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Giuseppe Sarti

Giuseppe Sarti

Giuseppe Sarti (
- 28. Dezember 1729 in Faenza; † 28. Juli 1802 in Berlin, war ein italienischer Komponist, Kapellmeister und Musikpädagoge. Er erhielt seine Ausbildung in Bologna, machte sich seit 1752 als Opernkomponist bekannt, war 1756-1765 Musiklehrer des dänischen Kronprinzen in Kopenhagen, ging dann nach Italien zurück, wo er 1770 Konservatoriumsdirektor in Venedig wurde. Im Jahr 1779 war Sarti Domkapellmeister in Mailand und folgte 1784 einem Ruf als Hofkapellmeister nach St. Petersburg. Er starb, als er seiner schlechten Gesundheit wegen wieder von dort nach Italien zurückkehren wollte. Mozart verwendete im zweiten Finale des »Don Giovanni« eine Melodie von Giuseppe Sarti (aus »Fra due litiganti il terzo gode«). Von seinen Opern sind erwähnenswert: »Le gelosie villane«, »Giulio Sabino« und »Le nozze di Dorina«. Sarti war auch ein exzellenter Lehrer; zu seinen Schülern gehörte Cherubini. Er erfand einen akustischen Apparat zur Zählung von Schwingungen, der ihm die Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg einbrachte. Sartis Musik zeichnet sich durch großen Einfallsreichtum und federnde Schwungkraft aus. Seine oft zwar formelhaften, aber zündend melodischen Opern werden deshalb wohl zunehmend wiederentdeckt. Inzwischen sind einige seiner Werke, wie der oben erwähnte Giulio Sabino, wieder auf CD zu haben. Sarti, Giuseppe Sarti, Giuseppe Sarti, Giuseppe Sarti, Giuseppe Sarti, Giuseppe Sarti, Giuseppe Sarti, Giuseppe Sarti, Giuseppe

28. Dezember

Der 28. Dezember ist der 362. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 363. in Schaltjahren) - somit bleiben 3 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1836 - Spanien erkennt die Unabhängigkeit Mexikos an.
- 1848 - Verkündung der Grundrechte des deutschen Volkes im Reichs-Gesetz-Blatt .
- 1957 - Capt. James Bowman, USA erreicht mit seinem Hubschrauber Cessna Prototyp YH-41 9.076 m Höhe. - Weltrekord
- 1972 - Die sterblichen Überreste von Martin Bormann werden in Berlin identifiziert
- 2000 - Prof. Dr. Adrian Năstase wird Premierminister in Rumänien
- 2001 - Die 24. Rallye Paris-Dakar startet in Arras.

Kultur


- 1717 - Uraufführung der Oper Jobates und Bellerophon von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1827 - Uraufführung der Oper Le Mal du pays ou La Bâtelière de Brientz von Adolphe Adam am Théâtre du Gymnase in Paris.
- 1850 - Uraufführung der komischen Oper La Dame de pique von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris.
- 1858 - Uraufführung der Oper Satanella or the Power of Love von Michael William Balfe im Covent Garden in London.
- 1927 - Uraufführung der Oper Antigone von Arthur Honegger am Théâtre de la Monnaie in Brüssel.
- 1944 - Uraufführung des Musicals On the Town von Leonard Bernstein im Adelphi Theater in New York.

Wissenschaft, Technik


- 1895 - Gustav Kaiser macht in Wien an seinem 24. Geburtstag die ersten drei Röntgen-Aufnahmen der Welt.
- 1895 - Die erste Vorstellung des Filmes L'arroseur arrosé (Der begossene Begießer) der Brüder Lumière findet in Paris statt.

Katastrophen

Brüder Lumière
- 1879 - Tay-Katastrophe: Die Firth-of-Tay-Brücke über den Tay in Schottland bricht zusammen, als sie ein Zug überquert. 74 Menschen sterben.
- 1908 - Die süditalienischen Städte Messina und Reggio di Calabria werden durch ein schweres Erdbeben zerstört und über 70.000 Menschen sterben.
- 1974 - Erdbeben der Stärke 6,2 in Pakistan, ca. 5.300 Tote
- 1999 - Bei einem [http://www.steinmandl.de/jamtal Lawinenunglück im Jamtal] (Gemeindegebiet von Galtür, Österreich) sterben neun Deutsche, nachdem am 23. Februar des gleichen Jahres bereits zahlreiche Menschen in Galtür durch eine Lawine gestorben waren.

