:: wikimiki.org ::
| Deutsche Oper Berlin |
Deutsche Oper Berlin
Die Deutsche Oper ist ein Opernhaus im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin.
Geschichte
Die Geschichte des Hauses geht zurück auf das Deutsche Opernhaus in Charlottenburg (Bismarckstraße 34–37), das von 1911–1912 durch Heinrich Seeling erbaut und am 7. November 1912 mit Ludwig van Beethovens Fidelio eröffnet wurde (laut anderen Quellen war das Baujahr 1896). Nach der Bildung von Groß-Berlin und der damit verbundenen Eingemeindung der bis dahin selbstständigen Stadt Charlottenburg in die damalige Reichshauptstadt 1920 erfolgte 1925 eine Umbenennung in Städtische Oper; das Haus verfügte über 2.300 Sitzplätze.
Während der Zeit des Nationalsozialismus unterstützte Joseph Goebbels das Haus, das er wieder in Deutsches Opernhaus umbenennen ließ; Hermann Göring favorisierte dagegen die Deutsche Staatsoper. Das Gebäude wurde 1935 durch Paul Baumgarten umgebaut (2.098 Sitzplätze) und am 23. November 1943 zerstört; Vorstellungen fanden bis 1945 im Admiralspalast statt, der nach dem Krieg bis 1955 durch die Staatsoper Unter den Linden genutzt wurde.
Nach Kriegsende nutzte die nun wieder Städtische Oper für Vorstellungen das Gebäude des Theaters des Westens in der Kantstraße, bis der durch Fritz Bornemann von 1957–1961 erbaute, noch heute genutzte Neubau am 24. September 1961 mit Mozarts Don Giovanni eröffnet werden konnte; der Opernneubau hatte 27,5 Millionen DM gekostet. Im Jahr 1961 erfolgte auch die Umbenennung in den heutigen Namen Deutsche Oper Berlin.
Weit über Berlins Grenzen hinaus wurde die Deutsche Oper am 2. Juni 1967, als der Schah von Persien zu Besuch war. Dabei kam es zu Demonstrationen gegen Menschenrechtsverletzungen in Persien und zum Tod von Benno Ohnesorg.
Künstlerisches Profil
Die Deutsche Oper ist mit 1.885 Sitzplätzen heute das mit Abstand größte Opernhaus Berlins. Die Auslastung ist etwas geringer als die der Staatsoper Unter den Linden, die finanziell jedoch auch erheblich besser gestellt ist.
Bedeutende Uraufführungen
Deutsche Oper Berlin
- 1990: Hans Werner Henze: Das verratene Meer
- 1988: Marc Neikrug: Los Alamos
- 1987: Wolfgang Rihm: Oedipus
- 1981: Mauricio Kagel: Aus Deutschland
- 1972: Wolfgang Fortner: Elisabeth Tudor
- 1969: Boris Blacher: 200 000 Taler
- 1968: Luigi Dallapiccola: Ulisse
- 1966: Roman Haubenstock-Ramati: Amerika
- 1965: Hans Werner Henze: Der junge Lord
- 1964: Roger Sessions: Montezuma
- 1961: Giselher Klebe: Alkmene
Städtische Oper Berlin
- 1932: Kurt Weill, Die Bürgschaft
- 1932: Franz Schreker, Der Schmied von Gent
Intendanten
Auswahl einiger Intendanten der Deutschen Oper Berlin:
- Rudolf Sellner
- Carl Ebert
- Siegfried Palm
- Götz Friedrich
- Udo Zimmermann
- Max von Schillings
- Kirsten Harms (seit 2004)
Generalmusikdirektoren (GMD)
- Bruno Walter (1925-1929)
- Artur Rother (1935-1943, 1953-1958)
- Karl Dammer (1937-1943)
- Ferenc Fricsay (1949-1952)
- Richard Kraus (1954-1961)
- Lorin Maazel (1965-1971)
- Jesús López Cobos (1981-1990)
- Rafael Frühbeck de Burgos (1992-1997)
- Christian Thielemann (1997-2004)
Siehe auch
- Portal:Musik, Oper, Geschichte der Oper, Opernhaus
Weblinks
- [http://www.deutscheoperberlin.de/ Offizielle Homepage der Deutschen Oper Berlin]
- [http://www.andreas-praefcke.de/carthalia/germany/berlin_staedtischeoper.htm Berlin: Städtische Oper] mit diversen zeitgenössischen Postkartenmotiven (englisch)
- [http://www.andreas-praefcke.de/carthalia/germany/berlin_deutscheoper.htm Berlin: Deutsche Oper] mit diversen zeitgenössischen Postkartenmotiven (englisch)
Kategorie:Theater (Berlin)
Kategorie:Opernhaus
Kategorie:Bauwerk in Berlin
Kategorie:1912
Kategorie:1961
OpernhausEin Opernhaus ist eine Musikbühne, also ein Gebäude für Musiktheater, in dem vor allem Opern, Operetten und Ballette aufgeführt werden.
In der Regel handelt es sich um ein geschlossenes Gebäude (Ausnahme: Arena di Verona), das über eine große Bühne mit aufwändiger Bühnenmaschinerie, einen Orchestergraben und einen Zuschauerraum mit einer oder mehreren Ebenen (übereinander oder mit Logen), verfügt.
