Buzz Aldrin
Edwin Eugene Aldrin, Jr. ( - 20. Januar 1930 in Glen Ridge, New Jersey, USA) war mit Neil Armstrong einer der beiden ersten Menschen auf dem Mond.
Schon als Kind wurde er Buzz gerufen. 1988 nahm er diesen Vornamen offiziell an. Seit 1988 ist Aldrin zum dritten Mal verheiratet. Er hat drei Kinder aus erster Ehe: James ( - 1955), Janice ( - 1957) und Andrew ( - 1958), sowie drei Stiefkinder von seiner Frau Lois Driggs Cannon.
Kindheit und Jugend
Edwin Aldrin wurde als jüngstes von drei Kindern eines ehemaligen Armeefliegers geboren. Schon im Alter von zwei Jahren wurde er von seinem Vater in einem Dienstflugzeug der Standard Oil Company mitgenommen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde sein Vater wieder als Pilot eingezogen und kam nur selten und kurz nach Hause. Aldrins Mutter litt unter Depressionen und Alkoholsucht.
Im Alter von 9 bis 15 Jahren verbrachte Edwin Aldrin seine Sommerferien regelmäßig in Jugendcamps in Maine. Dort genoss er die Kameradschaft unter den Jungs und lernte, sich in Wettkämpfen durchzusetzen.
Während seiner Schulzeit spielte Aldrin Football und betrieb Stabhochsprung.
Militärdienst und Studium
Edwin Aldrin absolvierte die Militärakademie in West Point, die er 1951 als Bachelor of Science verließ. Er diente bei der US Air Force und wurde als Kampfpilot im Koreakrieg eingesetzt, wo er 66 Einsätze flog und zwei MiG-15 abschoss.
Nach dem Krieg diente er in Nevada, Colorado und Bitburg in Deutschland. Ab 1959 studierte er Raumfahrttechnik am Massachusetts Institute of Technology, das er 1963 als Doktor verließ. Seine Doktorarbeit schrieb er über "Navigationstechniken für bemannte Rendezvous im Orbit".
Nach dem Studium kehrte er zur Luftwaffe zurück und diente im Gemini Target Office in Los Angeles und auf der Edwards Air Force Base.
Gemini
Aldrin bewarb sich bei der NASA und wurde am 18. Oktober 1963 als einer der 14 Astronauten der dritten Astronautengruppe der Öffentlichkeit vorgestellt. Er war der erste Astronaut mit Doktortitel und einer der wenigen, die nicht zuvor Testpilot waren.
Ihm wurde als Fachgebiet die Missionsplanung der Gemini-Flüge zugeteilt. Für das geplante Rendezvous eines Gemini-Raumschiffs mit einem Zielsatelliten konnte er seine Kenntnisse der Himmelsmechanik einbringen, indem er statt tangentialen Umlaufbahnen konzentrische vorschlug.
Während des Fluges von Gemini 5 im August 1965 diente er als Verbindungssprecher (Capcom) in der Leitzentrale, doch das geplante Rendezvous konnte wegen eines Defektes in der Kapsel nicht durchgeführt werden.
Am 25. Januar 1966 wurde er als Ersatzpilot für Gemini 10 eingeteilt. Üblicherweise führte dies zu einer Nominierung für die Hauptmannschaft drei Flüge später, doch das Gemini-Programm sollte mit Gemini 12 enden, so dass Aldrin voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen würde und auf eine Einteilung zu einem frühen Apolloflug hoffen musste.
Tragischerweise profitierte Aldrin vom Tod zweier Kollegen. Elliot See und Charles Bassett, die als Besatzung von Gemini 9 vorgesehen waren, verunglückten am 28. Februar 1966 bei einem Flugzeugabsturz tödlich. Die bisherige Ersatzmannschaft rückte nach und Aldrin wurde in die neue Ersatzmannschaft von Gemini 9 versetzt. Der Flug fand im Juni 1966 statt, Aldrin war wieder als Capcom beteiligt.
Nach Ende dieses Fluges erhielt er am 17. Juni 1966 wie erwartet die Nominierung als Pilot von Gemini 12. Während der Vorbereitung arbeitete er noch im Juli 1966 als Capcom für die Gemini-10-Mission.
