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Golf Von Kalifornien

Golf von Kalifornien

Der Golf von Kalifornien (auch:Cortes-See) (span. Mar de Cortés / Golfo de California, engl. Gulf of California / sea of cortes) ist ein 160.000 km² großes Nebenmeer des Pazifik zwischen Mexiko und der Halbinsel Niederkalifornien. Er ist etwa 1100 km lang und 90 bis 230 km breit. Im Norden befindet sich das Mündungsdelta des Colorado River. Die zwei größere Inseln des Golfes sind ebenfalls im nördlichen Teil zu finden: Die Isla Angel de la Guarda sowie die Isla Tiburón.
Politisch gesehen gehört der Golf von Kalifornien dem Staat Mexiko an.

Geschichte

Der Golf wurde 1539 von dem spanischen Entdecker Francisco de Ulloa zu Ehren des Eroberers Hernán Cortés Mar de Cortés genannt. Ulloa glaubte ursprünglich, der Golf wäre der Beginn der sagenhaften Straße von Anián, welche den pazifischen mit dem atlantischen Ozean verbinden sollte. Um 1540 führte Melchior Díaz mehrere Erkundungsreisen im Golf durch und befuhr dabei auch den Unterlauf des Colorado River, der in den Nordteil des Golfes mündet.

Fauna

Colorado River Der kleine Meeresteil ist die Heimat eines einzigartigen und reichen Ökosystems. Außer einer großen Vielfalt endemischer Tiere und Pflanzen sind hier viele wandernde Tierarten wie der Buckelwal, der Kalifornische Grauwal, der Mantarochen, Bogenstirn-Hammerhai und die Lederschildkröte zu finden. Der Golf von Kalifornien ist außerdem der einzige Ort der Erde, an dem die vom Aussterben bedrohten Golftümmler oder Vaquitas noch zu finden sind. Da von dieser Unterart des Schweinswals insgesamt nur noch etwa 500 Tiere existieren, wurde 1993 im Norden ein über 930.000 Hektar großes Schutzgebiet eingerichtet. Versuche der mexikanischen Regierung, weitere Schutzgebiete einzurichten, scheiterten bisher an den Möglichkeiten zur Durchsetzung und an politischen Meinungsverschiedenheiten: Die mehreren tausend Kilometer Küstenlinie sind nur schwer zu überwachen, und die kommerzielle Fischindustrie hat sich zu einer politisch starken Gemeinschaft zusammengeschlossen, welche kein großes Interesse daran hat, die Fischerei zu verbieten.

Fischerei

In der Region war die kommerzielle Fischerei für lange Zeit eine große Einnahmequelle. Mehrere Schriftsteller berichten von Thunfischschwärmen, welche mehr als 150 Kilometer lang sein sollen. Auch zieht der Golf von Kalifornien seit jeher eine große Anzahl an Sportfischern an. Heute wird das Meer zwar noch von vielen Touristen besucht, aber aufgrund der Überfischung gehen die Fischerträge langsam zurück.

Welterbe

2005 wurden zahlreiche Inseln und Küstenabschnitte des Golfs in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Weblinks


- [http://phocoena.org/factsheets/vaquita.html Der Golftümmler (engl.)]
- [http://www.asms-swiss.org/deutsch/bereiche/bereiche_unterstuetzung_vor_ort.shtml Hilfe für die Golftümmler] Kategorie:Meer Kategorie:Geographie (USA) Kategorie:Geographie (Mexiko) Kategorie:Weltnaturerbe ja:カリフォルニア湾

Spanische Sprache

Die spanische Sprache (Spanisch; span. español, castellano) gehört zum romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen und wird manchmal mit dem Portugiesischen und Katalanischen in die engere Einheit des Iberoromanischen eingeordnet. Da die spanische Schriftsprache vom Sprachgebrauch der zentralspanischen Region Kastilien geprägt wurde, und um die Sprache von den anderen in Spanien gesprochenen romanischen Idiomen (vor allem Galicisch und Katalanisch) sowie der Nationalitätsbezeichnung „Spanisch“ abzugrenzen, findet man in Spanien – im Gegensatz zu Lateinamerika – fast ausschließlich die Bezeichnung castellano („kastilische Sprache“). Spanisch wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Im modernen Spanisch werden der Akut-Akzent für Vokale und die beiden Zeichen ñ und ü verwendet. Die Sprachkürzel nach ISO 639 sind es und spa.

Verbreitung

Spanisch ist Amtssprache in folgenden Ländern (in Klammern Anzahl der Muttersprachler): In der britischen Kolonie Gibraltar ist Spanisch neben Englisch ebenfalls Amtssprache. In folgenden weiteren Gebieten wird Spanisch – teilweise aufgrund der kolonialen Vergangenheit – von einem größeren Bevölkerungsanteil gesprochen: Andorra, Belize, Marokko, Niederländische Antillen, Philippinen, Trinidad und Tobago, Westsahara, Brasilien (rund 14,5 % der Bevölkerung), Puerto Rico. Spanisch wird gegenwärtig von ca. 360 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Damit hat das Spanische 20 Millionen Muttersprachler mehr als das Englische. Die meisten Spanisch-Sprecher leben in Süd- und Mittelamerika. Inklusive Zweitsprachler beläuft sich die Zahl der Sprecher auf ca. 420 Millionen. Damit ist Spanisch – nach Mandarin-Chinesisch, Hindi und Englisch - die am vierthäufigsten gesprochene Sprache der Welt. Als offizielle Amtssprache dient Spanisch in der Europäischen Union, in der Organisation Amerikanischer Staaten sowie bei den Vereinten Nationen.

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung des Spanischen kommt dem Ideal recht nahe, Laut für Laut das gesprochene Wort nachzubilden. So werden häufig auch übernommene Fremdworte in ihrer Schreibung so angepasst, dass sich die Aussprache wieder automatisch ergibt (Beispiel: englisch bacon wird zu Spanisch beicon). Bei den lateinamerikanischen Varianten gilt dies nur mit Einschränkungen (teilweise werden Buchstaben anders ausgesprochen wenn das Wort indianischen Ursprungs ist, besonders „ll“ und „x“). Siehe auch: Spanisches Alphabet

Geschichtliche Entwicklung

Vorromanischer Einfluss

Die ältesten uns bekannten Bewohner der Iberischen Halbinsel sind die Iberer, die ein Volk afrikanischen Ursprungs sind. Um 600 v. Chr. kommen die Kelten über die Pyrenäen, die sich daraufhin mit den Iberern zu den Keltiberern vermischen. Das Baskische ist der einzige sprachliche Überrest aus jener Epoche, das noch von ca. 850.000 Menschen am Golf von Biskaya beiderseits der spanisch-französischen Grenze gesprochen wird. Gibt ein erobertes Volk die eigene Sprache nach einer Periode der Zweisprachigkeit zu Gunsten der prestigeträchtigeren Sprache der Eroberer auf, so wirken sich dennoch Sprechgewohnheiten (vor allem in Lautung und Wortschatz) auf die neue Sprache aus, und man bezeichnet die aufgegebene Sprache als Substrat. Das Keltiberische wirkte sich wie folgt aus: # Sonorisierung der intervokalischen Verschlusslaute p;t;k zu b;d;g (amica->amiga). # Lenition des Nexus [kt] über [çt] zu [it]. Im Kastilischen entwickelte sich der Nexus weiter. Das t wurde durch vorangehenden Palatal ebenfalls palatalisiert. Daher nocte->noche. Das Baskische ist ein Adstrat, da keine der Sprachen aufgegeben wurde. Auf baskischen Einfluss ist folgendes Phänomen zurückzuführen: Ersatz des anlautenden f durch h, das jedoch im weiteren Verlauf aspiriert wurde. (farina->harina, factu->hecho)

Lateinische Grundlage

Im 3. Jahrhundert v. Chr. beginnen die Römer mit der Eroberung der Iberischen Halbinsel. Zu jener Zeit werden hier (abgesehen von einzelnen Dialekten) Iberisch, Keltisch, Keltiberisch, Baskisch und Griechisch gesprochen. Unter Kaiser Augustus befindet sich die gesamte Halbinsel in römischer Hand. Durch eine starke militärische Präsenz und durch zahlreiche römische Beamte verbreitet sich die lateinische Sprache dort sehr schnell. Latein wird so zur Kultursprache, die Ursprachen werden allmählich zurückgedrängt. Nur in den westlichen Pyrenäen stößt das Lateinische auf stärkeren Widerstand, wodurch dort die Ursprache (Baskisch) erhalten bleibt.

Germanischer Einfluss

Als die Goten im Jahr 414 in Spanien einfallen, spricht man schon auf der gesamten Halbinsel Latein mit lokaler Färbung. Obwohl die Goten für die darauffolgenden drei Jahrhunderte die Herrschaft in Spanien haben, beeinflussen sie weder Sprache noch das soziale Leben sehr tief. Ein Grund dafür, dass sich Spanier und Goten nicht vermischen ist hauptsächlich religiösen Ursprungs: die Spanier sind Katholiken, die Goten Arianer. Als im Jahr 589 König Rekkared I. mit seinem Volk zum Katholizismus übertritt, verschwindet das Gotische bald vollkommen. Dennoch gibt es ein paar wenige Wörter im Spanischen, die germanischen Ursprungs sind. Man nimmt aber an, dass diese nicht durch die Goten, sondern schon vorher durch die Römer, die in Gallien mit germanischen Stämmen in Berührung gekommen waren, nach Spanien gebracht wurden.

