:: wikimiki.org ::
| Glockenspiel |
Glockenspiel]]
Ein Glockenspiel ist
1. ein Metallophon, also ein zur Gruppe der Stabspiele (Schlaginstrumente) gehörendes Musikinstrument.
2. ein Carillon, ein meist auf Türmen befindliches Musikinstrument, bei dem über Seilzüge Glocken angeschlagen werden.
Literatur
- Buchner, Alexander: Vom Glockenspiel zum Pianola. Prag 1959.
- Ellerhorst, Winfred: Das Glockenspiel. Kassel o.J.
- Price, Frank Percival: The Carillon. London 1933.
- Schilling, Margarete: Glocken und Glockenspiele. Rudolstadt 1985.
- Schilling, Margarete: Das Magdeburger Glockenspiel. Magdeburg 1979.
siehe auch unter: Glocke
Kategorie:Idiophon
Kategorie:Wortexport
ja:グロッケンシュピール
StabspielStabspiele, auch Mallet-Instrumente (von engl. mallet = Schlägel) genannt, sind gestimmte Idiophone und zählen zu den Schlaginstrumenten.
Zu den Stabspielen gehören
- Metallophon (Glockenspiel)
- Xylophon
- Vibraphon
- Marimbaphon
Manchmal werden auch noch
- Röhrenglocken
- Cymbales antiques
- Hillebille
zu den Stabspielen gezählt.
Kategorie:Idiophon
SchlaginstrumentEin Schlaginstrument ist ein Musikinstrument, das durch Schlagen, Schütteln oder ähnliches betätigt wird. Schlaginstrumente sind wahrscheinlich die ältesten Instrumente der Musik. Die Familie der Schlaginstrumente ist sehr vielfältig. Schätzungen gehen von vielen hundert verschiedenen Schlaginstrumenten weltweit aus. Die meisten dienen vor allem dazu, den Rhythmus zu erzeugen. Einige Schlaginstrumente – wie Glockenspiel, Xylophon, Vibraphon und Boo-bam – sind auch in der Lage, Melodien und Harmonien zu spielen.
Die zwei Hauptkategorien sind
- Membranophone, deren Geräuscherzeugung durch das Schwingen einer Membran erfolgt, beispielsweise bei der Trommel. Durch den Korpus, in dem die Membran aufgespannt ist, wird dem reinen Membrangeräusch Timbre zugefügt.
- Idiophone, bei denen der Korpus selbst klingt, beispielsweise der (oder das) Triangel (lat.triangulum=Dreieck).
Schlaginstrumente können auch gleichzeitig Membranophon und Idiophon sein, beispielsweise der Tambourin.
Die meisten Schlaginstrumente haben einen erkennbaren Ton, auch Trommeln sind gestimmt. Membranophone sind vielfach auch stimmbar, können also auch in der Tonhöhe durch Veränderung der Membranspannung variiert werden.
Gleichwohl wird für gewöhnlich ein Unterschied gemacht, ob ein Schlaginstrument reine Töne oder wenig definierte Geräusche erzeugt:
- Pauken, Xylophone, Vibraphone, Triangeln, Glockenspiele erzeugen reine Töne.
- Snaredrums, Basstrommeln, Becken, Maracas, Kastagnetten, Waschbretter, Handtrommeln und Holzblocktrommeln haben ein weniger definierbares Klangspektrum.
- Ein Sonderfall ist die indische Tabla, die sowohl melodische als auch unmelodiöse Klänge erzeugt.
Für unterschiedliche Musik werden jeweils verschiedene Schlaginstrumente zu einer Gruppe zusammengestellt, die oft einen eigenen Namen bekommt.
Das Drumset (im deutschen Sprachraum häufig als "Schlagzeug" bezeichnet, was zu Missverständnissen führen kann) ist eine Kombination aus meist fünf verschiedenen Trommeln und drei Becken, die im Sitzen mit Stöcken oder Jazz-Besen und Fußpedalen gespielt werden.
In den verschiedenen Musikstilen findet man diverse Konfigurationen des Drumsets vor. Während beim Jazz meist kleinere Trommeln benutzt werden, findet man in Rock- und Popmusik, durch die das Drumset sehr bekannt wurde, oft grössere Sets, mit einer dementsprechend größeren Bandbreite an Trommeln und Becken.
Unter Schlagwerk versteht man die im Orchester verwendeten Schlaginstrumente. Bekannt sind die Pauke, die Große Trommel, Kleine Trommel und die Becken.