Ein Opernhaus kann, wie dies an den größeren Häusern in Deutschland üblich ist, über ein festes Ensemble verfügen; im weiteren Sinne werden dann zu einem Opernhaus auch das Ensemble (Gesangs-Solisten, Chor, Ballett, Orchester, Statisten) sowie die künstlerische Leitung (Intendanten, Dirigenten, Regisseure, Abendspielleiter, Inspizient) gezählt. Hinzu kommen kaufmännische Verwaltung, Garderobe und Werkstätten (z.B. für Bühnenbild). In einigen westeuropäischen Ländern wie Großbritannien und Frankreich verfügen die Opernhäuser i.d.R. nicht mehr über feste Ensemble.
In Österreich sind einige Wiener Bühnen in der Wiener Bundestheater-Holding GmbH organisiert; diese fasst die Theater Burgtheater GmbH, Wiener Staatsoper GmbH sowie die Volksoper Wien GmbH zusammen; für diese drei Betriebe übernimmt eine gemeinsame Einrichtung, die Theater Service GmbH ART FOR ART, die Werkstätten, Gebäudetechnik sowie das Marketing und die Verwaltung.
Nach diesem Modell werden zunehmend auch in Deutschland Opernhäuser aus dem öffentlichen Dienst ausgegliedert und in, zumindest teilweise, privatwirtschaftliche Strukturen überführt. So wurde beispielsweise zum 1. Januar 2004 in Berlin die Stiftung Oper Berlin (kurz: Opernstiftung) gegründet, zu der die drei Berliner Opernhäuser Staatsoper Unter den Linden, Deutsche Oper und Komische Oper sowie das Ballett der Stiftung Oper in Berlin gehören.
Typen von Opernhäusern
Opernhäuser können anhand verschiedener Kriterien klassifiziert werden.
- Meist wird mit dem Begriff "Großes Opernhaus" die künstlerisch hohe Bedeutung im internationalen Kontext bezeichnet. Diese künstlerische Bedeutung kommt meist durch Kritiken in Fachzeitschriften (in Deutschland beispielsweise Opernwelt, Opernglas, Musiktheater) zustande. Schenkt man diesen Organen glauben, so gehören zu den international bedeutendsten Opernhäusern (2003):
- Oper Frankfurt am Main
- Arena di Verona (künstlerischer Rang umstritten)
- Mailänder Scala
- Bolschoi-Theater Moskau
- Mariinski-Theater St. Petersburg
- Münchner Nationaltheater (Bayerische Staatsoper)
- Metropolitan Opera New York, MET (künstlerischer Rang umstritten)
- Pariser Oper
- Wiener Staatsoper
- In Deutschland werden Opernhäuser nach der Ensemblegröße in A-, B- und C-Häuser eingeteilt; zu den A-Opern zählen u.a. die Staatsoper Unter den Linden und die Deutsche Oper in Berlin sowie die Opernhäuser in Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart.
Problematisch ist die Zweigleisigkeit des Begriffs "Künstlerischer Rang":
- Versteht man unter der Künstlerischen Rang v.a. die Innovation und Experimentierfreudigkeit, so können hier v.a. nur staatl. subventionierte Opernhäuser mithalten.
- Versteht man unter Künstlerischen Rang das Engagieren zahlreicher, teurer Sänger-Stars, für meist traditionelle und populäre Opern -(Schlager), die große Zuschauerzahlen garantieren, so gehören hier sicher die meisten halb-privatwirtschaftlichen Opernhäuser, wie z.B. die MET, dazu.
Bedeutende Opernhäuser
Deutschland
Das erste Openhaus Deutschlands wurde 1678 in Hamburg eröffnet (Am Gänsemarkt).
Das bedeutendste Opernhaus in Deutschland in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg war die Staatsoper Unter den Linden in Berlin.
- Bayreuth:
- Markgräfliches Opernhaus
- Festspielhaus
- Berlin:
- Staatsoper Unter den Linden (so genannte Lindenoper), Baujahr 1743, 1843 und 1955; ca. 1.500 Sitzplätze
- Deutsche Oper, Baujahr 1896 und 1961; ca. 1.900 Sitzplätze
- Komische Oper, Baujahr 1895, 1947, 1966; ca. 1.340 Sitzplätze
- Krolloper (historisches Opernhaus; Schließung in den 1930er Jahren)
- Bonn:
- Oper der Stadt Bonn
- Bremen:
- Oper der Freien Hansestadt Bremen
- Braunschweig:
- Staatstheater Braunschweig
- Chemnitz:
- Opernhaus Chemnitz
- Darmstadt:
- Staatstheater Darmstadt
- Dortmund:
- Theater Dortmund
- Dresden:
- Semperoper (Staatsoper Dresden, Kleines Haus und Großes Haus)
- Düsseldorf-Duisburg:
- Deutsche Oper am Rhein
- Essen:
- Aalto Theater
- Frankfurt am Main:
- Alte Oper (erb. 1880, zerst. 1944, Neueröffnung als Konzerthaus 1981)
- Opern- und Schauspielhaus Frankfurt
- Halle (Saale):
- Opernhaus Halle
- Hamburg:
- Hamburgische Staatsoper (Theater auf dem Gänsemarkt)
- Operetten-Theater
- Hannover:
- Opernhaus des Niedersächsischen Staatstheaters
- Karlsruhe:
- Badisches Staatstheater Karlsruhe
- Kassel:
- Staatstheater Kassel
- Kiel
- Opernhaus Kiel
- Köln:
- Oper Köln
- Leipzig
- Opernhaus Leipzig
- Mannheim
- Nationaltheater Mannheim
- München:
- Bayerische Staatsoper (Münchner Nationaltheater, 2100 Plätze)
- Staatstheater am Gärtnerplatz
- Nürnberg
- Staatstheater Nürnberg (Opernhaus Baujahr 1905, Schauspielhaus Baujahr 1959, Kammerspiele)
- Saarbrücken
- Saarländisches Staatstheater
- Stuttgart:
- Staatstheater Stuttgart (Opernhaus, Baujahr: 1912; ca. 1.400 Sitzplätze)
- Wiesbaden:
- Hessisches Staatstheater
- Wuppertal
- Wuppertaler Bühnen
Österreich
- Bregenz:
- Bregenzer Festspiele
- Graz:
- Vereinigte Bühnen Graz
- [http://www.vrgraz.at/sights/ Das Grazer Opernhaus in 3D]
- Innsbruck:
- Tiroler Landestheater
- Linz:
- Landestheater Linz
- Salzburg:
- Salzburger Festspiele
- Salzburger Landestheater
- Wien:
- Wiener Staatsoper
- Volksoper Wien
- Wiener Kammeroper
Schweiz
- Basel:
- Theater Basel
- Bern:
- Stadttheater Bern
- Biel/Solothurn:
- Theater Biel Solothurn
- Genf:
- Grand Théâtre de Genève
- Lausanne:
- Opéra de Lausanne
- Luzern:
- Luzerner Theater
- St.Gallen:
- Theater St. Gallen
- Zürich:
- Opernhaus Zürich
International
- Argentinien:
- Teatro Colón (Buenos Aires)
- Australien:
- Sydney Opera House (Sydney)
