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Gilbert Keith Chesterton
Gilbert Keith Chesterton ( - 29. Mai 1874 in London; † 14. Juni 1936 in Beaconsfield) war ein christlicher englischer Schriftsteller, Essayist und Journalist.
Leben
1901 heiratete er Frances Blogg, 1922 konvertierte er zum katholischen Glauben.
In seinen Romanen, Essays und Kurzgeschichten setzte er sich intensiv mit modernen Philosophien und Denkrichtungen auseinander. Bekannt sind seine oft gewagten, aber selten misslungenen Gedankensprünge und sein Zusammenbringen scheinbar ganz verschiedener Ideen, oft mit überraschenden Ergebnissen. Seine typische Argumentationsweise ist als "geistiger Husarenritt" beschrieben worden.
Zu seinen wichtigsten Diskussionspartnern gehörte neben H. G. Wells der britische Publizist George Bernard Shaw, mit dem ihn eine herzliche Freundschaft bei gleichzeitiger herzlicher Ablehnung von dessen Philosophie verband. Auch mit den Gedanken Nietzsches zum Übermenschen setzte er sich intensiv auseinander, seine Haltung zu Nietzsche war ebenfalls recht ablehnend. Er bekämpfte auch andere im frühen 20. Jahrhundert "moderne" Ideen, vor allem die Euthanasie und die pseudowissenschaftliche Rassenkunde sowie jede Art von Menschenzucht-Ideen. Ebenso lehnte er den Britischen Kolonialismus ab und unterstützte die irische Unabhängigkeit. Chesterton war ein Bewunderer des Mittelalters, das seiner Meinung nach in der Neuzeit oft unfair negativ dargestellt wird. Er setzte sich ein für eine echte Demokratie, die im eigenen Überlebensinteresse v.a. auch auf die Stimme der Armen und Slumbewohner hören müsse, anstatt von oben herab "zu ihrem Besten" über sie zu entscheiden ("Anstatt uns zu fragen, was wir mit den Armen machen sollen, sollten wir uns lieber fragen, was die Armen mit uns machen werden.") Wirtschaftspolitisch forderte er eine Begrenzung der Macht des Großkapitals bei gleichzeitiger Förderung des Kleineigentums ("Jedermann sollte eine Kuh und drei Morgen Land besitzen können", "Das Problem des Kapitalismus ist nicht, dass es zu viele, sondern dass es zu wenige Kapitalisten gibt.") Er nannte dies Distributismus.
Nach seinem Tod wurde er von der katholischen Kirche mit dem Titel eines Defensor Fidei (Verteidiger des Glaubens) bezeichnet, als erster Engländer nach Heinrich VIII. und der englischen Kirchenspaltung.
Vor einigen Jahren veröffentlichte der Eichborn Verlag in seiner Reihe Die Andere Bibliothek zwei Essay-Zusammenstellungen Chestertons: "Ketzer" und "Orthodoxie". Damit ist Chesterton wieder ins Interesse der Öffentlichkeit gerückt.
Chestertons bekannteste literarische Schöpfung ist Father Brown, ein unscheinbarer Geistlicher, der mit psychologischem Einfühlungsvermögen und durch logische Schlüsse auch die scheinbar mysteriösesten Kriminalfälle löst. 1953 spielte Alec Guinness den detektivischen Seelsorger in Die seltsamen Wege des Pater Brown (Father Brown). Nicht zuletzt aus dieser Begegnung mit Chesterton und seiner Verteidigung der katholischen Weltanschauung resultierte später Guinness' eigene Konvertierung zum katholischen Glauben. Durch die Verfilmung der Pater Brown-Kriminalkurzgeschichten mit Heinz Rühmann ist Chestertons Werk in den 1960ern auch in Deutschland bekannt geworden. Allerdings sind die Filme in vieler Hinsicht gegenüber den oft grotesk-bizarren und stark von der katholischen Theologie geprägten Buchvorlagen "entschärft" und dem betulichen Geschmack der deutschen 1950/60er angepasst worden. Leider sind auch die deutschen Übersetzungen der Bücher teilweise merklich "entschärft". Anfang der 1990er Jahre brachte der Haffmans-Verlag jedoch originalgetreue und kommentierte Neuübersetzungen der Father-Brown-Geschichten von Hanswilhelm Haefs heraus.
In dem kurzen Roman The Man Who Was Thursday von 1908 (dt. Der Mann, der Donnerstag war) beschreitet Chesterton einen Ausflug in des Genre der Fantasy. Ein Komplott anarchistischer Terroristen am Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt sich darin, unter zunehmender Verfremdung der Wirklichkeit, in ein verrückt-göttliches Spektakel. Auch hier stellt Chesterton theologisch-philosophische Fragestellungen seiner Zeit literarisch dar.
Daneben verfasste Chesterton zum Teil hochgelobte Biografien unter anderem von Thomas von Aquin, Franz von Assisi, Charles Dickens, Robert Louis Stevenson, Leo Tolstoi und George Bernard Shaw.
Das Copyright für die englischen Originalwerke Chestertons ist inzwischen erloschen; die meisten finden sich als e-Texte im World Wide Web.
Werke (Auswahl)
- The Innocence of Father Brown (1911) (dt. Father Browns Einfalt)
- The Wisdom of Father Brown (1914) (dt. Father Browns Weisheit)
- The Incredulity of Father Brown (1926) (dt. Father Browns Ungläubigkeit)
- The Secret of Father Brown (1927) (dt. Father Browns Geheimnis)
- The Scandal of Father Brown (1935) (dt. Father Browns Skandal(e))
- The Man Who Was Thursday (dt. Der Mann, der Donnerstag war)
- The Man Who Knew Too Much (dt. Der Mann, der zuviel wusste)
- The Poet and the Lunatics (dt. Der Dichter und die Verrückten. Episoden aus dem Leben von Gabriel Gale)
- The Club of Queer Trades (dt. Der geheimnisvolle Klub)
- St. Francis of Assisi (dt. Franziskus. Der Heilige von Assisi)
- St. Thomas Aquinas. The Dumb Ox. (dt. Der stumme Ochse. Über Thomas von Aquin)
- Dickens (dt. Charles Dickens)
- George Bernard Shaw (dt. George Bernard Shaw)
- The Napoleon of Notting Hill (1904) (dt. Der Held von Notting Hill)
- The Man Who Was Thursday (Der Mann, der Donnerstag war)
- Flying Inn (Dt. Das fliegende Wirtshaus)
- The Return of Don Quixote (dt. Die Rückkehr des Don Quijote, Matthes & Seitz, München 1992, ISBN 3-88221-778-2)
- Manalive (dt. Menschenskind)
- Heretics (dt. Ketzer. Eine Verteidigung der Orthodoxie gegen ihre Verächter, Eichborn, Frankfurt am Main, 1998, ISBN 3-8218-4165-6)
- Orthodoxy (dt. Orthodoxie. Eine Handreichung für die Ungläubigen, Eichborn, Frankfurt am Main, 2000, ISBN 3-8218-4187-7)
- What's Wrong With the World (dt. Was Unrecht ist an der Welt)
- The Common Man (dt. Der gewöhnliche Sterbliche)
- Eugenics and Other Evils (1922)
- Magic. A Fantastic Comedy (dt. Magie. Eine phantastische Komödie)
Autobiografie
- Autobiography (dt. Der Mann mit dem goldenen Schlüssel. Die Geschichte meines Lebens). Herder. Freiburg im Breisgau, 1952.
Literatur (Auswahl)
- Maisie Ward: Gilbert Keith Chesterton (OT: Gilbert Keith Chesterton). Pustet, Regensburg 1956.
- Carl Amery: G. K. Chesterton oder Der Kampf gegen die Kälte. F. H. Kerle, Freiburg und Heidelberg 1981, ISBN 3-600-30082-2
- Rudolf Matthias Fabritius: Das Komische im Erzählwerk G. K. Chestertons (Reihe "Studien zur englischen Philologie" - Neue Folge, Band 5). Max Niemeyer, Tübingen 1964.
- Gisbert Kranz: Gilbert Keith Chesterton - Prophet mit spitzer Feder. Sankt Ulrich Verlag, Augsburg 2005, ISBN 3-936-48461-9
Weblinks
-
-
- http://www.chesterton.org - The American Chesterton Society
- [http://www.krimi-couch.de/krimis/g-k-chesterton.html G.K. Chesteron auf Krimi-Couch.de] - Porträt, Bibliographie, Rezensionen.
- http://www.crime-corner.de/kriminalerzaehlungen-fatherbrown.html Kritiken und Analysen zu Pater-Brown-Erzählungen
Chesterton, Gilbert Keith
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Chesterton
29. MaiDer 29. Mai ist der 149. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 150. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 216 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1453 - Endgültiger Untergang des Byzantinischen Reichs: Nach knapp zweimonatiger Belagerung erobern die Osmanen unter Mehmed II. Konstantinopel.