Perkussion ist ein sehr weit gefasster Begriff für eher kleinere Schlaginstrumente. Gelegentlich werden Schlaginstrumente allgemein als Perkussion bezeichnet, was jedoch falsch ist. Bekannte Perkussioninstrumente sind Maracas, Congas, Kuhglocke und Claves, die zumeist aus dem afrikanischen oder südamerikanischen Raum stammen.
Auch wenn das Spielen von Perkussionsinstrumenten teilweise sehr einfach aussieht, erfordern die meisten jedoch eine ausgefeilte Technik, um den vollen Klang zu entfalten.
Als Mallets werden gestimmte Idiophone bezeichnet. Gespielt werden sie mit bis zu vier Schlegeln mit einem Kern aus Kork, Holz, Metall oder Kunststoff, der bei manchen mit Faden umwickelt ist. Der Tonumfang ist bei größeren Instrumenten nahe dem des Klaviers, auch sieht die Anordnung der Platten aus wie eine Klaviatur. Die Stabspiele werden in Orchestern häufig als Solo- oder Begleitstimmen eingesetzt.
Siehe auch:
- Portal:Musik
- Liste der Schlaginstrumente
- Musikinstrument
- Gamelan
Literatur
- Peinkofer/Tannigel: Handbuch des Schlagzeugs, 1981
- Pinksterboer, Hugo: Pocket-Info Drums, Mainz: Schott, 2000
Weblinks
- [http://www.uni-bamberg.de/ppp/ethnomusikologie/HS-Systematik/membranophone Systematik der Membranophone]
- [http://www.uni-bamberg.de/ppp/ethnomusikologie/HS-Systematik/idiophone Systematik der Idiophone]
Kategorie:Musikinstrument
Carillon Allgemeines
Ein Carillon ist ein großes Turm-Glockenspiel, d.h. es besteht aus chromatisch gestimmten Glocken, die mittels einer Klaviatur oder/und mechanisch gespielt werden können. Die Klöppel der Glocken sind mittels Zugdrähten und Kipphebel mit den Tasten des Spieltisches verbunden und werden mechanisch von dem Carilloneur gespielt. Der Spieltisch eines Carillons ist dem einer Orgel ähnlich. Er besteht aus einem Rahmenwerk, in dem die Stöcke für das Manual und die Tasten des Pedals eingebaut sind. Die Stöcke des Manuals sind wie Klaviertasten angeordnet, die Abstände zwischen den einzelnen Stöcken sind jedoch wesentlich Größer als bei einem Klavier.
Da für das Anschlagen der Glocken eine große Kraft erforderlich ist, wird das Manual eines Carillons mit der Faust gespielt, die größeren Glocken können zudem nicht nur per Manual, sondern zusätzlich mit den Füßen per Pedal gespielt werden. Manchmal gibt es jedoch auch größere Glocken, die nur über das Pedal, nicht über das Manual erreicht werden können.
Der Name Carillon ist von "quatrillionem" abgeleitet, dem rhythmischen Anschlag von vier Glocken, wie er im 14. Jahrhundert vom Turmwächter angewand wurde. In den Niederlanden gibt es den größten Bestand an Glockenspielen weltweit (insgesamt 806 Glockenspiele, davon 158 mit mindestens 23 Glocken und einem Stockspieltisch), in Deutschland sind es insgesamt 38.
Zusammenfassung: Ein Carillon ist, grob gesagt, ein Musikinstrument, das mindestens 23 gegossene Bronzeglocken besitzt, die mit Hilfe eines genormten Spieltisches über ein mechanisches (!) Traktursystem angeschlagen werden. Solche Festlegungen werden durch die World Carillon Federation (kurz: WCF) getroffen. Das Carillon wird im Deutschen häufig auch Glockenspiel genannt. Jedoch ist dieser Begriff unscharf, bezeichnet er doch jedes Musikinstrument, das mit Hilfe von irgendwelchen Glocken Klänge erzeugt. Ein Carillon hingegen muss oben genannte Bedingungen erfüllen!
Differenzierung der Spielweise
Aufgrund der Spielweise können pro Hand nur ein bis maximal 2 Töne mit geringem Intervall gespielt werden. Um zwei Töne gleichzeitig mit einer Hand zu spielen unterscheidet sich die Spielweise von der oben genannten, indem die Hand geöffnet wird und die Stöcke mit Daumen und Zeigefinger herunter gedrückt werden.
