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Glawnoje Rasweditelnoje Uprawlenije

Glawnoje Rasweditelnoje Uprawlenije

Das Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije (GRU), Haupt-Nachrichtendirektorat ist ein russischer Militär-Geheimdienst und wird auch als das „alles sehende Auge“ des russischen Militärs bezeichnet. Im Gegensatz zum KGB war das GRU im Westen für lange Zeit unbekannt. Das GRU befehligt alle Arten elektronischer Aufklärung, eingeschlossen communications intelligence (COMINT), electronic intelligence (ELINT), radar intelligence (RADINT), telemetry intelligence (TELINT) und infrared sets reconnaissance. Außerdem stehen ihm alle Spionagesatelliten, Aufklärungsflugzeuge, Schiffe, U-Boote und andere „Besitztümer“ der russischen Armee zur Verfügung. Die einzig höheren Instanzen, denen es untergeordent ist, sind der Verteidigungsminister und der Leiter des Generalstabs. Der politischen Führung der Sowjetunion und später Russlands war und ist es nicht direkt Rechenschaft schuldig, sogar die politische Führung kann das GRU nur über den Verteidigungsminister oder über den Leiter des Generalstabes erreichen. Die exakte Struktur des GRU ist ein Staatsgeheimnis, aber man weiß, dass das GRU aus zwölf Hauptdirektoraten und neun untergeordneten Direktoraten besteht. Das erste Hauptdirektorat ist für alle Spionageoperationen in Europa zuständig, das zweite übernimmt Nord- und Südamerika sowie Großbritannien, Australien und Neuseeland. Das dritte Direktorat deckt Asien ab, alle militärischen Spionageoperationen in Afrika sind dem vierten unterstellt. Leiter aller taktischen Aufklärungsoperationen ist das fünfte Direktorat, das sechste ist zuständig für die ganze elektronische Aufklärung, des Weiteren teilt es sich das Oberkommando über die Aufklärungssatelliten mit dem untergeordneten Satellitenaufklärungsdepartement. Das siebte Direktorat ist zuständig für alles rund um die NATO, alle Operationen, die nur sporadisch in kleinen Ländern stattfinden, sind dem achten unterstellt. Das neunte sammelt die neuesten Informationen über militärische Technologien. Das zehnte Direktorat behandelt alle Angelegenheiten, welche die Finanzen betreffen, das elfte beschäftigt sich mit allen militärisch relevanten Einsatzbefehlen und Waffenarten ausländischer Armeen. Das zwölfte Direktorat ist für die Spionageabwehr tätig. Das GRU unterhält außerdem eigene Eliteeinheiten (Speznas), deren Stärke auf 25.000 Trupps beziffert wird. Während der Sowjetära war die Gesamtzahl der für das GRU rekrutierten Agenten sechs mal grösser als die des KGB. Kategorie:Nachrichtendienst (Sowjetunion) Kategorie:Nachrichtendienst (Russland)

Geheimdienst

Ein Nachrichtendienst oder auch Geheimdienst ist eine Organisation, die Informationen zur außen-, innen- und sicherheitspolitischen Situation sammelt und diese auswertet. Man unterscheidet zwischen Inlands- und Auslandsnachrichtendiensten. Zahlreiche Nachrichtendienste verfügen außerdem über Abteilungen zur Durchführung sogenannter verdeckter Operationen im Ausland. Für Nachrichtendienste gelten in der Regel besondere Rechte. verdeckter Operationen)]]

Nachrichtendienste in Demokratien

In Demokratien unterliegen die Nachrichtendienste einer gewissen Kontrolle, die neben verfassungswidrigen Eingriffen in die Rechte der Bürger auch verhindern soll, dass allein die gerade im Amt befindliche Regierung sich die Möglichkeiten der Dienste zunutze machen kann. Kritiker führen an, dass durch die Natur eines Nachrichtendienstes eine parlamentarische und gerichtliche Kontrolle nur sehr eingeschränkt möglich sei bzw. leicht umgangen werden könne. Ein exemplarisches Beispiel für das unkontrollierte Handeln von Nachrichtendiensten bei verdeckten Operationen lieferte die 1990 aufgedeckte, europaweite Operation Gladio von NATO und CIA.