Geboren


- 1164 - Rokujo, 79. Kaiser von Japan (1165–1168)
- 1619 - Antoine Furetière, französischer Schriftsteller und Gelehrter, speziell Lexikograf
- 1625 - Johann Christoph Arnschwager, deutscher Kirchenliederdichter
- 1630 - Ludolf Backhuysen, niederländischer Marinemaler
- 1700 - Franz Anton von Dücker, Priester und Domherr in Köln
- 1729 - Giuseppe Sarti, italienischer Komponist
- 1731 - Christian Cannabich, deutscher Violinist, Kapellmeister und Komponist
- 1753 - Johann Friedrich Hahn, deutscher Lyriker
- 1757 - Reinhard Woltmann, deutscher Wasserbauingenieur
- 1775 - João Domingos Bomtempo, portugiesischer Komponist, Pianist, Dirigent und Musikorganisator
- 1781 - Christian Peter Wilhelm Beuth, Politiker und Gründer des Preußischen Gewerbeinstituts
- 1784 - Ernst Wilhelm Gottlieb Wachsmuth, deutscher Geschichtsforscher
- 1802 - Henry Grey, 3. Earl Grey, britischer Kolonialpolitiker und Staatsmann
- 1812 - Julius Rietz, deutscher Dirigent, Kompositionslehrer und Komponist
- 1812 - Ernst Wilhelm Johannes Gäbler, deutscher Unternehmer, Politiker
- 1814 - John Bennet Lawes, britischer Agrikulturchemiker
- 1818 - Carl Remigius Fresenius, deutscher Chemiker
- 1823 - Thomas Alexander Scott, stellvertretender Kriegsminister im amerikanischen Bürgerkrieg
- 1826 - Conrad Busken Huet, niederländischer Schriftsteller und Kritiker
- 1849 - Herbert von Bismarck, Sohn von Otto von Bismarck
- 1856 - Thomas Woodrow Wilson, 1913 bis 1921 Präsident der USA
- 1862 - Morris Rosenfeld, jiddischer Lyriker
- 1870 - Charles Bennett, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1879 - Manuel Arteaga y Betancourt, Erzbischof von Havanna und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1880 - Janko Binenbaum, türkischer Komponist
- 1882 - Arthur Stanley Eddington, britischer Astrophysiker
- 1885 - Wladimir Jewgrafowitsch Tatlin, russischer Bildhauer
- 1887 - Walter Ruttmann, deutscher Filmregisseur
- 1888 - Friedrich Wilhelm Murnau, deutscher Regisseur
- 1888 - Alfred Wolfenstein, expressionistischer Lyriker, Dramatiker und Übersetzer
- 1893 - Ernst Römer, österreichisch-mexikanischer Dirigent, Musikpädagoge und Komponist
- 1894 - Hermanis Matisons, lettischer Schachspieler
- 1896 - Philippe Étancelin, Autorennfahrer
- 1896 - Wilhelm Brese, deutscher Politiker
- 1896 - Roger Sessions, US-amerikanischer Komponist
- 1898 - Otto Hübener, deutscher Widerstandskämpfer
- 1898 - Mischa Spoliansky, Komponist (Revue, Filmmusik)
- 1899 - Eugeniusz Bodo, polnischer Schauspieler, Filmregisseur und -produzent
- 1901 - Thomas Benjamin Cooray, Erzbischof von Colombo und Kardinal
- 1903 - John von Neumann, Chemiker, Mathematiker und Physiker
- 1904 - Joseph Offenbach, deutscher Schauspieler
- 1906 - Helene Schmidt, deutsche Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1907 - Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit der DDR
- 1907 - Heinrich Maria Janssen, deutscher Bischof
- 1908 - Lew Ayres, US-amerikanischer Schauspieler
- 1912 - Georg Klaus, deutscher Philosoph, Schachspieler und Schachfunktionär.
- 1922 - Ivan Desny, französisch-deutscher Schauspieler
- 1922 - Stan Lee, Comicautor
- 1922 - Otto Eckl, österreichischer Tischtennisspieler
- 1923 - Josef Hassid, polnischer Violinist
- 1924 - Milton Obote, Präsident Ugandas
- 1925 - Hildegard Knef, deutsche Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin.
- 1927 - Edward Babiuch, polnischer Politiker, Ministerpräsident von Polen im Jahre 1980
- 1928 - Dariush Forouhar, führender iranischer Opositioneller
- 1928 - Erich Köhler, deutscher Schriftsteller
- 1929 - Terrance Gordon Sawchuk, Eishockeytormann (NHL)
- 1929 - Maarten Schmidt, niederländischer Astronom
- 1930 - Ed Thigpen, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeugspieler (drummer)
- 1930 - Franzl Lang, deutscher Sänger, Jodler, Gitarrist und Akkordeonspieler
- 1931 - Guy Debord, Künstler und Philosoph
- 1932 - Manuel Puig, argentinischer Schriftsteller und Drehbuchautor
- 1933 - Nichelle Nichols, US-Amerikanische Schauspielerin
- 1934 - Maggie Smith, englische Schauspielerin
- 1934 - Rudi Faßnacht, Fußballtrainer
- 1936 - Engelbert Obernosterer, österreichischer Schriftsteller
- 1936 - Jacques Mesrine, Gewaltverbrecher
- 1936 - Jim McDermott, US-amerikanischer Psychiater und Politiker (Demokraten)
- 1940 - Peter Göring, als Mauerschütze von zwei West-Berliner Polizisten erschossen
- 1941 - Teruo Higa, Professor für Gartenbau, Entdecker der Effektiven Mikroorganismen (EM)
- 1941 - Peter-Christian Fueter, Schweizer Filmproduzent
- 1943 - Kurt-Dieter Grill, deutscher Politiker, MdB
- 1943 - Juan Luis Cipriani Thorne, Erzbischof von Lima und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1943 - Siegfried Helias, deutscher Politiker
- 1944 - Kary Banks Mullis, US-amerikanischer Biochemiker
- 1945 - Birendra Bir Bikram Schah Dev, ehemaliger König von Nepal
- 1949 - Hildegard Wester, deutsche Politikerin
- 1949 - Bruce Jenner, US-amerikanischer Leichtathlet, Schauspieler und Produzent
- 1950 - Hugh McDonald, Musiker
- 1951 - John Gray, US-amerikanischer Paar- und Familientherapeut
- 1953 - Richard Clayderman, französischer Pianist
- 1954 - Denzel Washington, US-amerikanischer Schauspieler
- 1955 - Klaus Barthel, deutscher Politiker
- 1956 - Burkhard Spinnen, deutscher Schriftsteller
- 1956 - Birgitt Bender, deutsche Politikerin, MdB
- 1956 - Nigel Kennedy, britischer Violinist
- 1956 - Hans-Joachim Dose, Richter am deutschen Bundesgerichtshof.
- 1957 - Petra Weis, deutsche Politikerin
- 1958 - Joe Diffie, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1959 - Hansjörg Kunze, deutscher Leichtathlet
- 1960 - Ray Bourque, Eishockeyspieler (NHL)
