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Die Zeit

Die Zeit

DIE ZEIT ist eine überregionale deutsche Wochenzeitung, die erstmals am 21. Februar 1946 erschien. Seit 1996 gehört sie zur Verlagsgruppe Holtzbrinck. Sitz der ZEIT ist seit ihrer Gründung Hamburg. Die Zielgruppe der ZEIT liegt vor allem im Bereich der akademischen, bildungsbürgerlichen Leserschaft. Ihre politische Haltung gilt als liberal (vorübergehend galt sie als linksliberal). Bei kontroversen Themen werden zur unabhängigen Meinungsbildung des Lesers zuweilen auch unterschiedliche Positionen gegenüber gestellt. Das Titelbild der ZEIT ist mit dem Bremer Stadtwappen geschmückt, weil die Stadt Hamburg die Erlaubnis zur Nutzung ihres Wappens verweigert hatte. Die ZEIT erscheint jeden Donnerstag. Bei Feiertagen wird der Erscheinungstag in der Regel vorgezogen.

Geschichte

Die erste Ausgabe der Zeitung erschien 1946 in einer Auflage von 25.000 Exemplaren als Blatt der sogenannten Lizenzpresse. Heute erreicht sie laut AWA (2004) 1,98 Millionen Leserinnen und Leser, die verkaufte Auflage betrug im ersten Quartal 2005 laut IVW 465.000 Exemplare. Die ersten Herausgeber der ZEIT waren Gerd Bucerius, Lovis H. Lorenz, Richard Tüngel und Ewald Schmidt di Simoni. Kurze Zeit später stieß Marion Gräfin Dönhoff zur Redaktion. In wechselnden Positionen - von 1972 an bis zu ihrem Tod 2002 als Herausgeberin - prägte sie die Zeitung. Als Autoren konnte die Zeit bedeutende Persönlichkeiten gewinnen, u.a. schrieb Walter Jens unter dem Pseudonym Momos, zu nennen sei Ben Witter. Seit dem 1. Juli 1996 gehört die ZEIT zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Mitarbeiter und Ressorts

Herausgeber sind gegenwärtig Altbundeskanzler Helmut Schmidt (seit 1983), Josef Joffe und der ehemalige Staatsminister für Kultur, Michael Naumann. Darüber hinaus bezeichnet die ZEIT auch die verstorbene Marion Gräfin Dönhoff noch als Herausgeberin. Chefredakteur ist seit 2004 Giovanni di Lorenzo, stellvertretende Chefredakteure sind Matthias Naß und Bernd Ulrich. Die Redaktion hat derzeit etwa 110 feste Angestellte und ist in zehn Ressorts gegliedert (Politik, Dossier, Wirtschaft, Wissen, Feuilleton, Literatur, Leben, Reisen, Chancen). Den Abschluss einer jeden Ausgabe bildet auf der letzten Seite ein geschichtlicher Rückblick auf ein historisches Thema mit aktuellem Bezug unter dem Titel „Zeitläufte“. Jedes Ressort verfügt über sechs bis zehn Redakteure. Nachdem 1999 das Supplement ZEIT-Magazin eingestellt worden war, gründete sich in der Nachfolge das Ressort "Leben" unter der Leitung von Andreas Lebert, heute Chefredakteur der Zeitschrift Brigitte. Besonders bekannt in diesem Ressort sind die wöchentlichen Kolumnen von Harald Martenstein, der meist relativ sarkastisch, aber durchaus humorvoll über "Gott und die Welt" philosophiert, und Wolfram Siebecks Koch-Seite. Seit dem 1. Juli 1999 verwendet die ZEIT eine von ihrem Feuilleton-Redakteur Dieter E. Zimmer entworfene „Hausorthographie“, die in einigen Punkten von der amtlichen Rechtschreibung abweicht.

Zusätzliche Angebote des Verlags

In einem Bereich für Abonnenten auf ihrer Website veröffentlicht die ZEIT jede Woche ausgewählte Artikel zum Anhören als MP3-Version. Außerdem wird in Zusammenarbeit mit audibleblog.de in unregelmäßiger Folge (meist wöchentlich) ein sogenanntes „ZEIT-Radio“ produziert, das als Podcast bezogen werden kann. Im November 2004 begann die Wochenzeitung ein eigenes 20-bändiges Lexikon (mit Wörterbuch) zu veröffentlichen. Der Inhalt des Lexikon-Teils basiert auf dem 15-bändigen Brockhaus-Lexikon, im Anhang jedes Bands befinden sich jedoch zusätzlich ausgewählte ZEIT-Artikel zu bestimmten Themen. (Den ersten Band erhielten Abonnenten und Käufer der ZEIT als "Appetizer" gratis.) Seit Dezember 2004 ist außerdem das alle zwei Monate erscheinende Wissensmagazin "ZeitWissen" erhältlich, das von einer eigenständigen Redaktion erstellt wird. Chefredakteur ist Christoph Drösser. Seit April 2005 erscheint in unregelmäßigen Abständen das Magazin "DIE ZEIT Geschichte", das geschichtliche Ereignisse mit aktuellem Bezug aufgreift. (Die ersten beiden Ausgaben zum 60. Jahrestag des Kriegsendes erschienen als Gratis-Beilagen der ZEIT.) Erstmals wurde 2005 auch der „ZEIT-Studienführer“ veröffentlicht, der diverse Studienranglisten sowie kurze Artikel zur Vorstellung verschiedener Studienfächer beinhaltet; er soll jährlich erscheinen. Ab November 2005 erscheint eine in Kooperation mit dem Brockhaus-Verlag konzipierte Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. Ebenso wie beim ZEIT-Lexikon liegt der erste Band gratis einer ZEIT-Ausgabe (in diesem Fall der vom 3. November 2005) bei. Wie schon beim im Jahr 2004 erschienenen allgemeinen ZEIT-Lexikon bilden ausgewählte ZEIT-Artikel den Abschluss eines jeden Bandes.

Siehe auch


- ZEIT-Bibliothek
- Logelei von Zweistein

Weblinks


- [http://www.zeit.de DIE ZEIT]
- [http://www.zeit-wissen.de Die ZEIT Wissen]
- [http://www.zeit.de/studium ZEIT-Studienführer]
- [http://www.audibleblog.de/zeit/ Podcasting-Angebot der ZEIT] ZEIT ZEIT

Wochenzeitung

Eine Wochenzeitung ist eine Zeitung, die regelmäßig im Abstand von 7 Tagen erscheint. Wochenzeitungen bilden das Bindeglied zwischen Tageszeitungen und Publikationen, die regelmäßig in längerem zeitlichem Abstand erscheinen.

