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BundesligaskandalAls Bundesligaskandal werden die Vorgänge um den Abstiegskampf in der Fußball-Bundesligasaison 1970/71 bezeichnet, als es auf Grund von manipulierten Punktspielen den Klubs von Rot-Weiß Oberhausen und Arminia Bielefeld gelungen war, in der 1. Bundesliga zu verbleiben.
Aufgedeckt wurde das "Verschieben" von Spielen durch den Vereinspräsidenten von Kickers Offenbach, Horst-Gregorio Canellas, der dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein Tonband mit den Stimmen der Spieler vorspielte, die ihm eindeutige Bestechungsangebote machten (u. a. die Nationalspieler Bernd Patzke und Manfred Manglitz), da Kickers Offenbach ebenfalls vom Abstieg bedroht war.
Bei den vom DFB-"Chefankläger" Hans Kindermann geführten Ermittlungen wurde festgestellt, dass u. a. das Bundesligaspiel FC Schalke 04 - Arminia Bielefeld (17. April 1971, Endstand 0:1) vom damaligen Schalker Vorstand und von Spielern "verkauft" worden war. Daraufhin wurden 1973 fast alle Spieler der Schalker Mannschaft zu langen Sperren verurteilt. Die bekanntesten Verurteilten waren die Nationalspieler Reinhard "Stan" Libuda (lebenslänglich, begnadigt nach zwei Jahren), Klaus Fichtel (lebenslänglich, begnadigt nach sechs Monaten) und Klaus Fischer (lebenslänglich, abgemildert zu einem Jahr). Auch Manfred Manglitz, Torwart des 1. FC Köln, wurde zweimal lebenslang gesperrt (und nach zwei Jahren begnadigt). Zunächst beteuerten die zurecht Beschuldigten seitens Schalke ihre Unschuld und schworen sogar einen Eid darauf. Dieser Schwur konnte schließlich als Meineid entlarvt werden. Die Fans der Schalker Ruhrgebiets-Rivalen Borussia Dortmund und Rot-Weiss Essen bezeichnen den Verein Schalke 04 noch heute als FC Meineid.
Insgesamt wurden 52 Spieler, zwei Trainer (Egon Piechaczek, Arminia Bielefeld, und Günther Brocker, Rot-Weiß Oberhausen) sowie sechs Vereinsfunktionäre bestraft - auch Canellas, weil er am Telefon zum Schein auf die Bestechungsangebote eingegangen war. Außerdem wurde den Vereinen Arminia Bielefeld und Kickers Offenbach vorübergehend die Bundesligalizenz entzogen. Für Bielefeld war dies 1972 mit einem Zwangsabstieg verbunden.
Dem Verein Rot-Weiss Essen, der 1971 wegen der Manipulationen anderer abgestiegen war, wurde keine Wiedergutmachung gewährt; er erholte sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten nicht mehr.
Die manipulierten Spiele
- 3. April 1971: Eintracht Frankfurt - Eintracht Braunschweig 5:2
- 17. April 1971: FC Schalke 04 - Arminia Bielefeld 0:1
- 5. Mai 1971: 1. FC Köln - Rot-Weiss Essen 3:2
- 8. Mai 1971: Kickers Offenbach - Rot-Weiß Oberhausen
- 22. Mai 1971: Köln - Oberhausen 2:4; MSV Duisburg - Bielefeld 4:1
- 29. Mai 1971: Bielefeld - VfB Stuttgart 1:0; Offenbach - Frankfurt
- 5. Juni 1971: Braunschweig - Oberhausen 1:1; Hertha BSC Berlin - Bielefeld 0:1; Köln - Offenbach 4:2
Die bestraften Spieler
- Hertha BSC Berlin: Tasso Wild, Bernd Patzke (jeweils vom 24. Juli 1971 bis 30. Juni 1975 gesperrt, aber Freigabe fürs Ausland, begnadigt am 26. November 1973). Jürgen Rumor, Laszlo Gergely (ab 23. Januar 1972 Sperre auf Lebenszeit, 15 000 Mark Geldbuße, begnadigt am 26. Januar 1973). Volkmar Groß, Peter Enders, Wolfgang Gayer, Arno Steffenhagen, Karl-Heinz Ferschl, Hans-Jürgen Sperlich, Franz Brungs, Jürgen Weber (alle vom 21. Juni 1972 bis 20. Juni 1974 gesperrt, 15 000 Mark Geldbuße, begnadigt am 26. November 1973). Michael Kellner (Sperre und Geldbuße wie die anderen. Da er weder Verfahrenskosten noch Geldbuße zahlte, blieb er bis 12. Oktober 1981 gesperrt). Uwe Witt (Sperre und Geldbuße wie die anderen. Da er nicht zahlte, ist er auf Lebenszeit gesperrt). Zoltan Varga (Sperre vom 23. Januar 1972 bis 30. Juni 1974, ab 1. Juli 1972 Freigabe fürs Ausland, 15 000 Mark Geldbuße).
- VfB Stuttgart: Hans Arnold (ab 23. Oktober 1971 Sperre auf Lebenszeit, 15 000 Mark Geldbuße, begnadigt am 1. August 1973). Hartmut Weiß, Hans Eisele (ab 22. Januar 1972 Sperre auf Lebenszeit, 15 000 Mark Strafe, begnadigt am 1. August 1973).
- FC Schalke 04: Klaus Fichtel (Sperre vom 18. März 1973 bis 17. März 1975, ab 25. Juni 1973 Freigabe für Ausland, 2300 Mark Geldbuße, begnadigt am 24. Januar 1974, Sperre vom 3. Januar 1978 bis 22. Januar 1978, 10 000 Mark Geldbuße an die Krebshilfe). Hans-Jürgen Wittkamp, Rolf Rüssmann, Herbert Lütkebohmert (alle vom 18. März 1973 bis 28. Februar 1974 gesperrt, Freigabe fürs Ausland ab 25. Juni 1973, 2300 Mark Geldstrafe, begnadigt am 24. Januar 1974, Sperre vom 21. Februar 1976 bis 24. März 1976 sowie vom 9. Dezember 1976 bis 14. Januar 1977, 10 000 Mark Geldbuße zugunsten der Krebshilfe). Manfred Pohlschmidt (ab 5. August 1972 Sperre auf Lebenszeit, 2300 Mark Geldbuße, begnadigt am 25. Januar 1978). Hans Pirkner (Sperre vom 5. August 1972 bis 4. August 1974, 2 300 Mark Geldbuße, begnadigt am 15. August 1973 vom Österreichischen Fußball-Bund). Jürgen Sobieray (Sperre vom 5. August 1972 bis 30. September 1973, vom 21. Februar 1976 bis 24. März 1976 und vom 9. Dezember 1976 bis 14. Januar 1977, 2300 Mark Geldstrafe und 10 000 Mark an die Krebshilfe, Freigabe fürs Ausland ab 25. Juni 1973). Klaus Fischer (Sperre vom 30. September 1972 bis 30. September 1973, vom 21. Februar 1976 bis 24. März 1976 und vom 9. Dezember 1976 bis 14. Januar 1977, 2300 Mark Geldstrafe und 10 000 Mark für die Krebshilfe, Freigabe fürs Ausland). Reinhard Libuda (ab 30. September 1972 Sperre auf Lebenszeit, 2300 Mark Geldstrafe, begnadigt am 5. Januar 1974). Dieter Burdenski (Sperre vom 4. Februar 1973 bis 21. Mai 1973, 2300 Mark Geldbuße, begnadigt am 15. Mai 1973). Klaus Sänger (Sperre vom 21. Februar 1976 bis 30. Juni 1976). Jürgen Galbierz (Sperre vom 5. August 1972 bis 4. August 1974, 2 300 Mark Geldbuße, begnadigt am 6. August 1973). Heinz van Haaren (Sperre vom 25. April 1973 bis 24. April 1975, 2300 Mark Geldbuße).
- Arminia Bielefeld: Waldemar Slomiany (Sperre vom 8. April 1972 bis 31. Juli 1974). Jürgen Neumann (ab 23. Oktober 1971 Sperre auf Lebenszeit, 15 000 Mark Geldbuße, begnadigt am 20. August 1976. Weil Neumann nicht zahlte, wurde ihm am 11. Dezember 1978 die Spielerlaubnis wieder entzogen).
- MSV Duisburg: Volker Danner (Sperre vom 26. April 1972 bis 25. August 1972). Gerd Kentschke (ab 8. April 1972 für 10 Jahre, 2 500 Mark Geldbuße, begnadigt am 1. August 1973).
- Eintracht Braunschweig: Lothar Ulsaß (Sperre vom 7. August 1971 bis 1. Januar 1973, ab 16. August 1972 Freigabe fürs Ausland, 2 200 Mark Geldbuße). Horst Wolter, Wolfgang Grzyb, Peter Kaack, Franz Merkhoffer, Bernd Gersdorff, Klaus Gerwien, Rainer Skrotzki, Eberhard Haun, Jaro Deppe, Dietmar Erler, Friedhelm Häbermann, Joachim Bäse, Michael Polywka (alle 4 400 Mark Geldbuße), Burkhard Öller (Sperre vom 9. Februar 1973 bis 8. Mai 1973, 2 000 Mark Strafe).
