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Centrum Für Hochschulentwicklung

Centrum für Hochschulentwicklung

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ist eine Reformwerkstatt für das deutsche Hochschulwesen.

Überblick

Das Centrum für Hochschulentwicklung wurde am 1. Mai 1994 in Gütersloh von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) als gemeinnützige GmbH gegründet. Das CHE arbeitet an Konzepten zur Hochschulreform, als Projektpartner für Hochschulen und Ministerien und als Anbieter von Fortbildungsprogrammen. Jedes Jahr veröffentlicht es ein Hochschulranking. Als Leitbild dient die Idee der "entfesselten Hochschule". Sie soll autonom, wissenschaftlich, profiliert und wettbewerbsfähig, wirtschaftlich, international und neuen Medien gegenüber aufgeschlossen sein. Leiter des CHE ist Detlef Müller-Böling. Das CHE entwickelt mit Hilfe von internationalen Vergleichen Modelle zur Modernisierung der deutschen Hochschulen und konkretisiert diese im Dialog mit Entscheidungsträgern aus Hochschulen und Politik. Oberste Maxime dieser Arbeit ist die Sicherung der Lehr- und Forschungsqualität der Hochschulen. Wettbewerb, dezentrale Autonomie und Leistungstransparenz sind für das CHE wichtige Instrumente auf dem Weg dorthin. Orientiert an thematischen Schwerpunkten werden Projekte unter dem Fokus strategischer Fragen ausgewählt: Welches Wirkungspotenzial steckt in dem jeweiligen Projekt? Wie innovativ ist es und wie wahrscheinlich ist, dass es auch umgesetzt werden kann? Ein international zusammengesetzter Beirat begleitet diesen Prozess.

Kritik

Die Vorschläge des CHE lösen immer wieder Studentenproteste aus. Die Kritiker, darunter auch viele Hochschulmitarbeiter, sehen im CHE einen Motor der neoliberalen Umgestaltung der Hochschulen. Das CHE betreibe massive Lobbyarbeit in Medien, Politik und Gesellschaft, um die Akzeptanz von Studiengebühren und Eliteuniversitäten zu erhöhen. Sie hinterfragen den Einfluss der Wirtschaft auf die Bildung, der nicht notwendigerweise dem Interesse der Allgemeinheit gleichkäme. Sie fordern, Bildung dürfe keine Ware werden und nicht betriebswirtschaftlichen Anforderungen unterliegen, und weisen darauf hin, dass studentische Initiativen nicht über die gleichen Möglichkeiten der Meinungsbeinflussung (PR) wie ein internationaler Medienkonzern (Bertelsmann AG) verfügen, sich und ihre Ziele also nicht in gleicher Weise darstellen können. So hatte das CHE etwa Umfragen veröffentlicht, nach denen angeblich eine Mehrheit der Studenten für Studiengebühren eintrete. Es stützte sich dabei auf eine Studie des Forsa-Instituts. Die Studie bot für den Befragten jedoch nicht die Möglichkeit, sich tatsächlich gegen jegliche Studiengebühren auszusprechen. Stattdessen bestand nur die Möglichkeit, zwischen drei angebotenen Ausgestaltungen von Studiengebühren die bevorzugte auszuwählen. Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften forderte daraufhin, die Zusammenarbeit der Hochschulen mit dem CHE einzustellen.

Weblinks


- [http://www.che.de/ Centrum für Hochschulentwicklung]
- [http://www.studis-online.de/HoPo/art-106-che-schummelt.php Studis Online] über eine nach Meinung einiger Studierender vom CHE gefälschte Statistik
- [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18749/1.html Telepolis-Artikel] „Ohne Bertelsmann geht nichts mehr“
- [http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/Personal/Lohmann/Materialien/bennhold.pdf Die Bertelsmann Stiftung, das CHE und die Hochschulreform]
- [http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2005/08/26/dlf_200508261915.mp3 "Meinung für Millionen" (Baetz, Brigitte) - Kritischer Bericht im Deutschlandfunk vom 06.08.2005 19:15 (44:04 Minuten)] Kategorie:Bildung Kategorie:Denkfabrik

Reform

Reform (lat. für re zurück; formatio Gestaltung: Wiederherstellung) bezeichnet in der Politik eine größere, planvolle und (im Gegensatz zur Revolution) gewaltlose Veränderung oder Umgestaltung bestehender Verhältnisse. Beispiele sind die Sozialreformen Bismarcks, eine Währungsreform wie die Einführung des Euro, die deutsche Rechtschreibreform, die Große Strafrechtsreform oder die Lebensreform-Bewegung. Reformen werden oft mit dem Ziel der Linderung oder Beseitigung bestehender (sozialer, kultureller oder wirtschaftlicher) Missstände begründet, wobei die Bewertung ihrer Auswirkungen abhängig von der Perspektive ist.

Der Gebrauch des Wortes Reform in der aktuellen deutschen Politik

In Zeiten des institutionalisierten sozialen Friedens mit zahlreichen, allgemein akzeptierten Kooperationen quer über Interessensgegensätzen hinweg (Sozialpartnerschaft) war Reform einmal das Schlüsselwort, eine Hoffnung auf Demokratisierung wie unter Willy Brandt, oder für sozial schwache Gruppen auf Beteiligung an gesellschaftlichen Reichtum (Umverteilung). Am Beginn des 21. Jahrhunderts wird das Wort Reform vor allem in der neoliberalen Politik verwendet im Sinne einer Umgestaltung des Gemeinwesens, die die Kräfte des Marktes von regulierenden Eingriffen befreit. Hauptmotor dieser Bestrebungen sind internationale Unternehmen, die zur Renditeerhöhung auch in Deutschland Löhne und Arbeitsbedingungen wünschen, wie sie sie in Niedriglohnländern vorfinden. Solange eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland rentabel ist, findet er weiterhin statt. Dadurch werden die Sozialkassen belastet und verlieren gleichzeitig Beitragszahler. Politik und Medien reagieren auf diesen Problemkomplex, teilweise unter Einflußnahme durch die Industrieverbände, mit der Übernahme von Reformforderungen, die auf eine Senkung der Lohn- und Lohnnebenkosten sowie einen Abbau von Arbeitnehmerrechten und sozialer Absicherung zielen. Kirchen, Gewerkschaften und Arbeitslose kritisieren den dabei stattfindenden Sozialabbau. Angebotsorientierte Wirtschaftswissenschaftler und Unternehmen beklagen einen Reformstau und fordern mehr Eigenverantwortung. Die Parteien haben dabei teils unterschiedliche Vorstellungen von Reformen. In der deutschen Politik sind derzeit Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt (Hartz-Konzept) und in der Sozialversicherung (Rürup-Kommission), eine Föderalismus- und eine Steuerreform sowie Veränderungen am Arbeitsmarkt, im Bildungswesen (Studiengebühren) aktuell und Gegenstand heftiger Kontroversen. Aber auch zu kürzende Subventionen verursachen Streit. Die entsprechende Änderungen bzw. Vorschläge stoßen auf massiven Widerstand von Lobbyisten aller Seiten und betroffenen Teilen der Bevölkerung. Für alle diese Änderungsvorschläge wird das Wort Reform benutzt In Deutschland stiegen (Stand 2005) trotz Privatisierung und Sozialabbau die Zahl der Arbeitslosen und die Gegensätze zwischen arm und reich. Vermehrt wird deshalb auch die traditionelle Koppelung von Arbeit und Einkommen kritisiert und etwa ein Grundeinkommen gefordert.

Siehe auch:


- Agrarreform, Bodenreform, Gesundheitsreform, Gebietsreform, Rechtschreibreform, Sozialreform, Steuerreform, Hochschulreform
- Reformstau
- Reformation
- Veränderung, Gestaltung, Evolution
- Preußische Reformen
- Agenda 2010
- Neoliberalismus, Privatisierung,
- Thinktank, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Bertelsmann Stiftung, Bürgerkonvent

Literatur


- Albrecht Müller: Die Reformlüge. Droemer, 2004 ISBN 3-426-27344-6
- Gabor Steingart: Deutschland - Der Abstieg eines Superstars ISBN 3492046150 ! Kategorie:Politischer Begriff Kategorie:Politisches Schlagwort

Hochschule

Hochschule im Sinne des Hochschulrahmengesetzes ist eine allgemeine Bezeichnung für eine Universität oder ihr gleichgestellte Hochschule - eine Gesamthochschule, eine Kunsthochschule, eine Technische Hochschule, eine Pädagogische Hochschule - oder für eine Fachhochschule.

