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Fixieren (Fotografie)

Fixieren (Fotografie)

Fixieren beschreibt den Vorgang der Filmentwicklung, bei dem die Silberhalogenide aus dem aus der Fotoemulsion entwickelten Film entfernt werden. Dazu kommen heute im Fixierbad neben vielen anderen denkbaren Stoffen in der Regel Natriumthiosulfat-Pentahydrat und Ammoniumthiosulfat zum Einsatz. Diese Sustanzen überführen das in Wasser schwer lösliche Silberhalogenid in einen löslichen Komplex. Dieser diffundiert zum großen Teil bereits im Fixierbad aus der Schicht, verbliebene Reste werden zumeist mit Wasser abgespült. Kategorie:Filmtechnik

Filmentwicklung

Für weitere Bedeutungen von Entwicklung siehe Entwicklung ---- Als Filmentwicklung bezeichnet man im Kontext von Fotografie und Film den chemischen Prozess der Umwandlung des latenten Bildes auf einem belichteten Film in ein sichbares Bild. Die Filmentwicklung bewirkt drei Veränderungen:
- Umwandlung des latenten Bildes in ein sichtbares Bild;
- Erhöhung der Haltbarkeit des sichtbaren Bildes gegenüber Alterung und
- Verringerung der Empfindlichkeit des Filmes gegenüber Lichteinwirkung. Fotografisches Papier wird auf eine prinzipiell ähnliche Weise entwickelt. Eine Ausnahme von dem hier beschriebenen Vorgehensweise bildet der Polaroid-Film, der einen sich selbst entwickelnden Prozess nutzt. Die händische Entwicklung eines Schwarzweiß-Filmes wird folgendermaßen durchgeführt: Zunächst wird der Film in einer Dunkelkammer unter Lichtausschluss aus der Filmpatrone entnommen. Der Film wird auf eine Spule aufgewickelt, die den Film in einer spiralförmigen Form mit Zwischenräumen zwischen jeder aufeinanderfolgenden Schlinge hält. Eine oder mehrere Spulen werden dann in einen speziellen lichtundurchlässigen Tank eingesetzt. Der Tank hat zwei Verschlüsse: Mit dem ersten ist er lichtdicht verschlossen, mit dem zweiten auch wasserdicht. Nach Verschließen des Tanks können die folgenden Schritte bei Beleuchtung stattfinden. Der Film wird dann mit einer Reihe von Chemikalien behandelt:
- Der Entwickler macht das Bild sichtbar.
- Das Stoppbad hält die Einwirkung des Entwicklers auf; gelegentlich wird normales Leitungswasser für diesen Schritt verwendet, es gibt jedoch auch entsprechende Chemikalien (Essigsäure) mit einer schnelleren Wirkung; es hilft auch, den Entwicklerrückstand vom Film abzuwaschen, um das Fixiermittel nicht zu verunreinigen.
- Das Fixiermittel macht das Bild dauerhaft und lichtbeständig.
- Der Fixierer ist eine aggressive Chemikalie, daher muss der Film anschließend gewässert werden; dafür wird meist wieder Leitungswasser verwendet mit etwas Netzmittel, welches die Bildung von Wasserflecken mildert. Das Netzmittel lässt das Wasser besser abfliessen, da es die Oberflächenspannung des Filmes verringert. Anstelle eines speziellen Netzmittels kann man dem Wasser auch einige Tropfen Spülmittel beifügen. Die Filmentwicklung ist damit beendet; der Filmstreifen wird anschließend abgestreift (z. B. mit einem weichen gut eingefeuchtetem Hirschleder), getrocknet und ggf. in Streifen einer zweckmäßigen Länge (meist Streifen mit vier bis sechs Negativen) geschnitten. Der Film ist jetzt bereit, um vergrößert oder archiviert zu werden. Siehe auch: Vergrößerung (Fotografie), Abzug (Fotografie).

