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| Geschirr |
GeschirrDer Ausdruck Geschirr bezeichnet verschiedene Einrichtungen:
die Gesamtheit der in der Küche bzw. zum Kochen und am Esstisch benötigten Gefäße.
- Essgeschirr, die Gesamtheit am Esstisch benötigten Gefäße
- Kochgeschirr, die Gesamtheit in der Küche benötigten Gefäße
- einen Satz zusammengehörender Keramikgefäße, siehe Tafelgeschirr (Service)
- einem Pferd angelegtes Lederzeug, siehe Geschirr (Zugtier)
- das Ankergeschirr eines Schiffes, siehe Anker
- ein notwendiges Werkzeug beim Verladen eines Schiffes, siehe Ladegeschirr
Küche
# Küche – als Raum und Arbeitsplatz der Zubereitung von Speisen durch den Koch, der Köchin, früher der Magd, des Küchenpersonals oder der Hausfrau oder des Hausmanns, in der Gastronomie oder in der Wohnung.
# Küche – als Ergebnis der Kochkunst oder der örtlichen Tradition: Regionale Küche: die Bürgerliche Küche, Italienische Küche, Mittelmeerküche, Wiener Küche, Koschere Küche, Asiatische Küche, Chinesische Küche, Japanische Küche, Feine Küche, Vegetarische Küche, die übliche Kost, die in einer Landschaft, Stadt, Provinz, Region zu Hause oder einem Volk eigen ist.
# Teufelsküche – als Ort des Grauens, des Durcheinanders, der Qualen und der Pein. Die Drohung: "Du kommst noch in Teufels Küche!" verspricht nichts Gutes.
Die Küche als Raum
Vegetarische Küche
Die Küche - als Raum und Ort - ist für manche die wahre Mitte des Lebens und des Wohnens: In der Küche werden Dinge hergestellt und vorbereitet, die für das menschliche Leben, die Lebensqualität und die Gesundheit von substantieller Bedeutung sind. Ob in der Familie, im Hotel, auf einem Schiff, im Spital, an der Uni, im Studentenwohnheim oder im Betrieb, überall entscheidet die Qualität der Kochkunst mit darüber, wie es den Menschen wirklich geht.
Die Küchenarbeit ist im Privaten immer noch mehrheitlich weiblich besetzt, auch unterschätzt und unbezahlt, im Profibereich dagegen meist männlich dominiert, selten gut bezahlt, obwohl Spitzenköche dann doch mehr zu den Künstlern gezählt werden und ihre Gagen durchaus auch ansehnlich sein können.
Die Küchen in den Wohnungen sind heute meist hygienische Orte voller elektrischer Geräte. In den üblichen Wohnungen ist die Küche ein relativ kleiner Raum, oft in Verbindung mit Ess- und Wohnbereich. Moderne Kücheneinrichtungen beruhen auf der berühmten Frankfurter Küche, in Skandinavien dann zuerst übernommen als – die Schwedenküche.
Eine Wohnküche findet man heute eher in Einfamilienhäusern, in modernen Mietwohnungen sind sie seit den siebziger Jahren eher selten zu finden. Die Wohnküche ist oft ein gemütlicher Ort, die sowohl der Speisenzubereitung, wie auch derem Genuss dient, ein Treffpunkt der ganzen Familie oder der Wohngemeinschaft.
In den Villen der gehobenen Wohnlagen wurde die Küche nur all zu oft in das Souterrain verbannt; so ist denn auch nicht die Hausdame, die Herrin des Hauses, dort am Kochen, sondern die Köchin, das Hauspersonal. Und überall dort, wo das Dienstpersonal fehlte, nicht mehr aufzutreiben oder zu bezahlen war, wanderte die Küche sehr rasch in die Erdgeschosse der Gebäude zurück.
Auf der Yacht wird die Küche Kombüse genannt, oft winzig, doch jeder erfahrene Schiffseigner weiß, dort entscheidet sich das wahre Schicksal der Schiffsmannschaft; das enge Zusammenleben und Mitwirken der Belegschaft ist nur zu oft durch schlechtes Essen in Meuterei umgekippt - nicht nur auf der Bounty.
Auf dem Luxusliner, heute mehr auf den Kreuzfahrtschiffen, sorgen dagegen riesige Küchen mit unzähligen Mitarbeitern für das Wohl der Gäste, die Küche ist auf dem Schiffe der Bauch, die Speisekarte ist das Gesangbuch der Gäste. Man kleidet sich festlich zu den Mahlzeiten und es wird nicht bloß gegessen, es wird gespeist.
Im Flugzeug ist aus der Küche nur ein Laboratorium zum Wärmen von vorbereiteten Speisen geworden, ähnlich wie es bereits in den 1930er Jahren Le Corbusier, vom Speisewagen inspiriert, in seiner Modulorküche (2,26 x 2,26 x 2,26 Meter) verwirklichte. Ob der Meister darin auch jemals selbst gekocht hat, ist nicht bekannt, die Küche des Architekturgurus ist jedoch erhalten und machte rasch Schule; die Küchenräumlichkeiten schrumpften bis heute auf nur Handtellergröße, eine Baguette muss darin schon diagonal gestellt werden.
Architektur
Ähnlich in manchem Betrieb, dort wo wohlweise Manager und Arbeitgeber die Bedeutung von zufrieden-gesättigten Mitarbeitern zu wissen scheinen, macht eine Kantine mit guter Betriebsküche aus Angestellten ein Mitarbeiterteam; während des Essens werden oft wertvolle bis geniale Ideen erdacht und diskutiert und ersparen so manche endlose Sitzung.
Die Spitalküche entscheidet über die Genesung der Patienten oft mehr als die Chirurgie. Aber bis heute ist die Spitalkost leider so, dass Patienten lieber schnell das Krankenhaus verlassen wollen, wenn möglich geheilt und aufrecht gehend, letztlich nicht selten aber liegend, mit den Fersen voran.
Die Hotelküche ist im Glücksfall ein eigenständiges Unternehmen, das nicht durch die Zimmerpreise quersubventioniert werden muss, sondern auch auswärtige Gäste durch die Arbeitsqualität und das Preis-Leistungsverhältnis überzeugen kann.
Die Restaurantküche muss täglich von Neuem um den Gast kämpfen. In den Städten durch die hohen Grundstückspreise und Mieten auch meistens in den Keller verbannt, kämpft die Küchenbrigade mit der Platznot und Zeitknappheit um die tollsten kulinarischen Erlebnisse für den Gourmet hervorzuzaubern. Oder sie wärmen nur noch im Mikrowellenofen Vorfabriziertes, Konserviertes und Tiefgekühltes. Das gibt es leider auch.
Die Militärküche ist in der Regel eine farbare Küche. Sie ist beschränkt auf das wirklich notwendige. Vorwiegend aus Chromstahl gefertigt.