Überblick

Im engeren Sinn bezeichnet eine Hochschule eine Einrichtung, die Forschung betreibt (Wissen schafft), wissenschaftliche Lehre (Studium) vermittelt und akademische Grade als Studienabschlüsse verleiht. Ein Beispiel hierfür sind technische oder medizinische Hochschulen, wenngleich die technischen Hochschulen, um ihre Gleichrangigkeit mit den althergebrachten Universitäten zu betonen, in Technische Universität umbenannt wurden, wie etwa die TU Berlin (seit 1946) oder die TU München, Ausnahme: RWTH Aachen. Es wird unterschieden zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Hochschulen. Nichtstaatliche Hochschulen werden von Kirchen, Gemeinden aber auch von Stiftungen und in neuerer Zeit auch von Privatunternehmen getragen. Die rechtliche Stellung der Hochschulen wird im Hochschulrecht geregelt (Länderkompetenz). Die Rahmenkompetenz wird über das Hochschulrahmengesetz vom Bund ausgeübt. Im Rahmen ihres durch § 58 Hochschulrahmengesetz garantierten Selbstverwaltungsrechts bestimmen die Hochschulen in ihrer Grundordnung die Rechte und Pflichten der Mitglieder und Angehörigen der Hochschulgremien sowie das Verfahren der Organe und Fachbereiche. Die Grundordnung wird als Satzung erlassen und bedarf der Genehmigung durch den Bundeswissenschaftsminister. Eine Hochschule besteht im wesentlichen aus Fakultäten (Abteilungen), der Hochschulleitung aus Rektorat/Präsidium, Kanzler; der Zentralen Hochschulverwaltung, Akademischer Senat ... sowie Zentralen Service-Einrichtungen der Hochschule (Hochschul-Bibliothek, Rechenzentrum, Zentrale Studienberatung, Career Service, Akademisches Auslandsamt...). Die an einer Hochschule eingeschriebenen Studenten bilden die Studierendenschaft, ihre Selbstverwaltung und Interessenvertretung wird dabei in den meisten Bundesländern als verfasste Studierendenschaft bezeichnet. Für den Betrieb von Mensen und Wohnheimen, für BAföG-Verwaltung und für weitere Angebote im Umfeld einer Hochschule sind die Studentenwerke zuständig. Anmerkung: Volkshochschulen sind keine Hochschulen i.S. dieses Artikels. Eine Besonderheit ist die Pädagogische Hochschule (PH) mit dem Vorgänger Pädagogische Akademie (PA). Die PH wurden in den 1960er Jahren in den meisten bundesdeutschen Ländern in die Universitäten eingegliedert, um die Lehrerbildung wissenschaftlich zu vereinheitlichen. Lediglich in Baden-Württemberg bestehen weiterhin Pädagogische Hochschulen (in Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Weingarten), auch wenn die Forderung nach ihrer Integration in die Universitäten nie verstummt sind. Die PH erhielten Ende der 1990er Jahre ein Habilitationsrecht. Dieses Recht war auf die an der PH gelehrten Fachgebiete, also das Lehramt für Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen und Pädagogik, beschränkt. Erst das seit 2005 geltende neue Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg brachte den Pädagogischen Hochschulen das uneingeschränkte Habilitationsrecht. Diese pädagogischen Hochschulen sind nicht zu verwechseln mit den bayrischen Fachakademien für Sozialpädagogik. Den in Deutschland ungewöhnlich hohen Ausbildungszeiten an Hochschulen wird eine Hauptverantwortung für ein teures Hochschulsystem und die geringen Geburtenraten der Absolventinnen gegeben, die weltweit zu den niedrigsten überhaupt zählen. So bleiben ca. 44 % der Akademikerinnen in Deutschland kinderlos, obwohl ein Großteil davon bei Studienbeginn einen Kinderwunsch hatte. (Quelle?) Auf die Hochschulen in Deutschland kommt in den nächsten Jahren nach einer Prognose der Kultusministerkonferenz (2005) eine Lawine neuer Studierender zu; die Zahl der Studierenden wird von gegenwärtig rund 1,9 Millionen im Jahr 2011 mit 2,2 bis 2,4 Millionen voraussichtlich den Höhepunkt erreichen. Zur Bewältigung dieses Ansturms fehlen den Hochschulen jedoch viele Planstellen für Professoren. Im Fächerdurchschnitt betreut in Deutschland ein einziger Professor rund 62 Studierende. Im Vergleich zu den amerikanischen Eliteinstitutionen wie Harvard oder Stanford, wo das Betreuungsverhältnis bei 1:10 oder besser liegt, ist die deutsche Universität in dieser Hinsicht nicht konkurrenzfähig. Seit 1995 ist die Zahl der Professoren an Universitäten von 25.000 auf 23.000 kontinuierlich zurückgegangen – mit weiterhin sinkender Tendenz. Angesichts der stetig wachsenden Zahl der Studienanfänger steht bereits jetzt fest, daß sich das ohnehin schon ungünstige Betreuungsverhältnis zukünftig noch weiter verschlechtern wird, wenn die Politik nicht endlich gegensteuert.

Listen von Hochschulen


- Universitäten und Hochschulen in Deutschland
- Universitäten und Hochschulen in Afrika
- Universitäten und Hochschulen in Australien
- Universitäten und Hochschulen in den Niederlanden
- Österreichische Universitäten und Fachhochschulen
- Schweizer Universitäten und Fachhochschulen
- Liechtensteiner Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Italienische Universitäten und Hochschulen
- Japanische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Britische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Universitäten und Hochschulen in Kalifornien
- Spanische Universitäten
- Universitäten und Hochschulen in Tschechien
- Universitäten und Hochschulen in der Ukraine
- Universitäten und Hochschulen in Frankreich
- Universitäten und Hochschulen in der Türkei

Siehe auch


- Dekan
- Lehrstuhl, Lehrauftrag
- Professur
- Hochschullehrer
- Hochschulranking
- Hochschulrektorenkonferenz
- Hochschulreform
- Privatdozent Kategorie:Akademische Bildung Kategorie:Studium

