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Bergwald
Als Bergwald wird der Wald in Berggebieten bis zur Baumgrenze bezeichnet. Die klimatischen Bedingungen mit viel Schnee im langen Winter und starker Sonneneinstrahlung machen sich in der Wuchsform der Bäume und in der geringen Zuwachsgeschwindigkeit bemerkbar. Nicht jede Baumart ist für den Bergwald geeignet.
Bergwald ist oft auch Schutzwald für die Dörfer und Verkehrswege im Tal, in diesen Fällen wird er nicht für die wirtschaftliche Nutzung gefällt und zum Bannwald erklärt.
Alpen
Im Bergwald der Alpen sind Buchen, Fichten, Kiefern und Lärchen sehr verbreitet, in den südlichen Teilen auch Eichen und Ess- beziehungsweise Edelkastanien. Dazu kommen, oft lokal sehr unterschiedlich, Bestände von Tannen, Bergahorn, Linde, Eschen und Grün-Erle.
Nach dem Ende der letzten Eiszeit waren vor etwa 7000 Jahren zwei Drittel der Alpen bewaldet. Durch Rodungen für die Schaffung von Siedlungsgebieten und durch die Nutzung der Bäume ist dieser Anteil heute auf etwa ein Drittel zurückgegangen. Und auch diese Waldflächen sind großteils durch die menschliche Nutzung beeinflusst. Das bedeutet, dass der Waldbestand dort forstwirtschaftlich genutzt und gepflegt wird. Größere Reste von Urwäldern gibt es nur noch in drei Gebieten:
- Schweizerischer Nationalpark
- Berchtesgadener Land
- Dürrenstein-Ötschergebiet
Das Holz der Alpenwälder wurde bereits seit dem Mittelalter intensiv genutzt. In Genua und Venedig wurden die Schiffe der Flotten damit gebaut. Als Grubenholz wurden große Mengen im Bergbau eingesetzt. Auch viele Handwerker stellten ihre Gerätschaften aus Holz her. Dazu kam natürlich der Bedarf für den Hausbau und die Wohnungseinrichtung.
Jedoch wurde auch bald die Bedeutung des Waldes als Schutz- und Bannwald erkannt. So wurde zum Beispiel der Wald oberhalb der Schweizer Gemeinde Andermatt bereits 1397 urkundlich unter Schutz gestellt.
Durch den Einsatz verschiedener anderer Materialien neben dem Holz ist der Holzverbrauch im 20. Jahrhundert deutlich zurückgegangen. So gibt es heute wieder Gebiete, wo der Holzzuwachs größer ist als die Holzentnahme (z. B. in der Steiermark).
Siehe auch: Bergwaldprojekt, Alpenflora
Kategorie:Wald
Kategorie:Forstwirtschaft
Kategorie:Alpenflora
Kategorie:Biotop
WaldgrenzeDie Waldgrenze ist der Rand des Lebensraums, in dem Waldbäume geschlossene Bestände bilden. Dabei ist der Unterschied zwischen der Waldgrenze und der daran anschließenden Baumgrenze (vorkommen einzelner Bäume oder Baumgruppen) in der Regel nur marginal oder auf anthropogenen Einfluss zurück zu führen.
Es gibt verschiedene Arten:
- Arktische Waldgrenze: Die nördlichste Grenze auf der Nordhemisphäre, wo Bäume wachsen können; weiter im Norden, ist es zu kalt.
- Antarktische Waldgrenze: Die südlichste Grenze in der südlichen Hemisphäre, wo Bäume wachsen können, weiter im Süden, ist es zu kalt.
- Alpine Waldgrenze: Die höchste Höhe, in der Bäume auf Bergen wachsen können, weiter oben ist es zu kalt.
- Expositionswaldgrenze: An Küsten und auf alleinstehenden Bergen, ist die Baumgrenze häufig viel niedriger als in den entsprechenden inländischen Höhen und in den größeren, komplizierteren Gebirgssystemen, weil die Geschwindigkeiten des starken Windes nachteilig das Baumwachstum beeinflussen.
- Wüsten-Waldgrenze: Die trockensten Plätze, an denen Bäume wachsen können, in trockeneren Wüsten- Bereichen fallen zu geringe Niederschläge damit Bäume wachsen können.
- Hygrische Baumgrenze: Der nasseste Standort, wo Bäume wachsen können, der Boden ist mit Wasser gesättigt und es fehlt der Sauerstoff im Boden, den die Baum-Wurzeln benötigen, um zu leben. Gleichwohl gibt es Bäume, wie Zypressen und viele Mangrove-Arten, die sich dem Wachsen in dauerhaft Wassergesättigten Boden angepaßt haben.
- Edaphische Waldgrenze: Der Boden fehlt oder ist aus anderen Gründen (Salzgehalt, Schwermetalle etc.) zum Wachstum von Bäumen ungeeignet.
An der Waldgrenze wird Baumwachstum gebremst, beeinflußt durch sehr starken Wind, kommt es zu verkrüppelten Baumformen, die nur niedrig wachsen und dichte Gebüsche bilden. Diese Zone ist bekannt als Krummholzgürtel. Die Baumgrenze, die von weitem betrachtet eine scharfe Linie ist, wie viele andere natürliche Grenzen (z.B. die Ufergrenze) auch, zeigt bei genauerer Betrachtung einen stufenweisen Übergang. Bäume wachsen in Richtung zum unwirtlichen Klima weniger, bis sie einfach aufhören zu wachsen.
Einige typische Arten der Baumgrenze (man beachte die Vorherrschaft der Nadelbäume):
- Fuchsschwanzkiefer (Pinus balfouriana)
- Grannen-Kiefer (Pinus aristata)
- Rumelische Kiefer (Pinus peuce) oder Mazedonische Kiefer
- Whitebark pine (Pinus albicaulis)
- Zirbelkiefer (Pinus cembra)
- Bergkiefer (Pinus mugo)
- Arktische weiße Birke (Betula pubescens subsp. tortuosa)
- Antarktische Buche (Nothofagus antarctica)
Tabelle der Baumgrenzen
Die alpine Baumgrenze an einer Position ist von den lokalen Variablen, wie der Hangneigung, dem Regenschatten usw. abhängig. In Abhängigkeit dieser Faktoren hier eine Liste der durchschnittlichen Baumgrenzen von verschiedenen Positionen auf der Welt:
Die höchsten Gipfel des Harzes, des Schwarzwaldes und des Böhmerwaldes ragen über die Waldgrenze hinaus.
In den Alpen liegt die Grenze zwischen 1600 und 2000 m Höhe.
Literatur
Arno, S. F. & Hammerly, R. P. 1984. Timberline. Mountain and Arctic Forest Frontiers. The Mountaineers, Seattle. ISBN 0-89886-085-7
Kategorie:Ökologie
Kategorie:Forstwirtschaft
Winter
Der Winter (v. althochdeusch: wintar = feucht; eigentl.: feuchte Jahreszeit) ist eine der vier Jahreszeiten der gemäßigten Zone der Erde. Je nachdem ob der er auf der Südhalbkugel oder der Nordhalbkugel herrscht, unterscheidet man zwischen Nordwinter und Südwinter. Aufgrund des wandernen Zenitstandes der Sonne zwischen südlichem und nördlichem Wendekreis, wiederholt sich der Winter in jeder Hemisphäre mit einem jährlichen Turnus. Es ist daher auch möglich aus einem Südwinter einen Nordsommer zu folgern und umgekehrt.
Astronomisch beginnt er mit der Wintersonnenwende - der Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem südlichen Wendekreis steht und die Tage am kürzesten sind:
- auf der Nordhemisphäre am 21. oder 22. Dezember bzw.
- auf der Südhemisphäre am 21. Juni.
Danach werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer, und der Winter
- endet mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche am 20. März oder in der Nacht zum 21. März auf der Nordhalbkugel,
- bzw. am 22. oder 23. September für die Südhalbkugel.
Da die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 % von einer idealen Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht ganz gleich lang. Außerdem sind die Nordwinter wegen der Sonnennähe (Perihel am 3. Januar) etwas kürzer und milder als die Südwinter.
Phänologisch kann der Winterbeginn vom astronomischen erheblich abweichen und wird neben der Land-Meer-Verteilung (maritimes vs. kontinentales Klima) oft durch den Beginn einer dauerhaften Schneedecke markiert. Die Zu- oder Abnahme von Gletschern hängt aber weniger von der winterlichen Schneelage als vom ersten Neuschnee im Herbst ab, der die Ablation hemmt.
In den Alpen ist Maria Lichtmess ein statistischer „Lostag“ für das Wetter des Spätwinters. Bekannt ist der Spruch „Wenn's zu Lichtmess stürmt und schneit, ist das Frühjahr nimmer weit.“ In Salzburg trifft auch oft (zum Beispiel 2004) das Gegenteil zu: „Sonnt der Dachs sich in der Lichtmesswoch', bleibt er noch 4 Wochen in sei'm Loch!“
Genähert teilt man dem Winter die Monate Dezember, Januar und Februar zu bzw. in der Südhemisphäre den Juni, Juli und August. An den geografischen Polen herrscht ein halbes Jahr die „Polarnacht“; nahe den Polarkreisen dauert sie einige Tage bis Wochen.
Wie im Sommer gibt es auch im Winter alte Bräuche, die teilweise überlebt haben: zum Beispiel die Sonnenwende als Weihnachten, Karneval/Fastnacht/Fasching, Maskenball und Perchtenlauf.
Der Begriff Winter wird aber auch in Bezeichnungen verwendet, die über ein halbes Jahr dauern, wie z.B. Winterhalbjahr, Winterfahrplan, Wintertarif, Winterschlaf (bei Tieren), Winterzeit o.a.
Winterzeit
Siehe auch
- Olympische Winterspiele
Weblinks
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Kategorie:Jahreszeit
Kategorie:Kalender
ja:冬
simple:Winter
Schutzwald
Schutzwald ist ein Bergwald oberhalb von Dörfern, Straßen und Schienen in Berggebieten.
Der Schutzwald bietet den Talbewohnern Schutz vor Steinschlag, Erdrutsch und Lawinenbildung.
Geht der Schutzwald beispielsweise durch Sturm verloren, muss rasch durch Lawinenverbauungen und Aufforstung für Ersatz der Schutzwirkung gesorgt werden.