Arabischer Einfluss

Einen tiefgehenden und dauerhafteren Einfluss auf das Spanische haben die arabischen Eroberer, die 711 von Afrika aus ihre Expansion nach Osten und Norden der Halbinsel beginnen. Sie besetzen ganz Spanien mit Ausnahme des Kantabrischen Gebirges, wo eine kleine Schar Spanier Zuflucht sucht und die spätere Rückeroberung (Reconquista-Bewegung) Spaniens organisiert. Als im Jahr 1492 diese Rückeroberung mit dem Fall von Granada abgeschlossen ist, sind schon viele arabische Elemente in das Spanische aufgenommen. Anschließend werden aber wieder einige arabische Wörter aus dem spanischen Wortschatz ausgestoßen. Nach Auswertung des Wörterbuches der Real Academia Española von 1995 enthält das heutige Spanische noch 1285 Entlehnungen aus dem Arabischen (Arabismen) (vgl. hierzu [http://www.uni-muenster.de/Romanistik/dozenten/noll/al.pdf Volker Noll in Romania Arabica], Fs Kontzi, 1996, S. 299–313). Somit ist das Spanische die romanische Sprache mit den meisten arabischen Lehnwörtern; es handelt sich dabei nicht nur um Kulturbegriffe, sondern auch um Bezeichnungen für Begriffe des alltäglichen Lebens, z. B. aceite: „Öl“, aceituna: „Olive“. Arabische Lehnwörter und ihre Ableitungen finden sich in den folgenden Wortschatzbereichen: Verwaltung und Staatswesen, Heerwesen, Münzprägung, Naturwissenschaften, Landwirtschaft (Ackerbau, Bewässerungsanlagen), Hausrat, Kleidung, Speisen, Pflanzen- und Tierbezeichnungen und andere.

Das heutige Spanisch

Das Lateinische, das von den Römern nach Spanien gebracht wird, ist nicht die klassische lateinische Sprache, sondern die gewöhnliche Umgangssprache der Legionäre (Vulgärlatein). Aus dieser Sprache entwickeln sich mit der Zeit unter verschiedenen geographischen und ethnographischen Einwirkungen unterschiedliche romanische Dialekte. Einer dieser Dialekte, das Kastilische, entsteht in einer schwach romanisierten Gegend im Norden Spaniens, im Grenzgebiet der heutigen spanischen Provinzen Burgos, La Rioja, Vizcaya und Álava. Dieser Dialekt Altkastiliens zeichnet sich dadurch aus, dass er stärker von den vorromanischen Sprachen (Baskisch) geprägt ist und wird später durch politische Umstände zur Schrift- und Nationalsprache Spaniens. Es sind nämlich die Grafen Altkastiliens, die in andauernden Kämpfen gegen die Araber ihr Staatsgebiet nach Süden hin erweitern. Im Verlauf dieser Reconquista-Bewegung schiebt sich das Altkastilische wie ein Keil in das übrige romanische Sprachgebiet hinein und drängt die anderen Sprachformen an die westliche (Asturisch-Leonesisch und Galicisch, aus dem sich später Portugiesisch entwickelt) und östliche (Aragonesisch, Katalanisch) Peripherie des Landes ab, wodurch sich der Bereich der kastilischen Sprache enorm vergrößert. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts wird Kastilien zum Königreich ausgerufen und im Jahr 1085 Toledo zur Hauptstadt bestimmt. So wird die kastilische Mundart zur Hof- und Umgangssprache des jungen Königreichs. Von sprachpolitischer Bedeutung sind die Reformen Ferdinands III. (12171252) und Alfons X. (12521282), durch die das Lateinische als Urkundensprache abgeschafft wird, und das Kastilische diese Funktion übernimmt. Schon im Verlauf des späten Mittelalters verbreitet sich das Kastilische nicht nur als Schriftmedium, sondern auch als gesprochene Sprache außerhalb Kastiliens. Nach der Vereinigung von Kastilien und Aragón (1479) wird es zur Staatssprache des Königreichs Spanien. Das Spanische wie wir es heute kennen, ist also eine Weiterentwicklung der lateinisch-kastilischen Mundart mit toledanischer Färbung. Im Jahr 1713 entsteht nach französischem Vorbild die „Real Academia de la Lengua“, die als anerkannte Autorität in Sprachfragen gilt. Zwischen 1726 und 1739 wird das „Diccionario de Autoridades“ herausgegeben, im Jahr 1771 erscheint die Grammatik der Akademie.

Grammatik

1771

Modi und Zeitformen


- Infinitivo
- Indicativo
  - Presente
  - Perfecto
  - Imperfecto
  - Pluscuamperfecto
  - Indefinido
  - Futuro
  - Futuro perfecto
- Subjuntivo
  - Presente
  - Perfecto
  - Imperfecto
  - Pluscuamperfecto
  - Futuro
  - Futuro perfecto
- Condicional
  - Condicional
  - Condicional compuesto
- Imperativo
- Gerundio
- Participio http://verbix.com/languages/spanish.shtml – Konjugationstabellen aller Verben

Das amerikanische Spanisch

In den meisten Ländern Süd- und Mittelamerikas wird Spanisch als Muttersprache gesprochen. Da es sich hierbei um ein großes Gebiet handelt und seit der Kolonialisierung durch die Spanier bereits Jahrhunderte vergangen sind, weist das lateinamerikanische Spanisch gewisse Abweichungen zum Kastilischen auf. Diese sind in der Schrift- und Verkehrssprache nicht allzu groß; die Umgangssprachen und Dialekte der einzelnen Länder unterscheiden sich dagegen teilweise recht deutlich, und zwar nicht nur in der Aussprache, sondern auch im Vokabular. Nicht zuletzt sind diese Abweichungen auf den (in den einzelnen Regionen unterschiedlich starken) Einfluss verschiedener indigener Sprachen zurückzuführen. Einige Wörter haben in Amerika einen Bedeutungswandel durchgemacht, auf grammatikalischem Gebiet sind aber bis auf Besonderheiten in der Verwendung der Vergangenheitstempora (Dominanz des Indefinido) und den „voseo“ in Argentinien und Uruguay, aber auch in Nikaragua, keine nennenswerten Veränderungen eingetreten. Auch wenn Aussprache und Wortschatz in den einzelnen amerikanischen Ländern variieren, kann man doch einige allgemeine Hauptunterschiede zwischen der Sprache Süd- und Mittelamerikas und dem Kastilischen festhalten:
- Typisch für Lateinamerika ist der so genannte seseo. Während im europäischen Spanisch ein z meist wie ein stimmloses englisches th ausgesprochen wird, wird es in lateinamerikanischer Aussprache zu einem normalen stimmlosen s-Laut. Dasselbe trifft auf das c vor e und i zu (z. B. in nación). Diese Aussprache kommt aus dem Südspanischen und hat sich auch deshalb in Lateinamerika durchgesetzt, weil im 16. und 17. Jahrhundert die meisten spanischen Einwanderer nach Amerika aus dem Süden Spaniens (v. a. Extremadura und Andalusien) kamen.
- Auch die Tendenz das s anzuhauchen (z. B. „ehtoy“ statt „estoy“) ist in vielen lateinamerikanischen Ländern vorzufinden und ist ebenfalls mit dem Andalusischen zu vergleichen.
- Die Vergangenheitsform Pretérito Perfecto (He comprado) ist unüblich. Stattdessen verwendet man meist das Pretérito Indefinido (Yo compré), soweit man das „Noch-Andauern“ einer Handlung nicht explizit betonen will.
- Die in Spanien nur als Höflichkeitsform (etwa dem „Siezen“ im Deutschen vergleichbar) im förmlichen Umgang verwendete Anrede „usted(es)“ (< vuestra merced, übersetzt etwa: „Euer Gnaden“) ist in Lateinamerika die standardsprachliche und allgemein verbreitete Anredeform, ganz unabhängig von Sprachebene oder Vertrautheit. So wird die 2. Person Plural im amerikanischen Sprachraum überhaupt nicht benutzt und stets durch die Anrede in der 3. Person ersetzt, an die Stelle des Personalpronomens „vosotros“ tritt immer „ustedes“. Auch im Singular ist die Anrede in der 2. Person mit „tú“ in vielen Gebieten unüblich (oder gilt als unhöflich) und man greift generell zur 3. Person mit „usted“.
- Eine grammatikalische Besonderheit der argentinischen und uruguayischen Sprachvariante ist der voseo, d. h. anstatt des Personalpronomens wird in der 2. Person Singular vos verwendet. Die Verben werden dann anders konjugiert (beispielsweise vos sos: „du bist“, standardspanisch tú eres).
- Es gibt viele Abweichungen zwischen dem kontinentalspanischen und dem lateinamerikanischen Wortschatz und überdies auch innerhalb Lateinamerikas von Land zu Land verschiedene semantische Eigenarten. Sie betreffen aber hauptsächlich die Umgangssprache und Begriffe des täglichen Lebens. Ernsthafte Verständigungsprobleme zwischen Sprechern aus verschiedenen europäischen und amerikanischen Teilgebieten des spanischen Sprachraums gibt es deshalb kaum. Einige Beispiele: Zu Missverständnissen kommt es wohl am ehesten durch Worte, die neben der allgemeinen Bedeutung in bestimmten Ländern eine umgangssprachliche Spezialbedeutung besitzen. So ist etwa das in Spanien unproblematische und für alle möglichen Sachverhalte häufig gebrauchte Verb coger („nehmen, ergreifen, fangen“) in den meisten Ländern Lateinamerikas ein ordinärer Ausdruck für die Ausübung des Geschlechtsverkehrs. Der Satz „Ich werde den Bus nehmen“ (Voy a coger el autobús) ist daher in Anwesenheit von Latinos aus diesen Ländern ein sicherer Lacherfolg (Ich werde den Bus ficken.). Auch das Wort guagua sorgt in diesem Zusammenhang immer wieder für Heiterkeit. Während es auf den Kanarischen Inseln, Kuba und der Dominikanischen Republik gleichbedeutend mit (Stadt)-Bus ist, steht es in Andenländern wie Chile, Peru oder Ecuador für Krabbel- oder Kleinkind (hier: Xenismus aus Quechua), so dass auch hier Missverständnisse programmiert sind. Weitere Beispiele, hier aus der Dominikanischen Republik, zeigen, wie die Wörter vom europäischen Spanisch abweichen können: la china - die Orange, la italiana - die Mandarine, la lechoza - die Papaya, el guineo - die Banane, la chinola - die Maracuja. Das spanische Wort guapo/-a für hübsch wird in der Dominikanischen Republik im Sinne von agressiv oder wild verwendet. Hübsch wird hier mit bonito/-a oder lindo/-a übersetzt. Una chica guapa ist in Spanien ein hübsches Mädchen, in der Dominikanischen Republik ein wütendes Mädchen.

