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Giuseppe Piazzi

Giuseppe Piazzi

Giuseppe Piazzi (
- 16. Juli 1746 in Ponte im Veltlin, † 22. Juli 1826 in Neapel) war ein italienischer Astronom, Mathematiker und Theologe. Er studierte in Turin Theologie und Philosophie und wurde anschließend Mönch und Prediger in Cremona. Ab 1781 war er Direktor der von ihm gegründeten Sternwarte in Palermo auf Sizilien. Am 1. Januar 1801 gelang ihm die Entdeckung des ersten Asteroiden oder Planetoiden des Sonnensystems, der den Namen Ceres erhielt. 1814 veröffentlichte Piazzi einen Sternenkatalog. 1817 übernahm er die Leitung der Sternwarte von Neapel. Außerdem studierte er die Eigenbewegungen vieler Sterne.

Weblinks


- Piazzi, Giuseppe Piazzi, Giuseppe ja:ジュゼッペ・ピアッツィ

1746

Ereignisse


- 17. Januar: In der Schlacht von Falkirk besiegen die schottischen Jakobiten unter Charles Edward Stuart britische Regierungstruppen unter General Hawley
- 16. April: Schlacht bei Culloden, die Anhänger der Stuarts unterliegen den Truppen Georgs II.
- 16. Juni: In der Schlacht bei Piacenza besiegen die Österreicher eine französisch-spanische Armee und zwingen sie zum Rückzug aus Oberitalien
- 11. Oktober: In der Schlacht bei Roucoux besiegen die Franzosen unter Moritz von Sachsen die verbündeten Österreicher, Briten und Niederländer

Kultur


- 6. Februar: Uraufführung der Oper Cajo Mario von Niccolò Jommelli in Bologna

Geboren


- 12. Januar: Johann Heinrich Pestalozzi, Schweizer Pädagoge († 1827)
- 17. Januar: Paul Brigham, US-amerikanischer Politiker, Jurist und Gouverneur von Vermont († 1824)
- 24. Januar: Gustav III., König von Schweden († 1792)
- 31. Januar: Friedrich Ludwig Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen, preußischer General
- 15. Februar: Wilhelm Heinse, deutscher Dichter († 1803)
- 7. März: André Michaux, französischer Botaniker und Forschungsreisender († 1802)
- 29. März: Carlo Bonaparte, Vater von Napoleon Bonaparte († 1785)
- 30. März: Francisco José de Goya y Lucientes, spanischer Maler († 1828)
- 21. April: James Harris, 1. Earl of Malmesbury, englischer Diplomat († 1820)
- 10. Mai: Gaspard Monge, französischer Mathematiker und Physiker († 1818)
- 26. Mai: Johann Friedrich Doles d. J., deutscher Komponist († 1796)
- 29. Juni: Joachim Heinrich Campe, deutscher Sprachwissenschaftler und Pädagoge († 1818)
- 16. Juli: Giuseppe Piazzi, italienischer Astronom, Mathematiker und Theologe († 1826)
- 16. Juli: Peter Villaume, Deutscher Theologe und Pädagoge († 1806)
- 28. September: William Jones, englischer Orientalist und Jurist († 1794)
- 7. Oktober: William Billings, US-amerikanischer Komponist († 1800)
- 20. Oktober: Werner Marx, Generalvikar in Köln († 1806)
- 12. November: Jacques Charles, Chemiker und Physiker († 1823)

Gestorben


- 18. März: Anna Leopoldowna, war eine Großfürstin und Regentin Russlands (
- 1718)
- 30. März: Ignaz Kögler, Deutscher Jesuit und China-Missionar (
- 1680)
- 14. Juni: Colin Maclaurin, schottischer Mathematiker (
- 1698)
- 9. Juli: Philipp V. (Spanien), war König von Spanien (
- 1683)
- 6. August: Christian VI. (Dänemark), war König von Dänemark und Norwegen von 1730 bis 1746 (
- 1699)
- 16. August: Giuseppe Gonzaga, Herzog von Guastalla (
- 1690)
- 12. November: Georg Wilhelm Steller, deutscher Arzt und Naturwissenschaftler (
- 1709) ko:1746년

22. Juli

Der 22. Juli ist der 203. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 204. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 162 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1227 - In der Schlacht bei Bornhöved wird Waldemar II. (Dänemark) von Adolf IV. von Schauenburg und Holstein geschlagen und muss Holstein aufgeben.
- 1499 - Schlacht bei Dornach (Schwabenkrieg)
- 1515 - Im Stephansdom findet die von Maximilian I. und Vladislav II. von Böhmen und Ungarn arrangierte Wiener Doppelhochzeit statt.
- 1933 - Wiley Post landet nach der ersten Weltumrundung im Alleinflug auf dem Floyd-Bennet-Flughafen in New York.
- 1934 – Der als „Staatsfeind Nr. 1“ geltende US-amerikanische Bankräuber John Dillinger wird beim Verlassen eines Kinos von Polizeibeamten erschossen.
- 1944 - Polen, von der deutschen Wehrmacht besetzt, wird von der sowjetischen Roten Armee befreit.
- 1950 - Begleitet von Protesten kehrt Belgiens König Leopold III. aus dem Exil zurück.
- 1954 - Laos wird unabhängig
- 1983 - Offizielle Beendigung des Kriegszustands in Polen
- 1985 - Der Landtag Schleswig-Holstein beschließt die Einrichtung eines Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
- 1990 - Die Volkskammer der DDR beschließt das Ländereinführungsgesetz, das am 14. Oktober in Kraft treten soll.
- 2001 - Die Volxtheaterkarawane wird von der italienischen Polizei festgenommen
- 2003 - Bei einem Gefecht mit amerikanischen Spezialeinheiten in der nordirakischen Stadt Mossul werden Uday und Kusai Hussein, die Söhne von Saddam Hussein, getötet.

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik


- 1994 - Die letzten Teile des Kometen Shoemaker-Levy 9 schlagen auf dem Jupiter ein.

Kultur


- 1833 - Uraufführung der Oper Ali Baba ou Les Quarante Voleurs (Ali Baba oder Die vierzig Räuber) von Luigi Cherubini an der Grand Opéra Paris.
- 2002 - Das Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kirgisistan tritt in Kraft

Religion

Katastrophen


- 1973 - Papeete, Tahiti. Eine Boeing 707 der PanAm stürzte kurz nach Start ins Meer. 78 Menschen starben. Ein Passagier wurde gerettet.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1515 - Philipp Neri, römischer Heiliger, Gründer der Kongregation des Oratoriums
- 1596 - Michael I., Zar von Russland von 1613 bis 1645
- 1599 - Hans Conrad Gyger, Schweizer Kartograf und Ingenieur
- 1647 - Marguerite-Marie Alacoque, französische Mystikerin
- 1649 - Klemens XI., unter dem Namen Klemens XI. Papst von 1700 bis 1721
- 1747 - Ernst Ludwig Heim, Arzt
- 1751 - Caroline Mathilde, Königin von Dänemark
- 1784 - Friedrich Wilhelm Bessel, deutscher Mathematiker, Astronom und Geodät
- 1795 - Gabriel Lamé, französischer Mathematiker und Physiker
- 1800 - Jakob Lorber, österreichischer Schriftsteller und Musiker
- 1804 - Eugène Isabey, französischer Maler
- 1806 - Johann Kaspar Zeuß, deutscher Philologe
- 1809 - Heinrich Proch, österreichischer Komponist
- 1822 - Gregor Mendel, österreichischer Abt und Genetiker
- 1831 - Komei, 121. Kaiser von Japan
- 1846 - Anton Ohorn, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1849 - Emma Lazarus, jüdische US-amerikanische Dichterin
- 1853 - Alfred Messel, Architekt
- 1865 - Rudolf Heinze, deutscher Jurist und Politiker
- 1872 - Karl Helfferich, deutscher Politiker und Bankier
- 1878 - Janusz Korczak, polnischer Arzt, bedeutender Kinderbuchautor und Pädagoge
- 1882 - Edward Hopper, US-amerikanischer Maler
- 1887 - Gustav Hertz, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 1888 - Selman A. Waksman, US-amerikanischer Mikrobiologe
- 1890 - Rose Kennedy, Mutter von John F. Kennedy
- 1892 - Arthur Seyß-Inquart, österreichisch-deutscher Jurist, Funktionär der NSDAP (als Kriegsverbrecher verurteilt)
- 1894 - Oskar Maria Graf, deutscher Schriftsteller
- 1895 - Pawel Ossipowitsch Suchoi, russischer/sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1898 - Alexander Calder, US-amerikanischer Bildhauer
- 1899 - Wolfgang Metzger, deutscher Psychologe
- 1903 - Anton Saefkow, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1904 - Otto Rombach, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1909 - Dorino Serafini, italienischer Formel 1-Rennfahrer
- 1909 - Franz Josef Röder, Ministerpräsident des Saarlandes
- 1909 - Werner Scheid, deutscher Neurologe und Psychiater
- 1913 - Klaus Schmid-Burgk, deutscher Politiker und MdB
- 1914 - Charles Régnier, deutscher Schauspieler
- 1917 - Adam Malik, Außenminister von Indonesien und Vizepräsident
- 1920 - Paul Dissemond, Generalsekretär der Berliner Bischofskonferenz
- 1922 - Jason Robarts, US-amerikanischer Schauspieler
- 1923 - Bob Dole, US-amerikanischer Politiker und ehemaliger Senator
- 1923 - Netty Witziers-Timmer, niederländische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1924 - Margaret Whiting, US-amerikanische Sängerin
- 1928 - Per Højholt, dänischer Schriftsteller
- 1931 - Guido de Marco, maltesischer Politiker, Präsident Maltas
- 1932 - Oscar de la Renta, Modedesigner
- 1934 - Louise Fletcher, US-amerikanische Schauspielerin
- 1934 - Peter Selmer, deutscher Rechtswissenschaftler
- 1937 - Chuck Jackson, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Otfried Hofius, deutscher Professor der Theologie
- 1939 - Terence Stamp, britischer Schauspieler
- 1940 - Thomas Wayne, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Vera Tschechowa, deutsche Schauspielerin
- 1941 - George Clinton, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber, Begründer des P-Funk
- 1942 - Bernd Schröder, deutscher Fußballtrainer
- 1944 - Estelle Bennett, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Richard Davis, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Bobby Sherman, US-amerikanischer Schauspieler und SÄnger
- 1946 - Mireille Mathieu, französische Sängerin
- 1947 - Don Henley, US-amerikanischer Musiker (Eagles)
- 1948 - Ana de Palacio, spanische Außenministerin
- 1948 - Otto Waalkes, ist deutscher Komiker, Cartoonist, Schauspieler
- 1949 - Lasse Viren, finnischer Leichtathlet
- 1954 - Al di Meola, italo-amerikanischer Fusion- und Jazz-Gitarrist
- 1954 - Axel Horstmann, deutscher Politiker
- 1955 - Willem Dafoe, US-amerikanischer Schauspieler
- 1956 - Azmi Bischara, israelisch-arabischer Politiker
- 1965 - Karl Koch, deutscher Computer-Hacker (KGB-Hack)
- 1966 - Marina Klimova, russische Eiskunstläuferin
- 1968 - Arno Geiger, österreichischer Schriftsteller
- 1968 - Karin Scheele, österreichische Politikerin und Mitglied des EU-Parlaments
- 1969 - Ronny Weller, deutscher Gewichtheber
- 1971 - Charlotte Gainsbourg, französische Schauspielerin
- 1974 - Franka Potente, deutsche Schauspielerin
- 1975 - Andrea Beetz, deutsche Diplompsychologin
- 1980 - Kate Ryan, belgische Sängerin

