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Getúlio Dornelles Vargas

Getúlio Dornelles Vargas

Getúlio Dornelles Vargas (
- 19. April 1883 in São Borja RS, † 24. August 1954 in Rio de Janeiro) war Präsident Brasiliens von 1930 bis 1945 und von 1950 bis 1954. Vargas wurde in eine Politikerfamilie geboren, studierte Jura und war einige Jahre als Anwalt tätig. Seine Karriere als Politiker begann er 1907 als Abgeordneter des Kongresses des Bundesstaates Rio Grande do Sul. Ab 1922 war Vargas Mitglied des brasilianischen Nationalkongresses, vier Jahre später Finanzminister und 1928 Gouverneur von Rio Grande do Sul. Im Jahr 1930 trat Vargas bei der Präsidentenwahl gegen den Kandidaten der Regierung an und verlor. Nach der folgenden Rebellion der großen Koalition der Unzufriedenen übertrug das Militär am 24. Oktober 1930 Vargas die Macht und machte ihn zum Präsidenten Brasiliens mit diktatorischen Vollmachten. Vier Jahre später wurde er durch eine Wahl bestätigt, und begann mit der Umsetzung sozialer Reformen, was ihm den Beinamen Vater der Armen einbrachte. Unter seiner Herrschaft wurde der Estado Novo deklariert und die Interessen der Stadtbewohner und der Industriearbeiter auf Kosten der Großgrundbesitzer gestärkt. Überdies gelang es ihm, mit den Alliierten des Zweiten Weltkriegs, die von Brasilien unterstützt wurden, ein günstiges Abkommen für Brasiliens Staatsschulden auszuhandeln. Die Wirtschaft versuchte er durch Dirigismus und Importsubstitution anzukurbeln. Aufstände der Kommunisten (1935) und der Faschisten (1938) wurden von ihm niedergeschlagen. Obwohl Vargas de facto eine Diktatur errichtet hatte und mit seinen Sympathien für Mussolini und Hitler nicht hinter dem Berg hielt, waren die Beziehungen zu den USA sehr gut. Im Oktober 1945 wurde er vom Militär zum Rücktritt gezwungen. Die nachfolgenden Wahlen gewann General Eurico Gaspar Dutra. Im Jahre 1950 wurde er, als Präsidentschaftskandidat der Arbeiterpartei und der Sozialen Fortschrittspartei, aufgrund seiner großen Popularität wiedergewählt. Vargas ist Träger der "Sonderstufe des Großkreuzes" des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Im Jahr 1954 geriet er in den Strudel eines Skandals um ein Attentat auf den Oppositionspolitiker Carlos Lacerda. Nachdem er wiederum zum Rücktritt gezwungen war, nahm Vargas sich das Leben. Siehe auch: Zeittafel Brasilien

Weblinks


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- [http://www.lateinamerika-studien.at/content/geschichtepolitik/brasilien/brasilien-73.html Brasilien 1889 - 1985: Zweite Regierungszeit Vargas 1951-54] (Dr. Ursula Prutsch, Institut für Geschichte der Universität Wien) Vargas, Getulio Dornelles Vargas, Getúlio Dornelles Vargas, Getúlio Dornelles Vargas, Getulio Dornelles

19. April

Der 19. April ist der 109. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 110. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 256 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 65 - Nach Aufdeckung der pisonischen Verschwörung nimmt sich Piso das Leben. In der Folge werden auch Seneca, Lucan und Petron als angebliche Mitverschwörer dazu gezwungen.
- 1529 - Auf dem Reichstag zu Speyer treten sechs Fürsten und 14 Reichsstädte als Vertreter der protestantischen Minderheit gegen die Verhängung der Reichsacht gegen Martin Luther sowie der Ächtung seiner Schriften und Lehre auf, was als Protestation zu Speyer bezeichnet wird.
- 1587 - Sir Francis Drake versenkt die 24 Schiffe der spanischen Armada im Hafen von Cádiz.
- 1775 - Mit Schlachten bei Lexington und Concord und der anschließenden Belagerung von Boston beginnt der amerikanische Unabhängigkeitskrieg.
- 1839 - Belgien wird völkerrechtlich anerkannt (Londoner Protokoll).
- 1923 - Ägypten wird durch Verfassungsänderung zur Monarchie.
- 1943 - Organisiert von der ŻOB beginnt im Warschauer Ghetto der Aufstand gegen die Fortsetzung der Deportationen.
- 1943 - Erste willentliche Einnahme von LSD-25 durch dessen Entdecker Dr. Albert Hofmann ("Bicycle Day")
- 1956 - Die amerikanische Schauspielerin Grace Kelly heiratet Rainer III. von Monaco
- 1967 - Deutschland. Der ehemalige Bundeskanzler Konrad Adenauer stirbt im Alter von 91 Jahren.
- 1971 - Die Sowjetunion startet mit der Saljut 1 die erste Raumstation.
- 1995 - Bei einem Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City werden 168 Menschen getötet.
- 1998 - Dr. Thomas Klestil wird im Amt als Bundespräsident in Österreich bestätigt
- 1999 - Der Reichstag in Berlin wird Parlamentssitz des Deutschen Bundestags.
- 2003 - Nigeria. Staatspräsident Olusegun Obasanjo wird im Amt bestätigt
- 2005 - Joseph Kardinal Ratzinger wird zum Papst Benedikt XVI. gewählt. Die Sedisvakanz 2005 ist nach 17 Tagen beendet. :: - Griechenland ratifiziert den Vertrag über eine Verfassung für Europa.

Wirtschaft


- 1951 - 1. deutsche Automobilausstellung in Frankfurt am Main. Eröffnung durch Bundespräsident Theodor Heuss.

Wissenschaft und Technik


- 1965 - Gordon Moore veröffentlicht seine Beobachtung, dass die Komplexität der jeweils modernsten integrierten Schaltkreise exponentiell anwächst (Mooresches Gesetz).

Kultur


- 1676 - Uraufführung der Oper La Donna ancora è fedele von Bernardo Pasquini im Palazzo Colonna in Rom.
- 1720 - Uraufführung des musikalischen Dramas Caio Gracco von Leonardo Leo im Palazzo Reale in Neapel.
- 1774 - An der Pariser Oper wird "Iphigenie in Aulis" von Christoph Willibald Gluck uraufgeführt.
- 1945 - Uraufführung das Musical Carousel von Richard Rodgers am Majestic Theatre in New York.
- 1947 - Uraufführung der Oper Veronika von Rafael Kubelik in Brünn, (Brno)

Religion


- 2005 - Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger wird, im Alter von 78 Jahren, vom Konklave zum Papst gewählt. Er gibt sich den Namen Benedikt XVI. Er ist der erste deutschstämmige Papst seit fast 500 Jahren.

Katastrophen


- 1902 - Ein Erdbeben der Stärke 7,5 in Guatemala, Mittelamerika, etwa 2.000 Tote
- 1944 - Der Tanker "John Straub" (USA) sinkt bei den Sanak-Inseln nach einer inneren Explosion mit der gesamten Besatzung (65 Tote).
- 2000 - Eine Boeing 737 stürzt während des Landeanflugs auf die philippinische Insel Samal, etwa 6 km vor der Start- und Landebahn ab. Alle 131 Personen an Bord sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1879 - Der FC St. Gallen, der zweitälteste Fußballklub des europäischen Festlandes und älteste Fußballklub der Schweiz wird gegründet.
- 1991 - Evander Holyfield gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen George Foreman im Convention Center, Atlantic City, durch eine Punktesieg.

