:: wikimiki.org ::
| Berlin-Charlottenburg |
Berlin-Charlottenburg
Charlottenburg ist ein Ortsteil im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform 2001 gab es einen eigenständigen Stadtbezirk Charlottenburg.
Bis 1920 war Charlottenburg eine selbständige Großstadt westlich des alten Berlin. Bei der Eingemeindung 1920 nach Groß-Berlin wurde daraus der eigenständige Bezirk Charlottenburg gebildet, der bei der Verwaltungsreform 2001 mit dem ehemaligen Bezirk Wilmersdorf fusionierte. Der ehemalige Bezirk Charlottenburg umfasste die Stadtgebiete der heutigen Ortsteile Westend, Charlottenburg-Nord und des namensgebenden Charlottenburg.
Aktuelles
Charlottenburg feiert im Jahr 2005 sein 300-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass finden zahlreiche Jubiläumsveranstaltungen statt.
- [http://www.charlottenburg-wilmersdorf.de/aktuelles/jubilaeum/termine.html Jubiläumsveranstaltungen des Bezirks]
Geografie
Charlottenburg liegt östlich der Havel und größtenteils südlich der Spree in dem von beiden Flüssen gebildeten Winkel. Nur der Ortsteil Charlottenburg-Nord liegt nördlich der Spree.
Der östliche Teil Charlottenburgs liegt im Warschau-Berliner Urstromtal, während große Teile des Charlottenburger Westens jenseits der Ringbahn auf der Hochfläche des Teltow gelegen sind.
Geschichte
Frühe Siedlungen
Im ausgehenden Mittelalter sind auf Charlottenburger Grund drei Siedlungen nachgewiesen: die Höfe Lietzow, Casow und eine Ansiedlung namens Glienicke. Obwohl alle drei Namen slawischen Ursprungs sind, ist für diese Zeit von einer gemischten slawisch-deutschen Besiedelung auszugehen.
Lietzow (auch Lietze, Lutze, Lutzen, Lützow, Lusze, Lütze und Lucene genannt) wird zuerst 1239 urkundlich erwähnt. Es befindet sich im Bereich der heute Alt-Lietzow genannten Straße an der Rückseite vom Rathaus Charlottenburg, Casow lag gegenüber auf der anderen Spreeseite. 1315 werden Lietzow und Casow dem Nonnenkloster St. Marien in Spandau zugesprochen. Dabei wird möglicherweise der große Hof Lietzow zu einem Dorf erweitert. Im Zuge der Reformation wird das Nonnenkloster geschlossen. Während der Bereich von Lietzow bis zum heutigen Tag durchgehend besiedelt war, wurde Casow, ebenso wie die dritte Ansiedlung Glienicke, irgendwann aufgegeben. Aufgrund alter Flurnamen vermutet man Glienicke im heute von Kantstraße, Fasanenstraße, Kurfürstendamm und Uhlandstraße eingeschlossenen Gebiet, an einem heute verlandeten See, der Gliniker Lake, gelegen.
Die Entwicklung Lietzows ist gut dokumentiert. Über 400 Jahre hinweg hatte die Familie Berendt das Dorfschulzenamt inne und musste als Ausgleich für diese Tätigkeit geringere Abgaben leisten. Kirchlich wurde Lietzow vom Wilmersdorfer Pfarrer mitversorgt, der über den Priesterweg, heute die Achse Leibnizstraße, Konstanzer Straße, Brandenburgische Straße, zwischen Wilmersdorf und Lietzow pendelte.
Residenzstadt
Uhlandstraße
Im Jahr 1695 erhielt Sophie Charlotte Lietzow und das Vorwerk Ruhleben von ihrem Mann Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg übereignet, im Austausch gegen ihre abgelegeneren Güter in Caputh und Langerwisch. Dort ließ sie das Sommerschloss Lützenburg errichten, das 1699 fertiggestellt wurde. Nach der Krönung 1701 zum König Friedrich I. in Preußen ließ Sophie Charlotte das kleine Schloss zu einer repräsentativen Anlage erweitern. Kurz nach dem Tod Sophie Charlottes erhielt die Siedlung gegenüber dem Schloss Lützenburg am 5. April 1705 von Friedrich I. den Namen Charlottenburg und gleichzeitig das Stadtrecht. Das Schloss Lützenburg wurde ebenfalls in Schloss Charlottenburg umbenannt. Bis 1720 war der König zugleich Bürgermeister der Stadt. Im dem Jahr wurde auch das Dorf Lietzow nach Charlottenburg eingemeindet.
Friedrichs Nachfolger Friedrich Wilhelm I., bekannt als Soldatenkönig, hielt sich nur selten im Charlottenburger Schloss auf, was sich negativ auf die Entwicklung der noch sehr kleinen Residenzstadt auswirkte. Er versuchte sogar – erfolglos – Charlottenburg das Stadtrecht wieder zu entziehen. Erst mit dem Regierungsantritt seines Nachfolgers Friedrichs des Großen 1740, der im Schloss zumindest regelmäßig Hoffeste abhielt, rückte auch die Stadt Charlottenburg mehr ins Rampenlicht. Im Laufe seiner Regierungszeit bevorzugte er jedoch das teilweise von ihm selbst geplante Schloss Sanssouci nahe Potsdam als Sommersitz. Als jedoch nach seinem Tod im Jahre 1786 sein Neffe Friedrich Wilhelm II. die Regierungsgeschäfte übernahm, wurde das Schloss Charlottenburg zu dessen bevorzugtem Wohnsitz. Bereits 1769 hatte Friedrich Wilhelm seiner Geliebten und vielleicht einzigen Vertrauten Wilhelmine Enke, der späteren Gräfin von Lichtenau, einen Palast mit dazugehörigem Park im Dreieck zwischen Berliner Straße (heute Otto-Suhr-Allee), Spreestraße (heute Wintersteinstraße) und der Spree geschenkt. Das Areal schloss sich direkt an den Schlosspark an. Auch sein Sohn und Nachfolger Friedrich Wilhelm III. erkor das Schloss Charlottenburg zu seinem Lieblingswohnsitz.
Nach der Niederlage Preußens in der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 wurde Charlottenburg für zwei Jahre von den Franzosen besetzt. Napoleon residierte selbst im Schloss Charlottenburg während seine Truppen ein großes Heerlager jenseits der heutigen Ringbahn im Bereich der Königin-Elisabeth-Straße errichteten.
Sommerfrische
Nicht nur die persönlichen Vorlieben der Regenten förderten die Entwicklung Charlottenburgs im ausgehenden 18. Jahrhundert. Die auf wenig fruchtbarem Grund errichtete kleine Stadt wurde auch als Naherholungsgebiet der aufstrebenden Stadt Berlin entdeckt. Nachdem in den 1770er Jahren der erste richtige Gasthof in der Berliner Straße (Otto-Suhr-Allee) eröffnet wurde, folgten viele weitere Gaststätten und Biergärten, die vor allem am Wochenende gut frequentiert waren.