- 1960 - Terri Garber, US-amerikanische Fernsehschauspielerin
- 1962 - Michel Petrucciani, französischer Jazzpianist
- 1962 - Dagmar Hartge, Datenschutzbeauftragte Brandenburg
- 1964 - Martin Fiala, österreichischer Komponist
- 1965 - Goldie, britischer Künstler und Musiker
- 1969 - Linus Benedict Torvalds, Gründer des Software-Projekts Linux
- 1969 - Heike Dederer, deutsche Politikerin, Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg
- 1972 - Patrick Rafter, australischer Tennisspieler
- 1972 - Anastasia Zampounidis, deutsch-griechische Fernsehmoderatorin
- 1977 - Derrick Brew, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1978 - John Legend, Musiker
- 1979 - B-Tight, deutscher Rapper
- 1979 - Daniel Forfang, norwegischer Skispringer
- 1981 - Sienna Miller, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 1524 - Johann von Staupitz, deutscher Theologe
- 1547 - Konrad Peutinger, deutscher Politiker
- 1568 - Christoph, Herzog von Württemberg
- 1622 - Franz von Sales, Bischof von Genf/Annecy, Ordensgründer, Kirchenlehrer. Heiliger.
- 1663 - Francesco Maria Grimaldi, italienischer Theologe, Physiker und Mathematiker
- 1671 - Johann Friedrich Gronovius, deutscher klassischer Philologe und Textkritiker
- 1679 - Johann Friedrich, Herzog des Fürstentums Calenberg
- 1694 - Maria II., englische Königin
- 1706 - Pierre Bayle, französischer Philosoph und Schriftsteller
- 1734 - Robert Roy MacGregor, schottischer Volksheld und Geächteter des frühen 18. Jahrhunderts
- 1736 - Antonio Caldara, italienischer Komponist
- 1737 - Georg Gustav von Rosen, livländischer General
- 1751 - Erich Philipp Ploennies, Mathematiker und Kartograph
- 1767 - Emer de Vattel, Schweizer Völkerrechtler
- 1772 - Ernst Johann von Biron, Herzog von Kurland
- 1796 - Friedrich Ludwig Karl Prinz von Preußen, preußischer Prinz
- 1825 - James Wilkinson, US-amerikanischer General
- 1826 - Simon Moritz Bethmann, deutscher Bankier
- 1827 - Robert Woodhouse, britischer Professor der Mathematik
- 1829 - Jean-Baptiste de Lamarck, bedeutender Biologe des 19. Jahrhunderts
- 1830 - Therese Krones, österreichische Schauspielerin
- 1832 - Charles de Lameth, französischer General
- 1850 - Heinrich Christian Schumacher, Astronom
- 1859 - Thomas Babington Macaulay, englischer Historiker
- 1870 - Alexei Fedorowitsch Lwow, russischer Violinist und Komponist
- 1876 - Frederik Paludan-Müller, dänischer Schriftsteller
- 1878 - José Bernardo Alcedo, peruanischer Komponist
- 1893 - Richard Spruce, englischer Botaniker und Naturforscher
- 1903 - George Robert Gissing, Englischer Schriftsteller
- 1904 - Otto Intze, Professor und Ingenieur, besonders Talsperrenbauer
- 1916 - Eduard Strauß, österreichischer Komponist und Kapellmeister
- 1919 - Johannes Rydberg, schwedischer Physiker
- 1923 - Alexandre Gustave Eiffel, französischer Ingenieur
- 1924 - Albert Koebele, deutsch-amerikanischer Entomologe
- 1925 - Sergei Alexandrowitsch Jessenin, russischer Dichter
- 1931 - Curt Karl Bruno von Francois, Offizier der deutschen Schutztruppe im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika
- 1932 - Malcolm Whitman, US-amerikanischer Tennisspieler
- 1933 - Anatoli Wassiljewitsch Lunatscharski, russischer Volkskommissar für das Bildungswesen
- 1934 - Georg Moog, Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland
- 1937 - Maurice Ravel, französischer Komponist
- 1942 - Alfred Flatow, deutscher Turner und Olympiasieger
- 1944 - Richard Hesse, Zoologe
- 1945 - Theodore Dreiser, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1947 - Vittorio Emanuele III., König von Italien und Kaiser von Äthiopien
- 1949 - John Lovelock, neuseeländischer Leichtathlet und Olympiasieger und Mediziner
- 1952 - Fletcher Henderson, US-amerikanischer Jazz-Pianist, Bandleader und Komponist
- 1952 - Carlo Agostini, Erzbischof und Patriarch von Venedig und Kardinal
- 1954 - Heinrich Uhlendahl, deutscher Bibliothekar
- 1956 - Iwan Albertowitsch Puni, russischer Maler
- 1959 - Ante Pavelić, kroatischer Politiker, Nationalist und Führer des Unabhängigen Staates Kroatien
- 1963 - Paul Hindemith, deutscher Komponist und Musiker
- 1964 - Kees Bekker, niederländischer Fußballspieler
- 1971 - Max Steiner, österreichischer Komponist
- 1973 - Rudi Schuricke, deutscher Sänger und Schauspieler
- 1976 - Freddie King, Bluesmusiker, Blues-Musiker
- 1976 - Franz Seraph Reicheneder, deutscher Historiker und Heimatforscher
- 1978 - Wilhelm Troll, deutscher Botaniker
- 1979 - Walter Hochmuth, deutscher Politiker und Antifaschist
- 1981 - Allan Dwan, US-amerikanischer Regisseur, Produzent, Drehbuchautor
- 1982 - Leopold Trepper, polnischer Kommunist, Widerstandskämpfer und Publizist
- 1983 - Eugène Chaboud, Rennfahrer
- 1984 - Sam Peckinpah, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1985 - Josef Lense, österreichischer Mathematiker
- 1986 - John D. MacDonald, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1988 - Karlfried Graf Dürckheim, deutscher Diplomat, Psychotherapeut und Zen-Meister
- 1989 - Walter Seuffert, deutscher Jurist und Politiker
- 1989 - Hermann Oberth, deutscher Physiker und Raumfahrtpionier
- 1991 - Hermann Müller, deutscher Politiker
- 1993 - Rudolph Schulze, Präsident der Industrie- und Handelskammer und Minister
- 1993 - Howard Caine, US-amerikanischer Schauspieler
- 1998 - Werner Müller, deutscher Autor, Komponist, Dirigent, Arrangeur und Orchesterleiter
- 1998 - Herbert Fechner, deutscher Politiker
- 2003 - Henning Frederichs, deutscher Komponist, Dirigent und Musikpädagoge
- 2004 - Susan Sontag, US-amerikanische Schriftstellerin, Essayistin und Publizistin
- 2004 - Franz Böhmert, Sportfunktionär
- 2004 - Jerry Orbach, US-amerikanischer Schauspieler

