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Dryden Flight Research Center
Das Dryden Flight Research Center (DFRC) ist eine Einrichtung der NASA in der Mojave-Wüste auf dem Gelände der Edwards Air Force Base, nahe Lancaster, Kalifornien. Hier werden technologische Neuerungen im Flugzeugbau getestet und weiterentwickelt.
Flugzeugbau
Die ersten fünf NACA-Ingenieure trafen unter der Führung von Walt Williams am 30. September 1946 auf dem damaligen Muroc Army Airfield, heute Edwards Air Force Base, ein, um im Rahmen der Kooperation zwischen der US Air Force und der NACA Überschalltestflüge vorzubereiten.
Der Testpilot Chalmers Goodlin absolvierte am 9. Dezember 1946 den ersten raketengetriebenen Testflug mit der Bell X-1. Am 20. August 1947 wurde mit der D-558-1 Skystreak (Douglas Aircraft Company) der erste Geschwindigkeitsweltrekord mit 640,7 mph (1.030,87 km/h) aufgestellt. Der erste Überschallflug konnte erfolgreich von Chuck Yeager mit einer Bell XS-1 am 14. Oktober 1947 durchgeführt werden.
Die Benennung der Station in NACA High-Speed Flight Research Station (HSFRS) geschah am 14. November 1949. Dies ist der eigentliche Gründungstag des heutigen DFRC. Mitte 1954 wurde der Name dann auf NACA High-Speed Flight Station verkürzt.
Die doppelte Schallgeschwindigkeit konnte Scott Crossfield am 20. November 1953 mit einer raketengetriebenen D-558-2 Skyrocket erreichen.
Nach dem Übergang der NACA in die neue NASA wurde das Center am 27. September 1959 in NASA Flight Research Center umbenannt. Zu diesem Zeitpunkt waren dort 340 Menschen beschäftigt.
Anfang des Jahres 1962 begannen die Testflüge für das Paragleiter-Landeprogramm des Gemini-Projekts. Nach diversen Rückschlägen gelangen in der Endphase des Programms einige vollständige Landungen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die NASA jedoch schon für Wasserlandungen bei Gemini entschieden.
Wasserlandungen
Auch das Lunar Landing Research Vehicle (LLRV), bekannt unter dem Spitznamen Das fliegende Bettgestell, wurde hier getestet, um die Astronauten des Apollo-Projekts auf die Mondlandung vorzubereiten. Der Testpilot Joe Walker flog das Landegestell am 30. Oktober 1964 das erste Mal.
Am 65. Jubiläumstag des Fluges der Gebrüder Wright, 17. Dezember 1968, erreichten Fitz Fulton und Ted Sturmthal beim letzten Flug mit der XB-70 Mach 2,53. Es wurden präzise Daten über den Überschallknall und die Flugdynamik eines großen Überschallflugzeugs gesammelt.
Die abschließende Umbenennung in Dryden Flight Research Center zu Ehren des langjährigen NACA Direktors Hugh L. Dryden fand am 26. März 1976 statt. Zu diesem Zeitpunkt waren dort 560 Menschen beschäftigt.
1976
Die erfolgreichen Gleit- und Landetests des Versuchsshuttles Enterprise, die vom Januar bis Oktober 1977 durchgeführt wurden, waren wichtige Meilensteine auf dem Weg zum erfolgreichen Einsatz der Space Shuttles der NASA.
Als am 14. April 1981 das Space Shuttle Columbia (STS-1) auf dem Gelände der Edwards Air Force Base landete, schauten von dort 320.000 Menschen zu. Das DFRC hatte 20.000 geladene Zuschauer. Von der frei zugänglichen Ostseite sahen noch einmal rund 300.000 Menschen zu. Die größte öffentliche Menschenmenge war allerdings bei der vierten Shuttle-Landung am 4. Juli 1982 anwesend, bei der fast 500.000 Menschen zusahen. Auf dem DFRC-Gelände befanden sich noch einmal 45.000 Gäste, die vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan angeführt wurden.
Ronald Reagan
Das spektakuläre Video eines kontrollierten Absturzes einer ferngesteuerten Boeing 720 zur Demonstration eines neuen unentzündbaren Treibstoffzusatzes wurde am 1. Dezember 1984 gedreht. Es erregte weltweites Aufsehen, da trotz der Vorhersagen die Maschine in Flammen aufging.
Das Pegasus-Trägersystem wurde erstmalig am 5. April 1990 von einer B-52 aus gestartet und brachte eine kommerzielle Nutzlast in einen 320 Meilen hohen Erdorbit.
Die letzte geplante Shuttle-Landung am DFRC fand am 1. November 1993 um 7:06 Uhr (PST) statt, als das Shuttle Columbia zum Ende der Mission STS-58 vor 35.000 Zuschauern und zusätzlichen 5.000 geladenen Gästen auf der Landebahn des Salzsees aufsetzte.
Das Solarflugzeug Pathfinder des DFRC erreichte in den 1990er Jahren mehrere neue Höhenweltrekorde für solarangetriebene Luftfahrzeuge. Der Nachfolger Helios setzte 2001 mit einer erreichten Höhe von 96.863 Fuß einen neuen Maßstab.
Die Boeing X-43A, ein Überschall-Forschungsmodell mit einem sogenannten Scramjet-Antrieb, flog am 16. November 2004 mit einer Geschwindigkeit von Mach 9,8 einen neuen Weltrekord.
2004
Siehe auch: Goddard Space Flight Center, Langley Research Center, Kennedy Space Center, Cape Canaveral Air Force Station
Weblinks
- [http://www.nasa.gov/centers/dryden/home/index.html Dryden Flight Research Center Homepage] (englisch)
Kategorie:Luftfahrt
NASA
Die National Aeronautics and Space Administration (NASA, gegründet 1958) ist die zivile US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt.
Vision und Mission
Die NASA bezeichnet als ihre Vision "das Leben hier zu verbessern, das Leben nach draußen auszudehnen und Leben da draußen zu finden". Daraus ergibt sich die Mission "unseren Heimatplaneten zu verstehen und zu schützen, das Universum zu erforschen und nach Leben zu suchen und die nächste Generation von Forschern zu begeistern".
Geschichte
Wettlauf ins All
:Hauptartikel: Wettlauf ins All
Die Sowjetunion machte 1957 mit dem ersten künstlichen Satelliten im All, Sputnik 1, die USA auf ihr eigenes Weltraumprogramm aufmerksam, das noch in den Kinderschuhen steckte. Der Kongress sah im sowjetischen Erfolg eine Gefahr für die nationale Sicherheit und den technologischen Vorsprung der USA und verlangte sofortige und konsequente Maßnahmen während US-Präsident Dwight D. Eisenhower und seine Berater sich eher für eine ruhige, durchdachte Reaktion aussprachen. Nach monatelangen Beratungen war klar, dass eine neue Behörde geschaffen werden sollte, die für alle nichtmilitärischen Weltraumaktivitäten zuständig sein sollte.
Am 29. Juli 1958 unterzeichnete Präsident Eisenhower den "National Aeronautics and Space Act", der die Schaffung der NASA vorsah. Die neue Behörde nahm am 1. Oktober 1958 ihre Arbeit auf. Damals bestand sie aus vier Laboratorien und rund 8000 Mitarbeitern, die aus dem schon 46 Jahre alten National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) stammten.
Die ersten Projekte der NASA beschäftigten sich mit der bemannten Raumfahrt und standen unter dem Druck des Wettlauf ins All. Das Mercury-Programm von 1958 war der erste Schritt: Man untersuchte, ob und unter welchen Bedingungen ein Mensch im Weltall überleben könnte.
Am 5. Mai 1961 war es so weit. Alan B. Shepard Jr. war der erste Amerikaner im Weltall, als er mit Freedom 7 15 Minuten lang in einem bogenförmigen Flug den Weltraum erreichte. Der erste Amerikaner, der die Erde umkreiste war John Glenn mit einem fünfstündigen Flug der Friendship 7 am 20. Februar 1962.
Nachdem das Mercury-Project bewiesen hatte, dass bemannte Weltraummissionen möglich sind, rief die NASA das Gemini-Projekt ins Leben. Bei diesem Projekt sollten Experimente durchgeführt werden und Problemstellungen bezüglich einer Mondlandungs-Mission bearbeitet werden. Der erste bemannte Flug einer Gemini-Rakete wurde am 23. März 1965 von Virgil "Gus" Grissom und John W. Young durchgeführt. Es folgten neun weitere Missionen, bei denen die Machbarkeit längerer Weltraumaufenthalte und des Treffens und Andockens zweier Raumschiffe bewiesen wurde. Außerdem sammelten diese Flüge medizinische Daten über die Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper.