Mikrowellenofen
Mittelpunkt jede Küche ist der Herd, tatsächlich auch wirklich "Goldes wert". Ursprünglich nur ein offenes Feuer in der Rauchküche, als Kamin bereits zum Luxus erhoben, bekam der Küchenherd im 19. Jahrhundert feste Wände. Das war nicht nur bequemer, auch feuersicherer und sparte auch Heizstoffe. Ursprünglich nur Holz kam später, zumindest in der Stadt, auch noch die Kohle als Brennmaterial dazu, bis es am Ende des 19. Jahrhunderts durch Gas ersetzt wurde. Im 20. Jahrhundert, zwischen den beiden Weltkriegen, kam dann Elektrizität in die Häuser, Wohnungen und auch in die Küche, nicht nur als Licht, sondern auch als Wärme. Der Kochdunst (Wrasen genannt) wird heute durch Dunstabzugshauben aufgesaugt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Siegeszug der Küchenmaschine, der Mixer machte den Anfang; heute gibt es kaum noch eine Handbewegung, für die es nicht auch elektrisch zu betätigende Geräte für die gestresste Hausfrau gibt, selbst die Pfeffermühle ist mit Motor erhältlich, ebenso Tranchiermesser und Apfelschälmaschinen. Die Menschen wiederum, denen so jegliche Anstrengung abgenommen wurde, verbringen die eingesparte Zeit im Fitnesszentrum – natürlich auch an elektrischen Kraftmaschinen.
Die Speisekammer, die Schatzkammer des Hauses ist verschwunden, der Kühlschrank ersetzte sie, wie auch der Supermarkt in der Vorstadt. Die elektrische Kühltechnik machte am Ende des 19. Jahrhunderts zuerst in Brauereien und Schlachthöfen Karriere. Bis die Maschinen und Geräte so klein und zuverlässig wurden, dass sie auch in den Privathaushalten zum Selbstverständnis wurden, sollte noch ein halbes Jahrhundert vergehen.
Das fließende Trinkwasser ist heute selbstverständlich. Nicht nur für das Bad, sondern auch in der Küche, gehörte doch bis vor hundert Jahren das Heranschaffen des Wassers zu den Pflichten der Küchenmagd. Das Wasser ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der meisten unserer Speisen, es wird auch für den Abwasch gebraucht, ja es gibt so sogar Menschen, die trinken Wasser, so wie es aus der Wasserleitung oder von der Quelle kommt.
Die Küche wurde schon immer auch für zahlreiche andere Arbeiten genutzt; hier wird nicht selten auch die Wäsche gewaschen, wenn keine separate Waschküche zur Verfügung steht, hier werden Kinder und Haustiere versorgt, Schuhe und Fahrräder gereinigt, hier steht oft auch ein Fernseher, früher, wenn Platz vorhanden war auch ein Sofa. Und weil es im Winter in manchen Häusern der einzig warme Ort war, hat man hier nicht selten auch geschlafen, die Kammer der Magd grenzte meist an die Küche, so musste sie wenigstes nicht weit gehen; hier läutete auch die Glocke, wenn die Herrschaft etwas brauchte, auch mitten in der Nacht. Bessere Häuser haben einen eigenen Kücheneingang für die Lieferanten und auch für die Bettler.
Als es noch keine Kühlketten gab und Tiere lebend vom Markt nach Hause gebracht wurden, wurden sie auch geschlachtet und ausgenommen, gerupft und gehäutet. Der Hund und die Katze finden in der Küche nicht nur ein warmes Plätzchen, sondern auch so manchen Happen. "Ein Hund im Haushalt erspart viel Abwasch", schrieb ein Küchenmädchen in ihr Tagebuch.
Die Küche als kulturelle Errungenschaft
Küche als Cuisine, die Wiener Küche, die Ungarische Küche, die Böhmische Küche, die Feine Küche, die Haute Cuisine, Nouvelle Cuisine, Italienische Küche, Kroatische Küche, Französische Küche, die gutbürgerliche Küche und auch die Amerikanische oder Englische Küche soll es geben. Auch die Studentische Küche oder Junggesellenküche oder Büro-Küche, Küche für Zwei und Küche für Verliebte, Vegetarier-Küche und Rohkost-Küche; da wird als Küche die Zubereitungsart gemeint, die Art der Küche, oft bis an den Rand der Weltanschauung grenzend – die Ökoküche.
Die jüdische Küche ist eine abwechslungsreiche traditionelle Küche aus vielen Ländern und Jahrhunderten, die koschere Küche trennt noch zusätzlich die Fleischküche von der Milchküche. Es sind am besten gleich zwei getrennte Küchen. Dort, wo das räumlich nicht möglich sein sollte, werden alle Küchengegenstände sehr sorgfältig gekennzeichnet, auch getrennt aufbewahrt und jeweils nur für Milch- oder Fleischspeisen verwendet.
In vielen Ländern der Welt, ganz besonders im Süden, in den heißen Regionen, wird traditionell nicht im Haus, sondern im Freien gekocht. In Südostasien gibt es zahlreiche Garküchen auf der Straße, die unzählige Spezialitäten für Passanten und die Stammkunden anbieten.
Kochen, Portal:Essen & Trinken
Kategorie:Küche
ja:台所
EsstischEin Esstisch ist ein Tisch, der es aufgrund seiner Größe ermöglicht, Mahlzeiten auf ihm anzurichten und mehreren Personen gleichzeitig die Möglichkeit bietet, diese an ihm einzunehmen. Dieser Tisch hat in Mitteleurop in der Regel eine Höhe von 72 bis 75 Zentimeter, die es einer an ihm auf einem dazu passenden Stuhl, welcher im Sitzen einen rechten Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel bilden lässt, sitzenden Person bequem ermöglicht, die Arme auf die Tischplatte abzulegen. Niedrigere Höhen sind beispielsweise in Japan zu finden.
Kategorie:Möbelstück
BehälterEin Behälter oder Gefäß ist im Prinzip ein Gegenstand, der in seinem Inneren einen Hohlraum aufweist, der insbesondere dem Zweck dient, seinen Inhalt von seiner Umwelt zu trennen.
Oft dienen Behälter zur Aufbewahrung oder Speicherung unterschiedlicher Gegenstände für eine bestimmte Zeit. Sie können aber auch dazu dienen, Gegenstände mit bestimmten Gemeinsamkeiten zusammenzufassen oder zu ordnen. Ein weiterer Anwendungsbereich ist der Schutz des Inhaltes vor äußeren Einflüssen oder umgekehrt der Schutz der Umwelt vor den Gefahren des Inhalts.
Es gibt spezialisierte Behälter für feste, flüssige und gasförmige Substanzen. Die Behälter können nach Herstellungsmaterial unterschieden werden. Sie können je nachdem stationär (z. B. Bunker, Silo) oder mobil (z. B. Tankfahrzeug, Container) verwendet werden.
Behälterarten
- Aquarium
- Bottich
- Büchse
- Case bzw. Flightcase (Transportkiste)
- Container
- Castoren (Spezialbehälter für den Atommülltransport)
- Dose (Behälter) (z. B. Cremedose, Spardose)
- Getränkedose
- Konservendose
- Druckbehälter (z. B. Gasflasche, Dampferzeuger, Gastank, Druckgasflasche, Dampfkessel, Schnellkochtopf, Spraydose, Pressluftflasche etc.)
