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Giovanni Paisiello

Giovanni Paisiello

Giovanni Païsiello (auch "Paësiello") (
- 9. Mai 1741 in Tarent (Taranto); † 5. Juni 1816 in Neapel) war ein italienischer Komponist.

Biographie

Paisiello machte, zum Studium der Rechtswissenschaft bestimmt, die Vorstudien im Jesuitenkollegium, trat aber im Alter von 13 Jahren in das Konservatorium Sant' Onofrio zu Neapel ein, wo er sich unter Leitung von Durante, Cotumacci und Abos zum Musiker ausbildete. Nachdem er zunächst eine Anzahl Messen, Oratorien, Psalmen u.s.w. geschrieben hatte, versuchte er sich in der dramatischen Komposition. 1763 wurde am Konservatorium ein "dramatisches Intermezzo" aufgeführt, das seine Begabung für die Opera buffa enthüllte. Schnell nahmen sich nun die Theater seiner an: drei Opern wurden in Parma aufgeführt, zwei in Bologna; weitere in Florenz, Modena und Rom folgten. Er wurde jedoch erst dann zu den ersten Komponisten Italiens gezählt, als er 1767 mit L’idolo Cinese auch in Neapel (wo bis dahin Niccolò Piccinni tonangebend war) Erfolg hatte. Er begann eine so fruchtbare Tätigkeit als Opernkomponist zu entfalten, dass er in wenigen Jahren außer Cimarosa keinen Nebenbuhler in Europa hatte. 1776 folgte er einem Ruf der Zarin Katharina II. nach Sankt Petersburg, wo er zum Kapellmeister und Inspektor der beiden Italienischen Opern ernannt wurde und bis 1784 im Dienst blieb. Für Petersburg schrieb er neun neue Opern, darunter den berühmt gewordenen "Barbier von Sevilla" nach der Komödie von Beaumarchais. Während seiner Rückreise schrieb er auf den Wunsch des Königs von Polen in Warschau ein Tedeum und das Oratorium "La Passione di Gesù Cristo" nach Metastasio sowie zu Wien im Auftrag Josephs II. zwölf Symphonien (Ouvertüren) und die Oper "Il Rè Teodoro in Venezia" auf ein Libretto von Giovanni Battista Casti. Nach Italien zurückgekehrt, ließ er sich in Neapel nieder und leitete die Hofkapelle König Ferdinands IV.. Bei Ausbruch der Revolution 1799 wusste er sich mit der republikanischen Regierung gut zu stellen und behielt seinen Kapellmeisterposten als Direktor der Nationalmusik. Er fiel dadurch aber beim König in Ungnade und musste nach dessen Rückkehr zwei Jahre warten, bis er wieder in Gnaden aufgenommen wurde. 1802 folgte er einer Aufforderung Napoleons, der ihn schon fünf Jahre zuvor für eine "Trauerkantate zur Gedächtnisfeier des Generals Hoche" ausgezeichnet hatte, zur Organisierung und Leitung seiner Kapelle nach Paris überzusiedeln. Da jedoch seine Opern hier wenig Anklang fanden, wendete er sich bereits ein Jahr später, nachdem er eine Menge von Kirchenmusiken für die Kapelle des Ersten Konsuls geschrieben hatte, wieder nach Neapel. Er konnte in seine alte Stelle eintreten (als Direktor des nach französischem Muster an Stelle der früheren Musikschulen eingerichteten Konservatoriums und der königlichen Kapelle), die er auch unter Joseph Bonaparte und Joachim Murat behielt. Die Restauration der Bourbonenherrschaft 1815 brachte ihn um seine Stellung und die lukrativen Nebeneinkünfte; schließlich verstarb er am 5. Juni 1816 in dürftigen Verhältnissen.

Werk

Paisiello hat über 100 Opern geschrieben, ein Passionsoratorium, ein Weihnachtspastorale, zwei Requiems, drei große Orchestermessen, etwa 30 kleinere vierstimmige Messen, ein doppelchöriges Tedeum u.s.w. Dazu kommt eine Menge Instrumentalmusik: zwölf Orchestersinfonien, sechs Klavierkonzerte, zwölf Klavierquartette, sechs Streichquartette, eine Sonate und ein Konzert für Harfe. Von seinen Opern, welche den Melodienzauber und die dramatische Schlagkraft der neapolitanischen Schule in reichem Maß offenbaren, haben sich am längsten in der Gunst des Publikums erhalten:
- "La molinara" (dt. "Die Müllerin")
- "Il barbiere di Siviglia" (dt. "Der Barbier von Sevilla"), welcher unter anderem in Rom so beliebt war, dass es als ein waghalsiges Unterfangen angesehen wurde, als im Jahr 1816 Rossini dasselbe Libretto neu komponieren wollte.
- "Nina ossia La pazza per l'amore"
- "Il rè Teodoro in Venezia" (dt. "König Theodor in Venedig")

Weblinks


- Paisiello, Giovanni Paisiello, Giovanni Paisiello, Giovanni Paisiello, Giovanni Paisiello, Giovanni Kategorie:Tarent

9. Mai

Der 9. Mai ist der 129. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 130. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 236 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1911 - In Belgrad wird die Schwarze Hand gegründet, die 1914 mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand den Anlass zum Beginn des Ersten Weltkriegs liefern wird.
- 1945 - Kurz nach Mitternacht wird im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst durch Unterzeichnung einer weiteren Kapitulationserklärung, diesmal durch Generalfeldmarschall Keitel sowie Generaladmiral von Friedeburg und Generaloberst Stumpff, der Kapitulationsakt von Reims ratifiziert.
- 1945 - Wilhelm Buhl wird Ministerpräsident in Dänemark.
- 1949 - Fürst Rainier III. wird Staatsoberhaupt von Monaco.
- 1950 - Schuman-Plan: Aufbauend auf Jean Monnets Idee schlägt Frankreichs Außenminister Robert Schuman als Keimzelle einer europäischen Zusammenarbeit die Schaffung einer Kohle- und Stahl-Produktionsgemeinschaft vor.
- 1955 - Bundesrepublik Deutschland wird Mitglied der NATO.
- 1978 - Aldo Moro wird nach 55 tägiger Entführung von den Roten Brigaden mit 11 Schüssen hingerichtet und im Kofferraum eines Autos aufgefunden.
- 1980 - Griechenland. Konstantinos Karamanlis wird Staatspräsident. Giorgios Rallis wird Regierungschef.
- 1984 - Der bayerische Landtag hebt die Immunität von CSU-Generalsekretär Otto Wiesheu auf. Er wird wegen eines tödlichen Autounfalls unter Alkoholeinfluss zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt.
- 1989 - Slobodan Milošević wird Staatspräsident von Serbien.
- 1991 - Der tschechische Staatspräsident Václav Havel wird mit dem Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.
- 1993 - In Paraguay finden die ersten freien Parlamentswahlen statt.
- 1994 - Nach dem Sieg des ANC bei den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika wird Nelson Mandela zum Präsidenten gewählt.
- 1994 - Finnland tritt dem PfP (Partnership for Peace Programm) bei.
- 2000 - Italien. Der ehemalige Regierungschef Silvio Berlusconi wird in einem Berufungsverfahren wegen Bestechung von Steuerbeamten freigesprochen.
- 2004 - Der Tschetschenien Präsident Achmed A. Kadyrow wird ermordet.
- 2005 - Weltweites Gedenken an das Ende des II. Weltkrieges ( Kapitulation der deutschen Wehrmacht im sowjetischen Hauptquartier Berlins und in Reims. Das offizielle Moskau feiert um 8 Uhr mit einer Militärparade und einem großen Bankett, an dem über 50 Regierungs- und Staatschefs teilnehmen - u.a. die Präsidenten Bush und Putin, Jacques Chirac, Horst Köhler und Heinz Fischer.
Die Vertreter Estlands und Litauens bleiben dem "Tag der Befreiung" fern, weil die baltischen Länder den russischen Nationalfeiertag als Beginn der neuerlichen Besatzung durch Russland (1945 - 1989) betrauern.

Wirtschaft


- 1951 Gründung der FOGRA, damals als "Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Forschung im graphischen Gewerbe".

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1805 - Uraufführung der Oper Délia et Verdikan von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1812 - "La scala di seta" (Die seidene Leiter), eine Farsa comica in einem Akt von Gioacchino Rossini wird im Teatro San Moisé in Venedig uraufgeführt.
- 1957 - Uraufführung der komischen Oper Der Revisor von Werner Egk bei den Festspielen in Schwetzingen.
- 1957 - Uraufführung der Oper The Visitors von Carlos Chávez Ramírez in New York.