Die Glocken beim Carillon sind nicht mit einer Dämpfung versehen, so dass vor allem die tiefen Glocken sehr lange nachklingen. Somit ist es auch nicht mehr möglich, den Klang einer einmal angeschlagenen Glocke noch zu beeinflussen bis diese ausgeklungen ist. Des weiteren Klingen die großen Glocken wesentlich lauter und länger als die kleineren Glocken und die moll-Terz klingt sehr stark mit, was bei lang nachschwingenden Tönen schnell zu Dissonanzen führen kann. Somit erfordert das Carillonspiel eine sehr stark wechselnde Dynamik, die durch die Anschlagstärke der Stöcke reguliert wird, um Dissonanzen zu minimieren.
Bekannte Carillon-Komponisten
- Matthias van den Gheyn
- Johannes Gruytters
- Wilhelm Bender
- Leen't Hart
Ausgewählte Carillons
- Glockenspiel des Roten Turmes in Halle (Saale), 76 Glocken (54.980 kg), 1993
- Carillon in Loughborough [http://en.wikipedia.org/wiki/Loughborough] (England), 47 Glocken, 1923
- New York, Riverside Kirche: 74 Glocken (18.500 Kg) 1925-1930, Basisglockenton c
- Chicago, Universitätskapelle: 72 Glocken (17.300 Kg) 1932, Basisglockenton cis
- Washington, D.C.: Peter-Pauls-Kathedrale: 53 Glocken (10.900 Kg) 1963, Basisglockenton es
- Ottawa, Parlament, Friedensturm: 53 Glocken (10.150 Kg) 1927, Basisglockenton e
- Glockenspiel der Kunstuhr im Straßburger Münster, 1382
- Das Salzburger Glockenspiel in Salzburg, 35 Glocken, 1702
- Glockenspiel am Innsbrucker Dom, 48 Glocken
- Glockenspiel am Magdeburger Rathaus
- Glockenspiel am Fünfgiebelhaus am Universitätsplatz in Rostock
- Glockenspiel aus Keramik in den Rathausloggien in Gmunden
- Glockenspiel im frei stehenden Turm in Lügumkloster, 49 Glocken, 1973
- Carillon in Schloss Johannisburg (Aschaffenburg), 48 Glocken, 1969
- Glockenspiel im Zisterzienser-Stift Heiligenkreuz, 37 Glocken, 1982
- Carillon in der Wiesbadener Marktkirche, 49 Glocken (2,2 Tonnen - 13kg), 31. Oktober 1986 [http://www.marktkirche-wiesbaden.de/marktkirche/cms/front_content.php?idcat=31&client=1&lang=1 Weblink]
- Carillon im Tiergarten in Berlin, 68 Glocken, 1987
- Carillon im Kieler Kloster, 45 Glocken, 1999
- Carillon Krankenhaus Henriettenstiftung Hannover, 49 Glocken [http://test.take-part.de/henriettenstiftung/stiftung/carillon/car_start.php Carillon Henriettenstiftung Hannover]
- Glockenspiel der Nikolaikirche in Flensburg, 1885
- Carillon auf der Stadtpfarrkirche in Geisa, 48 Glocken, 2002 [http://www.glockenspiel-geisa.de/ Internetseite Glockenspiel Geisa]
- Carillon im Olympiapark München, 50 Glocken, 1972
- Carillon in der Stabkirche von Hahnenklee (bei Goslar), 48 Glocken, 2002
- [http://www.glocken.konzertglocken.de/ mobiles Carillon] in Rostock, 37 Glocken, 2004
- Glockenspiel des Tower of the Apostles Kirk in Bloomfield Hills, Michigan, USA, 77 Glocken
- Glockenspiel der Christianskirche in [http://de.wikipedia.org/wiki/Ottensen Hamburg-Ottensen], 42 Glocken
Literatur
- Buchner, Alexander: Vom Glockenspiel zum Pianola. Prag 1959.
- Ellerhorst, Winfred: Das Glockenspiel. Kassel o.J.
- Price, Frank Percival: The Carillon. London 1933.
- Schilling, Margarete: Glocken und Glockenspiele. Rudolstadt 1985.
- Schilling, Margarete: Das Magdeburger Glockenspiel. Magdeburg 1979.
Weblinks
- [http://www.carillon.org/ World Carillon Federation]
- [http://www.carillon-museum.nl/ www.carillon-museum.nl]
- [http://www.glocken.konzertglocken.de/technisches.htm Glockenspiel - Carillon]
- [http://www.glockenspielvereinigung.de/ Deutsche Glockenspielvereinigung]
- [http://www.glockenspiel-geisa.de/ Das Carillon der Stadtpfarrkirche Geisa]
- [http://www.duschledv.de/carillon/ Das Carillon im Olympiapark München]
Kategorie:Idiophon
Kategorie:mechanisches Musikinstrument
ja:カリヨン
Glocke
Mit Glocke bezeichnet man meist ein selbsttönendes Musikinstrument (genauer Aufschlagidiophon) mit charakteristischer Haubenform (nach unten offene Halbkugel, die zunächst konkav und dann konvex gewölbt nach unten erweitert ist).
