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GeschiebeMit Geschiebe bezeichnet man das abgerundete Gesteinsmaterial bzw. Geröll, welches von einem Gletscher bzw. Fließgewässer transportiert wird.
In der Geologie beschränkt man sich bei der Definition des Geschiebes oft auf das Gletschergeschiebe. Im Wasserbau und in der Limnologie werden auch durch Strömung transportierte Feststoffe, die sich gleitend, rollend oder springend auf der Gewässersohle bewegen, als Geschiebe bezeichnet.
Das von Gletschern abgelagerte Gesteinsmaterial, das infolge des Eistranports vielfache charakteristische Schrammen aufweist und daher gekritztes Geschiebe genannt wird, bildet glazigene Sedimente wie Moränen bzw. Tillite. Das Auffinden derartigen Materials liefert Hinweise auf das Auftreten von Vergletscherungen in erdgeschichtlicher Vergangenheit, auf die Ausdehnung dieser Vergletscherung sowie auf das Herkunftsgebiet des Materials. Das von Fließgewässern abgelagerte Gesteinsmaterial wird als fluviatiles Sediment bezeichnet.
Siehe auch: Findling, Geschiebemergel, Geschiebelehm
Weblinks
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geschiebe Geschiebe im Mineralienatlas WiKi]
Kategorie:Glaziologie
Kategorie:Limnologie
GeröllGeröll besteht aus Gesteinstrümmern, die beim Transport durch Wasser abgerollt und zugerundet wurden.
Die Größe der Steine liegt überwiegend zwischen 2 und 20 Zentimetern, wobei je nach Art des Gewässers alle Formen zwischen kugel- oder eiförmiger bis zu scheibenförmiger Gestalt vorkommen können.
Geröll in einem Flussbett wird auch als Geschiebe bezeichnet; nahe am Wasser ist seine Bewegung als leises Rieseln oder Singen zu hören.
Abgelagertes Geröll nennt man Schotter. Es bildet oft große, über- oder unterirdische Kies- bzw. Schotterbänke, die als wichtige Rohstoffe für das Bauwesen dienen.
Prinzipiell unterscheidet man
- Fluviatiles Geröll (Flussgeröll)
- Marines Geröll (Brandungsgeröll)
Siehe auch:
- Kies, Korngröße, Schotter (Bauwesen),
- Delta, Flussterrasse, Schutthalde, Überschwemmung,
- Geologie, Hydrologie, Geowissenschaften.
Kategorie:Geologie
Kategorie:Baustoff
FließgewässerEin Fließgewässer ist ein Oberflächengewässer des Binnenlandes, in dem sich im Gegensatz zu stehenden Gewässern wie Seen oder Tümpeln Wasser über lange Strecken in Bewegung befindet. Der Begriff umfasst dabei Gewässer, die im normalen Sprachgebrauch als Rinnsale, Bäche und Flüsse bekannt sind. Die fließende Bewegung ist Grundlage für Auswaschungen.
Die Erforschung der Binnengewässer, also der Gesamtheit von Stillgewässern und Fließgewässern, erfolgt in der Wissenschaft der Limnologie, einem Teilbereich der Ökologie.
Definitionen für Fließgewässer
In der Hydrologie sind Fließgewässer im Gegensatz zu stehenden Gewässern offene Ökosysteme und unterliegen aufgrund eines Gefälles der Schwerkraft. Sie münden fast immer in Meere oder in Ausnahmefällen in stehende Gewässer. Unterirdische fließende Gewässer und stehende Gewässer bezeichnet man als Grundwasser und Höhlengewässer.
Rechtlich gesehen, z.B. im Sinne des Landeswassergesetzes Nordrhein-Westfalen, sind Fließgewässer oberirdische Gewässer mit ständigem oder zeitweiligem Abfluss, die der Vorflut für Grundstücke mehrerer Eigentümer dienen.
