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Glawnoje Polititscheskoje Uprawlenije

Glawnoje Polititscheskoje Uprawlenije

Die Glawnoje Polititscheskoje Uprawlenije (GPU) war eine Staatspolizei in der Sowjetunion. Sie bestand in der Zeit von 1922 bis 1954 und war die Nachfolgeorganisation der Tscheka. Die von Stalin am 20. Dezember 1917 gegründete Gesamtrussischen Außerordentlichen Kommission (WTscheka bzw. Tscheka) war dafür verantwortlich, Konterrevolution, Spekulation und Sabotage zu verhindern. Am 8. Februar 1922 wurde die Tscheka dann zur GPU umgebaut, aber nicht von den Strukturen her verändert. GPU ist die Abkürzung für Gossudarstwennoje Polititscheskoje Uprawlenije, auf Deutsch: Staatliche politische Verwaltung. Die GPU wurde später an das Volkskommissariat für innere Angelegenheiten oder NKWD angeschlossen, welche für massenhafte Hinrichtungen von Reaktionären und jedem Regimekritikern verantwortlich war. Nach der stalinistischen Diktatur wurde aus NKWD 1954 der KGB und somit löste sich die GPU auf. Kategorie:Nachrichtendienst (Sowjetunion)

Sowjetunion

Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (kurz UdSSR oder Sowjetunion, bzw. russisch Союз Советских Социалистических Республик (СССР), Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublik (SSSR) ) war ein Staat in Osteuropa und Nordasien. Sie bestand vom 30. Dezember 1922 – nach der russischen Oktoberrevolution - bis zur offiziellen Auflösung am 8. Dezember 1991 – auf dem Gebiet des ehemaligen russischen Reiches. Später dehnte sie sich auf die von den Nachbarstaaten Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Deutschland, Rumänien und Polen eroberten Gebiete aus. Die Sowjetunion war damit der geographisch grösste Staat in der neueren Geschichte der Menschheit. Ihr Rechtsnachfolger (mit 78% der früheren Fläche) ist seit 1991/92 die Russische Föderation. Formal war die Sowjetunion ein Staatenbund von Teilstaaten (Unionsrepubliken); de facto war sie ein zentralistisch regierter und von Russland dominierter Staat. Nominell wurde sie demokratisch durch Räte (Sowjets) bzw. ein Parlament regiert. Die tatsächliche Macht lag aber stets bei der Führung der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, die das Land besonders unter Stalin totalitär, später eher diktatorisch regierte. Gegen Ende der UdSSR unternahm Michail Gorbatschow unter dem Stichwort Perestroika Anstrengungen, tatsächlich demokratische Institutionen einzuführen.

Politik

Die Regierung der Sowjetunion war nicht nur für die Gesetzgebung, Verwaltung und Gerichtsbarkeit des Landes zuständig, sondern verwaltete auch die Wirtschaft. Die grundlegenden politischen Entscheidungen wurden von der wichtigsten politischen Institution des Landes, der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) getroffen. In den späten 1980ern war der Aufbau des Staates in der Theorie ähnlich wie bei westlichen politischen Systemen organisiert. So setzte eine Verfassung alle Staatsorgane ein und garantierte den Bürgern eine Reihe von politischen Rechten und Bürgerrechten. Eine legislative Gewalt, der Kongress der Volksbeauftragten und ein ständiger legislativer Rat, der Oberste Sowjet, als Volksvertretung repräsentierten die Souveränität des Volkes. Der Oberste Sowjet wählte das Präsidium, dessen Vorsitzender auch als Staatsoberhaupt fungierte und überwachte den Rat der Volkskommissare, später der Ministerrat, der als die exekutive Gewalt agierte. Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare, dessen Wahl von der Legislative bestätigt werden musste, war der Regierungschef. Eine verfassungsbasierte Judikative wurde durch ein System von Gerichtshöfen, dessen oberster der Oberste Gerichtshof war, repräsentiert. Der Oberste Gerichtshof war verantwortlich für die Überwachung der Gesetzmäßigkeit der Regierungsinstitutionen. Nach der Verfassung von 1977 hatte das Land eine föderale Struktur, die den einzelnen Teilrepubliken bestimmte souveräne Rechte (z. B. die Entscheidung über Minderheitenpolitik) zusprach. In der Praxis jedoch wurden viele der Aufgaben der einzelnen Regierungsinstitutionen von der einzigen erlaubten Partei, der KPdSU, wahrgenommen. Die eigentlichen Grundlagen- und Richtlinienentscheidungen wurden von der Partei getroffen und von der Regierung übernommen, die eher die Entscheidungen der Partei ratifizierte als selbst Gesetze zu beschließen. Eine Reihe verschiedener Mechanismen sorgte dafür, dass die Regierung die Entscheidungen der Partei mit trug. Zwar konnten die Bürger der Sowjetunion sich bei allen Wahlen entscheiden, welchen Kandidaten sie wählten, aber da alle Kandidaten der KPdSU angehören mussten und von der Partei aufgestellt wurden, konnte die Kommunistische Partei alle wichtigen Positionen in der Regierung mit Personen setzen, die der Parteiführung gegenüber loyal waren. Die Personen in Regierungsämtern wurden strikt von der KPdSU überwacht, um zu verhindern, dass sie von der offiziellen Linie abwichen. Die Hauptaufgabe der Exekutive, des Ministerrats, war die Verwaltung der Wirtschaft. Der Ministerrat war über die gesamte Zeit seines Bestehens mit der Kommunistischen Partei gegenüber loyalen Politikern besetzt, der Vorsitzende des Ministerrats war immer auch ein Mitglied des Politbüros, der zentralen Entscheidungsinstanz der KPdSU. Oft war es auch der Generalsekretär der Partei selbst. Der Vorsitzende hatte eine dominante Stellung gegenüber den anderen Ministern. Nach der Verfassung von 1988 war das höchste legislative Gremium der Sowjetunion der Kongress der Volksbeauftragten. Die wichtigste Aufgabe des Kongresses war die Wahl einer kleineren, ständigen legislativen Versammlung, dem Obersten Sowjet mit seinem Vorsitzenden, der gleichzeitig Staatsoberhaupt war. Obwohl der Kongress der Volksbeauftragten theoretisch allein das Recht hatte, Gesetze zu beschließen, trat er nur selten zusammen, um Gesetzesentwürfen der Partei, des Ministerrats und des Obersten Sowjets zuzustimmen. Der Oberste Sowjet hatte das Recht, das geltende Recht der Sowjetunion zu interpretieren und zusammen mit dem Ministerrat Dekrete zu beschließen, falls es in den bestehenden Gesetzen Unklarheiten gab. Das Rechtssystem unterschied sich von dem in westlichen Staaten gepflegten. Statt dass ein Verteidiger und ein Staatsanwalt für bzw. gegen den Angeklagten argumentierten, arbeitete der Richter mit den Staatsanwalt und dem Verteidiger zusammen, um sicherzustellen, dass die Prozesse die Wahrheit zu Tage förderten, was auch zu Missbrauch führte. Die Sowjetunion war offiziell ein föderaler Staat, der aus 15 Republiken gebildet wurde, die theoretisch auch das Recht hatten, wieder aus der Union auszutreten. Die Republiken hatten ihre eigenen Verfassungen, die, wie die Verfassung der gesamten Union, theoretisch die Gewaltenteilung in der Sowjetunion garantieren sollten. In der Praxis hatte die zentrale Regierung jedoch alle wichtigen Befugnisse an sich gezogen und traf Entscheidungen, die von den regionalen Behörden nur ausgeführt wurden.