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb Charlottenburg Ausflugsgebiet und Sommerfrische für die Berliner. Wer nicht mit dem Schiff über die Spree gefahren kam, konnte sich vom Brandenburger Tor nach Charlottenburg und zurück fahren lassen: zunächst mit so genannten Torwagen, wenig komfortablen und unregelmäßig verkehrenden offenen Gefährten, ab 1865 auch mit der Pferdestraßenbahn. Westlich Charlottenburgs wurde 1866 die Villenkolonie Westend gegründet. Das Gelände des Palastes der Gräfin Lichtenau erwarb 1869 der Lichterfelder Immobilienspekulant Carstenn, um dort eine großformatige Vergnügungsstätte mit Palmenhaus, die Flora, zu errichten. Die Flora existierte nur kurze Zeit. Nach der Pleite wurde sie 1904 gesprengt und das Gelände mit Wohnbebauung bebaut.
Bürgerliche Großstadt
1904]
Die zunehmende Attraktivität zog mehr und mehr wohlhabende Berliner Bürger an, die sich vorzugsweise an der repräsentativen Verbindungsstraße zwischen dem Schloss und Berlin ansiedelten. So ließ sich etwa Werner von Siemens 1862 an der Berliner Straße (heute Otto-Suhr-Allee) nahe dem Knie eine Villa errichten. Auch ließen sich wichtige Industriebetriebe wie Siemens und Schering in den 1870er Jahren im Nordosten Charlottenburgs nieder. Damit begann ein rasantes Wachstum der Stadt.
Die Stadt Charlottenburg wurde zum 1. Januar 1877 aus dem Kreis Teltow ausgegliedert und zum eigenständigen Stadtkreis erhoben. Die heutige Technische Universität wurde 1878–84 als Technische Hochschule erbaut. Im Jahre 1893 hatte Charlottenburg erstmals mehr als 100.000 Einwohner und wurde somit zur Großstadt und gleichzeitig neben Berlin zur größten Stadt in der Provinz Brandenburg. Damit war das alte Rathaus mit seinem kleinstädtischen Zuschnitt viel zu klein geworden. Der zur 200-Jahr-Feier 1905 fertiggestellte repräsentative Rathausneubau mit dem stattlichen, 89 m hohen Turm, der die Kuppel des Schlosses deutlich überragt zeugt von dem gewachsenen bürgerlichen Selbstbewusstsein. Bei der Volkszählung 1910 wohnten in Charlottenburg bereits 306.000 Einwohner. In den Jahren 1911–12 wurde die Deutsche Oper in der Bismarckstraße errichtet. Durch das 1920 verabschiedete Groß-Berlin-Gesetz wurde Charlottenburg am 1. Oktober 1920 als 7. Stadtbezirk in das neugeschaffene Groß-Berlin eingegliedert.
Stadtteil Berlins
Um der nach dem Ersten Weltkrieg entstehenden Massenarbeitslosigkeit zu begegnen, wurden Vorkriegsplanungen der Charlottenburger Stadtgartendirektors Erwin Barth wieder aufgegriffen und der Lietzenseepark sowie der Jungfernheidepark als großer Volkspark angelegt.
Die sich rasch entwickelnde Automobilindustrie hatte Interesse an einer nur für Autos zugelassenen Teststrecke. Zu diesem Zweck wurde die AVUS (Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße) zwischen Charlottenburg und Nikolassee angelegt. Der Bau wurde 1913 begonnen, jedoch erst nach dem Krieg 1921 fertiggestellt.
Bereits 1905–07 wurden am Zoo Ausstellungshallen errichtet, die jedoch ihren Zweck nie so recht erfüllen konnten. Insbesondere die Autoindustrie benötigte geräumigere Hallen. Für sie wurde 1914 die Automobil-Ausstellungshalle am Nordende der AVUS errichtet. Zur Verkehrsanbindung wurde der Bahnhof Witzleben an der Ringbahnstrecke eingefügt und 1916 eröffnet. Kriegsbedingt fanden die ersten Ausstellungen in der Automobil-Ausstellungshalle erst 1919 statt. Damit war der Anfang für das heutige Messegelände gemacht. Bald reichte die eine große Ausstellungshalle nicht mehr aus. So wurde 1924 eine zweite Automobil-Ausstellungshalle auf dem Gelände des heutigen Omnibusbahnhofs errichtet. Für die sich rasch entwickelnde Funkindustrie wurde eine dritte Ausstellungshalle südlich der neuen Automobil-Ausstellungshalle ganz aus Holz erbaut, um den Funkempfang nicht zu stören. Gleichzeitig wurde mit dem Bau des Berliner Funkturms begonnen, der 1927 fertiggestellt wurde. Die hölzerne Funkhalle brannte 1935 ab, wobei auch der Funkturm schwer beschädigt wurde.
Das Dritte Reich
Zunächst stand die Ausrichtung der bereits 1929 an Berlin vergebenen
Olympischen Sommerspiele 1936 im Vordergrund. Der zunächst vorgesehene Ausbau des heute auf Charlottenburger Grund gelegenen
Deutschen Stadions wurde von Adolf Hitler zugunsten eines Neubaus am
gleichen Ort gestoppt, von dem größere repräsentative und propagandistische
Effekte zu erwarten waren. Der Auftrag wurde zwar wieder an den Sohn Werner March des Architekten des Deutschen Stadions Otto March vergeben. Das
äußere Erscheinungsbild neu erbauten Olympiastadions
wurde jedoch von Hitler persönlich und seinem Baumeister Albert Speer stark
beeinflusst. Zahlreiche weitere Anlagen wurden in diesem Zusammenhang erbaut:
als erstes die 1935 fertiggestellte Deutschlandhalle, in der die
Olympischen Boxwettkämpfe statt fanden; dann die auf dem damals Reichssportfeld
genannten Olympiagelände gelegene Waldbühne
(damals nach Hitlers väterlichem Vorbild Dietrich Eckart benannt), sowie
der Glockenturm mit Langemarckhalle und dem angrenzenden Aufmarschplatz
Maifeld.