Aussprache

Siehe: Aussprache der spanischen Sprache

Hörbeispiele


- Bild:Audiobutton.png Adiós, hasta mañana. (27 KB) – „Auf Wiedersehen, bis morgen.“
- Bild:Audiobutton.png ¿Qué hay de nuevo? (24 KB) – „Was gibt's Neues?“
- Bild:Audiobutton.png Yo estoy bien, gracias, ¿y tú? (29 KB) – „Danke, mir geht es gut, und Dir?“ Gesprochen von einem Einwohner Madrids.

Vom Spanischen abgeleitete Sprachen

Spanischbasierte Kreolsprachen


- Chabacano (Philippinen)
- Palenquero (Kolumbien)

Hybriddialekte

Hybriddialekte (Mischsprachen) existieren dort, wo Spanisch und Portugiesisch aufeinandertreffen
- A Fala in Spanien
- Barranquenho in Portugal
- Portuñol in Uruguay

Judenspanisch/Ladino

Judenspanisch ist das Spanisch der 1492 aus Spanien vertriebenen Juden Sephardim. Sie leben heute in Griechenland, Türkei, Israel, Nordmarokko und den USA. Die Sprecherzahl wird auf 150.000 geschätzt.

Sonstiges


- Lunfardo: eine Gaunersprache in Argentinien, die auch im Tango Verwendung findet

Spanisch für Nicht-Muttersprachler

Spanisch (Kastilisch) erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Im Zuge der Globalisierung ist es auch immer wichtiger, neben Englisch auch eine weitere Fremdsprache zu sprechen. Spanisch empfiehlt sich hier, da es unter den romanischen Sprachen die wichtigste (vor allem ökonomisch gesehen) und die am weitesten verbreitete Sprache ist. Es besteht für Interessierte beispielsweise die Möglichkeit, Sprachdiplome der Universität Salamanca zu erwerben. Es gibt hier drei Schwierigkeitsgrade (Diploma Inicial, Medio, Superior). In Deutschland kann man an vielen Volkshochschulen entsprechende Kurse und Prüfungen ablegen. Die Organisation der Prüfungen übernimmt das Instituto Cervantes, das in München und in weiteren deutschen Städten vertreten ist.

Siehe auch


- Das amerikanische Spanisch der USA
- Das argentinische Spanisch
- Spanglish
- Murciano
- Andalusischer Dialekt
- Redewendung: Das kommt mir spanisch vor

Literatur

Spanische Sprachgeschichte


- Antonio Tovar: Einführung in die Sprachgeschichte der Iberischen Halbinsel. 1983
- Annegret Alsdorf-Bollee: Spanische Sprachgeschichte. 2003
- Wolf Dietrich/ Horst Geckeler: Einführung in die spanische Sprachwissenschaft. 2004

Das Spanische in Amerika


- Volker Noll: Das amerikanische Spanisch. 2001
- Hugo Kubarth: Das lateinamerikanische Spanisch. 1987
- Hans-Dieter Paufler: Lateinamerikanisches Spanisch. 1977

Weblinks


- [http://enciclopedia.us.es/ Enciclopedia Libre (spanisch)]

Sprachwissenschaft und Grammatik


- [http://www.garske.be/Homepage/Seiten/dokumente/Hisp_Linguistik_Einfuehrung_SpanSprachwissenschaft.pdf Einführung in die spanische Sprachwissenschaft (PDF)]
- [http://www.garske.be/Homepage/Seiten/dokumente/Hisp_Linguistik_Zusatzblatt.pdf Phonetische und phonologische Klassifikation der spanischen Konsonanten (PDF)]
- [http://www.sprachurlaub.de/service/sprachurlaub.de_grammatik-spanisch.pdf Spanische Grammatik (PDF)]
- [http://verbs.obrist.org/ Online-Tool für spanische Verben]
- [http://www.verben.info/spanische-verben/spanische-verben.htm Spanische Verben online üben]
- [http://hispanoteca.de/ verschiedene Aspekte der spanischen Sprache (deutsch und spanisch)]

Wörterbücher und Übersetzung


- [http://www.myjmk.com/ Deutsch/Spanisch-Wörterbuch und Forum]
- [http://pauker.at/deutsch/W%F6rterb%FCcher/Spanisch.html Wörterbuch, Vokabeltrainer und Übersetzungsforum]
- [http://dix.osola.com Gratiswörterbuch Deutsch-Spanisch von Raimundo Sierra]
- [http://buscon.rae.es/diccionario/drae.htm Wörterbuch der Real Academia Española (spanisch)]
- [http://www.kuba-cuba.com/woerterbuch.htm Deutsch/Kubanisch-Wörterbuch]

Spanisch lernen


- [http://www.estudiando.de/ curso de español – Online-Lehrbuch mit Sounddateien]
- [http://www.super-spanisch.de Website rund ums Spanisch lernen]
- [http://www.spanisch-live.de/freizeitkurs/index.php Online-Kurs mit Soundausgabe] Kategorie:Romanische Sprache Kategorie:Spanische Sprache ja:スペイン語 simple:Spanish zh-cn:西班牙语 zh-tw:西班牙語

Englische Sprache

Die englische Sprache (Englisch) ist eine germanische Sprache. Sie gehört, wie auch das Deutsche und das Niederländische, dem westlichen Zweig der germanischen Sprachen an. In einem eigenen Artikel gibt es mehr zur Geschichte der englischen Sprache. Englisch ist heute die am weitesten verbreitete Sprache der Welt, während es sich bei Mandarin-Chinesisch um die meistgesprochene Sprache handelt. Die englische Sprache wird in sehr vielen Ländern als erste Fremdsprache in den Schulen gelehrt (siehe Englisch (Schule)) und ist offizielle Sprache der meisten internationalen Organisationen. Viele dieser Organisationen haben daneben noch andere offizielle Sprachen. Englisch gilt als Weltsprache. Heute wird Englisch weltweit von etwa 340 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, das heißt, etwa 340 Millionen Menschen sind anglophon. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 510 Millionen Sprecher.

Verbreitung

Amtssprache

Englisch ist Amtssprache in den folgenden Staaten, wobei die Zahlen die ungefähre Zahl der Muttersprachler angeben, soweit bekannt: Englisch ist zudem Amtssprache bei der Europäischen Union, bei der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten und bei den Vereinten Nationen.

Sonstige Verwendung

Die englische Sprache dient zudem als Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Gibraltar
- Hongkong
- Israel
- Malaysia
- St. Martin
- Somalia
- Zypern

Sprachwissenschaftliche Einordnung

Das Englische gehört zu den indogermanischen Sprachen, die ursprünglich sehr stark flektierende Merkmale aufwiesen. Alle indogermanischen Sprachen weisen diese Charakteristik bis heute mehr oder minder auf. Es besteht jedoch in allen diesen Sprachen eine Tendenz weg von flektierenden und hin zu isolierenden Formen. Im Englischen ist diese Tendenz besonders ausgeprägt gewesen, so dass es sich im Laufe seiner Entwicklung im Wesen stark gewandelt hat. Heute trägt die englische Sprache überwiegend isolierende Züge und ähnelt strukturell teilweise stärker isolierenden Sprachen wie dem Chinesischen als den genetisch eng verwandten Sprachen wie dem Deutschen. Zudem hat sich die Sprache heute durch die weite Verbreitung in viele Dialekte aufgeteilt. Viele europäische Sprachen bilden auch völlig neue Begriffe auf Basis der englischen Sprache (Anglizismen). Auch in einigen Fachsprachen werden die Termini von Anglizismen geprägt, z.B. in den Bereichen Informatik und Wirtschaft. Der Language Code ist en beziehungsweise eng (nach ISO 639); der Code für Altenglisch (etwa 450 bis 1100) ist ang und der Code für Mittelenglisch (etwa 1100 bis 1500) ist enm.

Sprachvarianten der englischen Sprache

Durch die weltweite Verbreitung der englischen Sprache hat diese in verschiedenen Gegenden zahlreiche Varianten entwickelt. Nach der bekanntesten und fremdartigsten Variante des Englischen spricht man oft auch von einer Pidginisierung, wenn eine Sprache sich durch ihre weite Verbreitung in mehrere Sprachen aufzuteilen beginnt, die untereinander kaum noch kompatibel sind. Folgende Sprachvarianten werden unterschieden:
- Siehe auch: Internationale Klassifizierungen (Englische Sprache) Eine Reihe von Pidginsprachen und Kreolsprachen haben sich auf englischem Substrat entwickelt. Das Eindringen von Anglizismen in andere Sprachen wird manchmal mit abwertenden Namen wie "Denglisch" (Deutsch und Englisch) oder "Franglais" (Französisch und Englisch) versehen. Dabei handelt es sich nicht um Varianten des Englischen, sondern um Erscheinungen in anderen Sprachen.
- Siehe auch: Englische Sprache in anderen Sprachen Der scherzhafte Begriff "Engrish" bezeichnet ebenfalls keine Variante der englischen Sprache, sondern bezieht sich auf das unbeholfene Englisch, das gelegentlich in asiatischen Ländern anzutreffen ist, hier insbesondere bei Japanern, die den Lateral "l", der im Japanischen nicht vorkommt, durch "r" ersetzen.

