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Gioacchino Rossini

Gioacchino Rossini

Gioacchino Antonio Rossini (
- 29. Februar 1792 in Pesaro; † 13. November 1868 in Passy) war ein italienischer Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto. Seine Opern Der Barbier von Sevilla und La Cenerentola (Aschenputtel) gehören zum weltweiten Standardrepertoire der Opernhäuser.

Leben

Eigentlich wurde der Sohn eines Hornisten und einer Sängerin noch am Tag seiner Geburt in Pesaro auf den Namen Giovacchino getauft, doch bekannt wurde sein Name ohne 'v', und Rossini selbst schrieb ihn sogar noch kürzer als Gioachino. Als Kind lernte er, Violine und Cembalo zu spielen, außerdem hatte er eine gute Gesangsstimme. Seine Mutter lehnte jedoch energisch den Vorschlag ihres Bruders ab, seine Sopranstimme als Sängerkastrat zu bewahren - wofür ihr Rossini später verständlicherweise dankbar war. Im Alter von 14 Jahren wechselte er aufs Konservatorium in Bologna und erhielt dort Unterricht in Komposition sowie Cello und Klavier. Vier Jahre später machte er seinen Abschluss und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine erste Oper sowie einige weitere Stücke komponiert. Oper] In den folgenden Jahren schrieb Rossini mehrere Opern, die jedoch nicht sonderlich bekannt wurden. Erst mit Tankred komponierte er 1813 seine erste wirklich erfolgreiche Oper. Nach einigen weiteren Opernkompositionen, darunter Die Italienerin in Algier, für verschiedene Opernhäuser in Italien wurde er 1815 Leiter der beiden Opernhäuser in Neapel. Er war dabei zwar vertraglich verpflichtet, für jedes der beiden Häuser eine Oper pro Jahr zu schreiben, konnte daneben aber auch für andere Städte tätig sein. Nicht alle seine Opern wurden gleich von Anfang gefeiert: Die Uraufführungen von Il Barbiere di Siviglia und La Cenerentola in Rom waren kein großer Erfolg, erst durch spätere Inszenierungen wurden die Werke beliebt. In Neapel lernte Rossini Isabella Colbran, eine Opernsängerin, kennen, mit der er von 1823 bis zur Scheidung 1836 verheiratet war. Nach einem fünfmonatigen Aufenthalt in London, wo er am King's Theatre tätig war und mit 7000 Pfund großzügig entlohnt worden war, nahm er 1824 den Posten des Leiters der italienischen Oper in Paris an. Zwei Jahre später wurde er königlicher Hofkomponist und Generalinspekteur des Gesangs in Frankreich. 1829 schrieb Rossini mit Wilhelm Tell die letzte Oper seines Lebens. Insgesamt hatte er in zwei Jahrzehnten 39 Opern verfasst. In dieser Zeit hatte er sich seinen Ruf als Meister der Opera buffa, der komischen Oper, erworben, obwohl er auch ernste Opern komponiert hatte. Das Jahr 1830 brachte für Rossini den Verlust seiner Ämter, da der französische König im Verlauf der Julirevolution abdanken musste. Es gelang Rossini jedoch, gerichtlich eine lebenslange Rente durchzusetzen. Julirevolution] Von 1836 bis 1848 wirkte Rossini in Bologna als Direktor des Musiklyzeums. Er war auch weiterhin als Komponist tätig, widmete sich aber mehr der geistlichen und der Kammermusik. In dieser Zeit (1846) heiratete er auch seine zweite Frau, die Französin Olympe Pélissier; diese Ehe hielt bis zu seinem Tod. Wegen politischer Unruhen in Bologna floh Rossini 1848 nach Florenz. 1855 zog er erneut nach Paris und lebte dort für den Rest seines Lebens. Zu den bekannten Werken nach seiner Zeit als Opernkomponist zählen Stabat mater und Petite Messe Solennelle, die trotz ihres Namens (kleine Messe) ein immerhin 90-minütiges Werk ist. Rossinis Kompositionen sind bekannt für ihren Witz, und auch die Titel einiger seiner Péchés de vieillesse (Alterssünden), eine Sammlung kleinerer Kompositionen, zeugen vom Humor Rossinis, unter anderem Gefolterter Walzer, asthmatische Etüde, chromatischer Drehteller oder Fehlgeburt einer Polka-Mazurka. Rossini litt insbesondere in seiner zweiten Lebenshälfte an Depression, die möglicherweise die Folge einer Gonorrhoe sind, die er sich schon in jungen Jahren zuzog. Er starb an den Folgen einer Darmoperation. Unter dem Eindruck von Rossinis Tod lud Giuseppe Verdi die zwölf bedeutendsten Komponisten Italiens seiner Zeit ein, sich an der Gemeinschaftskomposition einer Totenmesse für Rossini zu beteiligen, die am ersten Todestag aufgeführt werden sollte. Die Messa per Rossini wurde 1869 fertiggestellt, eine Aufführung kam jedoch wegen widriger Umstände nicht zustande. Die Gemeinschaftskomposition wurde erstmals 1988 posthum aufgeführt. Verdi übernahm seinen eigenen Beitrag, das abschließende Libera me, als Keimzelle für die Komposition seines eigenen Requiems.

Werke

Opern


- Demetrius und Polybius (Demetrio e Polibio)
- Der Heiratswechsel (La cambiale di matrimonio); (1810)
- Durch List zum Ziel (L'equivoco stravagante)
- Der geglückte Betrug (L'inganno felice); (1812)
- Cyrus in Babylonien (Ciro in Babilonia, ossia La caduta di Baldassare); (1812)
- Die seidene Leiter (La scala di seta); (1812)
- Die Liebesprobe (La pietra del paragone); (1812)
- Gelegenheit macht Diebe (L'occasione fa il ladro); (1812)
- Signor Bruschino oder Der im Glücksspiel gewonnene Sohn (Il Signor Bruschino, ossia Il figlio per azzardo); (1813)
- Tankred (Tancredi); (1813)
- Die Italienierin in Algier (L'italiana in Algeri); (1813)
- Aurelian in Palmyr (Aureliano in Palmira); (1813)
- Der Türke in Italien (Il turco in Italia); (1814)
- Siegesmund (Sigismondo); (1814)
- Elisabeth, die Königin von England (Elisabetta, regina d'Inghilterra)
- Torvaldo und Dorliska (Torvaldo e Dorliska); (1815)
- Der Barbier von Sevilla (Il Barbiere di Siviglia); (1816)
- Die Zeitung (La gazzetta); (1816)
- Othello oder Der Mohr von Venedig (Otello, ossia Il moro di Venezia); (1816)
- Aschenputtel (La Cenerentola, ossia La bonta in trionfo); (1817)
- Die diebische Elster (La gazza ladra); (1817)
- Armide (Armida); (1817)
- Adelaide von Burgund (Adelaide di Borgogna); (1817)
- Moses in Ägypten (Mosè in Egitto); (1818)
- Adina oder Der Kalif von Bagdad (Adina, o Il califfo di Bagdad); (1818)
- Ricciardo e Zoraide (Ricciardo e Zoraide); (1818)
- Ermione; (1819)
- Eduard und Christine (Eduardo e Cristina); (1819)
- Die Dame vom See (La donna del lago); (1819)
- Bianca e Falliero (Bianca e Falliero, o sia Il consiglio dei Tre Maometto); (1819)
- Maometto secondo (Mohammed der Zweite); (1820)
- Mathilde von Shabran (II Matilde (di) Shabran, o sia Bellezza, e cuor di ferro); (1821)
- Zelmira (Zelmira); (1822)
- Semiramis (Semiramide); (1823)
- Die Reise nach Reims oder Das Hotel zur goldenen Lilie (Il viaggio a Reims, ossia L'albergo del giglio d'oro); (1825)
- Die Belagerung von Korinth (Le siege de Corinthe); (1826)
- Moses und Pharao oder Die Durchquerung des Roten Meeres (Moise et Pharaon, ou Le passage de la Mer Rouge); (1827)
- Graf Ory (Le Comte Ory); (1828)
- Wilhelm Tell (Guillaume Tell); (1829)

