:: wikimiki.org ::
| Eugene Cernan |
Eugene Cernan
Eugene Andrew Cernan ( - 14. März 1934 in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Astronaut.
Leben
Cernan kam 1963 zur NASA. Sein erster Einsatz im Weltraum war am 3. Juni 1966 ein Flug mit Gemini 9. Dabei unternahm Cernan als dritter Mensch nach Alexei Archipowitsch Leonow und Edward H. White einen Weltraumspaziergang. Er kam als Ersatzpilot zusammen mit Thomas Stafford zum Einsatz. Die ursprünglich ausgewählte Crew, Charles Bassett und Elliott See, stürzte mit einem Düsenflugzeug ab.
Elliott See
Sein zweiter Einsatz leistete Cernan zusammen mit Thomas P. Stafford und John W. Young auf Apollo 10, der Vorbereitungsmission für die erste Mondlandung (Apollo 11). Das Mondlandemodul Snoopy mit Cernan und Stafford an Bord, näherte sich dabei bis auf 15'243 m der Mondoberfläche.
Eugene Cernan betrat als 11. Mensch den Mond und war der vorläufig letzte Mensch auf dem Mond. Er verließ ihn am 14. Dezember 1972 mit der Mondlandefähre "Challenger" im Rahmen des Apollo 17-Programms. Vor ihm verließ ihn Harrison_H._Schmitt, der 12. Mensch der den Mond betrat.
Nach dem Ausscheiden aus der NASA am 1. Juli 1976 wurde Cernan Vizepräsident der "Carol Petroleum" in Houston, Texas. 1981 gründete er eine eigene Beraterfirma für Weltraumfahrt.
Im Jahr 1999 veröffentlichte Cernan das Buch The Last Man on the Moon. Dort beschreibt er seine Raumfahrterfahrungen und wie er meint, von anderen Menschen gesehen zu werden.
Siehe auch: Liste der Raumfahrer
Bibliografie
- Eugene Cernan und Don Davis, The Last Man on the Moon, St. Martin's Press, 1999, ISBN 0312199066
Weblinks
- [http://www.genecernan.com/ Homepage von Eugene Cernan]
- [http://www.jsc.nasa.gov/Bios/htmlbios/cernan-ea.html NASA Biografie (englisch)]
Cernan, Eugene
Cernan, Eugene
Cernan, Eugene
Cernan, Eugene
Cernan, Eugene
ja:ユージン・サーナン
1934
Politik
- 1. Januar: Das bereits am 14. Juli 1933 im Nazi-Regime verabschiedete Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses tritt in Kraft
- 1. Januar: Gauleiter Friedrich Hildebrandt wird neuer Reichsstatthalter von Mecklenburg
- 1. Januar: Das Land Mecklenburg wird aus den Ländern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin gegründet
- 1. Januar: Neuer Lordsiegelbewahrer in Großbritannien wird Anthony Eden
- 1. Januar: [[Marcel Pilet-Golaz]] wird neuer Bundespräsident der [[Schweiz
- 26. Januar: Freundschafts- und Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und Polen
- 12. Februar: Beginn des Februaraufstandes in Österreich
- 14. Juni: Hitler auf Staatsbesuch in Italien. Treffen mit Mussolini in Venedig
- 30. Juni: Röhm-Putsch, „Säuberung“ der SA-Führung
- 25. Juli: nationalsozialistischer Putschversuch in Österreich („Juliputsch“), bei dem Bundeskanzler Dollfuß getötet wird
- 30. Juli: der bisherige Unterrichtsminister Dr. Schuschnigg wird österreichischer Bundeskanzler
- 2. August: Die Reichswehr wird auf Adolf Hitler vereidigt
- 2. August: Reichspräsident Paul von Hindenburg stirbt
- 19. August: Volksabstimmung über die Zusammenlegung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Adolf Hitler
- September: Eintritt der UdSSR in den Völkerbund
- 27. Oktober: Der Marsch von 100.000 Kommunisten unter Führung Mao Tse-tungs durch China beginnt („Langer Marsch“)
Wissenschaft/Technik
- 5. November Das unter der Anleitung von Umberto Nobile erbaute russische Luftschiff CCCP-B6 (UdSSR-W6) führt seine Jungfernfahrt durch. Es gilt als das erfolgreichste russische Luftschiff
Kultur
- 22. Januar: Uraufführung der Oper Lady Macbeth von Mzensk (Orig.: Katerina Ismailowa) von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch am Maly-Theater in Sankt Petersburg
- 23. Januar: Uraufführung der Oper La Fiamma von Ottorino Respighi am Teatro Reale in Rom
- 31. Januar: Uraufführung der Kammeroper The Wandering Scholar von Gustav Holst in Liverpool
- 28. März: Uraufführung der Operette Märchen im Grand-Hotel von Paul Abraham im Theater an der Wien in Wien
- 28. Mai: Uraufführung der Oper Rolande et le mauvais garçon von Henri Rabaud an der Grand Opéra Paris
- Die Emigrantenzeitung „Aufbau“ wird von jüdischen Flüchtlingen in New York gegründet
- Juli: Kongress der Europäisch-Baptistische Föderation (EBF) in Berlin anlässlich des 100jährigen Jubiläums der deutschen Baptisten
Katastrophen
- 15. Januar: Erdbeben der Stärke 8,1 in Nepal und Indien, ca. 10.700 Tote
- 12. März: Das japanische Torpedoboot Tomozuru kentert während einer Übung im Sturm vor Sasebo. Von den 113 Besatzungsmitgliedern kommen ca. 100 Mann ums Leben
- 11. Mai: einer der heftigsten Staubstürme der US-amerikanischen Geschichte trägt 300 Mio. t Mutterboden Tausende km in den Atlantik, Vernichtung der Existenz von 165.000 Farmern
- 29. Juni: Der durch eine Kollision mit dem Zerstörer Inazuma schwer beschädigte Zerstörer Miyuki (beide Japan) sinkt vor der Insel Tsushima. 6 Tote und 4 Verletzte
- 16. Juli: In Kummersdorf sterben bei der Explosion eines mit Wasserstoffperoxid betriebenem Raketentriebwerk Dr. Kurt Wahmke und 2 Techniker
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Am 10. Juni gewinnt Gastgeber Italien die Fußball-WM vor der Tschechoslowakei, Deutschland und Österreich
Sonstiges
- 1. Januar: USA, Alcatraz wird zu einem Bundesgefängnis umfunktioniert
- 1. Januar: Lakhdar Brahimi, algerischer Politiker
- 1. Januar: Alfred Gleitze, Berliner Kommunalpolitiker († 2004)
- 1. Januar: Hans Huber (Boxer), deutscher Boxer
- 1. Januar: Giuseppina Leone, italienische Leichtathletin und Olympionikin
- 4. Januar: Hellmuth Karasek, deutscher Journalist, Buchautor und Literaturkritiker
