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Golf (Sport)

Golf (Sport)

Golf ist ein Rasenspiel. Der Sport wurde im Jahre 1457, durch ein vom schottischen Parlament verhängtes Spielverbot, das erste Mal schriftlich erwähnt. Das Verbot wurde aber bereits 1488 vom schottischen König James IV. wieder aufgehoben.

Regeln

1488 Die Golfregeln haben ihren Ursprung in dem 1754 gegründeten Royal & Ancient Golf Club of St Andrews. Seit dem wird nach den Regeln dieses Clubs gespielt. Heute werden die Regeln in Zusammenarbeit zwischen dem Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews in Schottland (R&A) und der USGA (United States Golf Association) in den Vereinigten Staaten definiert. Diese Regeln werden ständig erweitert und sind in der aktuellen Fassung bis Ende 2007 gültig. Neben den Golfregeln werden auch deren Auslegungen (Decisions) vom R&A veröffentlicht. Der R&A bildet die letzte Instanz in Regelstreitigkeiten und Fragen des Spielbetriebes. Ein entsprechendes Komitee prüft u.a. Golfschläger auf Regelkonformität. Varianten des Golfs sind Cross-Golf und Minigolf.

Ziel des Spiels

Minigolf Es gilt, einen Ball (mindestens 42,67 mm Durchmesser) mittels Schlägern mit möglichst wenig Schlägen von einer als Abschlag bezeichneten Fläche in Übereinstimmung mit den Golfregeln in ein 10,8 cm breites und bis zu ca. 550 m weit entferntes Loch zu spielen. Der Golfplatz umfasst 18 Spielbahnen und kann über 7.000 Meter lang sein.

Par-Zählweise

Par (kurz für Professional Average Result, also Profi-Durchschnittsergebnis) ist die Bezeichnung für die vorgegebene Schlagzahl an jedem Loch eines Golfplatzes. Es gibt Par-3-, Par-4- und Par-5-Löcher. Entscheidend für die Parzahl ist ausschließlich die Länge des Lochs, nicht die Schwierigkeit, die zusätzlich durch Bunker, Hügel, Wasser usw. erzeugt wird (siehe auch:Erschwernisse). Diese wird separat als Course- und Slope-Rating angegeben. Die Par-Werte entsprechen den vorgegebenen Schlagzahlen, die ein Handicap-0-Spieler (Scratchspieler), der keine Schläge gutgeschrieben bekommt, theoretisch erreichen müsste. Die Anzahl der tatsächlich benötigten Schläge wird am Scoreboard notiert: Wird der Ball mit dem ersten Schlag, also direkt vom Abschlag, in das Loch befördert so spricht man von einem "Hole-in-one" oder "Ass" (engl. Ace). Bei einem Par-3-Loch entspräche zum Beispiel der Eagle dem "Hole-in-one". Für die Platzierung im Turnier-Klassement ist zusätzlich zu den benötigten Schlägen, je nach Zählweise ("Brutto"- oder "Nettowertung"), auch noch das Handicap ausschlaggebend.

Stableford

Bei der Wertung nach Stableford werden bei Erreichung eines Par zwei Punkte. Für jeden Schlag mehr oder weniger bekommt man einen Punkt mehr oder weniger. Das schlechteste Ergebnis ist Null Punkte pro Loch. Diese Wertung wird sehr oft verwendet, da man auch bei einzelnen ganz schlecht gespielten Löchern immer noch ein akzeptables Gesamtergebnis erzielen kann.