Andere Werke (Auswahl)


- Stabat mater (1832/42)
- Petite Messe Solennelle (1863)
- Messa di Gloria (1820)
- Messa di Bologna
- Péchés de vieillesse (Alterssünden)
- Le petitte Riens

Literatur


- Stendhal: Vie de Rossini. 1824 (deutsch: Athenäum, Frankfurt 1988 ISBN 3-610-08472-3)
- Richard Osborne: Rossini. Leben und Werk. Droemer Knaur, München 1992 ISBN 3-426-02421-7
- Volker Scherliess: Gioacchino Rossini. Rowohlt, Reinbek 1991 ISBN 3-499-50476-6

Weblinks


-
-
- [http://www.rossinigesellschaft.de/ Deutsche Rossini-Gesellschaft] Rossini, Gioacchino Rossini, Gioacchino Rossini, Gioacchino Rossini, Gio Rossini, Gio ja:ジョアッキーノ・アントニオ・ロッシーニ

1792

Ereignisse


- 24. März: Alessandro Volta beginnt seine Experimente zu den Entdeckungen von Luigi Aloisio Galvani und diese führen zur Hypothese der Berührungselektrizität
- 20. April: Beginn des 1. Koalitionskrieges der verbündeten Monarchien Österreich und Preußen gegen das revolutionäre Frankreich
- 18. Mai: USA: Die Börse von New York wird gegründet
- 10. August: Frankreich. Die Sansculotten erstürmten die Tuilerien und setzten den König Ludwig XVI. gefangen
- 20. September: Kanonade von Valmy, erste Niederlage Österreichs und Preußens gegen die französische Revolutionsarmee
- 21. September: Frankreich. Beschluss über die Abschaffung der Monarchie. Frankreich wird eine Republik
- 22. September: Frankreich. Ausrufung des „Année Première“, dem Jahr Eins der Republik
- 21. Oktober: Kapitulation der Festung Mainz vor den französischen Revolutionstruppen
- Frankreich: Javellewasser wird fabrikmäßig hergestellt
- Dänemark. Verbot des Sklavenhandels

Kultur


- 19. Mai: Uraufführung der Komödie Les Deux Sous-lieutenants ou Le Concert interrompu von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 4. November: Uraufführung der Oper Elfrida von Giovanni Pacini am Teatro San Carlo in Neapel

Geboren


- 8. Januar: Lowell Mason, US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge († 1872
- 12. Januar: Johan August Arfvedson, schwedischer Chemiker († 1841)
- 24. Januar: Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg, preußischer General und Staatsmann († 1850)
- 1. Februar: Johann Friedrich Dieffenbach, deutscher Mediziner und Chirurg († 1847)
- 14. Februar: Friedrich Landolin Karl Freiherr von Blittersdorf, badischer Beamter († 1861)
- 28. Februar: Karl Ernst von Baer, estnischer Naturforscher († 1876)
- 29. Februar: Gioacchino Antonio Rossini, italienischer Komponist († 1868)
- 7. März: John Herschel, englischer Astronom († 1871)
- 11. März: Natale Abbadia, italienischer Komponist und Gesangslehrer († 1861)
- 14. März: Friedrich Stapß, deutscher Attentäter († 1809)
- 18. März: António José de Sousa Manoel de Menezes Severim de Noronha, portugiesischer Staatsmann und General († 1860)
- 21. März: Gustav Adolf Harald Stenzel, deutscher Geschichtsforscher († 1854)
- 14. April: Friedrich Bruckbräu, deutscher Schriftsteller und Übersetzer († 1874)
- 22. April: Wilhelm Stern, deutscher Pädagoge († 1873)
- 7. Mai: Blasius Höfel, österreichischer Kupferstecher († 1863)
- 13. Mai: Giovanni Maria Mastai-Ferretti, Papst von 1846 bis 1878 († 1878)
- 13. Mai: Pius IX., Papst ab 1846 († 1878)
- 21. Mai: Gaspard Gustave de Coriolis, französischer Mathematiker († 1843)
- 25. Mai: Hans Georg Meyer, königlicher hannoverscher Generalleutnant († 1863)
- 30. Mai: Karl Bernhard zu Sachsen-Weimar-Eisenach, königlich niederländischer General († 1862)
- 16. Juni: Thomas Livingstone Mitchell, britischer Forscher († 1855)
- 19. Juni: Gustav Schwab, deutscher Schriftsteller († 1850)
- 8. Juli: Therese von Sachsen-Hildburghausen
- 10. Juli: Frederick Marryat, englischer Marineoffizier und Schriftsteller († 1848)
- 4. August: Percy Bysshe Shelley, britischer Schriftsteller († 1822)
- 19. August: Edward Hincks, irischer Assyriologe und einer der frühesten Entzifferer der Keilschrift († 1866)
- 24. August: Joaquim António de Aguiar, portugiesischer Politiker († 1884)
- 5. September: Andrés de Santa Cruz, Präsident von Peru und Bolivien
- 21. September: Johann Peter Eckermann, deutscher Dichter († 1854)
- 27. September: George Cruikshank, britischer Karikaturist († 1878)
- 3. Oktober: Francisco Morazán, Präsident der Zentralamerikanischen Föderation († 1842)
- 17. Oktober: John Bowring, britischer Staatsmann, Reisender und Schriftsteller († 1872)
- 20. Oktober: Colin Campbell, Britischer Feldmarschall († 1863)
- 20. November: Nikolai Iwanowitsch Lobatschewski, russischer Mathematiker († 1856)
- 6. Dezember: Wilhelm II. (Niederlande)
- 10. Dezember: Friedrich von Gärtner, deutscher Baumeister († 1847)
- 26. Dezember: Charles Babbage, britischer Erfinder und Mathematiker († 1871)

