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Golf von Guinea
Der Golf von Guinea bezeichnet den Teil des Atlantischen Ozeans, der von den Küsten Westafrikas im Norden und Osten begrenzt wird. Im Norden und Osten grenzt er an das Küstenland der Regionen Ober- und Niederguinea und im Süden an das Angolabecken.
Im Golf von Guinea liegen die Inseln São Tomé und Príncipe, die einen unabhängigen Staat bilden, sowie Bioko und Annobón, die zu Äquatorialguinea gehören. Sie entstanden durch einen vulkanischen Hot Spot, der auch den Kamerunberg auf dem afrikanischen Festland hervorbrachte.
Der an Kamerun und das Nigerdelta in Nigeria angrenzende innerste Teil des Golfes wurde bis 1973 als Bucht von Biafra bezeichnet, nach dem Biafra-Krieg verfügten die nigerianischen Machthaber eine Umbenennung in "Bight of Bonny". Ein weiterer Teil ist die Bucht von Benin.
Die Küste von Oberguinea hat vier Abschnitte, deren Namen noch aus der Kolonialzeit stammen:
Pfefferküste (heute Liberia), Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), Goldküste (heute Ghana) und die Sklavenküste (heute Togo, Benin und der Westteil Nigerias). Die Namen zeigen, welche "Ware" in welchem Küstenabschnitt bevorzugt gehandelt und verladen wurde.
Nach einem umstrittenen griechischen Bericht des Altertums, nimmt man heute an, dass bereits die punischen Phönikier in einer Expedition unter Hanno dem Seefahrer um 470 v. Chr. den Golf erreichten.
Kategorie:Meer
Kategorie:Geographie (Afrika)
Kategorie:Geographie (Kamerun)
ja:ギニア湾
ko:기니 만
zh-min-nan:Guinea-oan
Westafrika
Unter Westafrika versteht man im allgemeinen den westlichen Teil des Afrikanischen Kontinents, nordwärts bis etwa zur Zentralsahara, im Süden durch den Atlantischen Ozean begrenzt.
Westafrikanische Staaten
In Westafrika befinden sich die folgenden Staaten:
- Benin (Hauptstadt Porto-Novo / Regierungssitz Cotonou)
- Burkina Faso (Hauptstadt Ouagadougou)
- Côte d'Ivoire (Hauptstadt Yamoussoukro / Regierungssitz Abidjan)
- Gambia (Hauptstadt Banjul)
- Ghana (Hauptstadt Accra)
- Guinea (Hauptstadt Conakry)
- Guinea-Bissau (Hauptstadt Bissau)
- Kamerun (Hauptstadt Yaounde)
- Kap Verde (Hauptstadt Praia)
- Liberia (Hauptstadt Monrovia)
- Mali (Hauptstadt Bamako)
- Mauretanien (Hauptstadt Nouakchott)
- Niger (Hauptstadt Niamey)
- Nigeria (Hauptstadt Abuja)
- São Tomé und Príncipe (Hauptstadt São Tomé)
- Senegal (Hauptstadt Dakar)
- Sierra Leone (Hauptstadt Freetown)
- Togo (Hauptstadt Lomé)
Kultur
Lomé
In Westafrika werden über die Hälfte der afrikanischen Sprachen gesprochen. Es dominieren die niger-kordofanische Sprachgruppe und die afro-asiatische Sprachgruppe.
Siehe auch
- Economic Community of West African States
ja:西アフリカ
ko:서아프리카
Niederguinea (Region)Niederguinea ist einer von zwei Großbereichen der Guinea-Region in Teilen von Zentral- und Südwest-Afrika.
Er erstreckt sich vom Kamerun bis nach Angola, wird von der Niederguineaschwelle bestimmt und weist einen schmalen Küstenstreifen mit tropischem Regenwald und Savannen auf.
Länder
Diese Länder liegen teilweise oder ganz in der afrikanischen Region Niederguinea:
- Kamerun
- Äquatorialguinea
- Gabun
- Republik Kongo
- Cabinda (zu Angola)
- Demokratische Republik Kongo
- Angola
Flüsse
Der größte Fluss der afrikanischen Region Niederguinea ist der Kongo.
Siehe auch
- der zweite Großbereich der Guinea-Region: Oberguinea (Region)
Kategorie:Geographie (Afrika)
São Tomé und Príncipe
Der Inselstaat São Tomé und Príncipe [] liegt im Golf von Guinea etwa 200 km vor der Küste Afrikas westlich vor Äquatorialguinea und Gabun.
Geographie
São Tomé und Príncipe ist der kleinste Staat Afrikas, über 90 % der Einwohner leben auf der südlichen, größeren Insel São Tomé, die 48 km lang und 32 km breit ist. Sie ist die gebirgigere der beiden Inseln. Die höchste Erhebung ist 2.024 m hoch. Auf São Tomé liegt die gleichnamige Hauptstadt.
Die nördlichere, kleinere Hauptinsel Príncipe, ist etwa 16 km lang und 6 km breit, die höchste Erhebung der Insel Príncipe misst 927 Meter.
Beide Inseln sind Teil einer durch vulkanische Aktivitäten entstandenen Gebirgskette, jedoch gibt es dort keine aktiven Vulkane mehr.
Die südliche Spitze São Tomés reicht an den Äquator.
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005):
#São Tomé: 56.166 Einwohner
#Santo Amaro: 8.239 Einwohner
#Neves: 7.392 Einwohner
#Santana: 6.969 Einwohner
#Trindade: 6.636 Einwohner
Siehe auch: Liste der Städte in São Tomé und Príncipe
Bevölkerung
Das Bevölkerungswachstum liegt bei etwa 3 %, die Säuglings- und Kindersterblichkeit bei 6 % bzw. 7,7 %. Die Lebenserwartung beträgt 64 Jahre.
Neben der Amtssprache Portugiesisch, die gleichzeitig als Lingua Franca fungiert, werden auf den Inseln noch verschiedene auf dem Portugiesischen und westlichen Bantu-Sprachen basierende Kreolsprachen gesprochen: Saotomense (70.000), Principense (1.500) und Angolar (5.000).
Etwa 80 % der Bevölkerung sind Katholiken.
Geschichte
Kolonialzeit
Als Entdecker der Inseln gilt der portugiesische Seefahrer João de Santarém, der im Auftrag des Kaufmanns Fernão Gomes, welcher vom portugiesischen König Alfons V. das Recht erworben hat, jährlich 100 Leguas afrikanischer Küste im Namen der portugiesischen Krone, jedoch auf eigene Kosten, zu erkunden. Am 21. Dezember 1471 entdeckte er São Tomé, am 17. Jänner 1472 schließlich Santo António (oder auch Antão), dass 1502 in Principe umbenannt wurde.
1485 erfolgte die Gründung der ersten portugiesischen Niederlassung. Einerseits dienten die Inseln als Umschlagplatz für den Sklavenhandel zwischen Afrika, Portugal, Brasilien und den karibischen Inseln, andererseits siedelte Portugal von der Inquisition ausgewiesene portugiesische Juden und Strafgefangene an. 1572 wurde São Tomé und im Folgejahr dann auch Príncipe direkt der portugiesischen Krone unterstellt. In der Folgezeit bildete sich eine Plantagenwirtschaft mit wechselnden Monokulturen aus, zunächst im 16. bis 18. Jahrhundert Zuckerrohr, dann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Kaffee und schließlich seit etwa 1850 Kakao, Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Inseln sogar der größte Kakaoproduzent der Welt.
Mit der Gründung verschiedener Befreiungsbewegungen außerhalb des Landes begann das Ende der Kolonialzeit. In Libreville (Gabun) wurde 1950 eine Befreiungsbewegung von Studenten gegründet, 1960 in Ghana war die Gründung des Comité de Libertaçao de São Tomé e Príncipe (CLSTP) als Vorläufer der MLSTP (Movimento de Libertaçao de São Tomé e Príncipe) (ab 1972). 1974, nach der Nelkenrevolution in Portugal wurde die MLSTP als legitime Vertretung anerkannt, was dann schließlich 1975 zur Entlassung in die Unabhängigkeit führte. Die MLSTP beherrschte das Land als Einheitspartei die ersten 15 Jahre nach dem Ende der Kolonialzeit.
Nachkoloniale Geschichte
Unabhängigkeit von Portugal am 12. Juli 1975.
