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Gijón

Gijón

Gijón [] (asturisch Xixón) ist eine Hafen- und Industriestadt in Asturien und zugleich wirtschaftliches Zentrum dieser spanischen Region. Hier, am Golf von Biscaya, befindet sich einer der wichtigsten Häfen der spanischen Nordküste. In der 271.039 Einwohner (Stand: 2004) zählenden Stadt überwiegt vor allem die Schwerindustrie mit Hüttenwerken, Werften und Maschinenbau.

Geschichte

Einwohnerentwicklung


- 1857: 23.000
- 1900: 47.000
- 1930: 77.000
- 1960: 125.000
- 1970: 185.000
- 1981: 256.000
- 1991: 259.067
- 1996: 264.381
- 2001: 266.419
- 2004: 271.039

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Sehenswert ist vor allem der 1590 erbaute Palacio de los Valdés, in dessen Kellern Reste römischer Thermen gefunden wurden.

Sport

Der beste Fußballverein in Gijón (Real Sporting de Gijón) spielt in der zweiten spanischen Liga. Gijón Baloncesto spielt in der professionellen Baksetballliga.

Söhne und Töchter der Stadt


- José Luis Rubiera, spanischer Radsportler
- Santiago Carrillo Solares, spanischer Politiker, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Spaniens PCE von 1960 bis 1982
- Paco Ignacio Taibo II, spanischer Krimi-Schriftsteller
- Luis Enrique, ehemaliger spanischer Fussballprofi Kategorie:Ort in Asturien Kategorie:Hafen __NOTOC__

Industriestadt

Die Industriestadt ist eine Stadtform, die im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstand. Siedlungsmittelpunkt ist dabei entweder eine Industrieanlage oder ein Bahnhof. Als Verkehrssystem tritt die Eisenbahn sowie ein rasterförmiges Straßennetz auf. Weitere charakteristische Merkmale sind oftmals Mietskasernen sowie Villengebiete. Ferner fällt auf, dass eine räumliche Trennung von Arbeit und Wohnen erzielt wird, dies aber letztendlich doch noch eng nebeneinander existiert. Kategorie:Städtebau

Autonome Regionen Spaniens

Als autonome Gemeinschaften (spanisch comunidades autónomas) werden die Regionen Spaniens bezeichnet. Die autonomen Gemeinschaften sind Gebietskörperschaften, die im Rahmen der spanischen Verfassung mit bestimmten Kompetenzen in Gesetzgebung und Vollziehung ausgestattet werden. Das Maß der jeweils eingeräumten Autonomie variiert dabei von Gemeinschaft zu Gemeinschaft. Spanien besteht insgesamt aus 17 autonomen Gemeinschaften. Dazu kommen noch die beiden autonomen Städte (ciudades autónomas) Ceuta und Melilla. Die autonomen Gemeinschaften gliedern sich ihrerseits teilweise in bis zu acht Provinzen.

Entstehung

Die Einteilung Spaniens in autonome Gemeinschaften gründet sich auf die spanische Verfassung von 1978 (Artikel 2), die den Gemeinschaften auch (anders als etwa in Frankreich) ausdrücklich ihre Autonomie garantiert. Die Bildung der autonomen Gemeinschaften wird dabei durch Artikel 143 geregelt. Die Verfassung von 1978 fixiert in ihrem Artikel 143 einen in dieser Art weltweit einmaligen Prozess der Bildung von regionalen Gebietskörperschaften durch einen freien Zusammenschluss von Provinzen. Die Provinzen bestanden (als bloße Verwaltungssprengel der Zentralregierung) schon lange und wurden so als geeignete Grundlage für die Entstehung der autonomen Gemeinschaften betrachtet. Sieben der 17 entstandenen autonomen Gemeinschaften bestehen dabei aus nur einer Provinz. Die Verfassung sieht dabei nur einen flexiblen Rahmen für die jeweiligen Autonomiestatute vor, der für jede Gemeinschaft individuell eine weitergehende oder engere Autonomie ermöglicht. Die Autonomiestatute der einzelnen Regionen – die im Gegensatz zu einem Bundesstaat der Zustimmung des nationalen Parlaments bedürfen – wurden nach teilweise jahrelangen Diskussionen zwischen 1979 und 1983 verabschiedet. Darauf folgte ein jahrelanger Prozess mit allmählich zunehmender Autonomie, der unter anderem auch darauf zurückzuführen ist, dass schon die Verfassung mehrjährige Übergangsfristen vorsah, innerhalb derer die autonomen Gemeinschaften allmählich von einer „Vor-Autonomie“ zu einer „vollen Autonomie“ gelangen sollten – wobei „volle“ Autonomie nicht mit Unabhängigkeit zu verwechseln ist. Aber auch innerhalb der beiden von der Verfassung (in Artikel 148 Absatz 2) vorgesehenen Gruppen „vor-“ und „vollautonomer“ Gemeinschaften gab es von Anfang an erhebliche Unterschiede. Zu den 17 autonomen Gemeinschaften kamen 1995 noch die beiden autonomen Städte Ceuta und Melilla, die eine ähnliche Autonomie genießen. So ist heute (bis auf einige kleine Inseln vor Marokko, die als sogenannte plazas del soberanía unmittelbar der Zentralregierung in Madrid unterstehen) ganz Spanien in autonome Gemeinschaften (bzw. autonome Städte) aufgeteilt.

Charakterisierung der autonomen Gemeinschaften

Die autonomen Gemeinschaften sind sehr heterogen und zeigen eine überraschende Vielfalt. So sind die beiden kleinsten Gemeinschaften, die Balearen und La Rioja, nur ca. 5.000 km² groß, während die beiden größten, Andalusien und Kastilien-León mit jeweils ca. 90.000 km² größer sind als Österreich. Auch die Bevölkerungszahl ist sehr unterschiedlich (280.000 in La Rioja, fast 7,5 Millionen in Andalusien). Dies erklärt zum Teil auch die großen Unterschiede im Grad der Autonomie, da sich auch die jeweilige Leistungsfähigkeit der Gemeinschaften zu einem wichtigen Teil aus ihrer Größe ergibt. So kann grob auch gesagt werden, dass die kleineren autonomen Gemeinschaften für sich nur eine schwächer ausgeprägte Autonomie in Anspruch nehmen, während die großen zahlreiche Kompetenzen des Gesamtstaats übernehmen. Eine gewisse Sonderstellung nehmen vor allem das Baskenland und Katalonien ein, die beide ein besonders weitgehendes Bedürfnis nach Autonomie haben. So haben beide Gemeinschaften ihre eigenen Polizeikörper (Ertzaintza im Baskenland und Mossos d'Esquadra in Katalonien). Diese besondere Rolle ist vor allem auf die jeweilige Geschichte zurückzuführen, die (jedenfalls nach Darstellung baskischer und katalanischer Nationalisten) jahrhundertelang von Bevormundung und Unterdrückung durch die Zentralregierung in Madrid geprägt war. Ihren Höhepunkt fand diese Entwicklung – nach einer kurzen Phase der Autonomie während der Zeit der Republik – unter dem faschistischen Regime Francisco Francos. Nach dem Tod Francos und der Wiederherstellung der Monarchie waren die autonomen Gemeinschaften nicht zuletzt zur Bewahrung der brüchig gewordenen Einheit des spanischen Staats gedacht. Daraus erklärt sich auch, dass trotz der Einteilung Spaniens in autonome Gemeinschaften und der teilweise sehr weitreichenden Kompetenzen die spanische Verfassung in ihrem Artikel 2 bestimmt, dass „die Verfassung sich auf der unauflöslichen Einheit der spanischen Nation [gründet]“. In diesem Spannungsfeld zwischen Autonomie und Einheit ist auch die in den letzten Jahren vor allem vom Baskenland ausgegangene Diskussion über eine Neuregelung der Kompetenzverteilung zwischen dem Gesamtstaat und den autonomen Gemeinschaften zu sehen. Auch derzeit sorgt gerade ein Entwurf für ein neues Autonomiestatut für Katalonien für große Aufregung, das Katalonien und die Katalanen als eine „Nation“ bezeichnet.