Spielgerät

Gemäß den aktuellen Golfregeln können bis zu 14 Schläger vom Spieler auf eine Golfrunde mitgenommen werden. Diese Schläger werden in fünf Klassen unterteilt und unterscheiden sich hauptsächlich durch Länge, Loft und Material. Loft
- Hölzer :Für den Abschlag und die weiten Schläge (Bereich ab 140 m) auf der Spielbahn (Fairway) werden die Hölzer eingesetzt. :Ursprünglich wurden diese Schläger mit Köpfen und später mit Inlays aus tropischem Hartholz (Persimmon) versehen. Im Laufe der Entwicklung ist das Holz aus den Schlägern verschwunden und heute werden diese Schläger aus Legierungen von hochwertigen, leichten und elastischen Metallen gefertigt (Titan, Aluminium, aber auch Kevlar oder spezielle Stahle). Zu einem Standardschlägersatz gehören i. d. R. drei Hölzer (genannt Holz 1, 3, 5 oder 7). Aus den unterschiedlichen Lofts (ca. 8°–21°) und Schaftlängen (ca. 40-45 Zoll) ergeben sich die unterschiedlichen Schlagweiten.
- Eisen :Für die kürzeren Schläge (70–180 m) werden die Eisenschläger eingesetzt. Eisenschläger bieten im Vergleich zu den Hölzern eine höhere Ballkontrolle und können auch aus schwierigeren Lagen (halbhohes Gras, Semirough) eingesetzt werden. Zu einem Standardschlägersatz gehören die Eisen 3 bis 9, seltener ist ein Eisen 2 oder Eisen 1 anzutreffen. Die Lofts bewegen sich hier zwischen 20° und 45°, die Schaftlängen liegen im Bereich von 35-39 Zoll. :Als Alternative zu langen Eisen (Eisen 1 bis 4) werden zunehmend sogenannte Hybrid- oder Rescue-Schläger eingesetzt.
- Hybrid- oder Rescue-Schläger :Es handelt sich um eine Mischung aus Eisen- und Holzschläger, der zumeist als Ersatz für ein langes Eisen fungiert. Die Schaftlänge und der Loft sind ähnlich denen des entsprechenden Eisens, der Schlägerkopf ist voluminöser und ähnelt oft mehr dem eines Holzes. Diese Schlägerart kommt häufig im Rough und auf dem Fairway zum Einsatz. Bei einem Abschlag hat man mit einem Hybridschläger angeblich mehr Kontrolle als mit einem Holz. Loft
- Wedges :Für die kurzen Schläge rund ums Grün (unter 100 m) oder für schwierige Lagen (Bunker, Gräben, hohes Gras) werden die Wedges genutzt. In einen Standardsatz gehören das Pitching- und das Sand Wedge (für Sandbunker), es gibt aber noch einige andere Wedges wie das Gap- oder Lob Wedge. Die Lofts liegen bei 50°-60°, die Schaftlängen normalerweise zwischen 34 und 36 Zoll.
- Putter :Zum Einlochen des Balls auf dem Grün wird ein Putter genutzt, ein Schläger mit einem länglichen, flachen Schlägerkopf. Das Schlagen mit dem Putter wird hierbei Putten genannt. Der Ball fliegt dabei nicht durch die Luft wie bei den anderen Schlägern, sondern rollt über das Grün. Grün Grün
- Golfball :Die Größe und Beschaffenheit eines Golfballs werden in den Golfregeln definiert. Der Durchmesser eines Golfballs liegt bei mindestens 42,67 mm, das maximale Gewicht bei 45,93 g. Die Oberfläche des Balls ist mit mehreren Hundert in einem regelmäßigen Muster angeordneten Dimples (kleinen Dellen) versehen. Durch den Winkel des Schlägerkopfes wird der Ball beim Schlag in eine Rotation versetzt, die während des Fluges zur notwendigen Richtungsstabilität beiträgt. Durch die Oberflächenstruktur des Balles in Verbindung mit der Rotation erhält der Ball je nach Rotationsrichtung eine seitliche Ablenkung oder Auftrieb und fliegt damit dreimal weiter, als dies z.B. ein glatter Ball ohne Dimples tun würde. :Ein Golfball besteht aus einer harten Kunststoffschale (in der Vergangenheit wurde Guttapercha verwendet) mit unterschiedlichen Kernen. Neben Hartgummikernen werden zunehmend auch Mehrschichtkerne u.a. aus (Flüssig-)Metall genutzt. Siehe auch: Physik des Golfballs

Berühmte Golfspieler


- Bernhard Langer (Deutschland)
- Jack Nicklaus (USA)
- Annika Sörenstam (Schweden)
- Tiger Woods (USA)
- Seve Ballesteros (Spanien)
- siehe auch: Liste der Golfspieler

Große Turniere

Die vier größten jährlich stattfindenden Turniere sind die Majors. Das erste Major jedes Jahres ist im April das US Masters in Augusta, Georgia. Im Juni tritt die Weltelite zum US Open an. Das einzige Major auf nicht-amerikanischen Boden ist das British Open. Abschließend findet im September noch die USPGA Championship statt. Jedes zweite Jahr treten die Teams der USA und von Europa gegen einander an, um den Gewinner des Ryder Cups zu ermitteln. Jedes Team besteht aus zwölf Spielern, es werden sowohl Doppel- als auch Einzel-Partien gespielt.

Golfplatz

Golf wird auf Rasen auf einem Golfplatz gespielt. Dieser wird meistens durch einen Golfclub betrieben und von entsprechend spezialisierten Landschaftsarchitekten geplant (siehe auch Golfarchitekt). Da der Aufwand und die Pflege (Sportrasenpflege), um einen Golfplatz zu betreiben, sehr hoch ist, war Golf lange Zeit ein elitärer Sport. In der heutigen Zeit ist es aber auch für den Anfänger recht einfach, mit dem Golfen anzufangen, da es inzwischen viele öffentliche Golfplätze gibt. Auf diesen Plätzen kann jeder Golf üben und spielen. Dazu bieten die Plätze meistens eine Driving Range, ein Putting Green und Pitching Areas an. Diese sind gegen eine geringe Range Fee von jedem nutzbar. Auf nicht öffentlichen Golfplätzen dürfen meistens nur Mitglieder diese Übungseinrichtungen nutzen. In Deutschland, der Schweiz und wenigen anderen Ländern wird die Erlaubnis, auf einem Golfplatz zu spielen, sehr restriktiv gehandhabt: um auf einem Golfplatz spielen zu dürfen, benötigt man die sogenannte Platzreife (PR) oder Platzerlaubnis (PE), die in PE Kursen erworben werden kann. Hier werden die Grundlagen des Spiels und der Etikette erlernt. Wichtig ist, dass diese PE nur für den jeweiligen Golfclub gilt. Ein anderer Golfclub muss diese PE nicht anerkennen. Erst wenn man ein, durch einen Golfclub geführtes, Handicap vorweisen kann, darf man auf anderen außer dem Heimatplatz spielen. In den angloamerikanischen Ländern ist es im Allgemeinen für jeden möglich, einen Golfplatz zu benutzen, ausgenommen einige sehr traditionelle oder berühmte Golfplätze und private Clubs.