Feier- und Gedenktage


- Tag der unschuldigen Kinder

Siehe auch


- 27. Dezember - 29. Dezember
- 28. November - 28. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1228 ja:12月28日 ko:12월 28일 simple:December 28 th:28 ธันวาคม

1729

Ereignisse


- 14. Juli: Der Physiker Stephen Gray baut die erste Freileitung der Welt, um nachzuweisen, daß man elektrische Energie übertragen kann
- Anton Wilhelm Amo promoviert als erster Schwarzer in Deutschland

Kultur


- 7. Januar: Uraufführung der Oper Love in a Riddle von Henry Carey in London
- 8. Februar: Uraufführung der Oper I disingannati (Die Gewitzten) von Antonio Caldara am Teatrino di corte in Wien
- 20. Juni: Uraufführung der Oper The Contrivances von Henry Carey in London

Geboren


- 10. Januar: Lazzaro Spallanzani, italienischer Wissenschaftler († 1799)
- 12. Januar: Edmund Burke, britischer Staatsphilosoph und Politiker († 1797)
- 22. Januar: Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Philosoph und Dichter († 1781)
- 16. März: Maria Luise Albertine von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg (Prinzessin George), Großmutter der preußischen Königin Luise († 1818)
- 2. Mai: Katharina II., Zarin von Russland. († 1796)
- 3. Mai: Florian Leopold Gassmann, österreichischer Komponist († 1774)
- 7. August: Franz Freiherr von Fürstenberg, deutscher Schulreformer und Universitätsgründer († 1811)
- 30. August: Karl Paul Ernst von Bentheim-Steinfurt, deutscher Adliger († 1780)
- 6. September: Moses Mendelssohn, deutscher Philosoph der Aufklärung (Haskala)(† 1786)
- 25. September: Christian Gottlob Heyne, deutscher Professor der Altertumswissenschaft, Klassischen Philologe, Sprachforschung und Archäologie († 1812)
- 1. Oktober: Anton Cajetan Adlgasser, deutscher Komponist († 1777)
- 22. Oktober: Johann Reinhold Forster, deutscher Naturwissenschaftler und trug auch Wesentliches zur Ethnologie bei († 1798)
- 23. Oktober: Charles Grey, 1. Earl Grey, einer der bedeutendsten britischen Generale des 18 († 1807)
- 11. November: Louis Antoine de Bougainville, frz. Seefahrer und Schriftsteller († 1811)
- 1. Dezember: Edmund Burke, Schriftsteller, Staatsphilosoph und Politiker († 1797)
- Jigma Lingpa: bedeutender Dzogchen-Meister der buddhistischen Nyingma-Tradition des Vajrayana

Gestorben


- 19. Januar: William Congreve, englischer Dramatiker und Dichter (
- 1670)
- 30. Januar: Lothar Franz von Schönborn, Bischof des Bistums Bamberg und Erzbischof des Bistums Mainz (
- 1655)
- 31. Januar: Johann Wilhelm Petersen, deutscher Theologe (
- 1649)
- 10. Februar: Johann von Besser, deutscher Dichter (
- 1654)
- 21. März: John Law, schottischer Nationalökonom (
- 1671)
- 16. April: Antonio Ferrante Gonzaga, Herzog von Guastalla (
- 1687)
- 4. Mai: Louis-Antoine de Noailles, war Kardinal(1700) und seit 1695 Erzbischof von Paris (
- 1651)
- 29. Juni: Edward Taylor, amerikanischer Dichter (
- 1641)
- 16. Juli: Johann David Heinichen, deutscher Komponist und Musiktheoretiker (
- 1683)
- 5. August: Thomas Newcomen, englischer Erfinder (
- 1663)
- 11. August: Nicola Francesco Haym, italienischer Musiker, Komponist und Librettist (
- 1678) ko:1729년

