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Giovanni Battista Tiepolo

Giovanni Battista Tiepolo

Giovanni Battista Tiepolo (auch Giambattista Tiepolo,
- 5. März 1696 in Venedig, † 27. März 1770 in Madrid) war ein venezianischer Künstler des Barocks. Giovanni Battista Tiepolo war Schüler Gregorio Lazzarinis und Sebastiano Riccis. Er gilt als einer der großen Meister der venezianischen Malerei. Seine lebhaften Wand- und Dekenfresken machten ihn berühmt, aber auch einige Gemälde und Radierungen sind erhalten. Seine Arbeit wurde stark durch die Werke Paolo Veroneses beeinflusst. Sie beinhaltet unter anderem Fresken in der Kirche Santa Maria del Rosario in Venedig (1737-1739), der Würzburger Residenz (1750-1753) und die Dekoration des Palastes von König Karl III. von Spanien in Madrid (1761-1770). 1721 heiratete Tiepolo Cecilia Guardi, Schwester des venezianischen Malers Francesco Guardi, mit der er zusammen neun Kinder hatte. Zumindest zwei von ihnen, Domenico und Lorenzo, arbeiteten mit ihm als seine Assistenten.

Weblinks


- http://www.tiepolo-wuerzburg.net/hintergrund/tiepolo.php Tiepolo, Giovanni Battista Tiepolo, Giovanni Battista Tiepolo, Giovanni Battista Tiepolo, Giovanni Battista

5. März

Der 5. März ist der 64. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 65. in Schaltjahren) - somit bleiben 301 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1460 - Unterzeichnung des Vertrages von Ripen
- 1770 - Beim Massaker von Boston wurden bei einer Straßenschlacht fünf Zivilisten durch die englische Armee getötet.
- 1884 - Die Deutsche Freisinnige Partei wird aus der Fusion der Deutschen Fortschrittspartei und der Liberalen Vereinigung, einer linksliberalen Abspaltung der Nationalliberalen Partei, unter Führung von Franz August Schenk von Stauffenberg gegründet.
- 1888 - Samuel Teleki und Ludwig von Höhnel entdecken den Rudolfsee.
- 1905 - Eröffnung der zweiten russischen Duma in St. Petersburg. Russische Truppen zerstreuen 40.000 Demonstranten.
- 1906 - In Berlin wird das Meereskundemuseum eröffnet, um der Bevölkerung als Bildungsinstitut Schifffahrt und Meereskunde nahezubringen.
- 1918 - Moskau wird Hauptstadt der Sowjetunion.
- 1933 - Bei der achten Reichstagswahl erreicht die NSDAP mit einem Anteil von 43,9 Prozent die meisten Stimmen.
- 1945 - Ein anglo-amerikanischer Bombenangriff auf Chemnitz zerstört große Teile der Stadt und fordert zahlreiche Todesopfer.
- 1969 - Gustav Heinemann wird von der Bundesversammlung zum 3. deutschen Bundespräsidenten gewählt.
- 1983 - Australien. Robert James Lee Hawke wird Premierminister.
- 1992 - Unter dem Vorsitz von Eduard Schewardnadse wird der georgische Staatsrat gebildet.
- 1995 - In Estland wird Tiit Vähi neuer Ministerpräsident.
- 1998 - Der deutsche Bundestag ratifiziert den Amsterdamer Vertrag.
- 2000 - In Peking wird die diesjährige Plenartagung des Nationalen Volkskongresses durch Regierungschef Zhu Rongji eröffnet.

Wirtschaft


- 1853 - Henry E. Steinway gründet das bekannte Klavierbau-Unternehmen. Es hat Produktionsstätten in New York und Hamburg.

Wissenschaft und Technik


- 1896 - Antoine Henri Becquerel entdeckt die Radioaktivität des Uran.
- 1979 - Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 fliegt am Jupiter vorbei und liefert viele Fotos des Planeten und seiner Monde.

Kultur


- 1836 - Die erste nichtschlagende Studentenverbindung Deutschlands, die Uttenruthia zu Erlangen, wird gegründet.
- 1838 - Uraufführung der Oper Guido et Ginèvra ou La Peste de Florence von Fromental Halévy in Paris.

Religion


- 1604 Erste Begegnung zwischen Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal in Dijon. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine einzigartige geistliche Freundschaft, die am 6. Juni 1610 zur Gründung der Ordensgemeinschaft der Schwestern der Heimsuchung Mariens oder Salesianerinnen führte.

Katastrophen


- 1966 - Japan. Eine Boeing 707 der BOAC prallt gegen den Berg Fuji (von den Japanern auch ehrfurchtsvoll Fujisan genannt, was so viel bedeutet wie "ehrenwerter Fuji"). Alle 124 Passagiere sterben.
- 1973 - Nantes, Frankreich. Vermutlich infolge eines Navigationsfehlers und Problemen im Funkverkehr kam es zu einer Kollision eines Spantax-Jets mit einer Iberia-Maschine im Luftraum von Nantes. Während die Spantax-Maschine schwer beschädigt notlanden konnte und alle Insassen wie durch ein Wunder überlebten, kamen alle 68 Insassen der Iberia-Maschine ums Leben.
- 1993 - Skopje, Mazedonien. Eine Fokker 100 der mazedonischen Palair stürzte unmittelbar nach dem Start wegen vereister Tragflächen ab. 83 von 97 Personen an Bord starben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1936 - Sepp Bradl gelingt im slowenischen Planica mit einer Weite von 101 m der erste Sprung eines Menschen mit Skiern über 100 m.