Range Fee

Die Range-Fee ist eine Gebühr, die von einem Golfclub erhoben wird, wenn Nichtmitglieder die Übungseinrichtungen (Driving Range, Pitching und Chipping-Green, Putting-Green) des betreffenden Clubs nutzen wollen.

Greenfee

Greenfee (auch Green Fee) kommt von den englischen Wörtern Green für Rasen/Wiese und Fee für Gebühr. Es ist das von einem Golfspieler zu entrichtende Entgelt, wenn er auf einem fremden Platz außerhalb seines Clubs spielt. Im Greenfee ist das Rangefee allerdings immer enthalten.

Siehe auch


- Caddie
- Greenfee
- Handicap
- Pitchgabel

Weblinks


- Verbände und Mitgliedschaften
  - [http://www.golf.de www.golf.de] Webseite des Deutschen Golfverbands
  - [http://www.asg.ch/ www.asg.ch] Webseite des schweizerischen Golfverbands
  - [http://www.golf.at www.golf.at] Webseite des österreichischen Golfverbands
- Wissenswertes
  - [http://www.golf-faq.de www.golf-faq.de] Fragen und Antworten zum Thema Golf
  - [http://www.babylonsounds.com/golf/ www.babylonsounds.com/golf] Wichtige Golfbegriffe und Ihre Bedeutung (FAQ)
  - [http://home.freiepresse.de/uwdel/golf.html home.freiepresse.de/uwdel/golf.html] kurzer Abriss über das Golfspiel und Golfbegriffe
  - [http://www.golf-oberoesterreich.com/golflexikon www.golf-oberoesterreich.com/golflexikon] Golflexikon mit den wichtigsten Begriffen
  - [http://www.golf.de/dgv/binarydata/Golfregeln_2004_2007_only_read.pdf www.golf.de/dgv/binarydata/Golfregeln_2004_2007_only_read.pdf] offizielle Golfregeln 2004-2007 (PDF-Datei 214 Seiten)
  - [http://www.golfsportmagazin.de www.golfsportmagazin.de] Deutschsprachiges Onlinemagazin mit aktuellen Golfnachrichten
- Sonderformen
  - http://www.x-tremegolf.at/ Golf der anderen Art in Österreich Kategorie:Sportart Kategorie:Golf ja:ゴルフ ko:골프 ms:Golf simple:Golf zh-min-nan:Soaⁿ-kiû

Rasenspiel

Ein Rasenspiel ist ein Spiel (eine Sportart) auf einer Rasenfläche. Dabei ist sowohl natürlich gewachsener Rasen als auch Kunstrasen gemeint. Das berühmte Tennisturnier in Wimbledon findet auf Rasen statt. Der Begriff wird heute nur noch selten gebraucht. In vielen Vereinsnamen die mit VfR beginnen, bedeutet das R Rasensport. Typische Rasensportarten sind:
- Fußball
- Golf
- Hockey (wird viel auch auf Kunstrasen betrieben)
- Polo
- Rasenradball Kategorie:Sportart

1457

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 1. März: Gründung der Brüder-Unität in Kunwald
- 21. September: Gründung der Universität Freiburg

Geboren


- 28. Januar: Heinrich VII., König von England († 1509)
- 13. Februar: Maria von Burgund, ab 1477 Herzogin von Burgund (†1482)
- 21. September: Hedwig Jagiellonica („Jadwiga“), Ehefrau Herzog Georgs des Reichen († 1505)

Gestorben


- 16. März Ladislaus Hunyadi, ungarischer Politiker, (
- 1433)
- 17. April: Wartislaw IX., Herrscher von Pommern-Wolgast (
- 1400)
- 29. Mai: Johann Schleeter, Weihbischof in Köln
- 1. August: Lorenzo Valla, italienischer Humanist und Kanoniker (
- 1405 oder 1407)
- 19. August: Andrea del Castagno, italienischer Maler (
- 1421)
- 24. Oktober: Margarete von Baden, Markgräfin von Baden (
- 1431)
- 23. November: Ladislaus Postumus, Herzog von Österreich, König von Böhmen und als Ladislaus V. König von Ungarn (
- 1440) ko:1457년

1488

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Jakob IV. wird König von Schottland
- Bartolomeo Diaz erforscht Algoabai und Mosselbaai in Südafrika und entdeckt dabei das Kap der Stürme
- 20. Januar: Stjepan Vukčić Kosača wird zum Herzog der Herzegowina erhoben

Geboren


- 6. Januar: Helius Eobanus Hessus, evangelischer Humanist († 1540)
- 25. Januar: Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, deutscher Heerführer († 1531)
- 19. März: Johannes Magnus, schwedischer Geistlicher († 1544)
- 21. April: Ulrich von Hutten, deutscher Humanist († 1523)
- 7. August: Caspar Aquila, deutscher Theologe († 1560)
- 15. August: Fernando Kolumbus, spanischer Seefahrer
- Otto Brunfels, deutscher Botaniker († 1534)
- Georg Rhaw, deutscher Buchdrucker und Thomaskantor († 1548)
- Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, deutscher Heerführer († 1531)