Geboren


- 1613 - Christoph Bach, deutscher Ratsmusikant und Großvater von Johann Sebastian Bach
- 1752 - Friederike Brion, Geliebte des Johann Wolfgang von Goethe
- 1759 - August Wilhelm Iffland, berühmter Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker
- 1772 - David Ricardo, britischer Nationalökonom
- 1780 - Pierre-Jean de Béranger, französischer Dichter und Chansonier
- 1793 - Ferdinand I., Kaiser von Österreich
- 1795 - Christian Gottfried Ehrenberg, deutscher Biologe und Zoologe
- 1801 - Gustav Theodor Fechner,deutscher Physiker und Philosoph
- 1812 - Karl Joachim Marquardt, deutscher Historiker
- 1832 - José Echegaray, spanischer Dramatiker
- 1835 - Hermann Landois, Zoologieprofessor und Gründer des Westfälischen zoologischen Gartens zu Münster
- 1846 - Ignaz Auer, deutscher Politiker
- 1858 - Siegfried Ochs, deutscher Chorleiter und Komponist
- 1866 - Henri Detering, niederländischer Industrieller
- 1872 - Alice Salomon, liberale Sozialreformerin in der deutschen Frauenbewegung
- 1873 - Konstantin Nikolajewitsch Igumnow, russischer Komponist und Klaviervirtuose
- 1874 - Ernst Ruedin, schweizerischer Arzt, Psychiater und Rassenhygieniker
- 1879 - Richard Scheibe, deutscher Bildhauer
- 1881 - Gustav Robert Löscher, Schriftsteller (Pseudonym Hans Löscher) und Pädagoge
- 1882 - William von Simpson, deutscher Schriftsteller
- 1883 - Getúlio Dornelles Vargas, Staatspräsident Brasiliens
- 1883 - Hans Burgeff, deutscher Botaniker und Universitätsprofessor
- 1886 - Louis Ruyter Radcliffe Grote, deutscher Arzt
- 1889 - Otto Georg Thierack, im Dritten Reiches in Deutschland Reichsminister der Justiz
- 1891 - François Rosay, französische Schauspielerin
- 1891 - Riccardo Bacchelli, italienischer Schriftsteller
- 1895 - Anton Pieck, niederländischer Maler, Zeichner und Grafiker
- 1897 - Bruno Diekmann, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein
- 1902 - Weniamin Alexandrowitsch Kawerin, russischer Schriftsteller
- 1912 - Gerhart Ziller, Minister für Maschinenbau und Schwermaschinenbau der DDR
- 1912 - Glenn Theodore Seaborg, US-amerikanischer Chemiker und Atomwissenschaftler
- 1912 - Rudolf Fischer, deutsch-schweizer Rennfahrer
- 1921 - Roberto Tucci, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1922 - Erich Hartmann, deutscher Luftwaffenoffizier und Fliegerass im 2. Weltkrieg
- 1922 - Kuno Klötzer, deutscher Fußballtrainer
- 1924 - Werner Kohlmeyer, deutscher Fußballspieler
- 1927 - Ernst Lange, deutscher protestantischer Theologe und Kirchenreformer
- 1928 - Alexis Korner, englischer Blues-Musiker
- 1928 - Moon Mullican, US-amerikanischer Musiker
- 1932 - Fernando Botero, kolumbianischer Maler
- 1933 - Jayne Mansfield, US-amerikanische Schauspielerin
- 1934 - Dickie Goodman, US-amerikanischer Komiker
- 1934 - Jean Ziegler, schweizerischer Professor für Soziologie, Politiker und Sachbuchautor
- 1935 - Justin Francis Rigali, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1936 - Wilfried Martens, belgischer Jurist, Politiker und Regierungschef
- 1939 - Peter Berthold, deutscher Biologe, Ethnologe und Zoologe
- 1942 - Alan Price, britischer Musiker
- 1942 - Frank Elstner, deutscher TV-Showmaster
- 1943 - Claus Theo Gärtner, deutscher Schauspieler
- 1943 - Eva Graham, britische Sängerin
- 1944 - James Heckman, US-amerikanischer Ökonom
- 1946 - Tim Curry, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1947 - Mark Volman, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Murray Perahia, US-amerikanischer Pianist sephardischer Herkunft
- 1949 - Paloma Picasso, spanisch-französische Designerin
- 1950 - Ulli Melkus, Autorennfahrer der DDR
- 1951 - Jóannes Eidesgaard, färöischer Politiker
- 1957 - Lilli Gruber, Südtirolerin, Mitglied des Europäischen Parlaments
- 1963 - Edgar Schmitt, deutscher Fußballspieler
- 1965 - Melitta Rühn, siebenbürgisch-sächsische Turnerin
- 1966 - Oliver Welke, ist Autor, Comedian und Moderator
- 1968 - Ashley Judd, US-amerikanische Schauspielerin
- 1969 - Zsuzsa Polgar, ungarische Schachspielerin
- 1970 - Kelly Holmes, britische Leichtathletin
- 1972 - Rivaldo, brasilianischer Fußballspieler
- 1972 - Sonja Nef, schweizer Skirennläuferin
- 1974 - Marcus Ehning, international erfolgreicher deutscher Springreiter
- 1979 - Antoaneta Stefanova, bulgarische Schachspielerin
- 1979 - Kate Hudson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1981 - Hayden Christensen, kanadischer Schauspieler
- 1987 - Maria Scharapowa, russische Tennisspielerin
- 1988 - Kolja Moersch, deutscher Taenzer

Gestorben


- 65 - Gaius Calpurnius Piso, römischer Politiker, Redner und Literaturmäzen
- 843 - Judith (Kaiserin), Seit 819 zweite Gemahlin Ludwigs des Frommen
- 1054 - Leo IX. (Papst), Papst von 1049 bis 1054
- 1390 - Robert II. (Schottland), schottischer König 1371-1390
- 1497 - Pierre Basin, belgischer Sänger
- 1524 - Petrus Mosellanus, Philologe, Theologe und Kirchenlehrer (
- 1493)
- 1560 - Philipp Melanchthon, deutscher Reformator der so genannten Wittenberger Reformation
- 1567 - Michael Stifel, deutscher Theologe und Mathematiker
- 1588 - Paolo Veronese, italienischer Renaissance-Maler
- 1689 - Christina I. (Schweden), Königin von Schweden 1632-165
- 1768 - Giovanni Antonio Canal, italienischer Landschaftsmaler
- 1799 - Pieter Hellendaal, niederländischer Komponist, Organist und Violinist
- 1824 - George Gordon Byron, 6. Baron Byron of Rochdale, englischer Dichter
- 1831 - Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger, deutscher Astronom und Mathematiker
- 1837 - Jean Pierre Frédéric Ancillon, preußischer Staatsmann und Erzieher
- 1882 - Charles Darwin, britischer Naturforscher und Begründer der Evolutionstheorie
- 1888 - Thomas Russell Crampton, britischer Maschinenbauer und Ingenieur
- 1896 - Matthäus Hörfarter, katholischer Theologe
- 1906 - Pierre Curie, französischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1913 - Hugo Winckler, deutscher Archäologe und Sprachwissenschaftler
- 1914 - Charles Sanders Peirce, Mathematiker, Philosoph und Logiker
- 1926 - Alexander Alexandrowitsch Tschuprow, Russischer Statistiker
- 1933 - Adolf Stoltze, deutscher Journalist und Lokaldichter
- 1937 - William Morton Wheeler, US-amerikanischer Ethologe, Taxonom und Ameisenforscher
- 1945 - Emil Rungwerth, Heimatforscher
- 1952 - Jean-Marie Musy, Schweizer Politiker
- 1956 - Ernst Robert Curtius, Gelehrter und Romanist
- 1959 - Gustav Kramer, Biologe, Zoologe, Ornithologe, entdeckte den Sonnenkompass bei Vögeln
- 1967 - Konrad Adenauer, deutscher Politiker und Bundeskanzler
- 1970 - Konrad Frühwald, deutscher Politiker und MdB
- 1972 - Adolf Bach, deutscher Germanist
- 1973 - Hans Kelsen, US-amerikanischer Jurist
- 1979 - Wilhelm Bittrich, deutscher General und SS-Obergruppenführer
- 1983 - Jerzy Andrzejewski, polnischer Schriftsteller
- 1985 - Willie Mabon, US-amerikanischer Musiker
- 1989 - Daphne du Maurier, britische Schriftstellerin
- 1991 - Josef Wallner, deutscher Politiker
- 1994 - Jochen Ziem, deutscher Schriftsteller
- 1999 - Hermine Braunsteiner-Ryan, Aufseherin in den KZs Ravensbrück und Majdanek
- 2001 - Edith Picht-Axenfeld, deutsche Cembalistin
- 2002 - Reginald Rose, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2003 - Aurelio Sabattani, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 2004 - Jim Cantalupo, US-amerikanischer Unternehmer (McDonald's)
- 2004 - John Maynard Smith, britischer Genetiker, Evolutionsbiologe
- 2004 - Norris McWhirter, britischer Verleger
- 2004 - Wolfgang Unger, deutscher Chorleiter
- 2005 - Niels-Henning Ørsted Pedersen, dänischer Jazzbassist
- 2005 - Stan Levey, US-amerikanischer Jazzdrummer
- 2005 - Bryan Ottoson, Gitarrist der US-amerikanischen Band American Head Charge

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Leo IX., Papst (katholisch)
  - Sel. Marcel Callo, Märtyrer (katholisch)
- Namenstag: Leo
- Bicycle-Day - 1943 entdeckt Albert Hofmann, als er mit dem Fahrrad nach Hause fährt, die psychoaktiven Eigenschaften des LSD.

Siehe auch


- 18. April - 20. April
- 19. März - 19. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0419 ja:4月19日 ko:4월 19일 simple:April 19 th:19 เมษายน

São Borja

São Borja ist eine wichtige Stadt im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul.

Söhne und Töchter der Stadt


- João Goulart, war Präsident Brasiliens von 1961 bis 1964 Kategorie:Ort in Brasilien

Rio Grande do Sul

Der Bundesstaat Rio Grande do Sul (Kurzzeichen: RS) ist der südlichste "estado" in Brasilien. Er gliedert sich in 35 Regionen mit 497 Gemeinden ("municípios").

Geographie

Einwohnerzahl ca. 10,5 Mill (2002), davon 17,3% im ländlichen Raum und 82,7% Stadtbevölkerung (2002). Fläche 281.749km² - Rio Grande do Sul bedeckt damit nur etwas mehr als 3% der Fläche Brasiliens, jedoch leben 6% der brasilianischen Bevölkerung hier. Der Bundesstaat grenzt im Süden an Uruguay und im Westen an Argentinien. Im Osten wird Rio Grande do Sul begrenzt durch den Atlantik, im Norden durch den brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina, von dem es durch den Rio Uruguai getrennt ist. Die Hauptstadt ist Porto Alegre, andere Städte sind Caxias do Sul, Canoas, Santa Maria, Nova Petrópolis, Pelotas, Passo Fundo, Rio Grande und Uruguaiana sowie Novo Hamburgo und São Leopoldo, Zentren der Nachfahren der deutschen Einwanderer, wo noch viel Deutsch gesprochen wird. Touristisch besonders attraktiv sind, wegen des "kolonialen Ambiente" und ihrer schönen Lage, die Orte Canela und Gramado in der Serra. 1984 wurden die Ruinen von São Miguel das Missões, die ehemaligen Jesuitenmissionen der Guarani-Indianer, von der UNESCO zum Kulturdenkmal erklärt. Berühmt ist außerdem der Nationalpark um den Itaimbezinho an der Grenze zu Santa Catarina; bis zu 1000 m hohe Steilwände und die Überreste der Mata Atlântica mit ihren Araukarien und einer einzigartigen Flora und Fauna sind eine Attraktion für jeden Naturfreund.