Ähnliche/Verwandte Wörter

Deutsch und Niederländisch

Überraschend sind die sehr zahlreichen englischen Wörter, bei denen die Verwandtschaft mit dem Deutschen und dem Niederländischen durch Bedeutungsverschiebung oder -verengung oft nicht ins Auge fällt.

Dänisch

Französisch

Textsammlungen

Beim Project Gutenberg stehen zahlreiche Texte frei zur Verfügung.

Siehe auch


- Englische Grammatik
- Ghoti
- Liste englischer Redensarten
- Englische Phonetik
- Englische Sprache in der Werbung
- Liste von Sprachen nach der Zahl ihrer Muttersprachler
- Chronologie englischsprachiger Medien

Literatur


- Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: dtv Atlas Englische Sprache. dtv, 2002. ISBN 3423032391
- J. C. Wells: Accents of English. Volume I: An Introduction. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521297192
- J. C. Wells: Accents of English. Volume II: The British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285402
- J. C. Wells: Accents of English. Volume III: Beyond the British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285410
- Michael McCarthy, Felicity O'Dell: English Vocabulary in Use. upper-intermediate and advanced. Cambridge University Press, 1994
- Raymond Murphy: English Grammar in Use. Cambridge University Press, 1985
- Robert Phillipson: Linguistic Imperialism. Oxford University Press, 2000. ISBN 0194371468

Weblinks


- http://dict.leo.org/ – umfangreiches und ständig erweitertes Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Online-Wörterbuch
- http://www.odge.de/ - Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit über 420.000 Übersetzungen (auch ungewöhnliches)
- http://www.dict.cc/ – Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit mittlerweile über 400.000 Übersetzungen
- http://www.dict.org/ – greift auf mehrere Wörterbücher zu, die das dict-Protokoll benutzen
- http://www.EnglishTensesWithCartoons.com Englishe Zeiten
- http://www.phon.ucl.ac.uk/home/estuary/index.html - Estuary English
- http://www.wordorigins.org/ – Die Herkunft einiger hundert englischer Wörter
- http://www.etymonline.com/ – Online Etymology Dictionary, Erklärungen zur Herkunft einiger tausend englischer Wörter
- http://www.englisch-hilfen.de/ – kostenlose Nachhilfe mit Erklärungen und Übungen
- http://www.ego4u.de/ – Englische Grammatik Online
- http://www.sprachschule-lbt.de/index.php?sprachschulen=englischkurse-5-spaltensystem&englisch-lernen=lernhilfen – kostenloses Grammatiksystem der englischen Sprache zum Selbstlernen
- http://www.quickdic.de/ – Wörterbuch zum Herunterladen
- http://www.phrasen.com/ – Wörterbuch der englischen Redewendungen
- http://www.urbandictionary.com - Slang Dictionary
- http://www.woerterbuch.info/ – Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 600.000 Übersetzungen und 125.000 Synonymen
- http://www.alt-usage-english.org/audio_archive.shtml - Sprachfiles für Indisch-, Britisch-, Austrailienenglish und noch vieles mehr Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Englische Sprache Kategorie:Anglistik als:Englische Sprache ja:英語 ko:영어 ms:Bahasa Inggeris simple:English language th:ภาษาอังกฤษ zh-min-nan:Eng-gí

Meer

Unter Meer (von lateinisch mare: Meer oder althochdeutsch meri: Sumpf, stehendes Gewässer, verwandt mit Moor) versteht man im Hochdeutschen die miteinander verbundenen Gewässer der Erde, die die Kontinente umgeben, im Gegensatz zu den auf Landflächen liegenden Binnengewässern. Im Niederdeutschen (und ebenso im Niederländischen) sind demgegenüber die Wortbedeutungen von "Meer" und "See" vertauscht: die an Norddeutschland angrenzenden Meere heißen Nordsee und Ostsee (die See); im Landesinneren liegen dagegen das Steinhuder Meer, das Zwischenahner Meer; in den Niederlanden wurde die Zuiderzee nach ihrer Eindeichung in IJsselmeer umbenannt. Das Meer ist eine zusammenhängende, reich gegliederte Wassermasse, die rund 71% der Erdoberfläche bedeckt. 31,7% des Weltmeeres sind 4000 - 5000 m tief. Die Meeresflora produziert ungefähr 70% des Sauerstoffes, den die Menschen einatmen. Die Kontinente gliedern es in drei Ozeane: den Atlantischen, den Indischen und den Pazifischen Ozean. Insgesamt hat das Meer ein Volumen von 1,338 Mrd. km³ und damit einen Anteil von 96,5% am Weltwasservorkommen. Meerwasser ist wegen des hohen Salzgehaltes von rund 3,5% für den Gebrauch als Trink- und Bewässerungswasser nicht direkt geeignet. Nur 3,5% des gesamten Wasservorrates auf der Erde ist Süßwasser. Man unterscheidet die Ozeane (Pazifischer Ozean, Atlantischer Ozean, Indischer Ozean) und deren Nebenmeere. Zu diesen gehören unter anderem :Chinesisches Meer :Japanisches Meer :Karibisches Meer :Nordsee :Ostsee (umrandet von Skandinavien und Deutschland, Polen und Baltikum) :Mittelmeer (zwischen Europa, Afrika und Asien) :Schwarzes Meer (umrandet von Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Russland, Kaukasus, Türkei) :Rotes Meer (zwischen Asien und Afrika) :Gelbes Meer (zwischen Korea und der Volksrepublik China) Weil das Kaspische Meer und das Tote Meer auf einem Kontinent liegen; zählen sie weder zu den Meeren noch zu den Binnenseen; sie gelten als Seen. Alle Meere unterliegen den Gezeitenkräften. Durch die Anziehung des Mondes entstehen Ebbe und Flut - auch Tide genannt. Den bei Ebbe freiliegenden Meeresboden nennt man Watt.

Meeresgrund

Vor der Erfindung des Echolots stellte man sich den Meeresboden als eine weitestgehend ebene Fläche vor. Später erkannte man, dass der Meeresgrund mindestens genauso gebirgig ist wie die Erdoberfläche. Unter der Wasseroberfläche gibt es Riffe, Gebirge, Erdspalten, Graben und Rinnen. Durch die Verschiebung der Erdplatten (Tektonik) kommt es zu untermeerischen Vulkanausbrüchen und Seebeben.

Salzgehalt (Salinität)

Meerwasser zeichnet sich durch einen relativ einheitlichen Salzgehalt aus, der durchschnittlich 3,5% beträgt. Erhöht ist er dort, wo die Verdunstung sehr hoch ist, wodurch relativ gesehen die Wassermenge weniger wird, während der Salzgehalt steigt. Zusätzlich steigt er, wenn wenige Zuflüsse bestehen, die das Meer mit dem Süßwasser verdünnen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Meere sind seit jeher eine der Nahrungsquellen. Seit Jahrtausenden leben viele Menschen an den Küsten, ja ganze Inselvölker vom Fischfang im Meer. Meere sind weiterhin für den internationalen Verkehr und Warenaustausch von größter Bedeutung. Die maritimen Branchen erreichen pro Jahr einen Weltmarktumsatz von 1 200 Milliarden Euro bei stark steigender Perspektive. Vor der Erfindung des Flugzeugs war der Transport durch Schiffe über die Meere die einzige Möglichkeit, von Europa nach Amerika oder nach Australien zu gelangen. Auch die meisten in den Ozeanen gelegenen Inseln, wie z.B. Madagaskar, und Inselgruppen, wie z.B. die Kanarischen Inseln, waren nur auf dem Meerweg zu erreichen. Da der Transport per Luftfracht viel teurer ist als per Schiff, ist der Warentransport über die Meere für Massengüter nach wie vor die erste Wahl. Nach dem Gewicht werden weiterhin 92% aller Güter im Welthandel - 5,7 Milliarden Tonnen jährlich - über den Seeweg transportiert. In den letzten Jahrzehnten wurden Ideen zur Erzeugung elektrischen Stromes in den Meeren entwickelt und in den letzten Jahren auch vermehrt umgesetzt. (Windkraft, Gezeitenkraftwerk, Osmosekraftwerk ...)

Gefahren des Meeres

Das Meer hält für den Schiffsverkehr und für die Küstenstaaten einige Gefahren bereit. So können z. B. Untiefen, Riffe und Klippen, aber auch Sturmfluten für Schiffe gefährlich werden. Wattwanderer und Badende sollten auf Ebbe und Flut sowie auf starke Strömungen achten. Küstenländer können von Sturmfluten und Springfluten bedroht sein. Seebeben und Meteoriteneinschläge können riesige Schwerewellen auslösen, die Tsunamis.

Verwandte Themen

Wasserhalbkugel, Salinität, Liste der Meere

Siehe auch


- Meeresboden
- Meereskunde
- Meerestief
- Meerestiefe
- Nebenmeer (= Oberbegriff für):
  - Binnenmeer
  - Binnensee
  - Mittelmeer
  - Randmeer
- Ozean
- Ozeanografie
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne
- Schwelle
- Weltmeer
- [http://www.meercam.com/ Webcams am Meer] Kategorie:Ozeanologie ja:海 ko:바다 ms:Laut simple:Sea zh-min-nan:Hái

Mexiko

Die Vereinigten Mexikanischen Staaten (Estados Unidos Mexicanos) oder einfach nur Mexiko (México) sind ein Staat in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an die USA und im Süden an Belize und Guatemala. Westlich liegt der Pazifik, im Osten der Golf von Mexiko sowie das Karibische Meer, beides Randmeere des Atlantiks.