Geboren


- 1133 - Heinrich II. Vater von Richard Löwenherz
- 1512 - Gerhard Mercator, deutsch-niederländischer Kartograf
- 1583 - Friedrich IV. von der Pfalz, deutscher Kurfürst
- 1585 - Friedrich I. von Hessen-Homburg, deutscher Landgraf
- 1585 - Johann Georg I., Kurfürst von Sachsen
- 1601 - Johann Michael Moscherosch, deutscher Satiriker
- 1626 - Anton Heimreich, Chronist der Zweiten Marcellusflut
- 1680 - Joseph Munggenast, österreichischer Barockbaumeister
- 1696 - Giovanni Battista Tiepolo, italienischer Maler
- 1733 - Teruya Kanga Sakugawa, okinawanischer Tode („Karate“) Meister
- 1774 - Christopher Ernst Friedrich Weyse, dänischer Komponist
- 1805 - Theodore Labarre, französischer Harfenvirtuose und Komponist
- 1817 - Moritz Carrière, deutscher Schriftsteller und Philosoph
- 1830 - Étienne-Jules Marey, Physiologe
- 1843 - Eduard Fiechtner, letzter Ortsvorsteher von Untertürkheim
- 1853 - Arthur Foote, US-amerikanischer Komponist
- 1862 - Siegbert Tarrasch, deutscher Schachgroßmeister
- 1865 - Hermann Passow, deutscher Chemiker
- 1869 - Michael von Faulhaber, deutscher Kardinal
- 1870 - Frank Norris, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1870 - William H. Beveridge, britischer Ökonom
- 1871 - Rosa Luxemburg, Sozialdemokratische Theoretikerin, Mitbegründerin des Spartakusbundes
- 1880 - Sergej Natanowitsch Bernstein, russischer Mathematiker
- 1886 - Paul Radmilovic, britischer Wasserballer und Schwimmer
- 1887 - Heitor Villa-Lobos, brasilianischer Komponist und Dirigent
- 1888 - Friedrich Schnack, deutscher Dichter
- 1890 - Wilhelm Boden, deutscher Jurist und Politiker
- 1893 - Guus de Serière, niederländischer Fußballspieler
- 1896 - Lotte Eisner, deutsche Schriftstellerin und Filmkritikerin
- 1896 - Eduard Erdmann, lettischer Pianist und Komponist
- 1897 - Song Meiling, chinesische Ehefrau von Chiang Kai-shek
- 1898 - Zhou Enlei, chinesischer Politiker
- 1904 - Karl Rahner, deutscher Theologe
- 1905 - Günther Lüders, deutscher Schauspieler
- 1907 - Rosemarie Clausen, deutsche Theaterfotografin
- 1908 - Fritz Fischer, deutscher Historiker
- 1908 - Ludwig Goldbrunner, deutscher Fußballspieler
- 1908 - Rex Harrison, britischer Schauspieler
- 1909 - Ossip Kurt Flechtheim, deutscher Politikwissenschaftler
- 1910 - Ennio Flaiano, italienischer Schriftsteller
- 1910 - Josef Marzinkewitsch, polnischer Mathematiker
- 1911 - Gregor Determann, deutscher Politiker der Zentrumspartei
- 1913 - Josef Stroh, deutscher und österreichischer Fußballspieler
- 1914 - Philip Farkas, US-amerikanischer Hornist
- 1918 - James Tobin, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 1921 - Ken Adam, deutsch-britischer Szenenbildner
- 1922 - Pier Paolo Pasolini, italienischer Filmregisseur und Dichter
- 1927 - Jack Cassidy, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1929 - J. B. Lenoir, US-amerikanischer Musiker
- 1933 - Tommy Tucker, US-amerikanischer Musiker
- 1933 - Walter Kasper, Kardinal, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
- 1934 - Daniel Kahneman, israelisch-amerikanischer Psychologe
- 1936 - Manfred Lepa, Richter am Bundesgerichtshof
- 1939 - Wolf Bauer, deutscher Politiker und MdB
- 1940 - Josef Piontek, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1942 - Felipe González, spanischer Rechtsanwalt und Politiker
- 1943 - Alfred Hartenbach, deutscher Politiker
- 1943 - Christian Führer, evangelischer Pfarrer der DDR
- 1943 - Thomas Prinzhorn, österreichischer Industrieller und Politiker
- 1944 - Derek Skinner, britischer Musiker
- 1945 - Friedrich Bohl, deutscher Politiker
- 1946 - Murray Head, britischer Sänger
- 1947 - Clodagh Rodgers, irischer Sänger
- 1947 - Eddie Hodges, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1948 - Eddie Grant, britischer Sänger
- 1950 - Tom Russell, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1950 - Willy Matheisl, deutscher Fotograf
- 1952 - Gary Grainger, britischer Musiker
- 1952 - Robin Hobb, Schriftstellerin und lebt in Tacoma, US-Staat Washington
- 1953 - Richard Sanderson, Sänger
- 1958 - Andy Gibb, britischer Sänger
- 1965 - Nadja Abd el Farrag, deutsche Sängerin, Moderatorin und Buchautorin
- 1970 - Yuu Watase, japanische Mangaka
- 1971 - John Frusciante, US-amerikanischer Musiker (Red Hot Chili Peppers)
- 1974 - Barbara Schöneberger, deutsche Fernsehmoderatorin
- 1974 - Jens Jeremies, deutscher Fußballspieler
- 1975 - Jolene Blalock, US-amerikanische Schauspielerin
- 1976 - Sarunas Jasikevicius, litauischer Basketballspieler
- 1979 - Gonghong Tang, chinesische Gewichtheberin
- 1982 - Du Li, chinesische Sportschützin
- 1989 - Jake Lloyd, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 1320 - Peter von Aspelt, Erzbischof von Mainz, Bischof von Basel
- 1534 - Correggio, italienischer Maler der Renaissance
- 1535 - Lorenzo Costa, italienischer Maler
- 1605 - Clemens VIII., Papst
- 1622 - Ranuccio I. Farnese, Herzog von Parma und Piacenza
- 1691 - Jean-Jacques Renouard de Villayer, französischer Jurist und Postpionier
- 1778 - Thomas Arne, britischer Komponist
- 1827 - Alessandro Volta, italienischer Physiker, Begründer der Elektrizitätslehre
- 1827 - Pierre-Simon Laplace, beschäftigte sich mit der Wahrscheinlichkeitstheorie
- 1829 - John Adams (Bounty), geistiger Gründervater der Pitcairner
- 1853 - August Kestner, deutscher Diplomat und Kunstsammler
- 1877 - Ernst Julius Otto, deutscher Komponist, Chorleiter und Kreuzkantor
- 1895 - Henry Creswicke Rawlinson, britischer Assyriologe und Diplomat
- 1895 - Nikolai Semjonowitsch Leskow, russischer Schriftsteller
- 1904 - Alfred Graf von Waldersee, deutscher Militär, Generalfeldmarschall Preußens
- 1907 - Friedrich Blass, deutscher Gelehrter
- 1914 - Georgi Jakowlewitsch Sedow, russischer Marineleutnant und Polarforscher
- 1923 - Dora Pejačević, kroatische Komponistin
- 1926 - Otto Ernst, deutscher Schriftsteller
- 1927 - Franz Mertens, deutscher Mathematiker
- 1928 - Emil Mayrisch, Präsident des Direktoriums der ARBED
- 1935 - Hans Schemm, Gauleiter der NSDAP
- 1941 - Ludwig Quidde, deutscher Historiker, Politiker und Pazifist
- 1944 - Rudolf Harbig, deutscher Leichtathlet
- 1945 - Hasso von Boehmer, Oberstleutnant im Generalstab
- 1945 - Ludwig Landmann, Politiker, Oberbürgermeister von Frankfurt am Main
- 1947 - Alfredo Casella, italienischer Komponist, Musiker und Musikkritiker
- 1947 - Carl Mannich, deutscher Chemiker
- 1952 - Georg Arends, Botaniker
- 1953 - Josef W. Stalin, sowjetischer Politiker
- 1953 - Sergei Sergejewitsch Prokofjew, russischer Komponist
- 1962 - Otakar Jeremiáš, tschechischer Komponist und Dirigent
- 1963 - Cowboy Copas, US-amerikanischer Musiker
- 1963 - Hawkshaw Hawkins, US-amerikanischer Musiker
- 1963 - Patsy Cline, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1966 - Anna Andrejewna Achmatowa, russische Dichterin und Schriftstellerin
- 1969 - Hans Ekstrand, deutscher Politiker
- 1970 - Werner Jacobi, deutscher Politiker
- 1975 - Erwin Balzer, deutscher evangelisch-lutherischer Theologe
- 1977 - Tom Pryce, Autorennfahrer
- 1980 - Wilhelm Hoegner, deutscher Jurist und Politiker
- 1980 - Winifred Wagner, Leiterin der Bayreuther Festspiele
- 1981 - Paul Hörbiger, österreichischer Schauspieler
- 1982 - Heinz Heck, deutscher Biologe und Zoodirektor in München
- 1982 - John Belushi, US-amerikanischer Sänger und Filmschauspieler
- 1984 - William Powell, US-amerikanischer Schauspieler
- 1986 - Ljudmila Rudenko, sowjetische Schachweltmeistrin
- 1987 - Josef Gregor, deutscher Volksliedpädagoge
- 1990 - Edmund Conen, deutscher Fußballspieler
- 1993 - Hans Christian Blech, deutscher Schauspieler
- 2000 - Hermann Ebeling, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 2003 - Gerhard Rosenfeld, deutscher Komponist

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Papst Lucius I. (katholisch)
- Nationalfeiertag in Cornwall

Siehe auch


- 4. März - 6. März
- 5. Februar - 5. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0305 ja:3月5日 ko:3월 5일 simple:March 5 th:5 มีนาคม

1696

Ereignisse


- Unter Peter dem Großen erobern die Russen im Kampf gegen die Türken die Asowsche Festung zurück

Kultur


- 25. Februar: Uraufführung des Trauerspiels Mahumet II. von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg
- 27. Dezember: Uraufführung der Oper Il trionfo di Camilla regina de Volsci von Giovanni Bononcini am Teatro San Bartolomeo in Neapel
- Universität der Künste Berlin

Geboren


- 6. März: Joseph Anton Feuchtmayer, bedeutender Stuckateur und Bildhauer des Rokoko († 1770)
- 6. Mai: Johann Andreas von Franken-Siersdorf, Generalvikar in Köln († 1754)
- 27. September: Alfonso Maria de Liguori, italienischer Jurist, Bischof und Ordensgründer, der heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben wurde († 1787)
- 17. Oktober: August III., König von Polen und Kurfürst von Sachsen († 1763)
- 28. Oktober: Moritz Graf von Sachsen („Marschall von Sachsen“), französischer Feldherr († 1750)
- 25. November: Georg von Pfronten-Kreuzegg, sel. Kapuziner in Kreuzegg (Pfarrei Pfronten), gest. 7. Oktober 1762 in Frascati
- 21. Dezember: Johann Thomas von Quentel, Priester und Domherr in Köln

Gestorben


- 29. Januar: Iwan V., war zusammen mit seinem jüngeren Bruder Peter I. Zar von Russland (
- 1666)
- 1. Februar: Johann Peter von Burmann, war Politiker und Weihbischof in Köln (
- 1642)
- 8. Februar: Iwan V., Zar von Russland (
- 1666)
- 15. März: Heinrich Casimir von Nassau-Dietz, Vorfahre der Könige der Niederlande (
- 1657)
- 18. April: Marie de Rabutin-Chantal, marquise de Sévigné, wurde durch ihre hinterlassenen Briefe bekannt (
- 1626)
- 17. Juni: Jan III. Sobieski, polnischer König (
- 1629)
- 8. September: Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen, deutscher Schriftsteller (
- 1663)
- 27. Oktober: Johann Gabriel Löbel, Glashüttenbesitzer und Hammerherr (
- 1635)
- 4. Dezember: Meisho, 109. Kaiserin von Japan (
- 1624)
- 10. Dezember: Johann Christoph Arnschwager, deutscher Kirchenliederdichter (
- 1625)
- 13. Dezember: Georg Matthäus Vischer, war Topograph und Geistlicher (
- 1628) ko:1696년

Venedig

Venedig [] (ital. Venezia []) ist eine Stadt im Nordosten Italiens an der adriatischen Küste, Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig. Die Stadt ist eines der beliebtesten touristischen Ziele in Europa und ist auch für ihren Karneval bekannt. Auf der UNESCO-Liste der schützenswerten Kulturdenkmäler des Kontinents liegt Venedig auf Platz 1 - vor Český Krumlov in Südböhmen.