Aldrin startete am 11. November 1966 zusammen mit Jim Lovell zu seinem ersten Raumflug. Zu seinen Aufgaben gehörte ein Weltraumspaziergang. Dieser wesentliche Teil des Gemini-Projektes hatte bisher nicht zufriedenstellend funktioniert. Aldrin hatte sich jedoch gründlich vorbereitet und als erster Astronaut die Schwerelosigkeit in einem Wassertank simuliert. An drei Tagen führte Aldrin im Raumanzug eine Außenbordaktivität (EVA) durch: zwei Mal in der geöffneten Luke stehend, ein drittes Mal verließ er das Raumschiff vollständig, wobei er noch mit einer Nabelschnur von 9 Metern Länge verbunden war.
Durch langsame und vorsichtige Bewegungen konnte Aldrin alle Arbeiten problemlos durchführen. Regelmäßige Ruhepausen schützten vor Überhitzung und beschlagenem Visier. Aldrin hatte damit bewiesen, dass das letzte große Problem des Gemini-Projekts gelöst werden konnte.
Apollo
Außenbordaktivität (EVA)]
Zum Ende des Gemini-Programms waren bereits sechs Mannschaften für die ersten Apollo-Flüge eingeteilt. Da Aldrin den letzten Gemini-Flug absolviert hatte, war er dabei nicht berücksichtigt worden. Und wieder war es der Tod anderer Astronauten, der ihn nachrücken ließ. Im Januar 1967 kam die Mannschaft von Apollo 1 bei einem Bodentest ums Leben. Im November wurden die neuen Pläne veröfentlicht, und Aldrin war in der Ersatzmannschaft der Mission E dabei, zuerst als Pilot der Mondfähre, später als Pilot des Apollo-Raumschiffs. Ersatz-Kommandant war Neil Armstrong. Dieser Flug wurde als Apollo 8 zwischen die Mission C und die Mission D geschoben und führte zum Mond.
Am 9. Januar 1969 wurde Aldrin konsequenterweise in die Mannschaft von Apollo 11 berufen, dieses Mal als Pilot der Mondfähre, die Kommandokapsel sollte von Michael Collins gesteuert werden. Wenn die beiden ausstehenden Flüge von Apollo 9 und Apollo 10 erfolgreich verliefen würde das bedeuten, dass Aldrin die erste bemannte Mondlandung durchführen würde. Erst im Laufe des Frühlings wurde entschieden, dass der Kommandant zuerst den Mondboden betreten würde. Aldrin sollte somit Zweiter werden.
Apollo 11 startete mit den Astronauten Armstrong, Aldrin und Collins problemlos am 16. Juli 1969. Am 21. Juli, um 03:15 GMT betrat Buzz Aldrin als zweiter Mensch den Mond, knapp 20 Minuten nach Armstrong.
Insgesamt war Aldrin 289 Stunden und 53 Minuten im Weltall, davon 7 Stunden und 52 Minuten außerhalb seines Raumfahrzeugs.
Nach der Rückkehr zur Erde gingen die Apollo-Astronauten auf strapaziöse Reisen rund um die Welt, so wurden innerhalb 45 Tagen 23 Länder besucht.
Nach der NASA
Aldrin verließ die NASA im Juli 1971 und wurde Leiter des Astronautenausbildungszentrums ARPS in der Edwards Air Force Base, Kalifornien.
Nachdem er jahrelang als Astronaut auf ein Ziel hingearbeitet hatte, erschien ihm diese Arbeit unbefriedigend und er fiel in Depressionen, verstärkt durch Medikamenten- und Alkoholmissbrauch. Im Jahre 1972 verließ er die Luftwaffe und führte, zum ersten Mal, ein unstrukturiertes, zielloses Leben.
Nach einiger Zeit begab er sich jedoch in Therapie und bekam sein Leben wieder einigermaßen in den Griff, so wurde er Berater bei einer Hilfsorganisation. Seine Alkoholabhängigkeit konnte er jedoch erst 1978 aufgeben.
