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Geschichtsatlas

Geschichtsatlas

Ein Geschichtsatlas ist ein systematisches Kartenwerk der Geschichte oder Weltgeschichte, das den Geschichtsverlauf durch eine Folge von topografischen und thematischen Karten als Atlas zusammenfasst. Ein frühes Beispiel ist das 1721 von Herman Moll (1654-1732) in London gedruckte Kartenwerk Thirty two new and accurate Maps of the Geography of the Ancients. Wegbereiter für die Weiterentwicklung als nationales Standardwerk war in Deutschland der von Friedrich Wilhelm Putzger erstmals 1877 vorgelegte Historische Schulatlas. Dieser auch mit Karten von Schlachtordnungen historische Bedeutung ausgestattete Schulatlas prägte mit seinen 170 Auflagen das Geschichtsverständnis von Generationen. Als anspruchsvollerer Geschichtsatals mit genaueren topografischen Grundkarten etablierte sich 1886 Gustav Droysens Allgemeiner Historischer Handatlas von Dr. Richard Andree. Der von Hans Zeissig in Zusammenarbeit mit ausländischen Fachwissenschaftlern 1950 erarbeitete Neue Geschichts- und Kulturatlas von der Urzeit zur Gegenwart aus dem Paul List-Verlag erhielt den Charakter eines Arbeitsbuchs für den kulturgeschichtlichen Unterricht. Eine moderne Weiterentwicklung ist der 1964 erstmals von Hermann Kinder und Werner Hilgemann vorgelegte dtv-Atlas zur Weltgeschichte, der als Darstellungsform historischer Prozesse durch Übersetzungen weltweite Verbreitung gefunden hat und in seiner Darstellungstechnik auch die Kartografie in den historischen Museen prägte - die Kartenbilder im Haithabu Museum stammen sogar von den Autoren des dtv-Atlas. Als dessen Gegenmodell erschien 1976 in zwei Bänden der vom Zentralinstitut für Geschichte betreute marxistische Atlas zur Geschichte.

Online-Geschichtsatlanten

F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas, Ausgabe von 1905 http://www.maproom.org/maps/historical/putzgers/1905/index.html F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas, Ausgabe von 1914 http://www.maproom.org/maps/historical/putzgers/1914/index.html Richard Andree: Professor G. Droysens Allgemeiner Historischer Handatlas, 1886 http://www.maproom.org/maps/historical/droysens/1886/index.html R. Lane Poole: Historical Atlas of Modern Europe, 1900. http://www.maproom.org/maps/historical/clarendon/lane-poole/index.html Historischer Atlas von Bayern. [http://mdz.bib-bvb.de/digbib/bayern/hab/images/@Generic__CollectionView;cs=default;ts=default;lang=de http://mdz.bib-bvb.de/digbib/bayern/hab/images]

Weblinks

[http://users.erols.com/mwhite28/maplinks.htm Links to Historical Maps] [http://www.zum.de/whkmla/region/germany/gerindex.html World History] Kategorie:Kartografie Kategorie:Geschichtsschreibung

Geschichte

Begriff Geschichte

Allgemein

Geschichte im allgemeinen Sinn meint die ständige Entwicklung und Anpassung gesellschaftlich organisierter Lebewesen an ihre Umwelt. Im engeren Sinn bezieht sie sich auf die Entwicklung des Menschen und der Menschheit. Auch bei der Erde, bei Natur und Universum sprechen wir von Geschichte, Erdgeschichte, Naturgeschichte. Doch nur ein kleines Teilgebiet dieser Gesamtgeschichte ist Gegenstand der Geschichtswissenschaft. Bei genauer Betrachtung gibt es folgende vier Bereiche zu unterscheiden: # Die Entstehung des Universums: Sie wird von Astronomen, Astrophysikern, Mathematikern und Philosophen betrachtet. (Urknall, Kosmologie) # Damit ist die Geschichte der Menschen gemeint, denn hier setzt Entwicklung ein, die nicht nur genetisch und von Ähnlichem, sondern auch kulturell bedingt ist: Handeln u. Traditionen verändern. Der Mensch greift bewusst in die Veränderung seiner Umwelt ein, um diese seinen Bedürfnissen anzupassen. Diese Geschichte ist Gegenstand von Archäologie und Ethnologie. # Die Geschichte seit Erfindung von Schrift, von Zeichen mit Bedeutung, denn hier hat sich Bewusstsein manifestiert und braucht nicht mehr bloß erraten und erschlossen zu werden. Außerdem wird hier die Tradition überpersönlich, weil hier sekundäre Kommunikation einsetzt - sprich auf Schriftzeichen gegründete Überlieferung. - Denn es lässt sich auch über Bildsprache, die keine Bilderschrift ist, kommunizieren. Frühe Formen sind unter anderem die Höhlenmalerei, die Tätowierungen der Ureinwohner in der Südsee, die Keilschrift und die Hieroglyphen. # Die Geschichte, die sich selbst als Geschichte versteht, die der Mensch sich anverwandelt hat, erzählbare Geschichte. Im engeren Sinne ist nur Geschichte in diesem vierten engsten Bereich Gegenstand der Geschichtswissenschaft, doch haben sich Geschichtsschreiber und Historiker schon immer auch für Geschichte im weiteren Sinne interessiert. Auch wird in historischen Kompendien meist auch dieser weitere Bereich mit behandelt, obwohl Historiker bei der wissenschaftlichen Erschließung dieser Fragen mit ihrer Methode nichts beitragen können.

Geschichte als Begriff der Geschichtswissenschaft

Geschichte im Sinne der Geschichtswissenschaft meint das in menschlichen Kulturen Geschehene. Geschichte in diesem Sinn ist etwas dem Menschen Eigenes; der Begriff wird jedoch häufig auch erweitert verwendet, um die Zeit vor dem Auftreten des Menschen bzw. vor der Entwicklung des Geschichtsbewusstseins darzustellen, insbesondere also die Naturgeschichte, dabei speziell die Erdgeschichte, die Vorgeschichte und andere Forschungsgebiete. (vgl. dazu Geschichtlichkeit) Zu scheiden von diesem Begriff von Geschichte ist Geschichte als Überlieferung, Erforschung und Darstellung in ihrer zeitlichen oder sachlichen Aufeinanderfolge (vgl. Geschichtsschreibung). Die Geschichtserkenntnis gründet sich auf Überreste und Tradition. (vgl. Geschichtswissenschaft). Solche Erkenntnis ist allerdings nie objektiv, sondern abhängig von der historischen Situation, der Perspektive des Betrachtenden. Eine bestimmte Perspektive gegen andere Perspektiven durchzusetzen (aber auch der Versuch, Multiperspektivität zu ermöglichen) ist Sache der Geschichtspolitik. Dagegen hat sich Geschichtsdidaktik die Aufgabe gestellt, den Zugang zu den wichtigsten Bereichen von Geschichte zu erleichtern und ein mehrdimensionales Geschichtsbewusstsein zu ermöglichen. Der Geschichtsunterricht ist der Versuch der praktischen Umsetzung von Geschichtsdidaktik. Einen Zugriff auf Geschichte von den verschiedenen Geschichtsräumen und Nationalgeschichten aus ermöglicht das Portal:Geschichte. Einen Zugriff auf spezifische Sachbereiche der Geschichte ermöglichen die verschiedenen Disziplinen der Geschichtswissenschaft.