Fläche und Bevölkerung

Die Sowjetunion grenzte nach 1945 im Westen an Rumänien, Ungarn, die Tschechoslowakei, Polen, die Ostsee, Finnland und Norwegen; im Norden an die Barentssee, die Karasee, die Laptewsee sowie an die Ostsibirische See; im Osten an das Ochotskische Meer, das Beringmeer sowie an den Pazifischen Ozean; im Süden an Nordkorea, die Volksrepublik China, die Mongolei, Afghanistan, den Iran und die Türkei. Das Territorium der UdSSR umfasste mit 22,4 Millionen Quadratkilometern fast ein Sechstel des Festlandes der Erde. In West-Ost-Richtung erstreckte es sich vom Schwarzen Meer und der Ostsee bis zum Pazifischen Ozean über fast 10.000 Kilometer. Von Norden nach Süden hatte es eine Ausdehnung von fast 5.000 Kilometern. Die Sowjetunion berührte 11 der 24 Zeitzonen der Erde. Nach Stand der Volkszählung von 1988 hatte die Sowjetunion in 15 Unionsrepubliken 286,717 Mio. Einwohner. Die RSFSR (Russische Sozialistische Föderalistische Sowjetrepublik) war sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig die bei weitem größte Unionsrepublik und auch in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht dominierend.

Religion in der Sowjetunion

In dieser Zeit wurde die Religionsausübung verboten, waren um 1920 noch etwa 90 % der Russen in der Orthodoxe Kirche organisiert, so sank die Zahl bis 1940 auf unter 30 %. Tausende Priester wurden hingerichtet oder in Arbeitslager deportiert. Ebenso in Zentralasiatischen Republiken wo mehrheitlich Muslime lebten, wurden die meisten Moscheen geschlossen und die Religiosausübung ebenfalls verboten. Viele Gläubige waren Repressalien ausgesetzt. Mehr dazu in der englischen wikipedia.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Sowjetunion Das damalige Zarenreich Russland wurde mit der Oktoberrevolution, benannt nach den - allerdings schnell entmachteten - Räten (russ. Sowjets), zur Sowjetunion. Die frühe Sowjetregierung, in der die Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin und Leo Trotzki als Regierungs- bzw. Armeechefs, als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare fungierten, versuchten eine zentralwirtschaftliche nachholende Industrialisierung des Landes durchzuführen. Ein vorher in sämtlichen Bereichen rückständiges Bauernland, in dem zum Teil mittelalterliche, präziser ausgedrückt feudal-asiatische Produktionsverhältnisse herrschten, sollte innerhalb von 20 Jahren zur Industriemacht und zum militärischen Ausgangspunkt der Weltrevolution umgestaltet werden. Dies geschah durch den forcierten, in seiner Ausführung berserkerartigen Aufbau der Schwerindustrie von 1928 an. Die ideologische Macht der Partei sollte durch umfassende Alphabetisierungskampagnen unter der unwissenden Bevölkerung gefestigt werden. Da durch den während der Revolution, der Bekämpfung ihrer vorgeblichen Gegner ("Konterrevolutionäre") und während des nachfolgenden Bürgerkrieges (1917-1921) praktizierten Kriegskommunismus eine katastrophale wirtschaftliche Lage entstanden war, wurde 1921 die so genannte Neue Ökonomische Politik (NEP) eingeführt, die eine Reihe marktwirtschaftlicher Zugeständnisse enthielt. Die herrschende Kaste der Bürokratie, die ihren Führer in Josef Stalin gefunden hatte, ging nach jahrelangem Zögern und einer den Kleinbürgern und russischen Großbauern (Kulaken) entgegenkommenden Politik zu einer willkürlichen und fehlerhaften Planwirtschaft über. Die Landwirtschaft wurde in Sowchosen und Kolchosen in einer Weise zwangskollektiviert, dass es die Union wirtschaftlich wiederum in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand versetzte.

Außenpolitik

Ein wichtiger Schritt aus der selbst gewählten Isolierung bildete der Ausgleich mit Deutschland im Vertrag von Rapallo von 1922, das die UdSSR als erster ausländischer Staat diplomatisch anerkannte. Am 18. September 1934 trat die Sowjetunion dem Völkerbund bei. Das Verhältnis zum nationalsozialistischen Regime in Deutschland war von Anfang an sehr gespannt. Hitlers aggressive Außenpolitik und seine Herabwürdigung der slawischen Völker als "Untermenschen", ebenso wie seine extreme Feindschaft zum Kommunismus, beeinträchtigten die deutsch-sowjetischen Beziehungen sehr stark. Dennoch schlossen die Sowjetunion und Deutschland am 23. August 1939 einen Nichtangriffspakt, den so genannten Hitler-Stalin-Pakt. In einem geheimen Zusatzprotokoll legten die Sowjetunion und Deutschland ihre Interessensphären in Osteuropa fest. Nachdem Deutschland am 1. September 1939 Polen überfallen und dessen westlichen Teil bis zur vereinbarten Interessengrenze besetzt hatte, marschierte die Rote Armee am 17. September 1939 im östlichen Teil Polens ein. Stalin begründete diesen Schritt offiziell damit, dass er die verwandten Völker der Weißrussen und Ukrainer gegen die deutsche Bedrohung schützen wolle. Am 28. September, einen Tag nach der Kapitulation der Stadt Warschau, schloss die Sowjetunion mit Deutschland einen Grenz- und Freundschaftsvertrag ab. Am 10. Februar 1940 folgte ein Wirtschaftabkommen zwischen den beiden Staaten. Die Gründe für den Hitler-Stalin-Pakt sind in der modernen Geschichtsforschung umstritten. Eine gewisse Rolle spielte sicherlich, dass beide Staaten ihren Einfluss in Osteuropa vergrößern wollten und Stalin hoffte, mit einem Nichtangriffspakt dies ohne einen Krieg bewerkstelligen zu können. Das Handeln der Sowjetunion wird von einigen auch unter Hinweis auf die z. T. antisowjetische Stoßrichtung der britischen Appeasement-Politik als eine notwendige Absicherung der Sowjetunion gegen einen Angriff aus dem Westen (sei es nun von Deutschland oder von den westeuropäischen Staaten und den USA) verteidigt. Am 30. November 1939 begann die Sowjetunion den so genannten Winterkrieg mit Finnland. Wegen dieses Angriffs wurde die Sowjetunion aus dem Völkerbund ausgeschlossen. Infolge des Krieges musste Finnland Teile seines Staatsgebietes in Karelien an die Sowjetunion abtreten, die dort die Karelo-Finnische Sozialistische Sowjetrepublik errichtete. Im Juni 1940 annektierte und okkupierte die Sowjetunion die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie im Juli 1940 Bessarabien (das spätere Moldawien) sowie die Bukowina. Am 22. Juni 1941 wurde die Sowjetunion von Deutschland angegriffen. Im sowjetischen bzw. russischen Geschichtsbewusstsein beginnt hier (nicht 1939) der Zweite Weltkrieg als der Große Vaterländische Krieg. Die Sowjetunion versuchte nach dem deutschen Angriff eine Allianz mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika zu schließen. Hauptanliegen der Sowjetunion war dabei die Errichtung einer Zweiten Front. Zwar war vor allem das Verhältnis zu Großbritannien von wechselseitigem Misstrauen geprägt, jedoch unterstützten die von der Sowjetunion zuvor als Imperialisten angesehenen Alliierten sie nach Kräften. In den großen Konferenzen von Teheran und Jalta gelang es schließlich, eine Antihitlerkoalition zu schmieden und den Kampf gegen Deutschland abzustimmen. Die Sowjetunion trug in dem Kampf gegen Deutschland, nach Ansicht der meisten Historiker, die Hauptlast. Davon zeugt auch, dass über 80% der deutschen Verluste an der Ostfront zustande kamen. Die kriegsverwüstete Sowjetunion ging 1945 aus dem Zweiten Weltkrieg innerlich geschwächt, jedoch auch als Siegermacht in Europa hervor. Mehrere Staaten in Mittel- und Osteuropa gerieten unter sowjetische Kontrolle. Die Sowjetunion war Besatzungsmacht im mittleren Teil Deutschlands (u. a. in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)) und darüber hinaus auch in ganz Osteuropa. In der Konferenz von Potsdam versuchten sich die drei Siegermächte des Krieges in Europa auf eine Nachkriegsordnung zu einigen, was jedoch nur zum Teil gelang. Die Antihitlerkoalition, die gegen den gemeinsamen Feind Deutschland mühsam zustande gekommen war, zerbrach nach dem Sieg über Hitler am gegenseitigen Misstrauen. Aus den unterschiedlichen Vorstellungen über die europäische Nachkriegsordnung entwickelte sich schließlich der Ost-West-Konflikt.