Religion


- 1985 - Die Kongregation für die Glaubenslehre erlegt Leonardo Boff, einem der Hauptvertreter der Befreiungstheologie, eine einjährige „Schweigebuße“ auf.

Katastrophen


- 1987 - Eine gecharterte Verkehrsmaschine Iljuschin Il-62 der polnischen LOT, stürzt kurz nach dem Start von Warschau. 183 Menschen sterben.
- 2001 - Accra, Ghana. Panik im Fußballstadion. 130 Tote.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1964 - Der 1. FC Köln wird erster Deutscher Meister der neu gegründeten Fußball-Bundesliga.
- 1998 - Der 1. FC Kaiserslautern mit Trainer Otto Rehhagel wird als erster Aufsteiger in der Geschichte der Fußball-Bundesliga Deutscher Fußballmeister.

Geboren


- 1740 - Giovanni Paisiello, italienischer Komponist
- 1775 - Heinrich Karl Ludwig Bardeleben, deutscher Jurist und Politiker
- 1796 - August Friedrich Pauly, klassischer Philologe August Friedrich Pauly
- 1796 - Joseph Meyer, deutscher Verleger
- 1800 - John Brown, US-amerikanischer radikaler Abolitionist
- 1803 - António Bernardo da Costa Cabral, portugiesischer Politiker, Ministerpräsident
- 1810 - Marianne von Oranien-Nassau, Prinzessin von Preußen
- 1813 - Gustav Blaeser, deutscher Bildhauer
- 1814 - Adolf Henselt, deutscher Komponist und Klaviervirtuose
- 1837 - Adam Opel, Gründer der Firma Opel
- 1843 - Belle Boyd, Südstaaten-Spionin
- 1843 - Anton von Werner, preußischer Historienmaler
- 1857 - Luigi Illica, italienischer Librettist Luigi Illica
- 1870 - Hans Baluschek, deutscher Maler, Graphiker und Schriftsteller
- 1873 - Howard Carter, britischer Archäologe bzw. Ägyptologe
- 1875 - Friedrich Horn, deutscher evangelischer Theologe
- 1876 - Ernst Hardt, deutscher Schriftsteller
- 1883 - Armin Berg, österreichischer Kabarettist
- 1883 - José Ortega y Gasset, spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist
- 1886 - Edu Snethlage, niederländischer Fußballspieler
- 1886 - Francis A. Biddle, US-amerikanischer Richter während der Nürnberger Prozesse
- 1891 - May Warden, britische Schauspielerin
- 1891 - Oswald Boelcke, deutscher Jagdpilot
- 1892 - Hans Domizlaff, deutscher Schöpfer bekannter Marken und Markenartikel
- 1892 - Walter Zimmermann, deutscher Biologe, Botaniker und Universitätsprofessor
- 1892 - Zita von Bourbon-Parma, Kaiserin von Österreich
- 1904 - Gregory Bateson, britischer Anthropologe
- 1907 - Baldur von Schirach, Nazi-Funktionär, "Reichsjugendführer"
- 1908 - August-Martin Euler, deutscher Politiker und MdB
- 1912 - Frank Seiboth, deutscher Politiker und MdB
- 1914 - Carlo Maria Giulini, italienischer Dirigent
- 1914 - Hank Snow, US-amerikanischer Musiker
- 1914 - Josef Müller-Brockmann, schweizer Grafikdesigner, Typograph
- 1920 - Celia Sánchez, kubanische Revolutionärin und Politikerin
- 1920 - Richard Adams, britischer Schriftsteller
- 1921 - Daniel Berrigan, US-amerikanischer Jesuit, Schriftsteller und Friedensaktivist
- 1921 - Sophie Scholl, deutsche Widerstandskämpferin des Dritten Reiches
- 1923 - Militades Caridis, griechischer Dirigent
- 1924 - Bulat Okudschawa, russischer Chansonnier
- 1925 - Heimrad Bäcker, österreichischer freier Schriftsteller und Herausgeber
- 1927 - Manfred Eigen, deutscher Biophysiker und Direktor des Göttinger Max-Planck-Instituts
- 1927 - Wim Thoelke, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 1928 - Colin Chapman, britischer Rennwagen-Konstrukteur
- 1928 - Peter Merseburger, deutscher Journalist und Autor
- 1929 - Wolfgang Gress, Wirtschaftsfunktionär der DDR
- 1936 - Albert Finney, britischer Schauspieler
- 1936 - Glenda Jackson, britische Schauspielerin
- 1936 - Ulrich Kienzle, deutscher Journalist, Publizist und Experte des Nahen Osten
- 1937 - Dave Prater, US-amerikanischer Sänger
- 1937 - Sonny Curtis, US-amerikanischer Musiker
- 1939 - Ion Tiriac, rumänischer Tennisspieler
- 1939 - Nokie Edwards, US-amerikanischer Musiker
- 1939 - Ralph Boston, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1941 - Pete Birrell, britischer Musiker
- 1942 - John Ashcroft, US-amerikanische Justizminister in der Bush-Regierung
- 1942 - Mike Millward, britischer Musiker
- 1942 - Tommy Roe, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Don Dannemann, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Petra Roth, deutsche CDU-Politikerin, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main
- 1944 - Richie Furry, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - Gamal Al-Ghitani, ägyptischer Autor und Journalist
- 1945 - Jupp Heynckes, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1945 - Steve Katz, US-amerikanischer Sänger
- 1946 - Candice Bergen, US-amerikanische Schauspielerin
- 1946 - Clint Holmes, US-amerikanischer Sänger
- 1946 - Drafi Deutscher, deutscher Sänger, Songschreiber und Musikproduzent
- 1947 - Steffi Stephan, deutscher Musiker
- 1948 - Richard Houston, britischer Musiker
- 1949 - Billy Joel, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1953 - Johannes Singhammer, deutscher Politiker
- 1955 - Bernd Kießling, deutscher Schriftsteller
- 1955 - Meles Zenawi, äthiopischer Politiker und Regierungschef
- 1959 - János Áder, ungarischer Politiker
- 1959 - Ulrich Matthes, deutscher Schauspieler
- 1962 - Dave Gahan, Sänger und Frontmann der Synthie-Pop-Band Depeche Mode
- 1965 - Steve Yzerman, kanadischer Eishockeyspieler
- 1968 - Marie-Josée Perec, französische Leichtathletin
- 1972 - Tommy Krappweis, deutscher Autor und Regisseur
- 1978 - Joscha Sauer, deutscher Cartoonist
- 1980 - Grant Hackett, australischer Schwimmer

