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Global Positioning System

Global Positioning System

Das Global Positioning System (GPS) ist ein satellitengestütztes Navigationssystem zur weltweiten Positionsbestimmung, das vom US-Verteidigungsministerium betrieben wird. GPS löste das ältere Satellitennavigationssystem Transit der United States Navy ab. Die offizielle Bezeichnung ist „Navigational Satellite Timing and Ranging - Global Positioning System“ (NAVSTAR-GPS). NAVSTAR wird manchmal auch als Abkürzung für „Navigation System using Timing and Ranging“ genutzt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das System häufig nur noch als GPS bezeichnet. GPS wurde am 17. Juli 1995 offiziell in Betrieb genommen.

Einsatzbereiche

GPS ist ursprünglich zur Positionsbestimmung und Navigation im militärischen Bereich (in Waffensystemen, Kriegsschiffen, Flugzeugen) usw. vorgesehen. Heute wird es jedoch auch im zivilen Bereich genutzt: in der Seefahrt, Luftfahrt, durch Navigationssysteme im Auto, zur Orientierung im Outdoor-Bereich, im Vermessungswesen etc. Ebenso wird GPS nun auch im Leistungssport verwendet. Speziell für den Einsatz in Mobiltelefonen wurde das "Assisted GPS" (A-GPS) entwickelt.

Aufbau und Funktionsweise

"Assisted GPS" (A-GPS) Das Prinzip der Satellitenortung beschreibt der Artikel Global Navigation Satellite System. GPS basiert auf Satelliten, die ständig Signale ausstrahlen, aus deren Signallaufzeit GPS-Empfänger ihre Position bestimmen können. Theoretisch reichen dazu die Signale aus drei Satelliten, da daraus die genaue Position und Höhe bestimmt werden kann. In der Praxis haben aber die meisten GPS-Empfänger keine Uhr, die genau genug ist, um daraus die Laufzeiten korrekt berechnen zu können. Deshalb wird meist das Signal eines vierten Satelliten benötigt. Mit den GPS-Signalen lässt sich aber nicht nur die Position, sondern auch die Geschwindigkeit des Empfängers bestimmen. Durch die relative Bewegung des Empfängers zu den Satelliten ergibt sich durch den Doppler-Effekt eine Verschiebung des Signals, und da die Geschwindigkeit der Satelliten bekannt ist, lässt sich die Geschwindigkeit des Empfängers berechnen. Damit ein GPS-Empfänger immer zu mindestens vier Satelliten Kontakt hat, werden insgesamt mindestens 24 Satelliten eingesetzt, die die Erde jeden Sternentag zweimal in einer Höhe von 20.200 km umkreisen. Jeweils mindestens vier Satelliten bewegen sich dabei auf jeweils einer der 6 Bahnebenen, die 55° gegen die Äquatorebene inkliniert (geneigt) sind und gegeneinander um jeweils 60° verdreht sind. Ein Satellit hat eine erwartete Lebensdauer von 7,5 Jahren, doch funktionieren die Satelliten häufig deutlich länger. Um Ausfälle problemlos zu verkraften, wurden daher bis zu 31 Satelliten in den Orbit gebracht, sodass man auch bei schlechten Bedingungen 5 oder mehr Satelliten verwenden kann. Aktuell benötigt man 60 Tage für das Austauschen eines Satelliten; aus Kostengründen versucht man diesen Zeitraum auf 10 Tage zu senken und somit die Satellitenanzahl auf 25 zu reduzieren. Die Signale werden auf zwei Frequenzen ausgesendet. Mit der so genannten L1-Frequenz (1575,42 MHz) wird der C/A-Code („Coarse/Acquisition“) für die zivile Nutzung, der verschlüsselte P/Y-Code („Precision/encrypted“) für die militärische Nutzung und eine Navigationsnachricht übertragen. Die 1500 bit lange Navigationsnachricht enthält alle wichtigen Informationen zum Satelliten (Datum, Identifikationsnummer, Korrekturen, Bahnen, aber auch den Zustand) und benötigt zur Übertragung ungefähr eine halbe Minute. GPS-Empfänger speichern diese Daten normalerweise zwischen. Zur Initialisierung der Geräte werden des Weiteren auch die so genannten Almanach-Daten übertragen, die die groben Bahndaten aller Satelliten enthält und zur Übertragung über zwölf Minuten benötigt. Die zweite Frequenz (L2-Frequenz; 1227,60 MHz) überträgt nur den P/Y-Code. Durch die Übertragung auf zwei Frequenzen können ionosphärische Effekte, die zur Erhöhung der Laufzeit führen, herausgerechnet werden. Der gesendete C/A-Code ist eine pseudozufällige, 1023 Bit lange Kette aus Einsen und Nullen, die bei jedem Satelliten eindeutig ist. Da die Bits nicht unmittelbar die Informationen tragen, werden sie in diesem Fall häufig als „chips“ bezeichnet. Durch dieses „pseudozufällige Rauschen“ (PRN: Pseudo Random Noise) sind die Signale weniger anfällig gegenüber Interferenzen und alle Satelliten können auf der gleichen Frequenz senden. In den verwendeten Frequenzbereichen breitet sich die elektromagnetische Strahlung ähnlich wie sichtbares Licht fast geradlinig aus und wird dabei durch das Wetter (Bewölkung, Niederschlag) nur wenig beeinflusst. Deshalb - und durch die geringe Sendeleistung der GPS-Satelliten - ist für den besten Empfang der Signale eine direkte Sichtverbindung zum Satelliten erforderlich. In Gebäuden, Tunneln, Tiefgaragen etc. war ein GPS-Empfang bis vor kurzem nicht möglich. Neue Empfängertechnologien ermöglichen jedoch nun auch Anwendungen in Gebäuden. Auch zwischen hohen Gebäuden kann es durch mehrfach reflektierte Signale (Mehrwege-Effekt) zu Ungenauigkeiten kommen. Zudem ergeben sich z.T. große Ungenauigkeiten bei ungünstigen Satellitenkonstellationen, z.B. wenn nur drei dicht beieinander stehende Satelliten aus einer Richtung zur Positionsberechnung zur Verfügung stehen. Für eine genaue Positionsermittlung sollten möglichst Satellitensignale aus verschiedenen Himmelsrichtungen empfangbar sein. Für die zentrale Kontrolle des GPS ist das Space Warfare Center des Air Force Space Command (AFSPC) der US Air Force auf der Schriever AFB, Colorado zuständig. Mathematische Grundlagen der Positionsermittlung beschreiben die GPS-Grundgleichungen.

Geschichte

GPS-Grundgleichungen an Bord einer Delta II Rakete]] Das GPS Programm wurde mit der Gründung des JPO (Joint Program Office) im Jahre 1973 auf seine Erfolgsschiene gesetzt. Der erste GPS-Satellit wurde 1978 gestartet. Im Dezember 1993 wurde die anfängliche Funktionsbereitschaft (Initial Operational Capability) festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt waren 24 Satelliten im Einsatz. Die volle Funktionsbereitschaft (Full Operational Capability) wurde im April 1995 erreicht. Um nicht-autorisierte Nutzer (militärische Gegner) von einer genauen Positionsbestimmung auszuschließen, wurde die Genauigkeit für Nutzer, die nicht über einen Schlüssel verfügen, künstlich verschlechtert (Selective Availability = SA, mit einem Fehler von größer 100 m). SA musste in den Block II Satelliten implementiert werden, weil der C/A Dienst deutlich besser war, als ursprünglich erwartet. Es gab aber fast immer vereinzelte Satelliten, bei welchen SA nicht aktiviert war, sodass genaue Zeitübertragungen möglich waren. Am 1. Mai 2000 wurde diese künstliche Ungenauigkeit bei allen Satelliten abgeschaltet, so dass das System seitdem auch außerhalb des bisherigen exklusiven Anwendungsbereichs zur präzisen Positionsbestimmung genutzt werden kann. Dies führte unter anderem zum Aufschwung der Navigationssysteme in Fahrzeugen und im Außenbereich, da die Messgenauigkeit nun in mindestens 90 % der Messungen besser als 10 m ist.