Die bestraften Trainer
Egon Piechaczek (Arminia Bielefeld, am 15. April 1972 Sperre auf Lebenszeit, begnadigt am 1. April 1975). Günter Brocker (Rot-Weiß Oberhausen, Sperre vom 11. November 1972 bis 10. November 1974).
Die bestraften Funktionäre
Horst-Gregorio Canellas (am 24. Juli 1971 Sperre auf Lebenszeit, begnadigt am 16. Dezember 1976), Friedrich Mann, Fritz Koch, Waldemar Klein (alle Offenbach, alle gesperrt vom 24. Juli 1971 bis 1. Juli 1972) Peter Maaßen (Oberhausen, Sperre vom 7. Juli 1972 bis 6. Juli 1974). Wolfgang Holst (Hertha BSC Berlin, Sperre vom 24. März 1973 bis 23. März 1978, begnadigt am 20. Dezember 1977)
Die bestraften Vereine
Arminia Bielefeld (am 15. April 1972 Lizenzentzug und Versetzung in die Regionalliga, 50 000 Mark Geldbuße) und Kickers Offenbach (am 24. Juli 1971 Lizenzentzug für zwei Jahre).
Wettskandal 2005
Eine weitere Manipulations-Affäre im deutschen Fußball wurde 2005 öffentlich bekannt. Der Schiedsrichter Robert Hoyzer gestand der Polizei gegenüber, Spielergebnisse durch seine Entscheidungen in einem gewünschten Sinne manipuliert zu haben. Motiv seines Handelns war es, Gewinne über hohe Fußballwettquoten zu erzielen. In den Skandal sind mehrere Personen verwickelt, es gibt staatsanwaltschaftliche Ermittlungen in Berlin.
Siehe auch: Fußball-Wettskandal 2005
Weblinks
- [http://www.drin-isser.de/board/archive/8062/thread.html Ausführliche Darstellung]
Kategorie:Fußball
Kategorie:Skandal
Fußball-Bundesliga
Die Fußball-Bundesliga ist die höchste Spielklasse im deutschen Fußball.
Nach dem Beschluss des DFB am 28. Juli 1962 im Goldsaal der Westfalenhallen in Dortmund zur Gründung der Fußball-Bundesliga wird seit der Spielzeit 1963/64 der deutsche Fußballmeister im Ligasystem ermittelt. Jeder Verein der Liga tritt in Hin- und Rückspielen gegen jeden anderen Verein der 1. Liga an. Die Mannschaft mit den meisten Punkten aus allen Spielen wird deutscher Meister. Aus der ersten Bundesliga steigen die letzten drei Mannschaften in die Zweite Fußball-Bundesliga ab. Unterhalb der Bundesliga bildet sie seit 1974 die zweithöchste Spielklasse, bis 1981 getrennt in 2. Liga Nord und Süd.
Die Fußball-Bundesliga wurde bis 2001 unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgetragen, bis die neugegründete Deutsche Fußball Liga (DFL) die Verantwortung übernahm.
Geschichte
Vorgeschichte
Deutsche Fußball LigaBereits 1932 forderte der damalige DFB-Präsident Felix Linnemann die Einführung einer "Reichsliga", einer Profiliga, in der die besten Vereine den Deutschen Meister ausspielen sollten. Das Vorhaben wurde jedoch von den Regionalverbänden abgewiesen. Bis in die sechziger Jahre wurde der Deutsche Meister unter den Meistern der einzelnen Oberligen in Gruppenspielen und Finalspiel ermittelt, während der DDR-Meister bereits seit der Spielzeit 1949/50 in einer landesweiten DDR-Oberliga ermittelt wurde.
1962 - wenige Wochen, nachdem die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Chile im Viertelfinale ausgeschieden war - schlug der spätere DFB-Präsident Hermann Neuberger dann erneut die Schaffung einer einheitlichen höchsten Spielklasse vor. Am 28. Juli 1962 beschloss der DFB-Bundestag in Dortmund schließlich die Einführung der Bundesliga zur Saison 1963/64.
Ursprünglich spielte die Liga mit 16 Mannschaften, wobei je fünf aus der Oberliga Süd und der Oberliga West, drei aus der Oberliga Nord, zwei aus der Oberliga Südwest und ein Verein aus der Oberliga Berlin kommen sollten. Sportliche und wirtschaftliche Kriterien sollten bei der Auswahl bestimmend sein, wobei nur ein Verein pro Stadt infrage kam. Insgesamt bewarben sich 46 Vereine um die Aufnahme in die Bundesliga.
Entscheidend für die Teilnahme an der Bundesliga waren die Leistungen der Mannschaften der letzten zwölf Jahre.
Die Gründungsmitglieder der Bundesliga
- Aus der Oberliga Nord: Eintracht Braunschweig, Werder Bremen, Hamburger SV
- Aus der Oberliga West: Borussia Dortmund, 1. FC Köln, Meidericher SV (heute: MSV Duisburg), Preußen Münster, FC Schalke 04
- Aus der Oberliga Südwest: 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Saarbrücken
- Aus der Oberliga Süd: Eintracht Frankfurt, Karlsruher SC, 1. FC Nürnberg, TSV 1860 München, VfB Stuttgart
- Aus der Oberliga Berlin: Hertha BSC Berlin
Die 60er Jahre
In der Saison 1964/65 wurde Hertha BSC Berlin wegen zu hoher Zahlungen an die Spieler die Lizenz entzogen, und der Verein musste in die (damals zweitklassige) Regionalliga zwangsabsteigen. Ursprünglich sollten auch der Karlsruher SC und der FC Schalke 04 als sportliche Absteiger die Klasse verlassen, beide Vereine erhoben jedoch Einspruch.
Daraufhin wurde festgelegt, die Zahl der Vereine auf 18 zu erhöhen und den Abstieg für eine Saison auszusetzen. Da in der ehemaligen Hauptstadt Berlin jedoch weiterhin Bundesliga-Fußball gespielt werden sollte, wurde Tasmania 1900 in die Liga aufgenommen. Trotz eines Sieges zum Saisonauftakt stieg die Mannschaft aber nach nur einer Spielzeit als schlechtestes Team aller Bundesligazeiten mit sieben Bundesligaminusrekorden (wenigsten Tore 15, meisten Gegentore 108,wenigsten Punkte 8, wenigsten Siege 2, meisten Niederlagen 28, wenigsten Zuschauer 827 und längste Pleitenserie 31 Spiele in Folge ohne Sieg) wieder ab. Im selben Jahr (1965) stiegen mit Borussia Mönchengladbach und Bayern München zwei Vereine auf, die nach kurzer Zeit die Bundesliga dominierten.
Die 70er Jahre
Anfang der 70er Jahre verlor die Bundesliga aufgrund des so genannten Bundesliga-Skandals um manipulierte Spiele erheblich an Ansehen, was jedoch durch die Gewinne der EM 1972 und der WM 1974 im eigenen Land gegen Holland schnell wieder behoben wurde. Borussia Mönchengladbach schaffte als erster Verein die erfolgreiche Titelverteidigung der Deutschen Meisterschaft (1970/71). Daraufhin erreichte Bayern München den ersten Titel-Hattrick (1972/73/74), den bis heute nur die Gladbacher (1975/76/77) und die Bayern selbst (1985-87, 1999-2001) wiederholen konnten. Den höchsten Sieg der Bundesliga-Geschichte erreichte Borussia Mönchengladbach im Jahr 1978 durch ein 12:0 gegen Borussia Dortmund.
Die 80er Jahre
In den 80er Jahren war ein allgemeiner Zuschauerschwund in den Bundesliga-Stadien zu verzeichnen. Dies lag unter anderem daran, dass mehrere deutsche Stars zu ausländischen Vereinen wechselten, aber auch am aufkeimenden Problem des Hooliganismus. Durch die Erfolge von Boris Becker und Steffi Graf verlagerte sich das Zuschauerinteresse zudem relativ stark in Richtung Tennis.
Die 90er Jahre
1991 trat der Deutsche Fußball-Verband der DDR (DFV) dem DFB bei. Mit der Angleichung des ostdeutschen Ligasystems an den westdeutschen Spielbetrieb wurden der FC Hansa Rostock und Dynamo Dresden aus der DDR-Oberliga in die Bundesliga aufgenommen. Die Liga spielte daher 1991/92 vorübergehend mit 20 Vereinen.
Seit Beginn der 90er Jahre erfreut sich die Bundesliga wieder wachsender Beliebtheit bei den Deutschen. Dies war einerseits durch den sportlichen Erfolg der Nationalmannschaft bedingt (dritter WM-Titel 1990 und dritter EM-Titel 1996). Andererseits wurde die Bundesliga in den Medien in den letzten Jahren gezielt vermarktet, was teilweise einen gewissen Starkult der Spieler zur Folge hatte. Otto Rehhagel nannte es einmal "Der Tanz ums goldene Kalb".