Gestorben

Kate Ryan (1403-1461]]
- 1461 - Karl VII., König von Frankreich
- 1329 - Cangrande I. della Scala, Stadtherr (Signore) von Verona
- 1435 - Heinrich von Sachsen, Fürst aus der Dynastie der Wettiner.
- 1540 - Johann Zápolya, Fürst von Siebenbürgen
- 1580 - Hieronymus Lotter, deutscher Baumeister der Renaissance
- 1600 - Laurentius Fabritius, Weihbischof in Köln
- 1619 - Laurentius von Brindisi, italienischer Theologe
- 1634 - Johann Graf von Aldringen, deutscher Feldherr im Dreißigjährigen Krieg
- 1676 - Klemens X., Papst
- 1813 - George Shaw, britischer Botaniker und Zoologe
- 1823 - William Bartram, US-amerikanischer Naturforscher
- 1826 - Giuseppe Piazzi, italienischer Astronom, Mathematiker und Theologe
- 1832 - Napoleon II., Sohn des Napoleon I.
- 1861Gregor Wilhelm Nitzsch, klassischer Philologe
- 1869 - John August Roebling, Ingenieur
- 1870 - Josef Strauß, österreichischer Komponist und Dirigent
- 1883 - Josef Plachutta, deutscher Schachspieler und Problemkomponist
- 1894 - Julius von Bose, preußischer General der Infanterie
- 1895 - Rudolf von Gneist, preußischer Jurist und Politiker
- 1902 - Mieczyslaw Halka Ledóchowski, Kardinal und Erzbischof von Gniezno
- 1908 - Sir William Randal Cremer, britischer Politiker und Friedensobelpreisträger (1903)
- 1909 - Oscar Byström, schwedischer Komponist
- 1909 - Detlev von Liliencron, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1926 - Friedrich von Wieser, österreichischer Ökonom
- 1929 - Bror Beckman, schwedischer Komponist
- 1929 - Paul Flechsig, Psychiater und Hirnforscher
- 1932 - Errico Malatesta, italienischer Anarchist
- 1932 - Florenz Ziegfeld Jr., US-amerikanischer Theater-Produzent
- 1934 - John Dillinger, US-amerikanischer Gangster
- 1942 - Heinrich Reimers, deutscher Publizist
- 1949 - Ernst Poensgen, deutscher Großindustrieller
- 1955 - Hans Tichi, deutscher Vertriebenenpolitiker
- 1958 - Michail Michailowitsch Soschtschenko, russischer Schriftsteller
- 1960 - Wolf von Niebelschütz, deutscher Schriftsteller und Historiker
- 1964 - Paul Eipper, deutscher Schriftsteller
- 1967 - Carl Sandburg, US-amerikanischer Lyriker
- 1968 - Giovanni Guareschi, italienischer Journalist, Karikaturist und Schriftsteller
- 1970 - Fritz Kortner, deutscher Schauspieler und Theaterregisseur
- 1971 - Willy Max Rademacher, deutscher Politiker und MdB
- 1972 - Pavel Bořkovec, tschechischer Komponist
- 1978 - André Chapelon, französischer Ingenieur
- 1986 - Floyd Gottfredson, US-amerikanischer Comiczeichner und -texter, Cartoonist sowie Maler
- 1990 - Manuel Puig, argentinischer Schriftsteller und Drehbuchautor
- 1996 - Tamara Danz, Sängerin und Frontfrau der ostdeutschen Gruppe Silly
- 1997 - Peter Ludwig, deutscher Industrieller und Kunst-Mäzen
- 1998 - Alan Shepard, US-amerikanischer Astronaut
- 1998 - Hermann Prey, deutscher Opernsänger
- 2000 - Claude Sautet, französischer Drehbuchautor und Filmregisseur
- 2003 - Qusai Hussein, zweitältester Sohn von Saddam Hussein
- 2003 - Serge Silberman, Filmemacher
- 2003 - Udai Saddam Hussein, ältester Sohn von Saddam Hussein
- 2004 - Bodo H. Hauser, deutscher Journalist und TV-Moderator
- 2004 - Illinois Jacquet, US-amerikanischer Musiker
- 2004 - Joan Morgan, Stummfilmschauspielerin
- 2004 - Sacha Distel, französischer Chansonnier und Komponist
- 2004 - Serge Reggiani, französischer Schauspieler und Chansonnier
- 2005 - Jean Charles de Menezes, Brasilianer, in London unschuldig als vermeindlicher Terrorist von britischen Polizisten erschossen

Feier- und Gedenktage


- kath. u. orth.: Maria Magdalena

Siehe auch


- 21. Juli - 23. Juli
- 22. Juni - 22. August
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0722 ja:7月22日 ko:7월 22일 simple:July 22 th:22 กรกฎาคม

Neapel

Neapel (v. griech.: nea polis = neue Stadt; ital. Napoli) ist nach Rom und Mailand die drittgrößte Stadt Italiens und die größte Stadt in Süditalien. Sie ist die Hauptstadt der Region Kampanien. Die Stadt selbst hat etwa 1 Million Einwohner (die Dunkelziffer der nicht registrierten Personen ist sehr hoch), zusammen mit den Vororten weist sie als Agglomeration etwa 4,4 Millionen Einwohner auf. Sie liegt auf halbem Weg zwischen dem Vesuv und einer anderen vulkanischen Gegend, den Campi Flegrei (Phlegräische Felder) am Golf von Neapel. Die Stadt hat einen internationalen Flughafen (Capodichino) und einen großen Seehafen. internationalen Flughafen]]