Geographie

Mexiko ist mehr als 5½mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und liegt auf dem nordamerikanischen Kontinent.
- Fläche komplett: 1.972.540 km², davon
- Land: 1.923.046 km²
- Wasser: 49.176 km² Mexiko grenzt im Norden an die USA und im Südosten an Guatemala und Belize. Es besitzt zudem 12.540 km Meeresküste, davon
- 8.300 km Küstenland am Pazifik
- 3.200 km Küstenland am Atlantik Mexiko besitzt auf 200 Seemeilen (370 km) exklusive Nutzungsrechte. Die größten Städte Mexikos sind Mexiko-Stadt, Ecatepec de Morelos, Guadalajara, Puebla, Ciudad Juárez, Tijuana, Ciudad Nezahualcóyotl, Monterrey und León. Siehe: Liste der Städte in Mexiko

Klima

Liste der Städte in Mexiko Mexiko ist ein klimatisch vielgestaltiges Land, das sowohl über subtropisches und alpines Klima als auch über Wüstenklima verfügt. Es gehört somit in den Übergangsbereich der sommerfeuchten äußeren Tropen mit 8–10 humiden Monaten im Südosten des Landes über die ganzjährig ariden Subtropen im Bereich des Wendekreises, bis zum Winterregenklima Kaliforniens, das im äußersten Westen (Baja California) gerade noch wirksam wird.

Räumliche Gliederung

Kalifornien Der größte Teil Mexikos besteht aus einem Hochlandblock, der an markanten Bruchlinien im Osten und Westen herausgehoben wurde. Die Randgebirge sind sehr unterschiedlich gestaltet: die Sierra Madre Oriental im Osten setzt sich aus parallel streichenden Faltenzügen und steil aufragenden Schichtrippen der Jura- und Kreideformation zusammen. Dagegen baut sich die Sierra Madre Occidental im Westen aus flach lagernden vulkanischen Decken des Tertiärs auf. Beide erscheinen von den hügeligen Küstentiefländern aus als hohe Gebirgsmauern. Tertiär Das Hochland ist in weite Beckenlandschaften gegliedert. Diese erreichen an der Grenze zu den USA 1.200 m Meereshöhe. An die Sierra Madre Occidental schließt sich südlich die Cordilliera Neo Volcanica an, die aus vulkanischen Ablagerungen aus der Zeit des Pliozän bis Quartär besteht und nicht nur durch Riesenvulkane, sondern zusätzlich durch eine Vielzahl von vulkanischen Kegeln und Kratern geprägt ist. Sie bildet den Südrand des Hochlandblocks, der in einer Bruchstufenzone rund 1.000 m tief zur Senke des Río Balsas abbricht. Im Süden befindet sich die Sierra Madre del Sur westlich der Sierra Madre de Chiapas. Nordöstlich vorgelagert ist die Halbinsel Yucatán. Sie besteht aus einer Kalksteintafel, die seit dem Tertiär aus dem Meer herausgehoben wurde. Die höchsten Vulkane des Landes sind der Citlaltépetl (auch Pico de Orizaba genannt), der mit 5.700 m gleichzeitig der höchste Berg in Mexiko ist, der derzeit aktive Popocatépetl mit 5.452 m und der Iztaccíhuatl mit 5.286 m.

Name

Der Staat ist nach seiner Hauptstadt benannt, deren Name auf ihre aztekischen Vorläuferin »Mexico-Tenochtitlan« zurückgeht. Dabei stammt der Teil »Mexi« vom Kriegsgott »Mexitli«, dessen Name sich wiederum aus »metztli« (Mond) und »xictli« (Nabel) zusammensetzt (»Mondkind«). Das »co« bzw. »ko« im Deutschen ist einfach ein Ortssuffix. Alle diese Wörter sowie viele weitere geographische Namen basieren in ihrer lateinischen Schreibweise auf der (kastilischen) Transkription der Spanier, der ersten Europäer dort. Sie schrieben den -Laut (deutsch: sch) der Nahuatl-Sprache wie damals bei ihnen üblich als x. Seither hat sich die Aussprache des Spanischen allerdings gewandelt und das alte x wird (deutsch: ch (nach a, o, u)) ausgesprochen – ebenso wie j und g (vor e, i), die einstmals (französisch: j) lauteten. In der Folge werden nun alle diese Worte mit j oder g geschrieben (z. B. Don Quixote -> Don Quijote) und x klingt ähnlich wie im Deutschen. Namen wurden allerdings wie auch bei anderen vergleichbaren Vorgängen anderswo nur teilweise (vgl. z. B. Celle) an die neue Buchstaben-Laut-Zuordnung angepasst. Trotzdem findet sich in spanischen Texten auch die Schreibweise Méjico statt México. In Mexiko selbst wird meist Wert auf die Schreibung mit x gelegt, da sie als eigene, nicht koloniale Schreibung gilt. Die königlich-spanische Akademie (Real Academia Española), die für die Festlegung der spanischen Orthographie zuständig ist, lässt beide Schreibweisen zu. Daneben wird das x teilweise, etwa in »Xochimilco«, als ausgesprochen (etwa »Schotschimilko«). Auf deutsch müsste es vom Original (heute: Mexihco, ) her also eher »Meschiko«, »Meeschiko« oder »Mehschiko« und von der aktuellen Aussprache eher »Mechiko« (oder »Mehchiko«) heißen, obwohl im Deutschen ch nach e üblicherweise gesprochen wird. Beide spanischen Schreibweisen (México und Méjico) erfordern von den meisten nicht spanischsprachigen Lesern zusätzliches Wissen zur Aussprache, da x und j in den meisten Sprachen für andere Laute stehen.

Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 75 % Mestizen, indigenen Völkern (unter anderem Maya, Azteken) und Europäischstämmigen (meist Spanier). Ein Teil der Mexikaner hat auch afrikanische Vorfahren, allerdings zu einem sehr geringen Prozentsatz. Die Mehrheit der schwarzen Mexikaner ging in den letzten 200 Jahren innerhalb der Mestizenbevölkerung auf. Im Bundesstaat Veracruz und an der Westküste sind jedoch noch einige von ihnen zu finden. Das einzige auf mexikanischem Boden gesprochene Kreol ist das Gullah. Es wird von den Angehörigen der Schwarzen Seminolen in der kleinen Gemeinde Nacimiento de los Negros (in der Nähe von Muzquiz, Coahuila) gesprochen.

Religion

90 % der Mexikaner sind Katholiken. Daneben gibt es eine wachsende protestantische Minderheit (7 %) sowie Anhänger traditioneller Religionen (3 %). Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern, spielt die Religion in Mexiko und in anderen Lateinamerikanischen Ländern noch eine große Rolle.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Mexikos In den Jahren 1507 und 1574 erreichen die ersten spanischen Expeditionen unter Francisco Hernández de Córdova und Juan de Grijalva die Halbinsel Yucatán. Die neu „entdeckten“ Hochkulturen und die reichlichen Goldgegenstände machen die tierra firme, das Festland, für die Spanier interessant. In den Jahren 1519 bis 1521 gelingt es Hernán Cortés, das so genannte Azteken-Reich mit Hilfe zahlreicher indigener Verbündeter zu stürzen. Das heutige Mexiko wird zum Vizekönigreich Neuspanien. Im Jahre 1815 wurde die Unabhängigkeit von Spanien erklärt, die einen langen Krieg nach sich zog, der 1821 zur endgültigen Unabhängigkeit führte. Danach verlor das mexikanische Gebiet an Größe, durch Verkauf an und durch die Invasion der USA (siehe auch Mexikanisch-Amerikanischer Krieg). Mexikanisch-Amerikanischer Krieg In den 1860ern stand das Land unter der Besetzung durch Frankreich, das in dieser Zeit den Kaiser Maximilian von Mexiko einsetzte. Der von den Franzosen vertriebene Präsident Benito Juarez beendete die Kaiserzeit durch die Hinrichtung Maximilians. Die lange Diktatur Porfirio Díaz' führte 1911 zur Mexikanischen Revolution. Die revolutionären Kräfte besiegten die Armee, verloren sich aber in internen Streitereien, die das Land zwanzig Jahre lang in ständiger Unruhe hielten. Am Ende der Revolution kontrollierte die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) das Land bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Siehe auch: Liste der Präsidenten Mexikos

Politik

Mexiko ist seit 1917 eine präsidiale Bundesrepublik. Die Verfassung von 1917 wurde zuletzt im Jahr 1994 geändert. Der Präsident steht im Mittelpunkt des mexikanischen Institutionensystems und wird für eine einzige Amtszeit von sechs Jahren, sexenio genannt, direkt gewählt. Das Parlament (Congreso de la Unión) besteht aus Abgeordnetenhaus (Cámara Federal de Diputados) (500 Mitglieder) und Senat (Senado) (128 Mitglieder). Die Wahl erfolgt alle drei beziehungsweise sechs Jahre. Mexiko wurde von 1929 bis 2000 von ein und der selben Partei regiert: der Partido Revolucionario Institucional (PRI). Seit Dezember 2000 ist Vicente Fox Quesada (PAN) Präsident von Mexiko. Während der Regierungszeit der PRI bestand lange Zeit keine klare Trennung zwischen den Institutionen des Staates und jenen der “offiziellen Partei”, das heißt der PRI. So unterstand etwa auch die Organisation von Wahlen der PRI. Dies führte zu zahlreichen Berichten über Unregelmäßigkeiten bei der Wahl wie beispielsweise Fälschung von Wahllisten, mehrfacher Stimmabgabe, Stimmenkauf, Kontrollen der Stimmabgabe, Wahlurnenraub und unkorrekter Stimmenauszählung. Seit 1990 ist das überparteiliche Instituto Federal Electoral (IFE) für die Vorbereitung und Durchführung von Wahlen zuständig. Im Land werden Demokratiedefizite beklagt. So finden Maßnahmen gegen die Opposition statt. Als Beispiel sei die Aufhebung der Immunität (im Zuge eines fragwürdigen Amtsmissbrauchsverfahrens) des populären Bürgermeisters von Mexiko-Stadt Andrés Manuel López Obrador im April 2005 genannt, womit nicht zuletzt seine Präsidentschaftskandidatur verhindert werden sollte. Erst unter dem Druck von Massenprotesten wurde die Anklage fallen gelassen. Mexiko erlangte während des Faschismus in Europa große Bedeutung als Exilland [http://www.literaturepochen.at/exil/multimedia/pdf/mexikoveranstchronikpatka.pdf].

