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Gileppe
Die Gileppe-Talsperre (franz.: Lac de la Gileppe) ist eine Talsperre in Belgien. Der Hauptzufluss der ist der im Hohen Venn entspringende gleichnamige Bach.
Staumauer
Die ursprüngliche Staumauer war Europas älteste Beton-Staumauer. Sie wurde durch König Leopold II. am 28. Juli 1878 eingeweiht. Die Wasseraufnahmekapazität des Stausees betrug damals 13 Mio m³, die Fläche 86 ha.
Ihre ursprüngliche Bestimmung war die Regulierung der Brauchwassermengen für die Textilindustrie im Raum Verviers.
Erhöhung
1968-1971 wurde sie um mehr als 10 m (etwa von 47 auf 64 oder 68 m) erhöht und nun nicht mehr als Gewichtsstaumauer, sondern als Steinschüttdamm ausgebaut. Ihre Kapazität beträgt seitdem 26,5 Mio m³ bei einer Fläche von 130 ha. Sie gehört zu einem Trinkwasserverbund mit der Wesertalsperre in Eupen.
Der Löwe
Das Wahrzeichen ist ein 13,5 m hoher und 180 Tonnen (andere Angaben: 130 oder 300 t) schwerer Sandsteinlöwe, der die Dammkrone schmückt und so ausgerichtet wurde, dass er trotzig in Richtung der nur 5 km entfernten preußischen Grenze blicken kann. Der ausführende Künstler war Félix Antoine Bouré. Der Löwe ist aus 186 einzelnen bis zu 7 t schweren Steinblöcken zusammen gesetzt.
Weblinks
preußischen
- [http://www.bestofverviers.be/gileppe.htm Le lac de la Gileppe]
- [http://de.structurae.de/structures/data/index.cfm?ID=s0012833 Structurae: Gileppe-Talsperre]
- [http://www.trabel.com/eupen/eupen-gileppe.htm EUPEN: The Gileppe Dam]
- [http://membres.lycos.fr/raphgerkens/historique%20(gileppe).html Barrage de la Gileppe]
- [http://www.eifel.de/go/sehenswertes-detail/staumauer_gileppe_eupen.html Staumauer Gileppe]
Siehe auch:
- Vesdre = Weser
- Wesertalsperre
- Liste der Talsperren der Welt
Kategorie:Stausee
Kategorie:Staudamm
Kategorie:Staumauer
Kategorie:Geographie (Belgien)
Kategorie:See in Belgien
Talsperre]
Eine Talsperre ist ein Absperrbauwerk und ein Teil einer Stauanlage. Es umfasst gewöhnlich einen Wasserspeicher (einen Stausee). Eine Talsperre kann auch eine Verteidigungsanlage sein.
Definition
Technisch-fachliche
Die technisch-fachliche Definition ist: Eine Talsperre ist eine Anlage zum Stauen von fließendem Wasser (Stauanlage), die über den Querschnitt des Wasserlaufes hinaus die ganze Talbreite abschließt. Im Gegensatz dazu schließt ein Wehr nur den Querschnitt eines Wasserlaufes auf dessen Breite ab. Der Stauraum dient als Speicher. (DIN 19700-11)
Juristische
Die juristische Definition ist den Wassergesetzen der Länder zu entnehmen, z. B. dem §84 SächsWG: Danach ist eine Talsperre eine Stauanlage von mehr als 5 m Höhe (gemessen von der Bauwerkskrone bis zum tiefsten Geländepunkt im Speicher) und mehr als 100.000 m³ Inhalt. (z.B. LWG NW § 105)
Funktion einer Talsperre
Talsperren dienen folgenden Hauptzwecken:
- Trinkwasserversorgung,
- Energieerzeugung,
- Brauchwasserversorgung (Industrie und Landwirtschaft),
- Hochwasserschutz,
- Niedrigwasseraufhöhung,
- Schiffbarmachung
- Wehranlage
Die Nutzung der Wasserflächen für Freizeit und Erholung ist meist zweitrangig.
Man unterscheidet folgende Ausführungen der Absperrbauwerke:
- Staudamm: Die Talsperre wird aus Gestein und Erde aufgeschüttet. Die Stabilität des Bauwerks ist durch das Eigengewicht und den flachen Böschungswinkel gegeben. Die Oberfläche auf der Wasserseite wird durch eine Lehm oder Tonschicht abgedichtet. Nur der Überlauf wird meist gemauert ausgeführt. Diese Sperren werden oft aber nicht ausschließlich für kleine Becken an kleinen Flüssen verwendet.
: Beispiele: Trinkwassertalsperre Frauenau, Stausee Göscheneralp, Mattmarksee.
- Gewichtsstaumauer oder Schwergewichtsmauer: Diese Mauern werden im Kern aus Mauerwerk oder Beton hergestellt. Die Oberfläche wird abgedichtet und die Mauerkrone befestigt. Auch diese Mauern stehen durch ihr Eigengewicht.
: Beispiele: Grande Dixence, Stausee Mooserboden, Rappbode-Talsperre, Sihlsee, Edertalsperre.
- Bogenstaumauer oder Gewölbestaumauer: Bei sehr hohen und nicht sehr breiten Tälern wendete man die Bogenstaumauern zuerst an. Die Mauer ist nicht gerade, sondern bildet einen gegen die Wasserseite vertikal und horizontal gespannten Bogen. Der durch das Wasser erzeugte Druck auf die Mauer wird über den Bogen auf die seitlich im Berg gelegenen Fundamente abgeleitet. Bei dieser Mauerform ist die Bindung an den Fels besonders wichtig. Bogenstaumauern werden beispielsweise bei Stauseen in der Schweiz und in Österreich am häufigsten angewendet.
: Beispiele: Kölnbreintalsperre, Lac de Mauvoisin, Zervreilasee.
- Pfeilerstaumauer: Das ist im Wesentlichen eine Betonstaumauer mit Pfeilern, die die Kräfte in den Untergrund ableiten, und materialsparenden Zwischenräumen.
: Beispiele: Lucendro, Oleftalsperre, Linachtalsperre
- Permafrost-Talsperren: Eine Sonderform der Staumauer ist in Russland im Permafrostboden des hohen Nordens errichtet worden. Die Mauer besteht aus Gestein und Erde. Als Bindemittel wurde nur Wasser verwendet. Solange der Permafrostboden nicht auftaut, wird die Mauer stabil sein, denn auftretende Risse, in die Wasser eindringt, frieren auf der Luftseite zu.
- Vorsperre: Oftmals haben Talsperren eine Vorsperre, hinter der sich ein "Vorbecken" befindet, um darin von den Zuflüssen mitgeführte Verunreinigungen zurückzuhalten (Baumstämme, Öl, Geröll), was insbesondere bei Anlagen zur Trinkwasserversorgung von Bedeutung ist. Gegen einen über das Sollmaß hinaus gehenden Wasserpegel hilft der Überlauf bzw. die Hochwasserentlastung.
Überwachung
Hinter Talsperren verbirgt sich eine große Gefahr in Form der aufgestauten Wassermengen.
Um die Sicherheit zu erhöhen und damit Talsperren-Katastrophen zu vermeiden, werden laufend Messungen und Kontrollen durchgeführt. Dadurch sollen Veränderungen frühzeitig erkannt werden um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen vornehmen zu können.
- Hochwasserentlastung:Die Hochwasserentlastung dient dem kontrollierten Ableiten von Hochwässern für den Fall, dass der Speicher bereits voll ist und im Einzugsgebiet des Speichers sehr viel Regen fällt. Durch Öffnungen in der Staumauerkrone, über welche eine Brücke führt, kann das Wasser im Hochwasserfall geordnet abfließen.
- Grundablässe:Durch die Grundablässe kann der Speicher bei Gefahr rasch geleert werden.
- Überwachung durch Begehung:Erfahrungsgemäß würden die meisten Veränderungen im Bereich von Talsperren und an den Talsperren selbst durch Beobachtung erkannt werden. Neben dem ständigen Fernüberwachen ist es sehr wichtig, die Talsperren und das umliegende Gelände regelmäßig vor Ort zu besichtigen. Das erfolgt in kurzen Abständen bei periodischen Begehungen.
- Meßtechnische Überwachung
:Mit einem umfangreichen Meßsystem wird erfasst, wie die Talsperre auf die Wasserdruckbelastung und andere äußere Einflüsse reagiert.
: - Wetterstationen: Wetterstationen liefern Temperatur- und Niederschlagswerte. Sie werden gebraucht, um das Verhalten der Sperre beurteilen zu können. Die Wetterwerte werden aber auch benötigt, den Speicherinhalt optimal zu nutzen.