Eine Glocke ist meist ein Rotationskörper, das heißt sie besitzt Rotationssymmetrie um ihre Mittelachse.
Siehe auch: Läutemaschine, Läuteanlage, Glockenstube, Schärfe, Wolm, Rezeptionsglocke
Vorkommen
Unter anderem ist sie in Form von Kirchenglocken weit verbreitet.
Sind mehrere Glocken zu einem Instrument verbunden, so spricht man von einem Glockenspiel.
Geschichte
Der Begriff wurde dem Altirischen entlehnt:clocc, soviel wie "Schelle", "Glocke", da irische Mönche im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. die Glocken, zunächst eher Handschellen, in Europa verbreiteten.
Herstellung von Glocken
Glocken werden meist durch Gießen in eine Form hergestellt. Man unterscheidet das Lehmform und das Sandform/Zementformverfahren. Das verwendete Gussmaterial heißt Glockenspeise und ist meist eine Zinnbronze aus 76-80 % Kupfer, 24-20 % Zinn. Dabei wird zuerst ein Glockenstumpf gemauert, der mit Lehm bestrichen wird. Die Lehmschicht wird mit einem rotierenden Schaber abgezogen. Auf die Lehmschicht wird eine Wachsschicht aufgebracht, die die Fom der Glocke darstellt. Alle Verzierungen und Schriften werden aus Wachs aufgebracht. Auf die Wachsschicht kommen mehrere Schichten Lehm in unterschiedlicher Feinheit. Das Wachs wird ausgeschmolzen und die Form getrocknet. Nach dem Eingraben kann der Guss ausgeführt werden. Als Termin hierfür wird traditionell der symbolträchtige Freitag Nachmittag - Sterbestunde Christi - gewählt.
Von 1851 bis 1970 wurden in Bochum vom Bochumer Verein im industriellen Rahmen Glocken aus Gußstahl gegossen. Bis Mitte der fünfziger Jahre wurden über 20.000 Glocken hergestellt und in alle Welt exportiert, darunter so exponierte Exemplare wie die Friedensglocken von Hiroshima. Diese Zahl sank bis Ende der sechziger Jahre so weit ab, dass der damalige Eigentümer Krupp die Produktion einstellen ließ. Vor dem Bochumer Rathaus erinnert noch eine 15.000 kg schwere Gußstahlglocke mit einem Ringdurchmesser von 3,13 m an diese Zeit. Sie wurde bereits 1867 für die Pariser Weltausstellung gegossen.
Stahlglocken wurden zumeist als Ersatz für in den Weltkriegen zu Kriegszwecken beschlagnahmte Bronzeglocken erworben. Bedingt durch ihre kürzere Lebensdauer (Korrosion) und das erheblich höhere Gewicht, das Glockenstuhl und Turm stark belastet, sind viele dieser Stahlglocken in den vergangenen Jahren wieder durch Bronzeglocken ersetzt worden.
Klangverhalten
Das Klangverhalten von Glocken weist einige Besonderheiten auf.
Ein Kunstmerkmal des Glockengießens besteht darin, die Tonhöhe vor dem Guss durch die Formgebung und die Legierung so festzulegen, dass ein Nachstimmen durch nachträgliches Schleifen nicht nötig ist.
Die charakteristische lebendige Geläutwirkung entsteht durch den akustischen Dopplereffekt, da durch das Schwingen der Glocke eine Relativbewegung zwischen Schallquelle und Ohr besteht. Das Anschlagen der Glocke erfolgt durch den an einem Leder frei schwingenden, am Glockenhelm angebrachten Klöppel.
Die Glocke hängt traditionell in einem Glockenstuhl aus Eichenholz, der die beim Schwingen auftretenden Kräfte aufnehmen muss. Sie ist dort an ihrer Krone mit Eisenbändern am so genannten Joch (Hölzerne Tragachse) befestigt.
Die Belastung des Glockenstuhls lässt sich durch das sog. Kröpfen verringern. Hierbei schwingt die Glocke nicht um ihre Krone, sondern um eine tiefergelegene Achse näher an ihrem Schwerpunkt. Dadurch wird jedoch der Dopplereffekt stark verringert und das Läuten wirkt weniger lebendig.