1802

Ereignisse


- 19. Mai: Napoleon Bonaparte ruft die Ehrenlegion ins Leben
- 31. Mai: Uraufführung der Oper Le concert interrompu von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 14. Juni: Schinderhannes steht vor dem Untersuchungsgericht in Frankfurt am Main
- 2. August: Napoleon wird Konsul auf Lebenszeit
- 11. September: Die italienische Region Piemont wird Teil des napoleonischen Frankreichs
- Großbritannien: Die Insel Ceylon (später Sri Lanka) wird britische Kronkolonie
- Joseph Louis Gay-Lussac veröffentlicht sein Gesetz über vollkommene Gase
- William Hyde Wollaston entdeckt unabhängig von Joseph von Fraunhofer die Absorptionslinien (Fraunhoferlinien) im Sonnenspektrum

Katastrophen


- 30. April: Die Talsperre von Puentes in Spanien bricht und verursacht das größte Desaster der spanischen Wasserbau-Geschichte mit 608 Toten

Geboren


- 4. Januar: Paul de Noailles, französischer Staatsmann und Historiker († 1885)
- 6. Januar: Paul Émile Botta, italienischer Arzt, Konsul und Archäologe († 1870)
- 10. Januar: Carl Ritter von Ghega, italienischer Eisenbahningenieur († 1860)
- 13. Januar: Eduard von Bauernfeld, österreichischer Lustspieldichter († 1890)
- 21. Januar: Adolphe Monod, Schweizer reformierter Erweckungsprediger († 1856)
- 6. Februar: Charles Wheatstone, britischer Physiker († 1875)
- 7. Februar: Georg Egestorff, deutscher Industrieller († 1868)
- 7. Februar: Werner VIII. von Alvensleben, († 1877)
- 9. Februar: Josef František Hunke, böhmischer Komponist († 1883)
- 10. Februar: Ernst Helbig, Harzmaler und Wernigeröder Hofmaler († 1866)
- 19. Februar: Wilhelm Matthias Naeff, Schweizer Politiker († 1881)
- 20. Februar: Charles Auguste de Bériot, belgischer Musiker und Komponist († 1870)
- 26. Februar: Victor Hugo, französischer Schriftsteller († 1885)
- 28. Februar: Ernst Friedrich Zwirner, deutscher Dombaumeister und Architekt († 1861)
- 13. März: Friedrich Georg von Bunge, Rechtshistoriker († 1897)
- 24. März: Jacob van Lennep, niederländischer Schriftsteller († 1868)
- 30. März: Rudolf Fürst Kinsky, böhmischer Adliger († 1836)
- 1. April: Hubert Ries, Violinspieler und Komponist († 1886)
- 3. April: Ysaac Brons, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung († 1885)
- 8. April: Georg Howaldt, Goldschmied, Bildhauer und Erzgießer († 1883)
- 9. April: Elias Lönnrot, finnischer Mediziner († 1884)
- 10. April: Johann Peter Lange, deutscher protestantischer Theologe
- 14. April: Hermann Franck, deutscher Schriftsteller, Ästhetiker und Kritiker († 1855)
- 16. April: François-Christophe-Edouard Kellermann, französischer Staatsmann und Diplomat († 1868)
- 2. Mai: Heinrich Gustav Magnus, deutscher Physiker und Chemiker († 1870)
- 8. Mai: Heinrich Friedrich Wilhelm Perizonius, deutscher Theologe († 1895)
- 12. Mai: Jean Baptiste Henri Lacordaire, französischer Dominikaner, Prediger und Theologe († 1861)
- 20. Mai: Friedrich Wilhelm I., letzter Kurfürst und Landgraf von Hessen-Kassel († 1875)
- 17. Juni: Hermann Mayer Salomon Goldschmidt, deutsch-französischer Astronom und Maler († 1866)
- 4. Juli: Joseph Labitzky, Komponist von Tanzmusik († 1881)
- 24. Juli: Alexandre Dumas (Vater), französischer Schriftsteller († 1870)
- 1. August: Karl Uschner, Übersetzer antiker Dichtungen († 1876)
- 5. August: Niels Henrik Abel, norwegischer Mathematiker († 1829)
- 13. August: Nikolaus Lenau, österreichischer Schriftsteller († 1850)
- 16. August: Moritz Wilhelm Drobisch, deutscher Mathematiker und Philosoph († 1896)
- 26. August: Ludwig Schwanthaler, deutscher Bildhauer († 1848)
- 28. August: Karl Joseph Simrock, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1876)
- 31. August: Karl Freiherr von Urban, österreichischer Feldmarschallleutnant († 1877)
- 13. September: Arnold Ruge, deutscher Schriftsteller († 1880)
- 19. September: Lajos Kossuth, ungarischer Rechtsanwalt, Politiker und Freiheitskämpfer († 1894)
- 23. September: Georg Carl Adolph Hasenpflug, Maler († 1858)
- 4. Oktober: Adolphe Niel, französischer General, Marschall von Frankreich († 1869)
- 15. Oktober: Louis Eugène Cavaignac, Premierminister der zweiten französischen Republik († 1857)
- 20. Oktober: Ernst Wilhelm Hengstenberg, deutscher protestantischer Theologe († 1869)
- 25. Oktober: Richard Bonington, britischer Maler († 1828
- 26. Oktober: Michael I. (Portugal), König von Portugal († 1866)
- 20. November: Wilhelm von Kügelgen, Schriftsteller († 1867)
- 29. November: Franz Stelzhamer, österreichischer Dichter und Novellist († 1874)
- 29. November: Wilhelm Hauff, deutscher Schriftsteller und Märchenerzähler († 1827)
- 3. Dezember: Michael Seymour, britischer Marineoffizier und Admiral
- 15. Dezember: János Bolyai, ungarischer Mathematiker († 1860)
- 18. Dezember: Karl Eduard Vehse, deutscher Geschichtsschreiber († 1870)
- 28. Dezember: Henry Grey, 3. Earl Grey, britischer Kolonialpolitiker und Staatsmann († 1894)