: - Geodätische Messungen: Mindestens einmal jährlich werden geodätische Messungen durchgeführt. Das sind absolute Lage- und Höhenmessungen.
: - Wassermessungen:Das Messen der Sickerwässer ist bei Talsperren besonders wichtig. Vor allem der Untergrund von Sperren ist nie vollständig dicht. Sickerwässer im Untergrund gehören zum normalen Betrieb von Talsperren. Die Sickerwässer lassen Rückschlüsse auf Veränderungen im Sperrenkörper und im Sperrenuntergrund zu. Der Wasserdruck im Fundament von Sperren, der sogenannte Auftrieb, hat bei Beton-Gewichtsmauern besondere Bedeutung. Er wirkt aus dem Gebirgsfundament auf den Sperrenkörper. Durch ausreichendes Ableiten des Sickerwassers wird die Standsicherheit der Sperre gewährleistet. Der Druck auf die Sohle der Sperre wird ständig mit Piezometern oder Manometern gemessen.
: - Verformungsmessungen: Das Messen der Verformungen beruht auf dem physikalischen Prinzip, dass sich jedes Bauwerk verformt, wenn es belastet wird. Staumauern werden durch Wasserdruck und Temperaturschwankungen belastet. Die dadurch auftretenden Verformungen bei Talsperren sind jedoch so gering, dass sie mit freiem Auge nicht zu erkennen sind. Mit Hilfe verschiedener Spezialinstrumente werden alle Bewegungen registriert.
: - Extensometermessung: Bei der Extensometermessung wird die Längenänderung der Staumauer in verschiedene Richtungen der Staumauer registriert.
: - Lotmessung: Mit einem Lot im Inneren der Staumauer wird gemessen, ob sich die Dammkrone horizonal verschiebt.
: - Inklinometermessung: Das Inklinometer misst mögliche Veränderungen des Neigungswinkels einer Staumauer.
Berühmte Talsperren (als Wasserspeicher)
- Akosombo-Staudamm
- Drei-Schluchten-Damm
- Edertalsperre
- Eschbachtalsperre - erste deutsche Trinkwassertalsperre
- Hoover-Staudamm
- Itaipú
- Kölnbreinsperre
- Königin-Sirikit-Staudamm
- Lac du Der-Chantecoq
- Möhnetalsperre
- Assuan-Staudämme
- Rurtalsperre
- Große Dhünntalsperre
- Yesa-Talsperre
Die größten Stauseen der Erde
Hier befindet sich eine Liste der größten Stauseen der Erde.
Berühmte Talsperren (als Verteidigungsanlagen)
- Porta Claudia
Die älteste Talsperre der Erde
Die älteste noch teilweise erhaltene Talsperre der Erde ist das Sadd-el-Kafara im Wadi el Garawi bei Kairo, Ägypten (verschiedenen Angaben zufolge zwischen 2950 und 2500 v. Chr. erbaut)
Die ältesten Talsperren Deutschlands
- Mittlerer Pfauenteich (1298)
- Greifenbachstauweiher Geyer (1396)
- Großer Galgenteich (1465)
- Filzteich Schneeberg (1485)
- Oberer Großhartmannsdorfer Teich (1593)
- Kiliansteich (1610)
- Teufelsteich (1696)
- Oderteich (1722)
Siehe auch
- Damm
- Intze-Prinzip, Otto Intze
- Liste der Speicherseen in der Schweiz
- Liste von Talsperren in Deutschland
- Liste der Talsperren der Welt
- Liste der größten Stauseen der Erde
- Liste der größten Talsperren der Erde
- Talsperren-Katastrophen
- Von Stauseen überflutete Dörfer in der Schweiz
- Wasserkraft
- Wasserverband Eifel-Rur
Weblinks
- [http://www.structurae.de/de/structures/stype/s3.cfm Structurae: Staudämme, Talsperren und andere Stützbauwerke]
- [http://www.swissdams.ch/swisscod/Dams/damText/typesbarrages_d.asp Typen von Talsperren]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249516.html www.wissenschaft.de: Umweltprobleme mit Stauseen]
- [http://www.talsperren.net/Wissenswertes/Bauweise_von_Stauwerken/bauweise_von_stauwerken.html Bauweise von Stauwerken]
- [http://www.stromonline.ch/kraftwerk/1wasserkrschaub.html e-lernen Stausee und Stromproduktion]
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Kategorie:Wasserkraft
Kategorie:Wasserbau
ja:ダム
Hohes VennDas Hohe Venn ist als Mittelgebirge und Landschaft geologisch ein Teil des linksrheinischen Schiefergebirges.
Schiefergebirges
Ob es als eigenständiges Gebirge im Rahmen dieser Rheinischen Schiefergebirge gilt oder ein lokales Teilgebirge der östlich gelegenen Eifel ist, wird unterschiedlich definiert (in der Regel als dem Gesamtnaturraum Eifel zugehörig). Das Hohe Venn erstreckt sich zwischen Deutschland und Belgien, ist etwa 4.500 ha groß und gehört zum Naturpark Hohes Venn-Eifel. Große Flächen sind als Hochmoor ausgebildet, daher kommt auch der Name Venn für Moor (niederl. Veen). Im Westen schließen sich nahtlos die Ardennen an.
Geografie
Ardennen
Es erstreckt sich zwischen Eupen im Norden, Monschau im Osten, Spa im Westen und Malmedy im Süden und liegt teilweise auf dem Gebiet französischsprachiger Gemeinden (Wallonisches Venn). In bis zu 700 m ü. NN ist es ein sehr regenreiches Gebiet. Hier fallen durchschnittlich 1500 - 1700 mm Niederschlag im Jahr. Die zahlreichen Talsperren, die zum Teil untereinander verbunden sind, nutzen dieses abfließende Wasser zur Strom- und Trinkwassererzeugung, sowie zur Wasserregulierung. Das Wasser des Hohen Venns wird den Bürgern und der Wirtschaft im Umkreis von rund 80 km zur Verfügung gestellt.
Das Umfeld ist geprägt von heckenumsäumten, hügeligen Wiesenlandschaften und grünen Wäldern, verstreut liegenden Dörfern deren weiß getünchte Bauernhöfe hinter haushohen Hecken vor der Witterung Schutz suchen.
Das Hohe Venn wird von der Vennbahn berührt, einer inzwischen stillgelegten touristischen Eisenbahnstrecke im Deutsch-Belgischen Grenzgebiet.
Talsperren
- Wesertalsperre (bei Eupen)
- Gileppetalsperre (bei Eupen)
- Stausee in Bütgenbach
- Stausee in Robertville
- Rursee (Ober und Untersee) Einruhr, Heimbach
- Oleftalsperre bei Hellenthal
- Urfttalsperre
- Kalltalsperre
- Dreilägerbachtalsperre bei Roetgen
- Perlenbachtalsperre bei Monschau
Geologie
Der Bereich des Hohen Venn wird geologisch dem Massiv von Stavelot zugeordnet. Der von Südwest nach Nordost streichende flache Höhenrücken des Hohen Venns besteht im Zentrum aus kambrischen Schichten (Revin, vor ca. 500 Millionen Jahren). Das oberste Revin besteht aus dünnblättrigen Schiefern, die zu einem nahezu wasserundurchlässigen, kalkfreien Boden verwittern. Diese Verwitterungsprodukte füllen flache Senken aus und bilden den Untergrund für Moore, die sich aufgrund der positiven Wasserbilanz (das heisst, der Wasserabfluss ist geringer als der Wassereintrag durch Regen) und der niedrigen Jahresdurchschnittstemperaturen nach der letzten Eiszeit gebildet haben. Die tieferen Revinschichten sind reich an quarzitischen Sandsteinen. Sie treten im Zentralgebiet des Venns als so genannte "Vennwacken" häufig zu Tage. Die Erhebungen des Venns: Botrange, Pannensterz, Richelsley, Stehling, Kaiser Karls Bettstatt, Hoscheit und Langschoß sind Härtlingen, die im wesentlichen aus diesen quarzitischen Sandsteinen bestehen.
Im Silur (vor ca. 440 Millionen Jahren) wurden die kambrischen Schichten aufgefaltet und in späteren erdgeschichtlichen Perioden durch Erosion wieder eingeebnet. Der Rumpfsockel bildet häufig eine Insel, häufig wurde er vom Meer überspült. Zuletzt wurde das Gebiet in der Oberen Kreide (vor ca. 100 Millionen Jahren) überflutet. Feuersteine als Relikte der Kreidezeit findet man im Vennbreich unter anderem bei Hattlich. Seit dem Pliozän (also seit ca. 5 - 1,8 Millionen Jahren) hebt sich das Gebiet. Diese Hebungsvorgänge erfolgten phasenhaft, was man an der Terrassenbildung der Rur im Bereich Rurberg, Dedenborn und Widau sehen kann.