- Belgien:
- Théâtre de la Monnaie (Brüssel)
- Bulgarien:
- Nationalna Opera i Balet (Nationaloper, Sofia)
- Frankreich:
- Opéra National de Lyon (Lyon)
- Opéra de Marseille (Marseille)
- Opéra de Nice (Nizza)
- Opéra-Comique Paris (Paris)
- Opéra de Paris (Paris)
- Opéra National du Rhin (Straßburg, Colmar, Mulhouse)
- Großbritannien:
- Glyndebourne Festival (Glyndebourne)
- English National Opera (London)
- Royal Opera House (Covent Garden) (London)
- Italien:
- Teatro alla Scala di Milano (Mailand)
- Maggio Musicale Fiorentino (Florenz)
- Teatro Comunale (Florenz)
- Teatro San Carlo di Napoli (Neapel)
- Teatro La Fenice di Venezia (Venedig)
- Arena di Verona (Verona)
- Kanada:
- Canadian Opera Company of Toronto (Toronto)
- Niederlande:
- De Nederlandse Opera (Amsterdam)
- Polen:
- Teatr Wielki (Warschau)
- Russland:
- Mariinski teatr (Sankt Petersburg) (früher als Teatr im. Kirowa, Leningrad)
- Bolschoj teatr (Moskau)
- Kamernij opernij teatr (Moskau)
- Spanien:
- Gran Teatre del Liceu (Barcelona)
- Teatro Real (Madrid)
- Tschechien:
- Národní divadlo Praha (Nationatheater, Prag)
- Státní opera Praha (Staatsoper, Prag)
- Ungarn:
- Magyar Állami Operaház (Staatsoper, Budapest)
- USA:
- Metropolitan Opera (MET, New York)
- New York City Opera (NYCO, New York)
- Boston Lyric Opera (Boston)
- Lyric Opera of Chicago (LOC, Chicago)
- Dallas Opera (Dallas)
- Houston Grand Opera (Houston)
- Los Angeles Opera (Los Angeles)
- San Francisco Opera (San Francisco)
- Seattle Opera (Seattle)
Weblinks
- [http://www.andreas-praefcke.de/operlink.htm Liste mit Links zu deutschen, österreichischen und Schweizer Opernhäusern und Opernfestspielen]
- [http://www.operabase.com/index.cgi?lang=de Operabase - Opernhäuser und Spielpläne]
!
ja:歌劇場
Berlin
Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU.
Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr.
Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern.
Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.
Geografie
Geografische Lage
Portal:Berlin
Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik.
Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee.
Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist.
Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist.
Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick.
Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin
Stadtgliederung
Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick
Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins
Klima
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter.
Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel.
Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Berlins
Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück.
1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt.
Preußen
Preußen
Preußen]
1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin dann Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben.
Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: ein Drittel der Häuser wurden beschädigt, die Bevölkerung halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er startete eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Ab dem folgenden Jahr kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt.
1671 wurde fünfzig jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg.
1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrich I. zum König den Status der Hauptstadt Preußens. Per 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten. 1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiteren Vorstädten. 1871 wurde Berlin dann Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte dann mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Berlin hatte damit rund vier Millionen Einwohner.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches. Die Nazis nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke. Es gab auch Pläne, Berlin zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Diese wurden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg vereitelt.
Während des Krieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und die Kapitulation 1945 wurde Berlin, analog zu der Regelung für das gesamte Deutschland, in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Großbritannien und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion von nun an den Ostteil bildete.
Für Gesamtberlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/49 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Alliierten mit der so genannten Luftbrücke erfolgreich zu umgehen versuchten.
Nach der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands, beides im Jahr 1949, verschärfte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihre Hauptstadt nach Bonn verlegte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR. Der Ost-West-Konflikt gipfelte im Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.
Berlins Osten und Westen waren nun vollkommen voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins. 1971 wurde das Viermächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Vier-Mächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Vier-Mächte-Status über Gesamt-Berlin.
1989 kam es unter dem Druck der ostdeutschen Bevölkerung zur Wende in der DDR, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundestag nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.
Bevölkerung
Parlament
Parlament
In Berlin leben 3.389.078 Einwohner (Stand Ende März 2005) auf einer Fläche von 891,75 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 3.811 Einwohner pro Quadratkilometer.