1991 wird Miguel Trovoada zum Präsidenten des Landes gewählt.
1995 kommt es zu einem Putsch. Die folgenden Regierungen zeichnen sich nicht durch Stabilität aus.
Am 5. Januar 1999 wird Guilherme Posser da Costa zum Ministerpräsidenten ernannt.
Allerdings bringen Korruptionsskandale, in denen gefälschte Schatzbriefe im Wert von 500 Mio. US-Dollar die Hauptrolle spielen, die Regierung schnell in Bedrängnis.
Im März 1999 treten der Finanzminister sowie der Präsident der Zentralbank zurück.
Im August 2001 wird Fradique de Menezes zum Präsidenten gewählt.
Militärputsch 2003
Am 16. Juli 2003 kommt es zu einem Militärputsch unter Führung von Major Fernando Pereira.
Der Präsident Fradique de Menezes befindet sich zu dieser Zeit auf Staatsbesuch in Nigeria, daher werden von den Putschisten nur die Premierministerin sowie einige andere Minister festgenommen. Schon am nächsten Tag kündigen die Putschisten eine Übergangsregierung und Neuwahlen an. Als Grund für den Putsch wurde von den Putschisten die unsichere politische Lage auf der Insel angegeben, die durch Ölfunde einige Jahre zuvor und die dadurch entstandene Streitereien entstanden war. Nach acht Tagen wird der Militärputsch auf Druck der internationalen Gemeinschaft unblutig beendet.
In einem "Memorandum of Understanding" wird eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung an wichtigen Regierungsentscheidungen zugestanden. Es kommt zu einer Regierungsumbildung unter Verbleib der Premierministerin, aber Auswechslung von sieben Ministern.
Aktuell
Im September 2004 kommt es erneut zu einer Regierungsumbildung nach einem Bestechungsskandal, in den die Premierministerin und weitere Minister verwickelt waren.
Politik
Die Republik besteht seit der Unabhängigkeit 1975 mit einer Verfassung von 1990.
Das Parlament (Assembléia Nacional) hat 55 Mitglieder, die auf vier Jahre gewählt werden (Daten von 2000). Der Präsident wird alle fünf Jahre gewählt.
Wahlrecht hat jeder Bürger über 18 Jahren.
Wirtschaft
Die Währung des Landes ist der Dobra, unterteilt in 100 Céntimos.
Der heute noch wirtschaftlich unbedeutende Inselstaat exportiert fast nur Kakao (Anteil 2001: 93 %). Diese wirtschaftliche Ausrichtung stammt noch aus der Kolonialzeit.
Exporten im Wert von 2,5 Millionen Euro standen 2001 Importe im Wert von 20 Millionen Euro gegenüber. Importiert werden, unter anderem aus Portugal und Frankreich, Nahrungsmittel und lebende Tiere (30 %), Kapitalgüter (21 %) und Brennstoffe (11 %). Wichtigstes Exportland sind die Niederlande. Die Auslandsverschuldung lag 2001 bereits bei 260 Millionen Euro, also der Wirtschaftsleistung von über 7 Jahren. Dies beinhaltet allerdings bereits nachgelassene Schulden in Höhe von 166 Millionen Euro. Die Inflationsrate belief sich 2001 auf 8,6 %.
Das Bruttosozialprodukt 2003 blief sich auf 556,9 Mrd. Dobra (ca. 50 Mio. Euro), das Bruttosozialprodukt 2003 pro Einwohner lag daher bei etwa 283 Euro.
Für die Zukunft wird Off-Shore-Förderung von Erdöl und -gas erwartet. Die geostrategische Lage in Westafrika, das als Zukunft der Bohrstätten gilt, wird u. U. zum ersten ölpolitischen Wettrennen zwischen der Volksrepublik China und den USA führen. Beide bemühen sich zur Zeit verstärkt diplomatisch um Explorations- und Bohrrechte für nahestehende Firmen.
Des Weiteren scheinen die USA daran interessiert, auf Sao Tomé eine Marinebasis zu errichten.
Kultur
- Nationalfeiertag: 12. Juli (Unabhängigkeit)
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=145 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/tp.html#Geo Länderinformation des CIA Factbook (engl.)]
- [http://www.sao-tome.com/ Welcome to São Tomé e Príncipe]
- [http://www.sao-tome.st/ São Tomé e Príncipe-Infoseite (fr.)]
- [http://www.sao-tome.com/images/saokartek.JPG Karte von São Tomé e Príncipe]
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Sao Tome und Principe
ja:サントメ・プリンシペ
ko:상투메 프린시페
ms:São Tomé dan Príncipe
zh-min-nan:Sèng Tomé kap Príncipe
AnnobónAnnobón (auch Annobom) ist eine zu Äquatorialguinea gehörende Insel im Golf von Guinea.
Sie liegt bei 01°26'S 05°37'O, etwa 160 km südwestlich von São Tomé und rund 500 km von Mbini (früher Río Muni) entfernt, dem Festlandsteil Äquatorialguineas.
Die Insel ist nur 17 km² groß. Rund 2000 Einwohner verteilen sich auf die Dörfer San Antonio und San Pedro. Sie stammen von Sklaven ab, die von Spaniern und Portugiesen auf die Insel gebracht wurden.
Annobón ist vulkanischen Ursprungs. Die Gipfel des Pico del Fuego und des Pico Surcado erreichen eine Höhe von 630 m. In einem Krater des Pico Surcado befindet sich ein See.
Die damals unbewohnte Insel wurde 1470 vom spanischem Seefahrer Diego Ramirez de la Diaz entdeckt. Der Name der Insel leitet sich von einem portugiesischen oder galizischen Neujahrsgruß ab und bedeutet "gutes Jahr". Bis zur Unabhängigkeit Äquatorialguineas 1968 war Annobón eine eigene spanische Kolonie. Francisco Macías Nguema verfügte 1973 eine Umbenennung der Insel in Pagalu, inzwischen wurde sie wieder umbenannt.
Annobón ist mit seinen Vulkanen, Stränden und der tropischen Vegetation wohl einer der schönsten Orte der Erde. Doch seit 1988 ist sie auch einer der giftigsten Orte des Planeten. In diesem Jahr erteilte Teodoro Obiang, der Präsident Äquatorialguineas, dem britischen Buckinghamshire-Konzern die Erlaubnis, rund zehn Millionen Tonnen Giftmüll auf der Insel zu entsorgen.
Noch im selben Jahr erhielt die amerikanische Axim Consortium Group eine Lizenz, rund sieben Millionen Tonnen Nuklearmüll zu vergraben. Bis heute kommen jedes Jahr rund zwei Millionen Tonnen Müll hinzu. Obiang nimmt dafür jährlich etwa 200 Mio US-$ ein. Die Bevölkerung sieht von diesem Geld nichts und lebt in bitterer Armut. Die Insel steht vor dem ökologischen Kollaps - die Pflanzen können die Giftkonzentration im Grundwasser nicht bewältigen und sterben ab. Jedes zweite auf der Insel geborene Kind leidet an Unterernährung, Anämie oder anderen Krankheiten.
Kategorie:Äquatorialguinea
Kategorie:Insel (Afrika)
Äquatorialguinea---Sidenote START---
Äquatorialguinea (span.: Guinea Ecuatorial) ist ein Staat in Afrika.
Er grenzt an Gabun, Kamerun und den Golf von Guinea.
Geographie
Äquatorialguinea bedeckt eine Fläche von insgesamt 28.051 km² und ist damit etwas kleiner als Brandenburg. Davon entfallen rund 26.000 km² auf den Festlandsteil Mbini. Zudem gehören verschiedene Inseln zum Staatsgebiet, die größte davon ist mit 2017 km² Bioko, das bis 1973 unter den Namen Santa Isabel und Fernando Poo bekannt war und dann eine Zeit lang Macias Nguema Byogo (nach dem damaligen Präsidenten Francisco Macías Nguema) hieß. Auf Bioko liegt auch Malabo, die Hauptstadt des Landes.
Die Insel beherbergt etwa 20 Prozent der Bevölkerung des Landes. Rund 300 km südwestlich von Mbini liegt die Insel Annobón. Bioko und Annobón entstanden durch einen vulkanischen Hot-Spot, der auch die Inseln São Tomé und Príncipe sowie den Kamerunberg hervorbrachte. Auch die Inseln Corisco, Elobey Grande und Elobey Chico gehören zu Äquatorialguinea. Das Land wird von feuchtheißem tropischen Regenwaldklima dominiert.