Das Apollo-Programm
Nach dem Erfolg des Mercury- und Gemini-Programms wurde das Apollo-Programm gestartet, um weitere Experimente im All durchzuführen und im Idealfalle sogar Menschen in die Nähe des Mondes zu bringen. Eine massive Änderung in seiner Konzeption erfuhr das Apollo-Programm durch die Ankündigung des neuen Präsidenten, John F. Kennedy. Am 25. Mai 1961 sagte er, die Vereinigten Staaten sollten sich vornehmen, bis 1970 "einen Menschen auf dem Mond abzusetzen und ihn wieder sicher auf die Erde zurückzubringen". Von nun an war es also Ziel des Apollo-Programms, Astronauten auf den Mond zu bringen.
Nach acht Jahren vorbereitender Missionen, bei denen auch das erste große Unglück in der Geschichte der NASA stattfand, bei dem die NASA alle drei Besatzungsmitglieder der Apollo 1-Mission verlor, als die Rakete auf der Startrampe zu brennen begann, erreichte das Apollo-Programm schließlich ihr Ziel: Am 20. Juli 1969 landeten mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die ersten Menschen auf dem Mond und kehrten am 24. Juli sicher auf die Erde zurück. Amstrongs erste Worte, als er aus der Mondlandefähre der Apollo 11 trat, hätten treffender nicht sein können: "That's one small step for [a] man, one giant leap for mankind." ("Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."). Nach Armstrong und Aldrin landeten bis zum Ende des Apollo-Programms im Dezember 1972 noch zehn weitere Menschen auf dem Mond.
Die NASA hatte mit der Landung auf dem Mond das Wettrennen ins All gewonnen. Eigentlich stellte das den gewünschten Erfolg dar, allerdings fehlte jetzt ein Ziel, auf das es sich lohnte hinzuarbeiten. Außerdem schwand das Interesse der Öffentlichkeit, das unbedingt nötig war, um große Budgets durch den Kongress sicherzustellen. Mit Lyndon Johnson, verlor die NASA dann auch noch ihren wichtigsten politischen Unterstützer. Für ihn wurde Wernher von Braun als Lobbyist in Washington tätig.
Jahresbudgets
Liste der NASA-Administratoren
# T. Keith Glennan (1958-1961)
# James E. Webb (1961-1968)
# Thomas O. Paine (1969-1970)
# James C. Fletcher (1971-1977)
# Robert A. Frosch (1977-1981)
# James M. Beggs (1981-1985)
# James C. Fletcher (1986-1989)
# Richard H. Truly (1989-1992)
# Daniel S. Goldin (1992-2001)
# Sean O'Keefe (2001-2005)
# Michael Griffin (2005-)
Einrichtungen
Die NASA besteht aus einer Reihe von Einrichtungen. Dazu gehören
- Jet Propulsion Laboratory (JPL): Raumsonden, Deep Space Network
- Goddard Space Flight Center
- Johnson Space Center
- Kennedy Space Center
- Marshall Space Flight Center
- Stennis Space Center
- Ames Research Center
- Dryden Flight Research Center
- Langley Research Center
- Glenn Research Center
- Michoud Assembly Facility
- NASA Institute for Advanced Concepts (NIAC): Nanotechnologie, Weltraumlift, usw.
Bemannte Raumfahrtprogramme der NASA
- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Apollo-Projekt
- Skylab
- Space Shuttle
- Internationale Raumstation
- Crew Exploration Vehicle (in Planung)
Weblinks
- Wikinews: Start der Discovery auf Juli verschoben
- [http://www.nasa.gov Website der NASA] (engl.)
- [http://spaceflight.nasa.gov NASA: Bemannte Raumfahrt] (engl.)
- [http://www.nasawatch.com NASA Watch] (engl.)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/bemannt/nasa.shtml Zusammenfassung US-Raumfahrtprogramm und NASA-Geschichte] (dt.)
- [http://www.nasa-statistik.de NASA-Statistik.de - Komplettes Missionsarchiv] (dt.)
- [http://www.niac.usra.edu/ NASA Institute for Advanced Concepts] (engl.)
- [http://science.nasa.gov Science@NASA; ausgewählte Themen und Artikel aus NASA Forschung für ein breiteres Publikum] (engl.)
- [http://www.astrolabium.net Deutsche Version der Science@NASA Webseite] (dt.)
Siehe auch
ESA, Russische Raumfahrtbehörde, Japan Aerospace Exploration Agency
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- Der Abschnitt "Geschichte" basiert teilweise auf einer Übersetzung des Artikels :en:NASA vom 16.07.2005 in der englischsprachigen Wikipedia.
Kategorie:Behörde (USA)
Kategorie:Raumfahrtorganisation
ja:アメリカ航空宇宙局
ko:미국항공우주국
simple:NASA
th:องค์การนาซา
Edwards Air Force BaseDie Edwards Air Force Base ist eine US-amerikanische Luftwaffenbasis im Antelope Valley nahe Lancaster in Kalifornien, rund 100 km nördlich von Los Angeles. Mit ihren ausgedehnten Pisten auf dem ausgetrocknetem Salzsee Rogers Dry Lake erlangte sie durch die dort ausgeführten Testflüge verschiedener Flugzeugtypen und als Landeplatz des Space Shuttle weltweit Berühmtheit.
Space Shuttle
Der rund 74 km² große Stützpunkt wird von der United States Air Force (USAF) und der NASA genutzt, die hier ihr Dryden Flight Research Center betreibt. Die USAF arbeitet in ihrem Air Force Flight Test Center (AFFTC) an Entwicklungen und Tests von bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen, einschließlich Avionik. Die zweite bedeutende Einrichtung der US-Luftwaffe ist ihre Testpiloten-Schule (Test Pilot School).
Standard-Start- und Landebahn ist eine 4.580 Meter lange Betonpiste (04/22), aber der völlig ebene und glatte Boden des umgebenden ausgetrockneten Salzsees erlaubt auch Landungen auf der gesamten Fläche. Zur Orientierung für die Piloten ist auf dem Seeboden eine Windrose mit 1220 Meter (4000 Fuß) Durchmesser aufgebracht. Zusätzlich sind rund 20 verschiedene Landebahnen markiert, die längste davon misst 11 920 m.
Bis 1993 diente die Airbase etwa 50 Mal als Standardlandeplatz für die Shuttle Missionen.
Nordwestlich ist der Mojave Airport gelegen.
Geschichte
Zunächst als Muroc Army Air Field und später als Muroc Army Air Force Base bezeichnet, wurde sie am 8. Dezember 1949 nach dem Testpiloten Glen Edwards benannt, der als Kopilot des Nurflügler-Prototyps Northrop YB-49 am 5. Juni 1948 an diesem Ort tödlich verunglückte.
Weblinks
- [http://www.edwards.af.mil/index.html Homepage der Edwards Air Force Base (engl.)]
Kategorie:US-Luftwaffenbasis
ja:エドワーズ空軍基地
Kalifornien
Kalifornien (englisch California) ist ein US-Bundesstaat im Westen der USA, der an den Pazifischen Ozean, Oregon, Nevada, Arizona und den mexikanischen Staat Baja California auf der Halbinsel Niederkalifornien grenzt.
__TOC__
Der Name Kalifornien
Der Name Kalifornien hat einen mythischen Ursprung. 1510 veröffentlichte der Spanier Montalvo einen Roman, in dem eine Insel voller Gold namens Kalifornien vorkommt, bewohnt von wunderschönen Amazonen, die von Königin Califia beherrscht werden. Als Cortes' Soldaten 1535 nach Baja California kamen, glaubten sie, es sei eine Insel, und benannten sie nach Montalvos Buch.
Städte
Die Hauptstadt Kaliforniens ist seit 1854 Sacramento. Die bedeutendesten Städte sind Los Angeles, die zweitgrößte Stadt der USA und mit dem umliegenden Ballungsraum eine der größten Metropolregionen der Erde, und San Francisco, das Zentrum des Ballungsgebietes San Francisco Bay Area um die Bucht von San Francisco, die San Francisco Bay.
Weitere wichtige Städte sind San Diego, San Jose, Oakland, Santa Barbara, Ventura, Anaheim, Santa Ana, Newport Beach und San Bernardino.
Geographie
Kalifornien liegt an der Nahtstelle zweier tektonischer Platten, der so genannten San-Andreas-Verwerfung, weshalb es in der gesamten Region häufig zu Erdbeben kommt.
