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Geweih

Geweih

Das Geweih ist der „Kopfschmuck“ von männlichen Tieren, die zu den Cerviden gerechnet werden. Durch Steuerung über das Hormon Testosteron wachsen aus der Stirn der Tiere aus Rosenstöcken (zapfenförmige Knochengebilde) Knochenstangen, die mit fortschreitendem Alter der Tiere und je nach Art des Tiers Verzweigungen (Enden, Sprossen) oder Schaufeln bilden können. Je nach Anzahl dieser Enden werden die Tiere in der Jägersprache als Achtender, Zehnender, usw. bezeichnet. Achtender] Geweihe werden aus Knochensubstanz gebildet (nicht aus Horn) und während der Wachstumsphase über eine kurzbehaarte Haut, den Bast durch Blutgefäße versorgt. Nach Abschluss des Wachstums wird die Blutversorgung eingestellt, der Bast trocknet aus und wird vom Tier an Büschen und Bäumen abgestreift (gefegt). Das frisch gefegte Geweih ist von weißer Farbe. Die später bräunliche Verfärbung entsteht durch Pflanzensäfte, die durch wiederholtes Schlagen des Geweihs in Büsche und Bäume (Reviermarkierungsverhalten) von der Knochensubstanz aufgenommen werden. Im Herbst bis Spätherbst des Jahres bildet sich zwischen Geweih und Rosenstock eine Demarkationslinie (Trennfuge), an der das Geweih abbricht (siehe auch Petschaft). Die Geweihe werden jedes Jahr neu gebildet. Störungen im Testosteron-Haushalt (Mangel, Totalausfall) führen regelmäßig zu Geweihmissbildungen. Die bekannteste ist der Perückenbock. Kategorie:Zootomie Kategorie:Jagd

Cerviden

Die Hirsche (Cervidae) sind eine Familie der Paarhufer. Sie sind in 40 Arten über Eurasien, Nord- und Südamerika verbreitet und wurden außerdem in Australien und Neuseeland durch Menschen eingeführt. Die Größe der Hirsche schwankt zwischen der eines Hasen (Pudu) und der eines Pferdes (Elch). Kennzeichnend ist das Geweih, das meistens nur beim Männchen vorhanden ist. Ausnahmen sind lediglich das Wasserreh (das nie ein Geweih hat) sowie das Rentier (bei dem beide Geschlechter ein Geweih haben). Die Geweihe sind verzweigte Stangen, die jedes Jahr abgeworfen werden und anschließend nachwachsen. Die Hirsche tauchten im Oligozän in Asien auf. Von hier verbreiteten sie sich nach Europa. Nordamerika erreichten sie im Miozän, Südamerika erst in erdgeschichtlich sehr junger Zeit im Pleistozän. Teilweise wird die Hirschkuh vor allem im älteren Sprachgebrauch (wie zum Beispiel in Goethes „Iphigenie auf Tauris“) auch als Hindin oder Hinde bezeichnet.