Geschichte

Die ersten nachweisbaren Wochenzeitungen im deutschsprachigen Raum waren die Relation und der Aviso, die Anfang des 17. Jahrhunderts erschienen: Die Relation ab 1605 in Straßburg und der Aviso ab 1609 in Wolffenbüttel. Die Entstehung der Zeitpunkt lag damals zur Entstehung der Zeitung geradezu "in der Luft": Gutenberg hatte den Druck mit beweglichen Lettern erfunden, quer durch Europa gab Systeme regelmäßiger Postübermittlung und damit die Möglichkeit, sich von Korrespondenten und gewerblichen Nachrichtensystemen beliefern zu lassen. Das alles gab es natürlich nicht erst 1605, sondern auch schon in den Jahren davor. Dass die periodischen Wochenzeitungen trotzdem aus heutiger Sicht einen Einschnitt markieren, liegt nach Thomas Schröder daran, dass sie vier wichtige Merkmale vereinigen: Periodizität (regelmäßiges Erscheinen), Aktualität (im Gegensatz zu den unregelmäßig erschienen Flugblättern, Flugschriften, Meßrelationen etc.), Universalität (d.h. inhaltliche Vielfalt) und Publizität (eine große Reichweite war das Ziel, anders als z.B. bei dem System der Kaufmannsbriefe, das einer der Vorläufer war). Während man allerdings heute das "Geburtsjahr der Zeitung" laut feiert, entstand sie 1605 weitgehend lautlos; die Zeitgenossen haben sie nicht als Sensation empfunden. Der Aviso und die Relation kamen in politisch unruhigen Zeiten auf den Markt: Der Augsburger Religionsfriede verdeckte nur mühsam die Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken, der Dreißigjährige Krieg stand - rückblickend betrachtet - vor der Tür. Das Bedürfnis nach Informationen war also groß. Von der Sprache abgesehen, wirken der Aviso und die Relation heute ausgesprochen modern. Zunächst einmal wäre zu nennen, dass beide einen beeindruckenden Anteil an Auslandsberichterstattung enthalten (Aviso 31% des Wortanteils, die Relation 41% des Wortanteils). In der europäischen Berichterstattung spielten in beiden Zeitungen die Niederlande und Italien die größte Rolle: Die Niederlande wegen der Auseinandersetzungen zwischen dem calvinistischen Norden und dem zu Spanien gehörenden Südniederlande (1609 Waffenstillstand); Italien insbesondere wegen der Neuigkeiten aus dem Vatikan. Regional konzentrierten sich beide Zeitungen, wenn es um Nachrichten aus dem Reichsinneren ging, auf zwei Regionen, die zum habsburgischen Machtbereich gehören: Böhmen (das heute ein Teil von Tschechien ist) und Österreich. Dies lag an einem innenpolitischen Großereignis: dem Bruderzwist zwischen dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Rudolf II., und Matthias, der ihm 1608 die Herrschaft über Österreich abgerungen hatte (drei Jahre später nahm er ihm auch noch Böhmen ab). Rudolf II. und Matthias waren beide Habsburger und damit Mitglieder das dominierenden Adelsgeschlechts in Europa; der Bruderzwist war also ein Thema von allgemeinem Interesse. Themen aus den Feldern "Politik" und "Militär" nahmen in beiden Zeitungen den größten Raum ein (etwa zwei Drittel), ansonsten wurde über Handel, Hof, Kirche und Alltag berichtet. Anders als heute wurde überwiegend über Könige und Fürsten berichtet; danach folgten Soldaten. Bürger interessierten am Allerwenigsten.

Merkmale moderner Wochenzeitungen

Durch die wöchentliche Erscheinungsweise bieten sie die Möglichkeit, Themen - abseits der Hektik tagesaktueller Berichterstattung - ausführlicher und hintergründiger zu behandeln, als dies z.B. bei Tageszeitungen üblich ist. Sie orientieren sich stärker an einer längerfristigen Meinungsbildung und weisen in der Regel ein klareres Meinungsprofil auf als Tageszeitungen.

Wochenzeitungen in Deutschland heute

Nach der Einstellung der Die Woche und der Wochenpost gibt es in Deutschland noch fünf überregionale Wochenzeitungen: die liberale Die Zeit, den konservativen Rheinischen Merkur, die linke Jungle World, den linken Freitag, und die rechte Junge Freiheit. Als überregionale Sonntagszeitungen erscheinen die Bild am Sonntag, die Welt am Sonntag sowie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Ebenfalls wöchentlich erscheinende Nachrichtenmagazine sind Der Spiegel, der Focus und der Stern. Darüber hinaus gibt es regional erscheinende Wochenzeitungen (z.B. die Göttinger Wochenzeitung), die z.T. von Tageszeitungen als siebte Auflage genutzt werden (z.B. Sonntag aktuell im süddeutschen Raum), sowie eine Vielzahl kostenlos verteilter Anzeigenblätter mit lokaler Berichterstattung. In der Schweiz erscheinen Die Wochenzeitung und die Weltwoche. Die nördlichste Zeitung der Welt ist auch eine Wochenzeitung: Svalbardposten aus Spitzbergen.

Siehe auch:


- Illustrierte
- Anzeigenblatt
- Flugblatt Kategorie:Zeitung Kategorie:Journalismus

Literatur:

Schröder, Thomas: Die ersten Zeitungen. Textgestaltung und Nachrichtenauswahl. Tübingen: Gunter Narr 1995.

1946

Ereignisse


- 1. Januar: Karl Kobelt wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Magirus-Werke erhalten von den Besatzungsmächten die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der LKW-Produktion
- 1. Januar: Der neuerbaute Flughafen Heathrow Nähe London wird eröffnet
- 1. Januar: Die letzten US-amerikanischen Besatzungstruppen werden aus dem Iran abgezogen
- 1. Januar: Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Indien, Großbritannien und Thailand in Bangkok
- 1. Januar: Die Bank von Frankreich wird verstaatlicht, die bisherigen Aktionäre abgefunden
- 5. Januar: In Nürnberg beginnt vor einem US-Militärgerichtshof der Prozess gegen 23 ehemalige KZ-Ärzte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
- 11. Januar: Abschaffung der Monarchie, Proklamation der Volksrepublik Albanien durch Enver Hoxha
- 22. Januar: Gründung der kurdischen Republik Mahabad
- 1. Februar: Amtsantritt von Trygve Lie als erster Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 21. Februar: Die Deutschen Erzbischöfe Joseph Frings, Bischof Clemens August Graf von Galen und Bischof Konrad Graf von Preysing werden in Rom vom Papst zu Kardinälen ernannt
- 21. Februar: Erste Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit
- 1. März: Die Bank von England wird verstaatlicht, ihre Altaktionäre werden abgefunden
- 18. März: Die Weltbank beginnt mit ihrer Tätigkeit
- 2. März: Gründung der „Deutschen Konservativen Partei – Deutschen Rechtspartei“ (DKP-DRP) als Fusion der „Deutschen Aufbau-Partei“ und der „Deutschen Konservativen Partei“
- 9. April: Neugründung der Technischen Hochschule Berlin als Technische Universität Berlin
- 21. April bis 22. April: Die KPD und die SPD schließen sich in der späteren DDR zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zusammen
- 6. Mai: Camille Gutt, Belgien, wird erster Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 15. Mai: Sizilien wird Autonome Region innerhalb Italiens
- 25. Mai: Unabhängigkeit Jordaniens
- 9. Juni: Thailand. König Bhumibol Adulyadej wird Staatsoberhaupt
- 18. Juni: Proklamation der Republik Italien
- 1. Juli: Zusammenschluss der Besatzungszonen der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland auf Vorschlag der USA wird durch Frankreich und der Sowjetunion verhindert
- 4. Juli: Die Philippinen erlangen die Unabhängigkeit
- 22. Juli: Das King David Hotel in Jerusalem wird von jüdischen Terroristen der Irgun teilweise in die Luft gesprengt. 91 unschuldige Frauen und Männer (darunter 16 britische Staatsangehörige) kommen ums Leben
- 16. August: Es wird von Vertretern der kurdischen Intelligenz und dem städtischen Kleinbürgertum die „Kurdische Demokratische ParteiKDP (auf kurdisch PDK: Partiya Demokratya Kurdistane) gegründet. Molla Mustafa Barzani wird, trotz Abwesenheit, zum Vorsitzenden gewählt
- 1. September: Frankreich stimmt gegen politische Einheit der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland der 3 westlichen Besatzungszonen
- 6. September: Der amerikanische Außenminister verkündet in seiner Stuttgartet Rede, dass er die Wirtschaft der Besatzungszonen im besetzten Deutschland vereinen will. Nur Großbritannien erklärt sich dazu bereit
- 12. September: Volksabstimmung auf den Färöern über die Loslösung des Landes vom Königreich Dänemark. Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung ist dafür. Am 18. September wird dort die Unabhängigkeit ausgerufen, doch am 20. September von Dänemark annulliert
- 30. September und 1. Oktober: Verkündung der Urteile der Nürnberger Prozesse
- 20. Oktober: Letzte freie Wahlen in der sowjetischen Besatzungszone
- 3. November: Die neue japanische Verfassung, die am 3. Mai 1947 in Kraft tritt, wird verkündet
- 4. November: Gründung der UNESCO durch die Gründungsstaaten: Australien, Brasilien, Republik China, Dänemark, Dominikanische Republik, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Kanada, Libanon, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei und USA
- 6. November: Polen wird Mitglied in der UNESCO
- 13. November: Bolivien wird Mitglied in der UNESCO
- 16. November: Die Arabische Republik Syrien wird Mitglied in der UNESCO
- 16. November: Syrien wird Mitglied in der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur)
- 18. November: Haiti wird Mitglied in der UNESCO
- 19. November: Schweden, Island und Afghanistan werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 21. November: Peru wird Mitglied in der UNESCO
- 21. November: Philippinen wird Mitglied in der UNESCO
- 25. November: Venezuela wird Mitglied in der UNESCO
- 29. November: Belgien wird Mitglied in der UNESCO
- 1. Dezember: Inkrafttreten der Hessischen Verfassung (erste Nachkriegsverfassung Deutschlands) durch Volksentscheid
- 2. Dezember: Gründung der Internationalen Walfangkommission (IWC)
- 6. Dezember: Willard Frank Libby stellt eine Atomuhr auf der Basis von Cäsium-Atomen vor
- 9. Dezember: Im Nürnberger Ärzteprozess verurteilt der Erste Amerikanische Militärgerichtshof sieben der 23 Angeklagten zum Tode und weitere neun zu langen Freiheitsstrafen
- 11. Dezember: Die erste Ausgabe der Programmzeitschrift Hörzu erscheint
- 31. Dezember: Joseph Kardinal Frings hält seine berühmte Silvesterpredigt in Köln-Riehl
- 31. Dezember: Juan Perón wird Staatspräsident Argentiniens, seine Frau Eva Perón First Lady
- Max Brauer (SPD) wird in einer Koalition mit der FDP Erster Bürgermeister von Hamburg