1994

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1994 ist „Internationales Jahr der Familie“ von den Vereinten Nationen
- 1994 ist „Internationales Jahr des Sports und des Olympischen Ideals“
- Die Eichenrotkappe (Leccinum quercinum) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Eibe (Taxus baccata) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Otto Stich wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Deutsche Bahn AG wird gegründet
- 1. Januar: Das Europäische Währungsinstitut (EWI) wird gegründet und das Abkommen über die Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) tritt in Kraft
- 1. Januar: Aserbaidschan. Die eigene Währung, der Manat, wird einzige Landeswährung (früher war auch der Rubel gesetzliches Zahlungsmittel)
- 1. Januar: Freihandelsabkommen zwischen Mexiko, USA und Kanada
- 1. Januar: Mexiko. Aufstand in Chiapas
- 2. Januar: Mit der Besetzung mehrerer Gemeinden in Chiapas beginnt der Aufstand der Zapatisten in Mexiko
- 20. Januar: Kasachstan wird Mitglied bei der ADB (Asiatische Entwicklungsbank)
- 31. Januar: Das historische Opernhaus „Gran Teatro del Liceo“ in Barcelona wird durch einen Brand zerstört
- 5. Februar: Burundi. Cyprien Ntaryamiras wird Staatspräsident
- 10. Februar: Vanuatu wird Mitglied in der UNESCO
- 16. Februar Deutschland In Hamburg-Billstedt wird der erste Fixerraum in Deutschland eingerichtet
- 17. Februar: Belgien wird zum Bundesstaat. Verfassungsänderung
- 1. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ungarn
- 1. März: Südafrika tritt seine Exklave Walfischbai an Namibia ab
- 3. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Weißrussland
- 7. März: Georgien unterzeichnet den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen
- 7. März: Erste freie Parlamentswahlen in Kasachstan
- 12. März: Erstmals weiht die Church of England 2 Frauen zu Priesterinnen, nachdem in der Generalversammlung der anglikanischen Kirche die Ordination von Frauen bereits 1975 für möglich erklärt wurde
- 18. März: In Washington unterzeichnen Vertreter von Bosnien und Kroatien einen Föderationsvertrag
- 20. März: Tunesien. Zine El Abidine Ben Ali wird als Staatspräsident in seinem Amt bestätigt
- 22. März: Steven Spielbergs Holocaust-Drama „Schindlers Liste“ wird mit sieben Oscars ausgezeichnet
- 1. April: Ungarn stellt Antrag auf Beitritt zur EU, die Stiftung der Leucorea wird in der Lutherstadt Wittenberg gegründet
- 5. April: Kurt D. Cobain, Sänger der Grungeband Nirvana stirbt durch einen Kopfschuss in seinem Haus in Seattle
- 6. April: Das Flugzeug mit dem Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana und dem burundischen Staatspräsident Cyprien Ntaryamira an Bord wird beim Landeanflug auf Kigali abgeschossen
- 11. April: Andorra. Aufnahme in den Europarat
- 11. April: Litauen wird assoziierter Partner der WEU
- 15. April: Gründung der WTO
- 27. April: Erste freie Wahlen in Südafrika
- 29. April: Freundschafts- und Kooperationsvertrag zwischen der Mongolei und der Volksrepublik China
- 4. Mai: Ägypten. Unterzeichnung des Gaza-Jericho-Abkommens unter Schirmherrschaft Mohamed Hosni Mubaraks
- 9. Mai: Finnland tritt dem PfP (Partnership for Peace Programm) bei
- 10. Mai: Nelson Mandela wird erster schwarzafrikanischer Präsident Südafrikas
- 12. Mai: Armenien. Waffenstillstand um Berg-Karabach
- 14. Mai: Waffenstillstand zwischen Georgien und Abchasien
- 17. Mai: Erste freie Wahlen in Malawi
- 27. Mai: Kasachstan unterzeichnet das Rahmendokument „Partnerschaft für den Frieden“ der NATO
- 1. Juni: Unterzeichnung Kirgisistans des PfP (Partnership for Peace) der NATO in Brüssel
- 6. Juni: Äthiopien. Wahlen zu einer Verfassunggebenden Versammlung
- 6. Juni: US-Präsident Bill Clinton besucht Riga, Lettland
- 11. Juni: § 175 StGB, der die männliche Homosexualität unter 18 Jahren unter Strafe stellte, wurde in Deutschland gestrichen
- 12. Juni: Österreich entscheidet sich in einem Referendum für den EU-Beitritt
- 24. Juni: Russland und die Europäische Union unterzeichnen ein umfangreiches Partnerschafts- und Kooperationsabkommen
- 8. Juli: Gründung der Wirtschaftsunion zwischen Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan
- 26. Juli: Lennart Meri, Estland, und Boris Jelzin, Russland, unterzeichnen in Moskau das Abkommen über den Abzug der russischen Truppen in Estland
- August: Der Bundesnachrichtendienst führt die „Operation Hades“ durch, einen von der Behörde inszinierten Plutoniumschmuggel. Der Skandal wurde schon 1995 aufgedeckt und machte unter der Bezeichnung „Plutonium-Affäre“ weltweit Schlagzeilen
- 1. August: Die Republik Niger wird Mitglied in der UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft)
- 10. August: Abkommen zwischen der Republik Moldau und Russland über den Abzug der restlichen Truppen, hauptsächlich der 14. Russischen Armee innerhalb von 3 Jahren
- 26. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kroatien. In Kraft seit dem 23. Januar 1998
- 27. August: Republik Moldau. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- 31. August: Die letzten russischen Truppen verlassen Estland
- 31. August: Abschluss des Abzugs der Truppen der Sowjetunion aus Lettland
- 31. August: Die letzten russischen Truppen ziehen aus Deutschland ab
- 2. September: Bulgarien. Rücktritt von Ministerpräsident Ljuben Berov
- 11. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verteidigt die CDU ihre absolute Mehrheit, die SPD verliert, die PDS gewinnt hinzu. FDP und Neues Forum sind nicht mehr im Landtag vertreten
- 28. September: Schweden/Estland. Untergang der Passagierfähre „Estonia“ auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm. Mit ihr verlieren 852 Menschen ihr Leben. Größte zivile Schiffahrtskatastrophe nach Ende des 2. Weltkrieges
- 1. Oktober: Burundi. Sylvestre Ntibantunganya wird neuer Staatspräsident
- 1. Oktober: Te Beretitenti wird als Staatspräsident von Kiribati gewählt
- 3. Oktober: Fernando Henrique Cardoso wird Präsident von Brasilien
- 11. Oktober: Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts erklärt den Kohlepfennig für verfassungswidrig
- 12. Oktober: Die Bohrung des Kontinentalen Tiefbohrprojekts wird nach 9.101 Metern offiziell eingestellt
- 16. Oktober: Finnland. Die Finnen entscheiden sich für einen Beitritt zur EU
- 17. Oktober: Bulgarien. Auflösung des Parlaments
- 26. Oktober: Jordanien schließt Friedenvertrag mit Israel in Wadi Araba
- 28. Oktober: Andorra. Aufnahme in die Weltorganisation für geistiges Eigentum
- 10. November: Irak erkennt die Grenzen Kuwaits an
- 12. November: Frau Chandrika Bandaranaike Kumaratunga wird Staatsoberhaupt in Sri Lanka
- 13. November: Die Schweden entscheiden sich in einem landesweiten Referendum für den Beitritt zur EU
- 16. November: Emomali Rachmonow wird Staatspräsident in Tadschikistan
- 20. November: Angola. Unterzeichnung des Protokolls von Lusaka
- 22. November: Waffenstillstand in Angola
- 28. November: Norwegen. Volksentscheid gegen einen Beitritt zur EU
- 2. Dezember: In Frankfurt am Main wird erstmals im Bundesgebiet ein Fixerraum für Heroinsüchtige eingerichtet
- 5. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Budapest
- 5. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Budapest
- 8. Dezember: Äthiopien. Neue demokratische Verfassung
- 11. Dezember: Parlamentswahlen in Turkmenistan
- 12. Dezember: Südafrika wird wieder Mitglied in der UNESCO
- 15. Dezember: Palau wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. Dezember: Albanien beantragte die Aufnahme in die NATO
- 16. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kasachstan. In Kraft seit dem 5. Juni 2003
- Genozid in Ruanda: Hutus morden fast eine Million Tutsis
- Die FIFA führt die Golden-Goal-Regelung ein

Kultur


- 11. Februar: Der Techno-Club Aufschwung Ost wird in Kassel eröffnet
- Erstmaliges stattfinden der Shanghai Biennale

Katastrophen


- 3. Januar: Irkutsk, Russland. Absturz einer Tupolew Tu-154 der Baikal Air kurz nach dem Start Richtung Moskau wegen Triebwerksproblemen. Alle 125 Menschen an Bord und einer am Boden starben
- 17. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 6,7 in Kalifornien, USA. 60 Tote
- 15. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,9 auf Sumatera, Indonesien. 207 Tote
- 23. März: Nahe Meschduretschensk, Sibirien, Russland. Absturz eines Airbus A310 der Aeroflot auf dem Weg von Moskau nach Hong Kong nachdem die Piloten ihre Kinder ans Steuer gelassen hatten. Keiner der 75 Insassen überlebte
- 23. März: Pope Air Force Base, North Carolina, USA. Kollision einer General Dynamics F-16 mit einer Lockheed C-130 Hercules beim Landeanflug. Während die Hercules sicher landen und sich der Pilot der F-16 mit dem Schleudersitz retten konnte, stürzte seine Maschine auf das Flugfeld, fing Feuer und schleuderte in eine Gruppe Fallschirmspringer und ihre vollgetankte Lockheed C-141 Starlifter, die ebenfalls in Brand geriet. 24 Soldaten starben, über 100 wurden verletzt
- 26. April: Nagoya, Japan. Ein aus Taipeh, Taiwan kommender Airbus A300 der taiwanischen China Airlines stürzte beim Landeanflug ab. Die Piloten hatten nicht bemerkt, dass der Autopilot versehentlich auf Durchstarten eingestellt war und steuerten vergeblich dagegen. 264 Menschen starben, 7 überlebten das Unglück
- 2. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf Java_(Indonesien). 277 Tote
- 6. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 in Kolumbien. 795 Tote
- 6. Juni: Xi'an, Volksrepublik China. Eine Tupolew Tu-154 der China Northwest Airlines stürzte 10 Minuten nach dem Start ab. Alle 160 Menschen an Bord starben
- 27. Juni: Im japanischen Matsumoto werden sieben Menschen getötet und mehr als 200 verletzt, als Mitglieder der Aum-Sekte Saringas freisetzen
- 1. Juli: Tidjikja, Mauretanien. Eine in Nouakchott gestartete Fokker F-28 der Air Mauretanie machte im Sandsturm eine Bruchlandung. Dabei ging die Maschine in Flammen auf. 80 Menschen starben, 13 konnten mit schweren Verletzungen gerettet werden
- 2. Juli: Charlotte, North Carolina, USA. Absturz einer aus Columbia, South Carolina kommenden Douglas DC-9 der USAir nach einem missglückten Startabbruch in schlechtem Wetter auf dem Flughafengelände. 37 Menschen starben, 20 konnten gerettet werden
- 9. Juli: Dammbruch am Lake Blackshear (Flint River Dam) bei Warwick im Crisp County in Georgia, USA mit 15 Toten
- 7. August: Der Tirlyan-Staudamm in Baschkirien, Region Beloretsk im Südural in Russland bricht. Es gibt bis zu 37 Tote
- 18. August: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 in Algerien. 159 Tote
- 8. September: Pittsburgh, Pennsylvania, USA. Eine Boeing 737 der USAir aus Chicago stürzte während des Landeanflugs ab, nachdem das Seitenruder außer Kontrolle geraten war. Alle 132 Menschen an Bord starben
- 20. September: München. Wassereinbruch während des U-Bahn-Tunnel-Baus zur Neuen Messe: Die Truderinger Straße im Stadtteil Trudering gibt nach. Ein Bus der Linie 192 fällt rückwärts in die Baugrube. Zwei Passagiere und ein Bauarbeiter, der den Busfahrer warnen wollte, sterben. Die Leichen können erst ein halbes Jahr später geborgen werden. Nach der Eröffnung der Linie enthüllt OB Christian Ude 1999 einen Gedenkstein für die Opfer
- 28. September: Schweden/Estland. Untergang der Passagierfähre „Estonia“ auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm. Mit ihr verlieren 852 Menschen ihr Leben. Grösste zivile Schiffahrtskatastrophe nach Ende des 2. Weltkrieges
- 31. Oktober: Nahe Roselawn, Indiana, USA. Eine in Indianapolis gestartete ATR-72 der American Eagle Airlines geriet beim Anflug auf Chicago durch vereiste Steuerflächen außer Kontrolle und stürzte ab. Alle 68 Insassen starben
- 14. November: Ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf Mindoro, Philippinen, 78 Tote
- 11. Dezember: In den Philippinen explodiert an Bord einer 747–200 der Philippine Airlines eine Bombe: ein Toter, zehn Verletzte
- 29. Dezember: Van, Türkei. Eine aus Ankara kommende Boeing 737 der Turkish Airlines prallte beim Landeanflug im Schneetreiben gegen einen Berg. Von 76 Insassen starben 57