Klassifikation

Die Moschushirsche werden hier nicht zu den Hirschen gerechnet, sondern als eigene Familie gewertet. Damit gehören folgende Taxa zu den Hirschen:
- Unterfamilie Muntjaks (Muntiacinae)
  - Gattung Muntiacus
    - Chinesischer Muntjak (Muntiacus reevesi)
    - Schwarzer Muntjak (Muntiacus crinifrons)
    - Tenasserim-Muntjak (Muntiacus feae)
    - Indischer Muntjak (Muntiacus muntjak)
    - Borneo-Muntjak (Muntiacus atherodes)
    - Gongshan-Muntjak (Muntiacus gongshanensis)
    - Truong-Son-Muntjak (Muntiacus truongsonensis)
    - Putao-Muntjak (Muntiacus putaoensis)
  - Gattung Megamuntiacus
    - Riesenmuntjak (Megamuntiacus vuquangensis)
  - Gattung Elaphodus
    - Schopfhirsch (Elaphodus cephalophus)
- Unterfamilie Hydropotinae
  - Gattung Hydropotes
    - Wasserreh (Hydropotes inermis)
- Unterfamilie Trughirsche (Odocoileinae oder Capreolinae)
  - Gattung Capreolus
    - Europäisches Reh (Capreolus capreolus)
    - Sibirisches Reh (Capreolus pygargus)
  - Gattung Odocoileus
    - Weißwedelhirsch (Odocoileus virginianus)
    - Maultierhirsch (Odocoileus hemionus)
  - Gattung Ozotoceros
    - Pampashirsch (Ozotoceros bezoarticus)
  - Gattung Blastocerus
    - Sumpfhirsch (Blastocerus dichotomus)
  - Gattung Spießhirsche (Mazama)
    - Großmazama oder Rotmazama (Mazama americana)
    - Graumazama oder Braunmazama (Mazama gouazoubira)
    - Kleiner Rotmazama (Mazama rufina)
    - Zwergmazama (Mazama chunyi)
    - Merioa-Mazama (Mazama bricenii)
    - Kleinmazama (Mazama nana)
    - Mazama bororo
  - Gattung Pudus (Pudu)
    - Nördlicher Pudu (Pudu mephistophiles)
    - Südlicher Pudu (Pudu puda)
  - Gattung Rangifer
    - Ren oder Rentier (Rangifer tarandus)
  - Gattung Andenhirsche (Hippocamelus)
    - Nördlicher Andenhirsch (Hippocamelus antisensis)
    - Südlicher Andenhirsch (Hippocamelus bisulcus)
  - Gattung Alces
    - Elch (Alces alces)
- Unterfamilie Echte Hirsche (Cervinae)
  - Gattung Axis
    - Axishirsch (Axis axis)
    - Schweinshirsch (Axis porcinus)
    - Bawean-Hirsch (Axis kuhlii)
    - Calamian-Hirsch (Axis calamianensis)
  - Gattung Elaphurus
    - Davidshirsch (Elaphurus davidianus)
  - Gattung Edelhirsche (Cervus)
    - Sambar (Cervus unicolor)
    - Mähnenhirsch (Cervus timorensis)
    - Philippinenhirsch (Cervus mariannus)
    - Prinz-Alfred-Hirsch (Cervus alfredi)
    - Barasingha (Cervus duvaucelii)
    - Schomburgk-Hirsch (Cervus schomburgki)
    - Leierhirsch (Cervus eldii)
    - Sikahirsch (Cervus nippon)
    - Weißlippenhirsch (Cervus albirostris)
    - Rothirsch (Cervus elaphus)
  - Gattung Dama
    - Europäischer Damhirsch (Dama dama)
    - Mesopotamischer Damhirsch (Dama mesopotamica) Ein vereinfachtes Kladogramm der Hirsche zeigt die mutmaßlichen Verwandtschaftsbeziehungen: Cervidae (Hirsche) |-- Hydropotes (Wasserreh) `-- N.N. |-- Muntiacinae (Muntjaks) `-- N.N. |-- Odocoileinae (Trughirsche) | |-- Capreolus (Rehe) | `-- N.N. | |-- Odocoileini (Amerikahirsche und Rentiere) | `-- Alces (Elch) `-- Cervinae |-- Megaloceros (†) `-- Cervini (rezente Cervinae) Von den zahlreichen fossilen Hirscharten wurde in das Kladogramm der eiszeitliche Riesenhirsch Megaloceros aufgenommen, der zu den bekanntesten prähistorischen Säugetieren gehört.

Weblinks

Kategorie:Paarhufer ja:ã‚·ã‚« ms:Rusa sambar

Testosteron

Testosteron ist neben Nandrolon ein wichtiges Sexualhormon (Androgen), das bei beiden Geschlechtern nachgewiesen ist, und sich dabei in Konzentration und Wirkungsweise bei Mann und Frau unterscheidet. Wie alle Androgene besteht das Grundgerüst des Testosterons aus 19 C-Atomen. Die Vorläufer des Testosterons sind die Gestagene (21 C-Atome). Testosteron ist ein Kunstwort, das von Testikel (Hoden) und Steroid abgeleitet ist. Bei Männern wird Testosteron zum größten Teil unter dem Einfluss des LH (Luteinisierendes Hormon) in den Leydigschen Zwischenzellen im Hoden produziert. Die Nebennierenrinde bildet zwar kleine Mengen anderer Androgene, jedoch kein Testosteron. Bei Frauen produzieren die Eierstöcke und die Nebennierenrinde geringe Mengen an Testosteron. In der Biosynthese des Organismus ist das Cholesterol der Precursor (Vorstufe), bzw. das Progesteron ein Zwischenprodukt für die Testosteronsynthese.

