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Bruchwald

Bruchwald

Bruchwälder (Bruch für sumpfiges Gebiet), auch Moorwälder genannt, stocken als natürliche azonale Waldgesellschaft auf Böden, in denen das Grundwasser dauernd nahe der Oberfläche steht und nur ausnahmsweise mehr als 1 m schwankt. Der "echte Bruchwald" stockt in der Regel auf mindestens 10-20 cm Bruchwaldtorf, Seggentorfen und zum Teil anmoorigen Gleyen bzw. Nassgleyen.

Artenzusammensetzung und Untergesellschaften

Erlenbruchwälder zeichnen sich durch die Dominanz der Schwarzerle (Alnus glutinosa) und das Fehlen oder fast völlige Fehlen anderer bezeichnender Baumarten aus. In der Krautschicht von Bruchwäldern findet sich ein hoher Anteil an Niedermoor-, Röhricht- und Großseggenarten. Die Schwarzerle kann die hohe Feuchtigkeit und dank ihrer Adventivwurzeln auch schwankende Wasserstände vergleichsweise gut verkraften. Die Differenzierung in Untergesellschaften ist trophiebedingt. Es werden der Iris-Erlenbruchwald, der Schaumkraut-Erlenbruchwald, der Typischer Erlenbruchwald, sowie der Moorbirken-Erlenbruchwald unterschieden. Nach Entwässerung finden sich je nach Untergesellschaft brombeer-, farn- oder brennnesselreiche Degenerationsstadien des Erlenbruchwaldes Anders als der Erlenbruchwald der zumeist auf nährstoffreichen Standorten anzutreffen ist findet sich der Birkenbruchwald als lichter Birkenwald auf nährstoffarmen Torfböden am Rande von Hoch- und Zwischenmooren sowie an dystrophen Gewässern im naß-oligotrophen Bereich zu finden. Übergänge zwischen beiden Bruchwaldtypen werden als Birken-Erlen-Bruchwald bezeichnet.

Verbreitung

Der Erlenbruchwald hat Verbreitungsschwerpunkte im planaren bis submontanen Bereich. siehe auch:
- Erlenbruchwälder in Brandenburg

Gefährdung

Erlenbruchwälder in Brandenburg Gefährdet sind Erlenbruchwälder insbesondere durch Entwässerung, intensive forstwirtschaftliche Nutzung und Aufforstung mit biotopfremden Baumarten. Eutrophierung ist als weitere Gefährdungsursache insbesondere der nährstoffarmen Untergesellschaften anzusehen.

Sonstiges

Insbesondere in Brandenburg werden die noch erhaltenen Erlenbrüche auch als Elsbruch bezeichnet. Els ist der niederdeutsche Ausdruck für Erle. Kategorie:Forstwirtschaft Kategorie:Biotop Kategorie:Wald

Bruch (Landschaft)

Ein Sumpf (Norddeutsch: das Bruch, Niederdeutsch Brook, Brauck) ist ein Feuchtgebiet besonders an Flussniederungen und Seeufern ohne Torfbildung. Ebenfalls für den gleichen Sachverhalt betreffende, aber regional vor allem in Landschaftsnamen vorkommende Begriffe sind "Luch" (von slaw. "lug" = "Wiese") in Brandenburg und "Moos" in Bayern. Bayern Baumfreie, zum Teil gebüschreiche von Sumpfpflanzen dominierte Lebensgemeinschaften, die auf nassen mineralischen bis organischen Böden gedeihen, können nur bei permanentem Wasserüberschuss bestehen. Die Abgrenzung von Sumpf zu anderen Biotoptypen ist nicht ganz einfach, da sie keinen eigenständigen Biotoptyp repräsentieren. Sümpfe bilden Zwischenformen von Lebensräumen wie Mooren, verlandenden Gewässern, Wiesen und Gebüschen. Hochstaudenfluren, Kleinseggengemeinschaften, Großseggenriede oder feuchte Weidengebüsche gehören zur typischen Vegetation. Sümpfe sind durch Entwässerung und landwirtschaftliche Nutzung gefährdet, wurden und werden aber teilweise wieder renaturiert.

Siehe auch


- Elsbruch, Feuchtgebiet, Feuchtwiese, Grundwasser, Moor, Moorhuhn, Schachtsumpf, Sumpfhuhn
- "Der Sumpf" - (The Jungle) ein Roman von Upton Sinclair Kategorie:Biotop

Waldgesellschaften Mitteleuropas

Waldgesellschaft ist ein Begriff der Biologie, vornehmlich der Geobotanik, Forstwirtschaft und Pflanzensoziologie. Waldgesellschaften sind charakterisierbare und abgrenzbare Artenzusammensetzungen (Pflanzengesellschaften). Die Kenntnisse über die natürlichen Waldgesellschaften sind hauptsächlich in der Forstwirtschaft und im Naturschutz und Bodenschutz sowie für deren Fachplanungen Waldmehrung und Landschaftsplanung von großem Wert und Untersuchungsgegenstand der Botanik, Pflanzensoziologie und Ökologie. Eine natürliche Waldgesellschaft ist eine spezifische Artenzusammensetzung, die sich je nach Standortfaktoren auf natürliche Weise (ohne Einwirkung des Menschen) im Verlaufe der Sukzession einstellen würde. Während der Sukzession (Entwicklung) zur Klimaxvegetation durchläuft ein Wald mehrere ökologische Stadien, deren typischer Bewuchs auch Waldgesellschaften zugeordnet werden kann (z.B. Vorwälder). Die Pflanzengesellschaften der verschiedenen Entwicklungsstadien sind von der theoretischen Klimaxvegetation abhängig. Die möglichen Stadien der natürlichen Waldentwicklung sind im Mosaik-Zyklus-Konzept beschrieben. Störungen von außen, allen voran die menschliche Nutzung, hatten und haben zu Folge, dass der Anteil naturnaher Waldgesellschaften auf teilweise unter 10 % der verbliebenen Waldfläche in Mitteleuropa geschrumpft ist. Viele der natürlichen Waldgesellschaften stehen daher unter Naturschutz. Zur geschichtlichen Entwicklung der Waldgesellschaften bis zu ihrem heutigen Erscheinungsbild siehe Geschichte des Waldes in Mitteleuropa.

Geobotanische Einteilung der Waldgesellschaften

Zum überwiegenden Teil würde sich der Wald in Mitteleuropa heute, in der Nachwärmezeit, ohne störende Einflüsse zu den zonalen Gesellschaften der Buchenmischwälder (Fagetalia) in ozeanisch geprägten Bereichen, im Übergang zu subozeanischen zu Eichenmischwäldern (Quercetalia) entwickeln. Die Ausprägung der zonalen Waldgesellschaften ist hauptsächlich vom Großklima beeinflusst. Innerhalb der zonal geprägten Wälder gibt es eine Vielzahl kleinerer Gebiete mit stärker überlagernden Standortfaktoren, die die Ausprägung von azonalen Waldgesellschaften begünstigen. Extrazonale Waldgesellschaften schließlich sind Waldgesellschaften, an denen die Standortfaktoren so stark von der Zonierung abweichen, dass sie größere Ähnlichkeiten mit anderen Vegetationsräumen aufweisen.