Kultur


- 1. Januar: Uraufführung des Theaterstücks Danach von Helmut Weiss in Berlin
- 16. Mai: Uraufführung des Musicals Annie Get Your Gun von Irving Berlin am Imperial Theatre in New York
- 12. Juli: Uraufführung der Oper Krieg und Frieden (Orig.: Woina i mir) von Sergei Sergejewitsch Prokofjew in Sankt Petersburg
- 15. Oktober: Premiere des ersten deutschen Nachkriegsfilms, der DEFA-Produktion Die Mörder sind unter uns (Regie: Wolfgang Staudte, Hauptdarstellerin: Hildegard Knef) im Berliner Admiralspalast
- Gründung der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Katastrophen


- 31. Mai: Erdbeben der Stärke 6.0 in der Türkei, rund 1.200 Tote
- 10. November: Erdbeben der Stärke 7,3 in Ancash, Peru, etwa 1.400 Tote
- 20. Dezember: Erdbeben der Stärke 8,1 in Tonankai, Japan, 1.330 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 22. Mai: Major F. T. Casman und Major W. E. Zins flogen mit ihrem Hubschrauber Sikorsky R-5 A einen neuen Rekord
- 6. Juni: Die National Basketball Association wird offiziell gegründet
- 11. Juli: Die International Handball Federation wird offiziell in Basel gegründet