- 1500 - Zweite portugiesische Indienexpedition (unter Pedro Álvares Cabral): Vier der Schiffe gehen am Kap der guten Hoffnung unter, darunter das des Bartolomëu Diaz.
- 1790 - Rhode Island tritt als 13. Bundesstaat den Vereinigten Staaten von Amerika bei.
- 1809 - In der zweiten Schlacht am Bergisel besiegt Andreas Hofer die mit den Franzosen verbündeten Bayern.
- 1848 - Wisconsin wird 30. Bundesstaat der USA.
- 1865 - In Kiel wird die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gegründet.
- 1939 - John F. Kennedy erhält zu seinem 21. Geburtstag - wie alle seine Geschwister - ein Treuhandvermögen im Wert von 1 Million Dollar.
- 1949 - Der Vorsitzende der KPD, Max Reimann, wird auf Anordnung der britischen Besatzungsmacht in Paderborn verhaftet.
- 1953 - Edmund Hillary und Tenzing Norgay gelingt die Erstbesteigung des Mount Everest.
- 1974 - In Israel löst Yitzhak Rabin die zurückgetretene Golda Meïr als Ministerpräsident, Shimon Peres den bisherigen Verteidigungsminister Moshe Dayan ab.
- 1978 - Jitzhak Navon wird Staatspräsident Israels.
- 1986 - Die Flagge der EU wird erstmals zu den Klängen der Europahymne vor dem Berlaymont-Gebäude aufgezogen.
- 1990 - Boris Jelzin wird zum Parlamentspräsidenten der sowjetischen Teilrepublik Russland gewählt.
- 1991 - Auf dem SPD-Bundesparteitag wird Björn Engholm zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der Nachfolger von Hans-Jochen Vogel erhält 97,4 % der Stimmen der Delegierten.
- 1996 - Mazedonien unterzeichnet die Schlussakte von Helsinki.
- 1999 - Nigeria wird zur Bundesrepublik mit Präsidialdemokratie. Staatspräsident wird Olusegun Obasanjo.
- 2000 - Fidschi. Das Militär unter Oberbefehlshaber Frank Bainimarama übernimmt die Macht und verhängt das Kriegsrecht.
- 2001 - Afghanistan. Alle nicht-islamischen Menschen müssen ein gelbes Zeichen tragen.
- 2004 - Estland wird Vollmitglied in der NATO.
- 2005 - Frankreichs Wähler lehnen die neue EU-Verfassung in einem Referendum mit 54,8% Nein-Stimmen ab. Allerdings haben 9 EU-Staaten die Ratifizierung bereits abgeschlossen.
Wirtschaft
- 1992 - Mit dem Beitritt zu Weltbank und Internationalem Währungsfond rückt die Schweiz erstmals von ihrer konsequenten Neutralitätspolitik ab.
Wissenschaft und Technik
- 1919 - Eine von Arthur Eddington geleitete Expedition misst bei einer Sonnenfinsternis die Ablenkung von Sternenlicht durch die Schwerkraft – der erste experimentelle Nachweis für Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie.
Kultur
Religion
- 1414 - Das bis 1418 dauernde Konzil von Konstanz beginnt als größte Kongressveranstaltung des Mittelalters und bis heute einziges Kirchenkonzil auf deutschem Boden. Es macht die Stadt zum Mittelpunkt des Abendlandes und zieht an die 50.000 teils großen Hof haltende Teilnehmer und damit auch mehr als 700 Freudenmädchen bzw. Kurtisanen in die Stadt.
- 1934 - Mit der Barmer Theologischen Erklärung wird in Wuppertal auf der ersten Barmer Bekenntnissynode vom 29. bis zum 31. Mai die Bekennende Kirche innerhalb der evangelischen Kirche Deutschlands gegründet, um sich gegen die Gleichschaltung und Beeinflussung der Kirche durch den Nationalsozialismus zu stellen.
Katastrophen
- 1914 - Der Untergang des britischen Passagierdampfers "Empress of Ireland" fordert 1032 Menschenleben.
- 1985 - Vor dem Fußball-Endspiel im Europapokal der Landesmeister im Brüsseler Heysel-Stadion zwischen Juventus Turin und dem FC Liverpool kommt es durch Ausschreitungen von Hooligans zur Massenpanik. 39 Menschen kommen ums Leben und über 200 werden verletzt.
- 1993 - Bei einem Brandanschlag auf ein Wohnhaus im nordrhein-westfälischen Solingen kommen fünf türkische Mädchen und Frauen ums Leben.
- 1999 - Ein verheerender Brand nach einem Auffahrunfall unter Beteiligung eines mit Lacken beladenen Lkws im österreichischen Tauerntunnel führt zu 12 Todesopfern und 50 Verletzten.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
- 1439 - Pius III. (Papst),
- 1594 - Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim, Reitergeneral
- 1630 - Karl II., König von England
- 1680 - Ferdinand Albrecht II. (Braunschweig), Herzog von Braunschweig
- 1683 - Antoine Pesne, Hofmaler in Preußen
- 1763 - Joseph Fouché, französischer Polizeiminister unter Napoléon Bonaparte
- 1773 - Wilhelm Heinrich, Herzog von Gloucester und Edinburgh
- 1794 - Johann Heinrich von Mädler, deutscher Astronom
- 1830 - Louise Michel, französische Anarchistin
- 1831 - Anna Barbara Aemisegger, schweizerische Malerin
- 1849 - Lorenz Adlon, deutscher Gastronom und Hotelier
- 1851 - Léon Victor Bourgeois, französischer Diplomat, erster Präsident des Völkerbundrates und Friedensnobelpreisträger 1920
- 1859 - Konrad Burdach, deutscher Germanist
- 1860 - Isaac Albéniz, spanischer Komponist und Pianist
- 1868 - Abdülmecid II., letzter Kalif des osmanischen Reiches
- 1874 - Gilbert Keith Chesterton, englischer Schriftsteller, Essayist und Journalist
- 1877 - Otto Gebühr, deutscher Schauspieler
- 1880 - Oswald Spengler, deutscher Geschichtsphilosoph und Kulturhistoriker
- 1882 - Jan Schoemaker, niederländischer Fußballspieler
- 1887 - Carl Schröter, deutscher Politiker
- 1892 - Alfonsina Storni, argentinische Dichterin
- 1894 - Josef von Sternberg, österreichischer Filmregisseur
- 1897 - Erich Wolfgang Korngold, österreichischer Komponist
- 1897 - Johannes Winkler, deutscher Raumfahrtpionier
- 1901 - Hermann Kopf, deutscher Politiker und MdB
- 1903 - Bob Hope, US-amerikanischer Komiker
- 1904 - Gregg Toland, US-amerikanischer Kameramann
- 1905 - Kurt Schwabe, deutscher Chemiker
- 1908 - Hans Weigel, österreichischer Schriftsteller
- 1911 - Fernando Chueca Goitia, spanischer Historiker und Architekt
- 1914 - Eduard Pestel, deutscher Ingenieur
- 1915 - Karl Münchinger, deutscher Dirigent
- 1917 - John F. Kennedy, 35. Präsident der USA
- 1917 - Miguel Abloniz, italienischer Musiker und Komponist
- 1920 - John Harsanyi, ungarisch-amerikanischer Wirtschaftswissenschafts-Nobelpreisträger 1994
- 1926 - Abdoulaye Wade, Präsident von Senegal
- 1929 - Peter Higgs, britischer Physiker
- 1930 - Burkhard Hirsch, deutscher FDP-Politiker
- 1930 - Ekkehard Schall, deutscher Schauspieler, Brechtdarsteller
- 1933 - Helmuth Rilling, deutscher Chorleiter, Dirigent und Pädagoge
- 1933 - John Mayall, britischer Sänger
- 1935 - André Brink, südafrikanischer Schriftsteller
- 1936 - Klaus Winter, deutscher Jurist, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1937 - Alois Kothgasser, Erzbischof von Salzburg
- 1937 - Alwin Schockemöhle, deutscher Springreiter
- 1939 - Bernd Schmidbauer, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1941 - Roy Crewson, britischer Musiker
- 1942 - Monti Rock III., US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Helmut Berger, österreichischer Schauspieler
- 1944 - Maurice Bishop, Putschist und Staatspräsident Grenadas
- 1945 - Gary Brooker, britischer Musiker, Songschreiber und Sänger
- 1948 - Peter Paziorek, deutscher Politiker und MdB
- 1949 - Johann Krieger, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Ehingen (Donau)