Schutzwald wird oft zum Bannwald erklärt und darf dann nicht zur Holznutzung gefällt werden.
Siehe auch: Bergwaldprojekt
Weblinks
- "Ohne Schutzwald geht´s bergab": [http://www.oejv.de/oekojagd/oej1_99.htm#Schutzwald Kurzbericht] & [http://www.wald-in-not.de/download9/UMBRUCHK.PDF 40-seitiges pdf]
Kategorie:Wald
Kategorie:Naturschutz
Bannwaldthumb
Der Begriff Bannwald wird im deutschsprachigen Raum länderspezifisch unterschiedlich verwendet. Näheres dazu in den lokalen Besonderheiten.
In der Mehrzahl der Länder wird mit dem Begriff Bannwald ein Waldgebiet bezeichnet, das als Ganzes erhalten werden soll. Die Erhaltung kann aus Gründen des Umweltschutzes, der Erholung, des Lawinen- und Hochwasserschutzes festgesetzt sein. Die forstwirtschaftliche Nutzung ist weiterhin erlaubt und bei Wäldern, die als Schutz vor Lawinen dienen, sogar ausdrücklich gewünscht. Das deutsche Bundesland Baden Württemberg wendet als einziges Land den Bannwaldbegriff in einem anderen Sinne an (siehe bei Baden Württemberg).
Der Begriff Bann stammt aus dem Mittelalter. Bannwald stand damals für ein Waldgebiet, in dem das Recht der Nutzung (Forstbann) dem Landesherrn vorbehalten war. Dies galt zunächst nur für Jagd (Jagdbann) und Fischerei, später auch für die übrige Nutzung des Waldes. (siehe Wildbannforst)
Lokale Besonderheiten des Bannwaldes
Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg, sind Bannwälder Totalreservate, in denen jegliche Nutzung per Rechtsverordnung verboten ist. In anderen Ländern Deutschlands sind die Totalreservate unter dem Namen Naturwaldreservat, Naturwaldparzelle, Naturwaldzelle oder Naturwald bekannt. Bannwälder dienen der wissenschaftlichen Erforschung natürlicher Abläufe in Wäldern. Durch ihren Reichtum an Struktur und abgestorbenem Holz sind Bannwälder Rückzugsgebiete für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Bayern
In Bayern kann „Wald, der auf Grund seiner Lage und seiner flächenmäßigen Ausdehnung vor allem in Verdichtungsräumen und waldarmen Bereichen unersetzlich ist und deshalb in seiner Flächensubstanz erhalten werden muß und welchem eine außergewöhnliche Bedeutung für das Klima, den Wasserhaushalt oder für die Luftreinigung zukommt“ auf Grund des [http://www.forst.bayern.de/waldland_bayern/gesetze/waldgesetze/baywaldg/ bayerischen Waldgesetzes (BayWaldG)] von 1975 als Bannwald ausgewiesen werden.
Selbst Rodung mit Genehmigung darf dort nur erfolgen, wenn direkt angrenzend Ersatzaufforstung gewährleistet ist, die hinsichtlich der Ausdehnung und Funktionen dem zu rodenden Wald annähernd gleichwertig ist oder gleichwertig werden kann.
Hessen
In Hessen ist ein Bannwald ein Wald, der wegen seiner Lage, flächenmäßigen Ausdehnung und seiner außergewöhnlichen Bedeutung für Wasserhaushalt, Klima und Luftreinigung in seiner Flächensubstanz erhalten werden muss und deshalb nur in Ausnahmefällen gerodet werden darf. Häufig handelt es sich um Wälder in Verdichtungsräumen oder in waldarmen Gebieten. Geeignete Waldflächen werden durch die Regionalplanung als Bannwald ausgewiesen und durch Rechtsverordnung der Kreisverwaltungsbehörden zu Bannwald erklärt.
Alpenregion
In den Alpenregionen, insbesondere in der Schweiz hat der Bannwald noch die zusätzliche Funktion als Lawinen- bzw. Hochwasserschutz. Als Hochwasserschutz dient er, indem er den Regen auffängt und nur langsam wieder abgibt. In solchen Fällen wird der Bannwald auch Schutzwald genannt.
Gesetzestexte
Baden-Württemberg
Schutzwald
In § 32, Waldschutzgebiete des Landeswaldgesetzes Baden-Württemberg heißt es:
(1) Wald kann mit Zustimmung des Waldbesitzers durch Rechtsverordnung der höheren Forstbehörde zum Waldschutzgebiet (Bannwald oder Schonwald) erklärt werden wenn es zur Sicherung der ungestörten natürlichen Entwicklung einer Waldgesellschaft mit ihren Tier- und Pflanzenarten oder zur Erhaltung oder Erneuerung einer bestimmten Waldgesellschaft mit ihren Tier- und Pflanzenarten oder eines bestimmten Bestandsaufbaus geboten erscheint, forstliche Maßnahmen zu unterlassen oder durchzuführen. Der Schutzzweck ist in der Rechtsverordnung festzulegen. Soweit die Rechtsverordnung Bestimmungen zum Artenschutz enthält, sind diese mit der höheren Naturschutzbehörde abzustimmen.
(2) Bannwald ist ein sich selbst überlassenes Waldreservat. Pflegemaßnahmen sind nicht erlaubt; anfallendes Holz darf nicht entnommen werden. Die Forstbehörde kann Bekämpfungsmaßnahmen zulassen oder anordnen, wenn Forstschädlinge oder Naturereignisse angrenzende Wälder erheblich gefährden. Die Anlage von Fußwegen ist zulässig.
(3) Schonwald ist ein Waldreservat, in dem eine bestimmte Waldgesellschaft mit ihren Tier- und Pflanzenarten, ein bestimmter Bestandsaufbau oder ein bestimmter Waldbiotop zu erhalten, zu entwickeln oder zu erneuern ist. Die Forstbehörde legt Pflegemaßnahmen mit Zustimmung des Waldbesitzers fest.
(4) Angrenzender Wald ist so zu bewirtschaften, daß Waldschutzgebiete nicht beeinträchtigt werden.
(5) In der Rechtsverordnung nach Absatz 1 können
- Pflegemaßnahmen an Wald nach Art und Umfang vorgeschrieben werden,
- Vorschriften über das Verhalten der Waldbesucher erlassen werden,
- die Jagdausübung besonders geregelt werden.
(6) Waldschutzgebiete, die durch Erklärung der höheren Forstbehörde festgesetzt wurden, sind innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes durch Rechtsverordnung neu auszuweisen. Eine Beteiligung der Träger öffentlicher Belange oder benachbarter Waldbesitzer ist nicht erforderlich, wenn die Abgrenzung der Waldschutzgebiete nicht oder nur unwesentlich verändert wird. § 36 Abs. 2, 3 und 4 kommt in diesen Fällen nicht zur Anwendung.
Hessen
In § 22 ForstG Hessen heißt es:
(2) Die Obere Forstbehörde kann Wald zu Bannwald erklären, soweit er wegen seiner besonderen Bedeutung für das Gemeinwohl unersetzlich ist.
[...]
(5) Die Rodung und Umwandlung in eine andere Nutzungsart bei Schutz- oder Bannwald bedürfen der vorherigen Aufhebung der Erklärung und der Genehmigung durch die obere Forstbehörde.
Weblinks
- [http://www.wald-online-bw.de/2wald/waldschutzgebiete/index.htm Waldschutzgebiete in Baden-Württemberg]
Kategorie:Wald
Kategorie:Naturschutz
Buche
Die Buchen (Fagus) sind eine Gattung in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Die Gattung ist mit 8 - 11 Arten in der gesamten nördlichen gemäßigten Zone vertreten. Die größte Artenvielfalt findet sich im Osten Asiens. In Mitteleuropa ist nur die Rotbuche (F. sylvatica) heimisch.
Beschreibung
Buchen sind sommergrüne Bäume mit glatter, grauer Rinde. Nur selten wird im Alter eine schwache Borke ausgebildet. Die Blätter stehen wechselständig und sind ganzrandig, gekerbt oder gezähnt. Sie haben am Rand kleine Härchen, schmale Nebenblätter werden ausgebildet.
Buchen sind einhäusig, getrennt geschlechtlich und werden vom Wind bestäubt. Die männlichen Blütenstände sind kätzchenartig. Die weiblichen Blüten sitzen zu dritt zusammen. Aus ihnen bilden sich die Bucheckern. Es sind dreikantige Nüsse, die zu zweit oder zu dritt in einem sogenannten Achsenbecher (Cupula) sitzen. Sie enthalten 45 - 50% Öl; aus 100 kg Bucheckern können 30 kg Speiseöl gewonnen werden. Roh sind die Bucheckern essbar; vom Verzehr größerer Mengen muß aber abgeraten werden, da sie das schwach giftige Fagin enthalten. Der Verzehr von ca. 50 Bucheckern kann Erbrechen, Durchfall, Krampf- und Lähmungserscheinung verursachen. In besonderen Fällen Benommenheit oder tiefe Bewusstlosigkeit bis zu 24 Stunden. Als erste Hilfe helfen Abführmittel.
Das Holz aller Buchenarten ist in seinen Eigenschaften ähnlich: Es hat einen farblich homogenen Aufbau über den gesamten Stammquerschnitt sowie eine große Härte und Biegefestigkeit.
Buchenholz wird sowhl als Massivholz wie auch als Furnier gern im Möbelbau verwendet. Durch Dämpfen des Rohholzes wird die Holzfarbe intensiviert („angefeuert“), ebenso durch Aufbringen von ölhaltigen Holzversiegelungen oder von Wasserlacken.
Buchenholz ist auch ein hochwertiges Brennholz und lässt sich leicht von Hand spalten. Durch seinen hohen Heizwert und das schöne Flammenbild gilt es als eines der besten Hölzer für Ofen und Kamin; zudem sprüht es nur wenig Funken.