Gestorben


- 11. Juni: Jakob III. (Schottland), von 1460 bis 1488 König von Schottland (
- 1451)
- 18. Juli: Alvise Cadamosto, italienischer Seefahrer und Entdecker (
- 1432)
- 9. September: Franz II. Herzog der Bretagne (
- 1435)
- 10. Oktober: Andrea del Verrocchio, italienischer Künstler (
- 1435) ko:1488년 simple:1488

1754

Ereignisse


- Franzosen- und Indianerkrieg in Nordamerika beginnt
- Kongress von Albany (New York)
- John Canton erkennt die elektrische Influenz (gemeinsam mit Johann Carl Wilcke)
- Joseph Black entdeckt Kohlendioxid
- Columbia-Universität wird gegründet

Kultur


- 23. Oktober: Uraufführung der Oper Anacréon von Jean-Philippe Rameau in Fontainebleau
- 10. November: Uraufführung des musikalischen Dramas L'Issipile von Ignaz Holzbauer in Mannheim
- Gründung des Herzog Anton Ulrich-Museum

Geboren


- 14. Januar: Jacques Pierre Brissot, französischer Revolutionär († 1793)
- 21. Januar: Johann Kaspar Riesbeck, Jurist, deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Illuminat († 1786)
- 2. Februar: Charles-Maurice de Talleyrand, französischer Diplomat († 1838)
- 8. Februar: Isaac Tichenor, oberster Richter, Gouverneur und Senator Vermonts († 1838)
- 26. Februar: Josef Karel Ambrož, tschechischer Komponist († 1822)
- 17. März: Jeanne-Marie Roland de la Platière, französische Revolutionärin († 1793)
- 23. März: Jurij Vega, slowenischer Mathematiker in Diensten der kaiserlichen Armee († 1802)
- 9. April: Antonín František Bečvařovský, tschechischer Komponist († 1823)
- 1. Mai: Bernhard Heinrich Overberg, deutscher Theologe und Pädagoge († 1826)
- 7. Mai: Joseph Joubert, französischer Moralist († 1824)
- 12. Mai: Franz Anton Hoffmeister, deutscher Komponist († 1812)
- 20. Mai: Elisa von der Recke, Dichterin und Schriftstellerin († 1833)
- 23. Mai: Andrea Appiani, italienischer Maler († 1817)
- 4. Juni: Franz Xaver von Zach, deutsch-österreichischer Astronom, Geodät, Mathematiker, Wissenschaftshistoriker und Offizier († 1832)
- 18. Juni: Anna Maria Lenngren, schwedische Schriftstellerin († 1817)
- 28. Juni: Claude François de Malet, französischer General († 1812)
- 8. Juli: Franz Troglauer, Räuberhauptmann und Wilderer in Nordbayern († 1801)
- 13. Juli: Alois von Beckh-Widmanstätten, österreichischer Drucker († 1849)
- 20. Juli: Antoine Louis Claude Destutt de Tracy, französischer Philosoph († 1836)
- 31. Juli: Bon Adrien Jeannot de Moncey, französischer General und Marschall von Frankreich († 1842)
- 23. August: Ludwig XVI., französischer König (guillotiniert 1793)
- 1. September: August Hermann Niemeyer, deutscher Theologe und Pädagoge († 1828)
- 9. September: William Bligh, britischer Seeoffizier und Gouverneur († 1817)
- 20. September: Paul I., Zar von Russland von 1796 bis 1801 († 1801)
- 26. September: Joseph-Louis Proust, französischer Chemiker († 1826)
- 2. Oktober: Louis de Bonald, französischer Staatsmann und Philosoph († 1840)
- 6. November: Friedrich I. (König von Württemberg), König von Württemberg († 1816)
- 27. November: Johann Georg Adam Forster, deutscher Naturforscher und Literat (†1794)
- 4. Dezember: Friedrich Julius Heinrich von Soden, Schriftsteller († 1831)
- Jacques Pierre Brissot, französischer Revolutionär und einer der Führer der Girondisten
- Jean-Baptiste Meusnier de la Place
- Wade Hampton I., US-amerikanischer Großgrundbesitzer, General und Politiker († 1835)

Gestorben


- 28. Januar: Ludvig Holberg, dänisch-norwegischer Dichter (
- 1684)
- 2. Februar: Tilmann Joseph Godesberg, deutscher Priester und Offizial im Erzbistum Köln (
- 1690)
- 6. März: Henry Pelham, britischer Premierminister (
- 1696)
- 18. März: Germain Boffrand, Baumeister (
- 1667)
- 9. April: Christian Wolff, deutscher Universalgelehrter, Philosoph, Jurist und Mathematiker (
- 1679)
- 3. Mai: Joachim Daniel von Jauch, deutscher Ingenieuroffizier und Architekt (
- 1688)
- 14. August: Maria Anna von Österreich, Erzherzogin von Österreich und Königin von Portugal (
- 1683)
- 8. Oktober: Henry Fielding, britischer Schriftsteller (
- 1707)
- 28. Oktober: Friedrich von Hagedorn, bürgerlicher Rokokodichter (
- 1708)
- 25. November: Johann Andreas von Franken-Siersdorf, Generalvikar in Köln (
- 1696)
- 27. November: Abraham de Moivre, französischer Mathematiker (
- 1667) ko:1754년

The Royal and Ancient Golf Club of St Andrews

The Royal and Ancient Golf Club of St Andrews in St Andrews, Schottland wurde bereits 1754 gegründet und ist die Heimat des Golfsports. Seine Anlage hatte ursprünglich 22 Löcher. Bereits am 4. Oktober 1764 wurde sie jedoch um vier Löcher auf 18 reduziert, um die Entfernungen zu vergrößern und damit das Spiel zu erschweren. Als der Club maßgeblich für die Golfregeln wurde, erhielten alle Golf-Anlagen nach und nach 18 Löcher (bzw. ein Vielfaches davon). Der R&A ist heute der Herausgeber der offiziellen Golfregeln und einer der Austragungsorte der British Open. Der Linkscourse in St Andrews (Old Course) ist der berühmteste Golfplatz der Welt und das Mekka der Golfer.