Geschichte

internationalen Flughafen internationalen Flughafen]Die Stadt wurde vermutlich durch Einwohner der griechischen Kolonie Cumae etwa im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet, einige Kilometer von der antiken Stadt Partenope entfernt. Aus diesem Grund wurde sie Neapolis (griech. neue Stadt) genannt. In den Gebäuden, Museen und auch in der Sprache sind bis heute Spuren von allen Perioden der Geschichte zu finden. Neapel hat zahlreiche Katakomben vorzuweisen: Die berühmteste ist die des dort San Gennaro genannten heiligen Januarius, dessen Wunder des sich verflüssigenden getrockneten Blutes auch heute noch die Welt beschäftigt. Die Reliquie wird im Dom von Neapel, San Lorenzo Maggiore, aufbewahrt. Dem Blutwunder kann man am ersten Maiwochenende und am 19. September beiwohnen. In der Festung Castel dell'Ovo wurde Romulus Augustulus, der letzte Kaiser des Römischen Reiches eingekerkert, nachdem er 476 abgesetzt worden war. Im 6. Jahrhundert wurde Neapel von den Byzantinern besetzt im Rahmen des Versuchs von Justinian, das Römische Reich wieder zu errichten. Im Jahr 1039 fiel Neapel in die Hand der Normannen und wurde Bestandteil des Königreichs von Sizilien. 1224 gründete Friedrich II. von Hohenstaufen die Universität von Neapel. 1266 wurde Neapel und das Königreich Sizilien vom Papst an Karl I. von Anjou übergeben, der die Hauptstadt von Palermo nach Neapel verlegte. 1284 wurde das Königreich in zwei Teile aufgetrennt, die beide den Anspruch erhoben, Königreich von Sizilien genannt zu werden. Die zwei Teile blieben getrennt bis zum Jahr 1816, wo sie zum "Königreich beider Sizilien" vereinigt wurden. Im 17. Jahrhundert war Neapel mit rund 300.000 Bewohnern die nach Paris zweitgrößte Stadt Europas. Im Oktober 1860 wurde mit einem Plebiszit das Ende des Königreichs Sizilien proklamiert und die Gründung des Staates Italien beschlossen. Siehe auch: Liste der Herrscher von Neapel

Musik

Aus Neapel stammt die weitverbreitete Neapolitanische Volksmusik.

Besonderheiten

Neapolitanische Volksmusik
- Neapel gilt als der Ursprungsort der Pizza. Die älteste Pizzeria existiert seit 1830 und heißt Antica Pizzeria Port'Alba.
- Seit Jahrhunderten ist die Stadt berühmt für die kostbaren Neapolitanischen Weihnachtskrippen, für deren traditionelle Herstellung es immer noch eine eigene Gasse mit Werkstätten in der Altstadt gibt (San Gregorio Armeno).
- Wie an vielen Orten Süditaliens existiert auch in Neapel eine Mafia-artige Organisation namens Camorra, die für Schwarzhandel und Straßenkriminalität verantwortlich gemacht wird. Verschiedene Familien sind in diesem Zusammenhang in letzter Zeit verstärkt in Bandenkriege mit vielen Todesopfern verstrickt.
- In Neapel wird ein spezifischer neapolitanischer Dialekt gesprochen.
- Zu den berühmtesten Neapolitanern zählen Giambattista Vico, Carlo Gesualdo und Enrico Caruso.
- Beim bekanntesten Fußball-Klub Neapels, dem SSC Napoli, spielte Diego Armando Maradona.
- Auffallend ist, dass Neapel keine eindeutige Stadtmitte besitzt, sondern nur kleine Zentren (Der Bahnhof, Dante Platz, das Nationalmuseum).

Söhne und Töchter der Stadt


- Martino Altomonte, Begründer der selbständigen Barockmalerei im österreichischen Raum
- Pietro Bardellino, italienischer Maler
- Giovanni Battista Basile, gilt gemeinhin als Europas erster großer Märchenerzähler
- Georg Basta, habsburger General
- Giambattista Vico, italienischer Geschichts- und Rechtsphilosoph
- Gian Lorenzo Bernini, italienischer Bildhauer und Architekt
- Bonifatius IX. (Papst), Papst
- Bonifatius V. (Papst), Papst vom 23. Dezember 619 bis zum 25. Oktober 625
- Giovanni Alfonso Borelli, italienischer Physiker und Astronom
- Fabio Cannavaro, italienischer Fußballspieler
- Michele Carafa, italienischer Komponist von Opern
- Vincenzo Carafa, italienischer Ordensgeneral
- Ferdinando Carulli, italienischer Komponist und Salon-Gitarrist
- Enrico Caruso, italienischer Opernsänger
- Scipione Cerreto, Komponist und Musiker
- Totò (Antonio De Curtis), italienischer Schauspieler
- Farinelli, italienischer Sänger (Kastrat) des 18. Jahrhunderts
- Ferdinand IV. (Neapel), König von Neapel, König beider Sizilien
- Maria Teresa de Filippis, italienische Rennfahrerin
- Franz I. (Sizilien), König von Sizilien und Neapel
- Franz II. (Sizilien), König von Sizilien und Neapel
- Carlo Gesualdo, italienischer Fürst und Komponist
- Gennaro Granito Pignatelli di Belmonte, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Nicolo Grimaldi, napolitanischer Sänger (Sopran)
- Innozenz XII., Papst von 1691 bis 1700
- Johanna II. (Neapel), Königin von Neapel und Titularkönigin von Jerusalem
- Johannes XXIII. (Gegenpapst), Gegenpapst
- Luigi Lablache, italienischer Opernsänger (Bassist)
- Leonardo Leo, italienischer Komponist
- Ruggiero Leoncavallo, italienischer Komponist
- Francesco Mancini, Kapellmeister und Komponist
- Riccardo Muti, italienischer Meisterdirigent
- Carlo Pisacane, Guerrilakämpfer und Politiker
- Nicola Antonio Porpora, italienischer Komponist und Gesangslehrer
- Giambattista della Porta, neapolitanischer Arzt, Universalgelehrter und Dramatiker
- Carlo Rossi, Italien|italienisch-russischer Architekt
- Jacopo Sannazaro, italienischer Dichter
- Domenico Scarlatti, italienischer Komponist des Barock
- Roberto de Simone, italienischer Komponist, Theatermann, Autor, Opernregisseur, Musikwissenschaftler, Mythologe und Ethnologe
- Charles Piazzi Smyth, schottischer Astronom und Esoteriker
- Bud Spencer, italienischer Schauspieler
- Publius Papinius Statius, lateinischer Dichter
- Roberto Tucci, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Urban VI. (Papst), von 1378 bis 1389 Papst
- Luigi Vanvitelli, italienischer Architekt
- Viktor Emanuel III., König von Italien und Kaiser von Äthiopien
- Massimo Troisi, italienischer Schauspieler
- Pino Daniele, Pop und Jazz/Blues Sänger

Literatur


- Dieter Richter: Neapel - Biographie einer Stadt, Berlin: Verlag Klaus Wagenbach, 2005 ISBN 380312509x
- Wagner, Horst-Günter: Großraum Neapel-Salerno. S. 150-153 in: Wagner, Horst-Günter: Mittelmeerraum, Darmstadt 2001, ISBN 3-534-12339-5.

Weblinks


- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/us/napoli/naples.htm Naples, Italy] Virtual reality movies and photo gallery
- [http://www.portanapoli.com/Neapel/neapel.html Tor zu Neapel]
- [http://www.thomasgransow.de/Neapel/Neapel_Inhalt.html thomasgransow.de]
- [http://astrid-kaiser.de/gallery/album56 Webfotos von Neapel] Kategorie:Hauptstadt in Italien Kategorie:Ionische Stadtgründung Kategorie:Weltkulturerbe Kategorie:Ort mit Seehafen ! ja:ナポリ ko:나폴리 simple:Naples

Astronom

Ein Astronom ist eine (im Regelfall akademisch gebildete) Person, die sich wissenschaftlich mit der Sternkunde beschäftigt.

Haupttätigkeit der Astronomen

Beschränkt man den Begriff Astronom auf jene Wissenschafter, die sich hauptberuflich der Astronomie widmen, dann sind meist zwei der folgenden Tätigkeiten Gegenstand des Berufs:
- wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet Astronomie, insbesondere in der Astrophysik, Astrometrie, Kosmologie oder im Bereich des Planetensystems beziehungsweise der Raumfahrt, sowohl im beobachterischen wie im theoretischen Bereich.
- Lehrtätigkeit an einer Universität als Hochschulprofessor oder -Assistent.
- Entwicklung von Messinstrumenten oder Computerprogrammen.
- Leitung und/ oder Verwaltung von Institutionen für F/E (Forschung und Entwicklung) beziehungsweise von großen Projekten - etwa bei der ESA oder NASA. Der Beruf des Fachastronomen setzt im Regelfall ein Hochschulstudium der Astronomie und/ oder verwandter Naturwissenschaften voraus, etwa ein Diplom der Physik oder Astronomie (nur in Österreich), manchmal auch aus Mathematik, Geodäsie, Aeronautik und anderen. Das Verfassen einer Dissertation schließt sich in den meisten Fällen an, die abgeschlossene Promotion gilt oft als Einstellungsvoraussetzung.

Gewandeltes Berufsbild

Das Berufsbild des Astronomen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. In der Vergangenheit beobachteten Astronomen überwiegend den Himmel mittels optischer Teleskope an Sternwarten. Heute arbeiten die meisten an sehr spezialisierten Fragestellungen und werten elektromagnetische Signale in allen Wellenlängenbereichen aus - von der kurzwelligen Gammastrahlung bis zu den längsten Radiowellen. Daher sitzen Astronomen heute nicht mehr "hinter dem Fernrohr", sondern nur einen vergleichsweisen kurzen Teil ihren Zeit in den Kontrollräumen der Teleskope. Die dort gewonnenen Daten werden in der restlichen Zeit zuhause am Schreibtisch ausgewertet und aufbereitet. In Neuerer Zeit gewinnt das so genannte "service mode observing" an Bedeutung, bei dem nur Beobachtungsziel und -Art spezifiziert werden, die Beobachtungen werden an den Teleskopen beziehungsweise Satelliten unabhängig oder sogar robotisiert durchgeführt.

