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Christian Gottfried Nees Von Esenbeck

Christian Gottfried Nees von Esenbeck

Christian Gottfried Nees von Esenbeck (
- 14. Februar 1776 in Reichenberg bei Erbach; † 16. März 1858 in Breslau) war ein deutscher Botaniker und Naturphilosoph

Leben

Christian Gottfried war der Sohn des gräflichen Rentmeisters Johann Conrad Nees und dessen Ehefrau Katharina Friederika Dorothea Esenbeck. Der Botaniker Theodor Friedrich Ludwig Nees von Esenbeck war sein Bruder. Nach seinem ersten Unterricht durch Hauslehrer besuchte Christian Gottlieb das Gymnasium in Darmstadt. In den Jahren 1795 bis 1799 studierte er an der Universität Jena Philosophie und Medizin. Seine Lehrer waren die Professoren Georg Karl Bartsch, Justus Christian von Loder und Wilhelm Hufeland. Nachdem Christian Gottfried 1800 in Gießen mit einer medizinischen Dissertation promoviert hatte, ging er zurück in den Odenwald und praktizierte in Erbach am Hof des Grafen Franz zu Erbach-Erbach. Zwei Jahre später ließ er sich in Sickershausen bei Kitzingen/Main nieder. Dort heiratete er am 19. August desselben Jahres Wilhelmine Luise Katharina von Ditfurth. Gleich nach der Hochzeit zog sich das Ehepaar auf das Gut der Ehefrau in Sickershauen zurück und er widmete sich nur noch seinen Forschungen. Diese Ehe stand aber unter keinem günstigen Stern, denn schon am 22. September 1803 starb seine Ehefrau. Seit dem Tod seiner Frau ergänzte Christian Gottfried seinen Familiennamen "Nees" zu "Nees von Esenbeck". Nach einer kurzen Trauerzeit heiratete Christian Gottfried am 5. März 1804 Elisabetha Jakobina von Mettingh. Mit ihr hatte er drei Töchter und zwei Söhne. Mit Wirkung vom 3. Mai 1816 wurde Christian Gottfried als ordentliches Mitglied in die Leopoldina aufgenommen. In diesen Jahren korrespondierte er häufig mit dem Entomologen Friedrich Klug und sein Haus wurde zum Treffpunkt gleichgesinnter Wissenschaftler, wie Eduard d'Alton, Ignaz Döllinger Georg August Goldfuß, Christian Friedrich Hornschuch, Dietrich Georg Kieser und Elias von Siebold. Neben allgemeiner Treffen und Diskussionen wurde auf Gut Sickershausen auch wissenschaftlich gearbeitet. Christian Heinrich Pander und Karl Ernst von Baer machten hier seine Untersuchungen am Hühnerembryo. Lorenz Oken nutzte die Abgeschiedenheit des Landlebens und verfasste hier einige Schriften. Aus wirtschaftlichen Gründen nahm Christian Gottfried 1817 eine Anstellung als Dozent für Botanik in Erlangen an und wurde bereits 1818 als Professor für Philosophie nach Bonn berufen. Am 8. August 1818 wählte ihn die Leopoldina als Nachfolger von Friedrich von Wendt zu ihrem neuen Präsidenten. In Bonn wurde er - ohne in diesem Fach eine Dissertation verfasst zu haben - noch Ende 1818 zum Dr. phil. promoviert. In Bonn leitete er ab März zusammen mit seinem Bruder den Botanischen Garten. Dieses Amt hatte er bis 1830 inne und war nach eigener Aussage ein wohltuender Zeitvertreib. 1819 traf Christian Gottfried in Weimar auf Johann Wolfgang von Goethe. Seit langem begeisterte sich Christian Gottfried für dessen Metamorphosen. In einem Brief vom 5. April 1823 teilt er Goethe mit, daß zu seinen Ehren nun eine Pflanzenart nach ihm benannt wurde: "Goethea semperfloris" und "Goethea cauliflora". Anfang 1830 verließ Christian Gottfried seine Familie und ließ sich mit Marie Hüllmann, der Ehefrau seines Kollegen Dietrich Hüllmann, in Breslau nieder. Diese schnelle unbürokratische Versetzung wurde nur durch den Tausch der Arbeitsplätze mit Ludolph Christian Treviranus möglich. In Breslau betraute man Christian Gottfried ebenfalls mit der Leitung des Botanischen Gartens. Am 10. Oktober desselben Jahres wurde er von seiner Ehefrau rechtskräftig geschieden. Drei Jahre später heiratete er 1833 in Breslau seine Lebensgefährtin. Nach sechsjähriger Ehe verließ Christian Gottfried auch diese Ehefrau (keine Scheidung) und lebte von 839 bis an sein Lebensende mit seiner Köchin Christiane Kambach zusammen. Christian Gottfried war auch politisch aktiv; spätestens ab 1840 stand er dem politischen Vormärz nahe. 1845 wurde er Mitglied in der christkatholischen Volksbewegung und 1848 war er maßgeblich an der Gründung des Arbeitervereins in Breslau beteiligt. Am 23. August 1848 fungierte er als Präsident des Berliner Arbeiterkongresses und wurde als Abgeordneter der sehr weit links stehenden Gruppierungen in die Preußische Nationalversammlung gewählt. Auch an der "Arbeiter-Verbrüderung" hatte Christian Gottfried seinen Anteil. Wegen dieser Tätigkeit wurde er im Januar 1849 "ob gefährlicher sozialer Bestrebungen" aus Berlin ausgewiesen und in Breslau ständig polizeilich überwacht. Wegen seiner politischen Ansichten, die er im Frühjahr 1849 in "sozialpolitischen" Vorlesungen kundtat, wurde er mit Wirkung vom 31. Januar 1851 suspendiert und sein Gehalt um 50 % gekürzt. Am 13. März 1852 endete ein Disziplinarverfahren mit seiner Entlassung und vollständigen Streichung seiner Pension. Dadurch wurde er sehr bald durch seine wirtschaftliche Situation gezwungen, seine Privatbibliothek und seine Herbarien zu verkaufen. Teilweise verpfändete er auch die Bibliothek der Leopoldina. Seiner Reputation schadete seine politische Einstellung nicht; er blieb weit über seinen Tod hinaus ein hoch geachteter Wissenschaftler. Im Alter von 82 Jahren starb Prof. Dr. Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck am 16. März 1858 in Breslau. Besonderes Verdienst hatte er sich auch um die Systematik der Kryptogamen erworben, forschte auf zoologischem Gebiet und war einer der Hauptvertreter der Naturphilosophie seiner Zeit.

Werke


- De Cinnamomo disputatio (1843)
- Agrostologia brasiliensis (1829
- Genera et species Asterearum (1833)
- Systema Laurinarum (1836)
- Florae Africae australioris illustration monographicae Gramineae (1841)
- Die Algen des süßen Wassers, nach ihren Entwickelungsstufen dargestellt" (1814)
- Das System der Pilze und Schwämme (1816)
- Naturgeschichte der europäischen Lebermoose" mit "Erinnerungen aus dem Riesengebirge" (1833-38, 4 Bände)
- Bryologia germanica" (mit Hornschuch und Sturm, 1823-31, 2 Bde. mit 43 Tafeln)
- Synopsis hepaticarum" (mit Carl Moritz Gottsche und Johann Lindenberg, 1844-1847
- Hymenopterorum Ichneumonibus affinium monographiae (1834, 2 Bde.)
- System der spekulativen Philosophie, Bd. 1
- Die Naturphilosophie (1841)
- Die allgemeine Formenlehre der Natur (1852)
- Vorlesungen zur Entwickelungsgeschichte des magnetischen Schlafs und Traums (1820) Der Geburtsort von Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck ist Schloß Reichenberg bei Reichelsheim im Odenwald

Quellen


- Jahn: Geschichte der Biologie. Spektrum 2000
- Mägdefrau: Geschichte der Botanik. Fischer 1992
- Bohley, Johanna: Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck : ein Lebensbild. - Stuttgart : Wissenschaftl. VG, 2003. - ISBN 3-8047-2075-7
- Engelhardt, Dietrich von (Hrsg.): Christian Gottfried Nees von Esenbeck : Politik und Naturwissenschaft in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. - Stuttgart : Wissenschaftl. VG, 2004. - ISBN 3-8047-2153-2

Weblink


- [http://www.nees-von-esenbeck.de/biographie/biographie.htm Biographie] Nees von Esenbeck, Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, Christian Gottfried Daniel