- 4. Januar: Rudolf Schuster, von 1999 bis 2004 der zweite Staatspräsident der Slowakei
- 7. Januar: Tassos Papadopoulos, Präsident von Zypern
- 7. Januar: Charles Jenkins, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 8. Januar: Jacques Anquetil, französischer Radrennfahrer († 1987)
- 8. Januar: Alexandra Ripley, US-amerikanische Schriftstellerin († 2004)
- 10. Januar: Leonid Krawtschuk, erste Präsident der Ukraine
- 11. Januar: Jean Chrétien, kanadischer Politiker
- 12. Januar: Jannpeter Zopfs, Richter am deutschen Bundesgerichtshof
- 15. Januar: Hans-Wilhelm Ebeling, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit der DDR
- 18. Januar: Hendrick R. Chin A Sen, Staatspräsident von Surinam († 1999)
- 19. Januar: Patsy Rowlands, britische Schauspielerin († 2005)
- 21. Januar: Franz Böhmert, Sportfunktionär († 2004)
- 22. Januar: Bill Bixby, US-amerikanischer Schauspieler († 1993)
- 27. Januar: Édith Cresson, französische Politikerin
- 29. Januar: Kassian Lauterer, Abt der Territorialabtei Wettingen-Mehrerau
- 30. Januar: Giovanni Battista Re, Kardinal
- 30. Januar: Eva Mozes Kor, Überlebende des Holocaust
- 2. Februar: Otar Iosseliani, georgisch-französischer Filmregisseur
- 3. Februar: Johannes Kühn, deutscher Schriftsteller
- 6. Februar: Alexander Schroth, deutscher Schriftsteller
- 7. Februar: Murtasa Rachimow, Präsident der russischen Teilrepublik Baschkirien
- 7. Februar: Edward Fenech Adami, Präsident von Malta
- 8. Februar: Elly Ameling, Sopranistin
- 8. Februar: Joachim Angerer, Universitätsprofessor und Abt
- 9. Februar: Manfred von Richthofen (Sport), deutscher Sportler, Unternehmer und Sportfunktionär
- 11. Februar: Mary Quant, britische Modedesignerin, gilt als Erfinderin des Minirocks
- 11. Februar: Manuel Noriega, Chef der Nationalgarde von Panama
- 12. Februar: Anne O. Krueger, Stellvertretende Generaldirektorin des IWF
- 12. Februar: Bill Russell, US-amerikanischer Basketballspieler
- 13. Februar: George Segal, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. Februar: Niklaus Wirth, Schweizer Informatiker
- 17. Februar: Alan Bates, britischer Schauspieler († 2003)
- 17. Februar: Frederik Hetmann, ein deutscher Schriftsteller
- 18. Februar: Heini Müller, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 19. Februar: Herbert Rosendorfer, Schriftsteller
- 20. Februar: Kurt Wölfflin, österreichischer Schriftsteller († 1998)
- 24. Februar: Klaus Darga, deutscher Schachspieler
- 24. Februar: Bingu wa Mutharika, Präsident von Malawi
- 24. Februar: George Ryan, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von Illinois
- 27. Februar: N. Scott Momaday, indianisch-amerikanischer Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Maler
- 27. Februar: Ralph Nader, US-amerikanischer Verbraucheranwalt und Politiker
- 1. März: Jacques Chessex, französischsprachiger Schriftsteller aus der Schweiz
- 3. März: Jacek Kuroń, polnischer Bürgerrechtler, Publizist, Historiker und Politiker († 2004)
- 4. März: Mario Davidovsky, argentinischer Komponist
- 4. März: Gleb Pawlowitsch Jakunin, russischer Dissident und Politiker
- 5. März: Daniel Kahneman, israelisch-US-amerikanischer Psychologe, Nobelpreisträger
- 8. März: Kurt Mahr, deutscher Schriftsteller († 1993)
- 9. März: Lothar Zysk, ehemaliger Richter am deutschen Bundesgerichtshof
- 9. März: Dietmar Grieser, österreichischer Schriftsteller
- 9. März: Juri Alexejewitsch Gagarin, sowjetischer Kosmonaut und Oberst der Luftwaffe († 1968)
- 11. März: Ingrid Lotz, deutsche Leichtathletin
- 12. März: Adolf Frohner, österreichischer Maler und Grafiker
- 14. März: Volker von Törne, deutscher Lyriker und Schriftsteller († 1980)
- 14. März: Dionigi Tettamanzi, Erzbischof von Mailand und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 14. März: Eugene Cernan, US-amerikanischer Astronaut
- 16. März: Roger Norrington, britischer Dirigent
- 20. März: David Malouf, australischer Autor
- 20. März: Peter Berling, deutscher Autor und Schauspieler
- 21. März: Abū l-Hasan Banīsadr, Präsident des Iran (1980/81)
- 24. März: Richard Leising, deutscher Lyriker († 1997)
- 25. März: Karlheinz Schreiber, deutscher Waffenhändler
- 25. März: Bobby Vee, US-amerikanischer Rock 'n' Roll- und Popsänger
- 25. März: Johnny Burnette, US-amerikanischer Rockabilly-Musiker († 1964)
- 26. März: Alan Arkin, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 27. März: Jutta Limbach, Rechtswissenschaftlerin und SPD-Politikerin
- 30. März: Hans Hollein, österreichischer Architekt und Designer
- 31. März: Carlo Rubbia, italienischer Physiker
- 31. März: Shirley Jones, US-amerikanische Schauspielerin
- 31. März: John D. Loudermilk, US-amerikanischer Country-Sänger und Songschreiber
- 31. März: Richard Chamberlain, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. März: Heinz Kautzleben, Wissenschaftler und Geophysiker aus der DDR
- 1. April: Roberto Ciulli, italienischer Theaterregisseur
- 1. April: Jim Ed Brown, US-amerikanischer Country-Musiker
- 2. April: Hans-Jürgen Warnecke, deutscher Wissenschaftler
- 2. April: Paul Cohen (Mathematiker), US-amerikanischer Mathematiker
- 3. April: Jane Goodall, britische Verhaltensforscherin
- 3. April: Annekathrin Bürger, deutsche Schauspielerin
- 5. April: Roman Herzog, deutscher Bundespräsident und Präsident des BVerfG
- 5. April: Frank Gorshin, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 6. April: Ingo Insterburg, deutscher Komödiant
- 6. April: Anton Geesink, niederländischer Judoka
- 8. April: Kisho Kurokawa, japanischer Architekt
- 12. April: Michael Grzimek, Tierfilmer († 1959)
- 13. April: Siegfried Matthus, deutscher Komponist