Gestorben


- 1282 - Volkmar, Benediktinermönch und Abt des Klosters Niederaltaich
- 1590 - Charles II. de Bourbon, Kardinal, Erzbischof von Rouen und päpstlicher Legat von Avignon
- 1638 - Friedrich I. von Hessen-Homburg, Begründer des Adelsgeschlechts Hessen-Homburg
- 1688 - Friedrich Wilhelm (Brandenburg), Kurfürst von Brandenburg
- 1707 - Dietrich Buxtehude, dänisch-deutscher Organist und Komponist
- 1745 - Tommaso Antonio Vitali, italienischer Violinist und Komponist
- 1760 - Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, lutherisch-pietistischer Theologe
- 1786 - Johann Melchior Goeze, protestantischer Theologe
- 1805 - Friedrich Schiller, deutscher Dichter, Dramatiker und Historiker
- 1821 - Christian Adolph Overbeck, deutscher Bürgermeister und Dichter
- 1849 - Wilhelm Adolph Haußner, Arzt und Stadtverordneter in Pirna
- 1861 - Peter Ernst von Lasaulx, Philosoph und Philologe
- 1862 - Theodor Bilharz, deutscher Mediziner und Naturwissenschaftler
- 1864 - John Sedgwick, US-amerikanischer General der Nordstaaten
- 1879 - Karolina Gerhardinger, Ordensschwester und Kongregations-Gründerin
- 1894 - Friedrich Alexander Graf von Bismarck-Bohlen, preußischer General
- 1906 - Fritz Stavenhagen, deutscher Dramatiker
- 1915 - Anthony Wilding, neuseeländischer Tennisspieler
- 1915 - François Faber, luxemburgischer Radrennfahrer
- 1931 - Albert Abraham Michelson, US-amerikanischer Physiker
- 1937 - Walter Mittelholzer, schweizerischer Luftfahrtpionier
- 1941 - Gregor Pinke, Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime
- 1945 - Fritz Fink, deutscher Schriftsteller, Buchhändler und Heimatforscher
- 1951 - Leo Bosschart, niederländischer Fußballspieler
- 1952 - Kurt Beyer, deutscher Bauingenieur und Professor
- 1965 - Leopold Figl, österreichischer Politiker und Bundeskanzler
- 1967 - Oskar Hergt, deutscher Politiker
- 1968 - Mercedes de Acosta, Schriftstellerin, Modedesignerin
- 1970 - Franz Etzel, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1973 - Käte Schaller-Härlin, deutsche Portraitmalerin
- 1976 - Floyd Council, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1976 - Ulrike Meinhof, Journalistin und Mitbegründerin der Rote_Armee_Fraktion
- 1977 - James Jones, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1978 - Aldo Moro, italienischer christdemokratischer Politiker
- 1978 - George Maciunas, US-amerikanischer Künstler
- 1980 - Joseph Breitbach, deutscher Schriftsteller und Literaturpreis-Stifter
- 1981 - Nelson Algren, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1986 - Tenzing Norgay, Bergsteiger, Erstbesteiger des Mount Everest
- 1988 - Georg Moser, katholischer Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- 1988 - Robert A. Heinlein, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller
- 1989 - Heinz Moog, österreichischer Schauspieler
- 1994 - Anni Albers, deutsch-US-amerikanische Textilkünstlerin
- 1994 - Heinz-Werner Meyer, deutscher Gewerkschafter, DGB-Vorsitzender
- 1999 - Jürgen Fuchs, deutscher Bürgerrechtler und Schriftsteller
- 2001 - Nikos Sampson, zypriotischer Politiker, Präsident der Republik Zypern
- 2003 - Jack Gelber, US-amerikanischer Dramatiker
- 2003 - Walter Koschatzky, österreichischer Kunsthistoriker
- 2004 - Achmat Abdulchamidowitsch Kadyrow, Präsident der Republik Tschetschenien
- 2004 - Alan King, Schauspieler
- 2004 - Percy Young britischer Musikschriftsteller und Komponist
- 2005 - Kurt Brumme, deutscher Sportreporter

Feier- und Gedenktage


- Europatag (seit 1985 in Erinnerung an den Aufruf Robert Schumans 1950), europäischer Feiertag, (vergleiche 5. Mai)
- Tag des Sieges: Feiertag in der Russischen Föderation zum Gedenken an den Sieg über die Faschisten.

Siehe auch


- 8. Mai - 10. Mai
- 9. April - 9. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0509 ja:5月9日 ko:5월 9일 simple:May 9 th:9 พฤษภาคม

Tarent

"O wie mich vor allem Bezirk des Erdreichs
Jener Ort anlacht, wo Hymettus Feldern
Nicht der Honig weicht, und das Öl dir eifert,
Grünes Venafrum;
Wo den Lenz langwierig und lau des Winters
Tage Zeus darbeut und gesegnet Aulon
Durch Lyäus Gunst die Falernertrauben
Wenig beneidet."
Quintus Horatius Flaccus an Septimius
Tarent (italienisch Taranto, lateinisch: Tarentum) liegt in Apulien (Süditalien), am Golf von Tarent im Ionischen Meer. Sie ist eine Marine-, Handels- und Industriehafenstadt, deren antikes Zentrum eine kleine Insel bildet, die das (Mar Grande) von einer hinter der Insel liegenden Lagune (Mar Piccolo) trennt. Ionischen Meer Tarent ist der Sitz eines großen Handelshafens, von Stahlindustrie, petrochemischen Werken und Zementfabriken, einer Schiffswerft, sowie Marinestützpunkt. Seine Provinz besteht aus 29 Gemeinden. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit Landwirtschaft, Fischerei, Muschelzucht (zirka 30.000t jährlich) und Industrie (Chemie, Ernährung, Textil, Holz, Glas, Keramik).

Geographie

Tarent, das auch die "Stadt der zwei Meere" genannt wird, liegt am Ionischen Meer, das dort ins kleine Meer (Mar Piccolo) und ins große Meer (Mar Grande) unterteilt wird: das kleine Meer wird von dem großen Meer durch zwei Halbinseln getrennt, die in einem Golf enden. Beide Meere umschließen eine Insel, die der ursprüngliche Kern der Stadt war. Diese Insel wird durch zwei Brücken, die Ponte di Porta Napoli und die Ponte Girevole, über dem schiffbaren Kanal mit dem Festland verbunden. Von der Drehbrücke aus kann man das Castello Aragonese bewundern. Das Mar Grande, auch Reede genannt, wird durch die Inseln Cheradi (San Pietro, San Paolo) und das Capo San Vito vom Ionischen Meer getrennt. Das Mar Piccolo ist als ein Binnenmeer zu betrachten, darum bestehen Probleme des Wasseraustausches. Seine zwei Meerbusen werden von der Brücke Ponte Punta Penna Pizzone geteilt, die die Landspitzen Penna und Pizzone miteinander verbindet. Der erste Meeresbusen hat die Form eines Dreiecks, dessen südlicher Teil in den zweiten Meeresbusen und der westliche auf das Mar Grande über den Porta-Napoli-Kanal übergeht; der zweite Meeresbusen hat jedoch eine elliptische Form, dessen Breite bis zu 5 km misst. Die verschiedenen Strömungen und der unterschiedliche Salzgehalt des Meerwassers im Mar Grande und in den beiden Meeresbusen des Mar Piccolo werden von den Winden, den Gezeiten und von unterseeischen Quellen beeinflusst. Im nördlichen Teil der beiden Meeresbusen gibt es einige unterseeische Süßwasserquellen, Citri genannt, die zusammen mit Brackwasser eine ideale Bedingung zur Zucht von Miesmuscheln sind. Außerdem mündet in den ersten Meeresbusen der Fluss Galeso. Galeso Die Stadt hat sich längs der schon erwähnten Küsten entwickelt; die alte Vorstadt befindet sich auf der Insel. Auf der Halbinsel im Osten befindet sich das Stadtviertel Borgo, das heutige Stadtzentrum. Die Stadtviertel Italia-Montegranaro, Salinella, Solito-Corvisea, Tre Carrare-Battisti, Talsano-San Donato, San Vito-Lama-Carelli bilden die heutige Entwicklungsachse der Stadt. Auf der Halbinsel im Westen befinden sich das Stadtviertel Tamburi, das Industriegebiet und der Handelshafen. Dezentralisierter, im Norden des Mar Piccolo befindet sich das Stadtviertel Paolo VI. Die Entwicklung der Stadt, längs der Halbinseln, begann Ende des 19. Jahrhunderts, denn vorher lebten die Einwohner der Stadt nur auf der Insel. Dafür zeugt das Geflecht von Gassen in der Altstadt. Um auch nur den kleinsten Freiraum auszunützen baute man die Häuser dicht nebeneinander. Dies vereinfachte auch die Verteidigung im Falle einer Invasion. In der Neustadt dagegen überwiegt eine rationellere fächerförmige Anordnung der Häuser.

Geschichte

Siehe Geschichte von Tarent.