- 1949 - Mike Rossi, britischer Musiker
- 1950 - Lothar Hay, deutscher Politiker
- 1952 - Walter Landin, Pfälzer Mundartdichter
- 1955 - John Hinckley, Attentäter auf Ronald Reagan
- 1956 - LaToya Jackson, US-amerikanische Sängerin
- 1957 - Irmin Schmidt, deutscher Musiker und Songschreiber
- 1957 - Jimmi McShane, irischer Sänger
- 1957 - Ted Levine, US-amerikanischer Schauspieler
- 1958 - Annette Bening, US-amerikanische Schauspielerin
- 1958 - Uwe Rapolder, deutscher Fußballtrainer
- 1959 - Rupert Everett, britischer Schauspieler
- 1961 - Melissa Etheridge, US-amerikanische Rockmusikerin und Gitarristin
- 1963 - Stephan Weidner, deutscher Musiker, Songschreiber und Sänger
- 1967 - Noel Gallagher, britischer Musiker, Songschreiber und Sänger (Oasis)
- 1971 - Bernd Mayländer, deutscher Auto-Rennfahrer, seit 2000 Fahrer des Safety-Cars der Formel 1
- 1979 - Arne Friedrich, deutscher Fußballspieler
- 1984 - Carmelo Anthony, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1992 - Anne-Luise Tietz, deutsche Nachwuchsschauspielerin
Gestorben
- 1137 - Bruno II. von Berg, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1207 - Bona von Pisa, Augustinerin und Schutzpatronin
- 1453 - Konstantin XI. Palaeologus, letzter oströmischer Kaiser
- 1458 - Hermann von Sachsenheim, deutscher Dichter
- 1500 - Bartolomeu Dias, portugiesischer Seefahrer und Entdecker
- 1546 - David Beaton, schottischer Kardinal
- 1586 - Adam Lonitzer, deutscher Naturforscher, Arzt und Botaniker
- 1660 - Frans van Schooten, niederländischer Mathematiker
- 1790 - Israel Putnam, britischer Offizier im Franzosen-_und_Indianerkrieg
- 1814 - Joséphine de Beauharnais, Kaiserin von Frankreich
- 1829 - Sir Humphry Davy, britischer Chemiker
- 1833 - Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach, deutscher Rechtsgelehrter und Begründer der modernen deutschen Strafrechtslehre
- 1861 - Joachim Lelewel, polnischer Historiker und Freiheitskämpfer
- 1865 - Bernard-Pierre Magnan, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1866 - Winfield Scott, US-amerikanischer Militär und Oberbefehlshaber
- 1869 - Julius Friedrich Heinrich Abegg, deutscher Kriminalist
- 1871 - Blasius Kozenn, österreichischer Kartograph
- 1880 - Maximilian Steiner, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor
- 1883 - Marianne von Oranien-Nassau, Prinzessin von Preußen
- 1892 - Baha'u'llah, Religionstifter der Baha'i-Religion
- 1897 - Julius Sachs, deutscher Botaniker
- 1910 - Mili Alexejewitsch Balakirew, russischer Komponist, Pianist und Dirigent
- 1914 - Peter Mauser, deutscher Waffenkonstrukteur
- 1931 - Wilhelm Exner, Präsident des österreichischen Gewerbevereins
- 1935 - Josef Suk, tschechischer Komponist, Schwiegersohn Anton%C3%ADn_Dvo%C5%99%C3%A1k
- 1935 - Karl Ettlinger, Schriftsteller
- 1942 - John Barrymore, US-amerikanischer Schauspieler
- 1945 - Mihail Sebastian, rumänischer Schriftsteller und Dramaturg
- 1950 - Wilhelm Bendow, deutscher Schauspieler und Komiker
- 1951 - Josef Bohuslav Foerster, tschechischer Komponist
- 1951 - Robert Kahn, deutscher Komponist und Musikpädagoge
- 1955 - Gustav Adolf Baumm, deutscher Grafiker, Motorradkonstukteur und Rennfahrer
- 1956 - Hermann Abendroth, deutscher Dirigent
- 1958 - Juan Ramón Jiménez, spanischer Lyriker, Prosaist und Nobelpreisträger
- 1967 - Georg Wilhelm Pabst, österreichischer Filmregisseur
- 1969 - Wilhelm von Scholz, deutscher Schriftsteller und Dramatiker
- 1972 - Margaret Ruthven Lang, US-amerikanische Komponistin
- 1979 - Mary Pickford, US-amerikanische Schauspielerin
- 1982 - Romy Schneider, österreichische Schauspielerin
- 1987 - Choudhary Charan Singh, Ministerpräsident Indiens
- 1994 - Erich Honecker, letzter Staatsratsvorsitzender der DDR
- 1996 - Antonin Mrkos, tschechischer Astronom
- 1997 - Jeff Buckley, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 1997 - Victor Kirst, deutscher Politiker und MdB
- 1998 - Barry Goldwater, US-amerikanischer Politiker
- 2003 - Armando Llamas, spanischer Dramatiker
- 2003 - Hans Peter Willberg, deutscher Typograf, Buchillustrator, Buchgestalter
- 2003 - Pierre Restany, französischer Kunsthistoriker
- 2004 - Archibald Cox, US-amerikanischer Sonderermittler in der "Watergate-Affäre"
- 2004 - Reinhard Döhl, Literatur- und Medienwissenschaftler, Autor und Künstler
- 2004 - Robert Quine, US-amerikanischer Musiker und Gitarrist
- 2005 - Oscar Brown Jr., US-amerikanischer Sänger und Texter
- 2005 - Gé van Dijk, niederländischer Fußballspieler
- 2005 - George Rochberg, US-amerikanischer Komponist
Feier- und Gedenktage
- 29. Mai 1993 Mordanschlag von Solingen
Siehe auch
- 28. Mai - 30. Mai
- 29. April - 29. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0529
ja:5月29日
ko:5월 29일
simple:May 29
th:29 พฤษภาคม
London
London (engl.: []) ist die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und liegt an der Themse in Südostengland auf der Insel Großbritannien. In der Stadt leben 7.385.575 Menschen, davon etwa 2,7 Millionen in den zwölf Stadtbezirken von Inner London, in der Agglomeration 10.645.800(Stand jeweils 10. Juni 2005). Das heutige Verwaltungsgebiet mit den Stadtbezirken entstand am 1. April 1965 mit der Gründung von Greater London.
London ist eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt. In der Stadt befinden sich zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen und Baudenkmäler. Das Stadtgebiet von Greater London, welches in Inner- und Outer London unterteilt ist, gliedert sich in die City of London und weitere insgesamt 32 Stadtbezirke ("London boroughs"), darunter auch die City of Westminster. London ist auch UN-Stadt (IMO).
Geografie
Geografische Lage
IMO
London erstreckt sich etwa 40 Kilometer entlang der schiffbaren Themse und liegt durchschnittlich 62 Meter über dem Meeresspiegel. London entstand aus einer Siedlung am Nordufer, der heutigen City of London. Die London Bridge war während vieler Jahrhunderte die einzige Brücke über den Fluss.
Aus diesem Grund befindet sich der größere Teil der Stadt nördlich des Flusses. Mit dem Bau weiterer Brücken im 18. Jahrhundert und dem Bau der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert begann sich die Stadt in alle Richtungen auszudehnen. Die Landschaft ist flach bis leicht wellig, wodurch das ungehinderte Wachstum begünstigt wurde.
Die Themse war in früheren Zeiten wesentlich breiter und seichter als heute. Sie wird heute fast gänzlich durch Dämme begrenzt und die meisten Zuflüsse fließen unterirdisch. Die Gezeiten der Nordsee machen sich in London noch deutlich bemerkbar, die Stadt ist deshalb durch Überschwemmungen und Sturmfluten gefährdet. Bei Woolwich (östlich von Greenwich gelegen), wurde in den 1970er Jahren der Thames Barrier gebaut, um diese Gefahr einzudämmen.
Die geografischen Koordinaten des Stadtzentrums (in der Nähe des Trafalgar Square) sind 51,30 Grad nördlicher Breite und 0,08 Grad westlicher Länge. Durch das königliche Observatorium (Royal Observatory) in Greenwich wurde der bekannte Nullmeridian gelegt. Er ist Ausgangspunkt der Längengrade und damit auch der Zeitzonen.