- Etui (z. B. Brillenetui, Schmucketui)
- Eimer
- Fass (z. B. Weinfass)
- Felleisen (Rucksack)
- Flasche (z. B. Getränkeflasche)
- Glove Box (hermetisch abgedichtetes Containment)
- Hobbock (Schüttgut in der Chemieindustrie)
- Isoliergefäße (z. B. Thermoskannen)
- Kapsel
- Kartusche (z. B. Farbkartusche)
- Käscher
- Kassette
- Kasten
- Kessel (z. B. Heizkessel)
- Köcher
- Korb (z. B. Früchtekorb)
- Kübel (z. B. Wasserkübel)
- Magazin (Waffe)
- Paket, Päckchen
- Patrone (z. B. Tintenpatrone)
- Schachtel (z. B. Kartonschachtel, Zigarettenschachtel)
- Schale (z. B. Obstschale)
- Silo
- Tank (z. B. Öltank, Gastank)
- Tonne (z. B. Mülltonne)
- Topf
- Tresor auch Safe oder Geldschrank
- Trog (z. B. Futtertrog)
- Tube
- Urne (Wahlurne, Graburne)
- Wanne (z. B. Ölwanne)
- Zeitkapsel
Weitere bereits erfasste Behälter siehe auch unter : Behälter
Siehe auch:
Gefäß (Behälter), Container
Kategorie:Behälter
Kategorie:Logistik
EssgeschirrAls Essgeschirr bezeichnet man eine dem jeweils gleichen Nutzer zugeordnete Zusammenstellung von Gebrauchsgegenständen für die Nahrungsaufnahme und ggf. auch -zubereitung, in der Regel Essnapf, Trinknapf (auch zusammensteckbar als Topf und Deckel) sowie Besteck. Essgeschirre sind unter anderem üblich beim Militär, beim Camping und Bergsteigen oder bei nomadischen Völkern.
siehe auch:
- Essbares Geschirr, Keramikgeschirr, Kupfergeschirr, Porzellangeschirr, Zinngeschirr
Kategorie:Esskultur
Kategorie:Hauswirtschaft
KeramikDie Bezeichnung Keramik stammt aus dem Altgriechischen. „Keramos“ war die Bezeichnung für Ton und die aus ihm durch Brennen hergestellten formbeständigen Erzeugnisse. Die Produktion von Keramik gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Ihre älteste Nutzung scheint bei semi-seßhaften Jägerkulturen im Gebiet des oberen Nil erfolgt zu sein. Ihre enorme Verbreitung verdankt sie aber ursprünglich den erweiterten Möglichkeiten zur Aufbewahrung (Vorratshaltung) von Nahrung wie sie mit dem Neolthikum erforderlich wurde. Keramik spielt eine wesentliche Rolle im Rahmen der Determination neolithischer Kulturen. Das Ausgangsmaterial Ton bot jedoch schon sehr früh auch Anreize zu künstlerischer Gestaltung.
Heute ist der Begriff breiter gefasst. Keramiken sind weitgehend aus anorganischen, feinkörnigen Rohstoffen unter Wasserzugabe bei Raumtemperatur geformte und danach getrocknete Gegenstände, die in einem anschließenden Brennprozess oberhalb 900°C zu harten, dauerhafteren Gegenständen werden. Der Begriff schließt auch Werkstoffe auf der Grundlage von Metalloxiden ein. Keramik wird heute im zunehmenden Maße für hochtechnische Einsatzzwecke, z.B. bei der Sinterung, genutzt.
Eine strenge Systematik der Keramik – wie beispielsweise bei Metall-Legierungen – ist kaum möglich, weil es hinsichtlich der Rohstoff-Zusammensetzung, des Brennvorgangs und des Gestaltungsprozesses fließende Übergänge gibt. Keramische Produkte werden deshalb häufig nach den jeweils im Vordergrund der Betrachtung stehenden Aspekten unterschieden:
- Beschaffenheit des Materials: Grob- und Feinkeramik
- Verwendungszweck: z. B.
- Baukeramik
- Sanitärkeramik
- Tischgeschirr
- Zierkeramik
- technische Keramik
- feuerfeste Keramik
- Besondere Eigenschaften: z. B.
- Wasseraufnahmevermögen, Porosität
- DE (Druckerweichen)
- DFL (Druckfliesen)
- ARF (Abriebfestigkeit)
- KDF (Kaltdruckfestigkeit)
- KBF (Kaltbiegefestigkeit)
- TWB (Temperaturwechselbeständigkeit)
- WAK (Wärmeausdehnungskoeffizient)
- Dichte
- Korngrößenverteilung der Rohstoffe
- chemische Zusammensetzung
- Regionale Keramiktypen: z. B.
- Westerwälder Keramik
- Bunzlauer Keramik
- ursprünglich auch Majolika und Fayence
Bedeutsam ist die Unterteilung in Grob- und Feinkeramik. Zur ersteren gehört die große Gruppe der Baukeramik (z. B.: Bau- und Dachziegel, Kanalisationsrohre); die Produkte sind dickwandig, häufig inhomogen, von oft zufälliger Färbung. Feinkeramik ist dagegen feinkörnig (unter 0,05 mm), von definierter Färbung (z. B. weiß für Haushaltskeramik, Tischgeschirr und Sanitärkeramik); hierher gehören auch die künstlerischen Erzeugnisse. Feinkeramik erfordert bezüglich Aufbereitung der Rohmasse, der Formgebung und des Trocknens sowie Brennens eine erheblich größere Sorgfalt als bei Herstellung von Grobkeramik nötig ist.
Die Eigenschaften keramischer Produkte werden bestimmt durch Art und Menge der in ihnen enthaltenen Kristalle und die als Bindung funktionierende Verglasungen. Keramiken sind formbeständig, geschmacks- und geruchlos.
Keramische Rohstoffe
Allgemeine Anforderungen
Die Auswahl und Mischung der Rohstoffe muss folgenden Forderungen genügen: Gute Formbarkeit der Masse, geringer Schwund beim Trocknen und Brennen, hohe Standfestigkeit beim Brennen, geringe oder keine Verfärbung des Endproduktes.
Ton
Ton ist ein wasserhaltiges Aluminiumsilikat (Al2O3.2SiO2.2H2O).
Man unterscheidet zwischen Primärton und Sekundärton.
Entstehungsgeschichte
Als die Erde vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstand, war sie zunächst weitgehend glutflüssig. Allmählich bildeten sich einzelne Schichten heraus: schwere Elemente sanken zum Erdinneren ab und leichtere stiegen zur Erdoberfläche, wo sie abkühlten und erstarrten. Die geschmolzenen Elemente vereinigten sich zu einem glühenden, flüssigen Gesteinsbrei, dem so genannten Magma, welches aus der Tiefe nach oben stieg, an der Erdoberfläche abkühlte und das Erstarrungsgestein bildete. So entstand eine feste Kruste, die Erdrinde. Diese Erdrinde oder Lithosphäre reicht bis zu 1200 km in die Tiefe. Darunter befindet sich das flüssige Magma, das noch heute bei Vulkanausbrüchen an die Erdoberfläche steigt.