Gestorben


- 27. Januar: Johann Rudolf Zumsteeg, deutscher Komponist und Kapellmeister (
- 1760)
- 18. April: Erasmus Darwin, britischer Dichter, Wissenschaftler und Arzt (
- 1731)
- 5. Juni: Johann Christian Gottlieb Ernesti, deutscher klassischer Gelehrter (
- 1756)
- 22. Juni: Susette Gontard, große Liebe des Dichters Friedrich Hölderlin (
- 1769)
- 20. Juli: Francis Kareu, Ordensgeneral
- 25. Juli: Friedrich Karl Joseph von Erthal, Erzbischof von Mainz (
- 1719)
- 3. August: Heinrich Prinz von Preußen, Sohn Königs Friedrich Wilhelm I. in Preußen (
- 1726)
- 10. August: Antonio Lolli, italienischer Violinvirtuose und Komponist (
- um 1730)
- 23. August: Corona Schröter, Sängerin und Schauspielerin (
- 1751)
- 26. September: Jurij Vega, slowenischer Mathematiker der kaiserlichen Armee (
- 1754)
- 12. Oktober: Samuel Arnold, englischer Komponist (
- 1740)
- 30. Oktober: Charles Alexandre de Calonne, war französischer Staatsmann (
- 1734)
- 15. November: George Romney britischer Maler (
- 1734)
- 16. November: André Michaux, französischer Botaniker und Forschungsreisender (
- 1746) ko:1802년

Berlin

Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU. Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr. Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern. Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.

Geografie

Geografische Lage

Portal:Berlin Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik. Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee. Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist. Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist. Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick. Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin

Stadtgliederung

Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins

Klima

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter. Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Berlins Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück. 1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt. Preußen Preußen Preußen] 1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin dann Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben. Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: ein Drittel der Häuser wurden beschädigt, die Bevölkerung halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er startete eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Ab dem folgenden Jahr kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt. 1671 wurde fünfzig jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg. 1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrich I. zum König den Status der Hauptstadt Preußens. Per 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten. 1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiteren Vorstädten. 1871 wurde Berlin dann Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte dann mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Berlin hatte damit rund vier Millionen Einwohner. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches. Die Nazis nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke. Es gab auch Pläne, Berlin zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Diese wurden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg vereitelt. Während des Krieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und die Kapitulation 1945 wurde Berlin, analog zu der Regelung für das gesamte Deutschland, in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Großbritannien und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion von nun an den Ostteil bildete. Für Gesamtberlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/49 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Alliierten mit der so genannten Luftbrücke erfolgreich zu umgehen versuchten. Nach der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands, beides im Jahr 1949, verschärfte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihre Hauptstadt nach Bonn verlegte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR. Der Ost-West-Konflikt gipfelte im Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961. Berlins Osten und Westen waren nun vollkommen voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins. 1971 wurde das Viermächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Vier-Mächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Vier-Mächte-Status über Gesamt-Berlin. 1989 kam es unter dem Druck der ostdeutschen Bevölkerung zur Wende in der DDR, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundestag nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.

Bevölkerung

Parlament Parlament In Berlin leben 3.389.078 Einwohner (Stand Ende März 2005) auf einer Fläche von 891,75 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 3.811 Einwohner pro Quadratkilometer. Der durchschnittliche Berliner im Jahre 2004 war 41,7 Jahre alt. Das entspricht einer Erhöhung von 2,5 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Im Juni 2005 lebten rund 458.600 Einwohner mit ausländischem Pass aus 185 Staaten in Berlin. Das entspricht rund 13,5 Prozent. Insgesamt wohnen rund 36.000 Bürger aus dem nächstgelegenen Nachbarland, Polen, sowie rund 119.000 Türken in Berlin. Berlin hat außerhalb der Türkei die größte türkische Gemeinde in Europa. 2004 erhielten nach Angaben des statistischen Landesamts 6507 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft Laut dem Statistischen Landesamt (2005) sind 60 Prozent der Berliner nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 23 Prozent evangelische Christen, 9 Prozent Katholiken und sechs Prozent Mitglied der islamischen Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Im Jahre 1919 lebten in Berlin 1,9 Millionen Menschen. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer. 811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden. Bis 1934 wuchs die Bevölkerung Berlins auf einen Höchststand von 4,464 Millionen, sank dann aber, bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Stadt, bis 1980 um 30 Prozent auf einen Tiefststand von drei Millionen. Der Bevölkerungsverlust in den Jahren 1950 bis 1960 wurde vor allem durch Abwanderungen aus Ost-Berlin verursacht. Während West-Berlin einen Zuwachs von 2,58 % verzeichnete, sank in Ost-Berlin die Einwohnerzahl um 9,86 %. Diese so genannte Abstimmung mit den Füßen war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Ostberliner. Seit 1980 verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg um 350.000 auf circa 3,39 Millionen Einwohner im Januar 2005. Nach Berechnungen wird die Einwohnerzahl Berlins wegen der niedrigen Geburtenraten bis 2050 auf rund drei Millionen sinken. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

2005] Hauptartikel: Politik in Berlin Berlin ist seit der Wiedervereinigung der ehemals getrennten beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ein vollwertiges Bundesland und zugleich eine kreisfreie Stadt, die in nunmehr zwölf Bezirke untergliedert ist. Daneben ist Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag entschied im so genannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991, dass Berlin auch Regierungs- und Parlamentssitz des vereinigten Deutschlands werden soll. Somit ist die Stadt heutzutage Sitz der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates.