14. Februar

Der 14. Februar ist der 45. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse

Gregorianischen Kalenders
- 842 - Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle schwören die Straßburger Eide erstmals zweisprachig
- 1014 - Papst Benedikt VIII. krönt Heinrich II. zum Kaiser.
- 1477 - John Preston erbietet den ersten Valentinsgruß an Margery Brews.
- 1763 - Der Frieden von Hubertusburg beendet den dritten Schlesischen Krieg.
- 1764 - Französische Siedler gründen am Mississippi die Stadt St. Louis.
- 1797 - Unter Missachtung eines Befehls des übergeordneten Admirals John Jervis besiegt der britische Admiral Horatio Nelson in der Seeschlacht bei Kap St. Vincent die spanische Flotte und begründet so seinen legendären Ruf.
- 1859 - Oregon wird der 33. Bundesstaat der USA.
- 1899 - Für die US-amerikanischen Bundeswahlen werden durch den Kongress der Vereinigte Staaten so genannte "Wahlmaschinen" zugelassen. Wahlmaschine
- 1912 - Arizona wird der 48. Bundesstaat der USA.
- 1918 - In Russland wird der Julianische Kalender durch den Gregorianischen ersetzt.
- 1929 - Valentinstag-Massaker: Sieben Gangster, Rivalen Al Capones, werden in Chicago, Illinois ermordet.
- 1945 - Zweiter Tag des Alliierten Luftangriffes auf Dresden
- 1972 - Der Star of Sierra Leone, der drittgrößte Diamant der Welt, wird gefunden.
- 1998 - Aufgrund einer schweren Grippewelle in Japan werden etwa 16.000 Schulen vorsichtshalber geschlossen.
- 2002 - Bahrain wird Königreich. Erster König ist Scheich Hamad ibn Isa al-Khalifa.
- 2003 - Die sterblichen Überreste von König Carol II. werden von Portugal nach Rumänien überführt.

Wirtschaft


- 1948 - Die Bank deutscher Länder wird Zentralbank für die Bizone.
- 1967 - Erste konzertierte Aktion zur Überwindung der Wirtschaftskrise unter Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller (SPD)

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1738 - In London wird die Oper "Xerxes" von Georg Friedrich Händel uraufgeführt.
- 1779 - Uraufführung der Oper "Gli Astrologi immaginari" (Die eingebildeten Astrologen) von Giovanni Pacini in Sankt Petersburg.
- 1829 - Uraufführung der Oper "La straniera" (Der Fremde) von Vincenzo Bellini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1914 - Uraufführung der Operette "Jung-England" von Leo Fall in Berlin.
- 1932 - Uraufführung der musikalischen Tragikomödie "Der gewaltige Hahnrei" von Berthold Goldschmidt in Mannheim.
- 1939 - Uraufführung der Oper "Marionetter" von Hilding Rosenberg an der Königlichen Oper in Stockholm.
- 1957 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Japan. In Kraft seit dem 10. Oktober 1957
- 2004 - In Berlin erhält bei der Preisverleihung der Internationalen Filmfestspiele der deutsch-türkische Filmregisseur Fatih Akin den Goldenen Bären.

Religion


- 1076 - Papst Gregor VII. erklärt auf der von ihm einberufenen Fastensynode König Heinrich IV. für abgesetzt und spricht den Kirchenbann aus.
- 1989 - Ayatollah Chomeini spricht die Fatwa gegen den britischen Autor Salman Rushdie wegen seines Romans "Die satanischen Verse" aus.
- 2002 - Auf dem Flughafen von Kabul wird der afghanische Luftfahrtminister Abdul Rahman von Pilgern erschlagen.

Katastrophen


- 1990 - Bangalore, Indien. Ein Airbus A320 der Indian Airlines sinkt beim Landeanflug zu schnell und stürzt ab. 92 Menschen sterben, 54 werden gerettet.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Luan Krasniqi Kosovo-Albaner gewinnt gegen Sinan Samil Sam in Stuttgart, Deutschland, die Europameisterschaft zum zweiten mal, im 12 Runden Kampf. (Krasniqi boxt unter Deutscher Flage).

Geboren

Deutschland
- 1404 - Leon Battista Alberti, italienischer Baumeister
- 1483 - Babur, indischer Herrscher
- 1515 - Friedrich III. von der Pfalz, der Fromme, deutscher Kurfürst von der Pfalz
- 1557 - Matthias, Kaiser des HRR
- 1602 - Pier Francesco Cavalli, italienischer Komponist
- 1621 - Sibylla Schwarz, deutsche Dichterin
- 1652 - Camille d'Hostun, comte de Tallard, französischer General und Staatsmann
- 1708 - Christian Andreas Cothenius, Arzt in Deutschland
- 1763 - Johann Martin Usteri, schweizerischer Dichter
- 1776 - Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, deutscher Botaniker und Naturphilosoph
- 1782 - Johann Werner Henschel, deutscher Bildhauer
- 1792 - Friedrich Landolin Karl Freiherr von Blittersdorf, badischer Beamter
- 1811 - Domingo Faustino Sarmiento, Staatspräsident von Argentinien
- 1813 - Alexander Sergejewitsch Dargomyschski, Russischer Komponist
- 1819 - Christopher Latham Sholes, US-amerikanischer Buchdrucker, Journalist und Erfinder
- 1824 - Winfield Scott Hancock, US-amerikanischer General
- 1829 - Jean Dufresne, Schachmeister und -autor
- 1835 - Eduard Strauß, österreichischer Dirigent und Komponist
- 1839 - Hermann Hankel, deutscher Mathematiker
- 1840 - Claude Monet, französischer Maler
- 1843 - Louis Diémer, französischer Pianist und Komponist
- 1844 - Josef Thyssen, deutscher Industrieller
- 1855 - João Franco Ferreira Pinto Castelo Branco, konservativer portugiesischer Politiker
- 1856 - Frank Harris, irisch-englischer Autor und Redakteur
- 1864 - Robert Ezra Park, US-amerikanischer Soziologe
- 1865 - August Fischer, deutscher Orientalist
- 1869 - Charles Thomson Rees Wilson, englisch-schottischer Physiker
- 1877 - Edmund Landau, deutscher Mathematiker
- 1878 - Hans Ledwinka, österreichischer Automobilkonstrukteur
- 1879 - Frederick Philip Grove, deutscher und kanadischer Schriftsteller und Übersetzer
- 1882 - Friedrich Hermann Ernst Schneidler, deutscher Schriftdesigner
- 1882 - John Barrymore, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1883 - Heinrich Wienken, von 1951 bis 1957 Bischof des Bistums Meißen
- 1886 - Theodor Werner, deutscher Maler
- 1887 - Anton Faistauer, österreichischer Maler
- 1887 - Franz Baur, deutscher Meteorologe
- 1891 - Erich Engel, deutscher Film- und Theaterregisseur
- 1891 - Katherine Stinson, US-amerikanische Flugpionierin
- 1894 - Jack Benny, US-amerikanischer Komiker
- 1895 - Max Horkheimer, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1896 - Andrei Alexandrowitsch Schdanow, sowjetischer Politiker
- 1896 - Wilhelm Börger, SS-Brigadeführer und Ministerialdirektor
- 1897 - Jørgen Bentzon, dänischer Komponist
- 1898 - Alois Podhajsky, Leiter der Spanischen Hofreitschule
- 1898 - Fritz Zwicky, schweizerischer Physiker und Astronom
- 1901 - Hans Schütz, deutscher Politiker
- 1902 - Alexander Abusch, DDR-Kulturpolitiker
- 1902 - Hans Griem, deutscher Politiker und MdB
- 1903 - Fritz Büchtger, deutscher Komponist
- 1903 - Julius Meinl III., österreichischer Lebensmittelhändler
- 1911 - Gerhard Schumann, deutscher Schriftsteller
- 1911 - Willem Johan Kolff, niederländischer Mediziner
- 1912 - Josef Schwammberger, deutscher NS-Verbrecher
- 1915 - Georg Thomalla, deutscher Schauspieler und Kabarettist
- 1915 - Johannes Duft, Stiftsbibliothekar in der Stiftsbibliothek St. Gallen
- 1917 - Herbert A. Hauptman, US-amerikanischer Mathematiker und Biophysiker, Nobelpreisträger
- 1918 - Jacob do Bandolim, Mandolinist und Komponist
- 1920 - Judith Holzmeister, österreichische Schauspielerin
- 1920 - Siegfried Bärsch, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1923 - Vera Ferra-Mikura, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 1924 - Ralf Arnie, deutscher Komponist
- 1926 - Siegfried Ludwig, niederösterreichischer Landeshauptmann
- 1927 - Lois Maxwell, kanadische Schauspielerin, bekannt als Miss Moneypenny in zahlreichen James Bond-Filmen
- 1929 - Peter Hans Hofschneider, deutscher Molekularbiologe
- 1931 - Phillis McGuire, US-amerikanische Sängerin
- 1932 - Alexander Kluge, deutscher Filmemacher, Schriftsteller und Fernsehautor
- 1933 - Robert Shea, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1937 - Magic Sam, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Nicole Heesters, deutsche Schauspielerin
- 1939 - Razzy Bailey, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1940 - Lillie Bryant, US-amerikanische Sängerin
- 1940 - Mary Rand, britische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1942 - Michael Gwisdek, deutscher Schauspieler
- 1942 - Michael Rubens Bloomberg, US-amerikanischer Politiker
- 1943 - Eric Andersen, US-amerikanischer Songschreiber und Sänger
- 1943 - Ischa Meijer, niederländischer Journalist, Schriftsteller und Talkmaster
- 1943 - Klaus Lippold, deutscher Politiker und MdB
- 1943 - Maceo Parker, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Alan Parker, britischer Filmregisseur
- 1944 - Carl Bernstein, US-amerikanischer Journalist
- 1944 - Peter Rapp, österreichischer Moderator, Fernsehunterhalter und Quizmaster
- 1944 - Ronnie Peterson, schwedischer Rennfahrer (Formel 1)
- 1945 - Hans Adam II. (Liechtenstein), Regent von Liechtenstein
- 1945 - Uwe Göllner, deutscher Politiker und MdB
- 1945 - Vic Briggs, britischer Musiker
- 1946 - Bernard Dowiyogo, nauruischer Politiker
- 1946 - Doug Simril, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Gregory Hines, US-amerikanischer Stepptänzer und Schauspieler
- 1947 - Heidemarie Ecker-Rosendahl, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1947 - Herman Rechberger, finnisch-österreichischer Komponist uns Musiker
- 1947 - Jochen Welt, deutscher Politiker und MdB
- 1947 - Tim Buckley, US-amerikanischer Sänger/Gitarrist
- 1948 - Bernd Pischetsrieder, deutscher Manager
- 1950 - Roger Fisher, kanadischer Musiker
- 1951 - Kevin Keegan, englischer Fußballspieler
- 1952 - Peter-Michael Diestel, stellvertretender Ministerpräsident und Minister der DDR
- 1953 - Hans Krankl, österreichischer Fußballer, Sänger
- 1953 - Phil Carmen, schweizerischer Sänger und Songschreiber
- 1957 - Yasmina Reza, französische Theaterautorin
- 1959 - Michael Zürn, deutscher Politikwissenschaftler
- 1962 - Josef Hader, österreichischer Kabarettist und Schauspieler
- 1964 - Gianni Bugno, italienischer Radrennfahrer
- 1964 - Sigrid Wolf, österreichische Skirennläuferin
- 1970 - Giuseppe Guerini, italienischer Radrennfahrer
- 1973 - Deena Kastor, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1977 - Cadel Evans, australischer Radrennfahrer
- 1978 - Rie Rasmussen, dänisches Fotomodell und Schauspielerin
- 1979 - Michael Jurack, deutscher Judoka
- 1983 - Sada Jacobson, US-amerikanische Fechterin