Klima
Zeitzone
London befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Sommer sind warm aber selten heiß; die Winter sind zwar kühl, doch sinkt die Temperatur selten unter den Gefrierpunkt. Der wärmste Monat ist Juli mit 16,3° Celsius im Durchschnitt, der kälteste Januar mit 3,9° Celsius im Mittel. Die höchste jemals in London gemessene Temperatur war 37,9° Celsius, gemessen während der Hitzewelle 2003. Die große überbaute Fläche hält die Wärme zurück und schafft dadurch ein Mikroklima. Manchmal ist es in der Stadt bis zu fünf Grad wärmer als in der umliegenden Landschaft.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,7 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 753 Millimeter. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Dezember mit durchschnittlich 80 Millimeter und der wenigste im Juli mit 44 Millimeter im Mittel. Schnee fällt eher selten, höchstens einige Zentimeter pro Jahr. Ereignisse wie die Schneekatastrophe von 1978, als London geradezu im Schnee versank, sind eine Seltenheit. Keine Seltenheit sind dagegen Inversionswetterlagen. Eine davon führte 1952 zu einer großen Smog-Katastrophe.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Londons
Geschichte Londons, im Vordergrund Parliament Square, im Hintergrund das Riesenrad "London Eye"]]
Auf dem heutigen Stadtgebiet stand einst eine unbedeutende keltische Siedlung. Etwa um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde sie von den Römern eingenommen und "Londinium" getauft. Die römischen Siedler bauten eine Brücke über die Themse und nutzten das Lager für die Verschiffung von Mineralien und landwirtschaftlichen Produkten. Unter Kaiser Septimius Severus (146-211) entwickelte sich Londinium schnell zum Handelszentrum der römischen Provinz "Britannia superior". Im Jahre 61 n. Chr. zerstörten die Briten, angeführt von Königin Boudicca (30-61), die Siedlung.
Nach deren Wiederaufbau wurden im 2. Jahrhundert n. Chr. schützende Wallanlagen um die Stadt errichtet. Dennoch büßte sie ihre bedeutende Rolle nach dem Abzug der Römer im Jahre 410 und während der Eroberung Britanniens durch die Angeln und Sachsen vorübergehend ein. Während der Herrschaft der Dänen verwaisten weite Teile Londons. Im Jahre 886 nahmen die Sachsen unter der Führung von König Alfred dem Großen (848-899) die Stadt ein, die seit dem 7. Jahrhundert unter dem Namen "Lundenevic" Hauptstadt der Könige von Essex war.
1066 nahmen die Normannen die Stadt ein. Wilhelm I. (1027-1087) ließ sich nach der siegreichen Schlacht von Hastings als erster König in der Westminster Abbey krönen und bestätigte die besonderen Rechte Londons. In der Folgezeit strebte die Stadt wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit an. Im Jahre 1192 wählten die Einwohner ihr erstes eigenes Stadtoberhaupt, ab 1351 auch einen eigenen Stadtrat. Bis Ende des 14. Jahrhunderts durfte der regierende Monarch das freie und selbstverwaltete London nur mit einer gesonderten Genehmigung betreten. Die Entwicklung der Stadt lag überwiegend in den Händen einer Oberschicht von Kaufleuten, die den englischen Außenhandel als Mitglieder der Hanse (Stalhof) ausbauten.
London musste in seiner wechselvollen Geschichte viele Rückschläge hinnehmen. Nachdem im 16. Jahrhundert die Gründung der ersten großen Handelskompanien und der ersten Warenbörse (1570) den wirtschaftlichen Aufstieg vorangetrieben hatte, wurde die Stadt 1664 und 1665 von einer verheerenden Pestwelle ("Great Plague") heimgesucht, die über 70.000 Menschenleben forderte. Im September 1666 verwüstete eine Feuerkatastrophe große Teile der Altstadt. Etwa 13.000 Häuser und 89 Kirchen fielen den Flammen zum Opfer. Nach dem "Großen Brand von London" wurde London in erster Linie nach Entwürfen des Architekten Sir Christopher Wren (1632-1723) wiederaufgebaut. Das Stadtgebiet entwickelte sich weiter nach Westen - in Richtung der Gemeinden Kensington und Chelsea. In den Bezirken am westlichen Stadtrand von London entstanden in der Folgezeit große Plätze, wie die in "Berkeley", "Grosvenor" und "Hanover". Zudem wurden Wasserversorgungsanlagen und Abwassersysteme installiert und die Straßen gepflastert.
1723]
Zwischen 1675 und 1711 schuf Christopher Wren sein Hauptwerk, die "St. Paul's Cathedral" mit ihrer 110 Meter hohen Kuppel. Ende des 17. Jahrhunderts wurde auch Soho mit seinem rechtwinkligen Straßennetz und dem "Soho Square" angelegt. Ein weiteres städtisches Viertel entstand in Westminster. Während des 19. Jahrhunderts wuchs London rapide und errang während des viktorianischen Zeitalters große Bedeutung als Hauptstadt des British Empires. 1851 ist London laut Volkszählung mit 2.651.939 Einwohnern die größte Stadt Europas und das Zentrum der industrialisierten Welt. Hier findet die erste Weltausstellung statt.
Während des 2. Weltkrieges, vor allem 1940 und 1941 erlitt London, wie viele andere britische Städte auch, durch Angriffe der deutschen Luftwaffe schwere Verwüstungen. Diese Bombardements gingen mit dem Namen "the blitz" in die Geschichte der Stadt ein. London war gerade deshalb ein so "beliebtes" Ziel, weil die Stadt stark industrialisiert war und die Moral der Bevölkerung gebrochen werden sollte. Die zerstörten Gebäude wurden nach dem Krieg durch moderne Bauten ersetzt.
Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 galt auch London, vor allem wegen des Einsatzes britischer Truppen an der Seite der US-Army im Irak, als Ziel möglicher Anschläge islamistischer Terroristen. Am 7. Juli 2005 kam es in der britischen Hauptstadt schließlich zu vier Bombenanschlägen in drei U-Bahn-Zügen und einem Bus. Die Polizei und die englische Regierung gingen davon aus, dass die Täter aller Wahrscheinlichkeit nach dem Umkreis der islamistischen Terror-Organisation Al-Qaida zuzurechnen sind und britische Staatsbürger mit pakistanischen Wurzeln waren ("Homegrown terrorists"). Die Anschläge forderten 56 Todesopfer und mehr als 700 Verletzte.
Einwohnerentwicklung
London war von 1825 bis 1925 die bevölkerungsreichste Stadt der Welt, bis sie von New York überholt wurde. Bei der Volkszählung im Jahre 2001 wurden 7.172.036 Einwohner gezählt. London ist traditionellerweise ein Anziehungspunkt für verschiedene Kulturen und Religionen. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich Iren, Polen, Italiener und osteuropäische Juden nach London kamen, sind seit circa 1950 vor allem Menschen aus ehemaligen britischen Kolonien, beispielsweise Indien, Pakistan und Bangladesch, eingewandert.
Heute stammen etwa zehn Prozent der Bevölkerung vom indischen Subkontinent und etwa fünf Prozent aus der Karibik, ein Prozent sind chinesischer Abstammung. 1,6 Millionen Einwohner sind Muslime. Insgesamt wurden 25,874 Prozent der Bevölkerung außerhalb der Europäischen Union geboren. Das Ballungsgebiet von London dehnt sich über das eigentliche Stadtgebiet von Greater London hinaus und zählt 12,6 Millionen Einwohner. Dies sind mehr als in Schottland, Wales und Nordirland zusammen. London ist damit der zweitgrößte Ballungsraum Europas und einer der größten in der Welt.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1750 handelt es sich um Schätzungen, von 1801 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
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Politik und Verwaltung
Nordirland
Im Jahre 1965 erfolgte die Gründung der Verwaltungsregion Greater London, ein Zusammenschluss der alten County of London mit Middlesex sowie Teilen der Grafschaften Essex, Hertfordshire, Kent und Surrey. Greater London ist unterteilt in 32 London Boroughs und die City of London. Die Boroughs sind für die lokale Selbstverwaltung und den Betrieb der meisten öffentlichen Einrichtungen auf ihrem Gebiet zuständig. Die City of London wird historisch bedingt von der Corporation of London verwaltet.
Die Greater London Authority (GLA) koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Boroughs, ist für die strategische Planung zuständig und betreibt öffentliche Einrichtungen, die in der ganzen Stadt tätig sind; dazu gehören die Feuerwehr, die Polizei und der öffentliche Verkehr. Die GLA besteht aus dem Mayor of London (Oberbürgermeister) und der London Assembly (Stadtparlament mit 25 Sitzen), die beide ihren Sitz in der City Hall haben. Der aktuelle Mayor of London ist Ken Livingstone. Nachdem er im Jahre 2000 gegen den offiziellen Labour-Kandidaten angetreten war, wurde er aus der Partei ausgeschlossen, dann allerdings 2004 wieder aufgenommen und im Amt bestätigt. Der Lord Mayor of London, der Bürgermeister der City of London, übt lediglich zeremonielle Funktionen aus.
Frühere Verwaltungsbehörden waren die Metropolitan Board of Works (MBW) von 1855 bis 1889, der London County Council (LCC von 1889 bis 1965 und der Greater London Council (GLC) von 1965 bis 1986. Der GLC wurde von Premierministerin Margaret Thatcher aufgelöst, nach politischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und dem GLC-Vorsitzenden Ken Livingstone. 14 Jahren besass London keine übergeordnete Verwaltung; die meisten Aufgaben wurden an die Boroughs übertragen, einzelne direkt an die Zentralregierung. Diese Maßnahme führte zu großen Koordinationsproblemen. Auch nach der Einsetzung der GLA im Jahr 2000 besitzen die Boroughs eine größere Autonomie als noch zu Zeiten der GLC.