Tourismus

Verbindungen

Wie man Tarent erreicht:
- mit dem Flugzeug: Direktflug Köln, Stuttgart, München - Bari (Palese) mit Hapag-Lloyd Express
- mit dem Zug über Mailand
- mit dem Auto: Autobahn A14 Bologna-Taranto (Ausfahrt Massafra)

Sehenswürdigkeiten

Hapag-Lloyd Express Hapag-Lloyd Express

in der historischen Altstadt


- Piazza Castello (Dorische Säulen, Castello Aragonese, Palazzo di Città)
- Via Duomo (ehemaliges Kloster San Francesco, Palazzo Galeota aus dem Jahr 1728 mit ethnograohischem Minimuseum
- Hypogeum (Ipogeo) von De Beaumont Bonelli Bellacicco mit geschichtlichem Haus.
- Piazza Monteoliveto (Santuario Madonna della Salute, St. Andrea degli Armeni, Geburtshaus vom Komponisten Giovanni Paisiello)
- Dom San Cataldo
- Ärchäologisches Nationalmuseum im Palazzo Pantaleo
- Ehemaliges Kloster und Kirche San Domenico - heute Sitz des Amts für Denkmalpflege; archäologische Ausstellungen
- Drehbrücke (Ponte Girevole), welche die historische Insel zusammen mit einer Steinbrücke (Ponte di Porta Napoli) mit dem Festland verbindet
- Castello Aragonese

in der Stadt


- experimentelles Meereskundliches Institut von Tarent
- griechisch-römische Nekropolen
- Strandpromenade Lungomare
- Kathedrale

Wichtige Persönlichkeiten


- Archytas (it. Archita)
- Aristoxenos(it. Aristosseno)
- Cataldo Nitti
- Ciro Giovinazzi
- Dario Lupo
- Democrate
- Domenico Acclavio
- Federico Di Palma
- Giovanni Paisiello
- Giuseppe De Cesare
- Icco
- Leonidas von Tarent
- Liside
- Livius Andronicus
- Luigi Viola
- Mario Costa
- Nicola Fago
- Santa Sofronia
- Sant'Egidio Maria
- Spintaro
- Tommaso Niccolò D'Aquino

Sport

Fußball

Die männl. Fußballmannschaft wird von der Gesellschaft Taranto Sport repräsentiert. Die weibl. Fußballmannschaft wird von der Gesellschaft International Taranto repräsentiert.

Basketball

Die weibl. Basketballmannschaft wird von der Gesellschaft Taranto Cras Basket dargestellt. Sie haben Saison 2002/2003 den Meistertitel, den italienischen Pokal und den italienischen superpokal gewonnen.

Rollstuhlbasketball

Die Mannschaften des Rollstuhlbasketball sind: Dream Team Taranto und Taranto Basket 93

Volleyball

Die männl. Volleyballmannschaft wird von der Gesellschaft Taranto Volley repräsentiert.

American Football

Die männl. Mannschaft des American Football wird von der Gesellschaft AS Delfini Taranto repräsentiert.

Rugby

Die männl. Rugymannschaften sind: FC Rugby Taranto und AS Taranto Rugby.

Radsport

Tarent war mehrmals Etappenpunkt des Giro d'Italia:
- 1995 (18. Mai): 6. Tappe, von Nicola Minali gewonnen.
- 1997 (26. Mai): 10. Tappe, von Mario Cipollini gewonnen

Segeln

Tarent war mehrmals Etappenpunkt des Giro d'Italia Vela:
- 2004 (10. Juli): 10. Etappe, vom Team Milazzo gewonnen.
- 2005 (5. Juli): 8. Etappe, vom Team Friuli Venezia Giulia gewonnen ([http://www.cinoricci.it/girovela2005/fotografie/gallery_tappa08.php siehe hier 1] und [http://www.cinoricci.it/girovela2005/fotografie/gallery_tappa09.php siehe hier 2]).

Fotogalerie

Bild:Lido di Leporano.jpg|Marina di Pulsano Bild:Montedarena.jpg|Montedarena Bild:Marina di Leporano..jpg|Marina di Pulsano Bild:Lido di Lizzano-.jpg|Marina di Lizzano Bild:Lido di Lizzano,.jpg|Marina di Lizzano Bild:Marina di Lizzano.jpg|Marina di Lizzano Bild:Sonnenuntegang im Golf von Tarent bei Montedarena.jpg|Sonnenuntergang im Golf von Tarent bei Montedarena

Siehe auch


- [http://gutenberg.spiegel.de/gregorov/wanderit/wand281.htm Tarent] aus dem Reisebuch von Ferdinand Gregorovius, erschienen in fünf Bänden zwischen 1856 und 1877
- Provinz Tarent

Weblinks


- [http://www.tarantoturismo.it/html/gallery.html Fotos]
- [http://www.filonidetaranto.com/ Kulturzentrum Filonide] (ital., teilweise auch in anderen Sprachen)
- [http://www.tarantoturismo.it/ Tourismus in Tarent] (ital., dt. in Bearbeitung))
- [http://www.filonidetaranto.com/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=2 Mehrere Filme zu Sehenswürdigkeiten]
- [http://saturn.tct-it.com/local/cameras.html Container Terminal Live Cam]
- [http://www.informagiovani-italia.com/karte_von_italien.htm Landkarte von Italien]
- [http://www.areagroupeditore.it/files/localita/150__bro.pdf Karte von Tarent (PDF)]
- [http://www.seap-puglia.it/index.asp Flughafen in Apulien]
- [http://wikitravel.org/de/Tarent Wikitravel] Kategorie:Ort in Apulien Kategorie:Dorische Stadtgründung Kategorie:Provinz Tarent Kategorie:Tarent ja:ターラント

5. Juni

Der 5. Juni ist der 156. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 157. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 209 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 8498 v. Chr. - Nach einer Berechnung begann damals der Maya-Kalender.
- 719 - Bonifatius erhält in Rom von Papst Gregor II. den Missionsauftrag. Er reist in der Folgezeit durch Friesland, Thüringen, Sachsen, Hessen und Bayern und predigt.
- 754 - Bonifatius stirbt den Märtyrertod an der friesischen Nordseeküste bei Dokkum.
- 774 - Nach erfolgreichem Feldzug gegen Desiderius ernennt sich Karl der Große zum "rex Francorum et Langobadorum" (dt.: König der Franken und Langobarden).
- 1288 - Schlacht von Worringen, veränderte das Machtgefüge im gesamten Nordwesten Mitteleuropas
- 1305 - Bertrand de Got wird zum Papst gewählt und nimmt den Namen Clemens V. an.
- 1654 - Christina I. verzichtet auf den schwedischen Thron und konvertiert heimlich zum Katholizismus.
- 1783 - Die Brüder Montgolfier führen ihren Heißluftballon erstmals öffentlich vor.
- 1837 - Houston wird die provisorische Hauptstadt von Texas, verliert 2 Jahre später aber diesen Status.
- 1849 - Dänemark wird eine konstitutionelle Monarchie und erhält eine Verfassung.
- 1900 - Im Burenkrieg nehmen die Briten Pretoria ein.
- 1942 - Schlacht um Midway zwischen Japan und USA
- 1944 - Zur Vorbereitung der Invasion werfen 1000 britische Bomber 5000 Tonnen Bomben auf deutsche Stellungen in der Normandie.
- 1945 - Der Alliierte Kontrollrat übernimmt die oberste Regierungsgewalt in Deutschland.
- 1947 - US-Außenminister Marshall gibt vor der Harvard-Universität die Grundlagen des Marshall-Planes zur Unterstützung Europas bekannt.
- 1953 - Der dänische König Frederik IX. setzt eine Verfassungsreform in Kraft.
- 1966 - Willy Brandt wird zum Vorsitzenden der SPD gewählt.
- 1967 - Beginn des Sechs-Tage-Kriegs zwischen Israel und seinen Nachbarn
- 1968 - Ermordung von Robert Kennedy
- 1972 - Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm, wird seitdem alljährlich als Weltumwelttag gefeiert
- 1977 - Staatsstreich auf den Seychellen, France-Albert René wird Staatspräsident
- 1981 - Erste Fälle der Imunschwächekrankheit AIDS entdeckt.
- 1984 – Im Konflikt zwischen Sikhs und der indischen Zentralregierung um Pandschab gibt Indira Gandhi den Befehl zur Erstürmung des Goldenen Tempels.
- 1991 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Namibia. In Kraft seit dem 28. Januar 1994
- 1992 - Albanien wird in den NATO-Kooperationsrat aufgenommen.
- 1993 - Guatemala. Ramiro de León Carpio wird zum neuen Staats- und Regierungschef gewählt.
- 1995 - Zum ersten Mal gelingt die Herstellung eines Bose-Einstein-Kondensats, wofür die beteiligten Forscher 2001 den Physik-Nobelpreis erhalten.
- 1998 - Beiderseitige Luftangriffe zwischen Eritrea und Äthiopien.
- 2002 - Osttimor wird Mitglied in der UNESCO
- 2003 - Der EU-Ministerrat beschließt die Gründung der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA).