Gestorben


- 23. Februar: Joshua Reynolds, britischer Maler (
- 1723)
- 1. März: Leopold II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (
- 1747)
- 29. März: Gustav III., König von Schweden (ermordet) (
- 1746)
- 21. April: Tiradentes, Verschwörer gegen die portugiesische Kolonialmacht in Minas Gerais und ist heute Nationalheld Brasiliens (
- 1746)
- 30. April: John Montagu, 4. Earl of Sandwich, britischer Diplomat und Staatsmann (
- 1718)
- 24. Mai: Jakob Michael Reinhold Lenz, deutscher Schriftsteller des Sturm und Drang (
- 1751)
- 4. Juni: Jakob Michael Reinhold Lenz, deutscher Schriftsteller (
- 1751)
- 4. Juni: John Burgoyne, englischer General und Schriftsteller (
- 1722)
- 3. Juli: Ferdinand von Braunschweig, preußischer Generalfeldmarschall (
- 1721)
- 18. Juli: John Paul Jones, Pirat, Seeheld, Marinepionier und Freiheitskämpfer im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (
- 1747)
- 29. Juli: René-Nicolas-Charles-Augustin de Maupeou, war Kanzler von Frankreich (
- 1714)
- 31. Juli: Jürgen Christian Findorff, Moorkolonisator (
- 1720)
- 3. August: Richard Arkwright, britischer Industrieller und Erfinder (
- 1732)
- 5. August: Lord North, Premierminister von Großbritannien (
- 1732)
- 18. September: Georg Browne, russischer Feldmarschall (
- 1698)
- 7. Oktober: George Mason, US-amerikanischer Politiker und „Verfassungsvater“ (
- 1725)
- 1. Dezember: Ernst Wilhelm Wolf, deutscher Konzertmeister und Komponist (
- 1735)
- 12. Dezember: Denis Iwanowitsch Fonwisin, russischer Satiriker und Komödiendichter (
- 1745)
- 15. Dezember: Joseph Martin Kraus, deutscher Komponist und Kapellmeister (
- 1756) ko:1792년 simple:1792 th:พ.ศ. 2335

13. November

Der 13. November ist der 317. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 318. in Schaltjahren) - somit bleiben 48 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 1002 - Der englische König Aethelred II. gibt den Befehl alle Dänen im Reich zu töten, um einen angeblichen Volksaufstand zu verhindern.
- 1244 - Durch ein von Erzbischof Siegfried III. von Eppstein verliehenes Stadtprivileg wird Mainz zur Freien Stadt.
- 1805 - Einnahme Wiens: Napoléons Truppen können im Rahmen der Koalitionskriege kampflos in die Stadt einrücken.
- 1945 - Charles de Gaulle wird von der französischen Nationalversammlung zum Ministerpräsidenten gewählt.
- 1945 - Mit dem Bayrischen Tag in Bamberg erscheint letztmals im besetzten Deutschland eine US-amerikanische Armeegruppenzeitung.
- 1945 - Panama und Äthiopien werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 1946 - Bolivien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1956 - Der Oberste Gerichtshof der USA erklärt Gesetze, mit denen eine Rassentrennung in öffentlichen Nahverkehrsmitteln angeordnet wurde, für verfassungswidrig.
- 1974 - Jassir Arafat, damals Chef der palästinenschen Widerstandsorganisation PLO, fordert bei der UNO Freiheit für sein Land und spricht sich gegen den Zionismus aus.
- 1981 - Der Schauspieler Karlheinz Böhm gründet die Hilfsorganisation Menschen für Menschen.
- 1989 - Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein wird Staatsoberhaupt von Liechtenstein.
- 1989 - Die Volkskammer wählt – erstmals in geheimer Abstimmung – Günther Maleuda zu ihrem Präsidenten und Hans Modrow zum Ministerpräsidenten der DDR. Bei Erich Mielkes Rechtfertigungsrede fallen die berühmt gewordenen Worte „Ich liebe ... ich liebe doch alle ... alle Menschen“.
- 1994 - Die Schweden entscheiden sich in einem landesweiten Referendum mit 52% für den Beitritt zur EU.
- 1998 - Der Bundestag beschließt den Bundeswehreinsatz zur Nato-Luftüberwachung im Kosovo-Krieg.
- 1998 - PKK-Chef Abdullah Öcalan wird in Rom festgenommen.
- 2000 - Finnland wird Mitglied der WEAG (Western European Armament Group)
- 2004 - US-Außenminister Colin Powell, Landwirtschaftsministerin Ann Veneman, Energieminister Spencer Abraham und Bildungsminister Rod Paige reichen ihre Rücktrittschreiben ein und machen somit den Weg frei für eine erste Regierungsumbildung nach dem Wahlsieg von George W. Bush.

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik


- 1907 - Paul Cornu startet den ersten Hubschrauber.
- 1971 - Die US-amerikanische Raumsonde Mariner 9 erreicht den Planeten Mars und schwenkt als erste irdische Sonde überhaupt in die Umlaufbahn eines anderen Planeten ein.
- 1989 - Das Europäische Kernforschungslabor CERN bei Genf eröffnet den mit einem Umfang von 27 Kilometern größten Teilchenbeschleuniger der Welt.
- 1990 - Einen Tag nach Tim Berners-Lees und Robert Cailliaus Konzept für ein weltweites Hypertext-Projekt wird die erste Webseite veröffentlicht.

Kultur


- 1843 - Uraufführung der Oper Dom Sébastien de Portugal von Gaetano Donizetti an der Grand Opéra Paris.
- 1894 - Uraufführung der Oper Ingwelde von Max von Schillings am Hoftheater in Karlsruhe.
- 1925 - Eröffnung der ersten Surrealismus-Ausstellung in Paris mit Werken von Pablo Picasso, Man Ray, Hans Arp, Paul Klee, Max Ernst, Giorgio de Chirico, André Masson, Joan Miró und Pierre Roy.
- 1928 - Der Regisseur Max Reinhardt gründet in Schönbrunn eine Schauspielschule, das Max-Reinhardt-Seminar.
- 1931 - Uraufführung der Oper Friedemann Bach von Paul Graener in Schwerin.
- 1943 - Der 25-jährige Leonard Bernstein leitet als Ersatz für den erkrankten Maestro ein Konzert der New Yorker Philharmoniker und beginnt damit seine Weltkarriere.
- 1973 - Das Musical Gigi von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner wird im Uris Theatre in New York City uraufgeführt.

Religion

Katastrophen


- 1985 - Vulkanausbruch: Ein Lahar des Nevado del Ruiz verwüstet die kolumbianische Stadt Armero und kostet mindestens 20.000 Einwohnern das Leben.
- 2002 - Vor der galicischen Küste sinkt der Öltanker Prestige; dies verursacht eine Ölpest, von der große Teile der spanischen Atlantikküste betroffen sind.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1992 - Riddick Bowe gewinnt seinen Boxkampf gegen Evander Holyfield im Thomas & Mack Center (Las Vegas) durch Sieg nach Punkten - und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht.
- 1999 - Lennox Lewis gewinnt seinen Boxkampf gegen Evander Holyfield im Thomas & Mack Center durch Sieg nach Punkten und wird damit Boxweltmeistertitel im Schwergewicht.

