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| Ghirardelli Chocolate Company |
Ghirardelli Chocolate CompanyThe Ghirardelli Chocolate Company ist eine Tochtergesellschaft von Lindt & Sprüngli, Schweiz. Die Firma Ghiradelli wurde 1852 in San Francisco, Kalifornien von dem italienischen Chocolatier Domingo Ghirardelli gegründet. Ghiradelli war die größte unabhängige Schokoladenmarke der USA, bis sie 1998 von Lindt & Sprüngli aufgekauft wurde.
Weblinks
- [http://www.ghirardelli.com/company.html Ghirardelli Homepage (englisch)]
Kategorie:Unternehmen (Schweiz)
Lindt & SprüngliLindt & Sprüngli ist ein international tätiger Schweizer Schokoladenhersteller mit Sitz in Kilchberg, in der Schweiz.
Geschichte
Die Ursprünge von Lindt & Sprüngli liegen in den beiden Schokolademanufakturen von Rudolf Sprüngli in Horgen und Rodolphe Lindt in Bern. Rudolf Sprüngli Junior übernahm die Firma seines Vaters 1892. 1899 baute er die Fabrik in Kilchberg ZH und wandelte die Firma im selben Jahr in eine Aktiengesellschaft um. Die Chocolat Sprüngli AG übernahm bald darauf die Berner Schokoladenmanufaktur von Rodolphe Lindt mitsamt dem Patent für dessen Conchierverfahren. Die Aktiengesellschaft Vereinigte Berner und Zürcher Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli war geboren. In Deutschland wurde 1936 mit der Leonard Monheim AG ein Lizenzvertrag für die Fertigung in Deutschland geschlossen. 1988 hat Lindt & Sprüngli die Fertigung in Deutschland wieder selbst übernommen und produziert einen Großteil der international vertriebenen Artikel in Aachen-Suesterfeld. Sehr beliebt ist der große Werksverkauf (Mo-Fr von 9-16:30, Sa 9-13) mit zahlreichen preisgünstigen Angeboten.
Weblinks
- http://www.lindt.ch - Schweiz
- http://www.lindt.de - Aachen, Deutschland
- http://www.lindt.com/public/international/pdf/history_d.pdf - Firmengeschichte
Kategorie:Unternehmen (Schweiz)
Schweiz
Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde.
Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.
In Kürze
Frankreich
Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern.
Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden.
Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag.
Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone.
Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer.
Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005).
Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch.
41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert.
Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig.
Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union.
Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.
Geografie
CH
Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite.
38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche.
Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.
Geologie
Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer
Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen.
Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.
Berge
Oberrheinische Tiefebene
In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt.
Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe.
Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m).
In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin.
Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m).
Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz
Liste der Berge in der Schweiz]]
Seen
Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen.
Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden).
Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz.
Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²).
Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz
Flüsse
Liste der Seen in der Schweiz]]
Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden.
Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet.
Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer.
Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône.
Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau.
Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po.
Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz.
Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône.
Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz
Klima
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran.
Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage.
Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr.
Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990).
Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987).
Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten.
Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener.
Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990).
Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.
Flora und Fauna
30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet.
In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab).
Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder.
Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.
Bevölkerung
Sprachen
Kastanienwälder
Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.»
Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt.
Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren.
Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet.
Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch.
Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache
Religionen
:Kategorie:Schweizer Sprache]
Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis.
Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind.
Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas.
Siehe auch: Religionen in der Schweiz
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Schweiz.
Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg.
Burgund]
Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern.
Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet.
Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten.
Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte.
zugewandten Orte
Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat.
Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten.
Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt
1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde.
Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert.
Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine Mobilmachung wurde jedoch angeordnet. Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden an den Grenzen ab. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er-Jahren im Bergier-Berichtes kritisch aufgearbeitet. Unrühmliche Kapitel der neueren Zeit sind einerseits die Verfolgung der Jenischen zwischen 1926 und 1972 durch das «Hilfswerk» Kinder der Landstrasse und anderseits die sechsstellige Zahl an Verdingkindern, welche zwischen 1800 bis in die 1960er und 1970er-Jahren zu Zwangsarbeit auf Bauernhöfen eingesetzt wurden und häufig misshandelt worden sind.
Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangen Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der Schweiz
Politisches System
Die Schweiz, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit bildet, ist ein Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Staaten durch
- die direkte Demokratie: Das Volk kann über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen. In zwei Kantonen, Appenzell Innerrhoden und Glarus, gibt es noch eine Urform der schweizerischen Basisdemokratie: die Landsgemeinde.
- den ausgeprägten Föderalismus: Die Kantone sind neben dem Volk der Verfassungsgeber des Bundes und behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Ausserdem starke Beteiligung der Kantone in allen Phasen der politischen Willensbildung (Vernehmlassung, Ständerat, Ständemehr)
- die Konkordanzdemokratie
- ihre selbstdeklarierte Neutralität
Gewaltenteilung
Wie in allen anderen Demokratien ist die Staatsgewalt, gestützt auf die Schweizerische Bundesverfassung, in drei Säulen gegliedert:
- Die Legislative (Bundesversammlung) besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat mit 200 Mitgliedern als Vertreter des Volks sowie dem Ständerat mit 46 Mitgliedern als Vertreter der Kantone. Das schweizerische Parlament ist ein sogenanntes Milizparlament: Die National- und Ständeräte üben ihr Mandat (wenigstens nominell) nebenberuflich aus.
- Die Exekutive ist der Bundesrat mit der Verwaltung. Er besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern (Kollegialitätsprinzip), den so genannten «Bundesräten» (Ministern), die je einem Departement der Bundesverwaltung vorstehen. Die Bundesräte werden vom Parlament gewählt. Für jeweils ein Jahr wird ein Mitglied des Bundesrates von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Er leitet die Sitzungen des Bundesrates und nimmt repräsentative Aufgaben im In- und Ausland wahr, hat aber keine Vorrechte gegenüber dem Restbundesrat.
- Die Judikative besteht aus dem Schweizerischen Bundesgericht mit Sitz in Lausanne, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Sitz in Luzern, dem Bundesstrafgericht in Bellinzona und dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Gewählt werden die Bundesrichter, welche meistens einer Partei angehören, von der Bundesversammlung. Das System der Bundesgerichte befindet sich gegenwärtig im Umbau, insbesondere wurden die beiden letztgenannten erstinstanzlichen Gerichte neu geschaffen. Das Strafgericht hat die Arbeit 2004 aufgenommen; das Verwaltungsgericht wird dies voraussichtlich 2007 tun. Ein besonderer Verfassungsgerichtshof wie in anderen Ländern existiert in der Schweiz nicht, doch können alle Gerichte eine (beschränkte) Verfassungsgerichtsbarkeit ausüben.
Siehe auch: Liste der Bundespräsidenten der Schweiz, Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates
Parteien
Parteien mit Vertreter im Bundesrat («Bundesratsparteien») sind:
- die Schweizerische Volkspartei (SVP; Stimmenanteil 2003: 26.6%),
- die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP; Stimmenanteil 2003: 23.3%),
- die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP; Stimmenanteil 2003: 17.3%) sowie
- die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP; Stimmenanteil 2003: 14.4%).