Genauigkeit der Positionsbestimmung

Es gibt die folgenden zwei Dienstklassen:
- SPS (Standard Positioning Service) ist für jedermann verfügbar und erreichte ursprünglich eine Genauigkeit von 100 m (in 95% der Messungen). Seit Mai 2000 wurde die künstliche Ungenauigkeit vom US-Militär abgeschaltet, seitdem beträgt die Genauigkeit ca. 15 m.
- PPS (Precise Positioning Service) ist der militärischen Nutzung vorbehalten und ist ursprünglich auf eine Genauigkeit von 22 m (in 95% der Messungen, die aktuelle Genauigkeit ist unbekannt) ausgelegt worden. Diese Signale werden verschlüsselt ausgestrahlt. Eine Erhöhung der Genauigkeit (0,5 - 5 m) kann durch Einsatz von Differential GPS (DGPS) erreicht werden. Mit der vierten Ausbaustufe soll die bisherige globale Selective Availablity, die bis zum 1. Mai 2000 durch eine globale künstliche Verschlechterung implementiert war, in Krisen- bzw. Kriegsgebieten durch lokale Störung des Empfangs der auch zivil zugänglichen Signale verwirklicht werden. Des Weiteren sind einige satellitengestützte Erweiterungssysteme (Satellite-Based Augmentation Systems, SBAS) zur weiteren Verbesserung der Genauigkeit geplant, EGNOS in Europa und WAAS in den USA. GPS nutzt eine eigene kontinuierliche Atomzeitskala, welche keine Schaltsekunden berücksichtigt. Seit Einführung von GPS im Jahr 1980 hat sich deshalb die Differenz zwischen der GPS-Zeit und der UTC bis Ende 2004 auf 13 Sekunden aufsummiert. Der aktuelle Wert dieser Differenz wird im Nutzdatensignal des Systems übertragen. Es gibt die folgenden zwei Verfahren, um mittels GPS eine Position zu bestimmen:
- Code: Dieses Verfahren ermöglicht eine recht robuste Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von <10 m. Alle preiswerten Empfänger nutzen dieses Verfahren. Mittels DGPS sind Genauigkeiten unter einem Meter möglich.
- Code+Trägerphase: Unter guten Empfangsbedingungen und mit präzisen Empfängern ist mit diesem Verfahren eine Genauigkeit von unter 5 m möglich. Die Genauigkeitssteigerung rührt aber nicht nur vom geringeren Rauschen der Trägerphasenmessung her, sondern auch von der Verwendung der zweiten Frequenz zur Ionosphärenmessung. Soll der mm-Bereich erreicht werden, so ist dies bisher nur im DGPS-Betrieb möglich, weil auch die lokalen Effekte der Troposphäre berücksichtigt werden müssen. In Fahrzeugen können zusätzlich Odometrie-Daten, wie Geschwindigkeit und Beschleunigung, genutzt werden, um die Position präziser zu bestimmen, oder auch noch in Funklöchern, wie Tunnels, eine Position ermitteln zu können. Oft wird irrtümlich darauf hingewiesen, dass die Atomuhren in den Satelliten aufgrund von Effekten der Relativitätstheorie einen Gangunterschied zu irdischen Uhren aufweisen, der zu einem Positionsbestimmungsfehler von etwa 10 km pro Tag führen würde, wenn er nicht korrigiert würde. Ein solcher Fehler würde auftreten, wenn die Positionsbestimmung über die Ermittlung der Abstände des GPS-Empfängers zu 3 Satelliten anhand eines Uhrenvergleichs mit einer Uhr im Empfänger erfolgen würde. GPS-Empfänger sind aber selten mit einer Atomuhr ausgestattet. Statt dessen werden die Zeitdifferenzen von Satellitensignalen ausgewertet, wobei mindestens 4 Satelliten erforderlich sind. Da alle Satelliten den gleichen relativistischen Effekten ausgesetzt sind, tritt dieser Fehler jedoch nicht auf. Trotzdem werden die Uhren der Satelliten mehrmals pro Stunde so synchronisiert, dass sie unter Berücksichtigung relativistischer Effekte synchron zu irdischen laufen.

DGPS

Differential Global Positioning System (DGPS) ist eine Bezeichnung für Verfahren, die mehrere GPS-Empfänger zur Erhöhung der Genauigkeit verwenden. Bei dem Verfahren gibt es einen Empfänger, dessen Position bestimmt werden soll (Rover) und mindestens einen weiteren Empfänger, dessen Position bekannt ist (GPS-Basisstation). Eine Basisstation kann diverse Informationen über die Ursachen ermitteln, warum die mittels GPS bestimmte Position fehlerhaft ist, da deren Position bekannt ist. Mit diesen Informationen (Korrekturdaten) von einer Basistation kann ein Rover seine Genauigkeit erhöhen. Die erreichbare Genauigkeit ist u.a. vom Abstand zwischen Rover und Basistation abhängig. Methoden des DGPS:
- Bei dem einfachsten Verfahren übermittelt die Basisstation ihren Positionsfehler an den Rover. Dieser korrigiert entsprechend seine Position. Dies funktioniert nur, wenn beide Empfänger die gleichen Satelliten auswerten (dies ist nur über kurze Distanz und in gleicher Umgebung der Fall).
- Bei der Methode der Pseudorange-Korrektur berechnet die Basisstation die Fehler der Strecken zu den Satelliten und übermittelt diese an den Rover. So ist auch eine Korrektur möglich, wenn von der Basisstation und dem Rover unterschiedliche Satelliten empfangen werden. Es sind Genauigkeiten <1 m möglich.
- Bei den sehr genauen Phasenmessungen wird folgendes Verfahren angewendet:(?). Auf diese Weise ist eine Genauigkeit von ± 1 bis ± 10 mm pro km Abstand zur Basisstation zu erreichen. Die Übermittlung der Korrekturdaten von einer Basisstation zum Rover kann mittels Funk erfolgen. Ein Rover ist dann sofort in der Lage, seine Genauigkeit zu erhöhen. Auch im Nachhinein kann eine Korrektur erfolgen, wenn Rover und Basisstation alle Daten zur Positionsbestimmung aufzeichnen (Postprocessing). Die Korrekturdaten können von einem Anwender selbst erzeugt werden (mittels eines zweiten GPS-Empfängers) oder von div. Anbietern bezogen werden (ALF, AMDS, SAPOS, ascos usw.). Für die Bundesrepublik Deutschland werden Differential-Stationen von der Wasser- u. Schifffahrtsverwaltung betrieben. Diese Stationen arbeiten nach dem internationalen IALA-Standard und senden Korrekturdaten auf Mittelwelle für den Küsten- und Binnenbereich aus. Zentrale technische Behörde ist die Fachstelle der WSV für Verkehrstechniken in Koblenz.

Datenformat

als Standardformat von GPS-Daten dient das RINEX-Format, eine Standard- und Formatdefinition, die einen freien Austausch von GPS-­Rohdaten ermöglichen soll. siehe auch NMEA

Störsender

Für das GPS-System existieren sogenannte GPS-Jammer (Jammer = engl. für Störsender).

Alternativen

; Transit : Der Vorgänger des GPS von den USA. Sendefrequenz: 150 und 400 MHz - Entwickelt ab 1958; in Betrieb seit 1964; zivile Nutzung ab 1967; seit dem 31. Dezember 1996 außer Betrieb. ; GLONASS : russische Pendant zum amerikanischen NAVSTAR-GPS ; Euteltracs : Europäisches Positionssystem für Fernverkehr (sehr ungenau). Es sendet mit einer Frequenz von 10-14 GHz. Ist seit 1991 in Betrieb. ; Galileo : Die ESA wurde von der EU beauftragt, von der Industrie ein europäisches System zur Satellitennavigation mit dem Namen Galileo entwickeln zu lassen. Die Entwicklungs- und Testphase wurde im Dezember 2004 in einem 4-Jahresvertrag an die Industrie vergeben. Nach Ablauf dieses Vertrages sollen 4 Galileosatelliten im All und der Großteil des Bodensegments installiert sein. Der ursprüngliche Zeitplan sah wie folgt aus: (bis 2005 Entwicklungs- und Testphase, Aufbau des Satellitennetzes ab 2006, Inbetriebnahme ab 2008 - Stand Juli 2004). ; : Es wird mindestens vier Dienste (OS, CS, SoL, PRS) geben. Die zivile und kostenlose Positionsbestimmung (OS) wird eine Genauigkeit von 5-8 m bereitstellen. Beim SoL-Dienst wird zusätzlich noch Integrität, also die rechtzeitige Warnung des Nutzers, wenn der Positionierungsfehler größer als eine vorgegeben Schranke (12 m horizontal, 20 m vertikal) ist, bereitgestellt. Der PRS-Dienst wird die Bedürfnisse staatlicher Organisationen befriedigen. Im CS-Dienst können noch zusätzlich Informationen mit geringer Datenrate an Abonnenten übertragen werden. ; MTSAT : (Multifunction Transport Satellite System) ist die Entwicklung Japans. Es sendet mit einer Frequenz von 1,2 GHz. - noch in der Experimentierphase (Stand 2003) ; Beidou : in der Volksrepublik China (Satellite Positioning System) Frequenz: 1,4 GHz - Seit 2004 in Betrieb, allerdings beschränkt sich die Nutzung auf den asiatischen Bereich

GPS und Datenschutz

Der Aufenthaltsort des Trägers eines GPS-Empfängers lässt sich, da die Geräte nur passiv arbeiten und keine Signale senden, nicht verfolgen. Für eine GPS-Überwachung benötigt man eine Kombination aus einem passiven GPS-Empfänger mit einem aktiven Sender, der die ermittelten Positionsdaten an Dritte weitergibt. Der Einsatz eines so kombinierten Gerätes bietet bis dato unbekannte Überwachungsmöglichkeiten und wirft damit neue datenschutzrechtliche Probleme auf, etwa durch den Einsatz in der polizeilichen Überwachung oder in Diebstahlschutzsystemen. GPS wird von der deutschen Polizei für Ermittlungen eingesetzt. Es dient zur Überwachung bestimmter Fahrzeuge und Fahrer. Im April 2005 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass der Einsatz des satellitengestützten Systems zur Überwachung in einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren nicht gegen das Grundgesetz verstoße. Der Zweite Senat wies mit diesem Urteil eine Verfassungsklage eines Ex-Mitglieds der Antiimperialistischen Zellen (AIZ) zurück, der beanstandet hatte, eine zweieinhalb Monate andauernde Überwachung seines Fahrzeugs und dessen verschiedener Nutzer habe in übertriebener Weise in Grundrechte der Überwachten eingegriffen.

GPS in der Praxis

Handelsübliche zivile GPS-Geräte für Verbraucher eigenen sich vor allem für den Einsatz im Auto und im "Outdoor"-Bereich. Handelsübliche GPS-Empfänger (GPS-Mäuse) verwenden meist das NMEA-Datenformat zur Ausgabe der Positionsdaten.