Die Polizeibehörde der 32 London Boroughs ist der Metropolitan Police Service, besser bekannt unter dem Namen Metropolitan Police oder kurz als "the Met". Die City of London besitzt eine eigene Polizeibehörde, die City of London Police.
Stadtbezirke
Nachfolgend sind die Stadtbezirke von London (London Boroughs) aufgeführt. In Klammern die Einwohnerzahl (Stand: UK Census, 2001).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
City of London Police
Das National Theatre der National Theatre Company in South Bank und das Barbican Arts Centre der Royal Shakespeare Company gehören zu den vielen Zentren des professionellen Theaterschauspiels . Das Royal Court Theatre, eine der traditionsreichsten Bühnen in London, ist im Februar 2000 nach vier Jahren Umbauzeit wieder eröffnet worden.
Das Royal Opera House in Covent Garden und das Coliseum, in dem die English National Opera Company untergebracht ist, sind die beiden berühmtesten Opernhäuser. Konzerthäuser sind die Barbican, die Royal Festival Hall und die Saint John’s Church in Westminster. Der beliebteste Konzertsaal liegt in der Wigmore Hall hinter der Oxford Street. Im Juni 2002 sind nach umfangreichen Renovierungsarbeiten Teile des 1988 im heutigen Finanzviertel entdeckten römischen Amphitheaters der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.
London bietet eine breite Palette an kulturellen Veranstaltungen. Im Londoner Westend sind mehr als ein Dutzend Theater zu Hause. Gespielt wird alles von der Klassik bis zur Moderne.
Dort wurde unter anderem Andrew LLoyd Webbers weltberühmtes Musical Cats uraufgeführt. Das Globe Theatre ist eine Rekonstruktion des Freiluftschauspielhauses, das 1599 entworfen wurde. Für dieses Theater schrieb Shakespeare viele seiner größten Stücke. Die Spielzeit läuft von einem Mai bis September mit Produktionen von Shakespeare, seinen Zeitgenossen und von modernen Autoren.
The London Palladium ist das wohl berühmteste Londoner Theater. In den 1950er Jahren wurde die, in England, populäre Varieté Show „Sunday Night at the London Palladium“ live im Fernsehen ausgestrahlt. Das Royal Opera House, („Königliches Opern Haus“) in Covent Garden ist eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt. Es ist außerdem die Heimat des Royal Ballet. Weitere bekannte Theater sind das Theatre Royal Haymarket und das Theatre Royal Drury Lane.
Am Trafalgar Square befindet sich die Kirche St. Martin-in-the-Fields. Sie wurde in den Jahren 1721 bis 1726 nach den Plänen des Architekten James Gibbs gebaut. In der Kirche finden häufig Konzerte statt; zu den dort auftretenden Orchestern zählen unter anderem die Academy of St. Martin in the Fields und New Trinity Baroque aus den USA. In der Krypta wurde ein Café eingerichtet, in dem manchmal Jazz-Gruppen auftreten. Die Pfarrei beherbergt auch einen der berühmtesten Kirchenchöre der Welt.
London beheimatet fünf professionelle Symphonieorchester. Diese sind das London Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, die Philharmonia und das BBC Symphony Orchestra. Der Höhepunkt eines jeden Jahres ist die von der BBC weltweit übertragene “Last Night of the Proms“ aus der Royal Albert Hall.
Museen
Royal Albert Hall
Royal Albert Hall
Zu den größten und bekanntesten Museen weltweit zählt das British Museum in Bloomsbury. In ihm befinden sich über sechs Millionen Ausstellungsstücke. Dort kann man sich Sammlungen mit ägyptischen und klassischen Antiquitäten, Schätze aus dem Reich der Sachsen, aber auch zeitgenössischen Artefakte ansehen. Berühmt ist auch der Reading Room, ein kreisrunder Lesesaal, in dem schon Mahatma Gandhi und Karl Marx studierten. Rechtzeitig zum Millennium ist der Queen Elizabeth II Great Court festiggestellt worden. Es ist der größte überdachte Innenhof Europas.
Das Victoria and Albert Museum im Stadtteil South Kensington verfügt über eine Sammlung von Kunstschätzen aus aller Welt, darunter Skulpturen, Kleidung und Kostüme, kostbare Porzellan- und Glasgefäße, Möbelstücke und Musikinstrumente. Nahe befinden sich das Science Museum London und die Museen für Geologie und Naturgeschichte auch Naturhistorisches Museum (Natural History Museum). Auf der anderen Seite der Stadt, direkt in der City, liegt das Museum of London, dessen Ausstellungen die Entwicklung Londons von seinen Anfängen bis zum heutigen Tag zeigt.
Die National Gallery am Trafalgar Square besitzt eine vielfältige Gemäldesammlung, die von den frühen Anfängen in Italien bis hin zu Werken von Cézanne und Seurat reicht. Nebenan ist die National-Portrait-Galerie, in der über 9.000 Porträts ausgestellt sind. Im Jahre 1897 ist die Tate Gallery auf der Uferstraße zwischen Chelsea und Westminster eröffnet worden. Sie umfasst die größte Sammlung britischer Gemälde vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Gegenüber der Saint Paul’s Cathedral ist im Juni 2000 die Tate Modern, ein Ableger der Tate Gallery, eröffnet worden.
Weitere bekannte Mussen und Ausstellungen sind Madame Tussaud's Waxworks, das National History Museum, die Cabinet War Rooms, das Medievel Archery Museum, das Imperial War Museum, Somerset House und in der Baker Street 221B das Sherlock Holmes Museum.
Bauwerke
Somerset House
Somerset House
Am westlichen Ende von London steht die Saint Paul's Cathedral und am nördlichen Ufer der Themse befindet sich der Tower von London, eine Festung der Normannen, die von Wilhelm dem Eroberer zur Verteidigung seiner neuen Ländereien Ende des 11. Jahrhunderts angelegt wurde. Die in der Nähe gelegene Tower Bridge zählt zu den Wahrzeichen von London.
Westlich davon verläuft die London Bridge; sie ist an Stelle der einzigen Brücke errichtet worden, die bis Ende des 18. Jahrhunderts die Themse in der Stadt überquerte. Bekanntester Turm in London ist der 98 Meter hohe Glockenturm, in dem sich Big Ben befindet, die 13. Glocke, die die Stunde schlägt. Er ist ein Teil des Palace of Westminster, dem Sitz des Parlaments. Am nördlichen Ufer der Themse findet man die Docklands, zu denen auch Canary Wharf mit dem Wolkenkratzer 1 Canada Square gehört.
Die altertümlichen Inns of Court, der Gerichtsbezirk, in dem sich viele Anwälte und Rechtsberatungsfirmen niedergelassen haben liegen im Westen und Nordwesten der City. Die Fleet Street, früher einmal Sitz der britischen Landespresseagentur, die heute in andere Teile der Stadt umgezogen ist, befindet sich im Westen der City. Den Stadtteil Bloomsbury, den eine berühmte Gruppe literarischer Intellektueller aus den 1920er Jahren dank seiner Nähe zur Universität in London und dem British Museum zu ihren Lieblingsplatz auserkoren hatte, kann man im Nordwesten besuchen.
Im Süden von West End liegt der Verwaltungsbezirk Londons, der Regierungsbezirk mit der Whitehall, dem Parlamentssitz (offizieller Name: Palace of Westminster), der St James's Palace (Wohnsitz des Prince of Wales) sowie der Buckingham Palace mit dem Ritual der Wachablösung, die Residenz der Königin in London. Die Stadtbezirke Knightsbridge und Kensington, beides äußerst elegante Wohnviertel besitzen vielen Sehenswürdigkeiten, darunter das Warenhaus von Harrods und die Royal Albert Hall.
Der Palast des Erzbischofs von Canterbury (Lambeth Palace) befindet sich im Süden von West End, am anderen Flussufer und in dessen Nähe der South Bank Arts Complex, zu dem auch die Royal Festival Hall gehört. Ganz in der Nähe liegen weitere Wohngebiete, die eng mit der Geschichte verknüpft sind, wie unter anderem Clapham, Dulwich, Greenwich und Wimbledon. Letzteres ist eine der ältesten Siedlungen der Stadt und Greenwich ist Namensgeber für die Greenwich Mean Time. Sie war früher die Hauptuhrzeit, von der die Uhrzeiten in der gesamten Welt berechnet wurden.
In Wandsworth befindet sich eines der markantesten und zugleich umstrittensten Wahrzeichen Londons, die Battersea Power Station. Das 1939 in Betrieb genommene Kraftwerk wurde durch das Pink Floyd-Album Animals weltberühmt und soll nun umfangreich restauriert werden.