Liste der autonomen Gemeinschaften

Die 17 autonomen Gemeinschaften sind (in alphabetischer Reihenfolge):
- Andalusien (spanisch Andalucía)
- Aragonien (spanisch Aragón, katalanisch Aragó)
- Asturien (asturisch Asturies, spanisch Asturias)
- Balearische Inseln (katalanisch Illes Balears, spanisch Islas Baleares)
- Baskenland (baskisch Euskadi, spanisch País Vasco)
- Extremadura
- Galicien (galicisch Galiza, spanisch Galicia)
- Kanarische Inseln (spanisch Islas Canarias)
- Kantabrien (spanisch Cantabria)
- Kastilien-La Mancha (spanisch Castilla-La Mancha)
- Kastilien-León (spanisch Castilla y León)
- Katalonien (katalanisch Catalunya, spanisch Cataluña)
- La Rioja
- Madrid (spanisch Comunidad de Madrid)
- Murcia (spanisch Región de Murcia)
- Navarra (baskisch Nafarroa)
- València (valencianisch Comunitat Valenciana, spanisch Comunidad Valenciana)

Siehe auch


- Liste der spanischen autonomen Gemeinschaften nach Fläche
- Liste der spanischen autonomen Gemeinschaften nach Einwohnerzahl
- Liste der Flaggen der autonomen Gemeinschaften Spaniens
- Liste der ISO 3166-2-Codes für Spanien

Weblinks


- [http://www.map.es/servicios_al_ciudadano/politica_autonomica/datos_de_CCAA_y_enlaces/index.html Informationen zu den autonomen Gemeinschaften vom Ministerium für öffentliche Verwaltung (spanisch)] Kategorie:Spanien ja:スペインの地方行政区画 ko:에스파냐의 자치 지방 simple:Autonomous communities of Spain

Biskaya

Die Biskaya, auch der Golf von Biskaya genannt, ist eine Bucht des Atlantik nördlich von Spanien und westlich von Südfrankreich und erstreckt sich von Galicien bis zur Bretagne. Die Franzosen sprechen vom Golfe de Gascogne. Dieses Seegebiet ist für schlechtes Wetter und extremen Seegang berüchtigt. Die südliche Biskaya vor der spanischen Küste nennt sich auf Spanisch Mar Cantábrico (kantabrische See), allerdings existiert im Spanischen auch die Bezeichnung Golfo de Vizcaya für die gesamte Biskaya. Das Wort Biskaya stammt von der Bezeichnung der gleichnamigen baskischen Provinz (baskisch Bizkaia, spanisch Vizcaya). Die autonomen Regionen Spaniens und die größten Hafenstädte entlang dieser Küste sind - von West nach Ost -
- Galicien (galic. Galicia)
- Asturien (span. Asturias, astur. Asturies), mit Gijón (astur. Xixón)
- Kantabrien (span. Cantabria), mit Santander
- Baskenland (bask. Euskadi, span. País Vasco), mit Bilbao (bask. Bilbo) und Donostia (span. San Sebastián) Ein Teil dieser Küste ist als Costa Verde bekannt. Entlang der französischen Küste der Biskaya liegen die Häfen
- Bayonne
- Bordeaux
- La Rochelle
- Saint-Nazaire Kategorie:Meer Kategorie:Geographie (Frankreich) Kategorie:Geographie (Spanien) ja:ビスケー湾

Spanien

Das Königreich Spanien (amtlich spanisch Reino de España, katalanisch Regne d'Espanya, galicisch Reino de España, baskisch Espainiako Erresuma) liegt im Südwesten Europas und nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein.

Geographie

Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der iberischen Halbinsel, von der Spanien sechs Siebtel einnimmt. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren, im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. Spanien ist das drittgrößte Land Europas. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán und die Islas Columbretes. Die Zugehörigkeit der Insel Perejil ist zwischen Marokko und Spanien nicht geklärt. Der höchste Berg Spaniens ist mit 3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört. Die Städte Ceuta und Melilla liegen in Nordafrika und grenzen an das Mittelmeer sowie Marokko. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Vares, der westlichste das Kap Toriñana, beide in Galicien, der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa, der östlichste das Kap de Creus. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1020 km. Die Nordküste Spaniens verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden. Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus. Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten. Auch die Westküste Spaniens trägt im Ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rias gewöhnlich Ebenen befinden. A Coruña Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen eine Anzahl weiter, flacher Meerbusen und dazwischen befindliche, in felsige Vorgebirge endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher als die Nord- und Westküste. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von Valencia. Die größten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro. Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:
- Vegetation des feuchten Spanien: Eichen, Buchen
- Vegetation des trockenen Spanien: immergrüne Eichen (Steineichen, Korkeichen), Pinien
- Vegetation der Gebirge je nach Höhe: Steineichen, Korkeichen, Eichen, Kastanien, Wiesen, Tundra Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau.

Bevölkerung

Sprachen

In Spanien werden überwiegend Spanisch (Español/Castellano, "Kastilisch"), Katalanisch (Català) und Galicisch (Gallego), sowie das Baskische (Euskara) gesprochen. Die spanische Sprache ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei nur in den entsprechenden Autonomen Regionen diesen Status genießen. Ferner wird in der Autonomen Region València eine Variation des Katalanischen, Valencianisch (Valencià), und auf den Balearen wird eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquin (Mallorquí/Balear), gesprochen. Daneben existieren einige Minderheitensprachen, welche von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden. Zu diesen zählt Asturisch-Leonesisch (Bable), Aragonesisch (Fabla aragonesa) und Aranesisch. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight, in Olivenza (Extremadura) wird noch teilweise Portugiesisch gesprochen. Portugiesisch Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig. Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerungsmasse sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich. In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt; Spanisch darf dort jedoch von allen Studenten in Unterricht und Klausuren benutzt werden.

