Die Demokratische Republik Kongo ist in zehn Regionen und den Hauptstadtdistrikt untergliedert. Es herrscht eine streng zentralistische Verwaltung. Seit dem 21. August 2000 besteht ein provisorisches Parlament mit 300 ernannten Mitgliedern. Seit 1997 sind politische Parteien verboten. Durch Misswirtschaft, Bürgerkrieg und Korruption ist die Verwaltung und Infrastruktur des Landes fast völlig zerfallen, die territoriale Souveränität der Regierung ist insbesondere im Osten des Landes nicht mehr gegeben, zahlreiche Rohstoffe der entsprechenden Provinzen werden von den Nachbarländern Uganda, Ruanda und Burundi ausgebeutet. Aufgrund ihrer Instabilität wird die DR Kongo auch als zerfallener Staat bezeichnet. Das Sozialsystem des Landes zählt zu den schlechtesten der Welt.

Verwaltungsgliederung

Die Demokratische Republik Kongo ist in zehn Provinzen untergliedert:
- Bandundu
- Bas-Congo
- Équateur
- Orientale
- Kasai-Occidental
- Kasai-Oriental
- Katanga
- Maniema
- Nord-Kivu
- Sud-Kivu Die Hauptstadt Kinshasa bildet als Neutrale Stadt (Ville neutre) eine eigene Verwaltungseinheit. Nach einer neuen Verfassung vom Mai 2005 soll das Land künftig in 25 Provinzen und die Stadt Kinshasa gegliedert werden.

