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Giovanni Antonio Viscardi

Giovanni Antonio Viscardi

Giovanni Antonio Viscardi (
- 27. Dezember 1645 in San Vittore9. September 1713 in München) war ein Baumeister des Barock der überwiegend in Bayern arbeitete.

Leben

Bayern Am 27. Dezember 1645 wurde Viscardi in San Vittore bei Roveredo im italienischsprachigen Graubünden, nahe der Tessiner Grenze getauft. Viele seiner Vorfahren wie sein Großvater Giovanni Antonio oder sein Urgroßvater Bartolomeo arbeiten nachweislich seit Mitte des 16. Jahrhunderts als Maurermeister, Stadtwerkmeister oder Baumeister nördlich der Alpen, von Bayern bis in die Steiermark, und gar bis Mainz. Seine Lehrzeit verbrachte er bei seinem Vater Bartolomeo, der im Dienst des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern stand. Als er noch nicht ganz 30 Jahre alt war, half er als Palier des kurfürstlichen bayerischen Hofbaumeisters Enrico Zuccalli beim Umbau der Altöttinger Wallfahrtskirche. Ein Jahr später heiratete er in San Vittore und nahm seine jungen Frau mit nach München wo er 1678 zum bayerischer Hofmaurermeister des Kurfürsten Ferdinand Maria wurde. Trotz anfänglich guter Beziehung zu seinem Vorgesetzten Zuccalli, wurde er aber 1689 nach einem Streit mit dem Oberhofbaumeister entlassen. Seine Stelle erhielt Zuccallis Schwiegersohn Trubillio. In der zweiten Phase seiner Laufbahn erscheint Viscardi weitgehend als freier Architekt und entfaltete eine rege und erfolgreiche Tätigkeit in München und Umgebung. Für die Zisterzienserabtei in Fürstenfeld entwarf er das Klostergebäude (Kloster Fürstenfeld). Auch für zahlreiche andere Ordensgemeinschaften, Adlige und Bürgerliche Auftragsgeber arbeitet Viscardi zu dieser Zeit. Den Münchner Salesianerinnen errichtet er den Neubau des Klosters, für die Benediktiner von Metten baut er die Wallfahrtskirche Loh um, er erstellt in Landshut für die Jesuiten den Bau des Klosters, er erneuert Saal und Kirche des Münchner Jesuitenkollegs St. Michael und erweitert die Klosteranlage der Benediktiner zu Benediktbeuern. Der Bruder des Kurfürsten, Herzog Maximilian Philipp, lässt durch ihn das kleine Schloß zu Türkheim errichten. Graf Haunsperg baut mit ihm Schloß Hofberg bei Landshut. Gräfin Maria Adelheid Theresia von Rivera-Preysing gibt ein Stadthaus in München in Auftrag. Der Geheime Rat von Joner ist der Bauherr des Schlößchens Neuhofen in München-Sendling. Diese Landhäuser und Sommerresidenzen wurden für die weltliche Architektur des bayrischen Spätbarock stilbildend. Das Viscardi-Unternehmen beschäftigt zu dieser Zeit zahlreiche und namhafte Bauleiter, Paliere und nahezu 150 Gesellen. Als Kirchenbaumeister erlangt Antonio Giovanni Viscardi den Höhepunkt seines Wirkens mit dem neuen Jahrhundert. Unter seiner Regie entstehen die Pfarrkirche Steindorf bei Mering und die Prämonstratenser Kirche Neustift bei Freising. Die Jesuitenkirche in Augsburg wird umgebaut und für die neue Abteikirche von Kloster Fürstenfeld wird der Grundstein gelegt und der Bau des Chores begonnen. Dann allerdings wird der Bau mangels Geld alsbald eingestellt. Der Kurfürst war dem Kloster Rückzahlungen schuldig geblieben. Das Hauptwerk dieser Phase aber stellt die Wallfahrtskirche Mariahilf zu Freystadt in der Oberpfalz dar. Als Zentralbau und Kirche vom Typ eines überkuppelten griechischen Kreuzes, welche auch in der Innenausstattung ganz besonders die typische Auffassung Viscardis in Wand- und Säulengestaltung aufweist, zeigt diese Kirche seinen persönlichen Stil am deutlichsten. Nach der Entlassung Zuccallis wurde Viscardi 1706 zum Oberhofbaumeister am bayerischen Hof und im Jahre 1713 sogar noch zum kaiserlicher Hofober- und Landbaumeister ernannt. Neben der Vollendung seiner zahlreichen Bauten, vor allem auch der Bürgersaalkirche in der Münchner Neuhauserstraße, steht als künstlerischer Höhepunkt fast am Ende seines Lebens der Bau der Münchner Dreifaltigkeitskirche in der heutigen Pacellistraße, deren Fassade von Viscardis Biograph Karl Ludwig Lippert als "Kabinettstück persönlicher Gestaltung" gewertet wird und als "eines der interessantesten und reizvollsten Stücke des Münchner Barocks" gilt. Giovanni Antonio Viscardi stirbt am 9. September 1713 in München. Viscardi, Giovanni Antonio Viscardi, Giovanni Antonio Viscardi, Giovanni Antonio Viscardi, Giovanni Antonio Viscardi, Giovanni Antonio

27. Dezember

Der 27. Dezember ist der 361. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 362. in Schaltjahren) - somit bleiben 4 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1253 - Wilhelm von Rubruk erreicht die Mongolenhauptstadt Karakorum
- 1831 - Charles Darwin geht zu seiner historischen Reise an Bord der HMS Beagle.
- 1904 - Peter Pan wird in London von James Matthew Barrie uraufgeführt.
- 1945 - Belgien wird Mitglied der Vereinten Nationen
- 1945 - Korea wird in Nord- und Südkorea geteilt.
- 1949 - Indonesien erlangt die Unabhängigkeit von den Niederlanden.
- 1960 - Die Beatles haben in Liverpool ihren ersten Auftritt.
- 1978 - Spanien: Die neue Verfassung tritt in Kraft, Spanien wird eine Demokratie.
- 1979 - Sowjetische Truppen marschieren in Afghanistan ein und richten den Präsidenten Hafizullah Amin hin.
- 1982 - Das Magazin "Time" wählt den Computer zum "Mann des Jahres".
- 1985 - Bei einem Terroranschlag am Flughafen Wien-Schwechat werden drei vor dem Schalter der israelischen Fluggesellschaft El Al wartende Passagiere getötet und mehr als dreißig teils schwer verletzt.
- 1997 - Oman: Einführung des Omanischen Rates
- 2001 - Wahlen in Sambia

Kultur


- 1696 - Uraufführung der Oper Il trionfo di Camilla regina de Volsci von Giovanni Bononcini am Teatro San Bartolomeo in Neapel.
- 1778 - Uraufführung der Oper La scola de' gelosi von Antonio Salieri am Teatro San Moisè in Venedig.
- 1857 - Uraufführung der Oper Pianella von Friedrich von Flotow in Schwerin.

Wissenschaft/Forschung


- 1946 - Albert Einstein stellt seine Gravitationstheorie vor
- 1968 - Landung von Apollo 8

Wirtschaft


- 1945 - Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF).
- 1989 - Verabschiedung des Programms zur Wirtschaftsreform in Polen

Katastrophen


- 1836 - Die bisher schlimmste Lawine in England geht bei Lewis (Sussex) nieder und tötet 8 Menschen.
- 2000 - In Grosny werden bei einem Bombenanschlag 83 Menschen getötet.