Wirtschaft

Rio Grande do Sul hatte 2002 ein Bruttoinlandsprodukt von ca. 42,53 Mrd. US$, 4.046,00 US$ pro Kopf. Damit ist es ein wichtiger Industriestandort Brasiliens. Durch seine geografische Lage im Süden Brasiliens und direkte Grenzen zu Argentinien und Uruguay hat Rio Grande do Sul eine starke strategische Bedeutung im Mercosul. Die wichtigste Wirtschaftzweige sind Metallverarbeitende Industrie, Lebensmittelindustrie, Leder-, Schuh- und Textilindustrie. Der Bundesstaat ist außerdem ein wichtiger Produzent von Getreide (Weizen, Soja, Reis, Mais) und hat zahlreiche Viehzuchtbetriebe (Geflügel, Rinder, Schweine). Außerdem werden Zuckerrohr und Obst angebaut. In Rio Grande do Sul wird seit ca. 1874 auch Wein angebaut. Italienische und deutsche Einwanderer brachten Rebstöcke aus ihren Heimatländern mit. Rund 90 % der brasilianischen Weinproduktion stammt von hier. Hauptanbaugebiet ist die Serra Gaúcha im Nordosten. Daneben finden sich kleinere Anbaugebiete in Viamão, Campanha und Santana do Livramento im äußersten Süden. Waldzerstörungen ungeheueren Ausmaßes und Holzhandel trug wesentlich zum wirtschaftlichem Wachstum bei; heute Weidewirtschaft, Holzplantagen (Eukalyptus, Kiefer) und Soja.

Geschichte

Indianer und die herumziehenden Abenteurer des 17. und 18. Jahrhunderts, die von den Spaniern Gaúchos genannt wurden, waren die ersten Einwohner des Bundeslandes. In der Geschichte erwarben sie sich den Ruhm eines kämpferischen Volkes, da sie die 1700 km lange Grenze zu Argentinien und Uruguay verteidigen mussten. Die Geschichte von Rio Grande do Sul und der Gaúchos vermischt sich mit den Einwanderern die das Land kolonisierten. Ca. 80 % der Einwohner sind portugiesischer, spanischer, deutscher oder italienischer Herkunft. Aber das Bundesland beherbergt auch Nachkommen von Russen, Afrikanern, Österreichern, Libanesen, Iren, Syriern, Franzosen, Holländern, Polen, Tschechen, Japanern, Belgiern und Schweden. Zu diesen Immigranten gesellen sich mit großem kulturprägenden Einfluss die Indianer und die Nachfahren der afrikanischen Sklaven. Kulturelle Identität und die Traditionen der Gaúchos werden in den CTGs (Zentren für die Traditionen der Gaúchos) erhalten, welche im gesamten Bundesland vorkommen. In Brasilien und auch im Ausland ist dieses arbeitsame und gastfreundliche Volk bekannt durch seinen besonderen Lebensstil. Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Porto Alegre - 1.416.363
- Caxias do Sul - 396.261
- Pelotas - 338.544
- Canoas - 324.994
- Santa Maria - 261.980
- Gravatai - 259.100
- Novo Hamburgo - 251.854
- Viamao - 251.407
- Sao Leopoldo - 206.702
- Alvorada - 205.476
- Rio Grande - 193.789
- Passo Fundo - 182.233
- Uruguaiana - 133.481
- Sapucaia do Sul - 131.917
- Bage - 120.129
- Cachoeirinha - 117.501
- Santa Cruz do Sul - 116.081
- Guaiba - 102.290
- Bento Goncalves - 100.467
- Erechim - 96.310
- Santana do Livramento - 96.286
- Cachoeira do Sul - 89.120
- Alegrete - 87.236
- Esteio - 84.923 siehe auch: Liste der Gemeinden in Rio Grande do Sul

Weblinks


- http://www.rs.gov.br - Regierung von Rio Grande do Sul (portugiesisch)
- http://www.mp.rs.gov.br/ - Ministério Publico (portugiesisch)
- http://www.portalbrasil.eti.br/estados_rs.htm (portugiesisch)
- http://www.brasilalemanha.com.br (Brasilianisch/Deutsch) Kategorie:Brasilianischer Bundesstaat

24. August

Der 24. August ist der 236. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 237. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 129 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 410 - Die Westgoten unter Alarich I. erobern und plündern Rom.
- 1349 - Beginn eines Pogroms gegen Juden in Köln, die der Schuld an der Pest verdächtigt werden. Mehrere Tausend Menschen kommen um oder werden vertrieben, das jüdische Viertel wird vom Mob niedergebrannt.
- 1814 - Während des Britisch-amerikanischen Kriegs wird Washington (D.C.) von einer 4500 Mann starken britischen Streitmacht erobert. Das Kapitol wird zerstört, das Weiße Haus beschädigt, und Präsident James Madison muss mit seiner Regierung nach Virginia fliehen.
- 1853 - Kartoffelchips werden zum ersten Mal zubereitet.
- 1866 - Die letzte Bundesversammlung des Deutschen Bundes in Augsburg führt zu seiner Selbstauflösung.
- 1866 - In Wien und Niederösterreich bricht eine Choleraepidemie aus, die bis November 15.000 Tote fordern wird.
- 1952 - Britische Truppen evakuieren den Sueskanal.
- 1953 - Der Zebrastreifen wird in Deutschland eingeführt.
- 1954 - Brasiliens Staatspräsident Getúlio Dornelles Vargas nimmt sich das Leben.
- 1961 - Erstes Todesopfer an der Berliner Mauer wird elf Tage nach Grenzschließung bei einem Fluchtversuch der DDR-Bürger Günter Litfin.
- 1968 - Frankreich zündet seine erste Wasserstoffbombe
- 1989 - In Polen wird Tadeusz Mazowiecki erster nichtkommunistischer Ministerpräsident nach den Zweiten Weltkrieg
- 1991 - Die Ukraine wird unabhängig
- 1992 - Am dritten Tag der ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen kommt es zu einem Brandanschlag auf ein von Vietnamesen bewohntes Haus.
- 1995 - Georgien gibt sich eine neue (demokratische) Verfassung
- 1995 - Beim Versuch, eine in Klagenfurt vor einer zweisprachigen Schule entdeckte Rohrbombe zu entschärfen, werden dem Polizisten Theo Kelz beide Hände weggesprengt. Als Bombenleger wird Franz Fuchs identifiziert werden.
- 2002 - Regierungsneubildung in Kamerun

Wirtschaft


- 1995 - Windows 95 von Microsoft erscheint in den USA

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1913 - In Kopenhagen wird die Kleine Meerjungfrau feierlich enthüllt.
- 1990 - Die Diddl-Maus wird von Thomas Goletz erstmals skizziert.

Religion


- 1572 - In der Bartholomäusnacht gipfeln die Hugenottenkriege in einem Massaker, bei dem Katholiken in Paris 3.000 Calvinisten ermorden.

Katastrophen


- 79 - Bei einem Ausbruch des Vesuv werden die römischen Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae verschüttet.
- 1921 - Das Starrluftschiff R38/ZR II verunglückt bei seiner vierten Testfahrt. 44 Tote
- 1951 - Nähe Union City, Kalifornien, USA. Eine DC-6 stürzte ab. 50 Tote
- 1992 - Der Hurrikan Andrew überquert die Bahamas und Florida und richtet schwere Verwüstungen an.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1875 - Matthew Webb durchschwimmt als erster Australier den Ärmelkanal
- 1926 - Max Schmeling besiegt Max Diekmann und wird im Alter von 21 Jahren deutscher Meister im Halbschwergewicht
- 1963 - Zum Start der ersten Saison der Fußball-Bundesliga in Deutschland strahl das ZDF zum ersten Mal "Das aktuelle Sport-Studio" aus.