Wissenschaft


- 10. Mai: Ringförmige Sonnenfinsternis (USA, Marokko)
- 3. November: Totale Sonnenfinsternis (Bolivien, Paraguay, Brasilien)

Sport


- 17. März: Der Finne Toni Nieminen steht auf der Skiflugschanze in Planica als erster Skispringer einen Sprung auf über 200 Meter
- 6. Mai: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Phil Jackson im Convention Center, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen KO
- 24. September: Oliver McCall gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lennox Lewis in der Wembley Arena, London, Großbritannien, durch technischen K.O
- 2. Oktober: Die nauruische Fußballnationalmannschaft gewinnt in Denigomodu ihr bisher einziges Länderspiel gegen die Landesauswahl der Salomonen sensationell mit 2:1
- Die Fußball-WM in den USA gewinnt Brasilien vor Italien
- 5. November: George Foreman wird - 20 Jahre nach Rumble in the Jungle - erneut Boxweltmeister
- 13. November: Michael Schumacher wird erster deutscher Formel 1 Weltmeister mit insgesamt 92 Punkten. Einen mehr als sein damaliger Konkurrent Damon Hill Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 23. Februar: Dakota Fanning, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. Mai: Pauline Ducruet, Tocher von Stéphanie von Monaco und Daniel Ducruet
- 1. Juni: Tilly Mandelbrot, französische Schauspielerin