Feststehende Glocken, die durch eine Art Hammerschlag zum Klingen gebracht werden, heißen Schlagglocken und besitzen einen sterileren Klang.
Charakteristisch für das Klangverhalten von Glocken, Röhren, Gongs, etc. ist, dass neben den harmonischen Obertönen auch weitere oberton-fremde Frequenzen auftreten. Dies rührt daher, dass im Unterschied zu einer (eindimensionalen) Saite oder Orgelpfeife sich stehende Wellen auf der 2 dimensionalen Oberfläche bilden, die sich gegenseitig frequenzmodulieren.
Die Tonhöhe einer Kirchenglocke wird durch den Schlagton (Nominal) charakterisiert, z.B. c' + 7 . Die ergänzende Zahlenangabe bezieht sich auf sechzehntel Halbtonschritte (also je 6,25 Cent) über oder unter dem Nominalton, der seinerseits auf ein Stimm-"a" bei 435 Hz bezogen wird. Die Tonhöhe ist also bei e + 8 dieselbe wie bei f - 8. Der Schlagton ist oft im Frequenzspektrum der Glocke nicht vorhanden. Er ergibt sich durch die akustischen Wahrnehmung beim Anschlagen der Glocke über das Residuumhören, indem aus den Obertönen der zugehörige Grundton ableitet wird.
Die von der Glocke ausgehenden Frequenzen werden in drei Gruppen unterteilt: Untertöne unterhalb des Schlagtons, bei einer Moll-Oktav-Rippe genau eine Oktave tiefer, in der ersten Oktave oberhalb des Schlagtons Prime, Mollterz, Quinte und Mixturtöne Oktave, Dezime, Undezime, Duodezime usw. für noch höhere Frequenzen.
Das Frequenzspektrum der Glocke wird durch die Glockenrippe - die Form, und die Dicke der Glocke - bestimmt. Hierbei ist die so genannte gotische Dreiklangrippe bis heute unübertroffen. Frühere Rippenprofile waren der Bienenkorb und der Zuckerhut. Neben der gotischen Dreiklangrippe fand auch die spätere französische Rippe eine große Verbreitung.
Das Erklingen der Glocke durch schnell aufeinanderfolgende Hammerschläge wird Beiern
genannt.
Wichtig ist auch die Nachhallzeit einer Glocke. Bei der Gloriosa beträgt sie nach der letzten Reparatur im Jahre 2004 über 6 Minuten.
Glockengießereien
- Deutschland
- A. Bachert in Karlsruhe (Baden-Württemberg) ([http://www.bachert-glocken.de/ Weblink])
- Eifeler Glockengiesserei C. Mark-Maas in Brockscheid/Eifel ([http://www.glockengiesser.de Weblink])
- Kunstgießerei Lauchhammer (Brandenburg) ([http://www.kunstguss.de Weblink])
- Perner Passau, Glockengiesserei in Bayern ([http://www.glocke.com/ Weblink])
- Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn (Hessen) ([http://www.rincker.de/ Weblink])
- Glocken- und Kunstgießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (Westfalen) ([http://www.petit-edelbrock.de/ Weblink])
- Glockengießerei der Kunstwerkstätten der Abtei Maria Laach
- Österreich
- Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck ([http://www.grassmayr.at Weblink])
- Frankreich
- Firma Paccard in Sévrier Annecy südlich von Annecy
Glockenmuseen und -archiv
- Deutschland
- Das Deutsche Glockenmuseum ([http://www.glockenmuseum.de/]) auf der Burg Greifenstein
- Westfälisches Glockenmuseum in Gescher
- Das Glockenmuseum in Apolda (Thüringen)
- Das Glockenmuseum in der Stiftskirche von Herrenberg, Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg
- Laucha
- Siegen
- Das Deutsche Glockenarchiv ist seit 1966 ein Teil des Archivs für Bildende Kunst des Germanischen Nationalmuseums.
- Frankreich
- Sévrier Annecy bei der Firma Paccard [http://www.paccard.com]
- L'Isle-Jourdain
- Österreich
- Innsbruck
- Wien
- Dänemark
- Sommersted
Berühmte Glocken
- Liste berühmter Glocken in Handbuch der Glockenkunde, von Klaus Ellerhorst
- Big Ben (London, Vereinigtes Königreich)
- Liberty Bell (Philadelphia, USA)
- St. Petersglocke,"Dicker Pitter", im Kölner Dom, 1923 gegossen von Ulrich,Apolda, Nominal c°, die größte freischwingend läutbare Glocke der Welt, ca. 24.000 kg schwer, Durchmesser 3,22 m.