Im Auto

Hier handelt es sich um GPS-Geräte, die mit umfangreicher Landkarten- und Stadtplan-Software ausgestattet sind. Sie ermöglichen meist akustische Richtungsanweisungen an den Fahrer, der zu Beginn der Fahrt bloß den Zielort (z.B. Straßenname) einzugeben braucht. Im Auto wird bei Festeinbauten ab Werk unterschieden zwischen Systemen, die Sprachausgabe mit Richtungsangaben auf einem LCD Display (meist im Autoradioschacht) kombinieren, sowie Sprachausgabe mit farbiger Landkartendarstellung, bei der der Fahrer besser räumlich sieht, wo er unterwegs ist. In letzter Zeit haben PDA (Pocket PC) Systeme starken Zuwachs erhalten, weil sie in jedem Fahrzeug sofort eingesetzt werden können, immer einen Farb Bildschirm mitbringen, und über Lebensmitteldiscounter zu volkstümlichen Preisen in regelmäßigen Aktionen verkauft werden. Bei den meisten Festeinbauten ab Werk sowie den neuesten PDA Pocket PC Lösungen werden Verkehrsmeldungen des TMC Systems automatisch mit berücksichtigt, sodaß der Fahrer automatisch an Staus oder Behinderungen vorbei wird. Der Vorteil der stark zunehmenden Navigation in Autos liegt darin, daß der Fahrer sich ganz auf den Verkehr konzentrieren kann, es ist ein Komfortmerkmal für den Fahrer navigiert zu werden. Auch kann ca 1-3 % Treibstoffverbrauch eingespart werden, wenn alle Fahrzeuge den optimalen Weg wählen würden. GPS kann auch zur Diebstahlsicherung genutzt werden. Hierzu wird die GPS-Anlage mit einem GSM-Modem kombiniert. Das Gerät ist dann jederzeit per Handy ortbar. In Verbindung mit einem PC und entsprechender Software kann auch gleich die entsprechende Straße und der Ort abgelesen werden.

Im "Outdoor"-Bereich

GPS-Geräte eignen sich auch zum Einsatz am Fahrrad, beim Wandern (z.B. als kompaktes Gerät am Handgelenk) oder auf einem Boot. Der Funktionsumfang der im Handel erhältlichen Geräte richtet sich nach Anwendungsbereich und Preis. Schon einfache Geräte können heute nicht bloß die Längen- und Breitengrade anzeigen, sondern auch Richtungsangaben machen, Entfernungen berechnen und die aktuelle Geschwindigkeit angeben. Die Anzeige kann so eingestellt werden, dass ein Kompasssymbol ausgegeben wird, das nicht nach Norden, sondern in die Richtung zeigt, die vom Benutzer durch die Eingabe der Zielkoordinaten (Waypoint) angegeben worden ist. GPS-Geräte stellen hier eine Weiterentwicklung der klassischen Navigation mit Bussole (Kompass) und Karte dar. Hochwertige, moderne Geräte können neben Wegpunkten, Routen und Track Logs auch digitale Karten speichern und damit den aktuellen Standort auf einer Karte darstellen. Für den Outdoor-Bereich liegen für verschiedene Länder Topografische Karten im Maßstab 1:25 000 zur Nutzung mit dem GPS vor. Wenngleich die "Outdoor"-GPS-Geräte dafür nicht primär gedacht sind, können selbst kleine Armbandgeräte in Autos oder in der Bahn (Fensterplatz) verwendet werden; der Empfang in Gebäuden ist jedoch mit diesen Geräten gewöhnlich nicht möglich.

Verwandte Themen


- Geodätisches Datum - Dem GPS zu Grunde liegende Ellipsoidmodelle der Erde, beispielsweise WGS84
- Geocaching - Schnitzeljagd mit GPS-Empfängern
- GPS Drawing - Zeichnen durch Aufzeichnen einer Route
- GpsDrive - Eine freie Navigationssoftware unter Linux

Literatur


- G. Seeber: Satellite Geodesy. de Gruyter, 2003
- G. Xu: GPS - Theory, Algorithms and Applications. Springer-Verlag, 2003, ISBN 3540678123
- M. Bauer: Vermessung und Ortung mit Satelliten (2002)
- Jörg Roth: Mobile Computing, dpunkt, 2002, ISBN 3898641651
- E. Kaplan, editor. Understanding GPS: Principles and Applications. Artech House, 1996
- Global Positioning System: Theory & Applications (Volume One) (Progress in Astronautics and Aeronautics) by Bradford W. Parkinson (Editor), James J., Jr Spilker (Editor)
- J. Strobel: Global Position System, CD mit dem Inhalt des gleichnamigen Buches, Ausgabe 1995
- Rainer Höh: GPS Outdoor-Navigation, Reise Know-How Verlag Rump, Februar 2005, ISBN 383171116X

Weblinks


- [http://gps.losangeles.af.mil/index.html Joint Program Office]
- [http://www.navcen.uscg.gov/gps/geninfo/2001SPSPerformanceStandardFINAL.pdf Zugesicherte Leistungsfähigkeit von GPS] (PDF)
- [http://www.navcen.uscg.gov/gps/default.htm GPS General Information US Coast Guard]
- [http://gnswww.nga.mil/geonames/GNS/index.jsp Sehr große Koordinatendatenbank der NGA]
- [http://www.getty.edu/research/tools/vocabulary/tgn/index.html Weltweite Koordinaten-Datenbank]
- [http://www.mapref.org MapRef.org - The Collection of Map Projections and Reference Systems for Europe - Zusammenstellung Europäischer Referenzsysteme und Kartenprojektionen]
- [http://www.aero.org/publications/crosslink/summer2002/profile.html Profile: GPS Architect, Bradford W. Parkinson] Der Vater von GPS
- [http://www.kowoma.de/gps/Geschichte.htm Geschichte des GPS] Kategorie:Geodäsie Kategorie:Navigation Kategorie:Navigationssatellit Kategorie:Funktechnik ja:グローバル・ポジショニング・システム ko:위성항법장치 ms:Sistem Kedudukan Sejagat

Navigationssystem

Unter einem Navigationssystem versteht man ein elektronisches Gerät, das zur Positionsbestimmung dient und gegebenenfalls bei der Erreichung eines gewünschten Zieles behilflich ist. Derartige Systeme wurden zunächst für den militärischen Bereich entwickelt, werden heute aber auch zivil eingesetzt.

Einsatzbereich

Der Einsatz begann im Bereich des Flugverkehrs und weitete sich dann auf die Schifffahrt aus. Seit den 90er Jahren finden Navigationssysteme auch Einzug in den Straßenverkehr oder als Handgeräte für die Positionsbestimmung zu Fuß.

Aufbau

Das eigentliche, auf Funknavigation basierende System ist dabei meist zweiteilig. Es besteht aus einer Empfangseinheit, die Signale von mehreren kodierten Sendern auf ihre Laufzeitverschiebung untersucht und aufgrund dieser Daten die Position berechnen kann. Die Notwendigkeit des Vorhandenseins mehrerer entfernter Sender besteht bei sog. Inertialen Navigationssystemen nicht. Die Berechnung ist sicher möglich, sobald drei Signale empfangen werden können. Wenn mehr Signale vorliegen, erhöht dies die Präzision der Berechnung. Damit ergibt sich die geographische Position in Längen- und Breitengrad, wobei die höchste Genauigkeit heute etwa bei 10 Metern liegt. Ergänzt wird das System durch einen elektronischen Kompass, so dass außer der Position auch die Richtung bekannt ist. Die mögliche zweite Stufe eines Navigationssystems besteht darin, diese Daten in digitale Karten zu übertragen und somit auch die Umgebung darzustellen. Außerdem wird eine Zielführung berechnet, wobei dies bedeutet, dass nicht die Luftline zwischen Ausgangsposition und Ziel angezeigt wird, sondern ein Weg, der mittels einem so genannten Routing bestimmt wurde. In der Schifffahrt bedeutet dies z.B. das Herumleiten um Untiefen und Riffe bzw. das Einhalten von Fahrrinnen. Die komplexeste Anwendung ist allerdings der Straßenverkehr, da hier in der Regel eine Vielzahl von Straßen genutzt werden können, um ein Ziel zu erreichen, außerdem Brücken, Einbahnstraßen, Sackgassen und ähnliches; es ist zusätzlich die jeweils zu erwartende Durchschnittsgeschwindigkeit für die Berechnung zu beachten.

Historie

Die ersten Navigationssysteme waren dabei das sogenannte LORAN-C (Long Range Navigation), das zum Beginn des Zweiten Weltkrieges entwickelt wurde und ursprünglich als Navigationserleichterung für Kampfflugzeuge diente, sowie das ursprünglich "QM" genannte Decca, welches für die maritime Navigation eingesetzt wurde. LORAN-C besteht aus 19 Sendestationen, die weltweit verteilt sind. Dabei dient eine Station als Hauptsender, die anderen als Nebensender. Aus der Zeitdifferenz der Signale kann die Position errechnet werden und mit einer Karte bestimmt werden. 1981 hat Honda in Kooperation mit Alpine Electronics erstmals ein Auto-Navigationssystem auf den Markt gebracht. Das erste serienmäßige Navigationssystem in einem deutschen Auto gab es 1994 bei BMW 7er, Typ E38. Heute beruhen die meisten Systeme auf dem US-amerikanischen GPS Satellitennavigationssystem. Um unabhängig davon zu werden, planen die ESA zusammen mit der Volksrepublik China, Indien, Kanada und Israel ein eigenes System namens Galileo. Siehe auch:
- Funknavigation
- Satellitennavigation
- Inertiales Navigationssystem Kategorie:Automobilelektronik Kategorie:Navigation Kategorie:Navigation (Schifffahrt)

Positionsbestimmung

Orts- oder Positionsbestimmung bedeutet die Ermittlung des eigenen Standpunktes in einem globalen oder regionalen Koordinatensystem. Für die Ortung auf der Erdoberfläche existieren mehrere geeignete Koordinatensysteme, beispielsweise:
- Kurs und Distanz vom/zum nächsten Hafen,
- richtige Straße und z.B. "3. Kreuzung links"
- Richtungen oder Distanzen zu mindestens zwei geodätischen Festpunkten,
- Geografische Breite und Länge bezogen auf ein definitiertes Referenz-Erdellipsoid Häufig verwendete Verfahren in der Geodäsie sind die Trilateration, die Triangulation, die Polarmethode und die freie Stationierung. In Nautik und Luftfahrt sind vor allem die Methoden der Funk- und Koppelnavigation, die Flugsicherung, sowie die Astronomische und Trägheitsnavigation von Bedeutung. Siehe auch: Bezugssystem, Navigation, Position, Sichtflug, Geschichte der Navigation Kategorie:Navigation

US-Verteidigungsministerium

Das US-Verteidigungsministerium (amtl. United States Department of Defense, DoD) wurde durch die Verabschiedung des National Security Act durch US-Präsident Harry Truman am 26. Juli 1947 ins Leben gerufen. Es wurde aus bisher selbstständigen Ministerien und Einheiten der Streitkräfte gebildet; als direkter Vorläufer kann das US-Kriegsministerium angesehen werden. Es hat seinen Sitz im Pentagon und untersteht derzeit Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Unter US-Präsident George W. Bush wurde der jährliche Verteidigungsetat der USA auf den Rekordwert von etwa $425 Milliarden US-Dollar angehoben. Damit ist das US-Militär-Budget so hoch wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen.