Kultur


- 1843 - Uraufführung der Oper Maria di Rohan von Gaetano Donizetti am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1851 - Harriet Beecher Stowe veröffentlicht Onkel Toms Hütte als Fortsetzungsroman in einer Zeitung.
- 1918 - Uraufführung der Oper Theophano von Paul Graener in München.
- 1920 - Eröffnung der von George Grosz, Raoul Hausmann, und John Heartfield veranstalteten Dada-Messe in Berlin.
- 2003 - Unterzeichnung des Kulturabkommens zwischen Kasachstan und Deutschland

Katastrophen


- 1950 - Florida, USA. Ein Flugzeug stürzt etwa 200 Meilen vor der Küste von Florida in den Atlantik. Für 28 der 65 Menschen kommt jede Hilfe zu spät.
- 2000 - Indonesien. Erdbeben der Stärke 7,9 auf Sumatra. Über 100 Tote.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1998 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Jose Ribalta in Hamburg, Deutschland, durch technischen KO

Geboren


- 1455 - Johann I. (Dänemark), dänischer König
- 1676 - Marco Ricci, italienischer Maler
- 1695 - Johann Conrad Schlaun, deutscher Baumeister
- 1718 - Thomas Chippendale, englischer Möbeldesigner
- 1723 - Adam Smith, britischer Philosoph und Ökonom
- 1760 - Johan Gadolin, finnischer Chemiker
- 1771 - Ernst August I. (Hannover), König von Hannover
- 1805 - Jacob Niclas Ahlström, schwedischer Komponist
- 1819 - John Couch Adams, britischer Mathematiker
- 1825 - Louis Victor Robert Schwartzkopff, deutscher Unternehmer
- 1844 - Ilja Jefimowitsch Repin, russischer Maler
- 1845 - Hermann von Barth, deutscher Bergsteiger
- 1850 - Pat Garrett, Sheriff
- 1852 - Oscar Drude, deutscher Botaniker
- 1857 - Árpád Doppler, ungarisch-deutscher Komponist
- 1862 - Allvar Gullstrand, schwedischer Augenarzt, Nobelpreis für Medizin 1910
- 1868 - James Connolly (Gewerkschafter), irischer Gewerkschafter und Politiker
- 1868 - Jan Thorn-Prikker, niederländischer Maler
- 1874 - Eugen Fischer, deutscher Anthropologe
- 1875 - Henry Hallett Dale, britischer Physiologe
- 1876 - Anton Günther, Volksdichter und Sänger des Erzgebirges
- 1878 - Pancho Villa, mexikanischer Revolutionär
- 1879 - Marcel Tournier, Harfenist und Komponist
- 1881 - Axel Leonard Wenner-Gren, schwedischer Großindustrieller
- 1883 - John Maynard Keynes, englischer Mathematiker und Ökonom
- 1884 - Ralph Benatzky, österreichischer Komponist
- 1887 - Ruth Benedict, US-amerikanische Anthropologin
- 1888 - Max Picard, Schweizer Schriftsteller
- 1889 - Helene Thimig, österreichische Schauspielerin
- 1890 - Konrad Frühwald, deutscher Politiker und MdB
- 1892 - Hans Constantin Paulssen, Industrieller und Präsident der BDA
- 1895 - George Grant Blaisdell, US-amerikanischer Erfinder und Ingenieur
- 1898 - Federico García Lorca, spanischer Dichter
- 1900 - Dennis Gábor, ungarisch-britischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1903 - Adolf Kainz, österreichsicher Kanusportler
- 1907 - Rudolf Peierls, deutsch-britischer Physiker
- 1909 - Hanus Burger, tschechischer Regisseur
- 1912 - Josef Neckermann, deutscher Versandkaufmann und Dressurreiter
- 1920 - Kurt Edelhagen, deutscher Musiker
- 1925 - Boy Gobert, deutscher Schauspieler und Intendant
- 1926 - Bill Hayes, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1926 - Johannes von Thurn und Taxis, deutscher Adeliger, Oberhaupt der Familie Thurn und Taxis
- 1928 - Otto F. Walter, Schweizer Schriftsteller
- 1928 - Tony Richardson, britischer Regisseur
- 1928 - Umberto Maglioli, italienischer Rennfahrer
- 1929 - Hermann Josef Unland, deutscher Politiker und MdB
- 1930 - Ursula Lehr, deutsche Psychologin und Gerontologin
- 1938 - Karin Balzer, deutsche Leichtathletin
- 1939 - Manuel de Elías, mexikanischer Komponist
- 1941 - Floyd Butler, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Martha Argerich, argentinische Pianistin
- 1942 - Charles Dodge, US-amerikanischer Komponist
- 1944 - Rainer Ortleb, deutscher Politiker und Minister
- 1944 - Reinhard Günzel, Brigadegeneral a. D. der Bundeswehr
- 1944 - Whitfield Diffie, amerikanischer Experte für Kryptographie
- 1944 - Tommie Smith, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1945 - Don Reid, US-amerikanischer Sänger
- 1945 - John Carlos, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1946 - Freddy Stone, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Michael Monarch, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Stefania Sandrelli, italienische Schauspielerin
- 1947 - David Hare, britischer Regisseur und Dramatiker
- 1947 - Tom Evans, britischer Musiker
- 1948 - Sergio Abreu, brasilianischer Musiker
- 1949 - Ken Follett, britischer Schriftsteller
- 1950 - Albrecht Beutelspacher, deutscher Professor für Mathematik
- 1950 - Johannes Voggenhuber, Mitglied des EU-Parlaments für Österreich
- 1950 - Ronnie Dyson, US-amerikanischer Popsänger
- 1950 - Thea Dückert, deutsche Politikerin und MdB
- 1952 - Bernd Busemann, Deutscher Politiker und Kultusminister von Niedersachsen
- 1954 - Peter Erskine, US amerikanischer Jazzdrummer
- 1954 - Robert Hochbaum, deutscher Politiker
- 1957 - Thomas Kling, deutscher Lyriker
- 1961 - Mary Kay Bergman, US-amerikanische Synchronsprecherin
- 1967 - Simon Stockhausen, deutscher Komponist
- 1971 - Mark Wahlberg, US-amerikanischer Schauspieler
- 1975 - Britta Siebert, deutsche Politikerin und MdL
- 1978 - Stephan Görgl, österreichischer Skirennläufer
- 1985 - Bashir Ahmad Rahmati, afghanischer Ringer