Geboren


- 354 - Augustinus, einer der vier westlichen Kirchenlehrer
- 1312 - Eduard III., König von England
- 1316 - Johann I., Sohn von Ludwig X. von Frankreich
- 1486 - Johannes Eck, katholischer Theologe
- 1493 - Wilhelm IV., Herzog von Bayern (1508-1550)
- 1504 - Philipp I., Landgraf von Hessen
- 1559 - Albrecht VII. von Österreich, Erzherzog von Österreich und Regent der spanischen Niederlande
- 1567 - Moritz von Oranien, Statthalter der Niederlande
- 1572 - Daniel Heider, deutscher Jurist und Rechtshistoriker
- 1595 - Georg Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
- 1689 - Philipp von Zesen, deutscher Barockdichter
- 1699 - Johann Zach, böhmischer Komponist und kurfürstlich mainzischer Hofkapellmeister
- 1715 - Dorothea Christiane Erxleben, erste promovierte deutsche Ärztin
- 1760 - Jiaqing, Chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie)
- 1768 - Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer
- 1782 - Esaias Tegnér, schwedischer Lyriker
- 1782 - Joseph Kornhäusel, österreichischer Architekt
- 1801 - Amalie Auguste, Königin von Sachsen
- 1801 - Elisabeth, Königin von Preußen
- 1811 - Juri Arnold, russischer Komponist
- 1814 - Joseph Hooker, General der Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg
- 1817 - Louis Lefébure-Wely, Organist, Komponist
- 1826 - Charles Frederick Worth, Modemacher, Begründer der Haute Couture
- 1833 - Edwin Booth, US-amerikanischer Schauspieler
- 1838 - Anna Marie Geibelt, Schuf mehrere mildtätige Stiftungen in Pirna
- 1838 - Joseph F. Smith, 6. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
- 1850 - Robert Louis Stevenson, schottischer Schriftsteller
- 1853 - Arnold von Siemens, deutscher Industrieller und der älteste Sohn von Werner von Siemens
- 1854 - George Whitefield Chadwick, US-amerikanischer Komponist
- 1869 - August Heisenberg, deutscher Byzantinist
- 1869 - Helene Stöcker, deutsche Frauenrechtlerin und Pazifistin
- 1874 - Wilhelm Dittmann, deutscher Politiker
- 1874 - Marguerite Long, französische Pianistin
- 1880 - Editha Klipstein, deutsche Schriftstellerin und Journalistin
- 1881 - Rudolf Minger, Schweizer Politiker
- 1882 - Joseph Cardijn, Begründer der internationalen Christlichen Arbeiterjugend
- 1886 - Mary Wigman, deutsche Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin
- 1888 - Leopold Schönbauer, österreichischer Chirurg
- 1890 - Albert Stohr, Bischof von Mainz
- 1892 - Karl Jakob Hirsch, deutscher Künstler und Schriftsteller
- 1893 - Edward Adelbert Doisy, US-amerikanischer Biochemiker
- 1894 - Arthur Nebe, Chef des Reichskriminalpolizeiamtes
- 1894 - August Dresbach, deutscher Politiker und MdB
- 1897 - Martin Gumpert, deutscher-amerikanischer Mediziner und Schriftsteller
- 1904 - Günter Reimann, deutscher Ökonom und Journalist
- 1904 - Peter Graf Yorck von Wartenburg, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1906 - Willibald Kress, deutscher Fußballspieler
- 1911 - Heinz von Foerster, Philosoph
- 1911 - Karl Baur, deutscher Pilot und Ingenieur
- 1913 - Jack Dyer, Fußballspieler Australiens
- 1914 - Paul Lücke, deutscher Politiker und Minister
- 1920 - Lieselotte Berger, deutsche Politikerin
- 1921 - Yoshiro Irino, japanischer Komponist
- 1922 - Oskar Werner, österreichischer Schauspieler und Deklamator
- 1930 - Annemone Haase, deutsche Schauspielerin
- 1933 - Peter Härtling, deutscher Schriftsteller
- 1935 - Hartmut Löwe, deutscher evangelischer Theologe und Militärbischof
- 1935 - Tom Atkins, US-amerikanischer Schauspieler
- 1938 - Jean Seberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 1940 - Rudolf Schwarzkogler, österreichischer Fotograf und Künstler
- 1941 - Eberhard Diepgen, deutscher Politiker
- 1942 - John Paul Hammond, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1942 - Lothar Zagrosek, deutscher Dirigent
- 1943 - Detlev Albers, deutscher Politiker und Politikwissenschaftler
- 1943 - Roberto Boninsegna, italienischer Fußballspieler
- 1944 - Timmy Thomas, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1946 - Ray Wylie Hubbard, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1949 - Terry Reid, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1953 - Frances Conroy, US-Schauspielerin
- 1955 - Whoopi Goldberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 1957 - Stephen Baxter, britischer Autor
- 1958 - Michael Kreißl, österreichischer Politiker
- 1959 - Hari Kostov, Ministerpräsident von Mazedonien
- 1959 - Leo Faltus, österreichischer SW-Trainer
- 1960 - Petra Bierwirth, deutsche Politikerin und MdB
- 1960 - Wayne Parker, kanadischer Musiker
- 1960 - Wolfgang Murnberger, österreichischer Filmregisseur
- 1963 - Kerstin Müller, deutsche Politikerin
- 1969 - Ayaan Hirsi Ali, niederländische Politikerin
- 1971 - Noah Hathaway, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1985 - Mischall El-Madany, Deutsch-palestinensischer Großunternehmer

Gestorben


- 867 - Nikolaus I., der Große, Papst
- 1130 - Adolf I., Graf von Schauenburg und Holstein
- 1093 - Malcolm III., König von Schottland
- 1314 - Albrecht der Entartete, deutscher Graf
- 1460 - Heinrich der Seefahrer, König von Portugal (
- 1394)
- 1726 - Sophie Dorothea, Kurfürstin von Hannover
- 1763 - Joseph-François Dupleix, französischer Kolonialpolitiker (
- 1697)
- 1779 - Thomas Chippendale, britischer Tischler (
- 1718)
- 1849 - William Etty, britischer Maler
- 1868 - Gioacchino Rossini, italienischer Komponist
- 1885 - Anselmo José Braamcamp, Vorsitzender der Progressiven Partei Portugals
- 1897 - Carlos Otto, deutscher Chemiker und Unternehmer
- 1903 - Wilhelm von Polenz, deutscher Schriftsteller
- 1914 - Alfred Lichtwark, deutscher Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge
- 1918 - Paul Wieczorek - erster Kommandeur der Volksmarinedivision
- 1944 - Paul Graener, deutscher Komponist
- 1948 - Alexander Wischnewskij, sowjetischer Chirurg (
- 1874)
- 1951 - Hertha Kräftner, österreichische Schriftstellerin
- 1957 - Antonín Zápotocký, tschechoslowakischer Politiker
- 1964 - Alexander Uriah Boscovich, israelischer Komponist
- 1973 - Elsa Schiaparelli, französische Modeschöpferin
- 1973 - Bruno Maderna, italienischer Komponist und Dirigent
- 1974 - Vittorio De Sica, italienischer Schauspieler und Regisseur
- 1974 - Karen Silkwood, US-amerikanische Gewerkschafterin und Umweltaktivistin
- 1981 - Mestre Pastinha, brasilianischer Sportler
- 1986 - Rudolf Schock, deutscher Tenor
- 1991 - Henryk Borowski, polnischer Schauspieler
- 1992 - Karin Brandauer, österreichische Filmemacherin
- 1998 - Kenny Kirkland, US-amerikanischer Jazz-Pianist
- 2002 - Bill Berry, US-amerikanischer Jazz-Trompeter
- 2002 - Juan Schiaffino, uruguayischer Fußballspieler
- 2004 - John Balance, britischer Musiker
- 2004 - Russell Tyrone Jones aka Ol' Dirty Bastard, US-Rapper
- 2004 - Harry Lampert, US-amerikanischer Comiczeichner („The Flash“)
- 2004 - Carlo Rustichelli, italienischer Filmkomponist (
- 1916)
- 2005 - Eddie Guerrero, amerikanischer Profi-Wrestler (
- 1967)
- 2005 - Vine Deloria Jr., indianischer Autor und Aktivist (
- 1933)