Innere Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

Michail Sergejewitsch Gorbatschow Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die Sowjetunion, den gewonnenen territorialen Machtbereich abzusichern. Das im Hitler-Stalin-Pakt vereinbarte sowjetische Interessengebiet in Ostpolen sowie das gesamte Baltikum schloss die UdSSR dauerhaft ihrem Staatsgebiet an; darüber hinaus bildete sie zahlreiche Satellitenstaaten, in denen sie, vor allem in Osteuropa, so genannte Volksdemokratien errichtete. Der XX. Parteitag der KPdSU 1956 proklamierte die Abkehr vom Stalinismus, Nikita Chruschtschow rief eine grundlegende Wende in der sowjetischen Politik aus. Trotz der vorsichtigen Liberalisierung im Inneren ("Tauwetter") kann von einer grundlegenden Wende in der sowjet. Politik nicht gesprochen werden. Die Reformbewegung in Ungarn 1956 wurde blutig niedergeschlagen. Trotz nun intensiverer diplomatischer Kontakte zu den USA, ging der Kalte Krieg weiter und brachte die Welt 1962 in der Kubakrise an den Rand eines Atomkrieges. Auf Druck der USA zog Chrutschschow im letzten Moment die geplanten Raketen ab und verhinderte die drohende Eskalation. Erfolge verbuchte der Staat bei der prestigeträchtigen "Eroberung" des Weltalls. Mit dem Hund Leica entsandte man das erste Lebewesen und mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins All.(1961) 1964 wurde Chruschtschow durch den konservativen Leonid Breschnew als Generalsekretär ersetzt (bis 1983. Reformversuchen in anderen sich selbst als kommunistisch bezeichnenden Staaten widersetzte sich das Regime vehement. Die Freiheitsbewegung des "Prager Frühling" in der Tschechoslowakei (1968) wurde mit Panzern des Warschauer Pakts niedergeschlagen. Auch die Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1980 (Niederschlagung der Reformbewegung der Gewerkschaft) Solidarität, geschah unter dem Druck Moskaus. 1979 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein. Nach hohen Verlusten musste man die Truppen jedoch 1985 wieder abziehen. Die von Michail Gorbatschow ab 1985 eingeleiteten Programme von Perestrojka (Umbau) und Glasnost (Offenheit) sollten den Realsozialismus reformieren, führten aber letztendlich zum Untergang des Staates. In Jahren 1990 - 1991 erklärten die baltischen Republiken Litauen, Lettland und Estland als erste ihre Unabhängigkeit. Die zentralasiatischen und kaukasischen Republiken sowie Moldawien folgten ihrem Beispiel. Am 8. Dezember 1991 beschlossen die Staatsoberhäupter der drei letzten in der Union verbliebenen Republiken – der russischen, ukrainischen und weißrussischen – die offizielle Auflösung der Sowjetunion und gründeten gleichzeitig die Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS.

Die Mitglieder im Überblick


- 20px Armenien
- 20px Aserbaidschan
- 20px Estland (
- ) (
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- 20px Georgien
- 20px Kasachstan
- 20px Kirgisien
- 20px Lettland (
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- 20px Litauen (
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- 20px Moldawien
- 20px Russland
- 20px Tadschikistan
- 20px Turkmenistan (
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- 20px Ukraine
- 20px Usbekistan
- 20px Weißrussland Die mit (
- ) gekennzeichneten Staaten sind seit 2004 Mitglieder der EU und der NATO. Die mit (
  - ) gekennzeichneten Staaten waren Teilrepubliken der UdSSR, sind jedoch nicht Mitglied der GUS.

Führungsspitze der Sowjetunion

Parteichefs der Bolschewiki (19031918), der Kommunistischen Partei Russlands (1918–1925) bzw. der Kommunistischen Partei der Sowjetunion/ KPdSU (19251991), und somit eigentliche Machthaber, waren: #19031924: Wladimir Lenin (eigentlich: Uljanow) #19221953: Josef Stalin (eigentlich: Dschugaschwili) (Generalsekretär) #19531964: Nikita Chruschtschow (Erster Sekretär) #19641982: Leonid Breschnew (ab 1966 Generalsekretär) #19821984: Juri Andropow (Generalsekretär) #19841985: Konstantin Tschernenko #19851991: Michail Gorbatschow Regierungschefs der Sowjetunion: (19171946: Vorsitzende des Rates der Volkskommissare, 19461991: Vorsitzende des Ministerrates, 28.8.199125.12.1991: Ministerpräsident der UdSSR und Vorsitzender des Interrepublikanischen Wirtschaftskomitees) #19171924: Wladimir Lenin (eigentlich: Uljanow) Begründer der Bolschewistischen Partei #19241930: Alexei Rykow #19301941: Wjatscheslaw Molotow #19411953: Josef Stalin (eigentlich: Dschugaschwili) #19531955: Georgi Malenkow #19551958: Nikolai Bulganin #19581964: Nikita Chruschtschow #19641980: Alexei Kossygin #19801985: Nikolai Tichonow #19851991: Nikolai Ryschkow #1991: Walentin Pawlow (Januar bis August) #1991: Iwan Silajew (August bis September) #1991: Oleg Lobow (September bis November) Staatsoberhäupter der Sowjetunion (19221938: Vorsitzender des Zentralen Exekutivkomitees, 19381989: Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets, 19891990: Vorsitzender des Obersten Sowjets, 19901991: Staatspräsident) 1991 #19191946: Michail Kalinin #19461953: Nikolai Schwernik #19531960: Kliment Woroschilow #19601964: Leonid Breschnew #19641965: Anastas Mikojan #19651977: Nikolai Podgorny #19771982: Leonid Breschnew #19831984: Juri Andropow #19841985: Konstantin Tschernenko #19851988: Andrei Gromyko #19881991: Michail Gorbatschow (ab 1990 Präsident der Sowjetunion)

Nationalhymne

Bis 1944 war die Internationale die Nationalhymne der Sowjetunion. Im Jahre 1943 komponierte Alexander Wassiljewitsch Alexandrow (
-  1883; † 1946) eine eigens für die Sowjetunion bestimmte Hymne (siehe Hymne der Sowjetunion) und Sergei Wladimirowitsch Michalkow (
-  1913) schrieb den Text. Diese Hymne wurde erstmals am 1. Januar 1944 der Öffentlichkeit präsentiert. Dreieinhalb Monate später, am 15. März 1944, wurde dieses Lied zur offiziellen Nationalhymne der Sowjetunion erklärt. Von 1955 (nach Stalins Tod) bis 1977 wurde die Hymne stets ohne Text interpretiert. Diese Hymne erfuhr 1977 als Folge der Entstalinisierung ihre einzige Änderung, bei der unter anderem Stalins Name aus dem Text entfernt wurde. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR warf das neue Russland das Sowjeterbe ab und gab sich eine komplett neue Hymne. Da sich diese nie großer Beliebtheit erfreute, wurde im Jahr 2000 die alte Sowjethymne mit neuem Text wieder zur Nationalhymne Russlands.