Religion

Spanien ist ein vorwiegend katholisches Land. 92 % der Bevölkerung (Stand: 2000) gehören offiziell der römisch-katholischen Kirche an. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2002 gaben hingegen nur 80 % der Befragten an, Katholiken zu sein. 12 % bezeichneten sich als nicht religiös. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages zwischen diesem und dem Heiligen Stuhl. Da also in Spanien die katholische Kirche nicht aus direkt entrichteten Steuern der Gläubigen finanziert wird, bringt ein offizieller Kirchenaustritt somit keine finanziellen Vorteile. Innerhalb der katholischen Kirche gibt es die in sich sehr stark geschlossene Gruppierung Opus Dei. Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und Konfessionslose stellen 7,2 % der Bevölkerung. Siehe auch: Katholische Kirche in Spanien, Islam in Spanien, Protestantismus in Spanien, Judentum in Spanien

Größte Städte

Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2004)

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Spaniens Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an; die berühmteste von ihren Kolonien war Cádiz (Gades). Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (phönizisch "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Geprägt wurde das Land auch durch die jahrhundertelange arabische Vorherrschaft, deren Erbe sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache niedergeschlagen hat. Mit der Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel (Wiedereroberung - Reconquista) und der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf.

Politik

Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Juan Carlos I. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Thronfolger ist Prinz Felipe de Borbón y Grecia, der gleichzeitig den Titel
Fürst von Asturien (Príncipe de Asturias) trägt. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid. Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Darüber hinausgehende Funktionen des Königs sind die Bestätigung von Gesetzen und die Ernennung und die Entlassung des Regierungschefs. Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament (Cortes Generales). Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 350 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl für vier Jahre gewählt. Der Senat besteht aus 259 Sitzen. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewählt und die restlichen 51 von den Parlamenten der autonomen Regionen bestimmt. Senatoren werden für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt. Der Ministerpräsident (Presidente del Gobierno, wörtlich übersetzt "Regierungspräsident") und die Regierungsmitglieder werden vom Abgeordnetenhaus gewählt. Derzeitiger Ministerpräsident ist José Luis Rodríguez Zapatero vom sozialdemokratischen Partido Socialista Obrero Español (PSOE). Sitz des Regierungspräsidenten ist der Palacio de la Moncloa in Madrid. Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europäischen Union (bis 1992: „Europäische Gemeinschaft“). Siehe auch: Politische Parteien in Spanien, Liste der spanischen Ministerpräsidenten, Baskische Befreiungsbewegung Euskadi Ta Askatasuna (ETA)

Autonome Regionen

Hauptartikel: Autonome Regionen Spaniens Spanien gliedert sich administrativ in 17 autonome Regionen oder Gemeinschaften (Comunidades Autónomas), vergleichbar den deutschen Bundesländern, und in die zwei autonomen Städte Ceuta und Melilla. Die autonomen Regionen selbst gliedern sich ihrerseits in insgesamt 50 (52 mit Ceuta und Melilla) Provinzen (provincias), die fast alle nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind. Kämpfe gibt es u. a. um die Autonomie des Baskenlandes, deren blutige Form die ETA betreibt. Katalonien strebt auf politischem Wege die Unabhängigkeit an.

Wirtschaft

Währung

Die Währung in Spanien ist seit dem 01.01.1999 der Euro. Der Umtauschkurs zur vorigen Währung, den Peseten,
pesetas (PTS), beträgt: 1€ = 166,386 PTS bzw. 1 PTS = 0,6010 €-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern die nicht allzu häufig gekauft werden wie Autos oder Wohnungen. Als großzügig abkürzende Größenordnung werden hierbei gerne Millionen PTS, Million Pesetas verwendet: so kostet z.B. eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. PTS oder ein Auto 2 Mio. PTS. 1.000.000 PTS entsprechen 6.010,12 €, also rund 6.000 €. 500 Peseten entsprechen ziemlich genau 3,0051 Euro. Daher kann mit Dividieren durch 500 und anschließendem Multiplizieren mit 3 recht einfach von Peseten auf Euro umgerechnet werden. Umgekehrt können Euro durch Dividieren mit 3 und anschließendem Multiplizieren mit 500 einfach auf Peseten umgerechnet werden. In Gesprächen wird gelegentlich noch die Währungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefähr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhängen (oder mit 100 multiplizieren).

Bruttosozialprodukt

Das Bruttosozialprodukt beträgt 596,5 Mrd. US$ bei einer Wachstumsrate von 2,0 %. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf beträgt 14.580 US$. Das Bruttoinlandsprodukt wird
- zu 66% mit Dienstleistungen,
- zu 30% von der Instustrie und
- zu 3% durch die Landwirtschaft erwirtschaftet. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt betragen 0,96%. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,4%, die Inflationsrate bei 3,1%. Die Staatseinnahmen von 274,6 Mrd. € setzen sich
- zu 29% aus der Einkommensteuer,
- zu 35% aus der Körperschaftssteuer zusammen. Die Staatsausgaben betragen 275,2 Mrd. €, das Haushaltsdefizit beträgt 0,3% des Bruttoinlandsprudukts.

Landwirtschaft

36% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, Bewässerungsfeldbau wird auf ca. 20,1% der Anbaufläche betrieben. 144 000 km² der Landesfläche sind bewaldet. In Spanien werden folgende Agrarprodukte hergestellt: Getreide (vor allem Weizen und Reis), Gemüse, Oliven, Weintrauben, Zuckerrüben, Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, Fleisch (Schaf, Ziege, Kaninchen, Geflügel), Milchprodukte (z.B. Manchego-Käse), Seefisch und Meeresfrüchte.

Infrastruktur

Straßennetz

Spanien verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz von 663.795 km Länge. Das Straßennetz ist zum allergrößten Teil befestigt. Das Fernstraßennetz umfasst Nationalstraßen,
carreteras nacionales, und Autobahnen, den sogenannten autovías (gebührenfrei) und autopistas (mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der gebührenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden. Teilweise verlaufen gebührenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu gebührenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist gebührenfreie autopistas, viele Fernverbindungen sind gebührenpflichtig. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt:
- innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h
- auf Landstraßen 90 km/h
- auf Landstraßen mit einem Randstreifen von mindestens 1,5 m Breite oder einer zusätzlichen Fahrspur 100 km/h
- auf den Autobahnen 120 km/h Seit Sommer 2005 werden in Spanien Geschwindigkeitskontrollen mit stationären Radargeräten durchgeführt. In geschlossenen Ortschaften nachts immer mit Abblendlicht fahren. Vorsicht beim Einfahren in Autobahnen: hier gilt zwar wie im deutschen Sprachraum „Vorfahrt gewähren“, jedoch wird einfahrenden Autofahrern meist nicht Platz zum Einscheren eingeräumt. Für Linksabbieger gibt es gelegentlich eine Art „Wartespur“ in der Mitte der Straße, von dieser Wartespur kann dann nach rechts in auf die Fahrspur eingeschert werden. Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben. Diese müssen bei Unfällen und Pannen getragen werden. Reservebirnen und zwei rote Warndreiecke müssen ebenso im Kraftfahrzeug sein. Grüne Versichertenkarten sind zwar nicht Pflicht, aber empfehlenswert, da die Polizei mit ihnen vertraut ist. In den letzten Jahren hat die Zahl der PKW und die Verstädterung in Spanien stark zugenommen. In Spanien gibt es 467 KFZ/ 1000 Ew. 78% der Bevölkerung leben in Städten; die Bevölkerungsdichte beträgt 82 Ew/km². Vielerorts herrscht auch durch die engen Straßen akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen. Die Parkgebühren in Ballungsräumen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum. In manchen Ballungsräumen (Madrid, Barcelona) sind die Straßennetze gerade im Berufsverkehr örtlich überfordert; teilweise gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia (Stadt).