Deutschland

In Deutschland unterliegen Nachrichtendienste der parlamentarischen Kontrolle. Um eine der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) des Dritten Reiches oder der Staatssicherheit (Stasi) der DDR vergleichbare Macht zu verhindern, wurden in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Bundesnachrichtendienst (BND), dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) und dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) drei Nachrichtendienste des Bundes eingerichtet, daneben bestehen im jedem Bundesland jeweils eigene Verfassungsschutzbehörden der Länder. Im zivilen Bereich haben ferner das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie die Zentralstelle für Information und Kommunikation der Bundespolizei (seit dem 30. Juni 2005 heißt der Bundesgrenzschutz Bundespolizei) nachrichtendienstliche Aufgaben.

Österreich

In Österreich gibt es mehrere Nachrichtendienste:
- Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung: ist der Nachrichtendienst des BMI und ist damit die Nachfolgeorganisation der bekannten Staatspolizei (Stapo) die ca. 2002 umbenannt wurde.
- Heeresnachrichtenamt (HNA) als Auslandsgeheimdienst des Bundesheer (Bundesministerium für Landesverteidigung)
- Abwehramt (HAA oder HAbwA) als Inlandsnachrichtendienst des Bundesheeres, ebenfalld dem BMLV unterstellt.

Luxemburg

Luxemburg verfügt seit 2004 über einen modernen Nachrichtendienst, den Service de Renseignement de l'Etat.

Schweiz

In der Schweiz existieren vier Nachrichtendienste:
- Strategischer Nachrichtendienst (SND), Auslandsnachrichtendienst
- Dienst für Analyse und Prävention (DAP), Inlandsnachrichtendienst
- Militärischer Nachrichtendienst (MND)
- Luftwaffennachrichtendienst (LWND) Siehe auch: Schweizer Nachrichtendienste

England

In England gibt es den Secret Intelligence Service (SIS). Er ist der britische Auslandsgeheimdienst, welcher auch unter den Namen MI6 (Military Intelligence, Abteilung sechs) oder Secret Service firmiert. (James Bond ist Mitglied des MI6) Des Weiteren gibt es den Security Service oder MI5 (Military Intelligence, Abteilung fünf), welcher für das Inland zuständig ist. Neben der klassischen Aufteilung in Auslands- und Inlandsgeheimdienst existiert zudem mit dem GCHQ (Government Communications Headquaters) in Celtanham, Wales ein Nachrichtendienst, der sich einzig um die elektronische Aufklärung (ELINT) kümmert.

Russland

Der russische Inlandsgeheimdienst ist der FSB, der aus dem KGB hervorging. Der schon seit dem 1. Weltkrieg existierende, aber weithin unbekannte Geheimdienst der Streitkräfte ist der GRU.

Niederlande

In den Niederlanden besteht ein militärischer (Militaire Inlichtingen- en Veiligheidsdienst, MIVD) und ein ziviler Nachrichtendienst (Algemene Inlichtingen- en Veiligheidsdienst, AIVD, bis 2002: Binnenlandse Veiligheidsdienst, BVD). Die Umbenennung des zivilen Nachrichtendienstes ging einher mit einer Ausweitung seiner Aufgaben. Der AIVD ist betroffenen Bürgern gegenüber auskunftspflichtig, sofern diese Auskunft nicht laufende Untersuchungen gefährdet. Unterstützt werden die beiden Geheimdienste durch den 2003 gegründeten Nationale Sigint Organisatie (NSO).

USA

Das Geheimdienstwesen der Vereinigten Staaten ist fragmentiert. Insgesamt teilen sich zur Zeit 13 Einzeldienste die Zuständigkeiten: Vier Dienste unterstehen den Teilstreitkräften: # Army Intelligence (AI), Heeresnachrichtendienst # Marine Corps Intelligence Activity, Nachrichtendienst des US Marine Corps # Office of Naval Intelligence (ONI), Marinenachrichtendienst # Air Intelligence Agency (AIA), Luftwaffennachrichtendienst # Die Defense Intelligence Agency (DIA) untersteht direkt dem Pentagon und soll die Arbeit der vier Geheimdienste der Teilstreitkräfte besser koordinieren. # Dem National Reconnaissance Office (NRO) unterstehen alle Spionagesatelliten # Die National Security Agency (NSA) in Fort Meade, Maryland ist, trotz ihrer relativen Unbekanntheit, dem Budget nach der größte Geheimdienst. Ihre Aufgabe besteht in der elektronischen Aufklärung (ELINT). Das Echelon Spionagenetz wird von ihr betrieben. # Die Central Intelligence Agency (CIA) ist der Nachrichtendienst für alle zivilen Belange. Ihr kommt gleichzeitg die Aufgabe zu, alle anderen Dienste zu koordinieren.