Liste der US-Verteidigungsminister

Weblinks


- [http://www.defenselink.mil/ Homepage des Verteidigungsministeriums] (engl.) Verteidigungsministerium Ministerium1 ja:アメリカ国防総省 ko:미국 국방부

Transit (Satellitensystem)

Transit war das erste Satellitennavigationssystem der Welt und der Vorgänger des GPS. Seine Sendefrequenz betrug 150 und 400 MHz. Transit wurde ab 1958 von der US-Navy entwickelt, 1964 das erste mal in Betrieb gesetzt und seit 1967 auch zivil genutzt. Das Satellitensystem Transit ist seit dem 31. Dezember 1996 außer Betrieb. 1996 Es war das erste funktionierende Satellitennavigationsystem überhaupt, und wurde ursprünglich zur Zielführung ballistischer Raketen der US-Navy entwickelt. Sie benötigten dringend ein Zielführungssystem, in der Hauptsache für die Nuklearwaffen der U-Boote und Flugzeugträger. Die Genauigkeit betrug je nach Empfangssystem zwischen 500 und 15 m. Unter normalen Umständen erforderte das Transit-System mindestens vier operationale Satelliten. In der Endphase des Betriebs bestand die Konstellation aus sechs Satelliten, drei in Funktion, und drei als Backup-System. Sie bewegten sich in einem polaren Orbit in einer Höhe von etwa 660 Nautischen Meilen. Zwingend notwendig war der Einsatz von 4 Bodenstationen, die Korrekturdaten alle 12 Stunden an die Satelliten übermittelten. Kontrolliert wurde das System von der Naval Astronautics Group (NAG) in Point Mugu (Kalifornien). Kategorie:Navigationssatellit Kategorie:Militär (USA)

17. Juli

Der 17. Juli ist der 198. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 199. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 167 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 711 - Die Muslime unter Tariq ibn Ziyad besiegen die Westgoten unter König Roderich in der Schlacht am Salado bei Jerez de la Frontera entscheidend.
- 1048 - Poppo von Brixen wird Papst Damasus II.
- 1695 - Durch ein Gesetz des schottischen Parlaments entsteht die Bank von Schottland.
- 1830 - Barthélemy Thimonnier erhält ein Patent auf seine Nähmaschine Couseuse.
- 1854 - Mit der Semmeringbahn wird die weltweit erste Gebirgsbahn feierlich dem Verkehr übergeben.
- 1878 - Die Kinderarbeit in Deutschland wird auf Heimarbeit und Landwirtschaft beschränkt.
- 1910 - Einer Gruppe unter der Führung von Georg Lahner gelingt durch Überwindung des Großen Eisabgrunds erstmals, tiefer in die Dachstein-Rieseneishöhle einzudringen.
- 1917 - Das Britische Königshaus, Haus Sachsen-Coburg-Gotha, benennt sich in Windsor um.
- 1932 - Der Altonaer Blutsonntag fordert 18 Tote und zahlreiche Verletzte.
- 1936 - Mit einem Militärputsch der nationalen Rechten unter General Franco in Spanisch-Marokko beginnt der bis 1939 dauernde Spanische Bürgerkrieg.
- 1945 - Im Schloss Cecilienhof beginnt die Potsdamer Konferenz, ein Gipfeltreffen der drei Hauptalliierten des Zweiten Weltkrieges zur Beratung über ihr weiteres Vorgehen.
- 1950 - Afghanistan schließt das erste Transitabkommen mit der UdSSR.
- 1951 - Belgien: Baudouin wird König.
- 1955 - Im kalifornischen Anaheim öffnet Disneyland seine Pforten.
- 1968 - Der Beatles-Film "Yellow Submarine" hat in London Premiere.
- 1973 - In Afghanistan putscht Mohammad Daud Khan und ruft die Republik aus; am folgenden Tag wird er zum Präsidenten ausgerufen.
- 1975 - Im Rahmen des Apollo-Sojus-Projekts kommt es zum symbolischen Docking der US-amerikanischen Apollo 18 und der sowjetischen Sojus 19.
- 1978 - Ali Abdullah Saleh wird Staatspräsident des Nordjemen.
- 1979 - Nicaraguanische Revolution: Nicaraguas bisheriger Diktator Somoza flieht in die USA.
- 1981 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kanada
- 1983 - Eine Feierliche Deklaration zur Europäischen Union wird unterzeichnet.
- 1985 - Deutschland: Neues Gesetz über Erziehungsgeld und -urlaub ab 1986.
- 1987 - Die Todesstrafe wird in der DDR abgeschafft.
- 1989 - In Brüssel übergibt Außenminister Alois Mock Österreichs Beitrittsgesuch zur damaligen Europäischen Gemeinschaft.
- 1991 - In Bulgarien tritt die neue Verfassung in Kraft.
- 1995 - Der NASDAQ-Aktienindex schließt mit 1.005,89 und damit erstmals mit über 1.000 Punkten.
- 1995 - NAVSTAR GPS, das satellitengestützte Navigationssystem zur weltweiten Positionsbestimmung, erhält offiziell den Status volle Betriebsbereitschaft.
- 1998 - Die UNO beschließt die Einrichtung eines Internationalen Strafgerichtshofs zur Ahndung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.
- 1998 - Der Irak und Syrien schließen einen Vertrag über eine neue Erdölleitung.
- 2000 - Dr. Baschar al-Assad wird Staatspräsident von Syrien.

Kultur


- 1726 - Uraufführung der Oper Claudius, Römischer Käyser von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.

Katastrophen


- 1944 - Die beiden Transportschiffe E. A. Bryan und Quainault Victory 7.606 BRT (USA) explodieren bei der Munitionsübernahme in Port Chicago im Norden der Bucht von San Francisco; 320 Tote. Darauf gab es eine Marine-Meuterei [http://intergate.cccoe.k12.ca.us/pc/nuclear.htm].
- 1981 - In einem Hotel in Kansas City (Missouri) brechen zwei Stege voller Menschen zusammen und stürzen in einen Innenhof: 114 Tote.
- 1992 - Jemen. Eine Antonow An-12 der Jemenitischen Luftwaffe stürzte beim Landeanflug auf Sana'a ab, wobei alle 57 Insassen ums Leben kamen.
- 1996 - Eine Boeing 747 der Fluggesellschaft TWA explodiert aus bis heute ungeklärter Ursache kurz nach dem Start in New York City. Alle 230 Menschen an Bord sterben.
- 1997 - Bandung, Indonesien. Eine Fokker F-27, auf dem Flug nach Jakarta, stürzte etwa 12 km nach dem Start ab. 28 Menschen starben, 22 wurden gerettet.
- 1998 - Beim Grubenunglück in Lassing (Steiermark), (Steiermark) kommen 10 Bergleute ums Leben, wie durch ein Wunder kann ein Mann nach 9 Tagen gerettet werden.
- 1998 - Erdbeben der Stärke 7,0 auf Papua Neuguinea, 2.183 Tote
- 2000 - Patna, Indien. Eine Boeing 737 der Indian Alliance Air stürzte während des Landeanfluges ca. 1 km vor der Start- und Landebahn in bewohntem Gebiet ab. 6 Anwohner und 51 Menschen an Bord starben. 6 Passagiere überlebten das Unglück.
- 2001 - Volksrepublik China. Explosion von illegal gelagertem Sprengstoff in der Provinz Shaanxi. Ca. 150 Tote.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1976 - Die XXI. Olympische Sommerspiele werden in Montréal, Kanada eröffnet.
- 1999 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Joseph Chingangu in der Phillipshalle in Düsseldorf, Deutschland, durch technischen KO