Fahrrad

Fahrradfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche Betätigung aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad selten genutzt. Fahrradfahrer sind im Straßenverkehr rechtlich nicht besser gestellt, wie dies beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Fahrradwege sind meist nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. Die einzelnen Radwege sind oftmals nicht miteinander verknüpft.

Fernbusnetz

Spanien verfügt über ein sehr gut ausgebautes Busnetz. In kleinen und großen Städten gibt es spezielle Busbahnhöfe. Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere Städte und Dörfer, aber es gibt auch überregionale Linien und internationale Verbindungen. Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig.

Schifffahrt

Auf 1045 km Kanälen und Flüssen ist Binnenschiffahrt möglich. Die größten Seehäfen sind Barcelona, Valencia, Bilbao, Gijón und Santa Cruz de Tenerife. Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen gibt es eine Reihe von Fährverbindungen.

Bahnnetz

Das Bahnnetz (traditionell Breitspur) der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE, ungefähr 525 km Streckennetz) ergänzt. Das Fernverkehrssystem wird
Grandes Líneas genannt, der AVE ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercanías. In folgenden Regionen gibt es Cercanías-Netze: Asturias, Barcelona, Bilbao, Cádiz, Madrid, Málaga, Murcia/ Alicante, Santander, San Sebastián, Sevilla und Valencia. Schmalspurstrecken werden von regionalen Gesellschaften betrieben. Die spanischen Fernverkehrszüge der Grandes Líneas werden in Tag- und Nachtzüge unterschieden. Tagzüge sind der Alaris, Altaria, Arco, Euromed, Talgo, Intercity und Diurno. Nachtzüge sind der Trenhotel und Estrella. Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht für eine Strecke, sondern für ein Produkt verkauft. Die Tagzüge haben haben Raucher- und Nichtraucherplätze und einen Speisewagen. Es gibt Sitzplätze erster und zweiter Klasse. Die erste Klasse wird als Preferente und die zweite Klasse als Túrista bezeichnet. In der ersten Klasse werden kostenlos Zeitungen, Essen und Getränke gereicht. Während der Fahrt werden Kinofilme gezeigt. Die Nachtzüge verfügen über die ersten Klassen Gran Clase und Preferente und die zweite Klasse Túrista/ Litera. Die Züge haben eine Cafetería bzw. ein Restaurant. Die erste Klasse besteht aus Schlafwagen und hat ein Bad bzw. eine Waschgelegenheit. Die zweite Klasse des Trenhotel hat Vierbett-Abteile, die zweite Klasse des Estrella Sechs-Sitz-Abteile. Tickets für Fernverkehrszüge beinhalten eine Sitzplatzreservierung; der Zug kann ohne gültiges Ticket nicht betreten werden. Seit den Terroranschlägen in Madrid im März 2004 werden beim Einstieg Gepäckkontrollen ähnlich wie an Flughäfen durchgeführt. In den Fernverkehrsbahnhöfen finden sich Schalter für den Vorverkauf, die venta anticipada und den Kauf mit sofortigem Fahrantritt. Fahrkarten für den Regional- und den Fernverkehr müssen getrennt gekauft werden. Für den Fernverkehr ist es bedingt durch die Reservierungspflicht sinnvoll, Tickets im Voraus zu kaufen. Dies ist auch über das Internet möglich; die Tickets müssen teilweise am Bahnhof abgeholt werden. Die Städte Barcelona, Bilbao, Madrid und Valencia verfügen über U-Bahn- oder Metronetze, in Sevilla und Palma de Mallorca sind entsprechende Netze im Aufbau. Einige Städte wie Alicante und Barcelona besitzen neu eröffnete Straßenbahnnetze.

Flughäfen

Rund 40 Städte verfügen über einen Flughafen für Verkehrsmaschinen. Die größten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia, Spanair, Vueling und Air Europa. Die Flughäfen von Madrid und Barcelona sind unter den Top 10 der Passagierzahlen der europäischen Flughäfen. Zwischen den Flughäfen Madrid und Barcelona gibt eine Luftbrücke,
puente aéreo: zwischen 07:00 und 23:00 starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Flüge. Die puente aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben.

Kultur


- Literatur: Miguel de Cervantes, Tirso de Molina, Lope de Vega, Pedro Calderón de la Barca, Francisco de Quevedo, Rosalía do Castro, Federico García Lorca, Camilo José Cela, Javier Marías, Arturo Pérez-Reverte, Manuel Vázquez Montalbán, Miguel Delibes, José Zorrilla
- Musik: Flamenco, Manuel de Falla, Paco de Lucía, Joaquín Rodrigo, Pablo Sarasate
- Film: Pedro Almodóvar, Julio Médem, Luis Buñuel, Alejandro Amenábar, Alex de la Iglesia
- Malerei: Pablo Picasso, Salvador Dalí, Diego Velázquez, El Greco, Joan Miró, Francisco de Goya, Bartolomé Esteban Murillo
- Bildhauerei: Eduardo Chillida
- Architektur: Antoni Gaudí, Santiago Calatrava, César Manrique

Medien

Die meisten überregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid:
El País (durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 ca. 561.000 Exemplare), El Mundo (379.000), ABC (346.000) und La Razón (205.000). In Barcelona erscheinen La Vanguardia (240.000) und die wichtige regionale Zeitung El Periódico de Catalunya (221.000). Von Bedeutung sind auch täglich erscheinende Sport-Medien wie Marca (549.000) und As (303.000), die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen, fast jede größere Stadt im Land hat hier ein Angebot, beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca. Die staatliche Fernsehanstalt Televisión Española betreibt zwei Sender, TVE 1 und TVE 2. Private TV-Programme sind Antena 3, Telecinco und Canal+. Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet. Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital+ und Auna.

Sport

Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport. Weitere Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball und Volleyball, an den Universitäten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit. Der Motorsport, insbesondere Rallye (Carlos Sainz ist derzeit der bekannteste spanische Fahrer), Formel 1 (Fernando Alonso jüngster Weltmeister im Jahre 2005) und Motorradrennen (Dani Pedrosa) genießen die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Ein großes Radsportereignis ist die Vuelta, weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die Katalonien-Rundfahrt und das Clásica San Sebastián. Bedeutende Individualsportarten sind Tennis, Padel, ein relativ neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf. Im Nordosten Spaniens und im Lande Valencia wird Pelota, der baskische Nationalsport, gespielt. Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf, der nicht als Sportart angesehen wird. Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgeführt zu werden.