Italien

1977 schuf Italien per Gesetz erstmals ein parlamentarisch kontrolliertes, übersichtliches und in sich schlüssiges System von Nachrichtendiensten, das verschiedene organisatorische und operative Auswüchse der Nachkriegszeit beenden sollte. Der Ministerpräsident ist politisch für die Dienste verantwortlich und legt in Zusammenarbeit mit einem interministeriellen Steuerungskomittee (CIIS) die operativen Prioritäten der Dienste fest. Das ihm unterstellte
- Comitato Esecutivo per i Servizi di Informazione e di Sicurezza (CESIS) koordiniert die Arbeit der beiden Dienste:
- Servizio per le Informazioni e la Sicurezza Militare (SISMI) (Verteidigungsministerium)
- Servizio per le Informazioni e la Sicurezza Democratica (SISDE) (Innenministerium). Daneben gibt es noch einen beim Generalstab angesiedelten militärischen Fachdienst (J2). (siehe auch: Systematische Liste der italienischen Nachrichtendienste) Italien hatte in der Zeit von 1950 bis 1990 die vielleicht aufregenste Geheimdienstgeschichte aller westlichen Staaten. Wegen einer drohenden (demokratischen) Machtübernahme der sehr starken Kommunistischen Partei Italiens (PCI) und den Terroraktionen der sie unterstützenden Rote Brigaden versuchten die oftmals von altfaschistischen Kräften durchsetzten Dienste mit aller Macht, eine kommunistische Machtergreifung in Italien zu verhindern (Gladio, Strategie der Spannung, Propaganda Due).

Nachrichtendienste in Diktaturen

In Diktaturen sind Geheimdienste meist ein wichtiger Machtfaktor. Zu ihrer Aufgabe gehört dort oft auch die Einschüchterung politischer Gegner bis hin zur Ermordung unliebsamer Kontrahenten und die gezielte Manipulation der öffentlichen Meinung. So wurden insbesondere in Südamerika Anschläge von Geheimdiensten verübt, die anschließend dem politischen Gegner zugeschoben wurden, um diesen zu diskreditieren.

Intention

Die Existenz von Geheim- und Nachrichtendiensten ist eng verwandt mit der Idee der Staatsräson, wie aus einer [http://www.polizei.mvnet.de/lka/pages/txt_stasch.htm offiziellen Definition] abzulesen ist: "Der Begriff Staatsschutz umfasst alle Maßnahmen, die dem Schutz der Staatsorgane, der inneren und äußeren Existenz des Staates und seiner Einrichtungen dienen."

Kritik

Kritiker sind der Meinung, dass auch in Demokratien trotz der dort wirksamen parlamentarischen Kontrolle die Tätigkeit der Nachrichtendienste durch Intransparenz und Rechtsmittellosigkeit bestimmt sei; Ausnahmeregelungen für die Nachrichtendienste würden zudem die staatlichen Grundrechts-Garantien aufheben. Das Ausmaß nachrichtendienstlicher Operationen sei daher schwer abzuschätzen.

Sonstige Begriffsbedeutungen

Oft werden auch Nachrichten- und Presseagenturen als Nachrichtendienste bezeichnet.

Siehe auch


- Liste von Nachrichtendiensten
- Geheimpolizei
- Überwachungsstaat
- Verdeckte Operation
- Desinformation
- SourceWatch
- Berner Club
- V-Mann
- Wikipedia:WikiProjekt Nachrichtendienst

Weblinks


- http://www.geheimdienste.org - deutsche Seite mit Informationen zu einigen Nachrichtendiensten
- http://www.fas.org/irp/world/index.html - Übersicht zu Nachrichten- und ähnlichen Diensten nach Ländern (auf Englisch) --> Link defekt!
- http://www.facts.biz.ly/Nachrichtendienste.html - deutschsprachige Seite über die österreichischen Geheimdienste (Geschichte, gesetzliche Grundlage, HNaA, AbwA, BVT, und einer umfangreichen Linksammlung zu anderen Geheimdienstseiten)
- http://nachrichtendienst.biz Kategorie:Euphemismus ! ja:情報機関