2000er
Das 40. Jubiläum
Am 24. August 1963 ertönte der erste Anpfiff in der neugeschaffenen Bundesliga, seither spielten dort insgesamt 49 Vereine. Es ist wohl kein Zufall, dass genau vierzig Jahre später zwei Vereine aufeinandertrafen, die eine ganz besondere Bedeutung für die Bundesliga haben: Der Hamburger SV, der "Dinosaurier", d. h. der einzige Verein, der seit Anfang an ununterbrochen dabei ist, empfing den "Deutschen Rekordmeister" Bayern München, der bis dato 18 Mal den Meistertitel gewann (den ersten Titel von 1932 nicht eingerechnet).
Internationalen Gepflogenheiten folgend, führte die DFL die Auszeichnung "verdienter Meistervereine" mit goldenen Sternen auf der Trikotbrust ein: Ab zehn Deutschen Meisterschaften seit Bestehen der Bundesliga gibt es drei Sterne (Bayern München), für fünf bis neun Titel zwei Sterne (Borussia Mönchengladbach) und für drei oder vier Meisterschaften einen Stern (Werder Bremen, Hamburger SV und Borussia Dortmund).
Die 42. Bundesliga-Saison war überschattet vom Fußball-Wettskandal 2005 ausgelöst durch den DFB-Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer. Der ehemalige Schiedsrichter gestand, Spiele der 2. Fußball-Bundesliga, des DFB-Pokals und der Regionalliga manipuliert zu haben. Im Februar 2005 wurde er wegen Fluchtgefahr festgenommen, nachdem bekannt wurde, dass der geständige Schiedsrichter nicht alle manipulierten Spiele zugegeben hatte und ihm eine hohe Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren droht. Im Zuge des Schiedsrichterskandals wurden mehrere Schiedsrichter, die am Skandal beteiligt waren, vom DFB suspendiert.
Nach umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen in der Bundesliga der verunsicherten Unparteiischen wird der Fernsehbeweis neu diskutiert und über eine Einführung spekuliert.
Fernsehbeweis
Trotz alledem stiegen die Zuschauerzahlen in der Saison 2004/05 auf eine erneute Bestmarke. Die 306 Spiele der 42. Saison besuchten über 11,56 Millionen Zuschauer (im Schnitt 37.781 Zuschauer). Die meisten, durchschnittlich 77.235 Zuschauer besuchten die Heimspiele von Borussia Dortmund, es folgten der FC Schalke 04 (61.341 Zuschauer), der FC Bayern München (53.294), Borussia Mönchengladbach (49.183) und der Hamburger SV (48.927). Das Interesse an der Bundesliga im Jahr vor der WM 2006 ist im eigenen Land enorm. Aufgrund der neu gebauten, im Jahre 2005 modernsten Stadien der Welt, wie zum Beispiel die Veltins-Arena, die Allianz Arena oder das umgebaute Westfalenstadion strömen die Zuschauer wie noch nie in der Bundesliga-Geschichte in die Stadien.
Spielmodus
Die Bundesliga dient in erster Linie der Ermittlung des Deutschen Fußballmeisters. Dabei spielen alle Vereine anhand eines vor der Saison festgelegten Spielplans zweimal gegeneinander, je einmal im eigenen Stadion und einmal im Stadion des Gegners. Seit der Saison 1995/96 werden für einen Sieg 3 Punkte, für ein Unentschieden 1 Punkt und für eine Niederlage 0 Punkte vergeben. Davor wurden für jedes Spiel Plus- und Minuspunkte vergeben - Sieg: 2:0 Punkte, Unentschieden: 1:1 Punkte, Niederlage: 0:2 Punkte.
Die Mannschaft, die nach Abschluss dieser doppelten Punktrunde den ersten Platz belegt, ist Deutscher Meister. Er ist genauso wie der Tabellenzweite zur Teilnahme an der Champions League berechtigt (siehe Übersicht). Die drei letzten Vereine steigen in die 2. Bundesliga ab. Aus dieser steigen die besten drei Vereine auf (siehe Übersicht).
Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst das bessere Torverhältnis (Tordifferenz) über die Reihenfolge der Plazierung. Bei gleicher Differenz entscheidet die Anzahl der erzielten Tore. Sollte dieser Vergleich noch keine Entscheidung bringen, gilt: das Gesamtergebnis aus den Partien gegeneinander, die Anzahl der in diesen Partien erzielten Tore gegeneinander, die Anzahl der auswärts erzielten Tore im direkten Vergleich. Danach entscheiden die erzielten Auswärtstore in allen Spielen. Bringen diese Vergleiche nichts ein, wird auf neutralem Platz ein Entscheidungsspiel ausgetragen. Dies war bisher in der Bundesliga jedoch noch nie der Fall.
Änderungen im Spielmodus
- Anzahl der Mannschaften: 18; 1963-65 waren es 16, 1991/92: 20 (um Platz für Teilnehmer der aufgelösten DDR-Oberliga zu schaffen).
- Anzahl der Absteiger: 3; 1963-74 2, 1981-91 2 feste Absteiger, der Sechzehnte der Bundesliga bestritt Relegationsspiele gegen den Dritten der 2. Bundesliga. 1991/92: 4.
Übersicht: sportliche Qualifikation
- 1. Platz: Deutscher Meister (Fußball)
- 1. und 2. Platz: Teilnahme an der UEFA Champions League
- 3. Platz: Qualifikationsrunde für die Champions League. Bei Nicht-Qualifikation Teilnahme am UEFA-Cup.
- 4. - 5. Platz: Teilnahme am UEFA-Cup
- 16. - 18. Platz: Abstieg in die 2. Fußball-Bundesliga
Darüber hinaus nehmen ab Platz 6 bis zu drei Mannschaften am UI-Cup teil (wenn sie zu Saisonbeginn gemeldet haben und
nicht wegen Nichtteilnahme eine Strafe zahlen wollen)
Die Anzahl der deutschen Mannschaften, die an den internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfen, hängt von der UEFA-Fünf-Jahreswertung ab.
Außerdem ist der Sieger des DFB-Pokals automatisch für den UEFA-Cup qualifiziert. Sollte er aber bereits durch das Ergebnis in der Meisterschaft für einen internationalen Wettbewerb (nicht UI-Cup) qualifiziert sein, darf eine weitere Mannschaft nachrücken. In der Regel ist dies der unterlegene Pokalfinalist. Sollte dieser Verein allerdings auch für Champions League oder UEFA-Cup qualifiziert sein, rückt der Bundesliga-Sechste nach.
Am Europapokal teilnahmeberechtigte Vereine
- Champions League: bis 1996/97: 1 (der Deutsche Meister), 1997-99: 2, seitdem 2 feste Teilnehmer und 1 bzw. 2 in der Qualifikation, abhängig von der UEFA-Fünf-Jahreswertung.
- Vor 1991 war der Deutsche Meister für den Europapokal der Landesmeister qualifiziert, der dann als Champions League neu organisiert wurde.
- UEFA-Pokal: 3 Teilnehmer, einer davon ist der DFB-Pokalsieger (sofern nicht für die Champions League qualifiziert). Vormals sogar bis zu 4 Mannschaften.
- Der DFB-Pokalsieger war vor 1999 für den Europapokal der Pokalsieger qualifiziert, der dann im UEFA-Pokal aufging.
Die einzelnen Spielzeiten
Deutsche Meister (Bundesliga, 1964–2005)
In der Geschichte der Bundesliga errangen insgesamt elf Vereine den Meistertitel, davon nur vier in den letzten zehn Jahren.
Finanzierung
2005
Der DFB macht durch die Fußball-Bundesliga hohe Gewinne durch die Einnahmen aus den Fernsehübertragungen. Alleine die Fußball-Bundesliga erhält durch die Übertragung der Spiele im Pay-TV und in Zusammenfassungen 300 Millionen Euro jährlich durch die übertragenden Fernsehsender. Des Weiteren haben die professionellen Fußballvereine weitere Einnahmen durch die Eintrittskarten in den Stadien sowie durch Sponsoring. Die unterschiedlichen Einnahmen aus Fernsehen- und Sponsorengeldern ließen eine immer größer werdende finanzielle und sportliche Kluft zwischen den einzelnen Mannschaften der Ligen entstehen. Fußball wurde immer mehr wie eine Ware vermarktet: Vor allem die Fernsehgelder, das Merchandising und die Vermarktung brachten Einnahmen die sich in wenigen Jahren vervielfachten.