Lage und Stadtgliederung

Das historische Zentrum Venedigs liegt auf mehreren Inseln inmitten der Lagune von Venedig einige Kilometer nördlich der Mündung des Po. Am wichtigsten sind dabei die durch den Canal Grande (auf italienischen Karten oft auch als Canale Grande bezeichnet) in zwei Teile getrennte Hauptinsel und die durch den Canale della Giudecca von der Hauptinsel getrennte Giudecca. Auf dem Festland gehören die "hässlichen Schwestern" Mestre und Marghera dazu. Rund um die Lagune finden sich weitere Städte, unter anderem die Fischerstadt Chioggia, die auch den Übernamen "das kleine Venedig" trägt. Der Lido gehört politisch zur Stadt Venedig, ebenso Inseln wie Torcello, Murano, Burano, San Erasmo und Vignole. Vignole Vignole Das historische Zentrum der Stadt ist traditionell aufgeteilt in sechs Stadtteile: Cannaregio, San Polo, Dorsoduro (mit der Insel Giudecca), Santa Croce, San Marco and Castello (mit San Pietro di Castello und Santa Elena).

Geschichte

Zur Geschichte der Republik siehe den Hauptartikel Republik Venedig. Republik Venedig Was heute Venedig ist, entwickelte sich schon seit der späten Antike in Form verstreuter Siedlungen auf den Inseln der entstehenden Lagune. Der Name Venedig zeugt vom Volk der Veneter,das hier ansässig gewesen war. Die Stadt wurde durch Flüchtlinge aus Oberitalien besiedelt, die sich vor der Invasion der Hunnen 452 und später der Langobarden 568 in den Sümpfen und auf den zahllosen Inseln der Brenta-Mündung verbargen. Die vor den Hunnen Flüchtenden sollen sich mit der Losung Veni etiam (etwa: "Auch ich bin (hierher) gekommen") gegrüßt haben. Von dieser Losung soll sich nach einer anderen gängigen Erklärung der Name Venedig ableiten. Venedig trat die politische Nachfolge der Laguneninsel Torcello an, die als bedeutende Bischofsstadt aus noch unbekannten Gründen (Malaria?) von ihren Bewohnern in Richtung Venedig verlassen wurde und dabei eine Abgegangene wurde. Als Außenposten des Byzantinischen Reiches, gelang es den Venezianern, im Gegensatz zu den übrigen oberitalienischen Städten, ihre Selbstständigkeit gegenüber dem Fränkischen bzw. dem Heiligen Römischen Reich zu bewahren. Außerdem profitierten sie davon, dass Byzanz angesichts der Invasionen von Langobarden, Franken, Slawen, Awaren, Persern und Arabern nicht in der Lage war, diesen Außenposten wirklich zu beherrschen. Im Gegenteil gelang es Venedig sehr erfolgreich zwischen den Kaiserreichen zu lavieren und äußerst günstige Handelsverträge zu erwirken, die ihm eine jahrhundertelange Monopolstellung im Handel zwischen Westeuropa und Byzanz sicherten. Schon früh unter Führung eines Dogen und seiner verschiedenen Ratsgremien, wie etwa des Kleinen und des Großen Rates, erreichte der venezianische Stadtadel eine Stabilisierung seiner Vorherrschaft in der Stadt durch Handelsprivilegien, Abschließung gegen aufsteigende Familien (1297) und die Einführung von Überwachungsgremien mit fast unbeschränkter Vollmacht (wie etwa dem Rat der Zehn). Es bildete sich die Republik Venedig heraus, die sich im Lauf des 14. Jahrhunderts auch auf das Festland ausdehnte. Bereits im 10. Jahrhundert unterstützte die Stadt ihre einstige Herrin Byzanz gegen die in Süditalien eingefallenen Muslime. Der byzantinische Einfluss in der Stadt ist auch an vielen Bauten erkennbar, wie beispielsweise am Markusdom. Markusdom Im 9. Jahrhundert wurde der heilige Markus zum Schutzpatron erkoren, er gesellte sich zum heiligen Theodor. Die Säulen der beiden Heiligen befinden sich noch heute auf der Piazzetta, dem zum Meer weisenden Nebenplatz des Markusplatzes. In San Marco werden die Gebeine des heiligen Markus aufbewahrt, die der Legende zufolge aus Alexandria gestohlen wurden. Dieser Akt zeugt bereits von einem gestiegenen Selbstbewusstsein. Durch ihre Beziehungen zu Byzanz konnte die Stadt in diesem Raum enorme wirtschaftliche Vorteile gewinnen. Seit sie ihre Flotte gegen die seldschukischen Türken eingesetzt hatte, gestand ihr Kaiser Alexios I. 1081 ein Handelsabkommen zu, das ihr das De-Facto-Monopol im Byzantinischen Reich gab. Im Zuge der ersten Kreuzzüge und bedingt durch diese Handelsprivilegien, die sich auch in einem Kaufmannsviertel in der Hauptstadt niederschlugen, nahmen die Feindseligkeiten zwischen Venezianern und Byzantinern zu. Anlässlich des Vierten Kreuzzuges nützte der Doge Enrico Dandolo die Gelegenheit, sich des reichen Konstantinopel zu bemächtigen, und "dirigierte" ihn um. 1204 wurde Konstantinopel erobert und geplündert; das neu entstandene Lateinische Kaiserreich wurde von Venedig dominiert - die Stadt hatte den ersten Höhepunkt ihrer Macht erreicht. Zahllose geplünderte Kunstschätze gelangten von Byzanz in den Westen, so auch die bronzene Quadriga der Markuskirche. Aus diesem 'Coup' - der die Hauptursache für das bis heute andauernde misstrauische Verhältnis der orthodoxen Völker Osteuropas, insbesondere der Russen, gegenüber dem Westen war - folgte allerdings auch ein endloser Konflikt mit Genua, der Ursache für vier verheerende Kriege war. Im letzten Krieg eroberten die Genuesen 1381 das am Südrand der Lagune gelegene Chioggia, aber letztlich mussten sie erfolglos abziehen. Während Genua den Handel über das Schwarze Meer zunehmend dominierte, herrschte Venedig im Levantehandel vor. Durch die Heirat von Caterina Cornaro mit dem letzten König von Zypern fiel die Insel nach dem Tod des Königs und auch des Thronfolgers an Venedig. Zypern Seit dem Fall von Konstantinopel 1453 musste Venedig seine Positionen im östlichen Mittelmeer nach und nach den Osmanen überlassen, seine Bedeutung nahm auch infolge der Verlagerung des Weltverkehrs auf den Atlantik immer mehr ab. Portugal findet den Seeweg um Afrika nach Indien (Vasco da Gama), das Monopol Venedigs auf den Gewürzhandel mit den Gebieten der Levante geht verloren. Nach dem Verlust von Zypern an das Osmanische Reich 1571 wird das Osmanische Reich von der Heilige Liga, bestehend aus Papst, Spanien und Venedig zwar besiegt Seeschlacht von Lepanto, doch der Sieg kann den Verlust Zyperns sowie den weiteren machtpolitischen Niedergang Venedigs nicht aufhalten. Insel um Insel in der Ägäis geht an die Osmanen verloren, die Republik zieht sich mehr und mehr in die Lagune zurück. Mit dem Aufblühen der Länder Portugal, Spanien und schließlich England sowie Holland als neue Seemächte und der einhergehenden Entdeckung und Ausbeutung Amerikas, sind die Tage Venedigs als dominierende See- und Handelsmacht gezählt. In der Folge übernahm die Luxusindustrie (vor allem die Glasbearbeitung) die Rolle des Levantehandels, ebenso der Tourismus. Venedig und Florenz waren die ersten Orte, die zum größeren Teil vom Tourismus lebten. Venedig konnte Dalmatien und zeitweilig den Peloponnes (unter dem Namen Morea) sowie einige griechische Inseln unter seiner Hoheit halten. Der Niedergang der Stadt im 18. Jahrhundert, zumal der ökonomische, wird in der jüngsten Forschung generell zumeist als Mythos behandelt; politisch war sie seitdem unbedeutender als vorher. 1797 verlor die Republik Venedig durch Napoleon ihre Selbstständigkeit und wurde 1815 ein Teil des Lombardo-Venezischen Königreiches, das unter österreichischer Oberhoheit stand. Im Revolutionsjahr 1848 (vgl. Märzrevolution#Italienische Staaten) wurde nach verschiedenen Aufständen in weiten Teilen der ganzen Lombardei am 23. März 1848 unter Daniele Manin erneut eine Republik in Venedig ausgerufen, die über ein Jahr ihre Unabhängigkeit von Österreich behaupten konnte. Am 24. August 1849 wurde die Stadtrepublik von österreichischen Truppen blutig niedergeschlagen, nachdem davor in zwei kurzen Revolutionskriegen zwischen Österreich und Sardinien-Piemont auch die anderen revolutionären Unabhängigkeitsbewegungen in ganz Oberitalien erfolgreich unterdrückt worden waren. In Folge der Niederlage Österreichs gegen Preußen im Deutschen Krieg von 1866, in dem das 1861 neu gegründete Königreich Italien Verbündeter Preußens war, kam Venedig gemäß dem Wiener Friedensvertrag vom 3. Oktober 1866 an Italien (vgl. auch Risorgimento). Risorgimento Kunsthistorisch ist Venedig zur Zeit der Renaissance und des Barock von höchster Bedeutung: es war der "Gegenpol" zu Florenz und beherbergte viele Künstler wie Correggio, Giorgione, Giovanni Bellini, Tizian und später Tintoretto und Giovanni Battista Tiepolo. Der venezianische Stil ist dem Florentiner komplementär: während in Florenz mehr Wert auf Zeichnung und Komposition eines Bildes gelegt wurde, dominierten in Venedig Licht und Farbe. Man kommt allerdings nicht umhin zu konstatieren, dass das Seicento, also das 17. Jahrhundert, in Bezug auf die Kunst in Venedig eine weniger glückliche Zeit war. 17. Jahrhundert Die Kunst, einen Gegenstand durch Farbe und Lichteffekte plastisch erscheinen zu lassen, wurde hier erfunden. So wurde auch ein großer Reichtum in der Farbpalette entwickelt. Dieser "Widerstreit" zwischen Florenz und Venedig lässt sich durch die ganze spätere abendländische Kunstgeschichte bis 1900 weiterverfolgen.