Monschau
Flora
Es finden sich vor allem typische Heidepflanzen wie Besen- und Glockenheide, aber auch eine zum Teil alpine beziehungsweise boreale Flora, wie das Gefleckte Knabenkraut, Lungenenzian, Sonnentau, Moosbeere, Wollgras. Da die Beweidung in den letzten Jahrzehnten untersagt war, verbreiten sich immer mehr buschige Sträucher und das Pfeifengras. Südlich des Hohen Venns, im Nationalpark Eifel, befinden sich ausgedehnte Wild-Narzissen-Wiesen, die in dieser Ausprägung einzigartig in Deutschland sind.
Fauna
Die Schutzzonen gelten aber auch den Birkhühnern die sich nur schwer vermehren und bei ihrem Balzverhalten ungestört bleiben müssen. Seit dem Jahre 2003 sind wieder erste Luchse ausgemacht worden.
Tourismus
Luchse
Es gibt zahlreiche ausgewiesene Wanderrouten teils asphaltiert, aber auch auf Holzstegen.
Einige Regeln sind zu beachten, so darf man ausgewiesene Zonen zum Schutz seltener Tiere nicht ohne Naturführer betreten. Es gibt insgesamt 4 Zonen die einer Zugangsberechtigung gleichgesetzt werden können. Die Zone A umfasst das Gebiet das für den Wanderer frei zugänglich ist. Unter der Bezeichnung Zone B versteht man das Gebiet das für den Besucher auf markierten Wegen frei begangen werden kann. Die Zone C hingegen darf nur in Begleitung eines anerkannten Naturführers begangen werden und die Zone D ist für den Besucher gänzlich gesperrt. Bei entsprechender Witterung gibt es im Winter zahlreiche Langlaufloipen. Trotz der großen Jahresregenmenge ist die Hochmoorlandschaft des Hohen Venn im Sommer stark brandgefährdet. So wurden im Sommer 2004 knapp 200 Hektar zerstört.
Weblinks
- [http://www.hohesvenn.de/ Informationen zu geführten Wanderungen im Naturreservat Hohes Venn]
- [http://www.hausternell.be Haus Ternell (Museum, Information und Führungen)]
- [http://www.centrenaturebotrange.be Das Naturparzentrum Botrange Ausstellungen, Info und Führungen]
Kategorie:Gebirge
Kategorie:Geographie (Belgien)
Kategorie:Moor
Leopold II. (Belgien)Leopold II. ( - 9. April 1835 in Brüssel; † 17. Dezember 1909 auf Schloss Laeken, Brüssel; eigentlich Louis Philippe Marie Victor) aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha folgte seinem Vater Leopold I. auf den Thron und war von 1865 bis 1909 König der Belgier. Er galt als hervorragender Diplomat und Geschäftsmann. Das bemerkenswerteste an seiner Regentschaft waren seine Aktivitäten im Kongo, wo er den Unabhängigen Kongostaat gründete, dessen Besitzer er ab 1885 eine Zeitlang war. In dieser Zeit wurden - unter Einsatz von Gewalt - vor allem Elfenbein und Gummi exportiert. Schätzungen zu Folge sind dabei rund zehn Millionen Einwohner des Kongo gestorben. (Diese Zahl stammt von dem amerikanischen Autor Adam Hochschild, s. Literatur, und ist in der Höhe umstritten.) 1908 wurde der Kongo Eigentum des belgischen Staates und im Zuge dessen in Belgisch-Kongo umbenannt.
Belgisch-Kongo
Lebenslauf
Leopold trat bereits in jungen Jahren der belgischen Armee bei.
Am 22. August 1853 heiratete er Marie Henriette Anne von Habsburg-Lothringen, Erzherzogin von Österreich, die Tochter von Erzherzog Joseph von Österreich (1776 - 1847), dem Sohn von Kaiser Leopold II. (1747 - 1792).
Dieser Verbindung entstammen vier Kinder:
- Louise Marie Amélie ( - 18. Februar 1858 in Brüssel; † 1. März 1924 in Wiesbaden), verheiratet mit Prinz Philipp von Sachsen-Coburg und Gotha.
- Leopold Ferdinand Elie Victor Albert Marie, Graf des Hennegaus (als ältester Sohn und Thronfolger), Herzog von Brabant (als Thronfolger), ( - 12. Juni 1859 auf Schloss Laeken; † 22. Januar 1869 auf Schloss Laeken). Leopold ertrank im Gartenteich des Schlossparks. Sein Tod war für den Vater sehr schmerzhaft.
- Stéphanie Clotilde Louise Herminie Marie Charlotte ( - 21. Mai 1864 auf Schloss Laeken; † 23. August 1945 in der Abtei Pannonhalma bei Györszentmarton, Ungarn) heiratete Erzherzog Rudolf von Österreich (aus der Ehe stammt die Tochter Elisabeth) und nach dessen Selbstmord Elemér Edmund Graf Lónyay von Nagy-Lónya und Vásáros-Namény, diese Ehe blieb kinderlos.
- Clementine Albertine Marie Leopoldine ( - 30. Juli 1872 auf Schloss Laeken; † 8. März 1955 in Nizza, Frankreich) heiratete das Oberhaupt der Bonapartes, Prinz Napoléon Victor Jérôme Frédéric Bonaparte (1862 - 1926).
Leopold zeugte außerdem zwei uneheliche Söhne - Lucien Philippe Marie Antoine (1906-1984) und Philippe Henri Marie François (1907-1914) - deren Mutter, seine Mätresse Blanche Zélia Joséphine Delacroix (1883-1948, aka Caroline Lacroix), er fünf Tage vor seinem Tod am 12. Dezember 1909 heiratete. Die Hochzeitszeremonie, die nach belgischem Recht nicht legitimiert war, fand im Palmenpavillon von Schloss Laeken statt.
Als Leopold am 17. Dezember 1909 starb, war er ein Paria, mit dem weder die anderen europäischen Monarchen noch seine Untertanen oder seine eigene Familie etwas zu tun haben wollten. Er hatte seine Töchter verstoßen, seine Geschwister hielten die Beziehung zu seiner Geliebten für eine Mesalliance und was die internationale Gemeinschaft angeht - die las "The Times" und war über den Völkermord im Kongo informiert. Auf den Thron folgt ihm sein Neffe Albert I. nach. Leopold II. wurde in der königlichen Gruft auf dem Friedhof Laeken (Brüssel) beigesetzt.
Albert I.
Afrika
Kolonien - die Geburt einer Idee
Belgien ist ein kleines Land, im europäischen Machtgefüge unbedeutend. Man sagt Leopold II. nach, er habe über seine Landsleute geurteilt: "Petit pays, petit esprit" - kleines Land, klein an Geist. In diesem kleinen Land hatte er zudem noch wenig Macht. In ihm entwickelte sich - vielleicht auch deshalb - ein starkes Interesse an Kolonien. Allerdings zu einem Zeitpunkt, wo die Welt schon weitgehend durch bestehende Kolonialmächte aufgeteilt war. Weder die belgische Regierung noch seine Untertanen schienen jedoch sehr an Kolonien interessiert und als konstitutioneller Monarch hatte er wenig Macht, seine Ideen durchzusetzen. Von seiner Krönung an versuchte er, das belgische Parlament von seiner Vision einer Kolonialmacht zu überzeugen. Er erlitt mehrere Niederlagen und suchte andere Wege.
Stanley
1871 begann Henry Morton Stanley (eigentlich John Rowlands, 1841 - 1904) eine Expeditionsreise nach Afrika. Die Expedition wurde vom New York Herald bezahlt, seine Aufgabe war es, den berühmten David Livingstone zu finden - was ihm in der Nähe des Tanganjikasees auch gelang. Stanley veröffentlichte seine Reisenotizen auch als Buch. Leopold II verfolgt seine Aktivitäten. 1874 brach Stanley zu einer zweiten Expedition auf, diesmal nach Zentralafrika . Er reiste 11.000 Kilometer weit, von Ostafrika bis zur Atlantikküste, u. a. auf dem Kongo-Fluss. Seine Reisenotizen wurden wieder im New York Herald und in Europa im Daily Telegraph veröffentlicht.
Leopold II. las Stanleys Berichte, suchte seine Bekanntschaft und unterstützte und förderte ihn daraufhin. Dies kam Stanley zu Gute, der 1879 mit dem französischen Entdecker Pierre Savorgnan de Brazza um den Anspruch auf die Kongo-Region wetteiferte.