Seit dieser Zeit hat Aldrin fünf Bücher geschrieben, unter anderem eine Autobiografie mit dem bezeichnenden Titel "Return To Earth" ("Rückkehr auf die Erde"), denn, wie er sagte, bestand der schwerste Teil seines Lebens nicht darin, zum Mond zu fliegen, sondern dem entgegenzutreten, was ihn bei der Rückkehr erwartete.
1993 wurde ihm ein US-Patent für eine von ihm entworfene permanente Raumstation verliehen. 1996 gründete er seine Firma Starcraft Boosters, die kostengünstige Raumfahrtsysteme entwirft, ebenso ShareSpace Foundation, eine gemeinnützige Stiftung, die den Weltraumtourismus fördern will.
2002 wurde er in eine Kommission berufen, die die Zukunft der amerikanischen Luft- und Raumfahrtindustrie untersuchte.
Heute lebt er in Südkalifornien, hält Vorträge, tritt im Fernsehen als Raumfahrt-Experte auf und berät Firmen bei Filmproduktionen.
2002
2002
Bücher von Buzz Aldrin
- 1973: Return to Earth, zusammen mit Wayne Warga
- 1989: Men from Earth, zusammen mit Malcolm McConnell
- 1996: Encounter with Tiber, Science-Fiction-Roman, zusammen mit John Barnes
- 2000: The Return, Science-Fiction-Roman, zusammen mit John Barnes
- 2005: Reaching for the Moon, Kinderbuch, illustriert von Wendell Minor
Weblinks
- [http://www.jsc.nasa.gov/Bios/htmlbios/aldrin-b.html NASA: Biographie] (engl.)
- [http://www.buzzaldrin.com/ Aldrins eigene Homepage] (engl.)
- [http://www.starbooster.com/ Starcraft Boosters Inc.] (engl.)
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Siehe auch: Liste der Raumfahrer
Aldrin, Edwin
Aldrin, Edwin
Aldrin, Edwin
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Name
Bei russischen Personen ist es üblich, den Artikel unter dem Lemma "Vorname Vatername Familienname" anzulegen, und hierauf eine Weiterleitung von "Vorname Nachname" zu setzen.
Amerikanische Personen haben oft mehrere Vornamen, dazu manchmal auch einen Rufnamen, z.B. Virgil Ivan "Gus" Grissom. Derzeit gibt es keine verbindlichen Regeln, unter welchem Lemma der Artikel angelegt werden soll, und welche Weiterleitungen gesetzt werden sollen. In der ersten Zeile des Artikels sollen aber alle Namen angegeben werden.
Landeszugehörigkeit
Hier soll die Nationalität des Raumfahrers zur Zeit seines Raumflugs vermerkt werden, ebenso die Zugehörigkeit zu einer Raumfahrtbehörde. Wechseln diese im Lauf der Karriere, so sollen alle zutreffenden aufgeführt werden.
Raumflüge
Hier sollen die einzelnen Raumflüge des Raumfahrers stehen. Im Allgemeinen wird das der Name des Raumschiffs sein, z.B. Wostok 1 oder Gemini 3. Bei Raumstations-Besatzungen kommt es aber vor, dass Hinflug und Rückflug mit zwei verschiedenen Raumschiffen erfolgen. Dann können entweder beide Raumschiffe in einer Zeile aufgeführt werden, oder aber der Missionsname.
Für Franz Viehböck also entweder Sojus TM-13/Sojus TM-12 (1991) oder Austromir 91 (1991).
Kategorien
Wie bei allen Personen üblich sollte der Raumfahrer nach Geschlecht und Nationalität, evtl. auch nach Geburts- und Sterbejahr kategorisiert werden.
Zusätzlich soll der Raumfahrer auch in den passenden Unterkategorien von :Kategorie:Raumfahrer einsortiert werden. In der Hauptkategorie :Kategorie:Raumfahrer sollen nur Raumfahrer stehen, die an Raumfahrtprogrammen teilgenommen haben, zu denen es keine Unterkategorie gibt.