Text

Vgl. hierzu den Artikel Hymne der Sowjetunion

Literatur


- Leonid Luks: Geschichte Russlands und der Sowjetunion: von Lenin bis Jelzin. Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1687-5
- Helmut Altrichter: Kleine Geschichte der Sowjetunion 1917-1991. München 2001 ISBN 3406459706
- Manfred Hildermeier: Die Sowjetunion 1917 – 1991. Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-56497-8
- Thomas M. Bohn (Hrsg.): Geschichte des russischen Reiches und der Sowjetunion. Böhlau, Köln 2002, ISBN 3-412-14098-8
- Karl Held (Hrsg.): Das Lebenswerk des Michail Gorbatschow: Von der Reform des realen Sozialismus zur Zerstörung der Sowjetunion. Gegenstandpunkt Verlag, München 1992. ISBN 3-929211-00-9
- Mark R. Beissinger: Nationalist Mobilization and the Collapse of the Soviet State. Cambridge University Press, Cambridge 2002, ISBN 052100148X

Siehe auch


- Russland
- GUS
- Geschichte der Sowjetunion
- Oktoberrevolution
- Wissenschaft in der Sowjetunion
- Zweiter Weltkrieg
- Ostblock
- Liste der Vertreter der UdSSR im Ausland

Weblinks


- [http://www.ib.hu-berlin.de/~pbruhn/russgus.htm Datenbank des deutschsprachigen Schrifttums über Russland/UdSSR]
- [http://mdz.bib-bvb.de/digbib/sowjetunion/@Generic__CollectionView;cs=default;ts=default;pt=reichstag;lang=de Helmut Altrichter: Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. München 1986 – Online Ausgabe]
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=865 Domenico Losurdo: Scheitern - Verrat - Lernprozess. Drei Ansätze zur Interpretation der Geschichte der kommunistischen Bewegung]
- [http://www.tinius.org/mp3/musik/Hymne_der_Sowjetunion.mp3 Nationalhymne der UdSSR als MP3]
- [http://noise-over-ip.de/music/gimn_sowjetskowo_sojusa.mp3 Melodie der Nationalhymne der UdSSR als MP3]
- [http://herbert-thiess.de/Sowjetunion/ Die Sowjetunion - erlebt von einem deutschen Kriegsgefangenen (1945-1949)] !Sowjetunion Kategorie:Staat (historisch) Kategorie:Osteuropa ja:ソビエト連邦 ko:소비에트 연방 simple:Soviet Union th:สหภาพโซเวียต

1922

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Robert Haab wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In Österreich wird die Stadt Wien ein selbständiges Bundesland
- 2. Januar: Die Halbinsel Krim erklärt die Unabhängigkeit
- 2. Januar: Gründung der Kommunistischen Partei Chiles
- 18. März: In Indien wird Mahatma Gandhi wegen zivilen Ungehorsams zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er wird aber nur zwei Jahre absitzen
- 16. April: Vertrag von Rapallo zwischen Deutschland und Russland. Beide Länder verzichten auf den Ersatz der Kriegskosten und -schäden
- Juni: Hitler wird wegen seiner aufrührerischen Reden zu einer vierwöchingen Gefängnisstrafe verurteilt
- 3. Juni: Churchill-Memorandum: Die Erklärung von 1917 sei so zu verstehen, dass in Palästina Juden und Moslems in einem Staat gleichberechtigt miteinander leben sollen
- 24. Juni: Reichsaußenminister Walther Rathenau wird von Nationalsozialisten ermordet
- 24. Juli: Mandatsvereinbarung zwischen den Alliierten Mächten zur Errichtung einer „nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes in Palästina
- 7. September: Grundsteinlegung für die zukünftige brasilianische Hauptstadt Brasília in der Nähe der Stadt Planaltina
- 28. Oktober: Mussolinis Marsch auf Rom, der ihn am 31. Oktober auch an die Macht bringt
- 30. Dezember: Gründung der Sowjetunion
- Gründung der [Internationalen ArbeiterInnen-Assoziation] in Berlin
- Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei nach der Kleinasiatischen Katastrophe
- Konstituierung des Reichsverbands der Deutschen Landgemeinden

Wissenschaft und Technik

Luftfahrt


- März: Erstflug der De Havilland DH 34
- Oktober: Erstflug der Dornier Do C Komet
- November: Erstflug der Dornier Do J Wal

Wissenschaft


- Otto Stern und Walther Gerlach führen ihren Versuch zum Nachweis der Richtungsquantisierung in Magnetfeldern durch (Stern-Gerlach-Versuch)
- Frederick Sumner Brackett entdeckt die nach ihm benannte Serie im Spektrum des Wasserstoffs
- 4. November: Howard Carter entdeckt das Grab des Pharaos Tutanchamun
- Gründung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft

Kultur


- 2. Februar: Der Roman Ulysses von James Joyce erscheint als Buch in Paris
- 18. März: Uraufführung der romantischen Oper Der Turm des Wojwoden von Ernst von Dohnányi in Budapest
- 26. März: Uraufführung der Oper Sancta Susanna von Paul Hindemith in Frankfurt am Main
- 15. April: Uraufführung der Operette Verliebte Leute von Eduard Künneke am Theater am Nollendorfplatz in Berlin
- 10. Mai: Uraufführung der Oper Venus von Othmar Schoeck in Zürich
- 12. Mai: Uraufführung der Operette Frasquita von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- Eröffnung des Akron Art Museum

Katastrophen


- 21. Februar: Hampton, USA. Das amerikanische Luftschiff Roma verbrennt an einer Hochspannungsleitung, 34 Tote
- 7. April: Paris, Frankreich. Ein Flugzeug verunglückt bei schlechter Sicht. 6 Tote
- 8. August: Strandung des Kreuzers „Raleigh“ (Großbritannien) an der Küste von Labrador. 10 Tote
- 26. August: Untergang des Leichten Kreuzers „Niikata“ (Japan) im Sturm vor der Westküste von Kamtschatka. Die gesamte Besatzung (ca. 400 Mann) findet den Tod
- 1. September: Erdbeben in der Sagamibucht, Zerstörung von Tokyo u. Yokohama, Japan, 150.000 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. August: In Brooksland (USA) findet ein Autorennen statt, das Gegenstand der ersten Sport-Rundfunkreportage wird