Gestorben


- 754 - Bonifatius, britischer Benediktinermönch
- 1017 - Sanjo, 67. Kaiser von Japan (1011 - 1016)
- 1243 - Constantia von Österreich, österreichische Adlige
- 1325 - Eberhard I., Graf von Württemberg
- 1400 - Friedrich, Herzog von Braunschweig und Lüneburg
- 1443 - Ferdinand der Heilige, Infant von Portugal, Spanischer Heiliger
- 1568 - Lamoral Graf von Egmond, Ritter und Statthalter von Flandern und Artois
- 1688 - Maximilian Heinrich von Bayern, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1722 - Johann Kuhnau, deutscher Organist, Komponist und Jurist
- 1785 - Gottfried August Homilius, deutscher Komponist, Kantor und Organist
- 1802 - Johann Christian Gottlieb Ernesti, deutscher klassischer Gelehrter
- 1816 - Giovanni Paisiello, italienischer Komponist
- 1825 - Ferdinand von Bubna und Littitz, österreichischer Feldmarschallleutnant
- 1826 - Carl Maria von Weber, deutscher Komponist
- 1878 - Ernst von Bibra, deutscher Naturforscher und Schriftsteller
- 1885 - Julius Benedict, britischer Komponist und Kapellmeister deutscher Herkunft
- 1887 - Hans von Marées, deutscher Maler
- 1893 - Julio Popper, Kartograph von Havanna, Freimaurer
- 1910 - O. Henry, (William Sydney Porter), US-amerikanischer Schriftsteller
- 1912 - Quintin Steinbart, Schulleiter
- 1914 - George Hendrik Breitner, niederländischer Maler
- 1916 - Horatio Herbert Kitchener, britischer General und Politiker
- 1916 - Karl August Lingner, deutscher Unternehmer und Philantrop
- 1919 - Eugen Leviné, Revolutionär und KPD-Politiker
- 1931 - Adolf von Groß, langjähriger Finanzverwalter der Bayreuther Festspiele
- 1932 - Arthur Schloßmann, Kinderarzt, Gründer der ersten Säuglingsklinik
- 1942 - Albert Hensel, Widerstandskämpfer
- 1943 - Heinrich Backhaus, deutscher Politiker
- 1944 - Jacob Dahl, färöischer Propst und Bibelübersetzer
- 1948 - Glen Edwards, Testpilot
- 1958 - Maurice-Yves Sandoz, schweizer Schriftsteller
- 1964 - Ernst Waldow, deutscher Schauspieler
- 1965 - Eleanor Farjeon, britische Kinderbuchautorin, Lyrikerin und Dramatikerin
- 1965 - Karl Wilhelm, Herzog von Södermanland
- 1968 - Robert Kennedy, US-amerikanischer Politiker
- 1970 - Hans Wilhelmi, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1974 - Bruno Brehm, österreichischer Schriftsteller
- 1975 - Paul Keres, estnischer Schachspieler
- 1976 - Robert Pohl, deutscher Physiker
- 1977 - Sleepy John Estes, US-amerikanischer Musiker
- 1979 - Heinz Erhardt, deutscher Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter
- 1980 - Lauritz Lauritzen, deutscher Politiker, MdB und Bundesministzer
- 1980 - Margret Dünser, deutsche Journalistin
- 1982 - Roger Bonvin, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1983 - Kurt Tank, deutscher Ingenieur, Flugzeugkonstrukteur
- 1985 - Josef Maria Reuss, Weihbischof in Mainz und Titularbischof von Sinope
- 1991 - Rudolf Vogel, deutscher Politiker
- 1993 - Conway Twitty, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1993 - Wolf Stefan Traugott Graf von Baudissin, deutscher General und Friedensforscher
- 1998 - Dieter Roth, Schweizer Dichter, Grafiker und Aktions- und Objektkünstler
- 1999 - Mel Tormé, US-amerikanischer Sänger
- 2000 - Huschang Golschiri, Iranischer Schriftsteller
- 2000 - Martin "Kleinti" Simon, deutscher Liedermacher
- 2002 - Dee Dee Ramone, Bassist der US-amerikanischen Band Ramones
- 2003 - Heinz Behling, Karikaturist, Zeichner und Kinderbuchautor
- 2003 - Jürgen Möllemann, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 2003 - Manuel Rosenthal, französischer Komponist
- 2003 - Maria Singer, deutsche Schauspielerin
- 2004 - Iona Brown, britische Violinistin
- 2004 - Karl-Ernst Maedel, Eisenbahn-Autor und Eisenbahn-Fotograf
- 2004 - Necdet Mahfi Ayral, türkischer Schauspieler
- 2004 - Robert Quine, US-amerikanischer Musiker und Gitarrist
- 2004 - Ronald Reagan, US-amerikanischer Schauspieler und 40. Präsident der USA
- 2005 - Susi Nicoletti, deutsch-österreichische Schauspielerin
- 2005 - Lothar Warneke, deutscher Regisseur

Feier- und Gedenktage


- Namenstage: Bonifatius, Ferdinand
- Weltumwelttag (UNO)
- Nationalfeiertag in Dänemark

Siehe auch


- 4. Juni - 6. Juni
- 5. Mai - 5. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0605 ja:6月5日 ko:6월 5일 simple:June 5 th:5 มิถุนายน

Neapel

Neapel (v. griech.: nea polis = neue Stadt; ital. Napoli) ist nach Rom und Mailand die drittgrößte Stadt Italiens und die größte Stadt in Süditalien. Sie ist die Hauptstadt der Region Kampanien. Die Stadt selbst hat etwa 1 Million Einwohner (die Dunkelziffer der nicht registrierten Personen ist sehr hoch), zusammen mit den Vororten weist sie als Agglomeration etwa 4,4 Millionen Einwohner auf. Sie liegt auf halbem Weg zwischen dem Vesuv und einer anderen vulkanischen Gegend, den Campi Flegrei (Phlegräische Felder) am Golf von Neapel. Die Stadt hat einen internationalen Flughafen (Capodichino) und einen großen Seehafen. internationalen Flughafen]]

Geschichte

internationalen Flughafen internationalen Flughafen]Die Stadt wurde vermutlich durch Einwohner der griechischen Kolonie Cumae etwa im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet, einige Kilometer von der antiken Stadt Partenope entfernt. Aus diesem Grund wurde sie Neapolis (griech. neue Stadt) genannt. In den Gebäuden, Museen und auch in der Sprache sind bis heute Spuren von allen Perioden der Geschichte zu finden. Neapel hat zahlreiche Katakomben vorzuweisen: Die berühmteste ist die des dort San Gennaro genannten heiligen Januarius, dessen Wunder des sich verflüssigenden getrockneten Blutes auch heute noch die Welt beschäftigt. Die Reliquie wird im Dom von Neapel, San Lorenzo Maggiore, aufbewahrt. Dem Blutwunder kann man am ersten Maiwochenende und am 19. September beiwohnen. In der Festung Castel dell'Ovo wurde Romulus Augustulus, der letzte Kaiser des Römischen Reiches eingekerkert, nachdem er 476 abgesetzt worden war. Im 6. Jahrhundert wurde Neapel von den Byzantinern besetzt im Rahmen des Versuchs von Justinian, das Römische Reich wieder zu errichten. Im Jahr 1039 fiel Neapel in die Hand der Normannen und wurde Bestandteil des Königreichs von Sizilien. 1224 gründete Friedrich II. von Hohenstaufen die Universität von Neapel. 1266 wurde Neapel und das Königreich Sizilien vom Papst an Karl I. von Anjou übergeben, der die Hauptstadt von Palermo nach Neapel verlegte. 1284 wurde das Königreich in zwei Teile aufgetrennt, die beide den Anspruch erhoben, Königreich von Sizilien genannt zu werden. Die zwei Teile blieben getrennt bis zum Jahr 1816, wo sie zum "Königreich beider Sizilien" vereinigt wurden. Im 17. Jahrhundert war Neapel mit rund 300.000 Bewohnern die nach Paris zweitgrößte Stadt Europas. Im Oktober 1860 wurde mit einem Plebiszit das Ende des Königreichs Sizilien proklamiert und die Gründung des Staates Italien beschlossen. Siehe auch: Liste der Herrscher von Neapel

Musik

Aus Neapel stammt die weitverbreitete Neapolitanische Volksmusik.

Besonderheiten

Neapolitanische Volksmusik
- Neapel gilt als der Ursprungsort der Pizza. Die älteste Pizzeria existiert seit 1830 und heißt Antica Pizzeria Port'Alba.
- Seit Jahrhunderten ist die Stadt berühmt für die kostbaren Neapolitanischen Weihnachtskrippen, für deren traditionelle Herstellung es immer noch eine eigene Gasse mit Werkstätten in der Altstadt gibt (San Gregorio Armeno).
- Wie an vielen Orten Süditaliens existiert auch in Neapel eine Mafia-artige Organisation namens Camorra, die für Schwarzhandel und Straßenkriminalität verantwortlich gemacht wird. Verschiedene Familien sind in diesem Zusammenhang in letzter Zeit verstärkt in Bandenkriege mit vielen Todesopfern verstrickt.
- In Neapel wird ein spezifischer neapolitanischer Dialekt gesprochen.
- Zu den berühmtesten Neapolitanern zählen Giambattista Vico, Carlo Gesualdo und Enrico Caruso.
- Beim bekanntesten Fußball-Klub Neapels, dem SSC Napoli, spielte Diego Armando Maradona.
- Auffallend ist, dass Neapel keine eindeutige Stadtmitte besitzt, sondern nur kleine Zentren (Der Bahnhof, Dante Platz, das Nationalmuseum).