Arten
Es werden 8 - 11 ähnliche Arten unterschieden:
- F. asplenifolia (Zackenblättrige Buche)
- F. crenata (syn. F. sieboldii) (Kerbbuche)
- F. engleriana (Englers Buche)
- F. grandifolia (syn. F. americana, F. ferruginea) (Amerikanische Buche)
- F. hayatae (Taiwan-Buche)
- F. japonica (Japanische Buche)
- F. longipetiolata (Chinesische Buche)
- F. lucida (Glänzende Buche)
- F. mexicana (Mexikanische Buche)
- F. orientalis (Orientbuche)
- F. sylvatica (Rotbuche)
Abgrenzung von ähnlich benannten Gattungen
- Die Gattung der Hainbuchen oder Weißbuchen (Carpinus) ist den Buchen auf den ersten Blick ähnlich, gehört aber zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae).
- Die Gattung der Scheinbuchen (Nothofagus), die den Buchen im Aussehen auch ähnelt, ist ausschließlich in der südlichen Hemisphäre heimisch und gehört zur Familie der Scheinbuchengewächse (Nothofagaceae).
Sonstiges
Der Name der Stadt Bocholt in Nordrhein-Westfalen stammt von „Buchenholz“. Das Wappen der Stadt ist eine Buche.
In Alfeld (Leine) in Niedersachsen geht der Name des Fagus-Werks, das Schuhleisten herstellt, auf die lateinische Bezeichnung Fagus der Buche zurück.
Kategorie:Buchengewächse
Kategorie:Baum
ja:ブナ
KieferDer Begriff Kiefer bezeichnet
#ein Exemplar der Nadelbaum-Gattung der Kiefern
#in der Anatomie einen dem Kauen dienenden Knochen, siehe Kiefer (Anatomie)
#Teile der Mundwerkzeuge von Insekten, siehe Kiefer (Insekt)
Folgende Personen heißen Kiefer
#Anselm Kiefer ( - 1945) Maler und Aktionskünstler
#Dorkas Kiefer ( - 1972) Deutsche Schauspielerin und Comedian
#Nicolas Kiefer ( - 1977) Deutscher Tennisspieler
Lärche
Die Lärchen (Larix) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie sind die wichtigsten Bäume der nördlichen Urwälder.
Beschreibung
Alle Lärchen-Arten sind sommergrün, werfen also im Herbst ihre Nadeln (nadelförmige Blätter) ab.
Damit sind sie eine der zwei nicht immergrünen Gattungen innerhalb der Kieferngewächse (Pinaceae).
Daneben besitzen sie Zapfen, die auch nach dem Ausstreuen der Samen am Baum bleiben.
Die Zapfen stehen (an einem kurzen, gebogenen Stiel) aufrecht am Zweig.
Nutzung
Die Lärchen sind Kernholzbäume. Das Holz ist schwer und sehr harzhaltig. Daher ist das Lärchenholz sehr dauerhaft und auch für den Außenbereich geeignet. Früher wurden beispielsweise aus ausgebohrten Lärchenstämmen Wasserleitungen im Erdreich verlegt, um Brunnen abzupumpen. Lärchenholz eignet sich hervorragend für Dachschindeln mit einer Lebensdauer von rund 100 Jahren.
Andererseits arbeitet das Lärchenholz sehr stark und eignet sich daher weniger für maßhaltige Bauteile wie Fenster, Türen und Möbelobjekte. Im Möbelbau kommt erschwerend hinzu, dass aus dem Lärchenholz auch im verbauten Zustand noch gerne Harz ausläuft.
Systematik
Je nach Autor werden zwischen 10 und 20 Larix-Arten unterschieden.
Dabei gibt es insbesondere unterschiedliche Auffassungen über viele oft unter Larix gmelinii aufgeführten Unterarten.
Die Arten der Gattung werden in zwei Sektionen unterteilt, die sich sowohl in der Verbreitung als auch durch Wuchsmerkmale (insbesondere der Zapfen) voneinander abgrenzen lassen.
Die erste Sektion wird als Larix bezeichnet, und kommt zirkumpolar in den borealen Wäldern der Nordhalbkugel vor. Die Sektion Multiserialis ist im Himalaya und in den Rocky Mountains verbreitet; dort findet man sie oft bis an die Baumgrenze.
- Sektion Larix
- Europäische Lärche (Larix decidua)
- Dahurische Lärche (Larix gmelinii)
- Japanische Lärche (Larix kaempferi)
- Ostamerikanische Lärche (Larix laricina)
- Sibirische Lärche (Larix russica)
- Sektion Multiserialis
- Sikkim-Lärche (Larix griffithiania)
- Larix himalaica
- Larix lyallii
- Larix mastersinia
- Westamerikanische Lärche (Larix occidentalis)
- Larix potaninii
Weblinks
- [http://www.conifers.org/pi/la/index.htm Informationen zur Gattung.] (engl.)
Kategorie:Nacktsamer
Kategorie:Baum
Kategorie:Forstwirtschaft
Eiche
Die Eichen (Quercus) sind eine aus der der Buchengewächse (Fagaceae). Der deutsche Name kommt vom lateinischen esca = Speise, was darauf hinweist, dass die Früchte des Baumes früher große Bedeutung für die Schweinehaltung hatten.
Die Gattung umfasst etwa 600 Arten, davon 450 in der Quercus und 150 in der Cyclobalanopsis.
Beschreibung
Eichen sind sommergrüne oder immergrüne Bäume oder seltener Sträucher.
Sie sind insbesondere an ihrer Frucht, der Eichel, zu erkennen und in den einzelnen Arten zu unterscheiden. Bei der Eichel handelt es sich um eine Nussfrucht. Die Früchte sind von einem Fruchtbecher eingeschlossen, den man Cupula nennt. Die Blätter sind wechselständig, zumeist am Rand gebuchtet, seltener ganzrandig oder gezähnt. Die Nebenblätter fallen früh ab.
Eichen sind einhäusig getrennt geschlechtig (monözisch). Die Blüten sind sehr einfach gebaut, wie das bei windbestäubten Taxa häufig der Fall ist. Die männlichen Blüten sind in hängenden Blütenständen (Kätzchen) zusammengefasst.
Verbreitung
Eichen-Arten haben ihre Areale in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel; ihre Vorkommen reichen südlich bis in die Hochgebirge der Tropen. Ein Schwerpunkt der Artenvielfalt ist Nordamerika. In Deutschland sind die Eichen mit einem Anteil von 9 Prozent des Bestandes im Flach- und Hügelland nach den Buchen die verbreitetste Laubbaum-Gattung. Noch höhere Anteile an den Beständen in einigen Wäldern nahe der Küste etwa im Lübecker Stadtwald sind noch immer auf die Bedeutung der Eiche für den Schiffsbau im Mittelalter zurückzuführen. In Deutschland kommt die Eiche vor allem in Mischwäldern vor. Größere Eichenwälder sind selten.
Krankheiten, Schädlinge
Gallen, aus den Gallen hat man früher Tinte Eisengallustinte gewonnen.
Eichenwickler
Eichenmehltau
siehe auch: [http://www.forst.tu-muenchen.de/EXT/LST/BOTAN/LEHRE/PATHO/QUERCUS/quercus.htm Eichenkrankheiten]
Systematik; Arten (Auswahl)
Die Gattung wird in die en Quercus (die wiederum in Sektionen, u.a. Weißeichen, Zerreichen und Roteichen gegliedert ist) und Cyclobalanopsis unterteilt:
Informationen zu einzelnen Arten
Die in Mitteleuropa heimischen Stiel- und Trauben-Eichen sind typische Vertreter der Weißeichen, wobei diese beiden Arten in weiten Bereichen gemeinsam vorkommen und zur Bastardisierung neigen, daher häufig nicht eindeutig zu differenzieren sind.
Sie haben Blätter mit abgerundetem Rand.
Das verkernende Holz der Weißeichen ist sehr dauerhaft und wurde viel im Schiffbau verwendet. Die heimischen Arten bieten etwa 350 Insektenarten einen Lebensraum.
Die ursprünglich im östlichen Nordamerika heimische Roteiche wird erst seit ca. 100 Jahren in Mitteleuropa angebaut.
Man die Rot-Eiche in Mitteleuropa in Parks und Botanischen Gärten, seltener werden sie in Forsten angebaut.
Roteichen zeichnen sich durch spitze Blätter aus, sowie durch Eicheln, die innerhalb von zwei Jahren reifen.
Das Holz der Roteichen ist aufgrund von Porengängen nicht wasserdicht, und daher weniger wertvoll als das der Weißeichen.
Es wird aufgrund der lebhaften Maserung vielfach für Möbel verwendet.
Untergattung Quercus
- Sektion Quercus; synonym: Lepidobalanus; Weißeichen; Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika, Nordamerika
- Amerikanische Weißeiche (Quercus alba L.)
- Zweifarbige Eiche (Quercus bicolor Willd.)
- Blau-Eiche (Quercus douglasii Hook. & Arn.)
- Gall-Eiche (Quercus infectoria Olivier)
- Gambel-Eiche (Quercus gambelii Nutt.)
- Leierförmige Eiche (Quercus lyrata Walt.)
- Bur-Eiche (Quercus macrocarpa Michx.)
- Persische Eiche (Quercus macranthara)
- Korb-Eiche (Quercus michauxii Nutt.)
- Gelbe Eiche (Quercus muehlenbergii Engelm.)
- Traubeneiche (Quercus petraea (Mattuschka) Liebl.)
- Flaumeiche (Quercus pubescens Willd.)
- Stieleiche oder Deutsche Eiche (Quercus robur L.)
- Virginia-Eiche oder Lebens-Eiche (Quercus virginiana)
- Sektion Mesobalanus; wird oft zu Sektion Quercus gezählt; Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika
- Ungarische Eiche (Quercus frainetto Tenore)
- Armenische Eiche (Quercus pontica)
- Sektion Cerris; Zerreichen; Vorkommen: Europa, Nordafrika, Asien
- Chinesische Korkeiche (Quercus variabilis Bl.)
- Gesägte Eiche (Quercus acutissima Caruth.); synonym Seidenraupen-Eiche
- Kastanienblättrige Eiche (Quercus castaneifolia C.A.Meyer)
- Kermes-Eiche (Quercus coccifera L.)
- Korkeiche (Quercus suber L.)
- Libanon-Eiche (Quercus libani Oliv.)
- Mazedonische Eiche (Quercus trojana Webb)
- Zerreiche (Quercus cerris L.)
- Steineiche (Quercus ilex L.)