- Siehe auch: Liste der Städte in Äquatorialguinea
Bevölkerung
- Religion: Katholiken (80%), Anhänger von Naturreligionen, Protestanten
- Ethnien: Fang (80%), Bubi (20%, vor allem auf Bioko)
- Sprachen: Amtssprachen Spanisch (einziges spanischsprachiges Land Afrikas) und Französisch, daneben Bantu-Sprachen Fang und Bubi
Das Bevölkerungswachstum beträgt zur Zeit 2,6%.
Geschichte
Um 1500 nahm Portugal das heutige Äquatorialguinea unter dem Namen Fernando Poo in Besitz. 1778 trat es die Kolonie an Spanien ab. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bildeten Mbini mit den Inseln Bioko und Pagalu die spanische Kolonie „Territorios Españoles del Golfo de Guinea“. Im Ersten Weltkrieg diente das Land als Rückzugsraum für die deutschen Schutztruppen aus Kamerun. Die Kolonie erlangte 1963 als Äquatorialguinea innere Autonomie.
Unabhängigkeit von Spanien am 12. Oktober 1968.
Im Frühjahr 1969 gab es Unruhen, die zur Aufhebung der Verfassung führten und Staatspräsident Francisco Macías Nguema die Errichtung eines Terrorregimes ermöglichten. Am 4. August 1973 wurde eine neue Verfassung in Kraft gesetzt, die die beiden bisher autonomen Provinzen Fernando Póo und Rio Muni zu einem Einheitsstaat machte. Im August 1979 wurde Macías Nguema durch einen Putsch gestürzt.
Politik
Innenpolitik
Nominell ist Äquatorialguinea eine parlamentarische Demokratie, tatsächlich dominiert jedoch der Präsident das Land auf allen Entscheidungsebenen. Die Bevölkerungsgruppe der Fang dominiert die Politik des Landes. Staatspräsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo trat sein Amt nach einem Staatsstreich am 3. August 1979 an. 1996 wurde er durch vermutlich manipulierte Wahlen mit einem Ergebnis von 99 Prozent im Amt bestätigt. Das Parlament Äquatorialguineas trägt die Bezeichnung Cámara de Representantes del Pueblo (Volksvertreterkammer). Es verfügt über eine Kammer mit 80 Sitzen. Das Parteiensystem wird von der Regierungspartei Partido Democrático de Guinea Ecuatorial (PDGE) dominiert.
Bis 1991 war sie als Einheitspartei die einzige politische Partei des Landes. Inzwischen existieren rund 20 Oppositionsparteien, einige davon sind jedoch lediglich Ableger der PDGE. Wichtigste Oppositionspartei sind CPDS und Unión Popular. Letztere ist seit ihrer Spaltung 1999 deutlich geschwächt. Damals hatte lediglich ein UP-Abgeordneter die Parlamentswahl anerkannt. Die übrigen warfen der Regierung massive Wahlmanipulationen vor. Zu einer ähnlichen Einschätzung kam auch die EU-Verwaltung. Gewerkschaften existieren nicht in Äquatorialguinea. Radio und Fernsehen befinden sich im Regierungsbesitz. Die Zeitungen "La Gaceta", "La Opinion" und "La Verdad" erscheinen unregelmäßig. Verwaltungstechnisch gliedert sich der Staat in die Provinzen Mbini und Bioko, die wiederum mehrere Distrikte umfassen.
Wahlen der jüngsten Vergangenheit: Parlamentswahlen am 7. März 1999, Wiederwahl Obiangs am 15. Dezember 2002 auf sieben Jahre mit 99,5 Prozent.
Die Streitkräfte umfassen schätzungsweise 2500 Mann und werden durch paramilitärische Einheiten in unbekannter Größe ergänzt.
Außenpolitik
Die Außenpolitik konzentriert sich auf gute Beziehungen mit den Nachbarstaaten. Grenzstreitigkeiten mit Nigeria wurden im Herbst 2000 beigelegt. In jüngster Vergangenheit haben sich die Beziehungen zu den Nachbarstaaten spürbar verschlechtert. Der Grund ist die Ausweisung zahlreicher Staatsbürger aus der Region nach einem Putschversuch im Jahr 2004. Das Verhältnis zur früheren Kolonialmacht Spanien ist belastet, weil das Land zahlreiche Oppositionelle aufgenommen hat. Spanien beherbergt schätzungsweise 40.000 Äquatorialguineer. In Europa ist Frankreich der wichtigste Partner des Landes. Frankreich und Spanien sind die einzigen europäischen Länder mit Botschaften in Äquatorialguinea.
Die EU als Ganzes und ihre Mitgliedsstaaten halten sich mit ihrem Engagement im Land zurück, unter anderem, weil sie von der Regierung mehr Demokratisierung und die Achtung der Menschenrechte fordern. Nach Angaben der Bundesregierung sind zurzeit (2004) einige technische Berater aus der EU im Land. Außerdem engagiere sich die Union bei der Instandsetzung der Wasserversorgung in Malabo und fördere Kleinbauern beim Kakaoanbau. Die USA haben aufgrund der Ölfunde ihre Beziehungen zu Äquatorialguinea intensiviert und 2003 eine Botschaft in Malabo eröffnet. Die einst guten Beziehungen zu den ehemaligen und heute noch sozialistischen Staaten sind abgekühlt. Lediglich die Volksrepublik China und Nordkorea verfügen über Botschaften in Äquatorialguinea. Die zuständige deutsche Botschaft befindet sich in Jaunde, Kamerun.
Menschenrechtslage
Die Menschenrechtslage in Äquatorialguinea stößt immer wieder auf Kritik. 2002 kam es in einem Schauprozess gegen angebliche Putschisten zu Folterungen.
Bildungspolitik
Bildungspolitik: Die Alphabetisierungsrate liegt in Äquatorialguinea mit 80 Prozent für die Region vergleichsweise hoch. Ein öffentliches Schulsystem existiert jedoch faktisch nicht. Kirchliche Missionen tragen die Mehrheit der Schulen des Landes. Allerdings existiert seit einigen Jahren eine Universität in Malabo. In Malabo und Bata existiert jeweils ein französisches und ein spanisches Kulturzentrum.
Verwaltungsgliederung
Äquatorialguinea gliedert sich in sieben Provinzen. Diese sind (in Klammern die Hauptstadt):
- Annobón (Palé)
- Bioko Norte (Malabo)
- Bioko Sur (Luba)
- Centro Sur (Evinayong)
- Kié-Ntem (Ebebiyín)
- Litoral (Bata)
- Wele-Nzas (Mongomo)
Wirtschaft
Seit 1991 vor der Küste Biokos und vor dem Festland große Erdöl-Lagerstätten entdeckt und von internationalen Ölfirmen ausgebeutet wurden, ist die Wirtschaft rasant gewachsen. Heute (2004) macht die Ölwirtschaft rund 90% des Bruttoinlandsprodukts aus. Möglich wurde diese Entwicklung erst durch den Abschluss neuer Förderverträge, nachdem die Verträge der ersten Generation die äquatorialguineische Seite stark benachteiligt hatten. Ende 2001 betrug die Tagesförderung rund 250.000 Barrel, bis 2005 soll sie auf 500.000 Barrel steigen. Das Land wäre dann nach Nigeria und Angola der drittgrößte Ölproduzent südlich der Sahara. Ebenfalls 2001 begann die Ausbeutung der Erdgasvorkommen des Landes. Allerdings sind die Einrichtungen der Ölgesellschaften weitgehend vom Umland abgeschirmt. Der einheimische Arbeitsmarkt und die äquatorialguineische Privatwirtschaft profitieren kaum von den Niederlassungen, da selbst die Versorgung hauptsächlich von ausländischen Firmen sichergestellt wird.
Die Einnahmen aus der Ölförderung reichen nach Angaben der Bundesregierung aus, um den Staatshaushalt einen Überschuss erwirtschaften zu lassen und Äquatorialguinea von finanzieller Entwicklungshilfe unabhängig zu machen. Im Jahr 2002 führte das Land Waren im Wert von rund 2,2 Milliarden US-Dollar aus, davon 95 Prozent Erdöl. Hauptabnehmer waren die USA (28%), Spanien (25%) und China (17%). Die Einfuhren beliefen sich 2002 aus 1,1 Milliarden US-Dollar. Wichtigste Importeure waren Jugoslawien (29%), Großbritannien (16%) und die USA (15%). Die deutschen Ausfuhren in das Land betrugen 2002 rund 6,9 Millionen Euro, die deutschen Einfuhren aus Äquatorialguinea rund 3,5 Millionen Euro.