Definitionsversuche

Über Geschichte gibt es sowohl aus der Philosophie als auch der Geschichtswissenschaft eine Reihe von allgemeinen Definitionsversuchen. Beispielhaft nur diese: Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Geschichte ist „Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit“ – „die Entfaltung der Natur Gottes in einem besonderen, bestimmten Element“ Wilhelm von Humboldt: „Das Ziel der Geschichte kann nur die Verwirklichung der durch die Menschheit darzustellenden Idee sein.“ Johann Gustav Droysen: „Was in ihr täglich geschieht, wird von keinem Verständigen als Geschichte getan oder gewollt. Erst eine gewisse Art, das Geschehene nachmals zu betrachten, macht aus Geschäften Geschichte". Karl Jaspers: „Wir sprechen zwar von Geschichte der Natur und von Geschichte der Menschen. Beiden gemeinsam ist ein unumkehrbarer Prozess der Zeit. Aber beide sind in Sinn und Wesen verschieden. Die Geschichte der Natur ist ihrer selbst nicht bewusst. Sie ist ein bloßes Geschehen, das sich nicht weiß, sondern von dem erst der Mensch weiß. Bewusstsein und Absicht ist nicht ein Faktor dieses Geschehens. Es ist daher eine Verführung unseres in Kategorien der Natur gewohnten Denkens, die Geschichte selber noch nach Analogie von Naturgeschehen zu betrachten.“ Golo Mann: „Immer hat Geschichte zwei Komponenten: das, was geschehen ist, und den, der das Geschehene von seinem Orte in der Zeit sieht und zu verstehen sucht. Nicht nur korrigieren neue sachliche Erkenntnisse die alten; der Erkennende selber wandelt sich. Die Vergangenheit lebt; sie schwankt im Lichte neuer Erfahrungen und Fragestellungen.“ Zur Aufgabe der Geschichtsschreibung: Leopold von Ranke: „Man hat der Historie das Amt, die Vergangenheit zu richten, die Mitwelt zum Nutzen zukünftiger Jahre zu belehren, beigemessen; so hoher Ämter unterwindet sich gegenwärtiger Versuch nicht: er will bloß sagen, wie es eigentlich gewesen.“ Davon ließen sich ungezählte weitere anführen. Hier offenbart sich das Problem einer allgemein verbindlichen Definition, was Geschichte denn sei. Sämtliche hier aufgeführten Definitionen von Geschichte deuten auf etwas Wesentliches hin. Sie sind jedoch alle von einer gewissen subjektiven Sicht derer durchdrungen, welche sie aufstellen. Das ist insoweit auch kaum anders denkbar, als diese Gelehrten jeweils von einer anderen Geschichtsperspektive aus urteilen. Außerdem muss sich bei der Frage nach der Definition der Geschichte unweigerlich die Frage nach den Aufgaben der Geschichtsschreibung anschließen. Sehr schnell offenbart sich dabei, dass die Geschichtsschreibung auch von der Politik und damit von politischen Interessen abhängt. Sehr deutlich tritt das an der Nationalgeschichte zutage. Da diese wiederum immer einem Wandel unterworfen war, ist und bleiben wird, ändern sich entsprechend die politischen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Geschichtsschreibung. So stellt sich nämlich das Problem der historischen Wahrheit. Es gibt nicht eine historische Wahrheit, sondern nur Interpretation der Quellen aus der jeweiligen Perspektive (Ort, Zeit, Interesse, Freund/Feind …). (Im Jahr 5000 wird man - gleichen Quellenstand vorausgesetzt - ein anderes Bild von Geschichte haben als wir heute. Wir können nicht heute schon sagen, es sei falsch.)

wissenschaftliche Betrachtungsweisen


- Geschichte kann einerseits wissenschaftlich erforscht werden, andererseits ist die Darstellung der Ergebnisse und Zusammenhänge als eine künstlerische Tätigkeit zu betrachten: Der Historiker soll dem Leser auf eine nachvollziehbare, objektive und überzeugende Weise den Gang der Ereignisse sowie deren Ursachen und Wirkungen darlegen. Die Geschichtsphilosophie versucht, den Gang der Handlungen in einen übergeordneten Zusammenhang, ein Geschichtsbild, zu bringen. Dieses ist der Ansatz vorwiegend der von den Geisteswissenschaften.
- Die Erforschung der Geschichte der Natur oder die Erdgeschichte wird selbstverständlich auch von der Naturwissenschaft betrieben. Hierbei geht es hauptsächlich darum, die Naturgeschichte beziehungsweise die Geschichte der Erde nachvollziehbar zu machen auf der Grundlage naturwissenschaftlicher Erkenntnismethoden.

künstlerische Betrachtungsweisen


- Indem die Darstellung der Geschichte auch als eine künstlerische Aufgabe betrachtet werden kann, kommt es umgekehrt zur künstlerischen bzw. literarischen Verarbeitung von geschichtlichen Themen, ohne dass vordergründig ein wissenschaftliches Erkenntnisinteresse besteht. Zum Beispiel das Drama Wallenstein von Friedrich von Schiller oder der Torquato Tasso von Johann Wolfgang von Goethe sind literarische Werke auf der Grundlage des historischen Stoffes, ohne zugleich als Geschichtswerke verstanden werden zu können.
- Neben den literarischen Betrachtungsweisen von Geschichte manifestieren diese sich auch in der Bildenden Kunst wie z.B. in der Malerei und Graphik. Diese Betrachtungsweisen setzen ein hohes Maß von individuellem Geschichtsbewusstsein des Künstlers voraus und eine ausgeprägte Fähigkeit, sich kritisch mit Geschichte auseinanderzusetzen.

Geschichtspolitik

Die Darstellung von Geschichte ist Gegenstand der Geschichtspolitik. Geschichtsschreibung steht stets auch unter der Verdacht der interessensgeleiteten Darstellung. Das gilt insbesondere dann, wenn ihr eine Geschichtsphilosophie zugrundeliegt. Geschichtspolitik dient also der Einflussnahme auf die allgemeine Meinungsbildung der Gesellschaft. Die Formen der Geschichtspolitik können sehr unterschiedlich sein. Verwandte Begriffe sind etwa: Geschichtlichkeit, Geschichtsbewusstsein, Geschichtsraum, Geschichtsperspektive, Historisierung, Erinnerungskultur, Glorifizierung beziehungsweise Geschichtsfälschung. Dem Geschichtsunterricht und der Geschichtsdidaktik kommt hierbei eine erhebliche Bedeutung zu. Die Reflexion über Geschichtlichkeit ist Aufgabe der Geschichtsphilosophie und der Geschichtsdidaktik.

Siehe auch


- Weltgeschichte, Universalgeschichte, Menschheitsgeschichte, Globalgeschichte, transnationale Geschichte
- Geschichtswissenschaft
- Periodisierung
- Chronologie

Zitate


- Jedesmal, wenn ein Mensch über Vergangenes berichtet, und sei er auch ein Geschichtsschreiber, haben wir in Betracht zu ziehen, was er unabsichtlich aus der Gegenwart oder aus dazwischenliegenden Zeiten in die Vergangenheit zurückversetzt, sodass er das Bild derselben fälscht. - Sigmund Freud
- Those who cannot remember the past are condemned to repeat it. (Wer die Geschichte nicht kennt, ist gezwungen, sie zu wiederholen.) George Santayana
- Die geschichtliche Wirklichkeit ist oft wie die Elster, die an einem Ort schreit und am anderen ihre Eier legt. - José Ortega y Gasset (Aufbau und Zerfall Spaniens)
- Geschichte ist Lüge, auf die man sich geeinigt hat. - Napoleon Bonaparte
- Keine Atempause - Geschichte wird gemacht - es geht voran - die Musikgruppe Fehlfarben 1982
- Eine Reihe zufälliger Ereignisse, die besser nicht stattgefunden hätten. - anonym

Literatur


- Marc Bloch: Apologie der Geschichte oder Vom Beruf des Historikers. München 1987 (1. Aufl. 1949)
- Jacob Burckhardt: Weltgeschichtliche Betrachtungen. Hrsg. v. Jacob Oeri, Berlin/Stuttgart 1905.
- Manfred Mai: Weltgeschichte. 2002. 240 S. ISBN 3-446-20191-2
- Neil Grant: Weltgeschichte. Young Oxford. 2000. 191 S. ISBN 3-407-75305-5
- Raphael, Lutz: Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme. Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart. München 2003
- Weltgeschichte : 1. Die Anfänge der Menschheit und frühe Hochkulturen 2. Antike Welten. 3. Um Glaube und Herrschaft. 4. Wege in die Moderne. 5. Aufbruch der Massen. 6. Schrecken der Kriege.(= Brockhaus Die Bibliothek) 1997 - 1999. Je 704 S. ISBN 3-7653-7400-8
- Der große Ploetz - Die Daten-Enzyklopädie der Weltgeschichte; Daten, Fakten, Zusammenhänge, ersch. in diversen Sonderausgaben, u.a. bei zweitausendeins, ISBN 3-86150-412-X
- Erich Bayer und Frank Wende (Hrsg.): Wörterbuch der Geschichte. 5. Auflage, Stuttgart 1995.
- Jörg Baberowski: Der Sinn der Geschichte. Geschichtstheorien von Hegel bis Foucault. München 2005.
- Pietro Rossi (Hg.): Theorie der modernen Geschichtsschreibung. Frankfurt/M. 1987