Zwei mächtige Gebirgszüge durchziehen Kalifornien von Nordosten nach Südwesten: das Küstengebirge im Westen und die Sierra Nevada im Osten. Dadurch wird das Land in sechs physisch unterschiedliche Teile aufgeteilt:
- Zwischen den beiden Gebirgszügen liegt das Sacramento- und San Joaquinbecken, das nach seinen beiden Hauptflüssen benannt ist und zwischen 35° und 40°40' nördlicher Breite liegt; das Gebiet ist etwa 77.000 km² groß
- Der Küstenstrich umfaßt etwa 109.000 km²; die in den Küstenketten entspringenden Flüsse sind kurz und meist auch nur zur Regenzeit vorhanden: am bedeutendsten ist der bei Monterey mündende Salinas, der Gayama (oder auch Santa Maria) und der Santa Ana
- Das etwa 100.000 km² große Gebiet der Sierra Nevada im Osten des Staates, das nach Westen zu allmählich und nach Osten zu steil abfällt
- Das etwa 20.000 km² umfassende Flussbecken des Klamath, nördlich des 41. Breitengrads gelegen, das rauh und von tiefen Canyons durchzogen ist
- Das Gebiet des großen, zwischen dem Columbia, dem Colorado und der Sierra Nevada liegenden Beckens auf der Ostseite, dessen kalifornischer Teil etwa 50.000 km² groß ist; es stellt eine ausgedörrte, wildzerklüftete Hochebene dar, in der im County Inyo das Todestal (Death valley) liegt.
- An der südwestlichen Grenze die Coloradowüste, die etwa 39.000 km² umfasst und der Rest einer ursprünglichen Meeresbucht ist, die jetzt bis zu 100 m unter dem Meeresspiegel liegt.
Der Tularesee liegt im Sacramento- und San Joaquin-Becken, das er gleichzeitig im Süden abschließt. Zur Regenzeit ist er etwa 150 km lang, jedoch so flach, dass man ihn überall durchwaten kann.
Kalifornien ist auch bekannt als der Fruchtgarten Amerikas, dessen Klima ideal für den Anbau von Trauben, Orangen, Zitronen und Avocados ist.
Der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas, der Mt. Whitney (4.418 m), liegt in Kalifornien. Am Fuß des Berges befindet sich der Ort Lone Pine, in dem jährlich ein bekanntes Filmfestspiel stattfindet. In etwa 170 Kilometer Entfernung befindet sich das Wüstengebiet Death Valley (Tal des Todes), das seinen Namen in der Zeit der ersten Siedler an der Westküste bekommen hat, die nicht selten die Qualen von Hitze und Durst erleben mussten, wenn sie das "Tal des Todes" durchquerten. Es gibt zahlreiche Naturparks und Strände unterschiedlichster Beschaffenheit. Zu den bekanntesten Parks zählt der Yosemite-Nationalpark.
Nahe dem Yosemite-Park befindet sich das Wintersportgebiet Mammoth Mountain. Es entstand aus riesigen Vulkankratern, wodurch sich zahllose heiße und auch kalte Quellen und Geysire betrachten lassen. Nicht weit entfernt von Mt. Whitney gibt es einige salzhaltige Seen, unter anderem den Mono Lake.
Geschichte
Nach Landungen von Juan Rodríguez Cabrillo im Jahre 1542 und Sir Francis Drake im Jahre 1579 (er erhob im Namen der englischen Krone Anspruch auf das Gebiet Kaliforniens, das er "Nova Albion" nannte) verloren die europäischen Kolonialmächte das Gebiet des heutigen US-Bundesstaates Kalifornien wieder weitestgehend aus den Augen. Danach war Kalifornien als Oberkalifornien (Alta California) der Nordteil der spanischen Kolonie Kalifornien (die als Teil Neuspaniens verwaltet wurde), wurde aber erst viel später als der Südteil besiedelt. Erst ab dem Jahre 1769 wurden unter der Leitung des Paters Junipero Serra die ersten der 21 spanischen Missionsstationen von Franziskanermönchen erbaut.
Mit den Missionaren kamen auch die ersten der wenigen spanischen Siedler ins Land. Trotz einiger Erfolge beim Aufbau der Missionsstationen und der Christianisierung der Indianer blieb das Land eine verschlafene Provinz Spanisch-Amerikas. Mit der Unabhängigkeit Mexikos wurde das Land dann ein Teil Mexikos.
1812 wurde im heutigen Sonoma County im nördlichen Kalifornien mit Fort Ross ein russischer Stützpunkt als Fortsetzung und Abrundung der russischen Besitzungen in Alaska errichtet.
Erst Johann August Sutter brachte nach seiner Ankunft im Jahre 1839 Dynamik in die Entwicklung des Landes. Zu diesem Zeitpunkt zählte das Land ganze 30.000 Indianer und 5.000 Europäer als Einwohner. Sutter erhielt die Bewilligung, eine Niederlassung zu bauen, der er den Namen "Nueva Helvecia" gab. Schnell wurde daraus eine florierende Kolonie mit 20.000 Stück Vieh, drei Pferdemühlen, zwei Wassermühlen, einer Sägemühle, einer Gerberei und über 50 Häusern. Sutter herrschte wie ein kleiner "Kaiser" über sein kleines "Imperium", das auf Landwirtschaft, Rinderzucht, Holzhandel und Jagd aufgebaut war. 1841 erwarb er Fort Ross von Russland.
Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges proklamierte eine spanisch-oberkalifornische Junta in Monterrey 1846 die Unabhängigkeit von Mexiko. Doch noch während um die Frage des Anschlusses an die USA oder einen europäischen Staat gestritten wurden, riefen US-amerikanische Siedler eine Gegenrepublik aus, die mit Hilfe 1846 eingedrungener US-Truppen das ganze Land unterwarf.
Doch im Jahre 1848, das Land war gerade durch den Vertrag von Guadalupe Hidalgo den Mexikanern genommen worden, ereignete sich ein Goldfund. Sutter versuchte, dies geheim zu halten, doch die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Sofort machte sich ein Treck von Glücksrittern auf den Weg und überschwemmte das Land. Es trat ein völliges Chaos im Lande ein, in dem jetzt nur noch das Recht des Stärkeren galt. Sutters Arbeiter liefen ihm weg, die Glücksritter vergriffen sich an seinem Gut. Hunderttausende durchwühlten die Erde, das Tal des Sacramento war zum "goldenen" Westen geworden. Alle Versuche Sutters, seine rechtmäßigen Ansprüche auf das Land geltend zu machen, scheiterten. Letztendlich erkannte die Regierung die unrechtmäßigen Zustände an, da so die USA plötzlich zu einem wichtigen Goldexportland geworden waren. Die Indianer wurden fast völlig ausgerottet, und Sutter verließ 1865 verbittert das Land, ohne seine Ansprüche durchgesetzt zu haben, lediglich eine kleine Rente von 285 $ im Jahr wurde ihm gewährt. Sutter verstarb 1880 fast völlig verarmt.
1854 wurde Sacramento zur Hauptstadt von Kalifornien ernannt.
Bevölkerung
Kalifornien ist mit 35.484.453 Einwohnern (Stand: 2003) der bevölkerungsreichste und flächenmäßig der drittgrößte Bundesstaat der USA. Die Bevölkerungsstruktur setzt sich wie folgt zusammen: 46,7 % Weiße, 32,4 % Hispanics, 10,9 % Asiaten, 6,7 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 1,0 % Indianer, 0,3 % Hawaiianer. Es gibt 11.502.870 Haushalte. Das Pro-Kopf-Einkommen beträgt 29.707 US-Dollar (Stand: 2002).
Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Los Angeles - 3.845.541 - (17.542.279 im Ballungsraum)
- San Diego - 1.263.756
- San Jose - 904.522
- San Francisco - 744.230
- Long Beach - 476.564
- Fresno - 457.719
- Sacramento - 454.330
- Oakland - 397.976
- Santa Ana - 342.715
- Anaheim - 333.776
- Riverside - 288.384
- Bakersfield - 283.936
- Stockton - 279.888
- Modesto - 206.769
- Chula Vista - 204.879
- Fremont - 202.373
- Glendale - 201.326
- San Bernardino - 198.406
- Huntington Beach - 195.305
- Oxnard - 183.587
- Irvine - 178.317
- Ontario - 170.057
- Oceanside - 167.438
- Garden Grove - 167.347
- Moreno Valley - 166.290
- Santa Clarita - 164.800
- Rancho Cucamonga - 159.346
- Fontana - 158.715
- Pomona - 155.448
- Santa Rosa - 153.636
- Salinas - 148.183
- Corona - 145.398
- Pasadena - 144.068
- Torrance - 142.841
- Hayward - 140.795
- Escondido - 135.462
- Orange - 133.819
- Fullerton - 133.439
- Palmdale - 131.153
- Lancaster - 128.928
- Sunnyvale - 128.012
- Thousand Oaks - 125.054
- Concord - 124.328
- El Monte - 122.123
- Simi Valley - 118.893
- Vallejo - 118.349
- Inglewood - 115.313
- Costa Mesa - 110.411
- Downey - 110.318
- West Covina - 108.668
- Norwalk - 106.683
- Visalia - 104.655
- Burbank - 104.114
- San Buenaventura - 104.068
- Santa Clara - 104.001
- Fairfield - 103.949
- Roseville - 103.609
- Richmond - 102.318
- Berkeley - 101.517
- Antioch - 100.923
- Elk Grove - 100.760
- Daly City - 100.620
Politik
Gouverneur des Bundesstaates ist seit 2003 der aus Österreich stammende Filmschauspieler Arnold Schwarzenegger, der der Republikanischen Partei angehört.