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Roberto Rivelino, ehemaliger brasilianischer Fußballspieler
- 1. Januar: Rivelino, ehemaliger brasilianischer Fußballspieler
- 2. Januar: Ilma Rakusa, Schweizer Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und literarische Übersetzerin
- 3. Januar: Olivia Molina, deutsch-mexikanische Tango- und Schlager-Sängerin
- 3. Januar: John Paul Jones (Rockmusiker), englischer Rockmusiker und Musikproduzent
- 3. Januar: Rudolf Böhmler, Politiker
- 4. Januar: Marek Borowski, polnischer Politiker
- 4. Januar: Arthur Conley, US-amerikanischer Soul-Sänger († 2003)
- 5. Januar: Jewgeni Anatoljewitsch Popow, russischer Prosa-Schriftsteller
- 5. Januar: Diane Keaton, US-amerikanische Schauspielerin, Filmproduzentin und TV-Filmregisseurin
- 6. Januar: Syd Barrett, britischer Gitarrist, Sänger und Songschreiber
- 8. Januar: Robbie Krieger, US-amerikanischer Musiker (The Doors)
- 9. Januar: Mogens Lykketoft, dänischer sozialdemokratischer Politiker
- 10. Januar: Aynsley Dunbar, britischer Schlagzeuger
- 10. Januar: Robert Gadocha, polnischer Fußballspieler
- 12. Januar: George Duke, US-amerikanischer Pianist, Arrangeur und Produzent
- 14. Januar: Harold Shipman, britischer Mediziner († 2004)
- 14. Januar: Howard Carpendale, deutscher Sänger und Komponist südafrikanischer Herkunft
- 16. Januar: Annegret Soltau, Collagekünstlerin der Body-Art
- 16. Januar: Kabir Bedi, indischer Schauspieler
- 16. Januar: Ronni Milsap, US-amerikanischer Countrysänger
- 18. Januar: Henrique Pereira Rosa, ehemaliger Präsident von Guinea-Bissau
- 18. Januar: Joseph Deiss, Schweizer Politiker
- 19. Januar: Julian Barnes, britischer Schriftsteller
- 19. Januar: Reinhard Lakomy, Komponist der DDR
- 19. Januar: Alexander Kostinskij, ukrainisch-jüdischer Dichter, Schriftsteller, Illustrator
- 19. Januar: Dolly Parton, US-amerikanische Countrysängerin
- 20. Januar: Ernst Probst, Dt. Wissenschaftsjournalist
- 20. Januar: David Lynch, US-amerikanischer Regisseur
- 21. Januar: Nella Martinetti, Schweizer Sängerin, Komponistin und Texterin
- 21. Januar: Johnny Oates, US-amerikanischer Baseballspieler († 2004)
- 22. Januar: Malcolm McLaren, britischer Künstler, Modeschöpfer, Designer, Musik-Manager und Musiker
- 23. Januar: Boris Abramowitsch Beresowski, Mathematiker und ein Oligarch Russlands
- 23. Januar: Arnoldo Alemán, von 1997 bis 2002 Staatspräsident Nicaraguas
- 28. Januar: Thomas Mann (Politiker), deutscher Europaabgeordneter
- 29. Januar: Günter Ohnemus, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 31. Januar: Wolfgang Stumph, deutscher Schauspieler und Kabarettist
- 2. Februar: Isayas Afewerki, Staatspräsident und Regierungschef von Eritrea (seit 1993)
- 3. Februar: Stan Webb, Gitarrist
- 5. Februar: Boris Bukowski, österreichischer Musiker
- 8. Februar: Gert Jonke, österreichischer Schriftsteller
- 9. Februar: Joseph Prathan Sridanusil, römisch-katholischer Priester
- 11. Februar: Knut Vollebæk, norwegischer Diplomat und christdemokratischer Politiker
- 12. Februar: Ajda Pekkan, türkische Sängerin und Schauspielerin
- 13. Februar: Artur Jorge, portugiesischer Fußballtrainer und bis 1977 Fußballprofi
- 14. Februar: Bernard Dowiyogo, nauruischer Politiker († 2003)
- 14. Februar: Gregory Hines, US-amerikanischer Stepptänzer und Schauspieler († 2003)
- 15. Februar: John Trudell, indianischer Freiheitskämpfer, Musiker und Schauspieler
- 15. Februar: Marisa Berenson, US-amerikanische Schauspielerin
- 16. Februar: August Hanning, Präsident des BND
- 17. Februar: Dodie Stevens, Sängerin
- 19. Februar: Luis Puenzo, Film-Regisseur und Drehbuch-Autor
- 20. Februar: Brenda Blethyn, britische Schauspielerin
- 21. Februar: Alan Rickman, britischer Bühnen- und Film-Schauspieler
- 21. Februar: Ottmar Schreiner, deutscher Politiker
- 23. Februar: Bodo H. Hauser, deutscher Journalist und Moderator († 2004)
- 24. Februar: Markus Zürcher, Schweizer, bildender Künstler, Vertreter der Konzeptkunst
- 25. Februar: Elkie Brooks, britische Sängerin
- 25. Februar: Roland Hemmo, deutscher Synchronsprecher und Schauspieler
- 25. Februar: Franz Xaver Kroetz, Schriftsteller
- 26. Februar: Ahmed H. Zewail, ägyptischer Chemiker, Nobelpreisträger (1999)
- 28. Februar: Robin Cook, britischer Politiker und Außenminister von 1997 bis 2001 († 2005)
- 28. Februar: Ludwig Hirsch, österreichischer Sänger und Liedermacher
- 28. Februar: Don Francisco (Sänger), Sänger und Komponist
- 28. Februar: Syreeta, US-amerikanische Soul-Sängerin und Songwriterin († 2004)
- 1. März: Gert Hoffmann, deutscher Politiker, NPD, Oberbürgermeister von Braunschweig
- 1. März: Jost Gross, Schweizer Politiker († 2005)
- 1. März: Jan Kodeš, tschechischer Tennisspieler
- 4. März: Sergio Fernández Barroso, kubanischer Komponist
- 6. März: Murray Head, britischer Schauspieler und Sänger
- 6. März: David Gilmour, Gitarrist, Sänger, Komponist und Songwriter der Rockgruppe Pink Floyd
- 7. März: Matthew Fisher, englischer Musiker
- 9. März: Bernd Hölzenbein, deutscher Fußballspieler
- 10. März: Jim Valvano, US-amerikanischer Basketballtrainer († 1993)
- 12. März: Ricky King, deutscher Musiker
- 12. März: Liza Minnelli, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 13. März: Chris Roberts (Schlagersänger), deutscher Schlagersänger und Schauspieler
- 13. März: Yann Arthus-Bertrand, französischer Fotograf
- 14. März: Leonti Pawlowitsch Schewzow, General in der Sowjetunion und Russland
- 14. März: Gianni Bella, italienischer Sänger
- 14. März: Wes Unseld, US-amerikanischer Basketballspieler
- 17. März: Georges J. F. Köhler, deutscher Biologe und Nobelpreisträger († 1995)
- 19. März: Joachim Sartorius, deutscher Jurist, Diplomat, Theaterintendant, Lyriker und Übersetzer
- 21. März: Ray Dorset, britischer Rockmusiker
- 21. März: Zsolt Gárdonyi, ungarischer Komponist
- 22. März: Harry Vanda, australischer Musikproduzent
- 22. März: Rudy Rucker, US-amerikanischer Schriftsteller und Informatiker
- 23. März: Lee Towers, Rotterdamer Sänger
- 24. März: Su Kramer, deutsche Sängerin, Komponistin und Texterin
- 24. März: Herbert Wernicke, Opernregisseur, Bühnen- und Kostümbildner († 2002)
- 24. März: Robert Becker, US-amerikanischer Regisseur († 1993)
- 25. März: Maurice Krafft, Vulkanologe († 1991)
- 28. März: Wubbo Ockels, niederländischer Physiker und Raumfahrer
- 29. März: Wolfgang Drexler, deutscher Politiker und MdL
- 30. März: Wolfgang Spindler, Richter und designierter Präsident des Bundesfinanzhofs
- 31. März: Klaus Wolfermann, deutscher Leichtathlet (Speerwerfer)
- 31. März: Willi Seebauer, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1. April: Jürgen Büssow, deutscher Politiker, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Düsseldorf
- 1. April: Helmut Kukacka, österreichischer Politiker und Staatssekretär
- 2. April: Brigitte Struzyk, deutsche Schriftstellerin
- 2. April: Lajos Koltai, ungarischer Kameramann und Filmregisseur
- 3. April: Hanna Suchocka, polnische Politikerin
- 6. April: Wolfgang Ischinger, Botschafter der Bundesrepublik in den USA, Diplomat
- 6. April: Danny Kortchmar, US-amerikanischer Rocksänger und -gitarrist
- 7. April: Heðin Mortensen, Bürgermeister der färöischen Hauptstadt Tórshavn
- 7. April: Colette Besson, französische Leichtathletin und Olympiasiegerin († 2005)
- 8. April: Johannes Andreas Pflug, deutscher Politiker
- 12. April: Ria Endres, deutsche Schriftstellerin
- 12. April: Ed O’Neill, Schauspieler,
- 15. April: Willi Neuberger, deutscher Fußballspieler
- 15. April: Winfried Nachtwei, deutscher Politiker
- 15. April: Friedrich Chlubna, österreichischer Problemkomponist († 2005)
- 16. April: Peteris Vasks, lettischer Komponist
- 18. April: Skip Spence, US-amerikanischer Rockmusiker († 1999)
- 20. April: Sabine Bergmann-Pohl, deutsche Politikerin
- 20. April: Irene Ellenberger, deutsche Politikerin
- 20. April: Ricardo Maduro, Politiker aus Honduras
- 21. April: Patrick Rambaud, französischer Schriftsteller
- 21. April: Xaver Schwarzenberger, österreichischer Kameramann und Regisseur
- 22. April: John Waters, US-amerikanischer Filmregisseur
- 23. April: Clemente Domínguez y Gómez, Oberhaupt der Palmarianisch-katholischen Kirche († 2005)
- 25. April: Andrzej Seweryn, polnischer Schauspieler
- 25. April: Wladimir Wolfowitsch Schirinowski, russischer Politiker und Abgeordneter der Duma
- 25. April: Talia Shire, US-amerikanische Schauspielerin
- 26. April: Vera F. Birkenbihl, deutsche Managementtrainerin und Sachbuchautorin
- 27. April: Franz Roth, deutscher Fußballspieler
- 27. April: Gerd Wiltfang, deutscher Springreiter († 1997)
- 29. April: Karl-Heinz Funke, deutscher Politiker
- 29. April: Humphrey Carpenter, englischer Schriftsteller und Biograph († 2005)
- 30. April: Ulla Hahn, deutsche Schriftstellerin
- 30. April: Karl XVI. Gustav (Schweden), schwedischer König
- 30. April: Bill Plympton, US-amerikanischer Trickfilmzeichner
- 1. Mai: Joanna Lumley, britische Schauspielerin und Fotomodell
- 1. Mai: John Woo, ein aus Hongkong stammender Regisseur und Filmproduzent
- 1. Mai: Peter Kostelka, österreichischer Politiker
- 2. Mai: David Suchet, britischer Schauspieler
- 3. Mai: José Genoíno, Politiker
- 6. Mai: Heinz Eggert, deutscher Politiker und MdL
- 7. Mai: Thelma Houston, US-amerikanische R&B- und Disco-Sängerin
- 7. Mai: Bill Kreutzmann, US-amerikanischer Rockmusiker, Schlagzeuger
- 9. Mai: Drafi Deutscher, deutscher Sänger, Komponist und Musikproduzent
- 9. Mai: Candice Bergen, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. Mai: Dave Mason, britischer Musiker
- 10. Mai: Franz-Josef Paefgen, Chairman & CE von Bentley Motors
- 10. Mai: Tony Clunn, englischer Major und Hobbyarchäologe
- 10. Mai: Ulrich Stranz, Komponist († 2004)
- 10. Mai: Donovan, schottischer Rockpoet
- 10. Mai: Biruté Galdikas, Zoologin und Verhaltensforscherin
- 11. Mai: László Polgár, ungarischer Pädagoge
- 12. Mai: Daniel Libeskind, Architekt, Vertreter des Dekonstruktivismus
- 12. Mai: Horst Schnellhardt, deutscher Europaabgeordneter
- 15. Mai: Klaus-Peter Siegloch, deutscher Journalist und ZDF-Moderator
- 15. Mai: Hellmuth Eichner, deutscher Maler und Bildhauer
- 15. Mai: L. Neil Smith, US-amerikanischer Autor
- 16. Mai: Robert Fripp, englischer Gitarrist und Komponist des Progressive Rock
- 17. Mai: Uwe Bartels, deutscher Politiker
- 17. Mai: Udo Lindenberg, deutscher Rockmusiker
- 18. Mai: Gerd Langguth, Politikwissenschaftler und Bundestagsabgeordneter
- 19. Mai: Kurt Lauk, CDU-Mitglied, Politiker, Präsident des Wirtschaftsrates
- 19. Mai: Kurt Joachim Lauk, deutscher Europaabgeordneter
- 19. Mai: Michele Placido, italienischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor
- 19. Mai: André the Giant, Wrestler und Schauspieler († 1993)
- 20. Mai: Dan Diner, Historiker und politischer Schriftsteller
- 20. Mai: Cher (Künstlerin), US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 20. Mai: Craig Patrick, US-amerikanischer Eishockeyspieler und -trainer
- 21. Mai: Erwin Kostedde, deutscher Bundesligafußballspieler und Nationalspieler
- 22. Mai: George Best, nordirischer Fußballspieler
- 22. Mai: Brigitte Wimmer, Politikerin
- 24. Mai: Irena Szewińska, polnische Leichtathletin
- 24. Mai: Tansu Çiller, türkische Politikerin
- 26. Mai: Ruprecht Polenz, deutscher Politiker
- 27. Mai: Niels-Henning Ørsted Pedersen, dänischer Jazzbassist und Instrumentalist († 2005)
- 27. Mai: Eike Anna Maria Hovermann, deutscher Politiker
- 30. Mai: Dragan Džajić, jugoslawischer Fußballspieler
- 31. Mai: Gabriele Goettle, deutsche Journalistin und Schriftstellerin
- 31. Mai: Agnes Schierhuber, österreichische Politikerin
- 1. Juni: Werner Müller (Politiker), deutscher Manager
- 2. Juni: Peter Sutcliffe, englischer Serienmörder
- 6. Juni: Lasse Hallström, schwedischer Regisseur
- 7. Juni: Manfred Ritschel, deutscher Fußballspieler
- 8. Juni: Pearlette Louisy, Generalgouverneurin von St Lucia
- 9. Juni: Deyda Hydara, Journalist
- 11. Juni: Jan Petersen (Politiker), norwegischer konservativer Politiker, Jurist und Diplomat
- 12. Juni: Margot Queitsch, deutsche Politikerin und MdL
- 13. Juni: Peter Spahn (Historiker), deutscher Althistoriker
- 13. Juni: Ranulph Glanville, Philosoph und Architekt
- 14. Juni: Ahmad Zahir, afghanischer Sänger († 1979)
- 14. Juni: Donald Trump, US-amerikanischer Unternehmer
- 15. Juni: Brigitte Fossey, französische Schauspielerin
- 15. Juni: Demis Roussos, griechischer Sänger
- 16. Juni: Ian Matthews, britischer Folkgitarrist und -sänger
- 16. Juni: Volker Blumentritt, deutscher Politiker
- 16. Juni: Rick Adelman, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 17. Juni: Eduardo Camaño, argentinischer Politiker Präsident für 2 Tage
- 17. Juni: Gérard Grisey, französischer Komponist († 1998)
- 17. Juni: Peter Rosei, österreichischer Schriftsteller
- 17. Juni: Barry Manilow, US-amerikanischer Sänger
- 18. Juni: Maria Bethânia, brasilianischer Sänger, Komponist und Liedermacher
- 18. Juni: Fabio Capello, Fußballspieler, Fußballtrainer
- 18. Juni: Hanny Alders, niederländische Bestsellerautorin
- 19. Juni: Nina (Sängerin), deutsche Sängerin († 2005)
- 20. Juni: Ahmed Benbitour, algerischer Politiker
- 20. Juni: Bob Vila, kubanisch-US-amerikanischer Gastgeber von Heimwerker Fernsehsendungen
- 20. Juni: Xanana Gusmão, Präsident von Osttimor
- 20. Juni: Zülfü Livaneli, türkischer Komponist, Sänger, Schriftsteller und Filmregisseur
- 22. Juni: Eliades Ochoa, kubanischer Gitarrist und Sänger
- 23. Juni: Franziska Wiethold, Vorstandsmitglied von Ver.di
- 25. Juni: Ulrik le Fevre, dänischer Fußballspieler
- 25. Juni: Siegfried Fietz, deutscher Liedermacher (Texter, Komponist und Produzent)
- 25. Juni: Roméo Dallaire, Kommandant der Blauhelmtruppen der Vereinten Nationen in Ruanda
- 26. Juni: Maria von Welser, deutsche Fernsehjournalistin
- 26. Juni: Gerhard Tötschinger, österreichischer Schauspieler und Schriftsteller
- 26. Juni: Manon (Künstlerin), Züricher Künstlerin
- 27. Juni: Zsuzsanna Gahse, deutsche Schriftstellerin
- 28. Juni: Robert Lynn Asprin, US-amerikanischer Schriftsteller
- 29. Juni: Gitte Haenning, dänische Sängerin
- 29. Juni: Ernesto Pérez Balladares, Politiker und war Staatspräsident Panamas
- 29. Juni: Egon von Fürstenberg, Schweizer Modedesigner († 2004)
- 30. Juni: Helmut Dubiel, deutscher Soziologe, Professor an der Universität Gießen