Latentes Bild

Die wenigen, nur durch das Licht reduzierten Silberatome, auch latentes Bild genannt, wirken während der chemischen Entwicklung als Katalysator für die sie umgebenden Silberionen. Erst dieses Phänomen ermöglicht die chemische Fotografie. Beim Entwickeln werden Silberionen durch ein Reduktionsmittel, Entwickler genannt, zu schwarzem metallischem Silber mit Hilfe dieses Katalysators reduziert. Ag+ (weiß) + e- (vom Entwickler) --> Ag (schwarz) So werden während des Entwicklungsprozesses von den Silberkeimen ausgehend unsichtbare Silberionen immer weiter fortschreitend zu sichbaren schwarzen Silberflächen entwickelt. Der Entwicklungsprozess wird im Moment optimaler Bilddarstellung durch ein Stoppbad chemisch unterbrochen. Ohne Unterbrechung des Entwicklungsprozesses würde der katalytische Effekt des sich ausbreitenden Silbers das Bild ganz zuschwärzen. Die Rückgewinung des Silbers aus den Bädern bezeichnet man als Rejuvenieren. Kategorie:Fototechnik ja:現像

Film (Foto)

In der Fotografie versteht man unter einem Film (abgeleitet von der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs Film als einer dünnen Schicht auf einem anderen Material) das lichtempfindliche Aufnahmemedium eines Fotoapparates oder einer Filmkamera. Ursprünglich meinte man mit Film nur die dünne Schicht einer Fotoemulsion, mit der die Oberfläche einer Fotoplatte überzogen wurde. Mit der Erfindung des Zelluloids fand ein Bedeutungswandel statt. Heute versteht man unter Film auch eine, mit einer Fotoemulsion beschichtete, transparente Folie aus Tri-Acetat oder Polyester. Meistens wird ein an beiden Seiten perforierter Filmstreifen, der in einer Filmpatrone aufgewickelt ist, verwendet.

Entwicklung

Nach der Belichtung des Films in der Kamera muss der Film noch entwickelt werden. Dies geschieht heutzutage in einem standardisierten Prozess. Beim Entwickeln werden belichtete Stellen sichtbar gemacht. Sie bilden Entwicklungskeime, die durch den Entwicklungsprozess verstärkt werden. Belichtete Stellen erscheinen umso dunkler, je stärker die Belichtung war. Es entsteht also dabei ein Negativ. Beim Umkehrfilm, der zum Beispiel für Diapositive genommen wird, wird zunächst ebenfalls eine Negativentwicklung durchgeführt. Anschließend werden die belichteten Stellen ausgewaschen (zum Beispiel bei Schwarz-Weiß-Film das entwickelte Silber entfernt). Dann erfolgt eine Nachbelichtung. Da jetzt nur noch Farbstoff vorhanden ist, der vorher nicht belichtet war, entsteht ein Positivbild. Nach dem Entwickeln muss der Film fixiert werden. Das geschieht in einem Fixierbad. Das Fixieren entfernt die restlichen lichtempfindlichen Substanzen und verhindert eine Nachdunklung des Bildes. Durch anschließendes Wässern werden die Reste der chemischen Substanzen des Fixierbades entfernt.