1876-1885: Der Kongo, Landnahme
1876 finanzierte Leopold II eine internationale geographische Konferenz in Brüssel. Er schlug die Gründung eines gemeinnützigen Komitees vor zur "Verbreitung der Zivilisation unter den Völkern der Kongoregion durch wissenschaftliche Untersuchung, legalen Handel und Kampf gegen arabische Sklavenhändler". Die "Association internationale africaine" wurde gegründet, mit Leopold als Präsident. Er engagierte sich gegen den Sklavenhandel. Dazu rief er später die "Brüsseler Konferenzen" ins Leben, die den Sklavenhandel bekämpfte.
1878 gründete Leopold II das "Comité d'Études du Haut Congo (CEHC)" - das Komitee zur Untersuchung des Oberlaufs des Kongos. Er beschäftigt Stanley damit, die Untersuchungen durchzuführen. Während die offizielle Mission wissenschaftlicher oder philanthropischer Natur war, beauftragte er Stanley insgeheim damit, Land zu erwerben und Elfenbein mitzubringen. 1879 wurde das Komitee umbenannt in die "Association Internationale du Congo - Internationale Vereinigung des Kongos".
Stanley gründete einige Siedlungen, darunter Leopoldville (heute Kinshasa) und begann mit dem Bau einer Piste von der Mündung des Kongo entlang der Kongofälle, 200 km lang, bis Stanley Pool (heute Pool Malebo). Ab dort ist der Kongo schiffbar. Bei diesem Projekt kamen viele der zwangsweise rekrutierten Einheimischen um. Er schloss außerdem mit etwa 450 Stammesfürsten Verträge ab, in denen diese ihr Land Leopold II überschrieben. Stanleys rücksichtsloses Vorgehen wurde in England stark kritisiert und brachte ihm den afrikanischen Spitznamen Bula Matari ("der die Steine bricht") ein.
1884/85 fand in Berlin die Kongokonferenz statt, organisiert von Otto von Bismarck. Leopold II nahm nicht persönlich teil. Doch durch geschicktes Taktieren gelang es ihm, dass die 14 europäischen Staaten und die USA bestätigen, dass der "Etat indépendant du Congo" ins Privateigentum von Leopold überging. Der Staat war mit rund 2,34 Mio. Quadratkilometern über siebzig Mal so groß wie das Königreich Belgien. Am 5. Februar 1885 erklärte Leopold den Kongo zu seinem Privatbesitz.
1885-1908: Der Kongo-Freistaat
5. Februar
Der Kongo gehörte nun Leopold II. Er heuerte Söldner an und beutete den Kongo aus. Zunächst wurde Elfenbein nach Europa geliefert. Bald kam Gummi hinzu, denn 1844 hatte Charles Goodyear ein Patent für die Vulkanisierung von Gummi erhalten und so konnten Reifen hergestellt werden - der Bedarf wuchs ständig.
1888 erließ Leopold drei Dekrete. Das erste verbot Waffenhandel, das zweite legte die Bedingungen für die Beschäftigung einheimischer Arbeiter fest und das dritte bildete die Basis für die Schaffung der Force Publique, einer Art Armee. Er überzeugte das Belgische Parlament, ihm 10 Millionen Franken vorzuschießen für seine Projekte im Kongo. Es wurde mit dem Bau einer Eisenbahn von der Flussmündung bis Stanley Pool begonnen. Sie wurde 1898 fertiggestellt.
1890 wurde auf der 33. Sitzung der Brüsseler Konferenz beschlossen, dass dem Sklavenhandel in Afrika ein Ende gemacht werden solle. Zunächst wurde nur Elfenbein nach Europa verschifft. Doch es gab - außer den später entdeckten Bodenschätzen - noch etwas im Kongo: Gummi. 44 Jahre nachdem Goodyear die Vulkanisierung des Kautschuks patentieren ließ, erfand John Boyd Dunlop den Gummireifen. Er war angesichts der damaligen gepflasterten Straßen und den Schlaglöchern auf den Landstraßen ein riesiger Erfolg. Diese Erfindungen führten zu einer riesigen Nachfrage nach Gummi. Die Truppen des Königs pressten Gummirohstoff aus den Bewohnern des Kongo. Dörfer wurden überfallen und die Bewohner erhielten den Auftrag, eine bestimmte Menge Gummi zu sammeln, sonst wurde das ganze Dorf niedergebrannt. Wer zu fliehen versuchte, wurde erschossen. Als Beweis für den Verbrauch von Gewehrkugeln mussten die Truppen für jede verbrauchte Kugel die Hand des Opfers vorlegen. Die Hände wurden deshalb auch Lebenden abgehackt, irgendwie musste man ja verbrauchte Kugeln erklären. Eine andere Deutung der Praxis, die Hände abzuhacken ist, laut der Fachzeitschrift 'Message', dass Druck auf die Zulieferer ausgeübt wurde: Wer nicht genug Kautschuk liefert, bekommt eine Hand abgehackt.
Die Methoden, mit denen die Soldaten des Königs das Gummi erpressten, sind unter anderem nachzulesen in Joseph Conrads Buch Herz der Finsternis (veröffentlicht 1899) geschildert. Conrad (1857 -1924) hatte 1890 als Kapitän eines Flussschiffes angeheuert. Er wurde jedoch schon bald nach seiner Ankunft krank - und was er mit ansehen musste, ließ ihn sobald wie möglich nach England zurückkehren. Unter anderem sah er, wie die Soldaten Körbe voller verwesender Hände zu ihren Stützpunkten schafften, zum Zählen. Er sah auch, wie an einem Stützpunkt die Köpfe von Hingerichteten auf Pfählen ausgestellt waren.
1891 führte der kanadische Entdecker und britische Militärkommandant William Stairs im Auftrag Leopold II. eine Expedition an, die Belgien die Kontrolle über die Kupfergebiete von Katanga sicherte.
Verbrechen und Verlust des Kongo
Es gibt unterschiedliche Berechnungen, wie viele Menschenleben Leopolds Herrschaft geopfert wurden. Zwischen 1880 und 1920 wurde die Bevölkerung des Kongo etwa halbiert, Adam Hochschild spricht von 10 Millionen Menschen. Allerdings rechnet er dort auch ungeborene Kinder ein, die nicht zur Welt kamen, weil ihre Eltern vorher starben. Die Zahl ist in dieser Höhe daher umstritten. Viele Menschen wurden auch verstümmelt, konnten sich selbst und ihre Familie nicht mehr ernähren und starben an Unterernährung.
Ab 1904 zeigten die Kampagnen einiger Missionare und Zeitungsmacher Erfolge, die die Missstände öffentlich anprangern. Große Zeitungen berichteten regelmäßig, die Kirchen verurteilten die Behandlung der Bevölkerung. Initiiert wurde die Kampagne von Edmund Dene Morel, er hatte für eine Reederei gearbeitet, die im Auftrag Leopolds Waren von und nach dem Kongo brachte. Er wurde aufmerksam, weil die Schiffe aus dem Kongo vollbeladen waren mit Elfenbein und Kautschuk, auf dem Rückweg aber nur Waffen und Munition transportiert wurden. Das schien ihm ein seltsamer Warenaustausch. Er gab einen regelmäßigen Rundbrief heraus mit Berichten aus dem Kongo, die er von Missionaren und Reisenden erhielt.
1908 verurteilten gar die Regierungen Großbritanniens und der USA das Herrschaftssystem Leopolds. Auf Druck des Parlaments stimmte er einem Gesetz zu, dass aus dem Kongo eine Kolonie machte, "Belgisch-Kongo", und diesen Unabhängigen Kongostaat an Belgien überschreibt.
Selbst die Internetseite des belgischen Königshauses schreibt "Aufgrund der durch die Europäer in Afrika begangenen Exzesse wird der Ruf von Leopold sowie der seines überseeischen Werkes in Frage gestellt".
Nachtrag: Das 1967 auf Befehl des damaligen Präsidenten Mobutu Sese Seko demontierte sechs Meter hohe Reiterstandbild Leopolds in Kinshasa wurde im Februar 2005 von der Regierung des Kongo wieder aufgestellt.
Siehe auch: Geschichte der Demokratischen Republik Kongo
Weitere Außenpolitik
Während des deutsch-französischen Kriegs 1870/71 spricht er sich für die Neutralität seines Landes aus und es gelingt ihm, sein Land aus den kriegerischen Handlungen herauszuhalten.
Aktivitäten in Belgien
Der Beginn der Regierungszeit Leopold II. ist geprägt von parlamentarischen Auseinandersetzungen über Wahlrechts- und Bildungsfragen.