Zonierung

Man unterscheidet zwischen
- zonalen Waldgesellschaften, die hauptsächlich durch das Großklima beeinflusst werden und sich nur durch die Bodenverhältnisse (Bodenart, Nährstoffangebot, Säure) unterscheiden und Varianten bilden. Beispielsweise ist die Rotbuche in ozeanischen Klimaten konkurrenzstark und bildet auf kalkreichen Böden guter Wasserführung den Kalk-Buchenwald, auf weniger kalkreichen Sandböden wegen schlechter Wasserführung einen Buchen-Stieleichen- oder Buchen-Traubeneichenwald. Im kontinentaleren Klimaten gehen die Buchenmischwälder zunehmend in Eichenmischwälder über, da die Stieleiche stärkere Temperatur- und Feuchteschwankungen als die Rotbuche verträgt.
- Azonale Waldgesellschaften sind an einem bestimmten ökologischen Faktor gebunden, wie zum Beispiel Nässe, Trockenheit. Bei Vorhandensein dieser Verhältnisse wird die zonale Gesellschaft verdrängt. Typisch sind azonale Waldgesellschaften entlang von Fließgewässern: beispielsweise geht ein zonaler Buchenmischwald bei periodischer seltener Überflutung in Hartholzauen (Stieleichen-Ulmen-Wald), bei häufigerer Überflutung in Weichholzauen (Auwälder) über. Bei dauerhafter Staunässe geht die zonale Waldgesellschaft in Sumpfwälder (z.B. Erlenbruch), in klimatisch besonderen Lagen wie Schluchten in Schluchtwälder über.
- extrazonale Waldgesellschaften sind die an mehrere extreme ökologische Faktoren gebunden, wie starke Sonneneinstrahlung und starke Trockenheit. Zum Beispiel bilden sich thermophile Eichenwälder (Traubeneichen- und Stieleichenwälder) an südexponierten felsigen Steilhängen als Spezialisten des problematischen Standortes, die südeuropäischen Standorten ähnlicher als mitteleuropäischen sind.

Höhenstufungen

Diese Einteilungen überlagern sich dabei mit der Einteilung nach ihrer Höhenlage, die wiederum die Standortfaktoren mitbeeinflusst und damit die obigen Waldgesellschaften nicht nur in weiteren Ausprägungen erscheinen lassen, sondern beispielsweise im subalpinen Bereich in eine andere zonale Waldgesellschaft übergehen lassen. So geht im ozeanischen Klima der planare oder colline Buchen-Eichenwald mit zunehmender Höhe in den hoch-collinen bzw. submontanen Buchen-Tannen-(Fichten)-Wald über. Mit steigender Höhe nimmt der Anteil der Rotbuche schnell ab, der von Tanne, Fichte und ggf. Lärche nimmt zu. Es bildet sich der subalpine Fichtenwald, der wegen des Klimas in Höhenlagen dem borealen Fichtenwald sehr ähnlich ist (siehe: Borealer Wald). Vegetationsgeschichtlich werden subalpine Fichtenwälder als Relikte der frühen Baumbesiedelung Mitteleuropas nach Rückzug der eiszeitlichen Gletscher gewertet. Die Höhenstufungen sind:
- planare Stufe (Flachland)
- colline Stufe (Hügelland, Mittelgebirge)
  - subcollin (Höhe bis ca. 200 - 400 m)
  - (meso)collin (400 - 600 m)
  - hoch collin (submontan) (500 bis 800 m)
- montane Stufe (Mittelgebirge und Hochgebirge)
  - submontan (700 bis 1000 m)
  - (meso) montan (800 bis 1500 m)
- subalpin (nördlich der Alpen ab ca. 1500 m bis 3000 m)
- alpin (Alpen ab ca. 3000 m)

Übersicht über die Waldgesellschaften

Waldnahe Staudenfluren und Gebüsche


- Staudensäume an Gehölzen: (Sonnen- und wärmeliebende) Saumgesellschaften, Staudenhalden, Laubwiesen), Trifolio-Geranietea (sanguinei)
- Waldlichtungsfluren: Schlagfluren und Vorwald-Gehölze (Stauden-Gebüsch)) Epilobietea (angustifolii)
- Hochstaudenfluren und Hochstaudengebüsche

Nadelwälder und verwandte Heiden


- Kalk-Kiefernwälder, Erico-Pinetea
- Kiefern-Steppenwälder, Pulsatillo-Pinetea
- Saure Nadelwälder, Vaccinio-Piceetea
  - Rauschbeer-Waldkiefern-Moorwald Vaccinio uliginosi-Pinetum sylvestris, Waldkiefern-Moorwald auf oligotrophen Torfen im Ufersaum dystropher Gewässer und auf Hochmooren

Laubwälder und verwandte Gebüsche (Querco-Fagetea)

Weichholz Au- und Bruchwälder


- Weidenauen, Salicetea purpureae
  - Silberweidenwald Salicetum albae, Silberweiden-Bruchweiden-Hohe Weiden-Schwarzpappel-Korbweide-Bestand, der häufig und auch länger überfluteten Bereiche der Flüsse und Ströme (unterhalb des Sommerhochwassers), auf Kiesen und Sanden (Rohböden)
- Erlenbrücher Alnetea glutinosae, z.B.:
  - Walzenseggen-Erlenbruchwald Carici elongatae-Alnetum, Erlenbruchwald auf intakten Niedermoorböden mit hohem Grundwasserstand, unterschiedliche Trophiestufen, (nährstoffreich)
  - Moorseggen-Erlenwald Carici laevigatae-Alnetum, Erlensumpfwald auf Niedermoorböden
  - Winkelseggen-Erlen-Eschenwald Carici remotae-Fraxinetum, Eschenwald an Fließgewässern auf nassen Kalkböden
  - Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald Pruno-Fraxinetum, Sumpfwald der Niederungen und Auen auf Anmoorgley und Nassgley
  - Hainmieren-Erlen-Auenwald Stellario-Alnetum glutinosae, Schwarzerlen-Auenwald der häufig überfluteten Schwemmböden im Sommerhochwasserbereich von kalkarmen Bächen und kleineren Flüssen
- Birken-Bruchwälder, Salicion cinerae, z.B.:
  - Karpatenbirken-Bruchwald, Betuletum carpaticae, lichter Birken-Moorwald an den Rändern quelliger Hoch- und Zwischenmoore in den montanen Lagen der Mittelgebirge
  - Birkenbruchwald, Betuletum pubescentis, lichter Birkenbruchwald, Birken-Moorwald auf nährstoffarmen Torfböden am Rande von Hoch- und Zwischenmooren sowie dystrophen Gewässern im nass-oligotrophen Bereich