Positiv und Negativ

Man unterscheidet Nach der Art der Farben
- Farbfilm
- Schwarz-Weiß-Film
- Spezialfilme: z.B. für Infrarot-Aufnahmen oder Kunstlichtfilm Nach der Art der Verarbeitung des Lichtes
- Negativfilm :Bei einem Negativfilm sind alle Farben umgekehrt, beispielsweise ist bei Schwarz-Weiß-Negativfilmen Weiß Schwarz und Schwarz Weiß, die entsprechenden Grauwerte werden entsprechend umgesetzt. :Bei Farbfilmen werden Komplementärfarben dargestellt, dabei gibt es aber einen zusätzlichen Grundfarbton des Filmes. :Die Umkehrung wird erst durch Kopieren des Films auf das lichtempfindliche Fotopapier, einen anderen Film oder ein elektronisches Medium rückgängig gemacht.
- Umkehrfilm (Diapositivfilm) :Beim Dia-Positiv-Film werden auf dem Film die Farben nach dem Entwicklungsprozess so wie in der Natur dargestellt. :Schwarz-Weiß-Filme können durch ein spezielles Entwicklungsverfahren zu einem Dia "umkehrentwickelt" werden. Der einzige Film, für den dies kommerziell angeboten wird, ist der Agfa Scala. :Schwarz-Weiß-Filme können für unterschiedliche Farben unterschiedlich sensibilisiert (empfindlich) sein. Davon - sowie von Filtern - hängt die Umsetzung der Farben in Graustufen ab. Orthochromatische Filme sind relativ unemfindlich für rotes Licht, panchromatische Filme sind auch für rotes Licht empfindlich und geben die Helligkeitsstufen richtig wieder.

Konfektionierungen

Konfektionierung Filme gibt es in unterschiedlichen Größen des Aufnahmeformats und gegebenenfalls in unterschiedlichen Längen; dabei werden eine Reihe von Konfektionierungen von fotografischen Filmen unterschieden. Gängige Formate sind der 35-mm-Film (Kleinbildfilm) mit einem Negativ/Diaformat von 24x36 mm für meist 12, 24 oder 36 Aufnahmen und Mittelformat mit Negativ/Diaformaten von typischerweise 4,5x6 cm, 6x6 cm oder 6x9 cm und der APS-Film. Über dem Mittelformat liegen Großformatkameras, die aber nicht mit gerolltem Film, sondern mit einzelnen Filmplatten beschickt werden. Verbreitete Filmformate sind:
- 70-mm-Film (Kinofilm; in der Fotografie: Mittelformat-Rollfilm),
- 35-mm-Film (Kinofilm; in der Fotografie: Kleinbild- und Halbformat-Rollfilm),
- 16-mm-Film (Kinofilm: Schmalfilm; in der Fotografie: Halbformat- und Kleinstbildfilm),
- 9,5-mm-Film (Kinofilm: Schmalfilm) und
- 8-mm-Film (Kinofilm: Schmalfilm)

Empfindlichkeit

Die Filme sind in verschiedenen Lichtempfindlichkeiten (sog. Filmempfindlichkeit) erhältlich. Mit steigender Empfindlichkeit geht dabei die Auflösung des Films zurück, da die lichtempfindlichen Kristalle immer größer werden und am Ende als so genanntes Korn auch auf dem Foto sichtbar werden können. Höher empfindliche Filme haben eine schlechtere Farbtreue und Einbußen beim Kontrastumfang. Außerdem steigt mit der Empfindlichkeit auch der Preis. Die Empfindlichkeit wird im allgemeinen in DIN und ASA angegeben. Bei den DIN Angaben wird eine logarithmische Skala zu Grunde gelegt. Eine um 3 höhere Zahl bedeutet eine Verdopplung der Empfindlichkeit. Bei ASA wird eine lineare Skala zu Grunde gelegt. Standard ist heute (2004) bei Farbfilmen eine Empfindlichkeit von 24 DIN / 200 ASA. Diafilme liegen üblicherweise bei 21 DIN / 100 ASA. Die meisten 200 ASA Diafilme sind überschichtete 400 ASA Filme, so dass sich ihr Kauf optisch und finanziell nicht lohnt. Seit einigen Jahren ist die Angabe der Filmempfindlichkeit international in der Norm ISO 5800 standardisiert.