Nach dem deutsch-französischen Krieg legte Leopold großen Wert auf die militärische Verteidigung als Voraussetzung für die Neutralität, doch die allgemeine Wehrpflicht konnte er erst auf seinem Totenbett am 14. Dezember 1909 durchsetzen.
Leopold setzte das Geld aus dem Kongo für Bauten ein. Er baute seine Residenz, das Laekener Schloss, um und legte im Schlosspark große Gewächshäuser an. Er ließ die Avenue Louise bauen, den Jubelpark mit Triumphbogen (zum 50. Geburtstag Belgiens 1881), die Avenue de Tervuren, die zum ebenfalls von ihm gebauten Afrikamuseum im etwa 10 km gelegenen Tervuren führt, sowie Bauten in Spa in den Ardennen, die Gileppe Talsperre und andere mehr.
1900 wandelte er diesen Besitz in eine königliche Schenkung um und übergab ihn dem Staat, der nun für den Erhalt aufkommen musste. In den Schenkungsbedingungen ist unter anderem festgelegt, dass das Volk nur während zweier Wochen im Jahr Zugang zu den königlichen Gewächshäusern hat, die es finanziert.
Schriften über Leopold II.
Viele prominente Schriftsteller beteiligten sich an der internationalen Verurteilung der Ausbeutung des Unabhängigen Kongostaates durch Leopold II. Die bekanntesten sind Sir Arthur Conan Doyle, Booker T. Washington sowie
- Joseph Conrad: In Heart of Darkness wird König Leopolds Belgisch Kongo als Kolonialherrschaft beschrieben, in der Sklavenarbeit, Vergewaltigungen und Verstümmelungenen an der Tagesordnung sind.
- Mark Twains King Leopold's Soliloquy ist eine mit beißendem Sarkasmus geschriebene Politsatire.
In neuerer Zeit hinzugekommen:
- Adam Hochschild: King Leopold's Ghost beschreibt die Geschichte und Brutalität der Regentschaft Leopold II. in Belgisch-Kongo.
Der US-amerikanische Dichter Vachel Lindsay schrieb:
:Listen to the yell of Leopold's ghost
:Burning in Hell for his hand-maimed host
:Hear how the demons chuckle and yell
:Cutting his hands off, down in Hell.
Grob übersetzt (wer kann die Übersetzung verbessern, vielleicht sogar gereimt?):
:Lauscht dem Schrei von Leopolds Geist,
:Der für seine hand-verstümmelten Massen in der Hölle schmort.
:Höre wie die Dämonen glucksen und schreien,
:Wenn sie seine Hände abhacken, unten in der Hölle.
Literatur
- Joseph Conrad: Heart of Darkness. 1899.
- Mark Twain: King Leopold's Soliloquy. 1905.
- Arthur Conan Doyle: The Crime of Congo. 1909.
- Adam Hochschild: Schatten über dem Kongo. Klett-Cotta, 2000 (Originaltitel King Leopold's Ghost 1998), ISBN 3-608-91973-2.
- Ruth Weiss, Hans Mayer, Antony Martin: Afrika den Europäern. 1985, ISBN 3-872-94249-2.
- Italiaander, Rolf: König Leopolds Kongo, München 1964.
Weblinks
- [http://www.monarchie.be/de/monarchy/history/leopold_II.html Die Monarchie in Belgien - Leopold II.] (offizielle Website des Königreichs Belgien)
Kategorie:Mann
Kategorie:Belgier
Kategorie:König (Belgien)
Kategorie:Wettiner
Kategorie:Geboren 1835
Kategorie:Gestorben 1909
ja:レオポルド2世 (ベルギー王)
1878
- 3. März: Frieden von San Stefano: Das Osmanische Reich muß sich einem für Russland günstigen Diktatfrieden beugen. Da der Machtzuwachs Russlands den Großmächten Österreich-Ungarn, Großbritannien und Frankreich zu weit geht, wird es noch im gleichen Jahr zum Berliner Kongress kommen (siehe unten)
- 31. Mai: Im Ärmelkanal kollidieren die beiden deutschen Kriegsschiffe „König Wilhelm“ und „Großer Kurfürst“ miteinander; beim Untergang der „Großer Kurfürst“ sterben 269 Menschen
- 15. Juni bis 14. Juli: Berliner Kongress unter dem Vorsitz Otto von Bismarcks: Rumänien, Serbien und Montenegro werden unabhängig, Rumänien erhält zudem die Dobrudscha, muß dafür jedoch einen Teil von Bessarabien an Russland abtreten. Bulgarien erhält einen Sonderstatus, bleibt jedoch dem Osmanischen Reich gegenüber tributpflichtig. Österreich-Ungarn darf Bosnien und die Herzegowina besetzen, Großbritannien erhält Zypern pachtweise, während Raszien, Albanien, Makedonien und Rumelien beim Osmanischen Reich verbleiben
- 11. Mai und 2. Juni: Auf Kaiser Wilhelm I. werden in Berlin nacheinander zwei Attentate verübt: Ein Täter wird hingerichtet, der andere kann sich vor dem Zugriff der Wachmannschaften selbst richten. In der Folge verabschiedet der Deutsche Reichstag am
- 19. Oktober: Der Reichstag beschließt mit 221 Stimmen von Konservativen und Liberalen gegen 149 Stimmen von Fortschrittlichen, Zentrum und Sozialdemokraten das Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie und legalisiert damit die von Otto von Bismarck zur Staatsdoktrin erhobene Sozialistenverfolgung
- Der unter dem Namen Mehmed Emin Pascha bekannte Afrikaforscher Eduard Schnitzer aus Oppeln wird zum Gouverneur der türkisch-ägyptischen Äquatorial-Provinz in Zentralafrika ernannt
Wissenschaft und Technik
- Josiah Willard Gibbs entwickelt seine Phasenregel der Thermodynamik
- Carl Gustav Patrik de Laval erfindet die Milchzentrifuge
- 1. Januar: Agner Krarup Erlang, dänischer Mathematiker († 1929)
- 1. Januar: Herbert Chapman, englischer Fußballspieler und Trainer († 1934)
- 4. Januar: Gerdt von Bassewitz, deutscher Schriftsteller († 1923)
- 6. Januar: Adeline Genée, dänische Ballett-Tänzerin († 1970)
- 6. Januar: Carl Sandburg, US-amerikanischer Lyriker († 1967)
- 9. Januar: John B. Watson, US-amerikanischer Psychologe († 1958)
- 10. Januar: Johann Lemmerz, Konstrukteur und Unternehmer († 1952)
- 12. Januar: Ferenc Molnár, ungarischer Schriftsteller und Journalist († 1952)
- 12. Januar: Franz Molnar, österreichischer Dramatiker, Feuilletonist, Romancier und Journalist († 1952)
- 17. Januar: Emil Helfferich, deutscher Südostasienkaufmann
- 21. Januar: Egon Friedell, österreichischer Schriftsteller und Schauspieler († 1938)
- 23. Januar: Harry Steier, deutscher Opernsänger (Tenor) († 1936)
- 26. Januar: Rudolf Alexander Schröder, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1962)
- 28. Januar: Walter Kollo, deutscher Komponist († 1940)
- 2. Februar: Alfréd Hajós, ungarischer Schwimmer
- 5. Februar: André Citroën, französischer Automobilkonstrukteur († 1935)
- 8. Februar: Martin Buber, jüdischer Religionsphilosoph († 1965)
- 8. Februar: Willem Hesselink, niederländischer Fußballspieler († 1973)
- 14. Februar: Hans Ledwinka, österreichischer Autokonstrukteur († 1967)
- 22. Februar: Walter Ritz, Schweizer Mathematiker († 1909)
- 23. Februar: Kasimir Malewitsch, ukrainischer Maler der „futuristischen“ Malerei († 1935)
- 28. Februar: Artur Kapp, estnischer Komponist († 1952)
- 2. März: Wander Johannes de Haas, niederländischer Physiker und Mathematiker († 1960)
- 16. März: Clemens August Graf von Galen, deutscher Bischof und Kardinal († 1946)
- 16. März: Reza Schah Pahlavi, Schah von Persien († 1944)
- 22. März: Michel Théato, luxemburgischer Leichtathlet († 1905)
- 23. März: Franz Schreker, österreichischer Komponist († 1934)
- 31. März: August Winnig, deutscher Gewerkschafter und Schriftsteller († 1956)
- 1. April: Carl Sternheim, deutscher Dramatiker und Autor († 1942)
- 2. April: Antun Dobronić, kroatischer Komponist († 1955)
- 5. April: Carl Ehrenberg, deutscher Komponist († 1962)