Geboren


- 1. Januar: Alain Mimoun, algerischer Leichtathlet
- 1. Januar: Alois Vogel, österreichischer Schriftsteller († 2005)
- 1. Januar: Helmut Simon, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 5. Januar: Celestino Piatti, Schweizer Grafiker und Buchgestalter
- 9. Januar: Ahmed Sékou Touré, guineischer Diktator († 1984)
- 9. Januar: Har Gobind Khorana, indisch-US-amerikanischer Molekularbiologe
- 10. Januar: Hannelore Schroth, deutsche Schauspielerin († 1987)
- 13. Januar: Thomas Valentin, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 14. Januar: Helga Göring, deutsche Schauspielerin
- 14. Januar: Harald Zusanek, österreichischer Schriftsteller († 1989)
- 15. Januar: Franz Fühmann, deutscher Schriftsteller († 1984)
- 15. Januar: Paul Casimir Marcinkus, Erzbischof emeritus und ehem. Präsident der Vatikanbank
- 17. Januar: Betty White, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. Januar: Jerzy Kawalerowicz, polnischer Filmregisseur
- 20. Januar: James Hanson, britischer Unternehmer († 2004)
- 21. Januar: Paul Scofield, britischer Schauspieler
- 22. Januar: Eugen Böhringer, deutscher Rennfahrer und Rallye-Fahrer
- 24. Januar: Eeltje Visserman, niederländischer Schachproblemkomponist († 1978)
- 25. Januar: Luigi Luca Cavalli-Sforza, italienischer Biologe, Genetiker
- 27. Januar: Franz Kain, österreichischer Journalist, Schriftsteller und Politiker († 1997)
- 28. Januar: Robert W. Holley, US-amerikanischer Biochemiker († 1993)
- 31. Januar: Marcel Jullian, französischer Autor, Publizist, Regisseur und Fernsehproduzent († 2004)
- 1. Februar: Renata Tebaldi, italienische Sopransängerin († 2004)
- 5. Februar: Rudolf Lorenzen, deutscher Schriftsteller
- 6. Februar: Patrick Macnee, englischer Schauspieler und Sprecher in Hörspielen
- 8. Februar: Juri Awerbach, russischer Schachspieler
- 9. Februar: Arnold Keyserling, deutscher Philosoph und Religionswissenschaftler († 2005)
- 9. Februar: Kathryn Grayson, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 10. Februar: Hans Kindermann, deutscher Jurist
- 10. Februar: Árpád Göncz, ungarischer Schriftsteller, Übersetzer und Politiker
- 11. Februar: Svenn Thorkild Stray, norwegischer konservativer Politiker
- 12. Februar: Gustl Bayrhammer, deutscher Schauspieler († 1993)
- 12. Februar: Samuel Youd, englischer Science Fiction-Autor
- 15. Februar: Herman Kahn, US-amerikanischer Kybernetiker († 1983)
- 16. Februar: Heinz-Wolfgang Schnaufer, deutscher Major und Pilot der Wehrmacht († 1950)
- 16. Februar: Rudolf Teschner, deutscher Schachspieler
- 17. Februar: Franz Fedier, deutsch-Schweizer Maler († 2005)
- 18. Februar: Hazy Osterwald, schweizerischer Schlagersänger
- 19. Februar: Władysław Bartoszewski, Historiker und Publizist sowie ehemaliger Außenminister Polens
- 20. Februar: Bruno Moravetz, deutscher Sportreporter
- 22. Februar: André Asriel, österreichisch-deutscher Komponist
- 24. Februar: Richard Hamilton (Künstler), britischer Maler und Grafiker
- 27. Februar: Tilemann Grimm, deutscher Sinologe († 2002)
- 29. Februar: Franz Alexius, deutscher Fußballspieler
- 1. März: Albert Leicht, deutscher Politiker († 1994)
- 1. März: William Maxwell Gaines, Gründer des MAD-Magazins und Herausgeber mehrerer Comic-Serien († 1992)
- 1. März: Jitzhak Rabin, israelischer General und Politiker, Friedensnobelpreisträger († 1995)
- 2. März: Elfriede Mohneke, Aufseherin im KZ Ravensbrück
- 2. März: Antonín Závodný, tschechischer Komponist
- 3. März: Kazimierz Serocki, polnischer Komponist († 1981)
- 3. März: Alexandru Vona, rumänischer Schriftsteller, Architekt († 2004)
- 3. März: Nándor Hidegkuti, ungarischer Fußballspieler († 2002)
- 4. März: Iring Fetscher, deutscher Politologe
- 4. März: Xenia Stad-de Jong, niederländische Leichtathletin
- 4. März: Richard E. Cunha, US-amerikanischer Filmregisseur, Kameramann und Drehbuchautor († 2005)
- 5. März: Pier Paolo Pasolini, italienischer Filmregisseur und Dichter († 1975)
- 7. März: Rolf Ulrici, deutscher Schriftsteller († 1997)
- 7. März: Ernst Bokon, österreichischer Fußballer († 1991)
- 7. März: Olga Alexandrowna Ladyschenskaja, russische Mathematikerin und Physikerin († 2004)
- 7. März: Andy Phillip, US-amerikanischer Basketballspieler († 2001)
- 7. März: Arthur P. Jacobs, US-amerikanischer Filmproduzent († 1973)
- 8. März: Heinar Kipphardt, deutscher Dramatiker († 1982)
- 9. März: Diether Posser, deutscher Politiker
- 11. März: Cornelius Castoriadis, griechischer Psychoanalytiker, Jurist und Widerstandkämpfer († 1997)
- 12. März: Helga Goetze, deutsche Künstlerin, Schriftstellerin und politische Aktivistin
- 12. März: Jack Kerouac, US-amerikanischer Schriftsteller († 1969)
- 13. März: Karl Dietrich Bracher, deutscher Professor für politische Wissenschaft und Zeitgeschichte
- 14. März: Milton Greene, US-amerikanischer Fotograf († 1985)
- 15. März: Horst Wendlandt, deutscher Filmproduzent († 2002)
- 15. März: Karl-Otto Apel, deutscher Philosoph
- 17. März: Lydia Roppolt, österreichische Malerin († 1995)
- 17. März: Patrick Suppes, US-amerikanischer Wissenschaftstheoretiker
- 18. März: Egon Bahr, deutscher Politiker, ehemaliger Bundesminister
- 20. März: Carl Reiner, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 21. März: Russ Meyer, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Produzent († 2004)
- 28. März: Theo Paul Albrecht, deutscher Unternehmer
- 30. März: Virgilio Noé, italienischer Kardinal
- 1. April: Alan J. Perlis, US-amerikanischer Informatiker († 1990)
- 2. April: Dino Monduzzi, italienischer Kardinal
- 4. April: Elmer Bernstein, US-amerikanischer Filmmusik-Komponist († 2004)
- 7. April: Annemarie Schimmel, deutsche Islamwissenschaftlerin († 2003)
- 7. April: Klaus Havenstein, deutscher Schauspieler, Kabarettist und Moderator († 1998)
- 8. April: Alfred Lorenzer, deutscher Psychoanalytiker und Soziologe († 2002)
- 9. April: Carl Amery, deutscher Schriftsteller und Umweltaktivist († 2005)
- 10. April: John Brim, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 13. April: Julius Nyerere, tansanischer Politiker († 1999)
- 14. April: Stella Zázvorková, tschechische Schauspielerin († 2005)
- 15. April: Bruno Merk, bayerischer Politiker und bayerischer Innenminister
- 15. April: Hans-Joachim Baeuchle, deutscher Politiker und MdB
- 15. April: Siegfried Wischnewski, deutscher Schauspieler († 1989)
- 16. April: Leo Tindemans, belgischer Premierminister
- 16. April: Boby Lapointe, französischer Sänger († 1972)
- 19. April: Erich Hartmann, deutscher Luftwaffenoffizier und Fliegerass († 1993)
- 19. April: Kuno Klötzer, ehemaliger deutscher Fußballtrainer
- 21. April: Alistair MacLean, schottischer Schriftsteller († 1987)
- 22. April: Charles Mingus, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1979)
- 24. April: Fred Delmare, deutscher Schauspieler
- 25. April: Georges Marie Martin Cottier, schweizerischer Kardinal
- 26. April: Pol Bury, belgischer Maler und Bildhauer († 2005)
- 27. April: Hans Bemmann, deutscher Schriftsteller († 2003)
- 27. April: Sheila Scott, englische Pilotin († 1988)
- 27. April: Jack Klugman, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 29. April: Jean Baptiste Thielemans, Jazz-Mundharmonikaspieler, -gitarrist, und -pfeifer
- 1. Mai: Friedrich Wilhelm Christians, deutscher Bankier († 2004)
- 2. Mai: Serge Reggiani, französischer Schauspieler und Chansonnier († 2004)
- 8. Mai: Stephen Kim Sou-hwan, Erzbischof von Seoul und Kardinal
- 10. Mai: Emilio Arenales Catalán, guatemaltekischer Politiker († 1969)
- 12. Mai: Roy Salvadori, englischer Rennfahrer
- 13. Mai: Otl Aicher, deutscher Bildhauer, Grafiker, Gestalter († 1991)
- 14. Mai: Franjo Tuđman, erster frei gewählte kroatische Präsident († 1999)
- 15. Mai: Peter Brückner, deutscher Sozialpsychologe († 1982)
- 15. Mai: Adil Çarçani, war albanischer Regierungschef während der kommunistischen Diktatur († 1997)
- 17. Mai: Antje Weisgerber, deutsche Schauspielerin († 2004)
- 18. Mai: Ingeborg Bingener, deutsche Autorin und Politikerin (Die Tierschutzpartei) († 2001)
- 18. Mai: Kai Winding, US-amerikanischer Jazzposaunist dänischer Herkunft († 1983)
- 19. Mai: Herbert Burdenski, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer († 2001)
- 19. Mai: Hanna-Maria Zippelius, deutsche Verhaltensbiologin († 1994)
- 21. Mai: Odal von Alten-Nordheim, deutscher Politiker und MdB
- 21. Mai: Pio Laghi, italienischer Kardinal
- 25. Mai: Enrico Berlinguer, italienischer Politiker und Antifaschist († 1984)
- 26. Mai: Herbert Schade, deutscher Leichtathlet († 1994)
- 30. Mai: Hal Clement, US-amerikanischer Sciencefiction-Schriftsteller († 2003)
- 31. Mai: Denholm Elliott, britischer Schauspieler († 1992)
- 31. Mai: Bernhard Hassenstein, deutscher Verhaltensbiologe
- 1. Juni: Ruth Rehmann, deutsche Schriftstellerin
- 2. Juni: Clair Cameron Patterson, US-amerikanischer Geochemiker, der das Alter der Erde bestimmte († 1995)
- 3. Juni: Iván Patachich, ungarischer Komponist und Dirigent († 1993)
- 7. Juni: Henk Zeevalking, niederländischer Politiker († 2005)
- 9. Juni: Balduin Baas, deutscher Schauspieler
- 10. Juni: Luís Romano de Madeira Melo, kapverdischer Schriftsteller und Poet
- 10. Juni: Judy Garland, US-amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin († 1969)
- 11. Juni: Alberto Bovone, italienischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1998)
- 11. Juni: Erving Goffman, US-amerikanischer jüdischer Soziologe († 1982)
- 11. Juni: John Bromfield, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 12. Juni: Günter Behnisch, deutscher Architekt
- 15. Juni: Jaki Byard, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1999)
- 15. Juni: Mo Udall, US-amerikanischer Politiker († 1998)