Funktion

Testosteron
- fördert die Entwicklung und Erhaltung der sekundären Geschlechtsmerkmale beim Mann
- fördert Wachstum und Funktion von Penis und Skrotum
- reguliert die Spermienproduktion
- fördert Wachstum und Funktion der akzessorischen Geschlechtsdrüsen
- hemmt die Gonadotropinsekretion
- fördert die Fettsekretion
- fördert das Haarwachstum
- besitzt eine anabole, muskelaufbauende Wirkung.
- steigert das sexuelle Verlangen = Libido und generell Ausdauer und Lebenslust.

Negative Wirkungen


- Aktivierung von Prostatakrebs
- Erhöhung der Thrombosegefahr
- Erhöhung der Herzinfarkt- und Arteriosklerosehäufigkeit.
- Haarausfall auf dem Oberkopf, der zu einer Glatze führen kann (durch DHT-Synthese aus Testosteron)
- Allgemein fördert Testosteron aggressive Verhaltensweisen. Als ethologische Wirkungen wurden Imponiergehabe, Kampfverhalten sowie Begattungsdrang erforscht und beobachtet. Dies wurde durch Kastration und anschliessender Hormonzufuhr an Tieren (mächtige Hengste werden zu angepassten Wallachen) und Menschen (während der Sklavenhalterzeit) bewiesen. Ebenso kann eine Überproduktion in der Nebennierenrinde beim weibl. Geschlecht eine Vermännlichung (Imponiergehabe, Kampf, Begattung) bewirken. Künstliche Testosteron-Zufuhr bei Frauen (Bodybuilding), kann zu einer Vermännlichung (Stimme,Muskulatur, Gesichtszüge) und Vergrösserung der Klitoris führen.

Künstliches Testosteron

Ein Testosteronmangel kann z.B. zu Erektionsstörungen führen und konnte früher nur durch Spritzen ausgeglichen werden, die den Nachteil haben, dass sie nur über lange Zeiträume gegeben werden konnten und dadurch der Testosteronspiegel stark schwankt. Heute gibt es ein Gel, das täglich auf die Haut aufgetragen wird und somit einen konstanten Testosteronspiegel ermöglicht. In einigen Ländern sind Testosteronimplantate zugelassen. Manche Bodybuilder verwenden auch Testosteron, um ihren Muskelaufbau zu beschleunigen oder die natürliche Leistungsgrenze zu überwinden. Dabei besteht aber die Gefahr, eine überhöhte Dosis zu verwenden, die zu ernsthaften, dauerhaften urologischen Problemen führen kann. Gebräuchlich sind kurzkettige Ester (Propionat), mittelkettige (Enanthat/Cypionat) und langkettige Ester (Undecanoat, Buciclat), wobei der grösste Teil über den Schwarzmarkt bezogen wird. Bei diesen Produkten besteht die Gefahr der Verunreinigung bzw. falscher Dosierungen.

Therapie mit Testosteron

Reicht die natürliche Produktion von Testosteron nicht aus, dann kann laut Empfehlung der Pharmaindustrie eine Langzeittherapie mit von außen zugeführtem Testosteron erfolgen. Problematisch ist allerdings, dass Männer höchst unterschiedliche Testosteronspiegel benötigen, um "männlich" zu reagieren. Manche "unmännlich" wirkenden Männer mit geringer Libido haben einen relativ hohen Spiegel an Testosteron. Andererseits sehr viril wirkende Männer mit voll entwickelter Libido haben dagegen einen geringen Spiegel. Mithin ist es äußerst schwierig, einen geringen Testosteronspiegel zuverlässig als Ursache für mangelnde Virilität festzumachen. Lediglich bei einigen fest umschriebenen Krankheitsbildern wie Hypogonadismus überwiegen die möglichen Vorteile einer Testosterongabe mit gewisser Wahrscheinlichkeit die möglichen Nachteile. Es stehen heute mehrere Darreichungsformen zur Verfügung:
- Pflaster zum Aufkleben auf die Haut
- Gel zum Auftragen auf die Haut
- Ölige Lösungen zur intramuskulären (i.m.) Injektion (bis drei Monate Wirksamkeit)
- Tabletten zur Einnahme. Injiziertes Testosteron in purer Form würde binnen weniger Minuten im Körper abgebaut werden. Daher wird an das Testosteronmolekül in einem chemischen Verfahren ein Ester angehängt, um den Abbau im Körper zu bremsen. Am Markt verfügbar sind heute unter anderem Propionat-Ester (Wirkung: ca. 3-4 Tage), Enanthat-Ester (bis zu 14 Tage) und Undecanoat-Ester (1 Monat). Seit 2005 gibt es eine intramuskuläre 3-Monats-Therapie. Die Injektionen müßten in den angegebenen Intervallen erfolgen, um einen gleichmäßigen Plasmaspiegel des Hormons im Blut zu gewährleisten. In der Praxis werden die Injektionsintervalle oft noch weiter ausgedehnt, da im Organismus Mechanismen zur Bindung von Testosteronmolekülen an bestimmte Proteine (SHBG) vorhanden sind.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW)