Gestorben


- 869 - Kyrill von Saloniki, Slawenapostel
- 1140 - Sobeslav I., böhmischer Herzog
- 1393 - Elisabeth von Pommern, Königin und Kaiserin von Böhmen Elisabeth von Pommern
- 1400 - Richard II., englischer König
- 1444 - Henriette von Mömpelgard, Gräfin von Württemberg
- 1463 - Dietrich II. von Moers, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1528 - Edzard I., Graf von Ostfriesland
- 1571 - Benvenuto Cellini, italienischer Bildhauer
- 1590 - Gioseffo Zarlino, italienischer Musiktheoretiker und Komponist
- 1695 - Georg Derfflinger, deutscher Militär
- 1741 - Johann Joseph Fux, österreichischer Organist, Komponist und Kapellmeister
- 1744 - John Hadley, englischer Astronom und Mathematiker
- 1779 - James Cook, britischer Entdecker und Seefahrer
- 1795 - Franz Ludwig von Erthal, Bischof von Würzburg und Bamberg
- 1799 - Luis Paret y Alcázar, spanischer Maler
- 1816 - Jean Paul Egide Martini, Komponist
- 1823 - Pierre-Paul Prud'hon, französischer Maler
- 1826 - Johannes Daniel Falk, deutscher Theologe und Schriftsteller
- 1839 - Gottlieb Friedrich Wagner, erster frei gewählter Schultheiß in Maichingen
- 1864 - William Dyce, schottischer Maler
- 1885 - Jules Valles, französischer Publizist, Schriftsteller und Revolutionär Jules Valles
- 1891 - William T. Sherman, General des amerikanischen Bürgerkrieges
- 1910 - Ludwig Hartmann, Komponist und Musikkritiker
- 1917 - Johann Grill, Bergsteiger, Bergführer
- 1929 - Thomas Burke, Teilnehmer der ersten olympischen Sommerspiele
- 1933 - Carl Erich Correns, deutscher Botaniker
- 1933 - Otto Galama Houtrouw, reformierter Theologe und Heimatforscher
- 1935 - Johann Peter, österreichischer Schriftsteller
- 1937 - Émile Doumergue, reformierter Theologe
- 1939 - Christian August Peicke, deutscher Heimatforscher Christian August Peicke
- 1943 - David Hilbert, deutscher Mathematiker
- 1943 - Dora Gerson, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 1943 - Joseph Anton Schneiderfranken, deutscher Schriftsteller und Maler
- 1945 - Gustav Tauschek, österreichischer Computerpionier
- 1946 - Heinz Tovote, deutscher Schriftsteller
- 1947 - Phraya Phahon Phonphayuhasena, Premierminister von Thailand
- 1948 - Conrad Gröber, deutscher Bischof
- 1950 - Karl Guthe Jansky, US-amerikanischer Physiker und Radioingenieur
- 1952 - Maurice Dewaele, belgischer Radrennfahrer
- 1957 - Robert Gilbert Vansittart, britischer Diplomat
- 1958 - Jakob Kneip, Heimatdichter im Hunsrück
- 1960 - Hermine Körner, deutsche Schauspielerin
- 1960 - Sven Rudolphsson Lidman, schwedischer Schriftsteller
- 1962 - Ludwig Friedrich Barthel, deutscher Erzähler und Essayist
- 1966 - Walter Thomas Layton, britischer Zeitungsverleger und Nationalökonom
- 1967 - Sig Ruman, US-amerikanischer Schauspieler
- 1975 - Julian Huxley, englischer Biologe, Philosoph und Schriftsteller
- 1975 - P. G. Wodehouse, britischer Schriftsteller
- 1977 - Ok Formenoy, niederländischer Fußballspieler
- 1980 - Albert Walter, deutscher Politiker
- 1981 - Hilde Sperling, deutsche Tennisspielerin
- 1983 - Lina Radke, deutsche Leichtathletin
- 1987 - Dmitri Borissowitsch Kabalewski, russischer Komponist
- 1988 - Frederick Loewe, US-amerikanischer Komponist
- 1990 - Fritz Schulz-Reichel, deutscher Komponist und Pianist
- 1990 - Tony Holiday, deutscher Schlagersänger und Texter
- 1992 - Elisabeth Schnack, schweizerische Schriftstellerin
- 1994 - Hertha Firnberg, erste sozialdemokratische Ministerin Österreichs
- 1995 - Ischa Meijer, niederländischer Journalist, Schriftsteller und Talkmaster
- 1995 - U Nu, myanmarischer Politiker
- 1998 - Karl Biehlig, deutscher Professor für Waldhorn
- 2002 - Abdul Rahman, afghanischer Politiker
- 2002 - Günter Wand, deutscher Dirigent
- 2003 - Schaf Dolly, erstes geklontes Säugetier der Welt
- 2004 - Johan Sermon, belgischer Radrennfahrer
- 2004 - Marco Pantani, italienischer Profi-Radrennfahrer
- 2005 - Aubelin Jolicoeur, haitianischer Kolumnist
- 2005 - Dick Weber, US-amerikanischer Profibowler
- 2005 - Rafiq al-Hariri, libanesischer Politiker, Unternehmer und Ministerpräsident