2. Halbjahr


- 1. Juli: Stefan Aust, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel
- 1. Juli: Hans-Michael Goldmann, deutscher Politiker
- 1. Juli: Alceu Valença, Karnevalsmusiker in Olinda
- 1. Juli: Mireya Moscoso, Präsidentin von Panama
- 2. Juli: Jean-Luc Darbellay, Schweizer Komponist, Dirigent, Klarinettist und Arzt
- 2. Juli: Richard Axel, US-amerikanischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 3. Juli: Leszek Miller, polnischer Politiker und Ministerpräsident
- 3. Juli: Johnny Lee, US-amerikanischer Country-Musiker
- 4. Juli: Birgit Schnieber-Jastram, deutsche Politikerin
- 4. Juli: Michael Milken, US-amerikanischer Finanzier und Investmentbanker
- 5. Juli: Gerardus 't Hooft, niederländischer Physiker
- 5. Juli: Gerd Lüdemann, Theologe
- 6. Juli: George W. Bush, 43. Präsident der USA, ehem. Gouverneur von Texas
- 6. Juli: Sylvester Stallone, US-amerikanischer Schauspieler
- 9. Juli: Ronald Belfort Scott, Rockmusiker († 1980)
- 10. Juli: Jean-Pierre Jarier, französischer Automobilrennfahrer
- 10. Juli: Sue Lyon, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. Juli: Gabriele Gysi, deutsche Schauspielerin und Regisseurin
- 11. Juli: Walter Franz Altherr, deutscher Politiker
- 12. Juli: Jens Beutel, Oberbürgermeister von Mainz
- 13. Juli: Cheech Marin, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. Juli: Dieter Herzog, deutscher Fußballspieler
- 15. Juli: Achim Mentzel, deutscher Musiker
- 15. Juli: Linda Ronstadt, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 17. Juli: Karl-Peter Bruch, deutscher Politiker
- 18. Juli: Svein Ludvigsen, norwegischer Politiker
- 18. Juli: Siegfried Broß, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 19. Juli: Ulli Martin, deutscher Schlagersänger
- 19. Juli: Ilie Năstase, rumänischer Tennisspieler
- 20. Juli: Heorhij Kirpa, Transportminister der Ukraine († 2004)
- 21. Juli: Friedhelm Julius Beucher, deutscher Politiker
- 22. Juli: Mireille Mathieu, französische Sängerin
- 22. Juli: Danny Glover, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. Juli: Buffy Ettmayer, österreichischer Fußballspieler
- 25. Juli: Rita Marley, jamaikanische Reggaemusikerin kubanischer Herkunft
- 26. Juli: Erwin Huber, deutscher Politiker und MdL
-