Neben dem Erdöl sind der Export von tropischen Hölzern (1999: rund 750.000 Kubikmeter) und von Kakao die wichtigsten Wirtschaftszweige, deren Umsatz allerdings bereits seit Jahren schwindet. Darüber hinaus werden Landwirtschaft und Fischerei zur Selbstversorgung betrieben. Da die Infrastruktur in einem schlechten Zustand ist, sind die Städte des Landes dennoch von Nahrungsmittelimporten aus den Nachbarländern abhängig. Es existiert lediglich eine feste Flugverbindung zwischen Bata und Malabo. Malabo wird von mehreren europäischen Fluggesellschaften angeflogen. Das Straßennetz ist in einem schlechten Zustand und umfasst rund 1300 Kilometer, davon rund zwei Drittel Erdpisten.
Die Auslandsverschuldung Äquatorialguineas betrug 2003 rund 222 Millionen US-Dollar.
Kultur
Der Nationalfeiertag ist am 12. Oktober.
Sport
Eric Moussambani ist ein Schwimmer, der bei Olympia 2000 für Begeisterung gesorgt hat.
Weblinks
- [http://www.pygmies.info/ Afrikanische Pygmäen] Kultur und Musik der ersten Einwohner von Äquatorialguinea
Aquatorialguinea
ja:赤道ギニア
ko:적도 기니
ms:Guinea Khatulistiwa
zh-min-nan:Chhiah-tō Guinea
Kamerunberg
Der Kamerunberg (engl. Mount Cameroon, fr. Mont Cameroun), auch Fako, ist ein aktiver Vulkan in Kamerun. Er ist 4.095 m hoch (nach anderen Quellen 4.070 m).
Das unmittelbar am Golf von Guinea gelegene Vulkanmassiv entstand durch einen Hot Spot, der auch die Inseln São Tomé und Príncipe, Bioko und Annobón und auch das Tibesti-Gebirge im Tschad hervorbrachte. Der ältere und heute erloschene Vulkankegel des Etindi (auch Little Cameroon genannt) erreicht eine Höhe von 1.715 m.
Die historisch bezeugten Ausbrüche des Fako ereigneten sich 1650, 1807, 1825, 1838, 1852, 1865, 1866, 1871, 1909, 1922, 1925, 1954, 1959, 1982 und 1999.
Die Hänge des Fako sind mit dichtem Urwald bedeckt, der mit zunehmender Höhe in Savanne und schließlich in alpine Matten übergeht. Die Südwesthänge des Massivs zählen mit über 1.000 cm jährlichem Niederschlag zu den verregnetsten Orten der Erde. Am Gipfel bilden Flechten die einzige Vegetation; gelegentlich bildet sich in dieser Höhe eine Schneedecke.
Wahrscheinlich wurde der karthagische Seefahrer Hanno um 470 v. Chr. Zeuge eines Ausbruchs des Fako; in seinen Reiseberichten taucht ein feuerspeiender "Götterberg" auf.
Die Erstbesteigung des Fako gelang 1861 dem Briten Sir Richard Francis Burton und dem deutschen Botaniker Gustav Mann. Mary Kingsley war 1895 die erste Frau, die den Gipfel des Fako erreichte. Heute wird der Gipfel jährlich von Tausenden Touristen mit mäßigen Mühen erklommen.
Kategorie:Vulkan
Kategorie:Berg in Afrika
Kategorie:Geographie (Kamerun)
Niger (Fluss)Der Niger ist nach dem Nil und dem Kongo mit 4.184 km Länge der drittlängste Fluss bzw. Strom in Afrika.
Afrika
Flusslauf
Der Niger entspringt in den Bergen des Staates Guinea, fließt in einem Bogen nach Nordosten und bildet in Mali die Massina. Anschließend wendet er sich nach Timbuktu, wo er die Sahara streift und in Richtung Südosten weiterfließt. Er durchquert danach den Staat Niger, dessen Hauptstadt Niamey an seinen Ufern erbaut ist. Im weiteren Verlauf bildet er teilweise die Grenze zu Benin und fließt weiter nach Nigeria. Nach Verlassen des Kainji Stausees mündet der Niger schließlich im Nigerdelta in Form eines großen Deltas in den Golf von Guinea, der Teil des Südatlantiks ist.
An der Mündung des Nigers fließen im Jahresdurchschnitt etwa 30.000 m³ Wasser pro Sekunde in den Atlantik. Während seine Länge neben obigem Wert in den verschiedensten Nachschlagewerken auch auf "nur" 4.160 km beziffert wird, beträgt sein Einzugsgebiet 2.300.000 km². Der Hauptzufluss des Niger ist der Benue.
Der untypische Flusslauf des Niger hat europäischen Forschern über zwei Jahrtausende hinweg Rätsel aufgegeben. In der Antike gingen römische Geographen davon aus, dass der Fluss nahe Timbuktu Teil des Nils sei, wogegen im 17. Jahrhundert europäische Entdecker überzeugt waren, dass der Fluss nach Westen fließen und in den Senegal münden würde. Erst 1830 entdeckte eine Expedition unter Richard Lander den wahren Verlauf des Niger.
Die Boomerang-Form des Flusses erklären heutige Geographen meist mit einer Theorie, derzufolge der Niger aus zwei alten, miteinander verbundenen Flüssen besteht. Der obere Niger von der Quelle in den Loma Mountains bis zum Nigerknie mündete ursprünglich in einen heute ausgetrockneten See, wohingegen der untere Niger in Hügeln nahe des Sees entsprang und nach Süden bis zum Golf von Guinea floss. Als die Sahara 4000 - 1000 v. Chr. austrocknete, änderten beide Flüsse ihren Verlauf und trafen sich. Diese Theorie ist heute allgemein vorherrschend, stößt jedoch auch auf vereinzelten Widerspruch.
Schiffbarkeit
Loma Mountains]
Im oberen Teil ist der Niger mit kleineren Booten schiffbar, wobei aber nicht nur Flusspferde eine gewisse Gefahr darstellen. Erst ab Koulikoro, etwa 60 km flussabwärts von Bamako kann der Strom mit größeren Booten und Schiffen befahren werden.
Etymologie
Der Name des Flusses stammt vermutlich vom lateinischen oder portugiesischen Wort für "schwarz" ("niger"). Einer anderen Theorie zufolge soll die Wurzel des Namens jedoch in der Tuareg-Sprache liegen, in der "gher n gheren" "Fluss der Flüsse" bedeutet. Die westafrikanischen Staaten Niger und Nigeria sind nach dem Fluss benannt. Ihre Einwohner haben eine große Zahl verschiedener Namen für den Fluss, darunter "Joliba" in der Manding-Sprache und "Isa Ber" ("großer Fluss") in Songhai.