- Sektion Protobalanus; Vorkommen: Südwestliche USA, nordwestliches Mexiko
- Sektion Lobatae; synonym: Erythrobalanus; Roteichen; Vorkommen: Nord-, Mittel- und Südamerika
- Färber-Eiche (Quercus velutina Lam.)
- Gabel-Eiche (Quercus laevis Walt.)
- Myrtenblättrige Eiche (Quercus myrtifolia Bl.)
- Pagodenblättrige Eiche (Quercus falcata Michx.)
- Roteiche (Quercus rubra L.)
- Scharlach-Eiche (Quercus coccinea Muench.)
- Schindel-Eiche (Quercus imbricaria Michx.)
- Schwarz-Eiche (Quercus marilandica Muench.)
- Shumards-Eiche (Quercus shumardii Buckl.)
- Sumpfeiche (Quercus palustris Muench.)
- Zwerg-Eiche oder Nordamerikanische Straucheiche (Quercus ilicifolia Wangenh.)
Untergattung Cyclobalanopsis
- Sektion Cyclobalanopsis; Vorkommen: Asien
- Immergrüne Japanische Eiche (Quercus acuta)
- Blaue Japanische Eiche (Quercus glauca Thunb.)
- Kerr-Eiche (Quercus kerrii)
- Bambusblättrige Eiche (Quercus myrsinifolia Bl.)
Kulturelles
Religion
In den alten Religionen, Mythen und Sagen war die Eiche ein heiliger Baum. Häufig wurde sie mit blitztragenden Göttern oder Götterfürsten in Verbindung gebracht.
- Israel: So warnt in der Bibel der Prophet Jesaja im 8. Jh. v. Chr. die Israeliten: „Ihr liebt eure heiligen Eichen und umgebt sie liebevoll mit Hecken. Von den Götzen, die ihr dort verehrt, erwartet ihr neue Lebenskraft. Es wird eine bittere Enttäuschung für euch werden!“, Jes 1,29
- antikes Griechenland: dem Zeus geweiht bei den Griechen (Eichenorakel von Dodona)
- Rom: dem Jupiter geweiht bei den Römern,
- Kelten: Dem Himmelsherrscher und Wettergott Taranis gewidmet. Durch den römischen Geschichtsschreiber Plinius d. Ä. ist überliefert worden, dass die Kelten ohne Eichenlaub gar keine kultischen Handlungen vollzogen. Die sakrale Bedeutung der Eichen für die Kelten ist auch daran zu erkennen, dass das keltische Wort Druide, für Priester, von duir, was Eiche bedeutet, abgeleitet ist. Auch die Wörter Türe und Tor haben ihren Ursprung im keltischen duir. Wer widerrechtlich einen Eichhain fällte, der war dem Tode geweiht.
- Germanen: dem Gewittergott Donar (= Thor) geweiht bei den Germanen.
- Christentum: Der heilige Bonifatius (Apostel der Deutschen) fällte die Donareiche bei Geismar im Jahr 725 (oder 723 oder 731), um den zu bekehrenden Heiden zu beweisen, dass ihr Gott ein ohnmächtiges Wesen sei, das nicht einmal seinen Baum schützen könne.
Recht
- Wegen der religiösen Bedeutung wurde unter den Eichen (wie auch unter Linden) Gericht gehalten (Gerichtsbäume, z.B. Femeiche).
Symbolik
- Symbolik: Ewigkeit (ein Eichenleben überdauert 30 Generationen)
- Eichenbaum:
- Deutschland: seit dem 18. Jahrhundert typischer deutscher Wappenbaum; insbesondere von Klopstock befördert deutscher Nationalbaum
- England
- USA
- „Eichenlaub“:
- Ornament in der Gotik
- Bundesrepublik Deutschland:
::Schulterstücke der Stabsoffiziere und Generale der deutschen Bundeswehr und vieler anderer Armeen.
::Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
- "Eicheln"
::Blattfarbe im Deutschen Blatt (Kartenspiel)
- "Eichenkranz":
::Bürgerkrone im alten Rom
::Parteiabzeichen der NSDAP; der Adler als Hoheitszeichen hielt einen Eichenkranz in den Fängen; aber auch Finnischer Orden des Freiheitskreuzes
Lieder
- Auch im deutschen Liedgut kommt der Eiche eine herausragende Bedeutung bei, wie z.B. beim Niedersachsenlied: „(...) Fest wie uns´re Eichen halten allezeit wir stand, wenn Stürme brausen über´s deutsche Vaterland.“
sonstiges
- Im Volksmund wird oft gesagt, dass Eichen mehr als andere Bäume vom Blitz getroffen werden ("Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen."), das ist jedoch falsch. (In dem Artikel über Blitze findet man unter "Verhalten bei Gewittern" eine Begründung, warum Eichen häufiger von Blitzen getroffen werden als z.B. Buchen)
Nutzung
historisch
Das Holz diente insbesondere dem Schiffsbau.
Die Früchte (Eicheln) wurden zur Eichelmast genutzt. Man trieb die Schweine in den Wald (Waldweide).
Aus der Rinde wurden Gerbstoffe für die Lohgerberei gewonnen (Eichenschälwald).
Aus den Galläpfeln, die von der gemeinen Eichengallwespe hervorgerufen werden, hat man früher dokumentenechte Eisengallustinte gewonnen.
modern
Das Holz ist wertvolles Hartholz und wird für Böden und Funiere verwendet.
Die Borke von Quercus suber (Korkeiche)wird für Korken verwendet. Von allen Eichenarten eignen sich nur ungefähr 180 zur Herstellung von Weinfässern, siehe auch Barrique.
Eichenholz gilt als gutes Brennholz, da es einen hohen Heizwert hat und sehr lange brennt. Zudem ist es gut von Hand spaltbar und läßt sich extrem lange lagern. Es verursacht im Kamin/Ofen nur wenig Funkenflug und -spritzer. Sein Flammenbild ist jedoch nicht so schön wie bei Buchen- und Birkenholz oder bei Obsthölzern; außerdem ist der Heizwert der Rotbuche höher. 7 Kubikmeter Buchenholz liefert den selben Heizwert wie 8 Kubikmeter Eichenholz. Trotz dieses höheren Brennwertes wurde in Mitteleuropa immer die Eiche als Waldbaum gefördert.
Medizin und Pharmakologie
siehe dazu den Artikel: Liste giftiger Pflanzen
Die Eiche wird auf Grund des Gerbstoffgehaltes ihrer Rinde aber auch als Heilpflanze eingesetzt. Gesammelt wird die frische Eichenrinde im Frühjahr. Getrocknet und gemahlen kann daraus ein Sud gekocht werden, der sowohl äußerlich als auch als Tee (nie mehr als zwei Tassen täglich) angewandt wird.
Anwendungsgebiet innerlich: schwere chronische Entzündungen des Magen-Darm-Traktes.
Anwendung äußerlich: Einreiben von nässenden Ekzemen oder heißen Entzündungen.
Indirekte Gefahr: Der in Mitteleuropa immer stärker auffindbare Eichen-Prozessionsspinner siedelt sich ausschließlich auf Eichen an und birgt für den Menschen Gefahren: Die Larven des Eichenprozessionsspinners tragen Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten toxische und/oder allergische Reaktionen hervorrufen. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen (Raupendermatitis) bis zu Asthmaanfällen. Da die mikroskopisch kleinen Gifthaare bis zu hundert Meter weit mit dem Wind vertragen werden können, stellen sie eine wichtige, bis jetzt allerdings wenig beachtete Ursache einer luftübertragenen Krankheit dar.
bekannte Eichen
Die älteste Eiche in Europa soll in Bierbaum nahe Blumenau (Südsteiermark) stehen. Sie ist im Jahr 990 erstmals urkundlich erwähnt. Nach anderen Angaben soll eine Stieleiche in Bulgarien im Ort Granit, Bezirk Stara Zagora mit 1640 Jahren der älteste Baum Europas sein.
- [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/steiermark/bierbaum_eiche.html Eiche in Bierbaum]
- Bräutigamseiche in Dodau bei Eutin
- Donareiche
- Femeiche in Erle (Kreis Borken)
- [http://www.ivenacker-eichen.de/ Ivenacker Eichen]
- Kaisereichen
- St. Wolfgangseiche - Stammumfang: 8,4 m, Alter: 1.250 Jahre, bei Schloß Haus nahe Regensburg
- Hammundeseiche - Stammumfang: 8,77 m - Alter: 400 bis 600 Jahre bei Friedewald (Landkreis Hersfeld-Rotenburg)
- Russeneiche - Stammumfang 5 m - Alter: 200 Jahre bei Rehbach im Odenwald
Siehe auch:
Markante und alte Baumexemplare in Deutschland;
[http://www.alte-baeume-erleben.de www.alte-baueme-erleben.de]
Bilder
Bild:EncinoBajaCalifornia18July2004h08am.jpg|Eiche in Baja California
Bild:Rieseneiche 1.JPG|Tausendjährige Rieseneiche von Borlinghausen
Bild:Jung-Eiche.jpg|Junge Eiche
Holz von Eichen:
Bild:Traubeneiche.JPG|Holz der Traubeneiche
Bild:Mooreiche Holz.JPG|Holz der Mooreiche
Eichen als Symbol:
Bild:Kirchardt.jpg|Eichen und Eicheln werden auch oft in Wappen verwendet. Hier das Gemeindewappen von Kirchardt.
Bild:5ec_ger.png|Eichenzweig - Rückseite der deutschen 1, 2 und 5 Cent-Münzen
Kategorie:Buchengewächse
Kategorie:Baum
ja:オーク
ko:참나무
Edelkastanie
Die Edelkastanie (Castanea sativa Mill.), auch Esskastanie, Essbare Kastanie oder Echte Kastanie genannt, ist eine Baumart in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie ist in Mitteleuropa bereits seit langer Zeit etabliert und zählt daher zu den sogenannten Archäophyten.
Erscheinungsbild
Edelkastanien sind sommergrüne Bäume oder Sträucher. Bäume können bis zu 30 Meter hoch werden und bilden häufig eine weit ausladende Krone. Die 15 bis 30 Zentimeter langen Blätter sind lanzettlich geformt mit spitz gezähnten Rändern. Edelkastanien können ein Alter von über 1.000 Jahren erreichen.