Der Erdkörper ist von verschiedenen Schalen umgeben, von denen die Erdrinde die größte Bedeutung hat. Sie besteht aus zwei Bereichen, der äußeren Silikathülle mit einer Tiefe von 60-120 km und der darunter liegenden Eklogitschale, die bis zu einer Tiefe von 1200 km reicht.
Erstarrungsgesteine
Erstarrungsgesteine unterscheidet man nach dem Ort und der Art ihrer Erstarrung; die Gesteine sind Quarz, Glimmer und Feldspat.
- Tiefengesteine sind sehr langsam in der Tiefe erstarrt und konnten daher grobkristallines Gefüge bilden, wie zum Beispiel Granit, Gabbro.
- Ganggesteine entstanden aus aufsteigendem Magma, das die Erdoberfläche nicht erreicht hat, sondern sich in darunter liegenden Gängen ausbreitete. Es ist, je nach Lage der Gänge, unterschiedlich schnell erstarrt. Je langsamer ein Gesteinsbrei erstarrt ist, umso besser konnten sich Kristalle bilden. Bei der langsamer Abkühlung konnten die Kristalle ungestört wachsen, und es bildeten sich Lagerstätten mit wertvollen Mineralien.
- Ergußgesteine - hierbei erreichte das Magma die Erdoberfläche - kühlte schnell ab und erstarrte. Es konnten sich daher keine größeren Kristalle bilden. Ihre Grundmasse ist feinkörnig, Beispiele hierzu sind Basalt, Porphyr.
Ton ist ein Verwitterungsprodukt von feldspalthältigem Urgestein wie Granit, Gneis, Quarzporphyr, das sich durch versch. mech. und chem. Einflüsse, Klimawechsel, Eisdruck, Wasser, Humussäure, Schwefel- Kohlensäure veränderte.
Tonlager bilden sich im Laufe von Jahrmillionen. Tonhaltige Böden zeichnen sich dadurch aus, dass sie leicht Wasser und mineralische wie organische Nährstoffe binden können.
Ton ist ein Verwitterungsprodukt feldspalthaltiger Sedimentgesteine, Tiefen- und Eruptionsgesteine wie zum Beispiel Quarz.
Feinstkörnige Teilchen, Ton, mit einem Korndurchmesser von 0,002 mm, entstehen durch Erosion, d. h. durch die mechanische und organische Verwitterung, der Einwirkung von Wind, Frost, Wasser usw. verschiedener Gesteine.
Starker Temperaturwechsel, Oxidationsvorgänge, Fäulnis- und Zersetzungsprozesse durch Bakterien und Spaltpilze spielen bei der Verwitterung eine große Rolle. Andere organische Substanzen, Holz und Sand sind Beimengungen und nehmen Einfluss auf das Aussehen und die Eigenschaften der Tone.
Plastische Rohstoffe
Kaolin, auch Porzellanerde genannt, ist ein Verwitterungsprodukt von Feldspat. Es besteht weitgehend aus Kaolonit, einem hydratisierten Mischkristall aus Aluminium- und Siliziumoxid, begleitet von Quarzsand, Feldspat und Glimmer. Letztere Verunreinigungen werden durch Schlämmen und Sieben entfernt, das Endprodukt muss möglichst plastisch, beim Trocknen formstabil und nach dem Brennen weiß sein. Zur Erzielung der gewünschten Eigenschaften werden Kaoline unterschiedlicher Herkunft gemischt; um ein gutes Gießverhalten zu erreichen, gibt man noch Plastifizierungsmittel, wie Wasserglas und/oder Soda zu.
Tone, Lehme sind ebenfalls Verwitterungsprodukte des Feldspates und verwandter Mineralien. Die Hauptbestandteile sind Illit, Montmorillonit und Kaolonit, die Korngrößen reichen herab bis 0,002 mm. Je nach Verwendungszweck unterteilt man diese Rohstoffe ein in Steinzeugtone, Steinguttone, Töpfertone und -lehme. Mergeltone haben einen hohen Gehalt an Kalk, der stark verflüssigend wirkt. Da an solchen Scherben Blei- und Zinnglasuren sehr gut haften, werden sie häufig für Kacheln und Fliesen eingesetzt. Bentonite sind ein Verwitterungsprodukt vulkanischen Ursprungs, sie wirken bereits bei geringen Zugaben sehr stark plastifizierend, verbessern die Formbarkeit und die Standfestigkeit während des Trocknungsprozesses.
Nichtplastische Rohstoffe
Feldspate sind im Vergleich zum Kalk ebenfalls gute Flussmittel, die aber mit steigender Brenntemperatur eine höhere Verdichtung der Erzeugnisse bewirken. Der Trocknungsschwund wird zwar reduziert, der Schwund beim Brennen steigt jedoch. Quarz senkt als Magerungsmittel den Trocknungs- und Brennschwund, verschlechtert jedoch die Plastizität. Quarz wird als feinstkörniger Sand oder als gemahlenes Ganggestein eingesetzt, er muss möglichst rein sein, um unerwünschte Verfärbungen zu vermeiden. Kalk wird als geschlämmte Kreide oder als gemahlener Kalkstein eingesetzt. Als Magerungsmittel unterstützt er die Formstabilität beim Trocknen, beim Brennen wirkt er als Flussmittel. Allerdings liegen sein Sinter- und sein Schmelzpunkt nahe beieinander, bei zu hohen Brenntemperaturen besteht mithin die Gefahr von Deformationen. Schamotte, als gemahlener gebrannter Ton oder Tonschiefer, ist ein Magerungsmittel, das die Porosität erhöht und die Trocknungs- und Brennschwindung reduziert. Magnesiummineralien (Talkum, Magnesit) verleihen den Erzeugnissen eine hohe Temperaturwechselfestigkeit; sie werden bevorzugt für elektrotechnische Produkte eingesetzt.
Andere Zusatzstoffe
Organische Plastifikatoren sind z. B. Leim, Wachse, Gelatine, Dextrin, Gummiarabikum, Paraffinöl. Sie verbessern die Formbarkeit und verbrennen beim Brennprozess. Feingemahlene Ausbrennmittel wie Säge- und Korkmehl, Stärke, Kohlenstaub machen den Scherben porös und leicht und können interessante Oberflächeneffekte erzeugen; sie verbrennen ebenfalls beim Brand.
Verwitterungsarten
Man unterscheidet zwischen den folgenden Arten:
- Mechanische / Physikalische Verwitterung: Wasserdämpfe und Wasser steigen aus dem Erdinneren auf und durchbrechen die Urgesteinslager als sprudelnde Quellen. Regen, Eisdruck, Frost, Wind, Sonne zersetzen und bauen Urgestein ab.
- Chemische Verwitterung: Chemische Zersetzung des Gesteins durch Schwefel- und Kohlensäure einiger Quellwasser, durch vulkanische Gase und Humussäure der Pflanzen.
- Organische Verwitterung: Anreicherung der Erde mit Kohlenstoff und Stickstoff durch Mikroben, Bakterien, Tiere, Pflanzen.
Während der Lagerzeit kann es nicht zu chemischen Umbildungen kommen.