Verlagsgruppe Holtzbrinck

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH hat ihren Sitz in
Stuttgart und besteht als Holding seit dem Jahr 1971. Sie ist eines der großen Medienunternehmen Deutschlands (80 Firmen) mit globaler Präsenz. 2004 erwirtschaftete sie einen Umsatz von ca. zwei Milliarden Euro. Sie wurde 2002 durch die angestrebte Fusion mit Berliner Medien in weiten Kreisen bekannt, welche 2003 untersagt wurde. Im Oktober 2005 beschloss die Verlagsgruppe den Verkauf ihrer Anteile am Berliner Verlag (Berliner Zeitung). Der Grundstein der Verlagsgruppe war die Stuttgarter Hausbücherei, gegründet 1948 von Georg von Holtzbrinck (1909-1983). Sie firmierte ab ca. 1959 unter Deutscher Bücherbund. In den 1960ern folgten der S. Fischer Verlag und Beteiligungen an Rowohlt, Droemer Knaur und Kindler sowie der Einstieg bei der Saarbrücker Zeitung und beim Handelsblatt - was Anlass zur Gründung der Holding gab. Mitte der 1980er begann die Ausdehnung in das englischsprachige Ausland, zunächst in die USA, und seit Mitte der 90er Jahre durch die Großakquisition Macmillan (mit den bekannten Zeitschriften Nature und Scientific American) in die Länder des Commonwealth sowie in die Märkte Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Der Deutsche Bücherbund wurde verkauft, um stärker in elektronische Medien investieren zu können. Die Verlagsgruppe gliedert sich in fünf Bereiche: # Überregionale Zeitungen: Die Zeit (eine Wochenzeitung), Hamburg (seit 1996); Der Tagesspiegel, Berlin. Im Verlag der Zeit erscheint ab Nr. 161 (Sommer 2005) auch die Zeitschrift Kursbuch. # Regionalzeitung und Druck: Lausitzer Rundschau, Cottbus; Main-Post, Würzburg; NEWS Frankfurt; Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken; Südkurier, Konstanz; Trierischer Volksfreund, Trier; manus presse, Stuttgart # Wirtschaftsinformationen: Verlagsgruppe Handelsblatt, Düsseldorf/ Frankfurt am Main (u.a. Wirtschafts- und Finanzzeitung Handelsblatt, Wirtschaftswoche, Der Fachverlag, GWP media-marketing, Prognos; diverse Beteiligungen) # Belletristik und Sachbuch, sowie # Bildung und Wissenschaft: Spektrum der Wissenschaft und Scientific American, New York; J.B. Metzler, Stuttgart (Lexika); Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar; Bedford, Freeman & Worth, New York (u.a. Textbooks); Wissenschafts-Journal Nature, Macmillan Heinemann ('Englisch als Fremdsprache')

Weblinks


- http://www.holtzbrinck.com Kategorie:Unternehmen (Stuttgart) Holtzbrinck

Hamburg

Die Freie und Hansestadt Hamburg (niederdeutsch Hamborg, lateinisch Hammonia) ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland und zweitgrößte Stadt Deutschlands sowie sechstgrößte der Europäischen Union. Hamburg ist Mittelpunkt der Europäischen Metropolregion Hamburg, eine von insgesamt elf Europäischen Metropolregionen in Deutschland.

Geografie

Europäischen Metropolregionen Hamburg liegt in Norddeutschland an der Mündung von Alster und Bille in die Elbe, die 110 km weiter nordwestlich in die Nordsee fließt. Der natürliche Tidehafen erstreckt sich über die ganze Breite der Elbe, hauptsächlich auf das Südufer der Norderelbe gegenüber den Stadtteilen St. Pauli und Altona. Die beiden Ufer sind durch Brücken im Osten sowie durch den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden. Das Land südlich und nördlich des Flusses ist Geest, höher gelegene Flächen, die durch die Sand- und Geröllablagerungen der Gletscher während der Eiszeiten entstanden sind. Die unmittelbar am Fluss liegenden Marschen wurden auf beiden Seiten der Elbe über Jahrhunderte vom Flutwasser der Nordsee überschwemmt und dabei wurden Sand und Schlick abgeladen. Inzwischen ist die Elbe aber beidseitig eingedeicht. Alte Deichanlagen erinnern in den Außenorten noch an die Zeit, als bei Hochwasser ganze Viertel unter Wasser standen. Die Alster ist ein Fluss, der in der Stadtmitte aufgestaut wird, wodurch eine Art Binnensee in der Innenstadt entsteht. Dieser „See“ ist in zwei Teile geteilt, die jedoch miteinander verbunden sind – Binnen- und Außenalster. Sie werden durch zahlreiche Kanäle gespeist, die von großen Parkanlagen gesäumt sind. Die unzähligen Fleete, Flüsschen und Kanäle werden von mehr als 2.300 Brücken überspannt. Hamburg ist damit die brückenreichste Stadt Europas und hat mehr als Venedig (400) und Amsterdam (1.200) zusammen. Eine Übersicht der geografischen und urbanen Merkmale findet sich auf dem Satellitenbild des Artikels TM_Hamburg. Die heutigen Grenzen der Stadt Hamburg bestehen erst seit dem Groß-Hamburg-Gesetz, das mit Wirkung vom 1. April 1938 in Kraft trat. Die Stadt ist nach Berlin sowohl von der Fläche als auch von der Einwohnerzahl zweitgrößte Stadt Deutschlands. Hamburg grenzt nördlich der Elbe an Schleswig-Holstein und südlich der Elbe an Niedersachsen. Die in der Elbemündung in der Nordsee gelegenen Inseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn sowie der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gehören auch zum Hamburger Stadtgebiet.

Flüsse


- Alster
- Bille
- Dove Elbe
- Düpenau
- Eilbek
- Elbe
- Este
- Flottbek
- Isebek
- Gose Elbe
- Wandse

Erhebungen

Höchste Erhebung ist mit 116,1 m ü. NN eine (namenlose) Erhebung in den Harburger Bergen. Siehe Liste der Erhebungen in Hamburg.

Angrenzende Städte und Gemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Hamburg; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt:
- in Schleswig-Holstein:
  - im Kreis Pinneberg: Wedel, Appen, Pinneberg, Schenefeld, Halstenbek, Rellingen sowie Ellerbek und Bönningstedt (beide Amt Bönningstedt)
  - im Kreis Segeberg: Norderstedt
  - im Kreis Stormarn: Tangstedt, Jersbek (Amt Bargteheide-Land), Ammersbek, Ahrensburg, Stapelfeld (Amt Siek), Barsbüttel, Oststeinbek und Reinbek
  - im Kreis Herzogtum Lauenburg: Wentorf bei Hamburg, Börnsen und Escheburg (beide Amt Hohe Elbgeest) und Geesthacht
- in Niedersachsen:
  - im Landkreis Harburg: Drage (Samtgemeinde Elbmarsch), Winsen (Luhe), Stelle, Seevetal, Rosengarten und Neu Wulmstorf
  - im Landkreis Stade: Buxtehude, Jork

Verwaltungsgliederung

Jork Hauptartikel: Liste der Bezirke in Hamburg Hamburg besteht heute aus sieben Bezirken:
- Mitte
- Altona
- Eimsbüttel
- Nord
- Wandsbek
- Bergedorf
- Harburg Die Bezirke verfügen jeweils über ein eigenes Bezirksparlament, die Bezirksversammlungen. Diese Bezirksversammlungen haben rechtlich allerdings die Stellung von Verwaltungsausschüssen, mit sehr eingeschränkten Kompetenzen. Jeder Bezirk gliedert sich in mehrere Stadtteile, von denen es in ganz Hamburg insgesamt 104 gibt. Einige Stadtteile im so genannten Kernbereich des Bezirks werden direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet, für die anderen Stadtteile des Bezirks gibt es jeweils ein eigenes Ortsamt. Insgesamt wurden 15 Ortsämter eingerichtet.

Klima

15 Ortsämter Aufgrund der maritimen Einflüsse ist das Klima milder als im östlichen Hinterland. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 17,0 °C, der kälteste der Januar mit 0,0 °C. Temperaturen über 25 °C sind im Hochsommer keine Seltenheit. Seit den 1990er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden – möglicherweise im Zuge der globalen Erwärmung – auch Spitzentemperaturen von bis zu 37,3 °C (9. August 1992) gemessen. Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 714 mm Niederschlag und an 52 Tagen im Jahr senken sich Nebelbänke über die Stadt; im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. Das Klima ist ganzjährig humid. Frühjahr und Frühsommer sind die beste Reisezeit für einen Besuch Hamburgs, jedoch gehört regenfeste Kleidung ins Gepäck.