Da eine externe Testosteronverabreichung von der Natur nicht vorgesehen ist und künstliche Testosteronsalben und Matrixpflaster erst sehr kurz am Markt sind, ist über Risiken und Langzeitnebenwirkungen noch nichts bekannt. Externe Testosterongaben könnten die Fähigkeit des Körpers, selbst Testosteron zu produzieren, beeinträchtigen.

Weblinks


- http://www-vetpharm.unizh.ch/WIR/00000005/8220_02.htm Kategorie:Chemische Verbindung Kategorie:Endokrinologie Kategorie:Hormon Kategorie:Anabolikum ja:テストステロン simple:Testosterone

Jägersprache

Die Jägersprache oder Weidmannssprache ist keine eigentliche Sprache, sondern setzt sich zusammen aus ca. 3.000 gebräuchlichen und weiteren nahezu 10.000 dem passiven Wortschatz zuzurechnenden Fachwörtern aus dem jagdlichen Brauchtum. Sie zählt zu den ältesten Fachsprachen und Standessprachen überhaupt. Die Ausdrücke sind oft regionalspezifisch; viele sind schon etliche Jahrhunderte alt und seit ihrer Prägung teilweise auch in die Umgangssprache übernommen worden ("Jemandem eins hinter die Löffel geben"). Zu unterscheiden ist die Jägersprache vom Jägerlatein, das übertriebene Erlebnisgeschichten darstellt, in denen sich der Erzähler meist der Jägersprache bedient. Manchmal verwendet der Jäger das Jägerlatein ähnlich wie der Seemann den Seemannsgarn zum Scherz um den Unkundigen in die Irre zu führen oder unwahre Geschichten zu erzählen. So entstehen denn auch seltsame Wildarten wie unter anderem der Rasselbock oder der Wolpertinger. Die Jägersprache hat ihre Ursprünge zum einen in der präzisen Beschreibung von Naturbeobachtungen und Zeichen des zu erlegenden Wildes (als reine Jagdsprache), zum anderen in der bewussten Absetzung zum "gemeinen Volk" (insbesondere den weniger zur Verklärung neigenden "Bauernjägern"). Andere Theorien führen die Sondersprache der Jäger auf einen ehemaligen Aberglauben zurück, der in fast allen Völkern herrschte und herrscht. Die eigentliche Sprache wird während der Jagd vermieden, da man glaubte, allzu klare Worte und Absichten würden den Wald und das Wild vorwarnen, weshalb man sich höchstens mit Hilfe von Ersatzworten verständigte (Meister Petz, etc.). Die Verwendung und Pflege der Jägersprache innerhalb der Jägerschaft gehört zum jagdlichen Brauchtum. Nichtjägern gegenüber verwendet der (rücksichtsvolle) Jäger die Jägersprache nach Möglichkeit nicht, um Verständnisprobleme zu vermeiden. Beispiele

A


- Aasjäger
- Abbaumen
- Abnicken
- Abwurfstange
- Affe
- Äsung
- Aufbruch
- Aufgang
- Axis

B


- Bache
- Balg
- Bambi-Effekt
- Bast
- Blattzeit
- Bockfieber
- Brand
- Brocken
- Brunft
- Brunst