Geboren


- 1443 - Albrecht III., Herzog von Sachsen
- 1744 - Elbridge Gerry, US-amerikanischer Politiker
- 1745 - Timothy Pickering, US-amerikanischer Außenminister
- 1787 - Friedrich Krupp, deutscher Industrieller
- 1788 - Philipp-August von Amsberg, deutscher Eisenbahn-Direktor
- 1804 - Henry Wellesley, 1. Earl Cowley, englischer Diplomat
- 1805 - Karl Georg Ludwig Guido, Graf von Usedom, preußischer Diplomat
- 1831 - Xianfeng, Chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie)
- 1842 - Georg von Schönerer, österreichischer Gutsbesitzer und Politiker
- 1843 - Julio Argentino Roca, Präsident von Argentinien
- 1846 - Nicolai Miklouho-Maclay, russischer Forscher, Anthropologe, Erforscher Neuguineas
- 1860 - Clara Viebig, deutsche Schriftstellerin
- 1860 - Otto Lummer, deutscher Physiker
- 1862 - Oscar Levertin, schwedischer Schriftsteller
- 1867 - Leo Jogiches, deutscher Politiker
- 1871 - Lyonel Feininger, deutsch-US-amerikanischer Maler
- 1883 - Mauritz Stiller, schwedischer Stummfilmregisseur
- 1884 - Boris Wladimirowitsch Assafjew, russischer Komponist
- 1886 - Gustav Jungbauer, böhmischer Gründer des Šumavské Museum
- 1888 - Johannes Brockmann, deutscher Politiker und MdB
- 1888 - Samuel Agnon, israelischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1966
- 1893 - Boris Rajewsky, deutscher Biophysiker und Strahlenforscher
- 1894 - Georges Lemaitre, belgischer Priester und Physiker (Urknalltheorie)
- 1897 - Max Knoll, deutscher Elektrotechniker (Elektronenmikroskop)
- 1898 - Berenice Abbott, US-amerikanische Fotografin
- 1899 - James Cagney, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1904 - Charlotte Prinz, deutsche Malerin
- 1909 - Ignace Strasfogel, Komponist
- 1913 - Herman Felhoelter, US-amerikanischer Franziskanerpater und Militärkaplan
- 1913 - Roger Garaudy, französischer Schriftsteller, Philosoph und früherer Kommunist
- 1913 - Wilhelm Fresenius, deutscher Chemiker
- 1917 - Margarete Mitscherlich, deutsche Psychoanalytikerin
- 1918 - Carlos Arana Osorio, guatemaltekischer Politiker
- 1918 - Red Sovine, US-amerikanischer Musiker
- 1920 - Gordon Gould, US-amerikanischer Physiker
- 1920 - Juan Antonio Samaranch, spanischer Sportfunktionär (Präsident des IOC)
- 1921 - Burnu Acquanetta, US-amerikanische Schauspielerin
- 1921 - Hannah Senesch, ungarische Widerstandskämpferin
- 1931 - Walter Odersky, Präsident des Bundesgerichtshofs
- 1932 - Wojciech Kilar, polnischer Filmkomponist
- 1934 - Rainer Kirsch, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 1935 - Donald Sutherland, kanadischer Schauspieler
- 1937 - Andreas von Bülow, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1938 - Franz Alt, deutscher Journalist und Buchautor
- 1938 - Hartmut Bagger, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr
- 1939 - Milva, italienische Sängerin
- 1940 - Otmar Alt, deutscher Maler, Grafiker, Designer und Bildhauer
- 1941 - Jürgen Flimm, deutscher Regisseur, Leiter der Salzburger Festspiele
- 1941 - Spencer Davis, britischer Musiker (Spencer Davis Group)
- 1942 - Gale Garnett, US-amerikanische Sängerin
- 1942 - George Money, britischer Musiker und Sänger
- 1947 - Camilla, Herzogin von Cornwall, Frau des britischen Prinzen Charles
- 1947 - Dorthe Kollo, dänische Sängerin
- 1947 - Wolfgang Flür, deutscher Musiker
- 1948 - Luc Bondy, Schweizer Theaterregisseur
- 1948 - Mick Tucker, britischer Musiker
- 1949 - Geezer Butler, britischer Musiker (Black Sabbath)
- 1950 - Eric Campbell, britischer Musiker
- 1951 - Frank Castorf, deutscher Regisseur
- 1952 - David Hasselhoff, US-amerikanischer Schauspieler
- 1952 - Phoebe Snow, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1953 - Robin Merrill, britischer Sänger, Fernsehmoderator
- 1954 - Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin
- 1955 - Martin R. Dean, Schweizer Schriftsteller
- 1958 - Erica Maria Bruhn, deutsche Schlagersängerin (Gitti und Erika)
- 1958 - Robert Kaller, freischaffender bildender Künstler und Kunstpädagoge
- 1959 - Jörg Knör, deutscher Komiker und Parodist
- 1960 - Dawn Upshaw, US-amerikanische Sopranistin
- 1961 - Zbigniew Zamachowski, polnischer Schauspieler
- 1963 - Matti Nykänen, finnischer Skispringer
- 1969 - Jaan Kirsipuu, estnischer Radrennfahrer
- 1990 - Mattie Stepanek, US-amerikanischer Lyriker

Gestorben


- 924 - Eduard der Ältere, König von Wessex (899-924)
- 1141 - Adalbert II. von Saarbrücken, Erzbischof von Mainz
- 1399 - Hedwig I., polnisch „Jadwiga“, (Heilige Hedwig von Polen)
- 1453 - John Talbot, englischer Feldherr des Hundertjährigen Krieges
- 1571 - Georg Fabricius, Protestantischer deutscher Dichter, Historiker und Archäologe
- 1651 - Wilhelm Biener, Jurist und Tiroler Kanzler
- 1749 - Samuel Hentzi, Schweizer Revolutionär
- 1762 - Peter III., russischer Zar
- 1766 - Giuseppe Castiglione, in China tätiger italienischer Jesuit, Missionar und Maler
- 1790 - Adam Smith, britischer Philosoph und Ökonom
- 1804 - Christian Ernst Graf, deutscher Komponist
- 1826 - Joseph Graetz, deutscher Organist, Komponist und Musiklehrer
- 1845 - Charles Grey, britischer Staatsmann
- 1851 - Béni Egressy, ungarischer Komponist, Librettist, Übersetzer und Schauspieler
- 1881 - Jim Bridger, US-amerikanischer Trapper, Scout und Entdecker
- 1903 - Whistler James McNeill, amerikanischer Maler
- 1904 - Wilhelm Marr, deutscher politischer Journalist
- 1912 - Henri Poincaré, französischer Mathematiker und Theoretischer Physiker
- 1918 - Alexandra von Hessen-Darmstadt, verheiratet mit dem Zaren Nikolaus II.
- 1925 - Lovis Corinth, deutscher Maler
- 1927 - Luise Adolpha Le Beau, deutsche Pianistin und Komponistin
- 1937 - Gabriel Pierné, französischer Komponist
- 1938 - Robert Wiene, deutscher Filmregisseur
- 1941 - Emil Barth, deutscher Politiker
- 1945 - Ernst Busch, deutscher Offizier
- 1949 - Miel Mundt, niederländischer Fußballspieler
- 1955 - Ludwig Wolker, führende Gestalt der katholischen Jugendbewegung und Mitbegründer des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BdkJ)
- 1956 - Bodo von Borries, deutscher Elektrotechniker (Miterfinder des Elektronenmikroskops)
- 1959 - Billie Holiday, US-amerikanische Jazzsängerin
- 1965 - Eugène Bigot, französischer Dirigent und Komponist
- 1967 - Cyril Ring, US-amerikanischer Schauspieler
- 1975 - Konstantin Gamsachurdia, georgischer Schriftsteller
- 1983 - Roosevelt Sykes, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1985 - Susanne K. Langer, US-amerikanische Philosophin
- 1985 - Wynn Stewart, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1987 - Jörg Fauser, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1989 - Heinz Risse, deutscher Schriftsteller
- 1995 - Juan Manuel Fangio, argentinischer Rennfahrer
- 1995 - Rainer Kunad, Komponist
- 2002 - Joseph Luns, niederländischer Politiker
- 2003 - Alfred 'Adi' Preißler, deutscher Fußballspieler
- 2003 - David Kelly, britischer Mikrobiologe und Biowaffenexperte (Suizid)
- 2003 - Hans Abich, deutscher Filmproduzent und Rundfunkpublizist
- 2003 - Walter Zapp, deutscher Erfinder der Kleinstbildkamera (Minox)
- 2004 - Johannes Braun, deutscher Bischof der Apostolischen Administratur Magdeburg
- 2005 - Laurel Aitken, kubanischer Songschreiber und Sänger
- 2005 - Geraldine Fitzgerald, irisch-amerikanische Film- und Theaterschauspielerin
- 2005 - Edward Heath, britischer Politiker

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag im Irak
- Alexius von Edessa

Siehe auch

:16. Juli - 18. Juli :17. Juni - 17. August :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0717 ja:7月17日 ko:7월 17일 simple:July 17 th:17 กรกฎาคม

Positionsbestimmung

Orts- oder Positionsbestimmung bedeutet die Ermittlung des eigenen Standpunktes in einem globalen oder regionalen Koordinatensystem. Für die Ortung auf der Erdoberfläche existieren mehrere geeignete Koordinatensysteme, beispielsweise:
- Kurs und Distanz vom/zum nächsten Hafen,
- richtige Straße und z.B. "3. Kreuzung links"
- Richtungen oder Distanzen zu mindestens zwei geodätischen Festpunkten,
- Geografische Breite und Länge bezogen auf ein definitiertes Referenz-Erdellipsoid Häufig verwendete Verfahren in der Geodäsie sind die Trilateration, die Triangulation, die Polarmethode und die freie Stationierung. In Nautik und Luftfahrt sind vor allem die Methoden der Funk- und Koppelnavigation, die Flugsicherung, sowie die Astronomische und Trägheitsnavigation von Bedeutung. Siehe auch: Bezugssystem, Navigation, Position, Sichtflug, Geschichte der Navigation Kategorie:Navigation

Navigation

Navigation ist die "Steuermannskunst" zu Meer (Nautik), zu Land und in der Luft. Allgemeiner bezeichnet sie das sich Zurechtfinden in einem geografischen Raum, um einen bestimmten Ort zu erreichen. Die Tätigkeit des Navigierens (von lat. navigare; sanskrit navgathi) besteht aus drei Teilbereichen:
- Bestimmen der geografischen Position durch Ortung nach verschiedensten Methoden,
- Berechnen des Weges zum Ziel und
- Führung des Fahrzeugs zu diesem Ziel, also vor allem das Halten des optimalen Kurses. Navigation ist auch die Technik und Wissenschaft, die sich über die Ortung hinaus mit Verfahren zur Bestimmung und Optimierung der Fluglage und Flughöhe, der Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung (Kurs, Route) und deren Änderungen beschäftigt. Im Internet bedeutet Navigation das digitale Steuern durch die verzweigten Wege und Themen, analog wie mit dem Auto in einer unbekannten Stadt.