Nebenflüsse
- Bani
- Sokoto
- Benue
Orte
- Bamako
- Segou
- Mopti
- Timbuktu
- Niamey
- Onitsha
- Port Harcourt - östlich des Nigerdeltas
Siehe auch
- Die längsten Flüsse der Erde
Kategorie:Fluss in Afrika
Kategorie:Fluss in Niger
Kategorie:Fluss in Guinea
Kategorie:Fluss in Mali
Kategorie:Fluss in Niger
Kategorie:Fluss in Benin
Kategorie:Fluss in Nigeria
ja:ニジェール川
1973
Jahreswidmungen
- Der Eisvogel (lat. Alcedo atthis) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
Politik
- 1. Januar: Der Grundwehrdienst in Deutschland wird von 18 auf 15 Monate verkürzt
- 1. Januar: Roger Bonvin wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Angola, Mosambique, Kap Verde, Timor, São Tome, Principe und Macao erhalten von Portugal die innere Autonomie
- 1. Januar: Dänemark wird Mitglied der Europäischen Gemeinschaft
- 1. Januar: Großbritannien, Dänemark und Irland werden Mitglieder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)
- 1. Januar: In Baden-Württemberg tritt die Kreisreform in Kraft: Die Zahl der Landkreise wird von 63 auf 35 reduziert; die 9 Stadtkreise bleiben erhalten
- 5. Januar: Gegenseitige diplomatische Anerkennung zwischen der DDR und den Niederlanden
- 7. Januar: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Finnland
- 25. Januar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Südafrika
- 27. Januar: Vietnam, USA. Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Nord-Vietnam. Rückzug aller US-Einheiten bis Ende März 1973
- 30. Januar: Watergate-Affäre: Die Nixon-Mitarbeiter Gordon Liddy und James McCord werden vor Gericht wegen des Einbruchs verurteilt
- 21. Februar: Über dem israelisch besetzten Sinai wird ein libysches Verkehrsflugzeug von israelischen Kampfjets abgeschossen, nur 5 der 113 Insassen überleben
- 27. Februar: Indianer besetzen die Ortschaft Wounded Knee im US-Bundesstaat South Dakota
- 30. April: Watergate-Affäre: Bob Haldeman und John Ehrlichman erklären den Rücktritt von ihren Ämtern im Weißen Haus. Der Rechtsberater des US-Präsidenten, John Dean, wird entlassen
- 15. Mai: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Rheinland-Pfalz
- 30. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Sambia
- 1. Juni: Diktator Georgios Papadopoulos ruft in Griechenland die Republik aus
- 12. Juni: Helmut Kohl wird zum Vorsitzenden der CDU gewählt
- 15. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg
- 29. Juni: Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Argentinien. In Kraft seit dem 24. August 1978
- 29. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien
- 1. Juli: Chile erklärt den Ausnahmezustand
- 3. bis 7. Juli: Die erste Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) wird eröffnet
- 5. Juli: Staatsstreich in Ruanda
- 10. Juli: Die Bahamas werden unabhängig von Großbritannien
- 13. Juli: Die Öffentlichkeit erfährt über heimlich aufgezeichnete Gesprächen im Weißen Haus, eine Anordnung des US-Präsidenten Richard Nixon
- 17. Juli: In Afghanistan putscht Mohammad Daud Khan und ruft die Republik aus; am folgenden Tag wird er zum Präsidenten ausgerufen
- 18. Juli: Watergate-Affäre: Die Abhöranlagen in Richard Nixons Amtssitz werden abgebaut, eine Herausgabe der Tonbänder wird jedoch abgelehnt
- 28. Juli: Eröffnung der X.Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin
- 29. Juli: Das griechische Volk sanktioniert in einer Volksabstimmung nachträglich die am 1. Juni erfolgte Ausrufung der Republik
- 1. August: Gambia wird Mitglied in der UNESCO
- 20. August: Putschversuch in Laos scheitert
- 22. August: US-Außenminister Rogers tritt zurück, Henry Kissinger wird Nachfolger
- 24. August: König Mohammed Sahir Schah von Afghanistan dankt ab
- 1. September: H. Johannes Witteveen, Niederlande, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 2. September: alle französischen Streitkräfte ziehen aus Madagaskar ab
- 11. September: Faschistischer Putsch in Chile. Die demokratisch gewählte Regierung unter der Leitung von Salvador Allende wird unter der Führung von General Augusto Pinochet mit Hilfe des US-amerikanischen Auslandgeheimdienstes CIA gestürzt. Allende tötet sich selbst im von Luftstreitkräften stark bombardierten Präsidentenpalast. Den putschenden Militärs fallen in den ersten Tagen etwa 3000 Chilenen zum Opfer
- 18. September: Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik werden per Akklamation als 133. und 134. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen
- 18. September: Die Bahamas werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 23. September: In Argentinien werden Juan Peron zum Präsidenten und seine Ehefrau Maria Estela Peron zur Vizepräsidentin gewählt
- 23. September: In Deutschland wird auf Initiative der Björn-Steiger-Stiftung die bundesweite, flächendeckende Einführung der Notrufnummern 110 und 112 beschlossen
- 24. September: Guinea-Bissau erklärt in Boe seine Unabhängigkeit von Portugal (endgültig: 10. September 1974)
- 6. Oktober: Beginn des Jom-Kippur-Krieges im Nahen Osten: Ägypten und Syrien greifen auf den Golanhöhen und am Sueskanal die israelische Front an
- 9. Oktober: Generalstreik in Luxemburg
- 10. Oktober: Der amerikanische Vizepräsident Spiro Theodore Agnew tritt wegen Vorwürfen zu Steuerhinterziehung und Bestechung zurück
- 16. Oktober: Die OPEC beschließt, den Ölpreis um 70 % anzuheben, Beginn der ersten großen Ölkrise
- 14. Oktober: Nach Unruhen tritt die thailändische Militärregierung zurück; neuer Premierminister wird S. Thammasak
- 20. Oktober: Watergate-Affäre: Präsident Nixon beruft den Sonderermittler Cox ab. Im US-Kongreß mehren sich die Stimmen für ein Impeachment
- 28. Oktober: Sieben arabische Ölländer verkünden einen Ölboykott gegen die USA und die Niederlande
- 3. November: Außenminister Walter Scheel erreicht in Moskau eine Einigung über die Frage der Vertretung von Berlin (West) durch die Bundesrepublik Deutschland
- 12. November: Nach dem Rücktritt von Vizepräsident Spiro Theodore Agnew nominiert Präsident Richard Nixon Gerald Rudolph Ford als Nachfolger
- 17. November: Frankreich und Großbritannien unterzeichnen ein Abkommen über Bau und Betrieb eines Tunnel unter dem Ärmelkanal
- 17. November: In Griechenland wird der Aufstand der Studenten des Athener Polytechnikums gegen die herrschende Militärdiktatur blutig niedergeschlagen
- 23. November: Nach einem halben Jahr beenden die Fluglotsen in Deutschland ihren Streik
- 25. November: Präsident General Georgios Papadopoulos von Griechenland wird durch einen Militärputsch gestürzt; neuer Präsident wird General Phaidon Gizikis
- 25. November: erstes Sonntagsfahrverbot in Deutschland
- 5. Dezember: Gründung der Universität Oldenburg
- 11. Dezember: Der deutsch-tschechoslowakische Normalisierungsvertrag wird abgeschlossen, Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechoslowakei
- 20. Dezember: Bei einem Anschlag der ETA mit einer Autobombe kommt der spanische Ministerpräsident Luis Carrero Blanco in Madrid ums Leben
- 21. Dezember: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn und Bulgarien
- Ölkrise als Folge des Jom-Kippur-Kriegs
- Gründung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes
- Uruguay löst das Parlament auf und verbietet die Gewerkschaften
- In Ruanda übernimmt das Militär nach einem unblutigen Putsch die Macht
- In Argentinien tritt Präsident Cámpora zurück, um die Wiederwahl von Juan Peron zu ermöglichen
- Zulfikar Ali Bhutto wird als Premierminister von Pakistan vereidigt; gleichzeitig tritt eine neue Verfassung in Kraft
Wissenschaft und Technik
- 6. April: Start der Raumsonde Pioneer 11
- 14. Mai: Die Raumstation Skylab wird gestartet
- 4. Juni: Der Geldautomat wird patentiert
- 27. September: die Sowjetunion startet das bemannte Raumschiff Sojus 12
- 3. Dezember: Pioneer 10 erreicht den Planeten Jupiter
Kunst und Kultur
- 15. Januar: Der Bayerische Rundfunk blendet sich bei dem Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt von Rosa von Praunheim aus dem gemeinsamen ARD-Programm aus