Geboren


- 1350 - Johann I. (Aragón), König von Aragón
- 1459 - Johann I. (Polen), König von Polen (1492-1501)
- 1555 - Johann Arndt, deutscher Theologe
- 1566 - Jan Jessenius, Mediziner, Politiker und Philosoph
- 1571 - Johannes Kepler, deutscher Mathematiker, Astronom, Astrologe und Optiker
- 1645 - Giovanni Antonio Viscardi, italienischer Baumeister des Barock
- 1654 - Jakob Bernoulli, schweizer Mathematiker
- 1689 - Jacob August Franckenstein, Hauptredakteur der Bände 1 und 2 von Zedlers Großem vollständigen Universallexikon aller Wissenschaften und Künste von 1732
- 1717 - Pius VI., Papst von 1775 bis 1799
- 1721 - Franz Hemsterhuis, niederländischer Philosoph
- 1755 - Anton (Sachsen), König von Sachsen
- 1761 - Michael Andreas Barclay de Tolly, russischer General und Kriegsminister
- 1765 - Adam Lux, deutscher Revolutionär
- 1770 - Carl Weisflog, deutscher Schriftsteller
- 1773 - George Cayley, Erfinder der Wissenschaft des Fluges
- 1777 - Karl Bertuch, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1793 - Alexander Gordon Laing, britischer Afrikaforscher
- 1797 - Manuela Sáenz, Südamerikanische Freiheitskämpferin
- 1799 - Estébanez Calderón, spanischer Schriftsteller
- 1802 - August Riedel, deutscher Maler
- 1806 - Ramón Cabrera y Griño, Heerführer der spanischen Karlisten
- 1807 - Gerhard August von Witzleben, preußischer Generalleutnant und Militärschriftsteller
- 1822 - Louis Pasteur, französischer Mikrobiologe (Pasteurisierung)
- 1824 - Mackenzie Bowell, kanadischer Politiker
- 1829 - Albrecht Ohly, erster hauptamtlicher Bürgermeister von Darmstadt (1874-1891)
- 1831 - Karl von Brandenstein, preußischer General
- 1841 - Philipp Spitta (Musikwissenschaftler), Musikwissenschaftler und Bachbiograph
- 1856 - André Gédalge, französischer Musikpädagoge und Komponist
- 1857 - Friedrich August Emil Heuer, Karosseriebauer (Automobil & Kutschen)
- 1858 - Juan Luis Sanfuentes Andonaegui, Präsident von Chile
- 1860 - William Bates, US-amerikanischer Augenarzt
- 1867 - Fredrik Stang (Sohn), norwegischer konservativer Politiker und Jurist
- 1867 - Léon Delacroix, belgischer Jurist und Politiker
- 1880 - Theodor Litt, Pädagoge, Philosoph
- 1881 - Kurt Beyer, deutscher Bauingenieur und Professor
- 1882 - Alexander Rueb, niederländischer Schachfunktionär, Präsident der FIDE
- 1888 - Thea von Harbou, deutsche Drehbuchautorin
- 1889 - Lino Salini, Frankfurter Maler, Zeichner und Karikaturist
- 1890 - Emil Dovifat, deutscher Publizistikwissenschaftler und Universitätsprofessor
- 1892 - Walther Kühn, deutscher Politiker
- 1896 - Carl Zuckmayer, deutscher Schriftsteller (Der Hauptmann von Köpenick)
- 1896 - Louis Bromfield, US-amerikanischer Schriftsteller (Pulitzer-Preis 1927)
- 1896 - Maurice Dewaele, belgischer Radrennfahrer
- 1896 - Wilhelm Käber, Politiker und Landesminister
- 1899 - Walther Kolbe, deutscher Politiker
- 1900 - Hans Stuck, deutsch-österreichischer Auto-Rennfahrer
- 1901 - Marlene Dietrich, deutsch-US-amerikanische Schauspielerin (Der blaue Engel)
- 1901 - Stanley William Hayter, britischer Maler und Grafiker
- 1902 - Francesco Agello, italienischer Pilot
- 1903 - Hans Ekstrand, deutscher Politiker
- 1903 - Hermann Volk, von 1962 bis 1983 Bischof von Mainz
- 1904 - Georg Groscurth, deutscher Arzt und Widerstandskämpfer
- 1904 - Konrad Wölki, Komponist, Mandoline|Mandolinist
- 1905 - Paul Krause, deutscher Politiker
- 1906 - Andreas Feininger, US-amerikanischer Fotograf
- 1906 - Erwin Geschonneck, deutscher Schauspieler (Karbid und Sauerampfer)
- 1907 - Johann Wilhelm Trollmann, deutscher Liste der Boxer|Boxer
- 1907 - Sebastian Haffner, deutsch-britischer Publizist (Geschichte eines Deutschen)
- 1908 - Karl Berg, österichischer Geistlicher (Erzbischof von Salzburg)
- 1909 - Albert Oeckl, deutscher Professor
- 1909 - Henryk Jabłoński, polnischer, kommunistischer Politiker
- 1910 - Ian Donald, britischer Gynäkologe
- 1911 - Heinz Maegerlein, Sportjournalist
- 1914 - Dorris Bowdon, US-amerikanische Schauspielerin
- 1914 - Giuseppe Berto, italienischer Schriftsteller
- 1915 - William Masters, amerikanischer Sexualforscher
- 1916 - Friedrich von Bömches, deutscher Maler
- 1916 - Werner Baumbach, General der Kampfflieger und Bomberpilot im Zweiten Weltkrieg
- 1920 - Robert Whittaker, US-amerikanischer Botaniker, Klimatologe und Universitätsprofessor
- 1921 - Emil Obermann, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 1923 - Alfons Bayerl, deutscher Politiker
- 1923 - Andrej Afanassowitsch Babajew, aserbaidschanischer Komponist
- 1923 - Elsbeth Janda, deutsche Conférencière
- 1925 - Heinz Ulzheimer, deutscher Leichtathlet
- 1925 - Michel Piccoli, französischer Schauspieler (Das große Fressen)
- 1925 - Mosche Arens, israelischer Politiker und Minister
- 1927 - Stefan Knafl, österreichischer Politiker
- 1928 - Walter Romberg, deutscher Politiker
- 1928 - Walter Romberg, deutscher Politiker, Finanzminister der DDR (1990)
- 1929 - Matt Murphy, US-amerikanischer Blues-Gitarrist
- 1930 - Hannelore Schlaf, deutsche Tischtennisspielerin und -funktionärin
- 1930 - Jacqueline Fontyn, belgische Komponistin und Professorin
- 1931 - Josef Lapid, Justizminister Israels
- 1931 - Scotty Moore, US-amerikanischer Musiker
- 1934 - Larisa Semyonovna Latynina, ehemalige sowjetische Kunstturnerin
- 1938 - Pirkko Manola, finnische Schauspielerin und Schlagersängerin
- 1938 - Rolf Wolfshohl, deutscher Radrennfahrer
- 1939 - Carl Fisher, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Eddie Taylor, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Leslie Maguire, britischer Musiker
- 1941 - Mike Pinder, britischer Musiker (Moody Blues)
- 1942 - Claus Schiprowski, deutscher Leichtathlet
- 1942 - Klaus Hoffer, österreichischer Schriftsteller
- 1943 - Giancarlo del Monaco, italienischer Regisseur (Sohn von Mario del Monaco)
- 1943 - Joan Manuel Serrat, katalanischer Liedermacher
- 1943 - Peter Sinfield, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1943 - Stephan Sulke, deutscher Sänger und Komponist
- 1944 - Hans-Jürgen Buchner, deutscher Musiker und Komponist
- 1944 - Markus Werner, Schweizer Schriftsteller
- 1944 - Mick Jones, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber (Foreigner)
- 1944 - Tracy Nelson, US-amerikanische Musikerin und Sängerin
- 1946 - Schiffkowitz, österreichischer Musiker
- 1947 - Mariella Mehr, Schweizer Schriftstellerin
- 1948 - Gérard Depardieu, französischer Schauspieler (Obelix)
- 1948 - Joachim Poß, deutscher Politiker und MdB
- 1948 - Larry Byrom, US-amerikanischer Musiker (Steppenwolf)
- 1949 - Klaus Fischer, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1950 - Joe Armstrong, britischer Informatiker
- 1950 - Roberto Bettega, italienischer Fußballspieler
- 1951 - Ernesto Zedillo Ponce de León, mexikanischer Ökonom, Politiker und Staatspräsident
- 1952 - Bob Flanagan, US-amerikanischer Schriftsteller und Künstler
- 1952 - David Knopfler, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber (Dire Straits)
- 1952 - Gerlinde Kaupa, deutsche Politikerin
- 1954 - Jürgen Radojewski, deutscher Künstler, Musiker, Sänger und Songschreiber (Avalon)
- 1956 - Arno Scherzberg, deutscher Rechtswissenschaftler
- 1956 - Doina Melinte, rumänische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1958 - Florian Martens, deutscher Schauspieler
- 1958 - Steffen Mensching, Dt. Kulturwissenschaftler, Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur
- 1960 - Gerald Eckert, deutscher Komponist, Cellist, und Kunstmaler
- 1960 - Maryam d'Abo, britische Schauspielerin
- 1961 - Guido Westerwelle, deutscher Politiker , Bundesvorsitzender der FDP
- 1962 - Bill Self, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1963 - Gaspar Noé, französischer Filmregisseur
- 1965 - Christian Kleiminger, deutscher Politiker und MdB
- 1965 - Salman Khan, indischer Schauspieler
- 1966 - Bill Goldberg, US-amerikanischer Wrestler
- 1971 - Sabine Spitz, deutsche Mountainbikerin
- 1971 - Sergej Sergejewitsch Bodrow, russischer Filmschauspieler und Regisseur
- 1972 - Michael Wiesinger, deutscher Fußballprofi
- 1972 - Thomas Grandi, kanadischer Skirennfahrer
- 1973 - Bert Appermont, belgischer Komponist und Musiker
- 1973 - Christian Hammen, Architekt
- 1975 - Aigars Fadejevs, lettischer Leichtathlet
- 1975 - Heather O'Rourke, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1977 - Fatih Akyel, türkischer Fußballspieler
- 1977 - Florence Ekpo-Umoh, deutsche Leichtathletin
- 1978 - Antje Buschschulte, deutsche Schwimmerin
- 1981 - Emilie de Ravin, Schauspielerin
- 1981 - Lise Darly, französische Sängerin
- 1985 - Karolina Swiderski, Bundesvorsitzende der Schüler Union Deutschlands
- 1985 - Thomas Ower, deutscher Eishockey-Torwart