Geschichte

Die Kunst der Navigation wurde vor etwa 6000 Jahren zuerst in Indien auf dem Sindh und wahrscheinlich zeitnah auch in Ägypten und Libanon entwickelt. Diese Verfahren der Koppel- und teilweise Astronavigation wurden ursprünglich für die Seefahrt eingesetzt, ab etwa dem 1. Jahrtausend v. Chr. aber auch für Expeditionen zu Lande. In diesem Zeitraum befuhren die Phönizier als erste das offene Meer (im östlichen Atlantik und bei der Umrundung von Südafrika). Über Lotungen berichten Herodot (500 v. Chr.) und die Bibel, z. B. in Lukas' Apostelgeschichte (27,28-30). Die einfache Koppelnavigation mit Kurs absetzen sowie Schätzung von Abdrift und Geschwindigkeit wurde etwa zur Zeitenwende um erste Messmethoden erweitert. Wo der Kompass erfunden wurde, ist immer noch umstritten; erste Erwähnungen sollen in China im 11.Jahrhundert geschehen sein, in Europa im 12. Jahrhundert. Die Küstenschifffahrt erfolgte aber weiterhin mit Sichtnavigation. Ab etwa dem 7. Jahrhundert ergänzten die Wikinger die Methodik durch Beobachtung von Vögeln, Wind und Strömungen und kamen um 980 bis 999 nach Grönland und Nordamerika. Die Araber perfektionierten astronomische Messgeräte und Rechenmethoden und stellten auch Seekarten her (Piri Reis). Spätestens im 4. Jahrhundert v. Chr. hatte jede Region im Mittelmeer ihr Seehandbuch. Solche sind aber zwischen Römerreich und dem Compasso di Navigare (1296) nicht überliefert. Das älteste niederdeutsche "Seebuch" (um 1490) beruht auf Quellen aus dem 13. bis 14. Jahrhundert und beschreibt Meerestiefen, Häfen und Gezeiten, im jüngeren Teil auch Kurse zwischen verschiedenen Punkten. Etwa ab dem Ende des 13. Jahrhunderts tauchen die ersten Seekarten auf, sog. Portolankarten, die das Mittelmeer in verblüffender Genauigkeit wiedergeben. In Portugal wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts die astronomische Navigation nach Sonne und Polarstern entwickelt. Als Messinstrumente dienten dabei Astrolab und Jakobsstab. Christoph Kolumbus und viele seiner Zeitgenossen perfektionierten die Ausnützung von Wind und Strömungen und die Koppelnavigation, was Genauigkeiten bis zu 5 Prozent der gesegelten Strecken ermöglichte und über die 5000 km des Atlantik zum Teil sogar besser als 100 km war - obwohl der Erdumfang erst auf höchstens 20% bekannt war. Ab 1500 entstanden zahlreiche Weltkarten, wurden Loggen und Quadrant eingesetzt und die Merkator-Projektion erfunden. Das Längenproblem lösten jedoch erst die vier Chronometer (1735-1759) von John Harrison, zusammen mit dem 1731-1740 dreimal erfundenen Spiegelsextanten. Als der Bostoner Kapitän Thomas Sumner 1837 die astronomische Standlinienmethode gefunden hatte, fehlte auf die jetzigen Navigationsprinzipien nur noch die Funknavigation (ab 1899) und die Trägheitsnavigation (J.M. Boykow 1935, Siegfried Reisch 1941). Heute werden Navigationssysteme (hauptsächlich automatisierte Verfahren zur Positionsbestimmung) in den Bereichen Seefahrt, Luftfahrt, Straßenverkehr und Landvermessung (Geodäsie) angewandt.

Literatur und Links

Geschichte der Navigation, Karte (Kartographie), Geschichte des Kompass, Seekarte
- Freiesleben, Hans Christian: Geschichte der Navigation. Wiesbaden 1978
- Hilscher, G.: Flug ohne Sterne : Siegfried Reisch - Pionier der Trägheitsnavigation. Vaduz 1992
- Sobel, Dava: Längengrad. Berlin 1999
- Hertel, Peter: Das Geheimnis der alten Seefahrer : aus der Geschichte der Navigation. Gotha 1990
- Köberer, Wolfgang (Hrsg.): Das rechte Fundament der Seefahrt: Deutsche Beiträge zur Geschichte der Navigation. Berlin 1982
- Gelcich, Eugen: Studien über die Entwicklungs-Geschichte der Schiffahrt mit besonderer Berücksichtigung der nautischen Wissenschaft. Laibach 1882
- Taylor, E.G.R.: The Haven Finding Art. A History of Navigation from Odysseus to Captain Cook." London 1956

Arten der Navigation


- Die terrestrische Navigation beinhaltet die Positionsbestimmung in Küstennähe anhand von Landmarken (markanten Punkte an Land), Funkbaken und Seezeichen.
- Die Sichtnavigation beruht auf dem Vergleich von Karte und Gelände.
- Die astronomische Navigation ortet die Position durch Beobachtung von Gestirnen (Sonne, Sterne oder Planeten).
- Als Koppelnavigation wird die laufende Ortsbestimmung aus Kurs und Geschwindigkeit bezeichnet. Die so bestimmte Position wird auch als Koppelort bezeichnet. Durch Berechnung der Abdrift wird der Wind berücksichtigt; Dopplerradar und Inertialnavigation steigern die Genauigkeit.
- Bei der Funknavigation werden Sendestationen benützt, die Funksignale zur Positionsbestimmung aussenden.
- Die Trägheitsnavigation erlaubt autonome Navigation durch Verwendung von Beschleunigungsmessern und Kreiseln.
- Bei der Satellitennavigation (siehe auch GPS und Galileo) werden Signale von Satelliten genutzt, aus deren Laufzeitunterschieden zum Standort eines Empfängers dessen Position errechnet werden kann.
- Die Integrierte Navigation oder Hybridnavigation vereinigt mehrere dieser Verfahren und gewichtet sie. Die optimal errechnete Position erlaubt Aussagen über deren Genauigkeit und Zuverlässigkeit (Integrität).
Siehe auch: Navigator, Nautik, Luftfahrt, Raumfahrt, Schifffahrt, Gissen, Koordinatensystem, Längenproblem, GPS, Galileo, Vertigo, Brötchentütennavigation, Kursbeschickung

Lokalisation eines Geräusches

Beim natürlichen Hören finden wir uns auch in einem Raum zurecht, wie ganz oben beim Wort "Navigation" erklärt wird, wobei wir die Richtungsbestimmung des einfallenden Schalls einer Schallquelle unrichtig mit "Ortung" bezeichnen. Wir
orten aber nicht aktiv unter Aussenden von Wellen, wie bei der Echoortung der Funknavigation oder wie es die Fledermäuse tun. Für die richtige Bestimmung der Schalleinfallsrichtung ist besser der Fachbegriff Lokalisation für das Richtungshören zu verwenden. Wir Menschen lokalisieren also beim Hören. Siehe auch: Lokalisation, Lokalisation (Akustik), Winkeltreue

Weblinks


- [http://www.sengpielaudio.com/LokalisationUndOrtung.pdf Lokalisation und Ortung – gibt es einen Unterschied? (PDF-Format)]
- [http://www.watchtower.org/languages/deutsch/library/g/2003/8/22/article_01.htm Navigation mithilfe von Sternen, Wind und Wellen - Schwerpunkt Koppelnavigation.] Artikel in Erwachet - Wachturm
- [http://www.please-klickme.de Eine Sammlung verschiedener Internetnavigationsarten.] Kategorie:Navigation ! Kategorie:Flugnavigation ja:航海 zh-min-nan:Tō-hâng


Kriegsschiff

]

Begriff Kriegsschiff

Der Begriff Kriegsschiff wird in Artikel 29 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1982 rechtsverbindlich wie folgt definiert: Definition der Kriegsschiffe "Im Sinne dieses Übereinkommens bedeutet »Kriegsschiff« ein zu den Streitkräften eines Staates gehörendes Schiff, das die äußeren Kennzeichen eines solchen Schiffes seiner Staatszugehörigkeit trägt; es muß unter dem Befehl eines Offiziers stehen, der sich im Dienst des jeweiligen Staates befindet und dessen Name in der entsprechenden Rangliste der Streitkräfte oder in einer gleichwertigen Liste enthalten ist; die Besatzung muß den Regeln der militärischen Disziplin unterliegen." Der Status Kriegsschiff ist nicht abhängig von der Bewaffnung und Technik eines Schiffes. Das unbewaffnete Segelschulschiff Gorch Fock der Deutschen Marine ist zum Beispiel ein Kriegsschiff; die in der Vergangenheit sogar mit leichter Artillerie bewaffneten Patrouillenboote der Bundespolizei sind hingegen keine Kriegsschiffe, da ihre Besatzung nicht aus Soldaten sondern aus Polizeibeamten besteht. Im Laufe der Geschichte und insbesondere im 20. Jahrhundert hat sich eine große Vielfalt von Kriegsschiffstypen gebildet. Überwasserkampfschiffe zeichnen sich zum Beispiel meist durch schlanke Rümpfe, hohe Geschwindigkeit, geringe Zuladung und starke Bewaffnung aus. Ein typisches Kriegsschiff ist das Schlachtschiff. Daneben gibt es so verschiedenartige Typen wie Flugzeugträger, Minensuchboote, Landungsschiffe, Versorgungsschiffe und U-Boote.

Hilfsschiffe

Neben den Kriegsschiffen verfügen viele Marinen über zivil besetzte Hilfsschiffe, die zum Teil auch leichte Waffen zur Selbstverteidigung führen. Sie haben nicht den oben definierten Status, sondern den eines Staatsschiffs. In der deutschen Marine gibt es zum Beispiel Tanker, die zwar zivil besetzt sind, durchaus aber mit Kriegsschiffen zusammen eingesetzt werden. Auch die US Navy und die britische Royal Navy verfügen über eine größere Zahl derartiger Fahrzeuge. Militärisch besetzte Unterstützungsfahrzeuge wie z.B. die Versorger der Berlin-Klasse werden zwar bisweilen als Hilfsschiffe bezeichnet, sind vom Status her aber Kriegsschiffe.