KGB

KGB (russisch Комитет государственной безопасности/Komitet gossudarstwennoi besopasnosti , Komitee für Staatssicherheit) war der Name des sowjetischen Auslandsgeheimdienstes. Der KGB entstand 1954 aus Abteilungen des Inlandsgeheimdienstes NKWD und des Innenministeriums MWD. Seine Zentrale hatte ihren Sitz in der „Lubjanka“ in Moskau. Moskau Nach dem Putschversuch vom August 1991, in den der damalige KGB-Vorsitzende General Wladimir Krjutschkow maßgeblich involviert war, bekam General Wadim Bakatin den Auftrag, die Behörde aufzulösen. Am 6. November 1991 hörte der KGB auf zu existieren. Seine Aufgaben wurden in Russland vom neuen FSB (Federalnaja Sluschba Besopasnosti Rossijskoi Federazii) (Föderaler Sicherheitsdienst) übernommen. Der Geheimdienst in Weißrussland trägt weiterhin die Bezeichnung KGB.

Aufgaben und Organisation

Die Hauptaufgaben des KGB bestanden aus Auslands-Spionage, Gegenspionage, Kontrolle und Liquidation von Regimegegnern innerhalb der Sowjetunion sowie die Bewachung von Mitgliedern der Partei- und Staatsführung. Sowjetunion Mehr als andere Geheimdienste verließ sich der KGB auf sog. "Human Intelligence", also durch eigene Agenten oder Kontaktmänner erhaltene Erkenntnisse, wohingegen die westlichen Gegenspieler des KGB auch stark auf Bildaufklärung sowie "Signal Intelligence" (Abfangen und Decodieren von Funksprüchen) vertrauten. Die Behörde erwies sich dadurch im Laufe des Kalten Krieges als anfällig für absichtlich gestreute Falschinformationen. Von seiner Gründung an, und bis in die 1950er Jahre hinein, bestand eine wesentliche, volkswirtschaftlich und politisch bedeutende Aufgabe des KGB bzw. seiner Vorläuferorganisationen in der "Speisung" des GULAG. Er wirkte entscheidend mit bei den Schauprozessen der 1920er Jahre, den Stalinschen Säuberungen und der "Rückführung" von Soldaten der Roten Armee im Zuge des Vormarsches auf und der Besetzung Deutschlands im Zweiten Weltkrieg in die im ganzen Land existierenden Arbeitslager.

Bekannte KGB-Operationen


- Alger Hiss wird verdächtigt, für den KGB spioniert zu haben, was allerdings nie bis ins letzte bewiesen werden konnte.
- Robert Hanssen versorgte den KGB aus seiner Position beim FBI mit Informationen über die amerikanische Gegenspionage.
- Aldrich Ames war ein KGB-Maulwurf in der CIA.
- Ethel und Julius Rosenberg wurden hingerichtet, weil ihnen entgegen ihrer Aussage unterstellt wurde, Informationen über das amerikanische Atomprogramm an den KGB weitergegeben zu haben. James Jesus Angleton, Chef der CIA-Gegenspionage, lebte in ständiger Angst, dass der KGB "Maulwürfe" an zwei Schlüsselpositionen installieren könnte: In der eigenen Abteilung sowie deren Pendant bei der Bundespolizei FBI. Mit zwei Agenten wäre es dem KGB möglich gewesen Kontrolle oder Kenntnis über Aktionen gegen eigene Spione zu erlangen und diese somit zu beschützen. Außerdem hatte die Gegenspionage die Aufgabe, fremde Geheimdienst-Quellen trockenzulegen, und Maulwürfe an diesen Positionen wären Anlaufstellen für Doppelagenten geworden. Nach der Enttarnung von Ames und Hanssen, erschienen Angeltons Ängste plötzlich gut begründet, nachdem er vorher für leicht paranoid gehalten wurde.