Raumfahrer
20. JanuarDer 20. Januar (in Österreich: 20. Jänner) ist der 20. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 345 Tage (in Schaltjahren 346 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1848 - In Dänemark verkündet König Friedrich VII. die Einführung der parlamentarischen Monarchie.
- 1902 - Das Königliche Hoftheater brennt in Stuttgart nieder.
- 1923 - Japan erkennt die Sowjetunion an.
- 1937 - Franklin D. Roosevelt wird zum 2. Mal als 32. US-Präsident vereidigt
- 1941 - Franklin D. Roosevelt wird als einziger Präsident zum 3. Mal als 32. US-Präsident vereidigt
- 1942 - Wannsee-Konferenz
- 1942 - Japan marschiert in Burma ein.
- 1945 - Franklin D. Roosevelt wird als einziger Präsident zum 4. Mal als 32. US-Präsident vereidigt
- 1960 - Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Honduras und Deutschland
- 1961 - Vereidigung von John F. Kennedy als 35. US-Präsident
- 1977 - Die Republik Niger wird Mitglied in der BAD (Afrikanische Entwicklungsbank).
- 1977 - Vereinbarung über Regierungsausschuss für Wirtschaftsfragen zwischen Deutschland und Schweden.
- 1981 - Iran. Die seit dem 4. November 1979 festgehaltenen Geiseln der amerikanischen Botschaft werden freigelassen.
- 1981 - Vereidigung von Ronald Reagan als 40. US-Präsident
- 1990 - Aserbaidschan. Russische Militärintervention in Baku
- 1991 - Erste freie und demokratische Wahlen in São Tomé und Príncipe
- 1992 - Finnland. Freundschaftsvertrag mit Russland.
- 1994 - Kasachstan wird Mitglied bei der ADB (Asiatische Entwicklungsbank).
- 1996 - Guatemala. Versuchter Mordanschlag auf Präsident Alvaro Arzú Irigoyen.
- 1996 - Jassir Arafat wird zum Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde gewählt.
- 1998 - Václav Havel wird in seinem Amt als tschechischer Präsident bestätigt.
- 2001 - George W. Bush wird als 43. US-Präsident vereidigt .
- 2001 - Gloria Macapagal Arroyo wird Staatspräsidentin auf den Philippinen.
- 2004 - Mazedonien beschließt per Gesetz die Gründung einer staatlichen Universität in Tetovo.
- 2005 - George W. Bush wird zum zweiten Mal als 43. US-Präsident vereidigt .
Kultur
- 1714 - Uraufführung der Oper Amor d'un ombra e gelosia d'un aura (Liebe eines Schattens und Eifersucht einer Morgenröte) von Domenico Scarlatti in Rom.
- 1762 - Uraufführung der Oper Alessandro nell'Indie von Johann Christian Bach am Teatro San Carlo in Neapel.
- 1783 - Uraufführung des musikalischen Dramas Tancredi von Ignaz Holzbauer in München.
- 1830 - Uraufführung der Operette Baron Luft von Conradin Kreutzer am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1851 - Uraufführung der komischen Oper Die vornehmen Dilettanten oder Die Opernprobe von Albert Lortzing am Stadttheater in Frankfurt am Main.
- 1892 - Uraufführung des Dramas La Wally (Die Geier-Wally) von Alfredo Catalani am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1904 - Uraufführung der Operette Der Göttergatte von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien.
- 1966 - Uraufführung des Schauspiels "Der Meteor" von Friedrich Dürrenmatt in Zürich
Katastrophen
- 1607 - Eine Flutkatastrophe (Sturmflut oder Tsunami) fordert beiderseits des Bristolkanals in Westengland und Südwales über 2000 Tote und tausende Obdachlose.
- 1992 - Straßburg, Frankreich. Ein Airbus A320 der Air Inter stürzt während des Anflugs wegen falsch voreingestellter Sinkrate ab. 87 Menschen sterben, 9 Menschen überleben.