Im Januar 2000 erregte die Eröffnung des London Eye-Riesenrades großes Aufsehen. Die Anlage, die mit einer Höhe von 137 Metern das höchste Riesenrad der Welt ist, sollte bereits zum Jahreswechsel fertig gestellt werden. Aufgrund von Sicherheitsmängeln ist das 35 Millionen Pfund Sterling teure Riesenrad aber erst einige Wochen später in Betrieb genommen worden.
Kurz nach dem Bau des Eiffelturms wollte man auch in London einen ähnlichen Turm bauen, den sogenannten Watkins Tower. Allerdings blieb er ein Turmstumpf, der 1907 abgerissen wurde. Der 1950 errichtete Crystal Palace Tower, ein 222 Meter hoher Sendeturm ohne Aussichtsplattform trägt wegen seiner Bauweise den Spitznamen "Londoner Eiffelturm".
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Abbey Road Studios, der Kensington Palace, der Stadtbezirk Covent Garden, der Sitz des Premierministers in Downing Street No. 10, Hampton Court Palace, das Riesenrad London Eye, der Platz Piccadilly Circus, der Stadtteil Soho mit seiner Chinatown, die Temple Church, Westminster Abbey sowie Carnaby Street und Whitehall.
Parks
Whitehall
London besitzt eine große Anzahl von luxuriösen Grünanlagen. Über 200 Parkanlagen breiten sich auf rund 220 Quadratkilometern aus. Die Royal Parks waren einst den englischen bzw. britischen Monarchen vorbehalten und wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts in öffentlich zugängliche Parkanlagen umgewandelt.
Der bekannteste der "Royal Parks" ist der Hyde Park mit der Marble Arch und dem Speakers' Corner, der an die Kensington Gardens angrenzt, ist früher als die „Lunge Londons” bezeichnet worden. Von eleganten Wohngebäuden umgeben, die für den Prinzregenten entworfen wurden, ist der Regent's Park im Norden des West End. Dieser Park umfasst gleichzeitig auch den zoologischen Garten (London Zoo). Mitten im Stadtzentrum befinden sich der Green Park und der St. James's Park.
Im Januar 2001 ist der Thames Barrier Park fertig gestellt worden; die Anlage entstand bei den Stauwerken der Themse (Thames Barrier) auf alten Dockanlagen. In den äußeren Stadtbezirken von London befinden sich noch einige weitere ausgedehnte Grünflächen, wie der Greenwich Park, Richmond Park, Bushy Park, Hampstead Heath und die Kew Gardens.
Weltkulturerbestätten
Kew Gardens
Die UNESCO hat insgesamt vier Bauwerke bzw. bauliche Ensembles in London zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Diese sind:
- Das Ensemble bestehend aus Palace of Westminster, Westminster Abbey und St. Margaret's Church (1987)
- Tower of London (1988)
- Greenwich Park mit Queens's House, Royal Greenwich Observatory und Royal Naval College (1997)
- Royal Botanic Gardens (2003)
Sport
In London gibt es 13 professionelle Fußballklubs; die meisten sind nach dem Stadtteil benannt, in dem sie ihre Heimspiele austragen. In der Premier League sind folgende Mannschaften vertreten: Arsenal, Charlton Athletic, Chelsea, Fulham, Tottenham Hotspur und West Ham United. In der Football League Championship, der zweithöchsten Spielklasse, spielen Crystal Palace, Millwall und Queens Park Rangers. Im legendären Wembley-Stadion fanden die Endspiele der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 und der Fußball-Europameisterschaft 1996 statt.
Sehr beliebt in London ist Cricket. Die Mannschaft des Middlesex County Cricket Club spielt in Lord's, dem berühmtesten Cricketstadion der Welt, welches dem Marylebone Cricket Club gehört, die Mannschaft des Surrey County Cricket Club im Stadion The Oval.
In Wimbledon findet jeweils im Juni das wichtigste der Grand Slam-Tennisturniere statt. Im Twickenham-Stadion finden nationale und internationale Rugby-Spiele statt. Im April wird jeweils der London Marathon durchgeführt, einer der beliebtesten Marathonläufe der Welt überhaupt.
Mit der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2012 an die britische Hauptstadt ist London die erste Stadt, welche zum dritten Mal - nach 1908 und 1948 - Austragungsort der Spiele sein wird.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
1948
1948]
In London haben die produzierenden Industriezweige seit vielen Jahren an Bedeutung verloren. Gegenwärtig sind lediglich noch 10 Prozent der Arbeitnehmer in diesem Sektor beschäftigt. Die Druck- und Verlagsindustrie schreibt noch die besten Umsatzzahlen. Sie stellt ein Viertel der oben genannten Arbeitsplätze und hat einen Anteil von einem Drittel an der gesamten Produktion in London.
Die High-Tech-Industrie, die auf elektronische und pharmazeutische Erzeugnisse spezialisiert ist, arbeitet erfolgreich mit hohen Umsätzen. Viele der Industriebetriebe, die sich überwiegend in den äußeren Stadtbezirken befinden, tendieren dazu, sich völlig aus London zurückzuziehen. Im Sektor der Leichtindustrie sind Bekleidungswerke und Brauereien vertreten.
Über den Hafen von London werden im Gegensatz zu früher nur noch zehn Prozent des Binnen- und Außenhandels Großbritanniens abgewickelt. Seit 1971 ist die wirtschaftliche Wachstumsrate der Stadt mit 1,4 Prozent geringer als die des gesamten Landes in einer Höhe von 1,9 Prozent. Trotzdem weist London eine positive Handelsbilanz auf, was überwiegend auf den Dienstleistungssektor – insbesondere die Bereiche Finanzdienstleistungen und Tourismus – zurückzuführen ist. Jährlich besuchen etwa 20 Millionen Touristen die Stadt.
Die Internationale Börse Großbritanniens und der Republik Irland befindet sich in der City of London. Die Aufhebung der Regulierungen, bekannt unter dem Begriff Big Bang, ermöglichte 1986 den Einstieg in die moderne Welt des elektronischen Finanzwesens. Die Warenbörse London Metal Exchange ist die größte der Welt, die Wertpapierböse London Stock Exchange belegt weltweit den dritten Platz hinter New York und Tokio. London ist einer der drei globalen Finanzplätze.
Ein anderer Dienstleistungsbereich sind die Versicherungen, denen die Stadt seit über 300 Jahren ihren Wohlstand verdankt. Lloyd's ist die bekannteste Institution, nicht als Versicherungsgesellschaft im eigentlichen Sinn, sondern als eine Börse für Versicherungsverträge. Es ist eine Aktiengesellschaft von Versicherern, die fast jede Art von Versicherungen auf dem internationalen Markt übernimmt.
Eine Besonderheit der Londoner Stromversorgung stellte der Einsatz der HGÜ Kingsnorth, der bis heute einzigen innerstädtischen Anlage zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung dar. Diese 1975 in Betrieb genommene Anlage muss sich offenbar nicht sehr bewährt haben und wurde inzwischen stillgelegt.
Verkehr
Alle Verkehrsträger der Stadt (außer den Flughäfen und den Eisenbahnen) werden durch die Verkehrsgesellschaft Transport for London koordiniert und reguliert.
Luftverkehr
Transport for London
London ist weltweit das wichtigste Zentrum des internationalen Luftverkehrs. Die fünf Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick, Luton, Stansted und City Airport fertigen jährlich über 120 Millionen Passagiere ab. Heathrow und City Airport befinden sich innerhalb der Grenzen von Greater London, die übrigen außerhalb. Gatwick, Heathrow und Stansted werden durch Airport-Express-Züge mit der Innenstadt verbunden.
Daneben existieren in und um London mehrere Flugplätze für privaten und kommerziellen Luftverkehr. Dies sind Northolt Aerodrome, Biggin Hill Airport, Manston Airport und Southend Airport.
Von London fand der allerletzte Flug des Überschall-Passagierflugzeugs Concorde statt. Die Maschine mit der Kennung G-BOAF startete am 26. November 2003 unter Leitung von Chefpilot Mike Bannister von London-Heathrow ins Museum nach Filton nahe Bristol.
Eisenbahn
Bristol
Das britische Schienennetz ist weitgehend auf London zentriert. Insgesamt acht große Kopfbahnhöfe in der Innenstadt bilden das Zentrum des englischen Bahnnetzes. Diese sind: Charing Cross, Euston, King's Cross, Liverpool Street, Paddington, St Pancras, Victoria und Waterloo. Hinzu kommt der Durchgangsbahnhof London Bridge.
Geringere Bedeutung haben die Bahnhöfe Cannon Street, Fenchurch Street, Marylebone und Moorgate. Der Bahnhof Clapham Junction im Stadtteil Wandsworth ist außerhalb Großbritanniens zwar relativ unbekannt, ist aber mit 2.000 Zugbewegungen täglich der meistbefahrene Bahnhof Europas.