Feier- und Gedenktage


- Valentinstag
- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Kyrill von Saloniki, Mönch, Glaubensbote bei den Slawen (katholisch, evangelisch, anglikanisch, orthodox)
  - Hl. Method von Saloniki, Bischof, Glaubensbote bei den Slawen (katholisch, evangelisch, anglikanisch)
  - Abraham von Harran (katholisch, orthodox)
  - Antonino (Domenico) Catelli (katholisch)
  - Cyrillus von Konstantinopel (katholisch)
  - Johannes Daniel Falk (evangelisch)
  - Johannes Garcia Jijón (katholisch)
  - Valentin von Rom (katholisch, anglikanisch)
  - Valentin von Terni (katholisch)

Siehe auch


- 13. Februar - 15. Februar
- 14. Januar - 14. März
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0214 ja:2月14日 ko:2월 14일 ms:14 Februari simple:February 14 th:14 กุมภาพันธ์

Reichenberg

Liberec (deutsch Reichenberg, Romani Liberziss / Libercis) ist eine Stadt in Tschechien. Mit 97.400 Einwohnern (1. Januar 2005) ist sie neben Ústí nad Labem (Aussig an der Elbe) die größte und wichtigste Stadt Nordböhmens und Hauptstadt des Bezirks und der Liberecký kraj. Liberecký kraj]] Liberecký kraj Liberecký kraj

Geografie

Liberec liegt im Norden der Tschechischen Republik nicht weit vom Dreiländereck mit Polen und Deutschland entfernt in einem Becken, das vom Isergebirge im Nordosten und dem Jeschkengebirge (tschech. Ještědský hřbet) im Südwesten begrenzt wird. Durch Liberec fließt die Lausitzer Neiße (Lužická Nisa), Hausberg der Stadt ist der südwestlich gelegene 1.012 m hohe Jeschken.

Geschichte

Die Gegend um Reichenberg gewann im 13. Jahrhundert an Bedeutung, als der Weg vom Zentrum Böhmens zur Ostsee hier durchführte. Die älteste belegte Siedlung der Gegend ist Friedland, von wo aus die Fürsten, denen unter anderem auch Reichenberg unterstand, jahrhundertelang herrschten. Reichenberg wurde im Jahr 1352 erstmals urkundlich erwähnt. Ende des 14. Jahrhunderts war es bereits gut besiedelt. In den Hussitenkriegen hatten die Hussiten in der Gegend um Reichenberg ihre Stützpunkte gegen die katholische Lausitzen. Deshalb fanden hier keine größeren Schlachten statt. Nach dem Ende der Kriege begann eine ruhige Zeit des Aufbaus. Mit dem Entstehen neuerer Siedlungen bildete sich bereits größtenteils die heutige Besiedlungsstruktur heraus. Im 16. Jahrhundert erlebten Stadt und Umgebung eine Blütezeit. Die Familie von Redern, das neue Herrschergeschlecht auf Friedland, förderte den Aufbau der Textilerzeugung, einer guten Einnahmequelle in dieser rauen Gegend, in der außer Hanf nicht viel wächst. So wurde Nordböhmen zu einem Zentrum der Leinenweberei und der Tuchmacherei. Reichenberg entwickelte sich in dieser Zeit vom Dorf zur größeren Siedlung. 1577 wurde es von Kaiser Rudolf II. zur Stadt erhoben und erhielt das Stadtwappen, das zwei Türme und ein Rad (das Symbol derer von Redern) enthält. Nach der Schlacht am Weißen Berge 1620 wurde Christoph Freiherr von Redern enteignet, da er auf Seiten der protestantischen Opposition gegen das Haus Habsburg gestanden war. Die Ländereien um Reichenberg wurden Wallenstein zugesprochen. Dieser sorgte dafür, dass seine eigenen Ländereien von den Kampfhandlungen des Dreißigjährigen Krieges zunächst weitgehend verschont blieben. Er verhalf der Gegend zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung, die ihm Waffen und starke und wohlgenährte Söldner bescherte. Für die so aufgestellten Heere bekam er wiederum neue Ländereien. Bei der Aufteilung von Wallensteins Besitz nach seiner Ermordung 1634 fiel die Gegend um Friedland der italienischen Familie Gallas zu. Jetzt wurden Reichenberg und Umgebung von durchziehenden Armeen stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges emigrierten besonders aus dem Grenzgebiet viele Adlige ins protestantische Sachsen, da für sie in Böhmen nur die katholische Konfession zugelassen war. Es dauerte etwa 70 Jahre, bis sich die Gegend von diesen Schlägen wieder erholt hatte. In der Zeit des Frühkapitalismus entstanden aus vielen Handwerksbetrieben Manufakturen. Aus dem Landesinneren kamen tschechischsprachige Menschen auf der Suche nach Arbeit in die Industriegebiete des Nordens. Aus dieser Zeit stammen die ersten Belege des tschechischen Namens der Stadt Liberec. Er hat sich angeblich aus der lateinischen Bezeichnung entwickelt. Im 19. Jahrhundert begünstigten die vielen Flüsse in der bergigen Gegend, die nun als Engergiequelle genutzt werden konnten, die Entwicklung von Fabriken. Neben Textilfabriken entstanden bald auch solchr, in denen Maschinen für die Textilerzeugung hergestellt wurden. Nicht zuletzt dank der von Johann Liebig aufgebauten Textilana entwickelte sich Reichenberg/Liberec zu einer der wichtigsten Industriestädte Österreich-Ungarns. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war es die zweitgrößte Stadt Böhmens und trat auch auf kulturellem Gebiet in Konkurrenz mit Prag. So hatte etwa kurz nach der Eröffnung des Nationaltheaters in Prag 1893 auch Reichenberg sein Theater. Die Unternehmer bauten sich prachtvolle Villen. Das 1603 erbaute Renaissance-Rathaus wurde zu klein und so wurde nach Plänen von Franz von Neumann zwischen 1888 und 1893 ein neues gebaut. Seine Ähnlichkeit mit dem Wiener Rathaus hat der Stadt den Beinamen „Wien des Nordens“ eingebracht. Der 1. Weltkrieg bereitete der „Goldenen Zeit“ der Stadt ein jähes Ende. Da Reichenberg keine Schwerindustrie hatte, hatte es auch wirtschaftlich durch den Krieg keine Vorteile. Mit der Gründung der Tschechoslowakei verlor die Industrie ihre Märkte in Österreich,Ungarn und Jugoslawien. Reichenberg konnte sich in den zwanziger Jahren dennoch erholen. Die Weltwirtschaftskrise 1929, zunehmende nationalsozialistische Propaganda aus Deutschland sowie die zentralistische Politik der Tschechoslowakei, die eine Tschechisierung des mehrheitlich deutschsprachigen Reichenberg anstrebte, führten zu politischen Konflikten. 1934 gründete Konrad Henlein in Reichenberg/Liberec die Sudentendeutsche Heimatfront, die 1935 in Sudetendeutsche Partei umbenannt wurde. Nach dem Münchener Abkommen besetzten deutsche Truppen in der Zeit vom 1. bis 10. Oktober 1938 die Stadt. Sie gehörte jetzt mit ihrer früheren deutsch-österreichischen Bezeichnung „Reichenberg“ zunächst weiterhin zum politischen Bezirk Reichenberg. Am 20. November 1938 wurde Reichenberg zu einem eigenen selbstständigen Stadtkreis erhoben und nach der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 verwaltet. Am folgenden Tag wurde die Stadt förmlich in das Deutsche Reich eingegliedert und trat zum Verwaltungsbezirk der Sudetendeutschen Gebiete unter dem Reichskommissar Konrad Henlein. Ab 15. April 1939 galt das Gesetz über den Aufbau der Verwaltung im Reichsgau Sudetetenland (Sudetengaugesetz). Danach trat Reichenberg zum Reichsgau Sudetenland und wurde dem neuen Regierungsbezirk Aussig zugeteilt. Die Stadt war Hauptstadt des Reichsgaues und erhielt später die offizielle Bezeichnung „Gauhauptstadt“. Zum 1. Mai 1939 wurden die Gemeinden Alt Harzdorf, Alt Paulsdorf, Franzendorf, Johannesthal, Neu Paulsdorf, Nieder Hanichen, Ober Rosenthal, Röchlitz, Rosenthal I und Ruppersdorf aus dem Landkreis Reichenberg in die Stadt eingegliedert. Bei diesem Zustand blieb es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Seit 1945 gehörte die Stadt unter dem Namen „Liberec“ zunächst wieder zur Tschechoslowakei. Heute gehört sie zur tschechischen Republik. Die überwiegend deutschsprachige Bevölkerung wurde vertrieben. Während der Niederschlagung des Prager Frühlings kamen in der Stadt neun Menschen ums Leben, die sich den sowjetischen Panzern widersetzten. Eine Gedenktafel mit neun Gliedern einer Panzerkette an der Vorderfront des Rathauses erinnert heute daran. Nach der Samtenen Revolution von 1989 wurde das historische Zentrum der Stadt renoviert und die Infrastruktur, insbesondere die berühmten Straßenbahngeleise, erneuert. Die Textilfabrik Textilana fiel allerdings den verschärften Wettbewerbsbedingungen zum Opfer und wurde 2004/2005 fast völlig abgerissen. Ein wichtiger Industriezweig ist das LIAZ-Werk - Liberecký automobilný závod (Škoda-LKW).