Geboren
- 1211 - Agnes von Böhmen, böhmische Prinzessin
- 1292 - Eliška Přemyslovna, die letzte der Přemysliden
- 1499 - Sebastian Franck, deutscher Schriftsteller und Mystiker
- 1554 - Sebastian I., König von Portugal
- 1586 - Johann Hermann Schein, deutscher Musiker und Komponist
- 1707 - Friedrich Ludwig, Prinz von Wales
- 1716 - Karl III., König von Spanien
- 1735 - John Jervis, Earl of St. Vincent, britischer Admiral
- 1773 - Henry Wellesley, 1. Baron Cowley of Wesley, englischer Staatsmann und Diplomat
- 1782 - Adolf Theodor Roscher, deutscher Industrieller
- 1782 - Erzherzog Johann, Österreichisch-Habsburgischer Prinz
- 1784 - Henry John Temple, britischer Politiker
- 1810 - Ferdinand David, deutscher Komponist
- 1823 - Moritz Eisler, deutscher Philosoph
- 1834 - Adolf Frank, deutscher Chemiker
- 1855 - Hugo Conwentz, deutscher Botaniker und Naturschützer
- 1858 - Enrique Reig y Casanova, Erzbischof von Toledo und Kardinal
- 1868 - Wilhelm Schäfer, deutscher Schriftsteller
- 1869 - Frederick Matthias Alexander, australischer Schauspieler
- 1872 - Harriet Straub, deutsche Schriftstellerin
- 1873 - Johannes Vilhelm Jensen, dänischer Schriftsteller und Nobelpreisträger
- 1874 - Karl Heim, deutscher protestantischer Theologe
- 1874 - Steve Bloomer, englischer Fußballspieler
- 1876 - Josef Hofmann, österreichischer Pianist
- 1879 - Clifford Hugh Douglas, britischer Wirtschaftstheoretiker, Ingenieur
- 1879 - Wilhelm Burkamp, deutscher Philosoph
- 1880 - Rudolf Bernauer, österreichischer Chanson-Autor, Operetten-Librettist und Theaterdirektor
- 1884 - Jewgeni Iwanowitsch Samjatin, russischer Revolutionär und Schriftsteller
- 1888 - Paul Weyland, Chemiker
- 1889 - Lois Welzenbacher, österreichischer Architekt
- 1896 - George Burns, US-amerikanischer Schauspieler
- 1902 - Fridolin Stier, Publizist
- 1902 - Nâzım Hikmet, türkischer Schriftsteller
- 1907 - Barbara Stanwyck, US-amerikanische Schauspielerin
- 1907 - Manfred von Ardenne, deutscher Naturwissenschaftler
- 1907 - Paula Wessely, österreichische Film- und Theaterschauspielerin
- 1910 - Lauritz Lauritzen, deutscher Politiker
- 1913 - Karl Bewerunge, deutscher Politiker und MdB
- 1915 - C. W. Ceram, deutscher Journalist und Wissenschaftsautor
- 1916 - Charlie Christian, Gitarrist (Jazz)
- 1917 - Bruno Heck, deutscher Politiker
- 1917 - Fernando Rey, spanischer Schauspieler
- 1920 - Federico Fellini, italienischer Filmemacher und Regisseur
- 1920 - DeForest Kelley, US-amerikanischer Schauspieler
- 1921 - Bernt Engelmann, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1921 - Oscar Müller, deutscher Schauspieler
- 1921 - Václav Kotva, tschechischer Schauspieler
- 1922 - James Hanson, britischer Unternehmer
- 1923 - Richard Herrmann, deutscher Fußballspieler
- 1924 - Slim Whitman, US-amerikanischer Countrysänger
- 1925 - Ernesto Cardenal, nicaraguanischer Theologe und Politiker
- 1926 - David E. Tudor, US-amerikanischer Komponist
- 1926 - Fritz Bennewitz, deutscher Theaterregisseur
- 1926 - Patricia Neal, US-amerikanische Schauspielerin
- 1929 - Jo Miard, deutscher Bildhauer
- 1930 - Edwin Aldrin, US-amerikanischer Astronaut
- 1930 - Werner Schuster, Arzt und Politiker
- 1931 - David M. Lee, US-amerikanischer Physiker
- 1931 - Günther Maleuda, deutscher Politiker, Parteivorsitzender der DBD
- 1931 - Sawako Ariyoshi, japanische Schriftstellerin
- 1933 - Earl Grant, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 1933 - Don Thompson, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1935 - Achim Benning, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 1935 - Alexander Men, russischer Priester und Dissident
- 1936 - Frances Shand Kydd, Mutter von Diana Spencer, Prinzessin von Wales („Lady Di“).