- 5. April: Georg Misch, deutscher Philosoph († 1965)
- 6. April: Erich Mühsam, Anarchist und Schriftsteller († 1934)
- 8. April: Rudolf Nelson, Musiker, Pianist, Komponist und Theaterdirektor († 1960)
- 9. April: Marcel Grossmann, Schweizer Mathematiker († 1936)
- 12. April: Richard Goldschmidt, deutscher Biologe und Genetiker
- 15. April: Robert Walser, Schweizer Schriftsteller († 1956)
- 21. April: Albert Weisgerber, deutscher Maler und Grafiker († 1915)
- 28. April: Lionel Barrymore, US-amerikanischer Schauspieler († 1954)
- 6. Mai: Harry Farjeon, englischer Komponist († 1948)
- 6. Mai: Gaston Leroux, französischer Journalist und Krimi-Schriftsteller († 1927)
- 10. Mai: Gustav Stresemann, Außenminister der Weimarer Republik und Friedensnobelpreisträger († 1929)
- 27. Mai: Isadora Duncan, US-amerikanische Tänzerin († 1927)
- 30. Mai: Raymond Smith Dugan, US-amerikanischer Astronom († 1940)
- 3. Juni: Lawrence Joseph Henderson, Chemiker, Biologe († 1942)
- 4. Juni: Frank Buchman, US-amerikanischer Theologe (†1961)
- 4. Juni: Ludwig Dürr, Luftschiff-Konstrukteur († 1956)
- 5. Juni: Jacob Dahl, färöischer Propst und Bibelübersetzer († 1944)
- 5. Juni: Pancho Villa, Freiheitskämpfer, Volksheld, Gouverneur und General († 1923)
- 25. Juni: Jean Gallon, französischer Komponist und Kompositionslehrer († 1959)
- 1. Juli: Ernst Gehrcke, deutscher Physiker († 1960)
- 6. Juli: Eino Leino, finnischer Schriftsteller († 1926)
- 19. Juli: Charles-Victor Mauguin, Professor für Mineralogie († 1958)
- 22. Juli: Janusz Korczak, polnischer Arzt, Kinderbuchautor und Pädagoge († 1942)
- 22. Juli: Lucien Febvre, französischer Historiker († 1956)
- 24. Juli: Edward Plunkett, 18. Baron Dunsany, irischer Schriftsteller († 1957)
- 24. Juli: Lord Dunsany, irischer Fantasy-Schriftsteller († 1957)
- 29. Juli: Gustav Bratke, Bürgermeister von Hannover († 1952)
- 3. August: Constantino Gaito, argentinischer Komponist, Dirigent und Pianist († 1945)
- 9. August: Eileen Gray, irische Innenarchitektin und Designerin († 1976)
- 9. August: Paul Renner, deutscher Typograf († 1956)
- 10. August: Alfred Döblin, deutscher Arzt und Schriftsteller († 1957)
- 15. August: Pjotr Nikolajewitsch Wrangel, General im russischen Bürgerkrieg († 1928)
- 17. August: Paul Ludwig Troost, deutscher Architekt († 1934)
- 18. August: Fritz Brun, schweizer Komponist († 1959)
- 28. August: George Hoyt Whipple, US-amerikanischer Pathologe († 1976)
- 28. August: Hermann Essig, deutscher Dramatiker, Erzähler und Lyriker († 1918)
- 30. August: Arthur Koepchen, technischer Vorstand der heutigen RWE AG († 1954)
- 31. August: Frank Jarvis, US-amerikanischer Leichtathlet († 1933)
- 1. September: John Frederick Charles Fuller, britischer Generalmajor und Militärhistoriker († 1966)
- 1. September: Tullio Serafin, italienischer Dirigent († 1968)
- 2. September: Werner von Blomberg, deutscher General und Minister († 1946)
- 3. September: Dorothea Douglass, britische Tennisspielerin († 1960)
- 5. September: Robert von Lieben, österreichischer Physiker († 1913)
- 7. September: Laura Schradin, erste Landtagsabgeordnete im württembergischen Landtag († 1937)
- 16. September: Karl Albiker, Bildhauer und Schüler von Auguste Rodin († 1961)
- 20. September: Upton Sinclair, US-amerikanischer Schriftsteller († 1968)
- 21. September: Clara Westhoff, Bildhauerin († 1954)
- 24. September: Albert Gottheiner, deutscher Architekt
- 24. September: Charles Ferdinand Ramuz, Schweizer Schriftsteller († 1947)
- 26. September: Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord, deutscher General und Widerstandskämpfer († 1943)
- 12. Oktober: Karl Buresch, österreichischer Politiker († 1936)
- 16. Oktober: Maxey Long, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1959)
- 18. Oktober: James Truslow Adams, Historiker Schriftsteller († 1949)
- 19. Oktober: Hermann Claudius, deutscher Heimatdichter († 1980)
- 29. Oktober: Alexander von Falkenhausen, deutscher General († 1966)
- 31. Oktober: Gyula Grosz, Arzt († 1959)
- 1. November: Carlos de Saavedra Lamas, argentinischer Politiker († 1959)
- 1. November: Pál Teleki, ungarischer Wissenschaftler und Politiker († 1941)
- 1. November: Paul Beckers, deutscher Komiker († 1965)
- 5. November: Michail Petrowitsch Arzybaschew, russischer Schruftsteller († 1927)
- 6. November: Kurt Goldstein, Neurologe und Psychiater († 1965)
- 7. November: Lise Meitner, österreichisch-deutsch-schwedische Atomphysikerin († 1968)
- 10. November: Jorge Ubico Castañeda, guatemaltekischer Staatspräsident († 1946)
- 10. November: Karl Hofer, deutscher Maler des Expressionismus († 1955)
- 14. November: Elisabeth Tombrock Gründerin des Ordens „Missionsschwestern von der unbefleckten Empfängnis“ († 1938)
- 15. November: Erich Basarke, Architekt († 1941)
- 17. November: Berta Lask, Dichterin († 1967)
- 21. November: Bess Brenck-Kalischer, deutsche Dichterin († 1933)
- 21. November: Gustav Radbruch, deutscher Rechtsgelehrter und -politiker († 1949)
- 22. November: Michail Alexandrowitsch Romanow, Großfürst von Russland († 1918)
- 23. November: Ernest J. King, US-amerikanischer Admiral im 2. Weltkrieg († 1956)
- 25. November: Friedrich Carl Georg Kaiser, Dramatiker († 1945)
- 25. November: Georg Kaiser, Dramatiker der expressionistischen Generation († 1945)
- 15. Dezember: Hans Carossa, deutscher Lyriker und Autor († 1956)
- 18. Dezember: Gerhard Bohlmann, deutscher Schriftsteller und Journalist († 1944)
- 21. Dezember: Jan Lukasiewicz, polnischer Philosoph, Mathematiker und Logiker († 1956)
- 24. Dezember: Gustav von Bergmann, Internist und Medizinprofessor († 1955)
- 30. Dezember: Erwin Guido Kolbenheyer, österreichischer Autor, Dramatiker und Lyriker († 1962)
- 9. Januar: Viktor Emanuel II., König von Italien und Sardinien ( - 1820)
- 18. Januar: Antoine César Becquerel, französischer Physiker ( - 1788)
- 26. Januar: Ernst Heinrich Weber, deutscher Physiologe und Anatom ( - 1795)
- 31. Januar: Franz Josef Buß, Jurist und katholischer Politiker ( - 1803)
- 1. Februar: George Cruikshank, britischer Karikaturist ( - 1792)
- 7. Februar: Giovanni Maria Mastai-Ferretti, Papst von 1846 bis 1878 ( - 1792)
- 7. Februar: Pius IX., Papst seit 1846 ( - 1792)
- 8. Februar: Elias Magnus Fries, schwedischer Botaniker ( - 1794)
- 10. Februar: Claude Bernard, Französischer Physiologe ( - 1813)
- 20. März: Julius Robert von Mayer, deutscher Arzt und Physiker ( - 1814)
- 27. März: George Gilbert Scott, Englischer Architekt (Neugotik) ( - 1811)
- 4. April: Wolf Baudissin, deutscher Diplomat, Schriftsteller und Übersetzer ( - 1789)
- 17. April: Luigi Bienaimé, italienischer Bildhauer ( - 1795)
- 25. April: Anna Sewell, britische Schriftstellerin ( - 1820)
- 6. Mai: François Benoist, französischer Komponist ( - 1794)
- 13. Mai: Joseph Henry, US-amerikanischer Wissenschaftler und Professor ( - 1797)
- 14. Mai: Okubo Toshimichi, japanischer Innenminister der Meiji-Zeit ( - 1830)
- 5. Juni: Ernst von Bibra, Naturforscher und Schriftsteller ( - 1806)