Weblinks


- [http://www.randa.org/ Official website of The R & A]
- [http://www.standrews.com/ St Andrews, Infos und Reisen] Kategorie:Golf ja:ロイヤル・アンド・エンシェント・ゴルフクラブ・オブ・セント・アンドリュース

United States Golf Association

Die United States Golf Association (USAG) wurde am 22. Dezember 1894 gegründet und ist seitdem die regelnde Organisation des Golfsports in den Ländern USA und Mexico. Die USGA arbeitet, zusammen mit dem schottischen Ur-Golfclub St. Andrews, permanent an den Golfregeln, veranstaltet 13 nationale Turniere jährlich, kontrolliert Golfplätze und unterstützt Initiativen und Programme rund um Golf in den USA.

Weblinks


- [http://www.usga.org www.usga.org] Kategorie:Golf

USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik. Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht. Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.

Geographie

Hauptartikel: Geographie der USA Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten. Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa. Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km. Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km

Fläche

Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km² Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA. deutscher Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv. Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden. Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen

Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen. Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig. Siehe auch:

- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten

Religion

Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen. Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen

Geschichte

Hauptartikel Geschichte der USA Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt. Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging. Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.

Indianerpolitik

Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.

Sklaverei und Rassentrennung

South Dakota]] Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob. Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen. Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.

Industrialisierung

1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan. Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.

Börsenkrach und New Deal

Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.

Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er

Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben. Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.

1980er

In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der USA Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive. Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit. Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer. Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt. An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat. In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner). Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA

Innenpolitik

In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (19932001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben. Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger. Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle. Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.

Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.

Außenpolitik

Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.

Früher Isolationismus

Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.

Frühes 20. Jahrhundert

Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen. Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.

1920 bis zur Nachkriegszeit

Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können. Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.

Kalter Krieg

Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen. Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren. Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt. Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.

Die Außenpolitik der Regierung Clintons

Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA. Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.

Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001

Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea. Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei. Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt. Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben. George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen. Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus. Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | :Kategorie:US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott:
Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- [http://usinfo.state.gov/usa/infousa/trade/files/98-916.pdf Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004]

Gliederung

US-Interventionen im Ausland Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA). Liste der Städte in den USA Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesonders im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen. Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versa


2007

Auf dieser Seite erscheinen wichtige Ereignisse des Jahres 2007, deren Termine bereits feststehen. Das Jahr 2007 ist kein Schaltjahr und hat 365 Tage. ----

Voraussichtliche Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Bulgarien und Rumänien treten wahrscheinlich der EU bei
- 1. Januar: Litauen, Slowenien und Estland führen wahrscheinlich den Euro ein
- 1. Januar: in der Schweiz tritt voraussichtlich das neue Partnerschaftsgesetz in Kraft
- 31. Dezember: in Deutschland endet voraussichtlich das Briefmonopol der Deutschen Post
- Der Weltwirtschaftsgipfel tagt Anfang Juni im Ostseebad Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern)

Gesellschaft


- In England findet mit dem 21st World Scout Jamboree das bisher weltgrößte Pfadfinderlager statt
- Die Stadt Mannheim feiert 400 Jahre Stadtrecht
- Am 11. Juni umfangreiche Feierlichkeiten zum 850. Geburtstag der Mark Brandenburg
- Das Bistum Bamberg feiert sein 1000-jähriges Bestehen
- Die Stadt Holzgerlingen feiert 1000-jähriges Bestehen mit vielen jahresverteilten Projekten

Sport


- Die Alpine Skiweltmeisterschaft findet in Schweden statt
- Die Tischtennis-Weltmeisterschaft findet in Zagreb statt
- Mannheim veranstaltet die Europameisterschaft der Springreiter
- In China wird die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen
- am 4. Februar findet Super Bowl XLI in Miami, Florida statt, das größte Einzelsportereignis der Welt
- Im Juni wird der 32. America's Cup in Valencia ausgetragen
- Kanu-WM in Duisburg vom 8. August bis 12. August
- Handball-WM in Deutschland vom 20. Januar bis 4. Februar
- Die 11. Leichtathletik-Weltmeisterschaften finden im japanischen Osaka statt
- Die Islandpferde-Weltmeisterschaften finden vom 6. bis 12. August in den Niederlanden statt
- Die 13. Welt Gymnaestrada, eine der größten Sportveranstaltungen der Welt, findet vom 8. bis 14 Juli in Dornbirn/Österreich statt