Organisation der Behörde

Der KGB war in Hauptverwaltungen unterteilt. Die wichtigsten waren:
- Die Erste Hauptverwaltung (Auslandsoperationen) war für Auslandsaktivitäten und Sammeln von Geheimdienstinformationen zuständig.
- Die Zweite Hauptverwaltung war für die politische Kontrolle der Bürger und die Überwachung ausländischer Touristen und Diplomaten in der Sowjetunion zuständig.
- Die Dritte Hauptverwaltung (Bewaffnete Kräfte) gehörte eigentlich nicht zum KGB, sondern zum Verteidigungsministerium, war aber trotzdem im KGB-Gebäude am Dserschinskiplatz in Moskau untergebracht. Ihre Aufgaben bestanden in der militärischen Gegenspionage und der politischen Überwachung der Roten Armee. Ihr unterstand zu diesem Zwecke der militärische Geheimdienst GRU.
- Die Fünfte Hauptverwaltung bestand nicht von Anfang an, sondern wurde zur Entlastung der Zweiten Hauptverwaltung gegründet und übernahm von dort die Aufgaben der Kontrolle der russischen Minderheiten, der Kirche und der Intelligenzija.
- Die Siebte Hauptverwaltung baute hauptsächlich technisches Equipment zur Überwachung und Spionage.
- Die Achte Hauptverwaltung war zuständig für Kommunikation. Sie beobachtete fremde Kommunikation, wurde für die anderen Hauptverwaltungen unterstützend tätig, wenn es um Kryptografie ging, hielt den Kontakt zu KGB-Stationen in Übersee, und entwickelte Telekommunikations-Ausrüstung.
- Die Neunte Hauptverwaltung stellte die Bodyguards für hochrangige Parteifunktionäre und deren Familien.

Vorsitzende des KGB und seiner Vorgängerorganisationen


- Tscheka All-Russisches Außerordentliches Kommissariat gegen Konterrevolution und Sabotage (frühester Vorgänger des KGB in der bolschewistischen Ära
  - Felix Dserschinski 1917 - 1922
- GPU Politische Hauptabteilung innerhalb des NKWD Volkskommissariat des Inneren
  - ab Februar 1922
  - Felix Dserschinski 1922 - 1923
- OPGU Vereinigte politische Hauptverwaltung
  - ab Juli 1923
  - Felix Dserschinski 1923 - Juli 1926
  - Wjatscheslaw Menschinski Juli 1926 - Mai 1934
- GUGB innerhalb des NKWD
  - ab Juli 1934
  - Genrich Grigorjewitsch Jagoda 1934-1936
  - Nikolai Iwanowitsch Jeschow 1936-1938
  - Lawrenti Pawlowitsch Berija 1938-1941
  - Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow 1941
- NKGB Volkskommissariat für Staatssicherheit
  - ab Februar 1941
  - Wsewolod Merkulow 1941
- GUGB Hauptverwaltung für Staatssicherheit innerhalb des NKWD
  - ab Juli 1941
  - Lawrenti Berija 1941-1943
- NKGB Volkskommissariat für Staatssicherheit
  - ab April 1943
  - Wsewolod Merkulow Februar 1941 - März 1946
- MGB Ministerium für Staatssicherheit
  - ab März 1946
  - Wsewolod Merkulow 19. März 1946 - 7. Mai 1946
  - Viktor Abakumow 7. Mai 1946 - 14. Juli 1951
  - Sergei Ogolzow 14. Juli 1951 - 9. August 1951
  - Semjon Ignatjew 9. August 1951 - 5. März 1953
- MWD - Ministerium für innere Angelegenheiten
  - ab März 1953
  - Lawrenti Berija 1953
  - Sergei Kruglow 1954
- KGB Komitee für Staatssicherheit
  - ab März 1954
  - Iwan Serow 13. März 1954 - 8. Dezember 1958
  - Alexander Schelepin 25. Dezember 1958 - 13. November 1961
  - Wladimir Semitschastny 13. November 1961 - 18. Mai 1967
  - Juri Andropow 18. Mai 1967 - 26. Mai 1982
  - Witali Fedortschuk 26. Mai 1982 - 17. Dezember 1982
  - Viktor Tschebrikow 17. Dezember 1982 - 1. Oktober 1988
  - Wladimir Krjutschkow 1. Oktober 1988 - 22. August 1991
  - Leonid Schebarschin für einen Tag im August 1991, um zu zeigen, dass der KGB noch unter Kontrolle der Regierung ist
  - Wadim Bakatin 23. August 1991 - 22. Oktober 1991