Der durchschnittliche Berliner im Jahre 2004 war 41,7 Jahre alt. Das entspricht einer Erhöhung von 2,5 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Im Juni 2005 lebten rund 458.600 Einwohner mit ausländischem Pass aus 185 Staaten in Berlin. Das entspricht rund 13,5 Prozent. Insgesamt wohnen rund 36.000 Bürger aus dem nächstgelegenen Nachbarland, Polen, sowie rund 119.000 Türken in Berlin. Berlin hat außerhalb der Türkei die größte türkische Gemeinde in Europa. 2004 erhielten nach Angaben des statistischen Landesamts 6507 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft
Laut dem Statistischen Landesamt (2005) sind 60 Prozent der Berliner nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 23 Prozent evangelische Christen, 9 Prozent Katholiken und sechs Prozent Mitglied der islamischen Gemeinde.
Einwohnerentwicklung
Im Jahre 1919 lebten in Berlin 1,9 Millionen Menschen. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer.
811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden.
Bis 1934 wuchs die Bevölkerung Berlins auf einen Höchststand von 4,464 Millionen, sank dann aber, bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Stadt, bis 1980 um 30 Prozent auf einen Tiefststand von drei Millionen. Der Bevölkerungsverlust in den Jahren 1950 bis 1960 wurde vor allem durch Abwanderungen aus Ost-Berlin verursacht. Während West-Berlin einen Zuwachs von 2,58 % verzeichnete, sank in Ost-Berlin die Einwohnerzahl um 9,86 %. Diese so genannte Abstimmung mit den Füßen war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Ostberliner. Seit 1980 verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg um 350.000 auf circa 3,39 Millionen Einwohner im Januar 2005.
Nach Berechnungen wird die Einwohnerzahl Berlins wegen der niedrigen Geburtenraten bis 2050 auf rund drei Millionen sinken.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
2005]
Hauptartikel: Politik in Berlin
Berlin ist seit der Wiedervereinigung der ehemals getrennten beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ein vollwertiges Bundesland und zugleich eine kreisfreie Stadt, die in nunmehr zwölf Bezirke untergliedert ist. Daneben ist Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.
Der Deutsche Bundestag entschied im so genannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991, dass Berlin auch Regierungs- und Parlamentssitz des vereinigten Deutschlands werden soll. Somit ist die Stadt heutzutage Sitz der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates.
Das Land Berlin
Das Landesparlament des Landes Berlin, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zur Zeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linkspartei., Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Linkspartei.PDS bilden eine Koalition.
Die Landesregierung, die Exekutive, ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden Bürgermeister (derzeit Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist dabei zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt.
1996 scheiterte eine Volksabstimmung zur Vereinigung der Bundesländer Berlin und Brandenburg am Widerstand der Brandenburger Bevölkerung.
Wappen und Flagge
Hauptartikel: Hoheitszeichen Berlins
Die Verwaltung
Hoheitszeichen Berlins
Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar und sind somit stark vom Senat und auf Verwaltungsebene von den Senatsverwaltungen abhängig, die die Fachaufsicht ausüben. Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne.
Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät.
Berlin hat pro Kopf der Bevölkerung die meisten Landesbeamten. Dies entstammt zum Teil noch der Situation der geteilten Stadt mit Westberliner Exklave, deren Beamtenschaft für das Bundesland übernommen wurden.
Siehe auch: Bezirksverwaltung in Berlin
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Berlin
Theater
Sehenswürdigkeiten in Berlin]
Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Theater- und Kleinkunstbühnen. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Deutsche Theater Berlin. Es verfügt außerdem über drei Opernhäuser, die Staatsoper, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Jedes Jahr finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, mit der Verleihung des Goldenen Bären statt.
Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Neben den Berliner Philharmonikern und dem Berliner Sinfonie Orchester gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Daniel Reuss). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus, der Philharmonie oder in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Berliner Sängerbund sind 236 Laienchöre mit über 10 000 Mitgliedern vereinigt.
Museen
Berliner Sängerbund ]
Hauptartikel: Museen in Berlin
Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum im Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bodemuseum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus.
Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen über vielfältige Themen. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen, das Bauhaus-Archiv ein Architekturmuseum. Das Jüdische Museum zeigt eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdisch-deutscher Geschichte. Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte.
Bauwerke
Checkpoint Charlie]
Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der überwundenen Teilung. Es ist den Propyläen auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria gekrönt, die von ihrem Schöpfer Johann Gottfried Schadow jedoch als Friedensgöttin Eirene gedacht war. Das Tor ist das westliche Ende der Straße Unter den Linden, die sich bis zur Museumsinsel in der Spree und dem Berliner Dom hinzieht. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief dort die Grenze zwischen beiden Stadthälften.
1990
In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Deutsche Staatsoper, die zwischen 1774 und 1780 errichtete Staatsbibliothek, das von 1695 bis 1706 nach Plänen von Andreas Schlüter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Bistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Jahre 1809 eröffnete Humboldt-Universität zu Berlin, an welcher der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel lehrte, brachte 27 Nobelpreisträger hervor.
Eine beliebte Einkaufspromenade in Berlin ist der Kurfürstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, Geschäften, Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach Plänen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm.
Die östliche Verlängerung des Kurfürstendammes bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-stöckige Gebäude beherbergt viele Geschäfte, Restaurants, Büros, ein Kino und eine Aussichtsplattform. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit über drei Kilometern Länge die größte Parkanlage Berlins, der Tiergarten.