Weblinks


- [http://www.geschichte.fb15.uni-dortmund.de/links/ Fachkatalog zur Geschichtswissenschaft]
- [http://lotse.uni-muenster.de/geschichte/index-de.php Lotse - Fachbereich Geschichte]
- http://www.vl-geschichte.de
- http://www.clio-online.de
- http://www.historiker.de/
- http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/
- http://www.historicum.net
- [http://netzwerk.wisis.de/text/41.htm SUSAS Netzwerk für Wissensweitergabe - Geschichte]
- [http://www.wcurrlin.de/pages/5.htm didaktisch aufbereitete Geschichtsdarstellung mit Links]
- [http://www.ralf-arndt.de/geschichte.html Ralf Arndt - kommentierte Links]
- [http://www.lo-net.de/home/fontane44/index.htm Epochenüberblicke mit Links] Kategorie:Geschichtswissenschaft Kategorie:Geisteswissenschaft Kategorie:Kulturwissenschaft ! fiu-vro:Aolugu ja:歴史 ko:역사 ms:Sejarah simple:History th:ประวัติศาสตร์ zh-min-nan:Le̍k-sú

Weltgeschichte

Weltgeschichte (auch: Universalgeschichte) ist eine Teildisziplin der Geschichtswissenschaft und beschäftigt sich im Idealfall mit der Entwicklung der gesamten Menschheit.

Möglichkeiten und Grenzen von Universalhistorie

Bereits Herodot verstand seine "Historien" , das erste Werk der europäischen Geschichtsschreibung, als Weltgeschichte, insofern er darin die Entwicklung der ganzen damals bekannten Welt, der Oikumene, nachzeichnete. Geschichtsschreiber wie Diodor führten diese Tradition fort. Die mittelalterlichen Weltchroniken - etwa die "Chronica sive Historia de duabus civitatibus" des Otto von Freising - erhoben ebenfalls den Anspruch, die ganze Menschheitsgeschichte zu umfassen. Sie begannen mit der Erschaffung der Welt, streiften die persische, griechische und römische Geschichte des Mittelmeerraums und endeten in ihrer jeweiligen Gegenwart.

Der Raum

Theoretisch ist die Universalhistorie also räumlich und zeitlich unbegrenzt. Gemessen an der Frage des Raums ist eine Weltgeschichte praktisch erst möglich geworden, seit ein Teil der Menschheit in die Lage versetzt wurde, den ganzen Planeten in den Blick zu nehmen, konkret: seit den Entdeckungsfahrten der Europäer und dem Beginn der europäischen Expansion an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Infolgedessen blieb die Universalgeschichte bis in die jüngste Zeit hinein stark eurozentristisch. Als universalhistorische Darstellungen wurden in der Regel alle Werke angesehen, die zumindest die Geschichte Europas, Amerikas, Vorderasiens und Nordafrikas behandelten und zueinander in Beziehung setzten - das heißt alle Weltregionen mit denen Europa in direktem Austausch stand. Seit dem 18. Jahrhundert fanden auch Ostasien mit dem Kaiserreich China, Japan und Indien zunehmend Beachtung, während Schwarzafrika, Südostasien, Australien und Ozeanien bis heute nur eine untergeordnete Rolle in der Universalhistorie spielen.

Die Zeit

Chronologisch setzte die traditionelle Universalgeschichte mit der europäischen Antike oder mit den Kulturen Ägyptens und des Alten Orients ein. Erst die Entwicklung der Archäologie als Wissenschaft im 19. Jahrhundert erlaubte auch die Einbeziehung der schriftlosen Vor- und Frühgeschichte.

Universalgeschichte seit dem 19. Jahrhundert

Aufgrund der kaum zu bewältigenden Stofffülle bestehen neuere weltgeschichliche Werke in der Regel aus vielbändigen Reihenpublikationen von Autorenkollektiven. Seit dem 19. Jahrhundert haben aber auch immer wieder einzelne Historiker die Universalhistorie aus dem Blickwinkel der Geschichtsphilosophie heraus betrachtet: Sie fragen nicht nach den einzelnen Ereignissen, sondern nach den großen Entwicklungslinien der Menschheitsgeschichte und möglichen Deutungsschemata. Hier sind vor allem Jacob Burckhardt, Oswald Spengler und Arnold J. Toynbee zu nennen.

Literatur


- Hans-Heinrich Nolte, Weltgeschichte. Imperien, Religionen und Systeme, 15.-19. Jahrhundert. Wien/Köln/Weimar (Böhlau) 2005, ISBN 3-205-77440-X
- Imanuel Geiss,
Geschichte im Überblick. Daten und Zusammenhänge der Weltgeschichte, Reinbek b.H. 1995 (Neuausgabe; Erstauflage 1986)
- Jakob Burckhardt,
Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905
- Oswald Spengler,
Der Untergang des Abendlandes. Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte, Band 1, Wien 1918, Band 2, München 1922
- Hanna Schissler,
Weltgeschichte als Geschichte der sich globalisierenden Welt in: Aus Politik und Zeitgeschichte 2005 Nr.1-2, S.33-39
- Arnold J. Toynbee,
A Study of History, Bd. I-X, London 1934-1954, Zusatzbde. XI-XII ebda. 1959/61 (autorisierte deutsche Kurzfassung: Der Gang der Weltgeschichte, 2 Bde., Zürich 1949 u. 1958)
- Ders.,
Mankind And Mother Earth - A Narrative History Of The World, Oxford, 1976 (dt. Menschheit und Mutter Erde. Die Geschichte der großen Zivilisationen, Claassen Verlag GmbH, Düsseldorf, 1979)
- Wolfgang E. J. Weber,
Universalgeschichte, in: Aufriß der Historischen Wissenschaften, Band 2: Räume, Stuttgart 2001
- Alexander Demandt:
Kleine Weltgeschichte. Die ganze Weltgeschichte in einem Band, München 2003 C. H. Beck, ISBN 3406508219

Weblinks


- [http://www.vgws.org Verein für Geschichte des Weltsystems e.V.]: deutschsprachiges Forum für welt- bzw. universalgeschichtliche Diskussionen u.a. im Kontext der Theorien I. Wallersteins. Organisiert Vortragsveranstaltungen und gibt die [http://www.vgws.org/ZWG.html "Zeitschrift für Weltgeschichte" (ZWG)] heraus.
- [http://www.learner.org/channel/courses/worldhistory/ Multimediale Einführung in engl. Sprache] ! ja:世界の歴史


Thematische Karte

] Thematische Karten, auch angewandte Karten genannt, sind Karten, welche im Unterschied zu topographischen Karten ein bestimmtes Thema (wie z.B. Pflanzenverbreitung, Bevölkerungsdichte) in den Mittelpunkt stellen. Dabei treten zum Teil die geometrischen Anforderungen in den Hintergrund (siehe z.B. Kartogramm).
- geologische Karte
- Klimakarte
  - Wetterkarte
- Wirtschaftskarte
- politische Karte
- touristische Karten
  - Fahrradroutenkarte
  - Wanderkarte
- Straßenkarte
- Luftfahrtkarte
- Postleitzahlenkarte
- Bevölkerungskartogramm
- Isogonenkarte
- Abmarkungskarte Eine scharfe Trennung von den topografischen Karten ist nicht möglich, da auch die Topografie ein Thema ist. siehe auch:
- Choroplethenkarte
- Kartogramm Selbstorganisierende thematische Karten sind begriffliche Kartierungen, wie sie z.B. als Literaturkarten verwirklichet sind Kategorie:Kartografie

1721

Ereignisse


- 10. September: Der Frieden von Nystad beendet den Großen Nordischen Krieg zwischen Schweden und Russland
- Zar Peter der Große gründet das russische Reich