- 15. September: Uraufführung der Oper Yvonne, Prinzessin von Burgund von Boris Blacher in Wuppertal
- KOMM öffnet in Nürnberg
Katastrophen
- 22. Januar: Kano, Nigeria. Eine Boeing 707 der Nigerian Airlines verunglückte auf dem Rückweg von Mekka Saudi-Arabien mit 176 Pilgern an Bord. Alle 176 Passagiere sowie die Crew starben
- 29. Januar: Nikosia, Zypern. Eine Ilyushin der Egypt Air prallte beim Landeanflug gegen einen Berg. Alle 37 Menschen an Bord starben
- 5. März: Nantes, Frankreich. Im Luftraum über Nantes kollidierte eine Convair Coronado der Spantax mit einer Douglas DC-9 der Iberia. Während die Spantax-Maschine schwer beschädigt notlanden konnte und alle Insassen den Zusammenstoß überlebten, kamen alle 68 Insassen des Iberia-Fluges ums Leben
- 10. April: Basel, Schweiz. Eine Turboprop der Invicta International Airways stürzte während des Landeanflugs in ein bewaldetes Hügelgebiet in Hochwald. 108 Menschen starben, 37 wurden gerettet
- 26. Juni: Plessezk, Russland. Neun Menschen sterben bei der Explosion einer zum Start aufgetankten Kosmos-3M Rakete auf dem Raketenstartplatz Plessezk
- 3. Juli: Bei einer Flugshow in Paris stürzte eine Tu-144 ab. Dabei wurden die sechsköpfige Besatzung sowie acht Personen am Boden getötet
- 11. Juli: Paris, Frankreich. eine brasilianische Boeing 707, auf dem planmäßigen Flug Rio de Janairo, Brasilien nach Paris, machte etwa 5 km vor dem Flughafen Orly, wegen Feuer an Bord, eine Bruchlandung. 122 Menschen starben, meist an Rauchvergiftung. 10 Crew-Mitglieder und ein Passagier wurden gerettet
- 22. Juli: Papeete, Tahiti. Eine Boeing 707 der PanAm stürzte kurz nach Start ins Meer. 78 Menschen starben. Ein Passagier wurde gerettet
- 31. Juli: Boston, Massachusetts, USA. Eine Douglas DC-9 der Delta Air Lines stürzte beim Landeanflug auf den Flughafen. 88 Personen starben, eine Person wurde gerettet
- 3. November: Boston, Massachusetts, USA. Eine Boeing 707 Cargo stürzte nach einem Feuer an Bord kurz vor der Landebahn ab. Alle 4 Besatzungsmitglieder starben
- 17. Dezember: Ein Terrorkommando arabischer Guerilla auf dem Flughafen von Rom (Fiumicino) fordert 31 Menschenleben
- 23. Dezember: Marokko. Eine Caravelle prallte gegen den Berg Mallaytine
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 22. Januar: George Foreman gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Joe Frazier im National Stadium, Kingston, Jamaika, durch technischen KO
- 17. März: Paola Cacchi, Italien wird in der belgischen Stadt Waregem in der Disziplin Crosslauf erste weibliche Leichtathletik-Weltmeisterin der Geschichte und Pekka Paivarinta, Finnland erster männlicher Leichtathletik-Weltmeister der Geschichte
- 23. Mai: FC Liverpool gewinnt UEFA-Pokal
- 9. Juni: der FC Bayern wird zum vierten Mal Deutscher Fußballmeister
- 1. September: George Foreman gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Jose (King) Roman im Nihon Budokan, Tokyo, Japan, durch k.o
- 1. Januar: DJ Shadow, Disc-Jockey, Musikproduzent
- 1. Januar: Danny Lloyd, US-amerikanischer Kinderschauspieler
- 2. Januar: Lucy Davis, britische Schauspielerin
- 4. Januar: Tomy Temerson, deutscher Zitherspieler
- 8. Januar: Sean Paul, jamaikanischer Raggae-Sänger und Rapper
- 8. Januar: Henning Solberg, norwegischer Autosportler und Rallye-Profi
- 10. Januar: Tanya Streeter, Taucherin, Weltrekordhalterin
- 13. Januar: Nikolai Iwanowitsch Chabibulin, Eishockeyspieler (Torwart)
- 13. Januar: Juan Diego Flórez, peruanischer Opernsänger
- 19. Januar: Wang Junxia, chinesische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 19. Januar: Karen Lancaume, französische Schauspielerin († 2005)
- 19. Januar: Silvio Meißner, Fußballspieler
- 20. Januar: Mathilde d'Udekem d'Acoz, Kronprinzessin von Belgien
- 26. Januar: Rupert Ursin, österreichischer Physiker
- 27. Januar: Daniel Amor, Autor zum Thema E-Business
- 27. Januar: José Luis Rubiera, spanischer Radsportler
- 28. Januar: Tomislav Marić, kroatischer Fußballspieler
- 31. Januar: Portia de Rossi, australische Schauspielerin
- 1. Februar: Birger Sellin, autistischer Schriftsteller
- 1. Februar: René Schneider, deutscher Fußballer
- 2. Februar: Bürger Lars Dietrich, deutscher Musiker und Komiker
- 2. Februar: Anna Jakubczak, polnische Leichtathletin
- 8. Februar: Ursula Wyss, Schweizer Nationalrätin
- 11. Februar: Varg Vikernes, Gründer des Black Metal-Projektes Burzum
- 12. Februar: Gianni Romme, niederländischer Eisschnellläufer
- 14. Februar: Deena Kastor, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 15. Februar: Anna Dogonadze, deutsche Trampolinturnerin georgischer Herkunft
- 15. Februar: Kateřina Neumannová, tschechische Skilangläuferin
- 16. Februar: Cathy Freeman, Olympiasiegerin, entzündete das olympische Feuer
- 17. Februar: Stefan Kretzschmar, deutscher Handballspieler
- 18. Februar: Claude Makélélé, französischer Fußballspieler
- 19. Februar: Magnus Arvidsson, schwedischer Fußballspieler
- 21. Februar: Paolo Rink, deutscher und brasilianischer Fußballspieler
- 22. Februar: Artschil Arweladse, Georgier Fußballspieler
- 24. Februar: Chris Fehn, Perkussionist der Band Slipknot
- 24. Februar: Oliver Nölken, Bundespressesprecher der Lesben und Schwulen
- 25. Februar: Normann Stadler, deutscher Triathlet
- 25. Februar: Alena Subrylawa, weißrussische Biathletin
- 26. Februar: ATB, deutscher DJ
- 26. Februar: Jenny Thompson, US-amerikanische Schwimmerin
- 28. Februar: Eric Lindros, kanadischer Eishockeyspieler
- 1. März: Jack Davenport, britischer Schauspieler
- 1. März: Chris Webber, US-amerikanischer Basketballspieler
- 2. März: Max van Heeswijk, niederländischer Radrennfahrer
- 2. März: Dejan Bodiroga, serbischer Basketballspieler
- 5. März: Špela Pretnar, slowenische Skirennläuferin
- 9. März: Jakob Piil, dänischer Radrennfahrer
- 11. März: Christian Carstensen, deutscher Politiker
- 11. März: Thomas Christiansen, spanisch-dänischer Fußballspieler
- 11. März: Martin Hiden, österreichischer Profifußballspieler
- 12. März: Tim Fischer, Chansonnier
- 14. März: Helmut Oblinger, österreichischer Wildwasserpaddler
- 15. März: Heiko Kleibrink, deutscher Tanzsportler
- 18. März: Max Barry, australischer Schriftsteller
- 19. März: Wolfgang Ivens, deutscher Schauspieler
- 19. März: Sergei Alexandrowitsch Makarow, russischer Leichtathlet
- 21. März: Christian Nerlinger, deutscher Fußballspieler
- 21. März: Andrei Kiwiljow, kasachischer Radrennfahrer († 2003)
- 23. März: Jerzy Dudek, polnischer Fußballspieler
- 23. März: Jason Kidd, US-amerikanischer Basketballspieler
- 24. März: Johan Micoud, französischer Fußballspieler
- 25. März: Michaela Dorfmeister, österreichische Skirennläuferin
- 26. März: Larry Page, US-amerikanischer Mitbegründer der Suchmaschine Google
- 27. März: Rui Jorge, portugiesischer Fußballspieler
- 30. März: Jan Koller, tschechischer Fußballspieler
- 30. März: Brian Behlendorf, US-amerikanischer Softwareentwickler
- 1. April: Anna Carin Olofsson, schwedische Biathletin
- 2. April: Tine Wittler, deusche Fernsehmoderatorin und Schriftstellerin
- 4. April: David Blaine, US-amerikanischer Aktionskünstler und Straßenmagier
- 5. April: Élodie Bouchez, französische Schauspielerin
- 6. April: Niels Annen, deutscher Politiker
- 6. April: Miyazawa Rie, japanische Schauspielerin
- 7. April: Carole Montillet, französische Skirennläuferin
- 7. April: Sandra Minnert, Zahnarzthelferin und deutsche Fußballspielerin
- 9. April: Andreas Schwab, deutscher Europaabgeordneter
- 10. April: Roberto Carlos, brasilianischer Fußallspieler
- 11. April: Jennifer Esposito, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. April: Christian Panucci, italienischer Fußballspieler
- 13. April: Kilian Albrecht, österreichischer alpiner Skirennläufer
- 14. April: Roberto Ayala, argentinischer Fußballspieler
- 14. April: Adrien Brody, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. April: Joël Lautier, französischer Schachmeister