Die Tonlagerstätten werden heute maschinell, mit Bagger und Lader im Tagebau ausgebeutet. Der abgebaute Ton kann jedoch in den meisten Fällen nicht sofort verwendet werden. Er wird in Schlämmprozessen gereinigt und zu Tonmehlen oder Fertigmassen aufbereitet.
Abgesehen von der Verwitterung unterscheidet man auch zwischen Primär- und Sekundärtonen.
Aufbereitung der Rohstoffe
In der industriellen Keramikproduktion werden die Komponenten, nachdem sie teilweise vorgebrannt wurden, entsprechend der Rezeptur gemeinsam in Trommelmühlen fein gemahlen. Nach dem Schlämmen unter Zugabe von Wasser wird dieses in Filterpressen wieder weitgehend entfernt. Der zurückbleibende Filterkuchen wird getrocknet und nochmals gemahlen. In dieser Form wird die Rohmasse entweder gelagert oder sofort unter Zugabe von Wasser und verflüssigenden Hilfsstoffen in Maschinen geknetet und ggf. entlüftet. Daneben hat in jüngerer Zeit die halbnasse und die trockene Aufbereitung bei der industriellen Herstellung Bedeutung gewonnen.
In der Töpferwerkstatt wird z.T. noch heute dieser Prozess in aufwändiger Handarbeit durchgeführt. Da Mahlwerke oft nicht zur Verfügung stehen, kommt dem Schlämmen große Bedeutung zu. Die Homogenisierung der Masse wurde in mühsamer Knetarbeit erreicht, heute stehen dafür meist Maschinen zur Verfügung. Ziel ist es, eine möglichst homogene, geschmeidige und blasenfreie Arbeitsmasse zu erzeugen.
Die Formgebung
Die Formgebung erfolgt bei Grobkeramik u.a. durch Strangpressen (z.B. Rohre) oder durch Formpressen. Feinkeramik wird (analog der historischen Entwicklung) durch folgende Verfahren geformt:
- Modellieren
- Aufbauarbeit aus einzelnen Strängen (z.B. bei Hohlgefäßen)
- Drehen rotationssymmetrischer Hohlgefäße auf der Töpferscheibe
- Gießen dünnflüssiger Mischungen in geteilte Gipshohlformen, die das Wasser aufsaugen
- Formgebung auf motorgetriebenen Scheiben in Hohlformen mit Hilfe von Schablonen (sog. Eindrehen und Überdrehen)
- Pressen und Stanzen oder Fräsen
- Spritzguss
- Foliengießen
Industriell hat die halbtrockene und die trockene Formgebung Bedeutung erlangt, weil die Trocknungszeiten sehr verkürzt werden und eine hohe Maßhaltigkeit der Produkte erreicht wird.
Foliengießen
Das Trocknen
Nach der Formgebung ist der Rohling feucht durch
# mechanisch eingeschlossenes Wasser in den Hohlräumen
# physikochemisch gebundenes Wasser (Adhäsion, Kapillarwasser)
# chemisch gebundenes Wasser (Kristallwasser)
Die Trocknungsgeschwindigkeit hängt außer von dem umgebenden Klima stark von der Rezeptur der Rohmasse ab. Um die Trocknungsgeschwindigkeit zur Vermeidung von Rissen niedrig zu halten, können die Rohlinge abgedeckt werden. Industriell erfolgt das Trocknen in klimatisierten Räumen. Das unter Nr. 2, insbesondere aber das unter Nr. 3 genannte Wasser wird allerdings erst durch den Brand vertrieben.
Die drei Stadien des Trocknens
#Lederhart: Der Scherben lässt sich nicht mehr verformen, besitzt aber noch soviel Feuchtigkeit, dass man ihn dekorieren kann.
#Lufttrocken: Der Scherben gibt bei Raumtemperatur keine Feuchtigkeit mehr ab und fühlt sich kühl an.
#Brennreif: Der Scherben fühlt sich nicht mehr kühl an, sondern erweist sich als bedingt saugfähig. (Versuch: Zunge bleibt an Scherben kleben.)
Der Brennprozess
Der Brennprozess (Rauh- oder Schrühbrand) - Sintern genannt - ist sehr problematisch und erfordert eine sorgfältige Steuerung. Im so entstehenden „Scherben“ werden die Kristalle miteinander verfilzt und durch glasige Anteile verkittet. Anteil und Art der Kristall- und Glasphase sowie der Poren bestimmen die Eigenschaften des gebrannten Gutes. Die angewandten Temperaturen (bis etwa 1350 °C; teilweise erheblich höher) hängen von der Rohmischung, also von dem zu erzeugenden Produkt ab und müssen in vielen Fällen während des Brennprozesses variiert werden (Temperaturprofil). Überdies ist es häufig wichtig, dass der Prozess zeitweilig unter reduzierender Atmosphäre verläuft (z.B. Vermeiden von Gelbfärbung durch Eisenverunreinigungen bei weißem Geschirr oder bei Sanitärkeramik). Eingesetzt werden Kammer-, Tunnel-, Ringöfen.
Für den Handwerksbetrieb kommen elektrische Öfen oder mit fossilen Brennstoffen befeuerte Öfen in Frage. Hier ist zu unterscheiden zwischen offenen Systemen, bei denen die Brenngase (mit unterschiedlicher Flammführung) in unmittelbaren Kontakt mit der Ware treten und Muffelöfen, bei denen die Brenngase das Brenngut indirekt erhitzen.
Glasuren
Glasuren sind dünne, glasartige Überzüge, die zwei wesentliche Forderungen erfüllen. Zum einen machen sie den porösen Tonkörper wasserdicht und geben ihm eine leicht zu reinigende Oberfläche. Zum anderen ermöglichen sie eine abwechslungsreiche, dekorative Gestaltung der Keramiken. Glasuren können farbig, transparent oder deckend, glänzend, halbmatt oder matt sein. Sie können weich und niedrig schmelzend (max. 1000 °C) oder hart und hoch schmelzend (Über 1200 °C) sein. Nach ihrer chemischen Zusammensetzung kann man z.B. zwischen Borosilikat-, Feldspat-, Salz- und bleihaltigen Glasuren unterscheiden. Die Glasuren werden häufig (z.B. Tonwaren) erst nach dem Schrühbrand der Ware aufgebracht (Tauchen, Spritzen, Pinseln, Stempeln) und in einem erneuten Brennprozess (Glattbrand), der aber unterhalb der Brenntemperatur des Rohlings liegen muss, verglast.
Orientierende Einteilung Keramischer Massen
Tunnel-
1 Irdengut
- Tonerde bzw. Kaolin u. ggf. Quarz u./o. Feldspat, Kalk. Poröse, nicht durchscheinende, kristallisierte Scherben.