Kultur


- 20. Mai: Uraufführung der Oper L'odio e l'amore von Giovanni Bononcini am King's Theatre in London
- 4. Oktober: Uraufführung der Oper Il germanico Marte von Antonio Caldara in Salzburg
- 4. November: Uraufführung der Oper Ormisda re di Persia von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien
- 26. November: Uraufführung des musikalischen Dramas Arianna e Teseo von Leonardo Leo am Teatro S. Bartolomeo in Neapel
- 18. Dezember: Uraufführung der Oper Cloris und Tirsis von Reinhard Keiser in Kopenhagen
- Johann Sebastian Bach beendet die Arbeit an seinen Brandenburgischen Konzerten

Geboren


- 12. Januar: Ferdinand von Braunschweig, preußischer Generalfeldmarschall († 1792)
- 30. Januar: Bernardo Bellotto (Canaletto), italienischer Maler († 1780)
- 3. Februar: Friedrich Wilhelm von Seydlitz, preußischer Kavallerieoffizier († 1773)
- 19. März: Tobias Smollett, britischer Schriftsteller († 1771)
- 1. April: Pieter Hellendaal, niederländischer Komponist, Organist und Violinist († 1799)
- 24. April: Johann Philipp Kirnberger, deutscher Musiktheoretiker und Komponist († 1783)
- 26. April: Wilhelm August, Herzog von Cumberland, dritter Sohn Georgs II., König von England, und Königin Caroline, bedeutender britischer Heerführer († 1765)
- 22. Mai: Johann Daniel Müller, Theologe († 1794)
- 25. Dezember: William Collins, englischer Dichter. († 1759)
- 27. Dezember: Franz Hemsterhuis, Sohn von Tiberius Hemsterhuis, Philosoph und Schriftsteller († 1790)
- 29. Dezember: Madame de Pompadour, Mätresse von Ludwig XV. († 1764)

Gestorben


- 22. Februar: Johann Christoph Bach d. J., ältester lebender Bruder von Johann Sebastian Bach (
- 1671)
- 19. März: Klemens XI., Papst seit 1700 (
-  1649)
- 28. April: Mary Read, englische Piratin und Freibeuterin (
- 1685)
- 18. Juli: Antoine Watteau, französischer Maler (
- 1684)
- 28. Juli: Pir Nureddin Dscherrahi, Gründer des Dscherrahi-Derwisch-Ordens in Istanbul (
- 1678)
- 7. September: Bernhard Albinus, deutscher Arzt (†1653)
- 23. Oktober: Samuel Frisching, Schultheiss der Stadt und Republik Bern (
- 1638)
- 27. November: Louis Dominique Cartouche, französischer Verbrecher (
- 1693) ko:1721년

Putzger Geschichtsatlas

Der Putzger historischer Weltatlas (kurz: der Putzger) ist der verbreitetste Geschichtsatlas in Deutschland. Er gilt auch über Deutschland hinaus als Standardwerk für den Geschichtsunterricht. 1877 zum ersten Mal als Historischer Schulatlas in Leipzig erschienen, erlebte er bis heute über 100 Auflagen. Sein Autor war der Lehrer Friedrich Wilhelm Putzger (1849-1913) aus Rochlitz. Zunächst als für Schüler aus einfachen Verhältnissen bezahlbarer (und daher schnell populärer) Schultatlas konzipiert, wurde er bald zum Standardwerk auch für historisch interessierte Erwachsene. Der Putzger erscheint heute im Berliner Cornelsen-Verlag und kam 2002 zum 125. Jubiläum mit einer großen Ausgabe heraus, die sowohl vom Format als auch vom Umfang her die bisherige Tradition überbietet.

Literatur


- Ernst Bruckmüller, Peter Cl. Hartmann: Putzger - Atlas und Chronik zur Weltgeschichte, Cornelsen, Berlin 2002 ISBN 3464644057 ("große Ausgabe")
- Walter Leisering: Putzger historischer Weltatlas, Ausgabe mit Register, Cornelsen, Berlin 2001 ISBN 3464001784 ("normale Ausgabe")
- Putzger historischer Weltatlas, Ausgabe mit Register, 102. Auflage, Cornelsen, Berlin 2000 ISBN 3464001768 (Taschenbuchausgabe) Kategorie:Kartografie Kategorie:Geschichtsschreibung

1877

Ereignisse


- 1. Januar: Königin Victoria von Großbritannien wird Kaiserin von Indien
- 9. Mai: Rumänien erhält die Unabhängigkeit.
- 10. Mai: Erdbeben unbekannter Stärke auf Hawaii, USA, 5 Tote. Ein Tsunami trifft Südamerika
- 1. Juli: Das deutsche Patentgesetz tritt in Kraft.
- 6. November: Georg Jennerwein, bayrischer Wildschütz, wird erschossen
- Lord Kelvin gelingt die Verflüssigung von Luft
- Ludwig Boltzmann veröffentlicht seine Arbeit über die Energieverteilung einer Gesamtheit aus N Teilsystemen (Boltzmann-Statistik).
- Giovanni Schiaparelli, Mailand beobachtet auf dem Mars feine Linien „Canali“. Ungenau ins Englische übersetzt, lösen die Marskanäle den Mythos von Marsmenschen aus (Science Fiction ab 1898), aber auch den Bau spezieller Sternwarten (Percival Lowell)
- Asaph Hall entdeckt die beiden Monde des Mars, Phobos und Deimos
- Der Deutsche Schachbund wird gegründet
- Thomas Alva Edison entwickelt den Phonographen

Kultur


- 10. März: Uraufführung der Operette Nanon, die Wirthin vom Goldenen Lamm von Richard Genée am Theater an der Wien in Wien
- 21. März: Uraufführung der Oper Die Folkunger von Edmund Kretschmer in Dresden.
- 27. April: Uraufführung der Oper Le Roi de Lahore von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris
- 23. September: Uraufführung der Oper Francesca von Rimini von Hermann Goetz in Mannheim.
- 2. Dezember: Uraufführung der Oper Samson et Dalila (Samson und Dalila) von Camille Saint-Saëns in Weimar
- 8. Dezember: Uraufführung der Oper Heinrich der Löwe von Edmund Kretschmer in Leipzig.