Wirtschaft
Republikanischen Partei)]]
Republikanischen Partei
Mit 14% des jährlich erwirtschafteten Bruttoinlandprodukts (gross domestic product) der USA stellt Kalifornien einen der wichtigsten Wirtschaftsstandorte des Landes dar. Als von den USA losgelöster Einzelstaat wäre Kalifornien weltweit die sechstgrößte Wirtschaftsmacht (2003) noch vor Kanada. Insbesondere der für die industrielle Landwirtschaft wetterbegünstigte Süden und das dortige Einzugsgebiet billiger mexikanischer Landarbeiter verhilft Kalifornien zu diesem Wohlstand.
Große Anstrengungen erfordert jedoch die Wasserversorgung. Gewaltigen Stauseen an den Flüssen im Nachbarstaat Arizona, den Kanalbauten (mit Längen wie zwischen Hamburg und München) von Nord nach Süd und den Aquädukten von den östlich der Sierra Nevada (USA) gelegenen Seen und Schmelzwasser liefernden Bergschneegletschern kommt hier große Bedeutung zu. Da die Nachbarstaaten (Arizona, Nevada) ebenfalls von den ihnen zustehenden Naturressourcen schöpfen wollen, gerät die Landwirtschaft zunehmend unter Druck. Naturschutzauflagen vergrößern diesen weiter.
Siehe auch
- Nordkalifornien, Südkalifornien
- Universitäten in Kalifornien
- Liste der Städte in Kalifornien
- Liste der Countys in Kalifornien
- Liste der Gouverneure von Kalifornien
Weblinks
- [http://www.ca.gov/state/portal/myca_homepage.jsp Offizielle Seite Kaliforniens]
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:カリフォルニア州
ko:캘리포니아 주
simple:California
th:มลรัฐแคลิฟอร์เนีย
FlugzeugbauFlugzeugbau ist ein Teilgebiet des Maschinenbaus (Verkehrstechnik) und umfasst den Entwurf, den Bau und die Erprobung von Luftfahrzeugen, aber auch deren Wartung, Instandhaltung und Reparatur.
Einteilung von Luftfahrzeugen
Zivilflugzeuge sind die bei weitem häufigsten Verkehrsmittel der Luft. Es werden jedoch sehr viele Gruppen und Bauarten unterscheiden, was die Vielfalt des Gebietes illustriert. Außerdem gibt es noch
- Ballone
- Luftschiffe
- Hubschrauber
- Militärflugzeuge
- Raketenflugzeuge ...
... und der Flugzeugbau befasst sich mit all diesen Fahrzeug-Gruppen.
Typen der Flächenflugzeuge
Die Flugzeuge mit Tragflächen (neuerdings darf man wieder "Flügel" sagen) können nach mehreren Gesichtspunkten unterteilt werden:
# nach Geschwindigkeit (Reisegeschw., maximale, Start, Landung)
# nach Ansatz der Tragflächen (Schulterdecker Mittel-, Tief- und Hochdecker)
# nach Art des Profils (Standard, gestrecktes Flügelprofil ...)
# nach Art des Antriebs (Propeller, Turboprop, Jet)
# ... ...
Der 1.Aspekt hat im Flugzeugbau viel mit Festigkeit, Temperatur etc. zu tun,
der zweite und dritte vor allem mit der Aerodynamik.
Die Antriebsart wiederum hat neben den obgenannten Aspekten Auswirkungen auf Treibstoffkosten, Wartungszeiten und Wirtschaftlichkeit. Je komplexer ein Aggregat, desto besser muss ferner die Kooperation der Flugzeugfirma mit dem Hersteller des Triebwerks sowie mit der (hauseigenen) Technik - und anfangs auch mit verschiedensten Ingenieuren, Testpiloten und Analysten sein.
Technik des Flugzeugbaues (FZB)
Antriebsarten und Maschinenbau
Werkstoffe und Komposite
Materialfragen, Synthetische Stoffe (Kunst-, Faserverbundwerkstoffe, Leichtmetall-Legierungen ..), Festigkeit, Sandwichbauweise, Material-Ermüdung, Aerodynamische Antennen
Weitere technische Aspekte
Aktuelle Forschungsthemen
(derzeit nur aus 2 Publikationslisten):
Flugzeug-Struktur und Optimierung, FE-Entwurf (finite Elemente), Gemischte Bauweisen, Zusammengesetzte FZ-Teile, Versteifungen, Verbeulung und Nachbeulverhalten, Triebwerke und Kühlung
Weiterentwicklung von Autopiloten, Schwingungen, Dämpfung und Federung, Wirbelschleppen, Moderne integrierte Instrumente, Integrierte Navigation, Mensch-Maschine Kommunikation, ...
Flugzeug und Wirtschaftlichkeit
Herstellungskosten, Materialien, Bauweisen
Komponenten der Betriebskosten
Der folgende Text erläutert die Aufschlüsselung der Betriebskosten von großen Verkehrsflugzeugen aus Sicht von Luftverkehrsgesellschaften.
Zunächst einmal unterscheidet man direkte und indirekte Betriebskosten. Während die direkten Betriebskosten (Direct Operating Costs - DOC) einem bestimmten Luftfahrzeug unmittelbar zugeordnet werden können, gelingt das bei den indirekten Betriebskosten (Indirect Operating Costs - IOC) nicht (z.B. Vertriebskosten). Um Verkehrsflugzeuge vergleichend bewerten zu können, werden meist nur die DOC verwendet, die im Folgenden weiter unterteilt werden. Eine weitere Gliederung erhält man durch die Unterscheidung von variablen und fixen Kostenanteilen. Variable Kosten sind vom Maß der Flugzeugnutzung abhängig (z.B. Kraftstoffkosten). Fixe Kostenanteile dagegen werden als vom Einsatz des Geräts unabhängig angesehen (z.B. Versicherungskosten). Bei der Betriebskostenrechnung wird von der Abschreibung des Flugzeugs über einen Zeitraum von 12-15 Jahren ausgegangen. Geht man von konstanten jährlichen Abschreibungsbeträgen aus, so kann man ein Kostenszenario für ein Betriebsjahr aufstellen.
Betriebskosten entstehen für:
# Abschreibung (fix)
# Versicherung (fix)
# Besatzung (fix)
# Wartung & Instandhaltung (variabel)
# Kraft- und Betriebsstoffe (variabel)
# Gebühren bzw. Entgelte (variabel)
In der Regel werden bei der DOC-Berechnung die Kosten für die Borddienstzuladung nicht mitzuberücksichtigt. Bezieht man die jährlichen DOC auf die Anzahl der Flüge, so erhält man die durchschnittlichen Kosten pro Flug (Trip Costs). Teilt man weiterhin durch die mittlere Einsatzstreckenlänge, so erhält man die Kosten pro Kilometer. Nach nochmaliger Division durch die Anzahl der Passagierkapazität erhält man die sogenannten Stückkosten DOC/SKO (SKO - Seat Kilometer Offered). Die Stückkosten nehmen mit zunehmender Flugstrecke deutlich ab.
Wartung, Kosten und Verlässlichkeit
Firmenstrukturen und Globalisierung
(...)
Flugzeugselbstbau
In den meisten Ländern ist es möglich und auch erlaubt, sich ein manntragendes Flugzeug selbst zu bauen.
Es haben sich dabei 3 Arten etabliert.
# Bau eines Bausatzflugzeugs
# Bau nach einem gekauften Bauplan
# Eigenentwicklung eines Flugzeugs.
Der Bau nach Bausatz ist die gebräuchlichste Methode.