Eingemeindungen

Nach der 1939 erfolgten Eingemeindung von 5 Orten in unmittelbarer Stadtnähe sind in den Jahren 1954 (4), 1963 (2), und 1976 (5) weitere 11 Dörfer zur Stadt Liberec hinzugekommen. 1980 erfolgte die Eingemeindung von Kunratice, Vratislavice nad Nisou, Krásná Studánka, Radčice, Machnín, Bedřichovka und Karlov pod Ještědem. 1991 kamen Dlouhý Most und Jeřmanice, sowie 1992 auch Šimonovice zu Liberec, alle drei Gemeinden sind jedoch seit 1993 wieder eigenständig.

Bekannte Persönlichkeiten


- Jakob Ginzel (
- 1792), Maler
- Josef Proksch (
- 1794), Komponist, Lehrer von Bedřich Smetana
- Joseph Augustin Ginzel (
- 1804), Theologe
- Friedrich Karl Ginzel (
- 1850), Astronom
- Hubert Ginzel (
- 1874), Kartograph
- Otfried Preußler (
- 1923), Kinderbuchautor
- Friedrich Sieber (
- 1925), Maler
- Gustav Ginzel (
- 1931), Weltenbummler und Bergsteiger
- Edwin Schwertner (
- 1932), Büroleiter des Politbüros des ZK der SED in der DDR
- Uwe-Karsten Heye (
- 1940), Regierungssprecher
- Beate Weber, (
- 1943), Politikerin
- Georg Janovsky, (
- 1944), Politiker, MdB

Wirtschaft

Verkehr

Liberec liegt an der Europastrasse E442, die in Richtung Prag als autobahnähnliche Schnellstrasse ausgebaut ist. Liberec hat direkte Zugverbindungen nach Prag, Usti nad Labem, Pardubice, Dresden, Harrachov sowie über Zittau nach Cottbus (Lausitzbahn). Der ÖPNV in der Stadt wird von den Verkehrsbetrieben Liberec durchgeführt, die auch drei Straßenbahnlinien auf einer Normalspur- sowie einer Meterspur- Straßenbahnstrecke betreiben, darunter auch die meterspurige Überlandstraßenbahn in das benachbarte Jablonec nad Nisou. Ein Abschnitt der Normalspurstrecke ist mit einer dritten Schiene ausgestattet, so dass auch Meterspurfahrzeuge dieses Gleis benutzen können.

Weblinks


- [http://www.liberec.cz/ Website der Stadt, tschechisch]
- [http://www.liberec.cz/default-de.htm Website der Stadt, deutsch]
- [http://www.heimatkreis.de/ Heimatkreis Reichenberg e. V.] Liberec Kategorie:Böhmen Kategorie: Isergebirge

16. März

Der 16. März ist der 75. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 76. in Schaltjahren) - somit bleiben 290 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1190 - Die Kreuzfahrer beginnen ein Massaker unter den Juden von York in England.
- 1521 - Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan entdeckt die Philippinen.
- 1792 - Attentat auf König Gustav III. (Schweden); er stirbt am 29. März.
- 1813 - Preußen erklärt Napoleon den Krieg.
- 1815 - Wilhelm I. wird König der Niederlande.
- 1816 - Mit dem Vertrag von Turin tritt das Königreich Sizilien savoyische Gemeinden an den Kanton Genf ab.
- 1935 - In Verletzung des Vertrags von Versailles ordnet Hitler die Wiederbewaffnung Deutschlands an.
- 1945 - Nahezu vollständige Zerstörung von Würzburg durch britische Bomber in nur 20 Minuten; ca. 5000 Tote. (Grab am Main)
- 1968 - Im Vietnamkrieg verüben Angehörige der US Army das Massaker von My Lai.
- 1978 - Der italienische Politiker Aldo Moro wird entführt und später ermordet.
- 1988 - Unter dem irakischen Diktator Saddam Hussein wird in der kurdischen Stadt Halabdscha Giftgas eingesetzt.
- 1994 - Bei einer Brandstiftung an einem von Ausländern bewohnten Haus in Stuttgart sterben sieben Menschen, 16 weitere werden teils schwer verletzt.
- 1996 - Komoren. Wahl von Staatspräsident Taki
- 1999 - Die Mitglieder der Europäischen Kommission treten nach Korruptionsvorwürfen zurück.
- 2001 - Im Streit um die Hawar-Inseln zwischen Bahrain und Katar entscheidet der Internationale Gerichtshofs in Den Haag für Bahrain.

Wirtschaft


- 1960 - Vom Deutschen Bundestag wird die Privatisierung des Volkswagenwerkes beschlossen.

Wissenschaft, Technik


- 1926 - Erster Start einer Flüssigkeitsrakete von Robert Goddard in den USA.
- 1966 - Die beiden amerikanischen Astronauten Neil Armstrong und David Scott schaffen das erste Kopplungsmanöver im Weltall.
- 1983 - In Ismaning wird der letzte aus Holz gebaute Sendeturm in Deutschland wegen Baufälligkeit gesprengt.

Kultur


- 1765 - Uraufführung der komischen Oper Le Tonnelier von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris.
- 1831 - Victor Hugo veröffentlicht in Paris seinen historischen Roman "Notre Dame de Paris" (dt.: Der Glöckner von Notre Dame).
- 1832 - Uraufführung der Oper Beatrice di Tenda von Vincenzo Bellini am Teatro la Fenice in Venedig.
- 1833 - Die Oper "Beatrice di Tenda" von Vincenzo Bellini wird im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
- 1887 - Uraufführung der Oper Proserpine von Camille Saint-Saëns an der Grand Opéra Paris.
- 1891 - Uraufführung der Oper Le Mage von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris.
- 1894 - Die Oper "Thaïs" von Jules Massenet wird an der pariser Opéra Comique uraufgeführt.
- 1904 - In Deutschland wird die Buchausgabe des Schauspiels "Der Reigen" von Arthur Schnitzler von den Behörden verboten.
- 1904 - Uraufführung der Oper La Fille de Roland von Henri Rabaud an der Opéra-Comique in Paris.
- 1905 - Das Musikdrama "Amica" von Pietro Mascagni wid im Théâtre du Casino in Monte Carlo uraufgeführt.
- 1932 - Uraufführung der Oper Maria Egiziaca von Ottorino Respighi an der Carnegie Hall in New York.
- 1923 - "Der Unbestechliche" von Hugo von Hofmannsthals wird im Wiener Raimund-Theater uraufgeführt.
- 1967 - Die Komödie "Der Wiedertäufer" von Friedrich Dürrenmatt wird im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt.

Religion

Katastrophen


- 1906 - Ein Erdbeben der Stärke 7,1 in Kagi, Taiwan fordert etwa 1.300 Tote
- 1925 - Ein Erdbeben der Stärke 7,1 in der Provinz Yunnan, Volksrepublik China fordert etwa 5.000 Tote
- 1969 - Eine venezolanische Douglas DC-9 mit 83 Menschen an Bord stürzt in einen Vorort von Maracaibo, Venezuela. 155 Menschen sterben, 100 werden verletzt.
- 1978 - Die Havarie des Öltankers Amoco Cadiz verursacht an der bretonischen Küste eine schwere Ölpest.
- 1993 - Ein Schneesturm an der amerikanischen Ostküste tötet 184 Menschen.
- 2880 - Der Planetoid 1950 DA könnte möglicherweise mit der Erde kollidieren.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1905 - Gründung des Sportvereins 1. FSV Mainz 05
- 1996 - Mike Tyson gewinnt seinen Boxkampf gegen Frank Bruno im MGM Grand, Las Vegas, durch technischen KO und wird damit Weltmeister im Schwergewicht.
- 2002 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Francois Botha in der Hanns-Martin Schleyer Halle in Stuttgart, durch technischen KO.