- 16. Juni: Irma Tübler, deutsche Politikerin († 1992)
- 16. Juni: Gerhard Kießling, ehemaliger Eishockeyspieler und -trainer
- 17. Juni: Paul Schallück, deutscher Schriftsteller († 1976)
- 19. Juni: Aage Niels Bohr, dänischer Physiker
- 22. Juni: Juan Amenábar, chilenischer Komponist († 1999)
- 22. Juni: Lore Wissmann, deutscher Sopran
- 22. Juni: Bill Blass, US-amerikanischer Modedesigner († 2002)
- 24. Juni: Manny Albam, Jazz-Baritonsaxophonist und Arrangeur († 2001)
- 26. Juni: Eleanor Parker, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Juni: Paul Flora, österreichischer Zeichner, Karikaturist und Buchillustrator
- 30. Juni: Heinrich Bednar, österreichischer Tischtennisspieler († 2000)
- 3. Juli: Helmut Schoeck, österreichischer Soziologe († 1993)
- 4. Juli: Ulrich Neuenschwander, schweizerischer reformierter Theologe († 1977)
- 7. Juli: Pierre Cardin, französischer Modeschöpfer
- 9. Juli: Jim Pollard, US-amerikanischer Basketballspieler († 1993)
- 10. Juli: Enzo Barboni, italienischer Drehbuchautor und Regisseur († 2002)
- 10. Juli: Herb McKenley, jamaikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 10. Juli: Jake La Motta, US-amerikanischer Mittelgewichtsboxer
- 12. Juli: Michael Ventris, englischer Sprachwissenschaftler († 1956)
- 15. Juli: Leon Max Lederman, US-amerikanischer Physiker
- 18. Juli: Georg Kreisler, österreichischer Kabarettist, Komponist, Satiriker und Schriftsteller
- 18. Juli: Thomas Samuel Kuhn, US-amerikanischer Physiker, Wissenschaftstheoretiker und -historiker († 1996)
- 19. Juli: George McGovern, US-amerikanischer Politiker
- 20. Juli: Joachim-Ernst Berendt, deutscher Musikjournalist und -kritiker († 2000)
- 23. Juli: Damiano Damiani, italienischer Filmregisseur
- 24. Juli: Hans-Jürgen Wischnewski, deutscher Politiker, Bundesminister († 2005)
- 24. Juli: Bernard Huijbers, niederländischer Komponist, Kirchenmusiker und Jesuit († 2003)
- 26. Juli: Gerard Calvi, französischer Filmkomponist
- 26. Juli: Chairil Anwar, indonesischer Dichter († 1949)
- 26. Juli: Gilberto Agustoni, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 26. Juli: Blake Edwards, US-amerikanischer Filmregisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
- 27. Juli: Werner Hofmann (Soziologe), deutscher Soziologe, Mitbegründer der Aktion Demokratischer Fortschritt († 1969)
- 28. Juli: Jacques Piccard, Schweizer Tiefseeforscher und Ozeanograph
- 30. Juli: Friedrich Wolff, deutscher Rechtsanwalt Vorsitzender des Berliner Anwaltskollegiums in der DDR
- 30. Juli: Hansgeorg Stengel, deutscher Journalist, Schriftsteller, Satiriker und Kabarettist († 2003)
- 31. Juli: Lorenzo Antonetti, italienischer Kardinal
- 1. August: Hans Löfflad, deutscher Politiker († 1997)
- 2. August: Isao Nakauchi, japanischer Unternehmer und Philantroph († 2005)
- 3. August: Kurt Zips, österreichischer Schauspieler und Synchronsprecher († 1988)
- 4. August: Luis Aponte Martínez, emeritierter Erzbischof von San Juan und Kardinal
- 6. August: Freddie Laker, britischer Geschäftsmann in der Luftverkehrsbranche
- 6. August: Alberto Granado, Che Guevaras Reisegefährte auf dessen Reise durch Südamerika
- 7. August: Boy Lornsen, deutscher Bildhauer und Schriftsteller († 1995)
- 7. August: Gerda Millowitsch, Die zweite Ehefrau des Kölner Volksschauspielers Willy Millowitsch († 2004)
- 9. August: Klaus Nonnenmann, deutscher Schriftsteller († 1993)
- 10. August: Günter Steffens, deutscher Schriftsteller († 1985)
- 11. August: Ron Grainer, australischer Komponist († 1981)
- 12. August: Miloš Jakeš, tschechoslowakischer Politiker
- 16. August: Zdeněk Matějček, tschechischer Kinderpsychologe († 2004)
- 19. August: Hans Adolf Halbey, deutscher Dichter und Lyriker
- 23. August: Roland Dumas, französischer Politiker
- 23. August: Inge Deutschkron, israelische Journalistin und Autorin
- 24. August: Howard Zinn, US-amerikanischer Historiker und Politikwissenschaftler
- 25. August: Marie Marcks, deutsche Karikaturistin
- 25. August: Hellmut Andics, österreichischer Journalist und Autor († 1998)
- 27. August: Frank Kelly Freas, US-amerikanischer Maler und Illustrator († 2005)
- 31. August: August Graf Kageneck, deutscher Journalist († 2004)
- 1. September: Vittorio Gassman, italienischer Schauspieler († 2000)
- 2. September: Martin Christoffel, Schweizer Schachspieler († 2001)
- 3. September: Steffan Danielsen, färöischer Maler († 1976)
- 4. September: Rosalio José Castillo Lara, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 5. September: Gisela Trowe, deutsche Schauspielerin
- 7. September: Peter Wapnewski, Germanist
- 8. September: Lyndon LaRouche, US-amerikanischer politischer Aktivist
- 13. September: Alfons Kolling, Landeskonservator des Saarlandes († 2003)
- 15. September: Jackie Cooper, US-amerikanischer Schauspieler
- 16. September: Ursula Wölfel, deutsche Kinderbuchautorin
- 17. September: Agostinho Neto, erster Präsident von Angola, Dichter und nationalistischer Führer († 1979)
- 19. September: Jochen Steffen, deutscher Politiker († 1987)
- 19. September: Dana Zátopková, tschechische Leichtathletin, Olympiasiegerin
- 19. September: Emil Zátopek, tschechischer Leichtathlet († 2000)
- 20. September: William Kapell, US-amerikanischer Pianist († 1953)
- 22. September: Chen Ning Yang, chinesisch-amerikanischer Physiker und Träger des Nobelpreises für Physik
- 22. September: Hubert Bruhs, deutscher Bildhauer († 2005)
- 24. September: Bert Ira Gordon, US-amerikanischer Regisseur
- 25. September: Roger Etchegaray, emeritierter Erzbischof von Marseille und Kardinal
- 25. September: Hammer DeRoburt, Gründungspräsident der Republik Nauru († 1992)
- 27. September: Arthur Penn, gilt als einer der wichtigsten Regisseure des New Hollywood
- 28. September: Francesco Caroli, italienischer Artist und Clown († 2004)
- 28. September: Andreas Flitner, deutscher Pädagoge und Bildungspolitiker
- 29. September: Karl-Heinz Köpcke, Chefsprecher der Tagesschau († 1991)
- 1. Oktober: Inge Merkel, österreichische Schriftstellerin
- 4. Oktober: Gianna Beretta Molla, italienische, katholische Kinderärztin, Heilige († 1962)
- 5. Oktober: José Froilán González, argentinischer Formel-1-Rennfahrer
- 6. Oktober: Klaus Dill, deutscher Maler († 2002)
- 8. Oktober: Katharina Focke, deutsche Politikerin
- 9. Oktober: Lutz Röhrich, deutscher Volkskundler und Erzählforscher
- 10. Oktober: Helmut Nordhaus, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 10. Oktober: Gail Halvorsen, US-amerikanischer Pilot
- 17. Oktober: Luíz Bonfá, brasilianischer Komponist und Gitarrist († 2001)
- 21. Oktober: Liliane Bettencourt, französische Unternehmerin und Milliardärin
- 23. Oktober: Gerhard Bronner, österreichischer Komponist, Musiker und Kabarettist
- 24. Oktober: Horst Stern, deutscher Journalist, Filmemacher und Schriftsteller
- 26. Oktober: Darcy Ribeiro, brasilianischer Anthropologe, Politiker, und Schriftsteller († 1997)
- 27. Oktober: Poul Bundgaard, dänischer Schauspieler und Sänger († 1998)
- 27. Oktober: Carlos Andrés Pérez, Präsident von Venezuela
- 28. Oktober: Marie Louise Fischer, deutsche Schriftstellerin († 2005)
- 31. Oktober: Illinois Jacquet, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2004)
- 31. Oktober: Norodom Sihanouk, König von Kambodscha
- 31. Oktober: Barbara Bel Geddes, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 2. November: Ria Baran, deutsche Eiskunstläufer († 1986)
- 4. November: Benno Besson, Schweizer Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter
- 5. November: Serge Lancen, französischer Komponist und Musiker
- 8. November: Conrad Ahlers, deutscher Politiker der SPD († 1980)
- 8. November: Hannsheinz Porst, deutscher Unternehmer
- 8. November: Christiaan Barnard, südafrikanischer Mediziner († 2001)
- 9. November: Hans-Günter Hoppe, deutscher Politiker († 2000)
- 9. November: Augusto Vargas Alzamora, Erzbischof von Lima und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 2000)
- 9. November: Imre Lakatos, Mathematiker, Physiker und Wissenschaftphilosoph († 1974)
- 9. November: Dorothy Dandridge, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin († 1965)
- 11. November: Poldl Schuhwerk, bayerischer Heimatforscher, Dichter und Kunstmaler († 2005)
- 11. November: George Blake, britischer Doppelagent
- 11. November: Kurt Vonnegut, US-amerikanischer Schriftsteller
- 12. November: Kim Hunter, US-amerikanische Schauspielerin († 2002)
- 13. November: Oskar Werner, österreichischer Schauspieler und Deklamator († 1984)
- 14. November: Boutros Boutros-Ghali, ägyptischer Politiker, Generalsekretär der Vereinten Nationen (1992–1996)
- 15. November: Giorgio Manganelli, italienischer Schriftsteller, Journalist und Literaturwissenschaftler († 1990)
- 16. November: Gene Amdahl, in den USA lebender Computerarchitekt und Hi-tech Unternehmer
- 16. November: José Saramago, portugiesischer Schriftsteller, Nobelpreisträger für Literatur
- 17. November: Stanley Cohen, US-amerikanischer Biochemiker
- 19. November: Juri Walentinowitsch Knorosow, sowjetischer Ägyptologe († 1999)
- 20. November: Johnny Leach, englischer Tischtennisspieler
- 21. November: Maria Casarès, französische Schauspielerin († 1996)
- 22. November: Fikrät Ämirov, aserbaidschanischer Komponist († 1984)
- 22. November: Inge Landgut, Schauspielerin und Synchronsprecherin († 1986)
- 23. November: Manuel Fraga Iribarne, spanischer Politiker und Regierungschef
- 26. November: Charles M. Schulz, Erfinder der Comicserie „Die Peanuts“ († 2000)
- 28. November: Pinchas Lapide, jüdischer Theologe und Religionswissenschaftler († 1997)
- 29. November: Erwin Heerich, deutscher Künstler († 2004)
- 30. November: Norbert Kricke, deutscher Bildhauer († 1984)
-