Von Waterloo fährt zudem der Eurostar, der durch den Eurotunnel London mit Paris und Brüssel verbindet. In einigen Jahren, wenn die Hochgeschwindigkeitsstrecke Channel Tunnel Rail Link nach London fertig gestellt ist, werden die Eurostar-Züge im Bahnhof St. Pancras enden. Zusätzlich entstehen die Eurostar-Bahnhöfe Stratford International im Stadtteil Stratford und Ebbsfleet im Nordwesten von Kent.
Fast alle Vorortszüge enden in einem der Kopfbahnhöfe. Ausnahme ist Thameslink, eine S-Bahn-ähnliche Strecke in Nord-Süd-Richtung durch die Innenstadt. Eine weitere Verbindung in Ost-West-Richtung namens Crossrail befindet sich in der Planungsphase.
U-Bahn und Straßenbahn
Crossrail
Die London Underground (the Tube), deren erstes Teilstück am 10. Januar 1863 eröffnet wurde, ist die älteste und mit einer Länge von 415 Kilometern auch die längste U-Bahn der Welt. Südlich der Themse gibt es weitaus weniger U-Bahnlinien als im Norden. Der Grund liegt in der für den Tunnelbau ungünstigen Geologie südlich des Flusses. Der Süden von London wird stattdessen mit einem engmaschigen Netz von oberirdischen Vorortseisenbahnen erschlossen.
Die Docklands Light Railway, eine vollautomatische Stadtbahn, erschließt das ehemalige Hafengebiet Docklands. Mehrere Verlängerungen befinden sich in Bau oder sind geplant. Am 23. März 1861 fuhr die erste Pferdestraßenbahn durch London und am 4. April 1901 die erste elektrische Straßenbahn. Der Betrieb ist am 5. Juli 1952 eingestellt worden. Nach einer Zwangspause von fast 50 Jahren wurde am 10. Mai 2000 die Straßenbahn in London wieder eingeführt; Tramlink erschließt den südlichen Stadtteil Croydon und umliegende Gebiete. Geplant ist zudem eine Straßenbahnlinie durch das Stadtzentrum (Camden Town/ King's Cross - Euston - Waterloo - Elephant & Castle - Brixton/ Peckham).
Straßenverkehr
Auch der Straßenverkehr konzentriert sich auf London. Die wichtigsten Fernverkehrsstraßen und Autobahnen treffen in London aufeinander (siehe auch Straßensystem in Großbritannien). In den Außenbereichen von Greater London beginnen folgende Autobahnen: M1 nach Norden, M11 nach Nordosten, M2 und M20 nach Südosten, M23 nach Süden, M3 nach Südwesten, M4 nach Westen und M40 nach Nordwesten. Alle Autobahnen werden durch die M25 miteinander verbunden, eine rund um Greater London verlaufende Ringautobahn.
Um das Stadtzentrum herum führt eine Ringstraße, die sich aus der A406 (North Circular Road) und der A205 (South Circular Road) zusammensetzt.
A205
Im Februar 2003 führte Transport for London die City-Maut London Congestion Charge ein. Das Befahren der Mautzone in der Innenstadt mit PKWs und LKWs kostet acht Pfund (bis Juli 2005 fünf Pfund). Ausgenommen sind Busse, Taxis, Feuerwehr, Polizei, Ambulanzen, Fahrräder, Motorräder und mit Alternativenergien betriebene Fahrzeuge. Seit der Einführung hat sich der motorisierte Verkehr um etwa ein Drittel reduziert.
Busse und Taxen
Charakteristisch für London sind zudem die roten Doppeldeckerbusse. Der Busverkehr ist vollständig privatisiert; die einzelnen Gesellschaften sind aber gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Busse im traditionellen Rot anzustreichen. Die alten Routemaster-Doppelstockbusse sind bis circa 2006 noch unterwegs und werden allmählich durch Gelenkbusse (bendy buses) von Mercedes-Benz ersetzt. Zwischen dem 16. Mai 1931 und dem 8. Mai 1962 verkehrten Trolleybusse in der Stadt.
London ist auch bekannt für die schwarzen Taxis. Um die begehrten Taxilizenzen für die Innenstadt zu erhalten, müssen die zukünftigen Fahrer einen anspruchsvollen Test bestehen. Dabei müssen sie sämtliche Straßen in einem Radius von sechs Meilen rund um Charing Cross auswendig kennen. Die Taxis in den Außenbezirken sind weniger stark reglementiert.
Bildung
Universitäten
Charing Cross
Die Universitäten und Hochschulen in London können auf eine lange Geschichte zurückblicken. London ist auch die Stadt mit den meisten Studenten. Die Universitäten Londons können in zwei Gruppen eingeteilt werden.
Die föderal organisierte University of London ist mit über 100.000 Studenten die größte Universität Europas. Sie besteht aus über 50 Colleges und Instituten, die über einen hohen Grad an Autonomie verfügen. Die größten und prestigeträchtigsten Colleges sind University College London, Imperial College, King's College, Queen Mary und die London School of Economics and Political Science. Kleinere Schulen und Institute sind auf bestimmte Wissensgebiete spezialisiert, wie die School of Oriental and African Studies, das Institute of Education und das Birkbeck College.
Daneben existieren weitere Universitäten, die nicht der University of London angeschlossen sind. Einige waren früher Technische Hochschulen, bis sie 1992 durch eine Gesetzesänderung den Status einer Universität erhielten wie z.B. die University of East London , während andere lange vor der der Gründung der University of London entstanden waren. Zu diesen zählen die City University im historischen Stadtzentrum, die Middlesex University im Norden Londons und die Brunel University im Westen Londons.
Kunstschulen
Brunel University
London ist das britische Zentrum der künstlerischen Ausbildung. Die vier Konservatorien sind das Royal College of Music, die Royal Academy of Music, das Trinity College of Music und die Guildhall School of Music and Drama. Auf die Schauspielerei spezialisiert sind die Royal Academy of Dramatic Arts (RADA), und die Central School of Speech and Drama.
Mit Kunst befassen sich das Central Saint Martins College of Art and Design, die Chelsea School of Art und die Camberwell School of Art (alle Bestandteil der University of the Arts), daneben auch das Goldsmith's College und die Slade School of Art (beide Bestandteil der University of London) sowie das Royal College of Art und die Wimbledon School of Art. Die ehemalige Hornsey School of Art ist heute ein Teil der Middlesex University.
Medizin und Forschung
Es gibt zahlreiche medizinische Fakultäten in London. Einige bestehen schon seit Jahrhunderten, darunter Queen Mary's School of Medicine and Dentistry, Guy's Hospital und St Thomas' Hospital. Das Imperial College ist ein führendes Zentrum der wissenschaftlichen Forschung und ist von der Reputation her mit dem MIT zu vergleichen. Ebenfalls von Bedeutung ist die Royal Institution.
Persönlichkeiten
London ist der Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Zu den bekanntesten gehören unter anderem mehrere britische Monarchen, die Premierminister Benjamin Disraeli, Clement Attlee, John Major, der Fußballer David Beckham, die Popsänger David Bowie, Phil Collins und Elton John, die Schauspieler Charlie Chaplin, Hugh Grant und Peter Ustinov, der Regisseur Alfred Hitchcock, der Theologe Thomas Morus, der Astronom Edmond Halley, die Supermodels Naomi Campbell und Kate Moss.
Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten aus London
Literatur
- Chris Ellmers and Alex Werner: Dockland life : a pictorial history of London's docks 1860 - 2000, Museum of London., NA (1. Aufl. 1991) Edinburgh [u.a.] : Mainstream 2000, 221 S., ISBN 1-8401-8318-7
- Doreen Evenden: The midwives of seventeenth-century London, Cambridge [u.a.] : Cambridge University Press 2000, 260 S., ISBN 0-521-66107-2
- Edward Impey and Geoffrey Parnell: The Tower of London. The official illustrated history, London : Merrell 2000, 128 S., ISBN 1-85894-106-7
- Ralf Nestmeyer: "London. Ein Reisehandbuch." Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2004, ISBN 3-89953-187-6
- London suburbs, Einführung von Andrew Saint, London : Merrell Holberton [u.a.] 1999, 240 S., ISBN 1-85894-077-x
- Dale H.Porter: The Thames embankment : environment, technology, and society in Victorian London, Ohio : University of Ohio, Akon Press 1998. - XVI, 318 S., ISBN 1-88483-628-3
- Malcolm Thick, The Neat House gardens : early market gardening around London, Totnes, Devon : Prospect Books 1998, 175 S., ISBN 0-907325-78-5
Weblinks
- [http://www.london.gov.uk/ Offizielle Seite der Stadt London] (englisch)
- [http://www.routenplaner24.de/city/,0,,London,GB,-208614.957929,271607.213926.htm Stadtplan von London]
- [http://www.londonleben.co.uk Deutsche Seite mit vielfältigen Informationen über London]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Europa/Vereinigtes_K%c3%b6nigreich/England/St%c3%a4dte/London/ Linkliste zu London]
Kategorie:Ort in England
Kategorie:Hauptstadt in Europa
Kategorie:Ort mit Seehafen
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14. Juni
Der 14. Juni ist der 165. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 166. in Schaltjahren) – somit verbleiben noch 200 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1057 – Stephan IX., wird Papst (der sechste von insgesamt acht deutschen Päpsten).