SP, FDP und SVP haben je zwei Sitze, die CVP hat einen. Diese Verteilung ist neu seit Dezember 2003, davor galt die sogenannte Zauberformel.
Von den übrigen Parteien hat die Grüne Partei der Schweiz den grössten Stimmenanteil (2003: 7.4%).
Siehe auch: Politische Parteien in der Schweiz
Internationale Organisationen
Politische Parteien in der Schweiz
Die Schweiz ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen. Als eines der letzten Länder trat die Schweiz 2002 der UNO bei, ist aber zugleich das erste Land, dessen Volk über den Beitritt abstimmen durfte. Daneben ist die Schweiz in der OSZE, dem Europarat wie auch in der EFTA tätig. Die Schweiz nimmt an der Partnerschaft für den Frieden der NATO teil und ratifizierte das Kyoto-Protokoll.
Die Schweiz ist weder Mitglied der Europäischen Union (EU) noch des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR); jedoch bestehen wichtige bilaterale Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Ein Beitritt zur NATO stünde im Konflikt zur Neutralität der Schweiz.
Siehe auch: Die Schweiz in den Vereinten Nationen
Politische Strukturen
Kantone
Die Schweiz in den Vereinten Nationen
Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen (vor der Totalrevision der Bundesverfassung von 1999: 23 Kantone, wovon drei in je zwei Halbkantone gegliedert waren). Die Schweiz weist im europäischen Vergleich einen sehr ausgeprägten Föderalismus auf, der die politische und wirtschaftliche Kleinräumigkeit und Fragmentiertheit der Schweiz verstärkt.
Enklaven und Exklaven
Büsingen am Hochrhein wie auch Campione d'Italia sind Enklaven in der Schweiz:
- Die deutsche Gemeinde Büsingen ist nördlich des Rheins vom Kanton Schaffhausen umgeben, südlich davon grenzt sie an die Kantone Zürich und Thurgau.
- Das italienische Campione, bekannt für sein Spielcasino, ist am Luganersee innerhalb des Kantons Tessin.
Weitere Enklaven und Exklaven gehören eher in das Kuriositätenkabinett, so liegt das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht in russischem Hoheitsgebiet. Deren Fläche beträgt 563 m². Die Schweiz selbst hat innerhalb Liechtensteins eine Exklave. Beide Gebiete sind allerdings nur einige Quadratmeter gross.
Regionen
Schöllenenschlucht
Neben den geologischen und den geografischen Regionen definierte das Bundesamt für Statistik für die Schweiz sieben Grossregionen.
Diese sind die Ostschweiz, Zürich, die Zentralschweiz, die Nordwestschweiz, die Espace Mittelland, die Région Lémanique wie auch der Ticino.
In der Umgangssprache wird die Zentralschweiz häufig Innerschweiz genannt. Die Region zwischen Bern und Zürich wird auch als Mittelland bezeichnet und der französischsprachige Teil der Schweiz wird als Romandie, Welschschweiz oder Westschweiz bezeichnet.
Siehe auch: Grossregionen der Schweiz
Städte
Die grösste Schweizer Stadt ist Zürich mit rund 366'000 Einwohnern (Stand 2004). Die Agglomeration umfasst 1'080'000 Einwohner. Weitere Grossstädte mit über 100'000 Einwohnern sind Genf, Basel, die Bundesstadt Bern sowie Lausanne. Die Bevölkerungsdichte ist im flachen Mittelland sehr hoch, im Alpenland und im Jura naturgemäss dünn.
Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden der Schweiz.
Landesverteidigung
Hauptartikel: Schweizer Armee
Die Schweizer Armee ist die bewaffnete Streitmacht der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie besteht aus den Teilstreitkräften Heer und Luftwaffe. Da die Schweiz ein Binnenland ist, verfügt die Armee über keine Marine. Auf den grenzüberschreitenden Seen sind militärische Schnellboote im Einsatz (Motorbootkompanie). Das jährliche Budget beträgt rund 4.6 Milliarden Franken (2004).
Der Auftrag der Armee ist in der Bundesverfassung festgelegt.
- Raumsicherung und Verteidigung zur Behauptung des Schweizer Territorium
- Subsidiäre Einsätze zur Existenzsicherung bei Naturkatastrophen oder Grossanlässen
- Friedensförderung, beispielsweise als unbewaffnete Militärbeobachter für die UNO
Die Besonderheit der schweizerischen Streitkräfte ist ihr Milizsystem. Es gibt insgesamt nur etwa 5% Berufs- und Zeitsoldaten. Alle übrigen Angehörigen der Armee sind Wehrpflichtige im Alter zwischen 20 und 34 Jahren, in speziellen Fällen bis 50 Jahren.
Militärdienstpflichtig sind alle männlichen Schweizer Bürger. Sie werden in der Regel im Alter von 19 Jahren per Marschbefehl zur militärischen Aushebung aufgeboten. Bei den Frauen geschieht dies auf freiwilliger Basis.
Die meisten bestehen die Aushebung, d. h. sind diensttauglich. Die Dienstuntauglichen müssen – von den Behinderten abgesehen – eine jährliche Militärpflichtersatzsteuer zahlen. Die meisten leisten dann Zivilschutz. Wer aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten will, hat die Möglichkeit, einen Zivildienst (meist eine Form von Sozialarbeit) zu absolvieren. Zur Abschreckung wurde die Dauer des Zivildienstes auf das 1.5-fache des Militärdienstes angesetzt. Eine Dienstverweigerung ist in der Schweiz im Prinzip möglich, jedoch nur mit grossem Aufwand durchzusetzen. Im Verlaufe eines Jahres werden ca. 20'000 junge Schweizer und Schweizerinnen in Rekrutenschulen von 21 Wochen Dauer ausgebildet.
Mit der Reform Armee XXI, angenommen 2003, wird die Mannschaftsstärke von den 400'000 der Armee 95 auf ca. 200'000 Angehörige reduziert. Davon sind 120'000 in aktive Verbände und 80'000 in Reserve-Einheiten eingeteilt.
Weltweit einzigartig ist die Abgabe der persönlichen Waffe an den Wehrmann; Angehörige der Armee bewahren ihre Waffe mit Munition zu Hause auf. So entstand die Redewendung «Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee».
Insgesamt fanden drei Generalmobilmachungen (GMob; auch Kriegsmobilmachung; KMob) zum Schutze der Integrität und der Neutralität der Schweiz statt. Die erste GMob fand anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 statt. Als Reaktion auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und um einen deutschen oder französischen Durchmarsch durch die Schweiz zu verhindern, wurde auf den 3. August 1914 die erneute GMob der Armee beschlossen. Die dritte GMob der Armee fand am 1. September 1939 als Reaktion auf den deutschen Überfall auf Polen statt. Henri Guisan wurde zum General gewählt und entwickelte sich in den Kriegsjahren zur Hauptintegrationsfigur der von den Achsenmächten eingeschlossenen Eidgenossenschaft.