Söhne und Töchter der Stadt


- Martino Altomonte, Begründer der selbständigen Barockmalerei im österreichischen Raum
- Pietro Bardellino, italienischer Maler
- Giovanni Battista Basile, gilt gemeinhin als Europas erster großer Märchenerzähler
- Georg Basta, habsburger General
- Giambattista Vico, italienischer Geschichts- und Rechtsphilosoph
- Gian Lorenzo Bernini, italienischer Bildhauer und Architekt
- Bonifatius IX. (Papst), Papst
- Bonifatius V. (Papst), Papst vom 23. Dezember 619 bis zum 25. Oktober 625
- Giovanni Alfonso Borelli, italienischer Physiker und Astronom
- Fabio Cannavaro, italienischer Fußballspieler
- Michele Carafa, italienischer Komponist von Opern
- Vincenzo Carafa, italienischer Ordensgeneral
- Ferdinando Carulli, italienischer Komponist und Salon-Gitarrist
- Enrico Caruso, italienischer Opernsänger
- Scipione Cerreto, Komponist und Musiker
- Totò (Antonio De Curtis), italienischer Schauspieler
- Farinelli, italienischer Sänger (Kastrat) des 18. Jahrhunderts
- Ferdinand IV. (Neapel), König von Neapel, König beider Sizilien
- Maria Teresa de Filippis, italienische Rennfahrerin
- Franz I. (Sizilien), König von Sizilien und Neapel
- Franz II. (Sizilien), König von Sizilien und Neapel
- Carlo Gesualdo, italienischer Fürst und Komponist
- Gennaro Granito Pignatelli di Belmonte, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Nicolo Grimaldi, napolitanischer Sänger (Sopran)
- Innozenz XII., Papst von 1691 bis 1700
- Johanna II. (Neapel), Königin von Neapel und Titularkönigin von Jerusalem
- Johannes XXIII. (Gegenpapst), Gegenpapst
- Luigi Lablache, italienischer Opernsänger (Bassist)
- Leonardo Leo, italienischer Komponist
- Ruggiero Leoncavallo, italienischer Komponist
- Francesco Mancini, Kapellmeister und Komponist
- Riccardo Muti, italienischer Meisterdirigent
- Carlo Pisacane, Guerrilakämpfer und Politiker
- Nicola Antonio Porpora, italienischer Komponist und Gesangslehrer
- Giambattista della Porta, neapolitanischer Arzt, Universalgelehrter und Dramatiker
- Carlo Rossi, Italien|italienisch-russischer Architekt
- Jacopo Sannazaro, italienischer Dichter
- Domenico Scarlatti, italienischer Komponist des Barock
- Roberto de Simone, italienischer Komponist, Theatermann, Autor, Opernregisseur, Musikwissenschaftler, Mythologe und Ethnologe
- Charles Piazzi Smyth, schottischer Astronom und Esoteriker
- Bud Spencer, italienischer Schauspieler
- Publius Papinius Statius, lateinischer Dichter
- Roberto Tucci, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Urban VI. (Papst), von 1378 bis 1389 Papst
- Luigi Vanvitelli, italienischer Architekt
- Viktor Emanuel III., König von Italien und Kaiser von Äthiopien
- Massimo Troisi, italienischer Schauspieler
- Pino Daniele, Pop und Jazz/Blues Sänger

Literatur


- Dieter Richter: Neapel - Biographie einer Stadt, Berlin: Verlag Klaus Wagenbach, 2005 ISBN 380312509x
- Wagner, Horst-Günter: Großraum Neapel-Salerno. S. 150-153 in: Wagner, Horst-Günter: Mittelmeerraum, Darmstadt 2001, ISBN 3-534-12339-5.

Weblinks


- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/us/napoli/naples.htm Naples, Italy] Virtual reality movies and photo gallery
- [http://www.portanapoli.com/Neapel/neapel.html Tor zu Neapel]
- [http://www.thomasgransow.de/Neapel/Neapel_Inhalt.html thomasgransow.de]
- [http://astrid-kaiser.de/gallery/album56 Webfotos von Neapel] Kategorie:Hauptstadt in Italien Kategorie:Ionische Stadtgründung Kategorie:Weltkulturerbe Kategorie:Ort mit Seehafen ! ja:ナポリ ko:나폴리 simple:Naples

Komponist

Ein Komponist (von lat.: componere = zusammenstellen) ist ein Künstler, der musikalische Werke (Kompositionen) schafft. Das Ergebnis des Kompositionsvorganges liegt abschließend in notierter Form (per Hand oder direkt als Notensatz im Computer) vor; andere Fixierungen (Demotape, Aufnahme etc.) sind dabei durchaus möglich. Die Musik eines Komponisten wird durch Interpreten (Musiker, Sänger) zum Erklingen gebracht. Die Bezeichnung Komponist wird auch unabhängig vom Genre der Musik gebraucht und meint dann eine Person, die etwas künstlerisch gestaltet (zum Beispiel Schachaufgaben komponiert). In Deutschland melden sich Komponisten meist bei der GEMA an, die die Urheberrechte von Komponisten treuhänderisch verwaltet, und Tantiemen aus Sendungen und Aufführungen an die Komponisten weiterleitet. Jedes Land hat seine eigene Organisationen (etwa die ASCAP und BMI in den USA oder die AKM in Österreich) zur Verwaltung derartiger Rechte. Die Berufsbezeichnung Komponist ist nicht geschützt, auch Autodidakten können sich so nennen. Wenig bekannt ist, dass das Kompositionsstudium an den deutschen Musikhochschulen ein meist 10semestriges künstlerisches Vollstudium erfordert, in dem das umfangreiche Handwerk (dazu gehört unter anderem Musiktheorie, Gehörbildung, Instrumentation, Instrumentalspiel, Aufführungspraxis) erlernt wird. Der zuständige Berufsverband, in dem sich deutsche Komponisten bundesweit und in Regionalgruppen organisieren, ist der Deutsche Komponistenverband, der von Werner Egk gegründet wurde und heute über etwa 1500 Mitglieder besitzt.

Komponisten

Kategorien


- :Kategorie:Komponist - :Kategorie:Komponisten nach Nationalität
  - :Kategorie:Komponist (Blasmusik)
  - :Kategorie:Komponist (Filmmusik)
  - :Kategorie:Komponist (Klassische Musik)
    - :Kategorie:Komponist (Oper) - :Kategorie:Komponist (Operette) - :Kategorie:Komponist (Musical)
    - :Kategorie:Komponist (Kirchenmusik)
    - :Kategorie:Komponist (Barock) - :Kategorie:Komponist (Renaissance) - :Kategorie:Komponist (Moderne)

Listen


- Liste der Komponisten
- Liste von Komponistinnen
- Liste deutscher Komponisten klassischer Musik
- Liste klassischer Komponisten in der DDR
- Liste sorbischer Komponisten klassischer Musik
- Liste österreichischer Komponisten klassischer Musik
- Liste von Schweizer Komponisten
- Chronik der Komponisten
- Liste deutscher Pop- und Rockkomponisten
- Liste der Filmmusik-Komponisten
- Liste von Operetten-Komponisten
- Liste von Blasmusik-Komponisten

Weblinks


- [http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/K/B8311106aufgaben_t.html Bundesanstalt für Arbeit: Komponist/in]
- [http://www.dkv.allmusic.de/ Deutscher Komponistenverband] Kategorie:Musikberuf ja:作曲家 ko:작곡가

Rechtswissenschaft

Die Rechtswissenschaft (Jurisprudenz, umgangssprachlich in Deutschland auch Jura, in Österreich und der Schweiz auch Jus) ist die Wissenschaft vom Recht; sie befasst sich mit der Erkenntnis und Fortschreibung des objektiven Rechts und ist neben der Theologie, Medizin und der Philosophie eine der Grundwissenschaften. Die klassische Definition dessen, was Rechtswissenschaft ist, gibt der römische Jurist Ulpian: Rechtswissenschaft ist die Wissenschaft vom Gerechten und Ungerechten, die Kenntnis der menschlichen und göttlichen Dinge (Iuris prudentia est divinarum atque humanarum rerum notitia, iusti atque iniusti scientia, Ulpian primo libro reg., Digesten 1,1,10,2).

Bezeichnung

Das Studium der Rechtswissenschaft wird in Deutschland umgangssprachlich als „Jura-Studium“ bezeichnet. Der Begriff Jura wurde in diesem Zusammenhang das erste Mal an der Universität von Bologna verwandt. Er leitet sich vom lateinischen ius = „das Recht“ ab. „Jura“ sind „die Rechte“, sowohl das weltliche als auch das Kirchenrecht (kanonisches Recht), welche damals noch gleichberechtigt nebeneinander standen. Manche Universitäten promovieren daher auf Wunsch auch noch zum „Doctor iuris utriusque“ (lat. „Doktor beider Rechte“). In Österreich und der Schweiz wird nur „Jus“ studiert. Wer ein Studium der Rechtswissenschaften absolviert hat, wird als Jurist bezeichnet.