Geboren

Das aktuelle Sport-Studio
- 1420 - Albrecht von Eyb, deutscher Humanist und Schriftsteller
- 1487Bartholomäus Bernhardi, Theologe
- 1511 - Jean Bauhin, französischer Arzt
- 1759 - William Wilberforce, britischer Parlamentarier und Führer im Kampf gegen den Sklavenhandel
- 1772 - Wilhelm I., König der Niederlande
- 1787 - James Weddell, englischer Polarforscher, Seefahrer und Walfänger
- 1792 - Joaquim António de Aguiar, portugiesischer Politiker, Führer der Cartisten
- 1837 - Théodore Dubois, französischer Komponist
- 1865 - Ferdinand I., König von Rumänien
- 1866 - Josef Jarno, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor
- 1884 - Earl Derr Biggers, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1888 - Leo Bosschart, niederländischer Fußballspieler
- 1890 - Duke Kahanamoku, hawaiianischer Schwimmer und Begründer des modernen Surfsports
- 1890 - Jean Rhys, dominikanische Schriftstellerin
- 1899 - Jorge Luis Borges, argentinischer Schriftsteller
- 1900 - Leonardo Conti, Chef der Reichsärztekammer während der NS-Zeit
- 1902 - Fernand Braudel, französischer Historiker
- 1903 - Graham Sutherland, britischer Maler und Graphiker
- 1905 - Arthur Crudup, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1906 - Ruth Berlau, dänisch-deutsche Schauspielerin
- 1911 - Victor Barna, ungarischer Tischtennisspieler und mehrfacher Weltmeister
- 1911 - Friedrich Luft, deutscher Journalist
- 1915 - Wynonie Harris, US-amerikanischer Sänger
- 1916 - Léo Ferré, französischer Sänger
- 1918 - Avery Dulles, US-amerikanischer Theologe und Kardinal
- 1919 - Niels Viggo Bentzon, dänischer Komponist
- 1924 - Gerhard Schulz, deutscher Historiker
- 1924 - Louis Teicher, US-amerikanischer Musiker
- 1925 - Karel Vrána, tschechischer Theologe und Philosoph
- 1927 - Harry M. Markowitz, US-amerikanischer Ökonom
- 1929 - (4., 24. oder 27. August): Jassir Arafat, Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete
- 1929 - William Winfield US-amerikanischer Sänger
- 1931 - Friedhelm Dohmann, SPD-MdB 1969-1970
- 1932 - Cormac Murphy-O'Connor, zehnter Erzbischof von Westminster, Kardinal und Primas
- 1932 - Heinz-Werner Meyer, deutscher Gewerkschafter, DGB-Vorsitzender
- 1934 - Kenny Baker, US-amerikanischer Schauspieler
- 1936 - Antonio María Rouco Varela, Erzbischof von Madrid und Kardinal
- 1936 - Antonia S. Byatt, englische Schriftstellerin
- 1938 - David Freiberg, US-amerikanischer Musiker
- 1938 - Mason Williams, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1939 - Joschua Sobol, israelischer Dramatiker
- 1939 - Ernie Wright, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Hans-Peter Korff, deutscher Schauspieler
- 1942 - Frank-Michael Pietzsch, deutscher Politiker (CDU), Minister in Thüringen
- 1943 - John Cipollina, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - James Brady, US-amerikanischer Sänger
- 1945 - Malcolm Duncan, britischer Musiker
- 1945 - Ken Hensley, britischer Musiker (Uriah Heep)
- 1947 - Roger de Vlaeminck, belgischer Radrennfahrer
- 1948 - Nana Dschordschadse, georgische Filmregisseurin
- 1948 - Geff Harrison, britischer Sänger
- 1948 - Jean Michel Jarre, französischer Synthesizer-Musiker
- 1949 - Natalja Lebedjewa, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 1950 - Zeus B. Held, deutscher Musiker und Musikproduzent
- 1951 - Mike Derosier, kanadischer Musiker
- 1952 - Joe Strummer, britischer Musiker
- 1952 - Gus Van Sant, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1953 - Sascha Anderson, deutscher Schriftsteller
- 1956 - Nina Ruge, deutsche TV-Moderatorin
- 1957 - Stephen Fry, britischer Schauspieler und Schriftsteller
- 1958 - Steve Guttenberg, US-amerikanischer Schauspieler
- 1960 - Franz Viehböck, der erste österreichische Austronaut
- 1961 - Mark Bedford, britischer Musiker
- 1965 - Reggie Miller, US-amerikanischer Basketball-Spieler
- 1965 - Pavel Telička, tschechischer Politiker und EU - Kommissar
- 1974 - Jürgen Macho, österreichischer Fußballspieler
- 1978 - Gerhard Neuberger, deutscher Kleinkünstler und cand. Ing.
- 1988 - Rupert Grint, britischer Schauspieler

Gestorben

Rupert Grint Rupert Grint
- 79 - Plinius der Ältere, römischer Gelehrter
- 672 - Kōbun, 39. Kaiser von Japan (
- 648)
- 1313 - Heinrich VII. (HRR), Graf von Luxemburg und Laroche, römisch-deutscher Kaiser
- 1475 - Albrecht von Eyb, deutscher Humanist und Schriftsteller
- 1540 - Parmigianino, italienischer Maler des Manierismus
- 1572 - Claude Goudimel, französischer Komponist
- 1572 - Gaspard II. de Coligny, seigneur de Châtillon, französischer Admiral und Hugenottenführer
- 1617 - Rosa von Lima, Heilige, Mystikerin, Dominikaner-Terzianerin
- 1759 - Ewald Christian von Kleist, preußischer Dichter und Offizier
- 1804 - Valentin Adamberger, deutscher Opernsänger
- 1832 - Nicolas Léonard Sadi Carnot, französischer Physiker
- 1846 - Adam Johann von Krusenstern, erster russischer Weltumsegler
- 1847 - Charles-Laure-Hugues-Théobald de Choiseul-Praslin, französischer Adliger
- 1856 - Carl Justus Heyer, forstlicher Praktiker, Lehrer und Wissenschaftler
- 1856 - William Buckland, englischer Geologe und Paläontologe
- 1864 - Jakob Lorber, österreichischer Schriftsteller und Musiker
- 1883 - Henri d'Artois, nach Ansicht der Legitimisten als Heinrich V. König von Frankreich
- 1885 - Anna Plochl, Gräfin von Meran
- 1888 - Jakob Eisendle, Südtiroler Bauer, Mechaniker und Erfinder
- 1888 - Rudolf Julius Emanuel Clausius, deutscher Physiker
- 1919 - Friedrich Naumann, evangelischer Theologe und Politiker
- 1921 - Nikolai Stepanowitsch Gumiljow, russischer Dichter des Silbernen Zeitalters
- 1929 - Jan Frizewitsch Fabrizius, Brigadekommandeur der Roten Armee
- 1940 - Paul Nipkow, deutscher Techniker und Erfinder, Fernseh-Pionier
- 1943 - Simone Weil, französische Philosophin
- 1944 - Rudolf Breitscheid, deutscher Politiker
- 1946 - Harry Maasz, bedeutender Gartenarchitekt und Gartenbauschriftsteller
- 1950 - Arturo Alessandri Palma, chilenischer Politiker
- 1950 - Ernst Wiechert, deutscher Schriftsteller
- 1954 - Getúlio Dornelles Vargas, Präsident Brasiliens
- 1961 - Günter Litfin, der erste Tote an der Berliner Mauer
- 1966 - Tadeusz Komorowski, Oberbefehlshaber der Polnischen Heimatarmee
- 1971 - Carl Blegen, US-amerikanischer Archäologe
- 1972 - Don Byas, Jazz Tenorsaxophon Spieler
- 1974 - Alexander Procofieff De Seversky, US-amerikanischer Luftfahrtingenieur
- 1978 - Louis Prima, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1979 - Hanna Reitsch, deutsche Flugpionierin und Fliegerin
- 1982 - Giorgio Abetti, italienischer Astronom
- 1983 - Scott Nearing, US-amerikanischer Umweltschützer und Schriftsteller
- 1985 - Morrie Ryskind, US-amerikanischer Autor
- 1994 - Wolf von Aichelburg, rumänisch-deutscher Schriftsteller
- 1995 - Zbynek Brynych, tschechischer Regisseur
- 1997 - Luigi Villoresi, Formel-1-Rennfahrer
- 1997 - Werner Abrolat, deutscher Schauspieler
- 2000 - Andy Hug, schweizerischer Kampfsportler
- 2002 - Cornelis Johannes van Houten, niederländischer Astronom
- 2003 - Herbert Otto, deutscher Schriftsteller
- 2004 - Elisabeth Kübler-Ross, schweizerisch-US-amerikanische Medizinerin
- 2004 - Irmgard Düren, Moderatorin des ehemaligen Fernsehens der DDR
- 2005 - Ambrogio Fogar, italienischer Abenteurer
- 2005 - William J. Eaton, US-amerikanischer Journalist

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in der Ukraine (Unabhängigkeitstag von 1991)
- Bartholomäus

Siehe auch


- 23. August - 25. August
- 24. Juli - 24. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
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Rio de Janeiro

Rio de Janeiro ist die zweitgrößte Stadt Brasiliens und Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Sie liegt an der Guanabara-Bucht im Südosten des Landes. Der Name (port. für „Fluss des Januar“) entstand, weil André Gonçalves am 1. Januar 1502 die Bucht entdeckte und irrtümlich für die Mündung eines großen Flusses hielt. In der eigentlichen Stadt leben 6.023.699 Einwohner und 11.719.708 in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005). Von 1763 bis 1960 war Rio de Janeiro die Hauptstadt Brasiliens und trat danach diese Funktion an Brasília ab, bleibt aber nach São Paulo bedeutendstes Handels- und Finanzzentrum des Landes. Die Bewohner der Stadt nennt man Cariocas, nach einem Wort aus dem Tupí-Guaraní (der Sprache der Eingeborenen), welches „Hütte des weißen Mannes“ bedeutet. Wahrzeichen von Rio de Janeiro sind der Zuckerhut, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado und die Copacabana, die als einer der schönsten Strände der Welt gilt. Die Stadt ist auch bekannt wegen des jährlich stattfindenden Karnevals von Rio. Die vielfarbige Parade der Sambaschulen gehört zu den größten Paraden der Welt.