Geboren


- 4. Januar: Marsden Hartley, US-amerikanischer Maler († 1943)
- 18. Januar: Karl Hans Strobl, Schriftsteller († 1946)
- 22. Januar: Hjalmar Schacht, deutscher Politiker, Minister und Reichsbankpräsident († 1970)
- 29. Januar: Georges Catroux, französischer General und Diplomat († 1969)
- 30. Januar: Sigfús Einarsson, isländischer Komponist († 1939)
- 1. Februar: Thomas Dunhill, englischer Komponist († 1946)
- 7. Februar: Godfrey Harold Hardy, britischer Mathematiker († 1947)
- 8. Februar: Albert Vögler, Manager, deutscher Politiker († 1945)
- 9. Februar: Hermann Föttinger, deutscher Elektroingenieur und Erfinder († 1945)
- 14. Februar: Edmund Landau, deutscher Mathematiker († 1938)
- 15. Februar: Louis Renault, französischer Ingenieur und Mitgründer der Automarke Renault († 1944)
- 16. Februar: Sergej Eduardowitsch Bortkiewicz, russischer Komponist († 1952)
- 17. Februar: André Maginot, französischer Politiker († 1932)
- 19. Februar: Alban Haas, deutscher Theologe und Historiker († 1968)
- 19. Februar: Gabriele Münter, Malerin des Expressionismus († 1962)
- 24. Februar: Rudolph Ganz, Schweizer Komponist, Pianist und Dirigent († 1972)
- 25. Februar: Erich von Hornbostel. österreichischer Musikethnologe († 1935)
- 28. Februar: Emil Teubner, Holzschnitzer und Bildhauer aus dem Erzgebirge († 1958)
- 28. Februar: Rupert Egenberger, deutscher Sonderpädagoge
- 2. März: Luigi Maglione, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1944)
- 4. März: Alexander Goedicke, russischer Musiker und Komponist († 1957)
- 8. März: Carl Mannich, deutscher Chemiker († 1947)
- 9. März: Emil Abderhalden, Schweizer Physiologe († 1950)
- 12. März: Wilhelm Frick, nationalsozialistischer Politiker und Funktionär († 1946)
- 17. März: Otto Gross, österreichischer Arzt und Revolutionär († 1920)
- 20. März: Tiberiu Brediceanu, rumänischer Komponist († 1968)
- 22. März: Waldemar Mitscherlich, deutscher Staatswissenschaftler († 1961)
- 24. März: Alexei Silytsch Nowikow-Priboi, russischer Schriftsteller († 1944)
- 29. März: Alois Kayser, deutscher Missionar in Nauru († 1944)
- 2. April: Otto Bruchwitz, detscher Pädagoge und Heimatforscher († 1956)
- 4. April: Carl Albert Loosli, Schweizer Schriftsteller und Journalist († 1959)
- 6. April: Karl Tellenbach, Stadtoriginal in Bern († 1931)
- 8. April: Karl Walser, Schweizer Maler, Bühnenbildner und Illustrator († 1943)
- 10. April: Alfred Kubin, österreichischer Grafiker und Buchillustrator († 1959)
- 10. April: Massimo Massimi, Kardinal († 1954)
- 15. April: Georg Kolbe, deutscher Bildhauer († 1947)
- 26. April: Alliott Verdon Roe, britischer Luftfahrtpionier († 1958)
- 30. April: Alice B. Toklas, US-amerikanische Kochbuchautorin († 1967)
- 1. Mai: Otto Palandt, deutscher Jurist und Herausgeber († 1951)
- 5. Mai: Georgi Jakowlewitsch Sedow, russischer Marineleutnant und Polarforscher († 1914)
- 8. Mai: Adolf Meschendörfer, siebenbürgisch-sächsischer Schriftsteller († 1962)
- 27. Mai: Isadora Duncan, US-amerikanische Tänzerin († 1927)
- 3. Juni: Raoul Dufy, französischer Maler († 1953)
- 4. Juni: Heinrich Otto Wieland, deutscher Chemiker († 1957)
- 7. Juni: Charles Glover Barkla, britischer Physiker und Nobelpreisträger († 1944)
- 9. Juni: Rudolf Borchardt, deutscher Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer († 1945)
- 12. Juni: Fritz Höger, Architekt († 1949)
- 18. Juni: James Montgomery Flagg, US-amerikanischer Zeichner und Illustrator († 1960)
- 26. Juni: Jan Frizewitsch Fabrizius, Brigadekommandeur der Roten Armee († 1929)
- 2. Juli: Hermann Hesse, deutsch-schweizererischer Schriftsteller († 1962)
- 10. Juli: Hélène Dutrieu, belgische Pilotin († 1961)
- 14. Juli: Karl Illner, österreichischer Flugpionier († 1935)
- 27. Juli: Ernst von Dohnányi, ungarischer Pianist und Komponist († 1960)
- 5. August: Hermann Maas, christlicher Widerstandskämpfer, Theologe († 1970)
- 7. August: Ulrich Salchow, schwedischer Eiskunstläufer († 1949)
- 10. August: Frank Marshall, US-amerikanischer Schachspieler († 1944)
- 10. August: Rudolf Hilferding, deutsch-österreichischer Politiker († 1941)
- 14. August: Friedrich von Bodelschwingh der Jüngere, deutscher Theologe († 1946)
- 27. August: Charles Stewart Rolls, britischer Unternehmer und Mitgründer von Rolls-Royce († 1910)
- 27. August: Ernst Wetter, Schweizer Politiker († 1963)
- 1. September: Francis William Aston, englischer Physiker († 1945)
- 2. September: Frederick Soddy, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 1956)
- 6. September: Buddy Bolden, Trompeter in New Orleans († 1931)
- 11. September: Felix Edmundowitsch Dserschinski, polnischer Chef des KGB-Vorgängers († 1926)
- 13. September: Wilhelm Filchner, deutscher Geophysiker und Forschungsreisender († 1957)
- 25. September: Calles Elías Plutarco, mexikanischer Politiker und Offizier († 1945)
- 25. September: Oswald Bumke, deutscher Psychiater und Neurologe († 1950)
- 15. Oktober: Wilhelm Stockums, Weihbischof in Köln († 1956)
- 19. Oktober: Käte Schaller-Härlin, deutsche Portraitmalerin († 1973)
- 21. Oktober: Oswald Avery, kanadischer Arzt und Begründer der Molekulargenetik († 1955)
- 25. Oktober: Henry Norris Russell, US-amerikanischer Astronom († 1957)
- 25. Oktober: Richard E. Byrd, Entdecker († 1957)
- 30. Oktober: Salman Schocken, Verleger († 1959)
- 1. November: Else Ury, deutsche Schriftstellerin und Kinderbuchautorin († 1943)
- 3. November: Carlos Ibáñez del Campo, chilenischer Militär und Politiker († 1960)
- 9. November: Muhammad Iqbal, Nationaldichter und geistiger Vater Pakistans
- 15. November: William Hope Hodgson, englischer Fantasy-Schriftsteller († 1918)
- 17. November: Isabelle Eberhardt, russisch-schweizerische Entdeckerin und Reiseschriftstellerin († 1904)
- 18. November: Arthur Cecil Pigou, englischer Ökonom († 1959)
- 19. November: Wilhelm Laforet, deutscher Politiker der CSU († 1959)
- 21. November: Sigfrid Karg-Elert, Komponiste († 1933)
- 22. November: Hans Gamper, FC Barcelona Mitbegründer († 1930)
- 24. November: Alben W. Barkley, amerikanischer Senator und US-Vizepräsident († 1956)
- 6. Dezember: Paul Bonatz, deutscher Architekt und Brückenbauer († 1956)
- 7. Dezember: Walter Abbott, britischer Fußballspieler († 1941)
- 18. Dezember: Max Pallenberg, österreichischer Sänger, Schauspieler und Komiker († 1934)
- 25. Dezember: Emil Adamič, slowenischer Komponist († 1936)
- 30. Dezember: Heinrich Hermelink, evangelischer Kirchenhistoriker († 1958)
- 31. Dezember: August Frölich, deutscher Politiker († 1966)