Antike

Die ersten typischen Kriegsschiffe wurden von den Griechen, Persern und Phöniziern gebaut. Es waren Langschiffe, die später zu Galeeren mit Rammsporn weiterentwickelt wurden. Um 250 v. Chr. besaßen die Karthager die größte und kampfkräftigste Flotte von Kriegsschiffen im Mittelmeer mit bis zu fünf Reihen von Riemen übereinander Quinquiremen. Dies änderte sich im Ersten Punischen Krieg, als die Römer eine gestrandete karthagische Galeere nachbauten. Die Römer fügten der karthagischen Konstruktion den Corvus, eine Enterbrücke, hinzu und bemannten die Schiffe mit Fußsoldaten. Auf diese Weise entstand die erste Marineinfanterie. Durch diesen Vorteil beim Entern übernahmen die Römer die Seeherrschaft im Mittelmeer.

Wikinger

In Nordeuropa wurde der Typ des Wikingerlangschiffes entwickelt, das besonders schnell und für Raubzüge geeignet war. Es war die waffentechnische Basis für die Wikingerreiche in Russland, der Normandie, Sizilien und Großbritannien.

China

Im Kaiserreich China wurden immer größere Dschunken als Kriegsschiffe gebaut. Der Höhepunkt dieser Entwicklung lag in der Ming-Dynastie um 1405 bis 1430, als China mit mehr als 400 Schiffen, die zum größten Teil in Nanking (Nanjing) gebaut wurden, die größte Kriegsflotte der damaligen Welt hatte. Maßgeblich war dafür der chinesische Admiral Ma San Bao, auch Cheng Ho genannt, der zur Bekämpfung von Piraten und zur Sicherstellung der Vormacht Chinas Reisen nach Südostasien, Indien, Afrika und in den Pazifik unternahm. Größter Schiffstyp waren die sog. Schatzschiffe, die bis zu 9 Masten hatten und über 150 Meter lang und 50 Meter breit waren. Sie blieben bis zum 19. Jahrhundert die größten Schiffe der Welt.

Hanse

Zur Hansezeit bestanden die Kriegsflotten im nördlichen Europa hauptsächlich aus stärker bewaffneten Hansekoggen und Kraweelen, die sich im Bau kaum von Handelsschiffen unterschieden. Kraweel

15. und 16. Jahrhundert

Dies änderte sich im 15. und 16. Jahrhundert, als Feuerwaffen immer stärker die Kriegsführung bestimmten. Im Mittelmeer entstand aus den Galeeren die Galeasse. Die Portugiesen und Spanier entwickelten den Schiffstyp der Kogge und der Kraweel zu Karavellen und Karacken weiter. Die Spanische Armada wurde zur größten Flotte der damaligen Welt. Als reines Segelschiff wurde die Galeone entwickelt, die sowohl als Handels- als auch (in schlankerer Form) als Kriegsschiff eingesetzt wurde. Ein Beispiel dafür ist die Golden Hind von Sir Francis Drake. Die Segelschiffe dominierten nun den Kriegsschiffbau, das Linienschiff mit schlankerem Rumpf als die Handelsschiffe dominierte ab dem 17. Jahrhundert die Meere. Vorbild für die ersten Linienschiffe war die Henri Grâce á Dieu, die 1547 21 Kanonen bei 1000 Tonnen Wasserverdrängung aufwies. Die Schiffsgeschütze, die zunächst auf Deck waren und Kugeln aus Stein oder Eisen verschossen, wurden in besonderen Waffendecks hinter Stückpforten untergebracht. Dadurch wurde der Schwerpunkt nach unten verlagert und es konnten mehr Kanonen transportiert werden, ohne die Kentergefahr zu steigern. Bevorzugte Kampftechnik wurde nun die Breitseite, bei der aus allen Rohren einer Seite geschossen wurde. Motor dieser Entwicklung war John Hawkins, der unter Drake Kapitän war und 1578 in die Admiralität kam. Sein Ziel waren schnelle Schiffe mit guten Segeleigenschaften und starker Bewaffnung. Mit diesen Schiffen, der Änderung der Taktik (und einem kräftigen Sturm) besiegte und vernichtete die Englische Flotte die Spanische Armada 1588.

17. Jahrhundert

Die Prince Royal, gebaut 1610, war das erste Schiff mit drei Geschützreihen und für längere Zeit das größte Kriegsschiff der Welt. Die HMS Naseby, 1660 umbenannt in HMS Royal Charles, wurde zum Prototyp des Kriegsschiffes für die nächsten 150 Jahre. Sie hatte 1230 Tonnen Wasserverdrängung, 80 Kanonen und 600 Mann Besatzung bei einer Länge von 53 m und einer Breite von 14 m. Neben die größeren Linienschiffe trat bald die Fregatte als kleineres, aber besonders schnelles Segelkriegsschiff mit ca. 20-40 Kanonen.

18. Jahrhundert

Im Verlauf des 18. Jahrhunderts wurden die Rümpfe noch schmaler und eleganter, Fregatten und Linienschiffe näherten sich der Bauweise der Klipper an. Berühmte Schiffe aus dieser Zeit sind:
- die HMS Victory, das Flaggschiff von Lord Nelson in der Schlacht bei Trafalgar. Sie wurde am 23. Juli 1759 auf Kiel gelegt, aber erst 1776 in Dienst gestellt. Ab 1778 diente sie verschiedenen Admirälen als Flaggschiff und ist heute das älteste noch in Dienst befindliche Kriegsschiff. Die Länge beträgt 69 m, die größte Breite 15,7 m, die Wasserverdrängung 3556 Tonnen. Sie trägt 114 Kanonen und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 11 Knoten.
- die USS Constellation, die 1797 als erstes Schiff im Auftrag der US Navy gebaut wurde. Sie vereinigte die Feuerkraft einer Standard-Fregatte dieser Zeit mit der Geschwindigkeit eines Baltimore-Klippers. Die Wasserverdrängung beträgt 1278 Tonnen, die Länge 55 m, die Breite 13 m. Bewaffnet war sie mit 36 Kanonen. Die Geschwindigkeit betrug 14 Knoten, so dass sie den Spitznamen Yankee Racehorse (Yankee-Rennpferd) bekam.

19. Jahrhundert

Mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert gab es einen Entwicklungsschub, der eine ganze Reihe von Erfindungen hervorbrachte: die Dampfmaschine, der Schaufelradantrieb, der Propeller, die Einführung von Granaten und Panzerung. Die Granaten waren zur Zeit der napoleonischen Kriege noch nicht ganz ausgereift, wirkten jedoch nach Beseitigung ihrer Probleme (ab ca. 1830) verheerend gegen ungepanzerte Holzschiffe. Zunächst wurden deshalb die Holzschiffe mit Stahlplatten gepanzert. Dampfkriegsschiffe wurden zunächst als Raddampfer, in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend als Schraubendampfer gebaut, der Dampfantrieb ermöglichte eine höhere Geschwindigkeit und Manövrierbarkeit. Nach dem Krimkrieg wurden zwei revolutionäre Schiffe gebaut, die ersten "Ironclad Warships" ,die auf einen Schlag alle anderen Schiffe wertlos machten:
- die französische Gloire 1858 und die ihr überlegene
- englische HMS Warrior 1859. Mit 15 Knoten Geschwindigkeit schneller, mit 114 mm Stahl auf Teakholz stärker gepanzert und mit 40 schwersten Geschützen war sie stärker bewaffnet als jedes andere Schiff. Ihre eigenen Geschütze konnten die Panzerung auf 360 Meter nicht mehr durchschlagen. Aufgrund dieser Überlegenheit der Panzerung wurde die Taktik des Rammens für kurze Zeit populär. (Seeschlacht von Lissa 1866) Drehbare Geschütztürme wurden zuerst an kleinen Küstenkriegschiffen (Monitor), ab ca. 1870 auch auf großen Kriegsschiffen eingesetzt, als die Masten und Segel, die für weltweiten Einsatz der Kriegschiffe noch benötigt wurden, verschwanden, so dass es gegen Ende des 19. Jahrhunderts praktisch nur noch Dampfschiffe gab. Aus dem Segelschiffsbau wurden jedoch viele Bezeichnungen für Schiffsklassen übernommen, so die Fregatte und Korvette. Als neuer Typ entstand der Panzerkreuzer, der im 20. Jahrhundert zum Schlachtschiff weiterentwickelt wurde. Die gezogenen Hinterlader kamen auf See erst relativ spät in Gebrauch, da die Vorteile (bessere Zielgenauigkeit) bei den geringen Kampfentfernungen auf See von den Nachteilen (geringeres Kaliber, unzuverlässige Verschlüsse, Rohrkrepierer) aufgewogen wurden, dann aber konnten zwischen 1880 und 1890 große Kaliber mit langen Rohren und panzerbrechenden Langgeschossen die Panzerungen überwinden.