Geografie

Geografische Lage

Karnevals von Rio Rio de Janeiro liegt unmittelbar nördlich des südlichen Wendekreises, eingebettet zwischen dem Atlantik im Süden, der Guanabara-Bucht, im Osten und den Ausläufern der Serra do Mar, einem Teil des zentralbrasilianischen Hochlandes, im Norden und Westen durchschnittlich 31 Meter über dem Meeresspiegel. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 1.260 Quadratkilometern und ist geprägt durch die Buchten und Strände entlang der Ufer, sowie durch Morros genannte Granithügel, die zu den Ausläufern der Serra do Mar gehören. Zu diesen Granithügeln gehören auch die beiden Wahrzeichen Rios, der 394 Meter hohe Zuckerhut, unmittelbar auf einer Halbinsel in der Guanabara-Bucht gelegen, sowie der 704 Meter hohe Corcovado mit der Christus-Statue auf dem Gipfel. Der höchste Punkt des Stadtgebietes ist der 1.022 Meter hohe Pico da Tijuca, der inmitten eines ausgedehnten Naturschutzgebietes liegt. Durch eine Hügelkette wird das Stadtgebiet in zwei Teile getrennt, dem entlang der Atlantikküste liegenden Stadtteil Süd-Rio mit den berühmten Strandbezirken Ipanema und Copacabana und dem nördlichen Teil mit dem historischen Stadtzentrum, dem heutigen Geschäftszentrum sowie den neueren Stadtteilen im Norden.

Stadtgliederung

Rio de Janeiro gliedert sich in vier Verwaltungszonen (zonas): Zentrum und Hafen (Centro e Portuária), Norden (Norte), Süden (Sul) und Westen (Oeste). Diese teilen sich in 65 Stadtbezirke (subprefeituras). Zentrum und Hafen Copacabana Caju - Gamboa - Estácio - Lapa - Santa Teresa - Santo Cristo - Saúde Norden Água Santa - Alto da Boa Vista - Andaraí - Bonsucesso - Cascadura - Encantado - Engenho de Dentro - Engenho Novo - Fundão - Grajaú - Ilha do Governador - Madureira - Mangueira - Manguinhos - Maracanã - Marechal Hermes - Maria da Graça - Méier - Pavuna - Penha - Piedade - Ramos - Realengo - Riachuelo - Sampaio - São Cristóvão - Tijuca - Triagem - Vila Isabel - Vila Valqueire Süden Arpoador - Bairro de Fátima - Botafogo - Catete - Copacabana - Cosme Velho - Flamengo - Gávea - Glória - Humaitá - Ipanema - Jardim Botânico - Lagoa - Laranjeiras - Leblon - Leme - São Conrado - Urca Westen Bangu - Barra da Tijuca (oft auch kurz Barra genannt) - Campo Grande - Jacarepaguá - Paciência - Recreio dos Bandeirantes - Santa Cruz - Senador Camará - Taquara - Vargem Grande

Klima

Vargem Grande Auf Grund der Lage Rios in den niederen Breiten, am Atlantischen Ozean und an der Guanabara-Bucht ist das Klima der Stadt tropisch mit zwölf humiden Monaten. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 22,6 Grad Celsius bei nur geringen monatlichen Abweichungen (Höchsttemperatur im Januar/Februar: 25,5 Grad Celsius, Tiefsttemperatur im Juli: 20,2 Grad Celsius) und einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von circa 1.100 Millimetern. Die höchsten Niederschläge fallen in den Monaten Dezember bis April, wenn auf der Südhalbkugel Sommer ist.

Geschichte

Kolonialzeit

humid Entsprechend dem Vertrag von Tordesillas erhoben die Portugiesen Anspruch auf das 1500 entdeckte Gebiet des heutigen Brasiliens, der aber von den Franzosen nicht anerkannt wurde, die daraufhin 1555 am Ort des heutigen Rio de Janeiro die Stadt France antartique gründeten. Zu jener Zeit lebten in dieser Region Tupi-Indianer. Erst zehn Jahre später, 1565, wurden die Franzosen durch die Portugiesen von dort vertrieben und der Name der Stadt in São Sebastião do Rio de Janeiro geändert. 1680 wurde Rio de Janeiro Hauptstadt der südlichen Regionen Brasiliens; zu dieser Zeit war die Siedlung mit rund 4.000 Einwohnern eine der wichtigsten portugiesischen Stützpunkte auf brasilianischem Gebiet. Seit 1700 entwickelte sich Rio de Janeiro zur wichtigsten Hafenstadt in Brasilien, vor allem ausgelöst durch Goldfunde in der benachbarten Region Minas Gerais. Obwohl die Stadt 1710/1711 von den Franzosen angegriffen und besetzt wurde und nur gegen ein hohes Lösegeld den Abzug der Franzosen erreichen konnte, erholte sie sich in den nachfolgenden Jahren rasch und wurde 1763 zur Hauptstadt des Vizekönigreiches Brasilien. Einen weiteren Bedeutungsgewinn erfuhr Rio de Janeiro 1808, als der portugiesische Hof nach dem Angriff Napoleons auf Portugal dorthin flüchtete. Im Zuge dessen wurden viele koloniale Restriktionen aufgehoben, wodurch die wirtschaftliche Entwicklung stark gefördert und eine Bevölkerungsexplosion ausgelöst wurde, die bis in die 1980er anhielt. Innerhalb von knapp hundert Jahren stieg die Bevölkerungszahl der Stadt auf über 500.000 Einwohner (1891) an und erreichte bis 1980 circa fünf Millionen.

Unabhängigkeit

1980 Als sich 1822, nach der Rückkehr des portugiesischen Hofes nach Portugal, Brasilien unter dem Prinzen Dom Pedro IV. zu einem unabhängigen Kaiserreich erklärte, behielt Rio de Janeiro den Status als Hauptstadt, in welcher der Prinz nun als Kaiser Dom Pedro I. residierte. Aufgrund von Thronfolgestreitigkeiten in Portugal und innenpolitischen Problemen in Brasilien dankte er 1831 ab und ließ seinen minderjährigen Sohn zurück. Dieser bestieg als Dom Pedro II. im Jahre 1840 den Thron. Er initiierte u. a. den Bau einer Eisenbahn, deren erster Abschnitt1858 in Rio de Janeiro eröffnet wurde. Auch als 1889 Brasilien nach einem Militärputsch zur Republik wurde, blieb Rio de Janeiro Hauptstadt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte Rio de Janeiro eine gesellschaftliche Blüte, da die Stadt für Filmstars und die internationale High Society zum Anlaufpunkt wurde. In diese Zeit fällt auch die Entstehung des brasilianischen Jazz Bossa Nova, der durch Lieder wie zum Beispiel Garota de Ipanema/The Girl from Ipanema, gesungen von Antônio Carlos Jobim, weltberühmt wurde. Durch das Aufkommen des Massentourismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich insbesondere das Bild der strandnahen Stadtteile stark verändert, das heute vor allem durch zahlreiche Hotels geprägt ist, während die vom Meer weiter entfernteren Stadtteile vor allem durch die zunehmende Verslumung geprägt wurden. Erst 1960 verlor Rio de Janeiro den Status als Hauptstadt an die unter Juscelino Kubitschek neu gebaute Stadt Brasilia. Gleichzeitig wurde die Stadt Rio de Janeiro zum eigenständigen Stadtstaat Guanabara, der 1975 mit dem Bundesstaat Rio de Janeiro zusammengeführt wurde. Die Stadt wurde dabei zur Hauptstadt des neuen Bundesstaates. Internationale politische Beachtung errang die Stadt nochmals 1992 als dort der UN-Umweltgipfel abgehalten wurde.

Einwohnerentwicklung

UN-Umweltgipfel Mit der Entwicklung von Industrie und Handel in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg erfolgte eine umfangreiche Zuwanderung von Menschen aus dem Landesinneren, und Rio de Janeiro dehnte sich stark aus. Die Einwohnerzahl der Stadt hat sich seit Mitte der 1950er Jahre auf heute sechs Millionen verdoppelt. Das Wachstum geht sowohl auf Zuwanderung als auch auf Geburtenüberschuss zurück. Die gesellschaftliche Situation Rio de Janeiros ist zum einen geprägt durch die für Brasilien typische große Toleranz zwischen den verschiedenen Ethnien sowie durch den ausgesprochen jungen Altersdurchschnitt (mehr als 25 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 18 Jahre, über 87 Prozent sind unter 60). Auf der anderen Seite besteht das Hauptproblem der Stadt in den dramatischen Unterschieden der sozialen Situation der Einwohner. An den Hängen der Stadt befinden sich die aus ärmlichen Behausungen bestehenden Gebiete, die als Favelas bekannt sind, während die vornehmeren Wohngebiete im Süden, nahe den Stränden an der Atlantikküste, wie Copacabana, Ipanema und Leblon liegen. In der größten Favela von Südamerika, am Südrand der Stadt, leben allein 200.000 Einwohner der Stadt unter teilweise katastrophalen Bedingungen, wie Armut oder extrem hoher Kriminalitätsrate. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1929 handelt es sich meist um Schätzungen, von 1940 bis 2000 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Kriminalitätsrate

Entwicklung der Wohnsituation

Kriminalitätsrate Die Dynamik durch den immensen Bevölkerungsdruck seit Mitte des 20. Jahrhunderts bewirkte insgesamt eine explosive unkontrollierte Expansion Rio de Janeiros. Die Planung konnte mit diesen Veränderungen nicht mithalten. Täglich entstanden an der Peripherie unzählige irreguläre Siedlungen („Loteamentos irregulares“) und illegale Siedlungen (Favelas). Ein Viertel der Menschen in der Stadt leben in diesen Elendsquartieren. Heute erstrecken sich rund um ein hochverdichtetes Stadtzentrum weitläufige zersiedelte Peripherien mit geringer städtischer Infrastruktur. Die informelle Bautätigkeit ist für einen überwiegenden Teil der Einwohner Rio de Janeiros die einzige Möglichkeit, an Wohnraum zu kommen. Die unadequate Wohnsituation der Bevölkerung und die zahlreichen ökologischen Probleme haben die Regierenden in die Verantwortung gezogen, über eine neue Stadtplanungspolitik nachzudenken.