- 1937 - Regina Schmidt-Zadel, deutsche Politikerin und MdB
- 1941 - Herbert Christ, deutscher Politiker und Mdb
- 1941 - Ronald Townson, US-amerikanischer Sänger und Keyboarder
- 1942 - Billy Powell, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Heinz-Günter Bargfrede, deutscher Politiker und MdB
- 1943 - Einar Førde, norwegischer Politiker und Journalist
- 1943 - Rick Evans, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 1945 - Bjørn Tore Godal, norwegischer Politiker und Diplomat
- 1945 - Eric Stewart, britischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber
- 1945 - Gianni Amelio, italienischer Filmregisseur
- 1946 - David Lynch, US-amerikanischer Regisseur und Professor
- 1947 - George Grantham, US-amerikanischer Schlagzeuger
- 1948 - Melvyn Prichard, britischer Schlagzeuger
- 1949 - Göran Persson, schwedischer Politiker und Ministerpräsident
- 1952 - Paul Stanley, US-amerikanischer Gitarrist und Sänger
- 1953 - Hermann-Josef Arentz, deutscher Politiker und MdL
- 1953 - Marita Breuer, deutsche Schauspielerin
- 1956 - John Naber, US-amerikanischer Schwimmer
- 1957 - Alu Dadaschewitsch Alchanow, tschetschenischer Politiker und Staatspräsident
- 1957 - Michael Veith, deutscher Skirennläufer
- 1958 - Antoine Hervé, französischer Pianist und Komponist
- 1960 - Ján Figeľ, slowakischer Politiker und EU-Kommissar
- 1960 - Paul Francis Luke King, britischer Sänger und Songwriter
- 1960 - Jeff "Tain" Watts, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1960 - Will Wright, US-amerikanischer Computerspiel-Entwickler
- 1965 - John Michael Montgomery, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1967 - Jens Sembdner, deutscher Sänger („Die Prinzen“)
- 1967 - Wigald Boning, deutscher Humorist, Komponist und Journalist
- 1970 - Nicky Wire, britischer Musiker („Manic Street Preachers“)
- 1971 - Gary Barlow, britischer Sänger und Songwriter
- 1973 - Benjamin Biolay, französischer Sänger
- 1976 - Til Bettenstaedt, deutscher Fussballspieler
- 1979 - Will Young, britischer Sänger
- 1980 - Felicitas Woll, deutsche Schauspielerin
- 1981 - Owen Hargreaves, kanadischer Fußballspieler mit englischem Pass
Gestorben
- 250 - Fabianus, Papst seit 236, Märtyrer
- 882 - Ludwig III., ostfränkischer König
- 1343 - Robert von Anjou, König von Sizilien
- 1562 - Balthasar von Promnitz, Bischof von Breslau
- 1612 - Rudolf II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- 1631 - Jakob Matham, niederländischer Kupferstecher
- 1639 - Mustafa I., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1645 - Maria Ward, Begründerin der englischen Fräulein
- 1666 - Anna von Österreich, Regentin von Frankreich
- 1709 - François d'Aix Lachaise, Jesuit
- 1731 - Antonio Farnese, Herzog von Parma und Piacenza
- 1743 - André-Hercule de Fleury, französischer Kardinal und Staatsmann
- 1745 - Karl VII., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
- 1774 - Florian Leopold Gassmann, österreichischer Komponist
- 1779 - David Garrick, britischer Schauspieler
- 1813 - Christoph Martin Wieland, deutscher Dichter, Übersetzer
- 1845 - Eduard von Raczynski, polnischer Adliger, Gründer der Raczynski-Bibliothek
- 1848 - Christian VIII., war König von Dänemark von 1839 bis 1848