Sträucher
Edelkastanien sind üppig blühende, einhäusige Pflanzen. Im Freiland blühen die Edelkastanien das erste Mal in einem Alter von 20 bis 30 Jahren. Stehen sie in dichten Beständen, können bis zur ersten Blüte mehrere Jahrzehnte vergehen. Ihre getrenntgeschlechtlichen Blüten erscheinen im späten Frühjahr. Die Blüten riechen wie beim Weißdorn und der Eberesche nach Trimethylamin, was von den meisten Menschen als unangenehm empfunden wird. An den Blüten finden sich Bienen, Ameisen und Käfer als Bestäuberinsekten ein. Aus den unscheinbaren, kleinen weiblichen Blüten entwickeln sich die stacheligen Fruchtschalen, in deren Innerem die braunen Früchte heranreifen.
Käfer
Die nussartigen Früchte sind essbar und werden auch Esskastanien oder Maronen (bzw. Maroni oder Marroni -> von französisch: marron und griechisch: maraon) oder einfach nur Kastanien genannt. Erste Fruchterträge sind nach 20 Jahren zu erwarten. Die Erntezeit der Edelkastanien ist im September, Oktober und November.
Standort
An den Standorten, die dem Wärmebedürfnis der Edelkastanie gerecht werden, zählt sie zu den Schattenbäumen. Je schlechter jedoch der Boden, auf dem sie steht und je rauer das Klima ist, desto stärker ist ihr Lichtbedürfnis.
An ihrem ursprünglichen Standort gedeiht die Edelkastanien in lichten Laubmischwäldern mit einem sommertrockenen Klima und einem milden Winter. Der optimale Boden ist nährstoffreich und tiefgründig. Kalk und Bodennässe verträgt die Kastanie nicht.
Ausbreitung
Die Edelkastanie zählt zu den Pflanzen, die aufgrund der sogenannten Versteckausbreitung sich neuen Lebensraum erobern. Nagetiere wie etwa das Eichhörnchen, der Siebenschläfer, Wald-, Feld- und Schlafmaus bevorraten die nahrungsreichen Maronen der Kastanien in Verstecken. Werden diese vergessen, keimen die großen Samen aus, die zu den Dunkelkeimern zählen und begründen neue Bäume.
Auch Krähen und Eichelhäher verschleppen die Maronen.
Vorkommen
Ursprungsgebiet und Einführung nach Europa
Ursprünglich stammt die Edelkastanie aus Vorderasien. Sie wurde bereits im 5. Jahrhundert vor Christus nach Griechenland eingeführt. Von dort ausgehend wurde sie noch vor der Zeitenwende in Italien, Spanien und Frankreich etabliert. Mit den Römern ist sie ebenso wie die Weinrebe in die besetzten Gebiete Portugals, Nordafrikas und Germaniens eingeführt worden. Am nördlichen Alpenrand war sie jedoch bereits verbreitet, bevor die Römer diese Landstriche eroberten.
Germanien
Germanien]
Germanien
Bestände in Deutschland und Naturschutz
Vorkommen
Edelkastanien finden sich innerhalb Deutschlands vor allem im Rheintal sowie in den wärmebegünstigten Nebentälern dieses Flusses.
Heute ist sie unter anderem am Rand des Pfälzer Waldes (der so genannten Haardt) und im Taunus heimisch. Der dortige landessprachliche Name für die Frucht ist Keschde. Angebaut wird sie dort nicht nur wegen ihrer Früchte, sondern weil sie auch die zum Weinbau notwendigen Rebstecken liefert.
Reich an Edelkastanien sind auch die westlichen Randzonen des Odenwalds und des Schwarzwalds. Sie ist außerdem im südlichen Spessart und im Südwesten Westfalens zu finden.
Die größte Edelkastanie Deutschlands wächst im Gemeindewald Hainfeld in der Nähe des Forsthauses Heldenstein im Pfälzerwald. Sie hat einen Brusthöhendurchmesser von 1,10 Meter und einen astfreien Stamm von 8 Meter.
Naturschutz
Obwohl die Edelkastanie eine eingeführte Baumart ist, fällt sie unter den Naturschutz. Sie soll vor allem aufgrund ihrer kulturhistorischen Bedeutung erhalten werden. Da die traditionellen Nutzungsformen weitgehend erloschen sind, sind viele Edelkastanienbestände überaltert. Da die Edelkastanie anders als Eichen auch im hohen Alter wieder gut ausschlägt, ist die Wiederaufnahme der traditionellen Nutzung möglich. Dies ist auf Beispielflächen auch erfolgreich getestet worden.
Bestände im übrigen Europa
Ungewöhnlich große Edelkastanien finden sich im klimatisch milden Großbritannien. Im italienischen Nationalpark Foreste Cantinesi bilden Edelkastanien zum Teil Reinbestände und alte Kastaniengärten befinden sich auch auf Madeira, Korsika und den Kanarischen Inseln. Reine Edelkastanienwälder finden sich auch an den Hängen des Mecsek-Gebirges im Süden Ungarns sowie in einigen sonnigen Abschnitten des Donauknies nördlich von Budapest, wie auch im Kanton Tessin [Schweiz] und im Bündner Südtal Bergell. Auch in Österreich (Voralpengebiet) sind einige Bestände bekannt.
Wirtschaftliche Nutzung
Nutzung als Holzlieferant, Streu- und Trachtpflanze
Das Holz der Edelkastanie ist sehr wertvoll. Neben der Möbelproduktion wurde es auch bevorzugt zur Herstellung von Rebenpfählen sowie zur Produktion von Fässern und im Schiffbau genutzt, da es weitgehend resistent gegen Nässe und Fäulnis ist.
Traditionell wurden die abgefallenen Blätter als Streu sowohl als Dünger oder Einstreu in Stallungen verwendet. Die Blüten werden außerdem als Bienenweide geschätzt.
Verwendung als Nahrungsmittel
Kastanien als Kost bei Missernten
In den italienischen Alpentälern sowie in den Regionen der Schweiz, die klimatisch so begünstigt waren, dass die Kastanien dort gedeihen konnte, galt die Kastanie früher als Bestandteil der Nahrungsmittel, mit denen man Zeiten der Missernten überstehen konnte. Man veranschlagte, dass die stärkereichen Früchte eines Baumes ausreichten, um einen Winter zu überstehen.
Maronen als Bestandteil traditioneller Regionalküche
Holz
Maronenpüree ist eine typisch ungarische Spezialität, ohne die ein Winter in Ungarn undenkbar wäre. Es ist aber auch in Österreich (under dem Namen Kastanienreis), oder Kroatien (als "kesten pire") verbreitet.
Es wird in nahezu jeder ungarischen Konditorei angeboten. Aus dem Püree lassen sich beispielsweise auch schmackhafte Kuchen herstellen. Die Herstellung einer süßen Krem (sogenannte Maronenkrem) aus dem Fruchtmark ist aber auch in anderen Anbaugebieten (beispielsweise Südfrankreich) verbreitet. Korsika ist bekannt für sein Kastanienmehl, aus dem Suppe und eine Art Polenta hergestellt werden. Um Kastanienmehl zu erhalten, werden die Kastanien erst getrocknet, dann geröstet und schließlich gemahlen. Seit einigen Jahren gibt es auf Korsika auch Bier mit Kastanienmehl (Pietra), es schmeckt mild und würzig. In Deutschland und Österreich werden Edelkastanien oft geröstet auf Weihnachtsmärkten angeboten. In Österreich und der Schweiz werden diese Verkaufsstände als Maronibrater bezeichnet. In der Schweiz werben die Verkäufer oft mit Heissi Maronni, was soviel bedeutet wie Heisse Maronen. Des Weiteren finden Maronen Verwendung als Füllung von gebratenem Geflügel (beispielsweise Gans oder Truthahn) oder als gekochte Beilage statt Kartoffeln.
Verarbeitungsweise
Die Edelkastanien werden am spitzen Ende kreuzweise eingeschnitten und etwa 10 Minuten trocken in einer unbeschichteten Pfanne oder im Backofen (bei mindestens 200 °C) oder unter dem Grill geröstet. Man kann sie stattdessen auch ca. 20 Minuten in Wasser kochen, dann schmecken sie etwas weicher und mehliger. Vor dem Verzehr werden die Maronen geschält und die darunterliegende braune Haut entfernt; die leider immer in gewisser Menge vorhandenen schlechten Exemplare muss man aussortieren. Weiterhin sollte man die unter der Schale befindlichen Härchen gründlich entfernen, da diese sehr bitter schmecken. Zur Herstellung eines Pürees müssen die Maronen vorm Pürieren etwa 20 Minuten in kochendem Wasser gedünstet werden.
Im Bergell (Südostschweiz) werden die Kastanien seit Jahrhunderten in eigens dafür errichteten Holzhäuschen luftgetrocknet und von Hand zu Mehl gerieben.
Krankheiten
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wütet ein aus Asien stammender Pilz unter den Kastanien, es handelt sich dabei um den sogenannten Kastanienrindenkrebs (Endothia parasitica = Cryphonectria p.). Dieser Pilz wurde erstmals 1904 im New Yorker Zoo entdeckt, bereits im Jahr 1937 waren 99 Prozent aller Bäume in den USA befallen oder abgestorben. 1938 tauchte der Pilz in Genua auf, und schon in den 1950er Jahren hatte er Südtirol erreicht. Im Jahr 1992 wurde er schließlich auch in Deutschland entdeckt. Aufgrund seines späten Auftauchens zählt dieser Schlauchpilz zu den Neomyceten.
Der Pilz dringt über Verletzungen der Rinde in den Baum ein; die Sporen werden von Wind, Regen, Insekten, Vögeln und Menschen verschleppt. Die Blätter werden zwar nicht befallen, sie welken jedoch, weil der Pilz die Wasser- und Nährstoffzufuhr beeinträchtigt. Der Baum geht schließlich ein, wenn die Nährstoffzufuhr komplett unterbrochen ist.