C

D


- Damhirsch
- Decke
- Dublette
- Durch die Lappen gehen

E


- Einlauf

F


- Falkner
- Fährte
- Fang
- Fangschuss
- Feder
- Feistzeit
- Fell
- Fuchsschwanz

G


- Geweih
- Griff
- Großwild

H


- Haarwild
- Halali
- Hatz
- Heil
- Herde
- Hitze
- Horrido

I

J


- Jägerlatein

K


- Kalb
- Kammer
- Kanzel
- Kern
- Kette
- Kirre
- Kot
- Kuder

L


- Lager
- Laufen
- Löseplatz
- Losung
- Lichter
- Luder
- Luderplatz
- Lunte

M


- Mast

N


- Nuss

O

P


- Pass
- Petschaft
- Platzhirsch

Q

R


- Rauschen
- Riegel
- Rotwild
- Rotte
- Rudel

S


- Sau
- Schale
- Schild
- Schlagbaum
- Schmeißfliegen
- Schmelz
- Schnauze
- Schrank
- Schränken
- Schweiß
- Schweißhunde
- Spiegel
- Spiel
- Sprengruf
- Sprung
- Spurlaut
- Standarte
- Stern
- Stoß
- Strecke
- Stück

T


- Teller

U


- Überläufer
- Umgangssprache

V

W


- Weidmannssprache
- Welpe
- Witterung

W

X

Y

Z



Achtender

Das Geweih ist der „Kopfschmuck“ von männlichen Tieren, die zu den Cerviden gerechnet werden. Durch Steuerung über das Hormon Testosteron wachsen aus der Stirn der Tiere aus Rosenstöcken (zapfenförmige Knochengebilde) Knochenstangen, die mit fortschreitendem Alter der Tiere und je nach Art des Tiers Verzweigungen (Enden, Sprossen) oder Schaufeln bilden können. Je nach Anzahl dieser Enden werden die Tiere in der Jägersprache als Achtender, Zehnender, usw. bezeichnet. Achtender] Geweihe werden aus Knochensubstanz gebildet (nicht aus Horn) und während der Wachstumsphase über eine kurzbehaarte Haut, den Bast durch Blutgefäße versorgt. Nach Abschluss des Wachstums wird die Blutversorgung eingestellt, der Bast trocknet aus und wird vom Tier an Büschen und Bäumen abgestreift (gefegt). Das frisch gefegte Geweih ist von weißer Farbe. Die später bräunliche Verfärbung entsteht durch Pflanzensäfte, die durch wiederholtes Schlagen des Geweihs in Büsche und Bäume (Reviermarkierungsverhalten) von der Knochensubstanz aufgenommen werden. Im Herbst bis Spätherbst des Jahres bildet sich zwischen Geweih und Rosenstock eine Demarkationslinie (Trennfuge), an der das Geweih abbricht (siehe auch Petschaft). Die Geweihe werden jedes Jahr neu gebildet. Störungen im Testosteron-Haushalt (Mangel, Totalausfall) führen regelmäßig zu Geweihmissbildungen. Die bekannteste ist der Perückenbock. Kategorie:Zootomie Kategorie:Jagd

Bast

Der Bast bezeichnet # zusammen mit der Borke einen Teil der Rinde eines Baumes siehe: Bast (Baum) # einen pflanzlichen Faserstoff zum Binden und Flechten, z.B. von Bastmatten oder Bastschuhen.
Hiervon abgeleitet der Bastler # ein Hilfsmittel für Pflanzenveredelung z.B. Baumbast, Heftbast, Kunstbast
# in der Jägersprache die behaarte filzige Haut auf einem neu gebildeten Geweih andere gleich klingende Wörter: # aus der Götterwelt Ägyptens, siehe: Bastet # die Bundesanstalt für Straßenwesen # eine Ältere Göttin aus dem fiktiven Cthulhu-Mythos von H. P. Lovecraft - eng angelehnt an die ägyptische Vorlage. Im Cthulhu-Mythos ist sie die Göttin der Katzen und zählt zu den wenigen Gottheiten des Mythos', die Menschen nicht unbedingt feindlich gesonnen sind.