Da mehr Einnahmen vorhanden waren, stiegen ebenso Ablösesummen für Spieler und Trainer sowie die Gehälter der Beteiligten auf zweistellige Millionenbeträge. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten hatten für die Übertragung der Fußball-Bundesliga im Jahre 1987/88 noch 18 Millionen DM (umgerechnet neun Millionen Euro) bezahlt, die Erstübertragung der Spiele kostete den Fernsehsender Sat.1 zehn Jahre später schon 180 Millionen DM. Die Vermarktung hatte jedoch auch ein paralleles Wachstum der durchschnittlichen Zuschauerzahlen zur Folge, in der Hinrunde der Saison 2004/05 besuchten durchschnittlich 34.720 Zuschauer die Spiele.
Alle Spitzenreiter der 1. Fußballbundesliga von 1963/64 bis 2004/05:
Dies ist eine Liste aller Tabellenführer der deutschen Fußballbundesliga seit 1963 mit dem Stand von Sommer 2005.
In dieser Liste sind die jeweils am Ende einer Saison, im nachhinein statistisch bereinigten Tabellenführer bzw. Spitzenreiter der Bundesliga nach einem Spieltag aufgeführt. Die Tabellenersten aus den entsprechenden Tagestabellen der Spieltage abzulesen ist oftmals nicht möglich, da in der laufenden Spielzeit nicht immer alle Vereine die selbe Anzahl an Spielen absolviert haben.
Die Rangfolge der Spitzenreiter:
476 x Bayern München
130 x Borussia Mönchengladbach
117 x Werder Bremen
108 x Hamburger SV
95 x Borussia Dortmund
89 x 1. FC Kaiserslautern
87 x 1. FC Köln
55 x Eintracht Frankfurt
55 x VfB Stuttgart
47 x TSV Bayer 04 Leverkusen
38 x FC Schalke 04
33 x Eintracht Braunschweig
33 x 1.FC Nürnberg
18 x TSV 1860 München
8 x Hertha BSC Berlin
8 x VfL Wolfsburg
5 x Bayer 05 Uerdingen
5 x Fortuna Düsseldorf
5 x Hansa Rostock
4 x Hannover 96
4 x Offenbacher Kickers
3 x Arminia Bielefeld
3 x Karlsruher SC
3 x MSV Duisburg
3 x Rot-Weiss Essen
3 x VfL Bochum
1 x FC St. Pauli
1 x Rot-Weiß Oberhausen
1 x SC Freiburg
Weitere Statistik dazu:
· Es gab seit 1963 an den bisherigen 1424 Spieltagen der Fußball-Bundesliga insgesamt 1438 Tabellenführer.
· 1412 Mal führte jeweils eine Mannschaft die Tabelle auf Platz 1 an.
· 10 Mal teilten sich jeweils zwei Mannschaften Platz 1.
· 2 Mal teilten sich jeweils drei Mannschaften die Spitze.
· 29 der bisherigen 49 Bundesligavereine waren schon auf Platz 1.
Stand: Saisonende: 2004/2005.
Rekorde
Top Ten der besten Torschützen
# Gerd Müller (1965 - 1979) 365 Tore (Ø 0,85 Tore pro Spiel)
# Klaus Fischer (1968 - 1988) 268 Tore (0,50)
# Jupp Heynckes (1965 - 1978) 220 Tore (0,60)
# Manfred Burgsmüller (1969 - 1990) 213 Tore (0,48)
# Ulf Kirsten (1990 - 2003) 182 Tore (0,52)
# Stefan Kuntz (1983 - 1999) 179 Tore (0,40)
# Klaus Allofs (1975 - 1993) 177 Tore (0,42)
# Dieter Müller (1973 - 1986) 177 Tore (0,58)
# Hennes Löhr (1964 - 1977) 166 Tore (0,44)
# Karl-Heinz Rummenigge (1974 - 1984) 162 Tore (0,52)
- Top 50 der besten Torschützen
Top Ten der Spieler mit den meisten Einsätzen
# Karl-Heinz Körbel (1972 - 1991) 602 Spiele
# Manfred Kaltz (1971 - 1991) 581 Spiele
# Klaus Fichtel (1965 - 1988) 552 Spiele
# Mirko Votava (1976 - 1996) 546 Spiele
# Klaus Fischer (1968 - 1988) 535 Spiele
# Eike Immel (1978 - 1995) 534 Spiele
# Willi Neuberger (1966 - 1983) 520 Spiele
# Michael Lameck (1972 - 1988) 518 Spiele
# Uli Stein (1978 - 1997) 512 Spiele
# Stefan Reuter (1985 - 2004) 502 Spiele
Sonstige Rekorde
- Die meisten Tore in einem Bundesligaspiel schoss Dieter Müller. Am 17.08.77 erzielte er für den 1. FC Köln 6 Tore beim 7:2 gegen Bremen.
- Die meisten Eigentore in der Geschichte der Bundesliga schoss bisher Manfred Kaltz vom Hamburger SV (6 Eigentore). Allerdings traf er auch 76mal das richtige Tor. Fünf Spieler schossen bisher zwei Eigentore in einem Spiel, am schnellsten war Nikolce Noveski vom FSV Mainz 05, der binnen drei Minuten doppelt in falsche Tor traf. (am 19. 11. 2005 gegen Eintracht Frankfurt; Endstand 2:2, Noveski machte dabei sogar noch den 1:2 Anschlusstreffer).
- Der älteste Spieler, der in der Geschichte der Bundesliga je auf dem Platz stand, war Klaus Fichtel beim FC Schalke 04 (43 Jahre, 184 Tage alt).
- Jüngster Bundesligaspieler war bisher Nuri Sahin (Borussia Dortmund) mit 16 Jahren und 335 Tagen (6. August 2005).
- Die meisten Platzverweise erhielt bisher Jens Nowotny mit 8 Platzverweisen, Torsten Kracht, Sergej Barbarez und Stefan Effenberg folgen mit jeweils 7 Platzverweisen.
- Die meisten Elfmeter verwandelte Manfred Kaltz (53 bei 7 vergebenen Strafstößen).
- Die meisten Elfmeter verschoss Gerd Müller (12 vergebene bei insgesamt 63 Strafstößen).
- Die meisten Tore durch einen Torwart verwandelte der Elfmeterspezialist Jörg Butt (bis einschließlich Saison 2004/05 waren es 25 Tore). Die bisher einzigen Feldtore durch Torhüter erzielten Jens Lehmann und Frank Rost (je ein Treffer).
- Der Torhüter mit den meisten Gegentoren war bisher Eike Immel (829 Gegentore in 534 Spielen).
- Der Torhüter mit den meisten Zu-Null-Spielen war Oliver Reck mit 173 Zu-Null-Spielen bei 471 Spielen insgesamt.
- Der Torhüter mit den meisten Zu-Null-Spielen in Folge ist Timo Hildebrand. Er hielt sein Tor in den Spielzeiten 2002/03 und 2003/04 884 Minuten in Folge sauber.
- Rekord-Meister als Spieler sind Mehmet Scholl, Lothar Matthäus, Klaus Augenthaler, und Alexander Zickler mit jeweils 7 Deutschen Meisterschaften.
- Rekordmeister als Trainer ist Udo Lattek mit 8 Deutschen Meisterschaften. Platz 2 belegt Ottmar Hitzfeld mit 6 Meisterschaften, gefolgt von Hennes Weisweiler mit 4 Titeln.
- Die meisten Spiele als Trainer hat allerdings uneinholbar Otto Rehhagel auf der Trainerbank gesessen: 820 Spiele, gefolgt von Erich Ribbeck mit 569 Spielen.
- Jüngster Trainer war Matthias Sammer zu Beginn der Saison 2000/01 bei Borussia Dortmund. Er war zu diesem Zeitpunkt erst 32 Jahre alt. Bereits nach seiner zweiten Saison wurde er mit dem BVB Deutscher Meister und ist somit auch jüngster Meistertrainer.
- Als einziger Verein ist der Hamburger SV seit der Gründung der Bundesliga ununterbrochen dabei. Es folgen der FC Bayern (ununterbrochen seit 1965), Borussia Dortmund (ununterbrochen seit 1976), der VfB Stuttgart (ununterbrochen seit 1977) und Bayer Leverkusen (ununterbrochen seit 1979).
- Von den derzeitig in der Bundesliga vertretenen Vereinen sind neben dem Hamburger SV der FC Bayern München (in der Bundesliga seit 1965), Bayer Leverkusen (seit 1979), der VfL Wolfsburg (seit 1997) und der FSV Mainz 05 (seit 2004) noch nie abgestiegen.
- Die ersten vier ausländischen Spieler in der Bundesliga waren Heinz Versteeg (Meidericher SV/Niederlande), Petar Radenkovic (TSV 1860 München/Jugoslawien), Jacobus Prins (1.FC Kaiserslautern/Niederlande) und Wilhelm Huberts (Eintracht Frankfurt/Österreich). Sie alle waren am 24.August 1963, dem ersten Spieltag der Bundesliga im Einsatz. Die Ausländerquote an diesem Spieltag betrug somit 2,27% (Heutzutage oft > 50%).
- Die meisten vorzeitigen Trainerentlassungen leistete sich Eintracht Frankfurt (20 mal), zugleich der Verein mit den meisten Trainern (31).