Nach den Olympischen Spielen begannen etwa 1937 Hitlers Pläne zum Ausbau
Berlins zur Welthauptstadt Germania Gestalt anzunehmen. Berlin sollte dabei
von zwei imposanten Achsen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung durchzogen
werden. Die westliche Achse durchschnitt Charlottenburger Gebiet vom
Tiergarten kommend über die heutige Straße des 17. Juni,
Ernst-Reuter-Platz (Berlin), Bismarckstraße, Kaiserdamm,
Theodor-Heuss-Platz, Heerstraße bis zur Stößenseebrücke. Da der westliche
Teil entlang der Heerstraße noch weitgehend unbebautes Waldgelände war, bot
sich das Gelände ringsum für weitere repräsentative Anlagen an. Ein Klinikum
war zwischen Westend und Olympiagelände geplant, südlich der
Heerstraße die wehrtechnische Fakultät, über deren Rohbau heute der aus
Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs aufgeschüttete
Teufelsberg liegt, sowie eine Hochschulstadt zwischen Olympiagelände und
Havel beiderseits der Heerstraße. Der Bahnhof Heerstraße
sollte als repräsentativer Empfangsbahnhof für Staatsgäste neu
errichtet werden. Der Theodor-Heuss-Platz sollte in diesem Zusammenhang zu
einem repräsentativen Prunkplatz umgebaut werden, mit einem Mussolinidenkmal im Zentrum. Außer dem zu Kriegsbeginn fertigen
Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät kamen die Projekte nur in Ansätzen über die
Planungsphase hinaus.
City West
Mussolinidenkmal]
Nach dem Zweiten Weltkrieg war besonders der östliche Teil Charlottenburgs
stark durch Bombenangriffe zerstört. Die Ruine der
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde, entgegen anfänglicher Planungen,
nicht wieder aufgebaut, sondern bis heute als Ruine belassen. Durch die
Siegermächte des Zweiten Weltkriegs wurde Berlin in vier Sektoren geteilt und
Charlottenburg dem Britischen Sektor zugeschlagen. Durch
die sich bald abzeichnenden Ost-West-Konfrontationen entwickelte sich bald die Gegend um den Bahnhof Zoo, Breitscheidplatz und Kurfürstendamm zum neuen
Zentrum West-Berlins, da das historische Zentrum sich im
Sowjetischen Sektor befand. Damit knüpfte man an alte
Traditionen aus der Weimarer Republik an.
Ab Mitte der 50er Jahre nutzte man die reichlich vorhandenen Baulücken für den
Bau von Hochhäusern, zunächst um das neu gestaltete und in Ernst-Reuter-Platz
umbenannte Knie herum.
Am 2. Juni 1967 wurde bei einer Demonstration gegen den Schah von Persien der Student Benno Ohnesorg nahe der Oper ohne erkennbaren Grund vom Polizisten Kurras erschossen (der
nie dafür verurteilt wurde), was ein Auslöser für heiße Phase der 68er-Bewegung war. Am Stuttgarter Platz siedelte
sich die Kommune 1 an und erprobte dort neue Lebensformen. Die
Boulevardpresse verfolgte das mit Abscheu und machte es monatelang zum
Tagesgespräch.
In den 70er Jahren ebbte die Neubautätigkeit ab und man setzte mehr auf die
Sanierung und Erhaltung bestehender Wohnquartiere, wobei die für Berlin
typische Hinterhofbebauung zugunsten einer höheren Wohnqualität ausgelichtet
wurde. Das beste Beispiel ist das im Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstörte
Viertel um den Klausenerplatz. Am Nassen Dreieck zwischen
Schlossstraße und Kaiser-Friedrich-Straße musste beim Bau der U-Bahnlinie 7 jedoch sehr kurzfristig die Wohnbebauung
abgerissen werden. Im Bauboom der Jahrhundertwende hatte man nicht beachtet,
dass der Baugrund im Bereich eines verlandeten Sees ungeeignet war und die
Statik der Häuser aufgrund von erheblichen Grundwasserabsenkungen gefährdet war.
Als Stadtbild bestimmende Großbauten entstanden jedoch noch das heutige
RBB-Fernsehzentrum am Theodor-Heuss-Platz und das monströse
Internationale Congress Centrum (ICC) am
Berliner Funkturm.
Weblink: [http://www.berlin-charlottenburg.de/wissenswertes/chronik/ Stadtchronik von Charlottenburg]
Sehenswürdigkeiten
Berliner Funkturm
- Schloss Charlottenburg
- Luisenkirche von Karl Friedrich Schinkel auf dem Gierkeplatz
- Rathaus Charlottenburg
- Funkturm
- Messegelände und ICC Berlin
- Deutsche Oper Berlin
- Theater des Westens
- Schiller-Theater
- Ägyptisches Museum Berlin
- Berliner Olympiastadion und das Olympiagelände
- Breitscheidplatz mit Gedächtniskirche, Europa-Center und Wasserklops
Der Bahnhof Zoologischer Garten (Bahnhof Zoo) war für West-Berlin lange Jahrzehnte, wie die Flughäfen Tegel und Tempelhof, ein Symbol für die wichtige Verbindung mit der Bundesrepublik. Obwohl im Westteil der Stadt gelegen, wurde er, wie auch die S-Bahn West-Berlins, vor dem Mauerfall von der Reichsbahn der DDR betrieben.
Ortslagen von Charlottenburg
- 04 Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf (Aufteilung laut Beschluss der BVV vom 30. September 2004)
- 0401 Charlottenburg
- Witzleben
- Kalowswerder
- Martinekenfelde
Straßen und Plätze in Charlottenburg
- Ernst-Reuter-Platz
- Klausenerplatz
- Kurfürstendamm (Spitzname: Kudamm)
- Savignyplatz, Gartendenkmal an der Kantstraße mit insgesamt sieben Straßeneinmündungen.
- Stuttgarter Platz (Spitzname: Stutti)
- Theodor-Heuss-Platz (Spitzname: Theo)
- Scholzplatz: Platz im Westen des Stadtbezirkes. Dort betreibt der SFB seit 1963 einen Rundfunksender für UKW und TV, welche die Sendeanlagen auf dem Berliner Funkturm ersetzte. Als Antennenträger kommt ein 230 Meter hoher, abgespannter Stahlrohrmast zum Einsatz.
- Stallupöner Allee mit Sendeanlage des SFB für Mittelwelle
Weblinks
- [http://www.charlottenburg-wilmersdorf.de/ Offizielle Website des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf] mit vielen aktuellen und historischen Informationen zum Bezirk
- [http://www.spsg.de/index.php?id=134/ Schloss Charlottenburg auf der Website der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten]
- [http://www.klausenerplatz-kiez.de/ Informationen und Fotos aus dem Klausenerplatz-Kiez]
- [http://www.structurae.de/de/structures/data/s0012178/index.cfm Sendemast am Scholzplatz]
- [http://www.staedte-wiki.de/index.php/Charlottenburg%28Berlin%29 Städte Wiki]
Charlottenburg, Berlin
Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist der 4. Verwaltungsbezirk von Berlin, der durch die Fusion der bisherigen Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf (beide ehemals Westteil) entstanden ist.