Tiergarten
In der Nähe des Brandenburger Tores befinden sich die 1957 errichtete Kongresshalle und das zwischen 1884 und 1894 gebaute Reichstagsgebäude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit dem Jahre 1999 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages. Einen Besuch wert ist auch der Zoologische Garten von Berlin, einer der größten und ältesten der Welt, und das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrich des Großen, heute Amtssitz des Bundespräsidenten.
Bundespräsident]
Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels. Zu deren Wiederaufbau gehörte unter anderem die Restaurierung der 1866 fertig gestellten Neuen Synagoge. Sie wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1995 wieder eröffnet dient sie heute als Mittelpunkt für das Studium und die Erhaltung jüdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der älteste jüdische Friedhof der Stadt.
Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen Geschäften und Restaurants, ganz in der Nähe davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Gebäude Deutschlands – und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine männliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen Trümmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die Einkaufsstraßen Schönhauser Allee und Kastanienallee.
Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins, von der mehrere große Straßen ausgehen. Er wurde 1741 auf Erlass von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen angelegt. 1923 begann von dem in der Nähe gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in Trümmern.
1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der fühere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Hochhausbebauung des Potsdamer Platzes, die eine große Anzahl an Geschäften und Restaurants beherbergen, hat dieser sich als Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften entwickelt.
In Charlottenburg wurde das Olympiastadion für die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker Repräsentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender Gemäldesammlung, die Zitadelle Spandau und das im Stil des Klassizismus erbaute Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss), ehemals Wohnsitz des Naturforschers und Geographen Alexander von Humboldt.
Parkanlagen
Alexander von Humboldt ]]
Alexander von Humboldt]
Alexander von Humboldt]
Der Große Tiergarten liegt im Zentrum Berlins, im Ortsteil Berlin-Tiergarten des Bezirks Mitte. Mit 210 Hektar ist er der größte Berliner Park. Einige große Straßen durchschneiden den Park, darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte die Siegessäule steht.
Der erste Tiergarten wurde schon 1527 angelegt, allerdings an anderer Stelle, nämlich in der Nähe des Berliner Schlosses, westlich der Cöllner Stadtmauer. Das kleine Gebiet wurde seit 1530 nach Westen und Norden hin durch Zukäufe erweitert, bis zu den Grenzen des heutigen Tiergartens und darüber hinaus.
Neben dem Tiergarten mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden gehört der Treptower Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821 und 1822 als Neues Gartenhaus an der Spree erbauten heutigen Gaststätte.
Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Kleistparks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten gehört er zu den größten und weltweit bedeutendsten Botanischen Gärten und ist der größte in Europa. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt.
Im Südwesten von Berlin an der historischen Brücke zu Potsdam liegt unter anderem die Pfaueninsel mit dem zwischen 1794 und 1797 im Stil einer Ruine erbauten Lustschloss und einem englischen Garten.
Freizeit und Erholung
englischen Garten]
Der von der Havel durchflossene Große Wannsee bedeckt eine Fläche von 260 Hektar. Mit ihm besitzt Zehlendorf, eine der bevorzugtesten Wohngegenden der Stadt, Berlins beliebtestes Naherholungsgebiet, das Wassersport, Ausflugsschifffahrt und das Strandbad Wannsee bietet.
In der Villa Am Großen Wannsee 56-58 allerdings fand am 20. Januar 1942 die sogenannte Wannsee-Konferenz "zur Endlösung der Judenfrage" statt. Heute ist dort eine Gedenkstätte eingerichtet.
Der Müggelsee und die Müggelberge im Südosten Berlins sind zu allen Jahreszeiten beliebte Ausflugsziele. Das Strandbad ist in den Sommermonaten ein Besuchermagnet. Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Vielfach findet man die Bezeichnung Großer Müggelsee, da er mit dem Kleinen Müggelsee einen Bruder hat, der allerdings lediglich 0,16 Quadratkilometer umfasst.
Der See dehnt sich über 7,4 Quadratkilometer aus (maximal 4,3 Kilometer lang; 2,6 Kilometer breit) und ist bis zu acht Meter tief. Der See und die am Südrand gelegenen Müggelberge, mit 115 Meter die höchsten Berliner Erhebungen, entstanden während des Pleistozäns. Auf dem sogenannten Kleinen Müggelberg wurde 1889 der vielbesuchte und beliebte Müggelturm errichtet, der einen Ausblick über den See und die Wälder bis hin zur Stadtsilhouette Berlins bietet beziehungsweise bot.
Sport
Müggelturm]
In Berlin gibt es zahlreiche Sportvereine, wobei sich die meisten dem Breitensport widmen. Ein paar Vereine sind aber zusätzlich auch im Bereich des professionellen Sports tätig. Dazu zählen insbesondere im Fußball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die Eisbären, im Basketball Alba und im American Football Berlin Thunder. In der Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt gleich mit drei Vereinen vertreten.
Jedes Jahr findet in Berlin der weltbekannte Berlin-Marathon sowie das ISTAF statt. Nachdem Berlin die Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2000 verloren hatte, wird im Jahr 2006 nun das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin ausgetragen werden. Dazu wurde das Olympiastadion komplett saniert. Im Jahr 2009 werden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion ausgetragen.
Wirtschaft
Leichtathletik-Weltmeisterschaften]
Hauptartikel: Wirtschaft Berlins
Das Bruttoinlandsprodukt des Landes Berlin betrug im Jahr 2001 75,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Hamburg erzielte ein Bruttoinlandsprodukt von 73,7 Mrd. Euro, im Land Brandenburg waren es 42,3 Mrd. Euro (Quelle: IHK-Bericht 2000/2001).