Gestorben


- 1065 - Ferdinand I., König von Kastilien und León (Ferdinand der Große)
- 1513 - Martin Pollich, Philosoph, Mediziner und Theologe, Gründungsrektor der Universität Wittenberg (
- 1452 )
- 1889 - Eduard Bendemann, deutscher Maler
- 1918 - André Pilette, belgischer Formel 1- und Sportwagenrennfahrer
- 1931 - Walter Courvoisier, schweizer Komponist
- 1938 - Emile Vandervelde, belgischer Politiker
- 1950 - Max Beckmann, deutscher Maler
- 1953 - Julian Tuwim, polnischer Lyriker
- 1965 - Edgar Ende, deutscher Maler
- 1966 - Herbert Otto Gille, deutscher General der Waffen-SS
- 1978 - Bob Luman, US-amerikanischer Sänger
- 1978 - Houari Boumedienne, algerischer Politiker und Staatschef
- 1981 - Hoagy Carmichael, US-amerikanischer Komponist
- 1985 - Dian Fossey, US-amerikanische Gorillaforscherin (ermordet)
- 1985 - Ferhat Abbas, algerischer Politiker
- 1988 - Hal Ashby, US-amerikanischer Regisseur (Coming Home)
- 1993 - Meliton Kantaria, sowjetischer Soldat der die Siegesfahne auf dem Reichstag hisste
- 2000 - Nikolai von Michalewsky, deutscher Schriftsteller (Mark Brandis)
- 2002 - George Roy Hill, US-amerikanischer Regisseur (Der Clou)
- 2002 - Carla Henius, deutsche Mezzosopranistin
- 2003 - Alan Bates, britischer Schauspieler

Feier- und Gedenktage


- Evangelist Johannes

Siehe auch


- 26. Dezember - 28. Dezember
- 27. November - 27. Januar
- Dezember - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1227 ja:12月27日 ko:12월 27일 simple:December 27 th:27 ธันวาคม

9. September

Der 9. September ist der 252. Tag des Jahres (der 253. in Schaltjahren) - somit bleiben 113 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1499 - Nach Entdeckung des Seeweges nach Indien wird Vasco da Gama bei seiner Rückkehr nach Lissabon ein triumphaler Empfang bereitet.
- 1570 - Das Osmanische Reich beginnt mit der Eroberung der unter der Herrschaft Venedigs stehenden Insel Zypern.
- 1850 - Kalifornien tritt als 31. Staat den USA bei.
- 1867 - Die letzten preußischen Truppen verlassen die Stadt Luxemburg, nachdem das Land nach der Londoner Konferenz im Mai für neutral und unabhängig erklärt worden ist.
- 1893 - Der VfB Stuttgart 1893 eV wird gegründet.
- 1901 - Zwischen Österreich-Ungarn und Mexiko werden die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. Sie waren seit der Ermordung des mexikanischen Kaisers Maximilian, Bruder des österreichisch-ungarischen Monarchen Franz Joseph I., im Jahr 1867 unterbrochen.
- 1914 - 1. Weltkrieg: Im September-Programm definiert Reichskanzler Bethmann Hollweg die Kriegsziele des Deutschen Reichs.
- 1942 - Das NS-Regime beschließt den Bau von 6 Flaktürmen zum Schutz des Wiener Stadtgebiets.
- 1943 - Die italienische Regierung bittet um Waffenstillstand.
- 1945 - Mit der Kapitulationszeremonie Japans gegenüber China ist der Japanisch-Chinesische Krieg und damit der asiatische Teil des Zweiten Weltkriegs auch offiziell beendet.
- 1948 - Kim Il Sung proklamiert mit der Demokratischen Volksrepublik einen zweiten koreanischen Staat.
- 1948 - Berlin-Blockade: Anlässlich der West-Berliner Demonstration vor dem zerstörten Reichstagsgebäude formuliert Bürgermeister Ernst Reuter in seiner Rede: Ihr Völker der Welt! Schaut auf diese Stadt!
- 1955 - Bundeskanzler Konrad Adenauer besucht Moskau und erreicht die Rückführung der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus der UdSSR
- 1965 - Die Bundeswehr stellt den ersten Leopard-Panzer in Dienst.
- 1975 - Die im Zusammenhang mit der Lorenz-Entführung gesuchten Ralf Reinders, Inge Viett und Juliane Plambeck werden in Berlin-Steglitz festgenommen.
- 1980 - Aktivisten der US-amerikanischen Pflugscharbewegung um Philip und Daniel Berrigan dringen in eine Atomwaffenfabrik von General Electric ein und zerstören mit Hämmern zwei Sprengkopfhülsen.
- 1991 - Tadschikistan wird unabhängig.
- 2003 - Bundespräsident Johannes Rau stattet der Volksrepublik China einen Staatsbesuch ab.
- 2004 - In der indonesischen Hauptstadt Jakarta explodiert eine Autobombe vor der australischen Botschaft und tötet 11 Menschen

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik


- 1583 - Gründung der Würzburger Universität.
- 1892 - Edward Barnard entdeckt durch ein Teleskop den Jupitermond Amalthea.
- 1945 - Computerpionierin Grace Hopper verbreitet die erste Geschichte über einen Bug

Kultur


- 1668 - "Der Geizige", eine Komödie in fünf Akten von Molière, wird in Paris erstmals aufgeführt.
- 1943 - Uraufführung von Bertolt Brechts Drama Das Leben des Galilei in Zürich.
- 1993 - In Trier wird bei Ausschachtungsarbeiten für eine Tiefgarage nahe der Römerbrücke ein Schatz mit 2558 römischen Goldmünzen gefunden. Er hat einen geschätzten Wert von 2,5 Millionen Euro.