Fach- und Amateurastronomen

Da viele Studenten des Faches später auf anderen Gebieten arbeiten, hängt es von ihrem Selbstverständnis ab, ob sie sich auch weiterhin als "Astronom" bezeichnen. Inwieweit wissenschaftlich tätige Amateurastronomen als Astronomen im eigentlichen Sinn zu nennen sind, ist ebenfalls offen. Besonders in früheren Jahrhunderten ist eine Trennung zwischen Fachastronom und Amateur oft künstlich, wie etwa das Beispiel von Wilhelm Olbers zeigt. Da Astronomie nach wie vor eine Wissenschaft ist, die auch im professionellen Bereich von Einzelnen und kleinen Forschungsgruppen geprägt ist, haben auch Amateure mit entsprechender Begabung und Ausrüstung die Möglichkeit der Mitwirkung. Amateure sind oft dort erfolgreich, wo eine kontinuierliche Beobachtung notwendig ist, aber wegen der Kosten durch Großteleskope kaum professionell machbar ist, etwa die Asteroiden- und Kometenüberwachung oder auf dem Gebiet veränderlicher Sterne und der Astrometrie. Siehe auch: Liste bekannter Astronomen, Physiker, Mathematiker, Techniker, Hochschullehrer, Geschichte der Astronomie und Portal:Astronomie ! ja:天文学者 simple:Astronomer

Theologe

Ein Theologe betreibt Theologie als Wissenschaft. Normalerweise spricht man von Theologen nur im Kontext theistischer, besonders der monotheistischen, sog. abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam). Gemäß den theologischen Teilgebieten gibt es unter den Theologen u.a.:
- Alttestamentler (siehe :Kategorie:Alttestamentler und Altes Testament)
- Neutestamentler (siehe :Kategorie:Neutestamentler und Neues Testament)
- Dogmatikern (siehe :Kategorie:Dogmatiker und Dogmatik)
- Fundamentaltheologen (siehe :Kategorie:Fundamentaltheologe und Fundamentaltheologie)
- Moraltheologen (siehe :Kategorie:Moraltheologe und Moraltheologie)
- Kirchenhistoriker (siehe :Kategorie:Kirchenhistoriker und Kirchengeschichte)
- Kirchenrechtlern (siehe :Kategorie:Kirchenrechtler und Kirchenrecht)
- Liturgiewissenschaftlern (siehe :Kategorie:Liturgiewissenschaftler und Liturgiewissenschaft/Liturgik/Liturgie)
- Pastoraltheologen (siehe :Kategorie:Pastoraltheologe und Pastoraltheologie)
- Religionspädagogen (siehe :Kategorie:Religionspädagoge und Religionspädagogik)
- Christliche Sozialethiker (siehe :Kategorie:Christlicher Sozialethiker und Christliche Soziallehre) Vor allem die evangelische Theologie fasst manche diese Teilgebiete häufig in größere Einheiten zusammen und spricht dann von:
- Systematischer Theologe (siehe :Kategorie:Systematischer Theologe und Systematische Theologie)
- Praktischer Theologe (siehe :Kategorie:Praktischer Theologe und Praktische Theologie) Nachfolgende Kategorien Listen enthalten Theologen und Theologinnen:
- Liste von Theologen in alphabetischer Anordnung
- chronologische Liste deutscher Theologen
- Christliche Theologen nach Fachgebieten
- Christlicher Theologen nach Konfession kategorie:Theologie

Turin

Turin (italienisch Torino) ist eine Stadt in Nordwest-Italien mit 902.255 Einwohnern im Stadtgebiet (2005) und ca. 1,5 Mio. Einwohnern als Agglomeration (2004). Italien Die Stadt liegt auf einer Höhe von 240 m und mit einer Fläche von 130 km² am Ufer des Flusses Po. Sie ist Hauptstadt der Region Piemont und der Provinz Turin. Von Frankreich im Westen und der Schweiz im Norden, sowie von Mailand im Osten ist sie jeweils gut 100 km entfernt.

Geschichte

Mailand Das Stadtgebiet wurde in vorrömischer Zeit von Kelten oder Ligurern besiedelt. Im ersten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Römer hier ein Militärlager (Castra Taurinorum), das später dem Kaiser Augustus gewidmet wurde (Augusta Taurinorum). Die typische römische Stadtstruktur mit rechtwinklig zueinander verlaufenden Straßen hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Das Quartiere Romano ist der älteste, im Jahr 28 v. Chr. von Kaiser Augustus gegründete Stadtteil. Im 13. Jahrhundert nahmen die Herzöge von Savoyen die Stadt ein. Sie ist seither auch eine von französischen Einflüssen geprägte Residenz und erlebte unter Marie Christine von Frankreich im 17. Jahrhundert glanzvolle Zeiten. Durch die Vereinigung Italiens 1861 wurde Turin Hauptstadt. König Viktor Emanuel II. regierte von hier aus, 14 verschiedene Schlösser zeugen von der herrschaftlichen Vergangenheit. Die Hauptstadtfunktion war jedoch ein Status, den die Stadt schon drei Jahre später an Florenz weitergeben musste.

Wirtschaft

Heutzutage ist die Stadt ein wichtiges industrielles Zentrum.
Turin ist insbesondere bekannt als Sitz des Autoherstellers Fiat (Fabbrica Italiana di Automobili Torino), der 1899 hier gegründet wurde.
Ein weiterer berühmter Fahrzeughersteller ist Lancia, 1906 gegründet, 1969 durch Fiat übernommen und danach in den gleichnamigen Konzern eingegliedert.

Verkehr

Turin ist gut an das italienische Autobahn- sowie an das Eisenbahnnetz angebunden. Zu den olympischen Spielen 2006 wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Mailand bis nach Novara fertig gestellt sein, so dass sich die Fahrtzeiten nach Mailand und zum Großflughafen Mailand-Malpensa deutlich verringern werden. Bis 2009 soll dann die komplette Strecke befahren werden und die Fahrtzeit nach Mailand von derzeit 1h 30 min auf 50 min verringert werden. Auch eine Verbindung ins französische Lyon ist geplant. Die wichtigsten Bahnhòfe in Turin sind Torino Porta Nuova, Torino Porta Susa und Torino Lingotto. Der derzeitige Hauptbahnhof Porta Nuova wird diese Funktion vermutlich in den nächsten Jahren an den Durchgangsbahnhof Porta Susa verlieren, der seit einigen Jahren von Grund auf erneuert wird.
Die drei Bahnhöfe sind auch wichtige Haltepunkte der ersten U-Bahn-Linie der Stadt, die derzeit in Bau ist. Zu den olympischen Spielen wird ein erstes Teilstück fertig gestellt sein. Derzeit wird der öffentliche Nahverkehr durch ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz und Busse bewältigt.
Turin verfügt über einen internationalen Flughafen.

Sehenswürdigkeiten

internationalen Flughafen Eines der Wahrzeichen von Turin ist die Mole Antonelliana, errichtet 1863–1880 nach Plänen von Alessandro Antonelli (1798–1888). Heute befindet sich darin das nationale Filmmuseum. Eine spektakuläre Aufzugskonstruktion zieht den gläsernen Lift frei schwebend an Führungskabeln durch den Hauptraum unter der Kuppel hindurch zu der Aussichtsplattform. Die Kathedrale Duomo di San Giovanni, gebaut in den Jahren 1491–1498, beherbergt das Turiner Grabtuch, ein mittelalterliches Leinentuch mit dem Abbild eines Mannes. Von Pilgern wird es verehrt als das Tuch, in das Jesus im Grab gewickelt war. Jesus Das berühmte Lingotto-Gebäude, einstmals die größte Autofabrik der Welt, wurde nach Plänen des Architekten Renzo Piano transformiert in ein Kongresszentrum, Einkaufszentrum, Konzerthalle, Kunstgalerie und Hotel. Das Museo Egizio besitzt eine der international wichtigsten Sammlungen antiker ägyptischer Kunst. Die Schlösser und Residenzen der Herzöge von Savoyen zählen zum Weltkulturerbe. In Zentrum von Turin ist der Palazzo Reale gelegen, der Königspalast der Könige von Piemont-Sardinien und später Sitz des Königreichs Italien. In direkter Nachbarbarschaft dazu befindet sich der Palazzo Madama, der aus einem alten Teil und einem barocken Anbau besteht. Der alte Teil ist in der Römerzeit als Stadttor entstanden und im Mittelalter zu einer Festung ausgebaut worden. Der neue Teil ist ein Werk des Barock-Meisters Filippo Juvarra. Dieser war auch Baumeister mehrerer Residenzschlösser der Herzöge von Savoyen, später Könige von Piemont-Sardinien und schließlich von Italien. Die Wallfahrtskirche Superga auf dem Berg Sassi in einer Höhe von 672 Metern wird von der Superga Zahnradbahn angefahren. Superga Zahnradbahn Superga Zahnradbahn Superga Zahnradbahn

Sport

Die Stadt ist Heimat der Fußballclubs Juventus FC und AC Turin und wird Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2006 sein.