Weblinks


- [http://www.v-22.de/content/view/42/29/ KGB Artikel] - enthält detaillierte Organisationsstruktur
- [http://www.geheimdienste.org/russland.html Nachrichtendienste] - Auflistung russischer und anderer internationaler Geheimdienste Kategorie:Nachrichtendienst (Sowjetunion) ja:ソ連国家保安委員会 ko:KGB

Spionagesatellit

Ein Spionagesatellit ist ein Satellit im Weltall, der mit einer hochauflösenden optischen Kamera, Radar oder anderer Sensorik ausgestattet ist, um die Erdoberfläche abzulichten. Es handelt sich um spezielle Erdbeobachtungssatelliten, die meist zu militärischen Zwecken verwendet werden. Die so gewonnenen Bilder werden ausgewertet, um beispielsweise Informationen über Truppenbewegungen, Truppenstärke, Kampfhandlungen oder Ähnliches zu gewinnen. Auch Naturkatastrophen oder zivile Unglücke lassen sich mithilfe dieser Satelliten beobachten. Um eine möglichst hohe Auflösung des Zielgebietes zu erhalten werden Spionagesatelliten zur Beobachtung in einen niederen Orbit abgesenkt und später wieder angehoben. Dieses Vorgehen ist sehr teuer und beschränkt die chemisch angetriebenen Satelliten stark in ihrer Lebensdauer. Es begründet jedoch in der Hauptsache den Qualitätsunterschied zu zivilen Erdbeobachtungssatelliten. Heutzutage kann man sich auch als Privatperson Fotos des eigenen Vorgartens, vom Weltall aus gesehen, anschauen – diverse Verlage haben CD- oder sogar DVD-Sammlungen mit mehreren Gigabyte Fotomaterial veröffentlicht, im Internet sind ebenfalls oft Bilder einsehbar. Diese Bilder wurden jedoch von kommerziellen Satelliten geschossen, und bieten eine deutlich niedrigere Auflösung. Kommerzielle Satelliten werden während Kriegen gerne von einer der Konfliktparteien gebucht um die eigenen Kapazitäten zu erweitern oder um der anderen Partei den Zugriff darauf zu verwehren. Auch sind einige weitere, eigentlich nicht-militärische, Erdbeobachtungssatelliten im Dual Use verwendbar.

Auflösungsvermögen

Um das Auflösungsvermögen der optischen Spionagesatelliten gibt es eine Menge Spekulation. Obwohl die genauen Daten streng geheim sind, kann man zumindest einige Näherungswerte berechnen. Wichtigster Punkt ist der Öffnungs- oder Hauptspiegeldurchmesser. Diese Größe kann zumindest nach oben hin durch den Durchmesser der Nutzlastverkleidung der Trägerrakete abgeschätzt werden. Durch die Diffraktion des Hauptspiegels der Optik ist die Auflösung physikalisch begrenzt. Die folgende Formel [http://satobs.org/columbia/KH11resolution.html] berechnet das theoretisch mögliche Auflösungsvermögen der Satellitenoptik. Durch atmosphärische Störeffekte verschlechtert sich die Auflösung in der Realität jedoch vom berechneten Wert. Auflösung = 1.22
- Wellenlänge
- Abstand / Durchmesser Am Beispiel des KH-11 (Kennan / Crystal) Satelliten: Wellenlänge des sichtbaren Lichts: 5.5
- 10-5 cm. Spiegeldurchmesser des KH-11 (nach Jeffrey Richelson) : 234 cm Perigäumshöhe: ~ 300 km = 3
- 107 cm. -> Auflösung: 8.6 cm aus 300 km Höhe Selbst mit einem angenommenen Spiegeldurchmesser von 4 m (Annahme für gegenwärtig maximal mögliche Spiegeldurchmesser) liegt die Auflösung bei ca. 5 cm. Dies reicht nicht zum Lesen von Autonummernschilder oder zur Identifikation von individuellen Personen aus. Siehe auch: Aufklärungsflugzeug

Weblinks


- [http://www.gwu.edu/%7ensarchiv/NSAEBB/NSAEBB13/index.html U.S. Satellite Imagery, 1960-1999 by Jeffrey T. Richelson] Kategorie:militärischer Satellit Kategorie:künstlicher Satellit Kategorie:Satellitentechnik ja:偵察衛星