Religion

Katastrophen


- 1954 - Ein Erdbeben der Stärke 6,8 in Orleansville, Algerien fordert ca. 1.250 Menschenleben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Gründung des VfB Stuttgart 1893 e.V.

Geboren


- 214 - Aurelian, römischer Kaiser
- 384 - Honorius, erster weströmischer Kaiser
- 1191 - Konrád III. Ota Znojemský, mährischer Markgraf und böhmischer Herzog
- 1349 - Albrecht III., Herzog von Österreich
- 1516 - Manuel I., König von Portugal
- 1583 - Girolamo Frescobaldi, Barockkomponist und Organist
- 1585 - Armand Jean du Plessis Richelieu, französischer Kardinal und Staatsmann
- 1737 - Luigi Galvani, italienischer Arzt und Naturforscher
- 1754 - William Bligh, britischer Kapitän (Bounty)
- 1778 - Clemens Brentano, deutscher Schriftsteller
- 1826 - Friedrich I., Großherzog von Baden
- 1828 - Leo Tolstoi, russischer Schriftsteller
- 1831 - Wilhelm His, in der Schweiz geborener Anatom und Entwicklungsbiologe
- 1852 - John Henry Poynting, englischer Physiker
- 1853 - Hanns von Zobeltitz, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1855 - Houston Stewart Chamberlain, englisch-deutscher Schriftsteller und Kulturphilosoph
- 1873 - Max Reinhardt, österreichischer Theaterregisseur
- 1894 - Arthur Freed, US-amerikanischer Liedtexter und Filmproduzent
- 1908 - Cesare Pavese, italienischer Schriftsteller
- 1909 - Arthur Jonath, deutscher Leichtathlet
- 1910 - Fritz Dorls, deutscher Politiker (DKP-DRP/SRP)
- 1911 - Richard Baer, deutscher Nationalsozialist
- 1911 - John Grey Gorton, australischer Premierminister
- 1916 - Peter Beauvais, deutscher Regisseur
- 1919 - Anne-Marie Blanc, schweizerische Schauspielerin > Gilberte de Courgenay
- 1922 - Hans Georg Dehmelt, deutsch-amerikanischer Physiker
- 1923 - Daniel Carleton Gajdusek, US-amerikanischer Mediziner und Virologe (Medizinnobelpreis 1976)
- 1924 - Rik van Steenbergen, belgischer Radrennfahrer
- 1925 - Cliff Robertson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1926 - Hannes Schmidhauser, schweizerischer Filmschauspieler, Drehbuchschreiber und Regisseur
- 1927 - Elvin Ray Jones, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1928 - Fritz Herkenrath, deutscher Fußballspieler
- 1928 - Sol LeWitt, US-amerikanischer Künstler
- 1929 - Claude Nougaro, französischer Jazz-Sänger, Dichter, Maler und Zeichner
- 1929 - Ruth Pfau, deutsche Philanthropin, katholische Ordensschwester und Lepraärztin in Pakistan
- 1935 - Chaim Topol, israelischer Schauspieler (Tevye)
- 1938 - Henri-Claude Fantapié, französischer Dirigent
- 1940 - Otis Redding, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Russell Hardy, britischer Musiker
- 1941 - Dennis Ritchie, Computer-Pionier
- 1941 - Peter Braun, deutscher SPD-Politiker, Bürgermeister von Germering
- 1942 - Inez Foxx, US-amerikanische Sängerin
- 1942 - Ted Herold, deutscher Sänger
- 1943 - Peter Dreßen, SPD-MdB seit 1994
- 1943 - Erika Lotz, SPD-MdB seit 1994
- 1943 - Jürgen Gosch, deutscher Theaterregisseur
- 1945 - Ingrid Matthäus-Maier, deutsche Politikerin (SPD, früher FDP) und Finanzexpertin, MdB 1976-1982 und 1983-1999
- 1945 - Dee Dee Sharp, US-amerikanische Sängerin
- 1946 - Doug Ingle, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber (
Iron Butterfly)
- 1946 - Trevor Leslie Oakes, britischer Musiker (Showaddywaddy)
- 1946 - Billy Preston, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1947 - Fred Weller, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Heribert Bruchhagen, deutscher Manager (
Eintracht Frankfurt)
- 1948 - Peter Kent, deutscher Musiker
- 1952 - Dave Stewart, britischer Musiker (Eurythmics)
- 1955 - Theresia Haidlmayr, österreichische Politikerin (Die Grünen)
- 1960 - Hugh Grant, britischer Schauspieler
- 1962 - Liza Marklund, schwedische Journalistin und Krimiautorin
- 1963 - Markus Wasmeier, deutscher Skirennläufer
- 1966 - Adam Sandler, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Komponist
- 1966 - Georg Hackl, deutscher Rennrodler
- 1966 - Sigrid M. Schnückel, deutsche Schauspielerin
- 1972 - Michal Wisniewski, polnischer Sänger
- 1975 - Bianca Hein, deutsche Schauspielerin
- 1975 - Michael Bublé, kanadischer Jazz-Sänger
- 1980 - Michelle Williams, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 906 - Adalbert von Babenberg, Kämpfer um die Vorherrschaft in Rhein- und Mainfranken
- 1000 - Olaf I. Tryggvason, König von Norwegen
- 1087 - Wilhelm I.,
der Eroberer, König von England und Herzog der Normandie
- 1191 - Konrad III. Otto, Markgraf von Mähren und Herzog von Böhmen
- 1230 - Siegfried II. von Eppstein, Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler
- 1285 - Kunigunde von Halitsch, Königin von Böhmen
- 1328 - Matthias von Bucheck, Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler
- 1438 - Eduard I. von Portugal, 1433 - 1438 König von Portugal.
- 1488 - Franz II. Herzog der Bretagne
- 1513 - Jakob IV., König von Schottland
- 1560 - Luigi Pasquali, italienischer Waldenser (
hingerichtet)
- 1633 - Heinrich Graf von Holk, dänischer Offizier im Dreißigjährigen Krieg
- 1637 - Friedrich von Schilling, deutscher Gelehrter
- 1682 - Siegmund Wiprecht von Zerbst, deutscher Hofbeamter und Politiker
- 1713 - Giovanni Antonio Viscardi, Italienischer Baumeister des Barock
- 1753 - Bertrand François Mahé de La Bourdonnais, französischer Admiral
- 1832 - Bernhard Klein, deutscher Komponist
- 1834 - James Weddell, englischer Polarforscher, Seefahrer und Walfänger
- 1839 - Johannes Hegetschweiler, Schweizer Mediziner, Botaniker und Politiker
- 1843 - Günther Heinrich von Berg, deutscher Politiker und Schriftsteller
- 1851 - Thomas Hopkins Gallaudet, US-amerikanischer Geistlicher
- 1871 - Louis Edouard Bouet-Willaumez, französischer Admiral
- 1877 - Carl Wilhelm Heine, Mediziner, Chirurg und Präsident der deutschen Ärzteschaft in Prag
- 1881 - Christian Friedrich Scherenberg, deutscher Dichter
- 1891 - Jules Grévy, französischer Staatspräsident 1879-1887
- 1894 - Heinrich Brugsch, deutscher Ägyptologe
- 1898 - Stéphane Mallarmé, französischer Schriftsteller
- 1901 - Andreas Franz Wilhelm Schimper, deutscher Botaniker und Universitätsprofessor
- 1901 - Henri de Toulouse-Lautrec, französischer Maler
- 1905 - Heinrich Gassner, ehemaliger Oberbürgermeister von Mainz
- 1912 - Berta Behrens, deutsche Schriftstellerin
- 1926 - Anton Jörgen Andersen, norwegischer Komponist
- 1931 - Lujo Brentano, deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Sozialreformer
- 1932 - Alajos Szokolyi, ungarischer Leichtathlet, Olympiateilnehmer
- 1939 - Leon Raszeja, Jurist; jüngerer Bruder von Franciszek Raszeja und Maksymilian Raszeja
- 1941 - Carl Friedrich von Siemens, deutscher Industrieller und Sohn von Werner von Siemens
- 1941 - Hans Spemann, deutscher Biologe
- 1946 - Salomo Friedlaender, Philosoph und Schriftsteller
- 1947 - Victor Horta, belgischer Jugendstil-Architekt
- 1955 - Euthymia, deutsche Clemensschwester
- 1958 - Cas Ruffelse, niederländischer Fußballspieler
- 1959 - Ramón Fonst, kubanischer Fechter
- 1960 - Jussi Björling, schwedischer Opernsänger
- 1962 - Wladimir Jakowlewitsch Klimow, sowjetischer Konstrukteur von Flugzeugmotoren
- 1973 - Sergei Konstantinowitsch Tumanski, sowjetischer Triebwerkskonstrukteur
- 1973 - Wilhelm Vocke, deutscher Finanzfachmann und Bankier
- 1976 - Mao Zedong, chinesischer Politiker
- 1977 - Rita Maiburg, erster weibliche Linienflugkapitän der Welt
- 1978 - Jürgen Feindt, deutscher Tänzer und Schauspieler
- 1981 - Jacques Lacan, französischer Psychoanalytiker
- 1984 - Yilmaz Güney, türkischen Schauspieler und Regisseur
- 1987 - Gunnar de Frumerie, schwedischer Komponist
- 1989 - Meta Merz, österreichische Schriftstellerin
- 1990 - Nicola Abbagnano, italienischer Philosoph
- 1990 - Samuel K. Doe, Präsident Liberias 1980-1990
- 1990 - Alexander Men, russischer Priester und Dissident
- 1995 - Reinhard Furrer, deutscher Wissenschaftsastronaut
- 1996 - Bill Monroe, US-amerikanischer Musiker
- 2003 - Edward Teller, US-amerikanischer Physiker
- 2003 - Larry Hovis, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 2004 - Albin Hänseroth, Intendant der Kölner Philharmonie
- 2005 - Erich Kuby, deutscher Journalist und Schriftsteller.