Politik

Infrastruktur Seit 2001 ist César Maia (PFL) Bürgermeister von Rio de Janeiro, er wurde bei den Kommunalwahlen im Oktober 2004 mit 50,1 Prozent der Stimmen wieder gewählt. Maia konnte nach 1992 und 2000 bereits zum dritten Mal eine Wahl gewinnen. Dabei hatte die Parteizugehörigkeit von Maia keine Bedeutung, nachdem er bei früheren Wahlen für andere Parteien angetreten war. Cesar Maia selbst war bereits dreimal Kandidat, hat aber 1996, als es gesetzlich noch keine Möglichkeit der Wiederwahl gab, den späteren Wahlsieger gekürt und den Wahlkampf praktisch mit seinem eigenen Namen geführt. Innerhalb seiner Partei hat er nun eine herausragende Position. Es wird erwartet, dass er sich noch viel deutlicher auch zu Themen von bundespolitischem Interesse äußern wird. Da Cesar Maia als Bürgermeister nicht wiedergewählt werden kann, wird angenommen, dass er im Jahre 2006 bei den Gouverneurs- oder Präsidentschafts- und Parlamentswahlen eine politische Spitzenposition anstreben wird. Die Kommunalpolitik hat neben der Bundes- und Landesebene einen zunehmenden Einfluss auf das Leben der Bürger Rio de Janeiros. Die Bürgermeister werden in allgemeinen, direkten Wahlen für vier Jahre im Amt gewählt. Der Wahlkampf auf kommunaler Ebene wird weitgehend von Personen und lokalen Themen beeinflusst. Die Wahlbeteiligung im Jahre 2004 war wegen der allgemeinen Wahlpflicht im Land sehr hoch, aber Nichtwähler konnten ihre Abwesenheit ohne Probleme und unbürokratisch rechtfertigen. Insgesamt gingen nur 14 Prozent der Wahlberechtigten nicht zur Wahl, weitere sechs Prozent gaben entweder ungültige oder bewusst weiße Stimmzettel ab.

Städtepartnerschaften

Rio de Janeiro unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

2006 Das „Teátro Municipal“ (Nationaltheater) ist das eindrucksvollste Gebäude am „Praça Floriano“, im Stadtteil „Cinelândia“ - dort sind die Oper und das Orchester der Stadt Rio de Janeiro beheimatet. Es wurde zwischen 1905 und 1909 von Francisco de Oliveira Passos errichtet, der sich teilweise von der Pariser Oper inspirieren ließ. Verschiedene Marmor-Arkaden, aber auch Details in Bronze und aus Europa importierte Vitreaus schmücken das stilvolle Gebäude - der Bühnenvorhang wurde von Eliseu Visconti (1866-1944) bemalt und portraitiert insgesamt 75 berühmte Persönlichkeiten aus dem künstlerischen Bereich, wie beispielsweise Carlos Gomes, Rembrandt van Rijn und Richard Wagner. Im Untergeschoss befindet sich das mit Mosaiken ausgestattete Café do Teatro im Assírio-Saal.

Museen

Richard Wagner Richard Wagner]] Die Stadt beherbergt verschiedene Museen (zum Beispiel das „Museu Paço Imperial“ und das „Museu do Indio“). Das „Museu Chácara do Céu“ zeigt Werke Pablo Picassos und anderer moderner Meister wie Henri Matisse, Amedeo Modigliani und Claude Monet. Das „Museu Histórico Nacional“ ist eines der wenigen noch erhaltenen Bauwerke des 16. Jahrhunderts. Es widmet sich der brasilianischen Geschichte und zeigt Möbel und andere Gegenstände aus der Kolonialzeit Brasiliens. Im Stadtviertel Catete südlich vom Stadtzentrum befindet sich nahe der U-Bahnstation „Catete“ das „Museu da República“. Nicht zu vergessen ist noch das „Museu Nacional“ im nördlichen Teil der Stadt. Das 1938 eröffnete „Museu Nacional de Belas Artes“ (Nationalmuseum der Schönen Künste) im Zentrum der Stadt beherbergt eine bedeutende Sammlung brasilianischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie italienischer und französischer Meister des 17. bis 19. Jahrhunderts. Sehenswert ist auch das „Museu de Arte Moderna“, kurz MAM, das der bekannte brasilianische Architekt Affonso Eduardo Reidy geplant hat. Das MAM besitzt Ausstellungsstücke moderner brasilianischer Kunst und zur Geschichte des Kinos. Nach der Brandkatastrophe im Jahre 1978 konnte die Sammlung durch verschiedene Schenkungen und Ankäufe wieder aufgebaut werden. Seit 1993 befindet sich im Museum auch die Sammlung des Kunstförderers Gilberto Chateaubriand. Im Museum der Kunstschule „Dom João VI.“ befinden sich Werke und Dokumente der brasilianischen Kunstproduktion des 19. und 20. Jahrhunderts, vor allem aus Rio de Janeiro, aber auch europäische Kunst. Das „Museu Castro Maya“ beherbergt Sammlungen von Raymundo Ottoni de Castro Maya (1894-1968) in zwei Einrichtungen: im „Museu do Açude“ (dekorative Künste) und im „Chácara do Céu“, Museum für brasilianische Kunst und Ikonografie. Etwas außerhalb der Stadt selbst, in einer Satellitenstadt Rio de Janeiros, Niterói, gelegen befindet sich das 1991 eröffnete „Museu de Arte Contemporânea“ (Musem für zeitgenössische Kunst, das an die Form eines UFOs erinnert), kurz MAC. Dieses Gebäude wurde vom Architekten Oscar Niemeyer entworfen und enthält verschiedene moderne Ausstellungsstücke.

Bauwerke

Oscar Niemeyer Ein berühmtes Wahrzeichen von Rio de Janeiro ist die 38 Meter hohe Christusstatue, die sich auf dem Corcovado-Berg befindet - zu erreichen mit der Corcovado Bergbahn. Am Südende der „Avenida Rio Branco“ im Stadtzentrum liegt die „Praça Floriano“, einer der eindrucksvollsten Plätze Rio de Janeiros. „Cinelândia“ auf der einen Seite ist ein lebhaftes Viertel mit Cafés, Bars und Kinos. Im nördlichen Teil der Praça befindet sich das prachtvolle „Teatro Municipal“. Ebenfalls an der Avenida Rio Branco stehen zwei große neuklassizistische Gebäude: die "Biblioteca Nacional" (eröffnet 1910) und das "Museu Nacional de Belas Artes". Sehenswert ist auch das im Jugendstil errichtete "Confeitaria Colombo", an der "Rua Gonçalves Dias". An der "Avenida República do Chile" findet man die moderne wie ein Vulkan aus Beton aussehende "Catedral Metropolitana" mit einem Fassungsvermögen für 20.000 Gläubige. Nahe der neuen Kathedrale bei der "Station des Bonde", fährt eine kleine Straßenbahn über den Aquädukt "Arcos da Lapa" aus dem 18. Jahrhundert durch steile Kopfsteinpflasterstraßen zum Künstlerviertel "Santa Teresa". Zahlreiche alte Kirchen und Klöster wie die "Candelária-Kirche" (Igreja da Candelária) sowie das Kloster "São Bento" (Mosteiro de São Bento) und andere Bauten aus der Kolonialzeit wie der Residenzpalast "Quinta da Boa Vista" stehen in starkem Kontrast zur modernen Architektur. Im Stadtzentrum gegenüber dem würfelförmigen Petrobrás-Gebäude (Brasiliens staatlicher Erdölgesellschaft) liegt der kleine Park Largo da Carioca. Dahinter erhebt sich auf einem Hügel die einfache, weisse "Igreja e Convento de Santo Antônio", die älteste und wohl schönste Kirche Rio de Janeiros. Neben dem Kloster "Santo Antônio" steht die mit prachtvollem Barockdekor ausgeschmückte Kirche "São Francisco da Penitência". Die "Praça XV de Novembro" in Ufernähe der Guanabara-Bucht war der Hauptplatz des kolonialen Rio de Janeiro; das elegante dreistöckige Bauwerk an der Südostseite ist der "Paço Imperial", die erste Residenz von Johann VI. (1767-1826), König von Portugal, nachdem dieser seinen Hofstaat im Jahre 1807 nach Brasilien verlegt hatte. Nicht so weit entfernt, an der "Praça Pio X" befindet sich die Kirche "Nossa Senhora da Candelária". Ihr prachtvolles Innere ist gänzlich mit verschiedenfarbigem Marmor dekoriert, und Marmorengel stützen die beiden riesigen Bronzekanzeln.