Eichenmischwälder, Quercetalia

Beispiele:
- Stieleichen-Ulmenwald Querco-Ulmetum minoris, Hartholzaue periodisch überfluteter, sandiger Auenlehme
- Sternmieren-Stieleichen-Hainbuchenwald Stellario-Carpinetum, Hainbuchen-Stieleichen-Vogelkirschen-Winterlinden-Mischwald auf frischen bis feuchten, kalkarmen, nährstoffreichen Gleyen
- Birken-Eichenwald, Betulo-Quercetum, trockene bis frische nährstoffarme Sandböden
- Elsbeeren-Eichen-Hainbuchenwald, Galio-carpinetum, flachgründige, wechseltrockene Böden mit unausgeglichenem Lufthaushalt
- Habichtskraut-Traubeneichenwald Hieracio-Quercetum petraeae, Eichen-Trockenwald auf trockenen, flachgründigen, nährstoff- und basenarme Böden (Ranker) auf Felszersatz und Felsen sowie an südexponierten Steilhängen

Buchenmischwälder, Fagetalia

Beispiele:
- Eichen-Buchenwald Lonicero periclymeni-Fagetum, Rotbuchen-Traubeneichen-Stieleichen-Mischwald auf frischen bis trockenen, basenarmen und mäßig nährstoffreichen, schwach anlehmigen Sandböden
- Bärlapp-Hainsimsen-Buchenwald, Luzulo-Fagetum lycopodietosum, Buchen-Tannen (Fichten)-Mischwald auf sauren Silikatböden (Sand, verwitterter Granit) montaner Lagen
- Seggen-Buchenwald Carici fagetum, auf flachgründigen Kalkböden (Rendzina) und Klippenstandorte; häufig südexponiert
- Flattergras-Buchenwald Milio-Fagetum, bodensaurer Buchen-Stieleichen-Eschen-Mischwald der planaren Stufe, Lössböden, Sandlössböden und sandige Lehmböden der Grundmoräne, mesotrophe, zum Teil pseudovergleyte Parabraunerden und Braunerden
- Eschen-Bergahorn-Schluchtwald Fraxino-Aceretum pseudoplatani, edellaubholzreiche Block-, Schutt- und Hangwälder auf meist tiefgründigen Braunerden oder Rendzinen im Bereich luftfeuchter, kühler Hanglagen; auch auf alluvialen Bach- und Flusssedimenten sowie auf feinerdereichen Blockschuttfeldern
- Kalkbuchenwald: Waldgersten-Buchenwald, Hordelymo-Fagetum, Buchenwald basenreicher Böden über Kalkgestein, Rendzina, Braunerde-Rendzina, Braunerden, Löß sowie Parabraunerden
- Spitzahorn-Lindenwald, Aceri-Tilietum platyphylli, Blockschutthalden-Wald der montanen Stufe

Wissenschaftliche Klassifikationen


- Pflanzensoziologische Einheiten nach Erich Oberdorfer
- Zeigerwerte nach Heinz Ellenberg

Literatur


- Waldökologie (Hans-Jürgen Otto, UTB Stuttgart 1994, ISBN 3825280772) Kategorie:Geobotanik Kategorie:Forstwirtschaft Kategorie:Naturschutz Kategorie:Klimazonen und Vegetation

Gley

Gleyboden ist ein vom Grundwasser beeinflusster Boden. Man unterscheidet Gley, Nassgley, Anmoorgley, Moorgley und Tundragley. Gebildet wird er durch eine Vergleyung, bei der es durch Grundwasser im Bodenkörper zu Oxidations- und Reduktionsprozessen kommt. Die typische Horizontabfolge lautet: Ah/Go/Gr, wobei Übergangshorizonte zwischen Go und Gr bestehen können, die je nach Ausprägung der Merkmale, entweder Gro oder Gor benannt werden. Der obere Bodenhorizont (A-Horizont) ist ein feuchter, gut zersetzter Mullhumus. Um einen Normgley ausgrenzen zu können, muss er mindestens 4 dm mächtig sein. Darunter folgt der Go-Horizont, der periodisch durchlüftet ist und durch Eisen(III)-Verbindungen eine rostfleckige Färbung aufweist. Der folgende Gr-Horizont weist eine blau-graue Färbung auf, da er durch das anstehende Grundwasser ständig wassergesättigt ist und das Eisen fein verteilt in reduzierter Form (FeII) vorliegt. Beim Aufgraben eines solchen Horizontes ist ein etwas fauliger Geruch zu bemerken, was durch die im anoxischen Milieu vorherrschenden fermentativen Umsetzungsprozesse bedingt ist. Kategorie:Bodentyp

Schwarzerle

Die Schwarzerle (Alnus glutinosa), auch Roterle genannt, ist ein Laubbaum, der vornehmlich in Wassernähe und sogar in Überschwemmungsgebieten wächst. Die Schwarzerle war Baum des Jahres 2003.

Merkmale

Die Schwarzerle erreicht eine Höhe von bis zu 35 m und einen Stammdurchmesser von 1 m. Ihr Höchstalter beträgt nur 100-120 Jahre. Durch ihre außerordentliche Regenerationsfähigkeit (Stockausschlag) können einzelne Individuen aber auch deutlich älter werden, da auch alte Baumstümpfe lange Zeit austriebsfähig bleiben. Die Blätter sind langgestielt, die Blattform ist oval mit gesägten Blatträndern. Der Stamm ist von den Wurzeln bis zur Krone gerade durchlaufend, die Rinde ist dunkelgrau bis schwarz und ist schuppig zerklüftet. Schwarzerlen blühen sehr früh, im März oder April. Die Blütenstände haben Kätzchenform, in denen sehr einfach gebaute Blüten sitzen. Sie blühen vor dem Austreiben der Laubblätter. Die Bestäubung erfolgt über den Wind (wie bei allen Betulaceae). Die Früchte sitzen in verholzenden Zäpfchen, sie sind reif im September oder Oktober und werden vom Wind verbreitet.

Geschichte

Der Name Schwarzerle beruht auf der alten Verwendung ihrer Rinde zum Schwarzfärben von Leder sowie der Herstellung schwarzer Tinte aus ihren Fruchtzapfen. Mancherorts ist der Baum auch als Roterle bekannt, was sich auf die rötliche Verfärbung des frisch geschlagenen Holzes bezieht.

Vorkommen

Früchte In Mitteleuropa wächst die Schwarz-Erle vom Flachland bis zu 1200 m Höhe in den Alpen. Nordöstlich von Lübbenau im Spreewald (Bundesland Brandenburg) befindet sich der größte Erlenwald Deutschlands. Kleinere Erlenbrüche finden sich direkt vor Berlin, im Naturpark Nuthe-Nieplitz: das Siethener und das Saarmunder Elsbruch.