Hochwasser

1900 Die Gebäude Venedigs sind auf Holzpfählen erbaut, die in verschiedene Schichten von Ton und Sand eingerammt sind. Die Technik der "palificazione" hat sich, abgesehen von einer Mechanisierung, bis heute im Wesentlichen nicht geändert. Venedig ist oft von Hochwasser (Acqua Alta) bedroht. Auf dem Markusplatz steht im Schnitt inzwischen an etwa 100 Tagen im Jahr das Wasser. 1966 ereignete sich eine große Sturmflut. Der Meeresspiegel in der Lagune liegt heute 23 cm höher als noch zu Beginn des 20. Jhdts., teils wegen der inzwischen gestoppten Absenkung des Lagunenbodens durch Wasserentnahme und durch den allgemeinen Anstieg des Meeresspiegels. Diese Entwicklung bedroht die historische Bausubstanz der Stadt. Ein Schleusensystem an den Hafeneinfahrten soll die Stadt vor den wiederkehrenden Hochwassern schützen. Das seit Ende 2004 in Bau befindliche Projekt MOSE (modulo sperimentale elettromeccanico) besteht aus 79 Schleusentoren auf dem Meeresgrund, die ab einem Hochwasser von 110 cm über dem Normalpegel durch Druckluft aufgerichtet werden sollen. Die Fertigstellung ist für 2011 vorgesehen. 2011 Kritiker führen gegen das Projekt an, dass der Meeresspiegel durch die weltweite Klimaerwärmung noch weiter steigen könnte und die Ökologie in der Lagunenstadt durch die Schleusen beeinträchtigt wird. In der Tat sind die zur Befriedigung der Bedürfnisse der Erdölindustrie (Industriehafen Porto Marghera) und des Fremdenverkehrs (Kreuzfahrtschiffe) immer weiter vertieften Hafeneinfahrten, darunter namentlich die nördliche bei Punta Sabbioni, das Hauptproblem.

Verkehr

Neben den Landverkehrswegen in der Altstadt in Form von Gassen (Calle, pl. Calli) bilden für den Warentransport noch immer die rund 180 Kanäle das Rückgrat. Wasserbusse (vaporetti) wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt. Für ihren Betrieb zeichnet heute die städtische Verkehrsgesellschaft ACTV (Azienda del Consorzio Trasporti Veneziano) verantwortlich. Über die 3,6km lange, sog Ponte della Libertà (Brücke der Freiheit) für KFZ und Eisenbahn ist die Altstadt an das Festland angebunden. Es bestehen zwei Hauptbahnhöfe: Venezia Santa Lucia als Kopfbahnhof auf der Insel sowie der Knotenbahnhof Venezia Mestre im gleichnamigen Festlandsstadtteil, dem sich westlich ein stillgelegter, aber noch für den örtlichen Güterverkehr benützter Rangierbahnhof anschliesst. Unter Bürgermeister Paolo Costa wurde zuletzt die Schaffung einer U-Bahn-Linie mit direktem Ausstieg auf dem Markusplatz und Murano forciert. Costas seit April 2005 amtierender Nachfolger, der Philosoph Massimo Cacciari, mißt dem Projekt hingegen keine hohe Priorität bei, so daß mittelfristig nicht mit dem Bau einer Metro zu rechnen ist. Venedig verfügt über zwei Flughäfen: Flughafen Venedig (Marco Polo) und den von Billigfluggesellschaften angeflogenen Flughafen Venedig (Treviso).

Kultur

Architektur

Profanbauten

Ein Palast wird im allgemeinen in Venedig als Casa (abgekürzt Ca′) bezeichnet. In der öffentlichen Wahrnehmung gab es nur drei Paläste, die als solche bezeichnet wurden: den Dogenpalast (Palazzo Ducale), den Bischofspalast sowie die Residenz des Patriarchen von Grado. Von den sogenannten byzantinischen Palästen gibt es heute nur noch wenige, und diese sind im 19. Jahrhundert weitgehend verändert worden. Viel alte Substanz ist noch an der Ca' da Mosto (am Canal Grande nordwestlich der Rialtobrücke) erhalten. Die dekorativen Details des Komplexes Loredan und Farsetti, heute Rathaus und Kommunalverwaltung, entstammt weitgehend dem 19. Jahrhundert. Dennoch lässt sich die Fassadenkomposition einer typischen "casa-fondaco" noch klar ablesen: eine Arkadenreihe im Erdgeschoss, welche zum Ein- und Ausladen von Waren geeignet war und ein ebenfalls durchgehend aufgerissener Piano Nobile. Im Grundriss äußert sich dies in einem zentralen Saal, der sich zur Fassade T-förmig erweitert. Im Verlaufe der Gotik wurden die Saalproportionen steiler, und der T-förmige Grundriss wurde zugunsten eines leicht L-artigen, später nur noch geraden durchgehenden Saales aufgegeben. Der sogenannte "gotico fiorito" (keine Übersetzung sinnvoll) verwendet im 15. Jahrhundert an manchen Architekturen am Canal Grande Maßwerk, welches sich vom Dogenpalast herleitet. Der größenmäßig bedeutendeste Bau ist die Ca' Foscari an der ersten Biegung des Canal Grande. Für die Ca'd'Oro ("Goldenes Haus") wurde kürzlich eine farbige Bemalung in Blau und Gold nachgewiesen. Bilder, insbesondere von Vittore Carpaccio und Gentile Bellini, lassen eine intensive Polychromie der gotischen Architektur erkennen. Gentile Bellini] Bedeutende Häuser des 16. Jahrhunderts sind vor allem die beiden Paläste Mauro Codussis, die Ca' Vendramin und der Pal. Corner Spinelli, ersterer mit einem Rückgriff auf einen T-förmigen Saal. Was den Profanbau angeht, so konnte, ganz im Gegensatz zum Sakralbau, Andrea Palladio in Venedig nie Fuß fassen. In seinen "Quattro Libri" sind zwar Entwürfe für die Ca'Corner della Ca' Granda und den Palazzo Grimani überliefert, doch war die konservative Haltung der Venezianer in Bezug auf die architektonische Gestaltung Ihrer Heimatstadt hier nicht zu überwinden. Eben die nach Entwurf von Jacopo Sansovino entstandene Ca' Corner, ein am Canal Grande gelegener Palast der Familie Cornaro, ist ein epochemachender Bau der Hoch-Renaissance mit einen quadratischen Innenhof nach römischem Vorbild. Ein anderer bedeutender Architekt des Cinquecento (also des 16. Jahrhunderts), Sebastiano Serlio, konnte manche seiner Vorstellungen in Kooperation mit dem Patrizier Francesco Zeno bei dessen neu zu errichtendem Palazzo verwirklichen. Bis ins 18. Jahrhundert bleibt man der tradierten dreigeteilten Gebäudetypologie des Palastbaus weitgehend treu. Die letzten Großbauten, heute allesamt museal genutzt und zu diesem Zwecke nicht immer sorgfältig genug umgebaut, sind die Ca'Pesaro, die Ca'Rezzonico und der Palazzo Grassi. Neben dem opulenten Barock des Architekten Baldassare Longhena, der sich in den erstgenannten Gebäuden niederschlug, sind auch neoklassische, "antibarocke" Tendenzen unter Antonio Diedo und dem Architekten Andrea Tirali festzustellen.