Gestorben


- 1. Januar: Walter Eckhardt, deutscher Politiker (
- 1906)
- 1. Januar: Marianne Bruns, deutsche Schriftstellerin (
- 1897)
- 1. Januar: Werner Schwab, österreichischer Schriftsteller (
- 1958)
- 3. Januar: Frank Belknap Long, US-amerikanischer Autor von Horror-, Science-Fiction (
- 1903)
- 10. Januar: Sven-Erik Bäck, schwedischer Komponist (
- 1919)
- 12. Januar: Samuel Bronston, aus Bessarabien stammender, amerikanischer Filmproduzent (
- 1908)
- 13. Januar: Johan Jørgen Holst, norwegischer Politiker der Arbeiderparti (
- 1937)
- 14. Januar: Zino Davidoff, ukrainisch-Schweizer Unternehmer (
- 1906)
- 15. Januar: Gabriel-Marie Garrone, Erzbischof von Toulouse und Kardinal (
- 1901)
- 17. Januar: Helen Stephens, US-amerikanische Leichtathletin (
- 1918)
- 17. Januar: György Cziffra, ungarischer Pianist (
- 1921)
- 18. Januar: Rolf Singer, Mykologe (
- 1906)
- 20. Januar: Matt Busby, schottischer Fußballspieler und Trainer (
- 1909)
- 22. Januar: Telly Savalas, Schauspieler (
- 1924)
- 22. Januar: Jean-Louis Barrault, französischer Schauspieler, Pantomime und Regisseur (
- 1910)
- 23. Januar: Klaus Hemmerle, Theologieprofessor und Bischof von Aachen (
- 1929)
- 26. Januar: Wilhelm Muster, österreichischer Schriftsteller und literarischer Übersetzer (
- 1916)
- 27. Januar: Reuben Mattus, US-amerikanischer Unternehmer (
- 1913)
- 28. Januar: Rosa Jochmann, österreichische Politikerin (
- 1901)
- 29. Januar: Ulrike Maier, österreichische Skirennläuferin (
- 1967)
- 31. Januar: Erwin Strittmatter, deutscher Schriftsteller (
- 1912)
- 31. Januar: Pierre Boulle, französischer Schriftsteller (
- 1912)
- 2. Februar: Marija Gimbutas, Archäologin (
- 1921)
- 5. Februar: Hermann Abs, deutscher Bankier (
- 1901)
- 6. Februar: Joseph Cotten, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1905)
- 6. Februar: Ignace Strasfogel, US-amerikanischer Komponist (
- 1909)
- 6. Februar: Jack Kirby, Comiczeichner (
- 1917)
- 7. Februar: Witold Lutosławski, polnischer Komponist und Dirigent (
- 1913)
- 9. Februar: Howard M. Temin, US-amerikanischer Biologe (
- 1934)
- 11. Februar: Joseph Marie Anthony Cordeiro, Erzbischof von Karachi und Kardinal (
- 1918)
- 11. Februar: Paul Feyerabend, österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker (
- 1924)
- 11. Februar: William Conrad, US-amerikanischer Schauspieler und Sprecher (
- 1920)
- 12. Februar: Donald Judd, US-amerikanischer Maler, Bildhauer und Architekt (
- 1928)
- 13. Februar: Edgar Ott, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher (
- 1929)
- 14. Februar: Hertha Firnberg, erste sozialdemokratische Ministerin Österreichs (
- 1909)
- 16. Februar: François Marty, Kardinal der römisch-katholischen Kirche (
- 1904)
- 17. Februar: Gretchen Frazer, ehemalige US-amerikanische Skifahrerin (
- 1919)
- 18. Februar: Annemarie Ackermann, deutsche Politikerin (
- 1913)
- 18. Februar: Gudrun Loewe, deutsche Prähistorikerin (
- 1914)
- 21. Februar: Derek Jarman, britischer Filmregisseur (
- 1942)
- 22. Februar: Papa John Creach, US-amerikanischer Geiger (
- 1917)
- 22. Februar: Hans Hürlimann, Schweizer Politiker (
- 1918)
- 22. Februar: Lore Lorentz, deutsche Kabarettistin (
- 1920)
- 23. Februar: Csilla von Boeselager, Mitbegründerin des ungarischen Malteser-Caritas-Dienstes (
- 1941)
- 24. Februar: Emil Obermann, deutscher Journalist, langjähriger Moderator der ARD-Diskussionssendung Pro und Contra (
- 1921)
- 24. Februar: Dinah Shore, US-amerikanische Sängerin (
- 1917)
- 26. Februar: Leopold Kohr, Philosoph, Träger des alternativen Nobelpreis (
- 1909)
- 1. März: Gert Prokop, Schriftsteller (
- 1932)
- 1. März: Herbert Schade, deutscher Leichtathlet (
- 1922)
- 3. März: Roman Haubenstock-Ramati, Komponist (
- 1919)
- 4. März: John Candy, kanadischer Komiker und Schauspieler (
- 1950)
- 6. März: Tengis Abuladse, georgischer Filmregisseur (
- 1924)
- 8. März: Devika Rani, indische Filmschauspielerin und Produzentin (
- 1907)
- 9. März: Charles Bukowski, US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller (
- 1920)
- 9. März: Fernando Rey, spanischer Schauspieler (
- 1917)
- 9. März: Wilhelm Brese, deutscher Politiker (
- 1896)
- 9. März: Karl Wilhelm Berkhan, deutscher Politiker (
- 1915)
- 10. März: Robert Shea, US-amerikanischer Schriftsteller (
- 1933)
- 13. März: Eva Gräfin Finck von Finckenstein, deutsche Politikerin) (
- 1903)
- 13. März: Sandra Paretti, Schriftstellerin (
- 1935)
- 15. März: Jürgen von Manger, deutscher Schauspieler, politischer Kabarettist und Komiker (
- 1923)
- 17. März: Ellsworth Vines, ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler (
- 1911)
- 17. März: Walter Janka, deutscher Verleger, SED-Mitglied in der DDR (
- 1914)
- 18. März: Peter Borgelt, deutscher TV- und Theaterschauspieler (
- 1927)
- 18. März: Günter Mittag, Mitglied des ZK der SED (
- 1926)
- 23. März: Giulietta Masina, italienische Schauspielerin (
- 1921)
- 24. März: Hans Jakob, deutscher Fußballspieler (
- 1908)
- 25. März: Max Petitpierre, Schweizer Politiker (FDP) (
- 1899)
- 26. März: Owen McCann, Erzbischof von Kapstadt und Kardinal (
- 1907)
- 28. März: Eugène Ionesco, französischer Dramatiker (
- 1912)
- 29. März: Paul Grimault, französischer Zeichentrickfilmer und Regisseur (
- 1905)
- 30. März: Florian Kuntner, Bischof (
- 1933)
- 31. März: Léon Degrelle, belgischer Faschist (
- 1906)
- 1. April: Robert Doisneau, französischer Fotograf (
- 1912)
- 4. April: Herbert Schwiete, Bürgermeister von Paderborn (
- 1918)
- 4. April: Jérôme Lejeune, französischer Mediziner (
- 1926)
- 5. April: Kurt Cobain, Sänger und Gitarrist der Grunge-Band Nirvana (
- 1967)
- 6. April: Dieter Oesterlen, deutscher Architekt und Hochschullehrer (
- 1911)
- 6. April: Cyprien Ntaryamira, Präsident von Burundi (
- 1955)
- 6. April: Juvénal Habyarimana, Präsident von Ruanda (1973–1994) (
- 1937)
- 7. April: Golo Mann, deutscher Historiker, Schriftsteller und Philosoph (
- 1909)
- 8. April: Hans Bodensteiner, deutscher Politiker (
- 1912)
- 14. April: Bernt Engelmann, deutscher Schriftsteller und Journalist (
- 1921)
- 15. April: John Curry, Eiskunstläufer (
- 1949)
- 16. April: Ralph Ellison, US-amerikanischer Autor (
- 1914)
- 18. April: Roger Sperry, US-amerikanischer Neurobiologe (
- 1913)
- 19. April: Jochen Ziem, deutscher Schriftsteller (
- 1932)
- 20. April: Jean Carmet, französischer Schauspieler (
- 1920)
- 22. April: Richard Nixon, US-amerikanischer Politiker, 37. Präsident der USA (
- 1913)
- 26. April: Ōyama Masutatsu, Begründer des Kyokushin-Karate-Stiles (
- 1923)
- 30. April: Roland Ratzenberger, Formel 1 Pilot (
- 1960)
- 1. Mai: Ayrton Senna, Formel-1-Rennfahrer und dreifacher Formel-1-Weltmeister (
- 1960)
- 3. Mai: Hermann Mathias Görgen, deutscher Politiker und MdB (
- 1908)
- 4. Mai: Edwin Rausch, deutscher Psychologe (
- 1906)
- 7. Mai: Chaim Bar-Lew, israelischer Generalstabschef während des Zermürbungskrieges (
- 1924)
- 8. Mai: George Peppard, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1928)
- 9. Mai: Anni Albers, deutsch-amerikanische Textilkünstlerin, Weberin und Grafikerin (
- 1899)
- 9. Mai: Heinz-Werner Meyer, deutscher Gewerkschafter, DGB-Vorsitzender (
- 1932)
- 10. Mai: John Wayne Gacy, US-amerikanischer Serienmörder (
- 1942)
- 12. Mai: John Smith, britischer Politiker (
- 1938)
- 12. Mai: Erik H. Erikson, deutsch-US-amerikanischer Psychologe und Psychoanalytiker (
- 1902)
- 13. Mai: Duncan Hamilton, Formel-1-Rennfahrer (
- 1920)
- 16. Mai: Alfred Nier, US-amerikanischer Physiker (
- 1911)
- 19. Mai: Jacqueline Lee Bouvier, Ehefrau von John Fitzgerald Kennedy (
- 1929)
- 19. Mai: Luis Ocaña, spanischer Profi-Radfahrer (
- 1945)
- 20. Mai: Ludwig Volkholz, Politiker (
- 1919)
- 21. Mai: Giovanni Goria, italienischer Politiker und Ministerpräsident (
- 1943)
- 23. Mai: Joe Pass, US-amerikanischer Jazzgitarrist (
- 1929)
- 26. Mai: George Ball, US-amerikanischer Jurist, Politiker und Diplomat (
- 1909)
- 27. Mai: Klaus Beckmann, deutscher Politiker (
- 1944)
- 29. Mai: Erich Honecker, deutscher Politiker (
- 1912)
- 30. Mai: Juan Carlos Onetti, uruguayischer Schriftsteller (
- 1909)
- 4. Juni: Jean Daetwyler, Schweizer Dirigent und Komponist (
- 1907)
- 9. Juni: Jan Tinbergen, niederländischer Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler (
- 1903)
- 10. Juni: Edward Kienholz, US-amerikanischer Objektkünstler (
- 1927)
- 16. Juni: Hans Paul Bahrdt, deutscher Soziologie (
- 1918)
- 16. Juni: Raph, französisch-argentinischer Rennfahrer (
- 1910)
- 17. Juni: Kurt Hessenberg, deutscher Komponist und Musikpädagoge (
- 1908)
- 20. Juni: Jay Miner, Chipdesigner, gilt als Vater des Amiga (
- 1932)
- 21. Juni: William Wilson Morgan, US-amerikanischer A

Gütersloh

Gütersloh ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Landesteil Westfalen, Regierungsbezirk Detmold (Ostwestfalen-Lippe). Gütersloh ist Kreisstadt des gleichnamigen Kreises und hat mit 96.300 Einwohnern den Status einer großen kreisangehörigen Stadt. Zusammen mit dem etwa 20 Kilometer entfernten Bielefeld zählt sie zu den Verdichtungsräumen der Bundesrepublik.

Geografie

Gütersloh liegt südwestlich des Teutoburger Waldes und damit am nordöstlichen Rand der Westfälischen Bucht. Die Stadt weist keine nennenswerten Erhebungen auf. Im Grenzbereich zu Rheda-Wiedenbrück erstreckt sich mit dem Rhedaer Forst ein größeres Waldgebiet, überwiegend mit Nadelbäumen. Große Flächen haben darüber hinaus parkähnlichen Charakter. Das gesamte Stadtgebiet ist von einem eher unfruchtbaren, sandigen Boden geprägt. Dies kommt auch bei der alten Bezeichnung "Heidedorf" zum Ausdruck. Das Flüsschen Dalke durchfließt die Stadt von Osten nach Westen, durchquert dabei den Stadtpark mit dem botanischen Garten sowie die Innenstadt und mündet unweit der Stadtgrenze in die Ems. Zuvor fließt in der Nähe der "Neuen Mühle" im Stadtteil Pavenstädt der Wapelbach in die Dalke. Die größtenteils renaturierte Dalke wird über weite Strecken von einem schönen Rad- und Gehweg begleitet. Durch den nordöstlich der Kernstadt liegenden Stadtteil Isselhorst fließt die Lutter, die bei Harsewinkel ebenfalls in die Ems mündet.

Stadtgliederung

Zur Stadt Gütersloh gehören neben der Kernstadt die bis 1970 selbständigen Gemeinden Avenwedde, Friedrichsdorf und Spexard (zuvor zum Amt Avenwedde im Kreis Wiedenbrück gehörend), Isselhorst, Ebbesloh, Niehorst und Hollen (zuvor zum Amt Brackwede im Kreis Bielefeld gehörend), die im Rahmen der landesweiten Kommunalreform eingegliedert wurden. Darüberhinaus leben die alten Bauernschaften im Bewusstsein der Bevölkerung fort:
- Blankenhagen
- Kattenstroth
- Nordhorn
- Pavenstädt
- Sundern

Nachbargemeinden

Gütersloh grenzt an folgende Städte und Gemeinden. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Steinhagen (Westf.), Bielefeld, Verl, Rietberg, Rheda-Wiedenbrück, Herzebrock-Clarholz, Harsewinkel (bis auf Bielefeld alle Kreis Gütersloh)

Geschichte

Gütersloh wurde erstmals im Jahr 1184 in einer Urkunde des Bischofs von Osnabrück erwähnt. Das Wachstum auf heute fast 100.000 Einwohner setzte jedoch erst mit der Industrialisierung in der Mitte des 19. Jahrhunderts und der damit verbundenen Ansiedlung bedeutender Unternehmen ein. Die heute zum Stadtgebiet gehörende Gemeinde Isselhorst wurde bereits im Jahr 1050 erstmals erwähnt.