Auflösungsvermögen

Das Auflösungsvermögen fotografischer Filme wird nicht - wie bei Digitalkameras - in Pixelzahlen angegeben, sondern in noch auflösbaren "Linien pro mm". Qualitativ spricht man auch von grobkörnigen und feinkörnigen Filmen. Es hängt von vielen Eigenschaften des Films ab, insbesondere von der Empfindlichkeit des Filmmaterials; dabei gilt im allgemeinen, dass ein hochempfindlicher Film grobkörniger ist. Handelsübliche Kleinbildfilme haben ein Auflösungsvermögen von 40 bis maximal 150 Linien pro mm. Beispielsweise gibt die Firma Agfa für den Farbfilm "Agfa Vista 800" mit 800 ASA ein Auflösungsvermögen von 40 Linien pro mm an, bei einem Kontrast von 1,6:1 und 115 Linien pro mm bei einem hohen Kontrast von 1000:1. Dagegen werden bei dem für professionelle Fotografie entwickelten Farbfilm-Film "Agfacolor Optima 100" mit 100 ASA 50 bzw. 140 Linien pro mm angegeben.

Vergleich mit Digitalkameras

Da sich digitale und analoge Aufnahmeverfahren grundsätzlich unterscheiden, fällt ein Vergleich nicht leicht. Setzt man "Linien pro mm" mit "Pixel pro mm" gleich, dann erhält man bei dem Kleinbildformat von 24x36 mm eine Gesamtauflösung von 1,3 Megapixel bis ca. 20 Megapixel. Allerdings kann man auch argumentieren, dass zum Auflösen einer Linie zwei Pixel notwendig sind. Somit erreicht ein Kleinbildfilm immerhin das vierfache Pixeläquivalent von 5,2 bis 80 Megapixel. Andererseits wird man in der Praxis kaum einen Kontrast von 1000:1 erreichen, so dass die Auflösung eher bei 5,2 Megapixel als bei 80 Megapixel liegt. Darüber hinaus gibt es Filme auch in deutlich größeren Formaten: So erreicht eine Großformatkamera mit 18 x 24 cm (die 50-fache Fläche eines Kleinbildfilms!) auch die 50-fache Pixelzahl. Dies liegt jenseits der 100 Megapixel und jeder kommerziell erhältlichen Digitalkamera.

Kinofilm

Wenn der Film in der (Film)Kamera ausreichend schnell bewegt wird, kann er zur Aufnahme bewegter Bilder verwendet werden. Daraus entstand der Kinofilm.

Siehe auch


- Themenliste Film
- Farbe
- Digitalfotografie
- Video
- Mikrofilm
- Fotoplatte Kategorie:Fototechnik ja:フィルム ko:필름 th:ฟิล์ม

Diffusion

Diffusion (v. lat.: diffundere = ausgießen, verstreuen, ausbreiten; PPP diffusum) ist die Bewegung von kleinsten Teilchen, insbesondere von Atomen oder Molekülen, aufgrund der Energie, die diese bei genügend großen Temperaturen haben. In Flüssigkeiten und Gasen wechseln sie ständig den Ort, in Festkörpern erfolgen gelegentliche Ortswechsel. Unter Diffusion im engeren Sinne versteht man den Ausgleich von Konzentrationsunterschieden bis hin zum selbständigen Durchmischen, der durch diese Bewegung entsteht. Im weiteren Sinne versteht man jede thermische Fortbewegung und jeden damit verbundenen Transport als Diffusion, auch wenn dieser zum Entmischen führen kann. Der Stoffaustausch geschieht dabei vom Ort der höheren zum Ort der niedrigeren Konzentration. In Flüssigkeiten und Gasen nennt man die Diffusion auch Brownsche Molekularbewegung. Sie kann auch durch eine poröse Wand oder Membran hindurch erfolgen. Im Falle einer semipermeablen Membran kann die konzentrationsausgleichende Wirkung der Diffusion zu einem Druck führen, siehe Osmose. Die Diffusion bei einer bestimmten Temperatur erfolgt ohne weitere Energiezufuhr und ist in diesem Sinne passiv; vor allem in der Biologie wird die Diffusion vom aktivem Transport unterschieden. Die einzelnen Teilchen bewegen sich hin und her und vor und zurück, ein einzelner, momentaner Diffusionsschritt ist also ungerichtet. Auf den ersten Blick ist die Bewegung also zufällig, bei genauerer Betrachtung über einen längeren Zeitraum bzw. über viele Teilchen gemittelt kann sich dennoch ein Transport in eine bestimmte Richtung ergeben, z.B. wenn ein Sprung in eine bestimmte Richtung eine - vielleicht nur geringfügig - größere Wahrscheinlichkeit hat. So entsteht ein Nettofluss an Teilchen aufgrund eines Konzentrationsgefälles bis sich ein stationärer Zustand, das Gleichgewicht, einstellt. Zumeist ist der Gleichgewichtszustand die Gleichverteilung, bei der die Konzentration aller Teilchen an jedem Punkt im Raum gleich hoch ist. Sind in einem Raum Teilchen oder Energie ungleichmäßig verteilt, dann führt die Diffusion in diesem Fall mit der Zeit zu einer statistisch gleichmäßigen Verteilung, also einem Konzentrationsausgleich.