Einteilung und Beschreibung der Fließgewässer
Kriterien zur Unterscheidung von Fließgewässern können die Breite, die Wasserführung, die Fließgeschwindigkeit und das Einzugsgebiet sein. Nach Breite des Wasserspiegels unterscheidet man
- Quellbäche (bis 1 m breit, Einzugsgebiet bis 2 km2)
- große Bäche (1-3 m breit, Einzugsgebiet 2-50 km2)
- kleine Flüsse (3-10 m breit, Einzugsgebiet bis 50-300 km2)
- große Flüsse und Ströme (mehr als 10 m breit, Einzugsgebiet größer als 3000 km2)
Die biologische Qualität von Fließgewässern wird anhand des Saprobiensystems in Gewässergüteklassen eingeteilt. Eine aktuell weitgehend akzeptierte ökologische Klassifikation bietet das River Continuum Concept.
In Abhängigkeit vom Wasserangebot (z.B. Niederschlag) kann es in einem Fließgewässer zu Hochwasserereignissen oder Niedrigwasserzeiten kommen. Aus Wasserstandsaufzeichnungen z.B. von Pegeln kann ein Mittelwasserstand bestimmt werden.
Kategorie:Limnologie
Kategorie:Biotop
Kategorie:Wasserwirtschaft
Kategorie:Gewässer
Kategorie:Fluss
simple:Stream
WasserbauDer Wasserbau umfasst alle Maßnahmen, die die Nutzbarmachung des Wassers oder den Schutz vor Angriffen des Wassers als Zielsetzung haben. Insbesondere umfasst der Wasserbau folgende Teilgebiete
Teilgebiete
- Seebau
- Flussbau
- Verkehrswasserbau
- Kanalbau
- Kanalisation
- Küsten- und Hochwasserschutz
- Hafenbau
- Wasserkraftanlagen
- Talsperrenbau
- Landwirtschaftlicher Wasserbau
- Siedlungswasserwirtschaft (Bauten zur Wasserver- und entsorgung)
- Wasserwirtschaft (Hydrologie)
- Hydraulik
- Gewässerkorrektionen
- Wildwasserverbauung
Wasserbauingenieure
Berühmte oder bedeutende Wasserbauingenieure waren:
- Jan Leeghwater aus Graft-De Rijp, Niederlande (1575–1650)
- Reinhard Woltmann (1757–1837)
- Johann Gottfried Tulla (1770–1828)
- Charles Augustus Hartley (1825–1915)
- Otto Intze (1843–1904)
- Max Honsell (1843–1910)
- Theodor Rehbock (1864–1950)
- Cornelis Lely aus den Niederlanden, (der Entwerfer der Eindeichungen der Zuiderzee, der so genannten Zuiderzeewerke; siehe: Flevoland; Abschlussdeich, 1854–1929), und seine beiden Söhne Jan (1883–1945) und Cornelis Willem (1885–1932)
- Theodore von Kármán (1881–1963), moderne Strömungslehre
- Henri de Pitot (1695–1771), Pitotrohr (Staurohr), Aqueduc de Saint-Clément
- Ludwig Prandtl (1875–1953), Grenzschichttheorie
- Viktor Kaplan (1876–1934), Propellerturbine (Kaplan-Turbine)
- Lester Pelton (1829–1908), Erfinder der Pelton-Turbine
- James B. Francis (1815–1892), Erfinder der Francis-Turbine
- Blaise Pascal (1623–1662), Theorie der Hydrostatik
- Mokshagundam Visvesvarayya (1861–1962)
- Osborne Reynolds (1842–1912), Reynolds-Zahl
Weblinks
- [http://www.baw.de/vip/index.html Bundesanstalt für Wasserbau]
- [http://wabau.kww.bauing.tu-darmstadt.de/ TU Darmstadt: Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft]
- [http://www.tu-berlin.de/fb9/iwawi/ TU Berlin: Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft]
- [http://www.lwi.tu-bs.de/ TU Braunschweig: Leichtweiß - Institut für Wasserbau]
- [http://www.iwd.tu-dresden.de/ TU Dresden: Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik]
- [http://www.iwk.uni-karlsruhe.de/iwk/ Universität Karlsruhe: Institut für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik]
Kategorie:Bewirtschaftung von Gewässern
StrömungDiese Seite befasst sich mit Strömung als physikalischer Bewegung. Weitere Bedeutungen siehe Strömung (Begriffsklärung).
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Strömung ist eine gerichtete Bewegung von Teilchen oder kontinuierlichen Medien. Beispiele sind:
#Wasserströmung,
#Gasströmung, z. B. Windströmung.
Je nach dem Auftreten von Wirbeln wird zwischen
#laminarer Strömung und
#turbulenter Strömung
unterschieden.