Gestorben


- 1. Januar: Karl Freiherr von Urban, österreichischer Feldmarschallleutnant (
- 1802)
- 2. Januar: Alexander Bain (Uhrmacher), schottischer Erfinder (
- 1811)
- 4. Januar: Cornelius Vanderbilt, einer der reichsten Unternehmer der USA (
- 1794)
- 12. Januar: Wilhelm Hofmeister, deutscher Botaniker und Professor (
- 1824)
- 24. Januar: Johann Christian Poggendorff, deutscher Physiker (
- 1796)
- 8. Februar: Charles Wilkes, US-amerikanischer Marineoffizier und Polarforscher (
- 1798)
- 17. Februar: Salomon Hermann Mosenthal, Dramatiker und Librettist (
- 1821)
- 5. März: Ernst Julius Otto, deutscher Komponist, Chorleiter und Kreuzkantor (
- 1804)
- 29. März: Alexander Braun, deutscher Botaniker (
- 1805)
- 31. März: Antoine Augustin Cournot, französischer Mathematiker und Wirtschaftstheoretiker (
- 1801)
- 7. April: Fernán Caballero, spanische Schriftstellerin (
- 1796)
- 18. April: Franz Seraph Hanfstaengl, deutscher Maler, Lithograph und Fotograf (
- 1804)
- 23. April: Adolphe van Soust de Borkenfeldt, belgischer Dichter und Kunsthistoriker (
- 1824)
- 6. Mai: Johan Ludvig Runeberg, finnischer Schriftsteller (
- 1804)
- 13. Mai: Joseph Höger, Landschaftsmaler, Aquarellist, Radierer und Lithograph (
- 1801)
- 16. Mai: David Urquhart, englischer Politiker und Autor (
- 1805)
- 27. Mai: Gustav Meyer, Landschaftsgestalter und Städtischer Gartendirector zu Berlin (
- 1816)
- 31. Mai: Jakub Bek, Herrscher des Reichs von Jetti-Schahr (
- 1820)
- 3. Juni: Ludwig von Köchel, österreichischer Musikwissenschaftler (Köchelverzeichnis) (
- 1800)
- 10. Juni: Friedrich August Gottreu Tholuck, deutscher protestantischer Theologe (
- 1799)
- 11. Juni: Johann Heinrich Fierz, Schweizer Unternehmer und Nationalrat (
- 1813)
- 1. Juli: Carl Friedrich Deneke, Geheimer Kommerzienrat, Politiker und Industrieller (
- 1803)
- 6. Juli: Friedrich Wilhelm Hackländer, deutscher Schriftsteller (
- 1816)
- 7. Juli: Carl Wallau, Oberbürgermeister von Mainz (
- 1823)
- 12. Juli: Ottilie Wildermuth, deutsche Schriftstellerin (
- 1817)
- 14. Juli: August von Bethmann-Hollweg, deutscher Jurist und Politiker (
- 1795)
- 20. Juli: Federico Errázuriz Zañartu, chilenischer Politiker (
- 1825)
- 27. Juli: François Blanc, französischer Mathematiker und Finanzier (
- 1806)
- 4. August: Karl Friedrich von Steinmetz, preußischer Generalfeldmarschall (
- 1796)
- 21. August: Ferdinand Becker, deutscher Maler von Heiligenbildnissen und Märchenszenen (
- 1846)
- 3. September: Adolphe Thiers, französischer Staatsmann und Historiker (
- 1797)
- 5. September: Crazy Horse, Kriegshäuptling der Oglala-Lakota-Sioux-Indianer (
- 1840)
- 9. September: Carl Wilhelm Heine, Mediziner, Chirurg und Präsident der deutschen Ärzteschaft in Prag (
- 1838)
- 12. September: Julius Rietz, deutscher Dirigent, Kompositionslehrer und Komponist (
- 1812)
- 17. September: William Fox Talbot, englischer Photopionier (
- 1800)
- 23. September: Urbain Leverrier, französischer Mathematiker (
- 1811)
- 2. Oktober: Erwin Baru, deutscher Arzt und Afrikareisender (
- 1846)
- 10. Oktober: Johann Georg Baiter, Schweizer Theologe und Textkritiker (
- 1801)
- 17. Oktober: Johann Carl Fuhlrott, deutscher Naturforscher (
- 1803)
- 29. Oktober: Nathan Bedford Forrest, General in der Armee der Konföderierten (
- 1821)
- 1. November: Friedrich Graf von Wrangel, preußischer Offizier (
- 1784)
- 4. November: Joseph Heine, Mediziner, Regierungs- und Medizinalrat in der Pfalz (
- 1803)
- 8. November: Amalie Auguste, Königin von Sachsen (
- 1801)
- 16. November: Karl Ludwig von Littrow, deutscher Astronom (
- 1811)
- 26. November: Richard Lucae, deutscher Architekt; Direktor der Berliner Bauakademie (
- 1829)
- 28. November: Luise Büchner, Frauenrechtlerin und Autorin (
- 1821)
- 2. Dezember: Philipp Heinrich Bethmann, deutscher Unternehmer und Bankier (
- 1811)
- 13. Dezember: James Elton, englischer Afrikareisender und Reiseschriftsteller (
- 1840)
- 18. Dezember: Philipp Veit, deutscher Maler (
- 1793)
- 31. Dezember: Gustave Courbet, französischer Maler (
- 1819)

Staatsoberhäupter

Europa


- Deutsches Reich: Wilhelm I., Deutscher Kaiser (18711888), König von Preußen (18611888)
- Österreich-Ungarn: Franz Joseph I., Österreichischer Kaiser und König von Ungarn (18481916)
- Italien: Viktor Emanuel II., König von Italien (18611878)
- Schweiz: Joachim Heer, Bundespräsident der Schweiz, (1877)
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Spanien: Alfons XII., König von Spanien, (18751885) ko:1877년

Schulatlas

Der Schulatlas ist als didaktisch aufbereitete, systematisch angeordnete und gebundene Sammlung von Karten (mitunter auch ergänzt durch bildliche, textliche und andere grafische Darstellungen) das umfassendste und vielseitigste kartografische Unterrichtsmedium für die Hand des Schülers, das in der Unterrichtsstunde und bei der Erledigung von Hausaufgaben genutzt werden kann. Der Atlas (als Printmedium und in digitaler Form) ermöglicht im Unterrichtsverlauf die individuelle und selbstständige Arbeit aller Schüler. Das regional und thematisch differenzierte Kartenmaterial gestattet die vergleichende Betrachtung von Territorien und von verschiedenen Erscheinungen einer Region und damit die Ableitung mannigfaltiger Beziehungen zwischen einzelnen natürlichen und anthropogenen Komponenten (Synopse, Entnahme direkter und indirekter Informationen).

Nutzung im Unterricht

Schulatlanten wurden und werden vor allem für den geografischen Unterricht (einschließlich des Heimatkunde- bzw. Sachkundeunterrichts) entwickelt, mit Abstand gefolgt vom Geschichtsunterricht, wenn auch schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an den höheren Schulen Deutschlands Geschichtsatlanten zu den unverzichtbaren Lehrmitteln gehörten. Gegenwärtig zeichnet sich der Trend zur Entwicklung von überfachlichen (fächerübergreifenden) Schulatlanten als Weltatlanten mit/ohne Regionalteil ab (Integrations- bzw. Kombiatlanten). Doch scheint die Hegemonie der Geografie dabei erhalten zu bleiben (siehe. z.B. TRIO - Verlag Schroedel ab 1999; DIERCKE DREI - Verlag Westermann ab 2001; ALEXANDER KombiAtlas - Verlag Klett/Perthes ab 2003; MENSCHEN, ZEITEN, RÄUME - Verlag Cornelsen ab 2003).

Schulatlastypen

Das geografisch orientierte Schulatlantensortiment in Deutschland ist sehr vielfältig. Es umfasst vor allem: :Weltatlanten - Gesamtausgabe/Großausgabe :Weltatlanten - Kurzausgabe/Grundausgabe :Weltatlanten mit/ohne Regionalteil :Regionalatlanten :Heimatatlanten :Grundschulatlanten :Elementaratlanten, Kartenfibeln. Noch überwiegen die Schulatlantentypen in der Printform (analoge Atlanten), aber erste Versionen in digitaler Form sind bereits in Vorbereitung. Nicht immer sind die Atlanten im Titel als "Schulatlanten" erkennbar (z.B. Alexander-Gesamtausgabe, Diercke-Weltatlas, Harms-Weltatlas, Unsere Welt - Mensch und Raum), wenn auch ihre Grundanlage pädagogisch-didaktisch bestimmt ist. Sehr stark sind durchaus Lehrplan-/Rahmenplanbezüge ausgeprägt, zumal die einzelnen Atlastitel ausgewählten Schultypen (z.B. Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium) empfohlen werden. Die Weltatlanten sind ohnehin in allen Klassenstufen (4-13) einsetzbar, während die Grundschulatlanten, Elementaratlanten und Heimatatlanten als "Stufenatlanten" speziell nur für einige Klassenstufen bestimmt und altersgemäß gestaltet sind. Diese Eindeutigkeit ist bei den Regionalatlanten nicht immer gegeben.

Schulatlas Verlage

Als heutige führende deutsche Verlage für Schulatlanten mögen die Verlagshäuser Cornelsen/Berlin, im Klett-Perthes/Stuttgart-Gotha (Ernst Klett Verlag), Schroedel/Hannover und Westermann/Braunschweig genannt werden. Die Anfänge der Schulatlaskartografie waren bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts (J.B. Homann und J. Hübner "Kleiner Atlas Scholasticus", Nürnberg 1710, gefolgt von dem "Atlas Methodicus", Nürnberg 1719).