1.1 Baukeramik
- Nicht feuerfest. Ziegelsteine, Formsteine (1200 ··· 1350 °C), Klinker, Dränrohre (1000 ··· 1150 °C), Dachziegel
1.2 Feuerfeste Massen
- Schamottesteine für Herde, Öfen (1300 °C). Sillimanit, Magnesit, u.a. zur Auskleidung von Industrieöfen in der Eisen- und Zementindustrie (1500 °C)
1.3 Sonstiges Irdengut
1.3.1 Steingut
- Reinweißer bis elfenbeinfarbener, poröser Scherben mit durchsichtiger Glasur. Rauhbrand 1150 ··· 1250 °C; Glasurbrand >960 °C, aber unterhalb der Raubrandtemperatur; meist durchscheinend oder farblos.
1.3.1.1 Kalk- oder Weichsteingut
- Ton, Kaolin, Quarz, Kalk. Brenntemperatur 1120 ··· 1150 °C. Besonders für Unterglasurmalerei geeignet.
1.3.1.2 Feldspat- oder Hartsteingut
- Ton, Kaolin, Quarz, Feldspat. Brenntemperatur 1220 ··· 1250 °C. Frostsichere Wandplatten, Sanitärartikel, Geschirr.
1.3.1.3 Mischsteingut
- Ton, Kaolin, Quarz, Kalk, Feldspat. Wandplatten, Geschirr.
1.3.2 Tonwaren
- Flussmittelreiche Tone, bis 40 % Kalk
1.3.2.1 Unglasierte Tonwaren
- Gelb bis rot gebrannte wetterfeste Keramik. Terrakotta (Zugabe von Schamotte- oder Ziegelmehl); Figuren, Gebrauchs- und Ziergegenstände, Blumentöpfe.
1.3.2.2 Glasierte Tonwaren
1.3.2.2.1 Majolika
- Eine zuverlässige Differenzierung zwischen Majolika und Fayence ist nicht möglich, weil diese Bezeichnungen in der Literatur wechselweise benutzt werden. Ursprünglich: Farbiger poröser Scherben mit undurchsichtiger farbiger Glasur.
1.3.2.2.2 Fayence
- Eine zuverlässige Differenzierung zwischen Majolika und Fayence ist nicht möglich, weil diese Bezeichnungen in der Literatur wechselweise benutzt werden. Ursprünglich: Weißer, gelbgrauer oder hell-rot-braune, poröser Scherben, weiße deckende Glasur.
1.3.2.2.3 Sonstige Töpferware
- Weißer, ocker bis rotbrauner poröser Scherben mit mattem, feinkörnigem Bruch. Brenntemperatur 1000 ··· 1200 °C. Von Hand (Töpferscheibe, Gießverfahren) oder mittels Presse geformte Tonwaren. Geschirr, Gerätschaften für Haus und Garten, Zierkeramik.
2 Sinterzeug
- Tonerde bzw. Kaolin u. gff. Quarz u./o. Feldspat, Kalk. Nichtkristallisierte dichte Massen, nicht oder nur an den Kanten durchscheinend, hohe Festigkeit
2.1 Steinzeug
- Dicht, nicht durchscheinend. Scherben auch farbig meist aber hell.
2.1.1 Grobsteinzeug (nicht weißbrennend)
- Brenntemperatur 1100 bis 1400°C. Häufig Lehm- oder Anflugglasur. Klinker, Fliesen, Tröge, Kanalisationsrohre, Gefäße für die chem. Industrie.
2.1.2 Feinsteinzeug (weiß- oder hellbrennend, ähnlich dem Porzellan)
- Ton, Quarz, Feldspat. Brenntemperatur 1250 bis 1300°C (gemeinsamer Rauh- und Glasurbrand). Porzellanähnlich. Geschirr, Sanitärartikel, chemische Geräte, Mosaiken, Ziergefäße. Übergangsform zum Porzellan: Porzellangut, Halbporzellan, Vitreous China.
2.2 Porzellan
- Hartporzellan: Dichter transparenter Scherben. Kaolin, Quarzsand, Feldspat. Rauhbrand 900°C, Glasurbrand 1400°C. Gebrauchs- und Ziergeschirr
Weichporzellan hat eine ähnliche Zusammensetzung aber eine niedrigere Temperatur für den Glasurbrand. Bevorzugt für Zierplastiken.
3 Keramische Sondermassen
- Dazu zählen Raku, Paperclay und technische Massen für Dentalkeramik, die hochgesinterte Oxidkeramik für Schneid- und Schleifkörper (Aluminium-, Zirkonium-, Magnesium-, Beryllium-, Thoriumoxid; frei von Siliziumdioxid). Im weiteren Sinne gehören dazu auch die Ferrite und Titanate.
3.1 Hochtemperatur-Sondermassen (auch Mischkeramik genannt)
- Hochfeuerfeste Oxidkeramik mit geringen Beigaben verschiedener Metalle. Zähigkeit der Metalle ist hier mit der Korrosionsbeständigkeit und Feuerfestigkeit der Keramik vereint. Verwendung als Turbinenschaufeln oder als Schneidwerkzeuge.
3.2 Elektrotechnische Sondermassen
- Elektroporzellan für Isolatoren, Titanoxid-Keramik für Kondensatoren, Piezokeramik für elektroakustische Wandler, Werkstoffe für Magnete, Halbleiterwiderstände.
Als Grobkeramik werden die Klassen 1.1; 1.2; 2.1.1 bezeichnet.
Alle anderen zählen zur Feinkeramik: Ausgewählte Rohstoffe, sorgfältige Aufbereitung der Mischungen, aufwändigere Formgebung, z. T. von Hand, z. T.
Keramik im 20. Jahrhundert
Keramik ist nicht gleich Keramik, früher wurden einfache Gegenstände hergestellt, heutzutage umfasst aber der Begriff der Keramik noch viel mehr.
- Tonwaren, Porzellan, Ziegel und Fliesen sowie Steinzeug hergestellt
- keramische Isolierstoffe
- bestimmte Teile für die Luft- und Raumfahrtechnik
- Beständigkeit von Keramik gegen konzentrierte Säuren wurde bereits im Mittelalter genützt, indem man diese in Keramikbehältern aufbewahrte
- für Kugellager verwendet, die den Vorteil haben, dass man sie nicht schmieren muss
- als „Haut“ für das Spaceshuttle
- als Bremsen mit einer besonders langen Lebensdauer in der KFZ- Technik
- in der Freizeitindustrie für Skier und Tennisschläger
- in der Küche für besonders effiziente Kochplatten
- Bei Siemens erkannte man die ausgezeichnete Eignung des Porzellans als Elektro- Isolierstoff
- Biokeramik- künstlichen Zähnen, für Knochen oder Gelenksersatz
- An der Berliner Charité testet man eine neue Krebstherapie mit keramischen Feinstpulvern. Dabei werden Keramikpartikeln in die Tumore gespritzt und anschließend durch Magnetfelder erhitzt, um sie zu zerstören
- Sanitärbereich (Spülbecken, Toiletten), als Baumaterial (Ziegeln, Fließen), als Geschirr oder sind Kunstgegenstände.