- Millenniumsglocke, ca. 33.000 kg Gewicht, ist die schwerste freihängende läutbare Glocke der Welt.
- Munotglöckchen, die wohl letzte von Hand geläutete Alarmglocke Europas, sicher aber der Schweiz, 1911 von F. Buomberger im gleichnamigen Volkslied verewigt.
- Maria Gloriosa im Erfurter Dom. Nominalton e0, wurde 1497 durch Gerhard van Wou aus Kampen gegossen, 11.370 kg schwer, Durchmesser 2,58 m.
- Pummerin im Stephansdom in Wien. 1711 gegossen, 1945 zerstört, 1951 neu gegossen. 21.380 kg schwer, davon 813 kg Klöppel. Durchmesser 3,14 m.
- Zarenglocke im Moskauer Kreml. 1733 - 1735 von Ivan Matorin und seinem Sohn Michail gegossen, ca. 200.000 kg. Die Glocke wurde nie geläutet. Bei einem Brand brach durch das kalte Löschwasser ein etwa 12 Tonnen schweres Stück heraus.
Glocken in Mythologie und Brauchtum
Mythologisch stehen Glocken für die Kommunikation mit übersinnlichen Wesen (Gottheiten oder Geister).
Aus vorchristlicher bzw. vorislamischer Zeit sind Skulpturen von Göttinnen in Glockenform erhalten.
Im 2. Buch Mose wird den Priestern des Jahwe geboten, sich mit Glocken zu schmücken. Im Buch Jesaja wird den Frauen dasselbe verboten.
Im Buddhismus werden zur Symbolisierung des Übergangs zwischen den Welten, aber auch ganz weltlich zum Anzeigen der Gebetszeiten, heilige Glocken (ghanta) geläutet.
Auch im Christentum zeigt das Glockengeläut die Zeit zum Gebet an. Des Weiteren sollen sie die Ankunft des heiligen Geistes verkünden. Das Geläut von Kirchenglocken soll zudem Dämonen erschrecken und zum Flüchten bringen, wie Durandus im 14. Jahrhundert schrieb. Aus diesem Grund schmückten sich auch die Menschen in Europa - insbesondere die Kinder - mit Glöckchen: um böse Geister und den bösen Blick abzuwehren.
Auf dieselben Ursprünge gehen viele Bräuche im Alpenraum zurück, wie beispielsweise das Ausläuten des alten und Einläuten des neuen Jahres.
Europäisches Brauchtum, bei dem Glocken eine wichtige Rolle spielen:
- Klausenumzug in Arth
- Pelzmarti in Kandersteg
- Klausjagen in Küssnacht am Rigi
- Übersitz in Meiringen
- Silvesterkläuse in Urnäsch
- Schellenrühren in Mittenwald
- Chalanda Marz im Engadin
- Der Kurent beim Karneval in Slowenien
- Schellerlaufen in Nassereith
- Schleicherlaufen in Telfs
- Alpaufzug und Alpabzug
Literatur
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/7/seite/0437/meyers_b7_s0437.html#Glocken Glocken]. In: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888/89, Bd. 7, S. 437
- Margarete Schilling: Glocken und Glockenspiele. Rudolstadt, 1985
- Friedrich von Schiller: [http://de.wikisource.org/wiki/Das_Lied_von_der_Glocke | Das Lied von der Glocke]
Weblinks
- http://www.glocke.com, Informationsseite der einzigen Glockengießerei in Bayern, Herstellung, Glockenläuten und seine Technik, aktuelle Projekte, Kontaktaufnahme
- http://www.glocken-online.de
- http://www.grabinski-online.de/glocken/glocken.htm Umfangreiche private Linkliste zum Thema Glocken
- [http://w1.570.telia.com/~u57011259/Zengbells.htm Glocken des chinesischen Altertums] Bilder und Klangbeispiele, sowie Akustik und musikalische Stimmung des berühmten Glockenorchesters von Zeng von 433 v.u.Z.
- http://www.glocken-online.de.vu Große Glockensammlung mit mehr als 150 Geläuten aus Bayern, dazu Fotos der Kirchen und Download-Möglichkeit der Tonbeispiele
- http://glocken.reduts.net Umfangreiche Maturarbeit zum Thema Kirchenglocken
!
ja:鐘
Kategorie:IdiophonUnter Idiophon werden Selbstklinger gelistet. Idiophone sind Instrumente, die Töne durch Eigenschwingung hervorbringen. Es wird nach Klangerzeugung und nicht nach Spielweise geordnet.