Nationale Feiertage

Der spanische Nationalfeiertag wird am 12. Oktober anlässlich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gefeiert (
Día de la Hispanidad). Am 6. Dezember wird die Annahme der Verfassung im Jahre 1978 (Dia de la Constitución) gefeiert.
- 1. Januar -
Neujahr
- 6. Januar -
Heilige Drei Könige und Epiphanias
- 19. März -
St. Josef
- 1. Mai -
Tag der Arbeit
- 12. Oktober -
Nationalfeiertag (s.o.)
- 1. November -
Tag aller Heiligen
- 6. Dezember -
Tag der Verfassung
- 25. Dezember -
Weihnachten In den einzelnen Provinzen gibt es noch weitere Feiertage, so wird z. B. in Katalonien am 24. Juni St. Joan (spanisch St. Juan) gefeiert.

Weitere Themen


- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet
- Tourismus in Spanien
- Stierkampf
- Kfz-Kennzeichen (Spanien)
- Postleitzahl (Spanien)
- Portal:Spanien
- Spanische Küche
- Weinbau in Spanien
- Redewendung: Das kommt mir spanisch vor

Weblinks

20px Wiki-Portal Spanien
- WikiTravel-Eintrag zu [http://wikitravel.org/de/Spanien Spanien]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=157 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,,ESP,00.html Spiegel online / Jahrbuch / Spanien]
- http://www.guiadeayuntamientos.info/ - spanischsprachige Website mit Informationen über sämtliche spanische Gemeinden
- http://www.spanischebotschaft.de/ - Website der spanischen Botschaft in Deutschland
- http://www.proel.org/lenguas2.html - Informationen über die Sprachen in Spanien (auf Spanisch)
- http://www.ccape.es - Deutsche Handelskammer für Spanien
- http://www.cibera.de - cibera - Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika / Spanien / Portugal
Kategorie:Staat Kategorie:Monarchie Kategorie:Land in der EU Kategorie:Mittelmeer fiu-vro:Hispaania ja:スペイン ko:에스파냐 ms:Sepanyol simple:Spain th:ประเทศสเปน zh-min-nan:Se-pan-gâ


1590

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Galileo Galilei findet experimentell die Konstanz der Erdbeschleunigung: „Alle Körper fallen gleich schnell“
- Erstes doppellinsiges Teleskop aus Holland
- Amtsantritt von Naresuan als König von Ayutthaya
- 15. September: Giovanni Battista Castagna wird Papst Urban VII.
- 5. Dezember: Niccolo Sfondrati wird Papst Gregor XIV.

Geboren


- Songtham, König von Ayutthaya († 1628)
- 9. Januar: Simon Vouet, französischer Maler des Barock († 1649)
- 26. Februar: Johann Wilhelm Lauremberg, niederdeutscher Schriftsteller († 1658)
- 12. Mai: Cosimo II., Großherzog von Toskana († 1621)
- 13. Juli: Clemens X. (Papst), unter dem Namen Clemens X. Papst von 1670 bis 1676 († 1676)
- 14. August: Johann Jacob von Königsegg-Rothenfels, Domherr in Köln († 1664)

Gestorben


- 14. Februar: Gioseffo Zarlino, italienischer Musiktheoretiker und Komponist (
- 1517)
- 6. April: Francis Walsingham, begründete den britischen Geheimdienst und vereitelte mehrere Attentate auf Elisabeth I. von England (
- 1532)
- 9. Mai: Charles II. de Bourbon, war Kardinal, Erzbischof von Rouen und päpstlicher Legat von Avignon (
- 1523)
- 10. Juli: Karl II. (Innerösterreich), war Erzherzog von Innerösterreich aus dem Haus Habsburg ab 1564 (
- 1540)
- 17. August: Jakob III. (Baden), Tod nach Giftmordanschlag mit Arsenik (
- 1562)
- 27. August: Sixtus V. (Papst), unter dem Namen Sixtus V. Papst von 1585 bis 1590 (
- 1521)
- 27. September: Urban VII., Papst vom 15. September 1590 bis zum 27. September 1590 (
- 1521)
- 23. Oktober: Bernardino de Sahagún, spanischer Missionar und Ethnologe (
- 1499)
- 29. November: Philipp Nicodemus Frischlin, deutscher Humanist und Dramatiker (
- 1547)
- Tabernaemontanus, deutscher Mediziner und Botaniker (
- 1522) ko:1590년

Thermalbad

Ein Thermalbad (auch Therme) ist eine Einrichtung zur therapeutischen Nutzung einer Thermalquelle. Offen zutage tretende Thermalquellen werden schon seit Alters her für Bade- und Heilzwecke genutzt. Seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. sind antike Badeeinrichtungen zur Nutzung von Thermalquellen nachweisbar.