Die Schweizer Armee war im Zweiten Weltkrieg in Luftkämpfe mit der deutschen Luftwaffe verwickelt. Terrestrisch wurde sie auf eigenem Territorium noch nie mit offenen Angriffen feindlicher Kräfte konfrontiert. Nachweislich wurden aber auch B-29 Bomber der USA abgefangen, die sich über österreichischem Territorium glaubten. Trotz mehrmaligen Anfunkens durch die Schweizer Jagdflieger antworteten die Bomberbesatzungen befehlsgemäss nicht und wurden abgeschossen. Auch wurde Schaffhausen irrtümlich von der USAF bombardiert und ein weiterer Bomber der USAF, der seinen Verband verloren hatte, entledigte sich seiner explosiven Ladung über Basel.
Da sich die militärische Bedrohungslage im heutigen Europa für die Schweiz geändert hat, wird die Armee immer wieder in Frage gestellt. Besonders die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) setzt sich seit Jahren erfolglos für eine Abschaffung ein. Zwei Abstimmungen zur Abschaffung der Armee wurden vom Volk bisher jedoch deutlich verworfen. Auch die Frage, ob friedenserhaltende Armee-Einsätze im Ausland mit der Neutralität vereinbar sind, ist umstritten.
Sozialversicherungen
Hauptartikel: Schweizer Sozialpolitik
In der Schweiz existieren mehrere Sozialversicherungen. Diese sind meistens Zwangsversicherungen, das heisst, für die Bewohner besteht eine Versicherungspflicht. Die wichtigsten Sozialversicherungen sind:
- die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die staatliche Rentenversicherung.
- die Krankenversicherung.
- die Mutterschaftsversicherung.
- die Unfallversicherung.
- die Invalidenversicherung (IV), für Personen, die aufgrund von Behinderungen nicht mehr vollständig erwerbstätig sein können oder Ergänzungsleistungen benötigen.
Daneben ist für Erwerbstätige eine berufliche Vorsorge, die Pensionskasse, obligatorisch. Diese wird privatwirtschaftlich geregelt und ist Sache des Arbeitgebers.
Freiwillig ist dagegen die Private Vorsorge in Form von zum Beispiel Lebensversicherungen. Diese werden steuerlich gefördert.
Die staatliche Rentenversicherung, die berufliche Vorsorge wie auch die private Vorsorge werden zusammen als Drei-Säulen-System bezeichnet.
Daneben gibt es die Erwerbsersatzordnung, so dass Militärdienstpflichtige während der Ausübung militärischer Pflichten ein Taggeld bekommen. Obligatorisch ist auch die Arbeitslosenversicherung.
Siehe auch: Sozialversicherung (Schweiz)
Gesundheitswesen
Hauptartikel: Gesundheitswesen Schweiz
In der Schweiz ist jeder Einwohner unabhängig von seiner Nationalität aufgrund des Krankenversicherungsgesetzes verpflichtet, sich bei einer schweizerischen Krankenkasse seiner Wahl für die Behandlungskosten bei Krankheit zu versichern («Grundversicherung», «obligatorische Krankenpflegeversicherung»). Die Krankenkassen sind privatwirtschaftliche Unternehmen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, jeden in die Grundversicherung aufzunehmen, der einen entsprechenden Antrag stellt und im Tätigkeitsgebiet der Kasse Wohnsitz hat. Die Zahlung der Prämie (Mitgliederbeitrag) ist Sache des Versicherten. Es handelt sich dabei um eine Kopfprämie, d. h. die Prämie ist einkommensunabhängig, variiert jedoch von Krankenkasse zu Krankenkasse und von Kanton zu Kanton. Einkommensschwachen Perso
San Francisco
San Francisco (deutsch veraltet San Franzisko) ist eine Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Geografie
Geografische Lage
Die Stadt liegt an der nördlichen Spitze der San-Francisco-Halbinsel, welche die Bucht von San Francisco bildet und wird im Westen vom Pazifik, im Norden vom Golden Gate und im Osten von der Bucht begrenzt. Im Süden liegen die 300 m hohen Twin-Peaks, die von den Spanischen Missionaren auf Grund ihres Aussehens „Los Pechos de la Chola“, zu deutsch „Die Brüste des Indianermädchens“, genannt wurden. San Francisco ist auch berühmt für seine Hügel, die bis 30m hoch sind. Es befinden sich 42 Stück im ganzen Stadtgebiet. Wegen der teils sehr steilen Straßen wurden die Cable Cars von Andrew Smith Hallidie entwickelt. Die "Bell of the Bay", wie sie auch liebevollgenannt wird, ist eine der bedeutendsten Hafenstädte an der Westküste Nordamerikas. In der Bucht von San Francisco liegt die bekannte, nur noch als Museum dienende Gefängnisinsel Alcatraz.
Mit 744.230 Einwohnern ist es die viertgrößte Stadt Kaliforniens.
Geologie
Die Nähe der Stadt zur San-Andreas-Verwerfung ergibt ein erhöhtes Risiko für Erdbeben. Am 18. April 1906 fand das bislang schwerste Erdbeben statt. Es tobte von San Juan Bautista bis Eureka und hatte eine Stärke von 7,8 auf der Richterskala. Infolge von Bränden wurde damals ein Großteil von San Francisco zerstört.
Richterskala
Das Loma-Prieta-Erdbeben von 1989 war bis heute das letzte große Beben in der Region. Es hatte erhebliche Auswirkungen auf Teile der Stadt. Viele Straßen und Freeways wurden beschädigt. Der Embarcadero Freeway, an der nördlichen Seite der Stadt, ist dem Beben vollständig zum Opfer gefallen und wurde abgerissen. Außerdem wurde ein Major League Baseball-Spiel der World Series zwischen den San Francisco Giants und den Oakland Athletics unterbrochen.
Experten befürchten zudem ein noch größeres Erdbeben als das von 1906.
Oakland Athletics
Stadtgliederung
Siehe dazu auch die Administrative Gliederung von San Francisco.
Wie in vielen amerikanischen Städten gibt es ein Japantown und ein Chinatown.
Die Chinatown von San Francisco bildet eines der größten Chinesenviertel außerhalb der Volksrepublik China. Auch gibt es eine vietnamesische Gemeinde im Stadtteil Tenderloin, Filipinos in Crocker Amazon, ein italienische Gemeinde in North Beach, ein French Quarter, eine irische und russische Gemeinde im Richmond District. Der ursprüngliche hispanische Mission District ist einer der ältesten Stadtteile, er war einer der 21 Missionen, die durch die spanischen Missionare gegründet wurden. Russian Hill bezieht seinen Namen von russischen Trappergräbern, welche man während des Goldrausches entdeckt hatte. Haight-Ashbury erlangte in den 1960er seine Berühmtheit als eine der prominentesten Ansammlungen von Hippies. Das Castro steht für die größte Konzentration von Homosexuellen in Amerika. Die größte afro-amerikanische Gemeinde befindet sich südöstlich der Bayview und Hunters Point. Richmond, an der Westseite der Stadt nördlich des Golden Gate Parks, ist im Wesentlichen von asiatischen Einwanderen geprägt. Südlich der Market Street, die als eine der wenigen Straßen quer verläuft, liegt der Stadtteil Soma (South of Market), bekannt für seine Galerien und Kunstaktivitäten.