Feiertage und Gedenktage


- katholisch: Nikolaus, Brictius
- Bill, Eugen, Helmut, Karl, Livia, Sieghard, Stanislaus, Traute, Willi, Wim

Siehe auch


- 12. November - 14. November
- 13. Oktober - 13. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1113 ja:11月13日 ko:11월 13일 simple:November 13

1868

Ereignisse

Katastrophen


- 3. April: Erdbeben unbekannter Stärke auf Hawaii, USA. 77 Tote
- 21. Oktober: Erdbeben unbekannter Stärke in Hayward, Kalifornien, USA. 30 Tote

Politik


- 11. Dezember: Unterzeichnung der Petersburger Konvention
- Die USA kapitulieren im Vertrag von Fort Laramie vor verschiedenen Indianer-Stämmen

Wissenschaft und Technik


- James Clerk Maxwell formuliert seine Theorie der elektrischen und magnetischen Felder
- Pierre Janssen und Norman Lockyer finden das Element Helium im Sonnenspektrum (während einer Sonnenfinsternis)
- Gründung der Technische Universität München

Kultur


- 23. März: Gründung der Universität von Kalifornien
- 16. Mai: Uraufführung der Oper Dalibor von Bedrich Smetana in Prag
- 21. Juni: Uraufführung der Oper Die Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner in München
- Krieg und Frieden von Leo Tolstoi erscheint
- Die Tabascosauce wird erfunden
- In Steinfurth wird von Heinrich Schultheis die erste deutsche Rosenbaumschule Deutschlands gegründet

Geboren


- 2. Januar: Noe Schordania, georgischer Premierminister († 1953)
- 3. Januar: Heinrich Brauns, deutscher Zentrums-Politiker († 1938)
- 10. Januar: Oscar Schlitter, deutscher Bankier († 1939)
- 13. Januar: Julian Borchardt, deutscher Journalist († 1932)
- 15. Januar: Otto von Lossow, deutscher General († 1938)
- 19. Januar: Gustav Meyrink, österreichischer Schriftsteller († 1932)
- 20. Januar: Wilhelm Schäfer, deutscher Schriftsteller († 1952)
- 26. Januar: Joseph Hammels, Weihbischof in Köln († 1944)
- 29. Januar: Albin Egger-Lienz, Maler († 1926)
- 31. Januar: Carl Petersen, deutscher Politiker († 1933)
- 31. Januar: Theodore William Richards, US-amerikanischer Chemiker († 1928)
- 5. Februar: Henri Hinrichsen, deutscher Verleger († 1942)
- 20. Februar: Richard Hesse, Zoologe († 1944)
- 23. Februar: W.E.B. Du Bois, schwarzer Bürgerrechtler und Sozialwissenschaftler († 1963)
- 23. Februar: William Edward Burghardt duBois, ghanaischer Politiker und Schriftsteller († 1963)
- 2. März: Edmund Schulthess, Schweizer Politiker († 1944)
- 7. März: Giovanni Giacometti, Schweizer Maler († 1933)
- 15. März: Lida Gustava Heymann, deutsch-schweizerische Frauenrechtlerin († 1943)
- 22. März: Robert Andrews Millikan, US-amerikanischer Physiker († 1953)
- 23. März: Dietrich Eckart, Publizist und väterlicher Freund Adolf Hitlers († 1923)
- 23. März: John Carson (Musiker), Country-Musiker († 1949)
- 25. März: Agnes Karll, Reformerin der deutschen Krankenpflege († 1927)
- 26. März: Fuad I., König von Ägypten († 1936)
- 28. März: Maxim Gorki, russischer Schriftsteller († 1936)
- 30. März: Koloman Moser, österreichischer Maler, Grafiker und Kunsthandwerker († 1918)
- 31. März: Karl Bonhoeffer, deutscher Psychiater und Neurologe († 1948)
- 5. April: Leopold Freund, († 1943)
- 7. April: Federico Caprilli, italienischer Rittmeister († 1907)
- 8. April: Simon Gfeller, Emmentaler Mundartdichter († 1943)
- 10. April: Max Eckert-Greifendorff, deutsche Professor († 1938)
- 14. April: Peter Behrens, deutscher Maler und Architekt († 1940)
- 15. April: Francisco Braga, brasilianischer Komponist († 1945)
- 18. April: Irene von Chavanne, österreichische Alt-Sängerin († 1938)
- 22. April: Friedrich Münzer, klassischer Philologe († 1942)
- 22. April: Friedrich Seetzen, Oberbürgermeister von Wurzen († 1943)
- 26. April: Max Geißler, deutscher Redakteur und Schriftsteller, Literaturwissenschaftler († 1945)
- 28. April: Georgi Feodosjewitsch Woronoi, russischer Mathematiker († 1908)
- 28. April: Hermann Lietz, deutscher Reformpädagoge († 1919)
- 1. Mai: Väinö I., Prinz und Landgraf zu Hessen, König von Finnland († 1940)
- 2. Mai: Robert Williams Wood, US-amerikanischer Experimentalphysiker († 1955)
- 12. Mai: Al Shean, US-amerikanisch-deutscher Komiker († 1949)
- 14. Mai: Magnus Hirschfeld, deutscher Nervenarzt, Sexualforscher († 1935)
- 15. Mai: Karl Lautenschlager, Ehrenbürger und Oberbürgermeister von Stuttgart († 1952)
- 18. Mai: Ludwig Landmann, Politiker, Oberbürgermeister von Frankfurt am Main († 1945)
- 18. Mai: Nikolaus II., letzter russischer Kaiser und Zar († 1918)
- 23. Mai: Harry Graf Kessler, deutscher Kunstsammler, Mäzen, Autor, und Diplomat († 1937)
- 29. Mai: Abdülmecid II., letzter Kalif des Osmanischen Reichs († 1944)
- 5. Juni: James Connolly (Gewerkschafter), irischer Gewerkschafter und Politiker († 1916)
- 6. Juni: Heinrich Held, bayerischer Politiker († 1938)
- 6. Juni: Robert Falcon Scott, britischer Marineoffizier und Polarforscher († 1912)
- 7. Juni: Charles Rennie Mackintosh, schottischer Architekt, Grafiker und Maler († 1928)
- 7. Juni: David Janowski, polnischer Schachspieler († 1927)
- 14. Juni: Karl Landsteiner, österreichischer Bakteriologe und Nobelpreisträger († 1943)
- 15. Juni: Berthold Maurenbrecher, deutscher Philologe und Historiker († 1943)
- 20. Juni: Richard Riemerschmid, deutscher Architekt († 1957)
- 20. Juni: Walter Bloem, deutscher Schriftsteller († 1951)
- 29. Juni: George Ellery Hale, US-amerikanischer Astronom († 1938)
- 2. Juli: Julius Moses, naturheilkundlicher Arzt und Politiker in der Weimarer Republik († 1942)
- 9. Juli: Gustav Noske, deutscher Politiker, Minister in der Weimarer Republik († 1946)
- 12. Juli: Stefan George, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1933)
- 14. Juli: Gertrude Bell, britische Reiseschriftstellerin und Historikerin († 1926)
- 19. Juli: Moritz Heimann, deutscher Schriftsteller und Journalist († 1925)
- 28. Juli: Leonhard Ragaz, Schweizer Theologe († 1945)
- 30. Juli: Alfred Weber, deutscher Soziologe und Nationalökonom († 1958)
- 2. August: Konstantin I., griechischer König († 1923)
- 2. August: Theodor Wolff, deutscher Schriftsteller, Publizist und Kritiker († 1943)
- 6. August: Paul Claudel, französischer Dichter und Diplomat († 1955)
- 7. August: Granville Bantock, englischer Komponist († 1946)
- 10. August: Hugo Eckener, Nachfolger von Ferdinand Graf von Zeppelin († 1954)
- 6. September: Heinrich Häberlin, Schweizer Politiker und Bundesrat († 1947)
- 23. September: Johannes Bell, deutscher Politiker († 1949)
- 7. Oktober: Wladimir Ledóchowski, polnischer Adeliger († 1942)
- 8. Oktober: Max Slevogt, deutscher Maler, Grafiker, Illustrator und Bühnenbildner († 1932)
- 12. Oktober: August Horch, deutscher Maschinenbauingenieur († 1951)
- 14. Oktober: Edith Gräfin Salburg, österreichische Schriftstellerin († 1942)
- 16. Oktober: Franz Xaver Ritter von Epp, († 1946)
- 18. Oktober: Ernst Didring, schwedischer Schriftsteller († 1931)
- 24. Oktober: Alexandra David-Néel, französische Reiseschriftstellerin († 1969)
- 8. November: Felix Hausdorff, deutscher Mathematiker († 1942)
- 14. November: Konrad Biesalski, deutscher Orthopäde († 1930)
- 17. November: Korbinian Brodmann, deutscher Neurologe und Psychiater († 1918)
- 20. November: August Euler, deutscher Flugpionier († 1957)
- 22. November: John Nance Garner, 32. Vizepräsident der USA († 1967)
- 21. November: Peter Friedrich Georg von Holstein-Gottorp, Schwager des russischen Zaren Nikolaus II. († 1924)
- 24. November: Scott Joplin, US-amerikanischer Komponist und Pianist († 1917)
- 25. November: Ernst Ludwig (Hessen), Großherzog von Hessen und bei Rhein († 1937)
- 5. Dezember: Arnold Sommerfeld, deutscher Physiker († 1951)
- 7. Dezember: Theophil Wurm, deutscher Theologe († 1953)
- 9. Dezember: Fritz Haber, deutscher Chemiker und Pionier der chemischen Kriegsführung. († 1934)
- 20. Dezember: Arturo Alessandri Palma, chilenischer Politiker († 1950)
- 22. Dezember: Käthe Paulus, erste deutsche Berufsluftschifferin († 1935)
- 23. Dezember: Rudolf Schwander, Bürgermeister der Stadt Straßburg († 1950)
- 24. Dezember: Emanuel Lasker, deutsch-jüdischer Schachspieler († 1941)
- 24. Dezember: Richard Teichmann, deutscher Schachmeister († 1925)