Kategorie:Musikinstrument 4th millennium BCE(5th millennium BC – 4th millennium BC – 3rd millennium BC - other millennia)
Events
- Sumerian city of Ur in Mesopotamia (40th century BC); Sumerian hegemony in Mesopotamia, with the invention of writing, base-60 mathematics, astronomy and astrology, civil law, complex hydrology, the sailboat, the wheel, and the potter's wheel, 4000–2000 BCE.
- Naqada culture on the Nile, 4000–3000 BC.
- Epoch of the modern Hebrew Calendar occurred on 7 October 3761 BC.
- Jewish chronology dates Creation to 25 September or March 29 3760 BC.
- First to Fourth dynasty of Kish in Mesopotamia.
- "Kurgan" cultures: Sredny Stog culture and Maykop culture, likely candidates for the Proto-Indo-Europeans, the latter also a candidate for the origin of the Bronze Age
- Ötzi the Iceman dies near the present-day border between Austria and Italy c. 3300 BC, only to be discovered in 1991 buried in a glacier of the Ötztal Alps.
- New Stone Age people in Ireland build the 250,000 ton Newgrange solar observatory c. 3200 BC.
- The Maya calendar dates the Creation of the Earth to August 11 or August 13, 3114 BC (establishing that date as day zero of the Long Count 13.0.0.0.0).
- Crete: Rise of Minoan civilization
- Neolithic settlement built at Skara Brae in the Orkney Islands, Scotland
- 3000 BC – Menes unifies Upper and Lower Egypt, and a new capital is erected at Memphis.
- According to Hindu mythology, the Epoch of the Kali Yuga occurred at midnight (00:00) on 18 February 3102 BC, the traditional death of Krishna
- Discovery of silver.
Cultures
- Indian Subcontinent
- Mehrgarh III–VI
- Mesopotamia in Asia
- Sumer
- Proto-Elamite
- Neolithic Europe
- Yamna
- Vinca culture
- Minoan civilization
- Egypt in Africa
- Naqada culture on the Nile
Environmental changes
Based on studies by glaciologist Lonnie Thompson (professor at Ohio State University and researcher with the Byrd Polar Research Center) [http://www.news-about-space.org/story/2409.html] a number of indicators shows there were a global change in climate 5,200 years ago:
- The climate was altered suddenly with severe impacts.
- Plants buried in the Quelccaya ice cap in the Peruvian Andes demonstrate the climate had shifted suddenly and severely to capture the plants and preserve them until now.
- A man trapped in an Alpine glacier ("Oetzi") is frozen until his discovery in 1991.
- Tree rings from Ireland and England show this was their driest period.
- Ice core records showing the ratio of two oxygen isotopes retrieved from the ice fields atop Africa’s Mount Kilimanjaro, a proxy for atmospheric temperature at the time snow fell.
- Major changes in plant pollen uncovered from lakebed cores in South America.
- Record lowest levels of methane retrieved from ice cores from Greenland and Antarctica.
- Beginning of desertification of Sahara (35th century BC). The shift by the Sahara Desert from a habitable region to a barren desert.
Significant persons
- Ötzi the Iceman lived c.3300 BC.
- predynastic pharaohs, Tiu, Thesh, Hsekiu, Wazner
- Early Dynastic Period pharaohs, Ro, Serket, Narmer
Inventions, discoveries, introductions
- Beginnings of urbanisation in Mesopotamia with the Sumerians.
- First cities in Egypt (35th century BC).
- First writings in the cities of Uruk and Susa (cuneiform writings). Hieroglyphs in Egypt.
- Kurgan culture of what is now southern Russia and Ukraine domesticates the horse and develops the chariot.
- Potter's wheel used in Middle East.
- Sails used in the Nile.
- Construction in England of the Sweet Track, the World's first known engineered roadway.
- Drainage and sewage system in India
- Dams, canals, stone sculptures using inclined plane and lever in Sumer
- Copper was in use, both as tools and weapons.
- Bronze was in use, specifically by the Maykop culture.
- Mastabas, the predecessors of the Egyptian pyramids
- the earliest phase of the Stonehenge monument (a circular earth bank and ditch) dates to ca. 3100 BC.
- The Céide Fields in Ireland, arguably the oldest field system in world, are developed.