Vorteil: Die Konstruktionen sind im allgemeinen bereits erprobt, durch mehr oder weniger vorgefertigte Komponenten lässt sich ein Flugzeug in einem überschaubaren Zeitrahmen bauen, meistens zwischen 500 und 2000 Stunden. Die Materialbeschaffung hat der Bausatzherstelle übernommen. Die Kosten für ein Bausatzflugzeug liegen zwischen bei ca. 50 und 80% des Preises eines fertigen Modells.
Beim Bau nach Bauplan kauft man sich von einem Konstrukreur einen Plan, und baut nach diesem.
Hierbei müssen allerdings alle Komponenten selbst hergestellt bzw. beschafft werden.
Der Zeitaufwand beträgt je nach Konstruktion 1000 - 5000 Std. Zuweilen auch noch länger.
Viele Flugzeugtypen gibt es nur als Bauplan zu kaufen.
Auch die Eigenentwicklung eines Flugzeugs ist bei uns möglich. Für einen Anfänger ist das aber wohl nicht der richtige Weg. Es ist theoretisch möglich jeden beliebigen Gegenstand als Flugzeug zu bauen, wenn man nachweisen kann, dass das Konstrukt zuverlässig und sicher fliegt.
Der Selbstbau eines Flugzeugs ist aber nur für Privatleute möglich. Eine Serienproduktion ist nicht erlaubt, dafür braucht man eine Musterzulassung. Das Flugzeug darf, wenn es fertig ist auch nur zu Hobbyzwecken betrieben werden. Eine kommerzielle Nutzung ist verboten.
In Deutschland läuft der Flugzeugselbstbau normalerweise über einen Verein, die Oskar Ursinus Vereinigung ([http://www.ouv.de OUV]). Dieser Verein unterstützt den Erbauer sowohl in technischer als auch rechtlicher Hinsicht.
Interessante Seiten zu diesem Thema:
[http://www.apinformatik.ch/breezer/index.htm#Tagebuch]
[http://www.der-haderlump-fliegt.de.vu]
[http://www.apinformatik.ch/iboc/]
Siehe auch
Aerodynamik Auftrieb Luftfahrt,Luft- und Raumfahrttechnik, Flugzeug, Hubschrauber, Fluggerätmechaniker Militärflugzeug Stabilität,
Entwurf, Fluglage, Industrie, Maschinenbau, Materialwissenschaft, Navigation, Statik, Testpilot, Verkehrswesen, Zelle,
Kategorie:Luftfahrt
Kategorie:Maschinenbau
Kategorie:Verkehr
Kategorie:Verkehrstechnik
NACA
Das National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) war eine US-amerikanische staatliche Organisation, die sich mit der Grundlagenforschung in der Luftfahrt beschäftigte; ein direkter Vorgänger der späteren NASA. Bereits 1915 gegründet, sollte sie die Innovationen im Flugzeug- und Antriebsbau koordinieren und auf eine wissenschaftliche Grundlage stellen. Die so erlangten Erkenntnisse wurden der amerikanischen Luftfahrtindustrie zur Verfügung gestellt.
Die bekanntesten Entwicklungen, die auf NACA-Forschungen zurückgehen, sind optimierte Flügelprofile, die Einführung des einziehbaren Fahrwerks, neue Rumpfformen für Überschallflüge, leise Strahltriebwerkstechnik und vor allem eine aerodynamische Sternmotorverkleidung (NACA-Haube).
Dazu unterhielt die NACA drei nationale Laboratorien in Zusammenarbeit mit der US Air Force und der Flugzeugindustrie. Schon in den 1920er Jahren wurden von der NACA erste Entwürfe und Konstruktionen für einen Windkanal gemacht. Mitte der 1940er Jahre konnte der erste Hochgeschwindigkeitswindkanal im Langley Research Center in Betrieb genommen werden. Anfang der 1950er Jahre wurde dieser zum ersten Überschallwindkanal ausgebaut.
1950er 1951]]
In der Nachkriegsjahren beobachtete die NACA mit Interesse die Experimente mit Raketenmotoren auf Wallops Island, Virginia. Dies geschah aber nur hinsichtlich der Möglichkeit, diese in Flugzeuge und Kampfgeschosse zum Durchbrechen der Schallmauer einzubauen.
Ebenso wurden die V2-Teststarts in White Sands, New Mexico der "Paperclip" Gruppe um Wernher von Braun gesichtet. Auch deren Ergebnisse, beispielsweise der Erhitzung des Raketenkörpers, wurden nur im Zusammenhang mit dem Flugzeugbau diskutiert und ausgewertet.
In der (Notfall-)Medizin verwendet man das - ursprünglich zur Beurteilung von Verletzten nach Flugzeugunfällen entwickelte - NACA-Schema zur Beurteilung des Schweregrades von Verletzungen oder Erkrankungen.
Von 1947 bis 1958 war Hugh L. Dryden Direktor der NACA.
Mit dem National Aeronautics and Space Act von 1958 ging die NACA in die NASA über.
Weblinks
- [http://naca.larc.nasa.gov/ NACA Homepage]
- [http://www.centennialofflight.gov/essay/Evolution_of_Technology/NACA/Tech1.htm NACA Geschichte]
- [http://www.wff.nasa.gov/ Wallops Island Flug Anlage]
Kategorie:Behörde (USA)
Kategorie:Luftfahrt
30. SeptemberDer 30. September ist der 273. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 274. in Schaltjahren) - somit bleiben 92 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1399 - Heinrich IV. wird nach der Absetzung von Richard II. zum König von England ernannt.
- 1484 - In Ingolstadt findet das letzte große Ritterturnier auf deutschem Boden statt
- 1661 - Der Londoner Kutschenstreit liefert König Ludwig XIV. einen Anlass, die Vorherrschaft Frankreichs in der europäischen Politik zu demonstrieren.
- 1867 - Die USA übernehmen die Kontrolle über die Midwayinseln.
Midwayinseln
- 1938 - Die Tschechoslowakei wird im Münchener Abkommen gezwungen die Sudetengebiete an das Deutsche Reich abzutreten.
- 1946 - In den Nürnberger Prozessen werden die Urteile gegen ehemalige Nazi-Größen gesprochen: 22 mal die Todesstrafe, 7 Haftstrafen und 3 Freisprüche.
- 1946 - Die hessische Landesversammlung verabschiedet den historischen Hessischen Verfassungskompromiss.
- 1947 - Pakistan und Jemen werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen.
- 1947 - Andrei Alexandrowitsch Schdanow hält seine berühmt gewordene Rede zur Zwei-Lager-Theorie auf der Gründungsversammlung des Kominform.
- 1949 - Im Westteil Berlins landet das letzte Versorgungsflugzeug im Rahmen der Berliner Luftbrücke.
- 1966 - Der südafrikanische Staat Botswana erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1984 - Der komorische Präsident Ahmed Abdallah wird durch Wahlen in seinem Amt bestätigt.
- 1989 - Tausenden von DDR-Flüchtlingen in den deutschen Botschaften in Prag und Warschau wird erlaubt, in die BRD auszureisen. Der deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher verkündet am Abend auf dem Balkon der deutschen Botschaft in Prag dieses Verhandlungsergebnis.
- 1992 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Bolivien.
- 1993 - Niederlage Georgiens gegen Abchasien.
- 1999 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Tschechien. In Kraft seit dem 15. Juni 2001.
Wirtschaft
- 1882 - Das erste hydroelektrische Kraftwerk der Welt wird am Fox River in Appleton, Wisconsin in Betrieb genommen und bildet damit eine Grundlage der späteren Appleton Edison Light Company.
Wissenschaft, Technik
- 1846 - Erste schmerzfreie Zahnextraktion unter Narkose durch William Thomas Green Morton an seinem Patienten Eben Frost
- 1929 - Über dem Flughafen Frankfurt-Rebstock fliegt Fritz Opel als erster Mensch mit einem raketenbetriebenen Flugzeug und stürzt ab.
- 1953 - Mit dem Tiefseetauchgerät Bathyskaph II erreichen der Schweizer Physiker Auguste Piccard und sein Sohn Jacques eine Rekordtiefe von 3150 m.
- 2004 - Erster lebender Riesenkalmar wird in seinem Lebensraum von Tsunemi Kubodera und Kyoichi Mori gefilmt. Die Aufnahmen werden am 28. September 2005 in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht.
Kultur
- 1767 - Die Uraufführung von Gotthold Ephraim Lessings Lustspiel Minna von Barnhelm findet in Hamburg statt.
- 1782 - Uraufführung der Oper Cora och Alonzo von Johann Gottlieb Naumann an der Hofoper in Stockholm.