Bevölkerung

humid

Einwohnerentwicklung

Hauptartikel: Hamburg/Bevölkerung Hamburg war im 17. Jahrhundert die größte Stadt Deutschlands, da sie vom Dreißigjährigen Krieg verschont geblieben war. Seinen bislang höchsten Einwohnerstand mit 1,9 Millionen erreichte Hamburg im Jahre 1964. Stadtflucht und Suburbanisierung führten anschließend zu einem Bevölkerungsrückgang bis 1986 auf rund 1,6 Millionen Einwohner. Seitdem ist die Bevölkerungszahl auf 1.742.846 (Stand 1. August 2005) angestiegen. Für die kommenden 20 Jahre wird für Hamburg ein weiterer Bevölkerungsanstieg vorausgesagt. In der mittleren Variante der Projektion wird von einer Einwohnerzahl von rund 2 Millionen ausgegangen. Hamburg wäre damit die am stärksten wachsende deutsche Metropole. Die Bevölkerungsstruktur Hamburgs ist die einer multikulturellen Gesellschaft: Im Dezember 2004 besaßen rund 255.070 Einwohner einen ausländischen Pass, das sind 14,9 % der gesamten Bevölkerung. Davon waren die größten Gruppen die türkischen Staatsangehörigen mit 59.600 Personen (zusammen mit den schätzungsweise 27.000 türkischstämmigen Deutschen in Hamburg wohnt in der Stadt damit die drittgrößte Gruppe türkischstämmiger Menschen in Deutschland, nach Berlin und Köln), die Serben und Montenegriner mit 18.650 Personen und die Polen mit 17.410 (fast 100.000 inkl. eingebürgerter Polen). Altersstruktur:
- unter 18: 16,1 %
- 18–60: 60,0 %
- über 60: 23,9 %

Religionen

Hauptartikel: Konfessionen in Hamburg Hamburg ist seit der Reformation eine evangelisch-lutherisch geprägte Stadt (37 % der Bevölkerung (2002)). Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war es aber schon lange offen für andere Konfessionen. So entstand hier zum Beispiel 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde. Hamburg ist außerdem seit 1995 Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Hamburg mit ihrem Zentrum in der Domkirche St. Marien. 2003 lag der Anteil der römisch-katholischen Bürger bei 10,3 Prozent. Darüber hinaus gibt es seit den 1960er-Jahren einen bedeutenden Anteil an muslimischer Bevölkerung, sowie eine aufblühende jüdische Glaubensgemeinschaft.

Sprache

Bis weit ins 19. Jahrhundert war Niederdeutsch die allgemeine Umgangssprache in der Stadt. Dann wurde es vom Hochdeutschen, das schon seit langem als Schriftsprache Verwendung fand, immer stärker zurückgedrängt und verschwand um die Mitte des 20. Jahrhunderts schließlich weitgehend aus dem Alltagsgebrauch. Das Hamburger Platt wird aber noch von vielen Hamburgern verstanden und gesprochen sowie wie in ganz Norddeutschland in Literatur, Zeitungskolumnen usw. gepflegt. Der niederdeutsche Einfluss bleibt im Hochdeutschen allgegenwärtig und manifestiert sich besonders im Missingsch. Der bekannteste Ort der Mundartpflege in Hamburg ist das Ohnsorg-Theater, das Aufführungen in niederdeutscher Sprache anbietet. Siehe auch: Hamburger Dialekt Seit den starken Einwanderungswellen in den 1960er-Jahren haben sich in vielen Quartieren Hamburgs besondere Bevölkerungsgruppen niedergelassen, so dass verschiedene Migrations- uns Sprachinseln neben der deutschen Sprache präsent sind (portugiesische Sprache im Hafenviertel ("Portugiesenviertel"), türkisch und kurdisch in Altona und Wilhelmsburg).

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Hamburgs Geschichte Hamburgs Auf das 4. Jahrhundert v. Chr. datieren die ältesten festen Behausungen. Vom 4. bis ins 6. Jahrhundert erfolgte ein Zustrom von Sachsen in den nordelbischen Raum. Im Jahre 810 ließ Karl der Große eine Taufkirche errichten, um den heidnischen Norden zu missionieren. Zu ihrer Sicherung wird die Hammaburg gebaut. 831 begründete Ludwig der Fromme hier ein Bistum, das kurze Zeit später zum Erzbistum wurde. Doch schon kurz nach der Reichsteilung von Verdun überfielen Wikinger die Region, später die slawischen Obodriten, der Erzbischof verlegte seinen Amtssitz nach Bremen. Maßgeblich durch das 1189 verliehene Hafenrecht entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem florierenden Handelszentrum und galt mit seinen zeitweilig 600 Brauereien als Brauhaus der Hanse. Zur Reformationszeit wurde der Stadtstaat ohne Blutvergießen evangelisch, 1619 war Hamburg die größte Stadt Deutschlands. Auch nach dem Niedergang der Hanse und während der Aufklärung und der Industrialisierung blieb die Stadt das bedeutendste Wirtschaftszentrum Norddeutschlands (neben Berlin). In seiner wechselvollen Geschichte unterstand die Stadt sowohl der dänischen Königskrone, war Teil des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, als auch Hauptstadt des Departments Elbmündung (Department Bouche de l´Elbe) im französischen Kaiserreich. Besondere Ereignisse der Neuzeit waren der große Hamburger Brand 1842, eine verheerende Choleraepidemie 1892, die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg und die Sturmflut 1962. Hamburgs Politik war immer auf größtmögliche Freiheit ihres Handels und politische Unabhängigkeit ausgerichtet gewesen. Auch heute noch ist Hamburg als Stadtstaat weitestgehend selbstständig und bietet dem Handel mit seinem Freihafen gute Voraussetzungen.

Politik

Hauptartikel: Politik in Hamburg Politik in Hamburg] Die Neuwahlen am 29. Februar 2004 zur Hamburgischen Bürgerschaft endeten erstmals mit einer absoluten Mehrheit für die CDU. Die SPD, die vor 2001 44 Jahre lang regiert hatte, musste deutliche Verluste hinnehmen und erreichte ihr schlechtestes Wahlergebnis nach dem 2. Weltkrieg. Die Grün-Alternative Liste konnte hingegen knapp 4 Prozentpunkte zulegen. Die FDP, deren glückloser Schulsenator Rudolf Lange kurz vor den Neuwahlen zurückgetreten war, scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive verlor nach dem Ausschluss ihrer Gallionsfigur Ronald Schill 98 % ihrer Stimmen und kam nur noch auf 0,4 % (2001: 19,4 %). Auch dessen neue Gruppierung ProDM/Schill schaffte mit nur 3,1 % den Sprung in die Hamburgische Bürgerschaft nicht. Siehe auch: Hamburger Bürgermeister

Ausländische Vertretungen in Hamburg

Die wirtschaftliche Bedeutung Hamburgs für den Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland („Hamburg, das Tor zur Welt“) hat dazu geführt, dass sich zahlreiche konsularische Vertretungen in der Hansestadt niedergelassen haben. Hamburg ist deshalb mit 99 Konsulaten (Oktober 2005) nach Hongkong die Stadt mit den meisten Konsulaten der Welt. Hierzu zählen insbesondere die skandinavischen Länder sowie die Länder, zu denen bereits seit frühester Zeit Handelsbeziehungen über den Hafen bestanden. Siehe auch: Liste der Hamburger Konsulate und Handelsvertretungen

Wirtschaft

Hamburg hat als Handels-, Verkehrs- und Dienstleistungszentrum überregionale Bedeutung und zählt zu den wichtigsten Industriestandorten in Deutschland. Wichtigste Wirtschaftszweige sind Konsumgüterindustrie, Luftfahrtindustrie (drittgrößter Standort weltweit), Chemie, Elektrotechnik, Maschinen- und Schiffbau, Mineralölwirtschaft, Banken, Medien. Seit 2002 bemüht sich der Senat, mit dem LeitbildMetropole Hamburg – Wachsende Stadt“ den Wirtschaftsstandort auszubauen und ein langfristiges Bevölkerungswachstum zu erreichen. Als Ansatzpunkt verfolgt der Senat eine kombinierte Strategie aus Stärkung Hamburgs internationaler Ausstrahlung und der Aktivierung endogener Potenziale (FHH 2001:71).