Literatur


- Breetz, Egon : Zur Spezifik moderner geographischer Schulatlanten in Deutschland. In: Zt. f. d. Erdkundeunterr., H. 4/1991, S. 129-135.
- Breetz, Egon: Lehrerbände zu den Heimatatlanten Sachsen (1997), Sachsen-Anhalt (1998), Mecklenburg-Vorpommern (1998), Brandenburg (1999) und Thüringen (2000). Berlin 1997-2000.
- Hinrichs, Emil (Hrsg.): Der Atlas im Erdkundeunterricht. Der Erdkundeunterricht, H.11/1970 (Themenheft).
- Mayer, Ferdinand: Schulatlanten im Wandel von Atlaskonzeption, kartographischer Gestaltung und Herstellungstechnologie. In: Mitt. d. Österr. Geogr. Gesellsch., 127 (1986), S. 107-120.
- Neumann, Joachim (Hrsg.): Abriss der Geschichte der deutschen Schulatlanten. Stuttgart 2006, in Vorbereitung.
- Norkowski, Theo: "Unsere Welt" und "Seydlitz Weltatlas" - Entwicklung in modernen Weltatlanten. In: Wiener Schr. zur Geogr. und Kartogr., Bd. 5, Wien 1992, S. 194-205.
- Pobanz, Wolfram: Anfänge der deutschen geographischen Schulatlanten im 18. Jahrhundert. In: Kartogr. Schr., Bd. 8, Bonn 2003, S. 127-132.
- Sperling, Walter und Brucker, Ambros: Atlas, Schulatlas. In: Brucker, A.:Handbuch Medien im Geographie-Unterricht. Düsseldorf 1986, S. 161-178.
- Thiele, Dagmar: Schulatlanten im Wandel. = Geographiedidaktische Forschungen, Bd. 13, Berlin 1984, 344 S..

Siehe auch:

Geografische Schulkartografie
Kartenverständnis und Kartennutzung (Schule)
Schülerhandkarte
Schulwandkarten
Kategorie:Kartografie

1886

Ereignisse


- 4. Mai Arbeiterausschreitungen am Hay Market in Chicago (Haymarket Riot)
- 23. Mai: Der erste Zug fährt durch den Gotthard-Eisenbahntunnel
- 12. Juni: König Ludwig II. von Bayern wird gefangengenommen
- 1. September: Ein Erdbeben unbekannter Stärke findet in Charleston (South Carolina), USA statt, 60 Tote
- Erste Autos mit Benzinmotor von Daimler und Benz
- Ottmar Mergenthaler erfindet die Linotype
- Eugen Goldstein entdeckt die Kanalstrahlen
- Großbritannien erobert Teile Burmas
- Der amerikanische Drogist Pemberton kreiert einen „belebenden Sirup“ aus Pflanzenextrakten und nennt ihn Coca Cola
- Josephine Cochrane, Gattin eines amerikanischen Diplomaten, erfindet die Spülmaschine
- In Österreich wird das Edelweiß unter Naturschutz gestellt

Kultur


- 20. Februar: Uraufführung der Oper Urvasi von Wilhelm Kienzl in Dresden
- 21. Februar: Private Uraufführung der Oper Chowanschtschina von Modest Petrowitsch Mussorgski im Musikdramatischen Klub in Sankt Petersburg
- 27. Februar: Uraufführung des Dramas Edmea von Alfredo Catalani am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 2. Oktober: Uraufführung der Operette Lorraine von Rudolf Dellinger am Carl Schultze Theater in Hamburg
- 19. November: Uraufführung der Oper Merlin von Karl Goldmark an der Hofoper in Wien
- 19. November: Uraufführung der Oper Die Hochzeit des Mönchs von August Klughardt in Dessau