- Tasmania 1900 Berlin gilt als schlechtester Verein der Ligageschichte und hält insgesamt zwölf Negativrekorde.
- Der 1. FC Kaiserslautern schaffte es mit dem Trainer Otto Rehhagel 1998 zum bisher einzigen Mal, als Aufsteiger Deutscher Meister zu werden.
- Mit dem 1. FC Nürnberg stieg zum bisher einzigen Mal der amtierende Deutsche Meister ab (1969).
- Das Spiel mit den meisten Zuschauern war die Begegnung Hertha BSC Berlin - 1. FC Köln am 26. September 1963 mit 88.075 Zuschauern. Die Rekord-Minuskulisse stammt aus der Saison 1965/66
- Am 15. Januar 1966 sahen nur 827 Zuschauer die Partie Tasmania Berlin - Borussia Mönchengladbach.
- Den höchsten Zuschauerschnitt in einer Saison erreichte Borussia Dortmund 2004/05 mit über 77.000 Zuschauern pro Spiel.
- Die "schnellsten" und meisten Eigentore in einem einzigen Spiel erzielte Nikolce Noveski vom 1.FSV Mainz am 19.11.2005 im Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Ihm "missglückten" beide Eigentore innerhalb von 180 Sekunden. In der 3. und der 6. Spielminute.
Siehe auch
- Vereine der Fußball-Bundesliga
- Deutsche Meister der Fußball-Bundesliga
- Fußball
- 2. Bundesliga (Fußball)
Weblinks
- http://www.dfb.de - Deutscher Fußball-Bund (DFB)
- http://www.dfb.de/bliga/bundes/index.html - Bundesliga-Archiv
- http://www.bundesliga.de/ Offizielle Bundesliga Seite
- [http://www.kicker.de/content/news/ressort.asp?folder=3100&liga_id=1 Bundesliga auf kicker.de]
- [http://www.pressesau.de/index.php?action=show_wissen&id=6 Wissenswertes rund um die Bundesliga]
- http://www.fussballdaten.de/bundesliga/ Alle Ergebnisse seit Gründung der Bundesliga
!
Kategorie:Fußballwettbewerb für Vereinsmannschaften
Kategorie:Sport (Deutschland)
ja:フッスバル・ブンデスリーガ (ドイツ)
Rot-Weiß Oberhausen
Der SC Rot-Weiß Oberhausen-Rheinland ist ein Sportverein in Oberhausen, der am 18. Dezember 1904 aus der Fusion des Emschertaler SV und des Oberhausener Turnvereins entstand. RWO hat ca. 1.100 Mitglieder in drei Abteilungen (Fußball, Handball und Fußballtennis).
Geschichte
Als 1963 die Fußball-Bundesliga den Spielbetrieb aufnahm, war Rot-Weiß Oberhausen nicht mit von der Partie. Der Verein wurde der Regionalliga West zugeordnet und brachte dort sechs Spielzeiten zu, bis 1969 unter dem Trainer Adi Preißler die Westmeisterschaft und anschließend der Aufstieg in die Bundesliga gelang, wo man sich vier Jahre bis zur Saison 1972/73 halten konnte. Beste Plazierung war Rang 14 in der Saison 1969/70. 1970/71 war der Verein in den Bundesliga-Skandal verwickelt. Der damalige Trainer Günther Brocker wurde deshalb gesperrt. Für positive Schlagzeilen sorgte dagegen Lothar Kobluhn als Torschützenkönig der Saison 1970/71.
Nach dem Abstieg 1973 wurde der sofortige Wiederaufstieg in der Spielzeit 1973/74 knapp verpasst (Platz 2 in der Regionalliga West und in der anschließenden Aufstiegsrunde). Die erste Spielzeit in der neu gegründeten Zweiten Liga Nord endete 1975 für den Verein mit dem Abstieg in die Drittklassigkeit. Der Wiederaufstieg glückte in der Saison 1978/79, gleichzeitig erreichte RWO das Viertelfinale im DFB-Pokal und schied dort mit einer 1:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt aus.
Nach zwei Spielzeiten musste Oberhausen die nunmehr eingleisige Zweite Liga 1981 wieder verlassen, konnte jedoch bereits 1983 wieder aufsteigen und sich fünf Jahre in der Klasse behaupten, bevor 1988 ein Lizenzentzug den Verein wieder ins Amateurlager verbannte.
Ohne einen adäquaten Kader konnte sich RWO in der Saison 1988/89 in der Oberliga Nordrhein nicht halten und wurde in die Verbandsliga Niederrhein "durchgereicht". Im folgenden Jahr entging der Verein nur denkbar knapp dem erneuten Abstieg - lediglich die Tordifferenz bewahrte die Rot-Weißen vor dem Sturz in die Landesliga.
Nur langsam erholte sich der Verein und stieg 1998 wieder in die 2. Fußball-Bundesliga auf.
Den größten Pokal-Erfolg erzielte RWO in der Saison 1998/1999 mit dem Erreichen des Halbfinales. Das "Heimspiel" im Gelsenkirchener Parkstadion gegen Bayern München ging dann allerdings 1:3 verloren. Ein weiteres bedeutendes Pokalspiel in Gelsenkirchen gab es Anfang 2002, als RWO im Viertelfinale in der Arena auf Schalke gegen die Gastgeber mit 0:2 verlor. Die Zuschauerzahlen dieser Pokalspiele, 48.000 gegen Bayern bzw. 54.000 gegen Schalke, dürften für lange Zeit Rekordkulissen der Oberhausener bleiben. Bei beiden Pokal-Highlights wurde die Mannschaft übrigens von Trainer Aleksandar Ristic betreut, der in den Spielzeiten 1998/99 und 2001/02 vom jeweils stark abstiegsbedrohten Verein als "Retter" geholt wurde und in beiden Fällen den Klassenerhalt sichern half.
In der Saison 2003/2004 stand RWO mit dem bis dahin als Trainer noch unbekannten Jörn Andersen lange Zeit an der Spitze der 2. Bundesliga, wurde (inoffizieller) Herbstmeister, verpasste jedoch am Ende nach einem starken Einbruch in der Rückrunde den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Die Spielzeit 2004/05 verlief wesentlich schlechter, Andersen wurde vorzeitig beurlaubt und Oberhausen belegte am Ende unter Trainer Eugen Hach nur Rang 16 und stieg in die Regionalliga Nord ab.
Mit einem neuen Trainer (Harry Pless) und einem angesichts des geringen Etats deutlich schwächeren Kader erwischte RWO dort einen klassischen Fehlstart. Am 5. September trat der langjärige Vorstand des Vereins geschlossen zurück als Konsequenz für den katastrophalen Saisonstart. Gegenwärtig wird der SC Rot-Weiß von einem Notvorstand geführt und bemüht sich um die finanzielle und sportliche Konsolidierung.
Erfolge
Niederrheinmeister 1946, 1947
Westdeutscher Pokalsieger 1950
Meister Regionalliga West 1969
Bundesligaaufstieg 1969
Meister Oberliga Nordrhein 1979, 1983, 1995
Meister Regionalliga West/Südwest 1998
Niederrheinpokalsieger 1996, 1998
Herbstmeister 2.Liga 2003
Weitere Statistik
Einmal Spitzenreiter der 1. Bundesliga (Stand: Sommer 2005).
Bekannte Spieler
- Oliver Adler
- Manfred Burgsmüller
- Karlheinz "Kalli" Feldkamp
- Wolfgang Funkel
- Ditmar Jakobs
- Erich Juskowiak
- Lothar Kobluhn
[http://www.rwo-online.de/homepage/index.php4?modul=historie&action=spielerdatenbank Spielerhistorie]
Stadion
Rot-Weiß Oberhausen trägt seine Heimspiele im Stadion Niederrhein, zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal gelegen, aus. Nach Umbauarbeiten erfolgte die (Wieder-)Einweihung am 10. Mai 1998. Das Stadion hat eine Kapazität von 21.318 Plätzen, davon etwa 4.000 überdachte Sitzplätze.
Heimat der RWO-Fans ist traditionell die Emscherkurve, wenngleich ein nicht unerheblicher Teil der Fans auf der KONVENT-Tribüne Platz genommen hat.
Die Gästefans werden in der Kanalkurve untergebracht.
Trainer
- Saison 1998/1999 Gerd vom Bruch
Fans
Die RWO-Fans sind in der Interessengemeinschaft der RWO-Fanclubs (IGF) organisiert.
Die größten RWO-Fanclubs sind der Fanclub Niederrhein e.V. und die Handtuchmafia 1999
Als besonderes Highlight gilt die RWO Fanseite von Crazy SD [www.crazysd.de], hier werden Bratwürste in deutschen Fussball Stadien getestet. KULTFAKTOR extrem hoch!