Feiertage und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Bulgarien (1944)
- Nationalfeiertag in Nordkorea (1948)
- Unabhängigkeitstag in Tadschikistan (1991)
- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Ansgar
(katholischer Gedenktag in Bremen: Übertragung der Gebeine)
  - Hl. Gorgonius von Rom

Siehe auch


- 8. September - 10. September
- 9. August - 9. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0909 ja:9月9日 ko:9월 9일 simple:September 9 th:9 กันยายน


1713

Ereignisse


- Gibraltar wird britische Kronkolonie
- Frieden von Utrecht

Geboren


- 15. März: Nicolas Louis de Lacaille, französischer Astronom und Namensgeber für 15 der 88 Sternbilder († 1762)
- 7. April: Nicola Sala, italienischer Komponist († 1801)
- 11. April: Gottschedin (Luise Adelgunde Victorie Gottsched), deutsche Schriftstellerin († 1762)
- 21. April: Louis de Noailles, duc de Ayen, Marschall von Frankreich († 1793)
- 7. Mai: Alexis-Claude Clairaut, französischer Mathematiker und Physiker († 1765)
- 11. August: Christlieb Ehregott Gellert, deutscher Metallurge und Mineraloge († 1795)
- 30. August: Johann Georg Benda, böhmischer Komponist († 1752)
- 23. September: Ferdinand VI. (Spanien), spanischer König († 1759)
- 3. Oktober: Johann Friedrich Flattich, evangelischer Pfarrer und Erzieher († 1797)
- 5. Oktober: Denis Diderot französischer Schriftsteller und Philosoph († 1784)
- 13. Oktober: Allen Ramsay, britischer Maler († 1874)
- 24. November: Laurence Sterne, britischer Schriftsteller († 1768)
- 24. November: Junipero Serra, Franzikanermönch, gilt als Gründer von San Francisco
- 23. Dezember: Ferdinand VI., spanischer König († 1759)

Gestorben


- 1. Januar: Giuseppe Maria Tomasi, italienischer Kardinal (
- 1649)
- 8. Januar: Arcangelo Corelli, italienischer Komponist (
- 1653)
- 26. Januar: Jean Chardin, französischer Forschungsreisender (
- 1643)
- 25. Februar: Friedrich I., König von Preußen (
- 1657)
- 17. April: David Hollaz, deutscher protestantischer Theologe (Lutherischer Dogmatiker) (
- 1648)
- 20. Mai: Thomas Sprat, englischer Bischof und Autor (
- 1635)
- 9. September: Giovanni Antonio Viscardi, Italienischer Baumeister des Barock der überwiegend in Bayern arbeitete (
- 1645) ko:1713년

München

München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Nach Berlin und Hamburg ist München die drittgrößte Großstadt Deutschlands und gilt als eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren der Bundesrepublik.

Geografie

Deutschland)]] München ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands. München bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Höchster Punkt der Stadt ist der Warnberg mit 579 m über NN, der tiefste Punkt liegt mit 482 m über NN im nördlichen Schwarzhölzl im Stadtteil Feldmoching. Die Isar durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von 13,7 km von Südwest nach Nordost. Bekannte Flussinseln sind die Museumsinsel mit dem Deutschen Museum und die in unmittelbarer Nähe gelegene Praterinsel. Im weiteren Umland liegen zahlreiche große Seen, wie z. B. der Ammersee, Wörthsee oder der Starnberger See. Weitere Fließgewässer sind die Würm, die, aus dem Starnberger See kommend, den Westen Münchens durchfließt, der Hachinger Bach, der im Südosten bei Perlach in das Stadtgebiet eintritt und nördlich von Neuperlach versickert, sowie etliche von der Isar abzweigende Stadtbäche wie der Eisbach, der Auer Mühlbach, der unmittelbar nach seiner Ableitung aus dem Isarkanal als erstes den Münchner Tierpark Hellabrunn durchfließt, sowie der Brunnbach. Die Stadtbäche wurden größtenteils entlang der Isar angelegt, einige durchfließen auch die Innenstadt, wobei die Bäche im Zentrum heute größtenteils unterirdisch durch Röhren geführt werden oder seit dem Bau von S- und U-Bahnlinien teilweise trockengelegt wurden. Seen im Münchener Stadtgebiet sind der Kleinhesseloher See im Englischen Garten, der See im Olympiagelände sowie der Lerchenauer, Fasanerie- und Feldmochinger See, allesamt im Norden von München.

Ausdehnung

Die Gesamtfläche der Stadt München beträgt 31.043 ha; München ist damit nach Berlin, Hamburg, Köln, Dresden und Bremen die flächenmäßig sechstgrößte Großstadt Deutschlands. Von den gut 310 km² entfallen 44 % auf Gebäude und zugehörige Freiflächen, 16,9 % auf Landwirtschaftsflächen, 16,5 % auf Verkehrsflächen, 14,7 % auf Erholungsflächen, 4,4 % auf Waldflächen, 1,2 % auf Wasserflächen und weitere 2,2 % auf Flächen anderer Nutzung. Die Grenze der Stadt umfasst 117,4 km. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 20,9 km und von Ost nach West 26,8 km. (Stand 31. Dezember 2000)

