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Fluglehrer

Fluglehrer

Ein Fluglehrer ist ein erfahrener Pilot, der den Befähigungsnachweis hat, angehende Piloten (Flugschüler) am Boden und in der Luft während des Fliegens auszubilden. Um Fluglehrer zu werden gibt es in Deutschland zur Zeit folgende Voraussetzungen:
- Erlaubnis zum Führen eines Luftfahrzeuges mit CVFR (PPL-A oder JAR-FCL)
- Der Sprechfunkdienst muss in englischer Sprache ausgeübt werden dürfen (mindestens BZF I oder AZF)
- 300 Flugstunden als verantwortlicher Flugzeugführer
- Bestandene theoretische und praktische Prüfung der Eignung zum Fluglehrer
- Ein Flugtauglichkeitszeugnis Klasse 2
- Nachweis der erfolgreichen Ausbildungstätigkeit durch einen amtlich anerkannten Fluglehrer Kategorie:Luftfahrtpersonal

Pilot

Ein Pilot ist eine Person, die berechtigt und in der Lage ist, ein Luftfahrzeug zu steuern.

Verantwortlicher Pilot

Der 'Verantwortliche Flugzeugführer' (Engl.: Pilot in Command, Abk. PIC), der 'Kommandant' ist, wer ein Luftfahrzeug führt, eine gültige Erlaubnis in besitzt, und über die fliegerärztliche Tauglichkeit verfügt. Der verantwortliche Pilot ist derjenige, der nicht nur für die Steuerung des Luftfahrzeugs, sondern auch für die Einhaltung von Vorschriften und die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung für Luftfahrzeug und Insassen verantwortlich ist, und dazu auch das Weisungsrecht gegenüber an Bord befindlichen Personen ausübt. Man unterscheidet je nach Luftfahrzeug
- den Luftsportgeräteführer, der Luftsportgeräte fliegt (nur D)
- den Flugzeugführer, der ein Flugzeug fliegt
  - den Verkehrsflugzeugführer, der ein kommerzielles Verkehrsflugzeug fliegt
  - den Privatflugzeugführer, der ein privates Flugzeug fliegt
- den Hubschrauberführer ("Hubschrauberpilot"), der einen Hubschrauber steuert
- den Luftschiffführer, der ein Luftschiff fährt

Privatpilot

Bereits das Fliegen eines Segelflugzeuges oder Gleitschirmes erfordert eine Fluglizenz. Man unterscheidet in Deutschland zwischen der Sportpilotenlizenz (SPL) für Ultraleichtflugzeuge (in der Schweiz Ecolightflugzeuge) und Gleitschirme, der Privatpilotenlizenz (PPL) für Flugzeuge und der Segelfluglizenz (GPL) für Segelflugzeuge. Der Privatpilot ist zwar verantwortlicher Luftfahrzeugführer, darf aber keine kommerziellen Personen- oder Gepäcktransporte durchführen. Die Privatpilotenlizenz ist jedoch in Ausnahmen gewerblich nutzbar (Flugzeug- und Bannerschlepp, als Fluglehrer, für Fotoflüge). Da es für Segelflugzeuge und Ultraleichtflugzeuge in Deutschland keinen Berufspilotenschein (CPL) gibt, erwirbt man mit der Segelfluglizenz und der Sportpilotenlizenz quasi einen national gültigen Berufspilotenschein für Segelflugzeuge, bzw. Ultraleichtflugzeuge.

Berufspilot

Während Piloten in den Anfängen der Luftfahrt Pioniere waren, entstand mit den ersten kommerziellen Flügen der Beruf 'Pilot'. Heutzutage unterscheidet man Berufsflugzeugführer, die kommerziell in der Luftfahrt tätig sind, und Verkehrsflugzeugführer, die meist bei Fluggesellschaften fliegen. Für kommerzielle Flüge mit einmotorigen Flugzeugen bis 5,7t MTOW die von einem Piloten geflogen werden können, ist der Berufspilotenschein vorgeschrieben, dagegen benötigen Flugzeugführer für den kommerziellen Betrieb von mehrmotorigen Flugzeugen, von Flugzeugen für deren Betrieb eine mehrköpfige Besatzung vorgeschrieben ist bzw. deren Abfluggewicht über 5,7t MTOW liegt, die allgemeine Transport Piloten Lizenz, den ATPL. Sind für den Betrieb des Luftfahrzeuges mehrere Personen erforderlich, so arbeiten zusammen
- der Flugkapitän oder Kommandant / Pilot in Command als verantwortlicher Luftfahrzeugführer eines Verkehrsflugzeugs, der die Verantwortung für die Sicherheit von Luftfahrzeug und Insassen trägt, und hierzu die Entscheidungs- und Weisungsbefugnis hat. Das Rangabzeichen des Kapitäns sind vier Streifen.
- der Kopilot (Erster Offizier), der den Flugkapitän unterstützt und vertritt. Er führt ebenfalls selbstständig Flüge durch, und trägt als Rangabzeichen drei Streifen.
- und der Flugingenieur, der nicht das Luftfahrzeug steuert, sondern dessen technische Systeme bedient. Früher gehörte oft auch ein Funker und ein Navigator zur Besatzung. Heute ist ein Zweimanncockpit mit Kommandant und Ersten Offizier üblich.