Der Bezirk gilt heute als eher bürgerlicher Wohnbezirk. In Charlottenburg-Wilmersdorf befinden sich der Kurfürstendamm, die Technische Universität Berlin und die Deutsche Oper Berlin.
Geschichte
Deutsche Oper Berlin
Charlottenburg ist aus der Gemeinde Lietzenburg (ursprünglich: Lietzow) hervorgegangen, auf deren Territorium zu Ehren von Königin Sophie Charlotte das Schloss Charlottenburg errichtet und 1705 die Stadt Charlottenburg gegründet wurde. Bis zur Eingemeindung zu Groß-Berlin (1920) entwickelte sich Charlottenburg zur reichsten Stadt Preußens.
Nach der Oktoberrevolution wohnten zahlreiche russische Intellektuelle in Charlottenburg, weshalb es von den Berlinern auch Charlottengrad genannt wurde, auch heute befinden sich rund um den Stuttgarter Platz wieder zahlreiche russische Läden.
Am 2. Juni 1967 wurde bei einer Demonstration gegen den Schah von Persien gegenüber der Deutschen Oper Berlin der Student Benno Ohnesorg erschossen, während in der Oper für den Schah die Zauberflöte aufgeführt wurde.
Am Kurfürstendamm wurde am 11. April 1968 Rudi Dutschke, eine
der populärsten Figuren der Studentenbewegung, auf offener Straße
angeschossen. und lebensgefährlich verletzt. Elf Jahre später erlag er als
Spätfolge einem epileptischen Anfall in der Badewanne.
Ortsteile und Ortslagen
Studentenbewegung]
Studentenbewegung]
- 04 Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf (Aufteilung laut Beschluss der BVV vom 30. September 2004)
- 0401 Charlottenburg war bis 1920 eine selbständige Großstadt westlich des alten Berlin.
- Witzleben
- Kalowswerder
- Martinekenfelde
- 0406 Charlottenburg-Nord
- Jungfernheide
- Paul-Hertz-Siedlung
- Plötzensee
- 0404 Grunewald entstand aus der Villenkolonie oder späteren Millionärskolonie Grunewald.
- 0407 Halensee
- 0403 Schmargendorf konnte bis heute seinen eigenständigen, eher kleinstädtischer Charakter mit eigenem Ortszentrum in der Breiten Straße und der Berkaer Straße erhalten.
- 0405 Westend
- Pichelsberg
- Ruhleben
- Siedlung Eichkamp
- Siedlung Heerstraße
- 0402 Wilmersdorf war bis 1920 eine Großstadt südwestlich des alten Berlins. Der historische Kern befindet sich an der Straße Wilhelmsaue.
- Rheingau-Viertel
Sehenswürdigkeiten
Wilmersdorf]
- Grunewaldturm
- Kreuzkirche in Schmargendorf
- Dorfkirche in Berlin-Schmargendorf
- Rathaus Schmargendorf
- Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Grunewald
- Denkmal am Schildhorn für Jaxa von Köpenick
Jaxa von Köpenick]
- Schloss Charlottenburg
- Luisenkirche von Karl Friedrich Schinkel auf dem Gierkeplatz
- Rathaus Charlottenburg
- Funkturm
- Messegelände und ICC Berlin
- Deutsche Oper Berlin
- Theater des Westens
- Schiller-Theater
- Berliner Olympiastadion und das Olympiagelände
- Breitscheidplatz mit Gedächtniskirche, Europa-Center und Wasserklops
- Gedenkstätte Plötzensee
Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Berlin
Weblinks
- [http://www.charlottenburg-wilmersdorf.de/ Homepage des Bezirkes]
- [http://www.charlottenburg-wilmersdorf.de/wissenswertes/geschichte/bezirk.html Geschichte des Bezirks]
Charlottenburg-Wilmersdorf
Berlin
Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU.
Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr.
Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern.
Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.
Geografie
Geografische Lage
Portal:Berlin
Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik.
Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee.
Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist.
Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist.
Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick.
Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin
Stadtgliederung
Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick
Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins
Klima
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter.
Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel.
Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Berlins
Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück.
1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt.
Preußen
Preußen
Preußen]
1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin dann Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben.
Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: ein Drittel der Häuser wurden beschädigt, die Bevölkerung halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er startete eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Ab dem folgenden Jahr kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt.
1671 wurde fünfzig jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg.
1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrich I. zum König den Status der Hauptstadt Preußens. Per 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten. 1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiteren Vorstädten. 1871 wurde Berlin dann Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte dann mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Berlin hatte damit rund vier Millionen Einwohner.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches. Die Nazis nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke. Es gab auch Pläne, Berlin zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Diese wurden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg vereitelt.
Während des Krieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und die Kapitulation 1945 wurde Berlin, analog zu der Regelung für das gesamte Deutschland, in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Großbritannien und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion von nun an den Ostteil bildete.
Für Gesamtberlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/49 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Alliierten mit der so genannten Luftbrücke erfolgreich zu umgehen versuchten.
Nach der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands, beides im Jahr 1949, verschärfte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihre Hauptstadt nach Bonn verlegte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR. Der Ost-West-Konflikt gipfelte im Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.
Berlins Osten und Westen waren nun vollkommen voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins. 1971 wurde das Viermächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Vier-Mächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Vier-Mächte-Status über Gesamt-Berlin.
1989 kam es unter dem Druck der ostdeutschen Bevölkerung zur Wende in der DDR, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundestag nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.
Bevölkerung
Parlament
Parlament
In Berlin leben 3.389.078 Einwohner (Stand Ende März 2005) auf einer Fläche von 891,75 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 3.811 Einwohner pro Quadratkilometer.
Der durchschnittliche Berliner im Jahre 2004 war 41,7 Jahre alt. Das entspricht einer Erhöhung von 2,5 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Im Juni 2005 lebten rund 458.600 Einwohner mit ausländischem Pass aus 185 Staaten in Berlin. Das entspricht rund 13,5 Prozent. Insgesamt wohnen rund 36.000 Bürger aus dem nächstgelegenen Nachbarland, Polen, sowie rund 119.000 Türken in Berlin. Berlin hat außerhalb der Türkei die größte türkische Gemeinde in Europa. 2004 erhielten nach Angaben des statistischen Landesamts 6507 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft
Laut dem Statistischen Landesamt (2005) sind 60 Prozent der Berliner nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 23 Prozent evangelische Christen, 9 Prozent Katholiken und sechs Prozent Mitglied der islamischen Gemeinde.
Einwohnerentwicklung
Im Jahre 1919 lebten in Berlin 1,9 Millionen Menschen. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer.
811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden.