Thermen in der Antike

Insbesondere bei den Römern entwickelten sich die Thermen (lat. thermae) zu einem Zentrum des öffentlichen Lebens. Sie waren allerdings nur zum Teil in Verbindung mit einer Thermalquelle errichtet, sondern erhielten ihr Wasser in der Regel über Aquädukte. Zur Zeit des Augustus errichtete Agrippa in Rom die erste große Thermenanlage, die im Gegensatz zu den bis dahin üblichen Bädern (lat. balnea) mit Räumen zum Ringen und für andere Sportarten (übernommen aus dem griechischen Gymnasium, vgl. z.B. Samos), zur Konversation und sogar zum Unterricht ausgestattet war, die mit den warmen Bädern verbunden waren. Oft gab es säulengesäumte Wandelgänge und Läden, die die Besucher mit Allem versorgten. Thermen waren öffentlich zugänglich (gratis oder gegen eine relativ geringe Gebühr) und meist prächtig ausgestattet. Die großen Thermenkomplexe in Rom wurden von den Kaisern erbaut, z. B. Caracalla-Thermen, Diokletiansthermen. Die sich immer weiter verfeinernden Bäder breiteten sich im ganzen Herrschaftsgebiet aus, bis zu den Grenzprovinzen, wo selbst die Militärlager am Limes in der Regel über eine Badeanlage verfügten. Zur Mindestausstattung gehörte ein Umkleideraum (apodyterium), ein Warmluftraum (sudatorium), ein Warmwasserbad (caldarium), ein Abkühlraum (tepidarium) und ein Kaltwasserbad (frigidarium). Zur Beheizung der Räume wurde eine frühe Form der Fußbodenheizung, eine Hypokaustum-Heizung verwendet. An den noch teilweise erhaltenen Thermen von Pompeji oder den drei Thermen in Trier läßt sich der Aufbau römischer Thermen gut nachvollziehen. Die Thermen entwickelten sich in Italien aus verschiedenen Vorläufern wie dem griechischen Bad (Balneion) und einheimischen Schwitzkuren. Seit der Mitte des 1. Jahrhundert v. Chr. ist der Bau von öffentlichen Bädern in Rom bekannt, und während des 1. Jahrhunderts n. Chr. erlangte das Baden in öffentlichen Bädern eine hohe Bedeutung als sozialer Mittelpunkt des Lebens und fest zum Tagesablauf gehörendes Ritual. Die literarischen und epigraphischen Quellen zeigen, dass die Beliebtheit des Badens bei den Römern in der Zeit zwischen Cicero (106-43 v. Chr.) und Martial (ca. 40-104 n. Chr.) stark anwuchs. Die Frage nach den Gründen dieser wachsenden Beliebtheit sind schwer zu beantworten, da viele Faktoren dabei eine Rolle gespielt haben dürften: zum einen das Anwachsen der Bevölkerung im Rom des 1. Jh. n. Chr. und das verstärkte Bedürfnis nach Möglichkeiten des Waschens und Möglichkeiten der Flucht aus armseligen Wohnumständen. Ein weiterer Grund kann in der Verbreitung medizinischer Theorien, die das Baden als gesundheitsfördernd empfahlen gesehen werden. Diese Vorschriften führten zu der grundsätzlich stets gleichen Raumfolge der römischen Bäder: Auf das apodyterium (Umkleideraum) folgte das caldarium, der Heissbaderaum mit Heisswasserbecken, darauf tepidarium mit milder Hitze, in dem man länger saß. Dann kühlte man sich im frigidarium, dem Kaltbaderaum, ab und sprang dort in das Kaltwasserbecken (siehe Asterix als Legionär). Schließlich gab es in einigen Bädern noch ein laconicum oder sudatorium, einem Raum, in dem eine trockene Hitze erzeugt wurde und der keine Becken besaß. Ein wichtiger Teil des antiken Badevorgangs war auch das Einölen zwischen den einzelenen Badegängen und abschließend. Bestätigt wird die Wichtigkeit dieser Einrichtung durch die große Zahl und prächtige Ausstattung der römischen Badegebäude — sei es privater oder öffentlicher Art. Die Bedeutung des Badens als Bestandteil des Lebens eines Römers wird auch anhand der vielen Bäder, die in neuen Provinzen bald nach der Eroberung entstanden, deutlich. Nimmt man die Nordwestprovinzen als Beispiel, so zeigt sich, dass bald nach der Eroberung durch die Römer nahezu überall Thermen entstanden. Eingeführt wurde diese Badesitte und die dazugehörigen Bauten natürlich von den Römern, die auf diese Annehmlichkeit nicht lange verzichten wollten. Ihre schnelle Verbreitung in der Provinz auch an Orten, die nicht oder nicht ausschließlich von Römern bewohnt waren, zeigt jedoch die baldige Übernahme der Sitte durch die einheimische Bevölkerung.

Thermen heute

Auch heute dienen Thermalbäder therapeutischen Zwecken und sind oft Kureinrichtungen angegliedert. In den letzten Jahren ist aber auch der Freizeit- und Wohlfühlaspekt in den Vordergrund gerückt und so bieten viele Thermalbäder neben klassischen Kurangeboten auch mehrere Schwimmbecken mit verschiedenen Temperaturstufen, oft Solebäder, Saunalandschaften mit mehreren Saunen und Dampfbädern und Massageangeboten. Der größte Thermalkurort der Welt ist die ungarische Hauptstadt Budapest mit über 120 verschiedenen Quellen und mehr als 21 öffentlichen, teils bis zu 450 Jahre alten, Bädern (siehe auch: Budapester Thermalbäder). Auch in Japan haben diese Bäder eine lange Tradition (siehe Onsen). Siehe auch: Portal und Themenliste Rom

Weblinks


- [http://www.thermen-deutschland.de Thermen in Deutschland]
- [http://www.baederplanet.de Bäderplanet.de]
- [http://www.carolus-thermen.de Carolus-Thermen] Aachen
- [http://www.baederdreieck-portal.de Die größte Thermenlandschaft Europas]
- [http://www.claudius-therme.de/ Claudius-Therme] Köln
- [http://www.ahr-thermen.de/ Ahr Thermen] Bad Neuenahr-Ahrweiler
- [http://www.thermae.nl/werkveld.asp?taal=du&id=60&template=homepage.htm&cat=1 Therme 2000 Valkenburg ] Niederlande
- [http://www.thermesdespa.com/D/index.asp Thermes de Spa,] Belgien
- [http://www.chateaudesthermes.be/ Chateau des Thermes Chaudfontaine,] Belgien
- [http://www.therme-vals.ch/ Peter Zumthors berühmte Therme in Vals]
- [http://www.blumau.com/evo/web/rogner/257_DE Therme Blumau ein Kunstwerk von] Friedensreich Hundertwasser
- http://www.vroma.org/~bmcmanus/baths.html
- http://www3.la.psu.edu/cams/Baths/Baths.html
- [http://www.badsaarow.tv Bad Saarow, Brandenburg]
- [http://www.niederbayern-portal.de Das Thermalbäderdreieck in Deutschland]
- [http://www.tirol-therme.com Aqua-Dome Therme, Tirol]
- [http://www.obermaintherme.de Obermain Therme, Bayern, Franken]
- [http://www.frankenalbtherme.de/ Frankenhalb-Therme, Hersbruck, Bayern] Frankenalbtherme Hersbruck
- [http://www.lazneluhacovice.cz/de/ Bad Luhačovice, Tschechien]
- [http://www.antikefan.de/Themen/thermen/thermen.html Antike römische Thermenanlagen]
- [http://www.sonnentherme.at Sonnentherme Lutzmannsburg] Österreich Kategorie:Römische Architektur !

Real Sporting de Gijón

Real Sporting de Gijón ist ein spanischer Fußballverein aus Gijón (Asturias). Gegründet wurde der Verein am 1905. Aktuell spielt Sporting in der Segunda División. Heimstadion ist das El Molinón, das 25.885 Zuschauern Platz bietet.

Bekannteste Spieler


- Abelardo
- Ablanedo
- Luis Enrique
- Quini

Weblinks


- [http://www.realsporting.com Offizielle Website] (span.) Sporting

José Luis Rubiera

José Luis Rubiera oder auch "Chechu" Rubiera (
- 27. Januar 1973 in Gijón) ist ein spanischer Radrennfahrer. Rubiera ist 1994 Profi bei Kelme geworden. Seinen Durchbruch schaffte er, als er 1997 Zehnter beim Giro d'Italia wurde. Sein Potenzial bewies er weiterhin bei den großen Rundfahrten als er 1998 13. beim Giro d'Italia wurde und 1999 Sechster bei der Vuelta a España. 2000 gewann Chechu sogar eine Etappe beim Giro d'Italia und wurde Gesamtachter. 2001 wechselte er dann zu US Postal als Helfer für Lance Armstrong und Roberto Heras. Obwohl er als Helfer bei den großen Rundfahrten gefahren ist, schaffte er einen siebten Platz bei der Vuelta a España 2001 und zwei 19. Plätze bei vier Tour de France-Teilnahmen.