Gestorben


- 7. Januar: William Batchelder Bradbury, US-amerikanischer Komponist (
- 1816)
- 8. Januar: Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg, preußischer Politiker (
- 1803)
- 23. Januar: Heinrich von Brandt, preußischer General der Infanterie (
- 1789)
- 28. Januar: Adalbert Stifter, österreichischer Schriftsteller (
- 1805)
- 3. Februar: Karl Mathy, Staatsminister in Baden (
- 1807)
- 10. Februar: David Brewster, Schottischer Physiker, Erfinder des Kaleidoskops (
- 1781)
- 11. Februar: Jean Bernard Léon Foucault, französischer Physiker (
- 1819)
- 19. Februar: Venancio Flores, südamerikanischer General
- 29. Februar: Ludwig I., König von Bayern (
- 1786)
- 2. März: Franz Carl Adelbert Eberwein, Musikdirektor und Dirigent an der großherzoglichen Oper in Weimar (
- 1786)
- 28. März: James Thomas Earl of Cardigan, britischer General (
- 1797)
- 31. März: Jacob Ludwig Theodor Reh, deutscher Politiker (
- 1801)
- 3. April: Franz Berwald, schwedischer Komponist und Violinist (
- 1796)
- 4. April: Eduard van der Nüll, österreichischer Architekt (
- 1812)
- 24. April: Franz Haniel, deutscher Unternehmer (
- 1779)
- 22. Mai: Julius Plücker, deutscher Mathematiker und Physiker (
- 1801)
- 23. Mai: Kit Carson, US-amerikanischer Pionier und Grenzer und Entdecker (
- 1809)
- 27. Mai: Georg Egestorff, deutscher Industrieller (
- 1802)
- 1. Juni: James Buchanan, US-amerikanischer Politiker, 15. Präsident der USA (
- 1791)
- 11. Juni: August Sicard von Sicardsburg, österreichischer Architekt (
- 1813)
- 11. Juni: James Brooke, bereiste als Abenteurer die Küstengewässer Nord-Borneos (
- 1803)
- 26. Juni: Johann Nepomuk Zwerger, deutscher Bildhauer (
- 1796)
- 15. Juli: William Thomas Green Morton, US-amerikanischer Arzt, Wegbereiter der Anästhesie (
- 1819)
- 18. Juli: Emanuel Leutze, US-amerikanischer Maler (
- 1824)
- 20. Juli: Johann Friedrich Kittl, tschechischer Komponist (
- 1806)
- 29. Juli: Albrecht Theodor Middeldorpf, Mediziner, Begründer der Galvanokaustik (
- 1824)
- 30. Juli: Michael Tompa, ungarischer Dichter (
- 1819)
- 21. August: Karl Immanuel Nitzsch, Theologe (
- 1787)
- 25. August: Charlotte Birch-Pfeiffer, deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin (
- 1800)
- 25. August: Jacob van Lennep, niederländischer Schriftsteller (
- 1802)
- 27. August: Franz Xaver Schnyder von Wartensee, Schweizer Komponist und Musikautor (
- 1786)
- 29. August: Christian Friedrich Schönbein, deutsch-schweizerischer Chemiker (
- 1799)
- 4. September: Eduard Friedrich Poeppig, deutscher Forschungsreisender (
- 1798)
- 26. September: August Ferdinand Möbius, deutscher Astronom und Mathematiker (
- 1790)
- 2. Oktober: François-Christophe-Edouard Kellermann, französischer Staatsmann und Diplomat (
- 1802)
- 17. Oktober: Laura Secord, kanadische Nationalheldin des Krieges von 1812 (
- 1775)
- 18. Oktober: Rama IV., König von Siam (
- 1804)
- 26. Oktober: Wilhelm Griesinger, deutscher Psychiater und Internist (
- 1817)
- 9. November: John Mercer Johnson, englisch-kanadischer Politiker (
- 1818)
- 13. November: Gioacchino Rossini, italienischer Komponist (
- 1792)
- 30. November: August Theodor Blanche, schwedischer Schriftsteller (
- 1811)
- 3. Dezember: Wilhelm Adolf Lette, deutscher Sozialpolitiker und Jurist (
- 1799)
- 6. Dezember: August Schleicher, deutscher Sprachwissenschaftler (
- 1821)
- 13. Dezember: Carl Friedrich Philipp von Martius, deutscher Naturforscher, Botaniker und Ethnograph (
- 1794)
- 25. Dezember: Linus Yale, US-amerikanischer Erfinder (Zylinderschloss) (
- 1821)

Staatsoberhäupter

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Jakob Dubs, Bundespräsident der Schweiz, (1868) ko:1868년 th:พ.ศ. 2411

Italien

Italien (italienisch Italia) ist ein Staat in Europa am Mittelmeer. Angrenzende Staaten sind Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien, sowie die Enklaven San Marino und die Vatikanstadt (in Rom). Zu Italien gehören die Mittelmeer-Inseln Sizilien, Sardinien und Elba. Italien ist unter anderem bekannt für seine Küche, Mode- und Designerartikel, Bekleidungsindustrie, Architektur, Kunst, Musik und Touristenziele.