Weblinks
[http://www.rwo-online.de Offizielle Webseite von Rot-Weiß Oberhausen]
[http://www.crazysd.de Crazy SD Kultfanpage von RWO]
[http://www.einzignichtartig.de Einzig-Nicht-Artig - Unterwegs mit RWO - Behind the scences]
[http://www.emschercoast.de Emschercoast - Low Level Support im Stadion Niederrhein]
Oberhausen, Rot-Weiß
Arminia Bielefeld
Der Deutsche Sport-Club Arminia Bielefeld ist der bedeutendste Fußballverein in Ostwestfalen-Lippe. Der Verein stieg bereits sieben Mal in die 1. Fußball-Bundesliga auf – Rekordwert in der Geschichte der Fußball-Bundesliga – (1970, 1978, 1980, 1996, 1999, 2002 und 2004), konnte sich aber nur zwischen 1980 und 1985 länger als zwei Spielzeiten dort halten. Auf Grund der vielen Auf- und Abstiege wird Arminia Bielefeld auch als Fahrstuhlmannschaft und mit dem inoffiziellen Titel Rekordaufsteiger bezeichnet.
Gegründet wurde der Verein am 3. Mai 1905 unter dem Namen 1. Bielefelder FC Arminia. Die ersten Spiele wurden in orangefarbenen Trikots ausgetragen, was wohl auf den aus den Niederlanden stammenden Teil der Gründungsmitglieder zurückzuführen ist.
Im März 1934 übernahm der SS-Führer Karl Demberg die Vereinsführung und passte die vereinsinternen Strukturen den nationalsozialistischen Vorstellungen an.
1972 war Arminia Bielefeld in den Bundesligaskandal verwickelt, der den Zwangsabstieg aus der Fußball-Bundesliga zur Folge hatte.
Die finanzielle Situation des Vereins leidet stark unter den ständigen Abstiegen aus der obersten Spielklasse. Wegen akuter Liquiditätsprobleme verzögerte sich die Zahlung der Februar-Gehälter im Jahr 2004 für die Profis der Ostwestfalen. Die Siegprämien wurden vorerst zurückgehalten und erst nach erfolgreichem Aufstieg ausgezahlt.
Heimspielstätte von Arminia Bielefeld ist die Schüco Arena. Dieses Stadion ist auch unter seiner traditionellen Bezeichnung als „Bielefelder Alm“ bekannt.
Die Lizenzspielerabteilung ist in eine GmbH & Co. KGaA ausgegliedert, die der Verein über seine Beteiligung an der Komplementär-GmbH kontrolliert.
Nach seinem angekündigten Wechsel zum 1. FC Köln wurde Trainer Uwe Rapolder am 11. Mai 2005 bis zum Saisonende beurlaubt. Der bisherige Co-Trainer Frank Geideck übernahm den Posten übergangsweise. Der bis dahin als Sportdirektor tätige Thomas von Heesen ist seit dem 1. Juli 2005 Cheftrainer. Er ist mit einem Vertrag bis 2007 ausgestattet.
Vereinserfolge
- Beste Platzierung 1. Bundesliga: Platz 8 in der Saison 1982/83 und 1983/84
- Meister 2. Bundesliga: 1999
- Meister 2. Bundesliga Nord: 1978, 1980
- Westdeutscher Meister: 1921/22, 1922/23
- Meister Regionalliga West/Südwest: 1995
- Westfalen-Meister: 1912, 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, 1927, 1933, 1962, 1990
- Westdeutscher Pokalsieger: 1966
- Westfälischer Pokalsieger: 1908, 1932
- WFV-Pokalsieger: 1966, 1974
Weitere Statistik
Dreimal Spitzenreiter der 1. Bundesliga (Stand: Sommer 2005).
Aktueller Kader
Bekannte ehemalige Spieler
- Jörg Bode
- Armin Eck
- Norbert Eilenfeldt
- Arne Friedrich
- Gregor Grillemeier
- Thomas Helmer
- Dirk Hupe
- Detlef Kemena
- Wolfgang Kneib
- Lorenz-Günther Köstner
- Stefan Kuntz
- Ernst Kuster
- Bruno Labbadia
- Ewald Lienen
- Patrick Owomoyela
- Kazuo Ozaki
- Frank Pagelsdorf
- Wolfgang Pohl
- Pasi Rautiainen
- Giuseppe Reina
- Gerd Roggensack
- Christian Sackewitz
- Helmut Schröder
- Dieter Schulz
- Uli Stein
- Thomas von Heesen
- Fritz Walter
- Horst Wohlers
- Artur Wichniarek
Bekannte Trainer
- Otto Rehhagel (1978/79)
- Horst Köppel (1982/83)
- Ernst Middendorp (1988–1990, 1994–1998)
- Ingo Peter (1992–1994)
- Thomas von Heesen (1998/99, 2004, seit 2005)
- Hermann Gerland (1999/2000)
- Benno Möhlmann (2000–2004)
- Uwe Rapolder (2004/2005)
Weblinks
- [http://www.arminia-bielefeld.de/ Homepage des Vereins]
- [http://arminia-supporters-club.de/ Arminia-Supporters-Club – Fan- und Förderabteilung]
- [http://www.fussball-owl.de/?mod=fans&mod2=arminia_bielefeld fussball-owl.de – Übersicht der Arminia-Fanseiten im Internet]
- [http://www.arminia-hockey.de/ Hockey-Sparte des Vereins]
- [http://www.dsc4ever.de/ größte Arminia-Fanpage mit den meistbenutzten Arminia Forum]
- [http://www.dsc-arminia.de.tc/ Arminia Fan-Page aus Lübbecke]
- [http://www.foto-freeware.de/arminia.php Fotos "Rekordaufstieg Nr. 7" im Jahr 2004]
Bielefeld, DSC Arminia
Arminia
ja:アルミニア・ビーレフェルト
Kickers OffenbachKickers Offenbach ist der größte Fußballverein in der Stadt Offenbach am Main. Der am 27. Mai 1901 im Restaurant "Rheinischer Hof" in der Offenbacher Herrnstraße gegründete Club spielt in der Saison 2005/06 in der 2. Fußball-Bundesliga, nachdem er am 04. Juni 2005 als Meister der Regionalliga Süd aufgestiegen war. In seiner wechselvollen Geschichte gehörte der Club auch schon mehrfach der 1. Fußball-Bundesliga an.
Der OFC (Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 e.V.) ist beheimatet im Stadion am Bieberer Berg, einem reinen Fußballstadion, das derzeit ca. 24.900 Zuschauern Platz bietet (6.400 Sitz- und 18.500 Stehplätze).
Der Verein erlitt in der Vergangenheit viele Rückschläge, beispielsweise die Nichtaufnahme - trotz sportlicher Qualifikation - in die neu gegründete Bundesliga 1963, seine maßgebliche Beteiligung am Bundesligaskandal am Anfang der 1970er Jahre, mehrere Abstiege und das Gefühl der Benachteiligung gegenüber dem größten Rivalen Eintracht Frankfurt, gleichwohl die Offenbacher bis heute die bessere Statistik im direkten Vergleich haben. 1968 erfolgte dann der erste Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. 1970 fand der größte Erfolg statt: Als noch Regionalligist (der erneute Aufstieg in die Bundesliga stand bereits fest) besiegten die Kickers den haushohen Favoriten 1. FC Köln im Pokalendspiel in Hannover mit 2:1.
Bei seinen Fans aus Offenbach und Umgebung erfreut sich der OFC nach wie vor großer Beliebtheit und genießt in den Augen und Herzen vieler eine Art "Kultstatus".
Der Präsident des Vereins ist der frühere Nationalspieler Dieter Müller. Manager ist mit Uwe Bein ein weiterer ehemaliger Spieler des Vereins, der nach seiner Offenbacher Zeit bei anderen Vereinen und als Nationalspieler große Erfolge feiern konnte.
Die größten sportliche Erfolge:
- Deutscher Vize-Meister 1950
- Deutscher Vize-Meister 1959
- Deutscher Pokalsieger 1970
Neben dem Fußball werden im Verein noch die Sportarten Boxen und Handball betrieben.
Weitere Statistik
4 mal Spitzenreiter der 1. Bundesliga (Stand: Sommer 2005).
Der aktuelle Kader
Bekannte ehemalige Spieler
- Uwe Bein
- Manfred Binz
- Horst Buhtz
- Jimmy Hartwig
- Siegfried Held
- Erwin Kremers
- Helmut Kremers
- Erwin Kostedde
- Michael Kutzop
- Dieter Müller
- Hermann Nuber
- Oliver Reck
- Manfred Ritschel
- Rudi Völler
Weblinks
- [http://www.ofc.de/ Website des Vereins]
Offenbach, Kickers
Kategorie:Offenbach am Main
ja:キッカーズ・オッフェンバッハ
Horst-Gregorio CanellasHorst-Gregorio Canellas ( - 6. Juni 1921; † 23. Juli 1999) war ein Südfrüchte-Großhändler in Frankfurt am Main und deckte als Präsident des Erstligisten Offenbacher Kickers den ersten Bundesligaskandal im deutschen Profi-Fußball auf.