Fliegerärztliche Tauglichkeit

Grundvoraussetzung für die Flugausbildung und die Tätigkeit als Pilot ist die Flugtauglichkeit, auch 'Medical' genannt. Man unterscheidet im Gebiet der Joint Aviation Authorities (JAA):
- Klasse 1 für gewerbsmässige Piloten
- Klasse 2 für nichtgewerbsmässige Piloten Der Fliegerarzt stellt das 'Fliegerärztliche Tauglichkeitszeugnis' / Medical aus, das von dem Piloten mitzuführen ist. Der Pilot ist selbst in der Verantwortung, ob er aktuell flugtauglich ist. Sollte er Zweifel haben, ob er flugtauglich ist, muss er sich an die zuständige und lizenzführende Stelle oder besser seinen Fliegerarzt wenden. Online Berechnung der Gültigkeitsdauer eines Medicals http://www.aviation.ch/medical/.

Flugausbildung

Die Flugausbildung für die verschiedenen Arten von Piloten ist detailliert von der Joint Aviation Authorities geregelt und erfolgt in einer Flugschule, z.B. in einem Luftsportverein oder an einer Verkehrsfliegerschule. Im Rahmen der Ausbildung wird meist das Allgemeine Funksprechzeugnis erworben, welches den Piloten zur Durchführung des Sprechfunks berechtigt.

Fluglizenz

Im Gebiet der Joint Aviation Authorities (JAA) werden von der zuständigen Luftfahrtbehörde nach Abschluss der jeweiligen Flugausbildung mit der Prüfung folgende Lizenzen ausgestellt:
- Ultraleichtfluglizenz, SPL (englisch: Sport Pilot; national, nicht JAA-geregelt)
- Segelfluglizenz, GPL (englisch: Glider Pilot; national, nicht JAA-geregelt)
- Lizenz für Privatflugzeugführer, PPL-N bis 750kg/2t MTOW (englisch: Private Pilot; national)
- Lizenz für Privatflugzeugführer, ICAO-konform (alter PPL-A) oder gemäß JAR-FCL
- Lizenz für Berufsflugzeugführer, CPL (englisch: Commercial Pilot)
- Lizenz für Verkehrsflugzeugführer, ATPL (englisch: Air Transport Pilot) Wenn es sich um ein Flugzeug (englisch: Airplane) handelt, wird ein '(A)' angehängt, bei einem Hubschrauber ein '(H)'. Die Fluglizenz ist während des Fluges von dem Piloten mitzuführen. Die Ausbildung und Lizensierung von Piloten ist in Deutschland in der LuftPersV geregelt.

Literatur


- Andreas Fecker: Piloten. München ISBN 3765472220

Siehe auch


- Testpilot, Liste von Berufen, Bekannte Piloten und Luftschiffer: siehe unter Flugpionier
- Fliegersprache, G-Hose
- Portal:Luftfahrt, Luftfahrt, Flugverkehr, Flugzeug, Hubschrauber, Fluggerät
- Joint Aviation Authorities
- Pilotenkanzel
- Pilotentest
- LuftPersV

Weblinks


- Allgemein
  - [http://www.pilotsweb.com Pilotsweb (Englisch)]
  - Ausbildung
    - [http://www.wie-werde-ich-pilot.de Wie werde ich Pilot?]
    - [http://www.lufthansa-pilot.de/ Lufthansa-Pilot]
    - [http://www.pilotenboard.de/ Pilotenboard.de - Forum insb. für Piloten-Einstellungstests]
    - [http://www.us-ppl.de/ Pilotenausbildung im Ausland]
- Zivilluftfahrt
  - [http://www.vcockpit.de/start.php Berufsverband der Verkehrsflugzeugführer und Flugingenieure in Deutschland (Vereinigung Cockpit)]
- Militär
  - [http://www.bundeswehr-karriere.de/C1256D9600308C25/vwContentFrame/N25SCGSS554MENRDE Deutsche Bundeswehr]
  - [http://www.bmlv.gv.at/karriere/flieger/personal/kar_flie_pilot.shtml Österreichisches Bundesheer]
  - [http://www.vbs-ddps.ch/internet/luftwaffe/de/home/airforcepilot.html Schweizer Luftwaffe] Kategorie:Luftfahrtpersonal Kategorie:Verkehr Kategorie:Dienstleistungsberuf ! Kategorie:Beruf

JAR-FCL

Mitgliedsländer

Die Joint Aviation Authorities (JAA) ist ein Zusammenschluss der zivilen Luftfahrtbehörden von 34 europäischen Ländern, nämlich Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ukraine, Albanien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Mazedonien, Moldawien, Ungarn, Malta, Monaco, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Türkei, Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland mit dem LBA, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden, Großbritannien, Island, Schweiz und Norwegen.