Einwohnerentwicklung

Die Zahlen basieren auf amtlichen Daten und berücksichtigen nur Hauptwohnsitze. Die in Gütersloh stationierten britischen Soldaten und deren Angehörige sind deshalb in dieser Statistik nicht enthalten. ¹ Volkszählungsdaten
² geschätzte Werte zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres, Quelle: Datum e.V.
³ Werte zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres, basierend auf Fortschreibungen der Einwohnermeldestelle, Quelle: Stadt Gütersloh

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 44 Sitze, die sich nach der Kommunalwahl vom 26. September 2004 wie folgt zusammensetzen (in Klammern das Wahlergebnis):
- CDU: 18 Sitze (40,3%)
- SPD: 14 Sitze (32,1%)
- Grüne: 4 Sitze (10,0%)
- BfGT (Bürger für Gütersloh): 4 Sitze (8,7%)
- FDP: 2 Sitze (5,3%)
- UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft): 2 Sitze (3,6%)

Bürgermeister

Bürgermeisterin: Maria Unger (SPD), ehrenamtlich seit 1994. 1999 zur hauptamtlichen Leiterin der Stadtverwaltung gewählt. Bei den Kommunalwahlen 2004 im Amt bestätigt.

Städtepartnerschaften


- Grudziądz, Polen
- Châteauroux, Frankreich
- Broxtowe, England
- Falun, Schweden

Kultur, Sport und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Kirchen
- Ev. Apostelkirche: 1944 bis auf den Westturm vernichtet. Das schlichte, von einer Spitztonne überwölbte Langhaus wurde ab 1951 nach Plänen von Werner March neu errichtet. Dabei kam es zu einer Wiederverwendung der Ecksäulen mit spätromanischen Kapitellen aus dem zerstörten Chor.
- Ev. Martin-Luther-Kirche: 1857-61 von Christian Heyden errichtet. Neugotische Hallenkirche mit Westturm. Das Innere ist mit umlaufenden Emporen versehen. Kronleuchter von 1659.
- Kath. Pfarrkirche St. Pankratius: Große neuromanische Backsteinbasilika mit Westturm, 1889-91 von Arnold Güldenpfennig erbaut. Reste der zeitgenössischen Ausstattung sind erhalten. Außerdem: Romanisches Kruzifix, um 1100 – Statue des Heiligen Pankratius, 2. Hälfte des 14. Jh. Fachwerkbauten Die Kirchenringbebauung im Bereich der Apostelkirche mit Fachwerkhäusern des 17. und 18. Jh. ist nahezu vollständig erhalten. Davon nennenswert:
- Veerhofhaus, Kirchplatz 2: Giebelhaus mit großer Diele, am Torbogen 1708 und 1790 bezeichnet (Umbau). Das Obergeschoss über Knaggen weit vorkragend. Das dreigeschossige, mit Fächerrosetten verzierte Hinterhaus wurde wohl bereits von 1647-49 als Speicher errichtet.
- Kirchstr. 4: Dielenhaus von 1658, die seitliche Auslucht fügte man 1721 hinzu.
- Alte Vikarie, Kirchstr. 10: Fachwerk-Traufenhaus mit spätbarockem Portalaufsatz, 1779 errichtet.
- Villa Bartels, Kirchstr. 21: Verschiefertes Fachwerk-Traufenhaus von 11 Achsen; der fünfachsige Kernbau wurde bereits 1778 errichtet. In der 1. Hälfte des 19. Jh. wurde es durch den Textilunternehmer Bartels umgebaut und erweitert. Aus dieser Zeit stammt die Verschieferung der Fassade. Die Eingangstür zeigt noch Rokokoformen. Heute beherbergt die Villa Bartels das Standesamt der Stadt Gütersloh. Außerhalb des Kirchplatzes:
- Königstr. 7: Eines der letzten Fachwerkgiebelhäuser im Innenstadtbereich, 18. Jh., mit Auslucht
- Weberhaus, Münsterstr. 9: 1649 bezeichnet. Letzter Rest der ursprünglichen, vorwiegend aus Fachwerk-Dielenhäusern bestehenden Münsterstraßen-Bebauung. Weitere Bauten
- Schlütersche Villa, Moltkestr. 10a: Klinkerbau mit Flachdach im Stil der Neuen Sachlichkeit, 1927/28 durch den Architekten Fritz Viemann errichtet.
- Meierhof: Allseits von einer Gräfte umgebene Hofanlage, vermutlich Keimzelle der Stadt Gütersloh. WOHNGEBÄUDE. Eingeschossiger Fachwerkbau mit übergiebeltem Mittelteil, 1811-13 errichtet.
- Ehemaliges Amtsgericht (Volkshochschule und Polizeistation), Berliner Platz: 1907-08 entstandener Baukomplex im Stil der Weserrenaissance. Hauptgebäude mit Dachreiter und Fronterker.
- Evangelisch Stiftisches Gymnasium, Feldstr.: Dreigeschossiges Backsteingebäude mit Dachreiter, errichtet 1928. Der durch dreieckig vorspringende Wandpfeiler streng gegliederte Bau erinnert stark an die von Fritz Höger in Norddeutschland geschaffenen Bauten.
- Wasserturm, Theodor-Heuss-Platz: 40,8 Meter hoher Wasserturm, 1888 in Betrieb genommen und zwischenzeitlich zu einem Jugendcafé umgebaut.
- ehemalige Weberei Greve und Güth (Städtisches Kulturzentrum), Bogenstr. 1-8: 1874 gegründet. Aus der Gründerzeit das Kessel- und Maschinenhaus, sowie das Stückwarenlager und die ehemaligen Websäle erhalten. Das Kontorgebäude 1901 hinzugefügt. Die übrigen Gebäude zwischen 1912 und 1927 errichtet.
- Verwaltungsgebäude der Firma Wolf, Carl Bertelsmann-Str. 21/23: Hoher, ab 1930 errichteter Ziegelbau mit expressionistischen Gliederungselementen.

Sport


- FC Gütersloh 2000
- HSG Gütersloh
- SV Avenwedde
- SV Spexard
- DJK BW Avenwedde

Kulturveranstalter


- Jugendkulturring Gütersloh
- Soziokulturelles Zentrum Alte Weberei
- Jugendtreff Bauteil5
- Josef Honcia's Jazzreihe im ehemaligen Jugendzentrum Kaiserstraße
- Theater- und Konzertprogramm des städtischen Kulturamts
- Kunstverein für den Kreis Gütersloh e.V.

Wirtschaft und Infrastruktur

Gemeindesteuern

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer beträgt 380 %. Die Hebesätze für Grundsteuer A bzw. Grundsteuer B liegen bei 175 % bzw. 300 %.

Verkehr

Gütersloh hat eine eigene Anschlussstelle an die A2, speziell die Stadtteile Pavenstädt und Kattenstroth sind aber aus Richtung Ruhrgebiet kommend besser über die Anschlussstelle Rheda-Wiedenbrück/Gütersloh-Süd zu erreichen. Die Bundesstraße 61, die das Ruhrgebiet mit dem Bremer Raum verbindet und von Gütersloh aus nach Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld führt, verläuft vierspurig (allerdings nicht kreuzungsfrei) durch die Stadt und übernimmt die Funktion eines Stadtrings. Gütersloh liegt an der Bahnstrecke Dortmund - Hannover. Der Hauptbahnhof ist ein Systemhalt im Fernverkehr der Deutschen Bahn AG: Neben dem Intercity Düsseldorf - Leipzig halten täglich zwei ICE am Gütersloher Bahnhof. Darüber hinaus wird Gütersloh mit dem Regionalexpress Westfalen-Express (Düsseldorf - Bielefeld - Minden) sowie den Regionalbahnen Der Warendorfer (Münster - Warendorf - Bielefeld) und Westfalen-Bahn (Münster - Hamm - Bielefeld) von drei Linien des Schienenpersonennahverkehrs bedient. Die Stadt gehört zum Gebiet des Verkehrsverbund OstWestfalenLippe. Die Teutoburger-Wald-Eisenbahn (TWE), die zur Connex-Gruppe gehört, nutzt eine eingleisige Nebenstrecke Ibbenbüren - Gütersloh Nord - Hövelhof für Gütertransporte, im Wesentlichen als Anschlussgleis für die Landmaschinenproduktion der Firma Claas in Harsewinkel. Die TWE-Züge werden im Volksmund auch "Pingel-Anton" genannt. Der Flughafen Gütersloh, von den Stadtvätern in den 1930er Jahren als ziviler Platz beantragt, wurde meist, so auch heute, militärisch genutzt.