- 6. Juni: Achille Baraguey d'Hilliers, französischer General, Marschall von Frankreich ( - 1795)
- 6. Juni: Robert Stirling, schottischer Priester und Ingenieur ( - 1790)
- 12. Juni: Georg V. (Hannover), König von Hannover, letzter Monarch des Königreichs Hannover ( - 1819)
- 12. Juni: Julius Faucher, deutscher Journalist, Freihändler und Manchester-Liberaler ( - 1820)
- 12. Juni: William Cullen Bryant, US-amerikanischer Dichter und Journalist ( - 1794)
- 15. Juni: Soamiji Maharaj, indischer Mystiker und Religionsstifter der Radhasoami-Religion ( - 1818)
- 29. Juni: Angelo Secchi, italienischer Astronom und Jesuitenpater ( - 1818)
- 2. Juli: François Bazin, französischer Komponist ( - 1816)
- 8. Juli: Franz Xaver Winterhalter, deutscher Portraitmaler und Lithograf ( - 1805)
- 21. Juli: Johann Baptist Sonderland, deutscher Maler und Radierer ( - 1805)
- 23. August: Adolf Fredrik Lindblad, schwedischer Komponist ( - 1801)
- 7. September: Mehmed Ali Pascha, türkischer Feldherr ( - 1827)
- 22. September: Wilhelm Zimmermann, deutscher protestantischer Theologe ( - 1807)
- 8. November: Hermann Goedsche, deutscher Schriftsteller ( - 1812)
- 17. November: Adolph Methfessel, deutscher Komponist ( - 1807)
- 22. November: Ludwik Mieroslawski, polnischer Revolutionär ( - 1814)
- 27. November: Albert Emil Brachvogel, deutscher Schriftsteller ( - 1824)
- 15. Dezember: Nikolai Wladimirowitsch Chanykow, russischer Forschungsreisender ( - 1819)
- 18. Dezember: Heinrich Proch, österreichischer Komponist ( - 1809)
- 19. Dezember: Bayard Taylor, US-amerikanischer Reiseschriftsteller und Dichter ( - 1825)
- 23. Dezember: Heinrich Buff, deutscher Physiker und Chemiker ( - 1805)
- 23. Dezember: Johann Jakob Scherer, Schweizer Politiker ( - 1825)
- 28. Dezember: José Bernardo Alcedo, peruanischer Komponist ( - 1788)
Staatsoberhäupter
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident der Schweiz, (1878)
ko:1878년
GewichtsstaumauerEine Gewichtsstaumauer ist eine Bauart für das Absperrbauwerk einer Talsperre.
Sie wird aus Beton oder Mauerwerk gebaut, im Gegensatz zu einem Staudamm, der aus Erde oder angeschütteten Steinen besteht. Im Gegensatz zu einer Bogenstaumauer steht eine Gewichtsstaumauer durch ihr Eigengewicht, nicht durch die Abstützung an den Talflanken.
Ab 1890 wurden in Deutschland viele Gewichtsstaumauern aus Bruchsteinmauerwerk und nach dem Intze-Prinzip gebaut. Sie hatten fast alle einen bogenförmigen Grundriss. Die älteste Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk ist die Eschbachtalsperre von 1891.
Nach 1945 wurde die Mehrzahl von ihnen aus Beton mit einem geraden Grundriss gebaut. Die jüngste Gewichtsstaumauer in Deutschland (Leibis-Lichte) wird zur Zeit in Thüringen errichtet.
Die älteste betonierte Gewichtsstaumauer Europas staut das Wasser des Pérolles-Sees in Freiburg im Üechtland. Sie wurde 1872 fertiggestellt. Der Querschnitt einer Gewichtsstaumauer ist ungefähr dreieckförmig mit einer nahezu senkrechten Wasserseite. Das Verhältnis von Sohlenbreite zu Höhe ist üblicherweise ungefähr 2:3.
Wasserseite
Gewichtsstaumauern eignen sich in breiten, weniger tiefen Tälern mit schwach geneigten Talflanken, während enge Täler mehr für Bogenstaumauern geeignet sind. Sie benötigen guten, standfesten Baugrund aus Fels. Bei ungünstigem Baugrund sollte ein Staudamm vorgezogen werden. Die Wahl des Sperrentyps hängt außerdem von der Verfügbarkeit der Zuschlagstoffe für den Beton bzw. des Schütt- und Dichtungsmaterials für einen Damm ab.
Größere Gewichtsstaumauern haben im allgemeinen einen oder mehrere Kontrollgänge, in denen sich Drainagen und Messinstrumente zur Überwachung befinden.
Bekannte Beispiele für Gewichtsstaumauern sind:
- Grande Dixence (Schweiz, die höchste Gewichtsstaumauer der Welt)
- Hoover-Staudamm (USA)
- Möhnetalsperre (Sauerland)
- Edertalsperre (Hessen)
- Talsperre Eibenstock (Sachsen)
- Talsperre Janov (Tschechien)
- Talsperre Leibis-Lichte (Thüringen)
- Drei-Schluchten-Damm (China)
Weblinks
- [http://www.thueringer-fernwasser.de Bau der TS Leibis-Lichte]
- [http://www.discovery.de/de/pub/specials/technik/staudaemme/typen/gewichtsstaumauer.htm Discovery channel]
- [http://www.wver.de/talsperren/Utfttalsperre.htm Urfttalsperre]
- [http://th03acc0207.swisswebaward.ch/page.php?o=1206 Wasser - Blaues Gold]
- [http://www.bs-kreuzlingen.ch/ingenieur/spezialgebiete/talsperren.html Talsperren]
Kategorie:Staumauer
Wesertalsperre Die Wesertalsperre bei Eupen ist das größte (Trink-) Wasserreservoir Belgiens. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel im Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn. Mit dem Bau der Staumauer wurde 1936 begonnen, sie wurde 1950 eingeweiht. Der künstliche Stausee wird von drei Bächen gespeist: Der Weser (französisch: Vesdre), dem Getzbach und der Hill (Bach). Die Stauanlage wurde hauptsächlich errichtet, um die Trinkwasserversorgung der Region, die Regulierung der Weser und genügende Mengen Brauchwaser für der Industrie in sicherzustellen.
Technische Daten
Hill (Bach)
- Oberfläche des Stausees: 126 ha bei Vollstau
- Fassungsvermögen 25 Millionen m³
- Größe des Einzugsgebiets: 10.595 ha
- Höhe der Speerrmauer: 66 m inklusive Fundament
- Meereshöhe der Krone: 362 m ü. NN
- Länge der Krone: 410 m
- Max. Höchstwasserstand: 361 m ü. NN
Die Staumauer wurde als Gewichtsstaumauer errichtet.
Wasserversorgung der Umgebung
GewichtsstaumauerTäglich stellt die Wesertalsperre 82.500m³ aufbereitetes Trinkwasser bereit, mit denen u. a. das Herver Land, die Vororte von Lüttich und die Stadt Spa versorgt werden. Das aufbereitete Trinkwasser wird in einer unterirdischen Zisterne vorgehalten. Die im Jahresverlauf unterschiedlichen Niederschlagsmengen machen es erforderlich, die Mindestmenge aufzustauen, welche für die Wasseraufbereitung benötigt wird. Bei Hochwasser könnten bis zu 230m³ Wasser pro Sekunde kontrolliert abgeleitet werden.
Tourismus
HochwasserTouristenattraktionen in und um die Talsperre sind ein Restaurant mit Aussichtsterrasse, ein Aussichtstrum, ein Spielplatz sowie Wanderwege. Hinweistafeln auf einem Lehrpfad erläutern die Trinkwasseraufbereitung.
Weblinks
- [http://www.naturpark-hohesvenn-eifel.de/ger/die6landschaften/vennvorland/vvTalspWeser.php Beschreibung der Wesertalsperre mit weiteren Fotos]
Kategorie:Staumauer
Kategorie:Stausee
Kategorie:See in Belgien
EupenEupen ( altfranzösisch Néau ) ist die "Hauptstadt" der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien.
Die Stadt liegt 16 km von Aachen und 45 km von Lüttich und Maastricht entfernt. Die Einwohner sind zu etwa 90 % deutschsprachig.
Seit der Umwandlung Belgiens in einen Föderalstaat ist Eupen Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) und somit Zentrum der rund 72.000 Einwohner umfassenden deutschsprachigen Minderheit in Belgien.
Tourismus
Eupen liegt am Rande des Naturparks Hohes Venn-Eifel, ist im Osten und Süden von Wäldern und im Westen von weitläufigen heckenumsäumten Wiesenlandschaften umgeben.