Grenzpolitik

Der Grenzübergang zwischen Mexiko und den USA steht aufgrund des Wohlstandsgefälles zwischen den beiden Staaten im besonderen Blickpunkt der Behörden. Bei einem Treffen zwischen Präsident Vicente Fox und dem US-Präsidenten George W. Bush am 7. März 2004 wurde vereinbart, dass Mexikaner, die häufig in die USA reisen, von den strengen Grenzkontrollen (Fingerabdrücke, Fotografien) bei der Einreise in die USA teilweise ausgenommen werden. Diese Bestimmungen wurden von Washington vor allem zum Schutz vor terroristischen Anschlägen eingerichtet. Die USA kämpfen seit langem gegen illegal im Land lebende Mexikaner. Ein weiterer Streitpunkt mit den USA ist die Auslieferung von Gefangenen: die mexikanische Verfassung nennt in ihrem Artikel 18 als zulässigen Zweck von Bestrafung einzig die Rehabilitation von Kriminellen. Der mexikanische oberste Gerichtshof hat daher die Auslieferung von Gefangenen an Länder verboten, in denen ihnen die Todesstrafe oder eine lebenslängliche Haft ohne Aussicht auf Freilassung droht. Dies ist in den meisten Bundesstaaten der USA der Fall, wodurch der alte „Brauch“ von in den USA gesuchten Verbrechern, nach Mexiko zu fliehen, einen neuen Auftrieb erhalten hat. Karte Mexikos

Bundesstaaten

Karte Mexikos Mexiko besteht aus 31 Bundesstaaten (Estados) und einem Bundesdistrikt (Distrito Federal), der die Hauptstadt umfasst: Siehe auch: Liste mexikanischer Staaten nach Einwohnerzahl und Fläche

Wirtschaft

Mexikos Wirtschaft wurde in den letzten Jahren stark dereguliert und privatisiert. Die Dominanz privater Firmen wächst ständig und die Privatisierung von Eisenbahn, See- und Flughäfen geht ihrem Ende entgegen, ebenso wie die weitere Privatisierung der Banken. Die Liberalisierung des Energiesektors schreitet weiter voran. In den Bereichen Telekommunikation und Petrochemie stehen noch Reformen aus. Mexiko ist das wirtschaftlich stärkste Land Lateinamerikas und belegt momentan Rang 8 der Export-Weltrangliste. Mittlerweile hat Mexiko zwölf Freihandelsabkommen mit über 40 Ländern, unter anderem mit der EU (seit 2000), Japan, Guatemala, Honduras und El Salvador. Seit dem 1. Januar 1994 ist Mexiko Mitglied des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA). In den ersten Jahren nach dessen Inkrafttreten hatte sich die wirtschaftliche Situation des Landes nur unwesentlich verbessert. Seit Beginn des Freihandels sind die Ausfuhren bis heute um das Dreifache gestiegen, so entfallen mittlerweile 90 % der Exporte auf Freihandelsabkommen. Der höchste Zuwachs wird bei den Erdölausfuhren verzeichnet. Bedingt durch die stark gestiegenen Ölpreise konnte ein Wachstum von 27,3 % verzeichnet werden. Die Haushaltslage ist fast ausgeglichen und die Verschuldung konstant. Der Außenhandel weist ein Defizit von ca. 7,1 Mrd. Euro auf. Das wirtschaftliche Wachstum liegt bei 4,9 % (BIP 2004) und die Arbeitslosenquote bei 4,3 %. Es besteht jedoch eine starke Unausgewogenheit in der Reallohn-Verteilung. So leben ca. 40 % (2003) der Bevölkerung unter der Armutsgrenze und die Inflationsrate beträgt 4,0 % (2004). Inflationsrate Das Bruttoinlandsprodukt (571 Milliarden Euro, bei 37,73 Millionen Beschäftigten im Jahr 2004) teilt sich auf in:
- Landwirtschaft: 4 % des BSP werden erwirtschaftet durch 18 % der Beschäftigten
- Industrie: 27,2 % des BSP werden erwirtschaftet durch 24 % der Beschäftigten
- Dienstleistung: 68,9 % des BSP werden erwirtschaftet durch 58 % der Beschäftigten Quelle: http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/mx.html#Econ http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=111

Kultur

Essen und Trinken

Hauptartikel: Mexikanische Küche Die mexikanische Küche zeichnet sich durch die Synthese von aztekischen und spanisch-kolonialen, im Süden auch Maya-Traditionen aus. Regional gibt es in Mexiko große Unterschiede zwischen Küste und zentralem Hochland, chiliverliebtem Süden und rindfleischorientiertem Norden. Die wichtigste Mahlzeit am Tag ist das Mittagessen, entsprechend lang ist auch die Mittagspause eines üblichen Arbeitstages. Abends wird dann meist nur noch ein kleiner Imbiss verzehrt, ein paar Früchte, ein Taco oder ähnliches. In einem heißen, tropischen Land mit großenteils üppiger Vegetation spielen Früchte und bestimmte Gemüsesorten eine dominante Rolle. Das Trinkwasser wird in Wasserflaschen oder Kanistern verkauft, da das Wasser aus den Wasserleitungen verschmutzt ist. Gerne getrunken wird die von den Spaniern eingeführte Horchata, ein süßliches Reis/Zimt-Getränk, das gekühlt serviert wird. Die üblichen alkoholischen Getränke sind Bier, Tequila, Mezcal und Pulque.

Feiertage


- Día de los Muertos
- Día de la Independencia
- Guadalupana
- Día de la Revolución Mexicana

Literatur


- Octavio Paz
- Juan Rulfo
- Carlos Fuentes
- Alfonso Reyes
- José Vasconcelos
- Angeles Mastretta
- Laura Esquivel
- Mariano Azuela
- Paco Ignacio Taibo II

Malerei


- Diego Rivera (muralismo)
- Frida Kahlo
- Jesús de la Helguera
- Rufino Tamayo (muralismo)
- José Clemente Orozco (muralismo)
- David Alfaro Siqueiros (muralismo)
- José Luis Cuevas
- Dr. Atl
- Juan O'Gorman

Musik


- Mariachi
- Danzón
- Carlos Santana
- El Tri
- Lila Downs
- Lhasa de Sela
- Maná
- Molotov
- Control Machete
- Luis Miguel
- Cristian Castro
- Vicente Fernández
- Alejandro Fernández
- Thalia
- Paulina Rubio
- Café Tacuba
- Panteón Rococó
- Julieta Venegas
- Cri Cri
- Jorge Negrete
- Juan Gabriel
- José José
- Los Panchos
- Silvestre Revueltas
- Manuel M. Ponce
- Pablo Moncayo
- Diego Torres

Nationalhelden


- Emiliano Zapata
- Benito Juárez
- Miguel Hidalgo
- Francisco "Pancho" Villa
- Francisco I. Madero
- José María Morelos y Pavón
- Ignacio Zaragoza

Schauspieler


- Jay Hernandez
- Salma Hayek
- Anthony Quinn
- Diego Luna
- Gael García Bernal
- Cantinflas
- Pedro Infante
- Ricardo Montalban
- Rosita Quintana
- Jorge Negrete
- Germán Valdés Tin-Tan
- Verónica Castro
- Victoria Rufo
- Maria Félix
- Dolores del Rio
- Victor Pereira Ucha

Weitere Themen


- Desert Cultures
- Piñata

Literatur


- Dario/Kanzleiter, Boris (Hrsg.): Nach Norden. Mexikanische ArbeitsmigrantInnen zwischen neoliberaler Umstrukturierung, Militarisierung der US-Grenze und dem amerikanischen Traum. Verlag: Schwarze Risse, 1999, ISBN 3-924737-47-9
- John Ross: Mexiko. Geschichte-Gesellschaft-Kultur. Unrast, ISBN 3-89771-018-8 [http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,140,4.html]
- Hans W. Tobler: Die mexikanische Revolution. Aktualisierte Taschenbuchausgabe. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3518384880
- William Prescott: Die Eroberung von Mexiko. Parkland Verlag, ISBN 3-88059-993-9

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=111 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.mexiko-lexikon.de Mexiko-Lexikon] (Umfangreiches Lexikon basierend auf Wikimedia, auf Mexiko spezialisiert)
- [http://www.mexico-mexiko.com Mexico Community] (Diskussionsforum und Informationsplattform)
- [http://www.mexiko-mexico.de Mexico-Portal] (Mexiko-Portal von Oliver Koch, von Reisen bis Wirtschaft)
- [http://www.mexiko-lindo.de Mexiko Lindo y Querido] (Homepage von Jürgen Fröhler, umfassendes Angebot)
- [http://www.mexico-info.de Mexico-Info] (Deutschsprachige Homepage von Monika Horvat, mit Schwerpunkt Reise und Kultur)
- [http://www.willgoto.com/categories.aspx?Destination=329&Langue=3 Mexiko] Reiseführer und Reiseverzeichnis
- [http://www.femexfut.org.mx Mexikanischer Fußballbund]
Kategorie:Staat ! ja:メキシコ ko:멕시코 ms:Mexico simple:Mexico th:ประเทศเม็กซิโก zh-min-nan:México