Bezirke und Nachbargemeinden

2000 Mit der Neugliederung des Stadtgebiets im Jahr 1992 wurde die Zahl der Stadtbezirke in München von 41 auf 25 verringert. Sie heißen (in alphabetischer Reihenfolge): Allach-Untermenzing (23), Altstadt-Lehel (1), Aubing-Lochhausen-Langwied (22), Au-Haidhausen (5), Berg am Laim (14), Bogenhausen (13), Feldmoching-Hasenbergl (24), Hadern (20), Laim (25), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (2), Maxvorstadt (3), Milbertshofen-Am Hart (11), Moosach (10), Neuhausen-Nymphenburg (9), Obergiesing (17), Pasing-Obermenzing (21), Ramersdorf-Perlach (16), Schwabing-Freimann (12), Schwabing-West (4), Schwanthalerhöhe (8), Sendling (6), Sendling-Westpark (7), Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln (19), Trudering-Riem (15) und Untergiesing-Harlaching (18). Im Bereich des Bezirks 22 entsteht derzeit der neue Stadtteil Freiham. Folgende Gemeinden und gemeindefreien Gebiete grenzen an die Stadt München (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt): Oberschleißheim, Garching, Ismaning, Unterföhring, Aschheim, Feldkirchen, Haar, Putzbrunn, Neubiberg, Unterhaching, Perlacher Forst, Oberhaching, Grünwald, Pullach, Forstenrieder Park, Neuried, Planegg und Gräfelfing (alle Landkreis München), Germering, Puchheim und Gröbenzell (alle Landkreis Fürstenfeldbruck) sowie Karlsfeld (Landkreis Dachau) Landkreis Dachau

Klima

Die Stadt München liegt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen kontinentalen Klima. Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleuropäische und die Donau als regionale Wetterscheide. Aufgrund dieser Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Der Föhn bringt das ganze Jahr hindurch aus südlicher Richtung unregelmäßig warme, trockene Luftströmungen nach München. Damit verbunden ist eine sehr gute Fernsicht - und insbesondere auch der berühmte bayerisch-blaue Himmel - so dass auch die Bayerischen Alpen sehr deutlich zu sehen sind. Die bisher höchste offiziell vom Deutschen Wetterdienst gemessene Temperatur in der offiziellen DWD-Wetterstation in München-Nymphenburg war 37,2 Grad Celsius im Juli 1983. München wurde auch schon durch seine Lage im gewitterintensivsten Bundesland Bayern von heftigen Unwettern betroffen. Am bemerkenswertesten ist hier das Hagelunwetter vom 12. Juli 1984, bei dem Schäden in Höhe von umgerechnet 1,5 Mrd. Euro entstanden. München ist durch die Nähe zu den Alpen auch die schneereichste Großstadt Deutschlands. Eine Auswertung der Wetterstatistiken hat ergeben, dass der südliche Teil der Stadt am sonnigsten ist. Der nördliche hat mehr Nebel. Der westliche ist trockener als der östliche. Dies ist grundsätzlich auch eine Folge der Höhenunterschiede innerhalb der Stadt, die ein entsprechendes Kleinklima generieren, sowie eine Trennung der Stadt in Ost-/Westrichtung durch die Isar.

Bevölkerung

München hat ca. 1,28 Millionen Einwohner, die Arbeitslosenzahl liegt bei etwa 82.000 (Stand Mitte 2005). Der Ausländeranteil liegt derzeit bei etwa 23 % (293.386 in absoluten Zahlen, Stand 31. Dezember 2004). Die größten Gruppen darunter stellten Türken (43.110), Kroaten (25.104), Serben (24.086) und Griechen (22.781) dar.

Geschichte

Isar Hauptartikel: Geschichte Münchens München wurde 1158 zum ersten Mal als Villa Munichen urkundlich erwähnt, nachdem der Herzog von Bayern und Sachsen Heinrich der Löwe nahe dieser schon bestehenden Mönchssiedlung am Platz der heutigen Ludwigsbrücke bei den Isarinseln eine Brücke über die Isar errichtet hatte. Durch einen Gewaltstreich hatte Heinrich dabei die bestehende Brücke des Bischofs von Freising bei Unterföhring zerstört, um selbst vom reichen Salzhandel zu profitieren. Mit der Brücke, und damit dem Salzhandel, erhielt München durch einen Schiedsspruch das Markt-, Münz- und Zollrecht von Kaiser Friedrich Barbarossa zugesprochen. Bereits knapp zwanzig Jahre später, im Jahre 1175, wurde München der Stadtstatus gewährt und die erste Befestigungsanlage errichtet. Als Heinrich 1180 vom Kaiser geächtet wurde, fiel Bayern an die Wittelsbacher und München an den Bischof von Freising. 1240 kam auch München in wittelsbachischen Besitz und wurde bereits 1255 nach der ersten Landesteilung herzogliche Residenz. Seit 1314 war Herzog Ludwig IV. deutscher König, seit 1328 auch Kaiser und München wurde als seine Residenz durch einen zweiten Mauerring erheblich erweitert. Seit dieser Zeit sind die Farben Münchens die Farben des alten Reiches: Schwarz und Gold. Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts kam es wiederholt zu Aufständen der Bürgerschaft gegen die Herzöge, die daraufhin ihren Regierungssitz vom Alten Hof in die neue Residenz am Stadtrand verlegten. 1442 wurden die jüdischen Bürger aus der Stadt vertrieben. Nachdem München in der Spätgotik eine neue kulturelle Blütezeit erlebt hatte, wurde die Stadt 1506 mit der Wiedervereinigung des Landes Hauptstadt von ganz Bayern. Danach ging der Einfluss der Bürgerschaft mehr und mehr zurück, die Wittelsbacher bestimmten fortan die Entwicklung der Stadt. München wurde ein Zentrum der Renaissance aber auch der Gegenreformation. Unter Herzog Maximilian I. von Bayern wurde München 1623 kurfürstliche Residenzstadt, musste aber 1632 die Besatzung schwedischer Truppen erdulden. München musste ein hohes Lösegeld bezahlen und Geiseln stellen um seiner Zerstörung zu entgehen. Nachdem der Dreißigjährige Krieg 1648 beendet war öffnete sich die Stadt dem italienischen Barock. 1704 kam München im Spanischen Erbfolgekrieg für mehrere Jahre unter habsburgische Besatzung, da sich Kurfürst Maximilian II. mit Frankreich verbündet hatte. Ein Aufstand der Bürger und Bauern wurde in der Sendlinger Mordweihnacht blutig beendet. Nach der Kaiserkrönung von Kurfürst Karl VII. Albrecht besetzten habsburgische Truppen 1742 erneut die Stadt. Obwohl München bereits 1328 kaiserliche Residenzstadt war, begann der Aufstieg zur Großstadt erst 450 Jahre später. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs München rapide, was 1806 noch beschleunigt wurde, als München die Hauptstadt des napoleonischen Königreichs Bayern wurde. Hatte München 1700 gerade einmal 24.000 Einwohner, so verdoppelte sich die Bewohnerzahl bald alle 30 Jahre, so dass 1871 170.000 Menschen in München lebten und 1933 840.000. 1933 Unter der Regierung von Ludwig I., König von Bayern (18251848) wurde München zu einer weithin bekannten Kunststadt. Die Klassizisten Leo Klenze und Friedrich von Gärtner gestalteten die Ludwigstraße, den Königsplatz und die Residenz. Max II. (1848 - 1864) förderte insbesondere die Geisteswissenschaften, trat aber ebenfalls als Bauherr hervor, im neuen an die englische Gotik erinnernden "Maximilianstil", entstanden unter anderem die Bauten an der Maximilianstraße, heute eine der exklusivsten Einkaufstraßen des Kontinents. Unter seinem Bruder Prinzregent Luitpold (18861912) erlebte München einen gewaltigen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Es entstanden unter anderem die Prinzregentenstraße und das Prinzregententheater. Schwabing erlebte um die Jahrhundertwende eine Blüte als Künstlerviertel, in dem zahlreiche bedeutende Literaten und Maler der Zeit verkehrten. 1896 wurde die Münchner Kulturzeitschrift Jugend erstmals herausgegeben, die namensgebend für den Jugendstil wurde. In seiner Erzählung Gladius Dei hat Thomas Mann für diese Epoche das geflügelte Wort "München leuchtet" geprägt. Nach dem Ersten Weltkrieg scheiterte1919 kurz nach dem Ende der Monarchie auch in München die kommunistische Revolution (siehe: Münchner Räterepublik) und in den folgenden Jahren wurde München zunehmend die „Hauptstadt der Bewegung“ Hitlers. 1923 scheiterte der Hitlerputsch vor der Feldherrnhalle, 1933 wurde auch München gleichgeschaltet. 1938 wurde das Münchner Abkommen abgeschlossen. Bezahlt hatte die Stadt so wie die meisten deutschen Großstädte mit umfangreichen Zerstörungen durch Flächenbombardements der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Zweiten Weltkrieg Nach dem weitgehend am historischen Stadtbild orientierten Wiederaufbau entwickelte sich München nach dem Zweiten Weltkrieg zum High-Tech-Standort, außerdem siedelten sich zahlreiche Unternehmen der Dienstleistungsbranche an, so zum Beispiel Medien, Versicherungen und Banken. Auch der Tourismus erlebte in der an bedeutenden Museen (z. B. Alte, Neue und Pinakothek der Moderne, Deutsches Museum) und Sehenswürdigkeiten reichen Stadt einen Aufschwung. Im Jahre 1972 war München Gastgeber der XX. Olympischen Sommerspiele, die durch ein Attentat palästinensischer Terroristen überschattet wurden. Für die Spiele wurde die Stadt mit einer zusätzlichen U-Bahn-Linie ausgestattet. Im Jahre 1992 wurde der vor den Toren Münchens gelegene neue Flughafen eröffnet, der alte Flughafen München-Riem wurde geschlossen und zur Messestadt Riem umgebaut. Am Messegelände wurde das Gelände der Bundesgartenschau 2005 (BUGA 2005) angelegt.