Verwandte oder ähnlich aussehende Arten
Die Japanische Edelkastanie als Beispiel einer vergleichbaren Nutzung
Mit über 200 Arten ist die Japanische Edelkastanie (Castanea crenata; jap. クリ) eine wichtige Kulturpflanze in Japan. Sie wird dort in ähnlicher Weise wie die Edelkastanie in Europa genutzt. Ihre Früchte sind das Ausgangsmaterial zahlreicher Süßigkeiten und Konditorwaren (jap. 菓子).
Verwechselungsgefahr mit der Rosskastanie
Die Edelkastanie sollte nicht mit der Rosskastanie verwechselt werden, deren Früchte für den Menschen ungenießbar sind und sogar Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Trotz einiger ähnlicher Merkmale sind Edelkastanie und Rosskastanie miteinander nicht näher verwandt. Eng verwandt ist die Edelkastanie hingegen mit Buche und Eiche. Alle drei gehören zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae)
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Siehe auch
- Markante und alte Baumexemplare in Deutschland
- Neophyten
Literatur
- Ingo Kowarik; Biologische Invasionen - Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2003, ISBN 3-8001-3924-3
- Doris Laudert; Mythos Baum - Was Bäume uns Menschen bedeuten: Geschichte, Brauchtum, 30 Baumporträts, blv-Verlag München, 2001, ISBN 3-405-15350-6
Weblinks
- [http://www.apfelweibla.de/edelkastanie.htm Alte Edelkastanie in Bamberg]
- [http://www.swr.de/swr2/sendungen/wissen-aula/archiv/2004/12/07/index.html Ein Portrait der Edelkastanie]
- [http://www.upi-institut.de/_handschuhsheim/esskastanien.htm Biologie und Historie der Esskastanie]
- [http://www.wsl.ch/forest/wus/diag/show_singlerecord.php?TEXTID=1 Information zum Kastanienrindenkrebs]
- [http://www.foodnews.ch/x-plainmefood/20_lebensmittel/Edelkastanie.html Wissenswertes zur Edelkastanie]
Kategorie:Buchengewächse
Kategorie:Baum
ja:クリ
Bergahorn
Der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus L.) ist eine Baumart aus der Gattung der Ahorne (Acer). Der Berg-Ahorn ist in Europa waldbaulich ein wichtiger Vertreter seiner Gattung.
Beschreibung
Als ein bis über dreißig Meter hoher Baum mit aufstrebenden Ästen und einer abgerundeten Krone besitzt er als Solitär eine eindrucksvolle Gestalt. Er kann 400 bis 500 Jahre alt werden.
Die Rinde ist hell-braungrau und glatt. Sie wandelt sich mit dem Alter ins dunkelgraue, wird schwachborkig und blättert im fortgeschrittenen Alter plattig ab. Das Aussehen des Stammes ist dann platanenähnlich. Darauf weist auch der botanische Name Acer pseudoplatanus hin.
Die wechselständigen Blätter sind handförmig fünflappig und am Rand ungleich grob gesägt (doppelt gesägt). Sie werden bis ca. 20 cm lang und bis etwa 15 cm breit. Auf der Oberseite sind sie dunkelgrün, unterseits heller gefärbt und auf den Blattadern und in den Nervenwinkeln leicht behaart. Der oft rote Blattstiel kann bis ca. 20 cm lang werden und führt Milchsaft.
Die Blüten sind zum Teil scheinzwittrig, gelbgrün mit fünfzähligen Blütenblattkreisen, in endständigen traubenartigen, hängenden Rispen. Der Berg-Ahorn blüht im Mai mit dem Laubaustrieb oder unmittelbar danach.
Die Früchte sind Spaltfrüchte, mit zwei im spitzen Winkel abstehenden Flügeln. Sie sind typische Schraubenflieger mit ca. 16 Umdrehungen pro Sekunde.
Der Berg-Ahorn ist wie der Spitz-Ahorn in der Jugend sehr raschwüchsig. Das Wachstum lässt auf durchschnittlichen Standorten aber bereits relativ früh nach, so dass sie in der Folge von der Rotbuche eingeholt und überwachsen werden.
Vorkommen
Der Berg-Ahorn ist ein Baum des kühl-feuchten Bergklimas, so dass er seine größte Verbreitung in den mittleren und höheren Lagen der süd- und mitteleuropäischen Gebirge findet. In Nordeuropa und auf den Britischen Inseln gibt es keine natürlichen Vorkommen des Berg-Ahorns, er wird aber oft kultiviert und kommt dann auch verwildert vor.
In den Mittelgebirgen ist er von etwa 900 bis 1.300 m heimisch (Bayerischer Wald), er geht in den Nordalpen bis 1.700 m, in den Zentralalpen bis fast 2.000 m hoch. Der Berg-Ahorn steigt oft gemeinsam mit der Vogelbeere bis in hochmontane Lagen. Zusammen mit der Buche kommt er aber auch im Hügelland vor und bildet mit Esche und Bergulme die sogenannten Schluchtwälder (Aceri-Fraxinetum).
Der Berg-Ahorn ist die in Mitteleuropa häufigste Ahornart.
jaja
Ökologie
Waldbaulich dient der Berg-Ahorn neben der auf geeigneten Standorten vorhandenen hohen Wertleistung auch als wertvolle Mischbaumart der Bodenverbesserung und der ökologischen Bereicherung. Die kräftige, aus Verzweigung der Pfahlwurzel entstandene Herzwurzel erschließt den Boden gut. Sie geht in die Tiefe, ohne sich weiter zu verzweigen. Die Blätter aller Ahorne verrotten zu bodenpfleglichem Mull. Berg-Ahorn verjüngt sich auf natürliche Weise sehr gut. Als Pionierbaumart kann er Rohböden, Kippen und durch seine bereits früh einsetzende, zahlreiche Fruktifikation auch etwas ärmere Böden erschließen.
Nutzung
Der Berg-Ahorn hat in der Forstwirtschaft eine Umtriebszeit von 120–140 Jahren.
Der Blutungssaft des zeitigen Frühjahrs wurde früher zur Zuckergewinnung genutzt. Der Saft kann auch zu einem most- oder weinähnlichen Getränk vergoren werden.
Das Laub kann als Schaf- und Ziegenfutter und als Streu verwendet werden.
Das Holz dieser Art ist gutes Nutzholz für Tischler- und Drechslerarbeiten (Werkzeugstiele, Parkettböden etc.). Schon die Pfahlbauer der Stein- und Bronzezeit nutzten ihn häufig. Eine Spezialverwendung ist die für den Bau von Streichinstrumenten.
An Straßen bietet der Berg-Ahorn wegen der großen Blätter relativ guten Lärmschutz, ist jedoch empfindlich gegen Streusalz.
Krankheiten
Streusalz
Eine besonders in Stadtgebieten häufig zu beobachtende Erkrankung ist der Befall mit Rhytisma acerinum, der Teerfleckenkrankheit. Diese Krankheit tötet den Baum jedoch nicht.
Sonstiges
Die so genannten „Ahornböden“ auf Almwiesen sind durch Förderung der Art durch den Menschen entstanden.
Kategorie:Seifenbaumgewächse
Kategorie:Baum
Kategorie:Alpenflora
EscheDas Wort Esche bezeichnet
- Exemplare der Pflanzengattung der Eschen
- eine Gemeinde in Tschechien, siehe Eš
- den Familiennamen von
- Eberhard Esche, Schauspieler
Grün-Erle
Die Grün-Erle (Alnus viridis) ist ein Strauch und gehört zur Gattung der Erlen (Alnus).
Beschreibung
Die Pflanze bildet einen 3-6 m hohen sommergrünen Strauch mit glatter, grauer Rinde. Die Knospe ist 1,2 bis 1,5 cm lang, nicht gestielt (im Gegensatz zu Schwarz-, Grau-, Grün- und Italienischer Erle), purpurrot, glänzend und lang zugespitzt. Die Blätter sind oval und doppelt gesägt. Von April bis Juni erscheinen die eingeschlechtigen Blüten. Die männlichen Kätzchen sind dick und etwa 5 bis 12 cm lang; die weiblichen stehen aufrecht in Büscheln zu 5 bis 8 und sind rötlichgrün und eiförmig; die etwa 2 mal 1,5 cm großen Zapfen sind im Sommer grün, später blaß rotbraun und mit 15 bis 20 sehr kleinen Fruchtschuppen bedeckt; die Zapfen hängen bis zum Frühjahr und sind dann fast schwarz.
Vorkommen
Das Vorkommen ist weit gestreut von der Tallage bis auf 2.800 m in den Gebirgen Mittel- und Südosteuropas, den Karpaten und Korsika.
Als Standort werden feuchte Hänge, Bach- und Waldränder bevorzugt.
Wissenswertes
Es handelt sich bei der Grünerle um eine Pionierbaumart, welche zur Sicherung von Rutschungen und gefährdeten Hängen beiträgt. Besonders in lawinengefährdeten Nordhängen bildet sie oft die einzige Baumart, da sie durch ihre biegsamen Äste gut das Gewicht des Schnees abfedert.
Weblinks
Kategorie:Birkengewächse
Kategorie:Alpenflora
Schweizerischer Nationalpark
Der Schweizerische Nationalpark (franz.: Parc National Suisse, ital.: Parco Nazionale Svizzero, rät.: Parc Naziunal Svizzer, engl.: Swiss National Park) liegt im Kanton Graubünden in der östlichsten Ecke der Schweiz im Viereck Zernez–S-Chanf–Ofenpass–Scuol im Engadin. Der bisher einzige Nationalpark der Schweiz ist ein Musterbeispiel eines umfassenden Naturschutzes. Mit seiner heutigen Fläche von 174.2 km² ist der am 1. August 1914 eröffnete Park zugleich das größte Naturschutzgebiet des Landes. Er wird von einer öffentlich-rechtlichen Stiftung mit Sitz in Bern geführt.
Der Nationalpark ist zum Schauen, Hören, Riechen und Fühlen da. Eine imposante Tafel am Eingang informiert darüber, was im Nationalpark nicht erlaubt ist: Pfade verlassen, etwas mit nach Hause nehmen, Feuer entfachen und Übernachten. Im Park wird die Natur ihrer uneingeschränkten Entwicklung überlassen. Kein Stein soll das Gebiet verlassen, Tiere und Pflanzen sind geschützt, damit sich die eindrückliche alpine Landschaft in ihren eigenen dynamischen Prozessen entwickeln kann. Einzig Sonne und Regen, Hitze und Kälte, Schnee und Sturm formen hier die Natur.