Zur Feier seines 50. Geburtstags lud er am 6. Juni 1971 DFB-Größen und Pressevertreter zu sich ein. Tags zuvor war die Saison 1970/71 der ersten Fußball-Bundesliga zur Ende gegangen. Die Offenbacher Kickers waren abgestiegen. Canellas spielte den illustren Gästen zur Unterhaltung Tonbandaufnahmen vor, die bewiesen, dass Spiele im Abstiegskampf durch Geldleistungen an Akteure gekauft waren. Der eingeladene und anwesende DFB-Bundestrainer Helmut Schön verließ nach dieser unglaublichen Enthüllung rasch das Fest. Umfangreiche Ermittlungen zur Aufklärung von Schiebereien und Bestechung setzten ein.
Canellas wurde in der Folge vom DFB-Sportgericht lebenslang für alle Ämter gesperrt. Dieses Verdikt wurde aber 1976 stillschweigend aufgehoben.
Bei der Entführung des Lufthansa-Flugzeugs Landshut am 13. Oktober 1977 auf ihrem planmäßigen Flug von Mallorca nach Frankfurt war Canellas als Passagier an Bord. Er erlebte die Geiselbefreiung in Mogadischu.
Der gesundheitlich angeschlagene Unternehmer starb nach längerer Krankheit im Jahr 1999 an Lungenkrebs.
Canellas, Horst-Gregorio
Canellas, Horst-Gregorio
Canellas, Horst-Gregorio
Canellas, Horst-Gregorio
Canellas, Horst-Gregorio
Bernd PatzkeBernd Patzke ( - 14. Oktober 1943) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.
Er spielte als Abwehrspieler zwischen 1964 und 1972 in der Bundesliga 202 Spiele für 1860 München und Hertha BSC Berlin. Mit den "Sechzigern" wurde er 1966 Deutscher Meister.
Patzke absolvierte 24 Einsätze in der Nationalmannschaft und wurde 1966 bei der WM in England mit der Mannschaft Vize-Weltmeister und 1970 belegte er mit dem Team den dritten Platz bei der WM in Mexiko.
Er war 1971 einer der Hauptbeteiligten am sogenannten Bundesligaskandal und wurde zunächst für 10 Jahre gesperrt.
Siehe auch:
- Deutschland bei der WM 1966 in England
- Deutschland bei der WM 1970 in Mexiko
- Bundesliga-Skandal
Patzke, Bernd
Patzke, Bernd
Patzke, Bernd
Patzke, Bernd
Hans KindermannHans Kindermann ( - 10. Februar 1922 in Stuttgart) ist ein deutscher Jurist.
Im Bundesliga-Skandal 1971 war Hans Kindermann Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses (seit 1963) und übernahm in dieser Funktion die Untersuchung des Skandals. Von den Medien als DFB-Chefankläger tituliert, klärte er die Affäre auf, in der teils drakonische Strafen gegen die Beteiligten ausgesprochen wurden.
Im bürgerlichen Leben war Hans Kindermann Richter, zuletzt an der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Stuttgart.
Am 10. Februar 1992 erhielt er das Bundesverdienstkreuz und im Oktober verließ er schließlich den DFB-Kontrollausschuss und widmet sich seitdem seinen Hobbys.
Kindermann, Hans
Kindermann, Hans
Kindermann, Hans
Arminia Bielefeld
Der Deutsche Sport-Club Arminia Bielefeld ist der bedeutendste Fußballverein in Ostwestfalen-Lippe. Der Verein stieg bereits sieben Mal in die 1. Fußball-Bundesliga auf – Rekordwert in der Geschichte der Fußball-Bundesliga – (1970, 1978, 1980, 1996, 1999, 2002 und 2004), konnte sich aber nur zwischen 1980 und 1985 länger als zwei Spielzeiten dort halten. Auf Grund der vielen Auf- und Abstiege wird Arminia Bielefeld auch als Fahrstuhlmannschaft und mit dem inoffiziellen Titel Rekordaufsteiger bezeichnet.
Gegründet wurde der Verein am 3. Mai 1905 unter dem Namen 1. Bielefelder FC Arminia. Die ersten Spiele wurden in orangefarbenen Trikots ausgetragen, was wohl auf den aus den Niederlanden stammenden Teil der Gründungsmitglieder zurückzuführen ist.
Im März 1934 übernahm der SS-Führer Karl Demberg die Vereinsführung und passte die vereinsinternen Strukturen den nationalsozialistischen Vorstellungen an.
1972 war Arminia Bielefeld in den Bundesligaskandal verwickelt, der den Zwangsabstieg aus der Fußball-Bundesliga zur Folge hatte.
Die finanzielle Situation des Vereins leidet stark unter den ständigen Abstiegen aus der obersten Spielklasse. Wegen akuter Liquiditätsprobleme verzögerte sich die Zahlung der Februar-Gehälter im Jahr 2004 für die Profis der Ostwestfalen. Die Siegprämien wurden vorerst zurückgehalten und erst nach erfolgreichem Aufstieg ausgezahlt.
Heimspielstätte von Arminia Bielefeld ist die Schüco Arena. Dieses Stadion ist auch unter seiner traditionellen Bezeichnung als „Bielefelder Alm“ bekannt.
Die Lizenzspielerabteilung ist in eine GmbH & Co. KGaA ausgegliedert, die der Verein über seine Beteiligung an der Komplementär-GmbH kontrolliert.
Nach seinem angekündigten Wechsel zum 1. FC Köln wurde Trainer Uwe Rapolder am 11. Mai 2005 bis zum Saisonende beurlaubt. Der bisherige Co-Trainer Frank Geideck übernahm den Posten übergangsweise. Der bis dahin als Sportdirektor tätige Thomas von Heesen ist seit dem 1. Juli 2005 Cheftrainer. Er ist mit einem Vertrag bis 2007 ausgestattet.
Vereinserfolge
- Beste Platzierung 1. Bundesliga: Platz 8 in der Saison 1982/83 und 1983/84
- Meister 2. Bundesliga: 1999
- Meister 2. Bundesliga Nord: 1978, 1980
- Westdeutscher Meister: 1921/22, 1922/23
- Meister Regionalliga West/Südwest: 1995
- Westfalen-Meister: 1912, 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, 1927, 1933, 1962, 1990
- Westdeutscher Pokalsieger: 1966
- Westfälischer Pokalsieger: 1908, 1932
- WFV-Pokalsieger: 1966, 1974
Weitere Statistik
Dreimal Spitzenreiter der 1. Bundesliga (Stand: Sommer 2005).