Demarkationslinie

Der Begriff Demarkationslinie (aus dem französischen) bezeichnet: # eine meist vorläufige Abgrenzung eines Gebietes, # in der neueren deutschen Geschichte die ehemalige Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der sowjetisch besetzten Zone (SBZ), die später zur (nicht mehr existierenden) Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde # in Österreich die Grenzziehungen zwischen den einzelnen Besatzungsmächten in der Besatzungszeit von 1945 - 1955 # in der Medizin die Abgrenzung zwischen gesundem und krankem Gewebe # die sich im Herbst bildende Trennfuge zwischen den Rosenstöcken und dem Geweih bei Hirschen (Cerviden). An dieser Stelle bricht das Geweih ab. Siehe auch: Petschaft Kategorie:Grenze

Petschaft

# Petschaft, das: ein "Stempel" aus einem harten Material, der geeignet ist, ein Siegel in eine Siegelmasse (Siegellack, etc.) einzudrücken. # Jägersprachlicher Ausdruck für die Bruchfläche eines von geweihtragenden Tieren abgeworfenen Geweihteils.

Siegelstempel

Ein Petschaft ist ein Siegelstempel zur Prägung von Siegeln in eine Siegelmasse. Unter (Siegel-)Stempel versteht man im allgemeinen Stempel für Papier, die das Siegel auf einer gummiartigen Fläche tragen, die über ein Stempelkissen mit Farbe benetzt wird. Anschließend wird der Stempel auf das Papier gedrückt und hinterlässt dort ein Abbild des Siegels. Bei der Verwendung eines Petschaft gibt es kein Stempelkissen. Ein Petschaft besteht aus einem harten Material, in das ein Siegel eingraviert ist. Das Petschaft wird in eine weiche Masse (Wachs, warmer Siegellack, etc.) gedrückt und hinterlässt dort einen - meist erhabenen - Abdruck des Siegels. Dies kann wie eine Stempelung erfolgen, um ein Schriftstück zu siegeln und so seine Authenzität zu garantieren (letztlich über die anerkannte Stellung des Siegelnden), besonders Lacksiegel wurden und werden jedoch oft zum Verschließen verwendet, um unbefugtes Öffnen von vertraulichen Schriftsücken (Briefe, Dokumente) zu verhindern. Petschafte finden heute vor allem in Bereichen mit starkem Geheimnisschutz, insbesondere dem militärischen Bereich Verwendung. Häufiger als Siegelmasse ist heute die Verwendung eines Petschaft mit einem Siegeltopf. An verschließbaren Aufbewahrungsorten wie Stahlschrank oder Stahlkassette ist am Türspalt bzw. der Deckelöffnung auf der einen Seite des Öffnungsspaltes ein Metalltopf aufgeschweißt, in dem sich eine weiche Masse (Knete) befindet. Auf der anderen Seite der Öffnungsspalte ist eine Kette, Faden oder ein zweiter Metalltopf angeschweißt. Eine Kette wird nun über die Öffnung den Öffnungsspalt hinweg in die Töpfe hineingedrückt, und mit der Knetmasse abgedeckt. Anschließend wird das Petschaft in die Knetmasse gedrückt, so dass sich ein Abbild abzeichnet. Auf diese Weise kann ermittelt werden, wer zuletzt den Metallschrank bzw. die Metallkassette geöffnet hatte. Ein Petschaft enthält dazu in der Regel im Siegelbild nur eine Kurzbezeichnung der Behörde und eine Registriernummer. Anhand dieser Informationen kann der Träger des Petschaft eindeutig identifiziert werden, und ob dieser zum Öffnen des versiegelten Bereiches berechtigt war. Während ein Schlüssel für einen Schrank oder eine Kassette weitergegeben oder auch nachgefertigt werden kann, ist das Petschaft einer bestimmten Person zugeordnet und darf nicht aus der Hand gegeben werden. Oftmals ist ein modernes Petschaft nur mit einem sehr kurzen Stiel versehen, der gerade zwischen zwei Fingerkuppen passt. Oft ist er mit einem Loch versehen, um das Petschaft am Schlüsselbund zu befestigen. siehe auch: Stempel (Papier) Kategorie:Sphragistik

Kategorie:Zootomie

Als Zootomie wird die Lehre vom Aufbau der Organe bei Tieren bezeichnet. Es handelt sich um ein Teilgebiet der Anatomie. Kategorie:Anatomie Kategorie:Zoologie

Catégorie:Liste des minéraux

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