Golden Gate Park
Klima
Die Lage an der Küste des Pazifiks beeinflusst das fast mediterrane Klima maßgeblich. Es ist das ganze Jahr hindurch außergewöhnlich mild mit kühlen, fast regenfreien Sommern und warmen Wintern. Die Tagestemperatur im Sommer reicht von 15 bis 25 Grad Celsius, wo hingegen es im Winter niemals zu frieren scheint. Die meisten Niederschläge fallen zwischen November und März. San Francisco ist aber auch berüchtigt für die morgendlichen Nebelschwaden, die vom Meer über die Hügel ziehen. Dies entsteht wenn die warme vom Inland kommende Luft und die kalte Luft des Pazifiks sich mischen. Die Sommertemperaturen sind signifikat niedriger als in anderen Teilen Kaliforniens. Es empfiehlt sich immer eine Jacke oder einen Pullover mitzunehmen. Der wärmste Monat ist hier oft der September.
Geschichte
Indianische Besiedlung und erste Europäer
Pazifik
Ursprünglich war die Bucht von San Francisco durch den Indianerstamm der Travianer Muwekma Ohlone besiedelt, die bis ins 19. Jahrhundert fast ausgerottet waren.
Im 16. Jahrhundert schickten die spanischen Eroberer zwei Expeditionen nach Norden um die westliche Küste Amerikas zu erkunden. Hernan Cortés hatte eine „Halbinsel zwischen Golf und Ozean“ entdeckt und nannte sie California. Die offizielle Entdeckung begann mit Juan Rodriguez Cabrillo 10 Jahre später. Obwohl selbst viele Entdecker, wie etwa Sir Francis Drake, schon im 16. Jahrhundert die Gegend erkundeten, wurde die meist im Nebel liegende Einfahrt zur Bucht erst 1775 entdeckt. Ab 1776 siedelten die ersten Europäer in der Gegend der heutigen Stadt. Spanische Militärs und Missionare gründeten die heutige Kirche Mission Dolores am 9. Oktober an der Dolores Lagune so wie das Presidio am Golden Gate. Die Missionare benannten die Stadt in Anlehnung an den Heiligen Franz von Assisi mit San Francisco de Asís, das später zu Saint Francis führte. Einer nahe gelegene Siedlung wurde der Name Yerba Buena gegeben. Der aus Petra stammende Mallorquiner Junipero Serra leitete damals die Missionsgründungen, und wird noch heute sehr verehrt.
19. Jahrhundert und Neuzeit
Durch den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg kam die Stadt 1846 in den Besitz der USA. San Francisco erlebte seinen ersten Aufschwung durch den 1848 beginnenden Goldrausch in Kalifornien. Die Bevölkerung wuchs dabei von etwa 900 auf über 20.000 in einem einzigen Jahr an. Im Umfeld der Mission wurden bald mehr irische als spanische Grabsteine aufgestellt. Zu dieser Zeit wurden auch viele namhafte Unternehmen in San Francisco gegründet, wie etwa Levi Strauss & Co., Wells Fargo Bank und Ghirardelli Chocolate Company.
Am Morgen des 18. April 1906 wurde die Stadt von einem Erdbeben und von dem nachfolgenden Feuer verwüstet. Meist wird die Anzahl der Todesopfer auf 700 geschätzt, einige Quellen geben aber eine drei- bis viermal höhere Zahl an. Das Missionsgebäude überstand das Erdbeben ohne Schaden, so dass es heute das älteste Gebäude der Region ist.
Der spätere Kaiser Joshua Abraham Norton wanderte 1849 mit einem Startkapital von 40.000 $ aus Südafrika nach San Francisco ein. Seinen Reichtum, den er durch Grundstücksgeschäfte machte, verspielte er wieder bis 1859. Durch Spekulationen gescheitert und bankrott, wollte Norton die Dinge nun selbst in die Hand nehmen und ernannte sich kurzerhand am 17. September 1859 in Briefen an die ortsansässigen Zeitungen und Politiker selbst zum Kaiser von Amerika und Schutzherr von Mexico. Er „regierte“ 21 Jahre lang und erließ kaiserliche Edikten.
1939 fand auf der Treasure Island die „Golden Gate International Exposition“ (die Weltausstellung) statt. Sie wurde eigens für die Ausstellung neben der Yerba Buena Island aufgeschüttet. Heute ist sie im Besitz der U.S.-Navy.
1945 fand die Nachkriegskonferenz statt, welche die Charta der Vereinten Nationen und die UN ins Leben rief. San Francisco gilt als Gründungsstätte der Vereinten Nationen.
In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Zentrum der US-amerikanischen 68er-Bewegung und der Gegenöffentlichkeit. Die Hippie-Bewegung feierte 1967 im Summer of Love ihren Höhepunkt in der Stadt. Bands wie Grateful Dead, Jefferson Airplane und Janis Joplin beeinflussten nachhaltig die Rockmusik weltweit. Maßgeblich wurde dies durch die Nähe des Berkeley-Campus der University of California. Autoren wie Timothy Leary, Phil K. Dick oder Robert Anton Wilson lebten in dieser Zeit dort.
Seit den 1970ern zogen zunehmend Homosexuelle in die Stadt, insbesondere in den Castro District. Die Stadt gilt bis heute als „die“ Stadt der Homosexuellen in den USA, und Queer Politics hat heute großen Einfluss auf die Stadtpolitik. Diese Zeit wird auch in den "Stadtgeschichten" von Armistead Maupin ausgiebig beschrieben.
Ende des 20. Jahrhunderts war die Stadt und das Nahe gelegene Silicon Valley Zentrum des wirtschaftlichen Aufschwungs der Informationstechnik. Während des Dotcom-Booms in den 1990ern zogen immer mehr Softwarefirmen, Unternehmer und Marketingexperten in die Stadt und beeinflussten die soziale Landschaft gravierend. Ehemals arme Arbeiter Viertel wandelten sich zu "IN"-Gegenden und trieben die Immobilenpreise in die Höhe.
Einwohnerentwicklung
Dotcom
San Francisco besitzt nach der Schätzung von 2004 insgesamt 744.230 Einwohner. Mit 6958,45 Einwohnern pro Quadratkilometer ist sie eine der am dichtesten bevölkerten Städte der Vereinigten Staaten. Die Mitglieder der Bevölkerung sind nach eigenen Angaben zu 50 % weiß, 31 % asiatischen Ursprungs, 14 % sind lateinamerikanischen und 8 % afrikanischen Ursprungs. Im Gegensatz zur üblichen Verteilung in den meisten Gegenden der Welt leben in San Francisco mehr Männer als Frauen. Das Verhältnis beträgt 103,1: 100.