Wissenschaft und Technik


- Der Teilchenbeschleuniger („Large Hadron Collider“, LHC) des europäischen Forschungszentrums für Teilchenphysik bei Genf, kurz CERN, wird fertiggestellt und in Betrieb genommen
- 3. März: Totale Mondfinsternis
- 30. Juni: Der Support für das letzte auf MS-DOS basierende System Windows Millennium läuft aus. Damit ist die DOS-Ära faktisch zu Ende
- Mercedes wird die neue C-Klasse vorstellen
- Die Robert Bosch GmbH will mit der Serienproduktion von Komponenten für Hybridantriebe beginnen
- Der Lötschberg-Basistunnel wird im Dezember in Betrieb genommen

Kultur


- 16. Juni: Eröffnung der Documenta 12 in Kassel. Parallel dazu finden in Münster die Skulptur.Projekte statt ja:2007年 ko:2007년 simple:2007 th:พ.ศ. 2550

Cross-Golf

Crossgolf (auch X-Golf, Stadtgolf oder Trashgolf) ist eine Variante des klassischen Golf. Hierbei wird auf jegliche Etikette verzichtet. Auch die Austragungsorte entsprechen nicht denen des klassischen Golf. Es wird überall dort gespielt, wo ausreichend Platz vorhanden ist; solche Spielorte können Wiesen, Parkanlagen oder Äcker, aber auch alte Fabrikanlagen oder Straßen sein. Legalität spielt dabei eine untergeordnete Rolle, wobei jedoch versucht wird, stets auf die Gesundheit unbeteiligter Personen zu achten. Benötigt werden nur Schläger, Bälle und ein Gelände zum Spielen. Die Teilnehmer entscheiden gemeinsam über ein Zielobjekt; als solches kann, im Gegensatz zum konventionellen Golf, auch ein, in der bespielten Umgebung vorgefundenes, Objekt dienen. Geschlagen wird abwechselnd, jeder Spieler mit seinem eigenen Ball. Das Spiel ist beendet, wenn alle Spielteilnehmer das Ziel erreicht haben. Wie im traditionellen Golf entscheidet der Golfer mit den wenigsten Schlägen das Spiel für sich. Allerdings sind die Regeln im Allgemeinen natürlich nicht festgelegt und daher werden auch überall unzählige Variationen gespielt. Crossgolf ist eine bei jungen Menschen stetig an Popularität gewinnende Trendsportart. Die Crossgolfer messen sich in offiziellen wie inoffiziellen Turnieren, die sich bisweilen großer Beliebtheit erfreuen. So spielten beim Stadtgolfturnier in London, das auf Straßen, Treppen, Hinterhöfen und in U-Bahnstationen stattfand, auch Prominente und Profigolfer mit. In Deutschland gibt es mit den Firegolfer Crossgolf Open sowie dem NBG Cup zwei große Turniere dieser Art. In dem Film Fight Club spielen die beiden Hauptdarsteller, Brad Pitt und Edward Norton, in einer kurzen Szene diese Golf-Variante bzw. machen Lust darauf, indem sie einfach in die Gegend abschlagen, bis es klirrt. Einige Jahre zuvor bereits schlagen die Hauptdarsteller der in den Staaten bekannten Fernsehserie MASH 4077th ihre Bälle auf die Minenfelder und verzeichnen das Explodieren einer Mine als "eingelocht".

Weblinks


- http://www.ackergolf.de
- http://www.agb-golf.de
- http://www.akute.ch
- http://www.ballverchecker.de.tp
- http://www.crossgolf.com
- http://www.crossgolfer.de
- http://www.crossgolfforum.de
- http://www.crossgolf-emsbueren.tk
- http://www.crossgolf-paradise.de
- http://www.cross-golf.ch
- http://www.delu-x-golfer.de.vu
- http://www.firegolfer.de
- http://www.einwohner.de/cgceltersdorf05
- http://www.golfkrieg-hannover.de
- http://www.golfsquad.de
- http://www.holzundeisen.de
- http://www.hurricane-crossgolf.de
- http://www.mainhattenxgolfers.de
- http://www.naturalborngolfers.com
- http://www.swc-golf.de
- http://www.teeflieger.de
- http://www.theputtz.de
- http://www.turbogolfer.ch
- http://www.trashgolf.ch
- http://www.urbangolf.ch
- http://www.wastedballz.de
- http://www.xgolfer.de Kategorie:Golf Kategorie:Freizeitsport

Durchmesser

Der Durchmesser (griech. Diameter) ist die Entfernung zwischen den Schnittpunkten eines Kreises mit einer Geraden, die dessen Mittelpunkt schneidet. Der Durchmesser einer Kugel ergibt sich, wenn diese durch das Kugelzentrum geschnitten wird, wobei auf der Schnittfläche wiederum ein Kreis entsteht. Die Hälfte eines Durchmessers nennt man Radius. Durchmesser ist nicht Querschnitt. Das Verhältnis Umfang (U) eines Kreises zum Durchmesser ist die Kreiszahl \pi (pi), sie ist ungefähr 3,14159. Die Formel für den Durchmesser (d) lautet: d = \frac. In der Metallverarbeitung kann zum Beispiel der Durchmesser einer Bohrung oder eines Bolzens mit dem geeigneten Messmittel gemessen werden. Dazu ist das gemessene Maß mit der Angabe auf der Konstruktionszeichnung zu vergleichen. Der Durchmesser entspricht dabei dem größten Maß, das rechtwinklig zur Bohrungs- oder Bolzenachse gemessen wird. Kugeldurchmesser werden auch bei Sonnen, Planeten oder Monden angegeben, die jeweils eine Kugel darstellen. Eine Verallgemeinerung ist der Durchmesser eines metrischen Raums M in der Mathematik. Er ist definiert als das Supremum aller Abstände je zweier Punkte des Raumes, : \operatorname(X) := \sup\ Für Kreise und Kugeln in Euklidischen Räumen stimmt diese Definition mit dem oben genannten geometrischen Begriff überein.