Geografie

Die Form des Landes erinnert an die eines Stiefels. Diese Halbinsel wird vom einem Gebirgszug, dem Appenin, in der Längsachse durchzogen. Im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden u. a. die Italienische Riviera in Ligurien, die Etruskische Riviera in der Toskana sowie der Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die Italienische Adriaküste bezeichnet. Siehe auch Riviera. Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien. Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane: der Ätna und der Stromboli (und weitere kleinere um Sizilien herum). Neben der Hauptstadt Rom sind die bedeutendsten Städte Mailand, Neapel, Genua, Turin, Venedig, Bologna, Florenz, Bari, Catania und Palermo. Der höchster Berg Italiens ist der Mont Blanc de Courmayeur 4.748 m.

Bevölkerung

Italien hat eine Einwohnerzahl von 58.462.375 Einwohnern und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 22, innerhalb der Europäischen Union liegt das Land auf dem 4. Rang hinter Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Stadt- und Landbevölkerung

Rund 67% der Einwohner Italiens, vornehmlich im Norden, leben in Städten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Abwanderung aus den unterentwickelten Landregionen in die Städte (Landflucht). Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und Kleinstädte umgekehrt.

Größte Städte

(Einwohner 31. Dezember 2004)

- Rom - 2.553.873
- Mailand - 1.299.439
- Neapel - 995.171
- Turin - 902.255
- Palermo - 675.277
- Genua - 605.084
- Bologna - 374.425
- Florenz - 368.059
- Bari - 328.458
- Catania - 305.773
- Venedig - 271.251
- Verona - 259.068
- Messina - 247.592
- Padua - 210.821
- Triest - 207.069
- Tarent - 201.349 (Stand 2001)
- Brescia - 192.164
- Reggio di Calabria - 183.041
- Prato - 180.674
- Modena - 180.110
- Parma - 174.471
- Cagliari - 161.465

- Perugia - 157.842
- Livorno - 155.986
- Reggio nell'Emilia - 155.191
- Foggia - 154.780
- Ravenna - 146.989
- Salerno - 135.818
- Rimini - 134.700
- Ferrara - 131.907
- Sassari - 124.929
- Siracusa - 123.332
- Pescara - 122.577
- Monza - 122.263
- Bergamo - 116.510
- Vicenza - 113.483
- Latina - 111.946
- Forli - 111.495
- Trient - 110.142
- Terni - 108.999
- Giugliano in Campania - 105.951
- Novara - 102.746
- Ancona - 101.797

Lebenserwartung

Italien ist nach Japan das Land mit der höchsten Lebenserwartung der Welt. Sie beträgt bei Männern 78 Jahre, bei Frauen rund 83. Rund 19 % der Italiener sind älter als 65 Jahre. Die Italiener führen somit in Europa vor den Griechen und den Schweden die Liste der "langlebigsten" Bevölkerung an. Als Grund wird häufig die italienische Küche, also die mediterrane Ernährung,angeführt.

Religiöse Zugehörigkeit

Mit 83,2 % Katholiken und 16,2 % Konfessionslosen ist Italien ein katholisch geprägtes Land. Nur 0,6 % der Einwohner gehören anderen Religionen an, darunter 231.226 Zeugen Jehovas und 35.000 Juden sowie Protestanten und Muslime. Die Katholische Kirche ist traditionell sehr stark in Italien, was sich in einer hohen Zahl an Priestern (25,823) und Kardinälen (38) wiederspiegelt [http://www.nationmaster.com/red/country/it/Religion&b_cite=1].

Sprachen

Neben der Amtssprache Italienisch gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch. Darüber hinaus stehen weitere Minderheitensprachen unter besonderem Schutz (durch die Verfassung und ein präzisierendes Gesetz aus dem Jahr 1999): Albanisch, Katalanisch, Griechisch, Kroatisch, Franko-Provenzalisch, Furlanisch, Okzitanisch und Sardisch. Zum Teil streben die jeweiligen Gemeinschaften einen Ausbau ihrer Sprache zur Amtssprache an.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Italiens Italien, vor allem Mittel- und Süditalien, ist schon seit der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum und war Zentrum des Römischen Reichs. Nach dem Einfall der Goten zersplitterte das Land in viele kleine Staaten und wurde so zu einem „politischen Spielball“ der umliegenden Großmächte. In der Risorgimento-Epoche, Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde Italien unter Vorherrschaft des Königreichs Piemont-Sardinien, vor allem durch die Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi, zum Königreich Italien vereinigt. Da Italien sich zu Beginn des ersten Weltkriegs aus dem Dreibund gelöst hatte und der Entente beigetreten war, konnte das Königreich auf der Seite der Siegermächte das österreichische Südtirol annektieren. Im Oktober 1922 übernahmen Benito Mussolini und seine Fascii genannten Gefolgsleute durch den Marsch auf Rom die Macht in Italien. Schritt für Schritt wandelte Mussolini das Königreich in einen totalitären Staat um und setzte sich, ähnlich wie später Hitler, selbst als "Duce" an die Spitze von Volk und Staat. Noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges überfiel Italien Abessinien, diese völkerrechtswidrige Besetzung war Teil von Mussolinis erklärtem Ziel, das alte (antike) Römische Reich wieder aufleben zu lassen. Durch verschiedene Abkommen band sich Mussolini an das Deutsche Reich und Adolf Hitler. Schließlich trat Italien auf der Seite der Achsenmächte, nach merklichem Zögerns des Duce, in den Zweiten Weltkrieg ein. Mit dem Rückzug der italienischen Truppen vor den anrückenden Alliierten und dem Sturz der faschistischen Regierung in Rom im Herbst 1943, wechselte Italien die Fronten und erklärte nunmehr seinem vormals Verbündeten den Krieg. Der folgende Einmarsch der deutschen Wehrmacht wurde mit dem Widerstand der Resistenza beantwortet. Als sich die deutschen Verbände im Juni 1944 bis zur „Gotenlinie“ im Apennin zurückzogen und italienische Partisanen ihre Überfälle auf deutsche Soldaten verstärkten, kam es zu Massakern an der Zivilbevölkerung und weiteren schweren Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer. Am 28. April 1945 kapitulierten die Wehrmachtsverbände in Italien vor den Westalliierten . Durch den Frontwechsel blieb Italien nach Kriegsende von größeren Gebietsabtretungen verschont. (Umland von Triest an Jugoslawien bzw. Slowenien und Kroatien, Dodekanes an Griechenland, kleinere Grenzberichtigungen zugunsten von Frankreich). Die jüngste Geschichte Italiens zeichnet sich durch häufige Regierungswechsel und hohe Inflation aus. Italien ist Gründungsmitglied der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (Vorläufer der EU) und hat 2001 seine Währung „Lira” durch den Euro abgelöst.