- 17. April: Doug Ast, kanadischer Eishockey-Profi
- 18. April: Haile Gebrselassie, Mittel- und Langstreckenläufer aus Äthiopien
- 19. April: David Belle, Begründer der Sportart Parkour
- 19. April: Michael Schefts, österreichischer Schauspieler
- 21. April: Nadeshda Brennicke, deutsche Schauspielerin
- 22. April: Max Herre, deutscher Sänger
- 25. April: Brigitte Traeger, deutsche Sängerin der volkstümlichen Musik
- 25. April: Barbara Rittner, Tennisspielerin
- 26. April: Stephanie Graf, österreichische Leichtathletin
- 28. April: Pauleta, portugiesischer Fußballspieler
- 29. April: Roland Heintze, deutscher Politiker
- 29. April: Martin Kesici, deutscher Popmusiker
- 1. Mai: Oliver Neuville, deutscher Fußballer
- 2. Mai: Jarred Blancard, kanadischer Schauspieler
- 4. Mai: Katrin Apel, deutsche Biathletin
- 5. Mai: Björn Glasner, deutscher Radrennfahrer
- 5. Mai: Brooke Ashley, ehemalige Pornodarstellerin
- 6. Mai: Patrick Döring, deutscher Politiker und MdB
- 7. Mai: Paolo Savoldelli, italienischer Radrennfahrer
- 10. Mai: Oliver Drechsel, deutscher Konzertpianist
- 10. Mai: Kaya Yanar, Komiker und Moderator
- 10. Mai: Rüştü Reçber, türkischer Fußball-Torhüter
- 11. Mai: Sabine Völker, deutsche Eisschnellläuferin
- 11. Mai: Britta Becker, deutsche Hockeyspielerin
- 11. Mai: Jenny Elvers, deutsche Schauspielerin und Moderatorin
- 16. Mai: Wee-Man, Darsteller
- 16. Mai: Robert Kratky, österreichischer Radiomoderator
- 16. Mai: Tori Spelling, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. Mai: Josh Homme, US-amerikanischer Rockmusiker, Musikproduzent
- 17. Mai: Matthew McGrory, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 20. Mai: Schiffmeister, deutscher Rapper und Gründungsmitglied der Hip-Hop-Gruppe Fettes Brot
- 20. Mai: Tatjana Lebedewa, russische Skirennläuferin
- 21. Mai: Niels Ruf, deutscher Fernsehmoderator, Schauspieler, Autor
- 22. Mai: Joey Woody, US-amerikanischer Leichtathlet
- 24. Mai: Vladimír Šmicer, tschechischer Fußballspieler
- 24. Mai: Ruslana Lyschytschko, ukrainische Sängerin
- 28. Mai: Alberto Berasategui, ehemaliger spanischer Tennisspieler
- 29. Mai: Alpay Özalan, türkischer Fußballer
- 1. Juni: Anna Thalbach, deutsche Schauspielerin
- 1. Juni: Heidi Klum, deutsches Mannequin und Fotomodell
- 4. Juni: André Korff, deutscher Radrennfahrer
- 8. Juni: Lexa Doig, kanadische Schauspielerin
- 10. Juni: Damian Kallabis, deutscher Leichtathlet
- 12. Juni: Daron Rahlves, US-amerikanischer Skirennläufer
- 13. Juni: Kasia Kowalska, polnische Sängerin
- 14. Juni: Ceca Ražnatović, populärste Turbo-Folk-Sängerin in Serbien und Montenegro
- 15. Juni: Silke Scheuermann, deutsche Schriftstellerin
- 17. Juni: Paulina Rubio, mexikanische Sängerin und Schauspielerin
- 18. Juni: Alexandra Meissnitzer, österreichische Skirennläuferin
- 19. Juni: Jörg Widmann, Komponist und Klarinettist
- 20. Juni: Silke Andrea Schuemmer, deutsche Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und freie Journalistin
- 21. Juni: Ilja Kaenzig, Schweizer Fußball-Funktionär
- 21. Juni: Juliette Lewis, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. Juni: Sonya Kraus, deutsche Fernsehmoderatorin
- 22. Juni: Maike Tatzig, deutsche Fernsehmoderatorin und -produzentin
- 26. Juni: Oliver Palme, deutscher Journalist
- 28. Juni: André Lange, deutscher Bobsportler
- 28. Juni: Adrián Annus, ungarischer Leichtathlet
- 29. Juni: George Hincapie, Radsportler
- 30. Juni: Frank Rost, deutscher Fußballspieler
- 2. Juli: Peter Kay, britischer Komiker
- 2. Juli: Christian Baretti, deutscher Politiker
- 2. Juli: Tanya Stephens, jamaikanischer Dancehall-/Reggae-Singjay
- 4. Juli: Gackt, Musiker, Pop-/Rockgruppe Malice Mizer
- 5. Juli: Róisín Murphy, Sängerin des englischen Duos Moloko
- 5. Juli: Marcus Allbäck, schwedischer Fußballspieler
- 5. Juli: Carey McWilliams, US-Schütze (blind); Autor
- 7. Juli: Natsuki Takaya, japanische Mangaka
- 7. Juli: Kyung-Shin Yoon, koreanischer Handballer
- 7. Juli: Troy Garity, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 10. Juli: Dida, brasilianischer Fußballspieler
- 11. Juli: Konstantinos Kenteris, griechischer Leichtathlet, Olympiasieger
- 12. Juli: Christian Vieri, italienischer Fußballspieler
- 13. Juli: Danny Williams, Boxer
- 15. Juli: Buju Banton, Ragga-Sänger
- 15. Juli: Brian Austin Green, US-amerikanischer Schauspieler
- 16. Juli: Katherina Reiche, deutsche Politikerin
- 16. Juli: Stefano Garzelli, Radsportler
- 18. Juli: René Rydlewicz, deutscher Fußballspieler
- 19. Juli: Ailton, brasilianischer Fußballspieler
- 19. Juli: Elke Wosik, deutsche Tischtennisspielerin
- 20. Juli: Peter Forsberg, Eishockeyspieler (NHL)
- 20. Juli: Haakon von Norwegen, Kronprinz von Norwegen
- 20. Juli: Claudio Reyna, US-amerikanischer Fußballspieler
- 21. Juli: Mandy Wötzel, deutsche Eiskunstläuferin
- 23. Juli: Monica Lewinsky, Praktikantin im Weißen Haus in Washington
- 23. Juli: Gunn Margit Andreassen, norwegische Biathletin
- 23. Juli: Omar Epps, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Juli: Igli Tare, albanischer Fußballspieler
- 25. Juli: Deniz Çelik, türkische Sängerin
- 26. Juli: Kate Beckinsale, britische Schauspielerin
- 26. Juli: Christina Oswald, deutsche Eishockeyspielerin
- 29. Juli: Marian Christow, bulgarischer Fußballnationalspieler
- 29. Juli: Stephen Dorff, US-Schauspieler
- 30. Juli: Catherine Stihler, deutsche Europaabgeordnete
- 30. Juli: Markus Näslund, schwedischer Eishockeyspieler
- 30. Juli: Ümit Davala, türkischer Fußballspieler
- 2. August: Daniele Nardello, italienischer Radrennfahrer
- 3. August: Daniel Stephan, deutscher Handballspieler
- 6. August: Stuart O'Grady, australischer Profi-Radrennfahrer
- 6. August: Asia Carrera, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 9. August: Filippo Inzaghi, italienischer Fußballspieler
- 10. August: Javier Zanetti, argentinischer Fußballspieler
- 10. August: Ziska Riemann, Comic-Zeichnerin und Drehbuchautorin
- 12. August: Richard Reid, britischer Terrorist
- 12. August: Mark Zabel, deutscher Kanusportler
- 12. August: Joseba Beloki, spanischer Radrennfahrer
- 14. August: Jared Borgetti, mexikanischer Fußballspieler
- 14. August: Jay-Jay Okocha, nigerianischer Fußballspieler
- 15. August: Nebojša Krupniković, serbischer Fußballspieler
- 16. August: Ana Galindo Santolaria, spanische Skirennläuferin
- 17. August: Franziska Petri, deutsche Schauspielerin
- 19. August: Mette-Marit, Die Ehefrau des norwegischen Kronprinzen
- 21. August: Nikolai Walujew, russischer Boxer
- 22. August: Howie Dorough, US-amerikanischer Sänger und Mitglied der Boygroup Backstreet Boys
- 23. August: Thomas Grahammer, deutscher Politiker
- 24. August: Inge de Bruijn, niederländische Schwimmerin und dreifache Olympiasiegerin
- 24. August: David Chapelle, US-amerikanischer Comedian und Schauspieler
- 25. August: Fatih Akın, deutscher Filmregisseur, Schauspieler und Produzent
- 27. August: Dietmar Hamann, deutscher Fußballspieler
- 30. August: Claudia Bokel, deutsche Degenfechterin
- 30. August: Toni Greis, deutscher Comiczeichner und Illustrator
- 31. August: Björn Bobach, deutscher Opernsänger
- 1. September: Savo Milošević, serbischer Fußballspieler
- 3. September: Mirja Boes, Sängerin, Comedian und Schauspielerin
- 3. September: Fred Rodriguez, US-amerikanischer Profi-Radrennfahrer
- 4. September: Lidia Simon, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 5. September: Rose McGowan, US-amerikanische Schauspielerin
- 7. September: Anja-Christina Carstensen, freischaffende Künstlerin in Husum
- 7. September: Shannon Elizabeth, US-amerikanische Schaupielerin
- 8. September: Lorraine Graham, jamaikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 9. September:
Biafra
Die Republik Biafra war ein westafrikanischer Staat im Osten Nigerias mit lukrativen Ölvorräten, der von 1967 bis 1970 existierte, aber nur von wenigen Staaten anerkannt wurde. Die MASSOB setzt sich unter Ralph Uwazuruike für die Wiederbelebung des Staates ein.