Ansässige Unternehmen

Ca. 46.000 Arbeitsplätze, davon 37 % in der Güter-Produktion. Der industrielle Schwerpunkte liegt bei den Branchen
- Medien (Bertelsmann)
- Metallverarbeitung (Haushaltsgeräte - Miele)
- Holzverarbeitung (Pfleiderer) bei der Nahrungsmittelherstellung
- Backwaren ("Pumpernickel" - Mestemacher)
- Wurstwaren (Marten, Vogt & Wolf)
- Joghurt und Desserts (Campina) und im Segment der IT-Dienste
- Lycos Europe
- Syskoplan
- Ascaron Entertainment Die Bedeutung anderer Branchen hat dagegen stark nachgelassen. So waren in Gütersloh zahlreiche Unternehmen in der Möbelproduktion ansässig. Auch von den bedeutenden Textilunternehmen der Stadt ist einzig die Gurt- und Bandweberei Güth & Wolf noch aktiv.

Medien

Gütersloh gehört zu den wenigen Städten, in denen gleich drei lokale Tageszeitungen erscheinen, weil es im Schnittpunkt der einzelnen Verbreitungsgebiete liegt. In der Reihenfolge ihrer Auflagenhöhe in der Stadt Gütersloh sind das:
- Neue Westfälische (Hauptsitz Bielefeld)
- Die Glocke (Hauptsitz Oelde)
- Westfalen-Blatt (Hauptsitz Bielefeld) Es erscheinen monatlich zwei kostenlose, als Hauspost verteilte bzw. in Geschäften erhältliche Stadtmagzine: seit 1976 die GT-Info ("Güterslohs Stadtmagazin") aus dem Flöttmann Verlag und seit 1996 guetsel.de ("Güterslohs trendiges Stadtmagazin"). Daneben gibt es die Stadtteil-Publikationen Bonewie (für Avenwedde, Friedrichsdorf und Spexard) und Der Isselhorster. Der lokale Rundfunksender heißt Radio Gütersloh, produziert tagsüber mehr als sechs Stunden eigenes Programm mit Nachrichten und Reportagen aus dem gesamten Kreis Gütersloh und schaltet ansonsten in das Rahmenprogramm von Radio NRW. Lokale Nachrichten gibt es stündlich von 6:30 bis 19:30 Uhr. Zu empfangen ist der Sender im Kreisgebiet über die UKW-Frequenzen 107,5 (Sender Oelde-Stromberg) und 106,8 (Sender Borgholzhausen) sowie über die Kabel-Frequenz 97,2.

Bildung und Forschung

Gütersloh ist Standort der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW). Darüber hinaus verfügt die Stadt über
- 18 Grundschulen
- 2 Gymnasien
- 2 Gesamtschulen
- 3 Realschulen
- 2 Hauptschulen
- 2 Sonderschulen
- 1 Waldorfschule
- 2 Berufskollegs

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt verfügt seit 1984 über eine mit ca. 138.000 Medien ausgestattete Bibliothek im Stadtzentrum. Die Bibliothek wird als GmbH von der Stadt und der Bertelsmann-Stiftung gemeinsam betrieben. Mit dem Freizeit- und Freibad Die Welle, dem Hallenbad und dem Nordbad stehen dem Bürger zwei überdachte Schwimmbäder und zwei Freibäder zur Verfügung. In der Stadthalle finden neben Veranstaltungen aller Art seit 2003 auch Theateraufführungen statt, nachdem das Theater aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde und ein Neubau durch einen Bürgerentscheid abgelehnt wurde. Die Stadt verfügt über drei Krankenhäuser:
- Städtisches Klinikum
- katholisches St. Elisabeth-Hospital
- Westfälische Klinik in Trägerschaft des Landschaftsverbands Westfalen - Lippe

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

In Gütersloh geboren sind:
- Adolph Bermpohl, Mitbegründer der DGzRS
- Carl Bertelsmann, Unternehmer
- Esther Burger, Objekt-Künstlerin
- Constanza Droop, Kinderbuch-Illustratorin ("Felix")
- Simon Gosejohann, Trash-Filmer, TV-Moderator (Viva, Pro Sieben)
- Claus Grabke, Skater (Titus), Musiker (Thumb, Alternative Allstars) und Musikproduzent, Moderator (MTV)
- Detlef Güthenke, Foto-Künstler
- Hans Werner Henze, Komponist
- Birgit Lechtermann, TV-Moderatorin
- Sandra Leonhard, Schauspielerin (Tatort, Unter Uns, Küstenwache, Anke)
- Florian Lohoff, Linux-Hacker
- Rudolf Miele, Unternehmer
- Heinrich Mohn und Reinhard Mohn, Unternehmer
- Ludwig Müller, Reichsbischof (1933-1945)
- Hans Schöttler, protestantischer Geistlicher
- Rainer Wend, Politiker
- Steffen Wilmking, Musiker (H-Blockx, Thumb, Machine)

Weitere Persönlichkeiten

Keine gebürtigen Gütersloher, die aber in der Stadt gewirkt haben, sind:
- Klaus Dörner, Psychiater und Chefarzt
- Konstantin Graudus, Schauspieler
- Rolf Kalb, Sportjournalist und Kommentator bei Eurosport
- Johannes Kuhlo, "Posaunenchor-Pionier"
- Thomas Middelhoff, Manager
- Carl Miele, Unternehmer
- Liz Mohn, Unternehmerin
- Stephan Rürup, Humorist und Redakteur der Satirezeitschrift "Titanic"
- Hermann Simon, Psychiater und Chefarzt
- Gunter Thielen, Manager
- Oliver Welke, TV-Moderator und Comedian
- Woldemar Winkler, Maler und Bildhauer
- Woldemar Theodor Winkler, Psychiater und Chefarzt
- Mark Wössner, Manager Die Tageszeitung Neue Westfälische stellte in einer Artikelserie mit dem Titel "Gütersloher schreiben Geschichte" bedeutende Persönlichkeiten der Stadtgeschichte in Wort und Bild vor. Autoren der 60-teiligen Serie sind der Stadtarchivar Stephan Grimm und dessen Mitarbeiter Heinrich Lakämper-Lührs. [http://www2.guetersloh.de/kultur_bildung/sp_auto_121729.cfm?seite=108 Dazu eine Übersicht]

Literatur


- Gütersloh - Ansichten einer Stadt - Ein Bildband mit aktuellen Texten und über 70 Fotos der Stadt für Gütersloher, Freunde und Besucher - Stadt-Bild-Verlag Leizpig, 2005 - €14,90 - ISBN 3937126252
- Matthias E. Borner: Ausgerechnet Gütersloh! - 55 Kurzsatiren über die schönste Stadt der Welt, Verlagsunion Vox Rindvieh, 2004; ISBN 3000118934
- Matthias E. Borner: Pölter, Plörre und Pinöckel - Grundwortschatz zum Überleben in Gütersloh, Verlagsunion Vox Rindvieh, 2004; ISBN 3000142495
- Werner Freitag (Hrsg.): Geschichte der Stadt Gütersloh, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003; ISBN 3895345008
- Hans Hilbk: Stiften und Schenken in Gütersloh - Private Wohltätigkeit im 19. und 20. Jahrhundert, Flöttmann Verlag, 1991; ISBN 3872310542
- Hans Hilbk: Gütersloh, das Hitler-Reich und die Teilung Deutschlands, Flöttmann Verlag, Gütersloh 1990; ISBN 3872310518
- Hans Hilbk: Gütersloh, der Kaiser und die Republik 1888-1934, Flöttmann Verlag, Gütersloh 1989; ISBN 3872310445
- Hans Hilbk: Gütersloh und Preußen - Eine Wahlverwandtschaft, Flöttmann Verlag, 1988; ISBN 3872310410
- Till Kössler: "Arbeitseinsatz" in der Mittelstadt - Ausländische Arbeiter in Gütersloh 1933-1945, Stadt Gütersloh, 1996; ISBN 3-921961-08-4
- Hagen Kraak: Gütersloh - Bewegte Zeiten. Die 50er Jahre, Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2002; ISBN 3861343053
- Hagen Kraak: Kindheit in Gütersloh - Fotografien aus einem Jahrhundert, Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000; ISBN 386134629X
- Gerry Lewis: Flugplatz Gütersloh - 1937 - 1987 - A Short History , Mohndruck Gütersloh, Gütersloh 1987
- Lydia Plöger: ... du heiratest ja doch! - Frauenleben in Gütersloh um 1900, Flöttmann Verlag, Gütersloh 1990; ISBN 387231050X
- Stadtmuseum, Volkshochschule (Hrsgb.): Eine Stadt wächst: Bauen in Gütersloh 1822-1955, Flöttmann Verlag; ISBN 3872310488
- Marc Tecklenborg: Royal Air Force Gütersloh - Jets & Airliner auf dem Flughafen bis 1993, Flöttmann Verlag, Gütersloh 1995; ISBN 3872310682
- o.V.: In medias res - 150 Jahre Evangelisch Stiftisches Gymnasium Gütersloh, 2001; ISBN 3000080260