Palmarès


- 1 Etappe Giro d'Italia (2000) Rubiera José Luis Rubiera José Luis Rubiera, José Luis Rubiera José Luis

Santiago Carrillo Solares

Santiago Carrillo Solares (
- 18. Januar 1915 in Gijón, Asturien, Spanien) ist ein spanischer Politiker, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Spaniens PCE von 1960 bis 1982. Carrillo wurde als Sohn des prominenten Sozialistischen Abgeordneten Wenceslao Carrillo geboren. Als Dreizehnjähriger war er bereits Mitglied der Spanischen Sozialistischen Arbeiter Partei PSOE. Er nahm an der Vereinigung des Sozialistischen und Kommunistischen Jugendverbandes 1934 zur Vereinigten Sozialistischen Jugend teil und wurde deren erster Vorsitzender.

Jugend im republikanischen Spanien und Vorwürfe der Massentötung

Carrillo wurde als militanter Politiker, Setzer und Journalist der Zeitung "El Socialista" tätig. Er nahm an den revolutionären Aufständen im Oktober 1934 teil und saß dafür bis 1936 im Gefängnis. 1936 wurde er Mitglied der PCE, 1937 bereits Mitglied im Zentralkomitee. Am Spanischen Bürgerkrieg nahm er als Offizier und politischer Kommissar teil, leitete die Junta zur Verteidigung Madrids gegen die Truppen General Francos vom November 1936 bis zum Januar 1937 und zeigte einen intensiven prosowjetischen Ansatz. Mit Blick auf seine Tätigkeit für die Öffentliche Ordnung in der Junta zur Verteidigung Madrids wurde vom Staatsanwalt der in Madrid regierenden Bande die Anklage ohne dokumentarische Beweise erhoben, Carrillo habe den Mord von ca. 2.000 Personen, die der Rechten zugerechnet wurden und als Beute aus dem Gefängnis herausgeholt wurden, um sie in Paracuellos del Jarama (Madrid) zu exekutieren, zu verantworten bzw. nicht verhindert. Diese Kontroverse ist bis heute Gegenstand der Debatte zwischen Historikern der republikanischen und der aufständischen Seite.

Exil

Nach dem militärischen Zusammenbruch der Republik floh er nach Paris, gehörte dort der republikanischen Exilregierung an und versuchte die Partei zu reorganisieren. Carrillo lebte 38 Jahre im Exil, davon die längste in Frankreich, aber ebenso in der UdSSR und in Südamerika. Ab 1942 ist er am Aufbau einer illegalen Geheimorganisation der Partei in Spanien beteiligt. 1960 wurde er Generalsekretär der PCE, als Nachfolger von Dolores Ibárruri Gómez (la Pasionaria), die gleichzeitig zur Vorsitzenden gewählt wurde und damit nominell die PCE führte. Carrillo verstärkte die Position der Partei im Untergrund in der Arbeiterklasse und unter den Intelektuellen und unterlief mehrere Versuche, aufgestachelt mal von der marxistisch-leninistischen, dann der stalinistischen und der prodemokratischen Strömung, ihn abzulösen. Nach dem Einmarsch des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei 1968 begann Carrillo seine Partei von der KPdSU zu distanzieren. Beim Parteikongreß in Rom 1976 trat er für einen "pluralistischen Wettbewerb" der Parteien ein.

Rückkehr

Er kehrte 1976 nach dem Tode des Diktators General Francisco Franco im Geheimen nach Spanien zurück und wurde von der Polizei festgenommen, aber nach kurzer Zeit wieder freigelassen. Bei den Verhandlungen über die Wiederherstellung der Demokratie in Spanien mit Ministerpräsident Adolfo Suárez wurde von der PCE die Anerkennung der Monarchie gefordert. Bei der ersten international beachteten Parteikonferenz ließ Carrillo vorher ein Foto von König Juan Carlos I. im Hintergrund aufhängen und erreichte damit ihre Wiederzulassung als Partei am 9. April 1977. Carrillo wurde Mitglied des Neunerausschusses der Demokratischen Opposition, der den politischen Übergang (= transición) ausarbeitete.

Eurokommunismus

Zusammen mit Georges Marchais in Frankreich und Enrico Berlinguer in Italien entwickelte er den Eurokommunismus bei einem Treffen am 2. März 1977. In seinem 1977 veröffentlichten Buch definiert Carrillo den Eurokommunismus als Bewegung für eine pluralistische sozialistische Gesellschaft mit individueller und kollektiver Freiheit basierend auf dem "demokratischen Zentralismus". Die Errungenschaften der Arbeiterbewegung, wie "unabhängige Gewerkschaften" und "Streikrecht" werden vom Eurokommunismus als integrale Elemente des Sozialismus beschrieben, während er Marxismus-Leninismus den Gewerkschaften nur die Funktion eines Transmissionsriemens für die Weltrevolution angeführt durch die Partei zuerkennt. Im April 1978 strich er auf dem Parteitag der PCE die Begriffe "Marxismus-Leninismus" aus der Programmatik der Partei und lehnte den Leninismus als dogmatisch ab. Er kritisierte zusammen mit Berlinguer die sowjetische Intervention in Afghanistan 1980 und lehnte den Putsch General Wojciech Jaruzelskis in Polen ab als Versagen des Versuchs, das Moskauer Gesellschaftsmodell zu exportieren.

Politische Praxis

Offener als die Mehrzahl seiner Genossen entwickelte Carrillo erfolgreich wichtige Aktivitäten für die transición zur Demokratie in Spanien, zur kämpferischen Verteidigung der parlamentarischen Demokratie. Carrillo wurde 1977, kurz nach der Legalisierung der PCE, in Madrid bei den ersten demokratischen Wahlen zum Kongress der Deputierten, dem spanischen Unterhaus zum Abgeordneten gewählt. 1979 und 1982 wurde er zum Abgeordneten wiedergewählt. Aber wegen des Misserfolgs seiner Partei bei dieser Wahl (die Zahl der Parlamentssitze sank von 23 im Jahre 1979 auf 4 im Jahre 1982) wurde er am 6. November 1982 zum Rücktritt vom Posten des Generalsekretärs gezwungen. Sein Nachfolger und früherer Anhänger, der sehr viel jüngere Gerardo Iglesias vom Flügel der "Erneuerer" lag mit ihm von Anfang an im Streit. Dessen neue Richtung bezeichnete Carrillo indirekt als "sozialfaschistischen Kurs".

Ausschluß aus der PCE

Am 15. April 1985 wurde Carrillo und seine politischen Freunde aus der PCE ausgeschlossen. Im Folgejahr 1986 gründeten sie ihre eigene Partei, die sie Spanische Arbeiter Partei - Kommunistische Einheit PTE-UC nannten. Diese winzige Linkspartei war nicht im Stande, Wähler anzuziehen. Deshalb plädierte Carrillo am 27. Oktober 1991 für ihre Auflösung. Später fusionierte die PTE-UC mit der regierenden Sozialistischen Partei PSOE, aber Carrillo lehnte die PSOE-Mitgliedschaft eingedenk seiner vielen Jahre als Kommunist ab.