Schulen


- Convitto Nazionale Umberto I

Söhne und Töchter der Stadt


- 1736, † 1813 Joseph Louis Lagrange, Professor der Mathematik, 1766 Direktor der Akademie in Berlin
- 1749, † 1792 Marie Thérèse Louise von Savoyen-Carignan, Prinzessin von Lamballe
- 1789, † 1863 Alberto La Marmora-Ferrero, General und Gegenspieler Napoleons in Italien, Generalkommandeuer auf Sardinien
- 1815, 18. August, † 31. Januar 1888 in Turin Johannes Bosco, Priester und Mitgründer der Gesellschaft des heiligen Franz von Sales, die Salesianer. Wurde 1923 vom Papst heilig gesprochen.
- 1844, 14. März, † 1900 in Monza Umberto I., eigentl. Rainer Karl Emanuel Johann Maria Ferdinand Eugen, 1878-1900 König von Italien
- 1898, † 1988 Giuseppe Saragat, italienischer Präsident und Gründer der sozialistischen Arbeiterpartei Italiens (PSLI)
- 1912, 13. August, † 6. Februar 1991 in Lexington (USA) Salvador Edward Luria, Mikrobiologe, 1940 ausgewandert in die USA, 1969 Nobelpreisträger für Medizin.
- 1939, Giovanni Pinna, Professor für Paleontologie und Museologie, 1997-2000 Präsident des ICOM International Council of Museums.

Weblinks


- [http://www.comune.torino.it/deutsch/ Homepage der Stadt]
- [http://www.torino2006.org Homepage der Winterspiele 2006]
- [http://www.juventus.com Homepage des Fussballclubs Juventus Turin]
- [http://digilander.libero.it/fotogian/torino.home.html Photos of Turin]
- [http://www.urlaub-piemont.de Turin und Urlaubsgebiete im Piemont]
- [http://www.italien-inseln.de/italia/piemont-piemonte/turin-torino/hauptstadt.html Hauptstadt Turin] Kategorie:Ort im Piemont ! Kategorie:Hauptstadt in Italien ja:トリノ ko:토리노

Philosophie

. Ausschnitt aus „Die Schule von Athen“ von Raffael (um 1510).]] Die Philosophie (griech. φιλοσοφία, philosophia wörtlich „Liebe zur Weisheit“) hat im Gegensatz zu den einzelnen Wissenschaften keinen klar bestimmbaren, begrenzten Gegenstandsbereich. Allgemein könnte man sie als den Versuch der kritisch-rationalen Selbstüberprüfung des Denkens bezeichnen, als eine methodische Reflexion. Der Versuch, Philosophie zu definieren, ist bereits Gegenstand der Philosophie selbst. Der Beginn des philosophischen Denkens im 6. vorchristlichen Jahrhundert markiert den eigentlichen Beginn der europäischen Geistesgeschichte. Erst im Laufe der Jahrhunderte differenzierten sich die Methoden und Diszplinen der Welterschließung, indem sich die einzelnen Wissenschaften nach und nach aus der Philosophie ausgliederten. Die bis heute gültigen Kerngebiete der Philosophie sind die Logik als die Wissenschaft vom folgerichtigen Denken, die Ethik als die Wissenschaft vom rechten Handeln und die Metaphysik als die Wissenschaft von den ersten Gründen des Seins und der Wirklichkeit; weitere Grunddisziplinen sind die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, die sich mit den Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns im allgemeinen bzw. speziell in den unterschiedlichen Einzelwissenschaften beschäftigen.

Begriffsgeschichte

Der Begriff Philosophie, zusammengesetzt aus griech. φίλος „Freund“ und σοφία „Weisheit“, bedeutet, wörtlich aus dem Griechischen übersetzt „Liebe zur Weisheit“ bzw. einfach „zum Wissen“ – denn sophía besitzt zunächst einmal jemand, der ein Fachmann für etwas ist. Die Wortprägung Philosophie tritt wahrscheinlich das erste Mal bei Platon auf. Zwar wurde in der späteren Antike die Einführung des Begriffes „Philosophie“ Pythagoras von Samos zugeschrieben (vgl. Diogenes Laertios De vita et moribus philosophorum, I, 12; Cicero: Tusculanae disputationes, V, 8-9). Diese Zuschreibung geht zurück auf eine Notiz aus einem verlorenen Werk des Herakleides Pontikos, eines Schülers des Aristoteles. Vermutlich ist diese Notiz aber nicht korrekt: Sie folgt dem Muster der weitverbreiteten Pythagoras-Legenden jener Zeit. Ursprünglich bezog sich der Begriff „Philosophie“ auf eine Denktradition, die vom antiken Griechenland ausging. Er wird heute aber auch für asiatische Denktraditionen (östliche Philosophie) und eher religiöse Weltanschauungen verwendet. Daneben taucht der Begriff in jüngerer Zeit im Wirtschafts-Jargon und in der Technik als Synonym für Strategie oder Gesamtkonzept auf (Unternehmensphilosophie, Designphilosophie).

Was ist Philosophie?

Die Frage, was Philosophie eigentlich ist, ist bereits eine philosophische Frage. Philosophie ist nicht in eine allgemeingültige feste Definition zu bringen. Es ließe sich auch keine finden, der alle Philosophen zustimmen könnten, weil jeder, der philosophiert, eine eigene Sicht der Dinge entwickelt. Daher gibt es beinahe so viele Antworten auf diese Frage, wie es Philosophen gibt. Die Verwendung des Begriffs „Philosophie“ in der Geschichte füllt im Historischen Wörterbuch der Philosophie so viele Spalten, dass dieser Artikel als eigenständiges Buch publiziert wurde. Carl Friedrich von Weizsäcker hat es einmal so formuliert: „Philosophie ist die Wissenschaft, über die man nicht reden kann, ohne sie selbst zu betreiben.“

Selbstverständnis

Carl Friedrich von Weizsäcker (12. Jh.), Detail]] Die ersten Philosophen, die sich selbst so bezeichneten – Platon und Sokrates – verstanden Philosophie als Alternative zur mythischen Religion und ihrer Ordnung. Indem sich der Mensch durch Philosophieren die Welt selbst erklärt, emanzipiert er sich von der Welt des Aberglaubens, der Priesterherrschaft und der Götter. Sokrates wurde deshalb als „Verderber der Jugend“ hingerichtet. Bis in die Gegenwart hinein setzt sich die Philosophie stets kritisch mit der Religion auseinander, grenzt sich von ihr ab und betrachtet sich dieser in der Regel als überlegen. Das Selbstverständnis der Philosophie hat sich im Laufe ihrer Geschichte immer wieder gewandelt. Vor allem in bestimmten Phasen der Neuzeit wurde sie als allen Einzelwissenschaften übergeordnete Universalwissenschaft begriffen, die – um die Wirklichkeit als Ganzes zu erfassen – zu den letzten Ursachen und Prinzipien vordringt und dabei ewiggültige, allgemeine Wahrheiten entdeckt und zugänglich macht (Philosophia perennis). Im Mittelalter wurde der Kern der Philosophie durch die so genannten artes liberales bestimmt, zu denen Grammatik, Dialektik, Rethorik sowie Geometrie, Arithmetik, Astronomie und Musik gehörten. Dabei dominierte zeitweise das Bild der Philosophie als einer „Dienerin der Theologie“ (ancilla theologiae), d.h. als Hilfswissenschaft. Noch bis ins 18. Jahrhundert war die Philosophie eine der klassischen Fakultäten neben Theologie, Medizin und Recht. Erst nach einer grundlegenden Ausbildung in Philosophie, die mit dem Magister abschloss, konnten sich die Studenten naturwissenschaftlichen Fragen und Forschungen zuwenden. Im 19. Jahrhundert begann dann immer mehr die Verselbständigung zunächst der Naturwissenschaften und dann auch der philologischen und der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. Die moderne Fachwissenschaft Philosophie zieht ihre Rechtfertigung aus dem Anspruch, philosophische Methoden könnten auch für andere Wissens- und Praxisgebiete hilfreich sein. Darüber hinaus betrachten die Philosophen die Erörterung ethischer Themen und Grundsatzfragen als ihr ureigenes Gebiet.