Musik und Theater

Seit der Barockzeit ist Venedig eines der wichtigsten Zentren der abendländischen Musik, der Oper und des Theaters. Im nach Brandkatastrophen mehrfach wiederaufgebauten barocken Teatro La Fenice finden ganzjährig Symphoniekonzerte statt, die Opernsaison dauert von Dezember bis Juni.

Biennale

Die Biennale von Venedig gilt als eine der wichtigsten internationalen Kunstausstellungen und wird seit 1895 alle zwei Jahre - bei mehrjährigen Unterbrechungen in den Kriegsjahren - zwischen Juni und November veranstaltet. Mittlerweile findet eine Unterteilung in Kunst, Musik, Tanz, Theater, Film und Architektur statt. Die Kunstbiennale findet in den ungeraden, die Architekturbiennale in den geraden Jahre statt. Die Filmfestspiele sowie das Festival für Musik, Tanz und Theater finden jählrich statt. Die seit 1932 Ende August/Anfang September stattfindenden Filmfestspiele gelten als das älteste und, neben dem Filmfestival Cannes und der Berlinale, als eines der drei bedeutendsten Filmfestivals weltweit.

Bildung

Von den zahlreichen Bildungseinrichtungen der Stadt ist besonders die Universität Venedig erwähnenswert.

Persönlichkeiten

Universität Venedig
- Tomaso Albinoni, Komponist
- Giovanni Bellini, Maler
- Bernardo Bellotto, Maler
- Lord Byron, englischer Dichter
- Giovanni Antonio Canale, genannt Canaletto, Maler
- Rosalba Carriera, Malerin
- Giacomo Casanova, Reisender, Gelehrter, Schriftsteller und Liebhaber
- Francesco Cavalli, Komponist
- Gasparo Contarini, Theologe, Kardinal und Diplomat
- Vincenzo Maria Coronelli, Kartograph
- Andrea Gabrieli, Komponist
- Antonio Caldara, Komponist
- Giorgione, Maler
- Baldassare Galuppi, Opernkomponist
- Carlo Goldoni, Komödiendichter
- Donna Leon, US-amerikanische Schriftstellerin
- Lorenzo Lotto, Maler
- Bruno Maderna, Komponist und Dirigent
- Gian Francesco Malipiero, Komponist
- Daniele Manin, radikaldemokratischer Revolutionär
- Claudio Monteverdi, Komponist
- Luigi Nono, Komponist
- Marco Polo, Forschungsreisender
- Paolo Sarpi, Theologe und Historiker
- Giovanni Battista Tiepolo, Maler
- Jacopo Tintoretto, Maler
- Tiziano Vecellio, Maler
- Antonio Vivaldi, Komponist
- Richard Wagner, deutscher Komponist
- Ermanno Wolf-Ferrari, deutsch-italienischer Komponist

Galerie

Image:Lightmatter_gondolas_in_venice.jpg|...Postkarten-Motiv Image:IMG_0230.JPG|Blick über die Dächer Venedigs, von einer Dachterrasse am Campo Santa Margherita Image:Venice1-2004.jpg|Venedig, Canal Grande Image:venice2-2004.jpg|Venedig, San Giorgio Maggiore Image:venice3-2004.jpg|Venedig, Canal Grande Image:venice-12.jpg|Venedig Image:venice2004-12.jpg|Venedig Image:Venedig11.jpg|Venedig Siehe auch: Galerie im Artikel über Canaletto

Literatur

Galerie im Artikel über Canaletto
- Peter Feldbauer und John Morrissey: Weltmacht mit Ruder und Segel. Venedig 800-1600, Essen 2004. ISBN 3-88400-419-0
- Richard Goy: Stadt in der Lagune. Leben und Bauen in Venedig, Stuttgart 1998. ISBN 3-89660-030-3
- Norbert Huse: Venedig. Von der Kunst, eine Stadt im Wasser zu bauen, München 2005. ISBN 3-40652-746-9
- Lothar Müller: Casanovas Venedig. Ein Reiselesebuch. Berlin 1998. - ISBN 3-80311-170-6
- Gerhard Rösch: Venedig. Geschichte einer Seerepublik, Stuttgart 2000. ISBN 3-17-014547-9
- Wolfgang Wolters: Architektur und Ornament, München 2000. ISBN 3-406-45906-4

Weblinks


- [http://english.comune.venezia.it/ Offizielle Seite der Stadt, englisch und italienisch]
- [http://www.jc-r.net/venezia/palazzi/indexd.html Architektur in Venedig: Paläste]
- [http://library.ucsc.edu/slides/decou/venice1.html Branson De Cou: Handkolorierte Glas-Dias von Venedig 1920 bis 1941]
(The De Cou Archive, University of California, Santa Cruz)
- [http://gutenberg.spiegel.de/goethe/italien/ital142.htm Tagebucheinträge Goethes über seinen Aufenthalt in Venedig] (aus Johann Wolfgang von Goethes "Italienische Reise")
- Kategorie:Ort im Veneto Kategorie:Weltkulturerbe Kategorie:Hauptstadt in Italien ! Kategorie:Ort mit Seehafen Kategorie:Byzantinische Geschichte ja:ヴェネツィア ko:베네치아 simple:Venice

1770

Ereignisse


- 5. März: Das so genannte Massaker von Boston fordert das Leben von 5 Zivilisten, die von englischen Truppen bei einer Straßenschlacht erschossen wurden
- 20. April: James Cook sichtet die Küste von New South Wales (Australien), die von ihm in den nächsten Monaten erforscht und kartografiert wird
- 23. August: Captain James Cook nimmt die Ostküste von Australien für die englische Krone in Besitz
- 1. November: Das Berg- und hüttenmännisches Lehrinstitut (Vorgänger der Technischen Universität) wird in Berlin gegründet
- Nicholas Cugnot erfindet den Dampfkraftwagen. Dieser gilt als erster Vorläufer des Automobiles

Kultur


- 29. Januar: Uraufführung der komischen Oper Die Jagd von Johann Adam Hiller in Weimar
- 30. Mai: Uraufführung der Oper Armida abbandonata („Die verlassene Armida“) von Niccolò Jommelli am Teatro San Carlo in Neapel
- 3. September: Uraufführung der Oper La contessina („Das gräfliche Fräulein“ oder „Die junge Gräfin“) von Florian Leopold Gassmann in Mährisch-Neustadt, Österreich