Geboren


- 1445 - Johann Geiler von Kaysersberg, deutscher Prediger und Schriftsteller
- 1473 - Heinrich der Fromme, Herzog von Sachsen
- 1596 - Ebba Brahe, schwedische Hofdame und Geschäftsfrau
- 1621 - Georg Neumark, deutscher Komponist von Kirchenliedern
- 1663 - Christoph Hackner, schlesischer Architekt
- 1666 - George Bähr, Erbauer der Frauenkirche in Dresden
- 1729 - Maria Luise Albertine von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg, Großmutter der preußischen Königin Luise
- 1750 - Caroline Herschel, Astronomin
- 1751 - James Madison, 4. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- 1759 - Bengt Lidner, schwedischer Dichter
- 1766 - Johann Friedrich Graf von Waldeck, französischer Antiquar, Kartograf, Maler
- 1774 - Matthew Flinders, britischer Forschungsreisender
- 1789 - Georg Simon Ohm, deutscher Physiker
- 1800 - Ninko, 120. Kaiser von Japan
- 1805 - Peter Ernst von Lasaulx, deutscher Philosoph und Philologe
- 1839 - Sully Prudhomme, französischer Dichter
- 1844 - Anatole France, französischer Autor
- 1846 - Magnus Gösta Mittag-Leffler, schwedischer Mathematiker
- 1878 - Clemens August Graf von Galen, deutscher Bischof und Kardinal
- 1878 - Reza Schah Pahlavi, Schah von Persien
- 1882 - Paul Lejeune-Jung, Reichstagsabgeordneter, Widerstandskämpfer, NS-Opfer
- 1893 - Friedrich von Basse, Beteiligter am Hitlerattentat vom 20. Juli, Oberbürgermeister in Weißenfels und der Lutherstadt Wittenberg, Dozent an den Universitäten Leipzig und Halle
- 1898 - Jakob Haringer, deutscher Schriftsteller
- 1899 - Ok Formenoy, niederländischer Fußballspieler
- 1900 - Werner Eggerath, deutscher Schriftsteller und Ministerpräsident von Thüringen
- 1905 - Elisabeth Flickenschildt, deutsche Bühnen- und Filmschauspielerin
- 1907 - Alexander S. Wiener, US-amerikanischer Hämatologe
- 1910 - Yank Rachell, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1911 - Josef Mengele, deutscher Nazi-Kriegsverbrecher (KZ-Arzt)
- 1913 - Rudi Schuricke deutscher Sänger und Schauspieler
- 1915 - Kunihiko Kodaira, japanischer Professor der Mathematik
- 1918 - Frederick Reines, US-amerikanischer Physiker
- 1920 - Dorothea Binz, Oberaufseherin im Konzentrationslager (KZ) Ravensbück
- 1920 - Traudl Junge, deutsche Privatsekretärin Adolf Hitlers, Zeitzeugin
- 1923 - Heinz Wallberg, deutscher Dirigent
- 1924 - Wolfgang Kieling, deutscher Schauspieler
- 1926 - Jerry Lewis, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Produzent
- 1927 - Wladimir Michailowitsch Komarow, sowjetischer Kosmonaut
- 1928 - Christa Ludwig, deutsche Opernsängerin
- 1928 - Karlheinz Böhm, deutscher Schauspieler und Philanthrop
- 1928 - Rudolf Sigl, deutscher Ordinarius
- 1929 - Nadja Tiller, österreichische Schauspielerin
- 1931 - Theo Altmeyer, deutscher Tenor und Professor für Gesang
- 1932 - Berry Johnson, US-amerikanische Sängerin
- 1932 - Kurt Diemberger, österreichischer Bergsteiger, Filmemacher, Fotograf und Autor
- 1933 - Dieter Wellershoff, Generalinspekteur der deutschen Bundeswehr
- 1934 - Roger Norrington, britischer Dirigent
- 1935 - Teresa Berganza, spanische Sängerin
- 1937 - Amos Tversky, Psychologe
- 1937 - Attilio Nicora, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1937 - Huschang Golschiri, Iranischer Schriftsteller
- 1940 - Barbara Stolterfoht, deutsche Sozialpolitikerin
- 1940 - Claus Offe , ein deutscher Politologe
- 1940 - Jan Pronk, UN-Sonderbeauftrager sudanesische Krisenregion Darfur
- 1941 - Bernardo Bertolucci, italienischer Filmregisseur
- 1942 - Jerry Jeff Walker, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1943 - Jerry Goodman, US-amerikanischer Musiker
- 1943 - Kirsten Dene, deutsche Schauspielerin
- 1945 - Polo Hofer, Schweizer Rockmusiker
- 1948 - Michael Bruce, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Wolfgang Wieland, deutscher Politiker
- 1951 - Ray Benson, US-amerikanischer Musiker
- 1953 - Isabelle Huppert, französische Filmschauspielerin
- 1953 - Richard Matthew Stallman, Gründer des GNU-Projektes
- 1956 - Martin Umbach, Schauspieler
- 1957 - Christoph von Bülow, Landesvorsitzender der Schüler Union Niedersachsen
- 1959 - Flavor Flav, einer von zwei Rappern der Hip-Hop Gruppe Public Enemy
- 1959 - Jens Stoltenberg, norwegischer Politiker und Ministerpräsident
- 1961 - Todd McFarlane, kanadisch/US-amerikanischer Comiczeichner
- 1964 - Jörg Schmadtke, ehemaliger Fußballprofi
- 1966 - H.P. Baxxter, deutscher Pop-Musiker
- 1967 - Heidi Zurbriggen, Schweizer Ski-Rennfahrerin
- 1967 - Lauren Graham, US-amerikanische Schauspielerin
- 1974 - Anthony Tieku, ghanaischer Fußballspieler
- 1974 - Zoe Jenny, Schweizer Schriftstellerin
- 1976 - Zhu Chen, chinesische Schachspielerin und Weltmeisterin
- 1980 - Julia Schlecht, deutsche Volleyballspielerin
- 1990 - James Bulger, Mordopfer