Spionageabwehr

Die Spionageabwehr beschäftigt sich mit der Suche und Erkennung von Spionageaktivitäten. Dazu sammelt sie Informationen über geheimdienstliche Tätigkeiten gegnerischer Nachrichtendienste und wertet sie aus mit dem Ziel, Erkenntnisse über Struktur, Aktivitäten, Arbeitsmethoden, nachrichtendienstliche Mittel und Zielobjekte dieser Nachrichtendienste zu gewinnen. Viele Nationen verfügen über eine Behörde, die diese Aufgabe übernimmt. Die dabei verwendeten Methoden beinhalten unter anderem die Überwachung von Verdächtigen und ihrer Kommunikation, den Einsatz von Undercover-Agenten, sowie die Beobachtung von Diplomaten. Wenn ein Fall von Spionage entdeckt wird, haben die Behörden normalerweise das Recht, die Festnahme des Verdächtigen zu veranlassen, jedoch ist es weitaus produktiver, den Verdächtigen besonders genau zu beobachten, um herauszufinden, was er weiß, wohin er geht und mit wem er Kontakt aufnimmt. Darüberhinaus kann durch Einsatz von Desinformation erreicht werden, dass Spione und ihre Auftraggeber getäuscht werden. Das kann zur Beendigung von deren Aktivitäten führen, wenn der Spion beispielsweise erfolgreich über das Ziel seiner Mission getäuscht wurde oder die Auftraggeber wissen, dass er enttarnt (verbrannt) ist .

Deutsche Spionageabwehrbehörden

Die Spionageabwehr gehört gemäß [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bverfschg/__3.html § 3 Abs. 1 Nr. 2 BVerfSchG] zu den Aufgaben der Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder.

Ausländische Spionageabwehrbehörden


- MI5 - Großbritannien
- NSA - USA
- Canadian Security Intelligence Service (CSIS) - Kanada
- Direction de la Surveillance du Territoire (DST) - Frankreich
- FSB - Russland
- KGB - Sowjetunion

Siehe auch


- Nachrichtendienst
- Spionage
- Gegenspionage
- Geheimagent
- Überwachung
- Netzwerksicherheit
- Militärische Aufklärung
- Doppelagent

Weblinks


- [http://www.zeit.de/archiv/1999/40/199940.nsa_2_.xml Verrat unter 'Freunden']
- [http://www.zeit.de/archiv/1999/40/199940.oli.kasten_.xml Auch rot-grüne Bundesregierung vertuscht amerikanische Spionage]
- [http://www.verfassungsschutz.de/de/publikationen/spionageabwehr_geheimschutz/verfassungsschutz_spionageabwehr_geheimschutz Faltblatt des Verfassungsschutzes: "Spionageabwehr - Geheimschutz"]
- [http://www1.logistik.fh-dortmund.de/IT-Sicherheit/07_Wirtschaftsspionage.pdf Wirtschaftsspionage durch Geheimdienste] Kategorie:Nachrichtendienstlicher Begriff

Kategorie:Nachrichtendienst (Sowjetunion)

Kategorie:Sowjetische Organisation Sowjetunion

Körnerwarze

Die Körnerwarze (Carabus cancellatus) ist eine Art aus der Familie der Laufkäfer. Körnerwarzen werden bis zu 3,2 Zentimeter lang. Der Chitin-Panzer glänzt in einer Mischung aus braun, rot und grün. Auf den Flügeldecken befinden sich deutliche Längsrillen, in denen „körnige“ Erhebungen sind. Die Fühler sind lang und fadenförmig. Auch die Beine sind recht lang. Körnerwarzen sind in Europa sehr häufig. Die Tiere sind auf Wiesen und Feldern sowie in Gärten anzufinden. Die vor allem nachtaktiven Tiere jagen am Boden Insekten, darunter auch den Kartoffelkäfer, weshalb die Art sehr wichtig für die Landwirtschaft ist. Tagsüber verstecken sich die Tiere meist unter Steinen, manchmal sind sie jedoch auch bei Tageslicht unterwegs. Sie überwintern im Boden. Bei Bedrohung können die Käfer bis zu 25 Zentimeter weit ihren Magensaft verspritzen. In Deutschland steht die Körnerwanze unter Naturschutz. Die Weibchen legen etwa 45 Eier, aus denen die Larven schlüpfen. Sie haben eine ähnliche Lebensweise wie die erwachsenen Tiere. Nachdem sich die Larven verpuppt haben, schlüpft im Herbst der fertige Käfer. Kategorie:Käfer

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