- 1791 - Uraufführung der Oper Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart am Schikaneders Theater in Wien.
- 1863 - Uraufführung der Oper Les Pêcheurs de perles (Die Perlenfischer) von Georges Bizet am Théâtre-Lyrique in Paris.
- 1933 - Uraufführung der Operette Zwei Herzen im Dreivierteltakt von Robert Stolz in Zürich.
Religion
- 1061 - Der Bischof von Lucca, Anselmo da Baggio, wird als Papst Alexander II. zum Nachfolger von Nikolaus II. gewählt und tags darauf inthronisiert.
Katastrophen
- 1911 - Die Austin-Talsperre bricht und führt zu der bis dahin zweitgrößten Flutkatastrophe in Pennsylvania, USA mit 78 Toten.
- 1999 - Ein Erdbeben der Stärke 7,5 in Oaxaca, Mexiko fordert 35 Menschenleben.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1207 - Jalal ad-Din Rumi, Gründer des Mevlevi-Derwisch-Ordens aus Konya
- 1227 - Nikolaus IV., Papst
- 1540 - Salomon Alberti, Mediziner
- 1550 - Michael Mästlin, deutscher Mathematiker
- 1605 - Johann Laurentius Bausch, deutscher Arzt und Naturforscher
- 1747 - Friedrich Justin Bertuch, deutscher Unternehmer und Mäzen
- 1811 - Augusta, preußische Königin und deutsche Kaiserin
- 1823 - Rudolf von Gottschall, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker
- 1833 - Ferdinand von Saar, österreichischer Schriftsteller
- 1840 - Johan Svendsen, norwegischer Komponist
- 1852 - Charles Villiers Stanford, irischer Komponist
- 1857 - Hermann Sudermann, deutscher Schriftsteller
- 1862 - Georgi Konjus, russischer Komponist
- 1863 - Reinhard Scheer, deutscher Admiral
- 1864 - Max Laeuger, deutscher Künstler
- 1870 - Jean Baptiste Perrin, französischer Physiker
- 1880 - Kurt Faber, deutscher Schriftsteller
- 1882 - Hans Geiger, deutscher Kernphysiker
- 1883 - Ernst Hellinger, deutscher Mathematiker
- 1887 - Lil Dagover, deutsche Schauspielerin
- 1893 - Otto Wernicke, deutscher Schauspieler
- 1893 - Harold Joseph Laski, britischer Politiker und Politologe
- 1895 - Lewis Milestone, US-amerikanischer Regisseur
- 1896 - Charlotte Wolff, deutsch-britische Schriftstellerin
- 1897 - Gaspar Cassadó, spanischer Cellist
- 1905 - Nevill F. Mott, englischer Physiker
- 1908 - David Oistrach, sowjetisch-ukrainischer Violinist
- 1911 - Friederike Schneider, Aufseherin in verschiedenen Konzentrationslagern
- 1917 - Park Chung-hee, koreanischer Staatspräsident
- 1917 - Buddy Rich, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1920 - Zhang Ailing, chinesisch-amerikanische Schriftstellerin
- 1921 - Stanislaw Kazimierz Nagy, Kardinal der katholischen Kirche
- 1921 - Deborah Kerr, britische Filmschauspielerin
- 1922 - Joana Maria Gorvin, österreichische Schauspielerin
- 1924 - Truman Capote, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1928 - Elie Wiesel, US-amerikanischer Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger
- 1929 - Dorothee Sölle, deutsche Theologin
- 1932 - Heinz Behrens, deutscher Schauspieler
- 1934 - Alan A'Court, britischer Fußballspieler
- 1934 - Udo Jürgens, österreichischer Schlagersänger
- 1935 - Johnny Mathis, US-amerikanischer Sänger
- 1937 - Jurek Becker, deutscher Schriftsteller
- 1937 - Johannes Grützke, deutscher Maler, Zeichner und Druckgrafiker
- 1938 - Dieter Hundt, Arbeitgeberpräsident
- 1939 - Bata Illic, serbischer Sänger
- 1939 - Jean-Marie Pierre Lehn, französischer Chemiker (Chemienobelpreis 1987)
- 1940 - Harry Jerome, kanadischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1942 - Gus Dudgeon, britischer Musikproduzent
- 1942 - Frankie Lymon, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Dewey Martin, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1943 - Johann Deisenhofer, deutscher Physiker (Chemienobelpreis 1988)
- 1943 - Marylin McCoo, US-amerikanische Sängerin
- 1945 - Mike Harrion, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Ehud Olmert, israelischer Politiker
- 1945 - Ralph Siegel, deutscher Komponist und Musikproduzent
- 1946 - Sylvia Peterson, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Marc Bolan, englischer Musiker, gilt mit seiner Band T. Rex als erfinder des Glam-Rock
- 1950 - Mariano García Remón, spanischer Fußballtrainer
- 1953 - Deborah Allen, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1956 - Basia Trzetrzelewska, polnische Sängerin (Matt Bianco)
- 1956 - Marty Stuart, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1957 - Dave Betts, kanadischer Musiker
- 1957 - Fran Drescher, US-amerikanische Schauspielerin
- 1961 - Eric Stoltz, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1962 - Frank Rijkaard, niederländischer Fußballspieler
- 1964 - Monica Bellucci, italienische Schauspielerin
- 1975 - Laure Péquegnot, französische Skirennläuferin
- 1980 - Martina Hingis, Schweizer Tennisspielerin
- 1982 - Lacey Chabert, US-amerikanische Schauspielerin
Gestorben
- 788 - Abd ar-Rahman I., erster Emir von Córdoba
- 1572 - Francisco de Borja, dritter General der Jesuiten
- 1612 - Federico Barocci, italienischer Maler
- 1787 - Anna Amalie Preußen, deutsche Komponistin
- 1819 - Nicolas Roze, französischer Komponist
- 1846 - Wilhelm Adolf Becker, deutscher Archäologe und Historiker
- 1887 - Josef Matras, österreichischer Schauspieler und Sänger
- 1897 - Therese von Lisieux, französische Karmelitin, die 1925 heilig gesprochen wurde
- 1940 - Walter Kollo, deutscher Komponist
- 1943 - Franz Oppenheimer, deutscher Soziologe und Nationalökonom
- 1953 - Lewis Fry Richardson, britischer Mathematiker und Friedensforscher
- 1955 - James Dean, US-amerikanischer Schauspieler und Jugendidol
- 1955 - Marie Soldat-Roeger, österreichische Violinvirtuosin
- 1966 - Sabine Thalbach, deutsche Schauspielerin
- 1972 - Edgar G. Ulmer, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1975 - Reinhold Bicher, deutscher Maler und Grafiker
- 1977 - Heinrich Gretler, schweizer Schauspieler
- 1977 - Mary Ford, US-amerikanische Sängerin
- 1985 - Herbert Bayer, Grafikdesigner, Typograph, Maler, Fotograf und Lehrer
- 1985 - Simone Signoret, französische Filmdarstellerin
- 1986 - Franz Burda, deutscher Verleger und Begründer des Burda-Verlages
- 1987 - Alfred Bester, Science Fiction-Schriftsteller
- 1990 - Patrick White, australischer Schriftsteller (Literaturnobelpreis 1973)
- 1994 - André Lwoff, französischer Biologe und Genetiker (Medizinnobelpreis 1965)
- 2001 - Jenny Jugo, österreichische Schauspielerin
- 2002 - Hans-Peter Tschudi, schweizer Politiker und Bundesrat
- 2004 - Alexander Arnz, deutscher Fernsehregisseur
- 2004 - Woldemar Winkler, deutscher Maler und Bildhauer
Feier- und Gedenktage
- Botswana: Nationalfeiertag (Tag der Unabhängigkeit)
- Tag des Übersetzens (Todestag von Hieronymus, Patron der Übersetzer)
- Tag des Deutschen Butterbrotes (2005) unter dem Motto: „Deutschland macht den Buttertest – weil Geschmack überzeugt“
Siehe auch
- 29. September - 1. Oktober
- 30. August - 30. Oktober
- September - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0930
ja:9月30日
ko:9월 30일
simple:September 30
th:30 กันยายน
US Air Force
Die United States Air Force (USAF) ist die Luftwaffe der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Aufgabe der USAF ist die „Verteidigung der Vereinigten Staaten durch die Kontrolle und Ausnutzung von Luft und All“.