Wirtschaft

Obwohl das Land über die größten Naturreichtümer Afrikas verfügt, gehört es zu den ärmsten der Welt. Hauptursache hierfür sind die mehr als drei Jahrzehnte Misswirtschaft und Korruption durch das Mobutu-Regime gefolgt von schweren kriegerischen Auseinandersetzungen bis in die Gegenwart. Das Wirtschaftswachstum betrug von 1965 bis 1985 nur 1 % jährlich. Seitdem geht die Wirtschaftsleistung ständig zurück. 1971 wurde der Bau einer riesigen Stromleitung vom äußersten Nordwesten des Landes vom Inga-Staudamm quer durch das Land in den Südosten in die Kupferregion Shaba (Katanga) beschlossen. Großfirmen aus den USA und Europa schlossen sich zu einem Konsortium zusammen und vergaben die Kredite. 1983 war die offizielle Einweihung, aber die Kosten waren explodiert. Die Bergbauindustrie, der wichtigste Industriezweig, (Kongo wurde auch das Kupferland genannt) war 1974 vom drastischen Verfall des Weltmarktpreises für Kupfer schwer betroffen. Anfang der 1990er Jahre brach die Wirtschaft völlig zusammen. Es herrschte Hyperinflation (1994 7400 %). Durch Unruhen unter den Arbeitern sanken die Exporterlöse, die Infrastruktur im Transportwesen zerfiel, die Auslandsschulden stiegen auf 10 Mrd. Euro. Das Land war anschließend auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Das Bruttoinlandsprodukt betrug 1998 4.653 Mio. Euro. Bekannt ist die DR Kongo auch für die reichen Coltan-Vorkommen. Coltan enthält zwei der begehrtesten Metallerze (Columbit und Tantalit), die Niob und Tantal enthalten. Tantal ist für die Produktion von Handys, Computerchips, Videokameras und diversen Geräten aus der Unterhaltungselektronik von großer Bedeutung. Niob dient der Herstellung hitzebeständiger Materialien, wie Raketen, Düsenjets und Weltraumkapseln. Weitere Bodenschätze, die gefördert werden, sind Gold, Silber, Diamanten, Erdöl, Kobalt (Weltspitze), Mangan, Zink, Zinn, Cadmium, Germanium und Beryllium. Diese Vorkommen sind einer der Gründe, warum von den Nachbarn Uganda, Ruanda und Burundi durch Besetzung der östlichen Provinzen der Bürgerkrieg immer wieder aufs Neue angefacht wird. Zwei Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, die fast zwei Drittel zum Bruttoinlandsprodukt beisteuert. Große Gebiete sind landwirtschaftlich nutzbar, es werden aber nur rund 3 % kultiviert. Haupterzeugnisse sind Maniok, Obst, Melonen, Kochbananen, Zuckerrohr, Erdnüsse, Bananen und Süßkartoffeln. Außerdem werden noch Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Kaffee, Kautschuk, Baumwolle und Kakao angebaut. Nachdem Mitte der 1970er Jahre viele kleinere Plantagen verstaatlicht wurden, die sich in ausländischen Besitz befanden, ging der Verkauf von Agrarprodukten merklich zurück. In vielen Landesteilen gibt es nur noch eine Selbstversorger-Landwirtschaft. Viehzucht ist auf höher gelegene Gebiete beschränkt. Da die Transportwege zerstört sind, können die Produkte nicht in die verschiedenen Provinzen gebracht werden und verderben. Der industrielle Sektor hat sich vor allem um die Verarbeitung der vorhandenen Bodenschätze entwickelt. Bedeutend sind auch noch die Ölraffinerien sowie die Herstellung von Zement und Schwefelsäure. Wichtige Erzeugnisse sind Reifen, Schuhe, Textilien, Zigaretten, Nahrungsmittel und Bier. Der gesamte Bereich wurde durch den wirtschaftlichen Niedergang, vor allem der rasenden Inflation, seit 1990 schwer geschädigt. Es herrscht ein großer Devisenmangel, der den Import von Rohstoffen und Ersatzteilen verhindert. Bis Anfang der 1990er Jahre war Kupfer noch der wichtigste Exportartikel, der die Hälfte der jährlichen Exporterlöse einbrachte. Innerhalb von nur drei Jahren verringerte sich der Kupferexport jedoch um drei Viertel. Heute bilden Diamanten, Rohöl, Kobalt und Kaffee die wichtigsten Exportgüter. Auch die positive Handelsbilanz kann die sinkende Wirtschaftsleistung nicht aufhalten. Die wichtigsten Handelspartner sind Belgien, Südafrika, Chile, USA, Deutschland und Indien. Hauptstromquelle des Kongo sind seine Wasserkraftwerke. Sie sind vor allem in der Nähe von Minen vorzufinden.
- Bruttosozialprodukt pro Einwohner: 92 Euro (Stand 1998)
- Pro-Kopf-Einkommen im Jahr (BSP): 100 Euro

Literatur


- Jan Vansina: The Children of Woot: A History of the Kuba Peoples. Wisconsin 1978. ISBN 0299074900
- Kongo – Geschichte eines geschundenen Landes. In: "Weltmission Heute 55 – Länderheft". Hamburg 2004
- George Nzongola: Ntalaja : The Congo from Leopold to Kabila. A People's History. London/New York 2002
- Peter Körner: Zaire – Verschuldungskrise und IWF-Intervention in einer afrikanischen Kleptokratie. Hamburg 1988.
- Adam Hochschild: Schatten über dem Kongo – Die Geschichte eines fast vergessenen Menschheitsverbrechens. Reinbek 2002. ISBN 3499613123
- Ludo De Witte: Regierungsauftrag Mord : der Tod Lumumbas und die Kongo-Krise. Leipzig 2001. ISBN 3931801098
- Michaela Wrong: Auf den Spuren von Mr. Kurtz : Mobutus Aufstieg und Kongos Fall. Berlin 2002
- Lieve Joris: Das schwarze Herz Afrikas – Meine erste Reise in den Kongo. Amsterdam 1987 / München 2002
- Lieve Joris: Der Tanz des Leoparden – Mein afrikanisches Tagebuch. Amsterdam 2001 / München 2003
- Olivier Lanotte: Guerres Sans Frontières - République Démocratique du Congo. Brüssel 2003. ISBN 2-87027-835-7