Geboren


- 22. Januar: Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes († 1846)
- 18. Februar: Christian Heinrich Rinck, deutscher Komponist und Organist († 1846)
- 20. Februar: Ferdinando Carulli, italienischer Komponist und Gitarrist († 1841)
- 21. Februar: Georges Mouton, comte de Lobau, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich († 1838)
- 26. Februar: Anton Reicha, Komponist
- 2. März: Louis Gabriel Suchet, französischer Marschall († 1826)
- 5. März: Hans Ernst Karl Graf von Zieten, preußischer Generalfeldmarschall († 1848)
- 7. März: Gabriel-Jean-Joseph Molitor, französischer General, Marschall und Pair von Frankreich († 1849)
- 11. März: Jan Theobald Held, tschechischer Arzt und Komponist († 1851)
- 20. März: Johann Gottfried Tulla, hat sich insbesondere durch die Rheinbegradigung einen Namen gemacht († 1828)
- 20. März: Friedrich Hölderlin, deutscher Dichter († 1843)
- 27. März: Sophie Mereau, deutsche Schriftstellerin († 1806)
- 7. April: William Wordsworth, britischer Dichter († 1850)
- 9. April: Thomas Johann Seebeck, estnisch-deutscher Physiker (Seebeck-Effekt) († 1831)
- 9. April: Johann Georg Kerner, Arzt und kritischer Chronist der Französischen Revolution († 1812)
- 11. April: George Canning, britischer Politiker und Regierungschef († 1827)
- 4. Mai: François Gérard, Maler († 1837)
- 10. Mai: Louis-Nicolas Davout, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich († 1823)
- 24. Mai: Luise Friederike von Preußen, preußische Prinzessin († 1836)
- 3. Juni: Manuel Belgrano, argentinischer Anwalt, Politiker und General († 1820)
- 4. Juni: James Hewitt, US-amerikanischer Komponist († 1827)
- 7. Juni: Robert Banks Jenkinson, 2. Earl of Liverpool, britischer Staatsmann († 1828)
- 22. Juni: Wilhelm Traugott Krug, deutscher Philosoph († 1842)
- 24. Juni: Albrecht Ludwig Berblinger, Flugpionier († 1829)
- 11. Juli: Ludwig von Westphalen, deutscher Beamter
- 1. August: William Clark, US-amerikanischer Soldat und Entdecker († 1838)
- 3. August: Friedrich Wilhelm III., preußischer König († 1840)
- 4. August: François-Etienne Kellermann, französischer Kavalleriegeneral († 1835)
- 27. August: Georg Hegel, deutscher Philosoph († 1831)
- 3. September: Johann Heinrich Karl Hengstenberg, Kirchenliederdichter († 1834)
- 19. September: Johann Georg Repsold, deutscher Feinmechaniker († 1830)
- 1. Oktober: vom Stein zum Altenstein, Karl Freiherr von, preußischer Politiker († 1840)
- 5. November: Dominique Joseph René Van Damme, französischer General in den Napoleonischen Kriegen
- 19. November: Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer († 1844)
- 19. November: Adam Johann von Krusenstern, erster russischer Weltumsegler († 1846)
- 11. Dezember: Samuel Marot, Theologe († 1865)
- 16. Dezember: Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist († 1827)
- 17. Dezember: Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist († 1827)
- 19. Dezember: Nicolas-Joseph Maison, französischer General, Marschall von Frankreich. († 1840)
- 27. Dezember: Carl Weisflog, deutscher Schriftsteller († 1828)
- Christian Zais, deutscher Architekt († 1820)

Gestorben


- 2. Januar: Joseph Anton Feuchtmayer, bedeutender Stuckateur und Bildhauer des Rokoko (
- 1696)
- 6. Februar: Franz Kaspar von Franken-Siersdorf, Kölner Weihbischof (
- 1683)
- 26. Februar: Giuseppe Tartini, italienischer Komponist (
- 1692)
- 3. Mai: François Boucher, Maler, Zeichner, Kupferstecher (
- 1703)
- 25. August: Thomas Chatterton, britischer Dichter (
- 1752)
- 30. September: George Whitefield, englischer Prediger und Mitbegründer des Methodismus (
- 1714)
- 24. November: George Grenville, britischer Politiker und Staatsmann (
- 1712)
- 5. Dezember: James Stirling, schottischer Mathematiker (
- 1692)
- Johann Baptist Georg Neruda ko:1770년

Madrid

Madrid ist die Hauptstadt von Spanien und der Autonomen Region Madrid (Südwesteuropa). Die Region zählt mit rund fünf Millionen Einwohnern im Großraum zu den größten Metropolen Europas. Die Stadt Madrid (ohne Vororte) ist mit 3,2 Millionen Einwohnern (2004) nach Paris, London und Berlin die viertgrößte in der Europäischen Union. Madrid ist ein sowohl national als auch international bedeutendes Handels- und Finanzzentrum. Die Stadt bildet überdies den politischen und kulturellen Mittelpunkt Spaniens. In Madrid residiert der König, der katholische Erzbischof sowie wichtige Verwaltungs- und Militärbehörden. In Madrid befinden sich fünf öffentliche Universitäten (Universidad Complutense, Universidad Autónoma, Universidad a distancia, Universidad Carlos III und Universidad Rey Juan Carlos) und verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen. Die Einwohner Madrids nennt man Madrilenen.

Geographie

Lage

Madrid befindet sich im Zentrum Spaniens 665 m über NN. Die am Ufer des kleinen Flusses Manzanares gelegene Stadt gehört zu der historischen Landschaft Kastilien. Nordwestlich der Stadt erheben sich die Berge der Sierra de Guadarrama, die im La Peñalara 2.429 m hoch aufragt. Nach Osten öffnet sich das Tal des Henares, in dem Eisen- und Autobahnen nach Saragossa und Barcelona verlaufen. Etwa 50 km südlich, am Tajo, liegt Madrids "Mutterstadt", die alte kastilische Hauptstadt Toledo. Koordinaten: 3,72° westliche Länge und 40,42° nördlicher Breite.

Stadtverwaltung

Die Stadt Madrid hat 21 Verwaltungsbezirke Distritos:
- 1. Centro
- 2. Arganzuela
- 3. Retiro
- 4. Salamanca
- 5. Chamartín
- 6. Tetua
- 7. Chamberí
- 8. Fuencarral
- 9. Moncloa - Aravaca
- 10. Latina
- 11. Carabanchel
- 12. Usera
- 13. Puente de Vallecas
- 14. Moratalaz
- 15. Ciudad Lineal
- 16. Hortaleza
- 17. Villaverde
- 18. Villa de Vallecas
- 19. Vicálvaro
- 20. San Blas
- 21. Barajas

Klima

Durch seine Höhenlage auf 665 m über dem Meeresspiegel und das kontinentale Klima sind die Sommer in Madrid heißer und trockener, die Winter jedoch deutlich kälter als etwa in den Städten am Mittelmeer.

Geschichte

Madrid ist eine für europäische Verhältnisse junge Metropole. In den Jahren 852 bis 886 wurde eine maurische Burg (alcázar) an der Stelle des heutigen Madrider Königspalastes errichtet. Die umgebende Anlage wurde magerit genannt, und ab 939 Madschrít. 1038 wurde Madrid kastilisch. Die Stadt wurde 1109 durch den Berberfürsten Jusuf erfolglos belagert. 1309 fand hier die erste Zusammenkunft des Cortes de Castilla (Kastillischen Städteparlament) unter Fernando IV. statt (andere Angabe: 1239). 1239 Mit der Verlegung der Residenz aus dem nahe gelegenen und wesentlich älteren Toledo durch Felipe II. im Jahre 1588 begann der Aufstieg der Stadt. Sie wurde 1606 offiziell spanische Hauptstadt. Zwischen 1701 und 1713 fand der Spanische Erbfolgekrieg statt, 1706 folgte die englische und portugiesische Besetzung. Von 1808 bis 1813 war Madrid von den Franzosen besetzt, wobei Napoleons Bruder Joseph König wurde. Die Besatzer ließen Klöster und ganze Stadtviertel niederreißen, um neuen Platz zu schaffen. Mit dem Aufstand vom 2. Mai 1808 wurden weitere Erhebungen im gesamten Land hervorgerufen. Von 1833 bis 1876 fanden die Karlistenkriege statt. Dabei wütete auch eine Choleraepedemie in Madrid. 1873 wurde die erste Republik durch den Diktator Emilio Castelar ausgerufen, und 1923 folgte die Militärdiktatur unter General Miguel Primo de Rivera. Am 14. April 1931 wurde in Madrid die Zweite Republik ausgerufen. Im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 39 war Madrid bis zuletzt, und zwar bis zum 28. März, republikanisch und erlitt durch deutsche und italienische Bombardements schwere Zerstörungen. Bis 1975 prägte nun die Diktatur Francisco Francos die Stadt. 1965 bis 1973 fanden zahlreiche Streiks und Studentenproteste statt. Nach dem Tod Francos im Jahre 1975 wurde Juan Carlos I. König und leitete die Demokratisierung ein, die jedoch 1981 durch Putschversuch noch einmal erheblich in Gefahr war. 1992 war Madrid "Kulturhauptstadt Europas". 2004 wurden bei den Terroranschlägen auf vier voll besetzte Nahverkehrszüge 190 Menschen getötet. siehe auch: Geschichte Spaniens

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Geschichte Spaniens Geschichte Spaniens Geschichte Spaniens Geschichte Spaniens Geschichte Spaniens Geschichte Spaniens

Einzelbauwerke


- Königspalast (Palacio Real),
- Kathedrale La Almudena,
- Kirchen San Isidro el Real und San Francisco el Grande,
- Parque del Retiro (Foto),
- Puerta de Alcalá,
- Kybelebrunnen auf der Plaza de Cibeles
- Estadio Santiago Bernabeu
- Moncloa-Turm
- Torre España

Plätze


- Plaza Mayor, Zentrum der Altstadt, ein rechteckiger, einheitlich geschlossener Platz (ähnlich dem gleichnamigen Platz in Salamanca).
- Puerta del Sol (), der Mittelpunkt der Stadt und ganz Spaniens: hier befindet sich der Kilómetro Cero, der traditionelle Ausgangspunkt der sechs radialen Nationalstraßen.
- Plaza de España am westlichen Ende der Gran Vía, ein großer Platz im Stile der 1920er Jahre mit früher Hochhausarchitektur.
- Plaza Lavapies, zentraler Punkt des gleichnahmigen Stadtteils Lavapies, ist ständig in Umbauarbeiten begriffen, sei es zur Bewerbung für die Olympischen Spiele o.ä.