Der Mensch ist nur Beobachter. Dass im Park das Verlassen der Wege verboten ist, hat unter anderem zur Folge, dass sich die Tiere an die Menschen gewöhnen und es dadurch zu eindrücklichen Begegnungen kommen kann. Wer sich ruhig zu halten vermag, entdeckt allerlei Steinwild, Murmeltiere, Rehe, vielleicht sogar einen der Bartgeier, die seit 1991 wieder im Park angesiedelt werden, auch mal eine Kreuzotter und natürlich viele Vögel. Eine Begegnung mit den seltenen Wölfen, die dann und wann in der Gegend auftauchen, ist eher unwahrscheinlich.
Ende Juli 2005 wurde, nach über 101 Jahren, wieder ein Braunbär in der Schweiz gesichtet. Wie es scheint, ist er von Südtirol aus in den Nationalpark gelangt.
Geduldiger im Stillhalten und darum einfacher zu betrachten ist die üppige Vegetation des Nationalparks. Nicht nur Botanikern und mit Makro-Objektiven bewaffneten Fotografen schlägt das Herz angesichts der farbenprächtigen Alpenpflanzen höher. Wer sein Bestimmungsbuch zu Hause vergessen hat, wird zumindest das legendäre Edelweiss und den blau blühenden Enzian erkennen.
In Zernez befindet sich das Besucherzentrum, in welchem man Informationen über den Park erhält und sich mit Andenken eindecken kann. Ebenfalls findet man dort einen begehbaren Murmeltierbau.
Weblinks
- [http://www.nationalpark.ch Nationalpark]
- [http://de.geocities.com/lvng_shadow/Nationalpark/ Rechtliches zum Nationalpark]
Kategorie:Schweiz
Kategorie:Nationalpark in Europa
Kategorie:Graubünden (Kanton)
Berchtesgadener Land
Der Landkreis Berchtesgadener Land ist ein Landkreis im Südosten Bayerns im Regierungsbezirk Oberbayern. Der Landkreis ist im Osten, Süden und Südwesten vom österreichischen Bundesland Salzburg umgeben. Lediglich im Nordwesten und Norden hat er eine Grenze zum Landkreis Traunstein.
Geografie
Während der nördliche Teil leicht hüglich ist, mit einigen kleinen Seen wie dem Abtsdorfer See, der Salzach als Grenze zu Österreich, ist der südliche Landkreis (ab Bad Reichenhall bzw. dem Halthurmer Berg) in den bayrischen Alpen gelegen.
Der südliche Landkreis bietet mit dem Hintersee und vor allem dem Königssee zwei Seen die gerne von Landschaftsmalern als Motive verwendet werden und auch touristische Ziele sind.
Wirtschaft
Tourismus und Landwirtschaft spielen neben der mittelständischen Wirtschaft eine tragende Rolle. Weiters hat das Berchtesgadener Land überregional bedeutende Unternehmen der Lebensmittelbranche aufzuweisen wie die Milchwerke Berchtesgadener Land.
In Berchtesgaden wird darüber hinaus Salzbergbau betrieben, die erzeugte Sole wird in der Bad Reichenhaller Saline zusammen mit dort zutage gepumpter Sole gesiedet.
Die Berchtesgadener War', typische Berchtesgadener Handwerkskunst, wie Holzschnitzereien und Spanschachteln, die in vergangenen Jahrhunderten in ganz Europa bekannt war, spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle.
Verkehr
Durch das Berchtesgadener Land führt die Autobahn A 8 von München kommend nach Salzburg.
Die Deutsche Alpenstraße B 305 beginnt in Berchtesgaden im südlichen Landkreis. Die Bundesstraße 21 ist die kürzeste Verbindung zwischen den österreichischen Bundesländern Salzburg und Tirol. Die Route stellt deshalb eine bedeutende Transitstrecke für das Nachbarland Österreich dar ("kleines deutsches Eck").
Panoramastrassen erschliessen die einzigartige Bergwelt, z. B. die Rossfeld-Höhenringstrasse (mautpflichtig, Scheitelpunkt 1600m), die Kehlsteinstrasse (nur Busbetrieb, bis 1700m) oder die Hochschwarzeckstrasse.
Der Eisenbahnknotenpunkt des Berchtesgadener Landes ist Freilassing, an der Hauptstrecke München-Salzburg. Von hier aus führt eine Nebenstrecke über Bad Reichenhall nach Berchtesgaden, eine zweite nach Laufen und über den Landkreis hinaus weiter nach Mühldorf.
Der Bahnhof Freilassing sowie die Strecke Freilassing - Berchtesgaden wird auch durch IC-Ferienzüge bedient.
Das Berchtesgadener Land ist gut an den Luftverkehr angebunden. Der Flughafen Salzburg ist vom Landkreis aus in wenigen Kilometern zu erreichen. Der internationale Flughafen München ist in ca. 1,5 Autostunden zu erreichen.
Geschichte
Das Gebiet des heutigen Landkreises Berchtesgadener Land kann als Grenzregion auf eine in den meisten Teilen sehr bewegte Geschichte zurückblicken. Gemeinsame Klammer war über Jahrhunderte die große Bedeutung des Salzes für die Region.
Der Landkreis Berchtesgadener Land lässt sich in drei Gebiete unterscheiden: Das voralpine Gebiet um Freilassing und Laufen, das mittelgebirgige um Bad Reichenhall und das hochalpine um Berchtesgaden. Sie haben auch eine unterschiedliche Geschichte erlebt:
Berchtesgaden geht auf erste Rodungsaktivitäten der Augustiner im 11. Jahrhundert zurück. 1122 wurde die Stiftskirche in Berchtesgaden eingeweiht. Im Laufe der Jahrhunderte konnte sich das Gemeindewesen entwickeln und gelangte auf Grund der reichen Salzvorkommen und ihrer Verwertung zu erheblichem Wohlstand. Dies äußerte sich u.a. darin, dass Berchtesgaden zur Fürstprobstei ernannt wurde und völlige Reichsunmittelbarkeit erhielt. Nach Jahrhunderten wechselvoller Geschichte, die besonders durch kriegerische Auseinandersetzungen wegen des Salzes gekennzeichnet waren, wurde schließlich im Rahmen der allgemeinen Säkularisation im Jahre 1803 die Fürstpropstei Berchtesgaden aufgehoben. 1810 kam das Gebiet zum Königreich Bayern.
Bad Reichenhall dagegen ist seit jeher bayerisches Territorium. Aus keltischen und römischen Anfängen erreichte auch dieses Gebiet dank der Solevorkommen und der Salzverarbeitung Reichtum und Ansehen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es hier auch ein Soleheilbad.
Der nördliche Teil des Landkreises gehört zum sog. Rupertiwinkel, dessen Name auf den ersten Bischof von Salzburg, Rupertus (690 - 710), zurückgeht. Dieses Gebiet unterstand bis zur Säkularisation im Jahre 1803 dem Erzbistum Salzburg. 1816 wurde das Salzburger Land durch die Saalach-Salzach-Linie getrennt; der westliche Teil kam zu Bayern, der östliche Teil zu Österreich.
Während des Nationalsozialismus war der Obersalzberg bei Berchtesgaden inoffizieller zweiter Regierungssitz des Deutschen Reichs.
Obersalzberg
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war das Berchtesgadener Land der letzte Fluchtpunkt für viele Teile der Wehrmacht. Aber auch Sudetendeutsche und Deutsche aus Südosteuropa flohen vor der Roten Armee hierher. Geblieben sind viele Deutsche aus den Ostgebieten, die dem Berchtesgadener Land zu einem enormen Aufschwung verhalfen. Viele der heutigen wichtigen Betriebe im Landkreis haben osteuropäische Namen.
Bei der Gebietsreform (Kreisreform) 1972 wurden der Landkreis Berchtesgaden (Autokennzeichen BGD), ein Teil des Landkreises Laufen (LF) sowie die ehemals kreisfreie Stadt Bad Reichenhall (REI) zum Landkreis Berchtesgadener Land (BGL) zusammengelegt. Das Landratsamt zog damals nach Bad Reichenhall um, einige Ämter und Behörden des Landkreises sind jedoch in den ehemaligen Kreisstädten Berchtesgaden bzw. Laufen verblieben bzw. unterhalten dort weiterhín Zweigstellen.
Politik
Kreisräte
- CSU: 30
- FWG: 13
- SPD: 9
- Bündnis 90/Die Grünen: 6
- Republikaner: 1
- parteilos: 1
Tourismus und Sehenswürdigkeiten
Der Landkreis lebt zu einem guten Teil vom Tourismus, vor allem der südliche Teil mit Berchtesgaden, Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee.
- Nationalpark Berchtesgaden
- Königssee
- Watzmann
Wappen
Für das Gebiet des früheren Landkreises Berchtesgaden, frühere Fürstpropstei Berchtesgaden, stehen die gekreuzten Schlüssel als Attribute von deren Patron St. Petrus; der Anteil des früheren Landkreises Laufen stand lange Zeit unter der Herrschaft der Fürsterzbischöfe von Salzburg, worauf der sog. Salzburger Löwe hinweist; die frühere kreisfreie Stadt Bad Reichenhall schließlich wird als Teil der wittelsbachischen Kernlande durch die bayerischen Rauten symbolisiert.
Städte und Gemeinden
(Fläche in km² am 31. Dezember 2001, Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)
Weblinks
- [http://www.berchtesgadener-land.de/ Offizielle Website]
- [http://www.berchtesgadener-land.com/ Tourismus-Website]
Berchtesgadener Land
Kategorie:Historische Landschaft
Ötscher
Der Ötscher ist ein 1.893 m hoher Berg im südlichen Niederösterreich. Sein Name kommt aus dem slawischen und bedeutet so viel wie Väterchen. Der Ötscher gehört zu den Kalkalpen und ist somit einer ihrer östlichsten Berge. Direkt über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen den Bezirken Lilienfeld und Scheibbs. Der Berg hat dem ihn umschließenden Naturpark Ötscher-Tormäuer den Namen gegeben.