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=85 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtiges Amtes
- [http://www.kongo-kinshasa.de Deutschesprachiges Hintergrundmaterial und aktuelle Nachrichten aus dem Kongo]
- [http://www.pygmies.info/ Afrikanische Pygmäen] Kultur und Musik der ersten Einwohner von Demokratische Republik Kongo
- [http://www.wsws.org/de/2002/jan2002/lumu-j25.shtml Der gewaltsame Tod von Patrice Lumumba]
- [http://www.altenburg-netz.de/texts/ousmane4.html Zum 40. Jahrestag der Unabhängigkeit]
- [http://www.monuc.org UN-Mission in der DR Kongo] Kongo, Demokratische Republik ja:コンゴ民主共和国 ko:콩고 민주 공화국 ms:Republik Demokratik Congo zh-min-nan:Congo Bîn-chú Kiōng-hô-kok

Uganda

Die Republik Uganda liegt in Ostafrika und grenzt im Norden an den Sudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania, im Südwesten an Ruanda und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Die Grenzen zu Kenia und Tansania verlaufen zum Teil durch den Viktoriasee. Der Name „Uganda“ kommt von dem früheren Königreich Buganda. Der Kabaka (König) von Buganda wurde 1966 gestürzt, sein Grabmal (Kasubi Tombs) kann besichtigt werden. Er erinnert an die Unabhängigkeit des Staates von britischer Kolonialherrschaft. Erste Assoziationen erstrecken sich von der Schreckensherrschaft Idi Amins und Massakern bis hin zu der Einstufung als „Perle Afrikas“. Bekannt ist auch der Flughafen Entebbe durch das Geiseldrama um ein entführtes Flugzeug der Air France („Operation Jonathan“). Der Süden bietet sich für Tourismus an, während im Norden immer noch gekämpft wird.

Geographie

Geographie von Uganda Uganda ist von Seen, dem Weißen Nil (hier: Viktoria-Nil und Albert-Nil), Urwäldern und Savannen geprägt. Das Land wird im Süden vom Äquator durchzogen. Auf das tropische Klima im Süden und in der Mitte des Landes wirkt sich aus, dass Uganda größtenteils auf einem Plateau um 1.000 m über dem Meeresspiegel liegt. Dort ist es eher regnerisch. Zwei Trockenzeiten (von Dezember bis Februar und dann wieder von Juni bis August) unterbrechen dieses Stadium. Der tiefste Punkt Ugandas ist mit 621 m über Meeresspiegel der Albertsee. Der Margherita Peak (auch: Mount Stanley) im Ruwenzori-Gebirge als höchster Punkt ist 5.110 m hoch. Beide Extrempunkte liegen relativ nahe beieinander. Die Gesamtfläche des Landes umfasst 241.038 Quadratkilometer, davon entfallen 199.710 Quadratkilometer auf die Landfläche, während 36.330 Quadratkilometer Wasserflächen sind. Der Nordosten Ugandas ist semiarid. Wichtige Rohstoffe des Landes sind Kupfer, Kobalt, Kalkstein und Steinsalz. Wasserkraft und landwirtschaftlich gut zu nutzender Boden stellen weitere Ressourcen dar.

Flora

Steinsalz-Gebirges]] Uganda hat eine überaus artenreiche Pflanzenwelt. Die Savanne Ostafrikas geht in den Regenwald Westafrikas über, was sich positiv auf die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere auswirkt. Dazu bieten die Höhenschichtungen mannigfaltige Lebensräume. Neben Akazien und Kandelaber-Wolfsmilch in den Savannen kommen vor allem im Ruwenzori-Gebirge und am Mount Elgon soiwe in den Urwäldern faszinierende Pflanzengesellschaften vor.