- 13. April: Heinrich Wilhelm Laufhütte, Richter am Bundesgerichtshof
- 16. April: Vicar, Comiczeichner bei Disney
- 16. April: Robert Stigwood, Musik- und Filmproduzent
- 19. April: Jean Ziegler, Schweizer Professor für Soziologie und Politiker
- 24. April: Shirley MacLaine, US-amerikanische Schauspielerin
- 26. April: Josef Seiz, deutscher Tischtennisspieler
- 27. April: Jürgen Kühling, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 28. April: Max Amling, deutscher Politiker
- 29. April: Pedro Pires, Präsident von Kap Verde seit März 2001
- 29. April: Otis Rush, US-amerikanischer Blues-Gitarrist
- 30. April: Jürgen Schneider, deutscher Bauunternehmer und Pleitier
- 1. Mai: Laura Betti, italienische Schauspielerin († 2004)
- 3. Mai: Georges Moustaki, französischer Sänger und Lyriker
- 5. Mai: Alfred Freiherr von Oppenheim, deutscher Privatbankier († 2005)
- 5. Mai: Henri Konan Bédié, Präsident der Elfenbeinküste
- 6. Mai: Oskar Gottlieb Blarr, deutscher Komponist, Organist und Kirchenmusiker
- 6. Mai: Hennes Junkermann, deutscher Radrennfahrer, war von 1955 bis 1973 Profi
- 7. Mai: Günter Topmann, deutscher Politiker und MdB
- 8. Mai: Walther Hadding, deutscher Zivilrechtswissenschaftler
- 11. Mai: Thomas Buergenthal, Mitglied des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag
- 11. Mai: Jack Twyman, US-amerikanischer Basketballspieler
- 12. Mai: Werner Bräunig, deutscher Schriftsteller († 1976)
- 13. Mai: Hans-Peter Schwarz, deutscher Historiker und Politikwissenschaftler
- 13. Mai: Peter Häberle, ein deutscher Staatsrechtslehrer
- 13. Mai: Adolf Muschg, Schweizer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler
- 20. Mai: Alfons Schilling, Schweizer Künstler
- 21. Mai: Bengt Ingemar Samuelsson, schwedischer Biochemiker, Nobelpreisträger
- 23. Mai: Robert Moog, Pionier der elektronischen Musik, Erfinder eines der ersten Synthesizer († 2005)
- 24. Mai: Nils Diederich, deutscher Politiker und Politikwissenschaftler
- 27. Mai: Uwe Friedrichsen, deutscher Schauspieler, Hörbuch- und Synchronsprecher
- 27. Mai: Harlan Ellison, US-amerikanischer Autor
- 28. Mai: Gerhard Dahne, deutscher Publizist und Verleger
- 29. Mai: Udo Proksch, Geschäftsmann, Krimineller († 2001)
- 30. Mai: Dieter Süverkrüp, deutscher Liedermacher
- 30. Mai: Alexei Archipowitsch Leonow, sowjetischer Kosmonaut
- 1. Juni: Pat Boone, US-amerikanischer Sänger
- 2. Juni: Karl-Heinz Feldkamp, ehemaliger Fußballspieler und Trainer
- 4. Juni: Yaak Karsunke, deutscher Schriftsteller und Schauspieler
- 4. Juni: Vilhjálmur Einarsson, isländischer Leichtathlet und olympischer Medaillengewinner
- 4. Juni: Pierre Étienne Louis Eyt, Erzbischof von Bordeaux und Kardinal († 2001)
- 5. Juni: Ralph Rumney, englischer Künstler († 2002)
- 6. Juni: Albert II. (Belgien), regierender König der Belgier
- 7. Juni: Peter Monteverdi, Schweizer Autobauer und Vater der Automarke Monteverdi († 1998)
- 7. Juni: Wynn Stewart, US-amerikanischer Country-Musiker († 1985)
- 9. Juni: Dieter Haack, deutscher Politiker
- 9. Juni: Jackie Wilson, Rhythm and Blues- und Soul-Sänger († 1984)
- 10. Juni: Alois Mock, Politiker
- 12. Juni: Winfried Scharlau, deutscher Journalist und Historiker († 2004)
- 14. Juni: Peter O. Chotjewitz, deutscher Schriftsteller und Jurist
- 14. Juni: Mieke Telkamp, niederländische Juristin und Sängerin
- 16. Juni: William F. Sharpe, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 17. Juni: Peter Janssens, Komponist, Erfinder des Sacro Pop/NGL († 1998)
- 19. Juni: Thomas Dieterich, Richter am Bundesverfassungsgericht und Präsident des Bundesarbeitsgerichts
- 20. Juni: Wilhelm A. Kewenig, deutscher Politiker († 1993)
- 21. Juni: Ken Matthews, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 22. Juni: Paul Ambros, ehemaliger Eishockeyspieler
- 22. Juni: Herbert Schimansky, Richter am Bundesgerichtshof von 1982 bis 1999
- 23. Juni: Ingrid Kötter, deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin
- 24. Juni: Maria Carta, italienische Schauspielerin und Sängerin († 1994)
- 26. Juni: Dave Grusin, US-amerikanischer Filmkomponist und Jazzmusiker
- 28. Juni: Helmut Hesse, deutscher Ökonom
- 1. Juli: Sydney Pollack, US-amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Schauspieler
- 3. Juli: Wolfgang Milde, deutscher Handschriftenwissenschaftler und Bibliotheksdirektor
- 3. Juli: Manfred Bieler, deutscher Schriftsteller, Hörspiel- und Fernsehspielautor († 2002)
- 6. Juli: Günther Domenig, österreichischer Architekt
- 7. Juli: Richard Taylor (Politiker), britischer Politiker
- 7. Juli: Vinko Globokar, jugoslawischer Posaunist und Komponist
- 8. Juli: Hinrich Schwenker, deutscher Handballspieler († 2005)
- 9. Juli: Arno Reinfrank, deutscher Schriftsteller, Publizist und Übersetzer († 2001)
- 9. Juli: Pierre Perret, französischer Autor und Sänger
- 10. Juli: Alfred Biolek, Talkshow-Moderator
- 11. Juli: Helen Cresswell, britische Bestseller-Autorin († 2005)
- 11. Juli: Teuvo Kohonen, finnischer Informatiker, Erfinder der Self-Organizing Maps
- 11. Juli: Giorgio Armani, italienischer Modeschöpfer
- 12. Juli: Peter Bulthaup, deutscher Philosoph und Chemiker († 2004)
- 12. Juli: Van Cliburn, US-amerikanischer Pianist
- 13. Juli: Wole Soyinka, nigerianischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger
- 15. Juli: Harrison Birtwistle, englischer Komponist
- 16. Juli: Jean-François Leuba, Schweizer Jurist und Politiker († 2004)
- 17. Juli: Pat McCormick, Comedy-Autor († 2005)
- 17. Juli: Rainer Kirsch, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 18. Juli: Edward Bond, englischer Dramatiker
- 20. Juli: Horst Stark, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 20. Juli: Uwe Johnson, deutscher Schriftsteller († 1984)