- 1850 - Adam Oehlenschläger, dänischer Nationaldichter der Romantik
- 1859 - Bettina von Arnim, deutsche sozialkritische Schriftstellerin
- 1861 - Adolf Theodor Roscher, deutscher Industrieller
- 1861 - Johann Ludwig Blesson, preußischer Militärschriftsteller
- 1862 - Samuel Colt, Erfinder des ersten funktionierenden Revolvers
- 1863 - Jacob Grimm, deutscher Sprachwissenschaftler und Schriftsteller
- 1875 - Maximilian Werner, badischer Politiker
- 1886 - Ernst Methfessel, deutscher Komponist
- 1890 - Franz Lachner, deutscher Komponist und Dirigent
- 1892 - John Couch Adams, britischer Mathematiker
- 1900 - John Ruskin, englischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker
- 1901 - Zénobe Gramme, belgischer Elektriker und Konstrukteur
- 1913 - Karl Wittgenstein, Unternehmer
- 1936 - Georg V., englischer König von 1910 bis 1936
- 1940 - Camilla Mayer, Frontgirl der Mayerschen Hochseiltruppe
- 1951 - Johann Culemeyer, deutscher Ingenieur
- 1954 - Boris Gorbatow, russischer Schriftsteller
- 1957 - Dean Benedetti, US-amerikanischer Tenorsaxophonist
- 1957 - James Brendan Connolly, erster Olympiasieger der Neuzeit
- 1965 - Alan Freed, US-amerikanischer Discjockey
- 1966 - Herbert Boeckl, österreichischer Maler
- 1967 - Paul Wessel, Mitglied des ZK der SED in der DDR
- 1971 - Antonio Bacci, katholischer Kardinal
- 1973 - Amílcar Cabral, kapverdischer Politiker und Unabhängigkeitskämpfer
- 1973 - Lorenz Böhler, österreichischer Chirurg
- 1975 - Hans Olden, österreichischer Schauspieler und Sänger
- 1977 - Herbert Kriedemann, deutscher Politiker
- 1979 - Margarete Gröwel, deutsche Politikerin
- 1983 - Garrincha, brasilianischer Fußballer
- 1984 - Johnny Weissmuller, US-amerikanischer Schwimmer und Filmschauspieler
- 1990 - Barbara Stanwyck, US-amerikanische Schauspielerin
- 1992 - Katrin Sello, deutsche Kunsthistorikerin
- 1993 - Audrey Hepburn, US-amerikanische Schauspielerin
- 1994 - Matt Busby, britischer Fußballmanager
- 2000 - John Donald Abney, US-amerikanischer Jazzpianist
- 2003 - Al Hirschfeld, US-amerikanischer Cartoonzeichner
- 2004 - Alan Brown, englischer Rennfahrer und Teambesitzer
- 2005 - Christel Justen, deutsche Schwimmerin
- 2005 - Jan Nowak-Jezioranski, polnischer Journalist, Schriftsteller und Patriot
- 2005 - Miriam Rothschild, US-amerikanische Zoologin
- 2005 - Per Borten, norwegischer Politiker und Ministerpräsident
Feier- und Gedenktage
- Namenstage: Sebastian(Bastian), Fabian, Jakob
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Fabian, Papst, Märtyrer (katholisch) - siehe auch Fabianstag
- Hl. Sebastian, Märtyrer (katholisch)
- Guinea-Bissau und Kap Verde - Tag der Helden
- Mali - Tag der Streitkräfte
- Am 20. Januar findet traditionell die Vereidigung des US-Präsidenten statt.
Siehe auch
- 19. Januar - 21. Januar
- 20. Dezember - 20. Februar
- Januar - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
Weblinks
- [http://www.dhm.de/gaeste/luise/tagesfakten/tf01/0120.htm Weitere Ereignisse am 20. Januar]
0120
ja:1月20日
ko:1월 20일
simple:January 20
th:20 มกราคม
Glen Ridge (New Jersey)]
Glen Ridge ist eine Stadt im Essex County, New Jersey, USA. Bei der Volkszählung von 2000 wurde eine Bevölkerungszahl von 7.271 registriert.