Veranschaulichung

Ein einfach nachvollziehbares Experiment zur Veranschaulichung der Ausbreitung durch Diffusion, ist die allmähliche Einfärbung eines Glases lauwarmen Wassers, wenn man einen Hagebuttenteebeutel hineinhängt, das Wasser aber nicht umrührt oder den Behälter schüttelt. Ein anderes "Experiment" ist das Öffnen einer Sprudelflasche, bei dem in der wässrigen Lösung Gasblasen aufsteigen. Hier erfolgt die Diffusion so, dass sich das Konzentrationsgefälle verstärkt, schließlich entmischen sich Kohlendioxid und Lösung.

Physikalische Grundlagen

Diffusion gelöster Teilchen

Ein Ausgleichsprozess führt immer zum thermodynamischen Gleichgewicht hin. Das treibende Potenzial für den Ausgleichsprozess ist die Entropiezunahme. Bei festgelegtem Druck und festgelegter Temperatur ist daher der Gradient des chemischen Potenzials µ das treibende Potenzial des Stoffstroms. Der Fluss ergibt sich somit zu: :J = - D \left(\frac\right)_ Hieraus ergeben sich die Gesetze der Maxwell-Stefan-Diffusion. Die Maxwell-Stefan-Diffusion ist das heute vorrangig eingesetzte Modell zur Beschreibung von Stofftransporten. Für einfache Anwendungsfälle kann anstelle des chemischen Potenzials die Konzentration c verwendet werden. Diese ist einfacher zugänglich als das Chemische Potenzial eines Stoffes. Mit dieser Vereinfachung ergeben sich aus der Maxwell-Stefan Diffusion die Fickschen Gesetze. Problematisch wird der Übergang auf die Konzentration bei sehr geringen Konzentrationen, denn das chemische Potenzial ist logarithmisch von der Konzentration abhängig.

1. Ficksches Gesetz

:J = - D \frac Die Teilchenstromdichte (Flux) J (\mathrm) ist proportional zum Diffusionskoeffizienten D (\mathrm) und dem Konzentrationsgradienten \frac. Es macht eine quantitative Aussage über die (im statistischen Mittel) gerichtete Bewegung von Teilchen, d.h. wieviel Teilchen einer Stoffmenge sich pro Zeiteinheit durch eine Flächeneinheit, die senkrecht zur Diffusionsrichtung liegt, netto bewegen.

2. Ficksches Gesetz (Diffusionsgleichung)

Mit Hilfe der Kontinuitätsgleichung :\frac=-\frac ergibt sich bei konstantem D die Diffusionsgleichung :\frac = D \frac Sie stellt eine Beziehung zwischen zeitlichen und örtlichen Konzentrationsunterschieden dar. Es eignet sich somit zur Darstellung instationärer Diffusion, im Gegensatz zum 1. Fickschen Gesetz, das einen zeitlich konstanten Diffusionsfluss beschreibt.