Nutzung

Erlenholz wird für Kleinmöbel genutzt. Wegen seiner Beständigkeit in Wasser ist es auch sehr gefragt für Holzbauten im Wasser, z. B. in Venedig, dessen Bauten etwa zur Hälfte auf Erlenpfählen ruhen. In der Aquaristik finden auch die Zapfen dank ihrer Gerbstoffe und anderer antibakterieller Wirkstoffe Verwendung.

Weblinks


- [http://www.baumdoctor.com/baum-des-jahres-2003.html Informative Seite über die Schwarzerle von Baumgutachter Udo Kaller] Siehe auch: Naturschutz Kategorie:Birkengewächse Kategorie:Baum

Niedermoor

Das Niedermoor (auch: Flachmoor) bezeichnet die erste Stufe in der Entwicklung eines Moores . In diesem Stadium wird das Moor von nährstoffreichem aber sauerstoffarmem Grundwasser und Oberflächenwasser gespeist. Seine Höhe erreicht die Wasseroberfläche. Das Niedermoor ist klimaunabhängig. Es kann sich zum Zwischenmoor und zum Hochmoor entwickeln.

Entstehung

Niedermoore entstehen durch Verlandung von Gewässern, in feuchten Senken oder im Einflussbereich von Quellen. Diese Biotope sind meist sehr nährstoffreich (eutroph). Das führt zu einer schnellen Produktion von Biomasse. Unter dem herrschenden Sauerstoffmangel verläuft der Abbau von Pflanzenresten langsamer als deren Zugewinn. Die unvollständig abgebauten Pflanzenreste bilden den Torf. Zum Abbau der Zellulose muss auch das Lignin zersetzt werden was zur Produktion von Huminsäure führt. Daher kommt es zu einer allmählichen Versauerung des Moores. Niedermoore haben einen pH-Wert von 3,5 - 7,0. Entstehen durch fließendes, hoch stehendes nährstoffreiches Grundwasser, austretendes Quellwasser oder Verlandung von Gewässern. Niedermoore sind heute häufig flachgründige und mäßig fruchtbare Torfbildungen der Niederungen. Niedermoore können auch in Bruchwälder übergehen bzw. in Streuwiesen (oder Feuchtwiesen). Die moderne Landwirtschaft hat Niedermoorflächen durch Tiefumbruch sogar in humose Äcker verwandelt. In ihrer natürlichen Form sind Niedermoore in Mitteleuropa praktisch nicht mehr in ihrer ursprünglichen Ausprägung vorhanden. Kategorie:Biotop Kategorie:Bodentyp !

Schwarzerle

Die Schwarzerle (Alnus glutinosa), auch Roterle genannt, ist ein Laubbaum, der vornehmlich in Wassernähe und sogar in Überschwemmungsgebieten wächst. Die Schwarzerle war Baum des Jahres 2003.

Merkmale

Die Schwarzerle erreicht eine Höhe von bis zu 35 m und einen Stammdurchmesser von 1 m. Ihr Höchstalter beträgt nur 100-120 Jahre. Durch ihre außerordentliche Regenerationsfähigkeit (Stockausschlag) können einzelne Individuen aber auch deutlich älter werden, da auch alte Baumstümpfe lange Zeit austriebsfähig bleiben. Die Blätter sind langgestielt, die Blattform ist oval mit gesägten Blatträndern. Der Stamm ist von den Wurzeln bis zur Krone gerade durchlaufend, die Rinde ist dunkelgrau bis schwarz und ist schuppig zerklüftet. Schwarzerlen blühen sehr früh, im März oder April. Die Blütenstände haben Kätzchenform, in denen sehr einfach gebaute Blüten sitzen. Sie blühen vor dem Austreiben der Laubblätter. Die Bestäubung erfolgt über den Wind (wie bei allen Betulaceae). Die Früchte sitzen in verholzenden Zäpfchen, sie sind reif im September oder Oktober und werden vom Wind verbreitet.

Geschichte

Der Name Schwarzerle beruht auf der alten Verwendung ihrer Rinde zum Schwarzfärben von Leder sowie der Herstellung schwarzer Tinte aus ihren Fruchtzapfen. Mancherorts ist der Baum auch als Roterle bekannt, was sich auf die rötliche Verfärbung des frisch geschlagenen Holzes bezieht.

Vorkommen

Früchte In Mitteleuropa wächst die Schwarz-Erle vom Flachland bis zu 1200 m Höhe in den Alpen. Nordöstlich von Lübbenau im Spreewald (Bundesland Brandenburg) befindet sich der größte Erlenwald Deutschlands. Kleinere Erlenbrüche finden sich direkt vor Berlin, im Naturpark Nuthe-Nieplitz: das Siethener und das Saarmunder Elsbruch.

Nutzung

Erlenholz wird für Kleinmöbel genutzt. Wegen seiner Beständigkeit in Wasser ist es auch sehr gefragt für Holzbauten im Wasser, z. B. in Venedig, dessen Bauten etwa zur Hälfte auf Erlenpfählen ruhen. In der Aquaristik finden auch die Zapfen dank ihrer Gerbstoffe und anderer antibakterieller Wirkstoffe Verwendung.

Weblinks


- [http://www.baumdoctor.com/baum-des-jahres-2003.html Informative Seite über die Schwarzerle von Baumgutachter Udo Kaller] Siehe auch: Naturschutz Kategorie:Birkengewächse Kategorie:Baum

Trophie

Trophie (trophé (griechisch) = Ernährung) bezeichnet in den Fächern der Biologie # das Nährstoffangebot eines Standortes (Ökologie) oder # die Ernährung von Pflanzen (Botanik).

Trophie (Ökologie)

Trophiestufen

Trophie ist die Intensität der organischen photoautotrophen Produktion (Ohle 1952). Die Trophie eines Biotopes oder eines Ökosystems ist ein abiotischer Standortfaktor, der die Herausbildung verschiedener Biozönosen (Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren) im Verlaufe der Sukzession (=Entwicklung) mit prägt. Die Anreicherung eines Lebensraumes mit Nährstoffen nennt man eutrophieren. Eutrophierung ist das (im Volksmund schädliche) Einbringen von Nährstoffen in Lebensräume (Vgl. a.: Düngung). Vor allem Gewässer und Böden lassen sich Trophiestufen, Stufen unterschiedlicher Nährstoffangebote, zuordnen (vgl. a.: Trophiensystem, Gewässergüte). Grobe Einteilung:
- ultraoligotroph: extrem nährstoffarm
- oligotroph: nährstoffarm
- mesotroph: mittleres Nährstoffangebot
- eutroph: nährstoffreich
- polytroph: sehr nährstoffreich
- hypertroph: extrem nährstoffreich Des weiteren gibt es v.a. bei Gewässern stark schwankende Nährstoffangebote (vgl. a.: Limnologie).