Charakteristika

gesellschaftswissenschaftlichen (1750)]] Der Beginn aller Philosophie ist das Sich-Wundern, das Staunen. Platon schrieb: „Das Staunen ist die Einstellung eines Mannes, der die Weisheit wahrhaft liebt, ja es gibt keinen anderen Anfang der Philosophie als diesen“, und auch Aristoteles stellte fest: „Staunen veranlasste zuerst – wie noch heute – die Menschen zum Philosophieren.“ Menschen, denen alles selbstverständlich erscheint, finden nicht zur Philosophie. Durch ihr Staunen ist die Philosophie die Mutter aller Wissenschaften. Dies gilt sowohl historisch, da aus ihr alle anderen Wissenschaften entstanden sind, als auch systematisch, da sie als Meta-Wissenschaft über die Aufgaben und Möglichkeiten der Wissenschaften reflektiert. Ein ähnlicher Grundzug der Philosophie ist das Fragen, besonders auch das Infragestellen des scheinbar Zweifelsfreien und Selbstverständlichen. Das Fragen ist damit eine weitere Quelle der Philosophie. Aus sich selbst heraus kann die Philosophie dem Fragen keine Grenzen setzen: Sie stellt radikal alles in Frage – sogar sich selbst. Dadurch beginnt die Philosophie gleichsam immer wieder bei Null, da jede einzelne Aussage immer wieder hinterfragt werden darf. Es ist erlaubt, alles zu bezweifeln, außer dem Zweifeln selbst. Der philosophische Diskurs ist daher eine niemals endende, kontroverse Diskussion. Die Philosophie umfasst verschiedene geistige Bemühungen. Dabei handelt es sich um Nachdenken, Analysieren und Überprüfen mit Hilfe der Mittel des vernünftig-rationalen, kritischen Denkens. Philosophie stellt die Fragen, die die Wissenschaften (bisher) nicht beantwortet haben oder grundsätzlich nicht beantworten können. Diese Fragen richten sich auf den Menschen selbst und die ihn umgebende Welt. Philosophie wird also nicht um ihrer selbst willen betrieben, sondern um des Menschen willen. Dabei findet sie nie allgemein anerkannte Antworten, sondern stellt einen endlosen, dynamischen Prozess dar. Philosophisch gebildete Menschen unterscheiden sich darum von den übrigen nicht darin, dass sie mehr (nützliches) Wissen zur Verfügung hätten. Sie besitzen allerdings in der Regel einen besseren Überblick über die Argumente, die in einer philosophischen Debatte über einen bestimmten Diskussionsgegenstand bereits vorgebracht wurden. So kann es etwa hilfreich sein, bei einem aktuell diskutierten Problem (z.B. Euthanasie) danach zu fragen, welche Antwortmöglichkeiten die Philosophie bisher dazu angeboten hat und welche Auseinandersetzungen es um diese Vorschläge bereits gab.

Formen des Philosophierens

Grundsätzlich lassen sich drei verschiedene Arten des Philosophierens unterscheiden: die Philosophie als Streben nach Wissen, die Philosophie als Lebensweise und die akademische Philosophie.

Philosophie als Weltweisheit

Euthanasie Philosophie als Weltweisheit ist diejenige Philosophie, die sich mit den philosophischen Sachverhalten beschäftigt, die jedermann interessieren. Im Alltag können das verschiedene, für den Einzelnen bedeutsame Gegenstände sein, z.B. "Was ist (für mich) das gute Leben?". Meist handelt es sich um allgemein diskutierte oder gesellschaftlich relevante Fragen. Die Probleme stammen dabei in der Regel nicht aus dem philosophischen, sondern aus dem öffentlichen Diskurs. Von anderen Herangehensweisen – wie etwa dem Beantworten dieser Fragen mit gesellschaftlichen oder religiösen Traditionen – unterscheidet sich die Philosophie insofern, als dass sie sich bei der Klärung dabei im weitesten Sinne rationaler, d.h. (allein) auf vernunftgemäßes Denken gestützter Methoden bedient.

Philosophie als Lebensform

In der Antike wurde die Philosophie häufig nicht nur theoretisch betrieben, sondern als eigene, praktische Lebensweise kultiviert. Weisheit und die Verwirklichung des „rechten Lebens“ waren die praktische Ausrichtung etwa der Stoa oder des Epikureismus. Bei der Philosophie als Lebensform geht es darum, sich selber als Mensch auszubilden und ein durch philosophische Erkenntnisse geprägtes Leben zu führen. Bestimmt wird dieses Ideal in der Philosophie traditionell durch das große Vorbild Sokrates, der nicht etwa Bücher schrieb, sondern seine Zeit vornehmlich mit philosophischen Gesprächen zugebracht haben soll.

Philosophie als Wissenschaft

zudecken In der philosophischen Ausbildung an der Universität ist die Philosophie als Wissenschaft heute die einzige der drei Formen, die noch gelehrt wird. Natürlich bietet der akademische Betrieb mit seiner Verwissenschaftlichung auch nicht den Rahmen, um eine umfassende „Erziehung des Menschen zum Menschen“ zu leisten. Das akademische Philosophieren unterscheidet sich vom alltäglichen Philosophieren nicht prinzipiell durch die Fragen, sondern eher durch den Rahmen – in der Regel die Universität – und durch bestimmte Formen der Aus- und Abgrenzung philosophischer Tätigkeit. Es gelten verschiedene Übereinkünfte über die Formen des Argumentierens und der wissenschaftlichen Publikation sowie die zugelassene Fachterminologie. Die Tätigkeiten des akademisch Philosophierenden umfassen dabei die Prüfung der Voraussetzungen einer Position, das Rekonstruieren und Widerlegen von Argumenten, die genaue Analyse und Unterscheidung von Begriffen, die eigene Positionierung und die Argumentation für oder gegen Thesen. Grundsätzlich lassen sich zwei Ansätze bzw. Bereiche des akademischen Philosophierens unterscheiden: die historische und die systematische Vorgehensweise.
- Historisch arbeitet die Philosophie dann, wenn sie versucht, die Positionen und Thesen von Denkern wie Platon, Thomas von Aquin oder Kant zu rekonstruieren, zu verstehen und zu interpretieren. Auch die Herausarbeitung bestimmter philosophischer Strömungen oder Auseinandersetzungen in der Geschichte gehört hierzu.
- Systematisch geht die Philosophie vor, wenn sie versucht, zu einem bestimmten Problemfeld Standpunkte zu vertreten, Fragen innerhalb der verschiedenen philosophischen Disziplinen zu beantworten, die Voraussetzungen oder Implikationen einer bestimmten Frage oder These zu verstehen oder überhaupt erst die verwendeten Begriffe in bestimmten Fragen, Thesen oder Positionen zu klären. Lautet die Frage innerhalb der theoretischen Philosophie „Hat der Mensch einen freien Willen?“, so muss für eine Antwort zunächst die Begriffe des „Willens“, der „Freiheit“ und des „Menschseins“ einer genaueren Analyse unterzogen werden. Die historischen und die systematischen Herangehensweisen bzw. Bereiche sind dabei prinzipiell durch das jeweilige Ziel der philosophischen Untersuchungen voneinander abgrenzbar. Viele Philosophen und Philosophinnen forschen allerdings auf beiden Gebieten, was sich insofern auch ergänzt, als die Schriften herausragender philosophischer Autoren auch für das systematische Philosophieren hilfreiche Überlegungen enthalten. Außerdem können in vielen Fällen die heutigen Fragen nur dann wirklich präzise gestellt und beantwortet werden, wenn der historische Hintergrund für ihr Aufkommen und die relevante Begrifflichkeit verstanden sind.