Parks

Marmor Die bekanntesten Parks in Rio de Janeiro sind der Botanische Garten (Jardim Botânico) und die Quinta da Boa Vista, der größte Park der Stadt. Im Stadtbezirk São Cristóvão gelegen, bietet der Park grüne Gärten, Seen sowie Sportanlagen und Spielplätze. Zu seinen Hauptattraktionen gehört insbesondere ein Zoo, der über 2.500 verschiedene Tierarten aufzuweisen hat, sowie das Nationalmuseum, das in der Kaiserzeit gegründet wurde. Der Botanische Garten, Anfang des 19. Jahrhunderts auf Veranlasssung des Prinzregenten Johann VI. angelegt, ist eine der bedeutendsten Grünflächen der Stadt. Darin gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten, darunter das Kuhlmann-Museum, den Sitz der Gartenverwaltung, das Portal der früheren "Academia Imperial de Belas Artes", der Kaiserlichen Akademie der Schönen Künste, die nach Zerstörung des Gebäudes von Grandjean de Montigny (1772-1850) in den 1930er Jahren hierher verlegt wurde, sowie die frühere Schießpulverfabrik. In der Nähe befinden sich der Horto Florestal, die Baumschule, sowie der Solar da Imperatriz, das ehemalige Palais der Kaiserin (an der Estrada Dona Castorina).

Naturdenkmäler

1930er Der "Zuckerhut", ein Wahrzeichen Rio de Janeiros, ist ein 394 Meter hoher Granitfelsen, der der Stadt auf einer Halbinsel im Atlantik, in der Guanabara-Bucht gelegen, vorgelagert ist. Er wird in Brasilien "Pão de Açúcar" (wörtlich Zuckerbrot, der portugiesische Begriff für Zuckerhut) genannt, weil er die Form desselben hat. Auf den Gipfel des Berges führt eine Drahtseilbahn ("O Bondinho"), ihre Kabine ist rundherum aus Glas, so dass man schon während der Auffahrt den Felsen sehen kann. Der erste Streckenabschnitt der Seilbahn wurde am 27. Oktober 1912 fertig gestellt, doch erst der zweite Abschnitt, der 1913 fertig wurde, führte bis auf den Gipfel des Berges. Die steilen Drahtseile der Bahn wurden auch schon für artistische Künste benutzt. 1967 fuhr beispielsweise ein Deutscher mit einem Motorrad die Seile hinauf und im Jahre 1977 balancierte der US-amerikanische Drahtseiltänzer Steven McPeak bis zum Gipfel. 1979 war der Berg Kulisse eines Kampfes zwischen James Bond (Roger Moore) und Jaws (Richard Kiel) im Film "Moonraker - Streng geheim". Auf der südlichen Seite des "Zuckerhuts" befinden sich die Strände von Copacabana, Ipanema und Leblon bis hin zum Felsen von Gávea. Auf der nördlichen Seite liegt die Bucht von Guanabara mit den angrenzenden Stadtvierteln Botafogo, Flamengo, Ilha de Governador bis hin zum Hügel "Dedo-de-Deus" bei Teresópolis. Im Westen steht die Christus-Statue auf dem Corcovado.

Freizeit und Erholung

Corcovado Zu den nahe der Stadt gelegenen Erholungsgebieten gehören die Strände, insbesondere Ipanema und Copacabana, die Bergschluchten des Barra da Tijuca sowie die Inseln der Guanabara-Bucht, die allerdings im Januar 2000 durch nach einem Unfall ausfließendes Öl stark verschmutzt wurde. Copacabana ist einer der bekanntesten Stadtteile Rio de Janeiros, der direkt am Atlantik liegt und über den berühmten vier Kilometer langen Sandstrand verfügt. Der halbmondförmige Strand mit der Promenade wird auch "Princesinha do Mar" (Kleine Meerprinzessin) genannt und sah in den 1930er, 1940er und 1950er Jahren sein goldenes Zeitalter. Als Stadtteil der Bohème, des Reichtums und des Glanzes ist Copacabana zum Thema vieler Musikstücke, Bücher und Bilder geworden. Ipanema ist der Name eines Stadtteils und eines berühmten Strandes von Rio de Janeiro. Neben der Copacabana ist Ipanema der wichtigste Strand Rio de Janeiros. Das direkt an ihn anschließende Stadtviertel gehört zu den gehobeneren und angenehmeren von Rio. Die Kombination von Strand und angenehmem Großstadtviertel ist in dieser Form einzigartig. Bekannt wurde das Viertel auch durch das Lied "Garota de Ipanema" (The Girl from Ipanema) von Antônio Carlos Jobim. Zwischen dem ruhigen Strand von Copacabana (klares Wasser) und dem Strand von Ipanema (wildes Wasser) liegen der Felsvorsprung Arpoador ("Harpunator") und ein militärisch genutztes Fort.

Sport

Antônio Carlos Jobim Antônio Carlos Jobim Fußball ist in Brasilien Nationalsport. Jeder der 26 Bundesstaaten und der Distrito Federal do Brasil führt im ersten Halbjahr seine eigene Fußballmeisterschaft (Torneio estaduai) durch. Einige Turniere wie das "Campeonato Carioca" in Rio de Janeiro werden schon seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ausgetragen und locken Hunderttausende Fans in die Stadien. Das "Campeonato Carioca" ist Schauplatz eines der wichtigsten und weltbekannten klassischen Duelle, das zwischen Flamengo Rio de Janeiro und Fluminense Rio de Janeiro. Erfolgreichster Verein der Stadt ist Flamengo. Der Klub wurde fünf mal Brasilianischer Fußball-Meister (1980, 1982, 1983, 1987 und 1992), gefolgt von Vasco da Gama mit vier Titeln (1974, 1989, 1997 und 2000), Fluminense mit zwei nationalen Titeln (1970 und 1984) und Botafogo mit einem nationalen Titel (1995). 30.000 bis 75.000 Zuschauer kommen zu den Spielen der großen Teams Vasco da Gama (mit einer Anhängerschaft mehr aus der portugiesischstämmigen Bevölkerung), Botafogo (aus dem gleichnamigen Stadtteil, mit sehr gemischter Anhängerschaft), Flamengo (der beliebteste Verein Brasiliens mit der größten Anhängerschaft überwiegend aus den armen Stadtvierteln und Favelas von Rio de Janeiro) und Fluminense (Anhängerschaft kommt aus der Mittelschicht und der reichen, weißen Bevölkerung Rio de Janeiros). Alle Spiele dieser vier Vereine werden im Maracanã-Stadion, das für die Fußball-Weltmeisterschaft 1950 erbaute wurde, ausgetragen. Mit einem Fassungsvermögen von 103.000 Zuschauern ist es nach dem Aztekenstadion in Mexiko-Stadt das zweitgrößte Fußball-Stadion der Welt. Rio de Janeiro ist Austragungsort der XV. Panamerikanischen Spiele im Jahre 2007. Das Zentrum der Spiele wird der Stadtteil Barra da Tijuca sein. Für den Zeitraum der zweiwöchigen Wettkämpfe erwartet man einschließlich der offiziellen Delegationen insgesamt etwa 500.000 Besucher und Athleten aus über 40 Ländern. Panamerikanische Spiele werden traditionell alle vier Jahre in Nord- oder Lateinamerika ein Jahr vor den Olympischen Sommerspielen in den olympischen Sportarten ausgetragen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Olympischen Sommerspielen Zahlreiche Menschen nehmen an dem jährlich stattfindenden farbenprächtigen Karneval in Rio teil, der am Vorabend der Fastenzeit stattfindet. Der Karneval beginnt offiziell am Freitag vor Aschermittwoch und ist eine der Hauptattraktionen der Stadt. Die vielfarbige Parade der Sambaschulen gehört zu den größten Paraden der Welt. Die meisten der prächtig kostümierten "Könige", "Königinnen", "Prinzessinnen" und "Baianas" haben das ganze Jahr über hart gearbeitet, um sich die Kostüme leisten zu können, die sie hier für nur wenige Stunden tragen. Organisiert wird der Karneval von so genannten Samba-Schulen - den "Escolas de Samba". Auf den Tribünen haben 60.000 Zuschauer Platz. Die Paraden beginnen jeden Abend in der 700 Meter langen Arena des Sambódromo und dauern pro Festtag etwa zwölf Stunden. Das bedeutet, dass die letzten zwei Paraden bereits am folgenden Morgen durchgeführt werden.