Trophie-Ebenen

Die Trophie-Ebene beschreibt die Stellung von Lebewesen im Nahrungsnetz (Nahrungskette). So lassen sich Ökosysteme und ihre Biozönosen in Trophie-Ebenen unterteilen:
- Primärproduzenten (autotroph = "selbst ernährend"): meist Pflanzen.
- Primärkonsumenten, Pflanzenfresser: z.B. Rinder (heterotroph).
- Sekundärkonsumenten: Fleischfresser: z.B. Raubtiere. (heterotroph)

Trophie (Botanik)

#In der Botanik ist die Trophie die Ernährung der Pflanzen; die Intensität der autotrophen Photosyntheseleistung. "Eutrophierung" ist hier die Zunahme der Nährstoffassimilation (des Pflanzenwachstums). #Die ungleichmäßige, lagebedingte Verteilung von Nährstoffen innerhalb einer Pflanze. Kategorie:Ökologie Kategorie:Botanik

Erlenbruchwälder in Brandenburg

In der Region Brandenburg werden Erlenbruchwälder oftmals als Elsbruch bezeichnet, wobei Els für Erle (niederdeutsch „Else“ = „Erle“) und Bruch (vgl. niederrheinisch „-broich“, ebenfalls „bruch“ ausgesprochen) für sumpfiges Gebiet steht. In den brandenburger Elsbrüchen kommt überwiegend die Schwarzerle vor, die die hohe Feuchtigkeit und dank ihrer Adventivwurzeln auch schwankende Wasserstände vergleichsweise gut verkraften kann. Adventivwurzeln Naturnahe Erlenbrüche sind heute noch im Oberspreewald zu finden. Einen dichten Bruchwald bildet ferner das Naturschutzgebiet Zarth bei Treuenbrietzen im Naturpark Nuthe-Nieplitz, das unterhalb des Nordhangs des Fläming im Glogau-Baruther-Urstromtal liegt und Quellgebiet mehrerer Fließe ist. Zwei kleinere Elsbrüche liegen südlich vor Berlin, ebenfalls im brandenburgischen Naturpark Nuthe-Nieplitz: das Siethener und das Saarmunder Elsbruch. Die Brandenburger Elsbrüche sind mit dem Ende der letzten Eiszeit, der Weichsel-Eiszeit vor rund 15.000 Jahren entstanden, die insbesondere in der Niederung der Flüsse Nuthe und Nieplitz ein stellenweise fast undurchdringliches sumpfiges Gebiet hinterließ. Die Regulierung der Flüsse und die Entwässerung der Niederungen und Elsbrüche für die Urbarmachung des Landes zugunsten der Landwirtschaft begleitet die Geschichte des Landes seit dem 12. Jahrhundert bis heute. Über das Jahr 1859 und Carl von Jagow, Erbjägermeister der Kurmark und seinerzeit Eigentümer der Dörfer Siethen und Gröben, berichtet beispielsweise Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg: Mit Wiesenkulturen und Bruchentwässerungen, an die sich bald auch eine lohnendere Behandlung der Forstreviere schloß, wurde begonnen und in rascher Reihenfolge folgten Wirtschaftsgebäude, ... .

Literatur

Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Teil 4. Spreenland. Zitiert nach der Ausgabe 1998, Frankfurt/M, Berlin.

Weblinks


- [http://www.reiseland-brandenburg.de TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH]
- [http://www.grossschutzgebiete.brandenburg.de Landesanstalt für Großschutzgebiete Brandenburg]
- [http://www.naturwacht.de Naturwacht in Brandenburg] Kategorie:Biotop Kategorie:Geographie (Brandenburg)

Brandenburg

Brandenburg (sorbisch:Braniborska) ist ein Bundesland im Nordosten Deutschlands. Die Landeshauptstadt ist Potsdam. Brandenburg grenzt an Polen im Osten, Sachsen im Süden, Sachsen-Anhalt im Westen, Niedersachsen im äußersten Westen auf einem kurzem Stück an der Elbe, Mecklenburg-Vorpommern im Norden und umschließt das zentral gelegene Berlin vollständig.

Geografie

Typisch für Brandenburg ist die Ausrichtung sämtlicher Infrastruktur auf das inselförmig im Land gelegene Berlin. Berlin und Brandenburg bilden gemeinsam die Metropolregion Berlin/Brandenburg. Rund um Berlin befinden sich die wohlhabendsten Städte und Dörfer („Speckgürtel“ Berlins). Hier wohnen auch viele Berliner, die es ins Grüne zog. In der Peripherie des Bundeslandes liegen dünn besiedelte und landwirtschaftlich geprägte Landstriche wie die Prignitz, der Fläming, der Spreewald, das Oderbruch oder die Uckermark. Rund um Cottbus im Südosten des Landes befinden sich mehrere Braunkohleabbaugebiete (Tagebau).
- Entfernung Nord-Süd 291 km
- Entfernung West-Ost 244 km

Landschaft

Die Oberflächengestaltung von Brandenburg wird durch zwei Höhenzüge und zwei Bodensenkungen bestimmt. Die Senkungen werden von Flussniederungen eingenommen, an deren Rändern sich - heute größtenteils trockengelegte - Moor- und Sumpfböden befinden, die zwischenzeitlich auch dem Torfabbau dienten. Die Flussniederungen werden hier Bruch oder Luch genannt. Der nördliche oder baltische Höhenzug der mecklenburgischen Seenplatte sendet nur unbedeutende Zweige nach Brandenburg aus. Der etwa 230 km lange Höhenzug im Süden des Bundeslandes beginnt mit den Lausitzer Höhen (genauer: den Sorauer Sandbergen) und zieht sich entlang der Grenze westwärts über Triebel und Spremberg, dann nach Nordwesten über Calau und geht auf den kahlen und dürren Fläming zu. Die südliche Bodensenkung befindet sich ziemlich am nördlichen Rand dieses Höhenzuges und tritt am markantesten im Spreewald hervor (zwischen Baruth (Mark) und Plaue). Die nördliche Bodensenkung, fast unmittelbar am Südfuß der baltischen Landhöhe gelegen, wird bestimmt durch die Niederungen des Netze- und Warthebruchs, des Oderbruchs, die Linie des Finowtals, das Havelländische Luch und die Furche des Elbestroms. Zwischen diesen beiden Senkungen liegt eine Bodenerhebung (Platte), die sich aus der gegend von Posen westwärts nach Brandenburg hinein erstreckt, mit dem Sternberger Land, der Spreeplatte und der Mittelmark. Die Platte wird von Südosten nach Nordwesten hin durchschnitten von der Niederung der Faulen Obra und der Oder bis zur Mündung der Neiße, die untere Spree und das Haveltal. Von Süden nach Norden strömt die Oder von der Neißemündung bis zur Warthemündung, dem Bober, die obere Spree, die Dahme, Ruthe und Plaue. Zwischen diesen Furchen erheben sich eine ganze Reihe einzelner Höhen und Höhenzüge, der Semmelberg bei Bad Freienwalde (157 m), die Müggelberge in Berlin-Köpenick (120 m), die Havelberge (97 m) und die Rauen Berge bei Fürstenwalde (112 bis 152 m). Die höchste Erhebung in Brandenburg ist die unweit der Grenze zu Sachsen liegende Heidehöhe 201,4 m. Im allgemeinen ist auf dieser Platte Sandboden vorherrschend, der auf weiten Strecken mit Kiefern und Heidekraut bewachsen und ein dürres Ansehen hat. Doch selbst auf den Höhen ist er lehmig und kann durch geeignete Anbaumethoden zum Anbau der meisten landwirtschaftlichen Erzeugnisse genutzt werden.