Lackenhof am Ötscher gilt als bekannter Wintersportort, von dort führt ein Sessellift zum Ötscherhaus. Bekannt ist der Berg auch für seine Höhlensysteme (Taubenloch, Geldloch), sowie für die berühmten Ötschergräben, den sogenannten "Grand Canyon Niederösterreichs". Ein sehr eindrucksvoller Anstieg führt über den Ostgrat zum Gipfel ('Rauher Kamm').
Weblinks
- [http://www.oetscher.at/ Ötscherlifte]
- [http://photos.eisenbach.at/wanderungen/oetscher/index.htm Routenbeschreibung einer Bergtour auf den Ötscher]
Oetscher
1397
Politik und Weltgeschehen
- Die drei skandinavischen Königreiche Dänemark, Norwegen und Schweden vereinigen sich zur Kalmarer Union.
- 21. Februar - Isabella von Portugal (Burgund), einzige überlebende Tochter aus der Ehe Johann I.'s mit Philippa von Lancaster († 1471)
- 6. Mai - Sejong, König der koreanischen Joseon-Dynastie († 1450)
- 5. August - Guillaume Du Fay, Komponist, Sänger, Musiktheoretiker († 1474)
- 16. August - Albrecht II. (HRR), von 1438 bis 1439 Römischer König sowie auch König von Ungarn und Böhmen und bereits seit 1404 als Albrecht V († 1439)
- 15. November - Nikolaus V. , Papst vom 6. März 1447 bis zum 24. März 1455 († 1455)
- Paolo Uccello, italienischer Maler († 1475)
- 22. Januar - Everhard von Muisgen, Weihbischof in Köln ( - ?)
ko:1397년
simple:1397
20. Jahrhundert
Das 20. Jahrhundert begann am 1. Januar 1901. Allerdings erließ der damalige Kaiser Wilhelm II. ein Dekret, welches in Deutschland den Beginn des neuen Jahrhundert auf den 1. Januar 1900 legte. Das 20. Jahrhundert zählt zur Epoche der Neuzeit und endete am 31. Dezember 2000.
Ereignisse/Entwicklungen
- Erster Weltkrieg (1914–1918)
- sozialistische und kommunistische Revolutionen in Europa, Asien und Amerika (vergleiche Kommunistische Partei)
- Oktoberrevolution (1917)
- Novemberrevolution (1918)
- Chinesische Revolution (1949)
- infolge: Okkupation Tibets durch die chinesische Volksbefreiungsarmee (1951)
- Kubanische Revolution (1959)
- Zweiter Weltkrieg (1939–1945)
- Holocaust und Shoa
- Kalter Krieg (Beginn um 1945, Ende etwa 1991)
- Koreakrieg (1950–1953)
- Mauerbau (1961)
- Kubakrise (1962)
- Vietnamkrieg (1964-1975)
- Teilung Deutschlands, Gründung der Bundesrepublik und Verkündung des Grundgesetzes (1945–1949)
- Nahostkonflikt
- Palästinakrieg (1948)
- Sechs-Tage-Krieg (1967)
- Jom-Kippur-Krieg (1973)
- Intifada (ab 1987)
- die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet 1948 in Form einer UNO-Resolution die Gemeinsame Erklärung der Menschenrechte
- Viele ehemaligen Kolonien werden unabhängig.
- Kulturrevolution in der Volksrepublik China (1966-1976)
- Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986)
- Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1990
Erfindungen und Entdeckungen
- Elektronik (erst mit Röhren, dann mit Transistoren)
- Röhre
- Transistor
- Computerchip
- Funktechnik
- Radio
- Fernseher
- Mobilfunk
- DNA-Struktur
- Gentechnik
- Flugzeug
- Raumfahrt
- Erste Mondlandung
- Kernenergie
- Kernreaktor
- Atombombe
- Internet
Persönlichkeiten
Politik und Adel
- Konrad Adenauer (Bundesrepublik Deutschland)
- Bhimrao Ramji Ambedkar
- Askar Akajew (Kirgisien)
- Salvador Allende (Chile)
- Jassir Arafat (Palästinenser)
- Kemal Atatürk (Türkei)
- Clement Attlee (Großbritannien)
- Menachem Begin (Israel)
- David Ben Gurion (Israel)
- Jean Bedel Bokassa
- Pieter Willem Botha (Südafrika, Apartheid)
- Elizabeth Bowes-Lyon (Großbritannien)
- Willy Brandt (Bundesrepublik Deutschland)
- Leonid Iljitsch Breschnew (UdSSR)
- George Herbert Walker Bush (USA)
- Heinrich Brüning (Weimarer Republik)
- Jimmy Carter (USA)
- Fidel Castro (Kuba)
- Nicolae Ceauşescu (Rumänien)
- Neville Chamberlain (Großbritannien)
- Jacques Chirac (Frankreich)
- Nikita Chruschtschow (UdSSR)
- Winston Churchill (Großbritannien)
- Dalai Lama Tibet
- Frederik Willem de Klerk (Südafrika)
- Deng Xiaoping (Volksrepublik China)
- Alexander Dubček (Tschechoslowakei)
- Friedrich Ebert (Deutschland)
- Dwight D. Eisenhower (USA)
- Ludwig Erhard (Bundesrepublik Deutschland)
- Valéry Giscard d'Estaing (Frankreich)
- Gerald Ford (USA)
- Francisco Franco (Spanien)
- Mahatma Gandhi (Indien)
- Hans-Dietrich Genscher (Deutschland)
- Mao Zedong (Volksrepublik China)
- Charles de Gaulle (Frankreich)
- Michail Gorbatschow (UdSSR)
- Paul von Hindenburg (Weimarer Republik)
- Adolf Hitler (Drittes Reich)
- Ho Chi Minh (Vietnam, Vietcong, Vietnamkrieg)
- Saddam Hussein (Irak)
- Juan Carlos (Spanien)
- John F. Kennedy (USA)
- Ruhollah Khomeni (Iran, Islamische Revolution)
- Martin Luther King (USA, Bürgerrechtsbewegung)
- Helmut Kohl (Bundesrepublik Deutschland)
- Wladimir Iljitsch Lenin (Russland, Oktoberrevolution)
- Karl Liebknecht (Deutschland, Sozialismus)
- Patrice Lumumba (Kongo)
- Rosa Luxemburg (Deutschland, Sozialismus)
- Nelson Mandela (Südafrika, ANC)
- Golda Meïr (Israel)
- François Mitterrand (Frankreich)
- Jean Monnet Frankreich
- Muhammad Husni Mubarak (Ägypten)
- Benito Mussolini (Italien)
- Augusto Pinochet Ugarte (Chile, Militärjunta)
- Pol Pot (Kambodscha)
- Jitzhak Rabin (Israel)
- Fürst Rainier (Monaco)
- Ronald Reagan (USA)
- Franklin D. Roosevelt (USA)
- Anwar as-Sadat (Ägypten)
- Ariel Scharon (Israel)
- Josef W. Stalin (UdSSR)
- Gustav Stresemann (Weimarer Republik)
- Robert Schuman (Frankreich)
- Margaret Thatcher (Großbritannien)
- Lew Dawidowitsch Trotzkij (Russland, Oktoberrevolution, UdSSR)
- Harry S. Truman (USA)
- Balthazar Johannes Vorster (Südafrika, Apartheid)
- Lech Wałęsa (Polen)
- Shimon Peres (Israel)
- Malcolm X (USA)
Naturwissenschaftler, Ärzte und Ingenieure
- Noam Chomsky (Linguistik)
- Francis Crick (Molekularbiologie)
- Niels Bohr (Physik)
- Paul Dirac (Physik)
- Albert Einstein (Physik)
- Enrico Fermi (Physik)
- Alexander Fleming (Medizin)
- Otto Hahn (Physik)
- Stephen Hawking (Physik)
- Werner Heisenberg (Physik)
- Edwin Hubble (Physik)
- Lise Meitner (Physik)
- Max Planck (Physik)
- Erwin Schrödinger (Physik)
- James D. Watson (Biologie)
- Chien-Shiung Wu (Physik)
- Konrad Zuse (Informatik)
Sozialwissenschaftler & Philosophen
- Theodor W. Adorno (Kritische Theorie)
- Kurt Gödel (Philosophie der Mathematik)
- Martin Heidegger (Phänomenologie)
- Claude Lévi-Strauss (Strukturalismus)
- Niklas Luhmann (Soziologische Systemtheorie)
- Karl Popper (Kritischer Rationalismus)
- Willard Van Orman Quine (Philosophische Logik)
- Jean-Paul Sartre (Existenzialismus)
- Ludwig Wittgenstein (Analytische Philosophie)
Künstler
- Ernst Barlach
- Max Beckmann
- Joseph Beuys
- Constantin Brancusi
- George Braque
- Marc Chagall
- Giorgio de Chirico
- Le Corbusier
- Enzo Cucchi
- Salvador Dalí
- Otto Dix
- Jacob Epstein
- Max Ernst
- Marcel Duchamp
- Lyonel Feininger
- Juan Gris
- Walter Gropius
- Erich Heckel
- Friedensreich Hundertwasser
- Frida Kahlo
- Wassily Kandinsky
- Anselm Kiefer
- Ernst Ludwig Kirchner
- Paul Klee
- Yves Klein
- Gustav Klimt
- Oskar Kokoschka
- Käthe Kollwitz
- Jannis Kounellis
- Roy Lichtenstein
- René Magritte
- Marino Marini
- Henri Matisse
- Joan Miró
- Amedeo Modigliani
- Piet Mondrian
- Henry Moore
- Edvard Munch
- Emil Nolde
- Pino Pascali
- Renzo Piano
- Pablo Picasso
- Max Pechstein
- Jackson Pollock
- Auguste Rodin
- Ludwig Mies van der Rohe
- Mark Rothko
- Henri Rousseau
- Karl Schmidt-Rottluff
- Kurt Schwitters
- Andy Warhol
- Frank Lloyd Wright
Schriftsteller
- Douglas Adams
- Isabel Allende
- Jorge Amado
- Luis Aragon
- Isaac Asimov
- Miguel Ángel Asturias
- James Baldwin
- Johannes R. Becher
- Samuel Beckett
- Heinrich Böll
- Wolfgang Borchert
- Jorge Luis Borges
- Bertolt Brecht
- André Breton | | |