Werke


- Adónde va el Partido Socialista?, deutsch Wohin geht die Sozialistische Partei, 1959
- Después de Franco, ¿qué?, deutsch Nach Franco, was, 1965
- Problems of Socialism Today, deutsch Probleme des Sozialismus heute, 1970
- Eurocomunismo y Estado, deutsch Eurokommunismus und Staat, 1977
- El año de la Constitución, deutsch Das Jahr der Verfassung, 1978
- Memoria de la transición: la vida política española y el PCE, deutsch Erinnerung an den Übergang: Das politische spanische Leben und die PCE, 1983
- Le communisme malgrét tout, deutsch Der Kommunismus trotz allem, Paris 1984
- Problemas de la transición: las condiciones de la revolución socialista, Probleme des Übergangs: Die Bedingungen der sozialistischen Revolution, 1985
- El año de la peluca, deutsch Das Jahr der Klarheit, 1987
- Problemas del Partido: el centralismo democrático, deutsch Probleme der Partei: der demokratische Zentralismus, 1988
- Memorias, deutsch Erinnerungen, 1993
- La gran transición: ¿cómo reconstruir la izquierda?, deutsch Der große Übergang: Wie die Linke wieder aufbauen?, 1995
- Un joven del 36, deutsch Eine Jugend 36, 1996
- Juez y parte: 15 retratos españoles, deutsch Richter und Partei: 15 spanische Portraits, 1998
- La Segunda República: recuerdos y reflexiones, deutsch Die zweite Republik: Erinnerungen und Reflexionen, 1999
- ¿Ha muerto el comunismo?: ayer y hoy de un movimiento clave para entender la convulsa historia del siglo XX, deutsch Ist er tot, der Kommunismus?: Gestern und heute einer Bewegung Nelke um die krampfhafte Geschichte des 20. Jahrhunderts zu verstehen, 2000
- Un futuro para España, deutsch Eine Zukunft für Spanien
- Libertad y socialismo, deutsch Freiheit und Sozialismus
- La memoria en retazos: recuerdos de nuestra historia más reciente, deutsch Die Erinnerung in Bruchstücken: Erinnerung an unsere jüngste Geschichte, 2004 Carrillo Solares, Santiago Carrillo Solares, Santiago Carrillo Solares, Santiago Carrillo Solares, Santiago

Paco Ignacio Taibo II

Paco Ignacio Taibo II (
- 11. Januar 1949 in Gijón) ist ein spanisch-mexikanischer Autor. Er ist zum einen für seine Krimis bekannt, zum anderen als politischer Autor. Seine Krimis enthalten oft historische und politische Referenzen. Oft sind diese in politisch brisanten Situationen angesiedelt - wie dem Vorfeld des spanischen Bürgerkriegs oder der zapatistischen Revolution in Mexiko. Oder sie enthalten klare, oft sozialkritische Bezüge, zur Situation des mexikanischen Alltags. Berühmt wurde er durch die Figur des erst gestorbenen und dann wiederauferstandenen Detektivs Héctor Belascoarán Shayne. In seinen Arbeiten um Che Guevara entdeckte er dessen Aufenthalt in Afrika wieder, der in "Das Jahr in dem wir nirgendwo waren" ausführlich geschildert wird. Seine Che-Biographie gilt als ein Standardwerk. Taibo II, der Sohn des Autors und Intellektuellen Paco Ignacaio Taibo, zog mit seinen Eltern 1957 nach Mexiko. Dort studierte er Literatur, Soziologie und Geschichte. Bevor er sich als Autor etablieren konnte, arbeitete Taibo als Journalist und Universitätsdozent. Er ist Mitbegründer der Internationalen Vereinigung der Kriminalschriftsteller. (AIEP)

Werke


- Che. Die Biografie des Ernesto Guevaro. Hamburg, Edition Nautlius. ISBN 3-89401-277-3
- Das Jahr in dem wir nirgendwo waren. Berlin, Edition ID Verlag.
- 1968 / Gerufene Helden/ Ein Handbuch zur Eroberung der Macht. Berlin, Verlag Schwarze Risse/Libertäre Assoziation. ISBN 3-922611-63-X
- Erzengel. Geschichten von 12 Häretikern der Revolution im 20. Jahrhundert. ISBN 3-922611-77-X
- Auf Durchreise. Roman. Hamburg, Edition Nautilus.
- Eine leichte Sache. Kriminalroman, Edition Nautilus. ISBN 3-89401-336-2
- Der melancholische Detektiv. Kriminalroman. Hamburg, rororo.
- Das Fahrrad des Leonardo da Vinci. Roman. Berlin, Eisbär Verlag.
- 4 Hände. Berlin, Schwarze Risse/Libertäre Assoziation.
- Olga Forever. Kriminalroman. Nautilis
- Die Rückkehr der Schatten. Roman. Assoziation A
- Unbequeme Tote. Roman, vierhändig. Gemeinsam mit Subcomandante Marcos. Assoziation A

Weblinks


- [http://www.vespito.net/taibo Taibo-Net (spanisch und italienisch)]
- [http://www.alligatorpapiere.de/taibo.html Deutsche Seite mit ausführlichen kommentierten Links zum Werk] Taibo II, Paco Ignacio Taibo II, Paco Ignacio Taibo II, Paco Ignacio Taibo II, Paco Ignacio

Luis Enrique Martinez Garcia

Luis Enrique Martínez García (
- 8. Mai 1970 in Gijón, Asturien) ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler. Der offensivstarke Mittelfeldspieler begann seine Profikarriere bei Sporting Gijón (Liga: 36 Spiele, 14 Tore). Zur Saison 1991/92 wechselte er zu Real Madrid, wo er in 157 Erstligaspielen 15 Tore schoss. Dort wurde er auch zum Nationalspieler. Als sein Vertrag 1996 auslief, wechselte er zum Erzfeind FC Barcelona, wo er bis zum Ende seiner Karriere im Jahre 2004 blieb. Bei den Katalanen erlebte er seine größte Zeit, u.a. gewann er mit Barca zwei Meisterschaften (1997/98, 1998/99) und zwei Pokalsiege (1996/97, 1997/98). Insgesamt absolvierte er für Barcelona 207 Spiele in der Primera División und schoss dabei 73 Tore. Für die Nationalmannschaft schoss er in 62 Länderspielen 12 Tore und nahm an der WM 1994, der EM 1996, der WM 1998 und der WM 2002 teil. Martinez Garcia, Luis Enrique Martinez Garcia, Luis Enrique Martinez Garcia, Luis Enrique Martinez Garcia, Luis Enrique ja:ルイス・エンリケ

Kategorie:Hafen

Kategorie aller Häfen. Diese Kategorie soll bei genug Artikeln in See- und Binnenhäfen, dann vielleicht weiter in Schleusenhafen, Tidehafen etc. unterteilt werden. Kategorie:Schifffahrt Kategorie:Verkehrsbauwerk

Thể loại:Sinh 1667

Thể loại:1667

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Track listing

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