Städte

Hauptartikel: Liste der Städte in Uganda Uganda ist, abgesehen von der Haupt- und Millionenstadt Kampala, eher von kleineren Städten geprägt. Lediglich Gulu und Lira überschreiten noch die Grenze von 100.000 Einwohnern zur Großstadt.

Bevölkerung

Uganda hat mehr als 26 Millionen Einwohner.

Sprachen

Englisch ist die offizielle Sprache, aber im Alltag wird oft Luganda (die Sprache der Baganda) verwendet, dazu andere Sprachen des Niger-Kongo-Sprachgebietes sowie nilotisch-saharische Sprachen, Suaheli und Arabisch.

Ethnien

Bantuvölker: Baganda 12 %, Ankole 8 %, Basoga 8 %, Bakiga 7 %, Bagisu 6 %, Batoro 4 %, Banyoro 3 %, Bagwere 2 %, Bakonjo 1 %, Niloten: Iteso 8 %, Langi 7 %, Acholi 5 %, Jopodhola 2 %, Alur 3 %, Karamojong 2 %, Sudanvölker: Lugbara 4 %, Rundi 2 %, Rwanda 7 %, Nicht-Afrikaner: Asiaten 0,82 %, Europäer 0,095 %, Araber 0,066 %, andere: 8 %.

Religion

Rund 70 % der Gesamtbevölkerung Ugandas sind Christen. Davon sind zwei Drittel Anglikaner und 20 % Katholiken. Etwa 18 % der Bevölkerung sind Anhänger von traditionellen afrikanischen Religionen. Über ein Zehntel der Ugander sind meist sunnitische Muslime. Eine kleine Minderheit bilden die etwa 2 % Baha'is. Zudem gibt es eine kleine Gemeinde schwarzafrikanischer Juden, die Abayudaya bei Mbale, die etwa 500 Mitglieder umfasst.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Ugandas

Vorgeschichte

Uganda gehört zur „Wiege der Menschheit“. Die Pygmäen stellen wohl die ältesten heute lebenden Ethnien Ugandas dar. Vor ungefähr 2000 Jahren wanderten ackerbebauende Bantu ein, die die Pygmäen zurück drängten und ihrerseits von Niloten des Nordens nach Süden gedrängt wurden. Zwischen nilotischen Ethnien und Bantu-Ethnien gab es immer wieder Konflikte, die mittlerweile aber über bloßen Tribalismus hinaus gehen.

Zeit der Königreiche

Seit dem 15. Jahrhundert bildeten sich vor allem im Süden Ugandas bei den Bantu die (zum Teil heute aus touristischen Gründen als kulturelle Körperschaften wiederbelebten) bestehenden Aristokratien, vor allem Königreiche. Unter ihnen hatte das Königreich Buganda eine führende Rolle. Weitere Königreiche waren Ankole, Bunyoro und Toro. Die nilotischen Stämme des Nordens waren Nomaden und Hirtenvölker, die sich in kleineren Einheiten organisierten. Im 19. Jahrhundert drangen arabische Händler von der Ostküste Afrikas in das Gebiet nördlich des Viktoriasees vor. Ihr Anreiz war die Gier nach Elfenbein und der Sklavenhandel. In einigen Gebieten etablierte sich der Islam, in vielen Regionen blieben jedoch die Naturreligionen vorherrschend.

Kolonialzeit

Um 1860 „entdeckten“ die beiden britischen Forscher John Hanning Speke und James Augustus Grant die Quelle des Nils für Europa. Um diese Zeit begann die europäische Kolonialisierung Ostafrikas. Zu den ersten Europäern, die sich in diesem Gebiet niederließen, gehörten sowohl katholische als auch protestantische Missionare. In erstaunlich kurzer Zeit setzten sie in zahlreichen Volksgruppen ihren Glauben durch. Uganda wurde britisches Protektorat. Die koloniale Wirtschaft förderte den Baumwoll- und Kaffeeanbau. Dazu wurde die Eisenbahnlinie der Uganda Railway gelegt.