In Berlin gab es 2001 insgesamt 138.688 der Industrie- und Handelskammer zugehörige Betriebe. Davon waren 48.289 im Handelsregister eingetragen und 90.399 so genannte Kleingewerbetreibende (IHK-Bericht 2000/2001).
Über 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem Tertiärsektor an. Mit 1,2 der 1,5 Millionen Arbeitnehmer Berlins sind in diesem Bereich ebenfalls weit über 80 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Berlin ist also Hochburg des Dienstleistungssektors. Die Bruttowertschöpfung liegt bei rund 69 Mrd. Euro pro Jahr.
Medien
Bruttowertschöpfung
Hauptartikel: Berliner Medienlandschaft
Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, bald auch VIVA und VIVA Plus, Sat.1, N24, TV.Berlin oder FAB gibt es in Berlin eine große Anzahl so genannter Privatradios. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender RBB und Deutsche Welle TV haben hier ihren Sitz. Der politischen Bedeutung als Hauptstadt tragen die meisten überregionalen Sender wie ARD, ZDF, RTL oder DeutschlandRadio mit einem „Hauptstadtstudio“ Rechnung.
In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. Die größten Abonnement-Zeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel, die alle drei jeweils einen umfangreichen Berlin-Teil aufweisen. Bundesweite Bedeutung haben die linksliberale taz, die konservative Welt, das Linkspartei-nahe Neue Deutschland und die Linkspartei-kritische Junge Welt. Außerdem gibt es in Berlin die Boulevardzeitungen B.Z., Bild Berlin und Berliner Kurier.
Neben den Zeitungen gibt es verschiedene Anzeigenblätter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt oder die Zweite Hand; außerdem erscheinen verschiedene Stadtmagazine wie der Tip, (030) oder die Zitty.
In Berlin haben der Verlag Walter de Gruyter und der Springer-Verlag ihren Sitz. Sie bieten neben Büchern und Zeitschriften auch viele multimediale Angebote.
Infrastruktur
Öffentlicher Verkehr
Springer-Verlag
Springer-Verlag]
Dem innerstädtischen Verkehr dienen die S-Bahn – betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH – sowie die U-Bahn, Straßenbahnen und Busse – betrieben von der BVG.
Wie man der Netzspinne leicht entnehmen kann, wird die Innenstadt in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet das Westkreuz mit dem Ostkreuz, und passiert dabei den Bahnhof Charlottenburg, den Zoologischen Garten, den Lehrter Bahnhof, den Bahnhof Friedrichstraße, den Alexanderplatz und den Ostbahnhof.
Auf der Nord-Süd-Achse übernimmt die U-Bahnlinie 9 den größten Teil des Fahrgastaufkommens, ergänzt durch die teilweise unterirdische Nord-Süd-Trasse der S-Bahn. Die S-Bahntrasse kreuzt am Bahnhof Friedrichstraße die Stadtbahn. Noch im Bau befindet sich die größtenteils unterirdische Fernbahntrasse vom Bahnhof Papestraße über den Lehrter Bahnhof bis nach Gesundbrunnen (als Teil des so genannten Pilzkonzeptes). Vervollständigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt einschließt.
Zum Eisenbahnknotenpunkt Berlin gehört auch der bei Potsdam gelegene Rangierbahnhof Seddin. Für den Regionalverkehr verkehren Regionalbahn- und Regionalexpresslinien der Deutschen Bahn sowie zwei InterConnex-Linien.
Siehe auch: Liste Berliner Bahnhöfe
Autobahnen
Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahn-Halbkreis (A 100 – Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollständigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verläuft die Autobahn A 10 (Berliner Ring).
Von der A 100 gibt es innerhalb des Stadtgebiets folgende Autobahnen Richtung Berliner Ring:
- A 111 in Richtung Nordwesten (Richtung Hamburg und Rostock)
- A 113 in Richtung Südosten (Richtung Dresden und Cottbus). Diese Autobahn beginnt derzeit erst am Dreieck Treptow im äußersten Südosten der Stadt. Bis 2007 soll der im Bau befindliche Anschluss von der A 100 (beginnend am Dreieck Neukölln) bis zur Berliner Stadtgrenze fertig gestellt sein. Am 14. Juli 2004 wurde dazu das erste Teilstück vom Dreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Späthstraße für den Verkehr freigegeben.
- A 115 in Richtung Südwesten (Richtung Hannover und Leipzig), deren anfängliches gerades Teilstück umgangssprachlich auch heute noch AVUS genannt wird.
Zusätzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin.
Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im Südwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100)) nach Süden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach Südwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.
Flughäfen
Berlin besitzt drei Flughäfen: Tegel (TXL), Tempelhof (THF) und Schönefeld (SXF). Letzterer liegt allerdings knapp hinter der Berliner Stadtgrenze und befindet sich somit im Land Brandenburg. Langfristig ist geplant, den Flughafen Schönefeld zu vergrößern, um die im Innenstadtbereich liegenden Flughäfen Tegel und Tempelhof zu entlasten beziehungsweise zu schließen. Das Großprojekt Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) stößt bei einigen Anwohnern in Berlin und Brandenburg auf Widerstand.
Mit dem bereits geschlossenen Flugplatz Johannisthal besaß Berlin den ersten Flugplatz Deutschlands.