Das Land Berlin

Das Landesparlament des Landes Berlin, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zur Zeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linkspartei., Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Linkspartei.PDS bilden eine Koalition. Die Landesregierung, die Exekutive, ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden Bürgermeister (derzeit Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist dabei zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt. 1996 scheiterte eine Volksabstimmung zur Vereinigung der Bundesländer Berlin und Brandenburg am Widerstand der Brandenburger Bevölkerung.

Wappen und Flagge

Hauptartikel: Hoheitszeichen Berlins

Die Verwaltung

Hoheitszeichen Berlins Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar und sind somit stark vom Senat und auf Verwaltungsebene von den Senatsverwaltungen abhängig, die die Fachaufsicht ausüben. Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne. Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät. Berlin hat pro Kopf der Bevölkerung die meisten Landesbeamten. Dies entstammt zum Teil noch der Situation der geteilten Stadt mit Westberliner Exklave, deren Beamtenschaft für das Bundesland übernommen wurden. Siehe auch: Bezirksverwaltung in Berlin

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Berlin

Theater

Sehenswürdigkeiten in Berlin] Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Theater- und Kleinkunstbühnen. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Deutsche Theater Berlin. Es verfügt außerdem über drei Opernhäuser, die Staatsoper, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Jedes Jahr finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, mit der Verleihung des Goldenen Bären statt. Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Neben den Berliner Philharmonikern und dem Berliner Sinfonie Orchester gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Daniel Reuss). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus, der Philharmonie oder in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Berliner Sängerbund sind 236 Laienchöre mit über 10 000 Mitgliedern vereinigt.

Museen

Berliner Sängerbund ] Hauptartikel: Museen in Berlin Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum im Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bodemuseum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus. Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen über vielfältige Themen. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen, das Bauhaus-Archiv ein Architekturmuseum. Das Jüdische Museum zeigt eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdisch-deutscher Geschichte. Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte.

Bauwerke

Checkpoint Charlie] Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der überwundenen Teilung. Es ist den Propyläen auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria gekrönt, die von ihrem Schöpfer Johann Gottfried Schadow jedoch als Friedensgöttin Eirene gedacht war. Das Tor ist das westliche Ende der Straße Unter den Linden, die sich bis zur Museumsinsel in der Spree und dem Berliner Dom hinzieht. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief dort die Grenze zwischen beiden Stadthälften. 1990 In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Deutsche Staatsoper, die zwischen 1774 und 1780 errichtete Staatsbibliothek, das von 1695 bis 1706 nach Plänen von Andreas Schlüter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Bistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Jahre 1809 eröffnete Humboldt-Universität zu Berlin, an welcher der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel lehrte, brachte 27 Nobelpreisträger hervor. Eine beliebte Einkaufspromenade in Berlin ist der Kurfürstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, Geschäften, Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach Plänen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm. Die östliche Verlängerung des Kurfürstendammes bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-stöckige Gebäude beherbergt viele Geschäfte, Restaurants, Büros, ein Kino und eine Aussichtsplattform. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit über drei Kilometern Länge die größte Parkanlage Berlins, der Tiergarten. Tiergarten In der Nähe des Brandenburger Tores befinden sich die 1957 errichtete Kongresshalle und das zwischen 1884 und 1894 gebaute Reichstagsgebäude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit dem Jahre 1999 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages. Einen Besuch wert ist auch der Zoologische Garten von Berlin, einer der größten und ältesten der Welt, und das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrich des Großen, heute Amtssitz des Bundespräsidenten. Bundespräsident] Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels. Zu deren Wiederaufbau gehörte unter anderem die Restaurierung der 1866 fertig gestellten Neuen Synagoge. Sie wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1995 wieder eröffnet dient sie heute als Mittelpunkt für das Studium und die Erhaltung jüdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der älteste jüdische Friedhof der Stadt. Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen Geschäften und Restaurants, ganz in der Nähe davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Gebäude Deutschlands – und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine männliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen Trümmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die Einkaufsstraßen Schönhauser Allee und Kastanienallee. Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins, von der mehrere große Straßen ausgehen. Er wurde 1741 auf Erlass von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen angelegt. 1923 begann von dem in der Nähe gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in Trümmern. 1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der fühere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Hochhausbebauung des Potsdamer Platzes, die eine große Anzahl an Geschäften und Restaurants beherbergen, hat dieser sich als Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften entwickelt. In Charlottenburg wurde das Olympiastadion für die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker Repräsentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender Gemäldesammlung, die Zitadelle Spandau und das im Stil des Klassizismus erbaute Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss), ehemals Wohnsitz des Naturforschers und Geographen Alexander von Humboldt.

Parkanlagen

Alexander von Humboldt ]] Alexander von Humboldt] Alexander von Humboldt] Der Große Tiergarten liegt im Zentrum Berlins, im Ortsteil Berlin-Tiergarten des Bezirks Mitte. Mit 210 Hektar ist er der größte Berliner Park. Einige große Straßen durchschneiden den Park, darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte die Siegessäule steht. Der erste Tiergarten wurde schon 1527 angelegt, allerdings an anderer Stelle, nämlich in der Nähe des Berliner Schlosses, westlich der Cöllner Stadtmauer. Das kleine Gebiet wurde seit 1530 nach Westen und Norden hin durch Zukäufe erweitert, bis zu den Grenzen des heutigen Tiergartens und darüber hinaus. Neben dem Tiergarten mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden gehört der Treptower Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821 und 1822 als Neues Gartenhaus an der Spree erbauten heutigen Gaststätte. Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Kleistparks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten gehört er zu den größten und weltweit bedeutendsten Botanischen Gärten und ist der größte in Europa. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt. Im Südwesten von Berlin an der historischen Brücke zu Potsdam liegt unter anderem die Pfaueninsel mit dem zwischen 1794 und 1797 im Stil einer Ruine erbauten Lustschloss und einem englischen Garten.