Die Strömungen können mit physikalischen Modellen, das heißt durch Nachbau der zu untersuchenden Strömungen in einem Modellversuch oder durch mathematische (numerische) Modelle abgebildet werden.
Die Theorie der Strömungen von Flüssigkeiten wird in der Fluiddynamik behandelt.
In der Hydraulik wird insbesondere auf die Strömungen in Rohrleitungen, die Strömungen in offenen Gerinnen und die Strömungen im Grundwasser eingegangen.
Die Aerodynamik setzt sich mit den Strömungen von Gasen auseinander.
Einteilung
Im Allgemeinen sind Strömungen Vorgänge, die in den drei Raumdimensionen stattfinden und zeitlich variabel (instationär) ablaufen. Eine komplexe mathematische Behandlung dieser Vorgänge ist für die meisten angewandten Berechnungen jedoch zu aufwändig. Es werden daher in der Berechnungspraxis zumeist vereinfachende Annahmen getroffen:
- Im Hinblick auf die räumliche Darstellung:
- ; Eindimensionale Strömungen : Die Vorgänge werde nur entlang einer Achse untersucht. Angewandt z.B. bei der Berechnung von Rohrleitungssystemen, bei einfachen Fragen des Abflusses in offenen Gerinnen und Kanälen, der Durchströmung von Filtern und der Anströmung von Bauwerken.
- ; Zweidimensionale Strömungen : Die Vorgänge werden in einer Ebene untersucht. Angewandt z.B. bei Grundwassermodellen, bei denen die Strömungsvorgänge in einem vertikal homogenen Grundwasserleiter erfolgen, bei Strömungen in flachen Seen und Flüssen samt Überflutungsgebiet.
- ; Dreidimensionale Strömungen : Zur detaillierten Untersuchung der Strömungsverhältnisse in allen drei Raumachsen z.B. komplexe Grundwassersysteme, der Umströmung von Bauwerken.
- Im Hinblick auf den Einfluss der Zeit:
- ; Stationäre Verhältnisse : Dabei wird keine zeitliche Veränderung der Strömungsverhältnisse betrachtet.
- ; Instationäre Verhältnisse : Die Strömungsverhältnisse ändern sich mit der Zeit (z.B. bei einer Hochwasserwelle oder dem Druckstoß in Rohrleitungen).
- Im Hinblick auf die Berandung der Strömung entlang der Längsachse:
- ; Gleichförmiger Abfluss : Entlang der Strömungsachse (z.B. in einem regulierten Fluss) in dem keine Änderungen des Querschnittes vorhanden sind).
- ; Ungleichförmiger Abfluss : Entlang der Strömungsachse sind Änderungen des Querschnitts vorhanden (z.B. Einengungen, Aufweitungen, Wehre).
Siehe auch
Segeln, Meeresströmung.
Kategorie:Strömungslehre
SedimentationAls Sedimentation bezeichnet man das Ablagern/Absetzen von Teilchen aus Flüssigkeiten oder Gasen unter dem Einfluss der Schwerkraft und anderen Kräften, wie zum Beispiel der Zentrifugalkraft in einer Zentrifuge (hier nicht näher erläutert). Bildet sich zuunterst eine Schicht von Schwebstoffen, so nennt man diesen Bodensatz auch Sediment oder Dekantat.
Dabei schichten sich die abgelagerten Teilchen nach ihrer Dichte und ihrer Größe und haben daher auch eine unterschiedliche Sedimentationsgeschwindigkeit (Absinkgeschwindigkeit). Die „schwersten“ und „größten“ Teilchen lagern sich zuerst ab, liegen also zuunterst, was auch dazu benutzt werden kann die verschiedenen Stoffe eines Gemenges zu trennen (siehe Dekantieren).
Sedimente werden, im Falle von Fließgewässern, hauptsächlich durch die Erosion des Querschnittes eingetragen. Ein weiterer Effekt ist der Sedimenteintrag. Hier werden Sedimente (und andere Feststoffe) aus dem Einzugsgebiet eingetragen.
Im Mühlenlabor wird ein Sedimentationstest durchgeführt, bei dem das Volumen des Sediments einer Mehl-Wasser-Suspension als Maß für die Quellfähigkeit der Eiweißstoffe im Mehl gilt. In der Bodenkunde dienen Sedimentationsversuche der Bestimmung der Korngrößenverteilung eines Bodens.