Bis 1934 wuchs die Bevölkerung Berlins auf einen Höchststand von 4,464 Millionen, sank dann aber, bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Stadt, bis 1980 um 30 Prozent auf einen Tiefststand von drei Millionen. Der Bevölkerungsverlust in den Jahren 1950 bis 1960 wurde vor allem durch Abwanderungen aus Ost-Berlin verursacht. Während West-Berlin einen Zuwachs von 2,58 % verzeichnete, sank in Ost-Berlin die Einwohnerzahl um 9,86 %. Diese so genannte Abstimmung mit den Füßen war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Ostberliner. Seit 1980 verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg um 350.000 auf circa 3,39 Millionen Einwohner im Januar 2005.
Nach Berechnungen wird die Einwohnerzahl Berlins wegen der niedrigen Geburtenraten bis 2050 auf rund drei Millionen sinken.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
2005]
Hauptartikel: Politik in Berlin
Berlin ist seit der Wiedervereinigung der ehemals getrennten beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ein vollwertiges Bundesland und zugleich eine kreisfreie Stadt, die in nunmehr zwölf Bezirke untergliedert ist. Daneben ist Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.
Der Deutsche Bundestag entschied im so genannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991, dass Berlin auch Regierungs- und Parlamentssitz des vereinigten Deutschlands werden soll. Somit ist die Stadt heutzutage Sitz der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates.
Das Land Berlin
Das Landesparlament des Landes Berlin, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zur Zeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linkspartei., Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Linkspartei.PDS bilden eine Koalition.
Die Landesregierung, die Exekutive, ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden Bürgermeister (derzeit Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist dabei zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt.
1996 scheiterte eine Volksabstimmung zur Vereinigung der Bundesländer Berlin und Brandenburg am Widerstand der Brandenburger Bevölkerung.
Wappen und Flagge
Hauptartikel: Hoheitszeichen Berlins
Die Verwaltung
Hoheitszeichen Berlins
Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar und sind somit stark vom Senat und auf Verwaltungsebene von den Senatsverwaltungen abhängig, die die Fachaufsicht ausüben. Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne.
Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät.
Berlin hat pro Kopf der Bevölkerung die meisten Landesbeamten. Dies entstammt zum Teil noch der Situation der geteilten Stadt mit Westberliner Exklave, deren Beamtenschaft für das Bundesland übernommen wurden.
Siehe auch: Bezirksverwaltung in Berlin
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Berlin
Theater
Sehenswürdigkeiten in Berlin]
Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Theater- und Kleinkunstbühnen. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Deutsche Theater Berlin. Es verfügt außerdem über drei Opernhäuser, die Staatsoper, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Jedes Jahr finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, mit der Verleihung des Goldenen Bären statt.
Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Neben den Berliner Philharmonikern und dem Berliner Sinfonie Orchester gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Daniel Reuss). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus, der Philharmonie oder in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Berliner Sängerbund sind 236 Laienchöre mit über 10 000 Mitgliedern vereinigt.
Museen
Berliner Sängerbund ]
Hauptartikel: Museen in Berlin
Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum im Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bodemuseum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus.
Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen über vielfältige Themen. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen, das Bauhaus-Archiv ein Architekturmuseum. Das Jüdische Museum zeigt eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdisch-deutscher Geschichte. Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte.
Bauwerke
Checkpoint Charlie]
Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der überwundenen Teilung. Es ist den Propyläen auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria gekrönt, die von ihrem Schöpfer Johann Gottfried Schadow jedoch als Friedensgöttin Eirene gedacht war. Das Tor ist das westliche Ende der Straße Unter den Linden, die sich bis zur Museumsinsel in der Spree und dem Berliner Dom hinzieht. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief dort die Grenze zwischen beiden Stadthälften.
1990
In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Deutsche Staatsoper, die zwischen 1774 und 1780 errichtete Staatsbibliothek, das von 1695 bis 1706 nach Plänen von Andreas Schlüter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Bistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Jahre 1809 eröffnete Humboldt-Universität zu Berlin, an welcher der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel lehrte, brachte 27 Nobelpreisträger hervor.
Eine beliebte Einkaufspromenade in Berlin ist der Kurfürstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, Geschäften, Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach Plänen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm.
Die östliche Verlängerung des Kurfürstendammes bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-stöckige Gebäude beherbergt viele Geschäfte, Restaurants, Büros, ein Kino und eine Aussichtsplattform. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit über drei Kilometern Länge die größte Parkanlage Berlins, der Tiergarten.
Tiergarten
In der Nähe des Brandenburger Tores befinden sich die 1957 errichtete Kongresshalle und das zwischen 1884 und 1894 gebaute Reichstagsgebäude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit dem Jahre 1999 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages. Einen Besuch wert ist auch der Zoologische Garten von Berlin, einer der größten und ältesten der Welt, und das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrich des Großen, heute Amtssitz des Bundespräsidenten.
Bundespräsident]
Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels. Zu deren Wiederaufbau gehörte unter anderem die Restaurierung der 1866 fertig gestellten Neuen Synagoge. Sie wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1995 wieder eröffnet dient sie heute als Mittelpunkt für das Studium und die Erhaltung jüdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der älteste jüdische Friedhof der Stadt.
Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen Geschäften und Restaurants, ganz in der Nähe davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Gebäude Deutschlands – und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine männliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen Trümmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die Einkaufsstraßen Schönhauser Allee und Kastanienallee.
Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins, von der mehrere große Straßen ausgehen. Er wurde 1741 auf Erlass von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen angelegt. 1923 begann von dem in der Nähe gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in Trümmern.
1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der fühere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Hochhausbebauung des Potsdamer Platzes, die eine große Anzahl an Geschäften und Restaurants beherbergen, hat dieser sich als Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften entwickelt.
In Charlottenburg wurde das Olympiastadion für die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker Repräsentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender Gemäldesammlung, die Zitadelle Spandau und das im Stil des Klassizismus erbaute Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss), ehemals Wohnsitz des Naturforschers und Geographen Alexander von Humboldt.
Parkanlagen
Alexander von Humboldt ]]
Alexander von Humboldt]
Alexander von Humboldt]
Der Große Tiergarten liegt im Zentrum Berlins, im Ortsteil Berlin-Tiergarten des Bezirks Mitte. Mit 210 Hektar ist er der größte Berliner Park. Einige große Straßen durchschneiden den Park, darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte die Siegessäule steht.
Der erste Tiergarten wurde schon 1527 angelegt, allerdings an anderer Stelle, nämlich in der Nähe des Berliner Schlosses, westlich der Cöllner Stadtmauer. Das kleine Gebiet wurde seit 1530 nach Westen und Norden hin durch Zukäufe erweitert, bis zu den Grenzen des heutigen Tiergartens und darüber hinaus.