Medien

Hauptartikel: Medien in Hamburg Unter anderen werden Der Spiegel, Stern und Die Zeit in Hamburg produziert. Zahlreiche Verlage, darunter die Großverlage Axel Springer AG (Bild) und Gruner + Jahr sowie der Heinrich Bauer Verlag, die Verlagsgruppe Milchstraße (mittlerweile Teil des Burda-Verlags) und der Jahreszeitenverlag, haben hier ihren Sitz. Insgesamt wird gut die Hälfte aller überregionalen Presseprodukte Deutschlands in Hamburg produziert. Drei bedeutende Tiefdruckereien befinden sich in bzw. im Großraum Hamburg. Dies sind broschek Tiefdruck, ein Unternehmen der schlott Gruppe AG, sowie Gruner Druck, Itzehoe und die Axel Springer Tiefdruckerei, Ahrensburg, die der prinovis angehören. Hamburg ist traditionell auch Sitz zahlreicher Firmen aus der Musikbranche, allen voran der Deutschlandzentrale von Warner Music. Trotzdem musste die Stadt im Sommer 2002 den Umzug von Universal Music und des deutschen Phono-Verbandes nach Berlin verkraften, das mit großzügigen Fördermitteln lockte – kurioserweise auch aus dem Länderfinanzausgleich, in den Hamburg selbst einzahlt. Weiterhin ist Hamburg Hauptsitz des Norddeutschen Rundfunks und seiner Tochtergesellschaft Studio Hamburg, die zahlreiche Fernsehsendungen und auch Filme entweder selbst produziert oder ihre Kapazitäten zur Verfügung stellt. Um die Belange der örtlichen, nationalen, wie auch internationalen Filmwirtschaft kümmert sich von staatlicher Seite die Filmförderung Hamburg.

Verkehr

18px Hamburg verfügt über gute Straßenverbindungen im Fernverkehr. Mehrere Bundesautobahnen berühren das Stadtgebiet, die A 1 (KölnBremen–Hamburg–Lübeck, weiter als Vogelfluglinie Richtung Kopenhagen/Malmö), die A 7 (KasselHannover–Hamburg (Elbtunnel)–Flensburg), die A 23 (Hamburg–Heide), die A 24 (Hamburg–Berlin) und die A 25 (Hamburg–Geesthacht). Geplant ist eine weiträumige Umfahrung Hamburgs mit der A 20, die von Rostock kommend derzeit bei Lübeck endet. Sie soll künftig über das nördliche und westliche Umland Hamburgs und den Wesertunnel an die A 28 angeschlossen werden. Außerdem ist seit langem die A 26 (Hamburg–Stade) geplant. 18px Durch Hamburg führen die Bundesstraßen B 4, B 5, B 73, B 75, B 431, B 434 und B 447, die größtenteils radial auf den Innenstadtbereich zuführen; damit wird der Straßenverkehr dort konzentriert, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führt. Tangentialverbindungen zur Umleitung des Durchgangsverkehrs und zur großräumigen Erschließung des Stadtgebietes kamen bisher über Planungen nicht hinaus; es bestehen jedoch drei Ringstraßen, die halbkreisförmig um die innere (Ring 1) und äußere Innenstadt (Ring 2) herum und als Viertelkreis durch die nordwestlichen Außenbezirke (Ring 3) verlaufen. Tangentialverbindungen 18px Hamburg ist einer der größten Eisenbahnknotenpunkte in Norddeutschland. Fernstrecken führen nach Westerland, Flensburg, Kiel, LübeckKopenhagen, RostockRügen, Schwerin, Berlin, Hannover, BremenRuhrgebiet und Cuxhaven. Ausser dem Hamburger Hauptbahnhof gibt es Fernbahnhöfe in Altona, Bergedorf, Harburg und am Dammtor. Bedeutung im Güterverkehr auf der Schiene haben die Hamburger Hafenbahn , die AKN sowie der kurz hinter der Stadtgrenze in Maschen gelegene größte Rangierbahnhof Europas. 18px18px Mit der S-Bahn Hamburg, der Hamburger U-Bahn und der AKN verfügt Hamburg über ein Schnellbahnnetz, welches wichtige Bereiche der Stadt sowie des nördlichen Umlands weiträumig erschließt. Alle örtlichen Verkehrsunternehmen haben sich im Hamburger Verkehrsverbund zusammengeschlossen. 18px Mit dem internationalen Flughafen Hamburg Airport befindet sich der älteste, noch in Betrieb befindliche Flughafen Deutschlands und einer der wenigen innerstädtischen Flughäfen Europas in Hamburg, dessen Kehrseite allerdings die dichte Besiedlung in seinen Einflugbereichen ist. Der Hafen wird durch sechs Fährlinien der HADAG erschlossen (fünf hiervon fahren zum Tarif des HVV). Mit dem Hinterland und der Ostsee ist Hamburg durch Binnenwasserstraßen verbunden (Unterelbe, Oberelbe, Elbe-Lübeck-Kanal, Elbe-Seitenkanal, Nord-Ostsee-Kanal).

Hafen

Nord-Ostsee-Kanal Nord-Ostsee-Kanal Der Hamburger Hafen, auch „Hamburgs Tor zur Welt“ genannt, ist der größte Seehafen in Deutschland und, gemessen am Containerumschlag 2004, der zweitgrößte in Europa und neuntgrößte weltweit. Für einige Spezialgüter, zum Beispiel Rohkaffee oder Teppiche ist er der größte Umschlaghafen weltweit. Das Hafengebiet umfasst etwa 7.399 ha (nutzbar 6.480 ha), von denen 4.331 ha (nutzbar 3.412 ha) Landflächen sind. Dazu kommen 919 ha, die zum Teil seit Jahrzehnten stadtplanerisch für die Hafenerweiterung vorgesehen sind. Angesichts immer größer werdender Schiffe droht Hamburg jedoch Anteile am Containerverkehr zu verlieren und fordert deshalb die Vertiefung der Elbe. Dieses Projekt ist ökologisch sehr umstritten. Aus der Zusammenarbeit mit Niedersachsen und Bremen zum Bau des neuen Containerhafens JadeWeserPort an dem ausreichend tiefen Fahrwasser des Jadebusens in Wilhelmshaven hat sich Hamburg nach dem Regierungswechsel 2001 zurückgezogen. Auf ungenutzten Flächen des Hamburger Hafens entsteht zurzeit quasi ein neuer Stadtteil. Das Projekt HafenCity soll auf einer Fläche von 155 Hektar Wohnen und Arbeiten ermöglichen.

Banken

Hamburg ist der bedeutendste Bankenplatz im norddeutschen Raum. Zahlreiche Institute haben hier ihre Regionaldirektion für den Norden. Zudem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Sitz in Hamburg, z. B. M. M. Warburg & CO oder die Berenberg Bank. Die Hamburger Börse wurde 1558 als erste Börse in Deutschland und vierte in Europa gegründet, hat aber heute keine nennenswerte Bedeutung mehr.

Städtepartnerschaften

25px St. Petersburg, Russland, seit 1957 25px Marseille, Frankreich, seit 1958 25px Schanghai, Volksrepublik China, seit 1986 25px Dresden, Sachsen, seit 1987 25px Osaka, Japan, seit 1989 25px León, Nicaragua, seit 1989 25px Prag, Tschechien, seit 1990 25px Chicago, USA, seit 1994

Institutionen und Einrichtungen

Hamburg ist unter anderem Sitz des Internationalen Seegerichtshofs, der Bundesforschungsanstalt für Fischerei, der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, der Biologischen Anstalt Helgoland, des Deutschen Wetterdienstes (Seewetteramt), des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin, des Heinrich-Pette-Instituts für Experimentelle Virologie und Immunologie, des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY), der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sowie einer Handwerkskammer und einer Industrie- und Handelskammer. Ferner befinden sich in Hamburg ein Bundesgrenzschutzamt, drei Hauptzollämter (Hamburg-Hafen, Hamburg-Jonas und Hamburg-Stadt), ein Kreiswehrersatzamt, eine Oberfinanzdirektion, ein Prüfungs