Energieversorgung
Die Energieversorgung von Berlin verfügt über einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin über eine als Erdkabel ausgeführte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) vom Kraftwerk Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie konn
1911
Politik
- 1. Januar: General Juan José Estrada wird Präsident von Nicaragua
- 1. Januar: Marc-Emile Ruchet wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Kaiser Wilhelm II. ernennt in Berlin jeweils Colmar Freiherr von der Goltz, Alfred Graf von Schlieffen und Max von Bock und Polach zum Generalfeldmarschall
- 2. Januar: Die neue Regierung von Nicaragua wird durch die USA anerkannt
- 25. Mai: Sturz des Diktators Porfirio Díaz im Zuge der Mexikanischen Revolution
- 1. Juli: Beginn der Zweiten Marokkokrise. Das deutsche Kanonenboot „Panther“ vor Agadir
- 10. Oktober: Aufstand von Wuchang (武昌), heute Wuhan (武漢市), der schließlich zur Gründung der Republik China führte
- 4. November: Die Zweite Marokkokrise wird durch den deutsch-französischen Marokko-Kongo-Vertrag beendet
- 5. November: Italien annektiert Tripolis und die Cyrenaika, beides Teile des Osmanischen Reiches. Der italienisch-türkische Krieg bricht aus
- Gustav Landauers Aufruf zum Sozialismus erscheint in Deutschland
Wissenschaft und Technik
- 11. Januar: in Berlin wird die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft e. V., Vorläufer der späteren Max-Planck-Gesellschaft, gegründet
- 7. September: Einweihung des alten Elbtunnels in Hamburg
- 11. September: Eröffnung der Küstenfunkstelle Swinemünde, später Rügen Radio
- 14. Dezember: Roald Amundsen und sein Team erreichen als erste Menschen den geographischen Südpol
- In München wird der Tierpark Hellabrunn eröffnet. Im Deutschen Museum wird der erste Fernsehapparat der Welt aufgestellt
- Heike Kamerlingh Onnes beobachtet die Erscheinung der Supraleitung an einem dünnen Quecksilberfaden bei 4,1 K
- Ernest Rutherford entwickelt sein Atommodell mit Hülle und Kern
- Joseph John Thomson baut den ersten Massenspektrographen
Kultur
- 25. März: Uraufführung der Operette Grigri von Paul Lincke am Metropol Theater in Köln
- 28. März: Uraufführung der komischen Oper Der Jahrmarkt von Sorotchintsy von Modest Mussorgskij in Sankt Petersburg
- 2. Juni: Uraufführung der Oper Isabeau von Pietro Mascagni am Teatro Coliseo in Buenos Aires
- 9. November: Uraufführung der Oper Der Bergsee von Julius Bittner an der Hofburg Wien in Wien
- 24. November: Uraufführung der Operette Eva von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Alt-Wien von Joseph Lanner am Carl-Theater in Wien
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Der Wiener Traditionsclub und mehrmalige österreichische Meister „Austria Wien“ wird gegründet.
Katastrophen
- 30. September: Die Austin-Talsperre bricht und führt zu der bis dahin zweitgrößten Flutkatastrophe in Pennsylvanien, USA
- 1. Januar: Willy Massoth, deutscher Politiker († 1978)
- 3. Januar: John Sturges, Filmregisseur († 1992)
- 14. Januar: Anatoli Naumowitsch Rybakow, russischer Schriftsteller († 1998)
- 14. Januar: Hans-Martin Majewski, deutscher Filmkomponist († 1997)
- 14. Januar: Heinz Engelmann, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1996)
- 16. Januar: Eduardo Frei Montalva, chilenischer Politiker († 1982)
- 16. Januar: Roger Lapébie, französischer Radrennfahrer († 1996)
- 17. Januar: Freddie Frinton, englischer Komiker († 1968)
- 17. Januar: George Stigler, US-amerikanischer Ökonom († 1991)
- 18. Januar: Gábor Darvas, ungarischer Komponist und Musikwissenschaftler († 1985)
- 22. Januar: Bruno Kreisky, österreichischer Politiker und Bundeskanzler († 1990)
- 23. Januar: Anna Maria Jokl, österreichisch-israelische Schriftstellerin, Psychotherapeutin († 2001)
- 24. Januar: C. L. Moore, Science Fiction und Fantasy Autorin († 1987)
- 26. Januar: Norbert Schultze, deutscher Komponist († 2002)
- 26. Januar: Polykarp Kusch, US-amerikanischer Physiker († 1993)
- 27. Januar: Alfons Dorfner, österreichsicher Kanusportler
- 3. Februar: Jehan Alain, französischer Organist und Komponist († 1940)
- 5. Februar: Jussi Björling, schwedischer Sänger († 1960)
- 6. Februar: Ronald Reagan, US-amerikanischer Schauspieler und Politiker († 2004)
- 7. Februar: Rudolf Raftl, deutscher und österreichischer Fußballspieler († 1994)
- 8. Februar: Erwin Feller, deutscher Politiker († 1991)
- 10. Februar: Mstislaw Wsewolodowitsch Keldysch, russischer Aeronautiker und Mathematiker († 1978)
- 11. Februar: Carl Keenan Seyfert, Astronom († 1960)
- 12. Februar: Hans Habe, deutscher Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor († 1977)
- 14. Februar: Gerhard Schumann, deutscher Schriftsteller († 1995)
- 16. Februar: Agnes Kraus Krause, deutsche Schauspielerin († 1995)