Neben dem Tiergarten mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden gehört der Treptower Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821 und 1822 als Neues Gartenhaus an der Spree erbauten heutigen Gaststätte.
Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Kleistparks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten gehört er zu den größten und weltweit bedeutendsten Botanischen Gärten und ist der größte in Europa. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt.
Im Südwesten von Berlin an der historischen Brücke zu Potsdam liegt unter anderem die Pfaueninsel mit dem zwischen 1794 und 1797 im Stil einer Ruine erbauten Lustschloss und einem englischen Garten.
Freizeit und Erholung
englischen Garten]
Der von der Havel durchflossene Große Wannsee bedeckt eine Fläche von 260 Hektar. Mit ihm besitzt Zehlendorf, eine der bevorzugtesten Wohngegenden der Stadt, Berlins beliebtestes Naherholungsgebiet, das Wassersport, Ausflugsschifffahrt und das Strandbad Wannsee bietet.
In der Villa Am Großen Wannsee 56-58 allerdings fand am 20. Januar 1942 die sogenannte Wannsee-Konferenz "zur Endlösung der Judenfrage" statt. Heute ist dort eine Gedenkstätte eingerichtet.
Der Müggelsee und die Müggelberge im Südosten Berlins sind zu allen Jahreszeiten beliebte Ausflugsziele. Das Strandbad ist in den Sommermonaten ein Besuchermagnet. Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Vielfach findet man die Bezeichnung Großer Müggelsee, da er mit dem Kleinen Müggelsee einen Bruder hat, der allerdings lediglich 0,16 Quadratkilometer umfasst.
Der See dehnt sich über 7,4 Quadratkilometer aus (maximal 4,3 Kilometer lang; 2,6 Kilometer breit) und ist bis zu acht Meter tief. Der See und die am Südrand gelegenen Müggelberge, mit 115 Meter die höchsten Berliner Erhebungen, entstanden während des Pleistozäns. Auf dem sogenannten Kleinen Müggelberg wurde 1889 der vielbesuchte und beliebte Müggelturm errichtet, der einen Ausblick über den See und die Wälder bis hin zur Stadtsilhouette Berlins bietet beziehungsweise bot.
Sport
Müggelturm]
In Berlin gibt es zahlreiche Sportvereine, wobei sich die meisten dem Breitensport widmen. Ein paar Vereine sind aber zusätzlich auch im Bereich des professionellen Sports tätig. Dazu zählen insbesondere im Fußball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die Eisbären, im Basketball Alba und im American Football Berlin Thunder. In der Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt gleich mit drei Vereinen vertreten.
Jedes Jahr findet in Berlin der weltbekannte Berlin-Marathon sowie das ISTAF statt. Nachdem Berlin die Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2000 verloren hatte, wird im Jahr 2006 nun das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin ausgetragen werden. Dazu wurde das Olympiastadion komplett saniert. Im Jahr 2009 werden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion ausgetragen.
Wirtschaft
Leichtathletik-Weltmeisterschaften]
Hauptartikel: Wirtschaft Berlins
Das Bruttoinlandsprodukt des Landes Berlin betrug im Jahr 2001 75,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Hamburg erzielte ein Bruttoinlandsprodukt von 73,7 Mrd. Euro, im Land Brandenburg waren es 42,3 Mrd. Euro (Quelle: IHK-Bericht 2000/2001).
In Berlin gab es 2001 insgesamt 138.688 der Industrie- und Handelskammer zugehörige Betriebe. Davon waren 48.289 im Handelsregister eingetragen und 90.399 so genannte Kleingewerbetreibende (IHK-Bericht 2000/2001).
Über 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem Tertiärsektor an. Mit 1,2 der 1,5 Millionen Arbeitnehmer Berlins sind in diesem Bereich ebenfalls weit über 80 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Berlin ist also Hochburg des Dienstleistungssektors. Die Bruttowertschöpfung liegt bei rund 69 Mrd. Euro pro Jahr.
Medien
Bruttowertschöpfung
Hauptartikel: Berliner Medienlandschaft
Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, bald auch VIVA und VIVA Plus, Sat.1, N24, TV.Berlin oder FAB gibt es in Berlin eine große Anzahl so genannter Privatradios. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender RBB und Deutsche Welle TV haben hier ihren Sitz. Der politischen Bedeutung als Hauptstadt tragen die meisten überregionalen Sender wie ARD, ZDF, RTL oder DeutschlandRadio mit einem „Hauptstadtstudio“ Rechnung.
In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. Die größten Abonnement-Zeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel, die alle drei jeweils einen umfangreichen Berlin-Teil aufweisen. Bundesweite Bedeutung haben die linksliberale taz, die konservative Welt, das Linkspartei-nahe Neue Deutschland und die Linkspartei-kritische Junge Welt. Außerdem gibt es in Berlin die Boulevardzeitungen B.Z., Bild Berlin und Berliner Kurier.
Neben den Zeitungen gibt es verschiedene Anzeigenblätter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt oder die Zweite Hand; außerdem erscheinen verschiedene Stadtmagazine wie der Tip, (030) oder die Zitty.
In Berlin haben der Verlag Walter de Gruyter und der Springer-Verlag ihren Sitz. Sie bieten neben Büchern und Zeitschriften auch viele multimediale Angebote.
Infrastruktur
Öffentlicher Verkehr
Springer-Verlag
Springer-Verlag]
Dem innerstädtischen Verkehr dienen die S-Bahn – betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH – sowie die U-Bahn, Straßenbahnen und Busse – betrieben von der BVG.
Wie man der Netzspinne leicht entnehmen kann, wird die Innenstadt in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet das Westkreuz mit dem Ostkreuz, und passiert dabei den Bahnhof Charlottenburg, den Zoologischen Garten, den Lehrter Bahnhof, den Bahnhof Friedrichstraße, den Alexanderplatz und den Ostbahnhof.
Auf der Nord-Süd-Achse übernimmt die U-Bahnlinie 9 den größten Teil des Fahrgastaufkommens, ergänzt durch die teilweise unterirdische Nord-Süd-Trasse der S-Bahn. Die S-Bahntrasse kreuzt am Bahnhof Friedrichstraße die Stadtbahn. Noch im Bau befindet sich die größtenteils unterirdische Fernbahntrasse vom Bahnhof Papestraße über den Lehrter Bahnhof bis nach Gesundbrunnen (als Teil des so genannten Pilzkonzeptes). Vervollständigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt einschließt.
Zum Eisenbahnknotenpunkt Berlin gehört auch der bei Potsdam gelegene Rangierbahnhof Seddin. Für den Regionalverkehr verkehren Regionalbahn- und Regionalexpresslinien der Deutschen Bahn sowie zwei InterConnex-Linien.