- 21. Juli: Ulrich Müther, Architekt
- 22. Juli: Peter Selmer, deutscher Rechtswissenschaftler
- 22. Juli: Louise Fletcher, US-amerikanische Schauspielerin
- 23. Juli: Veronika Petrovici, plastische Chirurgin
- 23. Juli: Steve Lacy, US-amerikanischer Jazz-Musiker und Sopransaxophonist († 2004)
- 24. Juli: Horst Floth, deutscher Bobsportler († 2005)
- 28. Juli: Brian May (Australien), ein Komponist für Filmmusik († 1997)
- 29. Juli: Albert Speer (junior), deutscher Architekt und Stadtplaner
- 29. Juli: Rainer Maria Gohlke, deutscher Manager
- 30. Juli: Engelbert Kraus, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1. August: Pit Krüger, deutscher Komiker, Sänger und Schauspieler († 2003)
- 1. August: Oskar Negt, deutscher Sozialphilosoph
- 2. August: Waleri Fjodorowitsch Bykowski, sowjetischer Kosmonaut
- 3. August: Jonas Savimbi, angolanischer Politiker und Gründer und Anführer der UNITA-Rebellen († 2002)
- 5. August: Vern Gosdin, US-amerikanischer Country-Sänger
- 6. August: Christian John Storey Bonington, Bergsteiger
- 6. August: Heiner Ameling, Künstler, Maler, Bildhauer († 2004)
- 7. August: Dieter Schlesak, deutscher Schriftsteller und Mitglied des deutschen P.E.N. Zentrums
- 8. August: Cláudio Hummes, Erzbischof von São Paulo und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 10. August: Ludwig Elm, deutscher Politiker, MdB
- 14. August: Franco Costa, italienischer Maler
- 16. August: Pierre Richard, französischer Schauspieler
- 16. August: Jean Löring, Mäzen († 2005)
- 16. August: Gottfried Müller, Minister für Medienpolitik der DDR
- 20. August: Frieda Grafe, deutsche Filmkritikerin, Filmessayistin und Übersetzerin († 2002)
- 20. August: Arno Surminski, deutscher Schriftsteller
- 20. August: Ernst-Jürgen Dreyer, deutscher Schriftsteller, Dramatiker, Übersetzer und Musikwissenschaftler
- 22. August: Hartmut Boockmann, deutscher Historiker († 1998)
- 22. August: Norman Schwarzkopf, jr., während des 2. Golfkrieges Oberbefehlshaber aller amerikanischen Streitkräfte am persischer Golf
- 23. August: Carlos Amigo Vallejo, Erzbischof von Sevilla und Kardinal
- 23. August: Barbara Eden, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. August: Kenny Baker, britischer Schauspieler
- 25. August: Alī Akbar Hāschemī Rafsandschānī, iranischer Geistlicher und Politiker
- 26. August: Paul Gauselmann, deutscher Unternehmer
- 28. August: Leander Petzoldt, deutscher Volkskundler
- 29. August: Horst Szymaniak, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 30. August: Baloo Gupte, indischer Cricketspieler († 2005)
- 30. August: Richard Grathoff, Phänomenologe und Professor Emeritus fur Soziologie
- 2. September: Allen Carr, Autor
- 3. September: Freddie King, Bluesmusiker († 1976)
- 4. September: Clive W. J. Granger, britischer Wirtschaftswissenschaftler
- 4. September: Guy-Claude Burger, Musiker und Physiker
- 4. September: Engelbert Kliemstein, österreichischer Künstler († 1961)
- 5. September: Ricardo de la Espriella Toral, 37. Präsident von Panama
- 5. September: Paul Josef Cordes, Erzbischof und Präsident des päpstlichen Rates Cor Unum
- 7. September: Omar Karami, libanesischer Politiker
- 7. September: Waldo de los Rios, Pianist, Orchesterleiter, Arrangeur und Komponist († 1977)
- 7. September: Little Milton, US-amerikanischer Blues-Musiker († 2005)
- 10. September: Roger Maris, US-amerikanischer Baseballspieler († 1985)
- 11. September: Norma Croker, australische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 12. September: Glenn Ashby Davis, US-amerikanischer Leichtathlet
- 14. September: Kate Millett, US-amerikanische Feministin
- 16. September: Hans A. Engelhard, deutscher Politiker
- 16. September: Ronnie Drew, irischer Sänger und Gitarrist
- 16. September: Reinhard Döhl, Literatur- und Medienwissenschaftler, Autor und Künstler († 2004)
- 16. September: Elgin Baylor, US-amerikanischer Basketballspieler
- 17. September: Maureen Connolly, US-amerikanische Tennisspielerin († 1969)
- 19. September: Brian Epstein, Manager der Beatles († 1967)
- 20. September: Sophia Loren, italienische Filmschauspielerin
- 21. September: Leonard Cohen, kanadischer Schriftsteller, Komponist und Sänger
- 22. September: Lute Olson, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 23. September: Per Olov Enquist, schwedischer Schriftsteller und Journalist
- 24. September: John Brunner, britischer Science-Fiction-Autor († 1995)
- 24. September: Manfred Wörner, deutscher Politiker († 1994)
- 26. September: Dick Heckstall-Smith, britischer Musiker, Saxophonist († 2004)
- 26. September: Winnie Madikizela-Mandela, südafrikanische Politikerin
- 27. September: Wilford Brimley, US-amerikanischer Schauspieler
- 28. September: Brigitte Bardot, französische Schauspielerin
- 30. September: Alan A'Court, britischer Fußballspieler
- 30. September: Udo Jürgens, österreichischer Sänger und Liedermacher
- 1. Oktober: Petar Radenkovic, jugoslawischer Fußballorwart
- 2. Oktober: Klaus Schnädelbach, deutscher Geodät
- 7. Oktober: Ulrike Meinhof, deutsche Journalistin und Terroristin; Mitbegründerin der RAF († 1976)
- 7. Oktober: Amiri Baraka, US-amerikanischer Lyriker, Dramatiker, Musikkritiker und Prosaautor
- 9. Oktober: Abdullah Ibrahim, Pianist und Komponist aus Südafrika
- 10. Oktober: Clauss Dietel, Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR
- 12. Oktober: Richard Meier, US-amerikanischer Architekt
- 13. Oktober: Nana Mouskouri, griechische Sängerin
- 13. Oktober: Roland Gräf, Regisseur der DEFA