Gegenstände der Philosophie

Systematische Gegenstände

Begrifflichkeit Man kann die Philosophie in einen theoretischen Bereich und in einen praktischen Bereich unterteilen. Die theoretische Philosophie untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des menschlichen Erkenntnisvermögens und die allgemeinen Strukturen des menschlichen Bewusstseins. Außerdem wird versucht, grundsätzliche Aussagen über das Sein zu treffen. Disziplinen sind u.a. Ontologie, Metaphysik, Logik, Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie. Die praktische Philosophie beschäftigt sich hingegen mit Bereichen, die direkte Auswirkungen auf das praktische Leben haben können. Disziplinen sind u.a. Ethik, Rechtsphilosophie, politische Philosophie und Sozialphilosophie. Auch wenn sich der Bereich, den die Philosophie insgesamt umfasst, in gewissem Sinne nicht eingrenzen lässt (da sie „alles“ behandelt), gib es doch bestimmte Domänen, in denen sie hauptsächlich tätig ist. Der Philosoph Immanuel Kant hat diese einmal in den folgenden Fragen zusammengefasst: # Was kann ich wissen? # Was soll ich tun? # Was darf ich hoffen? # Was ist der Mensch? Diese Fragen könnte man auch in etwa so formulieren: # Wie können wir zu Erkenntnis gelangen und wie sind diese Erkenntnisse einzuschätzen? (Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Logik) # Wie sollen wir handeln? (Ethik) # Was ist die Welt? Warum gibt es überhaupt irgendetwas statt einfach nur nichts? (Metaphysik, Ontologie). Gibt es Gott? Steuert die Geschichte auf ein Ziel zu und wenn ja auf welches? (Religionsphilosophie, Geschichtsphilosophie) # Was sind wir für Wesen? In welchem Verhältnis stehen wir zu der Welt, die wir vorfinden? (Philosophische Anthropologie, Kulturphilosophie, Ästhetik) Im Folgenden wird vorgestellt, welche Themenbereiche diese Fragen – und damit auch die Philosophie – berühren. ;Was ist der Mensch? Die philosophischen Anthropologie stellt zunächst die Frage nach dem Unterschied zwischen Mensch und Tier. Was ist Bewusstsein und Selbstbewusstsein, was ist das „Ich“ und wie wird es geschaffen, wie sind Selbsterkenntnis und Selbstidentität möglich? Gibt es einen Geist der vom Körper bzw. Leib verschieden ist? Besitzen wir eine (unsterbliche) Seele bzw. Geist? Wann beginnt und endet das menschliche Leben? Haben wir einen freien Willen oder ist alles bereits vorherbestimmt? Welchen Einfluss haben wir auf die Geschichte und welchen Einfluss hat sie auf uns? Hat alles Sein nur einen Sinn durch den Menschen? Oder ist das menschliche Sein als Ganzes sinnlos? Welche Bedeutung hat die Kunst für den Menschen? Gibt es allgemeine Prinzipien für die Ästhetik? Ästhetik ;Was können wir wissen? Die Erkenntnistheorie fragt nach den Möglichkeiten, Erkenntnisse zu erlangen. So befasst sie sich mit der Frage, wie sich die Wahrheit oder Falschheit von Theorien überprüfen lassen. Die Wahrnehmung der Wirklichkeit stellt sie ebenso auf den Prüfstand wie den Einfluss von Sprache und Denken auf den Erkenntnisprozess. Außerdem versucht sie, die Grenzen der Erkenntnis abzustecken und zu definieren, was als „wissenschaftlich“ bezeichnet werden kann. ;Was soll ich tun? Die Ethik beschäftigt sich mit dem menschlichen Handeln. Ist der Mensch in seinen Handlungen frei? Gibt es absolute, verbindliche Werte oder ist alles relativ? Gibt es einen Unterschied zwischen subjektiv und objektiv richtigem Handeln? Was ist gut, was ist böse? Kann man richtiges Verhalten mit Hilfe der Vernunft begründen? Gibt es allgemein gültige Tugenden? Was sind Tatsachen, was sind Werturteile? Soll dasjenige zur Regel werden, was die Mehrheit macht? Worauf stützt sich das Recht? Gibt es einen Unterschied zwischen natürlichen Rechten und den Gesetzen, zwischen Recht und Gerechtigkeit? Wie gehen wir mit Schuld, Sühne und Strafe um? Wie soll man sich im Staat verhalten? Was darf man gegen einen Unrechtsstaat unternehmen? Was soll in einer Gemeinschaft an Idealen verwirklicht werden, z.B. mehr Freiheit oder mehr Sicherheit? Was ist der Sinn des Lebens? Wie sollen wir unsere Kinder erziehen? ;Was ist die Welt? Hiermit sind grundsätzliche Fragen der Kosmologie angesprochen, die z.B. die Physik nicht beantworten kann; etwa: warum überhaupt irgendetwas existiert, welchen Sinn und welches Ziel die Welt hat (Teleologie), ob es einen Unterschied zwischen Geist und Materie gibt und ob dem Diesseits ein Jenseits gegenübersteht. Auch geht es um die Unterschiede zwischen der vom Menschen vorgefundenen Natur und der durch den Menschen geschaffenen Kultur. ;Was darf ich hoffen? Die Religionsphilosophie untersucht religiöse Fragestellungen, um Hinweise auf die Existenz göttlichen, überirdischen Seins oder, anders ausgedrückt, das Bestehen einer „Weltvernunft“ (Logos) zu ergründen. Dazu gehört auch, religiöse Auffassungen zu hinterfragen (Religionskritik) und aufklärerisch zu wirken.

Historische Gegenstände

Siehe auch: Geschichte der Philosophie Natürlich setzt sich die Philosophie auch mit ihrer eigenen Geschichte auseinander. Wer die philosophischen Einsichten und Begrifflichkeiten der Vergangenheit kennt, kann alte Fehler vermeiden und vielleicht einen neuen Gedanken zu den alten Lehren hinzufügen. Der Philosoph Alfred North Whitehead charakterisierte die Geschichte der europäischen Philosophie seit Aristoteles einmal als bloße „Fußnoten zu Platon“. Fußnote Im 6. Jahrhundert v. Chr. wird in Ionien mit den naturphilosophischen Fragen der Vorsokratiker nach dem Urgrund oder Anfang der Welt (arché) die Philosophie der Antike eingeleitet. Mit Sokrates beginnt die Blütezeit der attischen Philosophie. Seine Lebensweise und Kunst der Gesprächsführung – die er „Hebammenkunst“ (Mäeutik) nannte – wirken bis heute fort; das ironische Eingeständnis seines Nichtwissens (gr. oída eídos oudèn „Ich weiß, dass ich nichts weiß“) ist sprichwörtlich geblieben. Da Sokrates nichts Schriftliches hinterließ, schuf sein Schüler Platon eine Reihe von Dialogen, in denen er diesen als literarische Figur auftreten lässt. Platon verfasste ein umfangreiches, für die westliche Philosophie bis heute zentrales Werk, erdachte die Ideenlehre, gründete außerhalb Athens die Akademie, die erst 529 nach über 900 Jahren aufgelöst wurde und war der Lehrer von Aristoteles. Dieser wiederum stützte sich auch auf empirische Forschung. Er führte den Begriff der Substanz und die Metaphysik als „Erste Philosophie“ ein - eine den übrigen Wissenschaften übergeordnete Disziplin - und begründete eine Lehre vom Zusammenhang zwischen „Form“ und „Stoff“ (Hylemorphismus). In der Zeit des Hellenismus folgten die weniger theoretisch, sondern auf das „rechte Leben“, d.h. die Lebenspraxis ausgerichteten Schulen: die Stoa, für die die Tugend (virtus) das höchste Gut darstellte, und der Epikureismus, der eine Glückslehre beinhaltete und eine aufgeklärte Zuwendung zum Diesseits vertrat. In der Spätantike wird die Platonische Lehre im Neuplatonismus wieder aufgegriffen und umgeformt. Die wichtige Rolle, die die „Abstufungen“ des Seins hier spielen, weisen bereits ebenso auf das Mittelalter voraus wie die christlichen Lehren des Kirchenvaters Augustinus, die die kommenden Jahrhunderte entscheidend mitprägen sollten. Die Philosophie des Mittelalters beginnt etwa um 500, nachdem zuvor schon die Patristik die Grundlagen der christlichen Lehre und Kirche gelegt hatte. In der Frühscholastik begründet Abaelard, der die Vernunft in Glaubensfragen höher schätzte als die Autorität, die scholastische Methode der Gegenüberstellung und Auflösung gegensätzlicher Argumente. Der auch naturwissenschaftlich forschende Albertus Magnus und der große Kirchenlehrer Thomas von Aquin führten in der Hochscholastik mit einer Renaissance und Überformung der aristotelischen Lehre die mittelalterliche Philosophie zu einem Höhepunkt. Die philosophische Mystik erlebt mit Meister Eckhart ihren Höhepunkt. Mit Wilhelm von Ockham und Nikolaus von Kues als Vorbereitern zukünftiger Vorstellungen und der modernen Wissenschaft beginnt sich in der Spätscholastik bereits langsam die Neuzeit anzukündigen. Neuzeit In der Philosophie der Renaissance und des Humanismus bildeten sich ab 1450 die Eigenheiten der Neuzeit aus. Die Naturwissenschaften und die Mathematik lösen sich von der Philosophe und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Philosophie der Neuzeit setzt mit dem Streit zwischen dem Rationalismus (René Descartes, Leibniz), der die überragende Bedeutung der Vernunft für den Erkenntnisprozess hervorhebt, und dem Empirismus (John Locke, Thomas Hobbes), der letztlich alle Erkenntnis aus Sinneserfahrungen ableiten will, ein. Dieser Konflikt gipfelt in der Zeit der Aufklärung in der Kritischen Philosophie von Immanuel Kant. Dessen Denken, das insbesondere eine grundsätzliche Untersuchung der Möglichkeiten und Grenzen des menschlichen Erkenntnisvermögens zum Inhalt hatte, stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der neuzeitlichen Philosophie dar. Die Philosophie des 19. Jahrhunderts ist einerseits durch die vermeintliche Weiterentwicklung und Interpretation der Philosophie Kants in den großen metaphysischen Systementwürfen des Deutschen Idealismus mit Fichte, Schelling, Hegel geprägt, andererseits durch das Erstarken des Positivismus im Zuge der Erfolge der Naturwissenschaften. Darüber hinaus finden sich zunehmend eigenständige Denker, wie etwa der Vorläufer der existenzialistischen Philosophie Søren Kierkegaard, der Vermittler buddhistischer Philosophie Arthur Schopenhauer und der „Prophet“ des Nihilismus Friedrich Nietzsche. Von großer historischer Tragweite ist die Philosophie von Karl Marx. Weitere wichtige Phänomene sind der Neukantianismus, der Pragmatismus und die Lebensphilosophie. Mit der Phänomenologie Edmund Husserls, die sich den Dingen über eine Wesensschau zuwenden möchte, begann spätestens die Philosophie des 20. Jahrhunderts, die sich durch eine große Vielfalt der Denkansätze auszeichnete. Besonders bedeutend sind die Existenzphilosophie von Martin Heidegger, der der Philosophie mit dem Rückgang auf das Seinsproblem wieder eine neue Basis zu geben versuchte, der Existenzialismus nach Jean Paul Sartre, der die Frage nach dem Sinn des Daseins stellte und der Logische Empirismus, der die Philosophie auf eine Wissenschaftstheorie verengen wollte. Für die modernen Naturwissenschaften prägend war der von Karl Popper entwickelte Kritische Rationalismus. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts gewannen einige die Sprach- und Literaturwissenschaft dominierende Konzepte wie der Strukturalismus, Dekonstruktivismus und Poststrukturalismus an Bedeutung. In der Philosophie der Gegenwart beherrscht die von Ludwig Wittgenstein begründete Analytische Philosophie bzw. Sprachphilosophie, die als Ausgangspunkt die Entlarvung philosophischer Probleme als Scheinprobleme zum Ziel hatte, als Methode das akademische Denken. Gegengewichte hierzu bilden u.a. die umstrittene Philosophie der Postmoderne und die Neuscholastik in der Nachfolge des Thomas von Aquin.