Politik

landwirtschaftlichen Im Brandenburgischen Landtag sind derzeit vier Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 19. September 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
- SPD: 33
- Die Linke.PDS: 29
- CDU: 20
- DVU: 6 Die Ergebnisse der Landtagswahl 2004 sahen wie folgt aus:
- SPD: 31,9 %
- Die Linke.PDS: 28,0 %
- CDU: 19,4 %
- DVU: 6,1 %
- Bündnis90/Die Grünen: 3,6 %
- FDP: 3,3 %
- sonstige: 7,7 % (Siehe auch: Wahlen zum Brandenburger Landtag, Brandenburger Landtag)

Ministerpräsidenten

Die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg:
- 1945 - 1949: Karl Steinhoff (SPD), ab 1946 (SED)
- 1949 - 1952: Rudolf Jahn (SED)
- Zwischen 1952 und 1990 war das Land Brandenburg aufgelöst
- 1990 - 2002: Manfred Stolpe (SPD)
- 2002 - heute: Matthias Platzeck (SPD)

Ministerien

:Ministerpräsident: Matthias Platzeck (SPD) :Ministerium des Innern: Jörg Schönbohm (CDU), Stellvertretender Ministerpräsident :Ministerium der Justiz: Beate Blechinger (CDU) :Ministerium der Finanzen: Rainer Speer (SPD) :Ministerium für Wirtschaft: Ulrich Junghanns (CDU) :Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie: Dagmar Ziegler (SPD) :Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz: Dr. Dietmar Woidke (SPD) :Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Holger Rupprecht (parteilos) :Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur: Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU) :Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung: Frank Szymanski (SPD)

Verfassung

[http://de.wikisource.org/wiki/Verfassung_des_Landes_Brandenburg| Verfassung des Landes Brandenburg]

Wappen und Flagge

Frank SzymanskiNach der Brandenburgischen Verfassung ist der „rote märkische Adler auf weißem Feld“ (Artikel 4) das Wappen des Landes Brandenburg.Die Landesflagge ist Rot-Weiß mit zentriertem Landeswappen. Den märkischen Adler und das Wappen aber gibt es schon lange. Bereits 1157 soll es das Wappen des Markgrafen von Brandenburg: Otto I., der Sohn Albrechts des Bären. gewesen sein. Nach der Wende entfernte man ihm seine früheren Beigaben (Schwert, Brustschild usw.), die noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieg Teil des Wappens waren.

Geschichte

Otto I.)]] Historisch bildete Brandenburg (zusammen mit Berlin, das Teil Brandenburgs war) das Kernland Brandenburg-Preußens. Siehe hierzu auch Albrecht der Bär (Gründer der Mark Brandenburg 1157), Mark Brandenburg und Provinz Brandenburg. 1945 wird die Provinz Mark Brandenburg gebildet. Diese besteht aus den Regierungsbezirken Potsdam und Frankfurt (Oder) der ehemaligen preußischen Provinz Brandenburg, allerdings ohne die gesamte Neumark östlich der Oder. 1947 erfolgt nach der Auflösung von Preußen die Umbenennung in Land Brandenburg mit einer Größe von 27.612 km². 1952 wird im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und aufgeteilt in die drei Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Der Landkreis Perleberg fiel an den Bezirk Schwerin, die Landkreise Prenzlau und Templin an den Bezirk Neubrandenburg. Am 14. Oktober 1990 wurde das Land Brandenburg neu gegründet durch Zusammenlegung der DDR-Bezirksterritorien Cottbus (ohne die Kreise Hoyerswerda, Jessen und Weißwasser), Frankfurt (Oder) und Potsdam zuzüglich der Kreise Perleberg, Prenzlau und Templin. Im Jahre 1996 entscheiden sich die Brandenburger bei einer Volksabstimmung mit Mehrheit gegen eine Vereinigung der Länder Berlin und Brandenburg.

Verwaltungsgliederung

Seit der Neubildung der Landkreise 1993 unterteilt sich Brandenburg in 14 Landkreise und 4 kreisfreie Städte.

Landkreise

kreisfreie Städte

Kreisfreie Städte

# 18px Brandenburg an der Havel (BRB) # 18px Cottbus (CB) # 18px Frankfurt (Oder) (FF) # 17px Potsdam (P)

Regionen

Brandenburg wird ab 2007 in zwei NUTS-2-Regionen sowie weiterhin in fünf Planungsregionen (Regionale Planungsgemeinschaften) gegliedert, die räumlich Bundesraumordnungsregionen entsprechen und die sich aus den kreisfreien Städten und Landkreisen zusammensetzen, wie in der nachstehenden Übersicht angegeben (diese Regionen sind keine Verwaltungseinheiten):

Städte und Gemeinden

Das Land Brandenburg gliedert sich in insgesamt 421 Gemeinden, darunter 112 Städte, von denen 4 Städte kreisfrei sind. (Stand: 15. März 2005).
Größte Städte und Gemeinden ¹ zum Gebietsstand der Kommunalreform vom 26. Oktober 2003 (Siehe auch: Liste der Orte in Brandenburg)

Länderfusion

1996 fand eine Volksabstimmung über einen Staatsvertrag zur Fusion von Brandenburg mit Berlin statt. In Brandenburg wurde jedoch nicht einmal die Mindestzustimmung ("Quorum") von 25 % der Wahlberechtigten erreicht. Damit wäre der Vertrag auch ohne eine einzige Brandenburger Nein-Stimme nicht in Kraft getreten; dass es zusätzlich eine Mehrheit von Nein-Stimmen gab, unterstreicht die fehlende Überzeugungskraft der Idee zum damaligen Zeitpunkt. Hauptargumente gegen die Zustimmung in Brandenburg war die zahlenmäßige Unterlegenheit der ländlichen (Brandenburger) gegenüber den städtischen (Berlin & "Speckgürtel") Interessen bei 2,5 Millionen Brandenburgern gegenüber 3,5 Millionen Berlinern. Außerdem hätte der gestaffelte Abbau des Stadtstaatenprivilegs für Berlin längerfristig jährliche Verluste von 2 Mrd. € beim Länderfinanzausgleich ergeben. Die vom heutigen Ministerpräsidenten Platzeck lange befürwortete Alternative eines Nord-Ost-Landes inkl. Mecklenburg-Vorpommern und der Sachsen-Anhaltinischen Altmark und damit einer ländlichen Mehrheit wurde nie ernsthaft verfolgt. Auch den Vorschlag eines Länderrates, einer Art Mini-Bundesrat, besetzt nach einem Flächenschlüssel, hat die Brandenburger Landesregierung nie in die Verhandlungen mit Berlin eingeführt. Befürworter einer Länderfusion streben immer wieder mal eine erneute Volksabstimmung an. Jedoch gibt es bereits jetzt eine Vielzahl von Bestrebungen, die letztendlich auf eine Fusion der beiden Länder abzielen, wie etwa die Fusion des SFB mit dem ORB zum RBB oder die Fusion der Deutschen Rentenversicherung Berlin mit der Deutschen Rentenversicherung Brandenburg zum 01 Januar 2006 zur Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg. Auch die Regierungschefs beider Bundesländer haben sich zum grundsätzlichen Ziel der Länderfusion bekannt. (Siehe auch: Berlin-Brandenburg)