Politik

Hauptartikel: Italienische Politik Italien ist seit 1946 eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident, das Parlament besteht aus zwei Kammern (Abgeordnetenkammer und Senat), die alle fünf Jahre gewählt werden und absolut gleichberechtigt sind. Regierungschef ist der Ministerpräsident, seit 2001 Silvio Berlusconi. Zudem ist Italien Mitglied in mehreren überstaatlichen Organisationen. Mit dem 4. April 1949 erfolgte der Eintritt in die NATO. Seit dem 14. Dezember 1955 gehört Italien den Vereinten Nationen an. Zudem ist das Land als Gründungsmitglied der Europäischen Union am 1. Januar 1958 ein bedeutender Ansprechpartner in Europa. Siehe auch: Liste der italienischen Premierminister

Schulwesen und Bildung

Hauptartikel: Schulsystem in Italien Das Schulwesen Italiens ist - vor allem im Pflichtschulbereich - durch große Einheitlichkeit gekennzeichnet. Die wesentlichen Bestimmungen für Unterricht und Erziehung sind in Mailand nicht anders als in Palermo. Unterschiede gibt es lediglich im Bereich der beruflichen Bildung, die zum Kompetenzbereich der einzelnen Regionen gehört. Das Schulsystem gliedert sich in folgende drei Bereiche: Kindergarten (scuola dell' infanzia, 3-6), Pflichtschule (scuola elementare, 6-11; scuola media 11-14) , Oberstufe (Liceo: classico, scientifico, linguistico, artistico, economico, tecnologico, musicale, delle scienze umane; 14-19). Die früheren Fachoberschulen (istituti tecnici), die auch schon früher zur allgemeinen Hochschulreife führten, werden in Gymnasien umgewandelt. Italien hat in der Fremdsprachenausbildung in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht: Englisch wird bereits in der Grundschule unterrichtet, eine zweite lebende Fremdsprache kommt in der Sekundarstufe I dazu. Die 5-jährigen Gymnasien sehen daneben i.d.R. Lateinunterricht vor, beim altsprachlichen Liceo Classico kommt noch Griechisch dazu. Die Schulpflicht ist 2004 von 9 Jahren (6-15) auf 12 Jahre (6-18) verlängert worden. Wer bereits nach der 12. Klasse das Gymnasium ohne Abitur (Diploma di Maturitá, 13. Klasse) verlässt, erhält automatisch eine Zugangsberechtigung zu einer Art Fachhochschule. Wer mit 14 nicht auf das Gymnasium gehen will, muss eine Ausbildung an einer regionalen Berufsfachschule machen (die u.U. mit einer Staatsprüfung und dem beruflichen Abitur abgeschlossen werden kann). Nach dem ersten Ausbildungsjahr kann alternativ eine betriebliche Ausbildung durchgeführt werden. Wer vor Vollendung des 18. Lebensjahres einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erreicht, wird von der zwölfjährigen Schul- und Ausbildungspflicht freigestellt.

Gesundheit und Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem in Italien ist wie in GB als nationaler Gesundheitsdienst stukturiert. Die Hausärzte erhalten eine Kopfpauschale für die Patienten, die in einer Liste registriert wurden. Negativ wird die lange Wartezeit auf stationäre Behandlung gesehen. Trotzdem hat die WHO in einem Ranking der Gesundheitssysteme Italien nach Frankreich auf den 2. Platz gestellt. Die statistisch etwas längere Lebenserwartung wird mit einer sog. mediterranen Kost erklärt. Diese enthält z.B. viel Fisch und Olivenöl. Leider ist auch in Italien Übergewichtigkeit auf dem Vormarsch.

Politische Gliederung

WHO Italien ist politisch in 20 Regionen (regioni) mit jeweils eigener Regierung gegliedert, die allerdings weniger Kompetenzen haben als etwa die deutschen Bundesländer oder gar die Schweizer Kantone. Diese Regionen sind in insgesamt 108 Provinzen (province) und diese in Gemeinden unterteilt. Fünf Regionen haben einen Sonderstatus (statuto speciale), das ihnen eine größere Autonomie gewährt; diese sind in der folgenden Liste mit einem Stern markiert.
- Abruzzen (Abruzzo)
- Aostatal (Valle d'Aosta)
-
- Apulien (Puglia)
- Basilikata (Basilicata)
- Emilia-Romagna
- Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia)
-
- Kalabrien (Calabria)
- Kampanien (Campania)
- Latium (Lazio)
- Ligurien (Liguria)
- Lombardei (Lombardia)
- Marken (Marche)
- Molise
- Piemont (Piemonte)
- Sardinien (Sardegna)
-
- Sizilien (Sicilia)
-
- Toskana (Toscana)
- Venetien (Veneto)
- Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige)
-
- Umbrien (Umbria) Siehe: Liste der italienischen Regionen, Liste der italienischen Provinzen

Wirtschaft

Italien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die italienische Wirtschaft ist die sechstgrößte der Welt (2003) und ist bezüglich ihres BIP mit der Frankreichs und Großbritanniens vergleichber. Italien besitzt, bis auf einige Erdgasvorkommen in der Poebene und in der Adria kaum natürliche Ressourcen wie Eisen, Kohle oder Öl. Die Stärke der italienischen Wirtschaft liegt im verarbeitenden Gewerbe, vor allen in kleinen und mittelständischen familiengeführten Unternehmen. Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinenbau, Autos, Chemie, Pharmaprodukte, elektronische Produkte, Mode und Kleidung. Seit 2002 ist der Euro in Italien gesetzliches Zahlungsmittel. Dieser löste die italienische Lira ab. Italien ist mit ca. 52 Millionen Hektolitern der zweitgrößte Weinproduzent der Welt (nach Frankreich, Stand: 2000). Siehe hierzu Weinbau in Italien Zu den wichtigsten italienischen Exportgütern zählen Maschinenbauerzeugnisse, Textilien/Bekleidung, Kraftfahrzeuge und Erzeugnisse der chemischen Industrie Italien hatte bis 1990 einige Atomkraftwerke. Ausgelöst durch die Tschernobyl-Katastrophe führte Italien ab 1987 einen schrittweisen Atomausstieg durch. 1990 wurde das letzte italienische Atomkraftwerk abgeschaltet. Heute importiert Italien seinen Strom überwiegend aus Frankreich und der Schweiz.

Nord-Süd-Gefälle

Charakteristisch für Italien ist die Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden mit seinen großen Wirtschaftzentren und Metropolen Mailand, Turin und Genua verfügt über einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und ist somit wirtschaftlich mit den nördlichen Nachbarländern vergleichbar. Der Süden des Landes, auch Mezzogiorno genannt, ist eine der strukturschwächsten Regionen der EU-15 und ist noch immer stark landwirtschaftlich geprägt. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenraten, die für die Jugend Extreme annimmt, eine erhöhte Kriminalitätsrate und nicht zuletzt das organisierte Verbrechen, das besonders in Kalabrien und auf Sizilien die Macht über viele Wirtschaftszweige ausübt.

Kultur

Italien hat in Europa schon sehr früh eine entscheidende Rolle in Kunst und Kultur gespielt. Die römische Antike war in der Zeit des Römischen Reiches Vorbild aller Bauwerke Europas. Auch im Mittelalter und in der Zeit der Renaissance war Italien das Ausgangsland der europäischen Kunst, Kultur und Forschung. Auf dem Gebiet der Malerei, Bildhauerei und Architektur brachte Italien eine Fülle bedeutender Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Botticelli, Raphael, Fra Angelico