Geographie
Die geographischen Koordinaten der Stadt sind 40°48'18" nördliche Breite und 74°12'17" westliche Länge.
Nach dem amerikanischen Vermessungsbüro hat die Stadt eine Gesamtfläche von 3,3 km², wobei keine Wasserflächen miteinberechnet sind.
Demographie
Nach der Volkszählung von 2000 gibt es 7.271 Menschen, 2.458 Haushalte und 1.978 Familien in der Stadt. Die Bevölkerungsdichte beträgt 2.193,2 Einwohner pro km². 89,18 % der Bevölkerung sind Weiße, 4,98 % Afroamerikaner, 0,15 % amerikanische Ureinwohner, 3,34 % Asiaten, 0,00 % pazifische Insulaner, 0,99 % anderer Herkunft und 1,36 % Mischlinge. 3,45 % sind Latinos unterschiedlicher Abstammung.
Von den 2.458 Haushalten haben 46,3 % Kinder unter 18 Jahre. 69,9 % davon sind verheiratete, zusammenlebende Paare, 8,1 % sind alleinerziehende Mütter, 19,5 % sind keine Familien, 16,7 % bestehen aus Singlehaushalten und in 8,0 % Menschen sind älter als 65. Die Durchschnittshaushaltsgröße beträgt 2,95, die Durchschnittsfamiliegröße 3,33.
30,7 % der Bevölkerung sind unter 18 Jahre alt, 4,5 % zwischen 18 und 24, 29,5 % zwischen 25 und 44, 24,9 % zwischen 45 und 64, 10,4 % älter als 65. Das Durchschnittsalter beträgt 38 Jahre. Das Verhältnis Frauen zu Männer beträgt 100:94,9, für Menschen älter als 18 Jahre beträgt das Verhältnis 100:89,3.
Das jährliche Durchschnittseinkommen der Haushalte beträgt 105.638 USD, das Durchschnittseinkommen der Familien 120.650 USD. Männer haben ein Durchschnittseinkommen von 91.161 USD, Frauen 51.444 USD. Der Prokopfeinkommen der Stadt beträgt 48.456 USD. 3,0 % der Bevölkerung und 1,9 % der Familien leben unterhalb der Armutsgrenze, davon sind 3,3 % Kinder oder Jugendliche jünger als 18 Jahre und 4,1 % der Menschen sind älter als 65.
Söhne und Töchter der Stadt
- Edwin Aldrin, einer der beiden ersten Menschen auf dem Mond
- Jon Brion, Multi-Instrumentalist, Sänger, Komponist und Produzent
- Cindy Sherman, Fotografin
Kategorie:Ort in New Jersey
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.
Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt.
Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.
Die Außenpolitik der Regierung Clintons
Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA.
Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.
Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001
Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung.
Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea.
Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei.
Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt.
Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben.
George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen.
Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus.
Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | :Kategorie:US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland
Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott: Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- [http://usinfo.state.gov/usa/infousa/trade/files/98-916.pdf Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004]
Gliederung
US-Interventionen im Ausland
Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA).
Liste der Städte in den USA
Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesonders im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen.
Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versa
1988
Jahreswidmung:
- Der Wendehals (lat. Jynx torquilla) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
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- 1. Januar: Otto Stich wird Bundespräsident der Schweiz
- 7. März: Der SAS erschießt drei Mitglieder der IRA in Gibraltar
- 16. März: Irakischer Giftgasangriff auf die nordirakische Kurdenstadt Halabdscha
- 18. März: Eine totale Sonnenfinsternis im Westpazifik
- 22. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Simbabwe
- 15. Mai: Die UdSSR beginnt mit dem Rückzug aus Afghanistan
- 25. Juni: Eine gemeinsame Erklärung über die Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen der Europäischen Gemeinschaft (EG) und dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) wird unterzeichnet
- 23. Juli: Mit Radio Dreyeckland wird in Freiburg im Breisgau das erste deutsche freie Radio legalisiert, nachdem eine juristische Verfolgung des Piratenradios aussichtslos wurde
- 5. August: Waffenstillstand zwischen Angola, Kuba und Südafrika
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