Sonstiges & Kuriositäten

"Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh" ist ein Schlager von Thommie Bayer, der allerdings nur vordergründig etwas mit Gütersloh zu tun hat. Laut des Interpreten kam die Stadt nur aufgrund des wohlklingenden Namens zu der Ehre. Dennoch wird dieser Song oft von den Fans des FC Gütersloh im Heidewaldstadion intoniert und dient auch als Aufhänger für Aktionen gegnerischer Fans. Gütersloh verfügt in der Innenstadt über eine bereits mehrmals umgebaute Kreuzung, die spaßeshalber als einziger innerstädtischer Verkehrsübungsplatz Deutschlands bezeichnet wird. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr durch die Innenstadt zu verhindern, indem für den motorisierten Individualverkehr aus zwei Richtungen kommend nur ein Abbiegen in Richtung Fußgängerzone möglich ist, während die direkte Durchfahrt sowie ein Abbiegen in die andere Richtung verhindert wird. Wenn Gütersloher sich auf dem HVP verabreden, ist der zentrale Platz in der Innenstadt gemeint, nämlich der Berliner Platz. Die Abkürzung steht für Hertie-Vorplatz. Obwohl Güterslohs einziges Kaufhaus schon seit Jahren das Firmenschild von Karstadt trägt, ist diese etwas despektierliche Bezeichnung auch heute noch im Umlauf.

Weblinks


- [http://www.guetersloh.de Website der Stadt Gütersloh]
- [http://stadtrundgang.guetersloh.de/ virtueller Stadtrundgang]
- [http://www.guetersloh.city-map.de/city/db/043708000000/38085/G%FCtersloh.html Stadtplan von Gütersloh] Kategorie:Ort in Nordrhein-Westfalen !

Hochschulrektorenkonferenz

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist der freiwillige Zusammenschluss beinahe aller deutschen Hochschulen und vertritt die Hochschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Überblick

Die Hochschulrektorenkonferenz wurde am 21. April 1949 als Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) gegründet und vertrat anfangs nur die Universitäten und sog. "wissenschaftlichen" Hochschulen (d.h. diejenigen mit Promotionsrecht) der früheren Bundesrepublik und West-Berlins. Seit 1974 wurden auch Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen, Kirchliche und Philosophisch-Theologische Hochschulen sowie die Hochschulen der Bundeswehr aufgenommen. Nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Beitritt von Hochschulen aus den neuen Bundesländern erfolgte am 5. November 1990 die Umbenennung in Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Die HRK hat gegenwärtig 262 Mitgliedshochschulen, an denen circa 98 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert sind. Die HRK hat ihren Sitz in Bonn und unterhält zusätzlich eine Außenstelle in Berlin. Sie wird von einem siebenköpfigen Präsidium geleitet. Präsident der HRK war vom 1. August 2003 bis zum 23. November 2005 der ehemalige Präsident der Freien Universität Berlin, der Physiologie Prof. Dr. Peter Gaehtgens. Seit dessen Rücktritt hat die Amtsgeschäfte sein Stellvertreter, der Mathematiker Prof. Dr. Burkhard Rauhut (Rektor der RWTH), übernommen. Die Wahl des nächsten Präsidenten soll im Frühjahr 2006 erfolgen. Weitere Organe der Hochschulrektorenkonferenz sind das zweimal jährlich tagende Plenum sowie der Senat.

Weblinks


- [http://www.hrk.de/ Homepage der Hochschulrektorenkonferenz]
- [http://www.hrk.de/de/hrk_auf_einen_blick/103.php Geschichte der WRK/HRK]
- [http://www.hrk.de/de/hrk_auf_einen_blick/103_227.php Liste der WRK/HRK-Präsidenten] Kategorie:Akademische Bildung Kategorie:Hochschulorganisation Kategorie:Wissenschaftspolitik

Hochschulreform

Als Hochschulreform bezeichnet man Reformen im Bildungswesen, die die konkrete Ausgestaltung der Hochschulen betreffen. Oft ist ein allgemeiner Paradigmenwechsel in der Gesellschaft Anlass für solche Reformen (Wertewandel, Ethik). Die Hochschulreform ist Teil einer umfassenderen Bildungsreform.

Beispiele

Wilhelm von Humboldt steht für einen gewandelten Bildungsbegriff der Aufklärung. Die Reformpädagogik strebt eine Reformierung älterer pädagogischer Grundsätze an.

1968

In den 60ern wird der mangelhafte Zustand des Bildungssystems von Kritikern wie Georg Picht diskutiert. Im Zuge der weltweiten Studentenbewegung (68er) erkämpfen Studenten in Deutschland, Frankreich (Mai-Unruhen) und den USA (Free Speech Movement) eine Öffnung und Demokratisierung der Hochschulen. Die Hochschulreform in Deutschland von 1977 strebte eine umfassende Gleichberechtigung aller Bevölkerungsgruppen an, was Bildungschancen angeht (humanistisches Bildungsideal). Aber auch neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung sollten stärker integriert werden (z.B. Neue Mathematik). Das Studium soll, auch nach UN-Vereinbarungen, gebührenfrei sein. Bildung wird als hohes Gut für die Gesellschaft gesehen, nicht nur in Hinblick auf wirtschaftlichen Erfolg.

21. Jahrhundert

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wieder weltweite Hochschulreformen an. Anlass ist eine mangelhafte Finanzierung der Hochschulen. Im Mittelpunkt stehen im Zeitalter von Globalisierung und Standort-Konkurrenz Diskussionen um das Modell der Eliteuniversität, die wirtschaftliche Ausgestaltung des Studiums (Studiengebühren), aber auch die Rücknahme von politischem Einfluss der Studenten innerhalb der Hochschule, und die Umwandlung von Bildung in eine Dienstleistung. Betont wird nun, dass sich die Hochschulen einen Wettbewerb liefern und am Markt bestehen müssen.

Weblinks


- [http://www.uebergebuehr.de/de/themen/hochschulreform/ Thema Hochschulreform auf Uebergebuehr.de]

Siehe auch


- Hochschulrahmengesetz, Verfasste Studierendenschaft, Studentenprotest, Universität, Bildung, Bildungsreform, Centrum für Hochschulentwicklung

Leitbild

Ein Leitbild enthält Aussagen zur angestrebten Kultur in einem Unternehmen oder einer Organisation. Es beschreibt wichtige Elemente der Unternehmensstrategie und stellt die Verbindung von gewachsenem Selbstverständnis, der Unternehmensphilosophie und der beabsichtigten Entwicklung, den Unternehmenszielen eines Unternehmens dar. Ursprünglich kommt der Begriff aus der Raumplanung. Mit Leitbild ist ein grobes Bild einer angestrebten Zukunft gemeint, welches das Handeln auf dieses Ziel hin koordiniert. Leitbilder koordinieren die Teilziele einzelner Sachgebiete oder Abteilungen bei arbeitsteiligen Prozessen und Organisationen (z.B. Verkehr, Umwelt, Städtebau). Das Leitbild hat eine Orientierungsfunktion für Entscheider und Öffentlichkeit. Leitbilder werden für räumliche Planung und Politik (Leitbild von Ländern, Regionen, Städten) seit etwa 1990 vermehrt erarbeitet.

Bestandteile


- Leitidee
- Leitsätze
- Motto Die Leitbildentwicklung erfordert, wenn sie effektiv sein soll, eine große Beteiligung möglichst vieler Mitarbeiter.

Leitbild (Fließgewässer)

Das Leitbild eines Fließgewässers beschreibt den erreichbaren und angestrebten Zustand eines Fließgewässers, siehe Leitbild (Fließgewässer).

Siehe auch


- Paradigma, Paradigmenwechsel Kategorie:Management

Neoliberalismus

Als Neoliberalismus bezeichnet man zusammenfassend ein sozialphilosophisches und wirtschaftspolitisches Konzept, das auf dem klassischen Liberalismus und der neoklassischen Theorie basiert und den Einfluss des Staates auf das Wirtschaftsgeschehen minimieren will, im Unterschied zum Laissez-faire des klassischen Liberalismus allerdings ein regulierendes Eingreifen des Staates zur Sich