Siehe auch: Liste Berliner Bahnhöfe
Autobahnen
Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahn-Halbkreis (A 100 – Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollständigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verläuft die Autobahn A 10 (Berliner Ring).
Von der A 100 gibt es innerhalb des Stadtgebiets folgende Autobahnen Richtung Berliner Ring:
- A 111 in Richtung Nordwesten (Richtung Hamburg und Rostock)
- A 113 in Richtung Südosten (Richtung Dresden und Cottbus). Diese Autobahn beginnt derzeit erst am Dreieck Treptow im äußersten Südosten der Stadt. Bis 2007 soll der im Bau befindliche Anschluss von der A 100 (beginnend am Dreieck Neukölln) bis zur Berliner Stadtgrenze fertig gestellt sein. Am 14. Juli 2004 wurde dazu das erste Teilstück vom Dreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Späthstraße für den Verkehr freigegeben.
- A 115 in Richtung Südwesten (Richtung Hannover und Leipzig), deren anfängliches gerades Teilstück umgangssprachlich auch heute noch AVUS genannt wird.
Zusätzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin.
Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im Südwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100)) nach Süden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach Südwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.
Flughäfen
Berlin besitzt drei Flughäfen: Tegel (TXL), Tempelhof (THF) und Schönefeld (SXF). Letzterer liegt allerdings knapp hinter der Berliner Stadtgrenze und befindet sich somit im Land Brandenburg. Langfristig ist geplant, den Flughafen Schönefeld zu vergrößern, um die im Innenstadtbereich liegenden Flughäfen Tegel und Tempelhof zu entlasten beziehungsweise zu schließen. Das Großprojekt Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) stößt bei einigen Anwohnern in Berlin und Brandenburg auf Widerstand.
Mit dem bereits geschlossenen Flugplatz Johannisthal besaß Berlin den ersten Flugplatz Deutschlands.
Energieversorgung
Die Energieversorgung von Berlin verfügt über einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin über eine als Erdkabel ausgeführte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) vom Kraftwerk Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie konn
GroßstadtGroßstädte sind nach einer Begriffsbestimmung der Internationalen Statistikkonferenz von 1887 alle Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern.
Großstädte in Deutschland
Im Jahr 2003 waren 82 Städte in Deutschland Großstädte, siehe Liste der Großstädte in Deutschland.
Weitere acht Städte in Deutschland hatten in den letzten 50 bis 60 Jahren auch einmal mehr als 100.000 Einwohner, so dass es insgesamt 90 Städte gibt, die sich einmal als "Großstadt" bezeichneten (Die ehemalige sächsische Großstadt Plauen hat wohl den größten Einwohnerrückgang zu verzeichnen. Die Stadt hatte einmal 128.000 (Höchststand 1912) Einwohner (1939: 111.000 Einwohner). In Plauen leben heute noch rund 70.000 Menschen).
Großstädte in Österreich
Zählung im Jahr 2005
- Wien (1.631.082)
- Graz (226.244)
- Linz (188.118)
- Salzburg (148.546)
- Innsbruck (134.803)
Großstädte in der Schweiz
Fortschreibung der Einwohnerzahlen Dezember 2004
- Zürich (366.145)
- Genf (185.526)
- Basel (166.120) -
- Bern (127.352)
- Lausanne (115.985)
- Stand 2002
Siehe auch
- Kreisfreie Städte
- Suche Ort (Städte/Gemeinden allgemein)
- Liste von Bezeichnungen für große Städte
- Liste der Städte in Deutschland
- Liste der Städtelisten nach Ländern
- Liste der größten Städte der Welt
Kategorie:Kommunalpolitik
Groß-BerlinGroß-Berlin ist eine Bezeichnung für das 1920 entstandene Stadtgebiet von Berlin, wie es bis heute mit nur wenigen Änderungen besteht.
Entwicklung zu Groß-Berlin
Mit der industriellen Revolution und der Gründung des Deutschen Reichs nach 1871 wuchs die bis dahin recht kleine Residenzstadt Berlin sehr schnell. Die bis dahin freien Flächen zu den Nachbargemeinden mit überwiegend landwirtschaftlicher Nutzung wurden zunehmend für Wohn- und Industriezwecke genutzt. Seit den 1890er Jahren gab es viele Klagen über die unabgestimmte Entwicklung bei der Stadt- und Verkehrsplanung beispielsweise von den Ältesten der Kaufmannschaften. Andererseits profitierten die gleichen reichen Berliner Bürger von der Zersplitterung, die ihnen erlaubte, in bestimmten Vororten wie Grunewald wie in Steueroasen zu leben.
Mit der Bildung eines Zweckverbandes Groß-Berlin (Gesetz vom 19. Juli 1911) wurde versucht, einerseits einige der Probleme zu überwinden, andererseits aber eine beherrschende Stellung des „roten“ Berlin in der preußischen und Reichspolitik weiterhin zu verhindern. Dieser Zweckverband war aber deshalb so unverbindlich, dass er die in ihn gesetzten Erwartungen nur unzureichend erfüllte, zumal die immer stärkere soziale Differenzierung zwischen den Gemeinden zusätzliche Probleme bereitete und der Zweckverband in Fragen des sozialen Ausgleichs keine Kompetenzen hatte. Deshalb bedurfte es des Zusammenbruchs des Kaiserreichs durch Weltkrieg und Revolution, um die Eingemeindung endgültig politisch durchzusetzen. Als bleibender Erfolg des Zweckverbandes sind die ausgedehnten Wälder im Berliner Weichbild bis heute erhalten geblieben, die auf den so genannten Dauerwaldvertrag von 1915 zurückgehen.
Siehe auch: Geschichte Berlins
Das Groß-Berlin-Gesetz
Groß-Berlin-Gesetz wird in der Kurzform das „Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin“ genannt, das am 27. April 1920 vom Preußischen Landtag beschlossen wurde und am 1. Oktober 1920 in Kraft trat. Damit wurden in die bisherige Stadtgemeinde Berlin eingegliedert:
- die sieben Stadtgemeinden Lichtenberg, Schöneberg, Wilmersdorf, Charlottenburg, Neukölln, Cöpenick und Spandau sowie
- aus den umliegenden Kreisen Niederbarnim, Osthavelland und Teltow 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke.
Der neue Stadtkreis Berlin schied aus der Provinz Brandenburg aus und bildete fortan einen eigenen Verwaltungsbezirk.
Zu den bis dahin 1,9 Millionen Berlinern kamen damit nochmals 1,9 Millionen Einwohner dazu, knapp 1,2 Millionen davon allein durch die 7 umliegenden Städte. Das Stadtgebiet vergrößerte sich von 66 km² auf 883 km².