Im Jahre 2004 waren der Air Force 377.000 Soldaten unterstellt, das ist rund ein Viertel der Gesamtstärke der US-Streitkräfte von 1,43 Millionen Menschen. Zum Inventar gehören rund 4.300 Flugzeuge, zuzüglich 1.700 Maschinen der Reservestreitkräfte. Die USAF unterhält weltweit 85 große Militärflugplätze (Air Force Base), davon 72 auf US-Gebiet und acht in Europa, dazu noch einmal 82 kleinere Stützpunkte und fast ebensoviele Basen der Reservestreitkräfte.
Das Budget für das Haushaltsjahr 2005 umfasst 120 Milliarden US-Dollar, das entspricht 29 % des gesamten Verteidigungshaushalts der USA von 408 Milliarden Dollar. Größte Einzelposten sind die Beschaffung von C-17-Transport- und F/A-22-Kampfflugzeugen (jeweils rund 4,1 Milliarden Dollar) und die Entwicklung der F-35 (2,2 Milliarden Dollar).
Organisation
F-35
Die USAF ist die für den Luftraum und Weltraum zuständige Teilstreitkraft der US-Streitkräfte. An der Spitze ihrer militärischen Führung steht der Chief of Staff, USAF (CSAF, Stabschef), der gemeinsam mit den Befehlshabern der anderen Teilstreitkräfte zu den Joint Chiefs of Staff gehört, der militärischen Führungebene im US-Verteidigungsministerium (Department of Defense). Der Stabschef wird in der Regel für vier Jahre vom US-Präsidenten berufen und dient als Vermittler zwischen der Verwaltung und den Soldaten. Seit dem 2. September 2005 ist General T. Michael Moseley Stabschef der Luftwaffe.
Daneben bildet das Department of the Air Force (Ministerium der Luftwaffe) als Teil des Verteidigungsministeriums die oberste zivile Verwaltungsebene der USAF mit dem Secretary of the Air Force (Luftwaffenminister) an der Spitze.
Außerdem lässt sich unterscheiden zwischen:
- der eigentlichen Luftwaffe (Air Force)
- der Luftwaffe der Reserve (U.S. Air Force Reserve)
- und der Luft-Nationalgarde (Air National Guard)
Hauptkommandos
Die USAF ist in neun Hauptkommandos (major commands) unterteilt, die jeweils einen bestimmten Aufgabenbereich oder eine Region abdecken:
- Air Combat Command (ACC) – Angriff, Bombardierung, Aufklärung, Überwachung
- Air Education and Training Command (AETC) – Ausbildung und Übung
- Air Force Materiel Command (AFMC) – Forschung, Technologie, Wartung, USAF-Museum
- Air Force Reserve Command (AFRC) – Luftwaffe der Reserve
- Air Force Space Command (AFSPC) – Raketen, Satelliten, GPS
- Air Force Special Operations Command (AFSOC) – Spezialeinsätze
- Air Mobility Command (AMC) – Lufttransport, Luftbetankung
- US Air Forces in Europe (USAFE) – Vertretung der USAF in Europa
- Pacific Air Forces (PACAF) – Vertretung der USAF im pazifischen Raum
Weitere Untergliederung
An der Spitze jedes Hauptkommandos steht ein Offizier im Generalsrang. Einem Kommando sind bis zu zwei nummerierte Luftwaffen (Numbered Air Forces) zugeordnet, von denen es 22 gibt. Diese bestehen wiederum aus mindestens zwei Wings. Eine Air Force Base der USAF ist typischerweise um eine solche Wing herum organisiert; größere Basen beherbergen entsprechend mehrere Wings oder eine Numbered Air Force. Die Wings setzen sich aus Gruppen (Groups) zusammen, denen jeweils ein bestimmter Flugzeugtyp zugewiesen wird. Flugzeuge und Personal einer Gruppe werden bei Einsätzen und Übungen in der Regel zusammen eingesetzt, also nicht auf verschiedene Missionen aufgeteilt. Unterhalb der Gruppe steht die Staffel (Squadron), die grundlegende Einheit der amerikanischen Luftwaffe. Als Beispiel für diese Hierarchie gehören neun Transporter vom Typ Lockheed C-141 zum 730th Airlift Squadron, 452th Air Mobility Wing, 4th Air Force, Air Force Reserve Command.
Daneben existieren weitere organisatorische Unterteilungen.
Geschichte
Anfänge
Am 1. August 1907 stellte das US Army Signal Corps eine Abteilung für Luftfahrt auf. Seit dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs im Jahre 1865 bestand die Ausrüstung aus zehn Ballons.
Das erste Flugzeug wurde am 20. August 1908 getestet, der erste tödliche Unfall der Militärluftfahrt geschah am 17. September des selben Jahres, als Lt. Thomas E. Selfridge abstürzte. Am 2. August 1909 stellte das Signal Corps das erste Flugzeug offiziell in Dienst, eine Wright Model A, genannt Airplane No. 1. Ende Oktober 1912 gehörten neun einsatzfähige Luftfahrzeuge zum Bestand – Airplane No. 1 war zu diesem Zeitpunkt bereits an das Smithsonian-Museum abgegeben worden.
Frühe Kampfflugzeuge
Die Wurzeln der USAF gehen auf um die zur Jahrhundertwende vom 19 zum 20. Jh. erfolgte Bemühungen zurück, neue Technologien zu bewerten. Im Januar 1905 erwog das Kriegsministerium ein Angebot, das es von zwei Erfindern aus Dayton, Ohio erhalten hatte, die der Regierung eine Flugmaschine liefern wollten, die schwerer als Luft war. Die Tatsache, dass damals viele bezweifelten, dass Wilbur und Orville Wright wirklich ein funktionsfähiges Flugzeug gebaut hatten, ist ein Teil der Luftfahrtgeschichte. Aber das Board of Ordnance and Fortifications, das Komitee, das den Vorschlag der Gebrüder Wright untersuchte, musste auch noch weitere Tatschen in Betracht ziehen. Außerhalb der Science Fiction war es damals durchaus nicht ganz klar, welche Rolle Luftschiffe, Segelflugzeuge und Flugzeuge in der Kriegsführung spielen würden. Nur Ballons hatten ihren praktischen Wert erwiesen. Das revolutionäre Frankreich hatte 1794 einen Ballon in der Schlacht von Fleurus eingesetzt. Auch im amerikanischen Bürgerkrieg waren Ballons eingesetzt worden, und das Signal Corps hatte die Aufgabe erhalten, diese zu erwerben und zu bedienen. Allerdings schuf das Signal Corps erst 1892 eine permanente Ballonabteilung, deren Einsatz im Krieg mit Spanien 1898 aber nicht sehr erfolgreich war.
Im Jahre 1898 vergab das Signal Corps den Auftrag zum Bau eines Flugzeugs an Samuel P. Langley, doch dessen Erpobung endete am 8. Dezember 1903 mit einem spektakulären Sturz in den Potomac River, nur neun Tage vor dem ersten Flug der Gebrüder Wright. Das Kriegsministerium, das 1905 immer noch an diese peinliche Episode dachte, lehnte deshalb das neue Angebot ab.
Aber der Fortschritt der Luftfahrt, die Erteilung eines Patents an die Gebrüder Wright im Jahre 1906, sowie das Interesse von Präsident Theodore Roosevelt brachten das Thema wieder zur Diskussion. 1907 wurde Captain Charles Chandler der Leiter deu neugegründeten aeronautischen Abteilung der Fernmeldetruppe, die alle Formen des Fliegens weiterentwickeln sollte. Im Jahre 1908 bestellte das Signal Corps bei Thomas Scott Baldwin einem amerikanischen Luftschiffpionier ein lenkbares Luftschiff und vergab an die Wrights ein Auftrag über die Lieferung eines Flugzeugs. Trotz eines Absturzes, bei dem das erste Modell zu Bruch ging, wurde das Wright-Flugzeug 1909 ausgeliefert. Die Erfinder begannen dann damit, einigen jungen, enthusiastischen Offizieren das Fliegen beizubringen.
Quelle: Handbuch zu "Jane's USAF"
Erster Weltkrieg
Das erste Geschwader wurde am 3. März 1913 aufgestellt. Es bestand aus nur sechs Flugzeugen und repräsentierte bis in den Ersten Weltkrieg hinein die gesamte Luftwaffe der Vereinigten Staaten. Der Krieg zeigte schnell die Vorteile der Luftunterstützung; Ende 1915 standen 23 Flugzeuge bereit und als die USA im April 1917 in den Krieg eingriffen, hatte die Luftwaffe 24 Geschwader aufgestellt, die allerdings längst nicht alle komplett ausgerüstet waren.