- Keramikbremse, keramischer Minimotor, dann wird die harte spröde Keramik durch bestimmte Zusätze biegsam
Siehe auch
Künstlerische Keramik, Porzellan, Glaskeramik, Kalkspatz, Töpferei, Raku
Literatur
- Kleine Enzyklopädie Technik, Bibliographisches Institut, Leipzig, 1972
- Lueger Lexikon der Technik, hier "Werkstoffe und Werkstoffprüfung – Grundlagen" (vier Bände), Rowohlt Taschenbuch-Verlag, Reinbek, 2003, ISBN 3499190087
- P. Rada: Die Technik der Keramik, Dausien 1989, ISBN 3-7684-1868-5
- Sven Frotscher: dtv-Atlas Keramik und Porzellan, München 2003, ISBN 3-423-03258-8
Weblinks
- [http://www.milan-keramik.de Milan-Keramik in Münster] (Töpferei Homepage mit ausführlichen Beispielen und Bildern zu verschiedenen Techniken in Keramik, Porzellan und Raku, inkl. Video über die Raku-Brenntechnik)
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Kategorie:Töpferei
Geschirr (Zugtier)
Das Geschirr (auch Harness) dient dazu Zugtiere einzuspannen, damit diese Arbeit verrichten, wie z.B. eine(n) Karren, Wagen, Schleife, Schlitten oder Pflug ziehen.
Verbreitete Geschirr-Arten
Je nach Tier und Einsatzzweck gibt es verschiedene Bezeichnungen und Arten von Geschirren. Heute kommen fast ausschließlich Kumt- und Brustblatt-Geschirre zum Einsatz.
Als Materialien kommen heute in erster Linie Leder, Nylon und andere Kunststoffe zum Einsatz, in Entwicklungsländern wird jedoch noch häufig auch mit Geschirren aus Ketten, Holz, Leinen oder gebundenem Stroh gearbeitet.
Jochgeschirr
Stroh
Das Joch ist die älteste Form der Anspannung von Zugtieren vor einen Pflug Schleife, Schlitten, Karren oder Wagen. Es wird bereits um 3.500 v. Chr. abgebildet und war zu dieser Zeit bereits zwei Jahrtausende bekannt. Das Wort Joch ist sehr alt und in fast allen indogermanischen Sprachen verbreitet. Ovid schreibt über das "silberne Zeitalter": Damals wurden zum ersten Mal die Samen der Ceres (Cerealien) von langen Furchen erdrückt und die jungen Stiere stöhnten, weil sie durch das Joch niedergedrückt worden waren.
Mit dem Joch können nur Rinder angespannt werden, da es mit dem Kopf verbunden oder an den Hörnern festgemacht wurde, geschah dies zunächst nur paarweise. Meist wurden Ochsen verwendet, aber bis in die 1950er Jahre wurden in Deutschland auch Kühe (Glanrind) vor Wagen (Fahrkuh) gespannt. Seit dem Mittelalter hatte das Kumt und damit das Pferd die Rinder als Zugtiere weitgehend verdrängt.
Kumt
Kumt
Das Kumt (oft auch Kummet oder Kummt) ist ein steifer, gepolsterter Ring, der den Druck auf Brustkorb und Schultern eines Zugtieres verteilt und seine Zugkraft so voll zur Entfaltung bringt.
Das Kumt muss der Statur und Halsform eines jeden Tieres angepasst werden, ansonsten kommt es schnell zu Druckstellen.
Das Kumt besteht aus:
- einem Kumtkissen, ein gepolsteter Ring, meist aus Leder gefertigt und mit Stroh gefüllt.
- einem Kumtbügel, der Stahlring, an dem die Deichsel bzw. die Anzen befestigt werden können. Der Ring lässt sich über einen Riemen öffnen.
- einer Kumtspitze mit Schutzkappe, damit kein Wasser oder Staub in das Kissen eindringen kann.
- einer Schlusskette (Einspänner) oder einem Langring (Zweispänner) zur Befestigung der Aufhalter.
Die Erfindung des Kumtgeschirrs war eine wichtige Erfindung in der Landwirtschaft,
da sie den Einsatz der schnelleren Pferde vor dem Pflug erlaubte.
Bis dahin waren meist über ein Jochgeschirr angespannte Ochsen zum
Pflügen eingesetzt worden.
Brustblattgeschirr
Ochse
Ochse
Als Brustblattgeschirr oder Sielengeschirr bezeichnet man ein meist aus Leder oder Nylon gefertigtes Zuggeschirr. Früher wurde die Brustblattanspannung auch als Land- oder Juckeranspannung, gelegentlich auch als ungarische Anspannung bezeichnet.
Aufbau und Funktion
Der Zug erfolgt über das sogenannte Brustblatt, ein etwa 8 bis 12 Zentimeter breites, gepolstertes Lederstück, das über die Brust des Zugtiers verläuft. Auf beiden Seiten des Brustblatts sind die Zugstränge eingeschnallt, über welche die Kutsche gezogen wird.
Getragen wird das Brustblatt von einem über den Hals verlaufenden Riemen, dem Halsriemen, auf dessen Oberseite meist zwei Metallringe, die sogenannten Leinenaugen befestigt sind, durch welche die Fahrleinen geführt werden.
Zum Brustblattgeschirr gehört weiterhin ein Selett (beim Einspänner-Brustblattgeschirr), auch Kammdeckel (beim Mehrspänner-Brustblattgeschirr) genannt, das hinter dem Halsriemen auf dem Rücken liegt und von einem Bauchgurt und meist auch einem Schweifriemen mit Schweifmetze gehalten wird. Im Einspänner trägt das Selett die Anzen des Wagens.
Herkunft und Verwendung
Das Brustblattgeschirr ist für schweren Zug, also schwere Lasten oder hügeliges Gelände nur bedingt geeignet, da es im Vergleich zum Kumtgeschirr eine geringe Auflagefläche hat und unter schwerer Last das Zugtier in der Bewegung und vor allem der Atmung einschränkt. Es war früher vor allem in ebenen Gebieten wie Ungarn üblich, während in hügeligen Gebieten und im bäuerlichen Bereich vor allem Kumtgeschirre verbreitet waren. Heute ist das Brustblattgeschirr aufgrund seiner Einfachheit und der vielfältigen Verstellmöglichkeiten zum meistverwendeten Geschirr im Fahrsport geworden.
Marathonkumt
Eine vor allem in den USA, immer mehr aber auch im europäischen Turniersport verwendete Sonderform des Kumt ist das Marathonkumt (auch: Französisches Kumt), eine Kombination von Kumt und Brustblatt in einem Stück. Das Marathonkumt verteilt die Zuglast auf Schulter und Bug des Pferdes und ist damit im Hinblick auf Zugleistung und Ausdauer eine moderne Alternative zum traditionellen Kumt.
Siehe auch:
- Equipage
- Geschichte des Transportwesens im Altertum
- Zaumzeug
Weblinks
- http://home.tiscali.de/frape/geschirr.htm
Kategorie:Pferdefuhrwerk
Anker
Ein Schiffsanker ist ein Gerät, um ein Boot, ein Schiff oder ein Schwimmendes Gerät vorübergehend oder dauernd auf Grund oder auf Eis festzumachen.
Anker halten auf Grund ihres Gewichtes und ihrer Form.