20. Jahrhundert

Nach der Seeschlacht bei Tsushima 1905 wurden die gewonnenen Erfahrungen konsequent umgesetzt: Eine wirkungsvolle Feuerleitung konnte nur durch Vereinheitlichung der Kaliber, eine große Schußentfernung nur durch großkalibrige Geschütze erreicht werden. Es entstand innerhalb eines Jahres die
- HMS Dreadnought, die mit zehn 30,4-cm-Geschützen ausgerüstet war, in jede beliebige Richtung mindestens sechs davon einsetzen und jeweils zweimal pro Minute abfeuern konnte. Wie die Warrior war auch dieses Schiff allen anderen bisherigen weit überlegen, aus dem Linienschiff auch Pre-Dreadnought wurde der Dreadnought, auch als Schlachtschiff bezeichnet. Bei der Skagerrakschlacht wurde das Gefecht auf über 10.000 Metern Entfernung ausgetragen, was mit den bisherigen Schiffs- und Geschütztypen undenkbar war. Die Skagerrakschlacht blieb auch die letzte mit Schlachtschiffen ausgetragene Seeschlacht. Nach dem 1. Weltkrieg erlaubte der Versailler Vertrag der deutschen Kriegsmarine nur einen eingeschränkten Ersatz der wenigen verbliebenen Schlachtschiffe (diese wurden unter dem alten Begriff Linienschiff geführt). Die taktische Entwicklung ging in den 20er und 30er Jahren (gezwungenermaßen) in Deutschland von der schweren Schlachtflotte weg, hin zu Kreuzern. Ein besonderer Meilenstein ist die Entwicklung des sogenannten „Westentaschen-Schlachtschiffs“ (Panzerschiff), deren erster Prototyp das Panzerschiff „Deutschland“ war. Hier wurden die Eigenschaften von hoher Geschwindigkeit, schwerer Bewaffnung und großer Reichweite miteinander vereinigt. Dies erfolgte durch die erstmalige Verwendung von Dieselmotoren und eine (im direkten Vergleich) massive Gewichtsreduzierung. Das strategische Konzept dahinter wurde als „Kreuzerkrieg in Übersee“ bezeichnet. Die Idee kennzeichnet sich in dem Satz: „Schneller als schwerer Bewaffnete und schwerer bewaffnet als Schnellere!“ Sowohl die „Deutschland“ (später zum Schweren Kreuzer „Lützow“ umklassifiziert) als auch ihre Schwesterschiffe „Admiral Scheer“ und „Admiral Graf Spee“ führten diesen Kreuzerkrieg im 2. Weltkrieg anfangs sehr erfolgreich, desgleichen die ursprünglich auch als Panzerschiffe begonnenen, später zu Schlachtschiffen umkonstruierten „Scharnhorst“ und „Gneisenau“. Parallel zur Entwicklung der Schlachtschiffe wurden die U-Boote entwickelt, insbesondere in Deutschland. Technisch möglich waren diese erst durch den Verbrennungsmotor. Typische Waffe der U-Boote war und ist der Torpedo. Damit waren diese Schiffe im Ersten Weltkrieg in der Lage, weitgehend unerkannt andere Schiffe anzugreifen und zu versenken. Außerdem entstanden die Torpedoboote, kleine, schnelle und vor allem preiswerte Boote, deren Hauptwaffe ebenfalls der Torpedo war, und die gegen die Schlachtschiffflotten eingesetzt wurden. Deren Geschütze waren zu langsam, um Torpedoboote effektiv abzuwehren. Zur Abwehr gegen die Torpedoboote entstand daher der Torpedoboot-Zerstörer, später kurz Zerstörer genannt.

Zweiter Weltkrieg

Hiermit war die Entwicklung des Schlachtschiffes praktisch beendet, denn die Schlachtschiffe des Zweiten Weltkrieges, wie z. B. das Schlachtschiff Bismarck, hatten aufgrund ihrer Größe zusätzlich zu der unveränderten Hauptbewaffnung eine Mittelartillerie von kleineren Geschützen und Flugabwehrkanonen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die militärische Wirksamkeit der U-Boote zunehmend durch die Überwachung mit Flugzeugen und Radar, sowie die Abwehrmaßnahmen von Zerstörern neutralisiert. Heute dienen U-Boote in erster Linie als selbständig operierende Raketenabschussbasen. Durch Kernreaktoren erhielten große U-Boote ab Mitte des 20. Jahrhunderts die Fähigkeit, sehr lange ohne Kontakt zu Stützpunkten auf See zu operieren. Als weitere Entwicklung ist der Flugzeugträger zu nennen, deren Entwicklung im Ersten Weltkrieg begann und im Zweiten Weltkrieg forciert wurde. Der japanische Angriff auf Pearl Harbor zeigte erstmals die Überlegenheit gegenüber konventionellen Kriegsschiffen und führte dazu, dass Flugzeugträger ein elementarer Bestandteil der großen Marinenationen wurden.

Heute

Pearl Harbor Heute sind in erster Linie Zerstörer, Fregatten und Korvetten im Einsatz, die häufig mit Lenkwaffen ausgerüstet sind und so - ähnlich wie U-Boote - als mobile Abschussbasen dienen können. Für den Küstenschutz sind leicht bewaffnete aus Holz gebaute Minensucher im Einsatz, sowie Schnellboote, die es ermöglichen unerlaubt eindringende Schiffe frühzeitig abzufangen. Seit dem Zweiten Weltkrieg spielen auch amphibische Kriegsschiffe eine große Rolle. Dazu gehören große Landungsschiffe, die meist mit Hubschraubern und zum Teil mit einem Dockraum ausgestattet sind. Kleine, sehr flachgehende Landungsboote können Mannschaften, Fahrzeuge und Material an das Ufer bringen. Diese Boote sind meist nur leicht bewaffnet. Wichtig sind zudem die Flugzeugträger, mit bis zu 336 m Länge. Sie ermöglichen den Einsatz von Bombern und Jagdflugzeugen weit entfernt von landgestützten Basen und spielten im zweiten und dritten Golfkrieg eine wichtige Rolle.

Siehe auch


- Seeschlacht
- Römische Marine
- Liste von Kriegsschiffen
- Liste von Schiffstypen
- Geschichte der Flugzeugträger
- Kaperfahrt
- Kriegsführung
- Deutsche Marine
- Deutsche Kriegsschiffe nach 1945
- Rangeinteilung der Kriegsschiffe

Literatur


- Bernd Loose / Bernd Oesterle: Das große Buch der Kriegsschiffe (19. & 20. Jh.), Motorbuch Verlag, ISBN 3-613-01854-3 Kategorie:Militärtechnik Kategorie:Militärschiffstyp ja:軍艦 ko:군함

Seefahrt

Unter Seefahrt versteht man das Befahren von Ozeanen und Meeren mit Schiffen und Booten. Man unterscheidet die Küstenschifffahrt von der Hochseeschifffahrt. Für die Seeschifffahrt gelten andere Vorschriften als für die Binnenschifffahrt. In den deutschen Hoheitsgewässern wird dies durch die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung geregelt. Die Seefahrt zählt zu den ältesten Tätigkeiten des Menschen. Bereits gegen Ende der Altsteinzeit besiedelten die ersten Seefahrer Australien. Seefahrervölker besiedelten zahlreiche Inseln, insbesondere im Pazifik. Nach neueren Erkenntnissen erfolgte auch die Besiedlung Amerikas entlang der Westküste durch Seefahrer. In der Bronzezeit entstand im östlichen Mittelmeerraum die erste Seeschifffahrt. Die Seefahrt kann nach Einsatzzwecken unterteilt werden in # Handelsschifffart (siehe auch Seehandel, Handelsschiff, Binnenschifffahrt) ##Passagierschifffahrt ##Frachtschifffahrt ##Fährschifffahrt # militärische Schifffahrt (siehe auch Kriegsmarine) # Kaperfahrt # Forschungsschifffahrt # Sportschifffahrt Das Leben an Bord war und ist teilweise noch von strenger Hierarchie und Disziplin bestimmt. Lange Zeit war der Kapitän Master next God und vielfach Herr über Leben und Tod. Auch heute noch ist der Kapitän derjenige an Bord, der die Gesamtverantwortung trägt und besondere Befugnisse hat, die über andere Fahrzeugführer im Land- oder Luftverkehr hinausgehen. Die Besatzung selbst ist seit der Antike militärartig gegliedert. Die Unterscheidung zwischen Offizieren und Mannschaften war strikt und besteht - in abgeschwächter Form - noch heute. Allerdings hat die massive Technisierung und Rationalisierung im 20. Jahrhundert erhebliche Veränderungen mit sich gebracht. Die Schiffsbesatzungen wurden erheblich kleiner. Seeleute (Matrosen) müssen stärker in verschiedene Richtungen qualifiziert sein und in besonderem Maß neben der klassischen nautischen Kompetenz technische Kompetenz besitzen. Das Leben an Bord ist zwar heute komfortabler als früher, dafür sind die Liegezeiten in den Häfen sehr kurz geworden.

Abgeleitete Begriffe

Seefahrer - Seefahrtsschule - Seefahrtsbuch - christliche Seefahrt - Seefahrtsberufe - Seefahrtsromantik

Schiffsarten

Segelschiff - Dampfschiff - Katamaran - Kriegsschiff - Schlepper

Literatur


- Zum Los der Seeleute in der beginnenden Neuzeit siehe den literarischen Bericht von Heinrich Hasebeck in dem von Andreas Venzke herausgegebenen Buch Gasparan oder Die letzte Fahrt des Francis Drake, Benziger-Verlag, Zürich 1996 ISBN 3-545-36531-X
- Zu den Veränderungen im internationalen Transportgewerbe auf See und zur beruflichen Stellung der Seeleute siehe das wissenschaftliche Werk von Heide Gerstenberger und Ulrich Welke: Arbeit auf See - Zur Ökonomie und Ethnologie der Globalisierung, Verlag Westfälisches Dampfboot ISBN 3-89691-575-4 Siehe auch: Seehafen - Karthago - Piraten - Hanse - Wikinger- Navigation - Bunker - Heinrich der Seefahrer - Katastrophen der Seefahrt - Seemannschaft - Klabautermann

Weblinks


- [http://www.grosse-seefahrt.de GROSSE-SEEFAHRT.DE : Schifffahrt-Portal für Seeleute und Seefahrer]
- [http://www.rechnungswesenforum.de/verzeichniss/index/World/Deutsch/Wirtschaft/Verkehr_und_Logistik/Schifffahrt/Aus-_und_Weiterbildung/ Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Schifffahrt] Kategorie:Seeschifffahrt ja:海運

Automobil

Das Automobil (von griechisch άυτο~, áuto~ - selbst~ und lateinisch mobilis - beweglich), kurz: Auto, wird definiert als selbstfahrendes Fahrzeug (Automobile), das sich unabhängig von Schienen und ohne den Einsatz von Zugtieren selbständig und aus eigenem Antrieb beliebig an Land fortbewegen kann. Diese Definition schließt auch motorisierte Zweiräder mit ein, jedoch wird das Wort im allgemeinen Sprachgebrauch meist für mehrspurige Fahrzeuge verwendet. Oft ist auch nur der PKW gemeint. In diesem Artikel wird die allgemeine Entwicklung des Autos beschrieben. Die technische Beschreibung erfolgt im Artikel Kraftfahrzeug. Kraftfahrzeug<