- 1177 – Mit Schiffen über den Tonle Sap See kommend erobern die Cham die Hauptstadt des Khmer-Reiches von Angkor.
- 1615 – Jacob Le Maire und Willem Cornelisz Schouten stechen mit der Eendracht und der Hoorn in See, mit dem Auftrag, eine neue Route nach Niederländisch-Indien zu finden.
- 1666 – Michiel de Ruyter gewinnt die Seeschlacht der vier Tage (Viertage-Schlacht) im Zweiten Englisch-Niederländischen Seekrieg.
- 1800 – Die Schlacht bei Marengo bringt Napoleon Bonaparte den entscheidenden Sieg über die Österreicher im Zweiten Koalitionskrieg.
- 1802 – Schinderhannes steht vor dem Untersuchungsgericht in Frankfurt am Main.
- 1807 – Napoleon erreicht einen entscheidenden Sieg über das vereinigte russisch-preußische Heer.
- 1841 – Grundsteinlegung für Ludwigsmonument in Darmstadt.
- 1848 – Die deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche beschließt im Krieg gegen Dänemark die Aufstellung einer Reichsflotte als erste gesamtdeutsche Marine.
- 1866 – Wegen unterschiedlicher Vorstellungen über den Status Schleswig-Holsteins kommt es zwischen Preußen und Österreich zum Krieg.
- 1881 – Das erste deutsche Telefonbuch erscheint in Berlin.
- 1882 – Das Kreuzbergurteil des Preußischen Oberverwaltungsgerichts entscheidet, dass stadtplanerische Gestaltung nicht zu den Aufgaben der Polizei gehört.
- 1888 – Der letzte Kaiser des Deutschen Reichs, Wilhelm II. von Hohenzollern, besteigt nach dem Tod seines Vaters den Kaiserthron.
- 1900 – Hawaii wird ein von den USA annektiertes Territorium und 1959 zum 50. Bundesstaat.
- 1904 – Die deutsche Kaiserin Auguste Viktoria empfängt eine Abordnung des in Berlin tagenden internationalen Frauenkongresses in Privataudienz.
- 1906 – Stapellauf der SMS Gneisenau in Bremen.
- 1914 – Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hisst zum ersten Mal die offizielle Olympiafahne mit den fünf Ringen beim 16. olympischen Kongress.
- 1917 – Bei seiner 6. Aufklärungsfahrt wird der Zeppelin LZ92 von einem britischem Kampfflugzeug abgeschossen.
- 1919 – John Alcock und Arthur Whitten-Brown starten zum ersten Nonstop-Flug über den Atlantik.
- 1920 – Die Reichspostdirektion Danzig gibt die ersten eigenständigen Danziger Briefmarken heraus.
- 1924 – Der erste Radiosender Ostpreußens (Ostmarken-Rundfunk AG) nimmt in Königsberg den Betrieb auf, s. Geschichte des Hörfunks.
- 1925 – In der Mannheimer Kunsthalle wird die Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ eröffnet.
- 1928 – Paul Löbe, SPD, wird in Berlin erneut zum Reichstagspräsidenten gewählt.
- 1929 – Die freie Ausübung des katholischen Glaubens in Preußen wird zwischen Preußen und dem Heiligen Stuhl in einem Konkordat vereinbart.
- 1933 – Das Passagierschiff Bremen läuft in Cherbourg ein und gewinnt damit den Geschwindigkeitsrekord (28,51 Knoten) bei der Atlantiküberfahrt.
- 1934 – Die Deutsche Luft-Hansa richtet ein Blitzliniennetz zwischen vier deutschen Großstädten ein.
- 1935 – Unter dem Motto „Wir fahren nur mit heimischen Treibstoffen“ fährt eine Kolonne von 60 Autos durch Berlin und wirbt für die Verwendung von Holzgas an Stelle von Benzin.
- 1940 – Deutsche Truppen rücken in Paris ein.
- 1940 – Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau wird eröffnet.
- 1941 – Die amerikanische Regierung friert alle deutschen Guthaben in den USA ein.
- 1941 – Litauen. Massendeportation von etwa 40.000 Litauern nach Sibirien
- 1942 – Anne Frank beginnt ihr Tagebuch.
- 1945 – Das Fraternisierungsverbot wird gelockert. Demzufolge erhalten britische Besatzungssoldaten in Deutschland die Erlaubnis, mit kleinen Kindern zu sprechen.
- 1947 – Die sowjetische Militäradministration errichtet die Deutsche Wirtschaftskommission (DWK) als Leitinstanz der Zentralverwaltungen der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ).
- 1947 – Der Farmer Mac Brazel findet auf einer von ihm verwalteten Farm ungewöhnliche Trümmerteile. Das gefundene mattsilbrige Material wird knapp 40 Jahre später als UFO-Absturz von Roswell berühmt.
- 1949 – Im Indochinakonflikt installiert Frankreich Bao Dai, der 1945 als Kaiser Vietnams abgedankt hatte, in Saigon (Südvietnam) als Gegen-Staatschef.
- 1950 – Jordanien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1950 – Südkorea wird Mitglied in der UNESCO.
- 1951 – Der erste in Serie gebaute Computer UNIVAC (Universal Automatic Computer) wird ausgeliefert (Preis: 1,6 Mio. US-$).
- 1951 – Erster offizieller Staatsbesuch Konrad Adenauers im Ausland (Italien).
- 1953 – In Kolumbien wird Präsident Laureano Gómez Castro von einer Militärjunta gestürzt.
- 1955 – Das zu diesem Zeitpunkt mit über 70 m höchste Gebäude Österreichs, der Ringturm in Wien, wird eröffnet.
- 1958 – Opel liefert den ersten Wagen der Baureihe Kapitän aus.
- 1958 – Oberbürgermeister Thomas Wimmer eröffnet die 800-Jahrfeier der Stadt München.
- 1962 – In Paris findet die Gründung der Europäischen Weltraumforschungsorganisation (ESRO) statt, die ausschließlich friedlichen Zwecken dienen soll.
- 1963 – In der Sowjetunion startet der Kosmonaut Walerij Bykowskij mit der Wostok 5 für die Dauer von 4 Tagen 23 Stunden und 6 Minuten (81 Erdumkreisungen) ins All.
- 1966 – Die Römische Kurie hebt den seit 1559 geführten und 500 Seiten starken Index der verbotenen Bücher auf (letzte amtliche Neuausgabe: 1948).
- 1968 – Der Bundesrat stimmt über die Notstandsgesetze ab.
- 1968 – Der unter liberianischer Flagge fahrende Öltanker World Glory bricht im Indischen Ozean in zwei Teile auseinander. Nur 9 der 35 Besatzungsmitglieder können sich retten.
- 1969 – Der Gaullist und ehemalige Premierminister Georges Pompidou gewinnt die französischen Präsidentschaftswahlen.
- 1971 – Das erste Hard Rock Cafe wird in London von den beiden US-Amerikanern Isaac Tigrett und Peter Morton gegründet.
- 1971 – Der Spiegel-Korrespondent Hans-Peter Rullmann, der am 6. Januar in Jugoslawien wegen angeblicher Spionage zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde, wird vom jugoslawischen Staatspräsidenten Josip Broz Tito begnadigt.
- 1975 – Die australische Regierung präsentiert ihre Idee, Eisberge aus der Antarktis zur Bewässerung der australischen Wüsten zu nutzen.
- 1975 – Die Sonde Venera Mission der Sowjetunion Venera 10 startet und erreicht am 25. Oktober 1975 die Venus. Der Lander arbeitet sogar 63 Minuten lang auf der Planetenoberfläche.
- 1977 – Das Friedensforschungsinstitut Sipri veröffentlicht in Stockholm das Jahrbuch 1976. Demnach wurden 1976 weltweit rund 334 Mrd. US-Dollar (etwa 775 Mrd. DM) für Rüstung ausgegeben.
- 1978 – Günter Grass erhält in Rom den Viareggio-Preis.
- 1978 – In Sierra Leone tritt nach einer Volksabstimmung eine Verfassungsänderung in Kraft, die die Umwandlung in eine Einparteien-Republik vorsieht.
- 1980 – 350 aus West-Bengalen stammende Einwohner eines Dorfs im indischen Bundesstaat Assam werden in einem lang anhaltenden Rassenkonflikt getötet, ihre Häuser zerstört.
- 1981 – In der Schweiz wird das Prinzip der gleichen Rechte von Mann und Frau in der Bundesverfassung verankert.
- 1982 – Ende des Falkland-Kriegs zwischen | | |