Aktueller Kader
Bekannte ehemalige Spieler
- Jörg Bode
- Armin Eck
- Norbert Eilenfeldt
- Arne Friedrich
- Gregor Grillemeier
- Thomas Helmer
- Dirk Hupe
- Detlef Kemena
- Wolfgang Kneib
- Lorenz-Günther Köstner
- Stefan Kuntz
- Ernst Kuster
- Bruno Labbadia
- Ewald Lienen
- Patrick Owomoyela
- Kazuo Ozaki
- Frank Pagelsdorf
- Wolfgang Pohl
- Pasi Rautiainen
- Giuseppe Reina
- Gerd Roggensack
- Christian Sackewitz
- Helmut Schröder
- Dieter Schulz
- Uli Stein
- Thomas von Heesen
- Fritz Walter
- Horst Wohlers
- Artur Wichniarek
Bekannte Trainer
- Otto Rehhagel (1978/79)
- Horst Köppel (1982/83)
- Ernst Middendorp (1988–1990, 1994–1998)
- Ingo Peter (1992–1994)
- Thomas von Heesen (1998/99, 2004, seit 2005)
- Hermann Gerland (1999/2000)
- Benno Möhlmann (2000–2004)
- Uwe Rapolder (2004/2005)
Weblinks
- [http://www.arminia-bielefeld.de/ Homepage des Vereins]
- [http://arminia-supporters-club.de/ Arminia-Supporters-Club – Fan- und Förderabteilung]
- [http://www.fussball-owl.de/?mod=fans&mod2=arminia_bielefeld fussball-owl.de – Übersicht der Arminia-Fanseiten im Internet]
- [http://www.arminia-hockey.de/ Hockey-Sparte des Vereins]
- [http://www.dsc4ever.de/ größte Arminia-Fanpage mit den meistbenutzten Arminia Forum]
- [http://www.dsc-arminia.de.tc/ Arminia Fan-Page aus Lübbecke]
- [http://www.foto-freeware.de/arminia.php Fotos "Rekordaufstieg Nr. 7" im Jahr 2004]
Bielefeld, DSC Arminia
Arminia
ja:アルミニア・ビーレフェルト
1971
Jahreswidmungen
- 1971 ist „Internationales Jahr zur Bekämpfung des Rassismus und der Rassendiskriminierung“
- Der Wanderfalke (lat. Falco peregrinus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: Rudolf Gnägi wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Königin Elisabeth II. verleiht der Schriftstellerin Agatha Christie den Titel Dame Commander of the British Empire
- 1. Januar: Verbot der Zigarettenwerbung im Fernsehen der Vereinigten Staaten
- 2. Januar: Die Zigarettenwerbung wird in den USA jetzt auch im Rundfunk verboten
- 4. Februar: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Zypern. In Kraft seit dem 5. Februar 1972
- 15. Januar: Der Assuan-Staudamm wird in Ägypten eingeweiht
- 1. Februar: New York: Konzert für Bangladesh
- 7. Februar: in der Schweiz Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen
- 12. Februar: Rahmenabkommen über Entwicklungshilfe zwischen Deutschland und Ruanda
- 12. März: Das Militär putscht unter Führung von General Tagmac und Nihat Erim in der Türkei erneut. Linke Parteien und Organisationen werden verboten. Mehrere tausend Menschen werden verhaftet und eingesperrt
- 14. März: Berlin: Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin kann die SPD ihre absolute Mehrheit knapp behaupten
- 18. März: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Island
- 26. März: Unabhängigkeit von Bangladesch
- 19. April: Die Sowjetunion startet mit der Saljut 1 die erste Raumstation
- 3. Mai: DDR: Walter Ulbricht tritt als Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED zurück. Sein Nachfolger wird Erich Honecker
- 13. Juni Veröffentlichung der Pentagon-Papiere
- 11. August: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz
- 15. August: Bahrain erhält seine Unabhängigkeit
- 1. September: Das Bundesausbildungsförderungsgesetz tritt in Westdeutschland in Kraft
- 3. September: Katar wird unabhängig
- 21. September: Katar, Bhutan und Bahrain werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 7. Oktober: Oman wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 21. Oktober: Der Kongostaat wird umbenannt in Zaire
- 22. Oktober: Der Polizist Norbert Schmidt wird in Hamburg von der RAF erschossen
- 28. Oktober: In Woomera startet Großbritannien erfolgreich den bis heute einzigen Satelliten mit einer britischen Trägerrakete und zwar den Testsatelliten Prospero
- 2. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und El Salvador. In Kraft seit dem 30. Juni 1972
- 2. Dezember: Vereinigte Arabische Emirate. Unabhängigkeit und Gründung aus den Emiraten Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Umm al-Qaiwain und Fujairah
- 9. Dezember: Vereinigte Arabische Emirate werden Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 14. Dezember: Zusammenschluss der Gemeinden Baesweiler, Oidtweiler, Setterich und Puffendorf
- 17. Dezember: Bangladesch wird endgültig unabhängig von Pakistan
- 20. Dezember: Ärzte ohne Grenzen wird gegründet
- Heinrich Böll wird für vier Jahre zum Präsidenten des internationalen Pen Club gewählt
- Greenpeace wird in Kanada als Ableger des „Don't Make a Wave Committee“ gegründet
- Im Vereinigten Königreich wird das erste Frauenhaus Europas gegründet
- Die Vereinigten Arabischen Emirate werden gegründet
- Nach der ersten am Menschen gemachten Aufnahme beginnt der Siegeszug der Computertomografie
- Im Juni wird der Europäische Metallgewerkschaftsbund gegründet
Kultur
- 17. Mai: Uraufführung der musikalischen Show Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer von Hans Werner Henze in Rom
- 23. Mai: Uraufführung der Oper Der Besuch der alten Dame von Gottfried von Einem an der Wiener Staatsoper
- 8. September: Uraufführung des Theaterstückes Mass von Leonard Bernstein im Kennedy Center in Washington (D.C.)
- 10. September: Uraufführung der Oper Beatrix Cenci von Alberto Ginastera im John F. Kennedy Center in Washington (D.C.)
Katastrophen
- 2. Januar: Beim Zusammenbruch einer Tribüne in Glasgow während des Fußball-Lokalderbys zwischen den Rangers und Celtic sterben 66 Menschen
- 2. Januar: Tripolis, Libyen. Absturz einer Comet 4 der Egypt Air beim Landeanflug. Alle 16 Personen an Bord starben
- 23. Januar: Süd-Korea. Entführung einer Fokker F-27 der Korean Air Lines. Der Entführer wollte die Maschine nach Nord-Korea umleiten. Die süd-koreanische Luftwaffe zwang die Turboprop zur Bruchlandung. Der Entführer tötete sich selbst mittels einer Handgranate. 2 Menschen starben, 58 wurden gerettet
- 9. Februar: Entgleisung eines TEE bei Aitrang im Allgäu, 29 Tote
- 18. März: Bei einem Bergrutsch am Chungar in Peru stürzen große Gesteinsmassen in den See Yanahuani und töten 200 Personen
- 12. Mai: Erdbeben in der Südwest-Türkei und Burdur, 70 Tote
- 22. Mai: Erdbeben bei Bingöl, Anatolien, Türkei, etwa 1.000 Tote
- 27. Mai: Bei einem tragischen Zugunglück in Radevormwald kommen 46 Menschen, darunter 41 Schüler ums Leben
- 7. Juni: New Haven, Connecticut, USA. Absturz einer Convair CV-580 der Allegheny Airlines etwa 2 km vor der Landebahn. Absturzursache war ein Unwetter. 28 der 31 Personen starben
- 29. Juni: Karaganda, UdSSR: Bei der missglückten Landung der Sojus 11 kommt die dreiköpfige Besatzung, darunter der Kommandant Georgi Dobrowolski, ums Leben
- 21. Juli: Zugunglück bei Badenweiler, 23 Tote, 120 Verletzte
- 30. Juli: Morioka, Japan. Kollision einer japanischen Boeing 727 und einem Kampfjet North American F-86. Alle 162 Menschen starben
- 21. August: Kopenhagen, Dänemark. Eine Iljuschin Il-18 stürzte beim Landeanflug ins Meer. 28 Menschen starben, 3 konnten gerettet werden
- 4. September: Juneau, Alaska, USA. Eine Boeing 727 der Alaska Airlines prallte während einer Instrumentenlandung gegen einen Berg, während auf dem Flughafen Juneau ein starker Schneesturm herrschte. Alle 109 Menschen an Bord starben
- 6. September: Bei Hamburg muss eine BAC One Eleven der Paninternational Airlines eine Notlandung auf der Autobahn nach Ausfall der Triebwerke machen. 22 von 121 Insassen kommen ums Leben
- 2. Oktober: Nähe Kanegam, Belgien. Eine Vickers Vanguard der BEA (British European Airways), auf dem planmäßigen Flug von London, Großbritannien, nach Salzburg, Österreich, stürzte ab. Grund war ein technischer Defekt, verursacht durch Rostschäden. Alle 63 Personen an Bord starben
- 10. November: Unglück beim Bau der Südbrücke in Koblenz bei dem 13 Arbeiter sterben
- 24. Dezember: Puerta Inca, Peru. Eine Lockheed L-188 Electra der Lineas Aeras Nacionales wurde von einem Blitz getroffen, fing Feuer und stürzte ab. 91 von 92 Menschen an Bord starben
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 8. März: Joe Frazier gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Muhammad Ali im Madison Square Garden, New York, USA, durch Sieg nach Punkten
- 6. Juni: Horst-Gregorio Canellas enthüllt, dass Spiele im Abstiegskampf und während der Fußballsaison durch Geldzahlungen beeinflusst waren. Der erste Bundesligaskandal bricht sich Bahn
- 6. Juli: Eddy Merckx gewinnt zum drittenmal hintereinander die Tour de France
- 15. August: Jackie Stewart wird Formel 1- Weltmeister
- 3. Januar: Tarek Al-Wazir, deutscher Politiker und MdL
- 5. Januar: Iou Kuroda, japanischer Manga-Zeichner
- 6. Januar: Daniel Poznanski, Dozent für Rechtskunde und Medienrecht
- 7. Januar: DJ Ötzi, österreichischer Schlagersänger
- 9. Januar: Ralf Zacherl, deutscher Sternekoch
- 9. Januar: Christoph Sieber (Windsurfer), erfolgreicher österreichischer Windsurfer
- 11. Januar: Mary J. Blige, Sängerin
- 12. Januar: David McAllister, deutscher Politiker
- 14. Januar: Thomas Hellriegel, deutscher Triathlet
- 14. Januar: Lasse Kjus, norwegischer Skirennläufer
- 16. Januar: Sergi Bruguera, ehemaliger spanischer Tennisprofi
- 17. Januar: Kid Rock, US-amerikanischer Musiker
- 18. Januar: Josep Guardiola, spanischer Fußball-Nationalspieler
- 20. Januar: Gary Barlow, britischer Sänger und Songwriter
- 20. Januar: Wakanohana Masaru, japanischer Sumo-ringer und 66. Yokozuna
- 21. Januar: Alan McManus, schottischer Snookerspieler
- 22. Januar: Sandra Speichert, deutsche Schauspielerin
- 25. Januar: Luca Badoer, italienischer Automobilrennfahrer
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