Politik
Stadtflage
Das Wappentier stellt einen Phönix dar, der aus der Asche aufersteht. Dies wurde gewählt in Anlehnung an die verheerende Kathastrophe von 1906. Unter dem Phönix steht der Spruch: "Oro en Paz, Fierro en Guerra", was so viel bedeutet: "Golden im Frieden, Stahl im Krieg".
Städtepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
San Francisco gilt noch heute als Zentrum der US-amerikanischen Gegenkultur.
Museen
- Alcatraz, ehemaliges Fort, Staatsgefängnis und heutiges Museeum zu erreichen mit Fähren von Pier 39
- Exploratorium (Science Center) im Palace of Fine Arts
- California Academy of Science (Naturhistorisches Museum) mit simulierten Erdbeben
- Telegraph Hill mit Coit Tower, mit grandiosem Blick vom 64 m hohen Turm auf die Stadt und die Bucht von San Francisco
- Asian Art Museum, Kunstschätze aus Asien, die aus einem Zeitraum von 6.000 Jahren stammen
- Cable Car Museum, zeigt die Entstehung und Funktion der Cable Cars
- Center for the Arts Yerba Buena Gardens, hier befinden sich drei Galerien zeitgenössischer Kunst, Restaurants und Theater
- The Californian Palace of the Legion of Honor, Kollektion europäischer Kunstwerke und Werke französischer Künstler
- San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA), moderne Kunst mit wechselnden Ausstellungen
- Wax Museum, Ausstellung von Wachsfiguren berühmter Persönlichkeiten
- de Young Museum im Golden Gate Park
- Palace of Fine Arts, ein Gebäude im neoklassischen Stil erbaut zur Panama-Pacific Expo von 1915
- Fort Mason, ein ehemaliges Militärgelände. Heute ist es das Hauptquartier der Golden Gate National Recreation Area, der lokalen Parkverwaltung.
Sehenswürdigkeiten
- Pier 39 ist ein ganzjähriger Rummel mit Souvenir-Läden, Fahrgeschäften und Restaurants
- Das Aquarium am Pier 39
- Die Seelöwenkolonie am Pier 39 gilt als Wahrzeichen von San Francisco. Die Tiere haben sich auf Anlegestellen niedergelassen und nutzen diese als Ruheplätze.
- Die Market Street mit ihren Geschäften und Kaufhäusern lädt zum Bummeln ein.
- [http://wikitravel.org/de/San_Francisco#Sehenswürdigkeiten weiter auf wikitravel]
Bauwerke
Weltberühmt ist die Golden Gate Bridge über das Golden Gate, die Öffnung der Bucht von San Francisco, sowie die blumengeschmückte Lombard Street. Sehenswert ist auch der Blick auf die Pazifik-Küste vom Highway 1.
Außerdem:
- Transamerica Pyramid: Ein Wahrzeichen der Stadt mit Verkaufs- und Büroräumen, es wurde in den 1970er im Financial-District erichtet.
- „Painted Ladies“: Ein Straßenzug mit historischen Häusern am Alamo Square, in denen ehemals Spielhöllen und Bordelle betrieben wurden und nunmehr mit ihren gepflegten Fassaden den Blick auf die Skyline untermalen.
- The Cannery: Eine alte Konservenfabrik der Firma Del Monte, neben Fishermen's Wharf ein weiterer touristischer Höhepunkt an der nördlichen Seite der Stadt. Sie beheimatet auch das Museeum für Stadtgeschichte. Im Sommer spielen im Hof Künstler und Bands unter freiem Himmel auf.
- The Port of San Francico ist das alte Hafengebäude am Ende der Marketstreet. Von hier gingen früher die Fähren zu Zielen an der Bay.
- Die City Hall, erbaut in den Jahren 1912–1916, ist das „Rathaus“ der Stadt. Es ist aus weißem Granit und wurde im Stil dem Petersdom nachempfunden.
- Der Fernmeldeturm Sutro Tower.
Parks
- Golden Gate Park: riesig, inkl. Botanischem Garten, Planetarium, Japanischem Teegarten und Aquarium
- Der Yerba Buena Garten wurde zu Beginn der 1990er Jahre auf dem Dach des Moscone North convention center errichtet. Es beherbergt ein Denkmal für Martin Luther King, jr..
Naturdenkmäler
Zwar kein Naturdenkmal im Sinne des deutschen Naturschutzgesetzes, aber markantes Wahrzeichen: die Zwillingshügel Twin Peaks. Die nähere Umgebung bietet viele kleine „Naturwunder“: die Pazifikküste, die Weinbaugebiete Napa Valley und Sonoma Valley, die Redwood-Bäume im Muir Woods National Monument, die Strände der Half Moon Bay und der Point Reyes National Seashore mit dem malerischen Leuchtturm.
([http://wikitravel.org/de/San_Francisco weiter mit WikiTravel])
Sport
San Francisco ist Heimat zweier Teams in den US-amerikanischen Profiligen
- San Francisco 49ers (American Football)
- San Francisco Giants (Baseball)
Kulinarische Spezialitäten
Dass alte, nicht mehr gebrauchte Lagerhallen im Hafengebiet nicht verkommen oder abgerissen werden müssen, zeigt das Viertel Fisherman's Wharf mit seinen tollen Cafes, Kneipen und Restaurants.
Die Ghirardelli, eine alte Schokoladenmanufaktur, lädt mit ihren Shops und Restaurants zum Verweilen ein.
Das in der Goldgräberzeit aus Europa eingeführte Sourdough Bread (Sauerteigbrot), hat sich in San Francisco zu einer wahren Spezialität entwickelt. Die Goldgräber der damaligen Zeit hatten auch den Spitznamen Sourdough. Und der Sourdough Sam ist das Maskotchen der San Francisco 49ers.
Literatur
Folgende Werke vermitteln einen guten Eindruck der Stadt zur jeweiligen Zeit:
- Dashiell Hammett: Der Malteser Falke, 1930, ISBN 3257201311
- Armistead Maupin: Stadtgeschichen, 1981, ISBN 3499239698
Die monatlich erscheinende Zeitschrift Rolling Stone Magazin wurde 1967 von Ralph J. Gleason und Jann Wenner in San Francisco gegründet.
Zeitungen die in San Francisco erscheinen:
- San Francisco Examiner, wurde von William R. Hearst 1887 gekauft. Damit legte er den Grundstein für sein Zeitungsimperium.
- San Francisco Bay Guardian
- San Francisco Chronicle, wurde 1865 von Charles und M.H. de Young als Theatermagazin gegründet. 1868 wandelten sie es in eine Tageszeitung um.
- Die Underground Press formierte sich 1965 als freies Presseorgan, und setzte die Tradition der freien, pluralistischen Presse fort.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
San Francisco hat für amerikanische Verhältnisse ein ausgeprägtes öffentliches Verkehrsnetz, das durch die San Francisco Municipal Railway (MUNI) betrieben wird.