Museen


- El Prado : Im Prado-Museum sind die Kunstschätze der spanischen Königinnen und Könige ausgestellt. Das Prado-Museum bietet ein einmaliges Spektrum europäischer Kunst, wobei neben spanischer Kunst aller Epochen (z.B. Goya, El Greco) Toulouse-Lautrec, Vincent van Gogh, Tiziano Vecellio u.v.a.m.
- Archäologisches Museum: es bietet eine Sammlung von Objekten aus prähistorischer Zeit bis ins Mittelalter.

Straßen


- Calle de Alcalá. Diese Prachtstraße beginnt an der Puerta del Sol und führt in Richtung Alcalá de Henares. Zwischen Sol und Plaza de Cibeles befinden sich zahlreiche repräsentative Gründerzeitbauten, u.a. Konzernsitze von Großbanken.
- Paseo del Prado. Diese sehr breite Straße führt vom Bahnhof Atocha zur Plaza de Cibeles. Hier befinden sich große Hotels und das Prado-Museum.
- Avenida de la Castellana. Die wichtigste Straßenachse Madrids beginnt an der Plaza Colón und führt in nördliche Richtung bis zum inneren Autobahnring.
- Gran Vía. Hier befinden sich eine Reihe von großen Kinos, die Zentrale der spanischen Telefongesellschaft Telefónica und Modegeschäfte.
- Calle Goya Stadtviertel:
- Alameda de Osuna

Sport

Mit Real Madrid, Atlético Madrid und dem FC Getafe besitzt die Stadt außerdem drei Fußballklubs in der Primera División, der ersten spanischen Liga.

Wirtschaft und Infrastruktur

Primera División In Madrid befinden sich Flugzeug-, Fahrzeug-, Textil-, chemische und Nahrungsmittelindustrie. Madrid ist Spaniens größter Verkehrs- und Eisenbahnknotenpunkt mit den Personenbahnhöfen Atocha und Chamartín sowie dem Rangierbahnhof Vicálvaro. Außerdem besitzt es eine U-Bahn, deren Netz zu den größten der Welt gehört. Der internationale Flughafen Madrids, Barajas, liegt im Nordosten der Stadt und ist mit der Metro schnell zu erreichen.

Bildung

Zu den zahlreichen Bildungseinrichtungen gehören die Universidad Complutense de Madrid (1508 in Alcalá de Henares eröffnet, 1836 nach Madrid verlegt) sowie die Universität Comillas (1892), die polytechnische Universität, Universidad Autónoma (1968) und die Universidad Carlos III (1989). Ebenso befinden sich hier u.a. die Königlich Spanische Akademie sowie die Akademien der Schönen Künste, der Naturwissenschaften und der Sprachen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


- Francisco de Quevedo (17. September 1580 - † 8. September 1645), Schriftsteller
- Pedro Calderón de la Barca (17. Januar[1600]] - † 25. Mai1681), Dramatiker und Poet
- Prinz Juan José de Austria (
- 1629 - † 1679), Heerführer und Staatsmann
- José Ortega y Gasset (
- 9. Mai 1883 - † 18. Oktober 1955), Philosoph
- Jorge Semprún (
- 10. Dezember1923), Schriftsteller
- Francisco Umbral (
- 11. Mai 1932), Schriftsteller
- Teresa Berganza (
- 1935) Sängerin
- Placido Domingo (
- 21. Januar 1941), Sänger
- Julio Iglesias (
- 23. September 1943), Sänger
- José María Aznar (
- 25. Februar 1953), Politiker
- Santiago Sierra (
- 1966), Künstler
- Penélope Cruz (
- 28. April 1974), Schauspielerin für weitere Personen siehe: Liste der Söhne und Töchter der Stadt Madrid.

Weblinks


- http://www.munimadrid.es/Principal/ingles/portada.html (Englisch)
- http://insidemadrid.de/
- [http://www.reisefuehrer.cc/index.php/category/madrid/ Sehenswürdigkeiten in Madrid]
- http://www.ccape.es - Deutsche Handelskammer für Spanien ! Kategorie:Ort in Spanien Kategorie:Hauptstadt in Europa ja:マドリード ko:마드리드 simple:Madrid th:มาดริด

Venedig

Venedig [] (ital. Venezia []) ist eine Stadt im Nordosten Italiens an der adriatischen Küste, Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig. Die Stadt ist eines der beliebtesten touristischen Ziele in Europa und ist auch für ihren Karneval bekannt. Auf der UNESCO-Liste der schützenswerten Kulturdenkmäler des Kontinents liegt Venedig auf Platz 1 - vor Český Krumlov in Südböhmen.

Lage und Stadtgliederung

Das historische Zentrum Venedigs liegt auf mehreren Inseln inmitten der Lagune von Venedig einige Kilometer nördlich der Mündung des Po. Am wichtigsten sind dabei die durch den Canal Grande (auf italienischen Karten oft auch als Canale Grande bezeichnet) in zwei Teile getrennte Hauptinsel und die durch den Canale della Giudecca von der Hauptinsel getrennte Giudecca. Auf dem Festland gehören die "hässlichen Schwestern" Mestre und Marghera dazu. Rund um die Lagune finden sich weitere Städte, unter anderem die Fischerstadt Chioggia, die auch den Übernamen "das kleine Venedig" trägt. Der Lido gehört politisch zur Stadt Venedig, ebenso Inseln wie Torcello, Murano, Burano, San Erasmo und Vignole. Vignole Vignole Das historische Zentrum der Stadt ist traditionell aufgeteilt in sechs Stadtteile: Cannaregio, San Polo, Dorsoduro (mit der Insel Giudecca), Santa Croce, San Marco and Castello (mit San Pietro di Castello und Santa Elena).