- 16. Oktober: Rolf Geiger, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 17. Oktober: Johnny Haynes, britischer Fußballspieler († 2005)
- 17. Oktober: Jörg Schlaich, deutscher Bauingenieur und emeritierter Professor
- 17. Oktober: Christian Bruhn, Komponist, Arrangeur und Songschreiber
- 19. Oktober: Eva-Maria Hagen, deutsche Schauspielerin, Sängerin, Malerin und Autorin
- 19. Oktober: Yakubu Gowon, von 1966–1975 Staatspräsident von Nigeria
- 22. Oktober: Julio Jiménez, ehemaliger spanischer Radrennfahrer
- 24. Oktober: Ute Quast, deutsche Medizinerin und Sachbuchautorin
- 25. Oktober: Carlos Sherman, belarussisch-spanischer Übersetzer und Schriftsteller († 2005)
- 26. Oktober: Ulrich Plenzdorf, deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramaturg
- 26. Oktober: Jacques Loussier, französischer Pianist und Komponist
- 26. Oktober: Peter Marginter, österreichischer Autor, Essayist und Übersetzer
- 30. Oktober: Frans Brüggen, niederländischer Dirigent und Flötist
- 30. Oktober: Hamilton Camp, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Songschreiber († 2005)
- 31. Oktober: Wilhelm Clemens Maria Buckermann, dt. Kommunalpolitiker († 2004)
- 31. Oktober: Nariman Sadiq, letzte ägyptische Königin († 2005)
- 1. November: Klaus Richtzenhain, deutscher Leichtathlet
- 1. November: Umberto Agnelli, italienischer Unternehmer († 2004)
- 2. November: Ken Rosewall, ehemaliger Tennisspieler
- 8. November: Lothar Milde, deutscher Leichtathlet
- 9. November: Elmar Pieroth, deutscher Politiker und Berliner Wirtschaftssenator (CDU)
- 9. November: Ingvar Carlsson, schwedischer Premierminister
- 9. November: Carl Sagan, US-amerikanischer Astronom († 1996)
- 10. November: Lucien Bianchi, belgischer Rennfahrer und Le-Mans-Sieger († 1969)
- 11. November: Cornelia Schmalz-Jacobsen, deutsche Politikerin
- 11. November: Margarethe Bacher, saarländische Spitzenköchin († 2005)
- 12. November: Vavá, brasilianischer Fußballspieler († 2002)
- 12. November: Leonid Stein, sowjetischer Schachspieler († 1973)
- 12. November: Charles Manson, US-amerikanischer Mörder
- 15. November: Martin Bangemann, deutscher Politiker und Bundesminister
- 15. November: Adolf Katzenmeier, Physiotherapeut der deutschen Fußballnationalmannschaft
- 18. November: Vassilis Vassilikos, griechischer Schriftsteller
- 19. November: Roland Ducke, deutscher Fußballspieler († 2005)
- 20. November: Lew Abramowitsch Polugajewski, russisch-sowjetischer Schachmeister († 1995)
- 21. November: Dietrich Weise, deutscher Fußballtrainer
- 23. November: Lew Hoad, australischer Tennisspieler († 1994)
- 24. November: Wolfgang Rademann, deutscher Fernsehproduzent
- 24. November: Dieter E. Zimmer, deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Publizist
- 24. November: Alfred Schnittke, deutsch-russischer Komponist und Pianist († 1998)
- <
Chicago
Chicago [] ist eine Stadt im US-Bundesstaat Illinois in den Vereinigten Staaten von Amerika. Mit einer Einwohnerzahl von 2.862.000 (2004) ist sie die drittgrößte Stadt der USA. Der Name leitet sich aus dem Wort Checagou ab, mit dem die Potawatomi-Indianer das Marschland beschrieben, wo später die Stadt gegründet wurde. Das indianische Wort bedeutet sowohl wilde Zwiebeln wie auch Stinktier. Frei übersetzt bedeutete Checagou also soviel wie „Land, das nach Zwiebeln stinkt“. Die Stadt liegt im Bundesstaat Illinois, am Südwestufer des Michigansees. Im Volksmund wird Chicago auch the windy city genannt.
Geografie
Michigansee
Geografische Lage
Chicago liegt im Nordosten Illinois. Laut Daten des United States Census Bureau hat die Stadt eine Fläche von 606,1 km². Gewässer bedecken davon 2,94% (17,8 km²). In Chicago mündete einst der Chicago River in den Michigansee. Allerdings fließt das Wasser des Chicago River seit 1900 nicht mehr in den zur Trinkwassergewinnung genutzten Michigansee, sondern wird über den „Chicago Sanitary & Ship Canal“ in den Illinois und letztendlich in den Mississippi abgeleitet. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 6 Grad Celsius.
Klima
Das Klima in Chicago ist sehr kontinental. Im Sommer ist es sehr heiß, und im Winter extrem kalt. Da die vorherrschenden Winde im Winter aus Alberta kommen, und nicht vom Michigansee, der für die Gebiete in Michigan einen mildernden Einfluß hat, ist die Durchschnittstemperatur in Januar niedriger als etwa in Anchorage (Alaska). Wer bei -20 Grad in der Schlucht zwischen den Hochhäusern der Lasalle Street gestanden hat, wird schnell erkennen, weshalb die Stadt den Spitznamen "The Windy City" hat.
Ausdehnung des Stadtgebiets sowie der nicht eingemeindeten Agglomeration
Seit der Stadtgebieterweiterung von 1960 um den großzügigen Ausbau des Flughafen O’Hares zu ermöglichen, gliedert sich die City of Chicago in 77 Community Areas.
Ein Bild zur räumlichen Aufteilung findet sich hier [http://en.wikipedia.org/wiki/Image:4550393.gif|1]
Darüber hinaus gibt es noch dutzende Vorstädte in neun verschiedenen Counties welche mit dem Stadtgebiet von Chicago verflochten sind, und daher als Agglomeration gelten. Diese Counties sind in Illinois Cook, DuPage, Kane, Kendall, Lake, McHenry und Will County, in Indiana Lake County und in Wisconsin das Kenosha County. Mit mehr als 9,4 Millionen Einwohnern liegt die Metropolregion Chicago an 28. Stelle der Liste der größten Metropolregionen der Welt (Stand 1. Januar 2005). Da die Vorstädte politisch unabhängig sind, fließen keine Steuergelder aus diesen Enklaven, um die zentrale Infrastruktur der Großstadt zu finanzieren. Dies ist insbesonders bei den Schulen wichtig, weil ihre Finanzierung auf den lokalen Grundsteuern zu einem großen Teil erfolgt, mit landesweiten Zuschüssen pro Schüler als Ergänzung.