Wirtschaft

Brandenburgs Industrie und Dienstleistungen haben ihren Schwerpunkt entlang der A 10 rund um die Stadt Berlin sowie in den gesicherten industriellen Kernen. Bei Eisenhüttenstadt an der Oder und in Brandenburg an der Havel befinden sich Stahlwerke. Außerdem gibt es in Brandenburg an der Havel ein Druckmaschinenwerk der Heidelberger Druckmaschinen AG und ein Getriebewerk der ZF Friedrichshafen. Jenseits der gesicherten industriellen Kerne sind die berlin-fernen Teilräume des Landes von der Ernährungsindustrie, dem Holzgewerbe sowie der Landwirtschaft geprägt. Im Süden Brandenburgs befinden sich Braunkohleabbaustätten. Künftig wird ein Schwerpunkt der Landesentwicklung verstärkt auf den Fremdenverkehr gelegt. Desweiteren befinden sich im Nordosten der Uckermark die Stadt Schwedt mit ihren industriellen Schwerpunkten PCK (Petrolchemie und Kraftstoffe) sowie zwei Papierfabriken mit Überseehafen, der direkt in die Ostsee mündet durch den Kanal.

Landwirtschaft

Einige Leistungen der Landwirtschaft Brandenburgs im Jahr 2004:
- Erntemenge Getreide 3,265 Mio t
- Anzahl Rinder 586100
  - davon Milchkühe 174.000
  - Milchleistung je Kuh und Tag März/05 22,34 kg
- Anzahl Schweine 788.200
  - davon Ferkel 248.900
- Anzahl Schafe 144.489
- Eier pro Henne und Jahr 295

Verkehr

18pxBrandenburgs Verkehrswege laufen sternförmig auf Berlin zu. Dies gilt sowohl für Eisenbahnstrecken, als auch für Straßen und Wasserstraßen. Die Eisenbahnstrecken werden durch den Berliner Außenring verbunden, der sich zum größten Teil in Brandenburg befindet. Weiterhin verläuft der „Berliner Ring“ genannte Autobahnring der A 10 fast ausschließlich durch Brandenburg. 18pxDer wichtigste Flughafen des Bundeslandes befindet sich in Schönefeld; daneben gibt es u. a. den Flughafen Cottbus-Drewitz.
- Zugelassene Kfz 2004
- Neuzulassungen Kfz 2004: 86.409
- Transportierte Personen 2004 (ÖPNV): 141.697.000

Bildung

Primarstufe

Brandenburger Schüler besuchen, anders als in anderen Bundesländern, von der ersten bis zur sechsten Klasse die Grundschule.

Sekundarstufe I und II

Die Berechtigung zum Besuch von Universitäten(Abitur), erhält man in Brandenburg an Gymnasien, Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe, aber auch an Oberstufenzentren und Abendschulen. Veränderungen in den Schuljahren:
- 2004/2005 Einführung Zentralgestellter Abiturprüfungen
- 2005/2006 Zusammenlegung von Realschulen und Gesamtschulen ohne gymnasiale Oberstufe zu Oberschulen
- 2005/2006 Einführung eines generellen Rauchverbots für Schüler und Lehrkräfte
- 2005/2006 Qualitätskontrolle der Leistungen der Lehrer durch Visitationsteams
- 2006/2007 Einführung von Kopfnoten

Hochschulen


- Brandenburgische Technische Universität Cottbus
- Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
- Universität Potsdam
- Fachhochschule Lausitz (bestehend aus den Standorten: Cottbus und Senftenberg)
- Fachhochschule Potsdam
- Fachhochschule Brandenburg
- Fachhochschule für Finanzen (Fachbereich: Steuerverwaltung)
- Fachhochschule Eberswalde
- Technische Fachhochschule Wildau (Siehe auch: Hochschulen in Brandenburg)

Landschaften

Flüsse

(Siehe auch: Liste der Flüsse in Brandenburg, Liste der Seen in Brandenburg)

Tourismus

Siehe dazu: Tourismus in Brandenburg

Natur- und Kulturschutz in Brandenburg

Tourismus in Brandenburg Tourismus in Brandenburg Tourismus in Brandenburg

Die 15 Großschutzgebiete

Der Naturschutz hat im Land Brandenburg eine hohe Priorität, im Jahre 2002 sind im Land 15 so genannte Großschutzgebiete ausgewiesen, darunter eines als Nationalpark, drei als Biosphärenreservat und 11 als Naturpark. Insgesamt nehmen die Großschutzgebiete rund ein Drittel der Landesfläche ein.
- Nationalpark Unteres Odertal (106 km2)
- Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg (533 km²)
- Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (1.291 km²)
- Biosphärenreservat Spreewald (474 km²)
- Naturpark Barnim (750 km²)
- Naturpark Dahme-Heideseen (594 km²)
- Naturpark Hoher Fläming (827 km²)
- Naturpark Märkische Schweiz (204 km²)
- Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (490 km²)
- Naturpark Niederlausitzer Landrücken (580 km²)
- Naturpark Nuthe-Nieplitz (623 km²)
- Naturpark Schlaubetal (225 km²)
- Naturpark Uckermärkische Seen (895 km²)
- Naturpark Westhavelland (1.315 km²)
- Naturpark Stechlinsee (1.080 km²)

UNESCO-Welterbe in Brandenburg


- Schlösser und Parks von Potsdam (Schloss Sanssouci) (seit 1990)

Sprache

Abgesehen von Hochdeutsch werden größtenteils Dialekte des Mark-Brandenburgischen und des Berlin-Brandenburgischen gesprochen. Im Grenzgebiet zu Sachsen und Sachsen-Anhalt wird ferner Anhaltisch - ein Dialekt des Thüringisch-Obersächsischen gesprochen, das nah mit dem Hochdeutschen verwandt ist. In der brandenburgischen Niederlausitz spricht man Lausitzische Dialekte. Dieses und das in und im Umland von Berlin gesprochene ist dem Ostmitteldeutschen zuzurechnen. Im Barnim ist die Mundart Eberswalder Kanaldeutsch gebräuchlich. Im östlichen Teil der Niederlausitz in der Umgebung von Cottbus wird außerdem Niedersorbisch, eine westslawische Sprache, von etwa 20.000 Menschen als Muttersprache gesprochen (zweisprachiges Gebiet). Der Wortschatz der brandenburgischen Dialekte ist erfasst und beschrieben im Brandenburg-Berlinischen Wörterbuch.