- 19. Februar: Herwart Miessner, deutscher Politiker († 2002)
- 20. Februar: Hans Scholz, deutscher Schriftsteller, Journalist und Maler († 1988)
- 25. Februar: Karl Haager, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 25. Februar: Kurt Ziesel, österreichischer Journalist und Schriftsteller († 2001)
- 26. Februar: Fritz Bock, österreichischer Politiker; Mitbegründer der ÖVP († 1993)
- 27. Februar: Heinz Starke, deutscher Politiker († 2001)
- 3. März: Jean Harlow, US-amerikanische Schauspielerin († 1937)
- 5. März: Gregor Determann, deutscher Politiker († 1993)
- 12. März: Gustavo Díaz Ordaz, mexikanischer Politiker und Präsident von Mexiko († 1979)
- 12. März: Harry Fisher, US-amerikanischer Gewerkschafter, Friedensaktivist († 2003)
- 13. März: José Ardévol, kubanischer Komponist († 1981)
- 16. März: Josef Mengele, Arzt im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz († 1979)
- 24. März: Joseph Barbera, US-amerikanischer Zeichentrickfilmer und Produzent
- 25. März: Jack Ruby, Mörder des vermeintlichen Kenndy-Attentäters Lee Harvey Oswald († 1967)
- 26. März: Bernard Katz, Biophysiker und Neurophysiologe († 2003)
- 26. März: John Langshaw Austin, englischer Philosoph und Linguist († 1960)
- 26. März: Tennessee Williams, US-amerikanischer Schriftsteller († 1983)
- 28. März: Consalvo Sanesi, italienischer Formel 1-Rennfahrer († 1998)
- 28. März: Heinz Maier-Leibnitz, Physiker und Forschungspolitiker († 2000)
- 29. März: Brigitte Horney, deutsche Schauspielerin († 1988)
- 30. März: Ekrem Akurgal, türkischer Archäologe und Professor († 2002)
- 31. März: Elisabeth Grümmer, Opern- und Kammersängerin († 1986)
- 1. April: Adam Kozlowiecki, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 3. April: Eugen Eckert (Maler), deutscher Bildhauer und Kunstmaler († 1998)
- 5. April: Dieter Oesterlen, deutscher Architekt und Hochschullehrer († 1994)
- 5. April: Jimmy Kinnon, Gründer von Narcotics Anonymous († 1985)
- 7. April: Hervé Bazin, französischer Schriftsteller († 1996)
- 8. April: Émile Michel Cioran, Essayist und Kulturkritiker († 1995)
- 8. April: Melvin Calvin, amerikanischer Chemiker und Biochemiker († 1997)
- 10. April: Alois Niederalt, deutscher Politiker († 2004)
- 10. April: Martin Denny, US-amerikanischer Jazzpianist († 2005)
- 11. April: Stanislawa Walasiewicz, polnisch-US-amerikanische Leichtathletin († 1980)
- 18. April: Wilhelm Banse, deutscher Politiker und MdB († 1965)
- 20. April: Kukrit Pramoj, Premierminister von Thailand († 1995)
- 24. April: Karl Schiller, deutscher Politiker († 1994)
- 26. April: Marianne Hoppe, deutsche Schauspielerin († 2002)
- 26. April: Paul Verner, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR († 1986)
- 29. April: Erika von Brockdorff, deutsche Widerstandskämpferin im Zweiten Weltkrieg († 1943)
- 30. April: Luise Rinser, deutsche Schriftstellerin († 2002)
- 30. April: Peter Blachstein, deutscher Politiker und MdB († 1977)
- 3. Mai: Heinrich Kiefer, deutscher Maler und Grafiker († 1980)
- 5. Mai: Andor Lilienthal, ungarischer Schachgroßmeister
- 6. Mai: Walter Müller (Schauspieler), österreichischer Schauspieler († 1969)
- 7. Mai: Honda Ishiro, Filmregisseur († 1993)
- 7. Mai: Ishiro Honda, japanischer Regisseur (†1993)
- 8. Mai: Robert Johnson, US-amerikanischer Bluesmusiker († 1938)
- 14. Mai: Hans Vogt, deutscher Komponist († 1992)
- 15. Mai: Herta Oberheuser, Ärztin im KZ Ravensbrück († 1978)
- 15. Mai: Max Frisch, Schweizer Architekt und Schriftsteller († 1991)
- 17. Mai: Maureen O'Sullivan, irisch-US-amerikanische Schauspielerin († 1998)
- 18. Mai: Joe Turner, US-amerikanischer Blues Sänger († 1985)
- 22. Mai: Vincent Price, US-amerikanischer Schauspieler († 1993)
- 23. Mai: Paul Augustin Mayer, emeritierter Kurienkardinal
- 27. Mai: Hubert H. Humphrey, US-amerikanischer Politiker († 1978)
- 27. Mai: Teddy Kollek, jüdischer Politiker
- 28. Mai: Fritz Hochwälder, österreichischer Schriftsteller († 1986)
- 29. Mai: Fernando Chueca Goitia, spanischer Historiker († 2004)
- 31. Mai: Maurice Allais, französischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger
- 4. Juni: Billy Fiske, Bobfahrer, Olympiasieger († 1940)
- 6. Juni: Jean Cayrol, französischer Autor und Verleger († 2005)
- 9. Juni: Maclyn McCarty, Bekannter US-Amerikanischer Biologe († 2005)
- 10. Juni: Hubert Ehrengut, deutscher Arzt († 1985)
- 10. Juni: Nikolai Dmitrijewitsch Kusnezow, sowjetischer Triebwerkskonstrukteur († 1995)
- 10. Juni: Ralph Kirkpatrick, US-amerikanischer Cembalist († 1984)
- 12. Juni: Milovan Djilas, jugoslawischer Politiker, Schriftsteller und Dissident († 1995)
- 13. Juni: Luis Walter Alvarez, US-amerikanischer Physiker († 1988)
- 16. Juni: Georg Meistermann, deutscher Maler († 1990)
- 20. Juni: Paul Pietsch, deutscher Rennf | | |