Greater Chicago beziehungsweise Chicagoland oder Chicago Metropolitan Area stand bei der Entwicklung des Modells der städtischen Zonen des renommierten Stadtgeographen Ernest Burgess um einen Central Business District (CBD) Pate. Den Kern des CBD bildet der sogenannte, von den Hochbahnschleifen umschlossene Loop (Chicago), die Community Area 32 und angrenzende Gebiete.
Geschichte
In den 70er-Jahren des 18. Jahrhunderts errichtete Jean Baptiste Point du Sable - Sohn eines Québecer Kaufmanns und einer schwarzen Sklavin - einen Handelsposten am Tauschplatz der ortsansässigen Indianerstämme Miami, Fox, Sac und Potawatomi. „Der erste weiße Mann der sich hier niederließ, war ein Schwarzer“, werden sie zitiert.
Vom Handelsposten zur Stadt
Dank der verkehrsgünstigen Lage an den Wassertransportwegen des Michigansees, einem der Großen Seen, und des Chicago Rivers gewann der Handelsposten bis Anfang des 19. Jahrhunderts zusehends an Bedeutung. Als Illinois 1818 den USA beitrat und deshalb verkehrstechnisch besser erschlossen werden sollte, erlangte Chicago nach dem Bau der Ost-West Eisenbahnstrecke daher schnell den Ruf als „Tor zum Westen“. Chicago war nun der wichtigste Handelsplatz für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte weit und breit. Holz kam mit Schiffen aus dem Norden und wurde vor Ort weiterverkauft oder mit der Bahn weitertransportiert, und Lebensmittel brachten die Farmer auf die Märkte, von wo sie dann wiederum problemlos auf Schiffe oder Züge umgeladen und verfrachtet werden konnten. Werkzeuge und sonstige Materialien die (vorerst) nicht oder in unzureichender Menge vor Ort produziert wurden, kamen wiederum aus dem Osten. So wurde aus dem Handelsposten ein Dorf. Am 12. August 1833 wurde Chicago offiziell gegründet und bereits vier Jahre später, 1837, wurde Chicago mit seinen 4200 Einwohnern zur Stadt erhoben.
Rasante Expansion
1837
Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Immer mehr Menschen zogen in die Stadt, und der ohnehin bereits ausgeprägte Handel wurde weiter angetrieben, was noch mehr Zuwanderer anlockte. Die Grundstückspreise stiegen rasant an. Drei Jahre lang sollen sie sich täglich verdoppelt haben. Als der 1836 begonnene Bau des „Illinois & Michigan Canals“ zwischen dem Chicago River und dem in den Mississippi mündenden Illinois 1848 fertig gestellt wurde, gab es eine weitere äußerst attraktive Verkehrsroute. Sechs Staaten südlich entlang des Mississippi, sowie drei nördlich, und Regionen entlang des in den Mississippi mündenden Missouri waren nun zusätzlich durch eine breite Wasserstraße erschlossen. Ebenfalls 1848 wurde zudem die erste Eisenbahnstrecke eröffnet, die auch Chicago anfuhr - die „Galena & Chicago Union Railroad“. Seit der Fertigstellung des „Chicago Sanitary Canals“ im Jahr 1900 mündet der Chicago River nicht mehr in den Michigansee, sondern durch den „Illinois & Michigan Canal“ und in weiterer Folge den Illinois in den Mississippi.
1850 hatte Chicago bereits 30.000 Einwohner, und ein Ende des Zustroms war nicht absehbar - zu günstig waren die Rahmenbedingungen am Verkehrsknotenpunkt der USA. 1855 kam es zum „Lager Beer Riot“. Deutsche Siedler kämpften in diesem Aufstand um ihr Recht auch am Sonntag Bier ausschenken zu dürfen. Zwischen dem 8. und dem 10. Oktober 1871 wütete der Große Brand von Chicago, der den Großteil der Stadt zerstörte. Doch rasch wurde die Stadt wieder aufgebaut. Architekten wie Louis Sullivan und später auch Frank Lloyd Wright kamen in die Stadt, die nun als Experimentierfeld für urbane Innovationen diente. 1880 zählte die „wiedergeborene“ Stadt bereits 500.000 Einwohner.
Geburtsstunde des Hochhauses
1880
Zwischen 1880 und 1890 verdoppelte sich die Einwohnerzahl und Chicago zählte nun über eine Million Einwohner. Zwar erlebten die Grundstückspreise in der Innenstadt schon seit der Ernennung zur Stadt immer wieder extreme Anstiege, doch dieses Mal drang man in eine neue Preisdimension vor. Kostete 1m² im Jahr 1880 noch 130 US-Dollar, versiebenfachte er sich bis zum Jahr 1890 fast bis auf 900US-$/m². Um rentabel zu wirtschaften, begannen Grundstückseigner ihre Grundfläche maximal zu nutzen - d.h., es musste höher gebaut werden. Dank neuer Erfindungen wie elektrischer Aufzüge, feuerfesterer Baustoffe, aber vor allem durch die Verwendung von Stahlskeletten im Gebäudebau, wurde dies möglich.
Das Home Insurance Building von 1885 (1931 abgerissen), war das erste Bauwerk, das die neuen technischen Errungenschaften vereinte, und gilt mit seinen zehn Etagen als das erste Hochhaus der Welt. Das 1889 von Dankmar Adler und Louis Sullivan errichtete Auditorium Building wies zudem - neben seiner fast perfekten Akustik - als Neuheit eine Klimaanlage auf. Zwischen 1890 und 1894 wurde das Reliance Building erbaut, welches als Vorläufer der gläsernen Vorhangwandkonstruktion gilt, die später den „internationalen Stil“ bestimmen sollte. Es gilt als Meisterwerk der Ersten Chicagoer Schule.