Niederkalifornien

Niederkalifornien (spanisch Baja California) ist eine schmale und langgezogene Halbinsel im Westen Mexikos von 1.200 km Länge und max. 240 km Breite, auf der die mexikanischen Bundesstaaten Baja California (Niederkalifornien) und Baja California Sur (Süd-Niederkalifornien) liegen. Sie ist damit größer als Italien und etwa doppelt so lang wie der US-Bundesstaat Florida. Der größte Teil der Fläche wird durch die Wüstenvegetation der Sonora bestimmt. Die Herkunft des Namens "Kalifornien" ist unklar, wahrscheinlich ist er aus einem Ritterroman übernommen oder leitet sich von der Bezeichnung calida forna – „heißer Ofen“ her. Im Norden wird die Halbinsel vom US-Bundesstaat Kalifornien bzw. den westlichen Ausläufern des mexikanischen Bundesstaates Sonora, im Westen vom Pazifik und im Osten vom Golf von Kalifornien begrenzt. Die beiden Küsten sind dabei sehr unterschiedlich. In den kalten, vom Norden und aus der Tiefe kommenden Strömungen der Pazifikküste beobachtet man Wale, die von und zu ihren südlicheren Fortpflanzungsstätten ziehen. Wale Der Golf, der nach seinem Entdecker auch als Mar de Cortez bekannt ist, ist dagegen eher mit dem Mittelmeer vergleichbar, da dort das Wasser wärmer ist. In den Norden des Golfs von Kalifornien mündet, was heute unterhalb des Hoover-Staudamms noch vom Colorado River übrig bleibt. Im nördlichen Golf herrschen durch den hohen Tidenhub bei Ebbe und Flut starke Strömungen im flachen Wasser. Weiter südlich ist der Golf von Kalifornien dagegen teilweise sehr ruhig. An einigen Stellen sieht man dort nachts interessante Phänomene der Biolumineszenz, und man kann Robben oder Delfine bei der Fischjagd beobachten. Speziell der Pazifikküste sind bedeutende Fischfanggründe vorgelagert. An der Pazifikküste ist der Himmel oft wolkenbedeckt. Direkt am Pazifik hält sich der Nebel auch im Sommer oft bis über die Tagesmitte hinaus. Seit 1976 verbindet die einzige Hauptverkehrsstraße – die Transpeninsular – den Norden mit dem Süden. Sie reicht von der amerikanischen Grenze bis zum südlichsten Punkt der Halbinsel in Cabo San Lucas, dem viertgrößten Badeort Mexikos nach Cancún, Puerto Vallarta und Acapulco. Zur Geschichte der Region siehe Kalifornien (historisch).

Weblinks


- http://www.sunpendulum.at: Dieses Kunstprojekt hat eine Webcam, die auf den Himmel über Ensenada gerichtet ist.
- http://oceanografia.cicese.mx/pronostico/: Hier findet man Informationen zu Wetter und Tiden. Bild:BajaHills18Jul2004h7m15am.jpg|Typische Kuhlandschaft zwischen Ensenada und Real de Castillo Bild:BajaCaliforniaBäume18Jul2004h16m15pm.jpg|Wald in Baja California Kategorie:Halbinsel Kategorie:Geographie (Mexiko)

Flussdelta

Als Flussdelta bezeichnet man eine charakteristische Mündungsform eines Flusses oder Stroms. Der Nil bildet das wohl bekannteste Mündungsdelta, weil dies auch die Bezeichnung Delta prägte, zumal das Nildelta die charakteristische aus dem Buchstaben Delta (Δ) abgeleitete Form aufweist. Delta

Entstehung

Die Entstehung des Flussdeltas ist gekennzeichnet durch die Aufschüttung von Material (Sediment), das vom Fluss transportiert wird. Die nachlassende Transportkraft des Wassers als Folge der verminderten Fließgeschwindigkeit im Bereich der Mündung lässt den Fluss das mitgeführte Material ablagern. Die abgelagerten Sedimente wiederum fungieren als Fließhindernis und zwingen den Fluss, seinen Lauf aufzuspalten. In größeren Deltas teilt der Fluss seine Läufe mehrfach und führt sie teilweise wie in einem Labyrinth (mit Flussinseln) fließender und nichtfließender Läufe zu- und auseinander. Flüsse, die in Gewässer mit starker Tide münden, haben kein Flussdelta, sondern eine Trichtermündung. Da die Regelfließrichtung meerwärts ist, werden viele Sedimente abgelagert, so wächst ein Delta in das Meer hinein. Dies ist am obigen Bild durchaus zu erkennen. In der Regel sind Deltas mit Pflanzen bewachsen, die sie von oben grün erscheinen lassen. Trichtermündung, Lappland, Blick vom Gipfel des Skierffe. Eiszeitiche Gletscher haben das Trogtal geformt. Der Fluss kommt aus dem Hochgebirge des Sarek und mündet unterhalb (links) des Bildausschnittes in den See Laitaure. Je nach Jahreszeit und Wasserzufuhr nehmen die Flussarme ganz unterschiedliche Farben an und ändern häufig ihren Lauf. Entlang der Flussarme erkennt man die Galeriewälder, dazwischen Moorbereiche und ehemalige Toteisbereiche, die nun mit Seen ausgefüllt sind.]] Siehe auch: Fluvialer Transport

Delta-Arten


- Mündungsdelta
- Binnendelta
- Gezeitengeprägtes Delta
- Wellendominiertes Delta
- Flussdominiertes Delta

Beispiele


- Donau (Donaudelta; 4000 km², Rumänien) - das zweitgrößte Flussdelta Europas
- Ebro (Ebrodelta; 400 km²)
- Ganges-/Brahmaputra (Gangesdelta) Bangladesch; 80.000 km²
- Indus (8000 km²)
- Mekong (70.000 km²)
- Mississippi (Mississippidelta; 36.000 km²)
- Niger (Nigerdelta) 24.000 km² - bildet in seinem Mittellauf auch ein Binnendelta (Nigeria)
- Nil 24.000 km² (Ägypten, Nildelta)
- Rhein
- Rhône (über 750 km²)
- Ural (Uraldelta)
- Irawadi (30.000 km²)
- Lena (45.000 km²)
- Ogone (4.800 km²)
- Orinoko (24.000 km²)
- Sonkoi (15.000 km²)
- Weichsel (1.500 km²)
- Wolga (Russland) - das größte Flussdelta Europas

Siehe auch


- Weitere Mündungsformen
- Flussterrasse Kategorie:Limnologie Kategorie:Ozeanologie ja:三角州 ko:삼각주

Colorado (Fluss)

Der Colorado (span. rot, farbig; auch Colorado River, Colorado des Westens) ist der größte und wichtigste Fluss im Südwesten von Nordamerika. Der Colorado ist 2.333 km lang und besitzt ein Wassereinzugsgebiet von 428.000 km².

Flusslauf

Der Fluss entspringt im Rocky-Mountain-Nationalpark im US-Bundesstaat Colorado, nordwestlich von Denver. Er fließt von den Bergen der Rocky Mountains nach Utah und Arizona und bildet die Grenze zwischen Arizona und Nevada, sowie zwischen Arizona und Kalifornien. Danach fließt der Colorado nach Mexiko und mündet zwischen den Bundesstaaten Baja California und Sonora in den Golf von Kalifornien. Im Bereich des Colorado Plateaus hat der Colorado mit seinen Nebenflüssen durch Erosion viele einzigartige Landschaften entstehen lassen. Auf einer Länge von 1.600 km fließt der Colorado River durch mehrere Canyons, unter anderem durch den Grand Canyon. Der Oberlauf des Colorado bis zum Zusammenfluss mit dem Green River wurde früher Grand River genannt. Erst im Jahre 1921 wurde er auf Antrag des Staates Colorado vom amerikanischen Kongress in Colorado River umbenannt.

Stauseen

Entlang des Flusses gibt es mehrere gewaltige Stauanlagen wie beispielsweise den Hoover-Staudamm, der den Lake Mead in der Nähe von Las Vegas aufstaut, und der Glen-Canyon-Staudamm am Lake Powell. Die Stauseen sind Trinkwasserspeicher und dienen der Stromerzeugung. Über Kanäle gelangt das Wasser des Colorado bis in die großen Städte Los Angeles, San Diego, Phoenix und Tucson. Durch die intensive Wasserentnahme ist das Flussbett an der Mündung heute meist trocken.

Trockenheit

Im Jahre 2000 begann der Fluss aufgrund vergleichsweise geringer Niederschläge immer weniger Wasser zu führen. Nach der geologischen Untersuchung der letzten 800 Jahre stellten Geologen jedoch fest, dass es umgekehrt in den letzten hundert Jahren zu überdurchschnittlich hohen Regenfällen im Westen der USA kam. Durch deren Ausbleiben wäre die ganze Wasser- und Energieversorgung des US-amerikanischen Westens, die vom Colorado River abhängt, in Gefahr. Der Lake Powell hat seit 2000 über 60 Prozent seines Wassers verloren. Das Volumen des Lake Mead ist in der gleichen Zeit etwa 40 Prozent kleiner geworden, was einer Wasserspiegeldifferenz von ca. zwei Metern entspricht.