Abgrenzung

Die Rechtswissenschaft unterscheidet sich von Natur- und reinen Sozial-Wissenschaften darin, dass sie sich in ihrer aktuellen Form - zumindest in ihren Hauptfeldern - nicht mit objektiven Erkenntnissen im Sinne von realen, sinnlich erfahrbaren Phänomenen beschäftigt ("Die Wertlosigkeit der Jurisprudenz als Wissenschaft"). Dies bleibt Nebenzweigen der Rechtswissenschaft vorbehalten, wie etwa der Rechtsphilosophie, der Rechtssoziologie und der Kriminologie. Dabei hat insbesondere die Rechtsphilosophie in der Rechtswissenschaft und im Rechtsstudium, im Vergleich zu Hochmittelalter und Renaissance, erheblich an Stellenwert verloren. Die Kriminologie welche sich u.a. mit empirischer Forschung beschäftigt, hat an den Hochschulen aber einen eher geringen Stellenwert. In neuerer Zeit beschäftigt sich die Rechtswissenschaft viel mit der rechtlichen Methodik und der Lehre von der Gesetzesauslegung. Das heißt, dass sie sich mit der Interpretation von rechtlichen Regelungen befasst, die von rechtsetzenden Organen hervorgebracht werden, in erster Linie durch die Gesetzgebung, teilweise auch durch die Gerichte (sog. Richterrecht). Es handelt sich insofern bei der Rechtswissenschaft um eine Sprachwissenschaft mit sozialwissenschaftlichen Elementen. Kritiker bemängeln, dass die Kenntnisse in Ökonomie und insbesondere Volkswirtschaftslehre bei Juristen im Studium kaum vermittelt werden. Dies habe beispielsweise Auswirkungen auf die Gesetzgebung. Doch gerade hier seien ökonomische Kenntnisse von besonderem Interesse. Allerdings sind gerade gesetzgeberische Entscheidungen keineswegs dem Juristen vorbehalten, sondern werden in der Demokratie von den Parlamenten vorgenommen. An einigen Fachhochschulen und Universitäten ist als Reaktion auf diesen Mangel als erster Schritt der Studiengang des Wirtschaftsjuristen entstanden, der allerdings nur für die Tätigkeit in Unternehmen qualifiziert. Kritisiert wird auch, dass so genannte Grundlagenfächer wie die Rechtsgeschichte oder die Rechtssoziologie im Jurastudium nur am Rande behandelt werden, was ein kritisches, die Gesetze reflektierendes Studium erschwere. Werfen sie doch Fragen auf, ohne die eine wissenschaftlich-korrekte Auslegung und Einordnung von Rechtsnormen schwer möglich ist. Im Gegensatz zu gerichtlicher Rechtsanwendung muss Rechtswissenschaft gerade eine Reflexion über den Gesetzestext hinaus leisten, nur so können der Entstehungsprozess, die gesellschaftliche Funktion (z.B. Sozialkontrolle bei Strafrechtsnormen) und historische Bezüge erfasst und dargelegt werden. Dem lässt sich jedoch entgegenhalten, dass die Rechtswissenschaft im Schwerpunkt die Wissenschaft vom geltenden Recht ist. Als solche hat sie aber nur dann Legitimation und Überzeugungskraft, wenn sie dem Gesetz - und dem darin ausgedrückten demokratisch gebildeten Willen - verpflichtet ist und möglichst keine eigene Wertung - auch nicht Ergebnisse gesetzesferner Reflexion - hinzufügt. Die damit angesprochene zentrale Bedeutung der Dogmatik des Rechts schließt es keineswegs aus, auch die geschichtliche Entwicklung der Rechtsnormen in Betracht zu ziehen (vgl. nur v. Savigny).

Rechtsschulen und Theorierichtungen


- Historische Rechtsschule
- Soziologische Rechtsschule / Sozialwissenschaftliche Theorie des Rechts
- Rechtshermeneutik
- Fiqh islamische Jurisprudenz. Religiös legitimierte Gesetze, die Schari'a Siehe auch: Rechtsphilosophie

Historisches

Die Frage, was Recht ist, wurde über die Jahrhunderte immer wieder unterschiedlich beantwortet. Angefangen von der Gleichsetzung mit herrschenden Moralvorstellungen (vgl. auch Naturrecht) über die Vorstellung, nur eine Regel, die von einer Körperschaft oder Person (i.d.R. dem "Herrscher") erlassen wurde, die auch die Autorität (zum Erlassen und Durchsetzen) dazu hatte (Rechtspositivismus), könne als Recht verstanden werden, bis zu unseren heute üblichen Rechtssystemen. Hier gibt es wiederum zwei Arten von Rechtssystemen, die des kodifizierten (abstrakt definierten) Rechts und die des Fallrechts (common law). Das kodifizierte Recht hat sich im wesentlichen aus dem römischen Recht entwickelt. So war es Justinian, der als erster das römische Recht zusammenstellte und damit zugleich im gesamten römischen Reich vereinheitlichte (im Corpus Iuris Civilis). Auch wenn im kodifizierten Recht frühere Entscheidungen berücksichtigt werden, hat letztlich immer das Gesetzbuch und der Gesetzestext - gegebenenfalls auch Gewohnheitsrecht - die höchste Autorität. Napoleon hat dann das Zivilrecht überarbeitet und im Code civil neu kodifiziert. Er ist seitdem im französischsprachigen Raum, den ehemaligen französischen Kolonien und weiteren Ländern verbreitet. Daneben steht die deutsche Rechtstradition, die auf dem Boden des gemeinen Rechts in der Kodifikation des Bürgerlichen Gesetzbuchs Ausdruck gefunden und ebenfalls über Deutschland hinaus ausgestrahlt hat. Im Gegensatz dazu steht die Entwicklung der englischen Rechtstradition des common law. Das Recht ist im Grundsatz nicht kodifiziert, sondern wird von der Rechtsprechung auf Grund von Präjudizien weiterentwickelt. Dieses Rechtssystem wurde auch in den USA und anderen ehemaligen britischen Kolonien übernommen und weiterentwickelt. So gibt es in den USA eine Schule des "legal realism", nach der allein das Recht ist, was die Gerichte als Recht anwenden und vollstrecken werden. Andere Besonderheiten des US-amerikanischen Rechts sind die enorme Bedeutung der Schwurgerichte (vgl. Jury). Zukünftige Entwicklungen werden zunehmend von den unterschiedlichen Rechtsvorstellungen und Systemen beeinflusst werden. Völkerrecht beispielsweise wurde noch nie kodifiziert (in Paragraphen gefasst), und man kann heute Tendenzen erkennen, die darauf hindeuten, dass die Rechtstradition im Herkunftsland auch die Position in internationalen Auseinandersetzungen beeinflusst. Das geht soweit, dass zur Zeit im englischen Sprachraum die Vision eines erneuerten positiven Imperialismus diskutiert wird, während Kontinentaleuropa und andere Länder mit kodifiziertem Recht davon träumen, das Völkerrecht verbindlich zu machen und die Vereinten Nationen als oberste Instanz zu etablieren.

Studium

Rechtswissenschaften stellen einen der zentralen Studiengänge dar, die beinahe jede deutsche Universität anbietet, zugleich gilt das Studium jedoch auch als extrem umfangreich und anspruchsvoll. Deshalb, und da sich die juristische Arbeitsweise im Wesentlichen auf das Beherrschen fallorientierter Problemlösungsstrategien stützt, werden bevorzugt Juristen mit Führungspositionen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft betraut. Die Studienordnungen differieren von Bundesland zu Bundesland, verallgemeinernd und im Groben lässt jedoch umreißen, wie sich das Studium in etwa aufteilt: Es untergliedert sich in etwa 3 Phasen. Zunächst gibt es das Grundstudium, das meist mit einzelnen Abschlussklausuren endet. Hieran schließt sich eine zweite Phase an, gekennzeichnet von den sog. (großen) Übungen, die ebenso von Klausuren, aber auch umfassenden Hausarbeitsgutachten begleitet werden und in deren Anschluss üblicherweise jeder Student noch etwa ein Jahr in Examensvorbereitungen verbringt. Diese Phase endet dann mit dem 1. Staatsexamen. Hiermit schließt die offizielle universitäre Ausbildung zwar zumeist auch insgesamt ab, da aber als Anwalt nur zugelassen werden kann, wer auch ein 2. Staatsexeman absolviert hat, wird diese Phase hier noch als dritte Phase bezeichnet. Sie besteht aus einem Referendariat und zumeist noch einer kleinen Vorbereitungsphase auf das 2. Staatsexamen. Die Regelstudienzeit differiert auch regional, beträgt aber bis zum ersten Examen 4,5-5 Jahre, das 2. Staatsexamen lässt sich danach nur schwerlich schneller als in zwei Jahren absolvieren.

Siehe auch


- Liste lateinischer Rechtsbegriffe
- Liste der rechtswissenschaftlichen Lehren und Theorien
- Recht
- Liste der Rechtsthemen
-