Kulinarische Spezialitäten

Rio de Janeiros Küche spiegelt die Einflüsse der Völker wieder, die diese Stadt geprägt haben. Am Anfang waren das die Afrikaner, Indianer und Portugiesen, später auch Franzosen, Italiener und zahlreiche andere. Aus den anderen Regionen Brasiliens kommen die exotischen Fische Amazoniens, die scharfen Speisen des Nordostens und die rustikalen aus Minas Gerais, das "Churrasco" (Spießbraten vom Holzkohlengrill) aus dem Süden des Landes und zahlreiche andere. Ursprünglich aus Rio de Janeiro stammend ist nur die am Mittwoch und Sonnabend servierte "Feijoada" (ein Bohnengericht mit Fleisch und Beilagen). Das Nachtleben ist sehr angeregt und hat mit zahlreichen Cafés, Scotch-Bars, Discotheken, Pubs und Bierhallen eine große Auswahl an Alternativen anzubieten. Das ganze Jahr über gibt es gute Kulturprogramme. Die Einwohner Rio de Janeiros sind sehr große Rindfleischliebhaber. Es gibt zwei Grundarten der Bedienung: in Einzelportionen oder als Rodízio, bei dem der Gast kontinuierlich unterschiedliche Rindfleischsorten, Hähnchen und Würstchen serviert bekommt. Schmackhaft sind auch die "Chopes" (eiskaltes Bier vom Fass) und leckeren Aipim-Klößchen (Aipim ist eine Form des Maniok, die wie Kartoffeln zubereitet wird und auch ähnlich wie diese schmeckt).

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Maniok Maniok Seit der Gründung der Stadt als Festung und portugiesischer Handelsposten breitete sich Rio de Janeiro aus und füllte allmählich das gesamte Gebiet zwischen der Küste und den Bergen des Hinterlandes aus. Der wirtschaftliche Kern der Stadt konzentriert sich um die die Avenida Presidente Vargas und die Avenida Rio Branco. Dazu gehören einige hohe Bürogebäude. Im Norden stehen ausgedehnte Industriebezirke und Wohngebiete. Da Rio de Janeiro das beliebteste Reiseziel für Touristen im Land ist, sind auch die bedeutendsten Wirtschaftszweige der Stadt mit dem Fremdenverkehr, dem Dienstleistungs- und dem Finanzsektor verbunden. In Südamerika steht die Stadt in wirtschaftlicher Hinsicht hinter São Paulo an zweiter Stelle. Rio de Janeiro ist auch einer der Hauptstandorte der herstellenden Industrie in Brasilien, überwiegend Bekleidung, chemische und pharmazeutische Produkte, Möbel, Metallwaren, Nahrungsmittel, Schiffe und Textilien werden hier hergestellt. Das Bankwesen ist dominierend, und die zweitgrößte Börse des Landes, die "Bolsa da Valores do Brasil", hat ihren Sitz in der Stadt. Eine ebenfalls bedeutende Rolle in der Wirtschaft Rio de Janeiros spielt die Landwirtschaft in der Umgebung der Stadt. Hauptexportgüter sind vor allem Kaffee und Sojabohnen. Probleme bereiten die Inflation und die hohe Arbeitslosigkeit, auch die Unterschiede zwischen der armen und reichen Bevölkerung sind gravierend, was mit ein Grund dafür ist das sich die Kriminalität zu einem inoffiziellen Wirtschaftssektor entwickelt hat. Insbesondere Touristen sind häufig Opfer von Kleindiebstahl. Seit die neue Landeswährung, der Real, im Jahre 1994 eingeführt wurde, hat sich die Wirtschaft Rio de Janeiros stabilisiert. Noch 1990 sank das Wirtschaftswachstum und die Inflation war extrem hoch. Die Stadt war hoch verschuldet und die Politik richtungslos. Seit 1996 dürfen Ausländer an den Börsen im Land investieren. Um zahlreichere Investitionen aus dem Ausland anzuziehen, hat die brasilianische Regierung außerdem die Handelsbeschränkungen abgeschafft, Industriebereiche privatisiert und die Tarife gesenkt. Diese Maßnahmen haben den Marktzugang für ausländische Unternehmen nach Rio de Janeiro erleichtert, die dadurch ihre Gewinnspanne erhöhen konnten. Zu den bedeutendsten, teilweise internationalen, Konzernen mit Sitz in Rio de Janeiro gehören unter anderem EmbraTel, Esso, Petrobras, Petroleo Ipiraga, Shell und Texaco. Die im Vergleich zu anderen Städten hohe Konzentration an Konsulaten hat zahlreiche Firmen dazu veranlasst, ihren südamerikanischen Hauptsitz nach Rio de Janeiro zu verlegen. Die bedeutendsten Investoren sind US-amerikanische Konzerne, aber auch deutsche und japanische. Der größte Teil der Handelsorte und Unternehmen sind in der Innenstadt und in Barra de Tijuca ansässig.

Verkehr

Konsulat Rio de Janeiro ist eine bedeutende Hafenstadt an den Schifffahrtsrouten, die die Küstenstädte im Nordosten des Landes mit den wirtschaftlich stärker entwickelten Gebieten im Südosten Brasiliens verbinden. Mit den anderen Teilen des Landes ist die Stadt durch ein ausgedehntes Netz an Eisenbahn- und Fluglinien verbunden. Im Februar 2000 wurde am internationalen Flughafen von Rio de Janeiro ein neues Terminal mit einer Kapazität von bis zu acht Millionen Passagieren pro Jahr fertig gestellt. Neugebaute Straßentunnel und die Rio-Niterói-Brücke, die sich 14 Kilometer über die Guanabara-Bucht nach Niterói erstreckt, haben den Pendlerverkehr, der regelmäßig zu Staus führte, etwas entlastet. Die U-Bahn von Rio de Janeiro wurde am 19. März 1979 eingeweiht und befährt heute zwei Linien mit einer Länge von 35 Kilometern. Trolleybusse fuhren zwischen dem 3. September 1962 und April 1971 in der Stadt. Am 30. Januar 1859 eröffnte die erste Pferdestraßenbahn der Stadt ihren Betrieb. Die sieben Kilometer lange Strecke zwischen Rio de Janeiro und dem Vorort Tijuca war nach New York (1832), Paris (1855), Santiago de Chile (1857) und Mexiko-Stadt (1858) die fünfte der Welt. Am 8. Oktober 1892 eröffnete der Vizeprädident Brasiliens, Floriano Peixoto, zwischen Largo da Carioca und Largo do Machado in Rio de Janeiro die erste elektrische Straßenbahn des Landes. Durch den zunehmenden Autoverkehr wurde das früher umfangreiche Netz fast vollständig stillgelegt. Die Straßenbahn befährt heute nur noch einen acht Kilometer langen Streckenabschnitt nach Silvestre (Anschluss an die Corcovado Bergbahn) und Paula Mattos, beide Stationen im Stadteil Santa Teresa gelegen. Die Lage der Straßenbahn außerhalb des Stadtzentrums und die spektakuläre Strecke von der stadtseitigen Endstation über ein früheres Aquädukt bewahrte sie vor der Stilllegung. Neben der Straßenbahn in Braunschweig ist diese Bahn die letzte auf der Welt, die mit der Spurweite 1.100 Millimeter betrieben wird. Auf den 704 Meter hohen Corcovado führt eine Bergbahn. Die meterspurige Zahnradbahn wurde 1884 eröffnet. Den Gipfel konnte man allerdings erst ab dem 1. Juli 1885 erreichen. Der Auftrag für die Bahn wurde bereits am 7. Januar 1882 durch Kaiser Dom Pedro II. erteilt. Die beiden Ingenieure Teixeira Soãres und Francesco Passos erhielten eine Konzession für den Bau der Bahn. Im Jahre 1910 wurde die eingleisige Strecke durch die Sulzer AG aus der Schweiz elektrifiziert. Sie war damit die erste elektrisch betriebene Bahn in Brasilien.

Medien

Schweiz Eine große Bedeutung in Rio de Janeiro haben die Printmedien. Deren Niveau ist verhältnismäßig hoch, da sich die Presse vorwiegend an die oberen und mittleren Einkommensschichten richtet. Zeitungen wie das "Jornal do Brasil" und die politischen Magazine "Istoé" und "Veja" brauchen den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Brasilien hat natürlich ein großes Boulevardblatt, die Zeitung "O Povo na Rua" (Das Volk auf der Straße), die vorwiegend von den Menschen der unteren Einkommensschichten Rio de Janeiros gelesen wird. 90 Prozent der Einwohner in der Stadt verfügen über einen Fernseher. Die Fernsehsender orientieren sich am nordamerikanischen Vorbild und bevorzugen überwiegend Unterhaltungssendungen und Spielfilme, die hohe Einschaltquoten und Werbeeinnahmen versprechen. Fernsehgebühren werden nicht erhoben. Das Kabelfernsehen setzt sich in Rio de Janeiro immer weiter durch und enthält alle großen nationalen Fernsehsender (Globo, Record, Bandeirantes, Rede TV, TV Cultura) aber auch die Programme von "ESPN" (Sportkanal), "CNN" (Nachrichtensender), "RAI" (Radiotelevisione Italiana) und MTV sowie alle wichtigen Rundfunkstationen. Dazu gehören unter anderem Rádio CBN (Central Brasileira de Noticias), Jovem Pan, Radiobrás, Rádio Eldorado, Nove de Julho und Rádio Católica.

Bildung

Rio de Janeiro beherbergt zahlreiche Universitäten, Hoch- und Fachschulen, Forschungsinstitute und Bibliotheken. Zu den führenden Bildungsstätten gehören die Bundesuniversität (eröffnet 1920), die Universität des Bundesstaates Rio de Janeiro (1950) und die Bischöfliche Katholische Universität (1941). Des Weiteren befinden sich in der Stadt das Nationalarchiv und die Nationalbibliothek. Das Schuljahr in Rio de Janeiro und ganz B