Natürliche Sedimente
Als Sonderfall ist zu beachten, dass es neben der oben beschriebenen „normalen“ auch zu einer sogenannten inversen Gradierung kommen kann, welche sich zum Beispiel bei eruptiven Bimssteinen zeigt. Da Bims ein aufgeschäumtes, glasiges Gestein ist, besitzen größere Bimslapilli eine geringere Dichte als kleinere Lapilli, welche sich daher als erstes ablagern.
Herangeführt werden die Schwebstoffe im Falle einer natürlichen Sedimentation in der Regel durch Erosionsprozesse und hierbei vor allem durch fluviatilen Transport, welchen ihrerseits in der Regel eine Verwitterung des Ausgangsgesteins vorausgegangen ist. Je nach Entfernung zum Abtragungsort und der damit meist zunehmend geringeren Strömungsgeschwindigkeit, weist die Korngrößenverteilung der im Wasser mitgeführten Partikel deutliche Unterschiede auf. Hierbei gilt das die Korngröße der Partikel mit der Entfernung und einer absinkenden Strömungsgeschwindigkeit abnimmt, da die größten bzw. schwersten Partikel (Geschiebe) zuerst sedimentieren und die Strömung oft nicht mehr in der Lage ist diese vom Gewässergrund aufzuwirbeln.
Besonders in stehenden Gewässern bilden diese Schwebstoffe durch gravitative Ablagerung Sedimentschichten (Warven) aus, die zum Teil zur Altersbestimmung (Stratigrafie) verwendet werden. Dies liegt vor allem daran, das hier im Gegensatz zu Fließgewässern keine Strömung mehr vorliegt und sich daher auch sehr kleine Partikel ablagern können. Zusätzlich zeigt die Sedimentation je nach Klimasystem oft ein unterschiedliches Muster im Jahresgang, da sich beispielsweise im Winter bei einem zugefroren Gewässer die feineren Teilchen absetzen. Somit entstehen, ähnlich den Jahresringen bei Bäumen, gröbere und feinere Schichten pro Jahr, welche als Warven bezeichnet werden. Diese schließen oft Lebewesen oder deren Spuren mit ein, welche sich im Zuge der Fossilisation zu Fossilien entwickeln können. Auch die Entstehungsbedingungen (Paläoklima) der einzelnen Sichten sind in diesen oft dokumentiert, weshalb Sedimente wichtige Klimaarchive darstellen. Besonders marine, flachmarine und seeische Ablagerungen haben diesbezüglich eine hohe Aussagekraft, weshalb sie auch das Hauptziel von klimatologischen Forschungsbohrungen darstellen.
Im Zuge der Sedimentation erfahren die zuunterst liegenden Schichten einen immer höheren Druck, welcher im Zusammenhang mit diagentischen Prozessen zur Bildung von Sedimentgesteinen führen kann. Einen Sonderfall stellt hierbei der Schnee dar, welcher ebenfalls geschichtet und unter Druckeinfluss zu Eis verdichtet werden kann. Hält dieser Effekt über mehrere Jahre an, so kann dies zur Ausbildung eines Gletschers führen.
Siehe auch
- Seifen (Mineralogie)
Literatur
- Schäfer, Andreas: Klastische Sedimente - Fazies und Sequenzstratigraphie. Spektrum Akademischer Verlag. 2004 ISBN 3-8274-1351-6
Kategorie:Geologie
Kategorie:Limnologie
Kategorie:Ozeanologie
Kategorie:Trennverfahren
TillitEin Tillit (von engl. tillit) besteht aus durch Gletscherbewegungen abgelagertem Gesteinsmaterial, das sich zu einem Gestein verfestigt hat.
Im weiteren Sinn wird der Begriff vergleichbar mit dem Geschiebemergel verwendet, im Deutschen wird unter einem Tillit zumeist nur der Inhalt fossiler Moränen vor der letzten, quartären Eiszeit verstanden. Aber auch besondere Gesteine wie "drop-stones" (Gesteinsbrocken, die auf dem Meer aus einem Eisberg herausschmelzen und in den Meeresboden sedimentiert werden) werden hierzu gezählt.