Tscheka

WeTscheKa (
russisch ВЧК) ist die Abkürzung für die Außerordentliche Allrussische Kommission zur Bekämpfung von Konterrevolution, Spekulation und Sabotage (russisch Всероссийская Чрезвычайная Комиссия по Борьбе с Контрреволюцией, Спекуляцией и Саботажем [Wserossijskaja Tschreswitschainaja Kommisija po borbe s Kontrrewoljuziej, spekuljaziej i sabotaschem]), einer am 20.Dezember 1917 gegründeten bolschewistischen Geheimpolizei. Am 6. Dezember beauftragte die Regierung den Genossen Felix Dserschinski mit der Bildung einer Spezialkomission zur Bekämpfung des Streiks der Petrograder Beamten, welcher schon wenige Tage nach der Oktoberrevolution begonnen hatte. Felix Dserschinski, der schon in der MRKP Erfahrungen gesammelt hatte, wurde zum ersten Leiter der Tscheka bestimmt. Die Tscheka, welche die Bolschewisten selbst als 'der bewaffnete Arm der Diktatur des Proletariats' bezeichneten, wurde hauptsächlich zur Bekämpfung von streikenden Arbeitern, Oppositionellen, Deserteuren und , den Beschlagnahmungen sich widersetzenden Bauern eingesetzt. Die Berichte der im Juni 1919 von General Denikin, dem Oberbefehlshaber der antibolschewistischen Streitkräfte des russischen Südens, eingesetzten 'Untersuchungskomission für bolschewistische Verbrechen' enthalten Darstellungen zu zahlreichen in der Ukraine, im Kuban-Gebiet, am Don und auf der Krim teilweise schon im Januar 1918 von Roten Garden und Tscheka- Einheiten verübten Grausamkeiten. Ab August 1918 erfolgte auf Anweisung Lenins die Einrichtung der ersten Konzentrationslager in der Provinz Pensa zur Unterbringung von Geiseln. Die Zahl der in Arbeits- und Konzentrationslagern Internierten betrug im Mai 1921 ca. 16000 Personen und stieg im September 1921 auf über 70000.

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen


- März 1918 600
- Juni 1918 12000
- Ende 1918 40000
- Anfang 1921 280000

Einsätze/Eckdaten


- 11./12.April 1918 Überfall mit 1000 Einsatzkräften auf 20 von Anarchisten besetzte Häuser in Moskau, Verhaftung von 520 Anarchisten, Hinrichtung von 25 Personen
- 8.-11.Juni 1918 Erste Gesamtrussische Tscheka-Konferenz unter Vorsitz Dserschinskis
- 28.Juli 1918 Hinrichtung von 428 Aufständischen in Jaroslawl
- 31.März 1919 Verhaftung von 1900 Sozialrevolutionären und Menschewiki in Moskau, Tula, Smolensk, Woronesch, Pensa, Samara, Kostroma
- 8.Februar 1922 Umbau der Tscheka zur GPU Ein berühmter Tschekist war William Fischer alias Rudolf Iwanowitsch Abel (Rudolf Ivanovich Abel, alias Emil Goldfus und etliche weitere Namen). Der sowjetische Atomspion in den USA wurde bekannt, als er am 10. Februar 1962 gegen den CIA-Agenten und U 2-Piloten Captain Powers auf der Glienicker Brücke an der Grenze von West-Berlin nach Potsdam (DDR) ausgetauscht wurde. Als Tscheka wurde im Parteijargon, aber auch in der Öffentlichkeit, auch die Gruppe von Mitarbeitern der KPD bezeichnet, die diese in den frühen 20er Jahren u.a. zum "Schutz gegen Parteifeinde" unterhielt und gegen die 1925 der Staatsgerichtshof verhandelte.