Sehenswert
- Die Innenstadt mit ihren Patrizierhäusern aus dem 18.Jhdt von Laurenz Mefferdatis und Johann Josef Couven
- Die St.-Nikolaus-Kirche von Laurenz Mefferdatis und dem Hochaltar von Johann Josef Couven .
- Der historische Werthplatz
- Der historische Marktplatz
- Die historische Gospertstraße
- Ein Fabrikgebäude des großen Barockbaumeisters Johann Conrad Schlaun
- Die Wesertalsperre, größtes Wasserreservoir Belgiens.
- Das Schokoladenmuseum
- Das Hohe Venn mit dem Naturparkzentrum Botrange, vielfältigen Wandermöglichkeiten und im Winter Skilanglaufmöglichkeit.
- Sowie in der Nähe die Gileppe Talsperre.
Gileppe
Wirtschaft
- Kabelherstellung
- Kunststoffverarbeitende Betriebe
- Schokoladenherstellung
- Ein ausgeprägtes Transportwesen durch die zentrale Lage zu 50 Mio. Verbrauchern
- Die Mehrsprachigkeit der Einwohner und die unmittelbare Nähe zu großen Universitäten (TH + FH Aachen, Lüttich, Maastricht) sind nicht zu unterschätzende Standortvorteile.
Gileppe
Gileppe
Geschichtliches in Stichworten
- 1213 Erste Erwähnung des Ortes Eupen und der Nikolauskapelle im Herzogtum Limburg
- 1288 Durch die Schlacht von Worringen fällt das Herzogtum Limburg unter Johann I. an Brabant.
- 1387 Brabant und Limburg gehen an das Haus Burgund. Eupen wird im Krieg gegen Geldern niedergebrannt.
- 1445 Eupen zählt 156 Feuerstätten, Nispert 25, Stockem 16
- 1477 Eupen fällt mit Brabant und Limburg an die österreichischen Habsburger.
- 1544 Kaiser Karl V. verleiht Eupen das Recht, zwei freie Jahrmärkte abzuhalten.
- 1554 Eupen ist wegen seines Handels mit Tuchen und Nägeln bekannt
- 1555 Eupen fällt mit Brabant und Limburg an die spanischen Habsburger
- 1565 Erste Erwähnung der protestantischen Bewegung in Eupen
- 1582 Eupen wird in der Nacht von niederländischen Söldnern zu 50% niedergebrannt.
- 1627 Eupen zählt 700 Haushalte und über 2.000 erwachsene Gläubige
- 1635 Eine Pestepidemie dezimiert die Eupener Bevölkerung
- 1648 Eupen wird freie Herrlichkeit mit einem eigenem Gericht
- 1674 Durch Siegelverleihung erhält Eupen Stadtrechte
- 1680 Erste Errichtung einer Feintuchmanufaktur in Eupen. Beginn der Blütezeit.
- 1688 Eupen erhält das Recht, 5 freie Jahrmärkte abzuhalten
- 1695 Eupen wird zur Pfarre erhoben.
- 1713 Nach dem Frieden von Utrecht fällt Eupen mit Brabant und Limburg an die österreichischen Habsburger.
- 1783 Einrichtung eines Kaufmannskollegiums, einer Art Handelskammer.
- 1787 Errichtung eines Gerichts erster Instanz in Eupen.
- 1794 Eupen fällt unter französische Herrschaft und gehört zum Ourthe-Departement, Präfektur Lüttich, Unterpräfektur Malmedy.
- 1815 Durch den Wiener Kongress kommt Eupen zur Rheinprovinz des Königreiches Preußen
- 1827 Erscheinen der 1. Zeitung in Eupen.
- 1864 Der Stadt Eupen wird ein Stadtwappen verliehen.
- 1872 Errichtung der St. Josephs-Pfarre in der Unterstadt als zweite Eupener Pfarre.
- 1920 Durch den Vertrag von Versailles kommt Eupen zu Belgien. Bis 1925 dem General Herman Baltia unterstelltes Gouvernement Eupen-Malmedy.
- 1940 18. Mai: Annexion der Gebiete Eupen, Malmedy und Sankt Vith durch das nationalsozialistisch regierte Deutsche Reich.
- 1945 Befreiung Belgiens.
- 1975 Städtepartnerschaft mit Temse.
- 1977 Durch die Gemeindefusion kommt die Gemeinde Kettenis zu Eupen.
- 1983 Verleihung eines neuen Wappens durch König Baudouin I.
- 1983 Eupen wird Sitz der ersten Regierung der deutschsprachigen Gemeinschaft.
Söhne und Töchter der Stadt
- Rudolf Fettweis, Oberdirektor des Wasser- und Straßenbaus in Baden.
- Marie Hüllenkremer, Journalistin und Politikerin
- Walter Ophey, (1882-1930) Kunstmaler, rheinischer Expressionist.
- Jasmin Schwiers, Schauspielerin
- Hubert Theophil Simar, von 1891 bis 1899 Bischof von Paderborn, von 1899 bis 1902 Erzbischof des Erzbistums Köln
- Herbert Laschet Toussaint, Lyriker und Herausgeber
- Henri Xhonneux, Filmemacher
Weblinks
- [http://www.eupen.be Offizielle Homepage]
- [http://www.eupen-info.be Tourist Info]
Kategorie:Ort der Provinz Lüttich
Image:Eupen008.jpg|Die Unterstadt
Image:Eupen009.jpg|Industrie im Wesertal
Image:Eupen017.jpg|Zentrum Oberstadt
Image:Eupen023.jpg|Parlament der DG
Image:Eupen Government seat.jpg|Regierungsgebäude
Image:Eupen012.jpg|Patrizierhäuser
Image:Eupen021.jpg|Mefferdatis Haus
Image:Eupen018.jpg|Clown Denkmal
VesdreDie Vesdre, zu deutsch Weser, ist ein kleiner Fluss von rund 60 km Länge. Sie entspringt im Naturpark Hohes Venn, unweit der deutschen Orte Monschau, Konzen und Roetgen (Kreis Aachen).
Kreis Aachen
Kreis Aachen
Sie ist der Hauptzufluss der Wesertalsperre in Eupen; anschließend durchfließt sie die Städte Eupen, Limbourg, Verviers, Pepinster, Chaudfontaine, Vaux sous Chèvremont, um bei Lüttich in die Ourthe zu münden, mit der sie sich unweit dieser Vereinigung gemeinsam in die Maas ergießt.
Das saure und kalkarme Wasser der Vesdre war von Beginn des 17. Jahrhunderts Quelle für die aufblühende Textilindustrie, welche bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts dem gesamten Tal zu großem Wohlstand verhalf.
Wegen seiner bakteriologischen Reinheit wird das Wasser aus dem Hohen Venn in der Neuzeit in erster Linie zur Trinkwasserversorgung genutzt. Ursprünglich waren die Talsperren eher zur Regulierung des Brauchwassers für die Industrie konzipiert.
Siehe auch: Gileppe-Talsperre und Wesertalsperre
Kategorie:Fluss in Belgien
Liste der Talsperren der WeltIn dieser Liste sollen künftig alle größeren bzw. bedeutenden Talsperren der Erde länderweise und alphabetisch sortiert aufgeführt werden. Wenn bezüglich ihrer Auflistung deren Anzahl für ein Land zu groß wird, kann die Liste für dieses Land ausgegliedert werden, wie zum Beispiel für Deutschland und die Schweiz bereits geschehen.
Um zu erfahren, welches "die größten Stauseen der Erde" sind, klickt man hier, für "die größten Talsperren der Erde" hier.
Ägypten
- Assuan-Staudamm (Nassersee)
Algerien
- Beni-Badhel
- El Habra
- Ponteba
- Fergoug
- Cheurfas
- Oued Fodda
- Ghrib
- Bou-Hanifia
- Tichy Haf
- Derdeur-Staudamm
- Djorf Torba
- Beni Bahdel
- Meffrouch
Argentinien
- Frías-Talsperre
- Pati
- Chapetón
- Yacyreta-Apipe (mit Paraguay)
Australien
- 75-Miles Dam
- Briseis-Talsperre
- Dungowan Dam
- Gold Creek Dam
- Harvey Dam
- Lower Stony Creek Dam
- Victoria Dam
Belgien
- Wesertalsperre
- Gileppe-Talsperre
- Bütgenbacher Talsperre
- Robertviller Talsperre
Bosnien und Herzegowina
- Buško jezero (Buschko-See)
- Mratinje
Brasilien
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China
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Costa Rica
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Deutschland
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Frankreich
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