Im Mai 1918 wurde die Luftfahrt-Abteilung vom Signal Corps getrennt und als US Army Air Service neu organisiert. Schon 740 Luftfahrzeuge gehörten zum Kriegsende im November 1918 zur US-Luftwaffe, davon sind 289 Flugzeuge und 48 Ballons bei den Kämpfen verloren gegangen; 138 Tonnen Bomben wurden abgeworfen und 756 feindliche Flugzeuge sind zerstört worden. Nach dem Krieg reduzierte sich die Anzahl der Luftwaffen-Soldaten bis Mitte 1920 drastisch auf ein Zwanzigstel der Kriegsstärke, auch der Bedarf an Ausrüstung war nun entsprechend geringer.
Im Jahre 1926 wurde der Air Service zum US Army Air Corps (USAAC), blieb also Teil der US Army. In dieser Zeit wurden auf vielen Gebieten technische Entwicklungen vorangetrieben, wie beispielsweise die Luftbetankung und die Erprobung neuer Bomber (Martin B-10) und Kampfflugzeuge. Die Zahl der Flugzeuge stieg von unter 1000 (1926) auf 1700 (Mitte 1932). Ab 1937 kam die B-17 Flying Fortress zum Einsatz.
Zweiter Weltkrieg
Schließlich beschloss die Regierung unter Präsident Franklin D. Roosevelt Anfang 1939, den Bestand auf 6.000 Maschinen aufzustocken. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 und seine Folgen ließ den Bedarf an Bombern, Jägern und Aufklärern in die Höhe schnellen: Bis 1945 stieg die Flugzeugstärke auf über 60.000 Stück; viele neue Stützpunkte wurden angelegt, um das Material und die Truppen unterbringen zu können.
Das USAAC ging am 20. Juni 1941 in den US Army Air Forces (USAAF) auf, die ab 1943 als eigenständiger Teil der US Army den gleichen Rang wie selbige und die US Navy erhielten.
Im Zweiten Weltkrieg flogen amerikanische Bomber viele Angriffe gegen Deutschland, hauptsächlich am Tage gegen industrielle Ziele von militärischer Bedeutung (siehe beispielsweise Operation Double Strike), aber auch gegen Städte wie Hamburg und Dresden. Ab 1944 erfolgten auch Einsätze gegen Japan, im August 1945 schließlich warfen B-29 Superfortress Atombomben über Hiroshima und Nagasaki ab.
Nach dem Krieg wurden die Streitkräfte neu organisiert und am 21. März 1946 drei neue Luftwaffenkommandos gegründet: Zur Unterstützung der Bodentruppen das Tactical Air Command, für die Reservestreitkräfte und Heimatverteidigung das Air Defense Command und für die strategischen Bomber und Aufklärer das Strategic Air Command, das in den Folgejahren zum mächtigsten Militärverband der westlichen Welt aufstieg.
Mit der Gründung der United States Air Force (USAF) durch den National Security Act am 26. Juli (effektiv 18. September) 1947 erreichte die Luftwaffe schließlich ihre volle Unabhängigkeit.
Während der Berlin-Blockade 1948/49 versorgten „Rosinenbomber“ hauptsächlich der USAF und der britischen Royal Air Force die Stadt fast ein Jahr lang über eine Luftbrücke, mit 278.000 Flügen und 2,1 Millionen Tonnen befördertem Material die bis heute größte Lufttransport-Operation überhaupt. Dabei kamen Transportflugzeuge wie Douglas C-54 Skymaster und Lockheed C-121 Constellation zum Einsatz.
(…)
Hierarchie
Anmerkungen
1. Die Mannschaften und Unteroffiziere der US Air Force werden als enlisted bezeichnet. Wobei ab der Soldstufe E5 (SSgt) die Dienstgradgruppe der Non-commissioned officer (NCO) beginnt, welche ab der Soldstufe E7 (MSgt) auch Staff oder Senior NCO (SNCO) genannt wird.
2. Der Rang First Sergeant, der mehrfach auftaucht, ist in der Air Force kein Rang sondern eine spezielle Dienstbezeichnung für den dienstältesten Unteroffizier einer Einheit, der direkt dem Einheitskommandeur untersteht. Ähnlich dem Kompaniefeldwebel der Bundeswehr.
Dieser Posten kann von Soldaten in den Soldstufen E-7 bis E-9 wahrgenommen werden (Master Sergeant, Senior Master Sergeant und Chief Master Sergeant). Kennzeichnend für einen First Sergeant ist die sogenannte französische Raute auf dem Dienstgradabzeichen.
Der First Sergeant ist verantwortlich für die Moral, das Wohlergehen und das Benehmen aller ihm unterstellten Soldaten. Er ist ebenso direkter Ansprechpartner des Staffelkommandanten / Kompaniechefs in Fragen, die die Unteroffiziere und Mannschaften betreffen.
Normalerweise übernimmt ein Master Sergeant diesen Posten, während in größeren Einheiten ein Senior Master Sergeant oder Chief Master Sergeant als First Sergeant eingesetzt wird.
3.: Laut US Bundesgesetz haben nur ein Prozent der Unteroffiziere der Air Force Ränge in der Soldstufe E-9 (Chief Master Sergeant und Command Chief Master Sergeant).
Der Posten des Command Chief Master Sergeant (CCMS) wurde im November 1998 geschaffen. Command Chief Master Sergeants oder Command Chiefs dienen als Senior Berater für die Kommandeure ihrer Einheit. Sie sind auf hohen Kommandoebenen zu finden. Wenn in einem gemischten militärischen Verband ein Air Force Mitglied der höchste Unteroffizier ist, wird dieser auch als Command Chief bezeichnet.
4.: Der Chief Master Sergeant of the Air Force ist der höchstrangige Unterofiziergrad der gesamten Air Force, vom Chief of Staff of the Air Force persönlich ernannt.
5.: In der US Air Force dienen keine Warrant Officers mehr.
Die Air Force übernahm 1947 die Warrant Officer Ränge von der US Army, aber deren Platz in der Struktur der Air Force wurde nie richtig klar.
Der letzte Warrant Officer im aktiven Dienst war Chief Warrant Officer (CWO) James H. Long, der 1980 in den Ruhestand ging. CWO Bob Barrow, der letzte Warrant Officer der Air Force Reserve, schied 1992 aus dem Dienst aus. Ab diesem Zeitpunkt verschwanden die Warrant Officer Ränge aus der Air Force.
6.: Der Rang General of the Air Force (GenAF) ist der höchste Rang der US Air Force, gleichbedeutend mit einem 5-Sterne General. Dieser Rang wurde nur von einer Person getragen: Henry H. Arnold.
General of the Army ist der gleichbedeutende Rang in der US Army und die beiden Abzeichen waren ursprünglich dieselben. In den 1950ern wurde das Abzeichen für den GenAF leicht verändert, um es zur neuen blauen Dienstkleidung der Air Force zu tragen.
GenAF wurde nie von einem Offizier im aktiven Dienst der modernen Air Force getragen. Arnold war General of the Army und ging in den Ruhestand, bevor die Air Force von der Army getrennt und somit eine eigenständige Teilstreitkraft wurde. Nach seiner Pensionierung wurde ihm der Rang GenAF verliehen.
Der äquivalente Rang der US Navy ist Fleet Admiral.
Literatur
- USAF Almanac 2005. In: Air Force Association [http://www.afa.org/default.asp] (Hrsg.): Air Force Magazine Vol. 88, No. 5, Mai 2005, S. 44–93 ([http://www.afa.org/magazine/May2005/0505structure.pdf] PDF, 40 MB, englisch)
Weblinks
- [http://www.af.mil Webpräsenz der USAF]
- [http://www.wpafb.af.mil/museum/ USAF-Museum]
- [http://www.globalaircraft.org/ GlobalAircraft.org (.en)]
ja:アメリカ空軍
Überschall: Überschallflug
1946
- 1. Januar: Karl Kobelt wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Magirus-Werke erhalten von den Besatzungsmächten die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der LKW-Produktion
- 1. Januar: Der neuerbaute Flughafen Heathrow Nähe London wird eröffnet
- 1. Januar: Die letzten US-amerikanischen Besatzungstruppen werden aus dem Iran abgezogen
- 1. Januar: Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Indien, Großbritannien und Thailand in Bangkok
- 1. Januar: Die Bank von Frankreich wird verstaatlicht, die bisherigen Aktionäre abgefunden
- 5. Januar: In Nürnberg beginnt vor einem US-Militärgerichtshof der Prozess gegen 23 ehemalige KZ-Ärzte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
- 11. Januar: Abschaffung der Monarchie, Proklamation der Volksrepublik Albanien durch Enver Hoxha
- 22. Januar: Gründung der kurdischen Republik Mahabad
- 1. Februar: Amtsantritt | | |