Joint Aviation Requirements (JAR)

Die Länder haben mit den JAR (Joint Aviation Requirements) ein umfangreiches Werk zur Regelung der Luftfahrt entworfen, das von den nationalen Luftfahrtbehörden in nationales Recht umgesetzt wird. Das Ziel der JAR sind hohe Sicherheitsstandards und harmonisierte Regelungen in Europa. Es wird außerdem eine Harmonisierung mit den Regeln der FAA, der Luftfahrtbehörde der USA, angestrebt.

Operation (JAR-OPS)


- JAR-OPS 1 - Vorschriften für den kommerziellen Luftverkehr mit Flugzeugen
- JAR-OPS 3 - Vorschriften für den kommerziellen Luftverkehr mit Hubschraubern

Flight Crew Licensing (JAR-FCL)


- JAR-FCL 1 - Vorschriften für die Lizenzierung von Piloten von Flugzeugen
- JAR-FCL 2 - Vorschriften für die Lizenzierung von Piloten von Hubschraubern
- JAR-FCL 3 - Vorschriften für Medizinische Tauglichkeit
- JAR-FCL 4 - Vorschriften für die Lizenzierung von Flugingenieuren

Kritik

Zur Kritik insbesondere von Privatpiloten an der Umsetzung der JAR FCL 3 siehe Medizinisches Tauglichkeitszeugnis.

Siehe auch


- Pilot#Lizenz
- Austro Control
- EUROCONTROL

Weblinks


- http://www.jaa.nl - Offizielle Seite der Joint Aviation Authorities
- http://www.lba.de - Seite des Deutschen Luftfahrt-Bundesamtes
- http://www.jar-contra.de - Kritik an der deutschen Umsetzung der Flugtauglichkeitsbestimmungen Kategorie:Luftfahrt Kategorie:Internationale Organisation

Allgemeines Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst

Das Allgemeine Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst (AZF) berechtigt zur Durchführung des Funks im Instrumentenflug (IFR) und ist daher meist Vorstufe für die Erlangung eines Berufspilotenscheins (CPL und ATPL). Das auf den Sichtflug (VFR) beschränkte Sprechfunkzeugnis BZF ist im AZF enthalten. Das AZF wird durch eine Prüfung bei einer Außenstelle der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) erlangt. Diese Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil mit englischen Multiple-Choice-Fragen (40 Fragen mit je 4 Antworten von insgesamt 288 Fragen), von denen 75% innerhalb von 30 Minuten korrekt beantwortet werden müssen. Hinzu kommt eine praktische Flugfunkprüfung, in der ein IFR-Flug einschließlich Erstellung eines Flugplans simuliert wird. Wörtlich bescheinigt das Zeugnis: Der Inhaber dieses Zeugnisses hat seine Befähigung zur Ausübung des Sprechfunkdienstes nach den für den Erwerb des Allgemeinen Sprechfunkzeugnisses für den Flugdienst geltenden deutschen und internationalen Bestimmungen nachgewiesen. Er hat sich der Prüfung in den Sonderbestimmungen für den beweglichen Flugfunkdienst und Funknavigations-Funkdienst mit Erfolg unterzogen. Er ist berechtigt, den Sprech- und Navigationsdienst bei einer deutschen Boden- oder Luftfunkstelle auszuüben. Der Inhaber dieses Zeugnisses ist zur Wahrung des Fernmeldegeheimnisses verpflichtet. Kategorie:Luftfahrt Kategorie:Luftfahrtpersonal Kategorie:Flugsicherung

Great Northern Railway (USA)

Great Northern (GN) ist eine Eisenbahngesellschaft, die im Grenzbereich zwischen den USA und Kanada westlich von Chicago operierte und in der Burlington Northern Santa Fe Railway (BNSF) aufgegangen ist. Berühmt wurde die Great Northern durch ihre komfortablen Passagierzüge Empire Builder. Die GN mit Sitz in St. Paul wurde 1889 aus mehreren Vorläufergesellschaften gegründet und 1970 mit drei weiteren Bahngesellschaften (Chicago, Burlington & Quincy Railroad Co. (CB&Q); Northern Pacific Railway Co. (NP) und der Spokane, Portland and Seattle Railway Co. (SP&S)) zur Burlington Northern Railroad zusammengeschlossen. Diese wiederum wurde 1996 mit der Atchinson Topeka & Santa Fe (ATSF) zur Burlington Northern Santa Fe (BNSF) fusioniert. Das Streckennetz der GN reichte von Chicago über Minneapolis und St. Paul, Minot, Havre, Spokane, bis Seattle und Portland und überdeckte sieben US-Bundesstaaten und Regionen in Kanada. Kategorie:Ehemalige Bahngesellschaft

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Historio > Jarcentoj > 5-a jarcento > 402 ---- En la jaro 402 post Kristo okazis, interalie:

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