Kategorie:Glaziologie
Kategorie:Gestein
Fluviatiles Sediment
Als fluviatile oder fluviale („von Flüssen verursachte“, lat. fluvius: Fluss) Sedimente bezeichnet man in den Geowissenschaften von einem Fließgewässer mitgeführtes zerkleinertes Gestein.
Fluvial transportierte Sedimente sind meist gut gerundet und können fast alle Gesteine umfassen, die im Einzugsgebiet des jeweiligen Flusses oder Stromes vorkommen. Sie besitzen Korngrößen, die – je nach Lage im Unter- oder Oberlauf des Gewässers – von feinem Sand bis zu Geröll reichen (0,1 mm bis etwa 20 cm).
Varianten
Bei fluvial transportierten Sedimenten wird zwischen Lösungs-, Schwebstoff- und Feststofffracht unterschieden.
Lösungsfracht ist der Anteil der Gesamtfracht der im Wasser gelöst transportiert wird. Die Feststofffracht ist nicht im Wasser gelöst und wird entweder springend (saltierend) oder rollend-schiebend transportiert. Schwebstoffe sind durch ihr Gewicht frei in der Wassersäule schwebend.
Durch den Transport werden ursprüngliche Kanten abgeschliffen. Wassermenge und Geschwindigkeit bestimmen die Größe der Fracht in einem Fliessgewässerabschnitt. Ein Mass hierfür ist die Transportkapazität des Fliessgewässers. Nimmt die Transportkapazität bei gleichbleibender Geschiebefracht ab, lagert sich das Material ab (Sedimentation).
Ob in einem Fliessgewässerabschnitt Erosion (Abräumen von Material) oder Sedimentation (Ablagerung) vorherrscht, wird mit dem Belastungsverhältnis ausgedrückt. Dabei bezeichnen Zahlen > 1 Sedimentation, < 1 Erosion, und 1 das Gleichgewicht.
Erosion tritt z. B. bei der Bildung von Flusstälern in bergigem bzw. hügeligem Gelände auf. Bei der Seitwärtsverlagerung von mäandrierenden Flüssen kommt es beim Prallhang zur Erosion (Kolkbildung oder Auskolkung) und beim Gleithang zur Ablagerung.
Auswirkungen
Der fluviale Transport kann zu bedeutenden Ablagerungen von Sedimenten führen, die sich z. B. in Flussterrassen, ober- oder unterirdischen Schotterbänken oder als Rohstoff bedeutsamen Kiesgruben führen.
Am meisten und weitesten werden Gesteine in niederschlagsreichen Zeiten transportiert, vor allem in Eiszeiten und bei Überschwemmungen.
In den Eiszeiten hat der fluviale Transport zur Bildung vieler Flussterrassen geführt, die weite Landschaften prägen – etwa in den Donauländern, im Einzugsgebiet des Rhein oder in Polen und Russland. Überschwemmungen können auch heute noch zur Verlagerung von Flussläufen führen, wenn ein Hochwasser führender Fluss sein Geschiebe in einem flachen Mäander ablagert und sich so selbst den Weg blockiert.
Siehe auch
Hjulström-Diagramm, Auswaschung,
Kies, Schotter, Ton, Flussdelta, Formation, Lagerstätte, Schottergrube
Kategorie:Geologie
Kategorie:Limnologie
Kategorie:Hydrologie
GeschiebemergelDer Geschiebemergel oder Till ist das Sediment, welches direkt vom Gletscher an seiner Basis abgelagert wird. Er ist das typische Sediment der Grundmoräne.
Entstehung: Da Gletschereis als fester Körper bei der Aufnahme und beim Transport von Moränenmaterial nicht sortiert, wird beim Abschmelzen des Gletschers das Material an seiner Basis auch unsortiert wieder abgelagert. Deshalb enthält Geschiebemergel alle Korngrößenklassen (Ton, Schluff, Sand, Kies, Steine, Findlinge). Er wirkt im Aufschluss im Allgemeinen unsortiert und ungeschichtet. Der Anteil der einzelnen Korngrößenfraktionen kann jedoch stark schwanken. Sowohl tonig-schluffige als auch sandige oder steinige Geschiebemergel kommen vor. Ebenso variabel ist die Farbe des Geschiebemergels im Aufschluss. Es überwiegen zwar Grautöne, aber auch gelbliche, rötliche oder bläuliche Farben treten auf. Der Karbonatgehalt des Geschiebemergels stammt in Norddeutschland aus umgelagerter und zerriebener Schreibkreide, in Süddeutschland aus den Nördlichen Kalkalpen. Durch nachträgliche Verwitterung kann das Karbonat aus dem Geschiebemergel ausgewaschen (gelöst) werden. Es entsteht dann kalkfreier Geschiebelehm.