Neben teilweise historischen Straßenbahnen aus aller Welt, Bussen und der U-Bahn verkehren in manchen Straßen der Stadt die Cable Cars, seilgezogene Straßenbahnen aus dem 19. Jahrhundert. Es gibt heutzutage drei Cable-Car-Linien: Die California-Line, die Powell-Mason-Line und die Powell-Hyde-Line. Am ehesten dem verbreiteten Bild von San Francisco mit seinen steilen Hügeln kommt die Powell-Hyde-Line nahe.
Vom Embarcadero werden Fährverbindungen zu den angrenzenden Orten an der Bucht angeboten. Die Region östlich der Bucht von San Francisco lässt sich mit dem Bay Area Rapid Transit (BART) erreichen, die San-Francisco-Halbinsel und das Silicon Valley sind durch CalTrain mit San Francisco verbunden. Der San Francisco International Airport [SFO] ist nach Los Angeles der bedeutendste internationale Flughafen an der US-amerikanischen Westküste. Er liegt 12,9 km südlich etwas außerhalb der Stadt direkt an der Bucht. Der Standort wurde eigens für den Flughafen in der Bucht aufgeschüttet.
Der Hafen von San Francisco, Port of San Francisco, war lange Zeit der größte und geschäftigste an der ganzen amerikanischen Westküste. Die Piers wurden allerdings mit dem Aufkommen von Containern zu klein und damit überflüssig. Der gesamte Container-Umschlag wurde nach Oakland auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht ausgelagert. Lange Zeit verfielen die Piers. Teilweise wurden sie von der Stadt verkauft. Bis man sich besann und einige Piers, wie etwa Pier39, zu neuem Leben erweckte. Heute sind vom alten Hafen nur noch wenige Piers und das Hafengebäude am Ende der Market Street übrig. Da die Piers vollständig aus Holz sind, besteht eine ständige Brandgefahr. Ende der 1990er brannte tatsächlich auch eines dieser alten Bauwerke ab.
Medien
Im Presidio von San Francisco befindet sich das Internetarchiv mit 40 Milliarden Webseiten (2005).
Einige bekannte Filme, die in San Francisco gedreht wurden, sind Is' was, Doc?, Basic Instinct, Edtv, Mrs. Doubtfire, Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart, Vertigo, Dirty Harry, Presidio, Metro, Bullitt, The Rock und Hulk. Mehrere Filme, wie zum Beispiel Flucht von Alcatraz, spielen auf der nahe gelegenen Gefängnisinsel Alcatraz.
Zu den bekanntesten Serien, die in San Francisco spielen, zählen Die Straßen von San Francisco, Nash Bridges, Full House, Monk und Charmed.
Bildung
Die 1855 gegründete University of San Francisco war eine der ersten Universitäten des amerikanischen Westens. Bis heute besitzt ihre Law School einen ausgezeichneten akademischen Ruf.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Ansel Adams, Fotograf
- Leonard Adleman, Professor für Computerwissenschaften und Molekularbiologie
- Luis Walter Alvarez, Physiker und Nobelpreisträger
- Dorothy Arzner, Regisseurin
- Matthew Barney, Medienkünstler
- Bill Bixby, Schauspieler
- Lisa Bonet, Schauspielerin
- Benjamin Bratt, Schauspieler
- Divine Brown, Prostituierte, die durch Hugh Grant bekannt wurde
- Owen Chamberlain, Physiker und Nobelpreisträger
- Jule Gregory Charney, Meteorologe
- Margaret Cho, Stand-Up-Comedian und Schauspielerin
- Hillman Curtis, Mediendesigner
- Delmer Daves, Drehbuchautor und Regisseur
- Philip DeGuere, Drehbuchautor
- Isadora Duncan, Tänzerin
- Clint Eastwood, Schauspieler
- Joseph Erlanger, Neurophysiologe
- Leon Fleisher, Pianist
- Dian Fossey, Zoologin
- Hugo Friedhofer, Filmkomponist
- Robert Frost, Dichter und Pulitzerpreisträger
- Jerry Garcia, Musiker
- Clifford Geertz, Vertreter der interpretativen Ethnologie und der Anthropologie
- Danny Glover, Schauspieler
- William Randolph Hearst, Verleger und Medienzar
- Patty Hearst, Millionenerbin und Schauspielerin
- Joseph Hunt, Tennisspieler
- Frederick Jacobi, Komponist
- Paul Kantner, Rockmusiker, Mitbegründer der Rockband Jefferson Airplane
- Jason Kidd, Basketballspieler in der NBA
- Pierre Koenig, Architekt
- Jack LaLanne, gilt als Begründer der US-Fitness-Bewegung
- Bruce Lee, Schauspieler und Kampfkünstler
- Mervyn LeRoy, Filmregisseur und -produzent
- Monica Lewinsky, ehemalige Praktikantin im Weißen Haus
- Jack London, Schriftsteller
- Courtney Love, Musikerin und Schauspielerin
- Hank Luisetti, Basketballspieler
- Greil Marcus, Autor, Musikjournalist und Universitätsdozent
- Brent McCall, Komponist
- Robert McNamara, Verteidigungsminister der USA
- Gordon Moore, Mitbegründer der Firma Intel und Urheber des Mooreschen Gesetzes
- Lindley Murray, Tennisspieler
- Allen Newell, Informatiker und Kognitionspsychologe
- Julia Platt, Wirbeltierembryologin und Politikerin
- Dennis Ross, Diplomat
- Alma Rubens, Stummfilmschauspielerin
- Pierre Salinger Journalist und Pressesprecher der US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson
- Liev Schreiber, Schauspieler
- Frederick Seitz, Präsident der Rockefeller University
- Thomas E. Selfridge, Offizier und das erste Todesopfer der motorisierten Luftfahrt
- Richard Serra, Künstler und Bildhauer
- Alicia Silverstone, Schauspielerin
- Orenthal James Simpson, Footballstar und Schauspieler
- Taran Noah Smith, Schauspieler
- Lemony Snicket, Schriftsteller und Drehbuchautor
- Lincoln Steffens, Journalist und Verleger
- David Talbot, Journalist
- Jack Vance, SF-Autor
- James Patrick Walsh, Schauspieler
- Caspar Weinberger, ehemaliger US-Verteidigungsminister
- Bob Weir, Gitarrist
- Frank Wolff, Schauspieler
- Natalie Wood, Schauspielerin
- John W. Young, Astronaut
- Friedel Klussmann, Cable Car Lady, Retterin der Cable Car
- Kirk Hammet, Musiker
Weblinks
- [http://www.ci.sf.ca.us/ Offizielle Webseite der Stadt San Francisco] (Englisch)
- [http://www.mistersf.com/ Insiderseite eines lokalen Journalisten] (Englisch)
- [http://www.sfmoma.com/ SF Museum of Modern Art] (Englisch)
- [http://www.sfmuseum.org/ Museum der Stadt San Franciso] (Englisch)
- [http://www.thinker.org/ Fine Arts Museums of San Francisco] (Englisch)
- [http://www.sfmuseum.org/hist1/index0.html Geschichte, thematische] (Englisch)
- [http://www.sfmuseum.org/hist6/founding.html Gründungsgeschichte] (Englisch)
- [http://www.zpub.com/sf/history/ Index der Geschichte von San Francisco] (Englisch)
- [http://www.sanfranciscochinatown.com/ Chinatown] (Englisch)
- [http://www.californiamissions.com/cahistory/dolores.html Mission Dolores] (Englisch)
- [http://www.igelfisch.com/sf/ Reiseführer mit klickbaren Stadtteilkarten] (Deutsch)
- [http://www.westkueste-usa.de/InhaltSF.htm Bericht über San Francisco mit vielen Fotos] (Deutsch)
- [http://www.sfjourney.com Reiseberichte über die Stadt] (Deutsch)
- [http://www.usa-sondershausen.de/san_francisco.php Reisebericht über die Stadt] (Deutsch)
- [http://www.karl-heinz-herrmann.de/Bilder/Wallpaper/HTML/San_Francisco.php Wallpaper von San Francisco]
- [http://www.sfgenealogy.com/sf/history/1907m/hm07.htm Klickbare Stadtkarte von 1907 von San Francisco] (Englisch)
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Kategorie:Ort in Kalifornien
Kategorie:Ort mit Seehafen
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Kalifornien
Kalifornien (englisch California) ist ein US-Bundesstaat im Westen der USA, der an den Pazifischen Ozean, Oregon, Nevada, Arizona und den mexikanischen Staat Baja California auf der Halbinsel Niederkalifornien grenzt.