Siehe auch


- Bombodrom
- Brandenburger Küche
- Lausitzring
- Cargolifter
- Tropical Island
- Verdienstorden des Landes Brandenburg

Weblinks


- [http://www.brandenburg.de/ Offizielle Seite des Landes Brandenburg]
- [http://www.reiseland-brandenburg.de/ Offizielle Tourismusseite des Landes Brandenburg]
- [http://www.geobasis-bb.de/ Landesvermessung]
- [http://www.wahlen.brandenburg.de/sixcms/list.php/landeswahlleiter Wahlergebnisse (Landeswahlleiter)]
- [http://www.maerkische-wirtschaft.de/ Wirtschaftsportal für das Land Brandenburg]
- [http://www.kulturportal-brandenburg.de/ Kulturportal für das Land Brandenburg]
- [http://www.verwaltung-brandenburg.de/ Gemeinsamer Internet-Auftritt von Kommunen im Land Brandenburg]
-
ja:ブランデンブルク州 ko:브란덴부르크 주 simple:Brandenburg

Elsbruch

In der Region Brandenburg werden Erlenbruchwälder oftmals als Elsbruch bezeichnet, wobei Els für Erle (niederdeutsch „Else“ = „Erle“) und Bruch (vgl. niederrheinisch „-broich“, ebenfalls „bruch“ ausgesprochen) für sumpfiges Gebiet steht. In den brandenburger Elsbrüchen kommt überwiegend die Schwarzerle vor, die die hohe Feuchtigkeit und dank ihrer Adventivwurzeln auch schwankende Wasserstände vergleichsweise gut verkraften kann. Adventivwurzeln Naturnahe Erlenbrüche sind heute noch im Oberspreewald zu finden. Einen dichten Bruchwald bildet ferner das Naturschutzgebiet Zarth bei Treuenbrietzen im Naturpark Nuthe-Nieplitz, das unterhalb des Nordhangs des Fläming im Glogau-Baruther-Urstromtal liegt und Quellgebiet mehrerer Fließe ist. Zwei kleinere Elsbrüche liegen südlich vor Berlin, ebenfalls im brandenburgischen Naturpark Nuthe-Nieplitz: das Siethener und das Saarmunder Elsbruch. Die Brandenburger Elsbrüche sind mit dem Ende der letzten Eiszeit, der Weichsel-Eiszeit vor rund 15.000 Jahren entstanden, die insbesondere in der Niederung der Flüsse Nuthe und Nieplitz ein stellenweise fast undurchdringliches sumpfiges Gebiet hinterließ. Die Regulierung der Flüsse und die Entwässerung der Niederungen und Elsbrüche für die Urbarmachung des Landes zugunsten der Landwirtschaft begleitet die Geschichte des Landes seit dem 12. Jahrhundert bis heute. Über das Jahr 1859 und Carl von Jagow, Erbjägermeister der Kurmark und seinerzeit Eigentümer der Dörfer Siethen und Gröben, berichtet beispielsweise Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg: Mit Wiesenkulturen und Bruchentwässerungen, an die sich bald auch eine lohnendere Behandlung der Forstreviere schloß, wurde begonnen und in rascher Reihenfolge folgten Wirtschaftsgebäude, ... .

Literatur

Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Teil 4. Spreenland. Zitiert nach der Ausgabe 1998, Frankfurt/M, Berlin.

Weblinks


- [http://www.reiseland-brandenburg.de TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH]
- [http://www.grossschutzgebiete.brandenburg.de Landesanstalt für Großschutzgebiete Brandenburg]
- [http://www.naturwacht.de Naturwacht in Brandenburg] Kategorie:Biotop Kategorie:Geographie (Brandenburg)

Kategorie:Forstwirtschaft

Kategorie:Land- & Forstwirtschaft Kategorie:Wald

Kategorie:Biotop

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Radkersburg

Bad Radkersburg (slowenisch Radgona) ist eine Stadtgemeinde im Südosten des österreichischen Bundeslandes Steiermark und Verwaltungssitz des Bezirks Radkersburg. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 208 m, verfügt über eine Fläche von 2,17 km² und zählt rund 1.940 Einwohner. Bad Radkersburg ist ein Kurort mit einer 80 °C heißen Thermalquelle. Das zusammen mit der längsten Sonnenscheindauer in Österreich macht die Stadt zu einem attraktiven Fremdenverkehrsziel. Mit ca. 100.000 Übernachtungen pro Jahr ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Geschichte

Wann Radkersburg als Siedlung erschlossen wurde, wo sich diese befand und wer sie gründete, ist nicht eindeutig rekonstruierbar. Auch der Zeitpunkt, ab dem Radkersburg unter landesfürstliche Herrschaft fiel, bleibt unbekannt. Vermutlich war Radkersburg ursprünglich ein Eigengut, gehörte also nicht dem Landesfürsten, sondern einem direkt vom König beschenkten Adeligen. Nach heutigem Forschungsstand wurde Radkersburg nicht, wie lange Zeit angenommen, vom Böhmenkönig Ottokar II. (1232-1278), sondern vom Habsburgerkönig Albrecht I. (1255-1308)gegründet. Dem Erscheinungsbild der heutigen Stadt liegt ein präziser Konstruktionsplan zugrunde. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts war die Stadt von einer Mauer mit Türmen umgeben. Radkersburg wurde 1582 vom Reichstag zu Augsburg zur Reichsfestung erhoben. Oberradkersburg (Gornja Radgona) am anderen Ufer der Mur ist seit 1919 Teil Sloweniens. Die Wiedereröffnung der Murbrücke am 12. Oktober 1969 führte wieder zu einer Annäherung Österreichs und des damaligen Jugoslawiens. 1978 wurde eine Thermalquelle erschlossen, es folgte der Ausbau des Thermalbades.

Söhne und Töchter der Stadt


- Franz Leopold von Nádasdy (
- 1708), Militär
- Leopold Vietoris (
- 1891), Mathematiker
- Wolfgang Fasching (
- 1967), Extremsportler

Prominente, die in der Stadt leben

Dietrich Kittner Kategorie:Ort in der Steiermark Kategorie:Thermalbad Kategorie:Kurort in Österreich

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Alan Furst
Alan Furst is an American author of historical spy novels set just prior to and during the Second World War. His writing is considered realistic and of a distinctly "literary" quality that sets it apart from the common "spy thriller". Furst is often compared to writers like Graham Greene, John le Carré, and particularly Eric Ambler. Furst, born in New York in the 1940s, lived in Paris f
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