Diffusionsgeschwindigkeit von Gasen

thumb Die Diffusionsgeschwindigkeit von Gasen ist von der Molmasse dieser Gase abhängig: Gase mit geringer Molmasse breiten sich schneller aus als solche, die eine größere Molmasse haben. Auf mikroskopischer Ebene wird die Diffusion durch die Brown'sche Molekularbewegung bewirkt.

Diffusion in kristallinen Festkörpern

Die Diffusion in Kristallen erfolgt zumeist über Leerstellen, also über nicht mit Atomen besetzte Plätze des Kristallgitters. Dass die Selbstdiffusion über Leerstellen erfolgen muss und nicht mittels direktem Platztausch oder über einen Ringtausch wurde zuerst von Kirkendall mit dem nach ihm benannten Effekt nachgewiesen.

Fokker-Planck-Gleichung

Eine zusätzliche Kraft durch ein vorhandenes Potenzial führt dazu, dass die Gleichverteilung nicht mehr dem stationären Zustand entspricht. Die Theorie dazu liefert die Fokker-Planck-Gleichung.

Anwendungen

Siehe auch: Diffusionspumpe, Diffusionsnebelkammer, Diffusionsplattentest (Diffusionstest), Diffusionsregulation, Diffusionskühlschrank

Lebensmitteltechnik

Industriell wird die Diffusion in der Zuckerfabrikation genutzt.

Halbleitertechnik

In sog. Diffusionsöfen werden bei hohen Temperaturen (450°C - 1200°C) Dotanten (z. B. Bor, Phosphor, Arsen, Antimon, Gold) in das Halbleitermaterial eingebracht um dort gezielt die elektrische Leitfähigkeit oder mechanische Eigenschaften für Bauelemente der Mikrosystemtechnik zu beeinflussen.

Technische Chemie

Die Diffusion spielt in der Technischen Chemie eine Zentrale Rolle. Wichtig ist hier unter anderem die sog. Stoffbilanzgleichung, die die Diffusion mit der Konvektion und der chemischen Reaktion koppelt. Sie lautet für den Fall, daß die Reaktionsgeschwindigkeit nur von einer Komponente abhängt:
\frac = D \frac - v \frac - k c^n
mit k = Geschwindigkeitskonstante der Chem. Reaktion und n = Reaktionsordnung
Typische Anwendungen sind Reaktor- und Katalysatordesign. Siehe auch: Makrokinetik, Hatta-Zahl, Thiele-Modul

Diffusion in der Betriebswirtschaftslehre und Geografie

Die Diffusion ist neben der Adoption ein Konzept der Diffusionstheorie innerhalb der Betriebswirtschaftlehre. Unter Diffusion wird dabei der Prozess der Kommunikation einer Innovation, über bestimmte Kommunikationskanäle, im Zeitverlauf und unter den Mitgliedern eines sozialen Systems verstanden (siehe auch Diffusionsforschung).

Falsche Diffusion in der Akustik

Das Wort "Diffusion" wird in der Akustik aus dem Englischen häufig falsch direkt mit Diffusion "übersetzt". In diesem Sinne gibt es in der Raumakustik im Deutschen dieses Wort nicht. Das richtige Wort heißt "Diffusität".

Siehe auch


- Konvektion
- Poisson-Gleichung
- Wärmeleitungsgleichung
- Diffusität
- Reaktions-Diffusionsgleichung
- Gleichverteilung

Weblinks


- [http://www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/kap_6/backbone/r6_2_2.html Die Fickschen Diffusionsgesetze]
- [http://www.eurodiffusie.nl/ Projekt zur Untersuchung der Diffusion der Euromünzen] (niederländisch) Kategorie:statistische Physik Kategorie:Physikalische Chemie Kategorie:Biochemie ja:拡散

Kategorie:Filmtechnik

Siehe auch :Kategorie:Fototechnik Kategorie:Film Kategorie:Multimedia Kategorie:Technik

Category:1956 Winter Olympics

Olymics, 1956 Winter Category:Winter Olympic Games Category:Sport in Italy

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