Unabhängkeit

In den 1950ern kam ein gelenkter Demokratisierungsprozess in Gang, es entstanden Parteien und ein Kongress. Am 9. Oktober 1962 wurde Uganda unabhängig (siehe Nationalfeiertag). 1962 wurde Milton Obote der erste Premierminister des unabhängig gewordenen Landes. Allerdings begann er, die alten Königreiche aufzulösen, teilweise in blutigen Massakern. Dadurch entfremdete Obote sich von der Bevölkerung. Das nutzte der zum Kommandeur (Generalmajor) aufgestiegene Idi Amin, ebenfalls ein Nilote, aus: Während einer Abwesenheit Obotes übernahm er 1971 die Macht.

Diktaturen und Massaker

Die Diktatur Idi Amins von 1971 bis 1979 war für die Ermordung von über 300.000 Oppositionellen verantwortlich. Angehörige anderer Volksstämme wurden getötet, asiatische Zuwanderer, vor allem Inder, die im Handel bestimmend waren, des Landes verwiesen. Amin wütete bis 1979, die Bevölkerung lebte unter ständiger Furcht vor brutalen Gewaltakten. Im April 1979 wurde die Hauptstadt Kampala unter der Führung von tansanischen Truppen von ugandischen Rebellen (dabei auch Yoweri Kaguta Museveni) befreit. Doch in den Wahlen im September 1980 kam Milton Obote an die Macht, wobei ihm Wahlmanipulationen vorgeworfen wurden. Daraufhin ging Museveni mit einer Rebellenarmee gegen ihn vor. Der Guerillakrieg unter Milton Obote (1980-1985) kostete vielen weiteren Menschen das Leben. Im Januar 1986 eroberte Musevenis National Resistance Army (NRA) die Hauptstadt Kampala. Museveni wurde als ugandischer Präsident vereidigt.

Auswirkungen auf heute

Der Norden ist bis heute noch nicht befriedet. Die Lord's Resistance Army (LRA) operiert vom Sudan aus und terrorisiert die Bevölkerung. Tutsi, Hutu, Lendu, Hema (Hima), und andere ethnische Gruppen, assozierte Rebellen, bewaffnete Banden und verschiedene Regierungsstreitkräfte operieren in der Region der Großen Seen zwischen Uganda, Kongo, Ruanda und Burundi, um Kontrolle über bevölkerungsreiche Gebiete und wirtschaftliche Ressourcen zu erlangen. Die Gefahr dabei ist, dass einzelne Ethnien die Machtverhältnisse dominieren und dies von den Benachteiligten zu Rebellion dagegen führt. Dabei mischt auch Uganda mit, derzeit vor allem in der Demokratischen Republik Kongo (Kongokrieg).

Politik

Die ugandische Regierung mischt autoritäre und demokratische Elemente. Politisch wirksam ist nur Musevenis Regierungspartei, die National Resistance Movement Organization (NRM-O), kurz „Movement“. Dazu hat de facto das Militär eine tragende Rolle. Er ist der Ansicht, dass es in Uganda keine Grundlage für ein Mehrparteiensystem gibt und dass die bestehenden Altparteien Ursache für Ugandas Probleme sind. Zwar wurden sie nicht verboten, doch die meisten Aktivitäten, die eine Partei ausmachen, bleiben ihnen versagt. Die Regierung stellt sich als positiv gesinnt gegenüber Menschenrechten dar. Allerdings sind Defizite beim Umgang mit politischen Parteien und Regimegegnern wie auch die Rekrutierung von Kindersoldaten offensichtlich. Der jetzige Präsident Ruandas, Paul Kagame, kam aufgrund einer militärischen Intervention aus Uganda an die Macht. Er gehört zur Ethnie der (Tutsi).