Gestorben

James Bulger
- 37 - Tiberius Claudius Nero, zweiter römischer Kaiser
- 455 - Valentinian III., römischer Kaiser
- 1021 - Heribert von Köln, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1072 - Adalbert von Bremen, Erzbischof von Hamburg und Bremen
- 1406 - Ibn Khaldun, islamischer Historiker und Politiker
- 1457 - Ladislaus Hunyadi, ungarischer Staatsmann und Krieger
- 1544 - Ludwig V., Kurfürst von der Pfalz
- 1649 - Jean de Brébeuf, französischer Jesuit
- 1670 - Johann Rudolph Glauber, Apotheker und Chemiker
- 1734 - Andreas Silbermann, deutscher Orgelbauer
- 1736 - Giovanni Battista Pergolesi, italienischer Komponist
- 1738 - George Bähr, deutscher Baumeister
- 1764 - Friedrich August Graf Rutowski, kursächsischer Feldmarschall
- 1805 - Franz Xaver Freiherr von Wulfen, Physiker, Mathematiker, Botaniker und Mineraloge
- 1814 - Karl Friedrich Friesen, deutscher Pädagoge und Freiheitskämpfer
- 1826 - Johann Severin Vater, deutscher Theologe und Sprachforscher
- 1828 - Johann Georg August Galletti, deutscher Historiker und Geograf
- 1838 - Nathaniel Bowditch, US-amerikanischer autodidaktischer Mathematiker, Astronom und Physiker
- 1841 - Felix Savart, französischer Arzt und Physiker
- 1858 - Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, deutscher Botaniker und Naturphilosoph
- 1858 - Wilhelm von Brockhausen,preußischer General und Ehrenbürger Wittenbergs
- 1861 - Victoria von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Mutter der englischen Königin Victoria
- 1862 - Josef Christian Freiherr von Zedlitz und Nimmersatt, österreichischer Offizier und Dichter
- 1867 - Emil Keßler, deutscher Unternehmer und Gründer der Maschinenfabrik Esslingen
- 1874 - Heinrich Schaumberger, deutscher Dichter und Erzähler
- 1884 - Paul Pogge, Afrikareisender
- 1886 - Georg Varrentrapp, deutscher Mediziner
- 1888 - Ludwig Steub, deutscher Schriftsteller
- 1889 - Ernst Wilhelm Leberecht Tempel, deutscher Astronom und Lithograf
- 1892 - Eduard Franz Ludwig Kullmann, Handwerker, Attentäter
- 1898 - Aubrey Beardsley, britischer Zeichner, Graphiker, Karikaturist und Illustrator
- 1909 - Adalbert Matkowsky, Berliner Schauspieler
- 1916 - Ishi, letzter Überlebender der Yahi-Indianer
- 1919 - Jakow Michailowitsch Swerdlow, sowjetischer Politiker
- 1930 - Miguel Primo de Rivera, spanischer General und Diktator
- 1933 - Alfréd Haar, ungarischer Mathematiker
- 1935 - Aaron Nimzowitsch, baltischer Schachspieler und -theoretiker
- 1935 - John James Richard Macleod, kanadischer Physiologe
- 1937 - Austen Chamberlain, britischer Politiker, Außenminister
- 1938 - Egon Friedell, österreichischer Schriftsteller, Journalist und Schauspieler
- 1938 - Emil Fey, österreichischer Politiker
- 1940 - Selma Lagerlöf, schwedische Kinderbuchautorin
- 1945 - Börries von Münchhausen, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1947 - Anna Ebert, Politikerin
- 1952 - Stephan Weickert, deutscher Politiker
- 1953 - Henrik Herse, deutscher Dramaturg und Schriftsteller
- 1956 - Sergej Wassiljewitsch Jewsejew, russischer Komponist
- 1957 - Constantin Brancusi, rumänischer Bildhauer
- 1957 - Johnny Torrio, italienisch-amerikanischer Gangster
- 1959 - Jops Reeman, niederländischer Fußballspieler
- 1962 - Zenzl Mühsam, Frau des Dichters Erich Mühsam
- 1963 - William Henry Beveridge, englischer Ökonom
- 1970 - Fritz Maenicke, Bildhauer und Restaurator
- 1970 - Tammi Terrell, US-amerikanische Sängerin
- 1971 - Bebe Daniels, US-amerikanische Schauspielerin
- 1975 - T-Bone Walker, US-amerikanischer Musiker
- 1978 - Alfred Müller-Armack, deutscher Nationalökonom und Kultursoziologe
- 1985 - Roger Sessions, US-amerikanischer Komponist
- 1986 - Anna Maria Bieganowski, deutsche Politikerin und MdB
- 1990 - Fritz Ewert, deutscher Fußballspieler
- 1991 - Trude Herr, deutsche Schauspielerin
- 1995 - Heinrich Sutermeister, deutscher Komponist
- 1998 - Eugen Eckert, deutscher Bildhauer und Maler
- 1998 - Wolfgang Grönebaum, deutscher Schauspieler
- 1998 - Sir Derek Barton, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 2002 - Wolfgang Gruner, deutscher Kabarettist, Schauspieler und Regisseur
- 2004 - William Pickering, US-amerikanischer Weltraumpionier

Feier- und Gedenktage


- erster Tag der Bacchanalien im Alten Rom

Siehe auch


- 15. März - 17. März
- 16. Februar - 16. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0316 ja:3月16日 ko:3월 16일 simple:March 16 th:16 มีนาคม

Breslau

Breslau (poln.: Wrocław [], tschechisch: Vratislav, offizielle Bezeichnung 1741–1918 Königliche Haupt- und Residenzstadt Breslau, 1918–45 Hauptstadt Breslau), ist mit fast 640.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens, Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien und bildet als Sitz eines Erzbischofs, zahlreicher Hochschulen und Forschungsinstitute sowie Theater und Museen ein Zentrum für Kultur und Wissenschaft. Breslau liegt an der Oder inmitten einer ertragreichen Landwirtschafts- und Bergbauregion, ist aber auch im Bereich des Maschinenbaus und der Metallindustrie ein bedeutender Standort. Von 19191945 war Breslau die Hauptstadt der neu gebildeten preußischen Provinz Niederschlesien, in der Zeit des Nationalsozialismus außerdem Hauptstadt des Gaus Nieder- und Mittelschlesien. Bereits um 1840 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt 100.000 Einwohner, wodurch Breslau zur Großstadt wurde.

Geografie

Stadtgliederung

Die Stadt Breslau gliedert sich in 5 Stadtbezirke:
- Stare Miasto (Altstadt)
- Śródmieście (Innenstadt)
- Psie Pole (die Vororte im Norden und im Osten)
- Krzyki (die südliche Innenstadt und die Vororte im Süden)
- Fabryczna (die Vororte im Westen)

Geschichte

Die Region Schlesien, zu der Breslau zählt, fand erstmals Erwähnung im Jahr 98 n. Chr. bei Tacitus und ca. 150 n. Chr. bei Ptolemäus in seinem Werk Magna Germania. Im 4. und frühen 5. Jahrhundert siedelte in der Umgebung des späteren Breslau der Wandalenstamm der Silinger, welcher Schlesien seinen Namen gab. Der Name Wortizlawa wurde erstmals um 900 erwähnt und bezeichnete Wortizlawa als slawische Marktstadt. Diese befand sich auf einer Insel nahe der drei Nebenflüsse der Oder. 990 wurde Breslau und ganz Schlesien von dem polnischen Piasten-Herzog Mieszko I erobert. Im Jahre 1000 errichtete sein Sohn Bolesław der Tapfere das Bistum Breslau. Er ließ auch um das Jahr 1000 die erste herzogliche Burg auf der Dominsel errichten, etwa an der Stelle der heutigen Martinskirche. Kurz darauf wurde innerhalb der Burganlage mit dem Bau des Domes begonnen. Das befestigte Gebiet um die Burg war schon damals eine kleine Stadt, in der etwa 1000 Menschen wohnten. Deutsche Absichten an Worlizawa wurden 1109 erkennbar, als Kaiser Heinrich V. ein Heer gegen Boleslaw Schiefmund schickte. Das deutsche Heer unterlag, das Schlachtfeld wurde als Hundsfeld bekannt. Nach Boleslaws Tod im Jahre 1138 wurde Breslau im Rahmen der Senioratsverfassung Hauptstadt des polnischen Teilfürstentums Schlesien. Wenig später siedelten die ersten deutschen Siedler am Südufer des Flusses, an der Stelle der heutigen Universitätsgebäude. Dort erbauten sie eine neue Stadt, die 1259 zur Hauptstadt des unabhängigen Herzogtums Schlesien aufstieg. Während der Mongolenangriffe wurde Breslau 1241 zerstört. Das wiederhergestellte Breslau erhielt 1261 das Magdeburger Recht. Der Name Breslau (in älteren deutschen Dokumenten Preßlau, dialektal bis 1945 Prassel) wurde gleichzeitig mit dem lateinischen Namen Vratislavia benutzt. Vratislavia bezieht sich auf den böhmischen Herzog Vratislav I. (zum Teil auch geschrieben als „Wratislaw“), der vermutlich der Gründer der Stadt ist. Der polnische Name „Wrocław“ als Bezeichnung für die Stadt Breslau geht ebenfalls auf Vratislav I zurück. Er ist bereits vor 1945 in polnischen karthographischen Werken verzeichnet gewesen. Das „W“ im Wappen der Stadt geht auf den Stadtgründer Wratislaw zurück.

Chronik

Vratislav I.