Es entstanden 20 Verwaltungsbezirke:
- aus Alt-Berlin entstanden die Bezirke Mitte, Tiergarten, Wedding, Prenzlauer Berg (zunächst als Prenzlauer Tor), Kreuzberg (zunächst als Hallesches Tor) und Friedrichshain,
- aus den ehemaligen selbstständigen Städten entstanden die Bezirke Charlottenburg, Spandau, Wilmersdorf, Schöneberg, Neukölln, Köpenick und Lichtenberg,
- und einige neu geschaffene Bezirke, benannt nach den Gemeinden, die zu dieser Zeit die meisten Einwohner hatten: die Bezirke Pankow, Reinickendorf, Steglitz, Zehlendorf, Tempelhof, Treptow und Weißensee.
Bei der Bildung der Verwaltungsbezirke, denen eine Reihe von Selbstverwaltungsaufgaben zugeordnet wurden, wurde darauf geachtet, dass sich „bürgerliche“ und „proletarische“ Bezirke in etwa die Waage hielten. Trotzdem gab es bis 1923 „Los-von-Berlin-Bewegungen“, die jedoch alle scheiterten.
Durch das Gesetz gelang es, eine integrierte Stadtplanung und städtebauliche Gestaltung zu realisieren. Damit war auch eine wichtige Grundlage für den Aufstieg Berlins zu einer Metropole mit Weltgeltung in den Zwanziger Jahren geschaffen worden.
Weitere Verwendung der Bezeichnung Groß-Berlin
Im Laufe der Jahrzehnte verschwand der Begriff Groß-Berlin immer mehr aus dem Sprachgebrauch, war aber in der Verwaltung weiterhin präsent. So wurde er auch in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 aufgenommen, wo er bis zur Wiedervereinigung und der damit verbundenen Änderung des Artikels 23 im Jahr 1990 stand. Auch nannte sich die Stadtverwaltung in Ost-Berlin bis in die Sechziger Jahre noch Magistrat von Groß-Berlin.
Weblinks
- [http://www.verfassungen.de/de/be/berlin20.htm Wortlaut des Gesetzes]
Kategorie:Berliner Geschichte
Groß-Berlin-Gesetz
Berlin
2001
Jahreswidmungen
- 2001 ist „Internationales Jahr der Mobilisierung gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz“ (UNO)
- 2001 ist „Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen“ (UNO)
- 2001 ist „Internationales Jahr der Freiwilligen“ (UNO)
- Die Mäandertrüffel (Choiromyces meandriformis) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Haubentaucher (Podiceps cristatus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Esche (Fraxinus excelsior) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Herbst-Drehwurz (Spiranthes spiralis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Feldhase (Lepus europaeus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Glockenblume (Campanula) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)
Politik
- 1. Januar: Moritz Leuenberger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Griechenland. Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion
- 6. Januar: Parlamentswahlen in Thailand
- 6. Januar: Ariel Scharon wird zum neuen Ministerpräsidenten Israels gewählt
- 7. Januar: John Agyekum Kufuor wird Staatspräsident von Ghana
- 14. Januar: Dr. Jorge Sampaio wird als Staatspräsident in Portugal in seinem Amt bestätigt
- 20. Januar: Gloria Macapagal Arroyo wird Staatspräsidentin auf den Philippinen
- 20. Januar: George W. Bush wird zum neuen Präsidenten der USA vereidigt
- 25. Januar: Armenien wird in den Europarat aufgenommen
- 25. Januar: Aserbaidschan wird in den Europarat aufgenommen
- 26. Januar: Demokratische Republik Kongo. Joseph Kabila wird Staatspräsident
- 2. Februar: José Maria Neves wird Premierminister von Kap Verde
- 7. Februar: Ariel Sharon wird Ministerpräsident von Israel
- 16. Februar: US-amerikanische und britische Kampfflugzeuge bombardieren Ziele nahe Bagdad, da der Irak gegen das Flugverbot verstoßen habe
- 20. Februar: Erste Kommunalwahlen im Jemen
- 25. Februar: Pedro Pires wird Staatspräsident vom Kap Verde
- 25. Februar: Republik Moldau. Parlamentswahlen
- 26. Februar: Vertrag von Nizza, die Erweiterung der EU betreffend, unterzeichnet
- 1. März: Bulgarien. Volkszählung (bis 15. März)
- 4. März: In einer Volksabstimmung der Schweiz stimmen 76,7 % der Wahlbeteiligten für die Verfassungsinitiative „Ja zu Europa“ und damit gegen einen EU-Beitritt der Schweiz. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,7 %
- 7. März: Algerien und Deutschland schließen ein Seeschifffahrtsabkommen
- 7. März: Dileita Mohamed Dileita wird Premierminister in Dschibuti
- 12. März: Die UNESCO bestätigt, dass Taliban zwei der größten aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. stammenden Buddha-Statuen in Bamiyan, Afghanistan, zerstört haben
- 16. März: Katar. Der Streit um die Hawar-Inseln wird beendet durch Urteil des Internationalen Gerichtshofs
- 18. März: Die Gewerkschaft Ver.di wird in Berlin gegründet
- 25. März: Norwegen ist Mitglied des Schengener Abkommen
- 27. März: Laos. Bounnhang Vorachit wird Ministerpräsident
- 31. März: Sturz des Staatspräsidenten Bernard Dowiyogo von Nauru durch Misstrauensvotum
- 4. April: Vladimir Voronin wird Staatspräsident von der Republik Moldau
- 4. April: Silvia Cartwright wird Generalgouverneurin (Staatsoberhaupt) von Neuseeland
- 15. April: Der Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Deutschland und El Salvador tritt in Kraft
- 29. April: Parlamentswahlen in Senegal
- 8. Mai: Serbien und Montenegro wird Mitglied in der Weltbank
- 13. Mai: Mazedonien. 6. Regierungsumbildung
- 22. Mai: Taliban erwägen, Hindus in Afghanistan zum Tragen einer Markierung zu verpflichten
- 29. Mai: König Abdullah II. von Jordanien auf Staatsbesuch in Deutschland
- 30. Mai: Die Kulturkommission zwischen Kanada und Deutschland trifft in Berlin zusammen
- 1. Juni: Interimsabkommen zwischen Mazedonien und der EU
- 1. Juni: Blutbad in Nepal. König Birendra und fast die ganze Familie wurden durch den Sohn Birendras getötet, der sich anschließend selbst tötet
- 4. Juni: Prinz Gyanendra Bir Bikram wird König von Nepal
- 7. Juni: Großbritannien. Wiederwahl von Tony Blair als Premierminister
- 8. Juni: Iran. Wiederwahl von Mohammad Chātemī zum Staatspräsidenten
- 16. Juni | | |