Centuries
- 40th century BC
- 39th century BC
- 38th century BC
- 37th century BC
- 36th century BC
- 35th century BC
- 34th century BC
- 33rd century BC
- 32nd century BC
- 31st century BC
External references
- [http://www.news-about-space.org/story/2409.html 3200 BC Climate Change]
-6
ja:紀元前4千年紀
sms wegetarianizm Dorota Rabczewska sylwester w grach milan italy hotels
|
|
|
| :: RELATED NEWS :: |
Prolepse
Die Erzähltheorie oder Erzählforschung ist eine interdisziplinäre Methode der Geisteswissenschaften, Kulturwissenschaften und Sozialwissenschaften. Die internationale Bezeichnung lautet "narratology" (im Englischen) und "narratologie". (im Französischen) Deshalb hat sich im Deutschen auch "Narratologie" eingebü
|
Suchbaum
In der Informatik ist ein Suchbaum eine auf Bäumen basierende abstrakte Datenstruktur, die sich dadurch auszeichnet, in ihr gespeicherte Objekte und Elemente einer geordneten Menge effizient suchen zu können.
Operationen
Suchbäume unterstützen die Op
|
Byssus
Byssus oder Byssos ist eine Bezeichnung für die Faser, (auch das Gewebe selbst), die aus den Ankerfäden der im Mittelmeer lebenden Edlen Steckmuschel (Pinna nobilis L.) gewonnen wurde. Die Faser ist goldglänzend, extrem fest und haltbar, insofern mit modernen Nylonfäden vergleichbar.
Die Steckmuschel ist die weitaus größte Muschel des Mittelmeers. Sie kann bis zu einen Meter lang werden. Heute ist die Steckmuschel geschützt, das Handw
|
MyBible
MyBible ist ein kostenloses Computer-Programm zum Anzeigen von verschiedenen Übersetzungen der Bibel auf dem Computer-Monitor.
Merkmale
Es können mehrere Bibelübersetzungen gleichzeitig parallel betrachtet werden. Eine schnelle Volltextsuche (Konkordanz-Funktion) ist integriert.
MyBible wurde von Daniel Rikowski, einem 1771 in Mitau, Kurland; † 10. April 1825 in Markgrafen, Kurland) war ein Schriftsteller, Dichter und Historiker.
Leben
Im Ok
|
The Faculty
The Faculty ist ein Horrorfilm aus dem Jahre 1998, produziert in den USA. Die Regie führte Robert Rodriguez. Der Film gehört zum Genre Horror bzw. Sci-Fi; in wirtschaftlicher Hinsicht gilt er als ein Flop.
Handlung
The Faculty ist weniger als Remake als Satire des Films
|
O-Fest
Das Oktoberfest in München (mundartlich auch: die Wiesn, oft falsch mit Apostroph „Wies'n“ geschrieben) ist das größte Volksfest der Welt. Es findet seit 1810 auf der Theresienwiese im Westen Münchens statt. Jahr für Jahr wird das Fest von über sechs Millionen Menschen besucht. Für die Wiesn brauen die Münchner Brauereien ein spezielles
|
Gore
Als Gore (engl. geronnenes Blut und durchbohren, aufspießen) wird – ähnlich wie Splatter – eine visuelle und affektorientierte Strategie der filmischen Körperdarstellung bezeichnet, die jedoch im Gegensatz zum Splatter ihr Hauptaugenmerk nicht so sehr auf das Zeigen böser Taten richtet, sondern mehr auf deren Ergebnis.
Während der Akt des Verletzens im Mittelpunkt des Splatters steht, wird beim Gore das Ergebnis in farbigen, klinisch detaillierten Groß-, Nah- und Detailaufnahmen präsentiert. Totale Zerstückelungen, Aus
|
O-Saft
Orangensaft ist ein Fruchtsaft, der durch Auspressen von Orangen hergestellt wird. Umgangssprachlich wird er oft als O-Saft bezeichnet und seltener, auch auf Verpackungen, als Apfelsinensaft.
Laut Fruchtsaft-Verordnung darf als Saft nur ein solches Getränk bezeichnet werden, das zu 100 % aus dem Fruchtsaft und Fruchtfleisch der entsprechenden Früchte stammt. Anders verarbeitete Formen sind der Fruchtnektar und das Fruchtsaft, der durch Auspressen von Orangen hergestellt wird. Umgangssprachlich wird er oft als O-Saft bezeichnet und seltener, auch auf Verpackungen, als Apfelsinensaft.
Laut Fruchtsaft-Verordnung darf als Saft nur ein solches Getränk bezeichnet werden, das zu 100 % aus dem Fruchtsaft und Fruchtfleisch der entsprechenden Früchte stammt. Anders verarbeitete Formen sind der Fruchtnektar und das | |