Unter den Piasten

Vratislav I.
- 990 – Breslau kommt nach der Eroberung durch Mieszko I, dem Begründer der Piastendynastie in Polen, zum polnischen Staat.
- 1000 Boleslaw der tapfere gründet das Bistum Breslau.
- 1138 Im Rahmen der Senioratsverfassung wird Breslau Hauptstadt des polnischen Teilfürstentums Schlesien.
- 1163 – Herzogtum Breslau entsteht unter den Nachkommen Wladislaws des Vertriebenen, Boleslaw dem Langen (gest. 1201) und Heinrich dem Bärtigen (gest. 1238). Die inneren Konflikte der polnischen Teilfürsten schwächen das Seniorat Polen.
Die einzelnen Teilfürstentümer werden immer selbständiger. Schlesien trennt sich allmählich von Polen und wird territorialer Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches, durch die Anerkennung der Oberlehnsherrschaft des römisch-deutschen Kaisers durch Wladislaw den Vertriebenen. Dieser tat dies, um Schutz vor seinen innerpiastischen Rivalen zu bekommen.
- 1163–1200 – Die neue herzogliche Burg an der Oder (wo heute die Universität steht) wird erbaut. Die Stadt hat seitdem drei Zentren: die herzogliche Residenz mit der unter ihrem Schutz stehenden Judenstadt, die geistliche Stadt auf der Sand- und Dominsel und die neu angelegte deutsche Kaufmannstadt um den Ring.
- 1198 – Fürst Jaroslav von Oppeln-Neiße, Halbbruder Heinrich des Bärtigen, empfängt geistliche Weihe und wird im Jahre 1199 zum Bischof von Breslau gewählt. Bei seinem Tode 1201 vermacht er das Fürstentum dem Breslauer Stift. Breslauer Bischöfe werden Fürstbischöfe (mit Territorialgewalt bis 1811, danach nur Titular-Fürstbischöfe).
- 1241 – Nach dem Mongoleneinfall wird die Stadt neu in strenger Gitterform angelegt
- 1261 – Am 16. Dezember erhält Breslau das Magdeburger Stadtrecht von Herzog Heinrich III.
- 1266 – Die Bezeichnung Bresslau wird erstmals verwendet
- 1327– Heinrich VI. gen. der Gute, letzter Piastenherzog von Breslau, setzt unter Mitwirkung des Rates den König von Böhmen Johann (den Blinden) von Luxemburg als Erben ein.

Unter den Luxemburgern


- 1335 – Heinrich VI. stirbt, die Wenzelskrone übernimmt Hzt. Breslau als erstes „Erbland“ in Schlesien. Der König von Böhmen setzt einen Landeshauptmann zur Verwaltung des Landes ein. 1359–1635 übte der Rat von Breslau diese Funktion aus und hatte also Sitz und Stimme im schlesischen Fürstentag.
- 1342 und 1344 – Zwei große Brände verheeren die Stadt, die noch schöner aufgebaut wird.
- 1418 – Aufstand der Handwerker gegen die Patrizier, 7 Ratsherren werden im Rathaus ermordet. Kaiser-König Sigismund schlägt den Aufstand nieder und lässt 27 Anführer hinrichten
- 13871474 – Die Stadt ist als Mitglied der Hanse verzeichnet, Zeit der höchsten Blüte des Handels
- 1451–1454 – Der von Papst Nikolaus V. entsandte Wanderprediger Johannes Capistranus verweilt in Breslau und hält auf dem Salzring flammende Reden gegen Hussiten, Muslime und Juden, gegen Prunksucht und Leben im Überfluss. Große Scharen von Pilgern aus ganz Schlesien und dem übrigen Heiligen Römischen Reich, aus Polen, aus Livland und dem Kurland strömen nach Breslau, um ihn zu hören.
- 1463 – Breslau will den hussitischen König Georg von Podiebrad von Böhmen als Landesherrn in Schlesien nicht anerkennen und tritt unter den Schutz des Papstes Pius II.
- 1466 – Breslau beteiligt sich am Krieg gegen Böhmen und verbündet sich mit dem ungarischen König Matthias Corvinus.
- 1474 – König Matthias übernimmt die Herrschaft in Schlesien und Breslau, die damit der Stephanskrone unterstellt werden und eine neue, viel strengere Verfassung bekommen
- 1490 – Corvinus stirbt, Breslau kommt wieder unter böhmische Hoheit, die von den aus Polen-Litauen stammenden Jagiellonen, Wladyslaw der Pole und Ludwig II. von Böhmen und Ungarn, ausgeübt wird.
- 1505 – König Wladislaw II. der Jagiellone von Böhmen genehmigt die Gründung einer Universität in Breslau, das Projekt wird indessen nicht verwirklicht.
- 1523 – die Reformation hält ihren Einzug nach Breslau. Der evangelische Theologe Johann Heß wird gegen Einsprüche des Domkapitels als Pfarrer an die Magdalenenkirche berufen
- 1525 – in diesem Jahre wird der evangelische Theologe Ambrosius Moibanus als Pfarrer an die Elisabethenkirche berufen. Gemeinsam mit Johann Heß leitet er die Organisierung der evangelischen Kirche in Schlesien.
- 1526 – Ludwig II. von Böhmen und Ungarn stirbt in der Schlacht bei Mohacz gegen die Türken.

Unter den Habsburgern


- 1526 – König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn fällt in der Schlacht bei Mohács. Die Habsburger übernehmen laut Erbverbrüderungsvertrag mit den Jagiellonen Breslau und andere Erblande in Schlesien und behalten sie bis 1741.
- 1533 – Erster Stadtmedicus wird angestellt
- 1632 – Während des 30-jährigen Krieges werden Teile der Stadt von sächsischen und schwedischen Truppen besetzt gehalten.
- 1633 – Breslau will sich von Habsburg trennen und als freie Reichsstadt anerkannt werden, hat aber keinen Erfolg.
- 1633 – Die große Pest wütet in Breslau, von 40.000 Einwohnern sterben 18.000.
Hauptstadt der deutschen Literatur: 1630–1670
Pest
- 1630: Martin Opitz (geb.1597) kommt von seinen Reisen nach Schlesien zurück. Um ihn gruppieren sich in seiner Heimat als erste Generation (oft 1.Schlesische Dichterschule genannt, Frühbarock) die Dichter Christoph Köhler, Wenzel Scherffer von Scherffenstein, Daniel Czepko und Dorothea Eleonore von Rosenthal. Unter der Führung der Schlesier entwickelt sich die deutsche Literatur der Epoche zum Stil des Frühbarock mit vielen Metaphern. Besondere Achtung wird auf die grammatische und syntaktische Korrektheit des schriftsprachlichen Ausdrucks gelegt. Metapher
- 1640 – Die so genannte 2.Schlesische Dichterschule Spätbarock besteht aus Angehörigen einer Generation, die 16–20 Jahre jünger ist als die opitzsche und zeigt viel ausgeprägtere und mannigfaltigere Dichterpersönlichkeiten wie Andreas Gryphius, Christian Hofmann von Hofmannswaldau, Daniel Caspar von Lohenstein und Johannes Scheffler Angelus Silesius. Die klare sprachliche Korrektheit eines Opitz muss jetzt gekünstelter Lieblichkeit weichen und die Metaphorik wird um Heranziehung von Geruch, Geschmack und Tastsinn erweitert. Der Roman der Epoche erhält einen belehrenden Zweck, zur Schau wird enzyklopädische Gelehrsamkeit getragen.
- 1740 – Das Heer Friedrich des Großen belagert Breslau.
- 1741 – Am 10. August kapituliert die Stadt Breslau.
- 1741 – Am 7. November huldigen die schlesischen Stände unter Führung des Konsistorialpräsidenten und Oelsner Landeshauptmanns Kaspar Leonhard Moritz von Prittwitz (1687–1746) im Breslauer Rathaus Friedrich dem Großen.

Unter der preußischen Krone

Kaspar Leonhard Moritz von Prittwitz
- 1742 – Österreich übergibt Schlesien an Preußen
- 1742 – Die „Schlesische Zeitung“ und der Korn-Verlag entstehen, die bis 1945 existieren sollten. Der Korn-Verlag verlegte auch polnischsprachige Literatur im benachbarten Polen.
- 1750 – Friedrich der Große kauft das Palais des Freiherrn von Spätgen und baut es zu einer Königsresidenz aus.
- 1757 – Im Siebenjährigen Krieg besetzen die Österreicher die Stadt, geben sie jedoch nach der Schlacht bei Leuthen auf.
- 1760 – 1765 – Der Dichter Gotthold Ephraim Lessing verbringt 5 Jahre in Breslau als Sekretär des Generals Friedrich Bogislav Graf von Tauentzien.
- 1807 – Die Stadt wird von den Rheinbundtruppen erobert und bis 1808 besetzt gehalten. Die Kontinentalsperre bringt den Leinwandhandel zum Erliegen.
- 1807–1810 – Die Befestigungen werden geschleift. Fast alle Stifte und Klöster werden 1810 säkularisiert, so wurde zum Beispiel das Sandstift zur Universitätsbibliothek.
- 1811 – Die Universität Viadrina wird aus Frankfurt (Oder) nach Breslau verlegt und vereinigt sich mit der dortigen Jesuitenhochschule zur Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität.
- 1813 – Breslau wird zum Ausgangspunkt der Befreiungsbewegung gegen Napoleon I