Staat
Nach einem gescheiterten Putschversuch, bei dem der nigerianische Premierminister Abubakar Tafawa Balewa getötet wurde, kam es 1966 im muslimischen Norden des Landes zu Pogromen gegen Migranten vom christlichen Volk der Igbo. Daraufhin erklärte Chukwuemeka Odumegwu, der Oberbefehlshaber der Streitkräfte im Osten Nigerias und selbst Angehöriger der Igbo, im Mai 1967 diesen Landesteil für unabhängig. Den Landesnamen der neuen Republik leitete er von der Bucht von Biafra, einem Teil des Golfs von Guinea, ab. Hauptstadt Biafras war Enugu. Als Nationalhymne wählte man die "Finlandia" von Jean Sibelius mit dem auf die Flagge bezogenen Titel
"Land of the Rising Sun".
Die Republik Biafra bestand bis zum 15. Januar 1970 und wurde schließlich wieder Nigeria eingegliedert. (siehe: Biafra-Krieg)
Weblinks
- [http://www.biafraland.com www.biafraland.com]
Kategorie:Geschichte (Afrika)
Kategorie:Geschichte Nigerias
Kategorie:Staat (historisch)
ja:ビアフラ共和国
Benin
Benin (frz.: Bénin) ist ein Staat in Afrika.
Benin grenzt an Nigeria, Niger, Burkina Faso, Togo und im Süden an den Golf von Guinea, genauer die Bucht von Benin.
Bis 1975 hieß das Land Dahomey, nach dem historischen Königreich Dahomey, das bis zur Eroberung durch die Franzosen Ende des 19. Jahrhunderts etwa den südlichen Teil des modernen Staates und des Nachbarstaates Togo umfaßte.
Dann wurde es in Benin umbenannt - der Name bezieht sich auf das vom 13. bis zum 19. Jahrhundert existierende schwarzafrikanische Königreich Benin, das allerdings zum größten Teil auf dem Gebiet des heutigen Nigeria lag.
Nationalfeiertag ist der 1. August.
Geographie
Lage
Die geographische Lage ist zwischen 6° 25' und 12° 30' nördlicher Breite sowie 0° 45' und 4° östlicher Länge.
Ausdehnung: Nord-Süd 650 km, West-Ost 320 km
Die Landesgrenzen belaufen sich auf gesamt 1.989 km, zu Burkina Faso 306 km, zu Niger 266 km, zu Nigeria 773 km und zu Togo 644 km.
Die Länge der Küste ist 121 km.
Landschaftsbild
Hinter den Lagunen der Küste steigt das Land zu einer fruchtbaren, intensiv landwirtschaftlich genutzten Ebene an, an die sich - als Fortsetzung des Togo-Gebirges - die Atakora-Berge anschließen. Die nordöstliche Ebene senkt sich zum Tal des Niger-Flusses ab.
Der höchster Berg ist der Mont Tanekas in der Atakora-Kette mit einer Höhe von 641 m ü. NN. Die Landesfläche beträgt 112.622 km² (Weltrang 100), davon 30 % Wald, 12 % Ackerland, 4 % Wiesen und Weiden
Städte
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Cotonou 690.584 Einwohner, Abomey-Calavi 385.755 Einwohner, Porto Novo 234.168 Einwohner, Parakou 163.753 Einwohner, Djougou 85.519 Einwohner, Bohicon 82.901 Einwohner und Natitingou 80.892 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Benin
Bevölkerung
2004 wurde die Bevölkerung auf 7 250 000 Einwohner festgestellt, wovon die Mehrheit in der landwirtschaftlich Künstenregion und im c.a. 200 km. ins Landesinnere reichende Gebiet liegen. Tendenz steigend ( 1998 5 700 000 )
Ethnische Gruppen
Es gibt in Benin über 60 Sprachgruppen. Etwa 60% der Gesamtbevölkerung gehören der Sprachgruppe der Ewe an, davon 45% der Sprecher der Fon, 16% sind Bariba, 9% Sprecher von Atakora-Sprachen (pejorativ Somba] genannt)und 7% Yoruba.
Sprache
Neben französisch werden noch an die 90 afrikanischen Sprachen und Dialekte, vor allem die der Kwa-Gruppe gesprochen (z.B. Fon, Adja, Gun, Yoruba, Mina, Bariba, Dendi, Hausa, Fulani, Aizo, Pedah u.a.).
Religion
70 % der Bevölkerung orientieren sich vor allem an Naturreligionen → Voodoo, 15% (im Süden) sind christlich und ebenfalls weitere 15% (vor allem im Norden) muslimisch.
Geschichte
- Hauptartikel: für das Königreich Dahomey: → Dahomey (Königreich)
- Hauptartikel: für die Zeit seit Ende des 19. Jahrhunderts: → Geschichte Benins
Politik
Die Nationalversammlung von Benin hat 83 Abgeordnete und wird alle vier Jahre gewählt. Präsidentschaftswahlen finden aller 5 Jahre statt. Es ist ein Mehrparteinsystem.
Kultur
Am 9. April 2005 zelebrierte im Stadion von Natitingou in der Provinz Atakora im Nordwesten Benins in Anwesenheit der deutschen Ministerin für Entwicklung und Zusammenarbeit Heidemarie Wieczorek-Zeul Benin als erster afrikanischer Staat öffentlich und offiziell das Ende der Beschneidung von jungen Mädchen.
Bereits 2003 war die weibliche Genitalverstümmelung in Benin verboten worden. In der Feier präsentierten über 200 ehemalige Beschneiderinnen ihr teilweise archaisches Handwerkszeug, das nicht wenigen Opfern das Leben gekostet und Unzähligen lebenslange Leiden eingebracht hatte.
Verwaltungsgliederung
Benin gliedert sich in zwölf Departements (in Klammern die Hauptstadt):
Alibori (Kandi), Atakora (Natitingou), Atlantique (Ouidah), Borgou (Parakou), Collines (Savalou), Couffo (Dogbo-Tota), Donga (Djougou), Littoral (Cotonou), Mono (Lokossa), Ouémé (Porto Novo), Plateau, (Sakété) und Zou (Abomey).
Die Departements unterteilen sich in 77 Kommunen, die wiederum in Arrondissements und schließlich in Dörfer oder in Stadtbezirke geteilt sind.
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=21 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.mediabenin.org/ Presseportal mit Medien aus der Republik Benin]
- [http://www.gouv.bj/ Seiten der Regierung der Republik Benin]
- [http://www.pendjari.net/ Pendjari-Nationalpark Benin]
Kategorie:Staat
ja:ベナン
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