Freizeit und Erholung

englischen Garten] Der von der Havel durchflossene Große Wannsee bedeckt eine Fläche von 260 Hektar. Mit ihm besitzt Zehlendorf, eine der bevorzugtesten Wohngegenden der Stadt, Berlins beliebtestes Naherholungsgebiet, das Wassersport, Ausflugsschifffahrt und das Strandbad Wannsee bietet. In der Villa Am Großen Wannsee 56-58 allerdings fand am 20. Januar 1942 die sogenannte Wannsee-Konferenz "zur Endlösung der Judenfrage" statt. Heute ist dort eine Gedenkstätte eingerichtet. Der Müggelsee und die Müggelberge im Südosten Berlins sind zu allen Jahreszeiten beliebte Ausflugsziele. Das Strandbad ist in den Sommermonaten ein Besuchermagnet. Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Vielfach findet man die Bezeichnung Großer Müggelsee, da er mit dem Kleinen Müggelsee einen Bruder hat, der allerdings lediglich 0,16 Quadratkilometer umfasst. Der See dehnt sich über 7,4 Quadratkilometer aus (maximal 4,3 Kilometer lang; 2,6 Kilometer breit) und ist bis zu acht Meter tief. Der See und die am Südrand gelegenen Müggelberge, mit 115 Meter die höchsten Berliner Erhebungen, entstanden während des Pleistozäns. Auf dem sogenannten Kleinen Müggelberg wurde 1889 der vielbesuchte und beliebte Müggelturm errichtet, der einen Ausblick über den See und die Wälder bis hin zur Stadtsilhouette Berlins bietet beziehungsweise bot.

Sport

Müggelturm] In Berlin gibt es zahlreiche Sportvereine, wobei sich die meisten dem Breitensport widmen. Ein paar Vereine sind aber zusätzlich auch im Bereich des professionellen Sports tätig. Dazu zählen insbesondere im Fußball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die Eisbären, im Basketball Alba und im American Football Berlin Thunder. In der Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt gleich mit drei Vereinen vertreten. Jedes Jahr findet in Berlin der weltbekannte Berlin-Marathon sowie das ISTAF statt. Nachdem Berlin die Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2000 verloren hatte, wird im Jahr 2006 nun das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin ausgetragen werden. Dazu wurde das Olympiastadion komplett saniert. Im Jahr 2009 werden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Wirtschaft

Leichtathletik-Weltmeisterschaften] Hauptartikel: Wirtschaft Berlins Das Bruttoinlandsprodukt des Landes Berlin betrug im Jahr 2001 75,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Hamburg erzielte ein Bruttoinlandsprodukt von 73,7 Mrd. Euro, im Land Brandenburg waren es 42,3 Mrd. Euro (Quelle: IHK-Bericht 2000/2001). In Berlin gab es 2001 insgesamt 138.688 der Industrie- und Handelskammer zugehörige Betriebe. Davon waren 48.289 im Handelsregister eingetragen und 90.399 so genannte Kleingewerbetreibende (IHK-Bericht 2000/2001). Über 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem Tertiärsektor an. Mit 1,2 der 1,5 Millionen Arbeitnehmer Berlins sind in diesem Bereich ebenfalls weit über 80 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Berlin ist also Hochburg des Dienstleistungssektors. Die Bruttowertschöpfung liegt bei rund 69 Mrd. Euro pro Jahr.

Medien

Bruttowertschöpfung Hauptartikel: Berliner Medienlandschaft Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, bald auch VIVA und VIVA Plus, Sat.1, N24, TV.Berlin oder FAB gibt es in Berlin eine große Anzahl so genannter Privatradios. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender RBB und Deutsche Welle TV haben hier ihren Sitz. Der politischen Bedeutung als Hauptstadt tragen die meisten überregionalen Sender wie ARD, ZDF, RTL oder DeutschlandRadio mit einem „Hauptstadtstudio“ Rechnung. In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. Die größten Abonnement-Zeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel, die alle drei jeweils einen umfangreichen Berlin-Teil aufweisen. Bundesweite Bedeutung haben die linksliberale taz, die konservative Welt, das Linkspartei-nahe Neue Deutschland und die Linkspartei-kritische Junge Welt. Außerdem gibt es in Berlin die Boulevardzeitungen B.Z., Bild Berlin und Berliner Kurier. Neben den Zeitungen gibt es verschiedene Anzeigenblätter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt oder die Zweite Hand; außerdem erscheinen verschiedene Stadtmagazine wie der Tip, (030) oder die Zitty. In Berlin haben der Verlag Walter de Gruyter und der Springer-Verlag ihren Sitz. Sie bieten neben Büchern und Zeitschriften auch viele multimediale Angebote.

Infrastruktur

Öffentlicher Verkehr

Springer-Verlag Springer-Verlag] Dem innerstädtischen Verkehr dienen die S-Bahn – betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH – sowie die U-Bahn, Straßenbahnen und Busse – betrieben von der BVG. Wie man der Netzspinne leicht entnehmen kann, wird die Innenstadt in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet das Westkreuz mit dem Ostkreuz, und passiert dabei den Bahnhof Charlottenburg, den Zoologischen