Verfassung


- Oberster Richter: Benjamin Joses Odoki (seit 30. Januar 2001)
- Generalstaatsanwalt: Francis Ayume

Parteien


- Forum for Democratic Change
- National Progressive Movement (NPM; Vorsitz: Dr. Venansius Baryamureeba, Partei seit 7. April 2004)
- National Resistance Movement Organization (NRM-O; Partei seit 2003)
- Uganda Green Party
- Uganda Libertarian Action (ULA)
- G7 (Oppositionelles Listenbündnis bei der Wahl 2006)
  - Uganda People's Congress (UPC; Vorsitz: Apollo Milton Obote)
  - Democratic Party (DP; Vorsitz: Paul Kawanga Ssemogerere)
  - Conservative Party (CP; Vorsitz: Ken Lukyamuzi)
  - Justice Forum (JF) (Vorsitz: Muhammad Kibiringe Mayanja)
  - Reform Agenda
  - National Democratic Forum (NDF; Vorsitz: Chapaa Karuhanga, Partei seit August 1995)
  - Free Movement
- Second Group of Seven (Zweites oppositionelles Listenbündnis bei der Wahl 2006)
  - Action Party
  - People's Independent Party
  - Movement for Democratic Change
  - National Peasant Party

Regierung

Für die vollständige Liste der Präsidenten von Uganda, siehe Präsident von Uganda.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Distrikte von Uganda Uganda ist in 70 Distrikte gegliedert.

Wirtschaft

Die Wirtschaft im Süden und in der Mitte des Landes prosperiert. Hauptausfuhrgut ist - wie zur Protektoratszeit - Kaffee, in kleinerem Umfang auch Gold. Auch Tee und Fisch aus dem Viktoria-See werden exportiert.

Kultur

Bildung


- Makerere-Universität
- Mbarara University of Science and Technology
- Ndejje Christian University
- Uganda Christian University
- Nkozi University
- Bugema Seventh Day Adventist University
- Mbale Islamic University
- Nkumba University
- Kampala University
- Namasagali University

Schriftsteller

Liste afrikanischer Schriftsteller (nach Ländern)

Medien

Die Medien in Uganda können kritisch über die Regierung berichten, obwohl die Regierung bei Berichten über sensible Themen wie dem Rebellenkrieg im Norden und der Verwicklung des Landes in den Bürgerkrieg im Kongo in der Vergangenheit wie auch beim Thema Kindersoldaten mitunter scharf reagierte. Seit dem Machtantritt von Präsident Museveni wurde die Medienlandschaft liberalisiert. Es sind über 100 Radiosender registriert.

Zeitungen


- New Vision (Tageszeitung)
- The Monitor (Tageszeitung)
- The Weekly Observer (Wochenzeitung)

Feiertage

Der Nationalfeiertag wird am 9. Oktober gefeiert.
- 1. Januar: Neujahr
- 26. Januar: Befreiungstag
- 8. März: Frauentag
- Ostern (Karfreitag und Ostermontag)
- 1. Mai: Tag der Arbeit
- Pfingsten
- 3. Juni: Märtyrertag
- 9. Juni: Tag der Nationalhelden
- 9. Oktober: Unabhängigkeitstag
- 25./26. Dezember: Weihnachten
- Id ul-adha
- Id al-fitr

Umwelt

Neun Nationalparks und sechs Wildreservate zeugen von der Naturschönheit des Landes und dem Willen, diese zu schützen. Sie sind über das Land verteilt und liegen meist in der Nähe der Grenzen und weniger im Zentrum des Landes. Dadurch werden unterschiedliche Landschaften und Lebensgemeinschaften geschützt. Drei der Parks sollen hier kurz hervor gehoben werden: Der Queen-Elizabeth-Nationalpark ist durch seine Lage am Fuße des Ruwenzori-Gebirges und am Edwardsee und Georgsee geprägt. Flusspferde und Pelikane fallen ins Auge, daneben weist das Vorkommen