Gewicht
Gewicht
Gewicht
Formen von Ankern
Vorwiegend auf Grund ihres Gewichtes halten ein schwerer Stein und der klassische Stockanker, früher auch als Admiralitätsanker bezeichnet. Die Form spielt die entscheidende Rolle beim Pfluganker, beim Plattenanker und bei verschiedenen Patentankern. Eine Sonderrolle spielt der Pilzanker, mit dem Feuerschiffe für längere Zeit festgemacht werden. Der vier- oder sechsarmige Draggen ist eigentlich kein Anker, sondern dient zum Fischen von über Bord gegangenen Gegenständen. Trotzdem wird er auf Sportbooten wegen seines geringen Platzbedarfs gelegentlich als Anker mitgenommen.
Treibanker sollen die Abdrift verringern oder ein Wasserfahrzeug im Wind oder in der Strömung halten. Sie leisten Widerstand durch den Zug im Wasser ohne Grundberührung. Sie können aus einem schwimmenden größeren Gegenstand bestehen oder aus einem trichterförmigen Segeltuchsack an einer Leine.
Ankergeschirr
Das Ankergeschirr besteht aus dem Anker, dem Ankerschäkel (oft ein Wirbelschäkel), der Ankerleine und dem Kettenvorlauf. Leine und Vorlauf können durch eine durchgehende, lange Ankerkette ersetzt werden. Dies ist jedoch nur auf Schiffen üblich. Auf Yachten bis ca. 10 m Länge wird aufgrund des geringeren Gewichts meist mit Ankerleine und Kettenvorlauf gearbeitet. Im weiteren Sinn zählen auch Hilfsmittel wie Ankerlagerung, Ankerkran, Ankerrolle, Ankerwinde, Ankerball und Ankerlicht zum Geschirr.
Anker auf Seeschiffen
Der heute auf Seeschiffen gebräuchliche Anker ist der Patentanker. Für Schiffe der Kriegsmarinen, besondere Arbeitsschiffe, früher auch Feuerschiffe, Leuchttonnen usw., gibt es spezielle, für diese Schiffstypen geeignete Anker.
Der Anker ist durch einen Schäkel mit der Ankerkette verbunden. Eine Schäkelbefestigung vermeidet eine geschweißte oder geschmiedete Verbindung. Die Kette selbst ist aus Längen von 25 Metern zusammengesetzt und durch Schäkel miteinander verbunden. Jeder Schäkel ist mit einer hellen Farbe markiert, um beim Hochholen des Ankers die eingeholten Schäkel leichter erkennen zu können und damit die Länge der gesamten Ankerkette. Jedes Kettenglied (Schake) ist durch einen Steg (Querstütze) verstärkt.
Die Ankerkette läuft beim Hieven des Ankers durch die Ankerklüse auf das Schiffsdeck. Dort weiter durch einen mechanischen Kettenstopper in das Zugrad der Ankerwinde und weiter in den Kettenkasten.
Jedes größere Schiff hat auf der Back zwei Ankerwinden mit jeweils einem Anker und dazu mindestens einen Reserveanker. Die Ankerwinden werden im Hafen an der Pier als Festmacherwinden oder Verholwinden benutzt.
Vorgang des Ankerns
Ein Anker wird nicht geworfen, sondern fallen gelassen. Das Heraufholen wird Lichten genannt. Der Ankergrund soll geschützt liegen, dem Anker zuverlässig Halt geben und dem Fahrzeug ausreichend Raum zum Schwojen bieten. In kritischen Lagen muss eine Ankerwache an Bord bleiben. Zwei Anker können zur Erhöhung der Haltekraft verkattet werden.
Bei Seeschiffen muss die Ankerkette so lang ausgefahren sein, dass der Anker flach auf dem Meeresgrund liegt. Dann bohren sich seine beiden Flunken in den Boden und halten die Kette dort fest. Die Länge der ausgefahrenen Ankerkette hängt zunächst von der Meerestiefe am Ankerplatz ab. Auf den ersten Metern liegt die Kette auf dem Meeresgrund und macht dann einen leichten Bogen nach oben zu Schiff. Bei wenig Wind und ohne Seegang beträgt die Kettenlänge das 3- bis 4-fache der Wassertiefe. Bei Seegang und Starkwind muss bis zum 10-fachen der Wassertiefe an Kettenlänge gesteckt werden.
Zur Beschleunigung des Ankervorganges wird nach der Grundberührung des Ankers das Schiff mit der Maschine und Propeller ein Stück zurück verholt. Beim Ankerhieven fährt man dem Anker entgegen, um die Kette zu entlasten und damit der Ankerwinde die Arbeit zu erleichtern.
Siehe auch
- Reede bezeichnet einen Ankerplatz vor dem Hafen.
- Luftschiffe werden häufig an Ankermasten festgemacht.
Kategorie:Schifffahrt
Ladegeschirr
Das Ladegeschirr eines Schiffes sind Geräte und Anlagen zur Ausrüstung von bordeigenen Ladeeinrichtungen.
Stückgutschiffe hatten bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts folgende Ladeeinrichtungen:
Mittschiffs das große Deckshaus mit Brücke und Schornstein. Nach vorne, in der Mitte zwischen Back und dem großen Deckshaus standen ein oder zwei Masten. Nach hinten, zwischen hinterem Deckshaus und dem großen Deckshaus stand ebenfalls ein Mast. Sämtliche Masten hatten im unteren Bereich kleine Deckshäuser zur Aufnahme der elektrischen Einrichtung für die Ladewinden. Und als Dach schwere verschweißte Stahlplatten zur Aufnahme von elektrischen Ladewinden. Jeder Mast hatte im unteren Bereich zwei bewegliche Ladebäume welche über Seile und Blöcke durch die Winden bewegt wurden.
Damit konnte jeder Ladebaum einen Bereich von der Ladeluke bis an die Pier oder auf der Seeseite, bis zum nächsten Schiff, erreichen. Dieses System machte eine eigene Beladung und Entladung eines Schiffes möglich.
Zum Ladegeschirr eines Schiffes gehörten also: Drähte (Seile), Blöcke, Kranhaken, Winden (Dampf oder elektrisch), Bedienungsschalter für die Winden, Stroppen (kurze Drähte mit beidseitigen Augen), Schäkel usw.
Hat ein modernes Schiff heute eigene Lade- und Entladeeinrichtung, so sind es komplette Kräne.
Kategorie:Werkzeug
Kategorie:Schiffbau Edward Thomas BradyEdward Thomas Brady (b. 1 November 1943) is an American judge, currently an Associate Justice of the North Carolina Supreme Court.
Born in Brooklyn, New York, Brady enlisted in the United States Army in 1965 and was decorated for his service in Vietnam. After leaing the Army, Brady served as a special agent for the Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms. Brady studied at the University of Nebraska at Omaha, the City University of New York and earned his law degree from the California Western School of Law. In 1978, he began practicing law in Fayetteville, North Carolina.
External Links
- [http://www.nccourts.org/Courts/Appellate/Supreme/Biographies/Biography.asp?Name=Brady Official North Carolina Supreme Court Biography of Justice Brady]
Brady, Edward Thomas
Brady, Edward Thomas
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Black Flag can refer to:
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