Ende 19. Jahrhundert
Am 1. Mai 1886 organisierten die Gewerkschaften Chicagos einen Streik, um die Arbeitszeiten von täglich 12 auf 8 Stunden zu reduzieren. Als die Polizei am 3. Mai hart durchzugreifen begann, und Streikende getötet wurden, kam es zu einem Aufstand, der als Haymarket Riot in die Geschichte einging. Das Ende des 19. Jahrhunderts war auch ansonsten keine ruhige Phase. Die Korruption erlebte seine erste Blütezeit. Viele Politiker der Stadt waren käuflich. Etwa ein Viertel der Stadträte besaßen Saloons und waren als „boodlers“ („Geschmierte“) verschrien. Hempstead Washburne, Bürgermeister von 1891 bis 1893 war für seine Wiederwahl mit dem Hinweis „klüger, für einen Mann zu votieren, der bereits genug gestohlen hat, als für einen neuen“. Auch Wahlbetrug stand an der Tagesordnung. Washburne gelang seine Wiederwahl jedenfalls nicht.
1893 bewarb sich Chicago für die Weltausstellung und gewann gegen seine Mitbewerber New York, Washington und St. Louis. Die „World Columbian Exposition“, so hieß die Veranstaltung, dauerte rund fünf Monate und hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Kunst und Architektur dieser Zeit.
World Columbian Exposition
Weitere geschichtliche Ereignisse
- Juli 1918: Als weiße Polizisten sich weigern, bei einer Steinigung eines im See schwimmenden Schwarzen einzuschreiten, folgt ein sechstägiger Aufstand mit 38 Toten.
- ab 1920: Johnny Torrio und Al Capone übernehmen die Kontrolle über große Teile der Stadt.
- Ab 1922 Chicago wird zur Jazzmetropole. Größen wie Louis Armstrong, Earl Hines oder Jelly Roll Morton beleben die "schwarzen Clubs" und prägen den "Chicago Jazz"
- 1933 Weltausstellung des Fortschritts
- 1968 wird die Democratic National Convention von Ausschreitungen in der Stadt begleitet. Später werden die Chicago Seven dafür angeklagt.
- 1974 Fertigstellung des Sears Tower
- 1983 Harold Washington wird Chicagos erster schwarzer Bürgermeister; er kommt 1987 durch einen Herzinfarkt ums Leben
- 13. April 1992 Überflutung vieler Keller in der Innenstadt durch Wassereinbruch in einen stillgelegten U-Bahn-Tunnel
Einwohnerentwicklung
Laut der Volkszählung aus dem Jahr 2000 gibt es in der Stadt 2.896.016 Einwohner, 1.061.928 Haushalte und 632.909 Familien, die in der Stadt ansässig sind. Die Bevölkerungsdichte beträgt 4.923 Einwohner/km². Die Bevölkerung besteht zu 41,97% aus Weißen und zu 36,77% aus Afroamerikanern; 4,41% sind asiatischer Herkunft.
Der Median des Einkommen je Haushalt liegt bei 38.625 US-Dollar, der Median des Einkommens einer Familie bei 42.724 US-Dollar. 19,6% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze.
Ethnischer Hintergrund von zahlreichen Einwohnern
Die Metropolregion Chicago besitzt eine der weltweit größten polnischen Gemeinden mit etwa 1,65 Millionen Einwohnern polnischer Herkunft. Damit gilt Chicago als zweitgrößte polnische Stadt nach Warschau (ca. 2 Mio. Einwohner), wobei diese Bezeichnung übersieht, dass die Vororte selbständige Kommunen sind und dass ethnische Herkunft für nachfolgende Generationen in Bedeutung abnimmt, besonders bei Kindern aus gemischten Ehen. Dies gilt auch für die zahlreiche Nachkommen deutscher Einwanderer, die in und um Chicago wohnen. Außerdem wohnen in Chicago etwa 150.000 Südslawen (insbesondere Kroaten). Da viele Einwohner irischstämmig sind, findet jedes Jahr im März eine riesige St. Patrick's Day Parade statt. Zur Feier dieses Tages wird auch der Chicago River grün gefärbt. Derzeit gibt es auch ein sehr großes Gebiet im Nordwesten der Stadt, die dadurch auffällt, dass die Schilder auf Geschäften koreanisch beschriftet sind. Ebenfalls gibt es ein Kongressbezirk in Chicago, dessen Zuschnitt eine hispanische Mehrheit im Bezirk sichert.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
St. Patrick's Day
St. Patrick's Day
- Brookfield Zoo
- Adler Planetarium
- John G. Shedd Aquarium
- Clarence Buckingham Memorial Fountain and Garden (gestaltet von Marcel Francois Loyau)
- Lake Shore Drive Apartments (entworfen von Ludwig Mies van der Rohe)
- Sears Tower (von 1974-1998 höchstes Gebäude der Welt) im Loop
- John Hancock Center, ein Hochhaus, zentral in 875 North Michigan Avenue gelegen
- Wrigley-Building, im Auftrag des gleichnamigen Kaugummikonzerns erbaut
- Standard Oil Building (heisst jetzt Aon Center, siehe Amoco Building)
- Green Mills (Stammkneipe des Gangsters Al Capone, noch immer im Stil der 20er Jahre eingerichtet)
Theater
- Drury Lane Water Tower Place
- Goodman Theatre
- Merle Reskin Theatre (ehem. Blackstone Theatre)
- The Second City
- Steppenwolf Theatre
Museen
Steppenwolf Theatre
- Art Institute of Chicago
- Chicago Historical Society http://www.chicagohs.org/
- Field Museum of Natural History
- Museum of Contemporary Art
- Museum of Science and Industry
Musik
Bei der Weiterentwicklung der genuin US-amerikanischen Musikstile von Jazz, Blues und Soul hat die Stadt eine bedeutende Rolle gespielt. Durch eine große wirtschaftlich bedingte Migrationsbewegung zu Beginn der 1920er Jahre sowie die Schließung des Vergnügungsviertels Storyville in New Orleans verlagerte sich das musikalische Zentrum des Jazz zusehends nach Chicago. Bedeutende Musiker wie Louis Armstrong, King Oliver und Jelly Roll Morton waren in der Stadt aktiv. In der Southside, dem Schwarzenviertel der Stadt entwickelte sich ein reges Jazzleben. Es entwickelte sich der sogenannte Chicago Jazz, welcher die Soloimprovisation gegenüber der Kollektivimprovisation stärker in den Vordergrund rückte, und eher zu einer kühlen Spielweise neigte. Der von Gitarre und Mundharmonika geprägte, ländliche Delta-Blues wurde in Chicago elektrifiziert. Es entwickelte sich der sogenannte Chicago Blues. Die Stadt entwickelte sich zu einem bis heute aktiven Zentrum des Blues, geprägt durch Musiker wie Howlin' Wolf, Muddy Waters und Willie Dixon. In den 1960er Jahren entwickelte sich der Chicago Soul, als dessen bekanntester Vertreter Curtis Mayfield gilt. Die Stadt gilt als Geburtsort der House-Music mit ihrer Untergattung Chicago House, und ist auch in der Hip-Hop-Musik einflussreich. Das Chicago Symphony Orchestra gehört zu den besten Orchestern der USA. Weitere bekannte Musiker und Bands der Stadt sind:
- AACM, Association for the Advancement of Creative Musicians, eine Vereinigung von Jazz-Musikern, die sich der Erneuerung der afrikanisch-amerikanischen Musik verpflichtet haben
- Art Ensemble Of Chicago, "Great Black Music, Ancient to the Future", wirkte stilbildend auf den Bereich der ethnisch beeinflußten Jazz-Musik
- Chicago (Band)
- Chevelle, Rockband, 'zweites Zuhause' des Jazz, Blues
- The Blues Brothers, Bluesband
- Kanye West, Rapper und Producer
Sport
Bild:Chicago_Millenium_Park2.jpg
- Chicago Bears (American Football)
- Chicago Blackhawks (Hockey)
- Chicago Bulls (Basketball)
- Chicago Cubs (Baseball)
- Chicago Fire (Fussball)
- Chicago White Sox (Baseball)
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
- Größter Eisenbahnknotenpunkt der Welt mit mehreren Rangierbahnhöfen
- Hochbahn ('El')
- U-Bahn
- Flughäfen
- Meigs Field (2004 geschlossen aufgrund von schlechter Wirtschaftlichkeit)
- Midway Airport
- O'Hare International Airport
- Hafen (Fluss Chicago, über Sankt-Lorenz-Strom Verbindung zum Atlantik)
Sankt-Lorenz-Strom
Medien
- Harold Washington Public Library (größte öffentliche Bücherei der Welt)
Bildung
- DePaul University
- [http://www.iit.edu Illinois Institute of Technology]
- Loyola University
- Northwestern University (Hauptcampus in Evanston, Illinois, einem Vorort Chicagos)
- Roosevelt University
- University of Chicago
- University of Illinois, Chicago
- Art Institute of Chicago
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Viele bekannte Persönlichkeiten sind in Chicago geboren, wie etwa die ehemalige First Lady der USA Hillary Clinton, der Schriftsteller Ernest Hemingway oder die Schauspielerin Gillian Anderson.
Weitere Peronen, siehe: Liste der Söhne und Töchter von Chicago
Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder gewirkt haben
- Nelson Algren (Schriftsteller)
- Ernie Banks (Chicago Cubs Baseballspieler: "Mr. Chicago Cub")
- Saul Bellow (Schriftsteller und Nobelpreisträger)
- Gwendolyn Brooks (Dichterin)
- Daniel Hudson Burnham (Stadtplaner und Architekt)
- Al Capone (berüchtigter Gangster)
- John Dillinger (berüchtigter Gangster)
- Jesse Jackson ( Politiker und Bürgerrechtler)
- Michael Jordan (Basketballspieler, lange Zeit Spieler bei den Chicago Bulls)
- Irv Kupcinet (Zeitungskolumnist: "Mr. Chicago")
- Ann Landers (Zeitungskolumnistin)
- Cyrus McCormick (Erfinder und Geschäftsmann)
- Carl Sandburg (Dichter, Sänger und Historiker)
- Georg Solti (Dirigent)
- Louis Sullivan (Architekt)
- Louis "Studs" Terkel (Schriftsteller, Historiker, Chronist)
- Dinah Washington (Bluessängerin)
- Kanye West (Rapper, Hip-Hop Produzent)
- Oprah Winfrey (TV-Moderatorin und Schauspielerin)
- Frank Lloyd Wright (Architekt)
Städtepartnerschaften
Chicago hat 25 Schwesterstädte, zu denen sie eine Städtepartnerschaft unterhält.
siehe Schwesterstädte von Chicago
Literatur
Um die Zeit des Ersten Weltkriegs wurde Chicago auch zu einem Zentrum kultureller Kreativität, insbesondere im Bereich der Literatur. Knotenpunkt dieser Bewegung war die 1912 gegründete Literaturzeitschrift Poetry: A Magazine of Verse. Zu dieser Zeit traten Edgar Lee Masters mit (Spoon River Anthology 1915) und Carl Sandburg mit Werken hervor, die sich eingehend mit Illinois und Chicago auseinandersetzten. Weitere Chicagoer Schriftsteller, die sich ihrer Stadt und Kultur annahmen, waren Eugene Field, George Ade, Henry Blake Fuller, Hamlin Garland, Robert Herrick und William Vaughn Moody. Die Autoren Theodore Dreiser, Vachel Lindsey und Ring Lardner hoben sich von ihnen mit einem spitzzüngig mokanten Stil ab. Am bekanntesten wurde jedoch Upton Sinclair mit seinen sozialkritischen Büchern, vor allem über die Schlachthöfe von Chicago. Damit hatte er einen großen Einfluss auf die europäische Literatur und vor allem auf Schriftsteller, die der Arbeiterbewegung nahestanden wie etwa Bert Brecht. Sinclair lebte jedoch nur vorübergehend in Chicago. Spätere namhafte Literaten der Stadt waren James T. Farrell, Richard Wright, Nelson Algren, Gwendolyn Brooks und Saul Bellow.
Literatur zum Thema Chicago
- Marco d'Eramo: Das Schwein und der Wolkenkratzer. Chicago: Die Geschichte unserer Zukunft, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1998. ISBN 3499605201
- Hugh Dalziel Duncan: The Rise of Chicago as a Literary Center from 1885 to 1920: A Sociological Essay in American Culture, 1964.
- Dale Kramer: Chicago Renaissance: The Literary Life in the Midwest, 1900–1930 1968.
- Carl S. Smith: Chicago and the American Literary Imagination, 1880–1920, 1984. ISBN 0226763714
siehe Auch
Weblinks
- [http://www.ci.chi.il.us/ City of Chicago]
- [http://www.encyclopedia.chicagohistory.org Enzyklopaedie von Chicago]
- [http://www.orl.arch.ethz.ch/dl/Chicago/pages/goals.html Städtebaugeschichte Chicagos]
- [http://www.chicagopolice.org Polizei Chicago]
- [http://gapapk.tripod.com/ Deutsch-Amerikanischer Polizeiverband von Chicago]
- [http://www.goethe.de/ins/us/chi/pro/vtour/index2b.htm Deutsch-Amerikanische Sehenswürdigkeiten in Chicago]
- [http://www.germanday.com/ Vereinigte Deutsch-Amerikanische Vereine von Groß-Chicago]
- [http://www.germandankschool.org/ Deutsche Schule]
!
Kategorie:Ort mit Seehafen
ja:シカゴ
ko:시카고
simple:Chicago, Illinois
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der | | |