Geboren


- 1. Januar: Wilhelm Canaris, deutscher Admiral († 1945)
- 2. Januar: Karl-Heinrich von Stülpnagel, deutscher General und Widerstandskämpfer († 1944)
- 3. Januar: Grigori Nikolajewitsch Neuimin, russischer Astronom († 1946)
- 9. Januar: Arthur Kronfeld, deutscher Psychotherapeut († 1941)
- 10. Januar: Albrecht Graf zu Stolberg-Wernigerode, deutscher Politiker und Reichstagsabgeordneter († 1948)
- 11. Januar: George Zucco, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler († 1960)
- 15. Januar: Harry Kuneman, niederländischer Fußballspieler († 1945)
- 18. Januar: Clara Nordström, schwedische Schriftstellerin († 1962)
- 22. Januar: John J. Becker, US-amerikanischer Komponist († 1961)
- 22. Januar: Robert von Ungern-Sternberg, Baron deutsch-baltischer Herkunft († 1921)
- 24. Januar: Henry King, US-amerikanischer Filmregisseur († 1982)
- 25. Januar: Wilhelm Furtwängler, deutscher Dirigent und Komponist († 1954)
- 26. Januar: Pieter Boelmans ter Spill, niederländischer Fußballspieler († 1954)
- 9. Februar: Wilhelm Vocke, deutscher Finanzfachmann und Bankier († 1973)
- 15. Februar: Augustinus Hieber, katholischer Pfarrer, bischöflicher Kommissär († 1968)
- 17. Februar: Arnold Hörburger, niederländischer Fußballspieler († 1966)
- 17. Februar: Erich Zeigner, deutscher Jurist und SED-Politiker († 1949)
- 21. Februar: Wladimir Wiese, russisch-sowjetischer Ozeanograph und Polarforscher († 1905)
- 22. Februar: Hugo Ball, deutscher Autor und Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung († 1927)
- 28. Februar: Victor Boin, belgischer Sportjournalist, Sportler und Sportfunktionär († 1905)
- 1. März: Oskar Kokoschka, österreichischer Maler und Schriftsteller († 1980)
- 5. März: Paul Radmilovic, britischer Wasserballer und Schwimmer († 1968)
- 7. März: Geoffrey Ingram Taylor, britischer Physiker († 1975)
- 8. März: Edward Calvin Kendall, US-amerikanischer Biochemiker († 1972)
- 14. März: Wladimir Andrejewitsch Faworski, russischer Künstler († 1964)
- 15. März: Athenagoras, Patriarch von Konstantinopel († 1972)
- 18. März: Kurt Koffka, deutscher Psychologe († 1941)
- 18. März: Lothar Arnauld de la Perière, U-Boot-Kommandant im Ersten Weltkrieg († 1941)
- 24. März: Edward Weston, US-amerikanischer Fotograf, Gründer der Gruppe f/64 († 1958)
- 27. März: Clemens Holzmeister, österreichischer Architekt († 1983)
- 27. März: Ludwig Mies van der Rohe, deutscher Architekt († 1969)
- 27. März: Sergei Mironowitsch Kirow, Vertrauter Stalins und Parteisekretär von Leningrad († 1934)
- 29. März: Bertha Krupp von Bohlen und Halbach, Besitzerin des Krupp-Konzerns († 1957)
- 29. März: Gustaf Bengtsson, schwedischer Komponist († 1964)
- 31. März: Tadeusz Kotarbiński, polnischer Philosoph des Lemberg-Warschauer Kreises († 1981)
- 10. April: John Hayes, Marathonläufer und Goldmedaillengewinner († 1965)
- 12. April: Fritz Henßler, deutscher Buchdrucker, Politiker und MdR († 1953)
- 12. April: Paul Buchner, deutscher Zoologe († 1978)
- 14. April: Ernst Robert Curtius, deutscher Romanist († 1956)
- 15. April: Heinrich Höcker, deutscher Politiker († 1962)
- 15. April: Nikolai Stepanowitsch Gumiljow, russischer Dichter († 1921)
- 16. April: Ernst Thälmann, Hamburger Arbeiter und Politiker († 1944)
- 19. April: Louis Ruyter Radcliffe Grote, Arzt († 1905)
- 19. April: Manuel Bandeira, brasilianischer Lyriker († 1968)
- 21. April: Viktor von Weizsäcker, deutscher Mediziner († 1957)
- 24. April: Georg Haas, deutscher Arzt, Erfinder der Blutwäsche († 1971)
- 29. April: Kurt Pinthus, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1. Mai: Walter Cramer, Unternehmer und Widerstandskämpfer († 1944)
- 2. Mai: Gottfried Benn, deutscher Arzt, Dichter und Essayist († 1956)
- 3. Mai: Marcel Dupré, französischer Komponist, Organist, Musiktheoretiker und Verleger († 1971)
- 9. Mai: Edu Snethlage, niederländischer Fußballspieler († 1941)
- 9. Mai: Francis A. Biddle, US-amerikanischer Richter während der Nürnberger Prozesse († 1968)
- 10. Mai: Karl Barth, Schweizer Theologe († 1968)
- 10. Mai: Olaf Stapledon, britischer Science-Fiction-Autor († 1950)
- 12. Mai: Hermann Grabner, österreichischer Komponist († 1969)
- 22. Mai: Werner Otto von Hentig, Diplomat († 1984)
- 23. Mai: Max Herrmann-Neisse, deutscher Schriftsteller († 1941)
- 28. Mai: Jakob Fischbacher, deutscher Politiker († 1972)
- 28. Mai: Karl Aloys Schenzinger, deutscher Schriftsteller († 1962)
- 5. Juni: Kurt Hahn, Pädagoge († 1974)
- 6. Juni: Hans Prinzhorn, deutscher Psychiater und Kunsthistoriker († 1933)
- 6. Juni: Adalbert von Bayern, deutscher Schriftsteller († 1970)
- 18. Juni: George Mallory, Pionier des Bergsteigens am Everest († 1924)
- 22. Juni: Theo Morell, deutscher NS-Arzt († 1948)
- 25. Juni: Henry Hartley Arnold, US-amerikanischer General († 1950)
- 25. Juni: James Francis McIntyre, Erzbischof von Los Angeles und Kardinal († 1979)
- 28. Juni: Aloïse Corbaz, schweizerische Künstlerin († 1964)
- 28. Juni: Walther Veeck, Archäologe; Spezialist für die Merowingerzeit († 1941)
- 29. Juni: Ada Sari, polnische Opernsängerin († 1968)
- 29. Juni: George Frederick Boyle, australischer Komponist († 1948)
- 29. Juni: Robert Schuman, französischer Politiker († 1963)
- 3. Juli: Raymond A. Spruance, Admiral der US-Navy († 1969)
- 5. Juli: Felix Timmermans, flämischer Schriftsteller und Maler († 1947)
- 5. Juli: Willem Drees, niederländischer Politiker († 1988)
- 6. Juli: Marc Bloch, französischer Historiker († 1944)
- 7. Juli: Otto Kiep, deutscher Diplomat († 1944)
- 12. Juli: Raoul Hausmann, österreichisch-deutscher Künstler († 1971)
- 14. Juli: Ernst Nobs, Schweizer Politiker († 1957)
- 14. Juli: Fred Sauer, österreichischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor († 1952)
- 19. Juli: Ferry van der Vinne, niederländischer Fußballspieler
- 23. Juli: Salvador de Madariaga, spanischer Diplomat und Schriftsteller († 1978)
- 23. Juli: Walter Schottky, deutscher Physiker († 1976)
- 27. Juli: Ernst May, deutscher Architekt und Stadtplaner († 1970)
- 31. Juli: Constant Permeke, belgischer Maler († 1952)
- 8. August: Matthew Henson, US-amerikanischer Polarforscher († 1955)
- 9. August: Heinrich Ehmsen, deutscher Maler und Grafiker († 1964)
- 9. August: Jops Reeman, niederländischer Fußballspieler († 1959)
- 15. August: Karl Korsch, deutscher Philosoph, Marxist († 1961)
- 20. August: Paul Tillich, deutscher protestantischer Theologe und Religionsphilosoph († 1965)
- 22. August: August Geislhöringer, deutscher Politiker der Bayernpartei († 1963)
- 28. August: Robert Hohlbaum, österreichischer Bibliothekar, Romanautor und Dramatiker († 1955)
- 29. August: Otto Eggerstedt, deutscher Politiker († 1933)
- 30. August: August Sonnefeld, bei Carl Zeiss Leiter der Abteilung Astrooptik († 1974)
- 1. September: Friedrich Wilhelm Mader, deutscher Schriftsteller von Zukunfts- und Abenteuerromanen († 1947)
- 1. September: Othmar Schoeck, Schweizer Komponist und Dirigent († 1957)
- 10. September: Elsa Schiaparelli, italienisch-französische Modeschöpferin († 1973)
- 13. September: Melli Beese, legte als erste Frau in Deutschland die Pilotenprüfung ab († 1925)
- 13. September: Robert Robinson, britischer Chemiker († 1975)
- 14. September: Erich Hoepner, deutscher General und Widerstandskämpfer († 1944)
- 14. September: Jan Masaryk, tschechischer Politiker († 1948)
- 15. September: Paul Pierre Lévy, französischer Mathematiker († 1971)
- 16. September: Jean Arp, deutsch-französischer Maler, Bildhauer und Dichter († 1966)
- 20. September: Hermann Lautensach, deutscher Geopgraph
- 22. September: Roger Bissière, französischer Maler († 1964)
- 24. September: Edward Bach, englischer Mediziner, Bakteriologe, Immunologe († 1936)
- 25. September: May Sutton, US-amerikanische Tennisspielerin († 1975)
- 25. September: Nobutake Kondo, japanischer Admiral († 1953)
- 26. September: Archibald Vivian Hill, britischer Physiologe († 1977)
- 1. Oktober: Paul Morgan, österreichischer Schauspieler und Komiker († 1938)
- 2. Oktober: Leon Hirsch, Buchhändler, Drucker, Verleger und Kabarett-Leiter
- 3. Oktober: Henri Alain-Fournier, französischer Schriftsteller († 1914)
- 4. Oktober: Erich Fellgiebel, während des Ersten Weltkrieges im Generalstab tätig († 1944)
- 6. Oktober: Edwin Fischer, Schweizer Pianist († 1960)
- 8. Oktober: Karl Gengler, deutscher Politiker († 1974)
- 8. Oktober: Wim Groskamp, niederländischer Fußballspieler († 1974)
- 13. Oktober: Ben Stom, niederländischer Fußballspieler († 1965)
- 15. Oktober: Rudolf Graf von Marogna-Redwitz, deutscher Widerstandskämpfer († 1944)
- 16. Oktober: Boris Michailowitsch Eichenbaum, russischer Literaturwissenschafter († 1959)
- 16. Oktober: David Ben Gurion, israelischer Premierminister († 1973)
- 19. Oktober: Lothar Schreyer, deutscher Jurist, Maler, Schriftsteller und Dramaturg
- 26. Oktober: Hanns Braun, deutscher Leichtathlet
- 28. Oktober: Frans de Bruyn Kops, niederländischer Fußballspieler († 1979)
- 29. Oktober: Martin Gusinde, Anthropologe, Priester († 1969)
- 29. Oktober: Wilhelm Hansmann, deutscher Politiker († 1963)
- 1. November: Hermann Broch, österreichischer Schriftsteller († 1951)
- 7. November: Aaron Nimzowitsch, Schachspieler und -theoretiker († 1935)
- 13. November: Mary Wigman, deutsche Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin († 1973)
- 16. November: Marcel Riesz, ungarischer Mathematiker († 1969)
- 17. November: Ferdinand Friedensburg, deutscher Politiker († 1972)
- 17. November: Friedrich Middelhauve, deutscher Politiker der FDP († 1966)
- 17. November: Hans Schlange-Schöningen, deutscher Politiker († 1960)
- 20. November: Karl von Frisch, Biologe, Zoologe, Nobelpreisträger († 1982)
- 24. November: Georges Vantongerloo, belgischer Maler, Bildhauer und Architekt († 1965)
- 28. November: Georg Schumann, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer († 1945)
- 1. Dezember: Rex Stout, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller († 1975)
- 2. Dezember: Dimitri Usnadse, georgischer Psychologe († 1950)
- 4. Dezember: Jan Thomée, niederländischer Fußballspieler († 1954)
- 4. Dezember: Ludwig Bieberbach, deutscher Mathematiker und NSDAP-Aktivist († 1982)
- 5. Dezember: Rose Wilder Lane, Schriftstellerin und politische Theoretikerin († 1968)
- 8. Dezember: Diego Rivera, mexikanischer Maler († 1957)
- 8. Dezember: Jakob Diel, deutscher Politiker und MdB († 1969)
- 12. Dezember: Mirko Jelusich, österreichischer Schriftsteller († 1969)
- 19. Dezember: Ángel Herrera Oria, Erzbischof von Quebec und Kardinal († 1968)
- 21. Dezember: Fritz Baumgarten (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 21. Dezember: Hermann Kees, deutscher Ägyptologe († 1964)
- 23. Dezember: Albert Ehrenstein, Lyriker, Erzähler († 1950)
- 24. Dezember: Peco Bauwens, deutscher Fußball-Nationalspi