Politik

Als Landeshauptstadt ist München der Sitz des Landtages und der bayerischen Staatsregierung. Ferner ist die Stadt München Sitz der Regierung von Oberbayern, des Bezirks Oberbayern und des Landkreises München. Traditionell dominieren in München die Mitte-Links-Parteien, was in Bayern eher selten ist. So war das einzige von der SPD gewonnene Direktmandat in Bayern bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 der Wahlkreis München-Nord. Seit 1993 wird München von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) regiert. Derzeit wird der Münchner Stadtrat von einer Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Rosa Liste geführt.

Wappen

SPD Das Wappen der Stadt München zeigt in Silber einen Mönch mit goldgeränderter schwarzer Kutte und roten Schuhen, in der Linken ein rotes Eidbuch haltend, die Rechte zum Schwur erhoben. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb. Bei dem heutigen Stadtwappen handelt es sich um das so genannte „kleine Wappen“, das 1957 vom Stadtrat festgelegt wurde. Das so genannte „große Wappen“ zeigt in Silber ein offenes rotes Stadttor zwischen zwei roten Zinnentürmen mit von Schwarz und Gold mehrfach zickzackartig gebänderten Dächern; oben ein wachsender, golden gekrönter und bewehrter goldener Löwe; im Tor der Mönch des kleinen Wappens. Im amtlichen Verkehr wird das große Wappen nicht mehr verwendet. Aus dem Mönch im Wappen entwickelte sich im Laufe der Zeit das Münchner Kindl.

Städtepartnerschaften


- 25px seit 1954: Edinburgh (Schottland)
- 25px seit 17. März 1960: Verona (Italien)
- 25px seit 30. Mai 1964: Bordeaux (Frankreich)
- 25px seit 28. August 1972: Sapporo (Japan)
- 25px seit 18. September 1989: Cincinnati (USA)
- 25px seit 6. Oktober 1989: Kiew (Ukraine)
- 25px seit 1996: Harare (Simbabwe), zwischen 1999 und April 2002 wegen der Menschenrechtsverletzungen der simbabwischen Regierungspartei auf offizieller Ebene eingefroren

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kultur

Menschenrechtsverletzung München ist international bekannt für seine Sammlungen der alten und klassischen Kunst. So gehören zum Beispiel die Alte- und die Neue Pinakothek, sowie die Pinakothek der Moderne und das Lenbachhaus zu den weltweit renommiertesten Kunstmuseen. Das Deutsche Museum mit zum Teil einmaligen technischen Exponaten gehört mit über 1 Million Besucher pro Jahr zu den meistbesuchten Museen Europas. Aber auch weitere Kultureinrichtungen gehören zu den bekanntesten in Deutschland, so das Völkerkundemuseum, die Archäologische Staatssammlung, das Münchner Stadtmuseum im ehemaligen Zeughaus am St.-Jakobsplatz. Weiter gibt es im Innenstadtbereich die Bayerische Staatsoper, das Bayerische Staatsschauspiel, das im ehemaligen Residenztheater seine Hauptbühne hat und die Münchner Kammerspiele, die zu den führenden Ensembles im deutschen Sprachraum gehören. Überregional bekannte kulturelle Veranstaltungen sind unter anderem die Opernfestspiele und das Filmfest. Das berühmte Münchener Oktoberfest auf der Theresienwiese ist das größte Volksfest dieser Art und wird von Touristen aus aller Welt besucht. Theresienwiese Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in München

Bedeutende Bauwerke

Der Marienplatz gilt als der Mittelpunkt Münchens und liegt, umgeben von dem Neuen- und dem Alten Rathaus, mitten im Zentrum der Altstadt. Wenige Schritte davon liegt die Peterskirche, die älteste Kirche der Altstadt, deren erster Bau noch aus der Romanik stammte. Südlich davon liegt die Asamkirche, die im Inneren in prunkvollem Rokoko gestaltet wurde. Das Wahrzeichen der Stadt ist die nahe gelegene gotische Frauenkirche mit ihren zwei markanten Türmen. Viele Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu erreichen, so zum Beispiel die die Michaelskirche größte Renaissancekirche nördlich der Alpen, die Residenz, das Hofbräuhaus und der Viktualienmarkt. Südlich der Residenz, vor der Oper, beginnt die im 19. Jahrhundert als Paradestraße gestaltete Maximilianstraße. Sie führt von der Altstadt nach Osten über die Isar in Richtung des Maximilianeums, dem Sitz des bayerischen Landtages. Heute ist sie eine luxuriöse Einkaufsmeile. bayerischen Landtagesbayerischen LandtagesIm Norden des Stadtzentrums, direkt vor der Residenz, liegt der Odeonsplatz mit der Feldherrenhalle und der barocken Theatinerkirche. Nach Norden führt von hier die zweite große Prachtstraße Münchens, die Ludwig-/Leopoldstraße, an der Ludwig-Maximilians-Universität und am Siegestor vorbei durch Schwabing aus der Stadt heraus. Unweit des Deutschen Museums und des Kulturzentrums Gasteig, befindet sich in der Au mit dem nach vierjähriger Bauzeit 1901 eröffneten und im Jugendstil ausgestatteten Müllerschen Volksbad das älteste öffentliche Hallenbad Münchens. Ein weiterer bedeutender Platz ist der nordwestlich der Altstadt gelegene Königsplatz mit Glyptothek, Propyläen und die Staatlichen Antikensammlungen. Etwas abseits vom Stadtzentrum im Westen liegt das Schloss Nymphenburg, das mit seiner einzigartigen Komposition aus Parkanlage und Bauwerk besticht und als Sommerresidenz der Wittelsbacher diente. An die Parkanlage schließt sich unmittelbar der botanische Garten mit seinen Treibhäusern an. Hinter den Mauern der Schlossanlage liegt auch das spätgotische Schloss Blutenburg. Im Norden der Stadt liegt das für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtete Olympiagelände. Das architektonisch sehenswerte Ensemble aus Olympiastadion, Schwimmhalle und Olympiahalle ist besonders wegen der gewagten Zeltdachkonstruktion, die sich in die Hügellandschaft des umgebenden Parks hervorragend einpasst, weltberühmt. Hier steht auch der bereits 1968 eröffnete, 291 m hohe Olympiaturm. Als weitere bedeutende Sportstätte wurde im Mai 2005 die am Nordende der Stadt gelegene Allianz Arena eröffnet, in der die Heimspiele der Fußballer des FC Bayern München und des TSV 1860 München stattfinden. In München finden sich ca. 1200 Brunnen, davon ca. 700 städtische. Der älteste ist der Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Ein weiterer markanter Brunnen ist der Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz von Adolf von Hildebrand.