Geschichte

Zur Geschichte der Republik siehe den Hauptartikel Republik Venedig. Republik Venedig Was heute Venedig ist, entwickelte sich schon seit der späten Antike in Form verstreuter Siedlungen auf den Inseln der entstehenden Lagune. Der Name Venedig zeugt vom Volk der Veneter,das hier ansässig gewesen war. Die Stadt wurde durch Flüchtlinge aus Oberitalien besiedelt, die sich vor der Invasion der Hunnen 452 und später der Langobarden 568 in den Sümpfen und auf den zahllosen Inseln der Brenta-Mündung verbargen. Die vor den Hunnen Flüchtenden sollen sich mit der Losung Veni etiam (etwa: "Auch ich bin (hierher) gekommen") gegrüßt haben. Von dieser Losung soll sich nach einer anderen gängigen Erklärung der Name Venedig ableiten. Venedig trat die politische Nachfolge der Laguneninsel Torcello an, die als bedeutende Bischofsstadt aus noch unbekannten Gründen (Malaria?) von ihren Bewohnern in Richtung Venedig verlassen wurde und dabei eine Abgegangene wurde. Als Außenposten des Byzantinischen Reiches, gelang es den Venezianern, im Gegensatz zu den übrigen oberitalienischen Städten, ihre Selbstständigkeit gegenüber dem Fränkischen bzw. dem Heiligen Römischen Reich zu bewahren. Außerdem profitierten sie davon, dass Byzanz angesichts der Invasionen von Langobarden, Franken, Slawen, Awaren, Persern und Arabern nicht in der Lage war, diesen Außenposten wirklich zu beherrschen. Im Gegenteil gelang es Venedig sehr erfolgreich zwischen den Kaiserreichen zu lavieren und äußerst günstige Handelsverträge zu erwirken, die ihm eine jahrhundertelange Monopolstellung im Handel zwischen Westeuropa und Byzanz sicherten. Schon früh unter Führung eines Dogen und seiner verschiedenen Ratsgremien, wie etwa des Kleinen und des Großen Rates, erreichte der venezianische Stadtadel eine Stabilisierung seiner Vorherrschaft in der Stadt durch Handelsprivilegien, Abschließung gegen aufsteigende Familien (1297) und die Einführung von Überwachungsgremien mit fast unbeschränkter Vollmacht (wie etwa dem Rat der Zehn). Es bildete sich die Republik Venedig heraus, die sich im Lauf des 14. Jahrhunderts auch auf das Festland ausdehnte. Bereits im 10. Jahrhundert unterstützte die Stadt ihre einstige Herrin Byzanz gegen die in Süditalien eingefallenen Muslime. Der byzantinische Einfluss in der Stadt ist auch an vielen Bauten erkennbar, wie beispielsweise am Markusdom. Markusdom Im 9. Jahrhundert wurde der heilige Markus zum Schutzpatron erkoren, er gesellte sich zum heiligen Theodor. Die Säulen der beiden Heiligen befinden sich noch heute auf der Piazzetta, dem zum Meer weisenden Nebenplatz des Markusplatzes. In San Marco werden die Gebeine des heiligen Markus aufbewahrt, die der Legende zufolge aus Alexandria gestohlen wurden. Dieser Akt zeugt bereits von einem gestiegenen Selbstbewusstsein. Durch ihre Beziehungen zu Byzanz konnte die Stadt in diesem Raum enorme wirtschaftliche Vorteile gewinnen. Seit sie ihre Flotte gegen die seldschukischen Türken eingesetzt hatte, gestand ihr Kaiser Alexios I. 1081 ein Handelsabkommen zu, das ihr das De-Facto-Monopol im Byzantinischen Reich gab. Im Zuge der ersten Kreuzzüge und bedingt durch diese Handelsprivilegien, die sich auch in einem Kaufmannsviertel in der Hauptstadt niederschlugen, nahmen die Feindseligkeiten zwischen Venezianern und Byzantinern zu. Anlässlich des Vierten Kreuzzuges nützte der Doge Enrico Dandolo die Gelegenheit, sich des reichen Konstantinopel zu bemächtigen, und "dirigierte" ihn um. 1204 wurde Konstantinopel erobert und geplündert; das neu entstandene Lateinische Kaiserreich wurde von Venedig dominiert - die Stadt hatte den ersten Höhepunkt ihrer Macht erreicht. Zahllose geplünderte Kunstschätze gelangten von Byzanz in den Westen, so auch die bronzene Quadriga der Markuskirche. Aus diesem 'Coup' - der die Hauptursache für das bis heute andauernde misstrauische Verhältnis der orthodoxen Völker Osteuropas, insbesondere der Russen, gegenüber dem Westen war - folgte allerdings auch ein endloser Konflikt mit Genua, der Ursache für vier verheerende Kriege war. Im letzten Krieg eroberten die Genuesen 1381 das am Südrand der Lagune gelegene Chioggia, aber letztlich mussten sie erfolglos abziehen. Während Genua den Handel über das Schwarze Meer zunehmend dominierte, herrschte Venedig im Levantehandel vor. Durch die Heirat von Caterina Cornaro mit dem letzten König von Zypern fiel die Insel nach dem Tod des Königs und auch des Thronfolgers an Venedig. Zypern Seit dem Fall von Konstantinopel 1453 musste Venedig seine Positionen im östlichen Mittelmeer nach und nach den Osmanen überlassen, seine Bedeutung nahm auch infolge der Verlagerung des Weltverkehrs auf den Atlantik immer mehr ab. Portugal findet den Seeweg um Afrika nach Indien (Vasco da Gama), das Monopol Venedigs auf den Gewürzhandel mit den Gebieten der Levante geht verloren. Nach dem Verlust von Zypern an das Osmanische Reich 1571 wird das Osmanische Reich von der Heilige Liga, bestehend aus Papst, Spanien und Venedig zwar besiegt Seeschlacht von Lepanto, doch der Sieg kann den Verlust Zyperns sowie den weiteren machtpolitischen Niedergang Venedigs nicht aufhalten. Insel um Insel in der Ägäis geht an die Osmanen verloren, die Republik zieht sich mehr und mehr in die Lagune zurück. Mit dem Aufblühen der Länder Portugal, Spanien und schließlich England sowie Holland als neue Seemächte und der einhergehenden Entdeckung und Ausbeutung Amerikas, sind die Tage Venedigs als dominierende See- und Handelsmacht gezählt. In der Folge übernahm die Luxusindustrie (vor allem die Glasbearbeitung) die Rolle des Levantehandels, ebenso der Tourismus. Venedig und Florenz waren die ersten Orte, die zum größeren Teil vom Tourismus lebten. Venedig konnte Dalmatien und zeitweilig den Peloponnes (unter dem Namen Morea) sowie einige griechische Inseln unter seiner Hoheit halten. Der Niedergang der Stadt im 18. Jahrhundert, zumal der ökonomische, wird in der jüngsten Forschung generell zumeist als Mythos behandelt; politisch war sie seitdem unbedeutender als vorher. 1797 verlor die Republik Venedig durch Napoleon ihre Selbstständigkeit und wurde 1815 ein Teil des Lombardo-Venezischen Königreiches, das unter österreichischer Oberhoheit stand. Im Revolutionsjahr 1848 (vgl. Märzrevolution#Italienische Staaten) wurde nach verschiedenen Aufständen in weiten Teilen der ganzen Lombardei am 23. März 1848 unter Daniele Manin erneut eine Republik in Venedig ausgerufen, die über ein Jahr ihre Unabhängigkeit von Österreich behaupten konnte. Am 24. August 1849 wurde die Stadtrepublik von österreichischen Truppen blutig niedergeschlagen, nachdem davor in zwei kurzen Revolutionskriegen zwischen Österreich und Sardinien-Piemont auch die anderen revolutionären Unabhängigkeitsbewegungen in ganz Oberitalien erfolgreich unterdrückt worden waren. In Folge der Niederlage Österreichs gegen Preußen im Deutschen Krieg von 1866, in dem das 1861 neu gegründete Königreich Italien Verbündeter Preußens war, kam Venedig gemäß dem Wiener Friedensvertrag vom 3. Oktober 1866 an Italien (vgl. auch Risorgimento). Risorgimento Kunsthistorisch ist Venedig zur Zeit der Renaissance und des Barock von höchster Bedeutung: es war der "Gegenpol" zu Florenz und beherbergte viele Künstler wie Correggio, Giorgione, Giovanni Bellini, Tizian und später Tintoretto und Giovanni Battista Tiepolo. Der venezianische Stil ist dem Florentiner komplementär: während in Florenz mehr Wert auf Zeichnung und Komposition eines Bildes gelegt wurde, dominierten in Venedig Licht und Farbe. Man kommt allerdings nicht umhin zu konstatieren, dass das Seicento, also das 17. Jahrhundert, in Bezug auf die Kunst in Venedig eine weniger glückliche Zeit war. 17. Jahrhundert Die Kunst, einen Gegenstand durch Farbe und Lichteffekte plastisch erscheinen zu lassen, wurde hier erfunden. So wurde auch ein großer Reichtum in der Farbpalette entwickelt. Dieser "Widerstreit" zwischen Florenz und Venedig lässt sich durch die ganze spätere abendländische Kunstgeschichte bis 1900 weiterverfolgen.

Hochwasser

1900 Die Gebäude Venedigs sind auf Holzpfählen erbaut, die in verschiedene Schichten von Ton und Sand eingerammt sind. Die Technik der "palificazione" hat sich, abgesehen von einer Mechanisierung, bis heute im Wesentlichen nicht geändert. Venedig ist oft von Hochwasser (Acqua Alta) bedroht. Auf dem Markusplatz steht im Schnitt inzwischen an etwa 100 Tagen im Jahr das Wasser. 1966 ereignete sich eine große Sturmflut. Der Meeresspiegel in der Lagune liegt heute 23 cm höher als noch zu Beginn des 20. Jhdts., teils wegen der inzwischen gestoppten Absenkung des Lagunenbodens durch Wasserentnahme und durch den allgemeinen Anstieg des Meeresspiegels. Diese Entwicklung bedroht die historische Bausubstanz der Stadt. Ein Schleusensystem an den Hafeneinfahrten soll die Stadt vor den wiederkehrenden Hochwassern schützen. Das seit Ende 2004 in Bau befindliche Projekt MOSE (modulo sperimentale elettromeccanico) besteht aus 79 Schleusentoren auf dem Meeresgrund, die ab einem Hochwasser von 110 cm über dem Normalpegel durch Druckluft aufgerichtet werden