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Der Name Kalifornien
Der Name Kalifornien hat einen mythischen Ursprung. 1510 veröffentlichte der Spanier Montalvo einen Roman, in dem eine Insel voller Gold namens Kalifornien vorkommt, bewohnt von wunderschönen Amazonen, die von Königin Califia beherrscht werden. Als Cortes' Soldaten 1535 nach Baja California kamen, glaubten sie, es sei eine Insel, und benannten sie nach Montalvos Buch.
Städte
Die Hauptstadt Kaliforniens ist seit 1854 Sacramento. Die bedeutendesten Städte sind Los Angeles, die zweitgrößte Stadt der USA und mit dem umliegenden Ballungsraum eine der größten Metropolregionen der Erde, und San Francisco, das Zentrum des Ballungsgebietes San Francisco Bay Area um die Bucht von San Francisco, die San Francisco Bay.
Weitere wichtige Städte sind San Diego, San Jose, Oakland, Santa Barbara, Ventura, Anaheim, Santa Ana, Newport Beach und San Bernardino.
Geographie
Kalifornien liegt an der Nahtstelle zweier tektonischer Platten, der so genannten San-Andreas-Verwerfung, weshalb es in der gesamten Region häufig zu Erdbeben kommt.
Zwei mächtige Gebirgszüge durchziehen Kalifornien von Nordosten nach Südwesten: das Küstengebirge im Westen und die Sierra Nevada im Osten. Dadurch wird das Land in sechs physisch unterschiedliche Teile aufgeteilt:
- Zwischen den beiden Gebirgszügen liegt das Sacramento- und San Joaquinbecken, das nach seinen beiden Hauptflüssen benannt ist und zwischen 35° und 40°40' nördlicher Breite liegt; das Gebiet ist etwa 77.000 km² groß
- Der Küstenstrich umfaßt etwa 109.000 km²; die in den Küstenketten entspringenden Flüsse sind kurz und meist auch nur zur Regenzeit vorhanden: am bedeutendsten ist der bei Monterey mündende Salinas, der Gayama (oder auch Santa Maria) und der Santa Ana
- Das etwa 100.000 km² große Gebiet der Sierra Nevada im Osten des Staates, das nach Westen zu allmählich und nach Osten zu steil abfällt
- Das etwa 20.000 km² umfassende Flussbecken des Klamath, nördlich des 41. Breitengrads gelegen, das rauh und von tiefen Canyons durchzogen ist
- Das Gebiet des großen, zwischen dem Columbia, dem Colorado und der Sierra Nevada liegenden Beckens auf der Ostseite, dessen kalifornischer Teil etwa 50.000 km² groß ist; es stellt eine ausgedörrte, wildzerklüftete Hochebene dar, in der im County Inyo das Todestal (Death valley) liegt.
- An der südwestlichen Grenze die Coloradowüste, die etwa 39.000 km² umfasst und der Rest einer ursprünglichen Meeresbucht ist, die jetzt bis zu 100 m unter dem Meeresspiegel liegt.
Der Tularesee liegt im Sacramento- und San Joaquin-Becken, das er gleichzeitig im Süden abschließt. Zur Regenzeit ist er etwa 150 km lang, jedoch so flach, dass man ihn überall durchwaten kann.
Kalifornien ist auch bekannt als der Fruchtgarten Amerikas, dessen Klima ideal für den Anbau von Trauben, Orangen, Zitronen und Avocados ist.
Der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas, der Mt. Whitney (4.418 m), liegt in Kalifornien. Am Fuß des Berges befindet sich der Ort Lone Pine, in dem jährlich ein bekanntes Filmfestspiel stattfindet. In etwa 170 Kilometer Entfernung befindet sich das Wüstengebiet Death Valley (Tal des Todes), das seinen Namen in der Zeit der ersten Siedler an der Westküste bekommen hat, die nicht selten die Qualen von Hitze und Durst erleben mussten, wenn sie das "Tal des Todes" durchquerten. Es gibt zahlreiche Naturparks und Strände unterschiedlichster Beschaffenheit. Zu den bekanntesten Parks zählt der Yosemite-Nationalpark.
Nahe dem Yosemite-Park befindet sich das Wintersportgebiet Mammoth Mountain. Es entstand aus riesigen Vulkankratern, wodurch sich zahllose heiße und auch kalte Quellen und Geysire betrachten lassen. Nicht weit entfernt von Mt. Whitney gibt es einige salzhaltige Seen, unter anderem den Mono Lake.
Geschichte
Nach Landungen von Juan Rodríguez Cabrillo im Jahre 1542 und Sir Francis Drake im Jahre 1579 (er erhob im Namen der englischen Krone Anspruch auf das Gebiet Kaliforniens, das er "Nova Albion" nannte) verloren die europäischen Kolonialmächte das Gebiet des heutigen US-Bundesstaates Kalifornien wieder weitestgehend aus den Augen. Danach war Kalifornien als Oberkalifornien (Alta California) der Nordteil der spanischen Kolonie Kalifornien (die als Teil Neuspaniens verwaltet wurde), wurde aber erst viel später als der Südteil besiedelt. Erst ab dem Jahre 1769 wurden unter der Leitung des Paters Junipero Serra die ersten der 21 spanischen Missionsstationen von Franziskanermönchen erbaut.