Parks

Weltberühmt ist der Englische Garten, der München vom Zentrum bis an die nördliche Stadtgrenze durchzieht, und mit 3,7 km² Fläche sogar den Central Park in New York übertrifft. Bedeutend ist auch der Olympiapark, der neben mehreren Seen auch einen hervorragenden Blick über die Stadt vom Olympiahügel bietet. Daneben existieren zahlreiche weitere Parks und Grünflächen, wie zum Beispiel der Westpark oder der Schlosspark Nymphenburg, die München im Sommer zu einer äußerst grünen Stadt machen und im Winter sogar auf eigens gespurten Loipen das Langlaufen ermöglichen. Gleich drei barocke Schlösser befinden sich an der nördlichen Stadtgrenze im Park von Schloss Schleißheim. Die Isarauen sind eine lang gezogene, schmale Parklandschaft entlang des Gebirgsflusses, der anlässlich der Bundesgartenschau 2005 teilweise renaturiert wurde. Man kann die Stadt, von Nord nach Süd immer an der Isar, durchgehend im Grünen durchlaufen oder -radeln. Die eigentlichen Isarauen zwischen Deutschem Museum und der Isarinsel Flaucher sind beliebter Ort zum Grillen und Baden (auch FKK). Für die Bundesgartenschau 2005 wurde eine weitere, ausgedehnte Parkanlage im Osten Münchens errichtet.

Orchester und Chöre


- Bayerisches Staatsorchester
- Münchner Philharmoniker
- Philharmonischer Chor München
- Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- Münchner Symphoniker
- Münchner Rundfunkorchester
- Chor des Bayerischen Rundfunks
- Capella Antiqua
- Münchener Bach-Chor
- Münchener Kammerorchester
- Bayerische Kammerphilharmonie
- Sinfonietta München (Universitätsorchester)
- Abaco-Orchester (Orchester der Universität)
- Jugend Symphonie Orchester München
- Akademisches Symphonieorchester München

Regelmäßige Veranstaltungen


- Februar/März: Verschiedene Veranstaltungen während der "Starkbierzeit" (z. B. am Nockherberg)
- April: Frühlingsfest auf der Theresienwiese
- April/Mai: Auer Dult (Maidult)
- Mai-August: Münchner Bladenight Europas größte Nachtskate-Veranstaltung
- Mai/Juni: StuStaCulum Deutschlands größtes von Studenten organisiertes Musik und Theaterfestival
- Juni: Streetlife-Festival
- Juni/Juli: Tollwood-Festival
- Juli: Christopher Street Day
- Juli: Feierwerk-Festival
- Juli: Auer Dult (Jakobidult)
- Juli: Bell'Arte Musikalischer Sommer im Brunnenhof der Münchner Residenz
- August: Sommerfest im Olympiapark
- September: Streetlife-Festival
- Mitte September bis erster Sonntag im Oktober: Oktoberfest auf der Theresienwiese (Wiesn)
- September/Oktober: Auer Dult (Kirchweihdult)
- November/Dezember: SPIELART - Das Theaterfestival in München.
- November/Januar: Winter-Tollwood
- Dezember: Christkindlmärkte

Kulinarische Spezialitäten


- Auszogne (Schmalznudel)
- Weißwürste
- Leberkäse
- Brezn
- verschiedene Biersorten
- Obazda

Wirtschaft

Laut einer Vergleichsstudie (von den Zeitschriften WirtschaftsWoche, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Kölner IW Consult GmbH) hat München unter den 50 größten deutschen Städten die höchste Wirtschaftskraft und Lebensqualität.

Verkehr

Der 1992 eröffnete Flughafen München Franz-Josef-Strauß im Erdinger Moos (internationaler Flughafen-Code: MUC (IATA-Code) EDDM (ICAO-Code)), 29 km außerhalb Münchens, ist mit 26,8 Mio. Passagieren 2004 der zweitgrößte Flughafen Deutschlands und der achtgrößte Europas. Seit der Entscheidung der Lufthansa, München als zweites Drehkreuz neben Frankfurt zu etablieren, wird der Flughafen international immer besser angebunden. Wegen des gestiegenen Passagieraufkommens wurde ein neues Terminal gebaut und 2003 eröffnet. Umstritten ist die Entscheidung, bis 2011 eine dritte Start- und Landebahn zu errichten. Eine Anbindung des Flughafens an München durch den Transrapid wird vom Freistaat Bayern geplant, ist aber ebenfalls umstritten und wird auch vom Münchner Stadtrat mehrheitlich abgelehnt. Eine solche Verbindung soll die Fahrtzeit zum Flughafen auf neun Minuten verkürzen und eine Anbindung des Flughafens an das Fernbahnnetz der Deutschen Bahn sein. Deutschen Bahn Auch auf der Schiene ist München gut an das internationale Streckennetz angeschlossen. Vom Münchner Hauptbahnhof führen Bahnlinien in alle Himmelsrichtungen: ICE-Linien 11 Berlin-Frankfurt-München-Innsbruck und 25 Hamburg-Nürnberg-München-Garmisch-Partenkirchen; ferner beginnen hier die Linien 28 Augsburg-Nürnberg-Berlin, 41 Ingolstadt-Nürnberg-Frankfurt am Main und 42 Stuttgart-Frankfurt-Köln-Dortmund. Daneben gibt es mit Bahnhof München-Pasing und München Ost zwei weitere wichtige Bahnhöfe. Dem Eisenbahngüterverkehr dient der Rangierbahnhof München-Nord. Das Straßennetz von und nach München ist dicht. Folgende Bundesautobahnen führen von oder nach München: A 8 Stuttgart-Salzburg, A 9 Nürnberg-München mit Abzweigung A 93 nach Regensburg und A 92 Landshut-Deggendorf, A 94 (im Bau) Passau, A 95 Garmisch-Partenkirchen und A 96 Memmingen-Lindau (Bodensee). München ist fast vollständig von einem Autobahnring, der A 99, umgeben. Folgende Bundesstraßen führen durch München: B 2, B 2R (Mittlerer Ring), B 11, B 12, B 13 und B 304. B 304 Im Öffentlichen Personen-Nahverkehr bedient die S-Bahn München 10 S-Bahn-Linien und die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft, Tochter der Stadtwerke München) 8 U-Bahn-Linien, 12 Straßenbahnlinien sowie zahlreiche Buslinien. Weitere Buslinien werden von Privatunternehmen betrieben. Sie alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Münchner Verkehrsverbunds (MVV). Das U-Bahnnetz Münchens ist mit 85,6 km das drittlängste Deutschlands (unterirdisch mit 77,4 km sogar das zweitlängste) und befördert täglich 900.000 Menschen.

Ansässige Unternehmen

Wichtige Wirtschaftszweige in München sind Tourismus, Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektrotechnik und Softwareindustrie. München ist auch wichtiger Finanzstandort und das Versicherungszentrum Deutschlands. Weiter ist die Stadt ein wichtiger Standort für Biotechnologie, die sich allerdings im schon zur Nachbargemeinde Planegg gehörenden Ortsteil Martinsried konzentriert. Auch als Medienstandort ist die Stadt von deutschlandweiter Bedeutung. In München haben weltweit nach New York die meisten Verlage ihren Sitz. Fernseh- und Filmindustrie sind ebenfalls in der Stadt und im unmittelbaren Umland stark vertreten (Ferns