Siehe auch


- | Äquivalentdurchmesser | Aerodynamischer Durchmesser | Konjugierte Durchmesser | Idealkritischer Durchmesser | Biparietaler Durchmesser | Kategorie:Geometrie ja:径

Abschlag (Golf)

Ein Golfplatz verfügt in der Regel über 18 Spielbahnen, auf denen Golf gespielt wird. Wesentliche Elemente einer Spielbahn sind Abschläge, Fairway und Grün (mit Loch), jeweils aus einer Vegetationsdecke mit unterschiedlichen Sportrasenarten. Dazu kommen noch die Bunker, Wasserhindernisse (künstliche oder natürliche Teiche / Wasserläufe) und das Rough. Die meisten Golfplätze verfügen darüberhinaus über eine Driving Range (Übungswiese), Putting Greens (Übungsgrüns) und mehrere Kurzbahnen (Short Course). Zu einem Golfplatz gehört in der Regel ein Clubhaus mit dem so genannten 19. Loch, einer Gaststätte. Die Anzahl der Golfbahnen auf einem Platz ist in der Regel durch 9 teilbar. D. h. es gibt Plätze mit 9, 18, 27, 36 usw. Bahnen. Golfbahnen (auch verkürzt "Löcher" genannt) werden entsprechend ihrer Länge in 3 Kategorien eingeteilt: Par-3-Löcher: Hier sollte der Spieler idealerweise mit drei Schlägen den Ball eingelocht haben. Par 3 Löcher sind so angelegt, dass der Spieler das Grün mit dem ersten Schlag erreichen kann. Mit zwei weiteren Putts soll dann der Ball eingelocht sein. Hat der Spieler ein Par-3-Loch mit 3 Schlägen beendet hat er "Par" gespielt. Ein Schlag unter Par, also nur zwei Schläge bei einem Par-3-Loch, nennt man "Birdie". Braucht der Spieler lediglich einen Schlag, er locht also mit dem Abschlag ein, nennt man das ein "As" / "Ass" oder ein "hole in one". Braucht der Spieler 4 Schläge bei einem Par-3-Loch, hat ein "Bogey" gespielt, braucht er 5 Schläge nennt man das Ergebnis "Doppel-Bogey". Par-3-Löcher können bis zu 230 m lang sein und sind die kurzen Bahnen eines Golfplatzes. Ein 18-Loch-Golfplatz hat meist vier kurze Bahnen. Par-4-Löcher: Hier sollte der Spieler idealerweise mit 4 Schlägen eingelocht haben. Der Ball wird abgeschlagen, landet auf dem Fairway und wird dann mit dem zweiten Schlag auf das Grün geschlagen. Mit zwei weiten Putts sollte der Ball eingelocht sein. Hat der Spieler das Par-4-Loch mit vier Schlägen beendet, hat er Par gespielt. Analog zu den Ausführungen bei den Par-3-Löchern nennt man ein Spielergebnis mit einem Schlag unter Par "Birdie", zwei Schläge unter Par "Eagle", 3 Schläge unter Paar "Ass" oder "hole in one". Ein Schlag über Par, also 5 Schläge nennt man wiederum "Bogey" und 2 Schläge Par "Doppel-Bogey". Par-4-Löcher können bis ca. 440 m lang sein. Ein 18-Loch-Golfplatz hat meist 10 Par-4-Löcher. Par-5-Löcher: Hier sollte der Spieler idealerweise mit 5 Schlägen eingelocht haben. Der Ball wird abgeschlagen, auf dem Fairway weitergespielt und mit dem 3. Schlag auf das Grün geschlagen. Hinzu kommen wiederum 2 Putts. Auf einem Par-5-Loch spielt man also mit 5 Schlägen Par, mit 4 Schlägen "Birdie", mit 3 Schlägen "Eagle" mit zwei Schlägen "Albatros" oder "Double-Eagle". Braucht der Spieler 6 Schläge, spielt er "Bogey", braucht er 7 Schläge, spielt er "Doppel-Bogey". Par-5-Löcher können deutlich über 500 m lang sein, es sind die langen Löcher des Platzes. Ein 18-Loch-Golfplatz hat meist 4 Par-5-Löcher. Fairway Zu einem 9er-Course gehören meist 2 Par-3-Bahnen (ohne Knie), 5 Par-4-Bahnen (ggf. mit einem Knie in der Spielbahn) und 2 Par-5-Bahnen (Bahn mit ggf. 1 oder 2 Doglegs (Knien)). Die Anzahl der Schläge auf einem 9er-Parcours sind somit 36. In der Regel werden 2 Halbrunden gespielt d. h. 18 Bahnen. Das entspricht etwa einem Par von 72. Zur technischen Ausstattung gehört ein Greenkeeper-Bereich mit Unterstellmöglichkeiten von Rasenpflegemaschinen. Zu den meisten modernen Golfplätzen gehört eine künstliche Beregnungsanlage. Der Trinkwasserverbrauch in südlichen Ländern liegt bei bis zu 10 mm, d.h. 10 l pro Quadratmeter. Viele Plätze sind eher für anspruchsvollere Spieler (niedriges Golfhandicap) ausgelegt. Diese Golfplätze werden als Turnierplätze bezeichnet.