Nebenflüsse und Orte

Lake Mead Der Colorado hat elf wichtige Nebenflüsse. Von Norden nach Süden sind dies:
- Gunnison River (links - Colorado)
- Dolores River (links - Colorado, Utah)
- Green River (rechts - Wyoming, Colorado, Utah)
- Dirty Devil (rechts - Utah)
- Escalante River (rechts - Utah)
- San Juan River (links - New Mexico, Utah)
- Paria River (rechts - Utah, Arizona)
- Little Colorado River (links - Arizona)
- Kanab River (rechts - Utah, Arizona)
- Virgin River (rechts - Utah, Arizona, Nevada)
- Gila River (links - Arizona) Orte am Colorado River sind unter anderem:
- Grand Junction (Colorado)
- Moab (Utah)
- Page (Arizona)
- Boulder City (Nevada)
- Lake Havasu City (Arizona)
- Yuma (Arizona)
- San Luis Rio Colorado (Mexiko)

Siehe auch


- Colorado (Texas, Fluss), Río Colorado Kategorie:Fluss in Nordamerika Kategorie:Fluss in den USA Kategorie:Geographie (USA) Kategorie:Geographie (Mexiko) ja:コロラド川

Staat

Max Weber definiert in seiner Herrschaftssoziologie Staat als einen solchen politischen Anstaltsbetrieb, dessen Verwaltungsstab erfolgreich das Monopol legitimen physischen Zwanges (also das Gewaltmonopol) für die Durchführung der Ordnungen in Anspruch nimmt (Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, [http://www.textlog.de/7321.html Kap. 1, § 17]). In der Ökonomie wird der Staat oftmals als Summe aller Zwangsverbände betrachtet. Zur Unterscheidung oder Kongruenz von Staat und Gesellschaft siehe Staat und Gesellschaft.

Völkerrecht

Ein Staat (aus lat. status Zustand, Verfassung) ist ein ein Gebilde, das laut der Konvention von Montevideo folgende Eigenschaften aufweist:
- eine mehr oder weniger stabile Kernbevölkerung (Staatsvolk);
- einen klar abgegrenzten oder definierten Landbesitz (Staatsgebiet, Territorium);
- eine Regierung, die eine Staatsgewalt ausüben kann;
- die Fähigkeit, mit anderen Staaten in politischen Kontakt zu treten, d. h., ein Völkerrechtssubjekt zu sein. Die klassische Staatsrechtslehre nennt nur die ersten drei Merkmale (Drei-Elemente-Lehre Jellineks). In diesem Sinne sind die Glieder eines Bundesstaates, wie die deutschen Länder auch "Staaten" (übrigens auch beschränkt Völkerrechtssubjekte, da sie auf Grund ihrer "Kulturhoheit" z. B. mit dem Heiligen Stuhl unabhängig von der Bundesrepublik Deutschland Konkordate abschließen können). Der klassische Ausnahmefall eines Staates ohne Staatsgebiet ist - seit der Annexion Maltas durch Napoleon I. - der "Souveräne Malteserorden". Die Souveränität ist kein definierendes Merkmal des Staates. Staaten können rechtlich auch dann fortbestehen, wenn sie unter Besatzung stehen (okkupiert sind); oder (in der älteren Staatsrechtslehre), wenn sie nur "souverän" sind (z. B. Samos im Osmanischen Reich). Jedoch muss faktisch eine Teilsouveränität gegeben sein. Wie denn überhaupt das Völkerrecht mangels einer Welt-Legislative von Entscheidungen von Fall zu Fall abhängt (case law) und mithin ein sehr nachgiebiges Recht ist, wenn Völkerrechtssubjekte "Fakten setzen".

Völkerrechtliche Anerkennung

Ein Staat bedarf zu seiner Gründung keiner juristischen Legitimation (er wird 'ausgerufen', vgl. den Rütli-Schwur bei der Begründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Mittelalter - die neuzeitliche Schweizerische Konföderation besteht aber durchaus aus einzelnen Staaten, den Kantonen). International hat es sich eingebürgert, einen Staat anzuerkennen, sobald mehrere andere Staaten seine Existenz anerkannt haben. Einige Gebiete wie Taiwan oder Nordzypern auf Zypern, die zwar die Merkmale eines Staates aufweisen, wurden dennoch, meist aus politischen Gründen, nicht allgemein anerkannt; diese werden als Stabilisierte De-Facto-Regime bezeichnet. Die Konvention von Montevideo regt häufig zu Diskussionen an, ob es möglich ist, durch Kauf einer staatenlosen Insel oder Bohrinsel quasi eine Mikronation zu gründen. Die Anerkennung durch andere Staaten ist das Hauptproblem solcher Vorhaben.

Anzahl

Insgesamt gibt es 192 vollständig anerkannte souveräne Staaten. Darunter fallen die 191 Mitglieder der UNO sowie die Vatikanstadt. Weitere Staaten sind nur von einer Minderheit der weltweiten Staaten anerkannt, dies sind u. a. Taiwan, Westsahara (DARS), die Cookinseln und Niue.

Literatur


- Michail Bakunin, Gott und der Staat, Berlin: Karin Kramer 1995
- Karl Held (Hrsg.): [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/staat/staat_i.htm Der bürgerliche Staat]. Die Staatsableitung. München, 1999. 138 Seiten ISBN 3-929211-03-3
- Stefan Breuer: Der Staat. Entstehung, Typen und Organisationsstadien, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1998.
- Heide Gerstenberger, Die subjektlose Gewalt. Theorie der Entstehung buergerlicher Staatsgewalt, Münster: Westfälisches Dampfboot 2005
- Wolfgang Reinhard, Geschichte der Staatsgewalt. Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart, Sonderausgabe, München: C.H. Beck 2002
- Franz Oppenheimer:
[http://www.opp.uni-wuppertal.de/oppenheimer/st/staat0.htm Der Staat], 3. überarbeitete Auflage von 1929
- OVG Münster, Urteil vom 14.02.1989, Az. 18 A 858/87, in: NVwZ 1989, S. 790.

Siehe auch


- Staatstheorie
- Liste unabhängiger Staaten
- Liste der Staatsformen souveräner Staaten
- Staatliche Souveränität
- Territoriale Integrität Kategorie:Politische Geographie ! ja:国家 simple:State


1539

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Mai: Hernando de Soto landet bei Tampa Bay an der Küste Floridas und beginnt seine vierjährige Expedition durch den nordamerikanischen Südosten
- Der französische König Franz I. erlässt die „Ordonnance de Villers-Cotterêt“, in der verfügt wird, dass jedes offizielle Dokument in Französisch verfasst werden muss

Geboren


- 17. April: Tobias Stimmer, schweizer Maler († 1584)
- 22. Oktober: Luigi Gonzaga, Italienischer Adliger († 1595)
- 20. Dezember: Paul Melissus, neulateinischer humanistischer Schriftsteller († 1602)

Gestorben


- Marco Palmezzano, italienischer Maler (
- 1459 oder 1463 in Forlì)
- 6. Februar: Johann III. (Kleve), Regent der Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg (
- 1490)
- 6. Februar: Ogimachi, 106. Kaiser von Japan (1557–1586) (
- 1517)
- 13. Februar: Isabella d'Este, eine der wichtigsten Personen in der Kultur und Politik der italienischen Renaissance (
- 1474)
- 11. März: Johannes Baptist Righi, franziskanischer Einsiedler (
- 1469)
- 17. April: Georg der Bärtige, Herzog von Sachsen (
- 1471) ko:1539년 simple:1539

Entdecker

Entdecken lässt sich nur, was schon vor und unabhängig von der Entdeckung existiert, beispielsweise Inseln, Sterne, Tiere, im Gegensatz zu Erfindungen. Bei vielen Entdeckern und Entdeckungen sind Einschränkungen zu machen: Sie werden aus europäischer Sicht gesehen, sie stützen sich auf vorangegangene Erkenntnisse, die Geschichte der Entdeckung ist beschönigt. Beispiele für die weite Bedeutung des Wortes Entdecker:
- um 250 vor Chr. entdeckt Archimedes von Syrakus das nach ihm benannte Prinzip. An seiner heutigen, allgemeinen Fassung haben auch Galileo Galilei und Blaise Pascal teil.
- 1492 entdeckt Christoph Kolumbus Amerika. Dort lebten vorher schon Menschen, Kolumbus war nicht der erste Europäer auf amerikanischem Boden und hat bis zu seinem Tod geglaubt, den Westweg nach Indien entdeckt zu haben.
- 1569 entdeckt der Humanist Wiguläus Hundt eine Handschrift des Nibelungenliedes auf Burg Prunn im Altmühltal - heute der Prunner Codex genannt.
- 1770 entdeckt James Cook Australien. Genau genommen hat Cook die Entdeckung Australiens nur abgeschlossen, Abel Tasman und andere hatten vor ihm einzelne Kenntnisse über den Kontinent nach Europa gebracht.
- 1772 entdeckt Carl Wilhelm Scheele den Sauerstoff.Gleichzeitig und unabhängig von ihm entdeckt auch Joseph Priestley das Element.
- 1784 entdeckt Johann Wolfgang von Goethe den Zwischenkieferknochen (Intermaxillarknochen, Os incisivum) des Menschen.
- 1826 entdeckt Georg Simon Ohm das nach ihm benannte Gesetz in der Elektrotechnik.
- 1846 entdeckt Johann Gottfried Galle den Planeten Neptun. Die Existenz des Planeten war auf Grund anderer Beobachtugen vorhergesagt worden.
- 1870 entdeckt Heinrich Schliemann die Ruinen von Troja. Er gräbt sie an der von Homer bezeichneten Stelle aus.
- 1880 entdeckt Alphonse Laveran den Erreger der Malaria. Die Krankheit ist schon in der Antike (Hippokrates) genau beschrieben worden.
- 1911 entdeckt Roald Amundsen den Südpol. Er war der erste Mensch am Pol. Dessen Existenz und Lage waren bekannt.
- 1964 entdecken Arno Penzias und Robert Woodrow Wilson die kosmische Hintergrundstrahlung
- 1985 entdeckt eine amerikanisch-französische Expedition das Wrack der Titanic.

Literatur

Enzyklopädie der Entdecker und Erforscher der Erde von Dietmar Henze, 5 Bände, Akademische Verlagsanstalt, Graz, 1978-2004

Siehe auch:


- Liste der Entdecker, Entdeckung Kategorie:Entdeckungsgeschichte

Hernán Cortés

Hernán (auch Hernando) Cortés (
- 1485 in Medellín, Kastilien; † 2. Dezember 1547 in Castilleja de la Cuesta bei