Aus dem Geschiebemergel/Geschiebelehm entstehen im Allgemeinen Braunerden oder der Braunerde verwandte Böden. Sie sind meist fruchtbar und für die Landwirtschaft wertvoll.
In der Fachliteratur hat sich in den letzten Jahren für Geschiebemergel der aus dem Gälischen kommende Begriff Till eingebürgert.
Kategorie:Geomorphologie
Kategorie:Gestein
Kategorie:Glaziologie
GeschiebelehmGeschiebelehm, auch als Blocklehm bezeichnet, ist ein Teil des Grundmoränenmaterials, das durch oberflächliche Verwitterung aus dem Geschiebemergel mit Überwiegen der Sand- bis Schluffkorngrößen hervorgegangen ist. Dabei wird der ursprünglich recht hohe Kalkanteil allmählich reduziert. Der Zustand der Entkalkung nimmt von oben nach unten ab, es kann in tieferen Bereichen sogar zu Kalkausscheidung mit Konkretionsbildung kommen. Das glaziale, ungeschichtete Sediment kann mit Gesteinssplittern, Blöcken und anderen Geschiebekomponenten durchsetzt sein. Die Farbe wechselt von dem vorhergehenden Grau bis Bläu zu Ockergelb bis Braun.
Kategorie:Geomorphologie
Kategorie:GlaziologieIn dieser Kategorie sollten allgemeine Artikel zum Themenfeld Glaziologie gesammelt werden. Einzelne Gletscher und deren Fotografien werden in der Unterkategorie Gletscher gesammelt.
Kategorie:Geologie
Kategorie:Geomorphologie
Kategorie:LimnologieDie Limnologie ist die Wissenschaft von den Binnengewässern unabhängig von ihrem Salzgehalt (Salinität) als Ökosystem.
Kategorie:Ökologie
Kategorie:Hydrologie
Willard, MissouriWillard is a city located in Greene County, Missouri. As of the 2000 census, the city had a total population of 3,193.
Geography
2000
Willard is located at 37°17'40" North, 93°25'24" West (37.294429, -93.423218).
According to the United States Census Bureau, the city has a total area of 14.4 km² (5.6 mi²). 14.4 km² (5.6 mi²) of it is land and none of it is covered by water.
Demographics
As of the census of 2000, there are 3,193 people, 1,154 households, and 909 families residing in the city. The population density is 222.1/km² (575.2/mi²). There are 1,226 housing units at an average density of 85.3/km² (220.9/mi²). The racial makeup of the city is 97.75% White, 0.16% African American, 0.66% Native American, 0.09% Asian, 0.00% Pacific Islander, 0.22% from other races, and 1.13% from two or more races. 0.53% of the population are Hispanic or Latino of any race.
There are 1,154 households out of which 45.7% have children under the age of 18 living with them, 64.8% are married couples living together, 11.3% have a female householder with no husband present, and 21.2% are non-families. 18.7% of all households are made up of individuals and 9.8% have someone living alone who is 65 years of age or older. The average household size is 2.76 and the average family size is 3.14.
In the city the population is spread out with 32.5% under the age of 18, 7.5% from 18 to 24, 33.0% from 25 to 44, 17.0% from 45 to 64, and 10.1% who are 65 years of age or older. The median age is 32 years. For every 100 females there are 89.9 males. For every 100 females age 18 and over, there are 86.5 males.
The median income for a household in the city is $39,565, and the median income for a family is $43,646. Males have a median income of $29,420 versus $20,370 for females. The per capita income for the city is $15,253. 9.6% of the population and 9.3% of families are below the poverty line. Out of the total population, 10.6% of those under the age of 18 and 12.6% of those 65 and older are living below the poverty line.
External links
Category:Greene County, Missouri
Category:Cities in Missouri
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