Mit den Missionaren kamen auch die ersten der wenigen spanischen Siedler ins Land. Trotz einiger Erfolge beim Aufbau der Missionsstationen und der Christianisierung der Indianer blieb das Land eine verschlafene Provinz Spanisch-Amerikas. Mit der Unabhängigkeit Mexikos wurde das Land dann ein Teil Mexikos.
1812 wurde im heutigen Sonoma County im nördlichen Kalifornien mit Fort Ross ein russischer Stützpunkt als Fortsetzung und Abrundung der russischen Besitzungen in Alaska errichtet.
Erst Johann August Sutter brachte nach seiner Ankunft im Jahre 1839 Dynamik in die Entwicklung des Landes. Zu diesem Zeitpunkt zählte das Land ganze 30.000 Indianer und 5.000 Europäer als Einwohner. Sutter erhielt die Bewilligung, eine Niederlassung zu bauen, der er den Namen "Nueva Helvecia" gab. Schnell wurde daraus eine florierende Kolonie mit 20.000 Stück Vieh, drei Pferdemühlen, zwei Wassermühlen, einer Sägemühle, einer Gerberei und über 50 Häusern. Sutter herrschte wie ein kleiner "Kaiser" über sein kleines "Imperium", das auf Landwirtschaft, Rinderzucht, Holzhandel und Jagd aufgebaut war. 1841 erwarb er Fort Ross von Russland.
Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges proklamierte eine spanisch-oberkalifornische Junta in Monterrey 1846 die Unabhängigkeit von Mexiko. Doch noch während um die Frage des Anschlusses an die USA oder einen europäischen Staat gestritten wurden, riefen US-amerikanische Siedler eine Gegenrepublik aus, die mit Hilfe 1846 eingedrungener US-Truppen das ganze Land unterwarf.
Doch im Jahre 1848, das Land war gerade durch den Vertrag von Guadalupe Hidalgo den Mexikanern genommen worden, ereignete sich ein Goldfund. Sutter versuchte, dies geheim zu halten, doch die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Sofort machte sich ein Treck von Glücksrittern auf den Weg und überschwemmte das Land. Es trat ein völliges Chaos im Lande ein, in dem jetzt nur noch das Recht des Stärkeren galt. Sutters Arbeiter liefen ihm weg, die Glücksritter vergriffen sich an seinem Gut. Hunderttausende durchwühlten die Erde, das Tal des Sacramento war zum "goldenen" Westen geworden. Alle Versuche Sutters, seine rechtmäßigen Ansprüche auf das Land geltend zu machen, scheiterten. Letztendlich erkannte die Regierung die unrechtmäßigen Zustände an, da so die USA plötzlich zu einem wichtigen Goldexportland geworden waren. Die Indianer wurden fast völlig ausgerottet, und Sutter verließ 1865 verbittert das Land, ohne seine Ansprüche durchgesetzt zu haben, lediglich eine kleine Rente von 285 $ im Jahr wurde ihm gewährt. Sutter verstarb 1880 fast völlig verarmt.
1854 wurde Sacramento zur Hauptstadt von Kalifornien ernannt.
Bevölkerung
Kalifornien ist mit 35.484.453 Einwohnern (Stand: 2003) der bevölkerungsreichste und flächenmäßig der drittgrößte Bundesstaat der USA. Die Bevölkerungsstruktur setzt sich wie folgt zusammen: 46,7 % Weiße, 32,4 % Hispanics, 10,9 % Asiaten, 6,7 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 1,0 % Indianer, 0,3 % Hawaiianer. Es gibt 11.502.870 Haushalte. Das Pro-Kopf-Einkommen beträgt 29.707 US-Dollar (Stand: 2002).
Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Los Angeles - 3.845.541 - (17.542.279 im Ballungsraum)
- San Diego - 1.263.756
- San Jose - 904.522
- San Francisco - 744.230
- Long Beach - 476.564
- Fresno - 457.719
- Sacramento - 454.330
- Oakland - 397.976
- Santa Ana - 342.715
- Anaheim - 333.776
- Riverside - 288.384
- Bakersfield - 283.936
- Stockton - 279.888
- Modesto - 206.769
- Chula Vista - 204.879
- Fremont - 202.373
- Glendale - 201.326
- San Bernardino - 198.406
- Huntington Beach - 195.305
- Oxnard - 183.587
- Irvine - 178.317
- Ontario - 170.057
- Oceanside - 167.438
- Garden Grove - 167.347
- Moreno Valley - 166.290
- Santa Clarita - 164.800
- Rancho Cucamonga - 159.346
- Fontana - 158.715
- Pomona - 155.448
- Santa Rosa - 153.636
- Salinas - 148.183
- Corona - 145.398
- Pasadena - 144.068
- Torrance - 142.841
- Hayward - 140.795
- Escondido - 135.462
- Orange - 133.819
- Fullerton - 133.439
- Palmdale - 131.153
- Lancaster - 128.928
- Sunnyvale - 128.012
- Thousand Oaks - 125.054
- Concord - 124.328
- El Monte - 122.123
- Simi Valley - 118.893
- Vallejo - 118.349
- Inglewood - 115.313
- Costa Mesa - 110.411
- Downey - 110.318
- West Covina - 108.668
- Norwalk - 106.683
- Visalia - 104.655
- Burbank - 104.114
- San Buenaventura - 104.068
- Santa Clara - 104.001
- Fairfield - 103.949
- Roseville - 103.609
- Richmond - 102.318
- Berkeley - 101.517
- Antioch - 100.923
- Elk Grove - 100.760
- Daly City - 100.620
Politik
Gouverneur des Bundesstaates ist seit 2003 der aus Österreich stammende Filmschauspieler Arnold Schwarzenegger, der der Republikanischen Partei angehört.
Wirtschaft
Republikanischen Partei)]]
Republikanischen Partei
Mit 14% des jährlich erwirtschafteten Bruttoinlandprodukts (gross domestic product) der USA stellt Kalifornien einen der wichtigsten Wirtschaftsstandorte des Landes dar. Als von den USA losgelöster Einzelstaat wäre Kalifornien weltweit die sechstgrößte Wirtschaftsmacht (2003) noch vor Kanada. Insbesondere der für die industrielle Landwirtschaft wetterbegünstigte Süden und das dortige Einzugsgebiet billiger mexikanischer Landarbeiter verhilft Kalifornien zu diesem Wohlstand.
Große Anstrengungen erfordert jedoch die Wasserversorgung. Gewaltigen Stauseen an den Flüssen im Nachbarstaat Arizona, den Kanalbauten (mit Längen wie zwischen Hamburg und München) von Nord nach Süd und den Aquädukten von den östlich der Sierra Nevada (USA) gelegenen Seen und Schmelzwasser liefernden Bergschneegletschern kommt hier große Bedeutung zu. Da die Nachbarstaaten (Arizona, Nevada) ebenfalls von den ihnen zustehenden Naturressour | | |