Sinn und Nutzen der Philosophie

Zunächst ist hier festzuhalten, dass die Philosphie auf keinen Zweck abziehlt außer die Erkenntnis des Seins, die Weisheit. Alle hier aufgeführten Nutzen sind lediglich Beiwerk. Die eigentliche Philosophie ergibt sich aus dem Philopsophieren, also dem Nachdenken über und Streben nach Weisheit jedes Einzelnen, das aus Neugierde und nicht aus primitiven Aufwand-Nutzen-Denken geschieht. Zunächst einmal besteht der Nutzen des Philosophierens in der Schulung des Denkens und des Argumentierens, denn sowohl in methodischer Hinsicht als auch im sprachlichen Ausdruck werden strenge Anforderungen an die Philosophierenden gestellt. Desweiteren lernt man durch die Beschäftigung mit der Philosophie die gegenwärtigen und vergangenen philosophischen Probleme und Debatten kennen. In der akademischen Ausbildung wird zudem Wert darauf gelegt, dass die Philosophierenden den Regeln der wissenschaftlich betriebenen Philosophie entsprechend an den unterschiedlichen philosophischen Diskursen teilnehmen können. Der Sinn der systematischen Philosophie besteht vor allem in der Beschäftigung mit zwei Gegenständen:
- Sie thematisiert einerseits die expliziten Begriffe, Fragen, Thesen und Positionen der einzelnen Wissenschaften. So fragt die Philosophie etwa, was den Begriff „Würde“ ausmacht, den die Rechtswissenschaften oder die Soziologie voraussetzen.
- Zum anderen arbeitet sie die impliziten Begriffe, Fragen, Thesen und Positionen heraus, die den anderen Wissenschaften zugrunde liegen. So fragt etwa die Erkenntnistheorie „Was können wir wissen?“ und untersucht dabei auch den Begriff und die Grundlagen und Bedingungen von Wissen überhaupt. So verstanden ist Philosophie also eine Grundlagenwissenschaft. Alle anderen Wissenschaften haben sich mit der Zeit aus der Konkretisierung philosophischer Problematiken heraus entwickelt. Keine Wissenschaft ist ohne eine ihr zu Grunde liegende philosophische Perspektive, sei es die Theorie, dass alle Erscheinungen allgemein gültigen Gesetzen unterliegen in allen Naturwissenschaften oder die Theorie der Bedeutsamkeit historischer Ereignisse für die Gegenwart in den Geschichtswissenschaften, auch nur denkbar. Man kann die Philosophie auch als „Prinzipienwissenschaft“ bezeichnen, d.h. sie behandelt nicht nur die konkreten Gegenstände, sondern auch, wie alles zustande kommt. Am offensichtlichsten kommt dies in der Wissenschaftstheorie zum Tragen, die die Grundlagen aller wissenschaftlichen Erkenntnis behandelt und somit auf alle anderen wissenschaftlichen Disziplinen Einfluss nimmt. Der Sinn der historischen Philosophie lässt sich etwa so fassen:
- Wenn es von Interesse ist, alte Dinge und Quellen zu sammeln, zu untersuchen und ins Museum zu stellen, um die Fragen beantworten zu können: „Wie haben die Menschen gelebt, die vor langer Zeit in diesen Häusern gewohnt, aus diesen Tellern gegessen, diese Dokumente verfasst haben?“, dann muss es noch vielmehr von Interesse sein, ihre philosophischen Schriften zu lesen, um zu verstehen, wie sie gedacht haben.
- Zweitens ist es Aufgabe der historischen Philosophie, die kulturellen Grundlagen unserer heutigen Zeit zu verstehen.
- Drittens ist die Kenntnis historischer philosophische Fragen, Thesen, Argumente und Positionen sinnvoll und nützlich für das systematische Philosophieren. Ein sozial besonders relevantes Kerngebiet der Philosophie, welches nicht von anderen Wissenschaften übernommen werden kann, ist die Ethik. Die zeitgenössische Philosophie legt dabei einen Schwerpunkt auf die Metaethik, d.h. sie schreibt in einem Bereich „jenseits von Gut und Böse“ nicht Werte vor, sondern ist das Instrument zu einem kritischen Verständnis der Art und Weise, wie sich Werte überhaupt erst bilden. In der Praxis gewinnt die medizinische Ethik immer mehr an Bedeutung. Als Lehrfach an Schulen ist die Philosophie Grundlage des Ethik- oder Werteunterrichts.

Siehe auch


- Portal:Philosophie, Geschichte der Philosophie, Philosophieren, Liste wichtiger philosophischer Werke, Philosophiebibliographie, Didaktik der Philosophie, Philosophie und Universität, Stimmen über die Philosophie, Wikipedia:Die Wikipedianer/nach Wissensgebieten/Philosophie

Literatur

Einführungen


- Thomas Nagel: Was bedeutet das alles? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie. Nachdr. Reclam, Stuttgart 2002, ISBN 3-15-008637-X (Kurze, dichte Einführung anhand philosophischer Alltagsprobleme: Sinn des Lebens, Gerechtigkeit usw.)
- Reinhard Brandt: Philosophie. Eine Einführung. Reclam, Stuttgart 2001, ISBN 3-15-018137-2 (Philosophisches Selberdenken auf Grundlage historischer Texte)
- Arno Anzenbacher: Einführung in die Philosophie. 10. Aufl. Herder, Freiburg i.Br. u.a. 2004, ISBN 3-451-27851-0 (Solide Einführung, die historische und systematische Aspekte verbindet)
- Rafael Ferber: Philosophische Grundbegriffe. 2 Bde. Beck, München 2003, ISBN 3-406-45654-5 (Einführung in die zentralen Begriffe der Philosophie wie z.B. Wahrheit, Sein)
- Jay F. Rosenberg: Philosophieren. Ein Handbuch für Anfänger. Klostermann, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-465-01718-8 (Eine "professionelle" Anleitung zum Philosophieren)
- Weischedel, Wilhelm: Die philosophische Hintertreppe. 34 große Philosophen im Alltag und Denken. 24. Aufl. Nymphenburger (u.a.), München 2003, ISBN 3-485-00863-X (Leicht lesbare Hinführung zur Philosophie in Anekdoten)

Hilfsmittel/Nachschlagewerke


- Anton Hügli, Poul Lübcke (Hrsg.): Philosophielexikon. Personen und Begriffe der abendländischen Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart. 5. Aufl. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2003, ISBN 3-499-55453-4 (preiswert, zum schnellen Nachschlagen)
- Georgi Schischkoff: Philosophisches Wörterbuch. 22. Aufl. Kröner, Stuttgart 1991, ISBN 3-520-01322-3 (handlich, zuverlässig, aber etwas in die Jahre gekommen)
- Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Grundwerk in acht Bänden. 2. Aufl. Metzler, Stuttgart 2005, ISBN 3-476-02108-4 (umfangreich, wissenschaftsorientiert, stark im Bereich Logik und Mathematik)
- Hans Jörg Sandkühler (Hrsg.): Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften. 4 Bde. Meiner, Hamburg 1990, ISBN 3-7873-0983-7 (umfangreich, nur umfassende Artikel, eher „idealistisch“ ausgerichtet)
- Edward Craig (Hrsg.): The Routledge Encyclopedia of Philosophy. 10 Bde. Routeledge, London 1998. (Das vielleicht beste Nachschlagewerk; auch als einbändige, allerdings sehr knappe Kurzfassung erschienen; außerdem auf CD-ROM erhältlich)
- Joachim Ritter, Karlfried Gründer (Hrsg.): Historisches Wörterb