Literatur


- P.G. Sofinow: Geschichte der Außerordentlichen Komission, Moskau 1960
- S.P. Melgunow: Der rote Terror in Rußland (1918-1924), 1924
- Courtois, Werth, Panne, Paczkowski, Bartosec, Margolin, Gauck, Neubert: Das Schwarzbuch des Kommunismus
- Borys Lewytzkyi: Die rote Inquisition: Geschichte der sowjetischen Sicherheitssysteme, 1967 Siehe auch: Ochranka, GULag, NKWD, Genrich Jagoda, Stalin, UdSSR, KGB Kategorie:Nachrichtendienst (Sowjetunion) ja:チェーカー

Josef Stalin

Josef Stalin (kyrillisch Иосиф Сталин;
- 21. Dezember 1879 in Gori, Georgien; † 5. März 1953 in Kunzewo bei Moskau war ein sowjetischer Politiker. Geboren als Josif Wissarjonowitsch Dschugaschwili (russisch: Иосиф Виссарионович Джугашвили, georgisch: იოსებ ჯუღაშვილი, englische Transliteration: Iósif Vissariónovich Stálin ), Seit 1922 war er Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), seit 1941 Vorsitzender des Rates der Volkskommissare, seit 1946 Ministerrat und in den Jahren 1941 bis 45 Oberster Befehlshaber der Roten Armee. Nachdem er sich im Machtkampf innerhalb der KPdSU durchgesetzt hatte, war er von 1927 bis 1953 de facto Diktator der Sowjetunion. Während seiner Regierungszeit wurden vermeintliche und tatsächliche politische Gegner sowie Millionen von Sowjetbürgern und ganze Volksgruppen besetzer Gebiete in Gulag-Strafarbeitslager deportiert und zu großen Teilen ermordet. Die durch ihn vorangetriebene Kollektivierung der Landwirtschaft trug insbesondere in der Ukraine und an der Wolga zu Hungersnöten mit etwa zehn Millionen Opfern bei. Als wichtiger Partner der Alliierten hatte er einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf des Zweiten Weltkrieges sowie auf die Nachkriegsgestaltung Deutschlands.

Jugendzeit und Verbannung

Nachkriegsgestaltung Deutschlands Iossif Dschugaschwili wurde als Sohn des ehemals leibeigenen georgischen Schuhmachers Wissarion Dschugaschwili in Gori geboren. Seine Mutter Jekaterina Geladse war Ossetin und Tochter eines Leibeigenen. Somit war Stalin einer der wenigen Parteiführer der später entstandenen KPdSU mit einfacher Herkunft. Die Geschwister Stalins starben jung, sodass er als Einzelkind aufwuchs. Sein Vater eröffnete nach seiner Befreiung ein Schuhgeschäft, das aber rasch bankrott ging. Danach war er gezwungen in einer Schuhfabrik in Tiflis zu arbeiten. Stalins Vater kümmerte sich kaum um seine Familie, war trunksüchtig und schlug Frau und Kinder. Einer der Freunde aus Stalins Jugendzeit schrieb später: „Diese unverdienten und schrecklichen Prügel machten den Jungen genauso hart und gefühllos wie seinen Vater.“ Derselbe Freund schrieb auch, dass er Stalin niemals hatte weinen sehen. Ein anderer Freund Stalins mit Namen Iremaschwili schrieb, dass diese Prügel auch einen Hass auf Autoritäten in Stalin hervorriefen, da jeder Mensch, der mehr Macht als er selbst hatte, ihn an seinen Vater erinnerte. 1888 ging Stalins Vater nach Tiflis und ließ seine Familie zurück. Einer der Kunden seiner Mutter, der jüdische Kaufmann David Papismedow, gab dem jungen Stalin, der damals den Spitznamen „Soso“ hatte und seiner Mutter beim Wäschewaschen und bei der Arbeit als Putzfrau half, Geld und Bücher und munterte ihn auf. Jahrzehnte später kam der alte Papismedow in den Kreml, um zu erfahren, was aus dem kleinen Soso geworden war. Stalin überraschte seine Genossen dadurch, dass er den älteren jüdischen Mann nicht nur empfing, sondern auch in aller Öffentlichkeit mit ihm plauderte. Ab 1887 ging Josef Dschugaschwili in Gori zur Schule. Stalins Klasse war eine sehr gemischte Gruppe von Schülern, die viele verschiedene Sprachen sprachen. In der Schule war jedoch Russisch als Sprache vorgeschrieben. Seine Mitschüler waren meist sozial bessergestellt als er selbst und machten sich anfangs über seine abgetragene Schuluniform und sein pockennarbiges Gesicht lustig. Josef Dschugaschwili konnte jedoch bald auf Grund seiner Beobachtungsgabe die Führungsrolle in seiner Klasse übernehmen. Obwohl Stalin später seine georgische Herkunft sehr in den Hintergrund stellte, mochte er in seiner Jugend die georgischen Heimaterzählungen sehr. Eine dieser Erzählungen handelte von dem Bergwanderer Koba, der für die Unabhängigkeit Georgiens gekämpft hatte. Stalin bewunderte ihn sehr und ließ sich von nun an in der Klasse Koba nennen. Um seine niedere Herkunft zu verbergen, versuchte Stalin der Beste zu sein in allem, was er tat. Deshalb fiel er durch seine wache Intelligenz auf, wodurch er die Schule 1894 als bester Schüler verließ und für den Besuch des orthodoxen Tifliser Priesterseminars, der damals bedeutendsten höheren Bildungsanstalt Georgiens und ein Zentrum der Opposition gegen den Zarismus, vorgeschlagen wurde. Zarismus Als Stalin im Alter von 15 Jahren das zweite Studienjahr des Seminars absolvierte, bekam er Kontakt mit den geheimen marxistischen Zirkeln. Er besuchte die Buchhandlung eines gewissen Schelidze, wo die jungen Radikalen Zugang zu linken Werken hatten. 1897 schrieb der stellvertretende Aufseher eine Bemerkung: Er habe Dschugaschwili beim Lesen von Letourneaus „Die literarische Entwicklung der Nationen“ erwischt. Er habe ihn kürzlich schon mit „Die Arbeiter des Meeres“ sowie dem Werk Victor Hugos „1793“ ertappt, insgesamt dreizehnmal mit verbotenen Büchern. 1897 wurde Dschugaschwili, er war 18 Jahre alt, in die erste sozialistische Organisation Georgiens aufgenommen, die Messame-Dassi-Gruppe (dt. Die dritte Gruppe), geführt von Noe Schordania, Nikolai Semjonowitsch Tschcheidse und G. Zereteli, die später Menschewiki wurden. Im folgenden Jahr leitete Stalin einen Studienzirkel für Arbeiter. Zu dieser Zeit las er schon Werke von Plechanow und die ersten Schriften Lenins. 1898 trat er offiziell in die sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (SDAPR) ein. 1899 wurde er aus dem Priesterseminar ausgeschlossen, weil er auf Grund dieser politischen Tätigkeiten bei mehreren wichtigen Prüfungen gefehlt hatte. Statt Priester wurde Stalin Berufsrevolutionär. Daraufhin arbeitete Stalin als Propagandist der SDAPR und organisierte unter dem Decknamen „Koba“ unter anderem Streiks und Demonstrationen unter den Eisenbahnarbeitern. 1902 wurde er erstmals festgenommen, weil er eine Arbeiterdemonstration in der georgischen Stadt Batumi verursacht hatte und anschließend nach Sibirien verbannt. Nachdem er 1904 aus der Verbannung fliehen konnte, wurde er immer wieder – insgesamt achtmal – verhaftet und in die Verbannung geschickt, konnte aber jedesmal wieder fliehen. 1904 Um in Kontakt mit Lenin zu bleiben und sich der Verfolgung durch die zaristische Polizei zu entziehen, floh er im Dezember 1912 nach Österreich-Ungarn. Dort verbrachte er einige Monate in Krakau und in Wien. Als er im Sommer 1913 wieder nach Russland zurückkehrte, wurde er verhaftet. Daraufhin verbrachte er die Jahre von 1913 bis 1917 in der Verbannung. Für diese häufigen Verhaftungen und Fluchten gibt es mehrere Erklärungen. Ein möglicher Grund wird zum Beispiel in der schlechten Organisation der zaristischen Polizei gesehen. Der zaristische Polizeiapparat verfolgte die Revolutionäre nur sehr halbherzig. Die aus der Verbannung „fliehenden“ Bolschewiki konnten zum Beispiel ohne Probleme alle zur Verfügung stehenden Transportmittel nutzen. Außerdem bekamen sie von der Bevölkerung Unterstützung in Form von Nahrungsmitteln und sonstigen Zuwendungen. Wurden die Revolutionäre verhaftet, ließen sie sich einfach ohne weiteren Widerstand in die Verbannung schicken, um am Tag nach ihrer Ankunft sofort die Heimreise anzutreten. Wenn es längere Aufenthalte gab, ha