Spielbahn

Abschlag

Ein Abschlag ist ein Bestandteil einer Golfplatzbahn (engl. tee oder tee box). Meist ist der Abschlag leicht erhöht und beschreibt ein Rechteck. Zum Abschlagen wird der Golfball auf einen Holzstift gesetzt, der ebenfalls Tee genannt wird. Ein Golfplatz besitzt in der Regel 4 verschiedene Abschläge je Spielbahn: einen Damenabschlag (rot), einen Herrenabschlag (gelb), einen Turnierabschlag für Damen (schwarz) und einen Turnierabschlag für Herren (weiß). Beim Abschlagen des Balls entstehen häufig Schäden auf der Abschlagfläche, so genannte Divots. Diese Schäden in der Grasnarbe werden durch Nachsaat und Düngung wieder repariert.

Fairway

Das Fairway ist der Bestandteil einer Spielbahn beim Golf. Es ist der gemähte Bereich zwischen Abschlag und Grün. Bei Par-4- und Par-5-Löchern können die Fairways einen oder auch mehrere Knicks (Dogleg) haben. Der Bereich zwischen dem Fairway und dem umliegenden nichtgemähten Bereich wird als "Semirough" bezeichnet. Aus spieltechnischen Erschwernisgründen sind die Fairways häufig an spielstrategischen Punkten mit Bunkern ausgestattet.

Grün

Das Grün (Green) ist der Zielbereich beim Golf. Die Fläche eines einzelnen Grüns beträgt etwa 450 bis 600 m². Die Gesamtfläche aller Grüns auf einem Golfplatz beträgt etwa 8000 m². Das Grün wird im Sommer täglich auf eine Länge von 4 mm (Turniernorm: 3,2 mm = 1/8" = 0,125 Zoll) geschnitten. Der Übergang zum höheren Rasenumfeld wird als Vorgrün (Semigreen) bezeichnet. Um das Grün schwieriger zu gestalten, werden seitens des Golfarchitekten Schwellen (Breaks) eingebaut. Ein gutes Grün sollte mehrere Fahnenpositionen (Einspielloch) ermöglichen. Um das Grün herum liegen häufig Bunker (Sandlöcher), die das Anspiel erschweren sollen. Der Bereich vor dem Grün wird als Anspielbereich (Approach) bezeichnet. Die Golfspieler sind zur besonderen Schonung des Grüns angehalten. Beschädigungen durch den Ball werden mit Hilfe einer Pitchgabel ausgebessert. Das kurzgeschnittene Gras wächst auf einer sogenannten 20 cm starken Rasentragschicht, die aus Sand und Oberboden besteht. Diese körnige Tragschicht soll ein Versickern von Oberflächenwasser (Regen bzw. Beregnungsanlage) ermöglichen. Um das Einlochen auf den Grüns zu üben, gibt es auf den meisten Golfplätzen ein sogenanntes Putting-Green, das zu keiner Spielbahn gehört. Hier kann das Einlochen mit einem speziellen Schläger (Putter) geübt werden.

Loch

Ein Loch ist im Golf das Ziel einer Spielbahn, in die der Ball gespielt werden soll. Ein solches Loch (engl. "hole") ist eine genormte, zylindrische Metallhülse, mind. 10 cm (4 Inches) tief mit einen genormten Durchmesser (108 mm, bzw. 4,25 Zoll/Inches). Das Loch befindet sich auf dem Grün (dem besonders kurz gemähten Rasen am Ende der Spielbahn) und ist mit einer Fahne markiert. Zur besseren Verteilung der Belastung auf dem Grün wird das Loch öfters versetzt, es befindet sich also nicht immer an der selben Stelle auf dem Grün. Auch die Spielbahnen werden im Golf "Loch" genannt. Eine Golfrunde geht normalerweise über 18 Loch, entsprechend gibt es meist 18-Loch- und 9-Loch-Golfplätze. Der Ausdruck "19. Loch" wird scherzhaft für die Bar im Clubhaus genutzt.

Rough

Als Rough (das Raue) werden die Teile eines Golfplatzes bezeichnet, die zwischen den Spielbahnen liegen. Die Roughbereiche werden nur zweimal jährlich gemäht und liegen im Ballsicherheitsabstand zwischen den Bahnen. Als Semirough wird der Übergangsbereich zwischen Fairway und Rough bezeichnet. Innerhalb des Roughs kann noch die Unterscheidung in Hardrough (längere Gräser) und bespielbares Rough (kürzeres Rough) gemacht werden. Golfspieler lieben das Rough in einer Grashöhe, die es ermöglicht, verschlagene Bälle wiederaufzufinden.

Bunker

Ein Golfbunker ist ein Sandhindernis (Grube), der das Golfspielen auf einer Spielbahn erschweren soll. Damit die Bunker schon von weithin erkennbar sind, ist ihre Rückseite hochgezogen. Landet der eigene Ball in einem Bunker, ist dadurch auch Blick und Weg Richtung Grün (Loch) versperrt. Fairwaybunker sind links und rechts des Fairways angeordnet und liegen im Zielbereich der Spieler mit nie